Absolut sehenswert: James Randi spricht über Carl Sagan:

Ich denke, das Video spricht für sich selbst. Ich kann James Randi nur absolut zustimmen. Aber ein Zitat (es gibt so viele, die erwähnenswert wären…) von Carl Sagan (aus seinem genialen Buch “The Demon-Haunted World: Science as a Candle in the Dark“) möchte ich hier trotzdem nochmal wiederholen:

“I worry that, especially as the Millennium edges nearer, pseudoscience and superstition will seem year by year more tempting, the siren song of unreason more sonorous and attractive. Where have we heard it before? Whenever our ethnic or national prejudices are aroused, in times of scarcity, during challenges to national self-esteem or nerve, when we agonize about our diminished cosmic place and purpose, or when fanaticism is bubbling up around us-then, habits of thought familiar from ages past reach for the controls.
The candle flame gutters. Its little pool of light trembles. Darkness gathers. The demons begin to stir. “

Kommentare (23)

  1. #1 Jörg
    28. Februar 2009

    Huch, Ich hab Randi bislang immer nur in Randi Speaks im SGU gehört und mir als etwas kräftigeren gemütlichen Mann vorgestellt, aber in Wahrheit ist es der Alm-Öhi 😉
    Tja, aber der Mann ist genial. Und wenn man sich ansieht, wie wenige Wissenschaftler und natürlich allgemein studierte Menschen sich gegen die Pseudowissenschaft aufstellen – und wie könnte man das besser als mit Blogs – dann gewinnen Sagans Dämonen wohl…

  2. #2 Querdenker
    28. Februar 2009

    James Randi, der Fidel Castro der Skeptiker-Bewegung.

  3. #3 Florian Freistetter
    28. Februar 2009

    Nicht jeder, der nen seltsamen Bart hat, ist auch gleich ein Diktator.

  4. #4 Shin
    28. Februar 2009

    Hehe, der Gute sieht mittlerweile Charles Darwin ziemlich ähnlich. Macht ihn aber umso sympathischer 😉

  5. #5 walim
    1. März 2009

    Ein Verweis auf die deutsche Ausgabe (findet man ja sonst nicht so leicht bei dem ganz anderen Titel) http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_?__mk_de_DE=%C5M%C5Z%D5%D1&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=carl+sagan+Drache&x=0&y=0

  6. #6 Sim
    1. März 2009

    Feynman und Sagan sind auch zwei meiner Helden genauso wie Randi. Hab letztens auf Youtube eine alte Ausgabe von Horizon gesehen wo es um Homoöpathie ging und Randi eine große Rolle spielte. Jacques Benveniste der Vater des Wassergedächtnisses konnte seine Ergebnisse vor John Maddox’ und Randis scharfen Augen nicht reproduzieren und Randi setzte wieder einmal seine berühmten 1 Millionen $ aufs Spiel beim Versuch von Horizon zu zeigen dass homöopathisch verdünntes Histamin immer noch einen Effekt auf Zellen hat der sich von purem Wasser unterscheidet. Schon sehr spannend gemacht aber an manchen Stellen etwas unkritisch. z.B. wenn so ein Veterinär zu Wort kommt der behauptet dass es seinen Tieren besser geht wenn er ihnen Homöopathische Substanzen ins Futter mischt. Es wird weder gesagt wie vielen Tieren er Homöopathie gab und wie groß die Kontrollgruppe war (Wenn er das überhaupt so gemacht hat, ich tippe eher auf selektive Wahrnehmung).

    Wer das sehen möchte: http://www.youtube.com/watch?v=Ozfio_e1Xj0

    Aber am Ende scheint sich Carls Befürchtung zu bewahrheiten.
    Trotz vieler aufklärerischer Lichtblicke verfallen viele Leute einer brüllenden Unvernunft. Dabei braucht es doch nur das Wissen darüber wie die wissenschaftliche Methodik funktioniert und simpelste Logik um zu begreifen wie die Dinge laufen. Ich denke wenn es uns gelänge diese Kerninhalte zu vermitteln wäre viel gewonnen. Das wäre doch eine super Aufgabe für die Schule. Da wird so viel Lebenszeit verschwendet da könnte man auch mal nützliche Dinge wie wissenschaftliches Denken lernen. Jede Woche bekommt man irgend ne Behauptung vorgesetzt, überlegt sich wie man diese experimentel überprüfen könnte und dann legt man los. Lernen ist ein langfristiger Prozess darum genügt es nicht wenn man das nur mal irgendwo kurz erwähnt wie Wissenschaft funktioniert. Das muss sich richtig in den Schädel einbrennen. Es sollte auch keine Noten darauf geben damit nimmt man den Kindern nur jegliche Freude am experimentieren.

