Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) hat einen kostenlosen Vogelführer als Anwendung für das iPhone und den iPod touch veröffentlicht. Ich habe das Programm mal getestet, und finde es nicht nur praktisch, sondern auch sehr gut gemacht.

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Flying in Gold von robokow (cc)


Auch diejenigen ohne iPhone oder iPod können den Vogelführer benutzen, nur halt nicht so mobil in einer Onlineversion. Vom Funktionsprinzip und den Inhalten sind beide Versionen aber vergleichbar.
Man muss sich nicht durch ewig lange Listen nach dem richtigen Vogel suchen – das macht das Programm! Aus Merkmalen wie Lebensraum, Größe, Schnabel usw. sucht man sich sehr intuitiv das zusammen, was man erkennen kann oder weiß. Die Anwendung zeigt mit jedem zusätzlich ausgewählten Merkmal einfach weniger Vögel aus der Datenbank an, auf die die Merkmale noch zutreffen. Am Ende hat man dann mit zwei-drei Klicks die rund 250 Vogelarten auf eine Handvoll eingeschränkt, aus denen man leicht anhand von sehr schönen Zeichnungen den richtigen Vogel findet.
Sowohl die Vogelzeichnungen als auch die Steckbriefe stammen übrigens vom Kosmos–Verlag, und für die bekanntesten Arten sind auch Vogelstimmen mit auf dem iPhone.

Der Vorteil liegt eigentlich auf der Hand: Ein Vogelbestimmungsbuch habe ich nicht mal einfach so dabei, meinen iPod touch dagegen schon. Und so bin ich in den paar Tagen, seit ich den Vogelführer installiert habe, öfter mal unterwegs stehen geblieben und habe nachgesehen, was für ein Vogel im Baum oder auf dem frisch gemähten Acker sitzt.

Klasse, ein großes Dankeschön an den NABU!

Online-Vogelführer, Version für iPhone und iPod touch, iTunes-Direktlink

Kommentare (4)

  1. #1 ali
    August 12, 2009

    Danke für den Tipp. Super Sache.

  2. #2 Tobias
    August 13, 2009

    Das nächste ist dann hoffentlich ein Pflanzenführer, so dass verunsicherte Supermarktkunden das Jakobskreuzkraut vom Rucolasalat unterscheiden können: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,641622,00.html

  3. #3 Alexander
    August 13, 2009

    @Tobias: Du meinst sowas hier? Gibts leider noch nicht, ist erst in Entwicklung von der National Science Foundation. Die Anwendung soll dann aber auch abgeknipste Blätter für die automatische Identifizierung nutzen können!

  4. #4 Me.ray
    April 26, 2010

    Haii ;))