Wären Aliens, die uns entdecken friedlich oder kriegerisch gegenüber den Menschen eingestellt? Steven Hawkins hat dazu etwas gesagt, und Jörg Rings und Ali Arbia haben sich schon dazu geäußert. Ich will in der Reihe der Spekulanten nicht fehlen.


Wahrscheinlich würden wir gar nicht merken, wenn Aliens uns besuchen, egal, ob es in friedlicher Absicht der Kontaktaufnahme, aus wissenschaftlicher Neugier oder aus ökonomischem Interesse an Bodenschätzen ist.

Unerklärliche Phänomene würden sich häufen. Irgendwas oder irgendwer verschwände, vielleicht gäbe es Unwetter oder Erdbeben. Die Natur-Wissenschaftler würden Theorien entwickeln und verwerfen, die Feministinnen und Philosophen würden über Aliens spekulieren und von den Wissenschaftlern für verrückt erklärt werden.

Irgendwann wäre es vorbei, wir hätten es überlebt oder auch nicht. Wenn ja, würden die Historiker sich der Sache annehmen, was auch keine neuen Erkenntnisse brächte.

Übrigens würden wahrscheinlich auch die Aliens uns nicht bemerken. Vielleicht würden sie uns aus versehen zertreten, vielleicht würden sie an uns erkranken (so wie wir an Viren erkranken), vielleicht würden sie sich auch an uns berauschen.

Aber wer redet mit seinem Tabak, seinem Whiskey oder seinem Schnupfen?

Kommentare (20)

  1. #1 tom
    April 27, 2010

    Das ist in etwa der Plot vom “Ein Frühstück am Wegesrand” (Strugatzki & Strugatzki).

  2. #2 AC
    April 27, 2010

    Stichwort Technologische Singularität.

    Wenn es Aliens gäbe, würden sie schon hier sein. Also entweder sind wir die ersten intelligenten Wesen in der Milchstraße, oder wir merken die Aliens nicht, weil wir sie als Teil der Natur betrachten. Genauso betrachten Ameisen die Menschen als Teil der Natur.

  3. #3 rop
    April 27, 2010

    Hawkins hat zu oft “Mars attacks” gesehen.

  4. #4 Alexz
    April 27, 2010

    Wenn man die kleine Zeitspanne, in der wir uns bisher mit Aliens beschäftigten, mit sagen wir mal den Milliarden Jahren, die es schon Leben auf der Erde gibt, vergleicht, wäre es schon überaus witzig, wenn genau jetzt Aliens auftauchen würden. So gesehen ist es vielleicht eher eine Sache für Historiker, nach Spuren der Aliens zu suchen, oder für Phantasten, sich einen Besuch auszumalen.
    Sollte jedoch die Entwicklung intelligenten Lebens, wie sie auf der Erde passiert ist, irgendeiner Gesetzmäßigkeit folgen, würde ich mein ganzes Vermögen darauf setzen, dass den Menschen heute bei Alienkontakt ungefähr das Gleiche passieren könnte, was amerikanische Ureinwohner nach der Entdeckung durch die “alte Welt” widerfahren ist. 😉

    @tom: Kenne ich als “Picknick am Wegesrand” – steht bei mir ganz vorne im Regal.

  5. #5 Jörg Friedrich
    April 27, 2010

    @tom: erwischt. Wobei ich eher den “Käfer im Ameisenhaufen” im Kopf hatte.

  6. #6 schlappohr
    April 27, 2010

    “die Feministinnen”… meinen Sie da jemanden Bestimmtes? :-))

    Drehen wir das Gedankenspiel einmal um. Angenommen, wir schaffen es irgendwann, diesen Planeten zu verlassen und finden irgendwo einen Planeten mit intelligenten Lebewesen. Was würden wir tun? Das Ausrauben von Bodenschätzen stünde für uns wohl kaum an erster Stelle. Dazu müssen wir nur zu unseren Nachbarplaneten reisen. Ich schätze mal, auf den Jupitermoden gibt es genug Bodenschätze bis ans Ende aller Tage. Und durch das halbe Universum reisen, einen bewohnten Planeten finden und seine Bewohner dann zu vernichten, ergibt keinen großen Sinn. Eine Spezies, die genug kriegerische Energie für soetwas hat, hätte sich wohl längst selbst vernichtet, oder durch “Terraforming” einen nahegelegenen unbewohnten Planeten nutzbar gemacht.

