Immer wieder stoße ich im Internet auf absurde bzw. seltsame Nachrichten über Pseudowissenschaften oder Esoterik. Heute war es ein Artikel in der Online-Ausgabe “Ausgburger Allgemeinen” (bzw. eine Kopie der entsprechenden Pressemitteilung einer Krankenkasse).

Unter der Überschrift “Homöopathie für Babys” freut man sich darüber, dass in der Kinderklinik in Neuburg a.d. Donau nun auch eine homöopathische Betreuung von Neugeborenen angeboten wird: 

“Damit Vater und Mutter auch bei kranken Neugeborenen beruhigt das
Elternglück genießen, können Frühgeborene auf den beiden
neonatologischen Intensivstationen der Kinderklinik in Neuburg und am
Klinikum Ingolstadt zusätzlich mit einer homöopathischen Behandlung im
Krankenhaus versorgt werden.”

Wäre ich Vater eines Neugeborenen und wüsste ich, dass es von Ärzten betreut wird, die nichts dabei finden, mein Kind mit unwirksamen “Medikamenten” zu behandeln, dann könnte ich mein “Elternglück” nicht wirklich genießen. Ich würde schnellstens dafür sorgen, dass die medizinische Betreuung von Ärzten übernommen wird, die den Unterschied zwischen Medizin und Aberglaube kennen!

Dr. Ivo Henrichs, Chefarzt der Klinik in Neuburg gehört da wohl nicht dazu:

„Neben den anerkannten Therapiemethoden kann die Homöopathie bei der
medizinischen Betreuung von Frühgeborenen und erkrankten Neugeborenen
mit eingesetzt werden.
Die Homöopathie kann so bei besonderen Indikationen eine erwünschte
Ergänzung in der therapeutischen Palette der neonatologischen
Intensivmedizin sein.

Na immerhin werden die Kinder dort auch noch mit echter Medizin behandelt und nicht nur mit Zuckerkügelchen. Der Halbsatz “Neben den anerkannten Therapiemethoden” ist übrigens der einzige vage Hinweis darauf, dass die Homöopathie eventuell vielleicht doch nicht die tolle Therapie ist, für die sie anscheinend von vielen gehalten wird. Ansonsten ist der Artikel frei von jeglicher Kritik an der Homöopathie. 

Aber das ist man mittlerweile ja schon gewohnt. Die HomöopathiePropaganda von der “sanften, pflanzlichen Alternativmedizin” hat unsere Gesellschaft mittlerweile schon so stark durchdrungen, dass es fast sinnlos ist, darauf hinzuweisen, dass es sich hier weder um eine sanfte, noch um eine pflanzliche und schon gar nicht um Medizin handelt. Die zutiefst abergläubischen Vorstellungen, die hinter der Homöopathie stehen werden gerne ausgeblendet.

Und nun werden schon die Neugeborenen homöopathische behandelt. Ich will mich lieber nicht weiter dazu äußern – jedesmal, wenn ich sehe, wie Kindern pseudowissenschaftliche und potentiell schädliche Lehren aufgezwungen werden, macht mich das zu wütend, um noch halbwegs objektiv schreiben zu können. Bleibt zu hoffen, dass in der Neuburger Klink noch einige Kinderärzte arbeiten, die wissen, wie man Krankheiten wirklich behandelt und keine Kinder zu Schaden kommen.


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Kommentare (60)

  1. #1 Jörg
    18. Februar 2009

    Und als Bonus gibts ein Geburtshoroskop vom Termin. Sozusagen als Zückerle. Wird aus technischen Gründen erst zum 27ten Lebensjahr zugestellt, aber am Geburtstag geschrieben, ganz ehrlich!

  2. #2 AlteWeser
    18. Februar 2009

    Die Homöopathie basiert meines Wissens doch auf drei Säulen?:
    Die ausführliche Befragung des Patienten, dem Simile Prinzip und der Potenzierung.

    Wie machen die das mit der Befragung??

  3. #3 schrauber2
    18. Februar 2009

    Na, man muß doch auch der Weltanschauung der Eltern Rechnung tragen, nicht wahr? Den Homös ihre Globulis, den Christen ihr Kreuz und ihre Erbschuld, den Energethikern ihre Kristalle u.s.w.
    Läuft, wie geplant, kann ich da nur noch resignierend feststellen. Wahrscheinlich gab’s viele Anfragen in der Art: “Bieten sie auch für unser Frühchen eine sichere homöopatische Behandlung?”
    Kliniken mit zu wenig “Kundschaft” werden dicht gemacht, so sieht’s aus in unserem vorbildlichen Gesundheitssystem – Ökonomie ist Alles und daher wird jeder Mumpitz “verkauft”. Würd’ ich unter den gegebenen Rahmenbedingungen als Klinikchef auch nicht anders machen.
    Mal sehen, wann wir uns selbst aus dem Leben nehmen, weil wir unökonomisch sind.

