Ich habe hier ja schon einige Male über kollidierende Planeten geschrieben. Dabei handelte es sich aber entweder um pseudowissenschaftliche Spinnereien oder um sehr unwahrscheinliche Vorgänge in ferner Zukunft. Amerikanische Astronomen haben aber nun ein System gefunden, in dem vielleicht wirklich 2 Planeten vor nicht allzu langer Zeit zusammengestossen sind.

In ihrer Arbeit mit dem Titel Planetary systems around close binary stars: the case of the very dusty, Sun-like, spectroscopic binary BD+20 307″ untersuchten Benjamin Zuckerman von der University of California und seine Kollegen den 300 Lichtjahre entfernten Stern BD +20 307. Dort hat man gemessen, wie viel Staub sich in seiner Umgebung befindet. Das Ergebnis war überraschend: in diesem System befindet sich mehr als eine Million Mal so viel interplanetarer Staub wie in unserem Sonnensystem.

Daher dachte man zunächst, es handelt sich um ein noch sehr junges System in dem sich aus dem Staub gerade die Planeten bilden. Mit dem Weltraumröntgenteleskop Chandra hat man allerdings vor kurzem das Alter des Sterns bestimmt. Zuerst fand man heraus, dass es ich bei dem Stern um ein Doppelsternsystem handelt! Die beiden Komponenten umkreisen aneinander dabei sehr eng. Aber viel wichtiger war die Erkenntnis, dass die Sterne nicht jung sind sondern etwa so alt wie unsere Sonne!

In einem so alten System müssen sich eventuelle Planeten schon längst gebildet haben. Wo kommt aber der viele Staub her? Die Wissenschaftler vermuten, dass sich hier vor einiger Zeit eine gewaltige Kollision abgespielt hat. Zwei Planeten – etwa so groß wie Venus und Erde – sind dabei zusammengestossen und haben sich dabei gegenseitig so gut wie zerstört. Dabei ist dann auch der Staub entstanden.

“Wenn auf diesen Planeten irgendeine Form von Leben existierte dann wäre es durch die gewaltige Kollision innerhalb von Minuten ausgelöscht worden. Das war ein endgültiges Massensterben. Eine große Scheibe aus Staub der den Stern umgibt ist der stille Zeuge dieses traurigen Schicksals.”

meint (etwas pathetisch) Gregory Henry von der Tennessee State
University
der ebenfalls an der Forschungsarbeit beteiligt war.

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Diese Hypothese ist aus vielen Gründen interessant. Wenn es um BD +20 307 wirklich ein Planetensystem gibt, dann wäre es das erste seiner Art. Man hat zwar auch schon bisher einige Planeten gefunden, die sich in einem Doppelsternsystem befinden. Dort sind die Sterne aber relativ weit auseinander und die Planeten umkreisen nur einen der beiden. Planeten, die beide Komponenten eines Doppelsterns umkreisen konnten bis jetzt nicht gefunden werden!

Außerdem stellt sich dann noch die Frage, was die Planeten dazu gebracht hat, miteinander zu kollidieren. In einem altem Planetensystem sollten sich die Bahnen eigentlich schon stabilisiert haben. In der Frühzeit eines Systems kann es noch wild zugehen. Auch in unserem Sonnensystem fanden früher einige gewaltige Kollisionen statt (wie z.B. diejenige, bei der unser Mond entstanden ist). Aber mittlerweile laufen die Planeten alle eigentlich recht stabil auf ihren Bahnen.

Betrachtet man aber sehr lange Zeiträume dann kann es unter bestimmten Umständen trotzdem noch zu Kollisionen kommen. Das hat der französische Astronom Jacques Laskar schon vor einigen Jahren mit seiner Arbeit gezeigt. Vielleicht ist bei BD +20 307 das eingetreten, was eventuell in einigen Milliarden Jahren auch in unserem System passieren kann!

BD +20 307 scheint auf jeden Fall ein faszinierendes System zu sein. Ich hoffe dass die weitere Erforschung ein wenig Licht auf die Vorgänge dort werfen werden!