    Ich denke, wir würden erstmal vorsichtig versuchen, sie auf uns aufmerksam zu machen und dann allmählich einen Kontakt aufbauen, bis wir uns mit ihnen über Whiskey und Tabak unterhalten können oder wo es die besten Knaffeltühs gibt. Wenn wir glauben, dass die Aliens es anders machen würden, dann begehen wir wieder einmal den Fehler, uns für einzigartig zu halten.

  7. #7 KommentarAbo
    April 27, 2010

    *fg*

  8. #8 Jörg Friedrich
    April 27, 2010

    @Schlappohr:

    Wenn wir durchs Universum reisen würden und da nicht nur kalte Steine fänden sondern irgendwas komplexes, das wir nicht verstehen, dann würden wir vermutlich zunächst mal ein paar Proben nehmen und mit siebenerlei Säuren behandeln, würden es in kleine Scheiben schneiden und es unter Mikroskope legen, würden schauen, wie es auf hohen Druck und niedrige Temperatur reagiert.

    Ich vermute, die Aliens tragen kein Schild mit sich rum auf denen “Ich bin ein Alien” steht.Sie werden nicht auf zwei Beinen laufen und in metallisch glänzenden Büchsen herumfahren oder -fliegen. Sie werden auf einer Frequenz senden, die wir nicht empfangen.Sie werden viel größer oder viel kleiner sein als wir. Werden sie überhaupt “viele” sein – und werden wir das erkennen?

    Vielleicht bewegen sie sich so langsam,dass wir sie für zäh fließende Flüssigkeiten oder für Steine halten -vielleicht so schnell, dass wir sie gar nicht wahrnehmen. Vielleicht bewegen sie sich gar nicht, oder nur einmal im Jahr.

    Ich glaube, wenn wir intelligenten Wesen begegnen, werden wir sie nicht erkennen. Selbst wenn sie sich irgendwie verhalten – wird es nach unseren Maßstäben nicht “intelligent” sein.

  9. #9 schlappohr
    April 27, 2010

    @Jörg Friedrich:

    Müssen Lebewesen, die sich Lichtjahre weit auf irgendeine Weise durchs Vakuum bewegen, nicht eine gewisse, sagen wir mal, organische Komplexität aufweisen? ich meine, ein Raumschiff bzw. ein interstellares Fortbewegungsmittel kann nicht von einer Kartoffel gebaut werden. Solche Lebewesen würden doch erkennen, dass es auf unserem Planeten Entäten gibt, die nicht nur Jahrmillionen lang bewegungslos in der Sonne liegen, sondern sich bewegen, interagieren, vermehren und vernichten. Ich würde einen solchen Planeten auf andere Art und Weise erkunden als all die leblosen Felsen auf meiner langen Reise.
    Die Wesen wären uns sicher auf den ersten Blick fremd, sie würden uns vielleicht nicht ähnlich sehen und so hübsch symmetrisch aufgebaut sein. Aber irgenwie müssten Sie doch einen vergleichbaren Evolutionsprozess durchlaufen haben wie wir. Sie müssten so etwas wie Augen haben, um die Lichtpunkte am Himmel zu sehen und einen Denkapparat, mit dem sie aus dem Gesehenen auf die Existenz anderer Welten zu schließen. Sonst hätten sie ihren Planeten nie verlassen.
    Ich meine, selbst wir sind in der Lage, prototypisches Leben auf dem Mars zu finden, wenn es das gibt. Die Faszination, die das auslösen würde, ist angesichts der vielen leblosen Brocken ungebrochen. Vielleicht würden wir sogar den Mars dann unter eine Art Naturschutz stellen. Die Komplexität des Universums ist groß, aber vermutlich nicht unendlich, und Ähnlichkeiten wären doch irgendwie erkennbar.

  10. #10 K.
    April 27, 2010

    @schlappohr

    Reproduktion das ist die Aufgabe des genetischen Codes.

    Wenn wir in der Lage wären, auch noch die Ressourcen benachbarter Himmelskörper zu plündern, würde es es sicher bis zum Ende aller Tage der Erde “reichen”. Und dann?

