Via Bad Astronomy bin ich auf die Homepage von NOVA Science Now gestoßen – eine Fernsehsendung des amerikanischen Senders PBS. Dort gibt es auch eine nette Serie namens The secret life of scientists, in der Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen vorgestellt werden.

Aktuell kann man dort Caroline Moore über ihre Entdeckung reden hören.

Caroline Moore hat eine Supernova entdeckt. Eigentlich ist das nichts ungewöhnliches – mittlerweile finden wir viele von diesen Sternexplosionen. Aber die von Moore entdeckte Supernova – SN 2008ha – war ziemlich ungewöhnlich. Das Spektrum zeigte endeutig, dass es sich um eine Supernova vom Typ Ia handeln musste. Trotzdem war die Explosion etwa 50 Mal lichtschwächer als erwartet. Solche schwach leuchtenden Supernovae kannte man bis jetzt noch nicht und in Folge hat sie die Wissenschaftler ziemlich beschäftigt.

Und Caroline Moore war erst 14 Jahre alt, als sie die Supernova entdeckt hat! Das alles hat natürlich jede Menge Medienecho hervorgerufen – und Caroline erzählt im NOVA Science Now Beitrag wie sie die Entdeckung und ihre Folgen erlebt hat:

Coole Sache! Und es zeigt wieder einmal, dass es in der Wissenschaft erstmal auf die Forschungsergebnisse ankommt und nicht auf Alter, Ausbildung oder Status. Die “Amateure” können gerade in der Astronomie wichtige Beiträge leisten und tun das auch.

Also Kinder: nehmt euch ein Beispiel an Caroline! Ihr Beitrag zur Wissenschaft wird immer noch wichtig und ihr Name bekannt sein, wenn der zehnte DSDS-Gewinner und das zwanzigste Heide-Klum-Supermodel schon längst vergessen sind und nichtmal mehr beim perfekten Promi-Dinner unterkommen. Wenn ihr berühmt werden wollt und sich die Welt dauerhaft an euch erinnern soll, dann werdet Wissenschaftler, nicht Sänger oder Model!

Kommentare (12)

  1. #1 Gunnar
    26. März 2010

    Das kann ich glatt unterschreiben. Und das gilt nicht nur für Astronomie, auch in der Geologie könne Amateure wichtige Beiträge leisten, und sie tun es auch.

  2. #2 nashorn
    26. März 2010

    Hmmm… Ob Jimmy Page (Gitarrist von Led Zeppelin) jetzt auch so bekannt wäre, wenn er Biologe geworden wäre? 😉

    Schöne Grüsse von einem Biologen und Musiker 🙂

  3. #3 Astrotux
    26. März 2010

    Aber selbst als Nichtwissenschaftler kann man es in der Astronomie zu unsterblichem Ruhm bringen: Bei einer Neuentdeckung hat man im Normalfall das Namensrecht. Stellt euch vor Ihr entdeckt einen neuen Kometen, was auch Amateuren immer wieder gelingt.
    Beispiel: Florian schaut eines Nachts durch sein Teleskop und entdeckt einen merkwürdigen Lichtpunkt, der sich als neuer Komet entpuppt. Nachdem die Entdeckung bestätigt ist bekommt der Komet einen Namen und im Fall von Florian würde der Komet dann
    C/2010 F1 Freistetter
    heißen. Hört sich doch geil an und vor allem in 200 oder mehr Jahren sagt man dann “Der Komet Freistetter kommt wieder.”

    Und wenn’s mit der Entdeckung nichts wird , kann Florian ja immer noch in’s Dschungelcamp, denn als Supermodell,…. :o)

    PS: Beim Kometennamen bedeuten:

    C = periodischer Komet (lässt sich anhand der Bahndaten errechnen)
    2010 = Entdeckungsjahr
    F = sechster Halbmonat im Jahr, also zweite Märzhälfte ( Beginnt bei A = 1-15 Januar)
    1 = Erste Entdeckung in diesem Halbmonat.
    Dann kommt der Eigenname, den man selber festlegen kann.

  4. #4 rambaldi
    26. März 2010

    Ihr könnt es ja machen wie Brian May von Queen.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Brian_may#As_an_astrophysicist

  5. #5 CCS
    26. März 2010

    Oder noch besser wie Brian Cox, der immerhin als “rockstar physicist” bekannt ist 🙂
    Ein großartiger Mensch, dessen TED-Vorträge und Moderationen (aktuell: Wonders of the Solar System) ich jedem ans Herz legen kann!

    http://en.wikipedia.org/wiki/Brian_Cox_(physicist)

  6. #6 klauszwingenberger
    26. März 2010

    Der Tag, an dem ein Kaliber wie Jimmy Page oder Brian May bei Bohlen aufschlägt…den erleben wir allesamt nicht mehr. That’ll be the day when I die!

  7. #7 Daniel Fischer
    26. März 2010

    Caroline Moore ist schon lange eine Berühmtheit in den USA, auch über die Astroszene hinaus – und sie stand sogar neben Obama bei der großen IYA-Starparty vor dem Weißen Haus letzten Herbst.

  8. #8 Florian Freistetter
    26. März 2010

    @Daniel Fischer: “Caroline Moore ist schon lange eine Berühmtheit in den USA, auch über die Astroszene hinaus – und sie stand sogar neben Obama bei der großen IYA-Starparty vor dem Weißen Haus letzten Herbst.”

    Äh… ja, genau das wird in dem Video gezeigt.

  9. #9 blogjoker
    26. März 2010

    Das wär‘s: Harald Lesch erläutert die Grundlagen der Akustik und die Funktionsweise eines Ringmodulators. Anschließend demonstrieren Jimmy Page & friends praktische Anwendungsmöglichkeiten.

    blogjoker

    PS: Wer oder was zum Teufel ist eigentlich “Dieter Bohlen“?

  10. #10 Daniel Fischer
    26. März 2010

    Ich wollte nur daran erinnern, dass Caroline schon lange vor der NOVA-Sendung (und sogar schon vor dem Auftritt mit Obama) vielen Amerikanern ein Begriff war und nicht erst durch PBS auf’s Podest gehoben wurde. Insofern passt sie eigentlich auch nicht in eine Serie über das “secret life” von Wissenschaftlern.

  11. #11 Florian Freistetter
    26. März 2010

    @Daniel Fischer: “Insofern passt sie eigentlich auch nicht in eine Serie über das “secret life” von Wissenschaftlern. “

    Das versteh ich nicht. Sollen bei der Sendung nur Wissenschaftler vorgestellt werden, die niemand kennt? Inwieweit ist eine vorher bestehende Popularität ein Grund, nicht in einer Reihe aufgenommen zu werden, in der Kurzbiografien von Wissenschaftlern erscheinen?

  12. #12 Redfox
    27. März 2010

    Ich nehme an das ist ein Missverständnis des Titels seinerseits. Das “Secret” im Titel suggeriert ja das der porträtierte Wissenschaftler vorher unbekannt war. Allerdings ist “The secret life of …” eine Redewendung die man nicht wörtlich übersetzen kann.