Noch habe ich Themen ohne Ende im Hinterkopf, aber Ihr gebt mir immer wieder Anregungen, worüber ich sonst noch schreiben könnte. Die möchte ich künftig hier sammeln. Wenn jemand eine kurze Frage hat, mache ich vielleicht mal einen spontanen Artikel-Quickie daraus. Weitere Fragen und Anregungen gerne als Kommentare unten. Aber ich bitte darum, keine Diskussionen hier zu führen, wenn ich den Bedarf sehe oder er angemeldet wird, mache ich lieber einen extra Artikel dazu auf oder verlinke auf einen solchen, wenn es ihn schon geben sollte.

 

Hier einmal eine Auflistung der bisher angeregten/aufgekommenen Themenvorschläge:

Kommentare (19)

  1. #1 UMa
    19. März 2018

    Hallo Alderamin,

    ich hätte einige Ideen, leider alles sehr kompliziert. Ich fange mal mit einem an.

    1) Ich bin mir nicht sicher, ob es nicht ein zu kompliziertes Thema ist, um einen Mehrwert gegenüber Wikipedia und arxiv.org zu bekommen. Vielleicht ist ja eine Zusammenfassung für den Einstieg möglich.

    Ich hätte gern mehr über nichtsolare Neutrinoastronomie, insbesondere hochenergetische Neutrinos, und den Neutrinodetektor IceCube gewusst:
    https://en.wikipedia.org/wiki/IceCube_Neutrino_Observatory
    https://arxiv.org/find/astro-ph/1/au:+Collaboration_IceCube/0/1/0/all/0/1

    Und kann man Supernovae in der Milchstraße allein an Neutrinos erkennen, bzw. für die letzten Jahrzehnte ausschließen?!

  2. #2 Alderamin
    21. März 2018

    Ist vermerkt, wird aber noch ein bisschen dauern.

    Aber definitiv kann ich jetzt schon sagen, dass eine Supernova in der Milchstraße heutzutage und wohl auch schon seit Ende der 80er uns nicht durchgegangen sein kann, da auch die Supernova 1987A in der mehr als doppelt so weit entfernten (im Verlgeich zum Durchmesser der Milchstraße) Großen Magellanschen Wolke an ihrem Neutrinosignal erkannt wurde. Es waren zwar nur 13 Neutrinos, was aber trotzdem eine signifikante Häufung in so kurzer Zeit war. Eine halb so weit entfernte Supernova würde die vierfache Neutrinomenge verursachen, das würde mit Sicherheit von den zahlreichen Detektoren bemerkt werden. Wenn mindestens drei Detektoren ausschlagen, wird man sogar eine grobe Richtung triangulieren können, wie bei LIGO.

    Im Schnitt erwartet man in der Milchstraße alle 50-100 Jahre eine Supernova. Die Chance, dass in dem Zeitraum seit 1987 eine Supernova in der Milchstraße explodiert sein könnte, liegt also noch unter 50%.

  3. #3 Tina_HH
    22. März 2018

    Also, wenn man sich was wünschen darf… Ich finde ja die Monde um die Gas- und Eisriesen enorm faszinierend. Da könnte ich mir gut eine Artikelserie zu vorstellen. Oder auch zu den Zwergplaneten und ihren Eigenschaften.
    Viele unterschiedliche Welten mit zum Teil überraschenden Eigenschaften, von denen sicher Viele noch nichts wissen. (Und außerdem wäre das auch eine gute Möglichkeit, tolle Astro-Fotos zu zeigen.)

  4. #4 HF(de)
    25. März 2018

    Abo

  5. #5 UMa
    29. März 2018

    Hallo Alderamin,

    eine Galaxie ohne dunkle Materie:
    https://www.nature.com/articles/nature25767

    Falls sich das bestätigt, wären alternative Gravitationstheorien wie MOND widerlegt, zumindest wäre die obere Schranke für eine Abweichung von Newton (oder ART) so klein, dass man bei normalen Galaxien wie der Milchstraße ohne dunkle Materie, nur mit modifizierte Gravitation, nicht mehr hinkommen kann.

  6. #6 Alderamin
    30. März 2018

    @UMa

    Kommt. Sobald der aktuell in Arbeit befindliche Artikel fertig ist.

    Update: erledigt.