Kommentare (27)

  1. #1 Odysseus
    26. September 2008

    Ich bin schon erstaunt, dass es in einem Doppelsternsystem überhaupt halbwegs stabile Bahnen gibt. Ich hatte immer gedacht, jeder Planet müsste sich in so einem System mehr oder wenig chaotisch bewegen (weswegen Henrys Kommentar etwas komisch wirkt – Leben in einem Doppelsternsystem halte ich für seeehr unwahrscheinlich).
    >Vielleicht ist bei BD +20 307 das eingetreten,
    >was eventuell in einigen Milliarden Jahren
    >auch in unserem System passieren kann!
    Entweder das, oder es gab sowas wie eine Passage eines nahen Sterns oder eine andere Störung von außerhalb. In meinen Augen ist das überraschende aber nicht, dass die Planeten kollidiert sind, sondern dass sie es erst jetzt getan haben.

  2. #2 Ludmila
    26. September 2008

    Was sagt denn Dein Kollege Günther dazu?

  3. #3 Ronny
    27. September 2008

    Stabile Bahnen könnte es schon geben, aber eben ziemlich ‘verrückt’, d.h mit stark wechselnden Abständen zu den Sonnen. Dort ist das Klima vermutlich so instabil, dass sich IMO kaum Leben bilden kann.
    Die Kollision ist ein anderes Thema, die müssen sich erstmal treffen.

  4. #4 florian
    27. September 2008

    @Odysseus, Ronny: Also auch in Doppelsternsystemen kann es stabile Bahnen geben – und die müssen nicht unbedingt “verrückt” sein. Dort können (je nach den Gegebenheiten) Planeten genauso stabil laufen wie in unserem Sonnensystem. Und natürlich könnte es dort auch Leben geben. Ich werd dazu vielleicht mal nen eigenen Beitrag schreiben (Planetenbahnen in Doppelsternsystemen gehört nämlich zufällig zu meinen Arbeitsgebieten 😉 )

    @Odysseus: “In meinen Augen ist das überraschende aber nicht, dass die Planeten kollidiert sind, sondern dass sie es erst jetzt getan haben.” Ja, da stimme ich dir zu. Ob es wirklich ein vorbeiziehender Stern war müsste man eigentlich rauskriegen können. Dazu müsste man die Eigenbewegung der Sterne in der Nachbarschaft messen und dann einfach ausrechnen ob in der Vergangenheit einer davon dem Doppelstern nahegekommen ist. Vielleicht arbeitet ja schon jemand daran…

    @Ludmila: Den hab ich noch gar nicht gefragt 😉

  5. #5 Petrus
    4. März 2009

    Zur Planetenkollision: Es ist durchaus denkbar, dass ein von außen kommender Komet oder Asteorit einen Planeten aus seiner Bahn drängen kann, der dann mit einem anderen Planeten zusammenstößt.

  6. #6 Florian Freistetter
    4. März 2009

    @Petrus: “Es ist durchaus denkbar, dass ein von außen kommender Komet oder Asteorit einen Planeten aus seiner Bahn drängen kann, der dann mit einem anderen Planeten zusammenstößt.”

    Ähh… Nein. Ein Asteroid oder Komet ist viel zu klein, um einen Planeten aus der Bahn zu stoßen. Da müssen schon zwei annähernd gleich große Objekte kollidieren.

  7. #7 Petrus
    5. März 2009

    Zu Florian Freistetter: “Ahh.. Nein…”
    Wenn der Flügerschlag eines Schmetterlings in Südamerika an der anderen Stelle der Weltkugel einen Wirbelsturm auslösen kann, dann wäre auch ein aus der Bahn geratener Planet durch einen Asteorit denkbar. Es kommt mir jedoch auf den Hinweis an, dass etwas von AUSSERHALB einwirken konnte.

  8. #8 Ludmila Carone
    5. März 2009

    @Petrus: *Seufz* Du hast aber schon gemerkt, dass an der Erde ständig Asteroiden vorbeifliegen? Der letzte erst vor ein paar Tagen. Wenn Deine Überlegungen stimmen würden, dann würde die Erde ständig hin- und her hüpfen. Überleg doch mal wieviele Asteroiden in den letzten paar Milliarden wohl vorbeigekommen sind. Die Erdbahn hat sich davon nicht beeindrucken lassen.

