Der Ausstieg aus der Atomkraft soll ja jetzt so schnell wie möglich erfolgen. Wo die Energie dann her kommen soll ist allerdings noch nicht im Detail klar. Es werden wohl Kohlekraftwerke sein, die die AKWs ersetzen. Die meisten würden ja Deutschland lieber komplett mit erneuerbaren Energien versorgt sehen (inklusive mir!) – aber das ist auch leichter gesagt als getan. Will man irgendwo Windkraftwerke aufstellen, ist es denn Leuten meistens auch wieder nicht recht. Ich persönlich verstehe das nicht – ich finde die Windräder nicht häßlich. Ganz im Gegenteil!

Und wie schön so ein paar Windkraftwerke seien können, zeigt dieses wunderbare Video:

Leica Summilux-C w/ Tom Lowe from Band Pro Film & Digital on Vimeo.

Ein wunderbares Video! Die Welt ist schön – auch mit Windrädern!


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Kommentare (110)

  1. #1 Timo Reitz
    28. April 2011

    Danke, ich dachte schon, ich wäre der einzige, der die Dinger ansehnlich findet! In meiner Bundeswehrzeit war ich in Friesland stationiert und um uns herum standen etliche von den Dingern. Wir hatten auch eine Laufstrecke, die uns direkt unter einigen Windrädern durchführte. Gehört haben wir die übrigens überhaupt nicht.

  2. #2 Christian Reinboth
    28. April 2011

    Ich vermute mal, das hat auch etwas mit der persönlichen Einstellung gegenüber der Technik zu tun. Wenn ich ein Windrad sehe freue ich mich jedenfalls darüber, dass hier ökologisch verträgliche Energie produziert wird. Und klar – das Landschaftsbild verändern Windräder schon. Das tun aber auch Autobahnen oder Brücken – und die werden ja auch gebaut, von daher war mir dieses Argument schon immer etwas zu schwach…

  3. #3 Christian Reinboth
    28. April 2011

    @Timo:

    Gehört haben wir die übrigens überhaupt nicht.

    Die Frage hat mich hier auch schon mal beschäftigt – die Windräder, die es hier so gibt hört man jedenfalls entweder gar nicht oder nur bei voller Konzentration – von der Lautstärke her kein Vergleich etwa mit dem Geräusch von Autos oder sogar noch von Vögeln. Es scheint allerdings auch “laute” Typen zu geben – untergekommen ist mir aber noch keins…

  4. #4 John
    28. April 2011

    Es geht ja auch um Infraschall – der schon von der Definition her – nicht hörbar ist.

    http://www.bgr.bund.de/cln_092/nn_1386324/DE/Themen/Seismologie/Infraschall/Quellen__Phaenomene/Feldmessungen/windkraftanlagen.html

  5. #5 Felix
    28. April 2011

    da hat sich aber einer kräftig von koyaanisqatsi inspirieren lassen, sehr zu empfehlen übrigens! aber dennoch sehr schönes video.

  6. #6 jochen
    28. April 2011

    Also ich bin gespannt, ob es Wissenschaftlern und Ingenieuren gelingt, nun – da der Augenmerk der Gesellschaft endgültig auf die “Erneuerbaren” gerichtet ist – die Effektivität und die WIrkungsgrade von Dynamos, Solarzellen, Brennstoffzellen etc. rasch zu steigern!

    Das sehe ich als die eigentliche Herausforderung und Chance für die Zukunft an und bin unheimlich dankbar, wenn in dieser Hinsicht endlich Wille und Geld zusammenkommen!

    Wir können froh sein, hier in D·A·CH die Voraussetzungen zügig schaffen zu können, womöglich bald schon die Technologie der kommenden Jahrhunderte zu ertüfteln!
    Zum Glück sind wir nicht gar so tief in den “alten” Strukturen der Atomwirtschaft gefangen wie etwa Frankreich.

    Ich freu’ mich!

  7. #7 Lichtecho
    28. April 2011

    Windräder sind schön, aber nichts sieht trauriger aus, als ein Windrad, das sich nicht dreht, weil ihm der Wind fehlt. Man muss den Standort schon sorgfältig wählen. Dazu gibt es ein interessantes Video von Welt der Physik: http://www.youtube.com/watch?v=tlMxXP0D9YI
    Ich hab manchmal den Eindruck, dass aus politischen Aktionismus Windräder aufgestellt werden, ohne entsprechende Voruntersuchungen. Einfach nach dem Motto: Wir auch!
    Was Christians Vergleich mit den Autobahnen anbelangt: Ich denke auch, dass wir Windräder im Landschaftsbild ähnlich akzeptieren müssen und werden, wie Autobahnen, doch sollten wir sie auch genauso sorgfältig planen, gerade auch im Hinblick auf den Landschaftsschutz.

  8. #8 cydonia
    28. April 2011

    Ich bin jetzt seit längerer Zeit niemandem mehr begegnet, der vor einer “Verspargelung der Landschaft” gewarnt hat. Auch Artikel, die vor dergleichen warnen, sind erheblich seltener geworden. Deckt sich das mit euren Erfahrungen?
    Es wird immer Leute geben, die einer Veränderung ihrer gewohnten Umgebung skeptisch gegenüberstehen.
    Kleines Beispiel? In meiner Wohnstadt gab es am Hauptbahnhof eine abgrundtief hässliche Fußgängerbrücke, die zudem aufgrund ihrer bescheuerten Konstruktion nie benutzt wurde(die Menschen gingen einfach drunter durch). Als das hässliche Ding dann aber abgerissen werden sollte, erhoben sich Proteste, mit dem Inhalt, dass der Bahnhofsplatz dann nicht mehr das sei, was er immer war…
    Positiv gesehen im Bezug auf die Windräder heißt das: die Leute gewöhnen sich an alles. Ich sehe es deutlich vor mir, wie in Zukunft, wenn andere saubere Energieformen zur Verfügung stehen, Tausende auf die Straße gehen werden, weil sie gegen den Abriss der Windräder protestieren möchten.
    So sind wir halt: Gewohnheitstiere bis zum Gehtnichtmehr.

  9. #9 JV
    28. April 2011

    “Die Frage hat mich hier auch schon mal beschäftigt – die Windräder, die es hier so gibt hört man jedenfalls entweder gar nicht oder nur bei voller Konzentration – von der Lautstärke her kein Vergleich etwa mit dem Geräusch von Autos oder sogar noch von Vögeln. Es scheint allerdings auch “laute” Typen zu geben – untergekommen ist mir aber noch keins…”

    Bei meinem Urlaub auf Föhr waren die Dinger schon recht laut – allerdings nur in unmittelbarer Nähe.

  10. #10 Basilius
    28. April 2011

    @Cydonia
    Ja, deckt sich mit meinen Erfahrungen. Die Leute gewöhnen sich anscheinend allmählich an den Gedanken. Zumal sie ja auch langsam in die Erklärungsnot gelangen, wenn man den Atomstrom jetzt auf einmal ganz bestimmt nicht mehr haben möchte.
    Ich habe allerdings auch nie verstanden, was für gepeinigte Ohren das sein müssen, die sich über diesen windkrafterzeugten Lärm mokieren. Die Propeller, welche ich kenne, sind, auch wenn man direkt darunter steht, in ihrer Geräuschentwicklung sehr moderat. Ich finde ja sogar, daß dieses leichte Brummen und schwirren fast schon was meditatives hat. Aber es ist letztlich natürlich eine Frage der Einstellung zu den Dingern.
    ^_^

  11. #11 knorke
    28. April 2011

    Es scheint wohl so zu sein, so zumindest stand es in der Zeit von vor drei Wochen (oder vier), dass falls die gegenwärtig nicht laufenden Kraftwerke permanent vom Netz genommen werden, eigentlich erstmal gar nicht viel passieren muss. Es gibt zur Not aber durchaus auch einige Kohle- und Gaskraftwerke, die grade sowieso schon genehmigt sind und gebaut werden, und einige, die abgeschaltet sind/waren und die man notfalls bis zu den erneuerbaren Energien erstmal zur Überbrückung nehmen kann. Laut Zeit ist das durch den Emissionshandel Europaweit sowieso kein CO2 Unterschied zur Planung von vor Fukushima.
    Gaskraftwerke werden ja ohnehin als super Ergänzung zu erneuerbaren Energien gesehen (schnelles hoch- und runterfahren, nur halbsoviel CO2). Klar hat, dafür andere Nachteile, aber das haben Solarzellen aufm Dach und Windräder auf der nächsten Hügelkette ja auch. (Bei Solar denke man mal nur an den Energieverbrauch, bis die Scheissdinger produziert wurden… und dann der Wirkungsgrad…).
    Mich stören Windräder jedenfalls auch überhaupt nicht. Bei mir daheim im Thüringer Becken, stehen die rundrum auf jeder Erhebung.

  12. #12 Bjoern
    28. April 2011

    Die meisten würden ja Deutschland lieber komplett mit erneuerbaren Energien versorgt sehen (inklusive mir!) – aber das ist auch leichter gesagt als getan.

    Vor allem, wenn sich sogar die Grünen gegen ein Pumpspeicher-Wasserkraftwerk sperren – weil das ja wieder alle möglichen anderen Umweltprobleme mit sich bringen würde…
    http://www.cremer-ricken.de/themen/pumpspeicherwerk-atdorf.html

    Zum Thema Windräder fällt mir immer das ein: 😉
    http://xkcd.com/556/

  13. #13 Christopher
    28. April 2011

    Ich studier gerade ein bisschen was in die Richtung 😉

    Die Dinge sind durchaus hörbar, das ganze hängt aber entscheidend von zwei Faktoren ab: Windstärke und Umgebungsgeräusche. In einer ländlichen Gegend kann das bei größeren Windfarmen durchaus ein extrem störender Faktor sein.

    Zur visuellen Komponente (englisch “visual impact”, mir fällt gerade keine gute Übersetzung ein): Mittlerweile wird das bei der Planung ganz stark berücksichtigt. Man versucht die Windräder in die Landschaften einzufügen und beachtet ein paar grundsätzliche Sachen auf die Bewohner allergisch reagieren: z.B. wenn man ihnen den kompletten Horizont mit Windrädern vollstellt.

    Das weitaus größere Problem ist allerdings die Netzintegration. Technisch hat sich da bei den Windkrafträdern schon einiges getan (vor allem in Hinblick auf power controll und power quality), allerdings braucht man Kraftwerke, die die Schwankungen ausgleichen können. Dänemark hat da z.B. den Glücksfall einfach ne dicke Leitung nach Norwegen gebaut zu haben und die Schwankungen in der Windkraft (mittlerweile über 30%) werden mit Wasserkraft von dort ausgeglichen.

    Für Deutschland ist das allerdings auf absehbare Zeit nicht möglich. Deswegen ist das hehre Bestreben “Deutschland komplett mit erneuerbaren Energien zu versorgen” zumindest mal für die nächsten Jahrzehnte illusorisch. Kohle ist aber total ungeeignet um die Schwankungen auszugleichen, die Kraftwerke sind viel zu träge 😉

  14. #14 Alderamin
    28. April 2011

    @ Jochen

    Ich wollte hier eigentlich mehr schreiben und ein paar Referenzen mit einfügen, aber irgendwie will dieser Artikel nicht durchgehen.