    Michael

  4. #4 Saidiph ex omnes
    18. Februar 2009

    Das entscheidende Wort ist hier wohl: “zusätzlich”

    Das heißt:
    Die Kinder haben einen Krankheitsfall und bekommen “echte” Medizin
    UND
    Die Eltern sind besorgt, deshalb bekommen die Kinder Homöopatie.

    Das ist also das erste Placebo gegen Aufregung, das man nicht selber einnehen muss.

  5. #5 Florian Freistetter
    18. Februar 2009

    @AlteWeser: “Wie machen die das mit der Befragung?? “

    Das lässt sich doch sicher auspendeln, oder?

    @schrauber2: “Mal sehen, wann wir uns selbst aus dem Leben nehmen, weil wir unökonomisch sind.” Also ein Voluntary Human Extinction Movement gibt es schonmal…

  6. #6 Anne-Kathrin
    18. Februar 2009

    Na, auf einer neonatologischen IS werden sie ohne Schulmedizin nicht auskommen.

    Meiner Erfahrung nach als Mutter von 3 Kindern kommen Globuli & Co. bei vielen Eltern unheimlich gut an. Da wird sogar mit einem richtig kranken Kind gerne mal 2 Stunden im Wartezimmer eines Homöopathen gewartet. Versteh das, wer will. Der Glaube daran scheint Berge zu versetzen.
    So verstehe ich dann auch diese Geschichte. Klingt fast wie eine Werbemaßnahme.
    Ich denke: Globuli können nicht schaden, oder?…
    Solange sie nicht versuchen, Kopfläuse mit Kügelchen in den Griff zu kriegen :-)))

    Grüße von einem Chemie-Junkie

  7. #7 Schlotti
    18. Februar 2009

    Möglicherweise hätten die Eltern die Probleme mit dem Kind nicht, hätten sie nicht homöopathisch verhütet…

    Aber mal im Ernst.
    Ich habe diese Pressemitteilung so verstanden, dass tatsächlich nur die Eltern beruhigt werden sollen und den Kindern eine notwendige Behandlung jedenfalls nicht vorenthalten wird.
    Das halte ich zunächst nicht für verwerflich, sondern lediglich für einen legitimen psychologischen Trick, die besorgten Eltern zuversichtlich zu stimmen.
    Bedenklich finde ich allerdings, wenn sowas von Ärzten durchgeführt wird, weil dadurch die Homöopathie natürlich aufgewertet wird. Es wird dadurch bei den Gläubigen der Eindruck verstärkt, an der Homöopathie sei irgendetwas dran.
    Kliniken sollten sich auf so was nicht einlassen.
    Man könnte statt dessen allenfalls – wenn’s denn unbedingt sein muss – den Eltern erlauben, einen Zauberer ihrer Wahl hinzuzuziehen.
    Das ist zugegeben keine saubere Lösung, aber die Sorgen der Eltern um ihr Kind sind verständlich.
    Da kann man mal eine Ausnahme machen….

  8. #8 Florian Freistetter
    18. Februar 2009

    @Schlotti: “Das ist zugegeben keine saubere Lösung, aber die Sorgen der Eltern um ihr Kind sind verständlich. Da kann man mal eine Ausnahme machen….”

    Selbst wenn es in diesem Fall wirklich nur um die Beruhigung der Eltern geht, bleibt immer noch ein ethisches Problem. Ärzte – gute Ärzte – sollten eigentlich in der Lage sein, den Eltern die Sorgen um ihr Kind zu nehmen, ohne sie anzulügen und ohne auf abergläubischen Unsinn zurückzugreifen. Aber das Gesundheitssystem in Deutschland ist wohl leider derart, dass die Ärzte froh sein können, wenn sie ihre normale Arbeit einigermassen bewältigen. Zeit, um sich ausführlich mit den Patentien zu beschäftigen, bleibt da wenig. Nun stattdessen auf Zaubermittel zurückzugreifen halte ich hier für die völlig falsche Taktik.

  9. #9 Schlotti
    18. Februar 2009

    @Florian:
    Du hast Recht.
    Die Tatsache, dass unser Gesundheitssystem so ist, wie es ist, rechtfertigt in der Tat solch faule Kompromisse nicht.
    Ich habe da wohl zu wenig nachgedacht.

  10. #10 Skeptikus
    18. Februar 2009

    Die Strategie ist ja durchaus konsequent. Wer von Klein auf gewohnt ist, gegen alles Kügelchen zu schlucken, wir auch später dabei bleiben, was bei Pharmaprodukten beschimpft wird, gilt bei Homöopathen wahrscheinlich als sinnvoller Lerneffekt. So züchtet man sie Kundschaft ran.

  11. #11 Margarete
    19. Februar 2009

    bevor Sie über die die alten Wissenschaften Astrologie und Homöpäthie herziehen sollten Sie besser genau recherchieren

    http://www.astrologix.de/cgi-bin/forum/forum.cgi?az=list&forum=ForumID21&conf=ConfID2

    persoenliche Erfahrungsberichte hier

    http://www.gesundeskind.com/shop/kg5389/

    es wirkt auch bei Tieren! also kein Placeboeffekt!

    http://www.dhu.de/seiten/gesundheit/tiere/katzen_gluecklich.htm

    homoepathie wirkt auf der feinstofflichen Ebene und das ist was ihr verkopften Wissenschaftler nie verstehen werdet!!!!!!

