Gestern gab es beim Astronomy Picture of the Day wieder mal ein außergewöhnlich schönes Bild:

i-887dfad1952cae252e907097d444a9b8-rockyplanets_salway_big-thumb-500x335.jpg
Auf dieser Aufnahme (anklicken zum Vergrößern) von Mike Salway sind alle 4 kleinen Planeten unseres Sonnensystem auf einen Blick zu sehen. Oben rechts die helle Venus, unten der Mars und ganz links der Merkur (das Objekt zwischen Merkur und Venus ist der Stern Spica). Und die Erde ist natürlich auch zu sehen.

Heutzutage sind wir ja aus der Astronomie immer fasznierende Bilder von Groß- oder Weltraumteleskopen gewohnt. Darüber vergisst man oft, dass der Nachthimmel auch mit freiem Auge einen fantastischen Anblick bietet (wenn nicht gerade die Lichtverschmutzung zu stark ist). Und bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts war die Himmelsbeobachtung mit freiem Auge die einzige Möglichkeit die den Astronomen zur Verfügung stand um mehr über das Weltall herauszufinden. Die frühen Zivilisationen hatten ein enorm exaktes Wissen über den Lauf der Planeten – alles nur durch freiäugige Beobachtungen.

Von den Planeten die man mit freien Auge am Himmel sehen kann (Merkur, Venus, Mars, Jupiter, Saturn) habe ich bis auf Merkur schon alle gesehen. Merkur ist ziemlich knifflig: wegen seiner Nähe zur Sonne ist er nur kurz vor Sonnenaufgang bzw. kurz nach Sonnenuntergang in der Nähe des Horizonts zu sehen. Und die Lichtverschmutzung macht solche Beobachtungen leider sehr schwierig.

Wie auch immer – ich finde dieses Bild einfach nur schön. Und vielleicht habe ich ja mal Glück und kriege den Merkur doch noch mal zu Gesicht.

Kommentare (4)

  1. #1 Chris
    2. Oktober 2008

    Und die Erde ist natürlich auch zu sehen.

    Wo denn? Welcher von denen ist denn die Erde?

    *duckundwech* 😉

  2. #2 florian
    2. Oktober 2008

    @Chris: Die Erde ist zu sehen – aber natürlich nicht am Himmel 😉

  3. #3 Markus Griesser
    2. Oktober 2008

    @Florian: Mit dem Merkur bist Du in guter Gesellschaft. Man sagt ja auch von Kopernikus, dass er den flinken und sonnennahen Planeten zeitlebens nie gesehen habe…

    Ich habe mir schon oft den Spass gemacht und bin mit dem Fahrrad und einem Fernglas in die Landschaft mit niedrigem Horizont hinausgefahren. Besonders leicht ist Merkur zu finden, wenn er jeweils im Frühjahr am Abendhimmel seine grösste Elongation erreicht. Wegen der steilen Ekliptik in dieser Jahreszeit ist er dann leicht im Nordwesten zu sehen – erst mit dem Fernrglas, bald aber jeweils auch mit dem unbewaffneten Auge.

  4. #4 Chris
    2. Oktober 2008

    @florian: Hmpf, ich konnte Suchbilder noch nie leiden…. 🙂