Perseid, Milchstraße und Mars über den Rocky Mountains in Colorado. Bild: Flickr, Bo Insogna, MrBO.com, CC BY-NC-ND 2.0.
Perseid, Milchstraße und Mars über den Rocky Mountains in Colorado. Bild: Flickr, Bo Insogna, MrBO.com, CC BY-NC-ND 2.0.

Die Perseiden sind (fast) Geschichte; der Schauer ist noch aktiv und flaut bis zum Monatsende allmählich ab. Zeit für einen kleinen Rückblick.

Laut Berichten/Tweets von und bei Daniel Fischer schien der Schauer vor allem am Samstagabend die Erwartungen eher zu enttäuschen. Mehrere Beobachter bezeichneten die Rate als “poor” und “underwhelming”. Nachdem immer mehr Beobachtungen, auch aus anderen Ländern, gemeldet wurden, ergab sich dann aber doch eine ZHR von ca. 50 für den Abend des 12. August – eigentlich genau im erwarteten Bereich, denn laut Fischer, der sich auf die mehrjährige Statistik von meteoflux.org bezieht (Mittelung über 2011-2017 ohne das untypische Jahr 2016) beträgt die erwartete Rate einen Tag vor dem Maximum ungefähr 2/5 es Maximalwerts. 50 sind 2/5 von 125 und beim Maximum am Montagmorgen wurde eine ZHR von 108 gemessen:

Perseiden-Rate bis zum 15.08.2018 auf der Seite der International Meteor Organization. Aktueller Graph hier. Bild: IMO.

Perseiden-Rate bis zum 15.08.2018 auf der Seite der International Meteor Organization. Aktuellster Graph hier. Bild: IMO.

Das entspricht dem prognostizierten Wert von ca. 100. Die meisten unerfahreneren Beobachter werden jedoch festgestellt haben, dass eine ZHR von 100 eben keineswegs ein Meteorregen ist. Aber wer Geduld hatte, hat ein paar schöne Meteore sehen können.

Im Netz gibt es dennoch eine Menge hübscher Perseidenfotos, nur leider die wenigsten mit Bildrechten zur Wiedergabe an anderer Stelle. Eines davon oben als Artikelbild, und hier eines aus heimischen Landen:

Perseiden mit Milchstraße am Ammersee. Bild: Flickr, Luis Calçada, CC BY-ND 2.0.

Perseiden mit Milchstraße am Ammersee. Bild: Flickr, Luis Calçada, CC BY-ND 2.0.

Weitere Bilder finden sich unter den folgenden Links:

Leser Schlappohr hat mir auch ein paar Bilder zugesendet, aus denen ich ein Komposit zusammengestellt habe. Die Bilder wurden mit einer Pentax K-5 (APS-C) und Makinon f2,8/28mm-Weitwinkel bei 1600 ISO und 20 s Belichtungszeit mit feststehender Kamera aufgenommen. Der Radiant liegt hier oben links oberhalb des Bildrandes.

Komposit aus Aufnahmen, die Leser Schlappohr am Morgen des 12.08. zwischen 2h20 und 3h20 gemacht hat. Bild: mit freundlicher Genehmigung von Schlappohr.

Komposit aus Aufnahmen, die Leser Schlappohr am Morgen des 12.08. zwischen ca. 2:15h und 3:15h gemacht hat. Rechts die Plejaden im Stier, links unten der Fuhrmann mit der hellen Capella. Bild: mit freundlicher Genehmigung von Schlappohr.

Ich selbst hatte mich am Sonntagabend auf eine kleine Safari begeben. Nach Recherche eines anscheinend geeigneten Orts (nahe einem kleinen Dörfchen in einem dunklen Eifeltal, etwas abseits der großen Lichtverschmutzungsquellen; die Hügel um das Tal sollten einen netten Vordergrund liefern) bin ich zum Einbruch der Dunkelheit nach 21:00h rausgefahren. Als ich am betreffenden Ort ankam, stellte der sich jedoch als ungeeignet heraus, weil hier, in unmittelbarer Nähe des Nationalparks Eifel, der offiziell anerkanntes IDA International Dark Sky Reservat werden möchte (dazu müssen aber auch die umliegenden Gemeinden die Beleuchtungsregeln beachten), die fürchterlichsten Straßenlaternen aufgestellt waren; diese zylinderförmigen Lampen mit Schirm, die hauptsächlich seitwärts strahlen. Die glasklaren Scheiben gaben den Blick auf die kolossal blendenden LEDs frei.