    Wo immer eine Art neue Siedlungsräume besiedeln kann, wird sie es tun. Das Spiel des Lebens.

    Oder andersum: eine Art, die instellare Entfernungen aus Luxus überbrücken kann und sonst keine Probleme hat, dürfte uns vielleicht als possierlich betrachten und unter Naturschutz stellen. Eine Art, deren Sonne sich dem Ende neigt und für die der Planet Erde zumindest als Sprungbrett tauglich ist, dürfte anders mit uns umspringen.

  11. #11 schlappohr
    April 27, 2010

    @ K.:

    “Wo immer eine Art neue Siedlungsräume besiedeln kann, wird sie es tun. Das Spiel des Lebens.”

    Ist das nicht zu einfach gedacht? Wenn es nur um den puren Lebensraum geht, hast Du vielleicht recht. Aber wie gesagt, ich meine, dass hochentwickelte Spezies dazu einfachere Möglichkeiten haben.
    Angenommen, wir entdecken auf unserer Reise einen Planeten mit einer Art, die uns in etwa ebenbürtig oder überlegen ist. Angenommen, sie bemerken unsere Ankunft nicht. Dann hätten wir zwei Möglichkeiten:

    1.) Ausrotten und uns auf dem Planeten breitmachen.
    2.) Kontakt aufbauen und mal schauen, was die “so drauf haben”.

    Ich wandele ein berühmtes Zitat mal etwas ab:
    Gib einer Spezies einen geeigneten Planeten, und sie wird ein paar Millionen Jahre überleben. Zeig ihr, wie man Welten erschafft, und sie wird für immer existieren.

    (Falls das Blasphemie sein sollte, bitte ich um Verzeihung.)

  12. #12 ZA
    April 28, 2010

    Ja klar, weil eine Person die zufällig auch Feministin ist Müll von sich gegeben hat sind es natürlich ALLE Feministinnen die einen an der Schüssel haben. Großartig, so was auf Scienceblogs zu lesen, echt.

  13. #13 Wb
    April 28, 2010

    Nun auch der Webbaer noch:
    Die Risiken überweigen bei einem Alien-Besuch offensichtlich den zu erwarteneden Nutzen.

    MFG
    Wb

  14. #14 HOT 'N' COLD
    April 28, 2010

    Nun auch der Webbaer noch:

    Die Risiken überweigen bei einem Alien-Besuch offensichtlich den zu erwarteneden Nutzen.

    Sagen diejenigen, die ihre irdische Macht erhalten und ausbauen wollen, bis dieser Planet von ihnen ausgebeutet und hingerichtet worden ist. Der schrecklichste Alien den die Erde je gesehen hat, sind wir selbst. Ausserdem ist die Erde nur sehr, sehr mäßig interessant für auswärtige Aliens als Urlaubsplanet, wegen der vielen Erdbeben, Vulkanausbrüche und dem wechselnden Klima. Da gibt es sicher nettere Planeten als den unsrigen.

  15. #15 Wb
    April 29, 2010

    Sagen diejenigen, die ihre irdische Macht erhalten und ausbauen wollen, bis dieser Planet von ihnen ausgebeutet und hingerichtet worden ist. Der schrecklichste Alien den die Erde je gesehen hat, sind wir selbst.

    Was ist das denn für ein misanthropischer Vorhalt? – LOL

    Der Wb würde zu diesem Thema, also Nutzen-/Schadensschätzung bei hypothetisch anzunehmenden Großereignissen, spasseshalber noch gerne ein paar Parallelen ziehen:
    1.) alle werden auf einmal wesentlich schlauer => Risiken überwiegen den Nutzen
    2.) ein (ewiges) Leben nach dem Tod wird wissenschaftlich nachgewiesen => Risiken überwiegen den Nutzen
    3.) ein Apparat, der (soz. :) Gerechtigkeit bestmöglich erkennt und Ratschläge gibt, wird erfunden => Risiken überwiegen den Nutzen
    4.) Aliens kommen zur Erde und vermampfen nicht als erstes das bereitgehaltene Biomaterial, dennoch => Risiken überwiegen den Nutzen

    Es soll jetzt philosophisch nicht Richtung “Wir leben in der bestmöglich denkbaren Welt” gehen, sondern nur auf die evolutionäre Anpassung des Menschen an die vglw. langsam entstandenen Gegebenheiten hinweisen.