    So, das wäre mein kleiner naiver Vorschlag um die Welt zu verbessern.

    ~Sim

  7. #7 walim
    1. März 2009

    Ich höre nicht auf, mich zu fragen, wo die Quellen des sich immer wieder reproduzierenden und modernisierenden Aberglaubens liegen, und meine Antworten gefallen mit selber nicht. Gibt es so eine tiefe Sehnsucht nach magischen, gefühlvollen Antworten auf mehr oder weniger kosmische Fragen, die sich sonst schwer und mühselig oder (noch) garnicht beantworten lassen? Oder die auf reinem Wunschdenken gegründet sind (Astrologie als Einsicht in berechenbare Zyklen im effektiven Chaos des Lebens)? Oder gibt es im normalen Dasein eine Klasse von Fragen (Kosmologie, Evolution, Ausserirdische, Klima, elekromagnetische Wellen), bei denen es nicht so sehr auf die Realität (die “Diskutierbarkeit”) der Antwort ankommt, sondern eher, dass die Antwort in der eigenen Souveränität liegt. Weil Kritik (und eben Wissenschaft) irgendwas Fremdes, Mächtiges, Feidliches ist und man seine Antworten nicht zum Fragenstellen sondern zum sichselber Antworten geben braucht? Ist das vielleicht ganz verbreitet so, das wenn das eigene Dasein nicht existenziell auf Wissenschaft und ihre Prinzipien gegründet ist bzw. eine naturwissenschaftlich orientierte Haltung in der Lebenseinstellung sonstwie ursprünglich verwurzelt ist. Und verstärkt sich diese Tendenz, weil der Aufwand des Wissens bei der (mal so unscharf formuliert) Evolution der Kultur keinen momentanen Vorteil bringt, während die Reproduktion von Dummheit durchaus ökonomischen Gewinn verspricht. (Nicht bloss verspricht)
    Wahrscheinlich sollte man da unterscheiden zwischen der bereitwilligen Akkzeptanz von Unfug (gegen die man ausserhalb seines eigenen Spezialbereichs auch sonst nicht unbedingt gefeit ist) und der (möglicherweise gewerbsmäßigen) Produktion desselben. Wenn ich über die zweite Variante nachdenke, gefallen mir meine Antworten noch weniger.

  8. #8 rolak
    1. März 2009

    Vielleicht noch der Hinweis, das bei Youtube =>hier die ganze ‘Randi Speaks:’-Reihe ansehbar ist.

  9. #9 Gluecypher
    2. März 2009

    @Queer
    “James Randi, der Fidel Castro der Skeptiker-Bewegung.”

    Ad hominem ad infinitum adnauseam………….GÄÄÄHNN

    Wie wäre es mal mit Argumenten (Sie wissen schon, so mit Inhalt und so) statt nur Wortmüll?

  10. #10 Patrick
    2. März 2009

    Sagt mal, euch liegt wirklich viel daran jedwede Form von “Esoterik” in einen einzigen Topf zu kloppen und generell als “Blödsinn von irgendwelchen hoffnungs- und haltlosen Gestalten, die nichts anderes im Leben haben, außer der Leere in ihrem Kopf” abzustempeln, oder?
    Der Begriff “Wissenschaft” wird von manchen gerne ziemlich eng gesehen. Betreffend Nachweisbarkeit und Falsifizierung: Selbst dem Yoga kann man schon nachweisen, dass es besser Blutdruck und Stresssymptome gleichzeitig mindert, als jedes Medikament.
    Und wenn die technische Wissenschaft in der verzwickten Situation steckt, etwas mal nicht beobachten zu können, kann man ja immer noch Heisenbergs Unschärferelation herbeiziehen (“Wir können es doch berechnen, obwohl es nicht da ist!”) – wovon ich übrigens auch ein kleiner Fan bin 😉

    Jetzt kommt ihr hier mit Carl Sagan, der vermutlich noch heute in irgendwelchen Sphären darauf wartet, dass SETI sich endlich mal auszahlt.
    Ach ja, diese Website hat er vom Jenseits aus für alle deutschen Anti- Esoterik- Freaks erstellt:
    http://www.anti-esoterika.de
    Viel Spaß beim supporten.