    Ach ja und das gilt übrigens auch für die anderen Planeten dieses Sonnensystems.

    Im Übrigen. Das mit dem Schmetterling und dem Orkan. In komplexen Systemen, d.h. z.B. Wetter kann – nicht muss – eine kleine Ursache eine große Auswirkung haben. Schön. Aber wie kommst Du denn jetzt bitte darauf, dass das zwangsläufig für Planetenbahnen gelten muss? Ein Beispiel: Wenn eine Maus an Dir vorbeiläuft, schmeisst die Gravitation der Maus Dich aus Deinem Weg?

    Und wieso sollte sich dann die Erdbahn groß von einem kleinen Felsbrocken beeinflussen lassen?

    Das kannst und darfst Du nicht einfach ein Gleichnis für das Wettersystem auf Gravitation und Planetenbahnen anwenden. Dafür solltest Du schon gewichtige Gründe haben. Z.B. Daten. Belege, Wirkmechanismus.

    Planetenbahnen sind nun mal – und das ist auch gut so – ziemlich stabil. Selbst die heftigsten direkten Einschläge tun da nicht viel. Das gibt einen Krater und das war es schon. Da musst Du schon mit größeren Kabömsmännern dran. Ein kleiner Planet z.B.

  9. #9 Christian A.
    5. März 2009

    Man muß nur mal vergleichen, wieviele Schmetterlinge pro Jahr wie oft mit ihren Flügeln schlagen und wieviele Stürme es so gibt auf der Erde pro Jahr. Dann hat man eine Ahnung, wieviele Schmetterlinge so Stürme auslösen 😉

  10. #10 Petrus
    5. März 2009

    Noch einmal der Versuch einer Antwort: Ich gehe nicht von den Asteoriden aus, wie sie in unserem Sonnensystem herumfliegen. Wir haben aus der Teilchenphysik gelernt, dass man mit einem Elektron ein Proton zerlegen kann; es kommt dabei auf die Geschwindigkeit des Elektrons und je nach Anlage auf die Geschwindigkeit des Protron an. Die Verhältnisse könnten die Größenordnungen von Asteorid zu Planet wiedergeben. Vielleicht läßt man noch die abbremsende Atmospäre weg.
    Das mit dem Schmetterling ist nur ein witziges Beispiel aus der Chaostheorie.

  11. #11 Florian Freistetter
    5. März 2009

    @Petrus: Meinst du, wir Astronomen würden uns unsere Aussagen einfach so aus den Fingern saugen? Da gibts Naturgesetze, an die sich auch die Himmelskörper halten muss. Und wenn du wissen willst, wie stark ein Planet durch einen Impakt beeinflusst wird, dann hängt das vom Impuls ab – und der ist das Produkt aus Masse und Geschwindigkeit. Um also einen großen Planeten merklich zu stören, brauchst du entweder viel Masse oder eine enorme Geschwindigkeit. Beides haben Asteroiden nicht. In der Teilchenphysik ist das anders… was meinst du, warum man die Dinger mühsam in Beschleunigern auf annähernd Lichtgeschwindigkeit bringt? Damit ihr Impuls groß genug ist…

    Und auch wenn es richtig ist, dass in chaotischen Systemen schon winzige Änderungen große Folgen haben können, gilt das denoch nicht für die Bewegung der Planeten. Dafür ist das System nicht chaotisch genug…

  12. #12 Ludmila
    6. März 2009

    @Petrus: Florian, hat völlig Recht, dass man ein Elektron mühsam auf eine extrem hohe Energie bringen muss, damit es mit einem Proton irgendwas anstellen kann.

    Aber wissen Sie was? Wenn das schon bei winzigen Elementarteilchen so mühsam ist. Was meinen Sie wohl wie mühsam es erst werden müsste einen ganzen Felsbrocken auf eine Geschwindigkeit zu bringen, die in irgeneiner Weise einen Planeten beeinflussen könnte? Das ist einfach nicht möglich. Denn eher bricht der Asteroid auseinander. Was ein Elektron nicht kann.

