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Ich gehöre ja zu den Menschen, die die Existenz tödlicher Krankheiten am liebsten einfach ignorieren würden. Aber so läuft es ja leider nicht. So schlimm die Vorstellung auch ist, so schwer zu erkranken – es kann jeden treffen und man sollte sich damit auseinandersetzen. Außerdem ist es mit der modernen Medizin mittlerweile ja sogar möglich, viele Krankheiten erfolgreich zu bekämpfen, deren Diagnose früher einem Todesurteil gleich kam. Aber nicht immer reicht es, wenn die Ärzte wissen, was sie tun müssen. Oft braucht es auch die Hilfe anderer Menschen – und oft auch einfach nur Geld. Diese Hilfe wird jetzt gerade wieder gebraucht und ich hoffe, ihr wollt dabei helfen.

Die Details zum aktuellen Anlass findet ihr in Andreas’ Blog; hier ist die Kurzfassung: Frank, 43 Jahre alt, aus Hannover und Vater eines 2jährigen Sohns ist an Leukämie erkrankt. Damit er geheilt werden kann braucht er eine Stammzellentransplantation und damit er die bekommt muss ein passender Spender gefunden werden. Das ist leider nicht so einfach und deswegen führt die DKMS eine sogenannte “Typisierung” durch. Dabei wird Freiwilligen ein bisschen Blut abgenommen und analysiert. Man landet dann in einer Spenderdatenbank und kann im Fall des Falles dann Stammzellen spenden.

Die aktuelle Typisierunsaktion die in Hannover läuft kann also nicht nur Frank helfen sondern auch vielen anderen an Leukämie erkrankten Menschen. Damit das funktioniert müssen sich natürlich möglichst viele Menschen typisieren lassen. Ich habe das schon vor einiger Zeit gemacht als es so eine Aktion in Jena gab. Es dauert nicht lange, es pikst nur einmal kurz und man kann damit anderen Menschen das Leben retten – es gibt also nicht wirklich eine Ausrede, so eine Typisierung nicht durchführen zu lassen! Also macht mit, wenn es bei euch in der Nähe so eine Aktion gibt bzw. lest bei der DKMS nach wie ihr auch einfach so helfen und euch registrieren lassen könnt.

Und spendet Geld! Solche Typisierungsaktionen kosten Geld und davon ist leider nie genug da! Hier steht wie es geht – oder ihr klickt einfach auf diesen Link und überweist eure Spende direkt per PayPal oder mit Bankeinzug.

Man muss nicht immer auf einen Gedenk- oder Aktionstag warten (Weltkrebstag ist erst wieder am 4. Februar; heute begehen wir übrigens den Kopfschmerztag und den europäischen Tag der jüdischen Kultur) – man kann auch einfach mal so spontan helfen. Die Krankheiten gibt es ja leider auch täglich…

Kommentare (20)

  1. #1 Jörg
    5. September 2010

    Es muss kein Blut sein, es geht viel einfacher. Man kann sich online ein Set anfordern, erhält ein paar Wattestäbchen, rotzt die voll, schickt sie wieder zurück. Fertig.

  2. #2 pogobi
    5. September 2010

    Jörg (und natürlich Florian) kann ich nur zustimmen. Einfacher gehts wirklich nicht und es werden allerhöchstens 10 Minuten der eigenen Zeit verbraucht 😉

    Und die Stammzellenspende, sollte es dazu kommen, ist auch nicht so extrem, wie manche befürchten, es gibt dazu recht gute Infostellen der DKMS.

  3. #3 rudimens
    5. September 2010

    Die direkten Links zu “tut nicht weh”: http://www.dkms.de/index.php?id=312 und http://www.dkms.de/index.php?id=313

  4. #4 BreitSide
    5. September 2010

    Danke für den Aufruf! Davon kann es gar nicht genug geben.