    M.

  12. #12 Schmetter-Ling
    19. Februar 2009

    Durch diesen Artikel angeregt, hab ich mich auch durch einen Teil der Homöopathie-links gekämpft.
    Mir ging dabei eine Frage nicht aus dem Kopf:
    Wieso werde ich von alkoholfreiem Bier nicht sturzbetrunken?

    PS: interessantes und gut gemachtes Blog – weiter machen!

  13. #13 schrauber2
    19. Februar 2009

    @Schmetter-Ling
    Zitat: “Wieso werde ich von alkoholfreiem Bier nicht sturzbetrunken?”

    Antwort der Esoteriker: “Du bist noch nicht bereit dafür” 😉

    Michael

  14. #14 adenosine
    19. Februar 2009

    Homöopathie und anderen Aberglauben würde es nicht geben, gäbe es keinen Bedarf dafür. Vermutlich ist das menschliche Verhalten, sich einfache Modelle der Realität zu machen, um danach das Verhalten zu optimieren grundsätzlich nützlich. Als Kollateralschaden werden dabei eben auch ein paar falsche Modelle betrieben.

  15. #15 Sceric
    19. Februar 2009

    So als Anekdote (und wirklich nur als das):
    Knapp ein Jahr her, wurden wir mit einem gesunden Zwerg beschenkt. Vor dem Ereignis, bot uns die Hebamme im Krankenhaus noch an, dass sie für uns gerne aus der Plazenta der Mutter Globuli machen würde (ich erinnere mich ehrlich gesagt nicht mehr daran, ob für den Sohn oder die Mutter…oder den Vater)…die Mutter ignorierte das Angebot stirnrunzelnd…der Vater fragte, ob das irgendwie im Zusammenhang stehen würde mit anderen Säugetieren, die die Nachgeburt schnabulieren?? ich bin mir bis heute nicht sicher, ob sie ihren Zorn geschickt überspielt hat, oder ernst gemeint dies verneinte….

  16. #16 Dr. E. Berndt
    19. Februar 2009

    Konditionierung zum Arzneikonsum!
    Die Methode alles und jedes mit einem Kügelchen zu behandeln, ist in der Tat fatal. Darauf weist auch der Innsbrucker Psychologe Dr. Heinz Zangerle in deutlichen Worten hin. Kein ordentlich handelnder Mediziner bzw. die wissenschaftlich basierte Medizin betrachtet den Menschen und vor allem kleine Kinder dearart mechanistisch wie das die Homöopathen tun. Jede Regungg, jede normale Variation im Heranwachsen, jedes kindliche Verhalten, jede natürliche Äußerung vom Zahnkriegen bis zum gelegentlichen nicht Durchschlafen ist eine behandlungswürdige Störung und muß behandelt werden. Geduld, Liebe, Vertrauen und das Ertragen individueller Unterschiede sind Fremdworte. Derart maschinell wie dogmatische Lehren Leben meistern ist immer wieder schrecklich.

  17. #17 GeMa
    19. Februar 2009

    @Sceric
    Nicht wahr, oder? Also das toppt alle bisherigen Stories, die ich gehört habe. Ist ja ekelhaft. Was ist nur aus diesem Berufsstand geworden? Ich hätte ihr ja gesagt, sie soll mir eine Antifaltencreme für Schwiegermutter draus machen. *gg*

    Mir wurden nur ungefragt ! 1x Globuli zwischen die Zähne geschoben, als ich mich grad nicht wehren konnte. Keine Ahnung wozu und mich hat es geärgert – hoffentlich war es nicht Plazentapotenziertes. So ganz ohne “Medikamente” ging ja wahrscheinlich nun gar nicht im Antipharmakonzept. Soweit nur zu Selbstbestimmung (und zum Selbstverständnis der Esos) – meine anderen 2 kamen in einer Ostklinik zur Welt, da durfte es ohne Medikamente gehen. Die gab es für Kreißende auf Wunsch und Indikation.

    Das Angebot, die Planzenta rituell im Garten zu vergraben (sie würde beim Hausbesuch dann auch mit Hand anlegen), haben wir aber abgelehnt. Die Idee dahinter haben wir uns erklären lassen, weil wir sowas verrücktes wirklich bis dahin noch nie gehört haben – die Erklärung war jedenfalls komplett bescheuert. Irgendwas mit der Erde zurückgeben, Kraft, Energiedings, Baumdrüber. Kraft durch Freude Geplapper, ganz übel.

    @adenosine
    Bei Kollateralschaden würde ich als erstes fragen, was bei bekannt dünner Personaldecke von KHs statt dessen wegfällt an notwendigen Kleinigkeiten, während fröhlich gezaubert wird. Als erstes knirscht es bei Zeitmangel im Hygieneregime.