    Daher nur soviel: wenn das stimmt

    http://www.heise.de/tp/artikel/34/34400/1.html

    dann brauchen wir bald keine Brennstoffzellen, Atomkraftwerke und Windräder mehr. Im Oktober, wenn eine 1 MW-Anlage in Griechenland und die Massenproduktion dieser Geräte an den Start gehen soll, sind wir schlauer.

  15. #15 Hugo
    28. April 2011

    Irgendwie wirken sie ja wirklich beruhigend. Besonders die unten Grün sind.

    Mich macht es viel mehr traurig zu sehen, dass die Räder stehen, obwohl genügend Wind da ist (weil Atom und Kohle nicht schnell genug runterregeln können)

  16. #16 Anhaltiner
    28. April 2011

    @Alderamin Stockholm oder Schwedische Gardienen – wir werden sehen (noch tippe ich auf Letzteres) Wenn der Katalysator geheim bleiben muss (Patentrecht) hätte man wenigstens die Veränderungen bei der Nickel/Kupfer Zusammensetzung dokumentieren können. Wäre chemisch gesehen keine so große Aufgabe. Bis jetzt scheinen nur 18h bei 15kW (270kWh) dokumentiert zu sein – für einen Reaktor der 2 Jahre oder wenigstens 6 Monate wartungsfrei laufen soll reichlich wenig.

  17. #17 sumo
    28. April 2011

    Ich kenne einen der ersten Windparks, und zwar den in Schwarbe, zwischen Dranske und Arkona auf Rügen. Aufgebaut 1992, mit Generatoren von Enercon. Ob diese Geräte in die Landschaft passen, liegt im Auge des Betrachters, mir gefallen sie nicht. Diese Enercon-Generatoren sind aber deutlich zu hören. Ich fahre dort im Urlaub regelmäßig mit dem Mountainbike lang, und dort hört man ein ständiges, nicht gleichmäßiges, eher intermittierendes Rauschen. Dieses geräusch würde mich sehr stören, wenn ich denn dort wohnen müßte.
    Nun gehe ich davon aus, daß neuere Geräte deutlich leiser sind, aber kann man technisch JEDEN Schall eliminieren, so daß selbst die Windgeräusche nicht mehr zu hören wären?
    Ich Interessiere mich übrigens dafür, iniweweit man industrielle Anlagen per Windkraft versorgen kann, wieviele Windräder man beispielsweise für eine Aluminiumhütte aufstellen müßte und wie groß der Flächenbedarf dann ist. Gibt es dazu seriöse Berechnungen, und wenn ja, wo kann ich die finden?
    Danke.
    K.

  18. #18 BK
    28. April 2011

    Ich bin nebenher noch Landesvorsitzender einer Jugendumweltschutzorganisation.
    Trotzdem regt es mich auf, dass zwar aus guten Gründen der Ausstieg aus der Atomkraft gefordert wird….und Kohle und Gas finde ich natürlich auch nicht so toll. Windkraft schon.
    Was mich aber aufregt: Viele Leute an der Basis z. Bsp. der Grünen protestieren gleichzeitig gegen den Bau von Windkraftanlagen und Pumpspeicherwerken sowie gegen den Netzausbau. Das ist hirnrissig, denn irgendwo her muss der Strom ja kommen, und ich habe keine Lust, 200 Hamsterräder samt Generator in meiner Wohnung zu haben 😉
    Und genau aus diesem Grund ist oben genannte Partei für mich nach wie vor unwählbar.
    Ich befürworte Engagement für Umwelt- und Naturschutz (klar, sonst hätte ich diese Position nicht übernommen) aber manchen Leuten würde man gerne mal ein “Sei doch vernünftig und nicht so ideologisch!” ins Gesicht schleudern.
    Auch ich finde an Windrädern nichts hässliches, daher danke an Florian für diese Stellungnahme 😉

  19. #19 kumi
    28. April 2011

    @ Alderamin:

    Das möchte ich hier doch mal ganz ernsthaft bezweifeln. 🙂

  20. #20 Markus Termin
    28. April 2011

    Da bin ich mit Dir einer Meinung, Florian. Autobahnen sind aber nicht schön. Vielleicht zweckmäßig? Warum sollten wir uns auf Dauer damit abfinden? Erstmal loslegen, und dann werden wir Lösungen finden. Selbst Autobahnen werden wir nicht immer brauchen. Vielleicht sind sie schneller weg, als wir ahnen. Hier geht es darum, konsequent auf Wirtschaftswachstum durch Umwelttechnik zu machen. Das ist die Marktlücke der Zukunft und die Möglichkeit der Befriedung des Grundproblem Kapitalismus/Sozialismus, es hat also auch klar eine sehr tiefe politische Dimension. Wir brauchen Utopien, um da raus zu kommen, keine Mittelmäßigkeit. Das sollte uns in diesem Fall von der unverantwortlichen Ukraine unterscheiden. Heute abend, 19:30 ist im Mercure-Hotel in Nürnberg eine informative Desert-Tect Veranstaltung, um nur eine der viel-Komponenten Lösungen, die wirklich funktionieren, aufzuzeigen.

  21. #21 Irmi
    28. April 2011

    Sowas tut echt mal gut – ich hab schon ziemlich üble “Diskussionen” mitgemacht mit Leuten, die der Ansicht sind, Windkraftanlagen faschieren ihre Vögel und zerstören ihre schöne Aussicht. Ich finde eine elegante, schlanke Windkraftanlage in der Landschaft auch wirklich schön – jedenfalls deutlich schöner als die ganzen kitschigen Hotelkomplexe, die Tourismusregionen sonst zupflastern. Ganz abgesehen davon, dass erneuerbare Energien natürlich gerade zur Erhaltung der Ökosysteme beitragen.

  22. #22 Alderamin
    28. April 2011

    @Anhaltiner

    Drei unabhängige Beobachter hat er jedenfalls schon überzeugt, hier der Kurzbericht und der Originalreport:

    http://www.nyteknik.se/nyheter/energi_miljo/energi/article3144827.ece
    http://www.nyteknik.se/incoming/article3144960.ece/BINARY/Download+the+report+by+Kullander+and+Ess%C3%A9n+%28pdf%29

    Bestechung der Zeugen ist natürlich nie auszuschließen, aber die kalorimetrische Vermessung der erzeugten Wärme schließt laut Bericht bekannte chemische Reaktionen aus. Der fehlende Nachweis für Strahlung schließt auch bekannte physikalische Prozesse aus.

    Letzten Donnerstag soll ein weiterer Versuch im Beisein der Schweden durchgeführt worden sein mit verbesserter Messung. Der Bericht soll innerhalb der nächsten 8 Tage erscheinen.

    Ich bin eigentlich auch immer skeptisch wenn jemand eine großartige neue Erfindung oder Theorie entdeckt haben will, fand das Thema aber spannend genug, mal ein bisschen zu recherchieren und bin mittlerweile optimistisch, dass es sich nicht um Betrug handelt. Selbst die US-Verteidigungsbehörde DARPA nimmt das Thema mittlerweile ernst und die NAVY forscht daran.

  23. #23 Alderamin
    28. April 2011

    @ Kumi

    Nicht weglächeln. Lesen. Und sich dann eine Meinung bilden.

    http://www.lenr-canr.org/acrobat/LeviGreportonhe.pdf
    http://pages.csam.montclair.edu/~kowalski/cf/293wikipedia.html
    3400 Papers, 4688 Autoren – alles Spinner?
    http://www.lenr-canr.org/

    Es war, glaube ich, Bohr, der einmal sinngemäß gesagt hat “Wenn du ein Experiment machst, dass mit deiner Theorie übereinstimmt, hast Du eine Messung gemacht. Wenn du aber ein Experiment machst, das nicht mit deiner Theorie zusammenpasst, dann hast du eine Entdeckung gemacht.”

  24. #24 Andreas
    28. April 2011

    Ich hab mich schon immer gefragt, warum Leute die Windräder ganz furchtbar und als Verschandelung der Landschaft empfinden, ein Panorama ausschließlich aus monokulturellen Agrarflächen aber als ländliches Idyll und natürlich (sooo schön gelb, der Raps!). Wirklich (landschaftlich) schön find ich beides nicht, aber als “Symbol” für einen weniger zerstörerischen Umgang mit der Natur freu ich mich dennoch über Windräder. Mehr als über unkrautfreie Äcker.

  25. #25 Bjoern
    28. April 2011

    @Alderamin:

    3400 Papers, 4688 Autoren

    ‘tschuldigung, wo hast du diese Zahlen her? In deinen Quellen finde ich sie jedenfalls so nicht.

  26. #26 Alderamin
    28. April 2011

    @Bjoern

    Habe ich hieraus: http://pages.csam.montclair.edu/~kowalski/cf/293wikipedia.html

    “The on-line database at LENR-CANR.org lists 3,400 papers on cold fusion written by 4,688 authors and co-authors, as of April 2006. Most of these papers have been positive, and none of the authors has benefited financially or otherwise. On the contrary, many of them have seen their careers stalled or ruined because they pursue this research. [Beaudette, ibid.] So there does not appear to be any motive to commit fraud, and it would be difficult for roughly 4,000 people to commit fraud and keep this fact secret.”

    Es steht auch etwas von 1000 peer-reviewten Artikeln weiter oben in diesem Text.

    Zur DARPA: http://www.lenr-canr.org/acrobat/BarnhartBtechnology.pdf
    Zur NAVY: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,615430,00.html

    Zumindestens diese beiden Quellen kann man nicht einfach als Esotheriker abtun. Selbst wenn Rossi ein Betrüger sein sollte. Er wird schließlich an seinen Leistungen gemessen werden. Er sagt selbst, dass er all sein Geld in die 1 MW-Anlage steckt und nur bezahlt wird, wenn sie auch läuft. So einen Vertrag auf der Basis eines Betrugs zu unterschreiben, wäre eine ziemliche Vermessenheit.

  27. #27 Bjoern
    28. April 2011

    @Alderamin: Danke! Hatte ich beim Überfliegen übersehen…

  28. #28 knorke
    28. April 2011

    @Alderamin
    “dann brauchen wir bald keine Brennstoffzellen, Atomkraftwerke und Windräder mehr. Im Oktober, wenn eine 1 MW-Anlage in Griechenland und die Massenproduktion dieser Geräte an den Start gehen soll, sind wir schlauer.”

    http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Focardi-Rossi-Energiekatalysator

    Ich bin jetzt schonmal skeptisch.

  29. #29 Nedo
    28. April 2011

    …mich stören sie nicht auf dem Land, trotzdem, richtig viel Platz
    ist auf dem Meer und dort gibt es niemand den der Lärm stören könnte!

  30. #30 Andreas
    28. April 2011

    Hier was über die neue Rossi-Präsentation Ende März: http://www.nyteknik.se/nyheter/energi_miljo/energi/article3144827.ece

    Die schwedische Skeptiker-Vereinigung war mit dabei. Spannende Sache… also wenn das stimmt, dann scheint Signor Rossi endlich das Glück gefunden zu haben. 😉

  31. #31 Basilius
    28. April 2011

    @Alderamin
    Wäre ja toll, wenn da was dran wäre. Aber Skepsis schadet ja erst mal nicht. Die bisherige Erfahrung lehrt schon eher, daß die Zahl der Quacksalber höher ist, als die Zahl der bahnbrechenden Entdeckungen.

