In den letzten Tagen sind so viele spannende Sachen passiert – und ich hab so wenig Zeit, um darüber zu schreiben. Deswegen gibt es hier erstmal nur eine kurze Linkliste:

Am Montag ist das WISE-Teleskop erfolgreich ins All gestartet. Das wird hoffentlich tolle Dinge entdecken – hier hab ich schon mal ein kleines Video gepostet.

Auf dem Saturnmond Titan hat man nun endlich den Nachweis für Gewässer gefunden. Die Gewässer bestehen auf dem eiskalten Titan allerdings aus Methan. Auf so einem See aus flüssigen Methan der sich in der Nordpolregion des Mondes befindet, hat sich das Licht gespiegelt und das konnte man beobachten. Lichtecho hat die ganze Geschichte.

i-caf68d374c989113c67801501d330280-titan-thumb-500x500.jpg

Lichtreflex im Kraken Mare auf dem Titan (Bild: NASA/JPL/University of Arizona/DLR)

Die mysteriöse Pioneer-Anomalie ist ein klein wenig weniger mysteriös geworden. Man hat ja gemerkt, dass sich Raumsonden im äußeren Sonnensystem nicht ganz so verhalten, wie sie es sollten. Es scheint eine unbekannte Kraft auf sie zu wirken und sie von ihrer Bahn abzubringen. Eine oft geäußerte Vermutung für die Ursache bezog sich auf ein fehlerhaftes Verständnis der Gravitationstheorie. Diese Hypothese konnte nun widerlegt werden: die Gravitation kann nicht der Grund für die Anomalie sein, denn dann würde man das auch an den Monden des Neptun bemerken.

Die Geschichten über die Esoterik-Enzyklopädie Esowatch werden immer absurder. Nachdem schon ein Kopfgeld für Informationen über die Betreiber ausgesetzt worden ist, sollen nun angeblich auch die Russenmafia, der Chaos Computer Club, Nazis und eine BKA-Sonderkommision hinter den Esowatchern her sein 😉

Die galaktischen Gezeiten könnten einen relevanten Einfluß auf die Kometen in der Oortschen Wolke haben und dadurch indirekt auch auf die Entstehung des Lebens auf der Erde.

Ein Trilobit findet die Evolution und besonders die Photonsynthese ziemlich cool.

Der Impakt-Forscher Christian Köberl wird neuer Direktor des Naturhistorischen Museums in Wien. Wenn mal ein richtiger Spitzenforscher ein Wiener Museum leitet, kann das sicher nicht schaden.

Der Teilchenbeschleuniger LHC funktioniert immer noch und hat heute mit seiner Weihnachtspause begonnen. 2010 wird es mit noch höheren Energien weitergehen!

Und mindestens die Hälfte der Links, die ich hier reinschreiben wollte, habe ich mittlerweile vergessen 😉 Sobald sie mir einfallen, liefere ich sie nach!

Kommentare (9)

  1. #1 Carl
    18. Dezember 2009

    Der Trilobit ist sehr lustig, danke für die nette Geschichte 🙂

  2. #2 NP
    18. Dezember 2009

    Zum Thema “Links vergessen” kann ich dir instapaper.com empfehlen. Da kannst du über ein Bookmarklet (ein Skript in der Bookmark-Leiste des Browsers) einen Link auf deiner persönlichen Merkliste eintragen, die Liste später aufrufen und per Klick auf den Eintrag die Seite aufrufen und den Eintrag ins Archiv schicken — sehr praktisch, und man muss nicht die eigenen Lesezeichen zumüllen. Ich nehm das immer wenn ich vom Handy aus Tweets lese und mir die URLs später auf dem Rechner anschauen möchte — Gravity (Twitter client für SymbianOS) hat da ne Schnittstelle hin.

    Kann ich nur empfehlen.

  3. #3 Stargazer
    18. Dezember 2009

    Ich hoffe, du findest trotz Hektik bei Gelegenheit mal Zeit, die galaktischen Gezeiten so zu erläutern, daß auch Normalbürger mit gehobenem “Geo”-Bildungsniveau sie kapieren? Klingt in dem Verweis in der Quelle zwar interessant, aber unverständlich …

  4. #4 Gottschalk
    21. Dezember 2009

    zur Satire bei esowatch
    ______________________

    Man haut sich offensichtlich nun gegenseitig die Köpfe ein. Echt drollig zu beobachten, dass man erntet was man sät.

    Denke mal, jeder hat nun die Aufmerksamkeit die er wollte. Kann hier auch mal ein lebenserfahrener Wissenschaftler seine Kritik üben. Ne, ne, ne immer dieses junge Gemüse (grins)

    Lg aus der Ecke der Gottschalk-Satire
    schöne Weihnachten an Alle!!!!!!!!!!!!!!!

  5. #5 Florian Freistetter
    21. Dezember 2009

    @Gottschalk: Im Alter wird man nicht zwingendermaßen intelligenter. Und “säen” tut Esowatch prinzipiell mal Vernunft. Das sie dabei Kritik “ernten” ist nicht verwunderlich – Vernunft finden nicht alle toll – leider.

  6. #6 Pianoman
    21. Dezember 2009

    Zur Satire bei esoblog:

    Dieser Drohbrief ist ja fast originell und fast lustig.

    Was allerdings bei Claus Louis Hare Fritzsche (*) derzeit in Sachen Esowatch (und auch ScienceBlogs) abgeht, hat dagegen jenseitige Dimensionen erreicht. Mich wundert die Gelassenheit der Esowatcher und anderer Beteiligter.

    (*) http://gwup-skeptiker.blogspot.com/

  7. #7 Florian Freistetter
    21. Dezember 2009

    @Pianoman: Ach, den Fritzsche und sein “Watchblog” ignoriert man am besten. Wenn er mal strafrechtlich relevantes von sich gibt, wird es wohl Konsequenzen geben und bis dahin sollte man auf seine Psychospielchen gar nicht erst eingehen. Ich hab auch früher ein paar Mal den Fehler gemacht, dort und in seinem Homöopathie-Blog zu kommentieren. Aber 90% meiner Kommentare werden sowieso gelöscht – seriös diskutieren lässt sich dort nicht. Also lässt man es besser gleich bleiben und Fritzsche dort in den Kommentaren Selbstgespräche führen…

  8. #8 Thomas Xavier
    23. Dezember 2009

    @pianoman: Das Beste ist, dass er jetzt die Hersteller von SysCP verdächtigt, Esowatch zu unterstützen. Wie eine einzige Google-Anfrage ergibt, ist SysCP eine Software, die 100.000 fach auf Web-servern eingesetzt wird…
    Ich habe jetzt auch eine Fan-Seite bei ihm , wo ich mich über das Attribut “kleinkriminell” freuen kann. Frechheit, ich bin der Meyer-Lansky der Anti-Quack Szene 🙂

  9. #9 walim
    23. Dezember 2009

    Es sollte ja nicht so überraschen, derart signifikante Abweichungen vom normalen (d.h. statistisch erwarteten) gesundem Menschenverstand und der womöglich ebenso imaginären aber im normalen Leben immer vorausgesetzten mittleren Cleverness in dieser Szene anzutreffen. Schließlich ist es schwer Vorurteile (z.B. es dort mit einem närrischen Haufen zu tun zu haben) anzukämpfen, wenn sie einem immer dermaßen bestätigt werden.