Der 25. und 26. Dezember sind ja traditionell die Tage, an denen man sich bei bzw. mit Verwandten und Freunden den Bauch vollstopft. Ganz besonders gut kann man das natürlich in Amerika – dort gibt es ziemlich faszinierende Rezepte…

Ok, die Weihnachtsgans gehört zwar nicht zu den traditionellen Rezepten unserer Familie aber prinzipiell ist so ne Gans ne schöne Sache. Sie verblasst aber im Vergleich zum Turducken! Ein Truthahn gefüllt mit einer Ente die mit einem Huhn gefüllt ist!

Aber nach so einem kleinen Turducken ist man ja sicher noch nicht satt, also gibt es noch ein leichtes Dessert: den Cherpumple. Das sind ein Kirschkuchen, ein Apfelkuchen und ein Kürbiskuchen; eingebacken in drei verschiedene Teigsorten; übereinandergestapelt und mit Zuckerguss bedeckt:

Mahlzeit!

Kommentare (28)

  1. #1 Julia
    26. Dezember 2010

    Ich schlage Entenvagina als Feiertagsessen vor.

    Wenn schon pervers, dann richtig, liebe Fleischesser.

    Oder doch lieber die vegane Ente?
    http://blog.vegefarm.de/tags/vegane-ente

    Vegane Entenvagina gibt es noch nicht im Angebot, aber das ist nur eine Frage der Zeit, würde ich meinen.

  2. #2 frantischek
    26. Dezember 2010

    Turducken gibts spätestens im Mai zu meinem Geburtstag, is ja wohl die geilste Idee seit langem! Da geht ja eigentlich nur ein Ochse am Spieß drüber 😀 !

  3. #3 Florian Freistetter
    26. Dezember 2010

    @Julia: “Oder doch lieber die vegane Ente?”

    Wenn einer Ente essen will, dann soll er Ente essen. Wenn einer vegan ist, dann soll er keine Ente essen – aber solche nachgemachten Sachen find ich bescheuert. Wie gesagt: wer Ente essen will, soll das tun. Aber wer nur vegan leben kann, wenn er Sachen isst, die Fleisch imitieren, dann läuft irgendwas verkehrt…

    (Ich hab übrigens mit veganer Ernährung keine Probleme)

  4. #4 Julia
    26. Dezember 2010

    @Florian:

    Aber wer nur vegan leben kann, wenn er Sachen isst, die Fleisch imitieren, dann läuft irgendwas verkehrt…

    Bei uns gab es keine “vegane Gans” zu Weihnachten, sondern einen “Braten” aus Kichererbsen und anderem Grünzeug, aber ich persönlich befürworte und bewerbe auch vegane Alternativen.

    Wenn jemand den Geschmack von tierlichen Produkten mag, aber aus vielfältigen moralischen oder gesundheitlichen Gründen darauf verzichten möchte, dann ist das eine einfache Lösung.
    Es ist ja oft nicht das Fleisch an sich, sondern die Art der Zubereitung, die den Leuten das Wasser im Mund zusammen laufen lässt und mir persönlich geht es nur darum, dass die Interessen und Rechte der Tiere respektiert werden und nicht darum, jemandem sein Lieblingsessen weg zu nehmen.

    Ich finde es praktisch, wenn ich weiterhin mein gewohntes Müsli essen kann, nur halt mit einem “Milchersatzprodukt” statt mit Kuhmilch. Und wenn man zum Grillen eingeladen ist, erntet man nur mitleidige Blicke, wenn man sein Gemüse auspackt. Wenn man aber dann vegane Steaks und vegane Bratwürste dabei hast, ist man um einiges überzeugender und wird nicht gleich für einen freudlosen Asketen gehalten, auch wenn man im stillen Kämmerlein dann an der Karotte mümmelt. 😉

    Ich habe nie viel Fleisch gegessen, aber einige “Fleischersatzprodukte”, gerade die aus Seitan finde ich so lecker, dass ich seit ich vegan lebe mehr “Fleisch” esse als vorher.

