Missionsemblem von Apollo 10. NASA, Flickr, NASA-Standardlizenz.

Die ersten Astronautenjahrgänge waren keine gewöhnlichen Leute. Sie waren kampferprobte Testpiloten, die jederzeit damit rechnen mussten, bei einem Versagen der Technik ums Leben zu kommen. Auf der Erde hatten sie normalerweise die Möglichkeit, per Schleudersitz aus einem havarierten Flugzeug rechtzeitig auszusteigen. Aber im Weltraum waren sie der Technik ganz und gar ausgeliefert. Das hatten schon Neil Armstrong und David Scott in der Gemini 8 erlebt, die beim Andocken an eine Raketenstufe aufgrund einer unkontrolliert feuernden Steuerdüse in so schnelle Rotation geraten war, dass die beiden Astronauten kurz vor der Bewusstlosigkeit standen, als es ihnen schließlich gelang, die Rotation zu stoppen. Dennoch setzten sie sich immer wieder in ihre Kapseln und ließen sich in den Weltraum schießen, auf Gedeih und Verderb von der Technik abhängig, und ohne jede Chance, dass ihnen jemand dort oben zur Hilfe kommen könnte. Bei Apollo 10 entfernten sie sich über 400.000 km von der Erde zum im Mai 1969 fast in Erdferne befindlichen Mond. Weiter noch als Apollo 8. Taten sie es aus Nervenkitzel, für den Ruhm, für ihr Vaterland? Wir wissen es nicht, aber nein, gewöhnliche Leute waren sie sicherlich nicht.
 

Lunakuss Interruptus

Drei von ihnen, Tom Stafford, John Young und Eugene Cernan alle drei bereits mit zwei (Stafford, Young) bzw. einem (Cernan) vorherigen Flug Erfahrung und damit die erste Crew, die nur aus Veteranen bestand, machten sich am 18. Mai 1969 auf zum zweiten Flug zum Mond, nach der ersten Umkreisung durch Borman, Lovell und Anders mit der Apollo 8. Die NASA legte im Wettlauf zum Mond am Ende eine ungeheure Schlagzahl hin, in gut 7 Monaten vom 11. Oktober 1968 bis 16. Juli 1969 führte sie 5 Missionen durch. Apollo 7 und 9 testeten das Apollo-Raumschiff und die Mondlandefähre im Erdorbit, Apollo 8 die Saturn-V-Rakete und den Mondflug, und Apollo 11 landete schließlich auf dem Mond. Apollo 10 scheint da auf den ersten Blick verzichtbar: ein Flug zum Mond mit einer Mondlandefähre, die bis auf ca. 15000 m Höhe über der Mondoberfläche abstieg, um dann die Landung abzubrechen und zum Apollo-Raumschiff zurück zu fliegen. Aber der Flug war extrem wichtig, um Erfahrung zu sammeln, das Landeradar zu testen und auf alle Unwägbarkeiten bei der Landung vorbereitet zu sein. Dazu gehörte auch der Test eines Landeabbruchs. Und das war die Aufgabe von Apollo 10. Nicht zu Unrecht, wie sich noch zeigen sollte…

Schematischer Ablauf der Apollo-10-Mission, die die Blaupause für die folgenden Landungen war: Der Start erfolgt zunächst in den Erdorbit. Das noch mit der dritten Stufe der Saturn V verbundene Apollo-Raumschiff wird schließlich von dieser auf die Bahn zum Mond geschossen (Trans Lunar Injection). Kurz danach koppelt das Raumschiff (Command- & Service-Module, CSM) ab, dreht sich um und zieht die Mondlandefähre (Lunar Module, LM) aus der dritten Stufe heraus, die nach weiteren Manövern des CSM-LM-Stacks zurück bleibt. Der Stack bremst mit dem CSM-Triebwerk voraus bei Erreichen des Mondes in die Mondumlaufbahn ein (Lunar Orbit Insertion). Nach Ausfahren der Landebeine dockt das LM ab und bremst ab, so dass sein Periselene, der mondnächste Punkt der Umlaufbahn, unter der Mondoberfläche zu liegen kommt (Abstieg, Descent). Ab 16 km Höhe hätte das Triebwerk das LM dann bis zum Stillstand auf der Oberfläche abgebremst, aber diesen entscheidenden Teil der Landung ließ man bewusst aus. Statt dessen warf das LM die untere Abstiegsstufe ab, und die obere Aufstiegsstufe flog zurück in den Mondorbit (Aufstieg, Ascent), wo sie wieder an das CSM andockte (Rendezvous). Die Aufstiegsstufe wurde schließlich zwecks Treibstoffersparnis abgeworfen, bevor das CSM sich mit seinem Haupttriebwerk auf die Rückkehrbahn zur Erde schoss (Transearth Injection). Das CSM brachte sich auf die richtige Bahn zum Eintritt im richtigen Winkel in die Erdatmosphäre. Kurz vor der Landung trennte die sich die Kapsel, das Kommandomodul (command module, CM) vom Service-Modul und stürzte nur mit Batteriestrom und ohne Antrieb in die Atmosphäre, wo sie geschützt durch ihren Hitzeschild zunächst von Luftreibung und schließlich Fallschirmen gebremst im Pazifik wasserte. Bild: Image Science and Analysis Laboratory, NASA-Johnson Space Center, Flickr, NASA Standardlizenz.


 

Rodeo in den Orbit

Apollo 10 war der erste Flug eines kompletten Mondraumschiffs zum Mond. Die Saturn V Seriennummer 505 startete am 18. Mai 1969 um 12:49 Florida-Zeit / 18:49 MESZ (ich rechne in heutiger Uhrzeit, damals galt in Deutschland noch keine Sommerzeit). Der Start war wild. Die Astronauten wurden dermaßen durchgeschüttelt, dass Stafford nicht in der Lage war, den Abwurf der ersten Stufe S-IC per Funk zu melden, weil ihm die Sprache versagte, denn die zweite Stufe S-II gebar sich kaum zahmer. Die Astronauten meldeten Besorgnis, dass die Rakete auseinanderfallen oder die Mondlandefähre Schaden nehmen könnte. Die dritte Stufe S-IVB brannte etwas ruhiger und trug das Apollo-Raumschiff (Kommando- und Service-Modul, CSM), dem die Astronauten das Funkrufzeichen Charlie Brown gegeben hatten, und die Mondlandefähre (Lunar Module, LM), Funkrufzeichen Snoopy, auf eine 189,9 x 184,4 km (also 100 nautische Meilen) hohe Parkbahn um die Erde. Dort umkreiste sie etwas mehr als anderthalb mal den Globus, währenddessen die Astronauten die Systeme auf Funktionstüchtigkeit überprüften, denn einmal auf Mondkurs gab es kein Zurück mehr ohne den Mond zu passieren. Die S-IVB-Stufe blieb zunächst mit dem Raumschiff verbunden. Um 21:19 MESZ gaben die Techniker im Kontrollzentrum ihre GOs und ließen die Crew die S-IVB erneut feuern, die wieder vibrierte und ächzte, während sie Charlie Brown, Snoopy und sich selbst auf Kurs zum Mond brachte (Trans Lunar Insertion). Eine halbe Stunde später dockte das CSM von der dritten Stufe ab, vollführte eine 180°-Wende, dockte nach Abwerfen von dessen Verschalung an das LM in der S-IVB an und zog es aus der Stufe heraus. Dies wurde live im TV übertragen, die erste Farb-TV-Übertragung aus dem All. Die S-IVB wurde danach durch Abblasen von Restgasen aus den Tanks auf eine Bahn um die Sonne gebracht, während der Stack aus CSM und LM weiter zum Mond flog. Nur ein einziges von vier geplanten Kurskorrekturmanövern um ca. 50 km/h war erforderlich, um den Mond anzufliegen, so präzise hatte die S-IVB trotz der Vibrationen Kurs gehalten. Die eingeschlagene Route exerzierte exakt die Bahn der geplanten Apollo-11-Landemission vor.