    Selbst die US-Verteidigungsbehörde DARPA nimmt das Thema mittlerweile ernst und die NAVY forscht daran.

    Da klingeln bei mir alle Warnglocken.
    Die beiden verlinkten Dokumente sind ja jetzt auch schon gute zwei Jahre alt. Hat sich seitdem nichts mehr weiter getan? Außerdem ist der Spiegel-Artikel eher skeptisch und benutzt zurecht viele Konjunktive. Abgesehen davon haben die beiden wohl wenig mit dem Herrn Rossi zu tun (außer dem prinzipiell selben Forschungsgebiet).

    Selbst wenn Rossi ein Betrüger sein sollte. Er wird schließlich an seinen Leistungen gemessen werden.

    Richtig! Wenn wir uns in Geduld üben, so werden wir schon noch sehen, was dabei herauskommt.

    Er sagt selbst, dass er all sein Geld in die 1 MW-Anlage steckt und nur bezahlt wird, wenn sie auch läuft. So einen Vertrag auf der Basis eines Betrugs zu unterschreiben, wäre eine ziemliche Vermessenheit.

    Ach, sagen kann man viel. Aber selbst wenn, mit der Methode sind einige Cranks einige Zeit lang ganz gut gefahren, bis die Sache letztlich doch aufgeflogen ist. Das ist manchmal so, wie bei dem Kerl, der beweisen wollte, daß er aus dem 56. Stock ohne Fallschirm springen kann. Als er im freien Fall beim 11. Stock angekommen war dachte er sich noch:
    Bis jetzt ging es ja ganz gut!
    ^_^

  32. #32 Anhaltiner
    28. April 2011

    “It’s then somewhat strange that the isotopic composition doesn’t differ from the natural.” Macht mich stutzig, bis jetzt hieß es immer 63Cu und 65Cu wurden in einem nicht natürlichen Verhältnis auftreten. Wahrscheinlich werden wir uns eher an Windräder gewöhnen (um mal wieder auf das eigentliche Thema zu kommen) als die Rossi-fusion zu feiern.

  33. #33 Katrin
    28. April 2011

    Endlich mal jemand, der auch findet, dass Windräder wie Riesenblumen aussehen…wenn sich bei dem Video die Räder noch im Takt der Musik (von Philip Glass übrigens) gedreht hätten, wäre es die Art Video, die ich immer mal von Windrädern drehen wollte…:)
    Hab mal ein nicht ganz stilechtes Haiku dazu geschrieben:
    Windräder breiten
    ihre drei Arme aus und
    tanzen Turbinenwalzer

    In diesem Sinne, lieber einen sanft rotierenden Windräderwald als rauchende Schornsteine und dampfende Kühltürme…

  34. #34 TheBug
    28. April 2011

    Noch mehr freut mich immer der Anblick, wenn mir auf der Autobahn ein Schwertransport mit Propellerblättern begegnet, was sehr häufig passiert. Das ist dann ein deutliches Zeichen dafür, dass sich was in einer sinnvollen Richtung tut.

  35. #35 Alderamin
    28. April 2011

    @Knorke

    Kenne den Artikel. Der sammelt sämtliche Infos, da stehen sowohl positive als auch negative Punkte drin, z.B.:

    “Da das Volumen der sichtbaren Geräte geschätzt werden kann, wurde von Interessierten im Internet (Usenet) versucht Kandidaten für eine herkömmliche chemische Reaktion zu finden, die in dem Volumen Platz finden könnten und ausreichende Wärme abgeben könnten, dabei Probleme wie Rauchbildung, Giftigkeit, Kosten oder Unbeherrschbarkeit der Reaktion ausklammernd. Während für die Vorführung im Januar tatsächlich die Möglichkeit einer herkömmlichen chemischen Reaktion nicht ausgeschlossen werden kann, findet sich kein derartiger Kandidat für das angebliche 18 Stunden Experiment im Februar.”

    Hier ist das zugehörige Paper: http://lenr.qumbu.com/index.php

    Eine gesunde Skepsis ist angebracht, es möge sich jeder selbst ein Bild machen, und ich will hier auch nicht behaupten, dass ein Betrug ausgeschlossen ist. Er erscheint mir nur nicht plausibel.

    Wie gesagt, am Ende wird Rossi an seinen Leistungen gemessen werden. Was ich seltsam finde ist das betretene Schweigen der Medien. Selbst wenn Rossi ein Betrüger sein sollte, wäre seine Demo vor der Swedisch Skeptics Society einen Artikel im Spiegel oder Fokus wert. Pons und Fleischmann haben jedenfalls kein Wasser vor den Augen unabhängiger Beobachter zum Kochen gebracht – wie auch immer.

    Zum Experiment am 21. April, das laut Esowatch nicht stattgefunden haben soll:
    http://www.mail-archive.com/vortex-l@eskimo.com/msg45495.html
    (ganzen Thread lesen!) Mats Lewan ist übrigens der Autor der Nyteknik-Artikel über Rossis E-Cat, die ich oben zitiert hatte.

  36. #36 nihil jie
    28. April 2011

    in der stadt (dorf) aus der ich komme hat mal jemand schon mitte der siebziger jahre ein windrad gebaut und damit sein hühnerstall mit strom versorgt. seine energie hatte der gute man in trecker baterien gespeichert. das windrad war durch und durch eine stahlkonstruktion. der mast war so ca. 20m hoch… so weit ich das noch überblicken kann. das steht da immer noch und sieht aus wie die alten windräder aus den western 😉
    wenn ich wieder in Polen bin mache ich mal ein foto von… das kann aber noch monate dauern bis ich da hinkomme 😉

  37. #37 BreitSide
    28. April 2011

    Aaaarrrghhhh! Kalte Fusion! Nicht schon wieder! Naja, wird vielleicht was in 50 Jahren. Bis dahin müssen wir halt Windrädchen und Siliziumscheibchen anpflanzen.

    Ich finde gerade die großen Windräder sehr beruhigend. Und je größer sie werden (Repowering), umso geringer die Drehzahl.

    @Andreas: genau, wir haben doch schon lange keine Natur-, sondern eine Kulturlandschaft.

    @BK: ich habe das Gefühl, Du pauschalisierst da gewaltig. Natürlich bedenkt der echte Umweltfreund erst einmal alle ökologischen Widrigkeiten. Das unterscheidet ihn halt vom AtomMonopolistenFan. Und ich finde es schon wichtig, zu wissen, wie sehr Vögel, Fledermäuse oder auch Bodentiere gestört/getötet werden können. Nimbys/StFloriansjünger aber haben nix mit Umweltschutz zu tun, nur mit eigenen Befindlichkeiten (siehe den Fred “es kribbelt im Spaten” oder so hier auf SB).

    @john: der Infraschall ist ja noch nicht einmal so stark wie die Demutspfeifen in der Kirche oder die Luftschwankungen in manchen Schlössern, die durch Infraschall ein grausiges Gefühl erzeugen.

  38. #38 SCHWAR_A
    28. April 2011

    @Alderamin:

    Was ich seltsam finde ist das betretene Schweigen der Medien. Selbst wenn Rossi ein Betrüger sein sollte, wäre seine Demo vor der Swedisch Skeptics Society einen Artikel im Spiegel oder Fokus wert.

    Die fragen bestimmt vorher e.on, Vattenfall etc., ob sie das dürfen…

    Zur Sache selbst:
    Ist denn sicher, daß der ‘geheime’ Katalysator selbst nicht die Energiequelle ist? Genau den darf ja vorerst niemand in die Hände nehmen und genau untersuchen. Wie oft muß der denn im Betrieb gewechselt werden und was kostet er? Ich bezweifle also eher die prognostizierten 1ct/kWh.

  39. #39 nihil jie
    28. April 2011

    nachtrag:

    ach was… ich beauftrage meinen kleinen cousin mit den machen von fotos… der langweilt sich doch so oder so *gg

  40. #40 Alderamin
    28. April 2011

    @Basilius

    Selbst die US-Verteidigungsbehörde DARPA nimmt das Thema mittlerweile ernst und die NAVY forscht daran.

    Da klingeln bei mir alle Warnglocken.

    Warum, gelten die DARPA und NAVY allgemein als unglaubwürdig? Die DARPA (bzw. deren Vorgängerorganisation ARPA) hat übrigens das Internet (ARPANET) erfunden.

    Die beiden verlinkten Dokumente sind ja jetzt auch schon gute zwei Jahre alt. Hat sich seitdem nichts mehr weiter getan?

    Schon. http://www.lenr-canr.org/FilesByDate.htm

    Außerdem ist der Spiegel-Artikel eher skeptisch und benutzt zurecht viele Konjunktive.

    Der Artikel versucht, neutral zu sein. Er fragt einen Experten der heißen Fusion zu dessen Meinung und natürlich glaubt der nicht daran, dass anderen im Reagenzglas gelingen soll, wozu ITER 18 Milliarden Euro ausgeben muss. Er sagt aber auch, das Experiment sei sauber.

    Das Argument ist ja immer, die Coulomb-Abstoßung sei bei Zimmertemperatur 40 Größenordnungen zu groß, um eine Fusion möglich zu machen. Das stimmt im leeren Raum. Die Frage ist, ob im Metallgitter mit freien Leitungselektronen andere Prozesse stattfinden, die eine Abschirmung der Protonladung ermöglichen oder über Neutronen ablaufen, die erst nach dem Einfang in Protonen und Elektronen zerfallen. Eine überzeugende Theorie hat noch niemand, aber vor einer Theorie sollte zunächst das Experiment kommen. Es kann nicht sein, dass ein sauber durchgeführtes Experiment (ich meine jetzt nicht Rossi) abgelehnt wird, weil es der aktuellen Theorie widerspricht, das ist unwissenschaftlich.

    Abgesehen davon haben die beiden wohl wenig mit dem Herrn Rossi zu tun (außer dem prinzipiell selben Forschungsgebiet).

    Jein. Die erfolgreichen Experimente sollen aber stets ein Palladium-ähnliches Metall (z.B. auch Nickel) und Wasserstoff oder Deuterium verwenden, sowie eine Elektrolyse. Diese Metalle können goße Mengen atomaren Wasserstoff in ihrem Gitter absorbieren (und wurden auch schon als Speicher für wasserstoffbetriebene Autos in Betracht gezogen).

    Ach, sagen kann man viel. Aber selbst wenn, mit der Methode sind einige Cranks einige Zeit lang ganz gut gefahren, bis die Sache letztlich doch aufgeflogen ist. Das ist manchmal so, wie bei dem Kerl, der beweisen wollte, daß er aus dem 56. Stock ohne Fallschirm springen kann. Als er im freien Fall beim 11. Stock angekommen war dachte er sich noch:
    “Bis jetzt ging es ja ganz gut!”

