Sir Roger Penrose ist nicht irgendwer. Nach dem mittlerweile 88jährigen Physiker (Jahrgang 1931) sind eine Menge Dinge benannt: die Moore-Penrose-Pseudoinverse einer Matrix. Die Penrose-Parkettierung, ein Kachelmuster, mit dem man eine Fläche auslegen kann, ohne dass sich ein Grundmuster wiederholt. Die Penrose-Diagramme zur Darstellung von Unendlichkeiten. Der Penrose-Prozess, über den Schwarze Löcher Rotationsenergie verlieren können. Die…

Im (vorläufig) letzten Teil der Urknall-Serie stelle ich noch ein paar geometrische Tests vor, die bereits in den 1930ern vorgeschlagen wurden, um die Expansion des Universums nachzuweisen. Die mehr oder weniger erfolgreich waren. Edwin Hubble war am Ende von der Expansion des Universums selbst nicht überzeugt, weil diese Tests zu seinen Lebzeiten keinen eindeutigen Beleg…

In den 50er  Jahren des vergangenen Jahrhunderts begann man, mit einer neuartigen Beobachtungstechnik den Himmel zu erkunden: Radioteleskopen. Man entdeckte Galaxien, die Radiowellen ausstrahlten, ohne dass man den blassesten Schimmer hatte, warum eine aus Sternen bestehende Galaxie so etwas tun sollte. Im Optischen zeigten solche Galaxien oft Emissionslinien, wie sie von zum Leuchten angeregtem Gas…

Als Hubble 1929 seine erste Schätzung des Parameters K für die Geschwindigkeit veröffentlichte, mit der sich extragalaktische Nebel pro Million pc Abstand von der Erde zu entfernen schienen, da war eigentlich schon klar, das sie falsch sein musste: rund 500 km/s, wie man dem (leider nicht gemeinfreien) Bild aus dem Originalartikel entnehmen kann.   Die…

Und weiter geht’s mit Belegen für den Urknall. Die Steady-State-Theorie behauptete, dass das Universum schon ewig bestanden habe. Demnach gab es schon immer Sterne und durch irgendwelche Prozesse (Weiße Löcher oder “Mini-Bangs”) entstehe irgendwo stets frische Materie.   Kosmische Dreckschleudern Denn, das wusste auch ihr lautester Proponent Fred Hoyle, Sterne verbrauchen Wasserstoff und produzieren Helium und…

In Teil 2 der Urknall-Serie haben wir die Hintergrundstrahlung kennengelernt. Der Cosmic Background Explorer COBE hatte ein erstes grobes Bild geliefert und seine wichtigste Erkenntnis war die Gleichförmigkeit und die thermische Natur der Hintergrundstrahlung. Eigentlich Beweis genug für den heißen Ursprung des Universums, aber es soll ja noch ein paar vereinzelte Zweifler geben, für die…

In Teil 1 habe ich kurz die Urknalltheorie vorgestellt, was unbedingt dazu gehört und was nicht, und dass die kosmologische Rotverschiebung ihr erster Beleg war. Der zweite Beleg ist die Existenz der kosmischen Mikrowellen-Hintergrundstrahlung. Sie heißt so, weil sie bei Wellenlängen von einigen Millimetern oder Frequenzen von einigen 10 GHz gemessen wird, dem Mikrowellenbereich der…

Heute mal wieder ein paar Grundlagen. In Kommentarbereich von Artikeln zum Urknall tauchen gerne, sagen wir mal “kritische Stimmen” auf, denen das Konzept des Urknalls so gar nicht zusagen will, weil sie lieber an ein ewiges statisches Universum glauben mögen, mit dem Konzept einer expandierenden Raumzeit nichts anfangen können oder ihnen nicht gefällt, dass einer…