Der Weg aus dem Ort heraus endete frühzeitig an einer Schranke, so dass ich den Lichtquellen nicht ausweichen konnte. In der Gegenrichtung aus dem Ort heraus ging es in den Wald hinein, also keine freie Sicht auf den Himmel.

Mir war bei der Anfahrt hinunter ins Tal jedoch ein Abzweig in einer Serpentine aufgefallen, da fuhr ich dann wieder hin. Hinter der Einfahrt verbarg sich ein Parkplatz, und zwar der eines Ruhehains, wie man dem Schild an der Einfahrt entnehmen können. Ich war also mitten in der Nacht an einem Friedhof im Wald. Ich überlegte kurz, ob ich mich gruseln sollte und beschloss dann, dass der Ort perfekt sei und ich im übrigen nicht an Geister glaubte – keine Lampen in Sicht, ein paar Bäume für den Vordergrund und ich konnte mit dem Auto bis auf ein paar Meter an den Beobachtungsplatz, eine Lichtung hinter der Parkplatzschranke, heran, denn ich hatte zwei Stative, zwei Ferngläser, eine kleine Reisemontierung, Kameratasche und einen Klapp-Liegestuhl dabei, die ich nicht zu weit schleppen mochte. Im Übrigen glaube ich an Wildschweine und dass die mit Frischlingen relativ ungemütlich werden können, da war das nahe Auto auch als potenzieller Panikraum willkommen. Ein paarmal hat es dann später im Gehölz geknistert, vermutlich war es ein Reh (schon bei der Anfahrt war eines mit Kitz direkt vor mir über die Straße gelaufen, so dass ich scharf bremsen musste).

Habe also dort aufgebaut. Zum Einsatz kam meine Pentax K-S2, die einen eingebauten Intervalltimer bietet, mit dem man bis 30-sekündige Belichtungen durchführen kann. Als Objektiv wählte ich ein 10-20 mm f/3,5-Zoom, das ich mittig auf 15 mm einstellte. Ich wählte 1600 ISO und 30 s Belichtungszeit – die Kamera ruhte auf der Reisemontierung, die dem Himmel nachgeführt wurde, so dass keine Strichspuren entstehen sollten. Die Polachse richtete ich in der Höhe mit der Wasserwaagen-App des Handys auf den lokalen Breitengrad aus und peilte über die Achse den Polarstern an. Hat dann auch wunderbar funktioniert.

Das Einstellen des Fokus war allerdings mühsam. Es war schon zu dunkel für den Autofokus, keinerlei geeignete Lichtquelle in Reichweite (hab’s am Autolicht versucht, klappte nicht so recht), so musste ich dann Probeaufnahmen machen, denn der Fokuspunkt für unendlich war weder am Anschlag, noch konstant über den Zoombereich. Die Probeaufnahmen habe ich dann auf dem Kamerabildschirm maximal vergrößert, was funktionierte. Und dann die Kamera gestartet und mich mit Feldstecher auf den Liegestuhl gelegt und auf die Dunkelheit gewartet.

Der Andromedanebel war schnell gefunden, auch h und χ zwischen Perseus und Kassiopeia. Etwas länger musste ich warten, bis es für den Kometen Giacobini-Zinner dunkel genug war, der längs der linken Kante des Kassiopeia-Ws zu finden war. Einen Schweif konnte ich nicht erkennen, nur ein rundes, mattes Wölkchen.

Nach einer Weile, als ich einen Perseiden im Augenwinkel sah, legte ich die Feldstecher beiseite, weil ich dabei war, die Show zu verpassen. Ich zählte ca. 5 Perseiden (ohne Buch zu führen) und fast genau so viele sporadische Meteore. Mir schien es so als ob mehrere davon aus Richtung Wassermann oder Steinbock kamen – ob da ein zweiter Schauer aktiv war? Und vor allem unzählige Flugzeuge und Satelliten. Es ist nur der Rechenkunst des DeepSkyStackers zu verdanken, dass die unten im Bild nicht zu sehen sind.

