Unser Mond nimmt als Himmelskörper eine gewisse Sonderstellung ein. Betrachtet man nur die kleinen, erdähnlichen Planeten im inneren Sonnensystem, dann wird das besonders deutlich. Merkur und Venus haben überhaupt keinen Mond und Mars nur zwei winzige Gesteinsbrocken die er sich vermutlich aus dem nahen Asteroidengürtel eingefangen hat. Die Erde allerdings hat einen vergleichsweise gewaltigen Mond. Er hat einen Durchmesser von 3476 Kilometern und ist damit der fünftgrößte Mond im Sonnensystem. Die anderen vier großen Monde (Io, Kallisto, Titan und Ganymed) umkreisen allerdings alle Jupiter oder im Fall von Titan den Saturn. Und im Vergleich mit diesen gewaltigen Gasriesen sind deren Monde wieder ziemlich winzig. Nur die Erde hat einen Mond, der sich in einer vergleichbaren Größenordnung wie sie selbst bewegt. Und unser Mond spielt eine wichtige Rolle für uns Menschen! Nein, ich meine damit nicht den esoterischen Unsinn aus diversen Mondkalendern sondern den Einfluss, den er auch die Erdachse ausübt.

Ich habe das schon mal ausführlich beschrieben; hier ist die Kurzversion.

i-3eb53dd25cbe73072fbde83b4238154d-Moon_Earth_Comparison-thumb-500x353.png
Größenvergleich Erde-Mond,der Abstand ist nicht maßstabsgetreu (Bild: NASA)

Die Temperatur die an verschiedenen Stellen der Erdoberfläche herrscht, hängt auch stark von der Neigung der Erdachse und dem Winkel, in dem die Sonnenstrahlen auftreffen, ab. Die Achse unserer Erde ist um etwa 23 Grad aus der Vertikalen geneigt und das ist der Grund, warum wir auf der Erde Jahreszeiten haben. Diese Neigung ist konstant und das ist auch gut so! Würde sich die Neigung der Erdachse im Laufe der Zeit ändern, dann könnte sich auf der Erde kein stabiles Klima entwickeln und vermutlich auch kein höher entwickeltes Leben. Die Erdachse ist aber nur deswegen so stabil, weil wir einen so großen Mond haben, der sie mit seiner Gravitationskraft quasi fest hält. Numerische Simulationen haben gezeigt, dass die Erdachse über lange Zeiträume betrachtet sehr stark schwanken würde gäbe es keinen Mond (beim Mars, der keinen großen Mond hat, tut die Achse das übrigens).

Es gibt daher viele Wissenschaftler, die die Existenz eines großen Mondes zur Voraussetzung für die Habitabilität eines Planeten machen. Ein erdähnlicher Planet in einem extrasolaren Planetensystem kann sich einen ausreichend großen Mond aber nicht einfach so einfangen. Er müsste auf die gleiche Art entstehen, wie unser Mond: durch eine gewaltige Kollision! In der Frühzeit des Sonnensystems gab es noch nicht nur die 8 jetzt bekannten Planeten sondern viel mehr. Ein ganzer Schwung Protoplaneten schwirrte um die Sonne und stießen ab und zu auch mal zusammen. Dieses Schicksal traf auch die Protoerde die mit einem marsgroßen Protoplaneten namens Theia kollidierte. Die Kollision verlieft streifend; deswegen wurde die Erde nicht zerstört. Es wurde aber jede Menge Material aus ihr herausgeschlagen dass sich in einer Scheibe um den Planeten ansammelte und aus dem sich im Laufe der Zeit dann unser Mond bildete. Die Frage die man sich nun sofort stellt ist: war das eine einmalige Katastrophe? Oder kommen solche Kollisionen bei der Planetenentstehung öfter vor? Stoßen die Protoplaneten auch in extrasolaren Planetensystemen zusammen? Werden erdähnliche Planeten bei anderen Sternen auch von großen Monden umkreist die ein stabiles Klima gewährleisten oder sind die Erde und ihr Mond (und damit auch wir Menschen) ein Sonderfall?

i-65a325465d3a5b1fbbfb6213accc813a-erdachse-bild.jpg
Haben die Aliens ein Problem mit kippenden Achsen?

Genau diese Frage wollen Sebastian Elser und seine Kollegen von den Unis in Zürich und Boulder beantworten. Mit dabei waren praktischerweise auch Ben Moore und Joachim Stadel; beide Experten für Supercomputer und numerische Astrophysik. Denn mit normalen Methoden und Rechnern lassen sich solche Probleme kaum lösen. Man muss ja nicht einfach nur der Bewegung einer Handvoll Planeten folgen sondern auch die Kollisionen entsprechend behandeln; die gravitative Entwicklung der ganzen Trümmerstücke in der Scheibe verfolgen solange bis sich wieder ein Mond gebildet hat und dann auch noch zum Beispiel den Einfluss des interplanetaren Gases auf die Bewegung der Planeten berücksichtigen. Zum Glück hat die Uni Zürich einen tollen Supercomputer – die zBox – den ich sogar selbst schon mal besichtigen und benutzen konnte als mir vor Jahren bei einem kurzen Besuch an der Uni Zürich Joachim Stadel die Sache mit den Supercomputern beigebracht hat. Auf die technischen Details der Simulation möchte ich hier jetzt nicht eingehen. Wer möchte kann sie im Artikel “How common are Earth-Moon planetary systems?” nachlesen. Ich werde mich lieber gleich mit den interessanten Ergebnissen beschäftigen.

Die Autoren haben bei ihren Simulationen erstmal nachgesehen, wann und in welchen Fällen es überhaupt zu einer passenden Kollision und Bildung eines Mondes kam und diese Ereignisse in vier verschiedene Klassen unterschieden:

a) Es gab nur eine Kollision bei der ein Mond entstehen kann und sie ist die letzte größere Kollision in der Geschichte des Planeten.

b) Es gab mehrere Kollisionen bei denen Monde entstanden, die letzte diese Kollisionen ist der letzte größere Einschlag auf dem Planeten.

c) Es gab nur eine Kollision bei der ein Mond entstehen kann; danach gab es weitere größere Einschläge die den Mond wieder zerstören können.

d) Es gab mehrere Kollisionen bei denen Monde entstanden, danach gab es weitere größere Einschläge die den Mond wieder zerstören können bzw. verhinderte der schon existierende Mond die Bildung eines weiteren aus der Trümmerscheibe.

Und so oft traten die verschiedenen Fälle auf:

i-9d511d404e8cd9f1c1971e9878d85ad4-mond-thumb-500x331.jpg

Die Ereignisse bei denen schon entstandene Monde wieder zerstört werden können sind also deutlich in der Mehrheit. Aber natürlich wollen wir auch wissen wieviele Monde nun übrig bleiben und wie groß denn nun generell die Chance ist, dass ein erdähnlicher Planet einen mondähnlichen Mond hat. Von 180 Planeten in der Simulation hatten am Ende 88 einen ausreichend großen Mond der ihre Achsen stabilisierte. Betrachtet man nur die Fälle, die dem Erde-Mond-System ähneln (Planeten mit mehr als halber Erdmasse und Monde mit mehr als halber Mondmasse), dann bleiben immer noch 15 passende Kollisionsereignisse übrig. Berücksichtigt man alle Unsicherheiten und die diversen Einschränkungen der Simulationen und macht man dann eine entsprechende Hochrechnung, dann kommt man zu dem Schluß, dass von all den erdähnlichen Planeten die sich in der bewohnbaren Zone um ihren Stern befinden, etwa 10 Prozent einen ausreichend großen Mond haben, um ihre Achse zu stabilisieren.

Unser Erde-Mond-System ist also durchaus selten – aber auch wieder nicht so selten, dass wir befürchten müssen, auf dem einzigen bewohnbaren Planeten im All zu leben!


Sebastian Elser, Ben Moore, Joachim Stadel, & Ryuji Morishima (2011). How common are Earth-Moon planetary systems? Icarus arXiv: 1105.4616v1

Kommentare (82)

  1. #1 olf
    26. Mai 2011

    Ist das Leben wirklich so beschraenkt dass es genau die Bendingungen braucht die auf unserer Erde herrschen ?

  2. #2 Florian Freistetter
    26. Mai 2011

    @olf: “Ist das Leben wirklich so beschraenkt dass es genau die Bendingungen braucht die auf unserer Erde herrschen ? “

    Kommt jetzt wieder die “Vielleicht ist das Alien-Leben ja ganz anders als unseres”-Geschichte? Ja, vielleicht ist das so. Aber wie sollen wir so etwas wissenschaftlich untersuchen? Wenn wir gar nicht wissen, nach WAS wir suchen, dann bringt das nichts. Wir müssen erstmal davon ausgehen, dass Leben in etwa so aussieht wie das Leben auf unserer Erde. Denn das ist das einzige das wir kennen, verstehen und nachdem wir seriöserweise Suchen können. Wenn wir irgendwann genug von Biologie verstehen um uns auch andere Lebensarten vorstellen zu können, dann können wir uns auch überlegen, wie man danach sucht und welche Bedingungen es braucht (http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/11/exolife-wie-fremd-kann-ausserirdisches-leben-sein.php). Leben wie das unsrige braucht jedenfalls ein stabiles Klima und deswegen einen großen Mond.

  3. #3 Arnd
    26. Mai 2011

    kann es nicht auch andersrum sein? Dass das Leben auf einem großen Mond entsteht? Wie stabil wäre sowas? Könnte unser Jupiter einen erdgroßen Mond haben?