    Patrick

    P.S.: “Contact” war scheiße! (“First Contact” hingegen ganz gut)

  11. #11 Florian Freistetter
    2. März 2009

    @Patrick: Wenn du deine “Kritik” ein bisschen konkretisieren könntest, dann können wir gerne diskutieren. Pauschale Beleidigungen/Anschuldigungen sind allerdings kontraproduktiv.

    “Sagt mal, euch liegt wirklich viel daran jedwede Form von “Esoterik” in einen einzigen Topf zu kloppen und generell als “Blödsinn von irgendwelchen hoffnungs- und haltlosen Gestalten, die nichts anderes im Leben haben, außer der Leere in ihrem Kopf” abzustempeln, oder?”

    Naja, das hängt davon ab, wie man “Esoterik” definiert 😉

    Und (ich trau mich das fast nicht zu fragen) erklär doch bitte das mit der Unschärferelation noch mal etwas genauer… Ich glaube, da hasst du ein bisschen was mißverstanden.

  12. #12 Patrick
    2. März 2009

    @Florian:
    Naja, das hängt davon ab, wie man “Esoterik” definiert 😉
    Verdammt, das mein ich doch die ganze Zeit.
    Dass der Typ mit dem Raben bei der Uri Geller- Peinlichkeitsshow ne absolute Witznummer ist, die rein überhaupt nichts mit ernstzunehmender Esoterik zu tun hat, sondern nur möglichst viele Zuschauer vor die Fernseher locken soll, ist doch wohl klar.
    Mich stört, dass in deinen Themen vor allem von deinen “Anhängern” eine klare Linie festgelegt wird: “Alles was wir nicht nach wissenschaftlichen Paradigma gesagt bekommen haben, nicht berechnen oder optisch beobachten können (damit meine ich auch auf anderen Wellenlängen oder Infrarot), existiert nicht und hat keinerlei Existenzberechtigung.”
    In dem Vergleich mit der Unschärferelation meinte ich das Gegenteil. Da kann zwar etwas berechnet, aber eben nicht beobachtet werden. Aber alleine die Möglichkeit der Berechnung reicht, um dem Teilchen seine Existenz zu geben. Wo liegt da der Unterschied z. B. zur Astrologie? Es wird berechnet, offensichtlich aber keine Reaktion bemerkt… obwohl sie womöglich da ist. Das Teilchen wird berechnet, es ist aber in der Beobachtung verschwunden… obwohl es existiert.
    Nun liegen in beiden Bereichen keine bekannten “Kräfte” zu Grunde, die den jeweiligen Effekt nach Wissenschafts- Paradigma bestätigen könnten.
    Heisenberg und die Quantenmechanik haben aber automatisch ihre Berechtigung und ihre scheinbare Plausibiliät. Wieso? Warum hat die physiologisch nachweisbare Technik des Jin Shin Jyutsu nur eine sogenannte “Esoterik- Berechtigung”, obwohl man es deutlich merkt, wenn Muskelschmerzen oder körperliche Leiden dadurch gelindert werden und sogar ganz verschwinden. Die Quote dabei ist übrigens überwältigend hoch. Trotzdem kann man außer einem schwachen elektromagnetischen Fluß nichts weiteres dabei “messen”.

    Weißt Du, ich hab nichts dagegen, wenn ihr euch über den neuesten New Age- Trend aufregt, der den Leuten nur das Geld aus den Taschen ziehen will. Aber mich macht es schon ein bisschen traurig, wenn ich erlebe, dass Menschen blind alles über einen Kamm der Unglaubwürdigkeit scheren, was ihr Lehrer oder ihr Lehrbuch ihnen nicht bestätigt, obwohl sie die Wirkung selbst jeden Tag erleben und teilweise auch bemerken.
    Da komm ich mal wieder auf deinen Blog, um mich über diesen Asteroiden zu informieren, der uns fast den Arsch verbrannt hätte, stattdessen muss ich aber feststellen, dass der Scienceblog eigentlich eher ein halber “Anti- Esoterik”- Blog ist, der ständig darauf hinweist, wie “schwachsinnig” jede Pseudo- Geisteswissenschaft sein muss.
    (Jetzt bin ich immerhin froh, dass Du inzwischen einen Artikel zu 2009DD45 geschrieben hast, danke.)
    Ich kam nicht umhin, deinen Namen mal zu “altavisten” (ich “google” nicht mehr). Die Übersetzung der Tao Te King- Texte – sind die von dir?
    Wenn ja, dann denk mal im Gegenzug über die Überschriften deiner Blogthemen nach (die Du natürlich benennen kannst, wie Du willst).

