Wow! Das ist mal eine ordentliche Sonneneruption! Gestern hat der Sonnenbeobachtungssatellit SOHO eine wirklich atemberaubende Explosion auf der Sonne gefilmt. Dort geht es ja immer wieder rund. Protuberanzen und sogenannte koronale Massenauswürfe (bei denen Material von der Sonne ins All geschleudert wird) sind keine Seltenheit. Aber so etwas wie gestern bekommt man selten zu sehen. Hier sind ein paar Videos:

Meine Güte! Was für eine Explosion! Da ist eine ganze Hemisphäre der Sonne betroffen und Phil Plait bei Bad Astronomy schätzt, dass hier etwa eine Milliarden Tonnen Material ausgeworfen werden. Wenn man sich die Explosion im UV-Bereich ansieht, wirkt es noch dramatischer:

Das Material das hier ins All geschleudert wurde, erreicht Geschwindigkeiten bis zu 1600 km/s! Müssen wir jetzt Angst haben, dass die Erde von dieser Sonneneruption betroffen ist? In den Medien existieren schon enstprechende Berichte

Erstmal sehen wir in dem Video, dass sich die Explosion von uns aus gesehen am Rand der Sonne abspielt. Das bedeutet, der koronale Massenauswurf ist nicht direkt auf die Erde gerichtet. Wir sehen außerdem, dass der Großteil des Materials wieder auf die Sonne zurückfällt. Auch wenn die Explosion gewaltig war, ist bei weitem nicht alles Material ins All geschleudert worden. Es ist also in den nächsten Tagen mit starkem Sonnenwind zu rechnen aber einen direkten Treffer mit Sonnenplasma wird es nicht geben. Die Auswirkungen werden sich also in Grenzen halten; können aber durchaus bemerkbar sein.

Welche Folgen ein Sonnensturm haben kann, habe ich ja schon in früheren Artikel beschrieben. Als erstes wird es vermutlich in den nördlichen und südlichen Gegenden unseres Planeten eine enorme Lichtshow geben. Wenn das geladene Material des Sonnenwinds auf die Atmosphäre trifft, dann sorgen die dort stattfindenden Reaktionen für beeindrucken Polarlichter. Vielleicht haben wir Glück und auch in Deutschland ist etwas zu sehen. Wenn der Himmel klar ist, lohnt es sich vielleicht, heute Nacht nach rötlichen Lichtern Ausschau zu halten.

Abgesehen von diesen rein ästhetischen Auswirkungen kann der Sonnensturm vielleicht auch den Funkverkehr beeinflussen. Ebenso kann die Funktion mancher Satelliten kurzfristig beeinträchtigt sein. Wer also demnächst per GPS auf Geocache-Suche gehen will, wird sich vielleicht über mangelnde Genauigkeit ärgern. Flugzeuge die über die Polarregionen fliegen können eventuell umgeleitet werden bzw. tiefer fliegen um so der durch den Sonnensturm erhöhten Strahlung in der oberen Atmosphäre aus dem Weg zu gehen. Das schlimmste mit dem unter Umständen zu rechnen ist, sind Stromausfälle wenn sich in den Stromleitungen zu große Spannungen aufbauen und es einen Kurzschluss gibt. Aber eigentlich rechne ich nicht mit sowas (und bevor jemand fragt: nein, den Kernkraftwerken kann ein Sonnensturm bzw. auch ein durch Sonnenstürme verursachter Stromausfall nichts anhaben); der aktuelle Sonnensturm ist zwar groß aber bei weitem nicht der größte den wir bisher erlebt haben. Eine viel größere Eruption als gestern fand beispielsweise im Dezember 2006 statt.

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Sonneneruption im Dezember 2006 (Bild: NASA)

Es gibt also keinen Grund, in Weltuntergangsstimmung zu verfallen.

Kommentare (225)

  1. #1 Grüse
    8. Juni 2011

    Fantastische Videos. Laienhafte Frage: Was genau sind die “Schlaufen”, die man im zweiten Video gut sieht?