  4. #4 Möp
    26. Mai 2011

    Danke Olf, gute Frage und genau das denke ich nämlich auch,
    die angenommene Habitable Zone trifft nicht zu, wir werden noch feststellen dass diese “gegebene” Einschränkungen geändert werden müssen.

  5. #5 Florian Freistetter
    26. Mai 2011

    @Möp: “wir werden noch feststellen dass diese “gegebene” Einschränkungen geändert werden müssen. “

    Leider verwechseln hier viele immer Wissenschaft mit Science-Fiction. Natürlich kann man sich jede Menge tolle Lebensformen ausdenken, die im Inneren von Sternen, im freien All, auf Gasriesen oder sonstwo leben. Aber wenn wir Wissenschaft treiben wollen, müssen wir auf Fakten aufbauen. Und solange wir keine anderen Lebewesen entdecken müssen wir mit dem arbeiten, was wir haben: erdähnliche Bedigungen.

  6. #6 Kallewirsch
    26. Mai 2011

    Natürlich kann man sich jede Menge tolle Lebensformen ausdenken, die im Inneren von Sternen, im freien All, auf Gasriesen oder sonstwo leben.

    Ich denke, darum gehts gar nicht.
    Wir haben auch auf der Erde Leben an Orten entdeckt, an denen man vor noch nicht allzulanger Zeit es für völlig unmöglich gehalten hätte, dass sich dort etwas rührt. Die für mich spannende Frage lautet in diesem Fall: Sind die Lebensgemeinschaften zb an den black smokern in der Tiefsee dort entstanden oder haben sie sich an der Oberfläche entwickelt und sind dann dorthin ausgewandert? Wenn sie dort entstanden sind, dann scheint es wohl so zu sein, dass für Leben an sich nur Wasser und eine Energiequelle notwendig ist. Flüssiges Wasser (das ist jetzt meine Hypothese) hat/hätte es aber auf der Erde immer gegeben, egal wie stark die Achse gekippt wäre. Denn das Wasser war zweifellos immer da und die Abwärme aus dem Erdkern hätte es flüssig gehalten, selbst wenn die Oberfläche komplett zugefroren wäre.

    Einschränkung: Du hast im Artikel explizit von ‘höher entwickeltem Leben’ gesprochen. Mit ist schon klar, dass du damit Intelligenzen im Sinne von Menschen meinst. Ob man die Tiefseegarnelen zu höher entwickeltem Leben rechnen will oder nicht ist m.E. eine Grauzone. Ich würde es durchaus tun.

  7. #7 Bullet
    26. Mai 2011

    Außerdem ist ja über die Verhältnisse auf dem Planeten damit nichts gesagt – nur darüber, daß sicxh diese Verhältnisse über lange Zeit nicht ändern sollen. Und stabile Verhältnisse ermöglichen bessere Entwicklungsbedingungen.

    @Artikel: 10% – coole Sache. Für eine richtig dolle aussagefähige Statistik sind 180 Fälle vielleicht eine etwas dünne Decke, aber wirklich viel besser als nix oder, wie hier schon wieder gesehen, das “aber wir haben doch keine Ahnung und überhaupt”-Geheule.
    War in der Arbeit eigentlich eine Grenzmasse (in Planeten-%) genannt, unterhalb derer der Mond die Planetenachse nicht mehr stabilisieren kann? Und können mehrere Monde sich auch gegenseitig stören und so den Stabilisierungseffekt auch wieder zunichte machen?

  8. #8 Bynaus
    26. Mai 2011

    Die Schlussfolgerung mit den zerstörten Monden ist mir neu, danke für den Hinweis! Ich hatte die Arbeit nur kurz überflogen…

    Da die Bildung von achsestabilisierenden Monden relativ unwahrscheinlich ist (10%), könnte man den Umstand, dass die Erde über einen Mond verfügt, als Hinweis darauf verstehen, dass der Mond für die Entstehung von komplexem Leben wichtig ist.

  9. #9 dude
    26. Mai 2011

    @Kallewirsch: “Die für mich spannende Frage lautet in diesem Fall: Sind die Lebensgemeinschaften zb an den black smokern in der Tiefsee dort entstanden oder haben sie sich an der Oberfläche entwickelt und sind dann dorthin ausgewandert?”

    Man geht im Allgemeinen davon aus, dass das erste Leben an Black Smokern bzw. Hydrothermalen Quellen entstand.

  10. #10 Roland
    26. Mai 2011

    Was ist unter einem “stabilen Klima” zu verstehen, das als Voraussetzung eine halbwegs stabile Neigung der Achse erfordert?
    Wir hatten doch auf der Erde auch erhebliche Klimaschwankungen. Auf die Bedingungen in der Tiefsee, in der Nähe von Black Smokern, dürften die sich kaum ausgewirkt haben.

  11. #11 rnlf
    26. Mai 2011

    Also erst dachte ich “oh weh, das wird sicher nicht besonders wahrscheinlich sein”. Aber 10% dürfte bei der Masse an Sternen immer noch ein guter Wert sein. Also brauchen wir die Hoffnung nicht aufgeben.

  12. #12 WolfgangK
    26. Mai 2011

    Was wäre, wenn statt einem grossen Mond mehrere Monde entstehen würden, die letztendlich die gleiche oder ähnliche Gesamtmasse wie ein großer Mond hätte? Wäre der Effekt in etwa der gleiche?

  13. #13 Florian Freistetter
    26. Mai 2011

    @Wolfgang: Hu, da hab ich so spontan keine Antwort drauf. Das kommt vermutlich sehr auf den Einzelfall an und die jeweilige Konfiguration. Ich vermute aber sehr, dass das bei mehreren Monden sehr schnell chaotisch wird…

  14. #14 Kallewirsch
    26. Mai 2011

    Ich hab noch eine Frage:
    Kippen der Achse von 0 bis 85 Grad, das hört sich jetzt erst mal sehr dramatisch an. Aber in welchen Zeiträumen würden sich solche Vorgänge in etwa abspielen?

  15. #15 WolfgangK
    26. Mai 2011

    @Florian
    Nun ja, bei Jupiter wird es ja auch nicht schnell chaotisch, wobei “schnell” astronomisch gesehen ja andere Dimensionen hat. Dennoch würde mich interessieren, ob unsere Erde bei mehreren kleineren Monden statt einen grossen zu den habitablen Planeten gehören würde.

  16. #16 Florian Freistetter
    26. Mai 2011

    @WolfgangK: “Nun ja, bei Jupiter wird es ja auch nicht schnell chaotisch”

    Nein, weil Jupiter GROSS ist. Der ist so viel großer als selbst sein größter Mond das deren Gravitationskraft im gar nix kann.

    “Dennoch würde mich interessieren, ob unsere Erde bei mehreren kleineren Monden statt einen grossen zu den habitablen Planeten gehören würde. “

    Ja, mich auch. Aber wie ich schon sagte: das kann ich spontan nicht beantworten, das müsste man numerisch simulieren. Aber da es bei vielen kleinen Monden fraglich ist, ob deren Gravitationskraft immer genau gleich und addierend wirkt um stark genug zu sein um die Achse zu stabilisieren, bezweifle ich das sowas funktionieren könnte. Die Monde können ja auch nicht alle nahe an der Erde sein sonst würden sie sich gegenseitig stören, Und je weiter weg, desto schwächer ihre Wirkung.

  17. #17 Foxtrott
    26. Mai 2011

    Schon interessant der Mond-Einfluß. Und perönlich find ich wieder sehr amüsant, dass mal wieder um die 10% rauskommt. Fand ich in meinem Astroseminar schon bei der Drake Gleichung witzig, dass praktisch für alle Faktoren irgendwas um 10% rauskommt wenn mans grob überschlägt…

  18. #18 knorke
    26. Mai 2011

    Woran liegt es denn eigentlich, dass die Achse stark eiert, wenn der Mond sie nicht stabilisert? Aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, dass sie je älter das System ist, umso weniger Verlagerungsfreudig wird.

    Wieder eine dieser “Warum” fragen die wahrscheinlich nicht in einem Satz allgemeinverständlich beantwortbar sind 🙂

  19. #19 knorke
    26. Mai 2011

    ziehe die Frage zurück, steht im Artikel den Flo verlinkt hat

  20. #20 WolfgangK
    26. Mai 2011

    @Florian

    Nein, weil Jupiter GROSS ist.

    Stimmt, dummerweise dachte ich bei “chaotisch” nur an die Bahnen, nicht an die Masse…

  21. #21 Bibliothekar
    26. Mai 2011

    @ Foxtrott, zur Drake Gleichung: http://xkcd.com/384/

  22. #22 Christian 2
    26. Mai 2011

    10 % klingt nach ziemlich viel. Wenn man sich überlegt das es tendenziell wohl mehr kleine Monde und Planeten als große Jupiter gibt, bleibt da eine Menge Holz übrig. Aber abwarten und Tee trinken. Noch haben wir eine Zweiterde mit Mond nicht entdeckt.

    @ Foxtrott: Vielleicht kommt man ja so irgendwann mal auf die Gottesformel: Nimm von allem Unwahrscheinlichen 10% als Wahrscheinlich an, und du bist auf der richtigen Seite der Spekulationen.

    Über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit von komplexem Leben auf anderen Planeten ist man noch Lichtjahre entfernt.

    Es kann durchaus sein das es viel chaotischere Systeme mit komplexem Leben gibt, welches ähnlich wie im Scifi- Film Evolution sich diesen chaotischen Bedingungen durch extrem beschleunigte Evolution anpasst. Nichts spricht zwingend dagegen.