    Gruß aus dem Diesseits 😉

  13. #13 Arno
    2. März 2009

    Patrick, du scheinst die Unschärferelation falsch zu verstehen. In der Quantenmechanik kann man nicht mehr vom Ort und Impuls eines Teilchens sprechen, sondern hat nur ein mathematisches Konstrukt, welches als Aufenthaltswahrscheinlichkeit bzw Impulswahrscheinlichkeit interpretiert werden kann. Die Unschärferelation besagt jetzt mehr oder weniger: “Wenn ein bestimmter Ort sehr wahrscheinlich ist, dann ist kein bestimmter Impuls sehr wahrscheinlich (und andersherum)”. Diese nicht sehr anschaulichen Konstrukte haben übrigens sehr deutlich messbare Auswirkungen!

    Ganz allgemein gibt es keine Scheuklappen in der Wissenschaft. Wenn man etwas irgendwie verlässlich beobachten kann, was mit den aktuellen Theorien nicht erklärt werden kann, dann werden die Theorien überarbeitet. Allerdings lässt sich die überwiegende Mehrheit der vorgeblichen Beispiele aus dem Esoterikbereich wunderbar erklären, wenn man sich den Kenntnisstand über menschliche Wahrnehmungsschwächen, Placeboeffekt, usw. anschaut. Sollte dir ein Beispiel bekannt sein, wo eine unbekannte Kraft am wirken ist, dann schreib ein Paper drüber und freu dich auf den Nobelpreis 🙂

  14. #14 Florian Freistetter
    2. März 2009

    @Patrick:

    “Aber alleine die Möglichkeit der Berechnung reicht, um dem Teilchen seine Existenz zu geben. Wo liegt da der Unterschied z. B. zur Astrologie? Es wird berechnet, offensichtlich aber keine Reaktion bemerkt… obwohl sie womöglich da ist. Das Teilchen wird berechnet, es ist aber in der Beobachtung verschwunden… obwohl es existiert.”

    Ich glaube, da mißverstehst du die Unschärferelation/Quantenphysik gewaltig. Hier geht es um Vorhersagen. Die Quantenphysik macht ganz exakte und konkrete Vorhersagen, die sich beobachten lassen. Und es gibt keine Theorie, deren Vorhersagen so exakt mit den Beobachtungen übereinstimmen, wie die Quantentheorie! (und auch so gut wie die komplette moderne Technik beweist tagtächlich die Gültigkeit der Quantenmechanik). Die Astrologie macht so gut wie nie konkrete Vorhersagen und falls doch, dann stellen sie sich als falsch heraus. Also schließen wir daraus, dass die Quantenphysik die Realität beschreibt, die Astrologie hingegen nicht.

    Gleiches gilt für die allermeisten anderen esoterischen Disziplinen. Das was du ansprichts – Yoga, etc – ist wieder eine ganz andere Geschichte. Hier geht es um Gesundheit. Und da ist es hauptsächlich mal wichtig zu zeigen, dass irgendeine Art der Behandlung besser als ein Placebo wirkt. Bei den meisten alternativen medizinischen Therapien ist das nicht der Fall (was nicht bedeutet, dass sie nicht irgendeinen Effekt haben können – Placebos wirken ja auch). Wie das bei den konkret von dir angesprochenen Sachen ist, kann ich auf die schnelle nicht sagen – damit habe ich mich noch nicht beschäftigt.

    “Die Übersetzung der Tao Te King- Texte – sind die von dir?
    Wenn ja, dann denk mal im Gegenzug über die Überschriften deiner Blogthemen nach (die Du natürlich benennen kannst, wie Du willst).”