  2. #2 Grundumsatz
    8. Juni 2011

    Meine Sonnenblumen lassen seit gestern die Blätter hängen. Und mir ist auch schon ganz schlecht!

  3. #3 Alderamin
    8. Juni 2011

    Eine viel größere Eruption als gestern fand beispielsweise im Dezember 2006 statt.

    Bzw. am 10. März dieses Jahres:

    http://www.meteoros.de/php/viewtopic.php?p=35283#35283

    Der dort genannte X1,5-Flare hatte ungefähr die 5000-fache Leistungsdichte wie der M2,7 von heute, wenn ich richtig gerechnet habe (2^(15-2,7)). Ein Flare auf der Sonne, der sich als Röntgenstrahlungsausbruch zeigt, welcher die Erde mit Lichtgeschwindigkeit nach 8 Minuten 20 erreicht, ist nicht gleich einer Coronal Mass Ejection (CME), die in Form geladener Teilchen das Erdmagnetfeld beeinflussen kann und die einen bis drei Tage bis zur Erde braucht, wenn sie überhaupt in unsere Richtung losgeht, aber die beiden treten normalerweise zusammen auf und korrelieren auch in der Intensität.

    Für mehr als fotografisches Polarlicht hatte es damals nicht gereicht, aber man kann ja vorsichtshalber mal hier

    http://www.meteoros.de/php/viewtopic.php?t=8500

    mitlesen, ob vielleicht heute oder morgen etwas zu sehen sein wird. Bin da aber eher skeptisch, zumal diese CME nicht einmal voll in Richtung Erde ging. Was die Presse an gerade diesem Event gefressen hat, ist mir ein Rätsel.

  4. #4 Automatismus
    8. Juni 2011

    Wow, beeindruckende Videos!
    Blöde Frage: Was wäre denn, wenn der koronale Massenauswurf mehr oder weniger direkt auf die Erde gerichtet wäre?
    (übrigens fände ich eine verminderte Geocaching-Genauigkeit schon ne Frechheit! 😉 )

  5. #5 Alderamin
    8. Juni 2011

    @myself

    Der dort genannte X1,5-Flare hatte ungefähr die 5000-fache Leistungsdichte wie der M2,7 von heute, wenn ich richtig gerechnet habe (2^(15-2,7)).

    Nicht richtig gerechnet, die 1-9 Skala ist linear zwischen den Stufen A, B, C, M und X. X1 ist 10mal so stark wie M1, X1.5 ist folglich 15 mal M1, M2,7 ist 2,7 mal M1, also X1.5 = 15/2,7 = 5,5 mal M2,7. Also war der Flare im März 5,5-mal so stark wie der hier. Aber immerhin stärker als der heutige.

  6. #6 Farin
    8. Juni 2011

    @Automatismus:

    Bin zwar kein Atronom ( und Florian darf mich gern zurecht weisen sollte ich hier gerade etwas total falsches von mir geben 😉 ), aber bei der Materie die hier ausgestossen wird, handelt es sich ja um Plasma, also sehr heisses, ionisiertes Gas. Ionen sind elektrisch geladen, wechselwirken also mit magnetischen Feldern und würden daher durch das Magnetfeld der Erde um den Planeten “herumgelenkt”. Die Erde würde also wohl nicht “geröstet” ( zumal das Plasma sehr dünn sein dürfte ), Probleme für den Funk und Satelliten gäbe das aber allemal.

    @Florian: Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zw. Sonnenflecken und Masseneruptionen? Und inwieweit wird eigentlich dieses “Zurückstürzen” der erupiterten Masse nicht durch Schwerkrraft sondern Magnetismus verursaachtt?

  7. #7 KommentarAbo
    8. Juni 2011

  8. #8 Bullet
    8. Juni 2011

    “Eine Milliarde Tonnen” lt. Mr. Plait. Farin schieb hierobendrüber: “zumal das Plasma sehr dünn sein dürfte”.

    Zustimmung. Eine Milliarde Tonnen flüssiges Wasser sind gerade mal ein Kubikkilometer. Eine Millarde Tonnen Wasserdampf sind dann vielleicht 1500 Kubikkilometer. Was man da gesehen hat, verteilt sich in einem Volumen von …. mag einer schätzen? Ich tippe auf 10^16 Kubikkilometer. Diese Flare ginge demzufolge hierzuwelt locker als Hochvakuum durch.