Das aus Kommando- und Service-Modul bestehende Apollo-Raumschiff im Aufriss. Man kann nur erahnen, wie eng es für die drei Männer im Innern der Kapsel gewesen sein muss, in der sie 8 Tage ausharren mussten und alles vom Schlafen, Essen über Raumanzug Anziehen bis zum Notdurft Verrichten erledigen mussten. Das Kommando-Modul hatte nur kleine Lagesteuerdüsen für den Eintritt in die Atmosphäre. Das Service-Modul verfügte hingegen über ein großes Triebwerk für das Einbremsen in und Beschleunigen aus dem Mondorbit mit großen Treibstofftanks und Brennstoffzellen zur Stromversorgung, sowie einer Richtantenne für die TV-Übertragungen. Bild: Image Science and Analysis Laboratory, NASA-Johnson Space Center, Flickr, NASA Standardlizenz.


 

Mon(d)otonie

Auf dem Weg zum Mond herrschte große Langeweile, es gab außer Mahlzeiten, schlafen und den Missionsplan zu lesen fast nichts zu tun. Neben ein wenig Sternennavigation wurden 5 TV-Übertragungen von insgesamt 72 Minuten zur Erde gesendet. Auf Anraten von McDivitt auf Apollo 9 hatte man Schlafsäcke mitgenommen, weil es nach Verdunkeln der Luken empfindlich kalt in der Kapsel wurde. Übrigens war es die erste Mission, auf der keiner der Astronauten an Raumkrankheit litt. Glück oder die Erfahrung der alten Hasen? Erstaunlich, zumal die Mahlzeiten eher zum Vergessen waren. Der Leiter der Apollo-Testabteilung hatte einmal im Selbstversuch drei Tage mit der dehydrierten Tütennahrung durchgehalten, die teilweise nach Gummikörnern schmeckte und einen üblen Nachgeschmack hinterließ, bevor er das Experiment abbrach. Die Crew hatte keine Wahl, sparte sich aber manche Mahlzeit und schätzte, dass sie 30 Tage mit den Vorräten ausgekommen wäre.

Anders als bei Apollo 8, wo die Astronauten den Mond erst aus unmittelbarer Nähe zu Gesicht bekamen, konnten die Astronauten von Apollo 10 die Sichel des Mondes im Vorwärtsflug schon frühzeitig näher kommen sehen. Am 21. Mai um 22:49 MESZ brachte das CSM-Triebwerk mit einem der Crew endlos erscheinenden 6-minütigen Bremsmanöver Charlie Brown und Snoopy in eine Bahn um den Mond, die nach Korrekturen auf ca. 110 km Höhe zirkularisiert wurde. Stafford ließ zur Erde funken “Houston, sagt der Erde dass wir angekommen sind!”. Und wieder konnten Astronauten den Erdaufgang im Mondorbit filmen:

Alle drei Astronauten waren fasziniert, wieviel langsamer sie den Mond im Vergleich zur Erde umkreisten (fast fünfmal langsamer), was es ihnen erlaubte, viele Details zu sehen. Bei der ersten Umkreisung überflogen sie gleich die geplante Landestelle von Apollo 11, die sich als eben und arm an Kratern erwies. Erst im Mondorbit öffneten die Astronauten die Luke zur Mondlandefähre und wurden von einem Schneegestöber aus Schnipseln metallbedampfter Isolationsfolie (Mylarfolie, wie wir sie im Erste-Hilfe-Kasten als Rettungsdecke finden) begrüßt, die das Atmen schwer machte. Die Folie hatte sich von der Innenseite des Tunnels gelöst und war wohl beim Druckausgleich zwischen den Raumschiffen in das Innere des LM gesogen worden. Die Besatzung musste zunächst die Schnipsel aufsaugen und einsammeln.
 

Und führe uns nicht in Versuchung

Am 22. Mai schlüpften Stafford und Cernan dann mit Youngs Hilfe in ihre Raumanzüge, wechselten zu Snoopy hinüber und schlossen die Luke hinter sich. Nun sollte es Ernst werden und die beiden würden Young als einsamsten Menschen der Welt im CSM zurücklassen, während sie sich dem Mond bis zu dem Punkt nähern sollten, von dem an das Triebwerk der Abstiegsstufe beginnen würde, das Gewicht der Fähre zu stemmen, nachdem diese zu langsam für einen Orbit geworden war. Eine oft gestellte Frage ist, warum sie nicht auch gelandet sind.

Wie gesagt waren die drei Astronauten keine gewöhnlichen Leute, und ausgestattet mit einem funktionstüchtigen Raumschiff, nur 15000 m vom Mond entfernt, traute die NASA den Männern durchaus zu, dass sie beschließen könnten, Geschichte zu schreiben, und den für Apollo 11 bereits offiziell bekannt gegebenen Astronauten Armstrong und Aldrin die Schau und den Ruhm zu stehlen, möglicherweise als Notlandung getarnt. Um dies unmöglich zu machen, hatte die NASA die Snoopy-Aufstiegsstufe (die obere der beiden Stufen des LM) nur halbvoll getankt – die beiden hätten zwar landen können und wären in die Geschichte als erste Menschen auf dem Mond eingegangen, aber um den Preis ihres Lebens. Sie wären nie mehr dort weggekommen! Heutzutage ein undenkbares Vorgehen, denn auch bei einem echten Notfall wären sie ebenfalls auf dem Mond gestrandet gewesen. Als Trost für die entgangene Landung konnten jedoch alle drei Apollo-10-Astronauten später in den Weltraum zurückkehren und Young und Cernan als Kommandanten von Apollo 16 bzw. Apollo 17 doch noch den Mond betreten. Nur Stafford, der zwar Kommandant der Apollo-Sojus-Mission im Erdorbit wurde, flog nicht mehr zum Mond. Er war somit derjenige Mensch, der dem Mond am nächsten gekommen war, ohne ihn jemals zu betreten.
 