  18. #18 adenosine
    19. Februar 2009

    @GeMa: Die Evolution wird langfristig wahrscheinlich dazu führen, dass schädlicher Aberglauben hauptsächlich nach der reproduktiven Phase betrieben wird. „Darwin Awards“ werden ja auch nicht an Rentner vergeben. Die Anwendung auf Babys als echter evolutionärer Kollateralschaden wird wahrscheinlich aussterben.

  19. #19 GeMa
    19. Februar 2009

    @ adenosine
    Wir sind noch jung, wir können warten … 😀 😀
    Solange sich meine (noch fiktiven) Enkel sich für ihre Kinder nicht heimlich zur Impfparty verabreden müssen – als Pendant zu heutigen Masernparties – ist alles noch im grünen Bereich 😉

  20. #20 Florian Freistetter
    19. Februar 2009

    @Margarate: Sorry für das späte Freischalten – aber der Kommentar ist wegen der Links im Spam gelandet.

    Ansonsten sind das aber die nur die üblichen Vorwürfe.

    “bevor Sie über die die alten Wissenschaften Astrologie und Homöpäthie herziehen sollten Sie besser genau recherchieren”

    Ich habe durchaus recherchiert – siehe dazu die anderen Beiträge in meinem Blog. Nur weil ich Astrologie und Homöopathie für Unsinn halte, heisst das nicht, dass ich keine Ahnung habe.

    “persoenliche Erfahrungsberichte hier”

    Persönliche Erfahrungsberichte sind schon gut – belegen aber nichts, Anekdoten sind kein Ersatz für Fakten.

    “es wirkt auch bei Tieren! also kein Placeboeffekt!”

    Auch bei Tieren gibt es einen Placeboeffekt – vielleicht sollten sie auch ein bisschen recherchieren?

    homoepathie wirkt auf der feinstofflichen Ebene und das ist was ihr verkopften Wissenschaftler nie verstehen werdet!!!!!!

    Und was ist diese “feinstoffliche Ebene”? Bis jetzt war noch kein Homöopath fähig, nachzuweisen, dass das mehr als nur ein esoterisches Buzz-word ist.

    Hmm – sogar die “verkopften Wissenschaftler” sind da und 6 Rufzeichen… Das ist fast schon zu klassisch, um echt zu sein 😉 Bin ich etwa wieder auf Poe’s Law hereingefallen?

  21. #21 Elke
    19. Februar 2009

    Wer denkt, dass Säuglinge verschont bleiben, der irrt. Auch Babys werden homöopathisch behandelt, z.B. bei Soor oder Windeldermatitis.

    Mittlerweile bieten auch immer mehr Hebammen Shiatsu, Reflexzonenmassagen, Akupunktur, und, und, und an.

    http://www.hebamedia.de/index.php/daten/rezensionen/rez_1446

    http://www.gesundeskind.com/shop/kg5389/

    Ja, ja, die “feinstoffliche Ebene”. Es ist doch wirklich zu Schade, dass die dummen Wissenschaftler immer noch keine Methode gefunden haben, diese endlich nachzuweisen. 🙂

  22. #22 Anhaltiner
    19. Februar 2009

    Was bitte sind “verkopften Wissenschaftler”? das Gegenteil zu “verbauchten Esos”? *rofl

    @Margarete “nie verstehen werdet!”: Bin ich jetzt auch ein “verkopften Wissenschaftler” oder nur “grobstofflicher Ignorant”? *grübel

    “es wirkt auch bei Tieren! also kein Placeboeffekt!” – Wenn Kühe mit Namen mehr Milch geben, heißt das sie können auch sprechen? (mal Langenscheidt nen Tipp gibt)
    http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2009/01/ohne-namen-weniger-milch.php

  23. #23 GeMa
    19. Februar 2009

    @Elke
    Weil Wissenschaftler einfach mal so doof sind, dass die wissen nicht WO sie recherchieren müssen. Feinstoffliches gibt das nich im Lehrbuch – das gibt es nur im tattaaa …. Stoffgeschäft 😛
    So, jetzt wißt Ihr´s – geht recherchieren. Los.
    😀

  24. #24 Anhaltiner
    19. Februar 2009

    @GeMa kann man Seide auch zu Kügelchen drehen? – das ist dann sehr feinstofflich

  25. #25 Sceric
    19. Februar 2009

    @GeMa
    das dürfte meine holde Maid auch ertragen, sie hat ein paar Globuli zum Wehen einleiten bekommen…des lieben Friedenswillen und um die Hebamme loszuwerden , bevor ihr Partner platzt, hat sie auch welche geschluckt–> Ergebnis: starke Wehen…das könnte allerdings auch an dem “grobstofflichen” Mittel gelegen haben, grins…zumindest bei mir haben die Globuli nix bewirkt und ich habe die restlichen 20 auf einen Happs geschluckt…dachte das löst die Verstpofung vom Krankenhausfraas….