Blick Richtung Perseiden-Radiant. Nur wenige Perseiden ließen sich zwischen 22:00h und 23:00h blicken, und die Lichtverschmutzung am Horizont wollte auch nicht verschwinden. Komposit aus 8 Aufnahmen; Hintergrund Stack aus ca. 60 Bildern, erstellt mit DeepSkyStacker. Einzelaufnahmen: Blende 3,5, 15 mm Brennweite, ISO 1600, 15s. Bild: Autor.

Blick Richtung Perseiden-Radiant, links vom Doppelsternhaufen. Auch die Andromeda-Galaxie ist gut zu sehen. Das Bild ist verkippt, weil die Kamera auf der Montierung im rechten Winkel zur Erdachse ausgerichtet ist. Komposit aus 9 Aufnahmen (Vordergrund, Sternenhintergrund und 7 Bilder mit Meteoren); Sternenhintergrund Stack aus ca. 60 Bildern und 20 Dark Frames, erstellt mit DeepSkyStacker. Einzelaufnahmen: Blende 3,5, 15 mm Brennweite, ISO 1600, 30s. Nachgeführt. Bild: Autor.

Irgendwie schienen mir die meisten Perseiden mehr Richtung Schwan aufzuleuchten, und weil es im Nordosten wegen der Lichtverschmutzung hinter dem Hügel nicht richtig dunkel werden wollte, beschloss ich (vielleicht keine gute Entscheidung) die Kamera gegen 23:00h in eine etwas andere Richtung zur schwenken, Richtung Milchstraße zwischen Kassiopeia und Schwan. Da war der Himmel schön dunkel. Die Reste der Lichtverschmutzung sieht man aber noch am unteren Rand; ich habe versucht, sie mit Bildverarbeitung zu eliminieren, was dann aber auch die Milchstraße abgeschwächt hat, aber so sind die Meteore besser zu erkennen:

Blick Richtung Milchstraße zwischen Schwan und Kassiopeia. Bild: Autor

Blick Richtung Milchstraße zwischen Schwan und Kassiopeia. 7 Perseiden und ein sporadischer Meteor. Komposit aus 7 Aufnahmen; Sternenhintergrund Stack aus ca. 80 Bildern und 20 Darks, erstellt mit DeepSkyStacker. Einzelaufnahmen: Blende 3,5, 15 mm Brennweite, ISO 1600, 30s. Nachgeführt. Bild: Autor.

Ich konnte bis etwa 0:10h Aufnahmen machen, dann zogen immer mehr Wolken durch und es zog sich zu. Während ich auf mutmaßlich noch folgende Wolkenlücken wartete, habe ich noch 20 Minuten lang Darks aufgenommen (also einfach die Objektivkappe auf die Kamera gesteckt und sie weiter knipsen lassen), die später zur Kompensation des Rauschens verwendet wurden. Laut Wolkenvorhersage sollte es aber nach 1:00h nicht mehr aufklaren. Ich habe dann gegen 0:30h mit dem Einpacken begonnen (wobei die mitgenommene Stirnlampe, die ich sonst zum Laufen im Dunklen verwende, sehr hilfreich war) und bin dann nach Hause gefahren.

Die Bilder habe ich dann Montag- bis Mittwochabend bearbeitet. Der Sternenhintergrund ist jeweils mit DeepSkyStacker aus fast allen Aufnahmen der entsprechenden Himmelsgegend zusammengesetzt. Dabei wurden alle Satelliten, Flugzeuge und auch die Meteore gelöscht. Die Meteore waren in den Originalaufnahmen zuerst gar nicht sichtbar, denn obwohl sie hell waren, leuchteten sie nur Sekundenbruchteile lang auf. Ich musste alle Bilder zuerst mit einem Photoshop-Stapeljob im Kontrast verstärken, um die wenigen Meteorbilder ausfindig zu machen. Die habe ich dann Bild für Bild über die Gesamtaufnahmen gelegt, die Sterne zur Deckung gebracht (Ebenen-Füllmethode “Differenz”), und dann alles bis auf den manuell mit Polygon-Auswahlwerkzeug selektierten Meteor weggeschnitten. Ein bisschen Anpassen mit der Tonwertkorrektur hat die Meteore dann mit dem Hintergrund verschmolzen und sie schön hell und farbkräftig gemacht.