Horror beim Triebwerkstart

Nachdem Stafford und Cernan sich von Young verabschiedet hatten und ihn baten, sich nicht aus dem Staub zu machen, begann der Abstieg, den die Piloten lange auf der Erde im Simulator trainiert hatten. Sie kannten jeden größeren Krater und jede Rille auf dem Weg zur Apollo-11-Landestelle im Meer der Ruhe. Sie nahmen dabei zahlreiche Bilder der “Autobahn US-1” getauften Anflugroute auf, die für Apollo 11 hilfreich sein konnten, bis schließlich der Filmtransport in der Kamera versagte. Young konnte über Funk die Gespräche der Kameraden mithören, während sie die Landesysteme testeten – und fanden, dass das Landeradar nicht korrekt programmiert war, was eine Landung von Apollo 11 unmöglich gemacht hätte. Als das LM seine Zielhöhe erreicht hatte, richtete Stafford es aus, um es in die richtige Lage für den Landeabbruch und Rückflug der Aufstiegsstufe zu bringen. Beim Landeabbruch wurde das Triebwerk der Aufstiegsstufe noch vor der Stufentrennung gestartet, was noch nie versucht worden war. Als Stafford das Triebwerk startete, schrie Cernan unvermittelt “Hurensohn!”, denn Snoopy schien plötzlich einen epileptischen Anfall zu erleiden und wild um Längs- und Querachse zu schlingern, wie bei einem Immelmann-Manöver im Kunstflug, wie Cernan es später ausdrückte. Stafford brüllte “wir sind im Gimbal-Lock!”, womit gemeint war, dass das Triebwerk bis zum Anschlag geschwenkt und stecken geblieben war. Wenn das passiert wäre, dann wäre die Fähre in so schnelle Drehung versetzt worden, dass die Piloten bewusstlos geworden und mit der Fähre auf den Mond gecrasht wären. Das Problem war gewesen, wie sich später herausstellte, dass Stafford und Cernan beide ohne Wissen des anderen den gleichen Rücksetz-Schalter der automatischen Lageregelung betätigt hatten, so dass der Bordcomputer das Programm zum Landeabbruch verließ und stattdessen das primäre Programm ausführte, das eigentlich erst beim Andocken hätte laufen sollen. Stafford gelang es, die Stufentrennung auszulösen. 15 Sekunden und 8 Überschläge lang kämpften die beiden Piloten, bis sie mit Hilfe des Bordcomputers wieder die Kontrolle über die Fluglage herstellen konnten, nur 2 Sekunden davor, in eine unumkehrbare Rotation zu gelangen und letztlich auf dem Mond zu zerschellen. Die NASA spielte die Situation später herunter, aber es war denkbar eng geworden.

Nachdem sich die Astronauten von dem Schrecken erholt hatten, gelang ihnen ein problemloser Rückflug zum Apollo-Mutterschiff. Nach 8 Stunden und 10 Minuten war Snoopys Aufstiegsstufe wieder sicher an Charlie Brown angedockt und die Crew wieder vereint. Sie warfen die Aufstiegsstufe als nutzlosen Ballast ab und die Flugkontrolle auf der Erde feuerte deren Triebwerk bis die Tanks leer waren, um Snoopy auf eine Bahn um die Sonne zu schießen.

Nach 31 Mondumkreisungen startete die Crew das Haupttriebwerk des CSM für ein langes Beschleunigungsmanöver und verließ den Mondorbit in Richtung Erde. Unterwegs wurde der Kurs noch einmal korrigiert, so dass die Kapsel im exakt richtigen Winkel die Erdatmosphäre treffen würde, wobei sie kurz vor Erreichen der Erde einen Geschwindigkeitsrekord von 39897 km/h aufstellte. Das Kommandomodul trennte sich kurz vor dem Wiedereintritt vom Service-Modul, welches aus dem Weg manövriert wurde und verglühte, während die Kapsel auf ihrem Hitzeschild antriebslos durch die Atmosphäre ritt und durch den Luftwiderstand bis auf eine Geschwindigkeit abgebremst wurde, bei der eine Reihe von Fallschirmen übernehmen konnten, die sie schließlich sicher im Pazifik niedergehen ließen, nur 6 km vom Bergungsschiff entfernt. Hubschrauber und Schwimmer bargen die Crew, der später im nahe des Kennedy Space Center gelegenen Örtchen Cocoa Beach eine kleine Parade bereitet wurde. Nichts im Vergleich zu dem, was noch folgen sollte. Aber ohne Stafford, Young und Cernan hätte Armstrong nicht den Mond betreten.

Umso bizarrer, dass die NASA, die auf Geheiß von Präsident Trump noch vor Ende von dessen hoffentlich nie eintretender zweiter Amtszeit 2024 eine Frau auf dem Mond landen soll, sich nun genau einen solchen Testflug sparen möchte, nein muss, um den irrsinnigen Zeitplan einzuhalten. Hoffen wir mal alle, dass das gut geht.

Anbei noch ein 25 minütiger Film, der die Mission zusammenfasst:

Apollo-10-Galerie

Und dies sind die schönsten Bilder der Mission, die ich für Euch ausgesucht, aufbereitet und kommentiert habe. Ihr könnt durch Klicken auf die < > Symbole durch die Bilder klicken, ein Klick auf das Bild selbst öffnet es in voller Größe in einem neuen Fenster.