  26. #26 GeMa
    19. Februar 2009

    @Anhaltiner
    Man kann die zumindest in Natronlauge auflösen, bissl Säure drauf und dann in Alkoholwässerchen potenzieren. Kein Problem von der feinstofflichen Seite her. (drüben bei den esowatchern hab ich gelesen, dass das Trinken von ähnlichen Rohrfreitropfen gerade der Hit sein soll).
    Kannst die aber auch spagyrisch-paracelsisch veraschen und Dir eine Line ziehen 😉

    @Sceric
    Globuli zum Weheneinleiten? Ist ja ein interessantes Konzept, alle Achtung. Sei froh, dass es bei Dir nicht gewirkt hat – nicht auszudenken, wenn Ihr alle beide dort entbunden hättet. *lol*

  27. #27 Ronny
    19. Februar 2009

    Eso-A: Es wirkt auch bei Babys und Tieren ……
    Eso-B: Wie ?
    Eso-A: Indem die wieder gesund werden
    Eso-B: Boah. Super.

    Bin ich eigentlich der einzige Mensch hier auf Erden der noch nie ein Homöopathikum benutzt hat WEIL ER ES EINFACH NICHT BRAUCHT ?
    Wozu ? Bei normalen Krankheiten werde ich von ganz allein gesund und bei heftigen Krankheiten will ich heftige Medizin und nix sanftes.

  28. #28 Florian Freistetter
    19. Februar 2009

    @Ronny: “Bin ich eigentlich der einzige Mensch hier auf Erden der noch nie ein Homöopathikum benutzt hat”

    Also ich hab auch noch nie wissentlich Globulis o.ä. eingenommen (Wasser und Zucker hab ich allerdings schon öfter konsumiert 😉 )

  29. #29 GeMa
    19. Februar 2009

    @Ronny
    Nein – meine Familie war schon immer komplett H-frei und das bleibt auch immer so. (ich konnte mich nicht wehren, versuch das mal mitten in der Presswehe 😉 – da bekommt man kein “Hahnemann entweiche!” raus)
    Einmal wollte mir eine Apothekerin Meditonsin ohne H-“Belehrung” einfach so unterjubeln. Allerdings hatte ich ein Medikament verlangt und hab stur auf Medikament bestanden, also direkt wieder umgetauscht 😉

  30. #30 Ronny
    19. Februar 2009

    Gratulation @Gema, meine Frau ist heute noch sauer weil ich nicht dagegen war ihr einen Wehentropf zu verpassen und sie etwas ‘abgelenkt’ war 🙂

    Das mit der Apotheke erinnert mich an eine Gegebenheit (habe ich schon mal erzählt, aber egal) als mir der Apotheker ein Homöopathikum verkaufen wollte und ich mich laut darüber beschwerte, dass ich mich nicht gerne betrügen lasse und echte Medizin will oder zumindest einen Tee. Die Reaktionen waren echt lustig 🙂

  31. #31 wolfgang
    19. Februar 2009

    im mienem unmittelbaren Umfeld hat ein Ehepaar nun ein Baby bekommen (nach x- in vitro Fertilisationen) Vor Konzeption gabs eine Menge HP-Kügelchen, vor den Presswehen auch noch mal, dann war das Kind da. Eltern überglücklich.Schön.

    Das Kind wird sicher weitere Glaubuli bekommen. Wenigstens lassen sie ihr Kind impfen.

    Aber die IVF- das hat natürlich die wissenschaftliche Medizin geschafft. Mit Glaubuli als Plan B- damit nichts schiefgeht.

  32. #32 Anhaltiner
    19. Februar 2009

    Also ich steh voll auf das Zeugs: In Alkohl aufgelöste Kräuter! *Prost (Helau und Alaaf)

  33. #33 Ronny
    19. Februar 2009

    @Anhalterin
    Hey, Kräuter enthalten Wirkstoffe, das ist doch nicht Homöopatisch. Außerdem bei der hohen Dosis kann das doch nicht funktionieren (hehe)

    Ich bin sowieso der Meinung, dass Leitungswasser das beste Homöopathikum ist. Wo das überall vorbeigekommen ist, da muss doch quasi alles drin sein. Und Schüsslersalze gibts gratis dazu ! Auch noch Bachblüten und ein paar Quantenschwingungen.

    Es ist nur immer witzig, dass man wenn man Homöopathen auslacht das Gefühl hat man ertränkt kleine Hunde 😉

  34. #34 Anhaltiner
    19. Februar 2009

    @Ronny Ok das nächste mal verdünne ich noch mit der gleichen Menge “Klarem”

  35. #35 AlteWeser
    19. Februar 2009

    Was auffällt ist, dass es keine homöopathischen Mittle für Dinge gibt, deren Erfolg man wirklich gut testen kann. Oder gibt es z.B. eine homöopathische Pille oder homöopathisches Vi***a?

  36. #36 Anhaltiner
    19. Februar 2009

    @Alter Weser – Probiers mal mit Leitungswasser (Tip von Ronny s.o.)