    Im Übrigen. Haben Sie den Hinweis von mir überlesen, das an unserem Planeten Erde ständig Asteroiden vorbeifliegen, ohne das es die Erde interessiert? Und das seit Milliarden von Jahren? Das Studium der Erdgeschichte zeigt nun mal, dass das, was Sie sich da vorstellen, einfach nicht stattfindet.

    Es wäre vielleicht hilfreich, wenn Sie nicht mit Gleichnissen hantieren, sondern sich mal die nackten Zahlen anschauen würden. Denn ganz ehrlich. Sie können sich vorstellen, was Sie wollen. Meinetwegen auch ein rosafarbenes Einhorn. Solange Sie Ihre Behauptungen nicht mit harten Zahlen und Formeln und Belegen untermauern, ist die Gefahr sehr hoch, dass Sie sich irren.

  13. #13 Petrus
    6. März 2009

    Zurück zum Ausgangspunkt: Irgendwo in einem fernen Sonnensystem sind scheinbar 2 Planeten zusammengestoßen. Daraufhin ein hin und her, dass so etwas wohl bei einem lange schon existierendem System nicht passieren kann. Jetzt lediglich mein Hinweis, dass auch eine Einwirkung von außerhalb dieses Sonnensystems die Ursache sein könnte.

    “Nackte Zahlen” sagen nichts über die physikalische Wirklichkeit aus. Das ist im besten Fall reine Mathematik. Erst durch Theorien, also Beschreibungen, die unserer Vorstellungswelt entsprechen – Gehirnkompatibel sind, können wir die Formeln und auch empirisch ermittelte Fakten richtig deuten und einordnen.
    Wie vielleicht bekannt ist, sind viele sogenannte harte Fakten von der Wirklichkeit sehr weich geklopft geworden. Gerade die Physik bietet hierfür viele Beispiele:
    Newton mußte den absoluten Raum und die absolute Zeit korrigieren.
    Der Energieerhaltungssatz, eine der wichtigsten Säulen der Physik, gilt nur in geschlossenen Systemen – Ist der Weltraum ein geschlossenes System?
    Die Relativitätstheorie gilt – soviel ich weiß – nur für Inertialsysteme (ein Koordinatensystem in dem sich kräftefreie Körper geradlinig, gleichförmig bewegen) – Ist der Weltraum ein Inertialsystem?
    Die Hubblesche Theorie der Rotverschiebung gründet sich auf das sich Entfernen zweier Körper. Inwieweit die Gravitation das Licht zurückhält ist genauso offen, wie es sich durch bestimmte Stoffe (Fluoreszenzen) in seinem Spektrum verändern kann.

    Das Wesen der Wissenschaft ist, dass es kein geschlossenes Wissensgebäude darstellt, sondern immer wieder überraschende Erkenntnisse zu Tage fördert.

  14. #14 Ronny
    6. März 2009

    @Petrus (lol, klingt cool, vielleicht sollte ich mein Synonym in Gott ändern 🙂

    Es könnte natürlich sein, dass ein Eckpfeiler der Gesetzte der Natur in weiter Entfernung nicht mehr korrekt ist, dies ist aus heutiger Sicht jedoch sehr unwahrscheinlich, da sich die Galaxien größtenteils so verhalten wie erwartet (abgesehen von der Thematik um die Dunkle Materie). Es gibt auch keinerlei Hinweise, warum sich die Elementarteilchen in anderen Raumbereichen anders verhalten sollten.

    Einstein widerlegte Newton nicht, er bestätigte sogar seine Annahme eines absoluten Raumes. Gravitation kann Licht nicht zurückhalten, sondern nur umlenken indem es den Raum krümmt den das Photon durcheilt.