    Ich vermute zumindest extremere Lebewesen, die in gewisser Hinsicht viel robuster sind als wir. Die Erde ist ja ein Paradies, das Ökosystem aber auch recht anfällig für kleinste Veränderungen.
    Womöglich sind die Lebensformen gelegentlich so extremen Bedingungen angepasst, wie wir sie uns von der Erde her überhaupt nicht vorstellen können. Gerade das macht es so spannend, danach zu suchen.

  23. #23 Anhaltiner
    26. Mai 2011

    So wie es aussieht werden wir wohl noch eine ganze Weile auf Exoplaneten warten müssen die möglicherweise belebt sein könnten. Muss man jetzt die Drake-Gleichung um einen Faktor erweitern?

    Z.Z. stehen 552 Exoplaneten zu Buche. Aber selbst wenn wir 1000 oder 10.000 Exoplaneten kennen gibt es noch genügend Gründe warum ein Exo lebensfeindlich ist: zu kalt, zu heiß, zu trocken, zu luftleer und nun auch noch zu wackelig. Tja bleibt nur die Erde übrig – und dort hat Einstein schon kein intelligentes Leben gefunden. 😉

  24. #24 nichtschonwieder
    26. Mai 2011

    @ Anhaltiner:
    Also nach diesem Artikel von Florian müsste die Entdeckung des ersten habitablen Exoplaneten unmittelbar bevorstehen.Aber wie man sieht ,funktionieren Vorhersagen weder in der Astronomie noch in der Astrologie. 😉

  25. #25 Anhaltiner
    26. Mai 2011

    wird es im Mai 2011 (plus/minus ein Monat) der Fall sein.

    Naja reden wir im Juli noch mal drüber.

  26. #26 Christian 2
    26. Mai 2011

    Gliese 581g (oder d) könnte ja bereits einer von denen sein. Wie habitabel die jetzt sind, kann man leider zur Zeit auch nur mutmaßen.

  27. #27 s.s.t.
    26. Mai 2011

    @Bibliothekar

    @ Foxtrott, zur Drake Gleichung: http://xkcd.com/384/

    Sehr schön auf den Punkt gebracht!

  28. #28 WolfgangK
    26. Mai 2011

    @Florian
    Hier habe ich es mal mit zwei Monden probiert. Bei diversen Konstellationen lief es recht lange.

  29. #29 Saidiph
    26. Mai 2011

    Ohne jetzt das Original gelesen zu haben, bin ich etwas verwirrt.
    In meinem Kopf sind 15 von 180 Planeten weniger als 10%. Wenn man dann noch Planeten für weitere Bedingungen rausnimmt, werden es auch nicht 10%

  30. #30 Logiker
    26. Mai 2011

    Hallo Flo,

    Danke für den Artikel. Stimmt gut mit dem überein, was ich mal von Walter Ulrich (oder Ulrich Walter???) gelesen hab…..

    Übrigens bin ich ein Alien und hab Superkräfte…… ich esse jeden Tag einen Esoteriker, bis dieses gottverdammte Unsinnsvolk ausgestorben ist, damit Einstein endlich nicht mehr recht hat…. aber ein unendliches Problem….

  31. #31 Florian Freistetter
    26. Mai 2011

    @Saidiph: “Ohne jetzt das Original gelesen zu haben, bin ich etwas verwirrt. In meinem Kopf sind 15 von 180 Planeten weniger als 10%”

    Das Original musst du auch nicht lesen; ich hab ja extra in meinem Artikel geschrieben:

    Berücksichtigt man alle Unsicherheiten und die diversen Einschränkungen der Simulationen und macht man dann eine entsprechende Hochrechnung, dann kommt man zu dem Schluß, dass von all den erdähnlichen Planeten die sich in der bewohnbaren Zone um ihren Stern befinden, etwa 10 Prozent einen ausreichend großen Mond haben

  32. #32 Helen
    26. Mai 2011

    Ich gebe allen Menschen auf der Erde ein Bier aus, sobald man einen bemondeten Exoplaneten aus Gestein findet, der in der bewohnbaren Zone eines gelben Zwergs kreist, der weit draußen auf einem Seitenarm mit seiner Galaxie korotiert und trotz seiner Lage viele schwere Elemente hat.

  33. #33 Julian
    27. Mai 2011

    Helen, stell schon mal das Bier kalt. Ich bin überzeugt davon, dass kommende Teleskope (z.B. E-ELT) so einen Exoplaneten finden werden…

  34. #34 Tatjana
    27. Mai 2011

    @ Florian

    Na toll, die BILD ist ja für solche apokalyptischen Artikel bekannt und dafür könnte ich echt brechen!!!! Aber Florian, die Zeitung schreibt von der Bedrohung unheimlicher Meteoritenschwärme. Stimmt das???? Du bist darauf in deinem Artikel nicht weiter eingegangen, deswegen meine Frage….

    LG

  35. #35 jitpleecheep
    27. Mai 2011

    Hm, also bei diesem Artikel bin ich dann aber jetzt auch mal skeptisch:

    In deinem früheren Artikel schreibst du: “es wäre fraglich, ob Ökosysteme überhaupt lang genug stabil blieben, um höheres Leben hervorzubringen!”
    Hier heisst es jetzt schon “vermutlich auch kein höher entwickeltes Leben”

    Was bringt dich zu der Steigerung von “fraglich” auf “vermutlich”?

    Dann folgende Fragen:

    – Hat nur Mars als Planet ohne großen Monde eine instabile Achse oder die anderen sechs (sorry Pluto!) auch?
    Du schreibst in “Chaos im Sonnensystem”, dass die äußeren Planetenbahnen eher stabil verlaufen. Kann man dann also davon ausgehen, dass auch die Schwankungen der Neigungsachse dort gedämpfter ablaufen? Falls ja, hätten Systeme mit einer Goldilocks-Zone weiter draussen erheblich weniger Stress.

    – Welchen Einfluß hat die Rotationsgeschwindigkeit der Erde auf die Achse (Notiz am Rande: Ich bin ne Niete in Mechanik, ich hab Probleme ne schiefe Ebene zu beschreiben… 😉 )? Früher hatten wir hier einen sechs Stunden Tag. Sollte die Achse doch stabilisieren. Und es ist doch hauptsächlich (?) der Mond, der uns abbremst, oder?

    Und auch ansonsten fallen mir da ein paar Gegenargumente ein:

    – An Land ist es schwierig, aber zu Wasser und in der Luft lässt es sich relativ bequem und zügig über weite Strecken reisen. Wir haben ja auch heute jede Menge Arten, die jedes Jahr x-tausend Kilometer ziehen um klimatische Änderungen auszugleichen.
    Ich gehe mal davon aus, dass selbst auf einer chaotischen Erde die Achse nicht innerhalb von Tagen, sondern eher innerhalb von Jahren kippt? Schau dir an, wie schnell du Pioniere irgendwo hast. Wenn dieser Vorgang auch nur einigermaßen graduell ist, hast du kein Problem da mitzuwandern.

    – Selbst wenn: Wasser dämpft, in der Tiefsee hast du weniger Fluktuationen, und Eis schwimmt oben. Die Möglichkeit wäre also, dass sich das Leben erstmal nach unten entwickelt hätte. Dann mal sehen. Höhere, wenn auch sehr hässliche, Lebensformen haben wir da jedenfalls zuhauf.

    – Letztlich: Einfaches Leben ist auf der Erde unter unvorstellbaren Bedingungen entstanden, darunter mehrere gigantische Eiszeiten. Danach hat es im Laufe der Erdgeschichte einige Kataklysmen gegeben, in deren Folge es immer erhebliche “speed-ups” gab was die Evolution angeht. Wenn ein chaotisches System nicht grad in menschlichem Zeiträumen chaotisch ist, sondern in geologischen, wer weiß, vielleicht wäre die Evolution sogar erheblich *schneller* abgelaufen.

  36. #36 Doctor Who
    27. Mai 2011

    Kommen wir wieder zum Thema zurück, bzw. Ich hab da mal ein paar rein hypothetische Fragen. Irgendwo klang das Thema eines zweiten Mondes an. Wenn man so Sci-Fi Filme sieht o. auch dergleichen Bücher, Spiele (etc.) scheint man dort ja keine Probleme damit zu haben. Aber wie sieht das in der Realität aus, wie groß dürfte so ein “hypothetischer” 2. Mond sein, im Hinblick auf Auswirkung seines Trabantennachbarns und der Erde auf Gravitation, Flut/Ebbe, Gebirgsentstehung, Meteoritenkrater ?. Hat man da auch Simulationen drüber, oder wurde das bisher nicht berücksichtigt ?

  37. #37 Gast
    27. Mai 2011

    Ich hab’ die Frage schon mal in ähnlicher Form hier gestellt (und bin auf das Pluto-Charon-System verwiesen worden). Aber dieser Artikel hat mich nochmals neugierig gemacht präziser zu fragen: Gibt’s irgendwelche Abschätzungen, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Art Doppelplanet entsteht, also ein Planet mit großem Mond, der von Anfang an da ist und nicht durch einen Impakt im Nachhinein dazukommt?

  38. #38 Doctor Who
    27. Mai 2011

    @Gast

    Vielleicht hatte Ich die Frage etwas umständlich gestellt. Es ging mir nicht um Doppelplaneten, oder die Entstehungsfrage.