    Mancher braucht eben mehrere Anläufe, bis er sich aufrafft. Ich benötigte auch – nach Jahren des Zögerns – einen Fall im Nachbarkaff, um zur Turnhalle zum Typisieren zu gehen.

    Beim Organspenderausweis hat es auch ein paar Jahre bei mir gedauert…

  5. #5 Andreas
    5. September 2010

    Danke, Florian!

  6. #6 deepsouth
    5. September 2010

    @Jörg:
    Danke für den Link.
    Ich habe mir das immer sehr viel umständlicher vorgestellt.
    Aber ein Angebot zur Hilfe kann ganz einfach sein *immer noch staune*

    Wenn ich jetzt davon ausgehe, ein ganz normaler, durchschnittlicher Mensch in der deutschen Gesellschaft zu sein (für Äthiopien muss man leider andere Maßstäbe anlegen) und nun feststelle, daß ich von dieser sehr einfachen und (fast?) kostenlosen Möglichkeit zum Helfen nichts gewusst habe,
    dann muss ich zu dem Schluss kommen, daß ein Großteil der Menschen in Deutschland ebenfalls nichts von dieser Möglichkeit weiß.
    Oh je… und das im Zeitalter *Ironie* inflationären Ausdehnung der Information */Ironie*
    Zu viele nützliche Informationen gehen einfach in der Menge der unnützen (Des-) Informationen unter und/oder können nicht mehr herausgefiltert werden.
    Dagegen sollte etwas unternommen werden.
    Aber was?
    Das Internet splitten in ein pöses und ein gutes Internet?
    (geht technisch nicht und ich würde es auch aus anderen Gründen nicht befürworten)
    Nein, ich habe keinen Lösungsvorschlag *zugeb*
    Was bleibt ist: Danke zu sagen für solche nützlichen Informationen, wie man sie von Dir und Florian (u.a.) bekommt und zu hoffen, daß der “Durchschnittsmensch” stetig weiterlernt, mit dem Medium Internet nützlich umzugehen.
    Gruß

  7. #7 Thomas J
    5. September 2010

    @deepsouth

    Das ist ein zweischneidiges Schwert… stell dir vor, wir würden von solchen Informationskampagnen überhäuft… wie viel mehr VT’s als es sonst schon gibt, würden aus dem Boden schiessen? Womöglich verbunden mit einem weiteren Vertrauensverlust in öffentliche Gesundheitseinrichtungen… das stell ich mir lieber nicht vor.

    Bin aber schon auch erstaunt, dass ich hier das erste Mal davon erfahren darf/muss.
    Danke dafür.

  8. #8 deepsouth
    6. September 2010

    @Thomas:
    Nein, das sehe ich nicht so.
    VT’ler sind eine Minderheit – nur ihr überproportional großes Mitteilungsbedürfnis lässt es so aussehen, als wären sie eine verhältnismäßig große Gruppe der Gesellschaft.
    Ansatzweise habe ich eine Idee…
    So, wie es bei wissentschaftlichen Entdeckungen oder neuen Theorien Gang und Gebe ist, sie zunächst einem peer-reviewten Journal vorzustellen, so könnte man auch eine ähnliche Struktur im web einführen. Nicht gestzmäßig zwingend, sondern auf freiwilliger Basis.
    Technisch könnte man diesen Bereich vom Rest abtrennen und hätte so einen Bereich, indem halt kein Eso- u. Homoö-Quatsch zu finden wäre.
    Also doch pöses und gutes web?
    Ich kenne keine perfekte Lösung.
    Das web wird sich verändern, so wie sich alles verändert – und ich bin optimistisch, daß es sich zu Ungunsten der Spinner verändern wird, weil sie erstens eine Minderheit darstellen und zweitens über weniger Wissen verfügen, als Wissenschaftler und Leute, die sich mit Wissenschaft objektiv auseinandersetzen.
    .

