Ich habe ja in meinem Blog schon oft über die große Bedeutunge der Grundlagenforschung geschrieben und darüber, dass Wissenschaft eigentlich gar nicht so teuer ist, wie immer getan wird. Trotzdem wird das Wissenschafsbudget immer gerne herangezogen, wenn es darum geht, Geld einzusparen. Einsparungen bei Bildung und Wissenschaft sind aber so gut wie immer kontraproduktiv – zumindest wenn man langfristig denkt (was die wenigstens Politiker tun). Und dann haben Wissenschaftler auch keine so große Lobby wie andere Gruppe. Daran sind sie teilweise auch selbst Schuld, weil sie viel zu viele zu wenig um Öffentlichkeitsarbeit kümmern.


Einer, auf den das absolut nicht zutrifft, ist Brian Cox. Der englische Physiker ist auf dem besten Weg, zum nächsten Carl Sagan zu werden. Seine Dokumentation über das Sonnensystem ist das beste, was in Sachen Wissenschaftsfernsehen bisher passiert ist und auch sonst bemüht er sich enorm, um den Menschen die Faszination und die Bedeutung der Wissenschaft nahezubringen. Das macht er auch in einem aktuellen TED-Talk mit dem Titel “Why we need the explorers”. Schaut es euch an!


Kommentare (6)

  1. #1 Matthias
    4. Juni 2010

    Wunderschöne Ansprache! Und es stimmt, er könnte wirklich der Nachfolger von Carl Sagan werden.

  2. #2 perk
    4. Juni 2010

    springende elektronen zwischen festen plätzen … naja 😉

  3. #3 Robert
    5. Juni 2010

    http://www.welt.de/wirtschaft/article7910012/Bezahlte-Pharmaindustrie-fuer-Panik-vor-Schweinegrippe.html

    Ich gehöre ja zu den absoluten Skeptikern hier, aber das ist echt krass. Sorry für´s Offtopic.

  4. #4 Thomas J
    5. Juni 2010

    @Robert

    Gibts ja nich, Wissenschaftler stehen auf einer Gehaltsliste? Nein sowas… danke für deine Aufklärung!

  5. #5 perk
    5. Juni 2010

    stimmt wenn es um leben und tod geht sollte man lieber jeden groschen 3-4 mal umdrehen und wehe es kommt nicht so schrecklich wie im schlimmsten fall angenommen.. dann haben natürlich alle entscheider versagt..

    hätten sie keine impfdosen bestellt hätten alle geningelt “ja für bankenrettung ist geld da, aber wenn gefahr für die bürger besteht wird geknausert”.. jetzt sind nur lächerliche 18000 menschen gestorben und man kann sich wieder in “hinterher ist man immer klüger”-schuldzuweisungen suhlen .. viel spaß dabei …

  6. #6 fortschritt
    6. Juni 2010

    Also, wenn ich das richtig verstehe hält Cox vier Antworten auf die Frage “why we need the explorers” bereit:

    1. sense of wonder – Das Universum ist einfach so schön, wir müssen uns das anschauen!

    2. das schöne Geld – Grundlagenforschung lohnt sich einfach, die Rendite ist hoch!

    3. Technologischer Fortschritt – Die Anwendbarkeit von Grundlagenforschung ist im Einzelfall selten intendiert, ohne die Grundlagenforschung, wären wir nie drauf gestoßen.

    4. Eine Welt – Da die Grundlagenforschung die klassischen Bahnen der Weltanschauung (im wörtlichsten Sinne) verlässt, ändert sie auch unseren politisch-philosophischen Blick auf die Welt. Zum Guten.

    Das kulminiert dann im letzten Zitat: “new worlds to conquer”. Grundlagenforschung liefert also auch neues Terrain für noch mehr Naturbeherrschung. 😉

    Habe ich etwas übersehen?