    Mir ging es um die Klärung der Frage ob die Darstellung von Erdähnlichen Planeten, welche man z.B. bei Abydos (Stargate), Arrakis (Dune) oder anderswo, wo man zwei oder mehr Monde sieht so möglich ist, ohne den Charakter des Hauptplaneten (wie die Erde) zu verändern.

  39. #39 Florian Freistetter
    27. Mai 2011

    @jitpleecheep: “deinem früheren Artikel schreibst du: “es wäre fraglich, ob Ökosysteme überhaupt lang genug stabil blieben, um höheres Leben hervorzubringen!” Hier heisst es jetzt schon “vermutlich auch kein höher entwickeltes Leben” Was bringt dich zu der Steigerung von “fraglich” auf “vermutlich”?”

    ?? Also “ist fraglich ob es höheres Leben gibt” und “vermutlich gibt es kein höheres Leben” klingt für mich beides identisch und so wars auch gemeint.

    “Hat nur Mars als Planet ohne großen Monde eine instabile Achse oder die anderen sechs (sorry Pluto!) auch?”

    Bei Pluto weiß ichs nicht – aber die Rotationsachsen von Asteroiden sind oft instabil. Die Gasriesen werden selbst massiv genug sein so daß die anderen Planeten da wenig ausrichten…

    Falls ja, hätten Systeme mit einer Goldilocks-Zone weiter draussen erheblich weniger Stress. –

    Das hat nichts mitder Entfernung zu tun sondern mit der Masse. Die Erde ohne Mond wäre weiter draussen genauso instabil

    “. Ich gehe mal davon aus, dass selbst auf einer chaotischen Erde die Achse nicht innerhalb von Tagen, sondern eher innerhalb von Jahren kippt?”

    Du gehst jetzt davon aus, dass schon intelligentes Leben existiert das sich dann drauf einstellen kann. Aber es hat ja schon ein paar Milliarden Jahre gedauert bis sich das erste primitive Leben gebildet hat.

    “Wasser dämpft, in der Tiefsee hast du weniger Fluktuationen, und Eis schwimmt oben. Die Möglichkeit wäre also, dass sich das Leben erstmal nach unten entwickelt hätte”

    Und wenn das schwankende Klima z.B. dazu geführt hätte, dass die Erde komplett zufriert? Oder wenn die Achse sich soweit neigt, dass die Erde quasi um die Sonne rollt und eine Hemisphäre immer Nacht, die andere immer Tag hat?

  40. #40 Florian Freistetter
    27. Mai 2011

    @Tatjana: Dieser BILD-Artikel ist an die 10 Jahre alt. Ich hab keine AHnung, was die sich damals ausgedacht haben (ich hab nur das Bild hier; nicht den Artikel dazu) – aber auf jeden Fall ists augenscheinlich nicht passiert 😉

    @Gast “Gibt’s irgendwelche Abschätzungen, wie wahrscheinlich es ist, dass eine Art Doppelplanet entsteht, also ein Planet mit großem Mond, der von Anfang an da ist und nicht durch einen Impakt im Nachhinein dazukommt?”

    Gibt es sicher – aber hab ich leider momentan nicht parat. Ich würde es aber für sehr unwahrscheinlich halten.

  41. #41 Alexander
    27. Mai 2011

    Mich interessiert auch hauptsächlich der Nebenaspekt von Florians Beitrag: Wie essentiell ist eigentlich eine stabile Rotationsachse sowohl bei der Entstehung als auch bei der “Höher”-Entwicklung von Leben?
    Vor allem auf einem Wasserplaneten dürfte meines Erachtens die Rotationsachse in beiden Fällen keine große Rolle spielen. Die Argumente sind in Beiträgen weiter oben schon genannt worden:
    Entstehung des Lebens: geschieht unter Wasser, an Black Smokern uä.
    Weiterentwicklung des Lebens: die Flexibilität von Leben unter Wasser bei Verschiebung von Klimazonen. Das gilt selbst für den Extremfall, dass die Achse in Richtung Sonne zeigt.
    Und noch eine Frage: Warum soll eine Planetenachsenverschiebung ein komplettes Zufrieren verursachen?

    Aber vielleicht schreibt uns ja die Planetologin irgendwann mal einen Artikel dazu.

  42. #42 jitpleecheep
    27. Mai 2011

    @FF:
    “klingt für mich beides identisch”

    Also für mich sind eine Frage und eine Vermutung schon zwei paar Schuhe. 🙂
    Aber ist nicht so relevant.

    “Aber es hat ja schon ein paar Milliarden Jahre gedauert bis sich das erste primitive Leben gebildet hat.”

    Ein paar Milliarden Jahre täuscht da jetzt ein bisschen.
    Davon geht ja der größte Teil dafür drauf, dass sich aus einer glühenden Kugel ein Festkörper mit *ansatzweise* annehmbaren Bedingungen entwickelt. Davon bin ich schon ausgegangen. 😉
    Und dann, wie gesagt, primitives Leben hat sich hier unter unvorstellbaren Bedingungen entwickelt…

    “Und wenn das schwankende Klima z.B. dazu geführt hätte, dass die Erde komplett zufriert?”

    … darunter auch massivste Eiszeiten. Ob die komplett weltumspannend waren ist fraglich. Fies aber schon.
    Die Ekliptik ist aber auch nur *eine* Komponente in der Eiszeit-Hypothese und es ist fraglich, ob der Planet überhaupt komplett zufrieren kann.

    “wenn die Achse sich soweit neigt, dass die Erde quasi um die Sonne rollt und eine Hemisphäre immer Nacht, die andere immer Tag hat?”

    Uff… Keine Ahnung, was passiert dann? Pauschal würde ich blöd vermuten, dass es da eine hübsche Übergangszone geben würde.

    Also ich finde, du machst es dir hier etwas einfach. 🙂

  43. #43 Christian 2
    27. Mai 2011

    Das kann man sich ja ausmalen. Eine Wasserwelt ohne Mond wäre durchaus lebensfreundlich. Unter Wasser.
    An Land gäbe es extreme Wetterlagen. Stürme und Gewitter, die wir uns nicht vorstellen können. Da bräuchte man einen Bunker an Land, um nicht fortgerissen zu werden.
    Im Wasser hingegen spielt das alles keine große Rolle. Auch ein wechselhaftes Klima wird hier durch den Wärmetransport im Ozean ausgeglichen.

    Sicher wären die Lebewesen robuster gegenüber sich schnell verändernden Wassertemperaturen. Ein Hindernis das sich dort komplexeres Leben entwickelt ist das nicht.

    Man kann also davon ausgehen das sich ca. 95% des Lebens im Universum in solchen Ozeanen abspielt, da dort die existenziellen Randbedingungen auch unter weniger günstigen Umständen viel besser sind.

    Wir haben wirklich Glück, das wir an Land leben können. Das ist aber sicherlich aufgrund der notwendigen Voraussetzungen exotisch und selten.
    Hinzu kommt die Unwahrscheinlichkeit für Intelligenz und das Nutzen von Technologie (Was nur an Land funktioniert).

  44. #44 Florian Freistetter
    27. Mai 2011

    @Alexander: “Warum soll eine Planetenachsenverschiebung ein komplettes Zufrieren verursachen?”

    Warum nicht? Ich bin kein Planetologe und kann dir jetzt keinen Mechanismus nenne. Aber die Neigung der Achse legt zum Beispiel fest, ob die Pole Licht bekommen oder, so wie bei uns, dort ein halbes Jahr lang Dunkelheit herrscht. Wäre sie noch stärker geneigt, dann würden wiederrum die Pole mehr Licht kriegen als der Äquator und es gäbe dort Eis. All das beeinflusst, wie die Wärme auf dem Planeten verteilt wird und sowas kann durchaus Einfluss aufs Klima haben.

  45. #45 Florian Freistetter
    27. Mai 2011

    @jitpleecheep: “Also ich finde, du machst es dir hier etwas einfach. 🙂 “

    Ich mache es mir nicht einfach sondern zitiere das, was die Planetologen/Biologen zu diesem Thema gesagt haben. Nur um das nochmal klarzustellen: Niemand behauptet, dass sich KEIN Leben entwicklen kann wenn die Erdachse chaotisch schwankt. Aber es wird bezweifelt, ob sich höheres Leben entwickeln kann. Denn Evolution braucht Zeit. Und wenn es ob der schwankenden Achse ständig Klimakatastrophen gibt, dann ist es fraglich, ob die Zeit reicht, dass sich die Lebwesen weit genug entwickeln.

  46. #46 Florian Freistetter
    27. Mai 2011

    @Christian 2: “Ein Hindernis das sich dort komplexeres Leben entwickelt ist das nicht. Man kann also davon ausgehen das sich ca. 95% des Lebens im Universum in solchen Ozeanen abspielt”

    Hui – sogar Prozentangaben kannst du einfach so aus dem Ärmel schütteln. Hast du dir die Zahl jetzt einfach so ausgedacht? Oder gibt es da irgendwelche wissenschaftlichen Arbeiten die deine Ad-Hoc-These zur Habitabilität von Wasserplaneten stützen?

  47. #47 dude
    27. Mai 2011

    @jitpleecheep “…und es ist fraglich, ob der Planet überhaupt komplett zufrieren kann.”

    Schau dir das mal an. Man geht davon aus, dass unsere Erde im Proterozoikum mal komplett zugefroren war: http://en.wikipedia.org/wiki/Snowball_Earth

  48. #48 Bullet
    27. Mai 2011

    @ “95%”:
    83,4% aller in Diskussionen, Forenbeiträgen oder Blogkommentaren vorgebrachten Prozentangaben sind frei erfunden.