    Ja, die Tao Te King-“Übersetzung” ist von mir… aber wie hängt das von den Blogüberschriften zusammen? Sind sie nicht “poetisch” genug ? 😉

    (Übrigens – für alle Googler/Altavistaner: da gibts noch nen anderen Florian Freistetter, der Musik macht. Das bin ich nicht 😉 Die Musik von dem ist aber auch nicht sonderlich toll…)

  15. #15 Patrick
    2. März 2009

    @Florian:
    Ja, die Tao Te King-“Übersetzung” ist von mir… aber wie hängt das von den Blogüberschriften zusammen? Sind sie nicht “poetisch” genug ? 😉
    Nun ja, das Tao Te King ist schlicht. Poetisch aber schlicht. Sehr weise und sieht seinen Ursprung in den Kräften der Natur, des Menschen und dieser Welt in Gesamtheit.
    Deine Überschriften, bzw. deine Themen polarisieren aber von jener Gesamtheit weg, um sich nur “einer Wahrheit” (die “Sinn zu machen versucht”) zu verschreiben. Sprich: “Dies und jenes wirkt nicht so, wie ich es mir vorstelle, also ist es unsinnig.”
    Mein Hinweis darauf war, dass Du dich schon einmal mit einem Thema befasst hast (obwohl deine Übersetzungstexte vielleicht schon etwas länger her sind – und ich auch nicht weiß, wie ernst dir damit ist), welches ganz bedeutend seinen “Sinn im Gesamtursprung” sucht.
    Ich hatte bei einem anderen deiner Themen schon einmal das I-Ging erwähnt, und wurde nur spöttisch zitiert.
    Hier ein Zitat von einer Taoismus- Website: Darüber hinaus kann es nur das eigene Studium des Taoteking und die praktische Erfahrung mit dem I-Ging sein, was zur deren Erkenntniss führt, ihre Weisheit ‘fühlbar’ macht.
    Im Bezug also “fühlbar” – die Dinge, die nicht gemessen oder berechnet, sondern nur “gefühlt” werden können.

    Das was du ansprichts – Yoga, etc – ist wieder eine ganz andere Geschichte. Hier geht es um Gesundheit. Und da ist es hauptsächlich mal wichtig zu zeigen, dass irgendeine Art der Behandlung besser als ein Placebo wirkt.
    Aber “Gesundheit” ist jetzt nur ein Schlagwort? Immerhin geht es auch um elektromagnetische und biochemische Prozesse, die sich eben mit einer Geisteswissenschaft (bei manchen: Esoterik) beeinflussen lassen, ohne dass ich ein chemisches Medikament zu mir nehmen muss. Also ich halte dagegen, dass es “eine ganz andere Geschichte” sein soll.
    Dahingehend müsste man folgern, dass eine Aussage wie “na ja, wirkt halt wie ein Placebo, oder so” doch eher engstirnig bis hilflos ist. Klar, es gibt keine offizielle, wissenschaftliche Darstellung dazu. Ich denke doch, dass dies bei vielen reicht, um Scheuklappen anzulegen, und ihren Blick streng auf ihre veralteten, darwinistischen Bibeln zu richten, obwohl bereits Bereiche wie “Epigenetik” (die in äußeren und inneren psychologischen Einflüssen ihren Ursprung hat) diese anzweifeln lassen.
    Im Bezug zur Quantenmechanik habt ihr sicher den besseren Durchblick, als ich. Aber Arno hat meine Theorie zur Unschärfe doch eigentlich bestätigt: “Wahrscheinlich + wahrscheinlich + messbar, aber nicht zu beobachten = existent”
    Klingt für mich teilweise wie eine Auslegungssache. Und wenn ich dergleichen Beispiel zur Quantenphysik finde, melde ich mich wieder 😉

  16. #16 Ronny
    3. März 2009

    Zitat Patrick: Immerhin geht es auch um elektromagnetische und biochemische Prozesse, die sich eben mit einer Geisteswissenschaft (bei manchen: Esoterik) beeinflussen lassen, ohne dass ich ein chemisches Medikament zu mir nehmen muss.