    Manch ein Crank mag ja so denken, aber ein Depp wird Rossi sicher nicht sein.
    Wie hat er Essen und Kullander hinter’s Licht geführt?
    Angenommen, er bekäme ein paar Millionen und macht sich dann aus dem Staub, wenn seine Anlage nicht funktionieren sollte. Bis dahin muss er damit rechnen, in allen Zeitungen weltweit abgebildet worden zu sein. Wo will er sich dann verstecken?

    Warten wir’s halt ab. Da man in der Presse bisher praktisch nichts hört, wollte ich einfach hier mal darauf hinweisen, dass hier möglicherweise etwas großes im Gange ist. Sorry, dass ich diesen Thread damit etwas off-topic leite.

    Ich finde Windräder übrigens auch wesentlich schöner anzusehen, als 380 kV-Leitungen (wie ich sie in der Nähe meines Hauses habe). Ich denke allerdings, mit Wind, Sonne, Wasser alleine werden wir Kohle, Gas, Öl (die gehen uns irgendwann aus!) und Kernkraft nicht ersetzen können und deshalb die heiße oder hoffentlich die kalte Fusion für die Grundversorgung brauchen. Und viele 380 kV-Leitungen 🙁

  41. #41 Basilius
    28. April 2011

    @Breitside
    Demutspfeifen in Orgeln?
    Hatten wir das Thema (ja, ich weiß, ist hier O-Topic) nicht schon mal vor kurzem an anderer Stelle?
    Also kurz gesagt tendiere ich zur Ansicht, daß die Dinger ein Ammenmärchen sind.
    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/28._Mai_2007#Demutspfeife_.28Gel.C3.B6scht.29

  42. #42 Jürgen Schönstein
    28. April 2011

    Vielleicht sollte man die Windräder eher im Stil von Holländerwindmühlen, Bockwindmühlen oder sonst einem historisierenden Stil bauen … ist nur halbernst gemeint, aber vielleicht wär’s ja doch auch ein paar Gedanken wert, wie man gegebenenfalls die Ästhetik der Anlagen verbessern bzw. besser der konkreten Umgebung anpassen könnte. Dann kann Windenergie richtig schön sein.

  43. #43 Alderamin
    28. April 2011

    @SCHWAR_A

    Ist denn sicher, daß der ‘geheime’ Katalysator selbst nicht die Energiequelle ist? Genau den darf ja vorerst niemand in die Hände nehmen und genau untersuchen. Wie oft muß der denn im Betrieb gewechselt werden und was kostet er? Ich bezweifle also eher die prognostizierten 1ct/kWh.

    Nichts ist sicher. Rossi sagt zwar, der Katalysator sei billig (und nicht radioaktiv)
    http://www.mail-archive.com/vortex-l@eskimo.com/msg44879.html
    aber er hält ihn geheim.

    Auf der anderen Seite: bei der Reaktion wird mehr Energie frei, als bei irgendeiner bekannten chemischen Reaktion. Könnte ja dann z.B. ein radioaktiver Stoff sein, der zerfällt. Dann hätte Levi aber Strahlung messen müssen, und das ganze ließe sich nicht einfach an- und ausschalten. Alan Fletcher kann theoretisch eine super-effiziente Wärmepumpe nicht ausschließen. Wie auch immer, eine solche Energiequelle, Fusion oder nicht, wäre in jedem Fall eine bedeutende wissenschaftliche Entdeckung.

    Die Geheimniskrämerei von Rossi und seine widersprüchlichen Aussagen machen ihn natürlich verdächtig. Auf der anderen Seite: er hat ein Patent verweigert bekommen und somit keinerlei Schutz. Wenn er alles offen legte, dann würden kurz danach die Chinesen oder sonst wer mit einem eigenen Produkt auf den Markt kommen.
    Eher frage ich mich vielmehr, warum er es überhaupt publik macht und seine Fabrik nicht heimlich fertigstellt. Möglicherweise war das eine Bedingung für die Genehmigung der Fabrik.

  44. #44 SCHWAR_A
    28. April 2011

    @Alderamin:

    Ich könnte mir zB. folgendes vorstellen:

    Zwischen zwei sehr planparallelen Metallplatten (Katalysator) mit µm Abstand wird das feinste Ni-Pulver im Wasser durchgedrückt (2 – 20bar). Dabei erhält ein Ni-Partikel nahe der einen Wand durch die Casimir-Kraft eine Beschleunigung in Richtung gegenüberliegende Wand, von dort wieder zurück, usw. Letztendlich wird dadurch die Wärme erhöht.

    Ist nur so ‘ne Idee… Patentfähig?

  45. #45 Anhaltiner
    28. April 2011

    Aus einem 50cm3 gerät hat Rossi 90MJ an Energie rausgeholt – das macht 1800MJ/ltr (1,8TJ/m3) . Gibt es einen chemischen Stoff mit ähnlichen Werten? Wo kommen eigentlich die 25bar Wasserstoff her? Egal wie man es dreht – bald werden wir erleuchtet sein – Messfehler oder Ungenauigkeiten scheiden aus: entweder Rossi-Effekt oder Rossi-Betrug, spätenstens nächstes Jahr wissen wir es genau. Solange können wir noch Windräder im Bau knipsen.

  46. #46 Alderamin
    28. April 2011

    @SCHWA_RA

    Ich hab’ selbst mal ein Patent geschrieben. Patentfähig ist, was neu ist (sich wesentlich von der State-of-the-Art unterscheidet), nicht zuvor veröffentlicht wurde, und ein konkretes technisches Problem löst. Es muss dabei nicht unbedingt funktionieren, das kann das Patentamt gar nicht beurteilen. Es sollen sogar einige Perpetua Mobilia patentiert worden sein. Nicht patentierbar war hingegen ein Verfahren, gesunkene Schiffe statt mit Luft durch Vollpumpen mit hohlen Kunststoffbällchen zu heben. Grund: in einem Micky-Maus-Heft war die Methode zuvor schon beschrieben worden und somit vorab veröffentlicht! Hat mir ein Patentanwalt so erzählt. Dank Deiner Beschreibung hier ist die Patentfähigkeit also soeben erloschen….

    Ich will mich gar nicht in Spekulationen über den Mechanismus der kalten Fusion ergehen, davon habe ich zu wenig Ahnung. Die Theorien der Experimentatoren scheinen mir auch größtenteils recht weit hergeholt, die sind besser im Experimentieren als im Theoretisieren.

    @Anhaltiner: Fletcher-Paper: http://lenr.qumbu.com/index.php

  47. #47 noch'n Flo
    28. April 2011

    @ FF:

    Gib es zu – das Video hast Du von der pöhsen Windradmafia bekommen. 😉

  48. #48 knorke
    28. April 2011

    @Aldemarin
    Wenn ich lese, dass der Herr einen Titelmühlentitel vor sich hertrug, bis mal wer nachgefragt hatte, dass keine Arbeit dazu (trotz der scheinabren wissenschaftlichen Großtat) peer reviewed veröffentlicht wurde bzw. der Versuch abgelehnt wurde (warum?), und dass der Strom zum “Anheizen” laut Esowatch Artikel durchaus aus der Steckdose durchaus auch die Energieabge abdecken kann (insbesondere wenn man sich anguckt, dass bei der Energie- bzw. Wärmeabgabe offensichtlich “sehr optimistisch” der Durchfluss der Pumpe bei der Energieabgebaeberechnung “überschätzt” wurde) dann ist das für alles mehr als ein Alarmsignal.
    Auf Esowatch gibt es mehrere Artikel zu “Superhirnen”, die mit kalter Fusion, freier Energie, perpetui mobilae (is der plural korrekt? mein kleines Latinum is ne Weile her) und Ähnlichem erstmal Gelder einsammeln wollten. Und dort gibt immer das gleiche Stickmuster: Fantastische Life-Versuche mit Traumergebnissen, ohne das jemand Neutrales sämtliche Untersuchungsbedingungen gegen Manipulation absichern konnte, vorgetäuschte zeitnahe Marktreife, ein Netzwerk von Scheinfirmen und Scheinakademikern, Nobelpreiswürdige Erfidungen ohne dass Grundlagenforschung dazu peer reviewed veröffentlicht wurde, lediglich Erfolgsgeschichten und scheinbare seriöser Leumund, aber ohne Belege und ohne ausreichende Angaben um diese von anderen machen zu lassen, theoretische Vorhersagen treffen nicht ein und und und. Da müffelt was was, und zwar ziemlich streng.

  49. #49 BK
    28. April 2011

    @ BreitSide
    Möglich, dass ich da pauschalisiert habe.
    Trotzdem verstehe ich so manche Dinge nicht.
    Natürlich denke auch ich zuallererst an ökologische Kriterien, und man muss natürlich auch keinen Windpark mitten in ein Naturschutzgebiet stellen, da wäre ich auch vehement dagegen. Aber von vorneherein jegliche Baumaßnahmen zum Ausbau der Windkraft und der Netzinfrastruktur abzulehnen, wie das manche tun (das weiß ich aus eigener Erfahrung), halte ich wirklich für falsch..und auch für fundamentalistisch.

  50. #50 BreitSide
    28. April 2011

    @BK: da verstand ich Dich glaubich ein wenig miss.

    Ich würde die, die aus Fundamentalopposition gegen Alles sind, auch nicht als Umweltfreunde bezeichnen. Obwohl Manche wohl auch in Umweltverbänden aktiv sind. Und dann hat man es natürlich schwer, die Extremmeinungen vernünftig zu verarbeiten.

    Dabei hast Du sicher einen sehr schweren Stand. Toll, dass Du Dir diese Arbeit freiwillig aufhalst.

    @Basilius: nicht mal die legendären Demutspfeifen gibts? Dann spricht noch weniger für eine Belastung durch Infraschall. Wobei ich eine Frequenz von 1 Hz nicht mehr als Schall bezeichnen würde. Da spielt die Frequenz für die Belastung sicher gar keine Rolle, nur das Schallereignis an sich, also Form und Höhe des einzelnen Peaks. Sind also diese Bedenken auch vom Tisch.

  51. #51 AlteWeser
    28. April 2011

    Ich finde die Masse an Windrädern in meiner Heimat (Küste) keinesfalls schön. Wer in der Nähe wohnt, der hört ständig ein intermittierendes Rauschen der Blätter. Und man hört das Summen des Getriebes. Dazu kommt der manchmal irritierende Schattenschlag. Mitten auf dem Land hat man Nachts dadurch einen ständigen Geräuschpegel.

    Aber: diese Nachteile sind der Preis, den man für die Energieerzeugung zahlen muss. In ein paar Jahrzehnten(!) werden wir zu schätzen wissen, diese Energieerzeugung zu haben. Wenn AKWs und fossile Brennstoffe beginnen,unbezahlbar zu werden.

  52. #52 Alderamin
    28. April 2011

    @knorke

    Titelmühle: ich sag’ nur Guttenberg… aber gut.

    Peer Review: das Thema Kalte Fusion hat es in Peer Reviews seit 1989 schwer, weil es ja “physikalisch unmöglich” sei. Ich hab’ selbst früher auch mal peer-reviewed, da wurden dann z.B. die Papers vom Konkurrenz-Institut besonders gescannt und möglichst niedergemacht. Zumindest hat Rossi es versucht, genau so wie das Patent.