    Mal noch einen Hinweis an die “Sanfte-Medizin-kann-nicht-schaden”-Fraktion: Ich kenne eine “Lebensberaterin in Ausbildung”, der haben Schulmediziner Psychopharmaka verschrieben – sie ist dann auf Auyeda umgestiegen, hat Adventskalender mit Segenssprüchen verschenkt und Weihnachten “Möge Heilung geschehn” gesungen. Nach Weihnachten hat sie die Wohnung demoliert und ist auf der “Geschlossenen” gelandet…

    Auf den Verpackungen sollte der Hinweis: “Kein Ersatz für Medikamente! – Das Nichteinnehmen von Medikamenten kann zum Ausbrechen schwerer Krankheiten führen!” (Ich glaube in England gibts das schon)

  37. #37 erich egermann
    19. Februar 2009

    @ANHALTINER : Auch auf die Gefahr mich zu wiederholen, auch mir ist aufgefallen, daß auf die ganze Alternaiv und Esoterik Masche Patienten abfahren, die ich in Richtung “ungerichtete innere Ängste” kategorisieren würde.
    Die Geschichte von der “Lebensberaterin in Ausbildung” läßt mich wieder darüber grübeln, an welchen Psychopathologien die “Anbieter” von derartigen Dingen leiden.

  38. #38 ela
    20. Februar 2009

    mein Kind (und ich) mussten direkt nach der Geburt intensivmedizinisch betreut werden, insbesondere mein Kind wäre ohne intensivmedizinische Betreuung und Antibiotika gestorben.

    Nicht auszudenken es wäre nicht (also homöopatisch) behandelt worden. Dann hätte ich keine Tochter 🙁 Und da verstehe ich definitiv keinen Spaß. Das ist kein Schnupfen.

  39. #39 Ronny
    20. Februar 2009

    @ela
    Dein Schicksal zeigt ja das Problem an der Sache. Wenn sich irgendwer wirkungsloses Zeug reinzieht und wirksame Medizin verweigert, dann möge er/sie glücklich sterb… sein. Wenn sich jemand besser fühlt mit Glaubuli aber medizinische Versorgung bei schweren Fällen annimmt, ist es auch ok. Aber einem Kind eine medizinische Behandlung aus Glaubensgründen vorzuenthalten fällt bei mir unter Kindesmißhandlung. Ich erinnere mich immer wieder an die Mutter die für ihre Kinder vehement gegen Feinstaub wetterte und gleichzeitig ihr Baby nur mit Homöopathie behandelte (Kopfschüttel).

  40. #40 Christian A.
    20. Februar 2009

    @Ronny
    Das erinnert mich akut an das hier: http://failblog.org/2008/06/06/pregnancy-fail/

  41. #41 GeMa
    20. Februar 2009

    Intensivmedizinisch betreut und behandelt werden sie ja in dieser Klinik/Station. Das H. soll nur zusätzlich sein. Bestimmt auf erhöhte Nachfrage und vielleicht (!), um so die Klinik auszulasten.
    Kann man sehen, wie man will – dahinter steht der Streit, Fallzahlen/Fallpauschale/Wirtschaftlichkeit vs. Abgabe solcher Fälle in Zentren, deren “täglich Brot” das ist. Nicht umsonst gibt es bspw. Herzzentren – da gehen aus gutem Grund auch längst keine allgemeinen Versorgungs KHs ran.
    Das ist jetzt _nicht_ speziell auf diese Klinik bezogen, sondern allgemein – da scheint sich zugunsten unserer wenigen Neugeborenen bisher nicht viel geändert zu haben. Wie lange dieser Streit schon geht, habe ich längst vergessen – 10 Jahre dürften es aber mindestens sein.

    Momentan darf eben jeder überall ran an die Zarten, der eine ITeinheit rumstehen hat. Unser Zauberwasserland leistet sich Morbititätsraten, die so nicht sein müssten – Nach wie vor gehört Geburtshilfe zu den Top 5 der Schadensversicherungsfälle. Solche Werbegags mit Zusatztherapie auf mystischer Basis, um Kundschaft zu generieren – dort würde ich meinen Koffer nicht auspacken.

    Ich weiß auch nicht, was schlimmer ist – Zeit und Geld mit Hahnemann verklingeln, statt diese in die Betreuung/Hilfe/Anleitung solcher Eltern in Ausnahmesituation zu stecken.
    Oder Eltern mit Zuckerkugelkonzept statt Handlungskompetenz mit den Neugeborenen zu entlassen. Das Frühchenkinder zur Risikogruppe im häuslichen Bereich überforderter oder hilfloser Eltern gehören ist ja kein Geheimnis.

  42. #42 Florian Freistetter
    21. Februar 2009

    Nun gibt es auch schon ein Master Studium in Homöopathie

  43. #43 GeMa
    21. Februar 2009

    Ja warum auch nicht, es geht ja um Heilkunst 😉

    Ich überlege gerade, ob man nicht das Organon potenzieren könnte. Homöopatheoretisch kann man doch damit Homöopathen von der Homöopathie heilen. Subversion kommt von innen … 😀