    Chaotische Effekte wie die Sache mit dem Schmetterling funktionieren nur bei chaotischen Systemen oder wenn etwas sehr labil ist. Bei stabilen Verhältnissen wie einer Planetenumlaufbahn braucht man (wie schon vorher erwähnt) einen hohen Impuls. Stell dir ein Glas auf einem Tisch vor. Wenn dieses Glas am Rand steht könnte es ein Schmetterling u.U. zum Absturz bringen. Wenn das Glas in der Mitte steht, brauchts einen ziemlich fetten und/oder sehr schnellen Schmetterling um das Glas runterzuwerfen.

  15. #15 Jörg
    6. März 2009

    Zurück zum Ausgangspunkt: Irgendwo in einem fernen Sonnensystem sind scheinbar 2 Planeten zusammengestoßen. Daraufhin ein hin und her, dass so etwas wohl bei einem lange schon existierendem System nicht passieren kann. Jetzt lediglich mein Hinweis, dass auch eine Einwirkung von außerhalb dieses Sonnensystems die Ursache sein könnte.

    Lol, der gute Bailout. Anstatt zuzugeben dass sie vielleicht ein bißchen Blödsinn erzählt haben und widerlegt wurden wird einfach mal abgelenkt und der nächste Haufen Zehntelwissen abgeladen…

    “Nackte Zahlen” sagen nichts über die physikalische Wirklichkeit aus. Das ist im besten Fall reine Mathematik. Erst durch Theorien, also Beschreibungen, die unserer Vorstellungswelt entsprechen – Gehirnkompatibel sind, können wir die Formeln und auch empirisch ermittelte Fakten richtig deuten und einordnen.

    Ok, halbesoterisches Blabla.

    Newton mußte den absoluten Raum und die absolute Zeit korrigieren.

    Was ist denn absolute Zeit? Und was hat Newton damit zu tun?

    Der Energieerhaltungssatz, eine der wichtigsten Säulen der Physik, gilt nur in geschlossenen Systemen – Ist der Weltraum ein geschlossenes System?

    Ja, das ist unsere Vorstellung und Definition vom Universum.

    Die Relativitätstheorie gilt – soviel ich weiß – nur für Inertialsysteme (ein Koordinatensystem in dem sich kräftefreie Körper geradlinig, gleichförmig bewegen) – Ist der Weltraum ein Inertialsystem?

    Es ist ein Märchen, dass die Relativitätstheorie nur für nichtbeschleunigte Bezugssysteme gilt. Spätestens der SINN der allg. Relativitätstheorie ist die Aufstellung von Gleichungen für jedes beliebige Koordinatensystem. Und da eben die Raumzeit gekrümmt ist braucht es anderer Metriken und Beschreibungen der Krümmung – und die Gravitation folgt direkt als Eigenschaft der Krümmung.

    Die Hubblesche Theorie der Rotverschiebung gründet sich auf das sich Entfernen zweier Körper.

    Ne, auf das Entfernen der Körper bezieht sich der Dopplereffekt. Die Rotverschiebung entsteht dadurch, dass sich die Raumzeit selbst ausdehnt.

    Inwieweit die Gravitation das Licht zurückhält ist genauso offen, wie es sich durch bestimmte Stoffe (Fluoreszenzen) in seinem Spektrum verändern kann.

    Bitte was?

    Das Wesen der Wissenschaft ist, dass es kein geschlossenes Wissensgebäude darstellt, sondern immer wieder überraschende Erkenntnisse zu Tage fördert.

    No shit, Sherlock?

  16. #16 Ronny
    6. März 2009

    Petrus: Der Energieerhaltungssatz, eine der wichtigsten Säulen der Physik, gilt nur in geschlossenen Systemen – Ist der Weltraum ein geschlossenes System?

    Joerg: Ja, das ist unsere Vorstellung und Definition vom Universum.

    Man könnte es aber so sehen, dass sich manche Kräfte und Teilchen nur in bestimmten Bereichen des Universums aufhalten wie es die Brantheorie beschreibt. Wechseln jetzt Teilchen die Branen (oder wie postuliert die Gravitation) könnte es lokal zu einer Verletzung des Energiesatzes kommen. Danach wird ja auch beim LHC gesucht (so er mal funktioniert). Ich glaube die nennen sich Kaluza-Klein Teilchen.