  9. #9 BreitSide
    6. September 2010

    Wo ist denn a.friedrichs Post hingekommen? Doch wohl nicht Gelöscht?

    Auf jeden Fall kann ich a.friedrich beruhigen: DKMS ist eine total seriöse Sache.

    Unseriös sind die ab+zu auftretenden Schneeballbriefe über Einzelschicksale, wo man dann zu einer bestimmten Stelle gehen müsse oder wo sogar nach der Blutgruppe gefragt wird. Es ist absolut unerheblich, wo Ihr Euch typisieren lasst und was Ihr über Eure Blutgruppe wisst, Hauptsache Eure Daten kommen in die zentrale Datenbank der DKMS.

    Solche Kettenbriefe (bin natürlich auch schon mal auf einen reingefallen) müssen nicht einmal bösartig gemeint sein. Einer hat halt seine gute Ader entdeckt und gemeint, mit etwas Wirbel könne er jemandem helfen. Und dann die Kopiermaschine angeworfen und die Mail – mit leicht verändertem Text – an alle Bekannten geschickt. So werden dann die armen “Opfer” (oder wer immer zufällig beim Weiterleiten seine Kontaktdaten reinkopiert hat) mit Telefonanrufen zugeschüttet, dass nur übrig bleibt, den Anschluss vorübergehend sperren zu lassen. Und das zusätzlich zur schweren Krankheit des/r Angehörigen.

    Zurückpfeifen kann man so eine Aktion natürlich nicht mehr. Das kann nur jeder einzelne Empfänger. War für mich auch nicht sehr mühsam, allen Adressaten nochmal schnell eine Korrekturmail zu schicken mitsamt der ausführlichen Erklärung für das Fänomen.

  10. #10 Florian Freistetter
    6. September 2010

    @BreitSide: a.friedrich ist der gesperrte wilfert, der meint, dass Krebs sowieso nur durch Alternativmedizin geheilt werden kann und das Chemotherapie und Medizin die Menschen umbringen – seine Frage war also nicht ernst gemeint…

    Aber trotzdem danke für deine Erläuterungen!

  11. #11 BreitSide
    6. September 2010

    Ok!

    Ich hätte schon fast seine Antwort (die ja über die übliche Benachrichtigung ins Mehlfach kommt) nochmal als Zitat eingestellt, da sie sehr unverfänglich aussah. Hatte mich gewundert, dass sie komplett weg war ohne den Zusatz “gelöscht” oder “gesperrt” oder so.

    Dann hab ich aber in einem anderen Fred eine ähnliche Reaktion des Blogmeisters auf denselben Poster gesehen und mir sowas geahnt.

    Die Regularien scheinen hier etwas undurchsichtig. Da kenne ich – von der Administration her – bessere Foren. Dort gibt es aber einen einzigen Forenmaster und nicht so vielfältige wie hier, was es sicher nicht einfacher macht.

    Die FAZ übrigens geht noch undurchsichtiger vor. Da wurden Beiträge von mir einfach ohne Kommentar nicht eingestellt und sogar gekürzt. Was sie (absichtlich?) erheblich verfälschte.

    An die FAZ gerichtete Posts werde ich also demnäxt immer abspeichern, weil man ja sonst nix in der Hand hat. Hier finde ich das (noch?) nicht nötig. Hoffentlich nie…