  7. #7 bruno
    11. April 2018

    Oft taucht das “Bullet-Cluster” auf, wenn es um dunkle Materie geht.
    Was steckt dahinter?
    lg

  8. #9 bruno
    15. April 2018

    so: noch einer 😉

    Du spielst doch gerne mit Zahlen…
    In einem Artikel FFs (in 2018 – ich finde ihn nicht mehr…) war die Frage (im Kommentarbereich): wenn die Sonne ständig Masse verliert (… ) wie ändern sich die Umlaufbahnen der Planeten?
    Ich hatte daraufhin folgenden Artikel gepostet:
    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22326-2018-01-22.html

    …der etwas OT war – folglich keine Beachtung fand… :(
    Weder FF – noch du, noch M.Bäker hatten da eine Meinung zu … (doppel :( )

    So: 1,5cm pro Jahr pro Astronomischer Einheit!
    Bei der Erde also alle 6 Jahre 10cm. Alle 60 Jahre 1m. Alle 60.000Jahre 1km!
    Und das nur bei 1 AU!

    Jupiter… Pluto??

    Da du gerne mit Zahlen (und what…if) hantierst):
    Da ist doch bestimmt ein “Quickie” drin – oder??
    (wenngleich FF eher der Mann für das Chaos ist… was ja zweifellos durch 1,5cm/Yr/AU ausgelöst werden könnte/sollte … zumindest in 1MRD-Years…. erst in 4,5 MRD Yrs.)

    :)
    lg
    bruno

    • #10 Alderamin
      15. April 2018

      Was genau ist denn die Frage? Im Artikel steht ja schon 1,5 cm/(Jahr*AE). Jupiter: 5AE, Saturn 10AE, Uranus 20AE, Neptun 30AE, Pluto 40AE. 0,1% auf 109 Jahre, so viel weiter werden dann auch die Bahnen. Spielt also kaum eine Rolle. Eher schon, dass die Sonne in der Zeit 2% an Leuchtkraft zulegt (oder so, muss ich nochmal recherchieren).

  9. #11 bruno
    15. April 2018

    ok – die Frage wäre: was wären (langfristig) die Auswirkungen auf unser Sonnensystem anbetracht des 3-Körper-Problems … also in 10×10^8/9/10/11 Jahren…
    Da ja die “Flucht” abhängig der Entfernung von der Sonne ist…
    (Wann) Ergeben sich dadurch (Abhängigkeit von der AU) ernsthafte Probleme in Bezug auf das 3-Körper-Problem?
    Du sagst es ja, Erd-Umlaufbahn in 1 mio Jahren = etwa +15.000km – während der Jupiter derweil etwa 90.000km sich von der Sonne entfernt – wohingegen sich Saturn schon mal 180.000km entfern … usw…
    Ab wann (und das sind ja nun nur Daten für 1 Mio Jahre) – ab wann wird das relavant für die Umlaufbahnen und die gegenseitige Beeinflussung!

    Mit der Entfernung von der Sonne wachsen doch auch die Geschwindigkeiten – oder?

    Was macht das wachsen der Geschwindigkeit mit der Erde, ihrer Umlaufzeit und der Verschiebung der Jahreszeiten?
    (Ich finde es jetzt nicht – reiche es aber morgen gerne nach: FF hat bereits darüber geschrieben: je näher wir der Sonne sind – umso schneller sind wir – weiter weg eben langsamer… weshalb die Tages-Länge eben auch nicht zum 21.12. hin sich verkürzt… letztlich wohl der kürzeste Tag um den 18.1. herum ist…?)

    Werden wir nun insgesamt langsamer müsste sich dieser Effekt doch generell auf die Jahreszeiten der Erde auswirken – sowie auf die Interaktionen mit den anderen Planeten – wenigstens bei 100-1000 mio. Jahren?
    lg

    • #12 Alderamin
      15. April 2018

      Du sagst es ja, Erd-Umlaufbahn in 1 mio Jahren = etwa +15.000km – während der Jupiter derweil etwa 90.000km sich von der Sonne entfernt – wohingegen sich Saturn schon mal 180.000km entfern … usw…

      Nee, da liegst Du um einen Faktor 1000 zu hoch. Im Artikel steht 1,5 cm/Jahr, das sind 1,5E-2 m/a oder 1,5E-5 km/a. In 1E6 Jahren also 15 km, nicht 15000. Die wären es erst in 1E9 Jahren. Denke nicht, dass das ein Problem wäre, wenn die Erde oder Jupiter ein paar eigene Durchmesser weiter außen kreisen würden. Letztlich muss man so was in Simulationen austesten. Es gibt eine Arbeit, die besagt, dass das Sonnensystem über Milliarden Jahre instabil werden könnte. Hat aber nichts mit dem Masseverlust der Sonne zu tun. Ich könnte höchstens darüber schreiben, was in der Originalarbeit des Scinexx-Artikels steht, wenn der frei verfügbar ist. Ob das zu Instabilitäten führt oder nicht, kann ich nur aus dem Bauch heraus beantworten, und der sagt, wohl eher nicht. Mein Bauchgefühl trägt aber keinen Artikel.

