Nachdem die Erläuterung des Zwillingsparadoxons in Teil 2 wegen seiner Länge und Unüberichtlichkeit (nicht zu unrecht) gerügt wurde, schiebe ich hier noch eine gekürzte, tabellarische Version nach, in der alle Berechnungen übersichtlich dargestellt sind und nur durch kurze Texte motiviert werden (mündchensmaß, wie man bei uns sagt). Das ging nicht ganz ohne Latex, was beispielsweise…

Bild: Pixabay.com, gemeinfrei.

Im ersten Teil haben wir das Relativitätsprinzip kennen gelernt und erfahren, dass die Lichtgeschwindigkeit in allen Inertialsystemen den gleichen Wert hat und dass der Zeitablauf in einem hinreichend schnell relativ zu einem Beobachter bewegten Inertialsystem diesem Beobachter folglich verlangsamt erscheinen muss (Zeitdilatation). Nicht nur das, auch Strecken erscheinen in Bewegungsrichtung verkürzt (Längenkontraktion). Die Umrechnung zwischen…

Oder ist es gar ein Drillingsparadoxon? Bild: publicdomainpictures.net, gemeinfrei (CC0)

Den heutigen Artikel (bzw. eigentlich den folgenden 2. Teil…) wollte ich schon schreiben, als ich noch darüber grübelte, was ich wohl auf einem eigenen Blog schreiben könnte. Es geht um das Zwillingsparadoxon der speziellen Relativitätstheorie. Mit Martin Bäker hatte ich mal eine private Diskussion, in der er die Meinung vertrat, man erkläre es am besten…

Die Erde am 19.06.2018 um 14:08h MESZ aus Sicht des Deep Space Climate Observatory (DSCOVR). Der Norpol hat Sonne! Bild: NASA/DSCOVR.

Heute ist Solstitium. Das ist das astronomische Fachwort für die Sonnenwende, deren es zweie gibt, die zum Sommeranfang und die zu Beginn des Winters. Die Sonne erreichte heute um 12:07h MESZ ihre nördlichste Breite am Himmel und stand damit über dem nördlichen Wendekreis, der genau bei 23°26′20″ nördlicher Breite verläuft – etwa der Breitengrad von…

Hantelnebel M27 im Füllen. Bild: gemeinfrei, pxhere.com

Heute gibt’s mal was für’s Auge! Wir haben in den vergangenen Artikeln öfters von Weißen Zwergen gehört, z.B. dass diese aus Sternen von 0,5 bis 8 Sonnenmassen entstehen, selbst aber höchstens 1,4 Sonnenmassen aufbringen – ansonsten würden sie zu Neutronensternen kollabieren müssen. Da stellt sich natürlich die Frage, wie und warum die Vorläufersterne so viel…

Hubble Extreme Deep Field - fernste Galaxien. Bild: NASA; ESA; G. Illingworth, D. Magee, and P. Oesch, University of California, Santa Cruz; R. Bouwens, Leiden University; and the HUDF09 Team. Gemeinfrei

Im Augenblick sind wir bei Alpha Cephei bei der astronomischen Entfernungsbestimmung und wir haben schon einige Methoden kennen gelernt: Die Messung der Sternenparallaxe Sternstromparallaxe bei Sternhaufen Die Bestimmung des Entfernungsmoduls aus bekannter absoluter und gemessener scheinbarer Helligkeit (Cepheiden, RR-Lyrae-Sterne, Supernovae; “Standardkerzen”) prinzipiell kann man bei bekannter Größe eines Objekts (“Standardlineal”) auch auf seine Entfernung schließen,…

Blogleser UMa hat mich neulich nach einer Liste der bolometrisch (also über alle Wellenlängen) hellsten Sterne gefragt, und zwar nach der scheinbaren Helligkeit, so, wie sie am Himmel stehen, worauf ich ihm keine Antwort geben konnte. Er hat dann seine eigenen Recherchen angestellt. Weil ich das Ergebnis sehr interessant fand, habe ich ihn ermutigt, einen…

M66 in einer Aufnahme des Hubble-Teleskops. Sternentstehungsgebiete sind an ihrer roten Farbe (Hα) zu erkennen. Kombination aus Infrarot, Hα und visuellen Filtern. Bild: NASA, ESA and the Hubble Heritage (STScI/AURA)-ESA/Hubble Collaboration. Acknowledgement: Davide De Martin and Robert Gendler.

Das Wintersechseck hat sich zum nunmehr späten Anbruch der Dunkelheit erst nach 22 Uhr schon weit nach Westen geneigt – Sirius konnte ich Anfang Mai schon nicht mehr auffinden. Nach den Zwillingen zog das unscheinbare Sternbild Krebs über den abendlichen Meridian, das Ihr Euch nicht zu merken braucht, das ist einfach die sternarme Gegend östlich…

Rotation der Großen Magellanschen Wolke. Dies ist kein Foto, sondern ein Plot von Gaia-Positions- und Helligkeits-Messungen. Die Farbe wurde aus den BP- und RP-Photometer-Messungen rekonstruiert und die Eigenbewegung der Sterne ist als feine Textur überlagert. Bild: ESA, Gaia Data Processing and Analysis Consortium (DPAC); P. McMillan, Lund Observatory, Sweden; A. Moitinho / A. F. Silva / M. Barros / C. Barata, University of Lisbon, Portugal; H. Savietto, Fork Research, Portugal

Gaia Data Release 1 (DR1) Am 14. September 2016, nach 14 Monaten Beobachtungszeit zwischen 25. Juli 2014 und 16. September 2015, wurde der erste Katalog oder “data release” von Gaia (DR1) veröffentlicht. Er enthielt die Positionen von 1,1 Milliarden Sternen, jedoch die Entfernungen (Parallaxen) und Eigenbewegungen von gerade einmal 2 Millionen Sternen, und zwar auf…

Sirius A (-1,5 mag) vs. Sirius B (8,5 mag). Bild: NASA/STScI, gemeinfrei.

In den vergangenen Artikeln habe ich diverse Male von “Größenklassen” der Sterne geredet, ohne näher darauf einzugehen, was das eigentlich genau sein soll, außer dass es etwas mit der Helligkeit der Sterne zu tun hat. Das muss ich dringend nachholen, der Begriff ist fundamental und wird uns hier noch öfters über den Weg laufen. Jeder,…