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Die Besatzung von Apollo 10 posiert vor einem Trainingsdurchlauf im April 1969 vor der Kamera. Von links nach rechts: Eugene "Gene" A. Cernan, Pilot der Mondlandefähre; Thomas P. Stafford, Kommandant; John W. Young, Pilot des Apolloraumschiffs. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Die drei Astronauten im Simulator des Apollo-Kommandomoduls. Kommandant Stafford sitzt links, Pilot Young in der Mitte und Mondmodul-Pilot Cernan rechts. Sehr viel Platz gibt es nicht in der Kapsel. Man beachte die Metallbügel rechts und links jedes einzelnen Schalters, die beim Flug verhindern sollen, dass ein Besatzungsmitglied beim versehentlichen Anstoßen unbemerkt einen Schalter umlegt. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Die Crew von Apollo 10 nach Ausstiegstrainings als Backup-Crew von Apollo 7 im August 1968. Am 13. November wird die Crew offiziell als Hauptmannschaft vom Apollo 10 bekannt gegeben. Von links: Gene Cernan, John Young und Tom Stafford. Alle drei waren bereits zuvor mit Gemini im All gewesen - es war die erste Crew, die komplett aus Veteranen bestand. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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3. Dezember 1968: Die erste Stufe (S-1C) der Saturn V mit der Seriennummer 505 wird in der riesigen Montagehalle (Vehicle Assembly Building) am Kennedy-Space-Center für das Aufrichten vorbereitet. Die Saturn 505 ist das für Apollo 10 vorgesehene Startgerät. Zu diesem Datum steht Apollo 8 noch auf Startrampe 39A und wartet auf den ersten Flug zum Mond. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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13. Januar 1969. Das Lunar Module 4 wird per Kran auf den Nutzlastadapter heruntergelassen, auf dem es anschließend auf die 3. Stufe der Saturn V montiert werden wird. Während der Mission erhält die Mondlandefähre von der Crew das Funkkennzeichen Snoopy. Dementsprechend meldet sich das Apollo-Mutterschiff unter dem Kennnamen Charlie Brown. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Blick in die Hochmontagebucht 2 des Vehicle Assembly Building, wo am 21. Februar 1969 das Apollo-Raumschiff Seriennummer 106 auf die Spitze der Saturn V Nr. 505 gesetzt wird. Die Mondlandefähre Snoopy befindet sich hinter der konischen Verkleidung, die die untere Hälfte des am Kran hängenden Raumschiffs bildet. Der zylindrische Teil oberhalb ist das Apollo-Service-Modul und darüber in bläulicher Farbe das Kommando-Modul (die Kapsel). Das Kommando-&-Service-Modul koppelt kurz nach dem Einschuss in die Bahn zum Mond vom konischen Teil ab, dreht sich um und dockt nach Aufklappen der konischen Verkleidungsschalen an die Mondlandefähre an, um sie danach von der 3. Stufe zu trennen. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Am 11. März 1969 wird die Saturn 505 auf dem Crawler-Transporter zur Startrampe 39B gerollt. Der Crawler fuhr maximal 1,6 km/h (1 mph) schnell und brauchte ca. 5 h für die 8 km bis zur Startrampe. Es war der einzige Start einer Saturn V von Rampe 39B, da auf 39A noch vor dem Start schon die Apollo-11-Rakete stand. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Cernan (vorne) und Stafford (dahinter) beim Training im Mondlandefähren-Simulator am Kennedy Space Center im April 1969. Die beiden trainieren dafür, sich mit Snoopy der Mondoberfläche bis auf 50.000 Fuß (15400 m) zu nähern, um dann einen Landeabbruch durchzuführen, und mit der Aufstiegsstufe zum im Orbit befindlichen Mutterschiff Charlie Brown zurück zu kehren. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Am 4. Mai 1969 erleuchtet Flutlicht die Apollo 505 auf der Startrampe 39B am Kennedy Space Center. Bild: Apollo 10 Flight Journal, David Woods, Robin Wheeler and Ian Roberts, National Aeronautics and Space Administration NASA History Division, NASA-Standardlizenz.
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18. Mai 1969: Apollo-10-Kommandant Stafford tätschelt die Nase des Snoopy-Maskottchens, das ihm die Sekretärin von Gordon Cooper, Kommandant der Reservecrew von Apollo 10, entgegen hält, während er durch den Gang zum Bus schreitet, der ihn zur Startrampe fahren wird. Denn heute ist das Startdatum von Apollo 10! Bild: Project Apollo Archive, Kipp Teague, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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18. May 1969 - Starttag! Young, Stafford und Cernan steigen in den Kleinbus ein, der sie zur Startrampe B des Startkomplexes 39 bringt, wo sie ihr Raumschiff erwartet. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Innenansicht des "White Rooms" am Ende des Schwenkarms am Startgerüst, über welches die Astronauten in die Kapsel einsteigen. Techniker helfen den Astronauten beim Einsteigen und Festschnallen. Chef auf der Rampe war der Deutsch-Amerikaner Günter Wendt, der für seine auf Zetteln auf dem Weg zur Kapsel angebrachten Sprüche berüchtigt war (siehe oben im Bild "Return to Space Guaranteed" - wohl mit Bezug darauf, dass alle drei Astronauten schon einmal zuvor im All waren) und noch mehr dafür, dass er die Gurte mit beiden Händen extra stramm zog, während er mit einem Fuß auf die Schulter des Astronauten trat, bevor er ihnen auf die Schulter klopfte und ihnen "You're all set" - "Ihr seid bereit" mit auf den Weg gab. Vielleicht seine kleine Rache dafür, dass man sich über seinen Akzent und seinen Namen lustig machte - "I don't know, wher Günter went..." Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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18. May 1969, 12:49 Eastern Daylight Time / 18:49 MESZ: Die Saturn 505 hebt mit fast 3600 Tonnen Schubkraft zu ihrem historischen Mondflug ab. Bild: Apollo 10 Flight Journal, David Woods, Robin Wheeler and Ian Roberts, National Aeronautics and Space Administration NASA History Division, NASA-Standardlizenz.
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Die Saturn 505 beim Aufstieg, der ein ziemlicher Höllenritt war, aufgenommen von einer flugzeuggestützten Kamera. Die erste Stufe trug die Rakete bis auf eine Höhe von knapp 70 km und auf eine Geschwindigkeit von 2,75 km/s oder 9900 km/h. Ihre Beschleunigung erreichte kurz vor Brennschluss mit fasten leeren Tanks 3,8 g, bevor das mittlere Triebwerk abgeschaltet wurde, um die g-Kräfte etwas zu senken - die nur 22 Sekunden später zum Brennschluss 3,87 g erreichten. Die zweite Stufe trug die Rakete dann mit maximal 1,64 g auf 190 km und 6,99 km/s (25164 km/h), und danach die dritte Stufe mit maximal 0,67 g auf Orbitalgeschwindigkeit 7,8 km/s (28000 km/h) in der gleichen Höhe. Sie würde schließlich noch einmal zünden und den Raumschiff-Stack auf fast Fluchtgeschwindigkeit der Erde in Richtung Mond beschleunigen, 11,08 km/s oder knapp 40.000 km/h. Bild: Project Apollo Archive, Kipp Teague, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Die Erde aus 150.000 km Entfernung, ca. halbe Strecke zum Mond, vermutlich am frühen Abend (MESZ) des 20. Mai aufgenommen. Nordafrika und die Sahara dominieren das Bild, aber wer genau hinsieht, erkennt auch die iberische Halbinsel, Italien, Griechenland, die Türkei mit dem Schwarzen Meer im Norden und der Levante im Südosten. Über dem Osten der arabischen Halbinsel geht gerade die Sonne unter. Die Nordpolarregion wird dominiert von der frühjahrlichen Eiskappe, die heute schon deutlich kleiner um diese Jahreszeit ist. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Erdaufgang im Mondorbit. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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22. Mai 1969 kurz nach 20 Uhr MESZ: Snoopy hat abgedockt und schwebt vor dem Fenster des Kommandomoduls. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Kommando-Modul Charlie Brown von Snoopy aus gesehen. Die beiden Raumschiffe befanden sich auf der Rückseite des Mondes ca. 250 km östlich des Mare Smythii in der Nähe des Mondäquators.Der östliche Horizont im Hintergrund ist etwa 600 km entfernt. Das raue Terrain ist typisch für die an Maren arme Mondrückseite. Das Fehlen von Schatten in den Kratern zeigt an, dass die Sonne gerade fast senkrecht über dieser Gegend stand, es war kurz nach zunehmendem Halbmond. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Snoopy vollzieht eine Rolle zur Sichtkontrolle von außen. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Blick auf einen in den Apollo-Archiven nicht näher identifizierten Krater, aufgenommen aus der Mondlandefähre Snoopy bei ihrem Abstieg zum Mond. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz; SW-Aufnahme vom Autor nachkoloriert.