  5. #5 Julia
    26. Dezember 2010

    (Ich hab übrigens mit veganer Ernährung keine Probleme)

    Anscheinend schon, sonst wäre der Text nicht in der Vergangenheitsform geschrieben. 😉

  6. #6 Thierbach
    26. Dezember 2010

    oder man mache seinen Gästen und sich ein beer butt chicken . Mit einer genügend großen Dose sollte die Methode sich auch für Gänse oder Truthähne eignen; entsprechend hohen Backofen vorausgesetzt.

  7. #7 ulf_der_freak
    26. Dezember 2010

    Ich würde zu Weihnachten mal gerne in diesem Restaurant einkehren, doch ist es ein wenig zu weit fort für mein Budget…

  8. #8 Logiker
    27. Dezember 2010

    Julia isst also “Braten” und “Bratwürste”, auch “Steaks” stehen auf ihrem Speiseplan…. aber sie behauptet, nicht bescheuert zu sein…..

    Sorry, aber sie ist bescheuert. Das muss mal so hart gesagt werden. Sie sagt doch selber: “Wenn man aber dann vegane Steaks und vegane Bratwürste dabei hast, ist man um einiges überzeugender” Also man konstatuiere: Sie will Würstchen und Fleisch, traut sich aber nicht, dies zuzgeben und schiebt die Schuld auf die bösen Fleischfresser, um ihr Gewissen zu beruhigen, das sie aber nicht hat.

    Sorry, aber diese Dame ist megapeinlich.

    So, und jetzt fress ich richtig Fleisch und hab ein gutes Gewissen dabei!

  9. #9 René
    27. Dezember 2010

    @Meister Logiker:
    Wieso hast du ein Problem damit, das die Julia sich vegan ernährt, aber Fleisch-Imitationen zu sich nimmt. Klar, auf den ersten Blick wirkt das wie ein Widerspruch, aber genau betrachtet ist es eine logische Konsequenz. Natürlich nur dann, wenn der Verzicht auf Tiernahrung auf moralischen Prinzipien beruht, und nicht auf dem Tierprodukt selbst.
    Ich selbst esse gern Fleisch, mir schmeckt das, und ich wöllte auch nicht drauf verzichten. Wenn nun aber mal der unwahrscheinliche Fall eintritt, das mich eine Kuh mit ihrem treuherzigen Blick anschaut, und es in meiner Seele plötzlich klickt, das ich einer Ermordung der Tiere, zu meinem Fleischgenuss, nicht mehr zustimmen kann, werde ich zwangsläufig Alternativen suchen müssen. Wohl gemerkt, mir schmeckt auch weiterhin Fleisch – ich könnte bloß den Tod der Tiere nicht ertragen.

    [Mich betrifft das alles sowieso nicht.
    Ich hole mein Fleisch im Supermarkt und nicht beim Metzger, und dafür muß kein Tier sterben. Und Milch kaufe ich nur im Tetra-Pak – dafür muß keiner Kuh das Euter abgeschnitten werden, damit man an echte Milch kommt. Und ich lehne ab, irgendwelche Tofu-Produkte zu essen – diese niedlichen kleinen Tofus, neee, das könnte ich nie mit meinem Gewissen vereinbaren.]

  10. #10 Florian Freistetter
    27. Dezember 2010

    @Logiker: “. Sorry, aber sie ist bescheuert. Das muss mal so hart gesagt werden.”

    Nein, muss es nicht. Ich hab keine Lust auf die ewig gleiche Veganer vs. Fleischesser-Diskussionen. Der Artikel hat damit auch eigentlich nichts zu tun. Wenn du Fleisch essen willst, dann tu das. Aber deswegen muss man Leute die das nicht tun, nicht gleich peinlich und bescheuert finden. Klar, die Ersatzprodukte kann man kritisieren. Kommt aber halt immer drauf an, wie man das macht. Also ich vegan gelebt habe, hab ich das Zeug auch gegessen. Aber nicht, weil ich unbedingt “Fleisch” haben wollte sondern weil man damit ein wenig Abwechslung in den täglichen Kochbetrieb bringen konnte; ein paar neue Sachen ausprobieren etc.