Lessons learned fürs nächste Mal: mehr ISO verwenden (6400), damit die Meteore heller (und zahlreicher) sein mögen. Kamera nicht umschwenken, es kommen genug Meteore. Und noch weniger Brennweite, 10 mm hätten mehr Blickfeld mit mehr Meteoren gezeigt.

Ich hoffe, sie gefallen Euch trotzdem.

Kommentare (23)

  1. #1 Mars
    16. August 2018

    schöner bericht, es gab wirklich schon (gefühlt) bessere jahre.
    ich war in der nacht auch unterwegs, allerdings nur zum kucken.
    auf friedhöhe immer ohne fotoausrüstung gehen: da gibt es evt Zoom-bies
    grüssle

  2. #2 ImNetz
    16. August 2018

    Bei soviel editorischem Aufwand für die – Kompliment – schönen Bilder des Perseiden-Schauer noch die Frage ob es dazu auch Versuche mit Anaglyphen-Bilder (oder andere Stereoprojektionsbilder) gibt?

  3. #3 J Mc Kat
    16. August 2018

    Nun, da sich unser Sonnensystem mehr in Richtung Outer Rim bewegt (was auch die Zunahme an Aktivität an der Helipspäre erklärt), werden Himmelserscheinungen wie die Perseiden weniger. Wir reisen halt alle in einem Boot durch die Milchstraße.

  4. #4 Herb
    Schönbrunn-Haag
    16. August 2018

    Danke für den schönen Bericht, bitte weiter so! Es ist schon ein Elend wie lange man nach einem einigermassen dunklen Ort hierzulande suchen muss. Glücklicherweise schaltet unsere Gemeinde ab 0:30 alle Strassenlaternen ab, so konnte ich gemütlich vom heimischen Garten aus die Show beobachten und fotografisch dokumentieren.

  5. #5 schlappohr
    17. August 2018

    @Alderamin

    Danke für das Komposit aus meinen Bildern. Das Rohmaterial war ziemlich gruselig, weil ich keine Darkframes gemacht habe, das uralte Objektiv ziemlich verzerrt und weil ich in einem Dorf in der Nähe von Erlangen/Nürnberg fotografiert habe, wo es dank Millionen künstlicher Lichtquellen praktisch keine Dunkelheit mehr gibt. Und das Nachts um zwei. Völliger Schwachsinn.

    Hier stehen überall diese Natriumdampflampen, die den Nachthimmel in einen orangefarbenen Sumpf verwandeln. Beim Herumexperimentieren habe ich bemerkt, dass das Bild visuell besser wird, wenn man den Weißabgleich auf das Glühlampen-Spektrum einstellt (Wolfram/Tungsten). Der rote Schleier verschwindet und der Himmel wird tiefdunkelblau. Das kommt zwar letztlich auch von den Laternen, aber es sieht natürlicher aus. Die Farben der Sterne werden dadurch natürlich auch blau-verschoben, das ist also eine rein künstlerische Maßnahme zum Aufhübschen der Bilder. Nebel oder die Milchstraße kann man auf diese Weise nicht fotografieren, die sind nicht wiederzuerkennen. Bei den Perseidenfotos habe ich den Tageslicht-Weißabgleich verwendet.

  6. […] Schlappohr hat aus seinen Fotos ein Video generiert, das er uns freundlicherweise zur Ansicht zur Verfügung stellt. Finde ich sehr […]

  7. #7 bruno
    17. August 2018

    Mehrere Beobachter bezeichneten die Rate als “poor” und “underwhelming”.

    Absolut, ich war etwas enttäuscht trotz brilliantem und ausreichend dunklem Sternenhimmel über der Biskaya nur auf 3 Schnuppen in 1/2h gekommen zu sein. Habe es dann auch bleiben lassen. Sonntag/ Montagmorgen war leider keine Zeit – du hast das ja hervorragend kommentiert!

  8. #8 Dampier
    17. August 2018

    @ImNetz

    ob es dazu auch Versuche mit Anaglyphen-Bilder (oder andere Stereoprojektionsbilder) gibt?