  17. #17 Jörg
    6. März 2009

    Man könnte es aber so sehen, dass sich manche Kräfte und Teilchen nur in bestimmten Bereichen des Universums aufhalten wie es die Brantheorie beschreibt. Wechseln jetzt Teilchen die Branen (oder wie postuliert die Gravitation) könnte es lokal zu einer Verletzung des Energiesatzes kommen. Danach wird ja auch beim LHC gesucht (so er mal funktioniert). Ich glaube die nennen sich Kaluza-Klein Teilchen.

    Ja, unter “unserer Vorstellung des Universum” zähle ich keine exotischen Theorien die sich erst noch bestätigen müssen 😉 (Das sollen denen aber nicht die Berechtigung absprechen)

  18. #18 Florian Freistetter
    6. März 2009

    @Petrus: “Zurück zum Ausgangspunkt: Irgendwo in einem fernen Sonnensystem sind scheinbar 2 Planeten zusammengestoßen. Daraufhin ein hin und her, dass so etwas wohl bei einem lange schon existierendem System nicht passieren kann. Jetzt lediglich mein Hinweis, dass auch eine Einwirkung von außerhalb dieses Sonnensystems die Ursache sein könnte.”

    Vielleicht hat sich dort auch ein riesiges Raumschiff verflogen und ist gegen den Planeten geprallt? Vielleicht haben sich Gott und seine Engel dieses Planetensystem für ein kosmisches Billiardturnier ausgesucht?
    Unwahrscheinliche “Theorien” kann man im Dutzend aufstellen – aber das hat dann nichts mehr mit Wissenschaft zu tun.

  19. #19 Ludmila Carone
    6. März 2009

    @Petrus: Können Sie zugeben, dass Sie sich geirrt haben? Denn das ist eine der Grundlagen der Wissenschaft. Zugeben zu können, dass man sich auch mal irrt.

    Also was ist Petrus? Sie behaupteten, Asteroiden könnten die Erde ablenken. Was nun mal von der Wirklichkeit widerlegt wird. Können Sie das auch zugeben? Oder halten Sie sich für unfehlbar? Denn diesen Eindruck bekomme ich langsam.

    Und Mathe ist die Sprache der Mathematik und nicht Deutsch oder Englisch. Sie müssen Ihre Ideen also zuallererst in Mathe ausdrücken und erst hinterher in die Sprache transferieren. Sonst kommt Kauderwelsch raus, der wissenschaftlich klingt, es aber nicht ist. Stehen Sie auf dem Kriegsfuß mit Mathe, oder wieso versuchen Sie deren Rolle kleinzureden? Oder wissen Sie, dass sich hier die Spreu vom Weizen trennt.

    Ach und wie wäre es denn bitte, wenn Sie sich erst mal ein Lehrbuch zu Hand nehmen würden, bevor Sie im Brustton der Überzeugung über komplexe wissenschaftliche Sachverhalte sprechen und so tun, als ob Sie darüber Bescheid wüssten?

    Dummerweise stellt sich heraus: Sie haben die Relativitätstheorie nicht verstanden. Sie haben die Energieerhaltung nicht verstanden. Sie haben die Sache mit dem abgeschlossenem System nicht verstanden.

    Das hier ist nicht das Forum der Ahnungslosen, sondern hier sitzen Leute, die Jahre Ihres Lebens mit dem Studium der Materie verbracht haben, die Sie mal eben so locker-flockig verhackstücken.

  20. #20 protoplasma
    6. März 2009

    @ Ludmilla

    Verfolge das Forum über Planeten mit Interesse, kenne mich leider nicht so gut in der Materie aus um mit zu diskutieren, finde es aber prima, wie Sie diese unwissend erscheinenden Laien verhackstückeln, bin Ihrer Meinung, die sollten sich erst mal an die fundierten Wissenschaften halten.

  21. #21 Petrus
    6. März 2009

    Florian Freistetter: Vielleicht hat sich dort auch ein riesiges Raumschiff verflogen und ist gegen den Planeten geprallt? Vielleicht haben sich Gott und seine Engel dieses Planetensystem für ein kosmisches Billiardturnier ausgesucht?
    Unwahrscheinliche “Theorien” kann man im Dutzend aufstellen – aber das hat dann nichts mehr mit Wissenschaft zu tun.