    BTW, Misanthropie oder auch ständige Meaculpation belegen nur, dass es gewisse zivilisatorische Probleme gibt, der Homo Sapiens möglicherweise eine Spur zu wenig angepasst scheint, einiges in den letzten Jahrzehnten und Jahrhunderten zu schnell ging.

    MFG
    Wb

  16. #16 roel
    April 29, 2010

    Im kleinen hatten wir das doch immer. Fremde entdecken einen Kontinent. Geschichte lehrt uns, was dann passiert.

  17. #17 Sensei
    April 30, 2010

    1. Interplanetare Reisen werden offensichtlich one-way reisen sein. Diese Reisenden fliegen um zu bleiben.

    2. Es ist sehr sehr unwahrscheinlich, dass bei einem Treffen sich die beiden Rassen auch nur halbwegs in der selben entwicklungsperiode befinden (wenn es nicht gerade ein oberes ende der Technischen entwicklung gibt)

    3.1 Genügsamme, nicht-neugirige Rassen werden sehr schnell von anderen ‘überholt’ werden. Nach dem motto wenn euch euer planet genug ist, fein. Uns reicht unser planet nicht.
    3.2 Agressive, Dominante Rassen werden wohl, wenn sie den zerstörungstrieb überwinden können, im Evolutionären vorteil sein. Und ich bin recht überzeugt, dass es solche rassen geben kann die technisch-kühl-unethisch ihren eigenen vorteil ganz klar als erste direktive sehen und trotzdem weden sich selbst noch ihre lebensgrundlage vernichten.

    4. Wo immer wir (oder die andern) hinfliegen – wir werden schon wissen wie es dort aussieht, was für lebensformen es dort gibt und ob es sich lohnt dort hinzufliegen.

    5. Es sieht ganz so aus, als würde als eine erste, viel schnellere Welle der Besiedelung durch Von-Neumann-Sonden erfolgen.

    6. Es gibt so einige ‘Hintertüren’ aus dem Fermi paradoxon. So richtig überzeugen kann mich allerdings kein. Also entweder wir sind die ersten welche interplanetare Raumfahrt entwickeln oder das Reisen über solche Entfernungen ist nicht möglich.

    7. Ich lass mich gerne überraschen, aber es sieht so aus als könnte man sich die Arten von inteligenten Aliens (insbesondere der Technologischen) grob schon recht gut vorstellen. Noch dazu wenn man die vereinfachende Annahme macht, dass uns hier nur die Lebewesen in hohem maße interressieren, die in wesentlichen Umfang mit uns interagieren können. So sind z.b. die teile des EM-Spektrum nun mal bekannt, nahezu alle Information im Universum werden so übertragen. Und wir beobachten mittels verschiedener sensoren auch so gut wie alle Bereiche dieses spektrums. Genauso werden sie ab einem gewissen technischen stand höchstwarscheinlich Priemzahlen, Pytagoras und das periodensystem der Elemente. Ob sie nun 5 Köpfe haben oder nur aus schleim Bestehen ist dabei egal.

    Just my 2 cents.

  18. #18 HOT 'N' COLD
    Mai 2, 2010

    @Wb

    Was ist das denn für ein misanthropischer Vorhalt?

    Keiner, lediglich eine Feststellung. Eigentlich genau das Gegenteil von Misanthropie, hier liegt bereits der Ansatz vor Zustände ändern zu wollen, die systemisch bedingt eher die negativen Eigenschaften des Menschen fördern.

    Zu den intelligenten Aliens ist zu sagen, das diese ein humanoides Bewusstsein haben müssen, ganz einfach aufgrund der Tatsache, das nur ein humanoider Körper agierendes Bewusstsein in Handeln umsetzen kann um seine Umwelt zu gestalten, wie wir es tun. Es braucht körperliche feinmotorische Fähigkeiten. Die geistigen Fähigkeiten und das Bewusstsein bestimmen den Körperbau und nicht umgekehrt, wie uns weisgemacht werden soll. Das sollte uns bewusst werden, die materiellen Weltanschaungen, die uns einbleuen das der Zufall uns hervorgebracht hat, ist nicht dazu angetan, uns in das kosmische Leben zu integrieren und in die Spiritualität, mit der Natur und nicht wider der Natur zu handeln, aus purem Eigennutz und Profitgier.