    Für ein Anaglyph brauchst du eine sichtbare Parallaxe. Das dürfte bei Sternen etwas schwierig werden …
    Bei einem Boliden wäre es evtl. technisch möglich, allerdings müsste man wohl einen Aufwand treiben, den ein Amateur nicht leisten kann. Der Abstand müsste immer noch riesig sein, um eine sichtbare Parallaxe in der oberen Erdatmospäre zustandezubekommen. Also müssten zwei Leute in großem Abstand zueinander (kann den jemand näherungsweise ausrechnen?) den selben Himmelsabschnitt ins Visier nehmen UND im selben Moment den selben Boliden fotografieren. Und ich könnte mir vorstellen, dass das Ergebnis auch dann nicht allzu spannend wäre.

    Man könnte das natürlich auch in Photoshop faken … ;))

  9. #9 Dampier
    17. August 2018

    Toll gemacht @Schlappohr & @Alderamin!

  10. #10 Alderamin
    17. August 2018

    @Dampier

    Bei einem Boliden wäre es evtl. technisch möglich, allerdings müsste man wohl einen Aufwand treiben, den ein Amateur nicht leisten kann. Der Abstand müsste immer noch riesig sein, um eine sichtbare Parallaxe in der oberen Erdatmospäre zustandezubekommen.

    Das ist doch kein Problem. Die Meteore leuchten in vielleicht 100 km Höhe auf. Wenn Du eine Basislinie von 1 km verwendest, dann erscheint das so räumlich später so, als ob sich ein Objekt 6 m vor Dir befände (Augenabstand ca. 6 cm; laut Skala am Feldstecher), nämlich das 100-fache der Basislinie, die beim Betrachten Deine Augen bilden. Oder mit 10 km Kameraabstand wären es 60 cm.

    Es müssten sich nur zwei Leute mit möglichst identischem Equipment (da liegt das größte Problem) zusammentun und gleichzeitig den gleichen Ort am Himmel anpeilen. Man fotografiert sowieso die ganze Zeit durch, ein Bild nach dem anderen (die Pause zwischen den Einzelbildern war am Spiegelgeräusch meiner Kamera gar nicht erkennbar). Das heißt, beide werden auch alle Meteore erwischen.

    Sehe kein großes Problem darin. Wunderte mich ehrlich, wenn das nicht schon gemacht worden wäre (auch wenn ich auf Google nichts fand – Google findet heutzutage vieles nicht mehr, das Netz ist zu groß geworden).

  11. #11 Dampier
    17. August 2018

    @Alderamin, danke für’s Vorrechnen. Ich nehme an, ein einzelner Meteor würde in einem Anaglyph nicht allzuviel hermachen. Mehrere evtl. schon. Wäre vielleicht wirklich mal interessant … Man könnte die Technik auch mit Flugzeugen testen (am besten mit Kondensstreifen dazu).

  12. #12 Alderamin
    17. August 2018

    @Dampier

    Das coole wäre, dass man sähe, dass der Anfang des Meteors viel weiter entfernt und höher läge als sein Ende. Das sähe man auch bei einem einzelnen Meteor. Würde mich ehrlich mal interessieren.

  13. #13 Dampier
    17. August 2018

    Oder mit Polarlichtern? Die “Lichtvorhänge” dreidimensional sichtbar machen? .. hmm

  14. #14 Alderamin
    17. August 2018

    Ha, da haben wir ein Beispiel. Hab’ nur gerade keine Rot-Blau-Brille parat.

    Weiß aber nicht, warum der Autor die Sterne nicht zur Deckung gebracht hat.

  15. #15 Alderamin
    17. August 2018

    Und hier ist die Version für Kreuzblick-Betrachtung. Unglaubliche Tiefe.

  16. #16 Dampier
    17. August 2018

    Mist, ich find meine Rot-Cyan-Brille auch nicht wieder. Den Kreuzblick bekomme ich nur bei Briefmarkengröße hin. Lässt aber ahnen, dass es durchaus einen Effekt hat.

