Natürlich kann es kein Blog geben, das sich vor allem mit Wissenschaftsphilosophie beschäftigt, und in dem Karl Popper nicht vorkommt. Zwei Mal habe ich Poppers Standpunkt dargestellt – und wo Popper war, war Feyerabend nie weit.

Dabei kam es mir vor allem darauf an, zu zeigen, dass Poppers Vorstellung von Wissenschaft zwar wichtig für das Verstehen des Theoriebildungs-Prozesses ist, dass Popper aber nie Wissenschaft wirklich so beschrieben hat, wie sie wirklich funktioniert. es ist nicht nur eine Vereinfachung, sondern eher eine Idealisierung die so weit geht, dass man sie als normative Darstellung einer idealen Wissenschaft ansehen muss – ein Idealbild das, wenn es Wirklichkeit wäre, wohl kaum die Produktivität der wirklichen Wissenschaft hätte.

Kommentare (1)

  1. #1 Immanuel Scheerer
    August 14, 2010

    Hallo Jörg, ich meine zeigen zu können, dass Poppers Falsifikation für nicht-formale Systeme die einzige Möglichkeit ist, um Widerspruchsfreiheit anstreben zu können. Die dazu bemühte Argumentation zeigt aber gleichzeitig, dass Feyerabend recht hat, wenn er feststellt, dass zwei unterschiedliche Theorien sich eigentlich streng genommen gegenseitig widerlegen und die Frage, welche der Theorien als allgemein anerkannt gelten sollte, nicht aus den beiden Theorien selbst abgeleitet werden kann. Meine Argumentation kannst du unter http://www.sein-und-nicht-sein.de/widerspruchsfreiheit/ nachlesen.