    “So, und jetzt fress ich richtig Fleisch und hab ein gutes Gewissen dabei! “

    Schön. Aber weisst du, Leute die ihre Fleischesserei so demonstrativ vor sich her tragen finde ich mindestens genauso peinlich wie die missionarischen Veganer (Ich bin ja blos froh das der unsägliche “Du isst meinem Essen das Essen weg”-Spruch noch nicht gekommen ist)

  11. #11 Julia
    27. Dezember 2010

    @Florian:
    Was ist der Unterschied zwischen einem missioniarischen Menschenrechtler und einem missionarischen Tierrechtler? Und wie stehst du zu Ersterem?

    P.S.: Andere Veganer essen mir mein veganes Essen weg. 🙂

  12. #12 Julia
    27. Dezember 2010

    @Logiker:

    aber sie behauptet, nicht bescheuert zu sein

    Das habe ich sicher nie behauptet. 😉

  13. #13 Florian Freistetter
    27. Dezember 2010

    @Julia: “Was ist der Unterschied zwischen einem missioniarischen Menschenrechtler und einem missionarischen Tierrechtler?”

    Das ist der selbe Unterschied wie der zwischen Mensch und Tier (und ja, da ist ein Unterschied). Aber ich hab jetzt hier echt keine Lust auf eine Diskussion über die Ethik des Fleischkonsums… Ein andernmal vielleicht.

  14. #14 Alexander
    27. Dezember 2010

    @Julia:

    Ich schlage Entenvagina als Feiertagsessen vor.

    Wie Entenvagina schmeckt weiß ich nicht (wie Hühnchen vielleicht, wie alles fremde?). Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass Nudeln gut dazu passen. Fusilli, um genau zu sein.

    (Vorsicht, nicht jugendfrei, wenn man eine Ente ist!)

  15. #15 Julia
    27. Dezember 2010

    @Florian:

    Das ist der selbe Unterschied wie der zwischen Mensch und Tier (und ja, da ist ein Unterschied).

    Per Definition ist der Mensch ein Tier.

    Aber ich hab jetzt hier echt keine Lust auf eine Diskussion über die Ethik des Fleischkonsums… Ein andernmal vielleicht.

    Mir ging es eher um die Bewertung von sozialen Bewegungen als um die Ethik des Fleischessens. Wir applaudieren Menschen, die sich für Menschenrechte einsetzen und argumentieren gegen den Relativismus, aber wenn sich jemand für eine andere Tierart einsetzt, dann gilt er im besten Fall als peinlicher Missionar im schlimmsten Fall als Terrorist.
    Und da fehlt mir die Offenheit für soziale Veränderung. Es ist auch noch nicht lange her, dass dem Menschenrechtler mit ähnlichen Gefühlen begegnet wurde und mancherorts geschieht das sicher immer noch.

  16. #16 Florian Freistetter
    27. Dezember 2010

    @Julia: “Per Definition ist der Mensch ein Tier.”

    Völlig richtig. Der Mensch ist ein Tier. Genauso wie ein Hund, ein Regenwurm und ein Geißeltierchen. Das bedeutet aber nicht, das keine Unterschiede zwischen Menschen, Hunden, Regenwürmern und Geißeltierchen gibt…

  17. #17 Julia
    27. Dezember 2010

    Ja, nur dass der Unterschied zwischen Hund und Mensch vermutlich geringer ist als der zwischen Geißeltierchen und Hund, die Mensch-Tier-Dichotomie also falsch ist.
    Und generell gilt auch zu zeigen, dass diese Unterschiede relevant sind. Es gibt auch Unterschiede zwischen Menschengruppen und viele, die früher als relevant galten bei der Frage nach Rechten (Geschlecht, “Rasse”, Herkunft) gelten heute als nicht relevant.

  18. #18 Florian Freistetter
    27. Dezember 2010

    @Julia: “Ja, nur dass der Unterschied zwischen Hund und Mensch vermutlich geringer ist als der zwischen Geißeltierchen und Hund, die Mensch-Tier-Dichotomie also falsch ist. “

    Woraus aber trotzdem nicht folgt, dass alle Tiere die selben Rechte haben müssen wie Menschen…

  19. #19 Thomas J
    27. Dezember 2010

    @Julia

    und denk daran… das hier ist nicht das bild-forum…. die Leser hier sind sich der Problematik durchaus bewusst und haben Verständnis für eine undogmatische vegane Lebensweise (glaube ich zumindest von dem meisten hier?).