    Heizleistung: 12 kW durch die dünnen Drähte zu leiten ist zumindest mutig; Fletcher schließt das aus (und Levi hatte in dem 18-h-Test sogar kurzzeitig mal 130 kW gemessen)

    Pumpleistung: Wegen dieser Kritik will Rossi ja die Messung wiederholt haben (21. April), nächste Woche gibt’s voraussichtlich neues im Nyteknik oder direkt von Essen/Kullander.

    Wie dem auch sei. Natürlich ist Esowatch skeptisch, natürlich reichen zwei Verifikationen, die noch dazu beide vom Erfinder gemacht wurden, nicht aus, alle Zweifel auszuräumen, schon gar nicht mit dieser Vita. Aber die Motivation, so was zu faken, wohlmöglich in finanzielle Vorleistung gehen zu müssen, um dann abzutauchen, obwohl man durch die Presse ging, scheint mir auch nicht überzeugend zu sein.

    Warten wir’s ab, ich werd’s jedenfalls weiter verfolgen, und wen’s interessiert, der ist jetzt auf die Spur gesetzt.

  53. #53 AlteWeser
    28. April 2011

    Jahrzehnte(?)….. nicht Jahrzehnte(!)

  54. #54 Tommek
    28. April 2011

    Hallo Florian
    Bin genau deiner Meinung.
    Wind und Solar SInd die Zukunft der Energie. Hab auch schon bei youtube einiges über Freie Energy mit Magneten und so weiter gesehen, das währe denk ich mal der nächste schritt.

  55. #55 Florian Freistetter
    28. April 2011

    @Tommek: “ab auch schon bei youtube einiges über Freie Energy mit Magneten und so weiter gesehen, das währe denk ich mal der nächste schritt. “

    Äh… nein. “Freie Energie” ist Szene-Sprech für “Perpetuum Mobile” (die Öffentlichkeit hat ja mittlerweile doch mitbekommen, dass sowas Unsinn ist). Die ganzen “freien Energien”, “Nullpunktenergien” und wie sie alle heissen sind Unsinn die nichts mit vernünftiger Wissenschaft zu tun haben. Die einzigen die damit erfolgreich sind, sind die Leute die es schaffen diversen Anlegern dafür Geld aus der Tasche zu ziehen.

  56. #56 koi
    28. April 2011

    @Basilius, @BreitSide
    Off Topic und kleine Anektode zu den Demutspfeifen.
    Ein befreundeter (Hobby)Organist hat mir mal erzählt, dass der Wirkung wegen schon mal die beiden tiefsten Töne der Pedale auf dem tiefsten Register gleichzeitig gespielt werden. Das gibt dann eine schöne Schwebefrequenz die ganz tief im Infraschall Bereich wirkt.
    Bei einem tiefsten Ton C von ca. 16,4 Hz bekommst du zwischen C und Cis nach der Formel |f1-f2|/2=fs eine Schwebung um 0,7 Hz hin.
    Das Tiefe C mit 16,4 Hz ist angeblich bei größeren Orgeln keine Seltenheit (sogenannte 32′ Register). Laut Wiki (Orgeln) sollen sogar manchmal 8,2 Hz vorkommen
    Möglicherweise ist das der Ursprung der Demutspfeife, ich habe davon aber noch nichts gehört.

  57. #57 BreitSide
    28. April 2011

    @Tommek: auch das mit den Magneten ist meistens Bullshit. Klar brauchen E-Motoren Magnete zum Funktionieren, aber sie erzeugen keine Energie. Auch nicht mit Armbändern.

    @FF: klar hattest Du auch Magneten gemeint, habs nur der Vollständigkeit halber genannt.

  58. #58 Anhaltiner
    28. April 2011

    @Tommek Der nächste große Schritt ist die Nutzung einer “künstlichen Sonne“.

  59. #59 F.J.
    28. April 2011

    Ich wohne hier im Norden und ich finde die WKAs nicht wirklich schlimm. Was dann aber doch nervt, ist die Vielzahl dieser Anlagen. Sobald ich die Stadt mal mit dem Auto oder Bahn verlasse, sind überall WKAs. Im Wangerländer Raum wurde ja wenigstens darauf geachtet, dass die WKAs nicht überall wahllos aufgestellt werden. In Hooksiel werden nebenbei noch WKAs getestet. In den letzten Jahren hat sich schon sehr viel getan. Zu Anfang waren die WKAs verdammt laut. Die Monopteros-Anlagen sind mir als die lautesten Anlagen im Gedächtnis geblieben. Diese Anlagen haben jede für sich einen ohrenbetäubenden Krach von sich gegeben, der klanglich und von der Lautstärke her sehr stark an Düsenjäger erinnerten. Zum Glück haben sich diese Typen nicht durchgesetzt und wurden mittlerweile abgerissen.

    Die heutigen Anlagen sind alle recht leise oder in der Umgebung nicht hörbar. Wichtig für die Optik ist es, dass möglichst alle Anlagen eines Parks annähernd baugleich sind. Es wirkt schnell nervtötend, wenn die Anlagen alle unterschiedlich schnell drehen und auch in unterschiedlichen Richtungen drehen. Solang alle gleichmässig und in die gleiche Richtung drehen, wirkt es noch entspannend.

    Im Norden sind Windmühlen seit Jahrhunderten ein ganz normales (Landschafts-) Bild. Mittlerweile stehen nicht mehr so viele von den alten Mühlen, aber füher war es gang und gäbe. Wenn sich die Designer mal mehr anstrengen würden, sodass die WKAs schöner anzusehen wären und ähnlich wie die alten Mühlen WKAs in Häuser Platz fänden, wäre schon viel gewonnen.

    Die Offshore-WKAs sehe ich mit gemischten Gefühlen. Auf dem offenen Meer kommt es öfter zu Vogelschlag, als an den Binnen-WKAs. Für die Vogelwelt ist das natürlich “uncool”. Für die Tiere unterhalb der Wasseroberfläche zeichnet sich ein anderes Bild. So haben einige Fischarten schon bemerkt, dass die Fischerboote zwischen den Offshore-WKAs nicht fischen. Fluch und Segen sind da nah beieinander. Nur Offshore-Anlagen erreichen halt eine grössere Ausbeute. Über die Nordsee dröhnt eigentlich immer ein starker und oft kontinuierlicher Wind.

  60. #60 BreitSide
    28. April 2011

    Anhaltiner·
    28.04.11 · 19:55 Uhr

    @Tommek Der nächste große Schritt ist die Nutzung einer “künstlichen Sonne”.

    …in 50 Jahren…

    …und das seit 50 Jahren…

  61. #61 Basilius
    28. April 2011

    @koi
    ⇒hier ist unsere kleine Exkursion zu den Demutspfeifen.
    Zieht sich etwas hin und wandert auch mal vom Thema weg, kommt aber wieder hin. Aber es ist ja auch ein Gespräch auf der Spielwiese. Da neigen die meisten Kommentatoren dazu ihre Schrulligkeiten eher zu polieren. Bitte also nicht wundern.
    ^_^

  62. #62 koi
    28. April 2011

    @Basilius
    Danke, ich hatte jenen Thread schon aufgegeben, nicht genügend Zeit 🙁

  63. #63 Stefan W.
    29. April 2011

    Das deutsche Kitschhirn hasst die Moderne und die Zivilisation. Schon vor ca. 20 Jahren wunderte ich mich, wie viele Leute der Meinung waren, eine runde Satellitenschüssel an der Wand oder auf dem Dach sei eine optische Belästigung – die die Schornsteine und Stabantennen aber nicht als störend empfanden.

    Das basiert alles auf Einbildung.

    Neulich kam mir die Erkenntnis, dass es keinen zwingenden Grund gibt alte Kirchen schön zu finden. Dass es mir völlig frei steht, zu finden was ich will, und sei es 180° verschieden von dem, was scheinbar alle finden, und in der Tat, diese hässlichen, mächtigen, dunklen Dome und Münster, Barocke Ungetüme, die herrschsüchtig alles um sich erdrücken, und drohend vom Untergang des Abendlandes künden – hinweg mit dem Schund, dieser Antibaukunst, der psychologisch-architektonischen Kriegsführung.

    Man muss sich nur ein freies Urteil gestatten.

    Das Windrad ist bei allen romantisch gleichgeschalteten Biobröseln aus urbanem Umfeld beliebt, wenn es in Holland steht, mit Leinwand bespannt ist, und 200 Jahre alt – dann ist es plötzlich schön. Genauso wie dieser dümmliche Kerzenkult – oh wie romantisch! Es ist nicht romantisch – es stinkt, es ist dunkel, und es erhöht die Brandgefahr. Klar – wer eine häßliche Freundin hat, die ein wenig aus dem Mund müffelt, dem kommt eine Bienenwachskerze zu paß. 🙂

  64. #64 AlteWeser
    29. April 2011

    @F.J.: Kiek an, noch einer der Hooksiel kennt ;-))

    Deine Anmerkung zur Baugleichheit, gleiche Drehrichtung usw. stimme ich zu. Auch wenn es mir zuvor gar nicht bewusst war. Wieviel man von den Rädern hört hängt allerdings auch stark von der Windrichtung ab.

    Richtig ärgerlich fand ich die Reaktion der Verantworlichen auf der Insel Wangerooge: bloß keine Windräder ins Wasser, dann würde man sie am Horizont sehen, das schade dem Tourismus. Aber Strom will man natürlich haben, der kommt ja vom Festland (wo allerdings der Horizont voll von Windmühlen ist).

    Man will keine AKWs, keine Kohlekraftwerke, keine neuen Hochspannungsleitungen… wo verdammt noch mal soll die Energie denn herkommen?? Da sind die Windräder immer noch nicht schön, aber das kleinere Übel.

  65. #65 Tommek
    29. April 2011

    @Florian

    Einige Experimente zu diesem Thema (Freie Energy) sahen ganz vielverprechend aus. Bin zwar kein experte und weiß ne ob das alles fakes sind aber meiner Meinung, umsetzbar in eventuell größeren anlagen. Das die Magnete nicht ewig halten ist mir auch klar und abrieb an bestimmten stellen wird es immmer geben. So ein GEnerator hält ja auch ne Ewig. Also ist das mit dem PM schonmal quatsch.
    Hab mal 2 solcher experimente rausgesucht. Gibt natürlich tausende.
    Viel Spass beim gucken.
    http://www.youtube.com/watch?v=icTeEATQlDU&feature=related

  66. #66 F.J.
    29. April 2011

    @AlteWeser: Moin Moin, jo ich hause nebenan in Wilhelmshaven. Ich brauch nur nach Norden spucken, dann treff ich wahrscheinlich schon einen Hooksieler…^^

    Eine ähnliche Tourismus-Diskussion gab es im Wangerland auch schon. Eigentlich wa das gar nicht mal so schlecht. Denn es führte dazu, dass nicht jeder Bauer auf seinem Hof einfach eine WKA hin bauen konnte, so wie die Frisur grad liegt. Stattdessen wurden die Interessenten in einer Gemeinschaft gebündelt und Windparks gebaut. Diese Art Konzentration der WKAs ist besser, als wenn jetzt auf jedem Buernhof so ein Teil rum nüdelt.

    Für die Touristen wurde alles so geplant, dass die Anlagen möglichst gar nicht zu sehen waren. Doch irgendwann gehen einem die Flächen aus und man kann nicht immer Rücksicht auf Leute nehmen, die nichtmal in der Gegend wohnen.