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Schrägansicht des Kraters Maskelyne im Mare Tranquilitatis, ca. 200 km östlich des späteren Landestelle von Apollo 11. Aufgenommen aus der Mondlandefähre Snoopy. Rechts im Bild der Teil eines Satzes von Steuerdüsen, mit denen das Modul beim Docken präzise manövriert und orientiert werden konnte. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz; SW-Aufnahme vom Autor nachkoloriert.
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Snoopy kehrt zurück: Die Aufstiegsstufe, die Stafford und Cernan beinahe umgebracht hätte, nähert sich nach dem Abwurf der Abstiegsstufe wieder dem Kommandomodul, aus dem Young diese Aufnahme gemacht hat, während sich die beiden Raumschiffe auf der Rückseite des Mondes befanden. Das rote Band unten rechts gehört zur Dichtung des Kommandomodul-Fensters. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Snoopy pirscht sich langsam an. Der Blick zeigt die Ausstiegsluke des Aufstiegsmoduls, das hier kopfüber zu stehen scheint (die Antenne ist eigentlich oben neben der Schleusenluke). Zwischen Antenne und Ausstiegsluke ein rundes Bullauge. Links und rechts zwei Sätze von Steuerdüsen, die in jeweils 5 Richtungen weisen. Mit 4 solcher Sätze an 4 Außenkanten konnte die Aufstiegstufe in allen Raumrichtungen verschoben und um alle drei Hauptachsen rotiert werden. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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23. Mai 1969 gegen 4 Uhr morgens MESZ: Snoopy orientiert kurz vor dem Andocken die Schleusenluke (unten links) in Richtung auf den Andockadapter des Kommandomoduls. Um 4:11h MESZ sind Stafford und Cernan nach ihrem Höllenritt wieder mit Young vereint. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Was schwebt denn da für ein UFO vor dem Fenster? Nein, es handelt weder um ein außerirdisches Raumschiff, noch um eine Beschädigung des Fotos, sondern da schwebte wirklich etwas vor dem Fenster, ein Stück Mylar-Isolationsfolie, das wohl vom Kommandomodul stammte. Die Crew hatte das Modul über der Rückseite des Mondes um 180° gewendet. Als wieder Funkkontakt zur Erde bestand, meldete Young über Funk "Als wir uns diesen Morgen das erste Mal umgedreht hatten, sahen wir, ich schätze mindestens anderthalb Fuß Mylarfolie mit der Isolationsbeschichtung auf der Rückseite. Es erschien draußen vor unserem Frontfenster und ich schätze es stammt von der Frontluke, wo die Isolation angebracht ist. Es hing eine Weile da herum und schwebte dann still davon. Meine Frage ist, ob uns das irgendwelche thermischen Probleme verursachen könnte. Und meine Antwort ist, ich denke nicht." Das Mylar stammte vermutlich aus dem Inneren des Verbindungstunnels zur Mondlandefähre und hatte sich gelöst, als zum Druckausgleich zwischen den beiden Raumschiffen Luft abgelassen worden war. Die Entlüftung blies einen Teil der Isolationsfolie weg. Nach dem Abtrennen der Aufstiegsstufe war das Mylar dann vermutlich nach außen gelangt. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz; SW-Aufnahme vom Autor nachkoloriert.
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Krater Schmidt am westlichen Rand des Mare Tranquilitatis, 135 km westlich der späteren Landestelle von Apollo 11. Der Krater durchmisst ca. 11 km. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Krater Godin, ca. 35 km Durchmesser, liegt 400 km westlich der Apollo-11-Landestelle. An den steilen Hängen sind man Spuren von Erdrutschen. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Mondpanorama nahe des Mondkraters IAU 300 auf der Rückseite des Mondes. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Krater Triesnecker liegt fast in der Mitte der erdzugewandten Seite des Mondes. Das Bild, aufgenommen aus dem Kommandomodul, zeigt Landschaftsstrukturen wie sie typisch im Sinus Medii sind, einer "Bucht" am Rande des großen Komplexes aus Mare Imbrium, Oceanus Procellarum und Mare Nubium, die die größte zusammenhängende dunkle Basaltfläche der Mondvorderseite bilden. Hinter den Gebirgszügen erstreckt sich der ebene Boden des Mare Vaporum bis fast zum 600 km entfernten Horizont. Triesnecker, der rund 27 km durchmisst, lag 135 km nordwestlich des Apollo-Raumschiffs, als die Aufnahme entstand. Die sich rechts von Triesnecker kreuzenden Linien sind die Triesnecker-Rillen, die vermutlich tektonischen Ursprungs sind. Bild: Apollo Imagery, JSC PAO Web Team, NASA-Standardlizenz; SW-Aufnahme vom Autor nachkoloriert.
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Schräger Blick auf die berühmte Hyginus-Rille in der Nähe der Mitte der erdzugewandten Seite des Mondes, etwa 160 km nordöstlich von Triesnecker. Die Rille läuft mitten durch den in der Mitte des Bildes befindlichen 10 km durchmessenden Hyginus-Krater. Die Rille ist 3 Kilometer breit und über 200 km lang. Apollo 10 war zu Zeit der Aufnahme 325 km vom Hyginus-Krater entfernt. Bild: Apollo Imagery, JSC PAO Web Team, NASA-Standardlizenz; SW-Aufnahme vom Autor nachkoloriert.
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In den Apollo-Archiven nicht näher identifizierter Krater. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz; SW-Aufnahme vom Autor nachkoloriert.
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Der sich nach dem Einschuss auf die Rückkehrbahn zur Ende langsam entfernende Mond. Links das runde dunkle Mare Crisium, rechts der Mitte das Mare Tranquilitatis und an dessen oberen Rand der große helle Krater Langrenus. Die dunkle Fläche am underen Bildrand ist das Mare Tranquilitatis. Die Apollo-11-Landestelle befindet sich knapp oberhalb des tiefsten Punkts der Mondscheibe. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Wunderschöne Aufnahme des Mondes auf dem Rückweg zur Erde. Man sieht etwas mehr vom westlichen Rand (rechts) als von der Erde aus, wo die beiden kleinen dunklen Flecken äußerst rechts (oben Mare Marginis und darunter Mare Smythii) bei vorteilhafter Libration gerade noch am Mondrand zu erkennen sind. Große, junge Krater zeigen helle Strahlensysteme von frischem, ausgeworfenem Material, das noch nicht von der Sonne verdunkelt wurde. In der Bildmitte das große Mare Fecunditatis und links oberhalb das große Mare Tranquilitatis. Die spätere Landestelle von Apollo 11 liegt am südwestlichen Rand des Mare Tranquilitatis, etwa halbe Strecke auf der Linie zwischen den beiden kleinen weißen Kratern am unteren (südlichen) und linken (westlichen) Rand des Mares. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Die Erde kommt wieder näher. Das Bild entstand auf dem Rückflug vom Mond. Die Phase der Erde hat sich gegenüber Bild 15 deutlich verkleinert: während der Mond von der Erde aus gesehen während der Mission zunahm, nahm die Erde vom Mond aus gesehen ab. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Das Apollo-10-Kommandomodul gleitet von Fallschirmen gebremst der Wasserung am 26. Mai 1969 um 17:52 Uhr MESZ im Südpazifik entgegen, 600 km östlich von Amerikanisch-Samoa und nur 6 km vom Bergungsschiff USS Princeton entfernt. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Bergung der drei Astronauten nach der Wasserung aus ihrer Kapsel. Kampfschwimmer der US NAVY helfen den Astronauten aus der Kapsel in ein Schlauchboot umzusteigen, von wo aus sie anschließend mit dem Hubschrauber hochgeseilt werden. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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Die drei Astronauten werden nach der Bergung an Bord der USS Princeton mit rotem Teppich empfangen. Damit endet die 8-tägige Generalprobe der Mondlandung, der nun nichts mehr im Wege stand. Das Apollo-Testprogramm war hiermit abgeschlossen. Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.
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De-Briefing-Sitzung im Juni 1969 der beiden Hauptcrews von Apollo 10 und der im Juli folgenden Apollo 11. Von links unten Michael Collins (Pilot des Apollo-11-Kommandomoduls), Edwin E. Aldrin Jr. (Pilot des Apollo-11-Mondlandemoduls), Eugene A. Cernan (Pilot des Apollo-10-Mondlandemoduls), Thomas P. Stafford (Kommandant der Apollo 10), Neil A. Armstrong (Kommandant der Apollo 11) und John W. Young (Pilot des Apollo-10-Kommandomoduls). Bild: Flickr, NASA Johnson, NASA-Standardlizenz.

