Chemie ist doch ganz simpel! Ich weiß auch nicht, was die Chemiker da immer haben mit ihrem komplizierten Periodensystem. Bei uns Astronomen ist das ganz simpel 😉

Das Video stammt ĂŒbrigens von der UniversitĂ€t Nottingham, die noch ganz viele wunderbare kurze Videos ĂŒber Wissenschaft hat.

Kommentare (22)

  1. #1 Bullet
    16. November 2009

    Ich wußte es. Ich hab nur die Überschrift gelesen, und es war SO klar.
    Ihr faulen Astro-SĂ€cke. Kohlenstoff-Katalyse. Eisengrenze. Sehr wichtig. Aber nee… “Metalle”.
    Tses!

  2. #2 Ronny
    16. November 2009

    Am meisten amĂŒsiert habe ich mich ĂŒber eine Aussge im Buch : Big Band.
    NĂ€mlich dass wir unsere Existenz einem ‘angeregten C12 Zustand’ verdanken.
    Das englische Wort ‘excited state’ gefĂ€llt mir noch besser.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Triple-alpha_process

  3. #3 Andylee
    17. November 2009

    Metals! You freak!

  4. #4 Bettina
    17. November 2009

    Jetzt ist mir endlich bewusst, warum ich als Astronomin Chemie nicht leiden kann. Die machen einfach alles zu kompliziert! 😉

  5. #5 Fabio Valeri
    17. November 2009

    Da haben sogar die Kreationisten ein komplexeres Periodensystem:
    http://www.democraticunderground.com/discuss/duboard.php?az=view_all&address=104×3649960

  6. #6 sams
    17. November 2009

    Ich hoffe das auf deinem Link ist von denen nicht wirklich ernst gemeint oder?

  7. #7 sams
    17. November 2009

    @fabio
    Ich hoffe das auf deinem Link ist von denen nicht wirklich ernst gemeint oder?

  8. #8 Lars Fischer
    17. November 2009

    Pöh, Banausen! 😉

  9. #9 Fabio Valeri
    17. November 2009

    @sams
    Mich hatte das auch seinerzeit Wunder genommen und war dem nachgegangen. Laut meiner Quelle wurde es von Loren Williams, Biologie-Professor am Georgia-Tech, erstellt. Die Quelle weist auf eine Publikation im Sceptical Inquirer hin. Leider konnte ich es nicht finden, aber dafĂŒr lauter Artikel und Briefe ĂŒber die Cobb County Kontroverse in Georgia ( http://www.csicop.org/search?cx=partner-pub-7990294390318881%3Akq7omegpkyf&cof=FORID%3A10&ie=UTF-8&q=cobb+county&sa=%C2%BB#960 ). Es geht um Darwin in der Schule. Ich vermute, dass dieses Periodensystem eine Reaktion auf den evangelikalen Einfluss auf die Schulbildung ist. Ich finde das eine witzige Art, den Kreationisten zu entgegnen. Interessant ist die Quelle, von der ich diese Information habe. Es ist ein Blog, das sich “I am a Christian Too” nennt: http://iamachristiantoo.org/?p=187.
    Wenn ich die richtig verstanden habe, handelt es sich um Christen, die gegen Kreationismus und ID sind.

  10. #10 Stephan Feinen
    17. November 2009

    Die Leute in Nottingham haben auch ein hĂŒbsches Periodensystem ins Netz gestellt, bei dem man sich zu jedem Element einen kleinen Flash-Film ansehen kann.
    http://www.periodicvideos.com/
    Mal wird nur etwas erzĂ€hlt, mal gibt es auch ein kleines Experiment (z.B. CĂ€sium). Allein das Outfit des Profs ist schon preiswĂŒrdig.

  11. #11 Sabine
    17. November 2009

    Warum war Chemie in der Schule so fad, wenn sie auch so spannend sein kann? Na ja, wir hatten auch keinen verrĂŒckten Wissenschafter als Professor, unserer hat nur Pfeife geraucht und hatte einen Grant auf so Typen wie DĂ€niken. Und auf Leute, die gebrĂŒllt haben “Da iat ja Chemie drin!” und Zahnpasta mit Fluor benutzt haben.