    @Sensei

    Ob sie nun 5 Köpfe haben oder nur aus schleim Bestehen ist dabei egal.

    Schleimer werden kaum ihre geistigen Fähigkeiten in einen technologisch hohen Stand umsetzen können, aufgrung mangelnder körperlicher Fähigkeiten. Wenn wir denn Kontakt aufnehmen sollten, dann doch mit einer menschlichen Rasse, denn die könnten wir wegen ähnlicher Merkmale einschätzen, was bei anderen humanoiden Rassen, nicht in dem Maße der Fall wäre.

  19. #19 HOT 'N' COLD
    Mai 13, 2010

    Und hier noch eine Zugabe, was Carl Sagan über UFO’s wirklich wusste:

    Viele von euch dürften den mittlerweile verstorbenen, bekannten Astrophysiker und Exobiologen Carl Sagan kennen, der mit seinen Büchern und Sendungen die Astronomie und Exobiologie quasi in die Wohnzimmer des Volkes gebracht hat. Sagan war der Wegbereiter des SETI-Projektes und hat maßgeblich zu den unbemannten Weltraummissionen, die unser Sonnensystem erforscht haben, beigetragen. So entwarf er z.B. die goldene Datenplatte der Voyager 1 und 2, die eine friedliche Botschaft an potentielle außerirdische Zivilisationen enthielt.

    Bekannt wurde Sagen vor allem durch seine Fernsehserie „Unser Kosmos“ und das gleichnamige Buch, das sich 70 Wochen lang in der New York Times – Bestsellerliste befand. In seinen Publikationen stand bei Sagan immer die Möglichkeit außerirdischen Lebens im Mittelpunkt. Dabei gab er sich auch meistens wilden Spekulationen hin. Sagan war überzeugt, dass außerirdische Zivilisationen existieren, jedoch lehnte er das UFO – Phänomen strikt ab. Angesichts seiner ansonsten zur Schau gestellten Offenheit eigentlich verwunderlich. Trotzdem war er hier nicht für Argumente zugänglich, lehnte eine außerirdische Anwesenheit auf der Erde konsequent ab und begründete diese Einstellung damit, dass die interstellaren Entfernungen ein unüberwindbares Hindernis darstellen würden. Er zeigte sich dabei ähnlich verbohrt wie gewisse deutsche Konsortien, die sich UFO – Forscher schimpfen.

    Jetzt, 14 Jahre nach seinem Tod, erklärte Dr. Allen Hynek, dass Sagan sich ihm 1984 anvertraut hätte. Sagan sagte, er wisse, dass UFOs real sind. Zitat: „Ich weiß, dass UFOs real sind, aber ich würde nicht meine Forschungsgelder riskieren und öffentlich darüber sprechen, wie du [Allen Hynek] das tust.“

    Ich hatte mich spätestens nach der Lektüre von Sagan´s Buch „Contact“ und nach der Verfilmung desselben mit Jodie Foster gefragt, ob Sagan wohl doch mehr wusste, als er zugeben mochte. Obwohl der Film um ein SETI – Szenario aufgebaut war, wunderte ich mich, wie ein so glühender Gegner der extraterrestrischen Erklärung des UFO – Phänomens doch so gut zu wissen schien, wie diese Wesen ticken. Das kam mir irgendwie verdächtigt vor. Die Begegnung der Hauptdarstellerin mit den Wesen ist für sie ungeheuer real und doch traumähnlich und besitzt eine Intensität und Tiefe, die ihr Leben grundlegend verändert. Doch es spielt sich hauptsächlich auf der Ebene des Bewusstseins ab, weswegen die Realität ihres Erlebnisses von ihren Kollegen angezweifelt wird.

    Schade, dass mit Sagan die Liste der öffentlichen Desinformation noch um einen Namen länger wird. Mit seiner Popularität hätte Sagan in der Ufologie viel vorantreiben können, wäre er nur ehrlich gewesen.

    http://www.abduction.de/blog/?p=569

  20. #20 Ockham
    Juli 17, 2010

    Hawking ist der größte “Fake” der Wissenschaftsgeschichte.