  12. #12 Florian Freistetter
    6. September 2010

    @Breitside: Hier ist kein Forum; hier ist ein Blog. Es gibt auch keinen Administrator; es gibt ja auch keine User, die sich registriert haben und die sich angemeldet haben und die man sperren kann. Ich könnte die Kommentare komplett sperren und alle einzeln händisch freischalten. Aber ich mach das hier alles quasi in meiner Freizeit und hab die Zeit dafür nicht. Also kann hier weiter jeder kommentieren, der will. Manche Leute aber meinen, sie müssen das ausnützen und fangen an zu beleidigen oder – im Falle von wilfert/friedrich – mich als Nazi zu bezeichnen. Die technischen Möglichkeiten einer Sperrung sind hier leider gering bis nicht existent weil man sie mit einem anderen Usernamen leicht umgehen kann. Wilfert taucht hier seit Jahren immer wieder auf und spammt mir das Blog voll und ich kann beim besen willen nicht jedesmal eine Anmerkung zu seinen gelöschten Kommentaren schreiben. Dann würde der Kommentarbereich des Blogs auch völlig unlesbar. Das ganze Thema passt aber nicht wirklich hierher; hier wurde schonmal drüber diskutiert: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/05/ignorieren-loschen-sperren-uber-den-umgang-mit-kommentaren.php

    P.S. Wenn ich dann auch Kommentare nicht gesperrter User lösche, dann nicht aus Bosheit, sondern weil es keinen Sinn macht, Antworten auf Kommentare stehen zu lassen, die längst gelöscht sind.

  13. #13 BreitSide
    6. September 2010

    Ok, ich hoffe, ich hab´s verstanden:-)

  14. #14 MartinS
    6. September 2010

    @Florian
    Vielen, vielen Dank für diesen Aufruf!
    Und allen, die sich vielleicht Gedanken über eine mögliche tatsächliche Spende machen, kann ich nur sagen, dass so eine Beckenkammpunktion unter Vollnarkose und Periduralanästhesie (für 2-3 Tage) Peanuts ist! Mehr als ein Wärmegefühl spürt man hinterher kaum (OK, man braucht auch eine Bettflasche, aber das geht ja wohl noch). So lief es bei mir ab, aber andere Patienten, die keine Vollnarkose hatten, waren davon nicht sonderlich begeistert (es fühlt sich wohl sehr unangenehm an).
    Ich hoffe, dass Dein Aufruf Viele motivieren kann.
    Nochmals Dank dafür.

  15. #15 Ludmila
    6. September 2010

    @deepsouth Hier in Köln gibt es ständig Plakate auch mit Prominenten als Zugpferde (hier in Köln ist es der Poldi), die auf DKMS hinweisen. Ist das woanders echt weniger? Oder blenden viele diese Plakate einfach aus?

  16. #16 Jörg
    6. September 2010

    Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, braucht es doch auch keine Operation mehr zur echten Spende, sondern man wird 24 Stunden mit etwas versorgt das die benötigten Zellen ins Blut spült, dann wird man ein paar Stunden an eine Maschine gepackt und fertig? Oder geht das nicht in allen Fällen?

  17. #17 André
    7. September 2010

    Ich habe vor zwei Jahren Stammzellen gespendet, das ist wirklich sehr einfach. Ich musste 5 Tage lang morgens ein Medikament spritzen, einfach in den Bauch, wie eine Thrombose Spritze. Das eigentliche Spenden ist dann nur noch Nadel links und Nadel rechts in den Arm und anschliessend ein paar Stunden still liegen, während die Maschine ihre Arbeit macht.

  18. #18 MartinS
    7. September 2010

    In der Wiki werden beide Möglichkeiten beschrieben. Allerdings wird heute der Methode, die André beschrieben hat der Vorzug gegeben.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Knochenmarkspende

  19. #19 deepsouth
    8. September 2010

    @Ludmilla
    Köln ist halt nicht der südliche Rand des Allgäus 😉
    Plakate werden hier nur geklebt, wenn ein Zirkus kommt, ein Volksfest ansteht oder Wahlkampf herrscht.
    (selektive Wahrnehmung nicht ausgeschlossen)

  20. #20 Maria
    28. Januar 2011

    wahrscheinlich wird sich der ein oder andere fragen: dexamethason?! was ist das? dexamethason ist ein medikament, das ich ne zeit lang nehmen musste.. ich hatte leukämie, und wie das mein leben beeinflusst könnt ihr hier lesen 🙂 viel