  12. #12 Florian Freistetter
    17. November 2009

    @Sabine: “und hatte einen Grant auf so Typen wie DĂ€niken. Und auf Leute, die gebrĂŒllt haben “Da iat ja Chemie drin!””

    Also ich hab auch Grant auf DĂ€niken und die “Chemie ist böse!!!”-Menschen find ich auch blöd 😉

    Warum macht so eine Einstellung Chemie langweilig?

  13. #13 Boson
    17. November 2009

    apropos “Da ist ja Chemie drin”:
    vor einiger Zeit habe ich auf der Homepage des Greenpeace Magazins folgenden Satz gelesen:
    “TagtĂ€glich nimmt der Durchschnittsverbraucher die verschiedensten Chemikalien ĂŒber die Nahrung auf,oft ohne davon zu wissen.”

    ! Diese Assis schmeisen Chemikalien in unser Essen !
    Tja, was soll nur aus dieser Welt werden, dachte ich mir…aber nicht wegen den Chemikalien. -.-

  14. #14 S.S.T.
    17. November 2009

    In der Schule hatte ich Chemie, bei allem Interesse, nie verstanden. Lag wohl an der (damaligen?) sehr unsystematischen Herangehensweise an das Thema.

    Das Periodensytem ist schon der Kern der Chemie. Hat man es einmal mit allen Drum und Dran begriffen, ist der Rest nicht wirklich schwer.

    @Alle
    Vielen Dank fĂŒr die amĂŒsanten Links!

  15. #15 Sabine
    17. November 2009

    @Florian: Diese Einstellung hat Chemie ja auch nicht langweilig gemacht, der Professor war sehr in Ordnung, aber es war alles sehr wenig praxisbezogen. Zum Experimentieren war auch viel zu wenig Zeit, bei einer Chemiestunde pro Woche. Heute denke ich, die freiwilligen Chemischen Übungen hĂ€tten mir Spaß gemacht, aber da hatten wir unsere wirklich widerliche Direktorin, die wollte ich mir nicht antun. Man ist halt auch blöd so mit 16,17 Jahren. Jetzt wĂŒrde ich es gerne in einem Labor zischen und brodeln lassen.

  16. #16 Boson
    17. November 2009

    haha schön wÀrs S.S.T. aber das PSE ist nur EINE ganz basale Grundlage der Chemie die bei bestimmten Dingen helfen kann, aber mehr leider nicht.

  17. #17 S.S.T.
    17. November 2009

    @ Boson

    Ich wĂŒrde aber weiterhin behaupten, das Periodensystem ist DIE basale Grundlage. Hat man das Periodensystem nicht verstanden, dann kann man sich den Rest gleich schenken.

    NatĂŒrlich ist das Periodensystem nicht alles, auch nicht im Ansatz, aber damit im Rucksack ist mir der Rest wirklich nicht schwer gefallen, auch wenn es ein Reisberg war.

  18. #18 Florian Freistetter
    17. November 2009

    @Sabine: Ok, das versteh ich. Mir gings Ă€hnlich. Mein Wissen ĂŒber Chemie aus der Schulzeit besteht aus folgendem Satz: “Die Oxidationszahl ist eine Hilfszahl zur Bestimmung von Redox-Reaktionen”. (Aber fragt mich nicht, was eine Redox-Reaktion ist. Irgendwas, mit zuwenig Sauerstoff oder so)

    Dabei war unser Chemie-Lehrer super! Wir haben halt nur nie was gelernt. Durch blöde UmstĂ€nde war er gerade in der 11. Klasse, in der wir Chemie hatten, quasi der einzige Chemie-Lehrer der Schule. Unser Unterricht war in der 13 und 14. Stunde – da hatte weder Lehrer noch SchĂŒler Lust auf irgendwas. Und das Jahr Chemie aus der 8. Klasse hatte schon jeder sowieso wieder vergessen…

    Und jetzt steh ich da, und hab keine Ahnung von Chemie… (außer der Oxidationszahl natĂŒrlich! Den Satz hab ich mal aus Langweile in einer der 13. Stunden knapp 200 mal in mein Heft geschrieben – der ist mir geblieben 😉 )

  19. #19 S.S.T.
    17. November 2009

    @ Florian

    “Non vitae, sed scholae discimus”

    Der alte Spruch, die alte Kritik an dem Schulsystem, gilt noch immer (auch wenn der Spruch gerne verdreht wiedergegeben wird). Und es hÀngt in der Tat sehr viel von den Lehrern ab.