  17. #17 Dampier
    17. August 2018

    Hier ist mein Versuch.
    http://fs1.directupload.net/images/180817/gcbcfpj4.jpg

    Wenn man die Sterne in Deckung bringt, sind die Meteore weiter voneinander entfernt als im Original. Das könnte den Effekt beeinträchtigen.
    Ich kann es leider grad nicht testen. Ich werd nochmal ganz scharf nachdenken, wo meine Anaglyphbrille sein könnte …

  18. #18 Dampier
    17. August 2018

    @Alderamin

    Es müssten sich nur zwei Leute mit möglichst identischem Equipment (da liegt das größte Problem) zusammentun und gleichzeitig den gleichen Ort am Himmel anpeilen. Man fotografiert sowieso die ganze Zeit durch, ein Bild nach dem anderen (die Pause zwischen den Einzelbildern war am Spiegelgeräusch meiner Kamera gar nicht erkennbar). Das heißt, beide werden auch alle Meteore erwischen.

    Man müsste aber auch denselben Meteor an genau der selben Stelle erwischen. Müsste man da die Kameras nicht synchronisieren? Oder fotografieren die so viel schneller als ein Meteor fliegen kann, dass der zeitliche Versatz zwischen den Kameras vernachlässigbar wäre?

  19. #19 ImNetz
    17. August 2018

    #8 + #10

    Bei den von Alderamin hier veröffentlichten Kompositmontagen stellt sich mir die Frage ob ein (Pseudo-) 3D Effekt nicht die räumliche Tiefe in den Bilder besser vermitteln würde. Selber experimentiere ich ein bisschen z. B. mit der mittlerweile eingestellten Seene-App, gestitchten QT VR Objekt- und Panoramamovies, 360° Grad sphärische Panoramen für StreetView etc. Habe mich aber nie mit Astrofotografie beschäftigt.

  20. #20 Alderamin
    18. August 2018

    @Dampier

    Man müsste aber auch denselben Meteor an genau der selben Stelle erwischen. Müsste man da die Kameras nicht synchronisieren? Oder fotografieren die so viel schneller als ein Meteor fliegen kann, dass der zeitliche Versatz zwischen den Kameras vernachlässigbar wäre?

    Nein, das sind ja Langzeitbelichtungen, der Verschluss ist praktisch pausenlos offen. Man erwischt jeden Meteor. Die Chance, dass er in die kurze Lücke zwischen zwei Aufnahmen fällt, ist sehr klein. Beide Kameras sehen also alle Meteore (nur in Ausnahmenfällen verpasst eine davon einen Meteor, dann fehlt der eben am Ende im Gesamtbild).

    Ob die Meteore dann exakt auf der gleichen Bildnummer bei beiden Kameras landen, ist auch egal. Man sucht sich genau die Bilder mit Meteoren aus, die sind ja ansonsten alle identisch (gleicher Himmelsausschnitt). Und wenn die Basislänge nicht zu groß ist, dann liegt der Versatz der Meteore auch nicht weit auseinander (man will ja gerade nur einen kleinen Versatz für‘s Stereosehen). Dann ist die Chance klein, dass ein Meteor bei einer Kamera nicht im Blickfeld liegt.

    Das einzige Problem wären Wolken. Wenn an einem Ort eine Wolke den Meteor verdeckt, der am anderen zu sehen ist, dann hat man kein Stereobild davon. Muss man eben bei gutem Wetter fotografieren.

  21. #21 Dampier
    18. August 2018

    Nein, das sind ja Langzeitbelichtungen

    m( Stimmt natürlich. Aufgrund dessen:

    Man fotografiert sowieso die ganze Zeit durch, ein Bild nach dem anderen (die Pause zwischen den Einzelbildern war am Spiegelgeräusch meiner Kamera gar nicht erkennbar).

    war ich von stakkatoartigen Aufnahmen mit soundsoviel fps ausgegangen.

    @ImNetz

    gestitchten QT VR Objekt- und Panoramamovies, 360° Grad sphärische Panoramen

    Fand ich auch immer gut. Früher™ haben wir unsere QTVR-Panoramen selbst gestitcht. Seit das jedes billige Smartphone automatisch kann, ist mir etwas die Lust daran vergangen …

  22. #22 till
    4. September 2018

    @alderamin bezüglich der Aufnahmeparameter: wäre es nicht sinnvoll viel kürzer zu berichten? Dann würdest Du Dir das Signal der Meteore nicht mit dem Hintergrund Licht “verdünnen”.

  23. #23 Alderamin
    4. September 2018

    @till

    Mag sein. War mein erster Versuch mit Meteoren. Bei den Geminiden kann ich‘s ja nochmal versuchen mit wesentlich mehr ISO und kürzerer Belichtungszeit.