    Wie gut, dass Ihr so wissenschaftlich arbeitet. Mir scheint dies hier ein ziemlich dogmatischer Laden zu sein – wie in der “richtigen” Wissenschaft an den Universitäten und in den Forschungsinstitutionen. Da werden wissenschaftliche Aussagen auch wie Glaubenssätze verteidigt – weil da viel Geld und Reputation dranhängt.
    Die Stützung meiner Behauptungen bzw. meiner Einwände würden in diesem Rahmen viel zu aufwendig sein. Ich bin auch deshalb nicht näher darauf eingegangen.
    Die erwähnte Branen-Theorie von Polchinski ist bisher noch sehr spekulativ und mathematisch noch nicht ausgereift, da könnte man genausogut die von Euch zerflückte Global-Scaling-Theorie nennen.
    Mit den Kaluza-Klein-Teilchen kann ich nichts anfangen. Die Theorie ist jedoch sehr interessant – aber leider nicht Quantenkompatibel.

  22. #22 Jörg
    6. März 2009

    Wie gut, dass Ihr so wissenschaftlich arbeitet. Mir scheint dies hier ein ziemlich dogmatischer Laden zu sein – wie in der “richtigen” Wissenschaft an den Universitäten und in den Forschungsinstitutionen. Da werden wissenschaftliche Aussagen auch wie Glaubenssätze verteidigt – weil da viel Geld und Reputation dranhängt.

    Gibt es irgendwelche Belege für diese Behauptungen oder ist das nur Verleumdung?

    Die Stützung meiner Behauptungen bzw. meiner Einwände würden in diesem Rahmen viel zu aufwendig sein. Ich bin auch deshalb nicht näher darauf eingegangen.

    Haha, ja ne is klar. Zu deutsch: Ich hab keinen Plan, oder was?

    Die erwähnte Branen-Theorie von Polchinski ist bisher noch sehr spekulativ und mathematisch noch nicht ausgereift, da könnte man genausogut die von Euch zerflückte Global-Scaling-Theorie nennen.

    Sicher doch, noch lächerlicher gehts nicht, oder?

    Mit den Kaluza-Klein-Teilchen kann ich nichts anfangen.

    Ein Kandidat für Dunkle Materie. Es sind Partnerteilchen “unserer” Materie, die aber in den aufgerollten zusätzlichen Dimensionen schwingen und daher nicht mit “unserer” Materie koppeln. Interessant wie man das nicht weiß oder wenigstens ergooglen kann wenn man schon Meinungen zur M-Theorie hat…

    Die Theorie ist jedoch sehr interessant – aber leider nicht Quantenkompatibel.

    Was soll denn quantenkompatibel in diesem Zusammenhang bedeuten?

  23. #23 Ludmila Carone
    6. März 2009

    Was ist denn nun Petrus? Können oder wollen Sie nicht zugeben, dass Ihre Aussage “Asteroiden stören Planetenbahnen” falsch ist?

    Sind Sie sich zudem zu fein, das mal nachzurechnen, wenn Sie daran festhalten und das hier zu belegen? Impulsgleichungen und die Newtonsche Gravitationskraft sollten Sie doch auch hinkriegen. Nehmen wir noch Kepler hinzu und die ganzen Erhaltungssätze, dann sollten Sie das Problem lesen können. Also, was ist?

    Dank Wikipedia kann sich niemand rausreden, dass er diese Sachen nicht nachschlagen kann.

  24. #24 Petrus
    6. März 2009

    Zum Letztgenannten: So wie die Asteoriden an der Erde vorbei fliegen, so wenig treffen auch Ihre Argumente oder stellen gar Widerlegungen dar. Da steht Behauptung gegen Behauptung.
    Als müßten wir selbst irgendwelche Asteoriden beschleunigen. Ich weiß gar nicht mehr, was Ihr überhaupt damit beweisen wollt oder ist es nur Eitelkeit. Übrigens ein starkes Motiv für Wissenschaftler.