  20. #20 Julia
    27. Dezember 2010

    @Florian:
    Ja, aber das Gegenteil eben auch nicht.

    @Thomas J.:
    Nun, ich habe feststellen müssen, dass in gewissen Kreisen der Skeptikerszene leider auch ein gewisser Antiveganismus Einzug gehalten hat.
    Natürlich gibt es unter Tierrechtlern und Veganern auch Menschen, die esoterische Positionen vertreten, aber das Veganerbashing, das auf Plattformen wie EsoWatch * betrieben wird ist nicht die richtige Antwort darauf sondern schadet in seiner Plumpheit auch der Sache der Skeptiker, somit fühle ich mich dadurch doppelt betroffen.

    * So wurde zum Beispiel ein Antivegan-Forum auf esowatch.com gehostet (habe gerade gesehen, dass es dort noch einen Asylbereich für Antiveganer gibt) und auch das Wiki enthält viel Schmeichelhaftes und einen Haufen Halbwahrheiten über Veganismus und Tierrechte. Da fehlt eindeutig eine Qualitätskontrolle, das scheint eine Problematik solcher Plattformen zu sein.

  21. #21 Florian Freistetter
    27. Dezember 2010

    @Julia: “Nun, ich habe feststellen müssen, dass in gewissen Kreisen der Skeptikerszene leider auch ein gewisser Antiveganismus Einzug gehalten hat. “

    Naja – vermutlich in gleichem Maße wie die Esoterik unter Veganer Einzug gehalten hat… Die “Vegane Philosophie” ist ja leider wirklich durchsetzt von esoterischen Unsinn bzw. ernährungswissenschaftlichen Mißverständnissen. Insofern ist das Interesse der Skeptiker an dieser Szene durchaus verständlich. Deswegen muss man aber keine antivegane Propagande betreiben wie in diesen Antivegan-Foren (die ich auch enorm bescheuert finde…)

  22. #22 Thomas J
    27. Dezember 2010

    @Julia

    ich muss dir leider zustimmen.
    So ein Artikel auf esowatch: http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Panfl%C3%B6te
    ist leider auch nur noch unterirdisch dumm und kann nur schaden.
    Ich frag mich manchmal schon… *kopfschüttel*

  23. #23 Julia
    27. Dezember 2010

    Veganismus kann sowohl religiös, esoterisch als auch rational begründet werden, Menschenrechte übrigens auch. In meinem veganen Umfeld tummeln sich überdurchschnittlich viele Atheisten und Agnostiker, aber die schreiben natürlich nicht in Urkostforen.

    Die “vegane Philosophie” gibt es so nicht. Ich persönlich bin ja kein Utilitarist, aber selbst Dawkins bezeichnet Peter Singers “vegane Philosophie” als eine der logisch durchdachtesten ethischen Positionen und ihn als einen der moralischten Personen der Welt.

    Singer ist wohlgemerkt kein Tierrechtler, genausowenig wie er ein Menschenrechtler ist, aber eine vegane Philosophie kann man ihm sicher unterstellen, auch wenn er auf Reisen ein “flexibler Veganer” ist.
    Aber auch aus anderen Lagern gibt es rationale “vegane Philosophien”, die ganz ohne Esoterik auskommen.

    Und gerade der Konsum von tierischen Produkten wird sehr oft religiös begründet. Ich finde den Fokus auf Veganismus unverhältnismäßig und die Form der Kritik unangebracht.

  24. #24 noch'n Flo
    28. Dezember 2010

    Mein grösstes Problem mit vegetarischer/veganer Kost war und ist, dass sie oftmals einfach nur langweilig ist. Bei uns in der Uni-Mensa gab es ja auch stets mind. ein vegetarisches Gericht zur Auswahl. Ähnlich in vielen Spitälern, in denen ich im Laufe der Jahre gearbeitet habe. Aber das Ergebnis war in 90% der Fälle: fad.