  44. #44 erich egermann
    21. Februar 2009

    @Florian: “Master Studium in Homöopathie” -> “Ärzte und Patienten sollen wieder miteinander reden” , klassisches Ansprechen der üblichen stereotypen Klischees,
    Zigeuner sind Hühnerdiebe, Ausländer sind kriminell, Neger arbeiten nix, etc..etc..
    und “Ärzte” im Allgemeinen und “Schulmediziner” im Besonderen reden und kommunizieren nichts mit den armen Patienten, daher müssen die depperten Ärzte unbedingt “alterNaiv” lernen, sonst sind sie ja unfähig.
    Ich wurde mal beim Erheben einer banalen schulmedizinischen Anamnese von einer Patientin gefragt, ob ich Homöopath sei !! ?? !! ??,

  45. #45 Helene
    22. Februar 2009

    Ihr seit eindeutig ein Volk von Schwachköpfen und hattet scheinbar noch keine chronische Krankheit, die schulmedizinisch nicht zu behandeln ist oder schnell “austherapiert” wurde – sprich nichts mehr zu machen als permanent und jeden Tag Schmerztabletten fressen. Jedem von euch, der wirklich ein ernsthaftes medizinisches Problem hat, dem die Schulmedizin aber keine Lösung mehr bietet, wünsche ich, die Einsicht – und zwar noch so früh, dass man noch was machen kann – alternative Methoden zuzulassen… und nun FEUER FREI! Zerreißt mich! Ich freu mich drauf! 😀

  46. #46 GeMa
    22. Februar 2009

    “und nun FEUER FREI! Zerreißt mich! Ich freu mich drauf!”
    Da müsstest Du vlt. besser einen S/M Blog anschreiben mit Deiner Bitte?

  47. #47 Florian Freistetter
    22. Februar 2009

    @Helene: Was bitte genau soll ich an deinem Kommentar zerreissen? Die Beleidigungen? Oder die vagen Anschuldigungen? Solange du nicht konkret irgendwelche Argumente vorbringst, wird das nichts mit dem Zerreissen. Nenn mir ein paar Studien, in denen Homöopathie Krankheiten heilen konnte und die “Schulmedizin” nicht. Erklär mir, wieso “Medikamente” dir nur aus Zucker oder Wasser bestehen, irgendeine Wirkung haben sollten? Wenn du irgendwas konkretes sagen kannst, dann diskutiere ich gerne mit dir (zerreissen muss ja nicht unbedingt sein). Aber wenn du mich hier nur beleidigen willst, dann wird kein Gespräch zustande kommen.

  48. #48 AlteWeser
    23. Februar 2009

    @Helene: sachliches Argumentieren ist wesentlich interessanter als das “Zerreißen”.

    Ich verstehe Deine Aussage folgendermaßen:
    1. Die wissenschaftliche “Schul”-Medizin hat ihre Grenzen. Dem stimme ich zu. Es ist nicht alles heilbar.
    2. Die alternative Medizin hilft dort weiter, wo die wissenschaftliche Medizin ihre Grenzen erreicht hat. Dem stimme ich nicht zu. Ich liefere hier mal nur ein Gegenarguent:

    Es gibt viele Krebstote, bei denen die wissenschaftliche Medizin nicht weiterhelfen konnte. Wenn die alternative Medizin also immer und besser wirkt, dürfte es diese Toten nicht geben. Wahrscheinlich kommen jetzt Argumente, die die Wirkung der alternativen Medizin relativieren wollen. Und damit wären wir mitten in der Wirksamkeitsdiskussion, in der die alternative Medizin mangels Wirksamkeitsnachweisen auf verlorenem Posten steht.

  49. #49 Ronny
    23. Februar 2009

    @Helene
    Warum zerreißen ? Das bringt nichts, es sind die Fakten die zählen.

    Ich kenne persönlich Anwender und Anbieter von alternativen Methoden und bin zu dem Schluss gekommen: Nope, funktioniert nicht. Vor allem sehe ich, dass hier nur Krankheiten behandelt werden, wo ich sowieso wieder gesund geworden wäre oder wo die Behandlung eine Änderung im Verhalten bewirkt. Viele dieser sogenannten alternativen Methoden sind nichts weiter als eine Anweisung zu gesünderer Ernährung und mehr Bewegung die vom Patienten auch angenommen werden. Bei Arzten der wirksamen Medizin will man ja Pillen und nicht den Hinweis: Beweg dich und hört auf so fettes Zeug zu essen.

  50. #50 Elke
    23. Februar 2009

    @all

    Die Lösung der Problematik liegt in der Placebo-Forschung. Fabrizio Benedetti und Manfred Schedlowski haben zum Thema bereits bahnbrechende Erkenntnisse gewonnen, die momentan noch tiefer erforscht werden.

    http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/delta/116143/index.html

    http://www.aerzteblatt.de/V4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=61464

    Dieses neue Wissen wird in naher Zukunft Einzug in die medizinische Praxis erhalten und damit ist Schluss mit alternativ und esoterisch.