    Die Zeiten haben sich auch geändert. Die Akzeptanz der WKAs ist heute höher und man nimmt sie auch nicht immer wahr. Was man immer vor Augen hat, ist irgendwann wie “ausgeblendet” – wenn es nicht superpottenhässlich ist und nicht zu laut.

    Es gibt auch schon nicht wenige Touristen, die auch wegen der Technik einen Abstecher im Urlaub machen, um sich z.B. im Windpark Hoohksiel schlau zu machen. Denn dort wird ja nicht nur geforscht und getestet, sondern auch Öffentlichkeitsabeit vor Ort geleistet.

    Laut Umfragen, die mal hier im Norden sowohl unter Einheimischen, als auch Touristen gestartet wurden, haben mehrheitlich beide Gruppen die WKAs vollkommen als zur Landschaft zugehörig bewertet.

    Dann scheint Wangerooge den Trend also total verpennt zu haben.

  67. #67 Basilius
    29. April 2011

    @Tommek
    Es tut mir recht herzlich leid, aber für jeden, der sich auch nur ein bisschen in Physik auskennt ist es so offensichtlich, daß der ganze Bohei um “Freie Energie” nur ein versteckter perpetuum mobile Quatsch ist, daß die meisten schon gar nicht mehr drüber diskutieren wollen. Das Thema war schon so gut wie tot, als es erfunden wurde.
    Schade eigentlich, weil schick wäre das ja schon.

  68. #68 Tommek
    29. April 2011

    Ok.
    Ihr seid die experten:)
    Aber nicht traurig sein wenn es doch malk jemand schafft auf diese Weise energy zu gewinnen:-P
    Spaß bei seite.
    Aber eins ist klar durch magneten kann man einiges an Enery Sparen. Falls ihr einen eigenen Zähler habt. Haltet mal einen der min. 500 kg zieht an den StromZähler. Obendrauf am besten. Aber vorsicht nicht gegen Metall kommen. kriegt man sehr schwer wieder ab. Und ne weitersagen… Lg Tommek

  69. #69 Basilius
    29. April 2011

    @Stefan W

    Das deutsche Kitschhirn hasst die Moderne und die Zivilisation.

    So wahr wie traurig.
    Eine Salatschüssel an der Hauswand ist ja sooooviel häßlicher als die stilisierten Fischgrätenskelette hoch oben auf dem Dach. Das habe ich auch nie begriffen.

    Neulich kam mir die Erkenntnis, dass es keinen zwingenden Grund gibt alte Kirchen schön zu finden.

    Natürlich nicht. Wer was anderes behauptet, der will Dir nur sein eigenes Ästhetikempfinden aufzwingen. Dagegen verwehre ich mich zutiefst. Die gebotene Liberalität in Geschmacksfragen verstehen aber leider meist nur Menschen, welche einen von der allgemein gefühlten Norm etwas abweichenden Geschmack haben, weil diese mit dem Problem konfrontiert werden. Ich kucke übrigens gerne alte Kirchen an. Auch von innen. Aber nur, wenn gerade keine kultischen Handlungen vollzogen werden.
    ^_^

  70. #70 Alderamin
    29. April 2011

    @Breitside

    …in 50 Jahren…

    …und das seit 50 Jahren…

    Das ist alles eine Frage des politischen Willens. Der Druck tut einfach noch nicht weh genug, solange billige Kohle und Öl noch verfügbar sind und die Klimaänderung angeblich natürlich ist (für manche, jedenfalls).

    In den vergangenen Jahren hat man immerhin erreicht, die (heiße) Fusion zu zünden und mittlerweile auch mehr Energie herauszuholen, als man hineinsteckt. ITER ist im Bau und wird 10-20 Minuten lange Brennphasen ermöglichen, bei denen 10-mal mehr Energie frei wird, als hineingesteckt wurde.

    Danach folgt den Plänen nach mit DEMO ein Reaktor, der eine kommerzielle Nutzung demonstrieren soll. Und danach können die ersten Kraftwerke gebaut werden.

    Neben Tokamak und Laserfusion gibt’s übrigens noch einen dritten Ansatz, der vielleicht schneller zum Ziel führen könnte.

    http://www.technologyreview.com/business/23102/?a=f
    http://en.wikipedia.org/wiki/General_Fusion

    Langfristig werden wir eine solche Technologie für die Grundlast brauchen. Wir können in absehbarer Zeit vielleicht die Hälfte des aktuellen Stromverbrauchs aus regenerativen Quellen abdecken. Wenn aber 2050 fast alle Autos elektrisch fahren sollen, dann wird der Bedarf noch einmal deutlich zunehmen. Da alle fossilen Rohstoffe begrenzt sind und möglicherweise noch in diesem Jahrhundert verbraucht sein werden, ist Fusion neben Fission, Geothermie und den regenerativen Energien die einzige Quelle, die langfristig verfügbar sein wird.

    Außerdem ist Öl als Grundstoff der chemischen Industrie viel zu wertvoll, um es einfach zu verheizen.

  71. #71 AlteWeser
    29. April 2011

    Sorry, einmal kurz off topic
    @F.J.: Dann viele Grüße vom TCN.

  72. #72 Maja
    29. April 2011

    Das wäre doch DIE Gelegenheit für HW und sein Auftriebsstäbcheninderröhre. Alle Energieprobleme beseitigt.

  73. #73 Alderamin
    29. April 2011

    @Tommek

    Das Problem mit den PMs ist, dass Energie nicht aus Nichts entsteht, sondern erhalten bleibt. Materie ist eine besondere Form der Energie. Z.B. bestehen 95% Deiner Masse aus reiner Bindungsenergie zwischen den Quarks in den Protonen und Neutronen Deiner Atome. Genausowenig, wie sich Materie aus Nichts bilden lässt, lässt sich Energie aus Nichts erzeugen.

    Das Problem mit der Nullpunktsenergie ist: Das Vakuum hat sehr wahrscheinlich eine Energie, die z.B. durch den Casimir-Effekt nachweisbar ist, der zwei eng benachbarte Platten zusammendrückt. Es entstehen im Vakuum permanent virtuelle Teilchen, die sich gleich wieder gegenseitig vernichten, als Folge der Heisenbergschen Unschärferelation, die unter anderem besagt, dass die Energie in einem beliebig kurzen Messintervall “unscharf” ist , d.h. insbesondere nicht 0. Zwischen zwei eng benachbarten Platten haben nun aber Teilchen, deren Wellenlängen länger als der Plattenabstand sind (alle Teilchen haben eine “de-Broglie-Wellenlänge”) keinen Platz, also entstehen sie nur außerhalb der Platten und somit besteht von außen mehr Druck als zwischen den Platten, was die Platten zusammendrückt. An den Platten wird also Arbeit verrichtet, also Energie frei.

    Nun gut, jetzt sind sie zusammengedrückt und dann? Ohne gleichen Energieaufwand, der frei geworden ist, bekommt man sie nicht gegen den Casimir-Druck wieder auseinander, um weiter Energie zu gewinnen. So geht’s also nicht.

    Man muss immer ein Energiegefälle haben, um die Energie nutzen zu können. Ein Kraftwerk funktioniert nur, wenn man mit dem Dampfdruck gegen eine kühle Umgebung Arbeit verrichten kann. Man kann eine Wärmekraftmaschine alleine durch den Temperaturunterschied zweier Reservoirs betreiben (Carnot-Prozess). Daher nützt einem eine Vakuumenergie nichts, weil es kein kälteres Reservoir als das Vakuum selbst gibt.

    Es sei denn, wir leben in einem “falschen Vakuum”, das einen höheren Energiezustand als ein “echtes Vakuum” hat, d.h. eine geringere Vakuumenergie. Der Übergang von einem falschen zu einem echten Vakuum würde gewaltige Mengen Energie freisetzen und wird als Antriebsprozess der frühen Expansion des Universums (kosmische Inflation) betrachtet. Allerdings möchte man auf diese Weise keine Energie gewinnen, denn der einmal gestartete Phasenübergang vom falschen zum echten Vakuum ließe sich nicht mehr anhalten und würde unser Weltall buchstäblich zerreissen.

    http://en.wikipedia.org/wiki/False_vacuum

    Dann doch liber Windräder…

  74. #74 Basilius
    29. April 2011

    @Maja
    Kennst Du die Geschichte vom Zauberlehrling? Die Geister die ich rief….
    Aber ganz abgesehen davon bin ich nach wie vor der Ansicht, daß man sich über den “glorreichen Erfinder” des Auftriebskapillars nicht extra noch lustig machen muss. Letztlich ist der Mensch zu bedauern und kann einem wirklich leid tun.

  75. #75 F.J.
    29. April 2011

    @AlteWeser: Och, OT isses eigentlich ja nicht. Auf dem Weg dorthin begegnet man ja vielen WKAs, die besonders hässlich platziert wurden. Bist also auch quasi um´s Eck. Wie kommt dann “AlteWeser” zustande? Ist ja schon etwas weiter weg…

  76. #76 AlteWeser
    29. April 2011

    “AlteWeser”? Irgendeinen Namen muss man ja haben und der Leuchtturm gefällt mir. War früher glaube ich auch als Windrad genutzt ;-)))))

  77. #77 Basilius
    29. April 2011

    @Alderamin
    Ist jetzt zwar auch schon länger her, aber ich glaube, ich bin Dir noch die eine oder andere Antwort/Erwiderung schuldig geblieben.

    Warum, gelten die DARPA und NAVY allgemein als unglaubwürdig?

    Entschuldige bitte. Das ist ein Mißverständnis. Ich habe mich hier wohl nicht ganz klar verständlich ausgedrückt. Ich meinte nicht, daß die DARPA oder Navy unglaubwürdig wären (also jedenfalls nicht grundsätzlich, aber das hängt auch schwer vom Thema und Kontext ab…). Was ich zum Ausdruck bringen wollte ist, daß gerade in den typischen Panik/Verschwörungstheorie/Bahnbrechendes-Sonstiges/Meldungen gerne solcherlei Institutionen (sehr beliebt auch die NASA) missbraucht werden, um der Behauptung mehr Gewicht zu verleihen. Ich wollte nicht anzweifeln, daß die möglicherweise (also zumindest die DARPA jedenfalls) grundsätzlich ebenfalls im Thema kalte Fusion forschen könnten. Aber so oder so arbeiten die ja eher nicht mit dem Herrn Rossi zusammen. Also sehe ich das noch nicht als Bestätigung für seine optimistischen Erfolgsmeldungen. Jetzt klarer geworden?

    Danke auch für die Verlinkung der aktuelleren Dokumente. Vielleicht gönne ich mir die Zeit am Wochenende.

    Manch ein Crank mag ja so denken, aber ein Depp wird Rossi sicher nicht sein. Wie hat er Essen und Kullander hinter’s Licht geführt?

    Weiß ich nicht, aber das ist noch lange kein Grund anzunehmen, daß der Herr Rossi eine saubere Weste hat. Die im Netz nachlesbare Reputation spricht hier wohl doch eher für Vorsicht. Zumal es schon viele Beispiele gibt, wo ein Scharlatan die Leute reihenweise genarrt hat und sich hinterher jeder fragte, wieso man den nicht früher entlarvt hat.