  49. #49 jitpleecheep
    27. Mai 2011

    @dude:
    “Man geht davon aus, dass unsere Erde im Proterozoikum mal komplett zugefroren war”

    Ja, aber das ist eine Hypothese und andere Simulationen kommen auch gerne zu anderen Ergebnissen.
    (Steht übrigens auch im Wikipedia-Artikel)

    @FF:
    Solange mir das nicht jemand modelliert, bin ich weiterhin der Meinung, dass sich da unter Wasser einiges tun würde.
    Aber zumindest an Land wirst du vermutlich recht haben…
    Also: Frieden! 🙂

  50. #50 Kallewirsch
    27. Mai 2011

    Schau dir das mal an. Man geht davon aus, dass unsere Erde im Proterozoikum mal komplett zugefroren war:

    Langsam. Das spricht davon, dass die Oberfläche komplett zugefroren war.
    Oberfläche ist aber nicht die Tiefen des Meeres. Die die Erde ein geologisch aktiver Planet ist und ständig Energie aus dem Erdinneren raus kommt, ist es meiner Meinung nach sehr wahrscheinlich, dass sich seit Anbeginn der Welt, also seit es Wasser gibt, in der Tiefsee konstant 4°C halten mit vereinzelten Hotspots, an denen die Wärme des Kerns konzentriert austritt. Und das völlig unbeeindruckt von dem was auf der Oberfläche vor sich geht.

    Aus dem gleichen Grund halte ich auch das Argument mit einer 90° Kippung nicht sehr stichhaltig. In diesen Tiefen ist das irrelevant, denn dort ist es erstens sowieso ständig dunkel und zweitens ist in diesen Tiefen die Wassertemeperatur ebenfalls immer konstant, egal ob Tag oder Nachtseite.

  51. #51 Tatjana
    27. Mai 2011

    @ Florian

    Nochmal zum BILD Artikel: Vielleicht stellen diese Meteoritenschwärme in Zukunft, also nicht in den letzten 10 Jahren, eine Bedrohung dar. Könnte das vielleicht der Fall sein?? Sorry, wenn ich so drauf fixiert bin aber mittlerweile kannst du mich ja durch meine etlichen Fragen als Person ein bissel einschätzen 🙂

    LG

  52. #52 Kallewirsch
    27. Mai 2011

    @Tatjana

    Bitte, bitte, bitte!

    Mach dich nicht ständig selber fertig!
    Hör auf nach Katastrophenszenarien zu suchen wo keine sind! Die Astronomen wissen bis herunter zu ein paar Zehn-Meter Brocken ziemlich genau was da alles in unserer näheren Umgebung herumschwirrt und haben die Bahnen vorausberechnet. Bis jetzt wurde nichts gefunden, was in den nächsten 100 Jahren auf Kollisionskurs mit der Erde ist. Ein paar Brocken kommen uns nahe, wobei nahe bedeutet: Mondentfernung oder etwas weniger.

    Aber es gibt keinen Grund für dein ständiges Schwarz-Malen. Freu dich das du am Leben bist, geniesse dein Leben. Es gibt absolut keinen Grund anzunehmen, dass zu deinen Lebzeiten oder dem deiner Kinder irgendetwas aus dem All diesen wunderbaren Planeten auf dem wir leben, vernichten wird!

  53. #53 olf
    27. Mai 2011

    Chuck Norris sieht Exoplaneten mit freiem Auge !

  54. #54 dude
    27. Mai 2011

    Jitpleecheep: Es geht dabei aber nicht nur um Simulationen, sondern man findet weltweit gzlazigene Ablegerungen aus der Zeit, was sehr für diese These spricht. Stand der Forschung ist nunmal, dass unser Planet mal komplett oder nahezu komplett zugefroren war. Wenn die Eismassen an den Polen mal einen bestimmten Breitengrad – einen point of no return – überschritten haben, friert der ganze Planet zu.

    Kallewirsch: Sicherlich war auch während des Snowball earth noch freies Wasser da und die Ozeane waren nur oberflächlich zugefroren. Dass Leben entstehen kann, braucht es aber noch mehr als nur Wasser: Energie und vor allem andere Elemente, um Aminosäuren aufzubauen. Ein Planet mit Wasser reicht alleine nicht um höheres Leben hervorzubringen.

    Ich habe an der Uni mal eine Klausur in “Erdgeschichte” geschrieben, dabei kam diese Frage:

    “Nennen Sie 10 wichtige astronomische Voraussetzungen für die Entwicklung von höher organisierten (mehrzelligen) Lebensformen”

    die Antworten:

    – einzelnes Zentralgestirn (Sonne) der Spektralklassen F5 bis K5
    – nahezu kreisförmige Umlaufbahn des Planeten in richtigem Abstand zur Sonne
    – Masse und damit Gravitation des Planeten müssen O2, N2, CO” und Waserdampf halten können
    – Feste Oberfläche aus Gestein (erdähnlicher Aufbau)
    – Atmosphäre transparent für Sonnenlicht (Photosynthese)
    – Aktiver Vulkanismus zur Deckung der Gas- und Wasserverluste in den Weltraum
    – Ausreichendes Magnetfeld zur Abwehr des Partikelstromes von der Sonne
    – Freies Wasser vorhanden
    – Großer Mond zur Stabilisierung der Erdachse
    – Rotation des Planeten für den Tag/Nacht-Temperaturausgleich

    Keine Ahnung, ob diese Punkte alle so noch aktuell sind – über einige kann man sicher streiten insbesondere je nachdem welche Definition von höherem Leben man animmt.

  55. #55 Florian Freistetter
    27. Mai 2011

    @Tatjana: “Vielleicht stellen diese Meteoritenschwärme in Zukunft, also nicht in den letzten 10 Jahren, eine Bedrohung dar. Könnte das vielleicht der Fall sein??”

    Ignoriere diesen BILD-Artikel! NICHTS davon hat irgendwas mit der Realität zu tun.

  56. #56 Christian 2
    27. Mai 2011

    @ Florian: Nein, woher auch? Das ist eine Annahme bzw. logische Schlussfolgerung unter Berücksichtigung des heutigen Wissens. Und man weiß ja leider nicht allzu viel über ET.

    Genauso ist die Drakegleichung eine Annahme oder die Überlegung, das 10% aller erdähnlichen Planeten statistisch gesehen einen Mond haben.
    Davon sind sicher nicht alle bewohnt, oder haben überhaupt Land.

    Viele Planeten haben dichtere Atmosphären als die Erde, sind schwerer und somit noch besser für marines Leben geeignet. Die Annahme der Vergletscherung bezieht sich auf Planeten, die der Erde in der Atmosphärendichte sehr ähnlich sein müssten. Dichtere Atmosphären halten globale Temperaturen konstanter.

    Du weißt, das sich das Leben an Land erst sehr spät auf der Erde entwickelte. Es war schwierig, diesen Schritt überhaupt zu gehen. Anderswo wird es wohl ähnlich sein. Vor allem dann, wenn dieser aufgrund eines fehlenden Mondes praktisch unmöglich gemacht wird.

    Zudem hat die Erde im Vergleich zu Jupiter´s Mond Europa relativ wenig Wasser. Ich denke das es sehr viele reine Wasserwelten geben wird, und viel weniger erdähnliche Planeten mit großen Kontinenten und Meeren.
    Da Wasser auch auf Supererden mit dichteren Atmosphären teils in gewaltigen Mengen vorkommen sollte, sind diese Orte vielleicht perfekt für Meereslebewesen geeignet. Und das mit oder ohne Mond.

  57. #57 Tatjana
    27. Mai 2011

    @ Kallewirsch

    Vielen Dank für deinen Kommentar, hat mich aufgemuntert. Und du hast völlig Recht nur leider, wenn man so etwas ließt, schaltet der Verstand sich aus und man ist super leichgläubig! Ich denke mir dann auch oft, wenn ich das Glück habe mal richtig alt zu werden, auf mein Leben zurückblicke und mich dann nur an Ängste erinnere, die meinen Alltag bestimmt und vermiest haben, dann würde ich mich wahrscheinlich ganz schön ärgern und dies bereuen! Ich hab mich schon in mehreren Kommentaren bei Florian bedankt, dass er ein Mitglied dieser Seite ist und uns so gut über die Wissenschaft aufklärt, zu jeder Frage eine Antwort gibt und natürlich bin ich super froh, dass er auch die ganzen Weltuntergangsszenarien wissenschaftlich und für andere gut verständlich widerlegt! Ein Dank auch anderen Leser, auch dir, die mich mit ihren Kommentaren aufmuntern und wieder auf den Boden der Realität zurückholen!!! 🙂

    LG und an alle noch nen schönen Tag!!!

  58. #58 Florian Freistetter
    27. Mai 2011

    @Christian: “Das ist eine Annahme bzw. logische Schlussfolgerung unter Berücksichtigung des heutigen Wissens.”

    Ok, das heisst also du hast dir die 95% nur ausgedacht.

    “Viele Planeten haben dichtere Atmosphären als die Erde, sind schwerer und somit noch besser für marines Leben geeignet. Die Annahme der Vergletscherung bezieht sich auf Planeten, die der Erde in der Atmosphärendichte sehr ähnlich sein müssten”

    Echt? Also ich weiß ja nicht welche Infos du hast. Aber ich kenn keinen Astronomen der irgendwelche Infos über die Dichte der Atmosphäre von erdähnlichen Planeten hat.