    Das sehe ich anders. Wenn du durch einen ‘esoterischen Einfluss’ geheilt wirst, hast du nur die körpereigenen chemischen Stoffe benutzt die dich auch ohne den esoterischen Einfluss geheilt hätten (vielleicht nicht so schnell). Ich sehs bei meiner Allergie, wenn ich sie ignoriere oder mental bekämpfe ist sie weit schwächer als wenn ich mich so richtig ‘reinsteigere’. Einen ähnlichen Effekt vermute ich bei allen Krankheiten wo allein eine externe ‘Symbolik’ körpereigene Effekte stärkt die die Krankheit bekämpfen.

    Zitat Patrick: Selbst dem Yoga kann man schon nachweisen, dass es besser Blutdruck und Stresssymptome gleichzeitig mindert, als jedes Medikament.

    Und ? Was ist dran esoterisch wenn der Couchpotato der immer nur verkrümmt vor dem Fernseher hängt sich besser fühlt wenn er Bewegung macht ? Vielleicht stecken hinter Yoga ja auch jahrtausende alte Erfahrung wie man sich bewegen muss um einen optimalen Effekt in punkto Blutdruck zu bekommen. Nur warum müssen immer wieder mystische Effekte hinzugegzogen werden ? Um es besser verkaufen zu können ? Weil es besser klingt ? Warum wird immer wieder etwas mystisches gesucht wenn die Antwort viel näher liegt.

    Zum Thema Unschärferelation: Beobachtbar ist ein Teilchen immer nur je genauer man den Impuls misst desto ungenauer kann man den Ort ermitteln und umgekehrt. Das ist nicht mystisch. Stell dir eine Radarfalle vor. Der Radarstrahl trifft dein Auto und bremst es dadurch (leider oft zu wenig :), aber er beeinflusst das Messobjekt. Jetzt stell dir mal vor du benutzt einen Laster den du gegen das Auto donnern lässt um seine Geschwindigkeit zu messen. Der Ort des Autos wird sich in der Makrowelt ziemlich heftig verändern. In der Quantenwelt wird dies ausgedrückt durch die Angabe einer Wahrscheinlichkeit des Ortes.

  17. #17 florian
    3. März 2009

    @Patrick: Bitte – nicht wieder den ganzen “engstirnig”/”Dogma”/”Scheuklappen”-Unsinn… Das ist schlicht und einfach Unsinn – denn auf diese Weise funktioniert Wissenschaft nicht.

    Und ich habe mich sehr lange und ausführlich mit dem Tao Te King beschäftigt und behaupte, es durchaus ein bisschen verstanden zu haben. Ich sehe da keinen Widerspruch zu dem, was ich hier tue. Auch das Tao Te King propagiert keinen Glauben an nicht-existente Dinge.

  18. #18 emp1
    3. März 2009

    Florian, könntest du bitte bei Gelegenheit den Begriff “Geisteswissenschaften” für alle, die keine Ahnung haben, erklären? Manchmal habe ich bei den Eso-Kommentaren den Eindruck, dass die meinen, es gehe um Gespenster am Dachboden und nicht um ernsthafte Wissenschaft…

    Jedes Mal, wenn die Esos mit den Methoden der Naturwissenschaften selbst für sie erkennbar in Konflikt kommen, ziehen sie sich auf die Geisteswissenschaften zurück als gäbe es hier keine Methodik.

  19. #19 Patrick
    3. März 2009

    Endlich kommen wir hier mal auf die Grundsätze zurück.
    Ich bin nämlich weit entfernt davon alles “mystifizieren” zu wollen, was nicht durch reine Gesetzmäßigkeit der Errechnung oder Beobachtung zu erklären ist. Da hat Ronny sicher Recht. Für viele wirkt es so verkauft einfach “spannender” und interessanter. Eine Sache, die ich selbst verurteile.
    Und eine Erklärung gibt es für ALLES. Sicher ist nur, dass der “intelligente Mensch” an sich wohl teils noch nicht das “Gesamtspektrum der Einflüsse” erkennen und bewerten kann. Stichwort Allergie: Nur weil man sie nicht beachtet, wäre es wissenschaftlich gesehen “Unsinn”, dass sie dadurch gemindert wird. Aber es funktioniert. Nicht mit irgendwelchen mystischen Zauberkräften, aber eben auf psychologischer und spiritueller Ebene (die auch psychologisch ist).
    Darum ist das mit den Scheuklappen auch nicht so feindlich gemeint, wie es hier vielleicht der ein oder andere aufnimmt. Jeder richtet seinen Blick schließlich von Zeit zu Zeit auf Dinge, die eigentlich vom “großen Ganzen” ablenken.
    Wir sollten aber weiten Abstand davon nehmen, zu glauben, wir wären die Krone der Schöpfung und haben den höchstmöglichen Erkenntnisstand erreicht, weil wir das eine als “Unsinn” und das andere als “Realität” titulieren können.

