Alderamin ist Baujahr 1964 und studierte in den 1980ern Informatik mit Nebenfach Physik und Spezialisierung auf Astronomie. Er promovierte auch im Anschluss zu einem Thema aus der Datenkommunikation. Mit dieser Weichenstellung war ein weiteres berufliches Abgleiten in die Telekommunikation unvermeidlich.
Dies hindert ihn nicht daran, seit seinem 12. Lebensjahr seinem Hobby Astronomie zu fröhnen und ein generelles Interesse an Naturwissenschaft und Technik zu entwickeln. Nachdem er einige Jahre nur als Mitleser und Kommentator der Scienceblogs agierte, bloggt er jetzt gelegentlich. Um des besseren Wiedererkennungswerts willen zieht er es vor, weiterhin unter seinem Nick aktiv zu sein.

M66 in einer Aufnahme des Hubble-Teleskops. Sternentstehungsgebiete sind an ihrer roten Farbe (Hα) zu erkennen. Kombination aus Infrarot, Hα und visuellen Filtern. Bild: NASA, ESA and the Hubble Heritage (STScI/AURA)-ESA/Hubble Collaboration. Acknowledgement: Davide De Martin and Robert Gendler.

Das Wintersechseck hat sich zum nunmehr späten Anbruch der Dunkelheit erst nach 22 Uhr schon weit nach Westen geneigt – Sirius konnte ich Anfang Mai schon nicht mehr auffinden. Nach den Zwillingen zog das unscheinbare Sternbild Krebs über den abendlichen Meridian, das Ihr Euch nicht zu merken braucht, das ist einfach die sternarme Gegend östlich…

Rotation der Großen Magellanschen Wolke. Dies ist kein Foto, sondern ein Plot von Gaia-Positions- und Helligkeits-Messungen. Die Farbe wurde aus den BP- und RP-Photometer-Messungen rekonstruiert und die Eigenbewegung der Sterne ist als feine Textur überlagert. Bild: ESA, Gaia Data Processing and Analysis Consortium (DPAC); P. McMillan, Lund Observatory, Sweden; A. Moitinho / A. F. Silva / M. Barros / C. Barata, University of Lisbon, Portugal; H. Savietto, Fork Research, Portugal

Gaia Data Release 1 (DR1) Am 14. September 2016, nach 14 Monaten Beobachtungszeit zwischen 25. Juli 2014 und 16. September 2015, wurde der erste Katalog oder “data release” von Gaia (DR1) veröffentlicht. Er enthielt die Positionen von 1,1 Milliarden Sternen, jedoch die Entfernungen (Parallaxen) und Eigenbewegungen von gerade einmal 2 Millionen Sternen, und zwar auf…

Bin lange nicht mehr auf den Kanaren gewesen… Das folgende Zeitraffer-Video von Adrien Mauduit ist ganz frisch vom vergangenen April. Es zeigt zunächst ein paar Impressionen der Insel und geht dann in den astronomischen Teil über. Nach dem Sonnenuntergang sieht man den Erdschatten am Osthimmel aufsteigen (1:28 und 1:40) und die hübsche Konstellation von Mondsichel…

Die Astrometriesonde Gaia mit ausgefahrenem Sonnenschild. Bild: [3].

1,7 Milliarden Sternpositionen und -helligkeiten ! 1,3 Milliarden Entfernungen und Eigenbewegungen von Sternen ! 161 Millionen Oberflächentemperaturen ! 77 Millionen Leuchtkraft- und Durchmesserbestimmungen ! 7 Millionen Radialgeschwindigkeitsmessungen ! Die meisten Leser werden in den Medien mitbekommen haben, dass die Astrometrie-Raumsonde Gaia ihren zweiten großen Datenrelease (DR2) veröffentlicht hat. Im vorliegenden Artikel stelle ich Gaia näher vor. In einem oder mehreren…

Navcam-Aufnahme von Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aus 88 km Entfernung am 27. April 2015. Bild: ESA/Rosetta, Rosetta Image Archive, Kontrast vom Autor nachbearbeitet

Einige haben vielleicht schon das nette Video gesehen, das Twitter-User landru79 letzte Woche online gestellt hat. Wer’s noch nicht gesehen hat, hat was versäumt, das holen wir jetzt nach. Netterweise hat “Bad Astronomer” Phil Plait das Video noch etwas bearbeitet (verlangsamte Versionen angehängt) und auf Youtube gestellt: Das Video besteht aus ca. 20 Einzelaufnahmen, die…

Verfall des Orbits eines Satelliten durch den Luftwiderstand ("orbital drag"). Bild: NASA, gemeinfrei.

UMA fragte am 23. April 2018: Was passiert langfristig mit den Satelliten? Die in niedrigen Orbits werden durch die Erdatmosphäre abgebremst und verglühen. Aber die in größeren Höhen? Störungen durch Mond, Sonne, Magnetfelder, Strahlung …? Kollidieren sie und bilden einen Ring? Wäre nach einer oder hundert Millionen Jahren noch etwas übrig? In welcher Höhe ist…

X37B im Orbit (künstlerische Darstellung). Bild: NASA / Marshall Space Flight Center, gemeinfrei

Zum Meteorschwarm der Lyriden habe ich mal nichts geschrieben, weil der – wie eigentlich jedes Jahr – ohnehin zum Vergessen war. Aber statt dessen wurde anderer seltener Besuch über Europa gesichtet, und zwar das X-37B OTV-5 der US Air Force. Die X-37 ist ein unbemanntes Weltraumflugzeug, dessen Entwicklungsverantwortung das Verteidigungsministerium 2004 von der NASA (X-37A)…

Der Transitional Exoplanet Survey Satellite TESS. Bild: NASA/MIT [1]

Heute früh startete eine Falcon 9 den Transiting Exoplanet Survey Satellite TESS. Dieser schnuckelige kleine Satellit von gerade einmal 350 kg und den Abmessungen eines Kühlschranks (was keine Nachrichtenmeldung zu erwähnen vermeidet; 1,5 x 1,2 m, nur die ausgebreiteten Solarpanele vergrößern ihn auf 3,7 m in einer Dimension) soll von nun an nach Exoplaneten suchen…

Sirius A (-1,5 mag) vs. Sirius B (8,5 mag). Bild: NASA/STScI, gemeinfrei.

In den vergangenen Artikeln habe ich diverse Male von “Größenklassen” der Sterne geredet, ohne näher darauf einzugehen, was das eigentlich genau sein soll, außer dass es etwas mit der Helligkeit der Sterne zu tun hat. Das muss ich dringend nachholen, der Begriff ist fundamental und wird uns hier noch öfters über den Weg laufen. Jeder,…

Kleiner und Großer Hund. Mitte oben Prokyon, Mitte unten Sirius, rechts Orion. Bild: Wikimedia Commons, BY SA-2.0, Fotograf: nubobo aus Iwata, Shizuoka, Japan, Original https://www.flickr.com/photos/nubobo/11617079736/

Auf unserer Reise durch die Sternbilder des Wintersechsecks schließen wir den Kreis mit den beiden Hunden (Hund = lat. canis, Plural canes), dem Kleinen und dem Großen Hund; es wird auch höchste Zeit dafür, da der Große Hund sich mittlerweile bei Einbruch der Dämmerung schon gegen Südwesten Richtung Untergang neigt. Wir bemerken deutlich, dass sich…