    Dabei habe ich auch oft genug das Gegenteil erleben dürfen – ganz besonders gerne erinnere ich mich an eine Party bei einem Kollegen vor 10 Jahren. Er und seine Frau waren beide eingefleischte (ist das jetzt eigentlich ein Widerspruch?) Vegetarier, ebenso ein grosser Teil der Gäste.
    Jeder sollte etwas zum Buffet mitbringen. Ich selbst habe mich damals an einer Tofu-basierten Variante meines berüchtigten (weil extrem scharfem) Chili con Carne versucht (ich habe es scherzhaft “Chili non Carne” genannt – bitte jetzt keine Einwürfe von allen Kundigen der spanischen Sprache: ich bin mir sehr wohl bewusst, dass es korrekt “Chili sin Carne” heissen muss!), die sogar überraschend gut ankam (vor allem deshalb “überraschend”, weil ich selbst nun so überhaupt nicht mit dem Ergebnis zufrieden war; vielleicht waren die Gäste ja auch einfach nur höflich zu mir…).
    Aber was ich damals auf dem Buffet geniessen durfte, muss keinen Vergleich mit fleischhaltigen Speisen in Top-Restaurants scheuen.

    Dennoch muss ich gestehen: ich brauche von Zeit zu Zeit einfach ein schönes Stück Fleisch, in das ich meine Zähne schlagen kann. Manchmal auch ein zweites. Gerne zelebriere ich auch ein klassisches “Fondue Bourgignon”, mit keinerlei Beilagen, nur Fleisch und selbstgemachte Saucen (nach Mutterns Originalrezept) pur. (Meine Frau hat sich darüber ja auch in diesem Jahr am 1. Weihnachtsfeiertag (unserem traditionellen “Fondue-Tag”) mal wieder abfällig geäussert – ich solle doch bitte auch mal etwas Salat oder zumindest Brot zum Fleisch essen. Worüber ich, wie in jedem Jahr, lächelnd hinweggegangen bin.)

    Ich halte es da mit Heinz Strunk: “Fleisch ist mein Gemüse”.

    Aber in den letzten Jahren (nach meiner Studentenzeit) esse ich es zumindest bewusster. Ich lege viel Wert auf gute Qualität, kaufe mein Fleisch in kleinen Schlachtereien (und nicht mehr im Supermarkt), wo der Metzger nicht nur selber schlachtet (und wurstet), sondern die Kühe, Schweine und Hähne auch noch persönlich kennt. Der Unterschied zum “Geiz ist geil”-Supermarkt-Fleisch ist riiieesig!

    Nichtsdestotrotz geniesse ich es noch immer, von Vegetariern oder Veganern zum Essen eingeladen zu werden. Und im Laufe der Jahre habe ich mir auch so einige Rezepte angeeignet (und weiterentwickelt), um eine angemessene Gegeneinladung aussprechen zu können.

    Und mein “Chili non Carne” ist mittlerweile auch schon (fast) perfekt. (Der Knackpunkt ist nämlich nicht das Fleisch, sondern die ausgewogene Zusammenstellung verschiedener Chilischoten, Gemüse, frischer Kräuter und (das sei hier einmal verraten) ein jeweils gut bemessener Schuss…         Portwein und Sherry (!)).

  25. #25 Florian Freistetter
    28. Dezember 2010

    @noch’n Flo: “Aber das Ergebnis war in 90% der Fälle: fad”

    Naja – das liegt i.A. daran, dass die Leute in Mensen et al halt einfach nicht wissen, wie man richtig vegan kocht.

    “Und mein “Chili non Carne” ist mittlerweile auch schon (fast) perfekt.”

    Wenn man das z.B. mit Sojagranulat als Hackfleischersatz machen will, dann darf man das Zeug nicht einfach nur so reinleeren – dann schmeckts tatsächlich fad. Das muss man erst ordentlich einweichen; marinieren; kochen; anbraten…

    Am besten vegan kochen kann man, wenn man sich indische oder arabische Kochbücher besorgt. Die Rezepte dort sind generell wenig fleischlastig und wenn sie nicht eh schon vegan sind, lassen sie sich meistens leicht adaptieren. Ansonsten empfehle ich noch diese Datenbank: http://fafner.dyndns.org:8000/~mitsam/executables/cgi-bin/rz1.pl Da wird man eigentlich immer fündig…

  26. #26 noch'n Flo
    28. Dezember 2010

    @ FF:

    Das mit der indischen Küche kann ich voll und ganz bestätigen.