  20. #20 Florian Freistetter
    3. März 2009

    @Patrick: “Wir sollten aber weiten Abstand davon nehmen, zu glauben, wir wären die Krone der Schöpfung und haben den höchstmöglichen Erkenntnisstand erreicht, weil wir das eine als “Unsinn” und das andere als “Realität” titulieren können.”

    Kein Wissenschaftler wird behaupten, wir wüssten schon alles (das ist nur ein übliches Vorurteil). Aber der Umkehrschluß: “Weil wir noch nicht alles wissen, wissen wir nichts” ist ebenso falsch. In vielen Fällen lässt sich durchaus sagen, was Unsinn und was Realität ist (z.B. bei der Astrologie)

    “Und eine Erklärung gibt es für ALLES”

    Da stimme ich dir zu. Aber nicht alles, was sich irgendwer irgendwann irgendwo mal ausgedacht oder vorgestellt hat, existiert und bedarf deswegen einer Erklärung.

  21. #21 Patrick
    3. März 2009

    Kein Wissenschaftler wird behaupten, wir wüssten schon alles (das ist nur ein übliches Vorurteil). Aber der Umkehrschluß: “Weil wir noch nicht alles wissen, wissen wir nichts” ist ebenso falsch. In vielen Fällen lässt sich durchaus sagen, was Unsinn und was Realität ist (z.B. bei der Astrologie)
    Irgendwie widerspricht der letzte Satz aber den beiden vorherigen.
    Du sagst, Du kannst in manchen Fällen sagen, was “Unsinn” und was “Realität” ist, obwohl Du nicht weißt, ob Du alles weißt. 😉 Denn nur wenn Du alles zum Thema z. B. “Astrologie” (inkl. allen möglichen Ansätzen und Hintergründen) wüsstest, könntest Du auch ein sicheres Urteil fällen.
    Aber unter diesem philosophischen Ansatz verfällt sozusagen jede Sicherheit der Beurteilung, da KEINER von uns alles weiß – auch nicht ein Oberastrologe, ein Oberastronom, ein Oberphilosoph oder der Papst.
    Und schon sind wir wieder beim Thema: Ich z. B. behaupte lange nicht, alles zu wissen, aber ich schließe Theorien (wozu ich z. B. die Astrologie zähle) nicht automatisch aus meinem Interessensbereich aus, weil mir jemand sagt, es wäre “Unsinn”, oder jemand könnte keinen “Sinn” darin sehen.

  22. #22 Florian Freistetter
    3. März 2009

    @Patrick: Man kann dort mit Sicherheit Aussagen machen, wo Vorhersagen gemacht werden die sich überprüfen lassen.

    Wenn z.B. die Astrologen behaupten, sie könnten mit einer Trefferquote, die besser als der Zufall ist bestimmen, welches Sternzeichen ein Mensch hat – eben weil ihre Astrologie so toll funktioniert, dann kann man das testen und überprüfen. Und dann findet man raus, dass ihre Behauptungen nicht stimmen. Wir haben es also mit einer “Theorie” zu tun, die überprüfbare Behauptungen macht, die sich als falsch herausstellen (auch in allen andere Fällen, nicht nur dem einen Beispiel, das ich gerade gebracht habe). Außerdem gibt es keinen Erklärungsansatz dafür, warum diese “Theorie” überhaupt funktionieren sollte und dort, wo es solche Ansätz vielleicht gibt widersprechen sie den Naturgesetzen. Astrologie (das gleiche gilt auch für viele andere esoterische Lehren) ist also etwas, von dem man nicht erwarten kann, das es funktioniert, von dem niemand erklären kann, warum es überhaupt funktionieren sollte und bei dem sich zeigt, dass die behaupteten Ergebnisse nicht geliefert werden können. So etwas bezeichne ich dann manchmal einfach kurz als “Unsinn”.

  23. #23 Reinerio Ramirez Pereira
    3. Januar 2013

    super !