    Ich hab ja nix gegen Spekulationen. Aber tu bitte nicht so als wäre das was du sagst durch irgendwelche belastbaren Fakten gedeckt. Das ist es nicht.

  59. #59 Kallewirsch
    27. Mai 2011

    Und du hast völlig Recht nur leider, wenn man so etwas ließt, schaltet der Verstand sich aus und man ist super leichgläubig!

    Dann lies sie einfach nicht!
    Ich weiß, man kann danach süchtig werden, und am Anfang ist es schwer die Finger von derartigen Artikeln zu lassen. Zwing dich selber dazu! Man kann da auch wieder davon loskommen!

    Du machst da einen Kardinalfehler: Wenn du so etwas liest, dann gerätst du erst mal in Panik. Lass das bleiben. Wenn du schon solche Sachen liest, dann eben nicht den Verstand abschalten sondern gerade erst recht: Verstand einschalten. Sag dir:

    Mooooment! Was da steht, wer sagt mir das. Wenn da steht, dass es Meteoritenschwärme gibt, dann muss sich ja auch auf astronomischen Seiten darüber etwas finden lassen! Wie ist das wirklich? Hat deiner jemand spekuliert und ein ‘Was wäre wenn’ Planspiel’ gespielt oder steckt da etwas Reales dahinter.

    So musst du arbeiten. Und dann kommst du plötzlich drauf: Holla, da steckt ja gar nichts dahinter! Da ist alles nur Spekulation. Kein Mensch hat irgendwas reales gemessen oder beobachtet. Ja, WENN ein 100 Meter Meteorit auf der Erde einschlagen würde, dann hätten wir ein Problem. Aber WENN bedeutet ja nicht, dass es einen gibt der das tut. WENN ich 3 Meter groß wäre, könnte ich aus der Dachrinne trinken. Ich bin aber nicht 3 Meter groß! Das heißt, die Voraussetzung für diesen WENN Satz sind schon mal gar nicht gegeben. Damit ist alles was davon abgeleitet ist reine Phantasie, egal ob begründet oder nicht. Klar, als 3 Meter Mensch könnte ich das. Ich bin aber nun mal keine 3 Meter groß und egal wieviele Dinge ich mir noch ausdenke, die ich mit der Größe machen könnte, sie ändern nichts daran, dass die Voraussetzung dafür schon nicht gegeben ist.

    Wenn du nicht die Ausbildung oder das Wissen hast um solche Dinge aus der freien Hand als Unsinn abzutun, dann musst du dich eben informieren und selbst weiterbilden. Keine andere Generation vor dir hatte es so leicht an das gesammelte Wissen der Menschheit heranzukommen wie du. Du musst die Dinge nur selber beim Schopf packen. Es liegt an dir und an niemand anderem ob du das tust oder nicht.
    Aber sich hinstellen und jammern “Ich bin so arm und ich bin so dumm und ich weiß das ja alles nicht” und den Kopf in den Sand stecken, das ist der falsche Weg. Wenn du etwas nicht weißt, dann recherchiere! Lerne! Bis dass du eben nicht mehr sagen musst “das weiß ich alles nicht” sondern sagen kannst: So ich weiß über Meteoriten bescheid. Es gibt diese Schwärme von denen hier die Rede ist gar nicht.

  60. #60 Bullet
    27. Mai 2011

    Oder zumindest: wenn ich es schon beim Recherchieren nicht herausgefunden hab – dann die Bratzen von der BILD auch nicht.
    Denn ein guter Journalist gibt seine Quellen an – und dann muß man manchmal auch hinterhergehen. BILD tut das nicht – und das ist schon ein ganz arges Zeichen von “Da is wat faul!”

  61. #61 Wurgl
    27. Mai 2011

    @Kallewirsch
    “Keine andere Generation vor dir hatte es so leicht an das gesammelte Wissen der Menschheit heranzukommen wie du.”

    Ja, stimmt schon. Aber auch keine Generation vor uns konnte so leicht an den gesammelten Blödsinn herankommen 🙂 Und gleich geblieben ist das Problem des Trennens von Wissen und Blödsinn … insoferne kein Unterschied, nur mehr von Allem.

    @Florian
    “Aber ich kenn keinen Astronomen der irgendwelche Infos über die Dichte der Atmosphäre von erdähnlichen Planeten hat.”

    Beispiel ist wohl die Venus, Masse ist erdähnlich, Atmosphäre ist ca. 2 Größenordnungen dichter.

  62. #62 Christian 2
    27. Mai 2011

    Man weiß von der Erde, das früher die Atmosphäre ebenfalls dichter war. Gleichzeitig war es wärmer. Egal, sicher ist das alles nur spekulativ. Bevor wir nichts konkretes entdeckt haben, können wir eben nur spekulieren.
    Nach dem was man bislang von unserem Sonnensystem sowie von Nachbarsternen weiß und zukünftig zu entdecken glaubt, könnte das aber ein durchaus realistischer Trend sein- Das Leben in Meeren am häufigsten vorkommt.

  63. #63 Monod
    27. Mai 2011

    @ Kallewirsch:

    “Sind die Lebensgemeinschaften zb an den black smokern in der Tiefsee dort entstanden oder haben sie sich an der Oberfläche entwickelt und sind dann dorthin ausgewandert?”

    Wahrscheinlich eher letzteres, denn Black Smoker oder die neuerdings stärker favorisierten “Lost City”-Komplexe, die nicht ganz so heiß sind, mögen geeignet sein für gewisse Synthese-Schritte, die das Rohmaterial für das Polymerwachstum liefern (Aminosäuren, Nukleinsäurebasen, Lipide u.a.), weil die poröse Struktur der Wandungen katalytische Eigenschaften besitzt, aber zum Aufbau einer funktionierenden Zellstruktur bedarf es noch weiterer Bedingngen, die über einen reinen Durchflussreaktor hinausgehen.

    Das Problem beim Polymerwachstum in wässrigem Milieu ist die zerstörerische Wirkung der Hydrolyse, die das chemische Gleichgewicht in Richtung Monomere verschiebt. Das heißt, dass gebildete Polymere schneller zerfallen als nachwachsen, so dass sie sich nicht anreichern können. Eine Möglichkeit, dies zu umgehen, ist ein zeitweiliges Austrocknen des Reaktionsumfelds – etwa durch den Wechsel von Ebbe und Flut in Wattflächen. Dieses periodische Austrocknen und Vernässen hätte zum einen den “Sandwich-Effekt” nach Deamer zur Folge, dass also Polypeptide und Nukleinsäuren in Lipidhüllen nach erfolgtem Antrocknen an Mineralpartikeln durch Wiedervernässen hineingelangen und dort – geschützt vor Zerstreuung infolge Wasserströmung – sich anreichern können. Nach mehrmaligem Wiederantrocknen gelangen andere Polymere in das Innere des Vesikels, wobei in den Phasen der Vernässung ein gewisser Anteil von Polymeren durch Hydrolyse auch wieder zerstört werden. Aber über den periodischen Wechsel von Austrocknung und Wiedervernässung ergeben sich Möglichkeiten für Polymerwachstum, die in der Tiefsee fehlen.

    Weiterhin ergeben sich durch den Wechsel von Ebbe und Flut in den oberen Tidenbereichen, die stärker austrocknen und weniger intensiv vernässt werden, günstigere Bedingungen für ein Polymerwachstum als in den unteren Tidenbereichen. Die in den Tiefseeschloten gegebenen Bedingungen für einen Oberflächenmetabolismus auf Mineraloberflächen sind auch in den Wattsedimenten gegeben – insbesondere in der Nähe von vulkanisch aktiven Gebieten, wo Lavagestein der Sedimentbildner ist. Die UV-Strahlung der Sonne wäre infolge der Lichtundurchlässigkeit des Sediments wirksam abgeschirmt, während die Wärmestrahlung als Energiequelle zur Verfügung steht.

    Der Vorteil von Wattsediment besteht nicht zuletzt darin, dass die entstandenen Vesikel mit Inhalt nicht ortsfest in einer Gesteinsblase verharren müssten, wie es in einem Tiefseeschlot der Fall ist, sondern über eine größere Beweglichkeit verfügen, die die Möglichkeit von Vesikelteilungen und später Zellteilungen einschließt. Darüber hinaus gewährleisten die Gezeitenströmungen eine Verfrachtung an andere Küstenstandorte und bewirken damit eine bessere Vermischung und somit größere Variabilität des chemischen Ausgangsmaterials, welches sich nach Deamers “Sandwich-Methode” in Vesikeln viel reichhaltiger kombinieren kann – und somit die Chance für “passende” Kombinationen erhöht, die den Lebensfunken zündet – als es in den Tiefseeschloten der Fall sein kann.

    Der Streit zwischen “Ventristen” (von “vent” – engl. = Schlot) und Anti-Ventristen ist noch nicht entschieden, aber mir scheint die Watt-Variante erfolgversprechender zu sein als die Schlot-Variante. Falls die Watt-Variante richtig ist, erhält der Mond als lebensbegünstigender Faktor ein weitaus größeres Gewicht als ausschließlich im Hinblick auf den achsenstabilisierenden Effekt. Ein großer Mond würde dann nicht nur lebenserhaltend sein, sondern darüber hinaus lebensvoraussetzend, wenn die Wassermenge des Planeten gering genug ist, um Küsten mit Wattzonen zuzulassen.

  64. #64 Christian 2
    27. Mai 2011

    Das mag alles stimmen. Es bedeutet aber noch lange nicht, das Leben auf Welten mit anderen Randbedingungen als auf der Erde nicht funktionieren könnte. Dazu haben wir einfach noch zu wenig Wissen.