Referenzen

Kommentare (33)

  1. #1 schlappohr
    23. Mai 2019

    Mir kommt schon das Frühstück hoch, wenn ich nur daran denke, in einer rotierenden Kapsel zu sitzen… und die haben dabei noch die Instrumente bedient und es 2 Sekunden vor dem Point of no Return geschafft, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Nein, das waren ganz sicher keine gewöhnlichen Leute.

    Aber im Endeffekt kann man ja sagen, dass die Fast-Katastrophe durch einen Bedienungsfehler ausgelöst wurde und der Bordcomputer auf genau diese Situation nicht vorbereitet worden war. In den letzten 50 Jahren hat sich jedoch einiges getan in Sachen Tests und Simulation. Ich denke, dass man sich heute auf solche Situationen besser vorbereiten kann als damals. Der A380 wurde schließlich komplett in Software durchsimuliert, bevor man den ersten Probeflug wagte. Der Tatsächliche Probeflug dient im Endeffekt dazu, herauszufinden, welche Fehler bzw. Unvollständigkeiten man im Simulationsmodell hat und was man schlicht vergessen hat zu simulieren.

    Ich fürchte, der POTUS will in die Fußstapfen von Kennedy treten, ohne dafür zu viel Geld auf den Tisch zu legen. Wenn das schief geht, wird man es der NASA in die Schuhe schieben. Wenn es gut geht, wird er als der Präsident in die Geschichte eingehen, er die USA zurück auf den Mond brachte, und die USA werden den Mond fortan als ihr Staatseigentum betrachten.

  2. #2 Alderamin
    23. Mai 2019

    @schlappohr

    In den letzten 50 Jahren hat sich jedoch einiges getan in Sachen Tests und Simulation. Ich denke, dass man sich heute auf solche Situationen besser vorbereiten kann als damals

    Das ist sicher richtig, andererseits sind die Software-Systeme heute ungleich komplexer. Ich erinnere an die 737MAX, wo man sich an den Kopf fasst, wenn man hört, dass das System sich auf den einzelnen Sensor verlässt, statt beide zurate zu ziehen, und trotz fortwährender Gegenwehr der Piloten diese durch Versteifung der Steuerung daran hindert, das Flugzeug manuell zu fliegen.

    Space-X ist neulich ihre Dragon-2-Kapsel um die Ohren geflogen. Wie in 5 Jahren eine zuverlässige Landefähre mit allen Tests fertig werden soll, weiß kein Mensch (Trump schon gar nicht).

  3. #3 Alderamin
    23. Mai 2019

    @schlappohr

    Mir kommt schon das Frühstück hoch, wenn ich nur daran denke, in einer rotierenden Kapsel zu sitzen…

    Die beiden Astronauten saßen übrigens nicht in der Mondlandefähre, die standen, nur durch Halteleinen gesichert. Aus Gründen der Gewichtsersparnis waren die Sitze gestrichen worden. Zum Schlafen auf dem Mond gab es Hängematten. Siehe Apollo-9-Artikel.

  4. #4 Remo N
    23. Mai 2019

    “Gimbal Lock” dürfte sich wohl eher auf die IMU als wie auf das Triebwerk beziehen. Ansonsten: Gut recherchierter und aufbereiteter Artikel!

  5. #5 RPGNo1
    23. Mai 2019

    Spiegel online hat über dasselbe Thema berichtet.
    https://www.spiegel.de/einestages/apollo-10-gefaehrliche-generalprobe-fuer-die-mondlandung-a-1266789.html

    Wenn auch nicht so detailgetreu und unterhaltsam wie Alderamin. 😉

  6. #6 Alderamin
    23. Mai 2019

    @Remo N

    Zwei meiner Referenzen (Astronautix und New Atlas, s.o.) bezogen es auf das Triebwerk, nicht auf die Lageregelung. Hat mich auch gewundert. Wollte denen aber nicht widersprechen.

  7. #7 Alderamin
    23. Mai 2019

    @RPGNo1

    Ja, habe ich auch schon gesehen. Andere haben auch festgestellt, dass die Mondflüge 50. Jubiläum haben. 🙂

    Ich habe aber die schöneren Bilder ausgesucht. 😉

    Bei Apollo 11 werde ich wohl hier untergehen, da hat jeder schon so viel anderes dazu gelesen, dass mein Artikel niemanden mehr interessieren wird. Wäre schade, die Bilderstrecken sind echt Arbeit, bin seit letztem Freitag mit dieser hier beschäftigt gewesen. Macht aber auch eine Menge Spaß und ich lerne mit Euch. Von dem Missgeschick hatte ich letzte Woche noch gar nichts gewusst, das Herunterspielen der NASA war offenbar ziemlich erfolgreich gewesen.

  8. #8 rolak
    23. Mai 2019

    50. Jubiläum

    N-D-O!

    Liest sich schön spannend. Und nachdem mir mit einer winzigen Verzögerung von ca einem halben Tag schon auffiel, daß ganz unten kein zweites Bild fehlt, sondern eine Bilderstrecke eingebunden ist, hats fast die Qualität einer Fortsetzungsgeschichte ;•)

  9. #9 Leser
    23. Mai 2019

    Kann das sein, daß es gefählich ist, das Triebwerk der Rückkehrstufe zu starten, bevor man die Stufentrennung ausgeführt hat ? Bei jedem Raketenstart (von Großraketen) ist unter der Rakete eine Grube zur Strahlablenkung um Rückwirkungen des Antriebsstrahls mit der Erdoberfläche zu vermeiden. In diesem Fall erfolgte die Strahlablenkung durch die mit der Rückkehrstufe verbundene darunter liegende Abstiegsstufe. Es zeigt sich immer wieder, daß man nicht alle Szenarien simulieren kann, denn es gibt immer Szenarien, die man sich gar nicht vorgestellt hat, und die man daher auch nicht simuliert hat. Und dann müssen kompetente Piloten die Situation beherrschen. Insofern waren die amerikanischen Astronauten keine normalen Menschen sondern sehr gut trainierte Testpiloten.

    Hat dieser Vorfall Auswirkungen Auswirkungen auf das geplante Notfallregime (Abbruch des Abstieges) bei Apollo 11 Auswirkungen gehabt ?

  10. #10 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    23. Mai 2019

    > #2 Alderamin, 23. Mai 2019
    > Ich erinnere an die 737MAX, wo man sich an den Kopf fasst, wenn man hört, dass das System sich auf den einzelnen Sensor verlässt, statt beide zurate zu ziehen, und trotz fortwährender Gegenwehr der Piloten diese durch Versteifung der Steuerung daran hindert, das Flugzeug manuell zu fliegen.

    Die Implementierung des MCAS mag hanebüchen sein. Es ist aber eher eine Komfortfunktion statt eine Notwendigkeit. Wenn es spinnt muss es abgeschaltet werden.

    Das Problem einer aus dem Ruder laufenden Trimmung existiert seit dem Erstflug einer 737 vor 50 Jahren:

    1967-1987

    The whole procedure is just 3 lines long!
    One memory item: “Stab Trim Cutout Switches____CUTOUT”
    One Non-memory item: “Stabilizer __________ Trim manually”
    And one note: Move control column smoothly as required to maintain desired airplane attitude.

    http://www.b737.org.uk/runawaystab.htm

    Nach dem ersten Absturz hat Boeing noch einmal auf die korrekte Prozedur verwiesen:

    http://www.b737.org.uk/mcas.htm#runawaystab

    Es hat aber nichts genützt. Details gibt es hier:

    http://www.avherald.com/h?article=4c534c4a/0022&opt=0

    und hier:

  11. #11 Leser
    23. Mai 2019

    Entschuldigung, das waren eben doch zu viele Auswirkungen.