    “Gibt es irgendwelche Belege für diese Behauptungen oder ist das nur Verleumdung?”

    Wenn Ihr den Wissenschaftsbetrieb so gut kennt, wie Ihr vorgebt, dann sollte es nicht schwer fallen, hierfür selbst Belege zu finden. Wenn ich alles belegen soll, bin ich Tag und Nacht nur damit beschäftigt.
    Ich werde eure wissenschaftliche Glaubensbruderschaft verlassen – es bringt mir keinen Erkenntnisgewinn.

  25. #25 Florian Freistetter
    6. März 2009

    @Petrus: “Ich werde eure wissenschaftliche Glaubensbruderschaft verlassen – es bringt mir keinen Erkenntnisgewinn.”

    Tja, wer Scheuklappen aufhat und sich weigert, irgendwas Neues zu lernen, der hat es tatsächlich schwer mit dem Erkenntnisgewinn.

    “So wie die Asteoriden an der Erde vorbei fliegen, so wenig treffen auch Ihre Argumente oder stellen gar Widerlegungen dar. Da steht Behauptung gegen Behauptung.”

    Du behauptest, vorbeifliegende/kollidierende Asteroiden könnten die Erde dramatisch beeinflussen. Beleg dafür: falsche Analogieschlüße zur Chaostheorie. Ich (wir) behaupten, dass ist nicht der Fall. Beleg dafür: Naturgesetze, die das nicht zulassen und die Beobachtung, die uns zeigt, dass sowas nicht passiert.

  26. #26 Jörg
    6. März 2009

    “Gibt es irgendwelche Belege für diese Behauptungen oder ist das nur Verleumdung?”

    Wenn Ihr den Wissenschaftsbetrieb so gut kennt, wie Ihr vorgebt, dann sollte es nicht schwer fallen, hierfür selbst Belege zu finden. Wenn ich alles belegen soll, bin ich Tag und Nacht nur damit beschäftigt.

    Wer behauptet, bringt die Beweise, fertig. Wer behauptet und dann lächerliche Ausreden bringt ist entweder ein Feigling oder ein Lügner.

  27. #27 Ludmila Carone
    7. März 2009

    @Petrus:
    Schauen Sie mal hier:
    http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/03/ein-asteroid-hat-die-erde-heute-knapp-verfehlt.php

    In diesem Beitrag wurde genau – wie ich es gesagt habe – vor wenigen Tagen von einem vorbeifliegenden Asteroiden berichtet. Das ist ein Video dabei, Links zu weiterführenden wissenschaftlichen Webseiten. Kurz, so etwas nennt man seine Aussagen belegen.

    Wenn Ihr den Wissenschaftsbetrieb so gut kennt, wie Ihr vorgebt, dann sollte es nicht schwer fallen, hierfür selbst Belege zu finden. Wenn ich alles belegen soll, bin ich Tag und Nacht nur damit beschäftigt.

    Ach soo. Sie sind also unwissend und wollen das auch bleiben, weil es ja harte Arbeit ist, diesen Zustand zu beseitigen? Sie sind also nicht nur anmaßend, sondern auch noch faul und haben auch keinen Ehrgeiz was Neues zu lernen oder sich selbst zu überprüfen. Diese Arbeit sollen andere für Sie erledigen.

    Äh ja, sonst noch einen Wunsch? Sollen wir Ihnen vielleicht noch den Lebensunterhalt bezahlen?

    Also wir sind die ganze Zeit damit beschäftigt, unsere Aussagen zu belegen. Wir kennen nämlich nicht nur den wissenschaftliche Betrieb, wir sind auch Teil desselben.

    Und ja Belege sammeln und die Hintergründe ausarbeiten ist harte Arbeit. Ist es denn unsere Schuld, dass Sie zu faul oder zu unfähig sind, auch nur den Versuch zu unternehmen, irgendwelche Belege zu bringen?

    Nö, Petrus. Machen Sie schön selbst Ihre Arbeit und wir machen unsere. So einfach ist das.