  65. #65 V'ker
    27. Mai 2011

    Also ich finde man sieht doch ganz deutlich, dass der Zeitungsartikel von damals recht gehabt hat: Die Erdachse ist doch anscheinend schon beträchtlich gekippt.
    Auf dem wahrscheinlich aktuelleren Foto von der NASA ist Afrika viel weiter oben als auf dem Zeitungsfoto 😉

  66. #66 jitpleecheep
    27. Mai 2011

    @dude:
    “Stand der Forschung ist nunmal, dass unser Planet mal komplett oder nahezu komplett zugefroren war.”

    Okay, sorry dass ich das mit den Simlationen so lax eingeworfen hatte: Ich wollte mit “Ach, das ist ja nur eine Hypothese” nicht sagen, dass Snowball-Earth Bullshit ist und damals alles 25°C und Gänseblümchen war. 🙂

    Der Punkt ist eben genau der: komplett (Snowball) oder nahezu komplett (Slushball), dazwischen liegen Welten.

    Da gibt’s auch heute noch aktiv Streit drüber.

    Und dabei geht’s natürlich nicht nur um Modelle, sondern auch paläogeographische und insbesondere auch-biotische Befunde, die für die Slushball-Hypothese sprechen.

    Ansonsten spielen für solche Eiszeiten auch noch ganz andere Faktoren eine Rolle als der Mond. Heutzutage wäre eine Snowball-Earth z.B. alleine deshalb eher unwahrscheinlich, weil die Strahlungsleistung der Sonne seit dem ein gutes Stück angestiegen ist.

  67. #67 Tatjana
    28. Mai 2011

    @ Kallewirsch

    Aber sich hinstellen und jammern “Ich bin so arm und ich bin so dumm und ich weiß das ja alles nicht” und den Kopf in den Sand stecken, das ist der falsche Weg. Wenn du etwas nicht weißt, dann recherchiere! Lerne! Bis dass du eben nicht mehr sagen musst “das weiß ich alles nicht” sondern sagen kannst: So ich weiß über Meteoriten bescheid. Es gibt diese Schwärme von denen hier die Rede ist gar nicht.

    Also dumm bin ich bestimmt nicht, nur wie du am Anfang schon sagtest, es ist wie eine Sucht einfach alles lesen zu wollen. Also, ich kenne keine verlässliche und seriöse wissendschaftliche Interseite. Geb ich bei Google was über Meteoriten, Kometen oder Asteroiden ein dann weiß ich mit 100 prozentiger Sicherheit, dort Sachen zu finden, die ich lieber nicht wissen will. Und hier weiß ich dann wieder nicht, ist es real oder nicht. Es ist leicht zu sagen, man muss lernen Reales von Unsinn zu unterscheiden aber ich denke nicht das es so leicht ist. ABER ich hab hier schon ein paar Artikel von Florian über Asteroiden und Kometen gelesen also so unwissend bin ich nicht 🙂 Aber mal ne Frage an dich, woher weißt du denn so viel über dieses Thema????

    LG

  68. #68 Tatjana
    28. Mai 2011

    Ups, doch eine seriöse und verlässliche Internetseite kenne ich doch, jeder Leser weiß welche Seite ich meine :)))

  69. #69 Doctor Who
    28. Mai 2011

    Ups, Tatjana noch mal die Kurve gekriegt. 😉

  70. #70 Monod
    28. Mai 2011

    @ Christian 2:

    Leben mit anderen Randbedingungen müsste ebenfalls Polymere hervorbringen, die als Funktionsmoleküle geeignet sind, um Stoffwechsel, Fortpflanzung und Vererbung organisieren zu können. Das geht nicht anders als über Kohlenstoffchemie in Wasser, weil nur so die nötige Komplexität aufgebaut werden kann, die ein Organismus aufweisen muss, um zu funktionieren. Wenn wir daher die irdischen Gegebenheiten als Ausgangspunkt für Überlegungen hinsichtlich außerirdischer Lebensformen nehmen, dann aus der Gewissheit heraus, dass – wenn es irgendwie geht, es anderswo nicht grundsätzlich verschieden sein kann von der Art und Weise, wie es hier gegangen ist.

    Die Gewissheit resultiert aus der Kenntnis der chemischen Eigenschaften der Elemente sowie der Verfügbarkeit derselben auf Himmelskörpern. Wasser als Biosolvens ist als Planetenbaumaterial auf terrestrischen Planeten überall reichlich vorhanden. Kohlenstoffverbindungen mit Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff reagieren unter abiotischen Bedingungen üblicherweise u.a. zu Aminosäuren, Nukleinsäurebasen, Fettsäuren und Aldehyden (Zuckervorstufen), so dass der chemische Grundstock für eine Chemische Evolution auch anderswo nicht grundverschieden von den irdischen Ausgangsbedingungen sein wird.

    Damit dort Lebewesen entstehen können, müssen die planetologischen Rahmenbedingungen ebenfalls in der Nähe der frühirdischen liegen, dürfen also nicht zu stark von unseren Verhältnissen abweichen. Die Gesetze der Chemie legen hier die Rahmenbedingungen fest. Der Planet darf nicht zu kalt und nicht zu heiß sein. Die Atmosphäre darf nicht oxydierend sein. Die Wassermenge darf nicht zu groß und nicht zu klein sein, um Uferregionen und Gezeitenzonen zu ermöglichen. Der Planet muss einen hinreichend großen Mond besitzen, um die Rotationsachse zu stabilisieren und um einen hinreichend hohen Tidenhub der Ozeane zu bewirken. Längerfristig ist Plattentektonik mit Silikat-/Karbonatzyklus notwendig, um den CO2-Haushalt regulieren zu können.

    Die Voraussetzungen für die Entstehung und Entwicklung von Leben ähneln also sehr stark denen der Erde, so dass die Ausgangsüberlegung, dass außerirdisches Leben in etwa so ist wie unser Leben, nicht unbegründet ist.

  71. #71 Bjoern
    28. Mai 2011

    @Monod und @Christian2: Zu dem Thema empfehle ich auch als Lektüre folgendes:
    “The Limits of Organic Life in Planetary Systems” (eine wissenschaftliche Studie zum Thema, unter welchen Bedingungen komplexe Biochemie überhaupt möglich ist)

  72. #72 Kallewirsch
    28. Mai 2011

    Also, ich kenne keine verlässliche und seriöse wissendschaftliche Interseite.

    Gute Frage

    Sieh dich auf der gleichen Site um. Welche Artikel gibt es noch dort? Astronomieseiten kreisen immer praktisch ausschliesslich um astronomische Themen. Passt der Rest der Site zu deinem fraglichen Artikel? Wenn es auf der Site Horrorseiten zu Moteoriten, Ufos, Ägypter, Mayas und Heuschreckenschwärmen gibt, dann kannst du davon ausgehen, dass es sich um esoterischen Unsinn handelt. Eine seriöse Astronomieseite beschäftigt sich zb mit Beobachtungen in der nächsten Zeit, sie hat Verweise auf anerkannte Forschungsinstitute, sie hat Photos von eigenen Beobachtungen, die einfach nur ohne reisserische Headlines präsentiert werden weil sie schön sind. Seriöse Seiten belegen ihre Aussgagen, in dem sie konkret (mit Link) auf Autoren verweisen, die in Arbeitskreisen oder Uni-Instituten arbeiten. AUf seriösen Seiten findet sich meistens auch immer ein bischen Mathe in irgendeiner Form (vielleicht in vereinfachterForm), mit der zumindest Größenordnungen abgeschätzt werden können. Sprich: eine seriöse Seite versucht immer den Leser in die Lage zu versetzen, dass er die Aussagen überprüfen kann. Das betrifft Messmethoden, das betrifft Auswertungsmethoden, im Falle von astronomischen Beobachtungen steht normalerweise auch immer dabei wer die Aufnahme gemacht hat, meistens auch noch mit welchem Instrument die Aufnahme gemacht wurde. Amateurastronomen sind stolz auf ihre Gerätschaft! Es gibt keinen Grund die zu verheimlichen. Ganz im Gegenteil: Der fachkundige Betrachter kann mit den Gerätedaten auch die Grenzen dessen ablesen, was auf der Aufnahme überhaupt sichtbar ist, sichtbar sein kann.

    Wenn aber auf einer Site jedes zweite Wort direkt aus einer reisserischen Schalgzeile stammen könnte, dann ist meistens was faul. Hüte dich auch vor Seiten, deren Konklusio lautet: Wir haben keine Meinung, wir präsentieren nur ‘Fakten’ damit sich der Leser selbst sein Bild machen kann. Das ist Blödsinn. Entweder der Autor hat etwas herausgefunden, dann hat er auch eine Meinung dazu. Oder aber er schwurbelt nur rum. Wenn in jedem dritten Satz ein ‘könnte’ oder ‘möglicherweise’ vorkommt, dann ist man an der Grenze zur Spekulation und meistens sogar schon drüber. Ein seriöser Autor präsentiert seine Messwerte, zeigt auf wie diese in die gängigen Theorien passen, wo es Probleme mit den gängigen Theorien gibt und präsentiert dann eine Schlussfolgerung. Die zaubert er aber nicht aus dem Hut, sondern er begründet sie, normalerweise mit Quellenangaben wie er auf diesen Schluss kommt.