      Mit der Entfernung von der Sonne wachsen doch auch die Geschwindigkeiten – oder?

      Nein, die sinken. Die Schwerkraft nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab, also braucht es auch weniger Fliehkraft, um sie zu kompensieren.

  10. #13 bruno
    15. April 2018

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/12/11/ab-morgen-wird-es-wieder-spaeter-finster/?all=1

    das ist nur der zweitbeste Artikel … den anderen finde ich noch immer nicht….

  11. #14 bruno
    15. April 2018

    …Inhalt war wie folgt: ab dem (ca) 7.12. werden die Tage zwar nach wie vor kürzer … Sonnenuntergang allerdings bereits später … bis 22.12. – und dann dauert es aber noch bis ca. 18.1. – bis die Tage sich wieder gleichwohl morgens wie abends um die gleiche Länge verlängern…

    …was letztlich mit der Umlaufgeschwindigkeit der Erde um die Sonne zusammenhängt…
    Werden wir insgesamt langsamer aufgrund Abrückung von der Sonne – sollte das doch wohl einen Einfluss auf die Jahreszeiten haben (wenngleich nur ein paar Tage pro x-Millionen-Jahre)… aber bei 4,5678MRD-Jahren … 😉
    lg

    • #15 Alderamin
      15. April 2018

      Das ist was anderes. Es geht hier darum, dass die Winkelgeschwindigkeit der Sonne am Himmel nicht konstant ist, sondern im Winter, in Sonnennähe, bewegt sich die Erde schneller um die Sonne als im Mittel. Nach dem Mittel („mittlere Sonne“) richtet sich aber die Tageslänge, 24h – eine Erdrehung dauert nur 23h56m04s, aber da sich die Sonne am Himmel pro Tag ca. 1° (im Mittel!) nach Osten weiterbewegt, muss sich die Erde 361° drehen, damit die Sonne mittags wieder im Süden steht. In Sonnennähe wegen der schnelleren Sonne aber noch ein Stück weiter, nur sind die 24h dann schon um, d.h. Sonnenauf- und Untergang gehen zunehmend nach. Im Sommer, wenn die Erde in Sonnenferne ist, ist es dann umgekehrt. Die Tageslänge ist aber trotzdem zur Wintersonnenwende am kürzesten, nur die Uhrzeiten von Sonnenauf- und -untergang verschieben sich, nicht Zeitdifferenzen. Darüber kann ich mal was schreiben.

      Wäre aber was anderes, wenn die Erde von der Sonne abrückt. Dann bräuchten wir irgendwann mehr Schalttage, weil das Jahr mehr als 365,2422 Tage bekäme (die augenblickliche Schaltregel gilt eh für 365,2425 Tage – nach ca. 3000 Jahren gibt es im gregorianischen Kalender einen Schalttag zu viel; kann also nur besser werden! 😉 )

  12. #16 bruno
    16. April 2018

    Wäre aber was anderes, wenn die Erde von der Sonne abrückt.

    Naja – genau das ist ja scheinbar der Fall 😉
    Durch den Masseverlust der Sonne. Oder stehe ich auf dem Schlauch?

    Ich dachte…. da du so gerne mit Zahlen spielst… wäre das was für dich…
    lg
    😉

  13. #17 UMa
    23. April 2018

    Die Magellanischen Wolken.

    Wäre das hier auch der geeignete Ort um Fragen zu stellen?

    • #18 Alderamin
      23. April 2018

      Ja, klar. Je spezifischer die Frage, desto schneller und kürzer wird der Artikel erstellt. 😉

  14. #19 UMa
    23. April 2018

    Ok.

    Was passiert langfristig mit den Satelliten?
    Die in niedrigen Orbits werden durch die Erdatmosphäre abgebremst und verglühen. Aber die in größeren Höhen?

    Störungen durch Mond, Sonne, Magnetfelder, Strahlung …? Kollidieren sie und bilden einen Ring?
    Wäre nach einer oder hundert Millionen Jahren noch etwas übrig?
    In welcher Höhe ist die Lebensdauer am höchsten? Geostationär oder niediger?