    Was ich noch schreiben wollte : Es gibt einige sehr schöne Videos, bei denen man einen Raketenstart mit einer an der Außenseite der 2.Stufe nach unten gerichteten Kamera aufgenommen hat. Die zu erkennden Effekte sind sehr eindrucksvoll. Bei einigen Videos ist auch die Trennung von erster und zweiter Stufe durch kleine Hilfstriebwerke zu erkennen. Die beiden Stufen bleiben dabei lagestabil zu einander, sie entfernen sich nur von einander. Wenn die beiden Stufen einigen Abstand zu einander haben, wird das Triebwerk der zweiten Stufe gestartet. Auf den Videos, die ich gesehen habe, wurde die ausgebrannte erste Stufe durch den Abgasstrahl der zweiten Stufe in unkontrollierte Rotation versetzt.

    Wie kommt man also auf die Idee, die Aufstiegsstufe zu starten, bevor man die Abstiegsstufe abgeworfen hat ? So etwas war nie getestet worden ! Und meiner Meinung nach auch nicht richtig durchdacht. Um die Aufstiegsstufe zu starten, muß die Abstiegsstufe abgeworfen und soweit entfernt sein, daß eine Rotation der Abstiegsstufe die Aufstiegsstufe nicht mehr beschädigen kann.

  12. #12 Ernst der Lage
    23. Mai 2019

    Das war ein wirklich spannender Artikel, den ich heute Morgen ganz ganz früh vor der Arbeit lesen durfte! Danke schön! :o)
    Ich persönlich würde mich ja über einen Apollo 11 – Artikel speziell auf diesem Blog freuen… und auch über Apollo 12 – 17. Es kommt halt auch drauf an, wer’s schreibt. Noch ein :o)

  13. #13 Remo N
    23. Mai 2019

    @Leser

    “Wie kommt man also auf die Idee, die Aufstiegsstufe zu starten, bevor man die Abstiegsstufe abgeworfen hat?”

    Das war doch der Normalfall beim Start von der Mondoberfläche aus.

  14. #14 Leser
    23. Mai 2019

    @ Remo N

    Das war doch der Normalfall beim Start von der Mondoberfläche aus.

    Das stimmt. Aber dabei hat die Abstiegsstufe fest auf der Mondoberfläche gestanden und konnte sich nicht verdrehen. Außerdem mußte die Auftriebskraft des Triebwerkes der Austiegsstufe nur durch den Schwerpunkt der Aufstiegsstufe gehen und nicht durch den Schwerpunkt des Gesamtsystems Abstiegsstufe + Aufstiegsstufe.

    Meiner Meinung nach hätte man ein solches Manöver in der Erdumlaufbahn mit Apollo 9 testen müssen. Aber das war ja kein Standard-Manöver, sondern ein Notfall-Manöver.

  15. #15 Remo N
    23. Mai 2019

    @Leser

    “Meiner Meinung nach hätte man ein solches Manöver in der Erdumlaufbahn mit Apollo 9 testen müssen.”

    Ich gehe mal davon aus, dass sich zumindest einer der 400.000 Mitarbeiter am Projekt darüber Gedanken gemacht hat und das entsprechend berücksichtigt hat.

    Das im Artikel angesprochene Problem hatte aber damit sowieso nichts zu tun, sondern lag an einer falschen Parametrisierung der Flugsteuerung.

    Sehr empfehlenswert ist das “Apollo Flight Journal” mit den verbundenen Quellen. Nach einigen tausend Seiten Material bleibt man eigentlich nur noch staunend zurück, wie ausgeklügelt selbst kleinste Details waren, welche Redundanzen vorhanden waren und wie die Probleme mit der damaligen Technik gelöst wurden. Und das ganze unter extrem hohem Zeitdruck.

  16. #16 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    24. Mai 2019

    > #8 rolak, 23. Mai 2019
    > Und nachdem mir mit einer winzigen Verzögerung von ca einem halben Tag schon auffiel, daß ganz unten kein zweites Bild fehlt, sondern eine Bilderstrecke eingebunden ist, hats fast die Qualität einer Fortsetzungsgeschichte ;•)

    Die vielen Bilder mit ausführlicher Beschriftung sucht man anderswo oft vergebens. Beim Klick auf ein Bild wird es in Vollbild- bzw. Originalgröße dargestellt.

    Ich wünschte mir nur, dass die gesamte Bilderstrecke im Vollbildmodus zur Verfügung steht. Vielleicht braucht es dazu nicht einmal Hexerei.

  17. #17 Alderamin
    24. Mai 2019

    @Leser

    Hat dieser Vorfall Auswirkungen Auswirkungen auf das geplante Notfallregime (Abbruch des Abstieges) bei Apollo 11 Auswirkungen gehabt ?

    Ich hab’ mal ein wenig gegoogelt aber nichts entsprechendes finden können. Es war ja ein Bedienungsfehler, ein zweimaliges Reset schaltete den Computer von Auto (suche das nahe Apollo-Raumschiff für’ Docken) auf Attitude Hold (Lage stabil halten) und wieder zurück um. Auf der Suche nach dem Apollo-Raumschiff fand der Computer dann nur den Mond…

    Ich denke, man hat den nächsten Crews im Training mitgegeben, dass sie sich besser koordinieren müssen und das war’s. Es ging ja nicht um ein kommerzielles Produkt, das narrensicher sein musste und die Piloten waren Profis.

  18. #18 Alderamin
    24. Mai 2019

    @Karl

    Ich wünschte mir nur, dass die gesamte Bilderstrecke im Vollbildmodus zur Verfügung steht. Vielleicht braucht es dazu nicht einmal Hexerei.

    Ich hab’ da schon so viele Stunden reingesteckt für die paar Nasen, die diese Artikel dann auch lesen… wenn mir jemand fertigen Code liefern kann, baue ich das gerne ein, aber ich bin erst einmal zufrieden damit, wie es jetzt funktioniert. Auch wenn der Rahmen um die Bilder so groß sein muss, dass auch senkrechte Bilder mit Text hinein passen (ist nämlich immer der selbe Rahmen).

  19. #19 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    24. Mai 2019

    > Ich hab’ da schon so viele Stunden reingesteckt …

    Wenn es tatsächlich so mühsam war gibt es sicher einfachere Lösungen. Leider kenne ich die Randbedingungen von scienceblogs.de überhaupt nicht.

    Andererseits liefert https://www.google.com/search?q=wordpress+free+responsive+slider eine erstaunliche Liste von Möglichkeiten. Es sollte was für alpha-cephei dabei sein, das ohne viel Handarbeit verwendet werden kann.

  20. #20 Alderamin
    24. Mai 2019

    @Karl

    Ich bin kein Admin, ich kann da nichts einfügen, auch wenn’s nichts kostet… müsste schon raw html/CSS sein.

  21. #21 Leser
    24. Mai 2019

    @ Alderamin

    Danke für Ihre Mühe. Ich hab dazu auch nichts gefunden, aber ich wußte bisher auch nichts von der Beinahe-Katastrophe bei Apollo 10. Ich hatte mich nur an Apollo 11 erinnert. Und da hatte man ja auch ständig den Abbruch des Abstieges / Wiederaufstieg im Auge. Solange das Landemodul nicht zu viel Vertikalgeschwindigkeit und eine gewisse Höhe hat, ist das ja kein Problem. Aber einen Abbruch des Abstieges 10 m über dem Mond (z.B. weil der Treibstoff der Abstiegsstufe alle ist) halte ich für sehr problematisch. Die Aufstiegsstufe steht doch nicht lose auf der Abstiegsstufe drauf. Die Stufen muß man aktiv trennen. Glücklicherweise ist so ein Notfall nie passiert.