  73. #73 Tatjana
    28. Mai 2011

    @ Kallerwirsch

    Also das mit dem “ich kenne keine seriöse und verlässliche wissenschaftliche Internetseite” hab ich schnell richtig gestellt, hab diese Seite vor lauter Schreiben ganz vergessen, ziemlich peinlich :/
    Ich werde mir deine Worte zu Herzen nehmen und in Zukunft mehr darauf achten und dass ich hier nicht so viel von meinen bestimmt schon unnötigen Fragen stelle…
    Vielen Dank für deinen hilfreichen Text und das du dir die Zeit genommen hast 🙂

    LG und ein schönes, hoffe doch sonniges Wochenende :))

  74. #74 HaDi
    28. Mai 2011

    Zum Thema passend gibt´s auch neues vom sog. “Planetenjäger”, dem Weltraumteleskop Kepler – anscheinend sind die meisten der bisher entdeckten anderen Sonnensysteme “normaler” strukturiert als das unsrige:

    Überraschend viele Mehrfachsysteme

    (…)

    Kepler hat danach 116 Systeme mit zwei, 45 Systeme mit drei, acht Systeme mit vier sowie jeweils ein System mit fünf und sechs Planeten gefunden. “Wir haben gedacht, wir finden einige wenige Mehrfachsysteme”, sagt David Latham vom Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts, der die Ergebnisse auf der Tagung präsentiert hat. “Stattdessen haben wir eine Unmenge davon entdeckt.” Die hohe Zahl der Mehrfachsysteme zeige, so Latham, dass diese Systeme “ordentlicher” sind als unser Sonnensystem: Die Planeten kreisen dort nahezu exakt in einer Ebene.
    http://www.astronews.com/news/artikel/2011/05/1105-029.shtml

    Mehr Material inkl. Video von der Presse-Konferenz gibt´s auf der Kepler-Hompage

  75. #75 Christian 2
    29. Mai 2011

    @ Monod: Die Sache mit dem Tidenhub etc.- Das habe ich hier schonmal gelesen.

    Es ist doch trotzdem noch völlig unklar, wie und wo genau Leben existieren könnte. Sofern sich komplexes Leben auf dem Jupitermond Europa findet, wird dieses völlig anders entstanden sein.
    Wenn man hingegen nichts findet, deutet das eher auf deine Thesen hin. Und meine Idee der vielen belebten Wasserwelten im Universum wäre womöglich falsch.

    Ich persönlich denke aber das es noch andere Wege geben kann, die zum Ziel Leben führen. Es hat sich in der Vergangenheit oft genug gezeigt, das unmögliches doch nicht so unmöglich ist.

    Leben ist recht anpassungsfähig und in der Lage, sich besonders unter ausreichend günstigen Rahmenbedingungen überall zu etablieren. Es kann, wenn einmal entstanden ja sogar von einem Planeten zum anderen durch Meteoriten transportiert werden.
    Venus und Mars sind wahrscheinlich bewohnt, wenn auch nur von Mikroorganismen.

    Es ist garnicht unbedingt notwendig, das Leben immer neu entstehen muss. Man sollte sich da auch nicht zu sehr auf die irdische Biologie festlegen. Der Natur stehen vielleicht doch noch mehr Wege offen, als wir für möglich oder für sinnvoll halten.

    Diese Fragen können wir leider erst mit relativer Gewissheit beantworten, wenn wir mehrere erdähnliche Planeten entdecken, und deren Atmosphären auf ihre Zusammensetzung untersuchen.

    Das mit den Planetensystemen ist auch so eine Sache: Ein Problem ist einfach das ein Planet in der Lebenszone um einen sonnenähnlichen Stern etwa 1 Jahr benötigt, um 1 mal als Planet identifiziert zu werden. Von den bislang entdeckten Systemen sind also etliche Begleiter noch garnicht entdeckt worden.
    Zudem sind erdähnliche Planeten ziemlich klein. In diesem Abstand vom Stern werden schon wieder bessere Teleskope benötigt. Das macht es so schwierig sie aufzuspüren, oder näher zu untersuchen.

  76. #76 roi
    30. Mai 2011

    zu der vorhersage, dass im Mai 2011 der erste habitable Exoplanet entdeckt wird:

    http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1105/1105.1031v1.pdf

    Gerade noch rechtzeitig 🙂

  77. #77 Monod
    30. Mai 2011

    @ Christian 2:

    “Leben ist recht anpassungsfähig und in der Lage, sich besonders unter ausreichend günstigen Rahmenbedingungen überall zu etablieren.”

    Das stelle ich nicht in Abrede. Damit es sich anpassen kann, muss es aber überhaupt erst mal entstanden sein. Und dazu bedarf es eben einiger Rahmenbedingungen, die ich weiter oben aufgezählt habe und die eben nicht auf reinen Wasserwelten zu finden sind.

    “Es kann, wenn einmal entstanden ja sogar von einem Planeten zum anderen durch Meteoriten transportiert werden.”

    Innerhalb eines Planetensystems mag das funktionieren, aber über interstellare Distanzen hinweg bin ich da äußerst skeptisch. Panspermie halte ich daher für keine sinnvolle Alternative hinsichtlich des Ursprungs des irdischen Lebens.

    “Venus und Mars sind wahrscheinlich bewohnt, wenn auch nur von Mikroorganismen.”

    Das glaube ich erst, nachdem zweifelsfrei lebende Mikroben von dort hierher gebracht und untersucht worden sind. Eine Genomanalyse dürfte da Klarheit erbringen.

    “Es ist gar nicht unbedingt notwendig, das Leben immer neu entstehen muss.”

    Nein. Einmal reicht völlig – siehe das Beispiel Erde!

    “Man sollte sich da auch nicht zu sehr auf die irdische Biologie festlegen.”

    Von irgendwo muss man aber ausgehen. Wir kennen keine anderen Biologien, aber wir kennen die Chemie und damit die Rahmenbedingungen, innerhalb deren Biologie möglich ist. Viel Spielraum ist da nicht, so dass das irdische Beispiel einen guten Anhaltspunkt bietet.

    “Der Natur stehen vielleicht doch noch mehr Wege offen, als wir für möglich oder für sinnvoll halten.”

    Das kann niemand ausschließen, aber die Spannbreite, innerhalb der solche Wege offenstehen, ist begrenzt, so dass der Rahmen, innerhalb dessen eine Suche erfolgversprechend ist, recht genau eingegrenzt werden kann.

  78. #78 Chris
    30. Mai 2011

    Gibts da auch ne Info auf good old germany 😀

  79. #79 olf
    1. Juni 2011

    Sehe ich da eine Entwicklung der Astronomie ?
    Von der Astrologie
    über die Astrophysik
    zur Astrobloggie 🙂
    hin zur Astrobiologie.

  80. #80 Monod
    1. Juni 2011

    @ olf:

    Diese Entwicklung ist nicht neu. Astrobiologie als interdisziplinäre Wissenschaft bildet nach meinem Empfinden so etwas wie einen Fokus, aus dem heraus sich ein einigendes Band ergibt, welches eine Vielzahl von Forschungsergebnissen miteinander verknüpft. Vor kurzem wurden in Gesteinswassereinschlüssen in mehreren Tausend Metern Tiefe Fadenwürmer entdeckt, wo man eigentlich nur Mikroben vermutet hätte. Die Nachricht als solche ist aus biologischer Sicht sensationell, aber es wird noch eins draufgesattelt – auch für die Erforschung des Mars könnte dies bedeutsam sein! Da ist es wieder, das einigende Band Astrobiologie!

    Die Erforschung von Exoplaneten – jüngst die Resultate der Kepler-Mission – führt zu hochinteressanten Einsichten für die Astronomie. Florian hat hier schon sehr viel dazu mitgeteilt. Der Fokus des öffentlichen Interesses ist jedoch die Suche nach der zweiten Erde – und damit nach Leben im All. Auch hier wieder das einigende Band!

    Und auch dieses Thema der Häufigkeit von Erde-Mond-Systemen führt quasi wie von selbst zur Diskussion über astrobiologische Themen. Meines Erachtens ist das kein Zufall, sondern Ausdruck des gewachsenen Erkenntnisstands zu Kosmochemie, Planetologie und Chemischer Evolution, gepaart mit der romantischen Sehnsucht, nicht allein in den Weiten des Kosmos zu sein. Hier schwingt neben aller gebotenen rationalen Strenge wissenschaftlicher Betrachtung ein irrationales, jedoch nicht unvernünftiges Moment mit, welches der astronomischen Forschung ein zusätzliches Maß an Faszination verleiht als ohnehin bereits vorhanden. Mir gefällt das!

  81. #81 WolfgangK
    9. August 2011

    Vor einiger Zeit hatte ich die Frage nach zwei Monden gestellt, nun ist mir noch eine Frage eingefallen. Wenn der hypothetische Zusammenstoß zwischen der Protoerde und Theia nicht stattgefunden hätte und stattdessen beide sich in stabilen Bahnen als Doppelplanet umkreist hätten, welche Konsequenzen wären zu erwarten gewesen? Wären die Bahnen trotz der wohl größeren Masse von Theia stabil geblieben und hätte sich völlig unabhängig davon trotzdem Leben entwickeln können, vielleicht sogar auf beiden Planeten? Oder sind in solchen Konstellationen eher Kollisionen wahrscheinlicher?

  82. #82 Florian Freistetter
    10. August 2011

    @WolfgangK: Also ein Doppelplanetensystem ist natürlich stabiler; da besteht erstmal keine Chance auf Kollision. Und wenn der zweite Planet so groß wie die Erde ist bzw. nicht wesentlich kleiner, dann könnte der auch habitabel sein.