    Angenommen, er bekäme ein paar Millionen und macht sich dann aus dem Staub, wenn seine Anlage nicht funktionieren sollte. Bis dahin muss er damit rechnen, in allen Zeitungen weltweit abgebildet worden zu sein. Wo will er sich dann verstecken?

    Nach der Begründung hätte auch das Fälschen einer Doktorarbeit keinen Sinn, da es ja doch sehr wahrscheinlich ist, daß man früher oder später auffliegt. Trotzdem wird es immer wieder versucht. Ich vermute mal, daß diese “Agenten” entweder ziemlich naiv bis dumm, oder sehr verzweifelt sind (oder natürlich beides).

    Warten wir’s halt ab. Da man in der Presse bisher praktisch nichts hört, wollte ich einfach hier mal darauf hinweisen, dass hier möglicherweise etwas großes im Gange ist. Sorry, dass ich diesen Thread damit etwas off-topic leite.

    Guter Vorschlag und kein Problem. Interessant hörte es sich auf jeden Fall an, auch wenn ich sehr skeptisch verbleibe.

  78. #78 Alderamin
    29. April 2011

    @basilius

    Ich hatte den NAVY-Verweis selbst aus Spiegel zitiert, weil ja die Meinung verbreitet ist, kalte Fusion (mal unabhängig von Rossi) sei mit Sicherheit wissenschaftlicher Unfug. Wenn nun die NAVY sich damit beschäftigt und auch noch in 2009 Alpha-Strahlung nachweist, dann lässt das vermuten, dass kalte Fusion per se eben doch nicht so unsinnig zu sein scheint.

    Das sagt noch nichts über Rossi aus. Seine Reputation ist nicht toll, das ist wahr. Er hat auch schon im Gefängnis gesessen, weil er gegen Umweltauflagen verstoßen hat. Was ich im Berufsleben über Italien gelernt habe, ist, dass da rechtlich nicht immer alles so sauber läuft, wie bei uns. Im italienischen Durchschnitt ist Rossis Vita daher wohl weniger auffällig als sie es bei uns wäre. Außerdem gibt es da noch Prof. Focardi, der wohl die theoretische Arbeit geleistet hat und über den nichts negatives in Esowatch steht. Aber darum geht es gar nicht.

    Es geht vielmehr darum, dass er unabhängigen Wissenschaftlern vorgeführt hat, dass eine extreme Energiemenge freigesetzt wurde. Man kann nun theoretische Überlegungen anstellen, wie ein Fake beschaffen sein könnte, der auf bekannten Prozessen beruhend einen solchen Effekt erzielen könnte. Dazu hatte ich das Paper von Alan Fletcher verlinkt, an dem ständig weiter entwickelt wird.

    Das Ergebnis seiner Analyse ist, dass kein einheitlicher Mechanismus alle Vorführungen hätte fälschen können (bis auf eine theoretische Wärmepumpe mit bisher unerreichter Effizienz). (http://lenr.qumbu.com/fake_rossi_ecat_v323.php#conclusion).

    Er müsste sich also für jede Demo einen anderen Fälschungsmechanismus überlegt haben, was nicht ausgeschlossen ist, aber auch nicht unbedingt wahrscheinlich. Wenn ich fälsche, bin ich üblicherweise froh, einen Fälschungsmechanismus gefunden zu haben. Man hätte durch Entfernen der Isolation am horizontalen Arm leicht nachprüfen können, wieviel Volumen für chemische Stoffe dort tatsächlich vorhanden war, dann hätte diese Information gereicht, um zu entscheiden, ob ein chemischer Fake möglich ist oder nicht.

    Es soll übrigens bei dem Januar-Experiment auch kurzfristig Gamma-Strahlung gemessen worden sein: http://www.mail-archive.com/vortex-l@eskimo.com/msg42665.html (Celani ist ein Mitarbeiter der Universität Bologna, wo der Test durchgeführt wurde).

    Angenommen, er bekäme ein paar Millionen und macht sich dann aus dem Staub, wenn seine Anlage nicht funktionieren sollte. Bis dahin muss er damit rechnen, in allen Zeitungen weltweit abgebildet worden zu sein. Wo will er sich dann verstecken?

    Nach der Begründung hätte auch das Fälschen einer Doktorarbeit keinen Sinn, da es ja doch sehr wahrscheinlich ist, daß man früher oder später auffliegt. Trotzdem wird es immer wieder versucht. Ich vermute mal, daß diese “Agenten” entweder ziemlich naiv bis dumm, oder sehr verzweifelt sind (oder natürlich beides).

    Bei den Doktorarbeiten noch vor ein paar Jahren war das automatische Suchen nach Texten im Internet schwierig, weil entweder die Arbeit oder die Quellen nicht digital vorlagen, und so etwas wie “Guttenplag” völlig unbekannt war. Kein Professor hatte die Zeit, umfangreiche Recherchen anzustellen. Daher ist die Chance erwischt zu werden doch sehr klein gewesen, was Motivation genug für gefälschte Titel war.

    Rossi wird aber erwischt werden, wenn er nichts abliefert. Dafür verspricht er zu viel. Und dann wird man ihn zur Verantwortung ziehen. So dumm kann eigentlich niemand sein. Aber wie gesagt, warten wir’s ab.

    Die Firma, welche die E-Cats herstellen soll, hat übrigens jetzt eine Homepage, allerdings bisher nur mit Kontaktdaten: http://www.defkalion-energy.com/

  79. #79 Basilius
    29. April 2011

    @Alderamin

    weil ja die Meinung verbreitet ist, kalte Fusion … sei mit Sicherheit wissenschaftlicher Unfug.

    Diese Meinung habe ich nie geäussert. Im Gegensatz zu einem Perpetuum Mobile oder “Freier Energie” kenne ich derzeit keinen guten Grund, warum das auf keinen Fall funktionieren können sollte.

  80. #80 Anhaltiner
    29. April 2011

    Das US-Militär hat auch mal eine Psi-Einheit unterhalten, weil man dachte bei den Russen hätte es funktioniert.

  81. #81 Alderamin
    29. April 2011

    @ Anhaltiner

    Das US-Militär hat auch mal eine Psi-Einheit unterhalten

    Stimmt, davon habe ich auch gehört, aber haben die auch messbare Ergebnisse erzielt?

    Die NAVY hat aber bei ihren Cold-Fusion-Experimenten immerhin Alpha-Strahlen (Helium-Kerne) nachgewiesen, die sollten ohne Kernprozesse nicht auftreten.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,615430,00.html

  82. #82 rolak
    29. April 2011

    Wenn ich es recht interpretiere, wollte Anhaltiner nur darauf hinweisen, daß die Argumentation “aber das Militär machts” an sich völlig irrelevant ist, wie soeben nebenan schön ausgeführt wurde: Es kommt halt nicht nur darauf an, daß die Untersuchung wissenschaftlich ist, sondern auch darauf, daß das Untersuchte eine reale Entität ist.

  83. #83 Alderamin
    29. April 2011

    @rolak

    Schon klar, deswegen ja mein Hinweis auf die nachgewiesenen Alpha-Strahlen.

    Namhaftes Institut + Ergebnis = reale Entität.

    Natürlich reicht nie eine Einzelmessung eines Instituts.

    Jed Rothwell überschlägt sich gerade im Vortex-Forum zu belegen, dass die durchgeführten Experimente sehr wohl reproduzierbar waren.

    http://www.mail-archive.com/vortex-l@eskimo.com/msg45709.html

  84. #84 rolak
    29. April 2011

    Du verwechselst da etwas, Alderamin, die α-Strahlen sind nicht das Untersuchte, sondern das Gemessene. Daß diese real sind, sagt nichts über die Realität der untersuchten Variante der kalten Fusion aus.
    Genausowenig wie ein SpOn-Artikel übrigens, der allerdings zugegebenermaßen noch deutlich respektabler ist als eine obskure EMail.

  85. #85 Anhaltiner
    29. April 2011

    Vorsicht bei Teilchenmessungen: Bei der Bläschenfusion hieß es auch lange man hätte die zur Fusion gehöhrende Teilchen gemessen, bis man feststellte das es normale Hintergrundstrahlung war, die immer da ist egal ob gerade was fusionieren soll oder nicht. (rolak hatte übrigens recht – mein psi-Post bezog sich hauptsächlich auf die “Wenn sich X damit beschäftigt muss was dran sein”)

  86. #86 BreitSide
    29. April 2011

    @Alderamin: wie Tausende von anderen Gaunern hat der doch längst alles Wertvolle seiner Frau überschrieben (oder so ähnlich), sodass die Gläubiger nix mehr holen können.

    Außerdem ist es doch von einer gewissen Peinlichkeit, auf so einen Scharlatan reingefallen zu sein. Das bremst doch den Eifer, das Geld wieder zurückzuholen. Zumal der sich sicher juristisch gut abgesichert hat (“so was Dummes auch, bei mir hatte es immer gut geklappt, dass ich mich soooo vertan haben sollte…”)

  87. #87 BreitSide
    29. April 2011

    @Basi, FJ: wusstet Ihr, dass die Bezeichnung “Gothik”, die wir heute so ehrfürchtig in den Mund nehmen, früher ein Schimpfwort war?

    Die Bezeichnung Gotik (v. ital. gotico ‚fremdartig‘, ‚barbarisch‘; ursprünglich ein Schimpfwort, abgeleitet von der Bezeichnung des Germanenstammes der Goten) wurde in der Renaissance durch den italienischen Kunsttheoretiker Giorgio Vasari geprägt, der damit seine Geringschätzung der mittelalterlichen Kunst gegenüber dem goldenen Zeitalter der Antike ausdrückte.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gotik

  88. #88 BreitSide
    29. April 2011

    @Alderamin: ich denke, in die Fusionsforschung sind schon sehr viele Millionen geflossen. Ob es genug waren, kann ich jetzt nicht beurteilen. Irgendein Füsiker hier wird uns schon zuverlässig sagen können, ob die Fusionsforschung an Geldmangel leidet.

  89. #89 Basilius
    29. April 2011

    @BreitSide
    Falls ich gemeint sein sollte, was ich nicht so ganz verstehe, weil ich nicht weiß, wer jetzt dann noch FJ wäre und was das alles auf einmal mit “Gothik” zu tun haben soll:
    Wann habe ich Dir eigentlich erlaubt mich “Basi” zu nennen?
    So weit sind wir noch nicht.
    (Und ich befürchte, so weit werden wir auch nicht kommen)

  90. #90 BreitSide
    29. April 2011

    @Basilius (soviel Zeit muss sein:-): ich meinte Deinen Post von 29.04.11 · 09:47 Uhr; oh, und F.J. hab ich wohl mit Stefan W. verwechselt. War wohl nicht ganz bei der Sache…

    Den Wandel der Bewertung des Wortes “Gothik” finde ich trotzdem sehr interessant und auch sehr passend zu ästhetischen Diskussion um die Widräder.

  91. #91 Alderamin
    29. April 2011

    @rolak

    Du verwechselst da etwas, Alderamin, die α-Strahlen sind nicht das Untersuchte, sondern das Gemessene. Daß diese real sind, sagt nichts über die Realität der untersuchten Variante der kalten Fusion aus.