    P.S. Die Bilderstrecke geht bei mir auch nicht, aber damit habe ich mich abgefunden.

    .
    @ Reno N

    Bisher kannte ich nur das Saturn5_Flight_Manual. Das “Apollo Flight Journal” kannte ich bisher nicht. Danke für den Hinweis. Es ist eine sehr umfangreiche Dokumentation der Dialoge der Besatzung. Ich hatte bisher nur Zeit, um einen sehr kleinen Teil zu lesen. Ich würde mir wünschen, so eine technische Beschreibung, wie das Saturn5_Flight_Manual gäbe es auch vom Mondlandemodul. Aber sowas habe ich bisher leider nicht gefunden.

  22. #22 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    24. Mai 2019

    Analysis revealed that the cause of the anomalous motion was human error. Inadvertently, the control mode of the LM abort guidance system was returned to AUTO rather than being left in the ATTITUDE HOLD mode for staging. In AUTO, the abort guidance system drove the LM to acquire the CSM which was not in accordance with the planned attitude timeline. The commander took over manual control to reestablish the proper attitude.

    Daran glaube ich mich zu erinnern.

    https://history.nasa.gov/SP-4029/Apollo_10a_Summary.htm

  23. #23 Tina_HH
    24. Mai 2019

    @Alderamin

    Danke für den spannenden Artikel. Macht Freude beim Lesen.
    Dass es fast zu einer Katastrophe gekommen wäre, war mir jetzt auch gar nicht bewusst (wobei ich nicht weiß, ob ich noch nie davon gehört oder es einfach nur vergessen habe).

    Die Bilderstrecke hätte ich übrigens auch fast übersehen, auch wenn du es ja ansprichst, aber das kann man leicht überlesen. Vielleicht könntest du im Text noch deutlicher hervorheben, dass jetzt eine Bildergalerie zum Durchklicken folgt, vielleicht auch in Fettschrift?

  24. #24 Alderamin
    24. Mai 2019

    @Leser

    Aber einen Abbruch des Abstieges 10 m über dem Mond (z.B. weil der Treibstoff der Abstiegsstufe alle ist) halte ich für sehr problematisch. Die Aufstiegsstufe steht doch nicht lose auf der Abstiegsstufe drauf. Die Stufen muß man aktiv trennen.

    Ja, mit Sprengbolzen. Wenn ich die Quellen richtig deute, sind das zwei Schalter, die zu betätigen sind, einmal das Triebwerk und einmal die Sprengbolzen.
    Ob auf dem Mond erst die Bolzen gelöst wurden und dann das Triebwerk gestartet, weiß ich nicht – da gab es ja Schwerkraft, die die Aufstiegsstufe auf die Abstiegsstufe drückte. Vielleicht finde ich was bei Apollo 11.

    P.S. Die Bilderstrecke geht bei mir auch nicht, aber damit habe ich mich abgefunden.

    Was hast Du denn für ein OS/Browser? Mit Windows 7 und 10 unter Firefox, Chrome, Edge und Internet Explorer geht es definitiv, und mit iOS auf iPad und iPhone auch. Android habe ich nicht zum Testen.

    Du hast aber auch auf die weißen < > Symbole im Bild geklickt/getippt?

  25. #25 Alderamin
    24. Mai 2019

    @Tina_HH

    So besser?

  26. #26 Tina_HH
    24. Mai 2019

    @Alderamin

    Perfekt.

  27. #27 rolak
    24. Mai 2019

    Perfekt

    Dito. Selbst die Kombination ich+gestern-früh hätte es so geschnallt. Nu, wahrscheinlich ;•)

  28. #28 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    24. Mai 2019

    > #20 Alderamin, 24. Mai 2019
    > Ich bin kein Admin, ich kann da nichts einfügen

    Ich habe das Problem im Kummerkasten angesprochen:

    http://scienceblogs.de/technik-kummerkasten/2019/03/09/schreibt-uns-wenn-ihr-technische-probleme-habt/#comment-64

  29. #29 M
    Bolivien
    24. Mai 2019

    Wer dich für die IT-Seite des Apollo-Programms interessiert, dem sei folgender Vortrag empfohlen:
    https://www.youtube.com/watch?v=xx7Lfh5SKUQ

    Kann sein, dass er aber nur/hauptsächlich über Apollo11 ist, kann mich nicht mehr so genau erinnern.

    Und danke an Alderamin für die spannenden Details.

  30. #30 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    25. Mai 2019

    > Kann sein, dass er aber nur/hauptsächlich über Apollo11 ist, kann mich nicht mehr so genau erinnern.

    Im Film geht es um den Apollo Guidance Computer. Die Darstellung ist verbesserungsfähig.

    Ganz angeguckt habe ich den Beitrag von David Scott. Zusammen mit Armstrong flog er Gemini 8, wo die beiden mit einem haarsträubenden Technikversagen kämpft. Später war er bei Apollo 9 dabei und zum Schluss im Rahmen von Apollo 15 auf dem Mond unterwegs.

    The Apollo Guidance Computer, Part Two: David Scott

  31. #31 tomtoo
    25. Mai 2019

    Mann kann nicht alle überzeugen ; )

    https://m.phys.org/news/2019-05-years-rehearsal-moon.html

  32. #32 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    26. Mai 2019

    The onboard computer developed for the Apollo program was an outstanding technological success and established rules for the development of future computers both for aerospace and other applications. It also opened the way to new applications of integrated circuits and being at the time the smallest computer in the world, helped push computers into other sectors of technology.

    http://www.ibiblio.org/apollo/ForDummies.html

    Damals: https://de.wikipedia.org/wiki/Kernspeicher

    Heute:https://www.welt.de/wirtschaft/article193823903/Maschinenbau-Der-groesste-Technologiesprung-in-der-Chipindustrie.html

  33. #33 Karl Mistelberger
    mistelberger.net
    31. Mai 2019

    > #10 Karl Mistelberger, mistelberger.net, 23. Mai 2019
    >> #2 Alderamin, 23. Mai 2019
    >> Ich erinnere an die 737MAX, wo man sich an den Kopf fasst, wenn man hört, dass das System sich auf den einzelnen Sensor verlässt, statt beide zurate zu ziehen, und trotz fortwährender Gegenwehr der Piloten diese durch Versteifung der Steuerung daran hindert, das Flugzeug manuell zu fliegen.

    > Die Implementierung des MCAS mag hanebüchen sein. Es ist aber eher eine Komfortfunktion statt eine Notwendigkeit. Wenn es spinnt muss es abgeschaltet werden.

    > Das Problem einer aus dem Ruder laufenden Trimmung existiert seit dem Erstflug einer 737 vor 50 Jahren

    Mittlerweile erinnert man sich daran, wie es früher war und kommt zum Schluss, dass die 737 NG zwar noch nicht nach MAX-Art abgestürzt ist, dass aber dringender Handlungsbedarf besteht und heute besonders den angehenden Piloten, aber auch den erfahrenen die elementare Funktionsweise und Wichtigkeit der korrekten Trimmung eines Flugzeugs eingetrichtert werden muss:

    Trim to five to stay alive!