  51. #51 Gluecypher
    24. Februar 2009

    Ja, und dann kommen aber immer wieder poltical-correctness-Fuzzis und fordern, dass eben wegen dem Plazebo-Effekt die Homöopathologie von den Krankenkassen bezahlt wird. Ist zwar in UK, aber das dauert bestimmt nicht lange und der Senf schwappt bis auf den Kontinent. Siehe hier: http://www.guardian.co.uk/science/blog/2009/feb/06/homeopathy-homeopathic-nhs-placebo-effect

  52. #52 Elke
    24. Februar 2009

    @Gluecypher

    Da drängt sich aber ganz extrem die Frage auf, wozu eine 3 stündige Anamnese mit anschließender Suche nach einem passenden Konstitutionsmittel, aus tausenden Möglichkeiten, gerechtfertigt sein sollte.

    Sollte die Krankenkasse eine Beschäftigungstherapie für Homöopathen bezahlen, die so überflüssig ist wie ein Kropf, wenn Placebos in der medizinischen Praxis Anwendung erfahren und gerade durch eine entsprechende Konditionierung viel Geld für Medikamente eingespart werden könnte?

    Desweiteren sind es schließlich die Homöopathen, die sich vehement dagegen wehren, die “Wirksamkeit” von Homöopathika auf den Placebo-Effekt zu reduzieren.

  53. #53 Gluecypher
    25. Februar 2009

    Naja eben, aber statt mal ein bisschen die “bedside manners” von Ärzten zu verbessern wird rumgekammert, dass man doch den Placebo-Effekt und damit die Homöolallie unterstützen sollte. Und dass es eben Jammerlappen gibt, die sich erst dann vom Arzt ernst genommen fühlen, wenn sie 3 Stunden über Ihre Hühneraugen gequasselt haben, das ist eben so. Dann sollen die halt zu Wunderheilern gehen, aber das gefälligst selbst blechen.

    Off Topic: Was mir erst gestern wieder im Supermarkt aufgefallen ist: wenn das Experiment mit dem dieser ganze “gleiches mit gleichem heilen” Quark angefangen hat zu wuchern – i.e. das Chinin-Experiment vom guuuuden aaaalten Hahneman – wirklich auch nur ansatzweise funktioniert hätte und er von Chinin Fieber bekommen hätte, wieso sind dann nicht auf der ganzen Welt tausende fiebernde Patienten in den Arztpraxen, nachdem sie einen Gin-Tonic getrunken haben? Denn auf dem Tonic-Water steht ja ganz klar: “chininhaltige Limonade”

  54. #54 Elke
    25. Februar 2009

    @Gluecypher

    zu off topic: Genau das ist ja der größte Witz an der Sache. Die erste “Mittelprüfung” Hahnemans mit der Chininrinde, die bei Gesunden zu Symptomen der Malaria führen soll, hat bei ihm keine Fieberschübe ausgelöst, somit hat er auch keine dokumentiert obwohl Malaria immer mit Fieber einhergeht.

    Ergo gibt es auch kein Fieber beim Trinken von chininhaltiger Limonade 🙂 und somit auch kein Heilmittel bei Malaria.

  55. #55 florian
    25. Februar 2009

    Ich habe gerade die Rezension der FAZ des Buchs von Edzard Ernst und Simon Singh gelesen. Anscheinend ist er Autor, Robert Jütte, ein Fan von Homöopathie & Co – er hat das Buch ziemlich zerissen…

  56. #56 Dr. E. Berndt
    25. Februar 2009

    Ich habe Trick or Treatment im Original glesen.
    Rober Jüttes Kritik ist in keiner Weise auch nur irgendwie ansatzweise nachzuvollziehen.
    Der dt. Titel ist auch schon eine Frechheit und Dummheit. Das Buch hat nichts, aber schon gar nichts mit Pillen zu tun.

    und überhaupt Pillen gibt es eigentlich nicht mehr. Es gibt nur mehr Tabletten, Dragees, Lackdragees, Kapseln verschiedene Formen, Zäpfen, Ovula, Pulver etc.

    Pillen als Arzneiform wurden aus teigähnlichen Massen hergestellt. Es wurde eine lange “Nudel” gedreht, diese in Stückerl aufgeteilt und dann zu einzelnen Kugerln den Pillen gerollt.
    Die so erzeugten Kugerl wurden dann noch gepudert, wenn es ganz hoch herging mit Lycopodium,,,, aber das ist alles Geschichte.

  57. #57 sil
    3. März 2009

    Die Rezension ist schlecht und die Kritik am Buch faktenarm.
    Er ist Medizinhistorikerund hat ein Buch über Hahnemann geschrieben:
    Samuel Hahnemann. Begründer der Homöopathie:. Deutscher Taschenbuch Verlag: München 2005, 280 S.
    http://www.igm-bosch.de/mitarbeiter/juette_publ.htm

    Ist “Gesund ohne Pillen” eigentlich die Übersetzung von “Trick or treatment”?

  58. #58 GeMa
    3. März 2009

    @Sil
    Als hätte man es schon beim Lesen der Rezension geahnt ;-).

  59. #59 florian
    3. März 2009

    @sil: Ja, das ist die deutsche Übersetzung.

  60. #60 torsten
    5. März 2009

    Dieser Herr Jütte ist bereits mehrfach als naiver Verteidiger der Homöopathie aufgetreten, auch im Fernsehen. Traurig, dass Bildung nicht vor Torheit schützt.