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Die japanische Raummission Hayabusa ist eine wirklich tolle Sache. Da wurde im Jahr 2003 eine kleine Raumsonde losgeschickt. 2005 ist sie beim Asteroiden Itokawa angekommen, gelandet .und hat Bodenproben gesammelt um dort Bodenproben zu sammeln Allein das wäre schon eine tolle Leistung gewesen – aber Ziel der Mission ist es, Bodenproben sicher zurück zur Erde bekommen. Also sollte Hayabusa auch wieder starten und sich auf den Heimweg machen. Das hat aber leider erstmal nicht geklappt – der Kontakt zur Sonde riss ab (hier gibts Details). Aber 2006 fand man sie wieder und nun steht ihre Ankunft auf der Erde kurz bevor. Am Sonntag ist es soweit! Gestern gab es noch letzte Kurskorrekturen und die Sonde ist nun auf dem richtigen Weg um in 3 Tagen um 15:51 MESZ über Australien wieder in die Erdatmosphäre einzutreten und zu landen.


Das wird eine spannende Geschichte! Die Kapsel mit den Bodenproben soll in der Woomera Prohibited Area landen; einem Testgebiet für Waffen und Raketen. Die Raumsonde selbst wird in der Erdatmosphäre verglühen. Aber selbst das ist gewollt – denn wie ich schon mal beschrieben habe will man dadurch mehr über Asteroidenkollisionen mit der Erde herausfinden.

Die Rückkehr von Hayabusa kann man sich – mit etwas Glück – live im Internet ansehen. Die NASA will sich die Sache mit einem fliegenden Labor an Bord einer DC-8 ansehen und veröffentlicht das Ganze als Livestream (das gibts dann hier: http://sgqtss.arc.nasa.gov:554/dc8-current.sdp zu sehen).

Hoffen wir, dass alles klappt! Wenn wir tatsächlich das erste Mal echte Proben, direkt von einem Asteroiden bekommen, dann wäre das eine tolle Sache! Ok, es gibt jede Menge Meteorite die auf die Erde gefallen sind – aber das ist ja kein ursprüngliches Material mehr sondern wurde beim Durchfliegen der Erdatmosphäre in Mitleidenschaft gezogen.

Emily Lakdawalla von der Planetary Society hat die ganze Mission übrigens wunderbar in grafischer Form zusammengefasst:

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Also lasst uns die Daumen drücken, dass es am Ende “OMG!Awesome!!!” heisst und nicht “Hayabusa?Where are you?”


Kommentare (15)

  1. #1 perk
    10. Juni 2010

    krasse sache wieviel die unterwegs wieder hinbekommen haben

  2. #2 Towarisch
    10. Juni 2010

    @ Florian

    “2005 ist sie beim Asteroiden Itokawa angekommen, gelandet und hat Bodenproben gesammelt.”

    Gibt es eine zitierfaehige Quelle dafuer, dass Hayabusa tatsaechlich eine Bodenprobe von Itokawa gesammelt hat? Nach meinen Information ist das fragwuerdig bis unwahrscheinlich.

  3. #3 JV
    10. Juni 2010

    Blöde Frage: Die Sonde soll verglühen – aber wie bekommt man dann die Bodenproben, die ja vermutlich in einem Behälter sind, der um einiges kleiner als die Sonde ist, sicher zur Erde?

  4. #4 Florian Freistetter
    10. Juni 2010

    @Towarisch: Was Hayabusa gesammelt hat, werden wir ja bald sehen.

    @JV: Naja – der Lander mit den Sonden wird natürlich vorher abgworfen. Der ist etwa 20 kg schwer und wie genau der nun runterkommt, kann ich im Moment auch nicht sagen. Aber die Leute werden sich da sicher Gedanken gemacht haben…

  5. #5 Astrotux
    10. Juni 2010

    Hier das Presskitt der Jaxa, da ist alles drinn, auch wie die Landung ablaufen soll.
    http://www.isas.jaxa.jp/e/topics/2010/image/0514/presskit_hayabusa_e.pdf
    Für alle die es ganz genau wissen wollen das Science Data Archiv.
    http://darts.isas.jaxa.jp/planet/project/hayabusa/index.html
    Sogar zitierfähig, oder gibts jetzt schon eine “Hayabusa-Itokawa-Landungslüge” *fg*

  6. #6 Thomas J
    10. Juni 2010

    @Astrotux

    “oder gibts jetzt schon eine “Hayabusa-Itokawa-Landungslüge”

    Wetten dass doch? Weil am nächsten Tag nicht schon eine detailllierte Probenanalyse vorliegt, wird Alienmaterial vermutet.