    Vor zwei Jahren verbrachte ich den Winter jobbedingt in Davos. Dort gab es damals (leider heute nicht mehr!) ein kleines aber feines Indisches Restaurant. Die Köchin hat im Hauptberuf im Transport- und Patientendienst unsere Klinik gearbeitet. Was dazu führte, dass ich im Laufe des Winters meine Kenntnisse über Gewürzkunde (und vor allem die Zubereitung von Linsengerichten) enorm erweitern konnte.

    Mist, mir läuft gerade das Wasser im Munde zusammen!

  27. #27 Antiveganer
    14. Februar 2011

    Bisschen späte Antwort, aber vielleicht kommt noch mal wer vorbei:

    @ Julia:

    1. Du hast hier in leider für viele Veganer typischen Art reflexhaft deinen Ekel vor dem Essen anderer Leute kundgetan. Da musst du dich über entsprechend trotzige Reaktion nicht wundern.

    2. Auch Antiveganer haben nichts gegen undogmatische Veganer einzuwenden, die ihre Mitmenschen in Ruhe lassen und mit ihren persönlichen Ernährungsvorlieben / ethischen / religiösen Überzeugungen keine totalitäre politische Bewegung begründen wollen. Mehr noch: auch Veganer können daher Antiveganer sein. Das sind Nutzer eines Forums und keine Anhänger einer eigenständigen Ideologie o.ä..

    3. Singers Ethik ist gelinde gesagt umstritten, ich z.B. halte sie für menschenverachtend und alles andere als moralisch und auch nicht für besonders gut begründet oder durchdacht. Ob Dawkins das anders sieht, ist mir völlig egal. Wieso der hier als Autorität herhalten soll, ist mir schleierhaft. Der ist Evolutionsbiologe und nicht Philosoph.

    4. Esowatch beschäftigt sich nicht nur mit Esoterik im engeren Sinne, sondern mit “irrationalen Überzeugungsystemen”. Radikaler Veganismus und Tierrechtsideologie passen da rein, weil die Anhänger mit dem Kopf durch die Wand der Realität wollen und die Grundlagen jeder menschlichen Gesellschaft angreifen.

    5. Um zu Dawkins / Singer zurückzukommen: Am Maßstab der Evolutionsbiologie ist eine Gleichbehandlung tierischer Interessen irrationales Verhalten, weil sie nicht der Verbreitung unserer Gene dient. Ich finde dieses biologistische Dünnbrettphilosohieren zwar nicht so besonders, kann daher aber nicht verstehen, wie man ausgerechnet von der Position zu dem Ergebnis kommen kann, Singers Philosophie sei rational. Ähnlich gilt für Schmidt-Salomon mit seinem evolutionären Humanismus, da fehlt es mir an jeder inneren Konsistenz.

    @ Thomas J.:

    Kauf dir mal eine Tüte Humor. Auch in der WP gibt es ein paar Spassartikel. Solange das deutlich zu erkennen ist und Satire und Ernsthaftes nicht quer durcheinander geht, sehe ich da kein Problem.

  28. #28 Chris
    14. Februar 2011

    Hallo,
    Florian Freistetter schrieb:

    Naja – das liegt i.A. daran, dass die Leute in Mensen et al halt einfach nicht wissen, wie man richtig vegan kocht.

    Wenn man unter Kochen mehr versteht als Zeugs in Wasser/Öl heiss machen bleibt die Frage ob die in deutschen Mensen überhaupt kochen können.
    Nein, ich gehe/ging daher auch nie dort hin, 1 mal im Jahr probieren und die Kommentare der Kommilitonen haben mir gereicht.

    Mal eine Frage an die die vegetarisch/vegan wegen dem Tierschutz leben.
    Warum besorgt man sich dann nicht Angel- und Jagdschein und ist halt wenig Fleisch?
    Gut, ein Jagdschein ist sehr aufwendig und teuer aber der Angelschein ist noch mit vertretbarem Aufwand zu bekommen.

    Von einfach mal was ballern kann man im Übrigen nicht reden, rein zeitmäßig ist Wild meistens sehr sehr teuer erkauft.