    Natürlich, die Fusion selbst kann man ja nicht sehen, man kann immer nur indirekte Nachweise führen über Partikelstrahlung, Gammastrahlung, oder Fusionsprodukte.

    Ja, es kann sein dass die Forscher unsauber gearbeitet haben, das kann man bei jedem Experiment den Experimentatoren zum Vorwurf machen, und das wird auch bei der kalten Fusion immer getan und somit jedes einzelne Experiment “widerlegt”. Insbesondere wenn man nicht dabei war.

    In anderen Forschungsbereichen ist man längst nicht so ungläubig. Z.B. dieser Bogen im Supernova-Überrest der Tycho-Supernova, über den Florian geschrieben hatte. Dass dieser ein Stück von dem Begleitstern sein soll, wird mehr oder weniger abgenickt. Dabei sieht man nicht mehr als einen Bogen. Was sagt der über die Realität des Masseverlusts des Begleitsterns aus? Oder die Gleichförmigkeit der kosmischen Hintergrundstrahlung über die Realität der kosmischen Inflation?

    Der Autor der “obskuren E-Mail”, der Bibliothekar der LENR-CANR.org-Seite ist und schon lange aktiv im Bereich der kalten Fusion arbeitet zitiert einen Prof. Feshback vom MIT mit einem sehr treffenden Zitat, der die Einstellung der meisten Physiker gegenüber der kalten Fusion sehr gut wiedergibt:

    “I have had 50 years of experience in nuclear physics and I know what’s possible and what’s not. . . . I don’t want to see any more evidence! I think it’s a bunch of junk and I don’t want to have anything further to do with it.”

    Es ist traurig, dass sich jemand, der keine Beweise mehr sehen will, “Wissenschaftler” nennen darf.

  92. #92 BreitSide
    29. April 2011

    Jaja, “die Russen” müssen immer noch, lange nach dem kalten Krieg, für alle möglichen Pekulationen herhalten.

    PSI war ein wunderbares Beispiel, wie sie die Hysterie geschickt genutzt haben: kennt wer noch die Kulagina? Von der gab es sehr verwaschene Aufnahmen, wie sie – angeblich – Gegenstände psychokinetisiert (oder telekinetisiert?) hat.

    Da auch Russland gute Zauberer hat, war denen wohl auch längst klar, dass das nur Tricks sind. Diese Aufnahmen haben sie dann den Zupfern zugespielt, und das Pentagon war gezwungen, Millionen in die Hand zu nehmen und diesem Unsinn nachzugehen. Mer waas ja nie…

    Hier ein schönes Video: http://www.youtube.com/watch?v=T6H0TBIuEFA

    Zauberer im Publikum, bitte zurückhalten mit Schenkelklopfen und ROFLs…

  93. #93 s.s.t.
    29. April 2011

    @ BreitSide

    Ja, im Kalten Krieg war die Deviese ‘Anything goes’; sehr schön in “Dr. Seltsam” auf den Punkt gebracht. Das lockte natürlich auch viele Scharlatane (bewusste oder unbewuste) an, die sich mit ihren obskuren Methoden einen guten Lebensunterhalt sichern konnten.

    Großartige Versprechungen haben eine großartige Anziehungskraft und heutzutage kein Deut weniger. Verleg ein Buch “In drei Monaten zum Millionär”, das auf 600 Seiten ausschließlich in unendlicher Wiederholung das Wort “blah” enthält; allein der Titel könnte es zu einem Bestseller machen.

  94. #94 rolak
    29. April 2011

    Nö, Alderamin, es ist nicht eine Frage von indirekter und direkter Messung, sondern eine der Quelle. Bei einem ordentlichen Artikel über irgendeine Entwicklung in irgendeiner Wissenschaft erwarte ich einen Verweis auf die entsprechende Publikation, nicht ausschließlich Eigenreferenzen.
    Aber selbst wenn Du diesen Artikel gelesen hättest, hätte Dir eigentlich klar werden müssen, daß die HeKerne sozusagen Teil des Meßprozesses waren, das eigentliche Meßobjekt Neutronen.
    Und auch bei denen wird nicht klargestellt, daß sie zwingender Indikator für eine stattgefundene Fusion seien. Selbst wenn in dem Artikel keine zweite Meinung eingeholt worden wäre — denn es ist nur ein Artikel über etwas, zu dem nichts Relevantes angemessen publiziert, geschweige denn reproduziert worden ist.

  95. #95 BreitSide
    29. April 2011

    @s.s.t.: :-))) Besser wäre noch die Wiederholung des Wortes “Million”…

    Es funktioniert tatsächlich: Feng Shui (eigentlich Fung Schuä) rät ja, Bilder mit Geld in der Wohnung aufzuhängen, weil das die Gelddrachen anzieht. Geht bei Chinesen auch mit Goldfischen, aber wir haben da nicht die nötige Assoziation zu Reichtum. Früher war die Zahl der Schwalben ein Index für den Wohlstand des Bauern.

    Bei uns hats mit Goldfischen auch nicht geklappt, wir haben nur Silberfischchen…

  96. #96 m
    29. April 2011

    @tommek: Die langweilige Erklärung ist, dass der Magneten den Stromzähler bremst (Wirbelstrombremse); Energie wird dabei nicht gespaart, nur geklaut.

  97. #97 m
    29. April 2011

    @tommek: Die langweilige Erklärung ist, dass der Magnet den Stromzähler bremst (Wirbelstrombremse); Energie wird dabei nicht gespaart, nur geklaut.

  98. #98 s.s.t.
    29. April 2011

    @BreitSide

    Aktuell steigen aber die Preise für Silber… (Mein Rat daher: feinmaschischige Netze anschaffen.)

    Gelegentlich komme ich in Kontakt mit Betrügereien. Meine Zusammenfassung vom menschlichen Hirn ist: Gier schaltet den Verstand komplett aus.

    (“Gier” ist hierbei ein sehr weiter Begriff, der nicht nur auf das Materielle begrenzt ist.)

  99. #99 Alderamin
    29. April 2011

    @rolak

    Bitte vielmals um Entschuldigung, den Artikel nur aus der Erinnerung kommentiert zu haben und daher die Heliumkerne auf den Fusionsprozess anstatt auf Neutronen zurückgeführt zu haben, um die es in dem Artikel eigentlich ging.

    Bisher hatte ich den Spiegel nicht für unseriöse Quelle gehalten, lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Die Originalquelle ist schnell ergoogelt: http://www.springerlink.com/content/022501181p3h764l/, kostet aber leider 34 Euro. Ein Begleitpaper mit einer Diskussion zur Quelle der Neutronen findet man zum kostenlosen Download hier: http://www.lenr-canr.org/acrobat/MosierBosscharacteri.pdf.
    Ich entnehme Deinen Äußerungen, dass auch dies keine angemessene Publikationen sein können, weil zu dem Thema ja nichts Relevantes angemessen publiziert wurde.

    Es steht mir als physikalischer Laie (habe nur 4 Semester Physik im vergangenen Jahrhundert gehört) ohnehin nicht zu, die Realität von kalter Fusion zu bewerten oder Arbeiten in Schutz zu nehmen, an denen ich nicht beteiligt war, daher enthalte ich mich weiterer Kommentare zu diesem Thema.

  100. #100 Philip
    30. April 2011

    Ich finde die meisten Windräder auch sehr schön, wenn sie sich bewegen.

    Außer. Außer natürlich, sie haben so ein rotes Blinklicht. Ich habe den Eindruck, irgendwann einmal wurde festgelegt, ab wann Flugzeuge zu warnen seien, und damals schienen 100 Meter über dem Boden total ausreichend, weil da ja wirklich nur ein paar Hochhäuser größer waren.

    Hat man da einfach die Chance verpasst, die Flugregeln zu ändern? Es ist doch wirklich ärgerlich, wenn dann ein Windrad kleiner gebaut wird, obwohl es sich etwas größer ohne Licht besser lohnen würde…

    Stille Windräder sind nicht schön, aber IMHO besser als Atomkraft. Und die ist besser als Steinkohle. Und die ist immer noch viel besser als Braunkohle. Ehe Garzweiler plötzlich vor der Tür steht, stelle ich mich lieber hin und puste 😉

  101. #101 MisterX
    30. April 2011

    Windräder schön?

    lol…

  102. #102 Ratgeber
    5. Mai 2011

    Den Unterschied zwischen einem schönen Objekt und einem schönen Film, in dem das Objekt vorkommt, kennen wir aber schon, ja?

  103. #103 Florian Freistetter
    5. Mai 2011

    @Ratgeber: “Den Unterschied zwischen einem schönen Objekt und einem schönen Film, in dem das Objekt vorkommt, kennen wir aber schon, ja? ”

    Ja, denn kennen wir. Ich hoffe, uns ist es aber trotzdem erlaubt, Windräder schön zu finden. (Übrigens gehöre ich nicht zum Hochadel – ein simples “sie” ist völlig ausreichend).

  104. #104 Wells
    7. Mai 2011

    Windräder sind nichts anderes als getarnte Tripods und ein gerissener Versuch der Marsianer die Weltherrschaft zu übernehmen.

  105. #105 Timo Reitz
    8. Mai 2011

    @Wells: Zustimmung! Siehe auch den seriösen wissenschaftlichen Bericht Alternative Energy Revolution.

  106. #106 ganzdollaua
    9. Mai 2011

    sagt mal, nehmt ihr alle drogen? windenergie schöner als atomkraft. man sollte euch die stromleitung kappen. geräuschlose windräder… selten son stuss gelesen. kennt ihr außerdem den stratoskop-effekt von diesen zugvögel-mixern? beschäftigt euch mal mit energiebilanzen ihr pseudos. windkraft ist absolute energieVERSCHWENDUNG.

  107. #107 Florian Freistetter
    9. Mai 2011

    @ganzdollaua: “kennt ihr außerdem den stratoskop-effekt von diesen zugvögel-mixern?”

    Also Stratoskope haben schon nen gewissen Effekt. Meistens führt ihr Einsatz dazu, dass man nachher mehr über den Himmel weiß als vorher. Aber mit Windenergie hat das wenig zu tun.

  108. #108 rolak
    9. Mai 2011

    Sag mal ganzdollbananas, wohin kann ich die Rechnung für einmal Monitor freiwischen schicken? Obwohl

    stratoskop-effekt

    ist eigentlich unbezahlbar 🙂

    Et ceterum adnoto: Form und Inhalt! (© bullet)

  109. Ist ja schon klar, Windmühlen verändern die LAndschaft, aber wenn man so weiterginge wie wir bisher gehandelt haben, hätten wir eigentlich in einigen Jahren gar keine LAdnschaft mehr….also sollen wir besser daran denken und nicht mehr immer kritisieren!

  110. #110 Basilius
    18. Mai 2011

    @Corina
    Schön wäre (neben der unverlangten Werbung) auch noch, wenn man nicht nur denken (eine gute Idee!), sondern die Ergebnisse seiner Gedanken (falls vorhanden) auch noch seinen lieben Mitmenschen ausführlich und verständlich mitteilen würde.
    Ich bin gespannt…