    Oder wenn gar keine brauchbare Probe ankommt —>was verschweigen uns die wieder?

    So oder so wirds eine Verschwörung geben 😉

  7. #7 Basilius
    10. Juni 2010

    Danke für den Tipp. Die Sonde hatte ich inzwischen schon wieder völlig vergessen… Das wird spannend. Toll, daß sie die Sonde doch wieder einfangen konnten. Ich werde diesmal versuchen dabei zu bleiben. Nochmals von mir die besten Wünsche:

    Ganbatte Hayabusa-san!

    Auf daß man am Ende gratulieren kann:

    Omedetou gozaimashita!

  8. #8 Florian Freistetter
    10. Juni 2010

    @Thomas: “Wetten dass doch? Weil am nächsten Tag nicht schon eine detailllierte Probenanalyse vorliegt, wird Alienmaterial vermutet.”

    Klar – warum sonst sollten die die Sonde in einem militärischen Sperrgebiet runtergehen lassen!!!11!

  9. #9 perk
    10. Juni 2010

    jetzt wird mir alles klar, genau das meinten die hethiter mit der überraschenden rückkehr des bergbaugottes aus den eisigen felsen.. eine neue epoche des wohlstandes wird über das auserwählte menschengeschlecht hereinbrechen, und weil das der military industrial complex schon lange verstanden hat haben die sich die macht die aus diesem fund frei werden wird schon vorsorglich unter den nagel gerissen… so oder so ähnlich wirds kommen..

  10. #10 towarisch
    10. Juni 2010

    @astrotux

    Für alle die es ganz genau wissen wollen das Science Data Archiv.

    http://darts.isas.jaxa.jp/planet/project/hayabusa/index.html

    Sogar zitierfähig, oder gibts jetzt schon eine “Hayabusa-Itokawa-Landungslüge” *fg*

    Da ist nachzulesen, was geplant war. Nach dem, was bisher bekannt ist, ist aber sehr ungewiss, ob die Probennahme auf dem Asteroiden tatsaechlich so geklappt hat. Mir ist es schleierhaft, wie Florian jetzt schon behaupten kann, dass die Sonde tatsaechlich Gesteinsmaterial an Bord hat.

  11. #11 Florian Freistetter
    10. Juni 2010

    @towarisch: “Mir ist es schleierhaft, wie Florian jetzt schon behaupten kann, dass die Sonde tatsaechlich Gesteinsmaterial an Bord hat. “

    Das geht ganz einfach. Man muss nur folgenden Satz schreiben: “2005 ist sie beim Asteroiden Itokawa angekommen, gelandet und hat Bodenproben gesammelt.”

    Aber bevor du mich jetzt bei der Wissenschaftspolizei anzeigst, besser ich den Satz lieber aus.

  12. #12 perk
    10. Juni 2010

    you should fear their soft cushions and the comfy chair

  13. #13 Daniel Fischer
    10. Juni 2010

    Die detaillierteste Prognose, wieviel Itokawa an Bord von Hayabusa sein sollte, ist soeben in diesem Nature-Artikel erschienen – ein “Stückchen Asteroid” sicher nicht, sondern vermutlich nur so wenig Staub, dass man ihn kaum mit dem blossen Auge sehen kann. Aber für eine Analyse mit moderner Labortechnik immer noch genug.

  14. #14 naturphilosoph
    10. Juni 2010

    hey florian,

    als ökologe muss ich natürlich darauf bestehen, dass es auf einem asteroiden nach § 2 BBodSchG vermutlich keinen boden gibt;)

    ein “richtiger” boden muss schon ordentlich was her machen:
    http://www.wald.de/bodenkunde/

    grüße von der küste,
    daniel

    ps. danke für diesen erkennstnisreichen blog!

  15. #15 Basilius
    10. Juni 2010

    Hah! Nobody expects the spanish inqisition!!!

    Und das ist auch gut so, weil die haben hier ja gar nichts verloren. Wenn dann sollten wir in der neu zu erstellende Verschwörungstheorie lieber die Angst vor den Yakusa einbauen.