  20. #20 Boson
    18. November 2009

    Naja es ist ja nicht so, als könnte man das im Nachhinein nicht mehr lernen. Gibt doch genug xxx fĂŒr Dummies-BĂŒcher zu jedem Thema oder sonstige BĂŒcher. Und die Grundlagen sind ja auch total einfach und ohne Probleme verstĂ€ndlich denk ich mal.

    @Florian: Eine RedOx-Reaktion hat nicht gezwungenermaßen etwas mit Sauerstoff zu tun. Oxidationsprozesse mit Sauerstoff (bei denen der Sauerstoff entsprechend reduziert wird) werden aber gerne als Beispiel genommen. –> Verbrennung von KWs usw.
    Die Oxidationsstufen geben die formale Elektronenverteilung gemĂ€ĂŸ der ElektronegativitĂ€ten der beteiligten Elemente an, das ist schon richtig. Wenn bei einer Reaktion sich also die Elektronenverteilung verĂ€ndert (weil sich die Bindungssituationen Ă€ndern z.B.), dann Ă€ndern sich auch die Oxidationsstufen. WĂ€hrend einige Elemente Elektronen “zugesprochen” bekommen, verlieren andere Elemente eben diese Elektronen, das nennt man dann REDuzieren und OXidieren -> RedOx-Reaktionen

    Bsp. Kohlenstoffverbrennung mit Sauerstoff (lĂ€uft in jedem Stahlofen oder auch sonstĂŒberall ab…Oxstufen in Klammern)
    (0)C + (0)O2 –> (+IV)C(-II)O2
    Der Kohlenstoff gibt also formal 4 Elektronen an Sauerstoff ab, indem er Bindungen eingeht. (das ist noch etwas umfangreicher aber das ist ja egal)
    O2-RedOx-Reaktionen sind eben deshalb so beliebt weil sie so wichtig und allgegenwÀrtig sind aber auch einfach sind.
    Ein Beispiel fĂŒr eine RedOx-Reaktion ohne O2 wĂ€re aber z.b. einfach: 2(0)Na + (0)Cl2 -> 2(+I)Na(-I)Cl

    So genug erzĂ€hlt was eh niemanden interessiert…:)

  21. #21 Florian Freistetter
    18. November 2009

    @Boson: “Naja es ist ja nicht so, als könnte man das im Nachhinein nicht mehr lernen. Gibt doch genug xxx fĂŒr Dummies-BĂŒcher zu jedem Thema oder sonstige BĂŒcher”

    Aber erstaunlich wenig, wenn man Chemie lernen will. Über Physik oder Biologie gibt es regalweise gute populĂ€rwissenschaftliche BĂŒcher. Bei Chemie gibts entweder Fachliteratur oder BĂŒcher mit Geschichten a la “Warum wird die Wurst beim Braten schwarz”. Ich such schon seit langem nach einem Chemie-Buch in der Art von “Eine kurze Geschichte der Zeit” oder Ă€hnlichem. Wenn du da Tipps hast, wĂ€re ich dir sehr dankbar.

  22. #22 Drumer
    10. Juni 2010

    ^^
    Genau DAS hat mein Physik-Prof uns Chemikern auch immer wieder gesagt!
    “Es git Wasserstoff und Helium, alles andere sind Metalle. Und oft verhĂ€lt sich der Wasserstoff auch wie ein Metall!”
    Aber seien wir doch mal ehrlich: Die Physiker mit ihren Isotopentafeln, toppen das PSE doch nochmal um LĂ€ngen!

    @ Florian:
    Viele LehrbĂŒcher sind auch so ganz nett geschrieben. Aber ich schau demnĂ€chst bei uns in der Bib nach guter Literatur fĂŒr dich. =)