  9. #9 sacha
    8. Juni 2011

    ja, was die rein hypothetischen auswirkungen bei einem volltreffer wären, würde mich auch interessieren. oder würde das nüchterne auszuformulieren dann bereits unter panikmache laufen? 😉

  10. #10 Alderamin
    8. Juni 2011

    @Farin

    Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zw. Sonnenflecken und Masseneruptionen?

    Ja. Bin zwar auch kein Profi, habe aber ungefähr das folgende gelesen:

    Die Ursache von allen Effekten sind Magnetfelder im Plasma, aus dem die Sonne besteht. Die bewegte Ladung im Plasma erzeugt Felder, die wieder auf das Plasma und seine Strömung zurückwirken. Zudem dreht die Sonne sich am Äquator schneller als an den Polen und so werden die Magnetfelder bizarr verdrillt, was zu großen Feldstärken führen kann, wo die Feldlinien eingeschnürt werden. Wo Magnetfeldbögen durch die Oberfläche stoßen, entstehen die Flecken, sie sind etwas kühler als die restliche Photosphäre. Die Flecken deuten also auf inhomogene Magnetfelder hin. Wo sich solche befinden, kommt es auch am ehesten zu den Flares und Massenauswürfen; die Polarlichtfans registrieren immer genau, ob sich eine neue Fleckgruppe zeigt, dann kann man auch mit weiterer Sonnenaktivität rechnen, und im Sonnenfleckenmaximum ist die Sonne bekanntlich am aktivsten.

    In Wikipedia steht allerdings, dass die Energie in den Magnetfeldern der Photosphäre selbst viel zu klein sei und sie möglicherweise größtenteils im Feld der Korona angesammelt werde. Vielleicht ist das Feld in Fleckennähe nur der Auslöser. Der Mechanismus ist noch nicht wirklich verstanden.

    Und inwieweit wird eigentlich dieses “Zurückstürzen” der erupiterten Masse nicht durch Schwerkraft sondern Magnetismus verursacht?

    Ich denke, die Teilchen bewegen sich schnell genug, dass Sie der Sonne entfliehen würden, wenn die Magnetfelder sie nicht bündeln und zurückhalten würden. Sicher wirkt auch die Schwerkraft auf sie, aber noch mehr die Magnetfelder.

  11. #11 Florian Freistetter
    8. Juni 2011

    @Farin: “Gibt es eigentlich einen Zusammenhang zw. Sonnenflecken und Masseneruptionen?”

    Auf jeden Fall! Sonnenflecken sind Indikatoren für die Sonnenaktivität und zeigen die Bereiche an, wo die magentischen Flusslinien koronale Massenauswürfe möglich machen.

    @Bullet: “Diese Flare ginge demzufolge hierzuwelt locker als Hochvakuum durch.”

    Das stimmt natürlich. Aber ein sehr beeindruckendes und gar nicht langweiliges Hochvakuum 😉

    @sacha: “ja, was die rein hypothetischen auswirkungen bei einem volltreffer wären, würde mich auch interessieren. oder würde das nüchterne auszuformulieren dann bereits unter panikmache laufen?”

    Panikmache nicht, aber es würde sicher von vielen nur panisch verstanden werden. Das Worst-Case-Szenario wären viele Stromausfälle auf einmal die sich nicht sofort beheben lassen und alle daraus erwachsenden negativen Folgen für unsere stromabhängige Zivilisation. Weltuntergangspotential hat das aber trotzdem nicht.

  12. #12 Duldeldei
    8. Juni 2011

    “Es gibt also keinen Grund, in Weltuntergangsstimmung zu verfallen.”

    Das stimmt, der Weltuntergang kommt ja auch erst im Dez. 2012 und nicht in den nächsten Tagen. Also noch genug Zeit sich ein schönes Leben zu machen. Also schmeisst eure Rentenbescheinigungen weg und genieß die letzten 1 1/2 Jahre eures Lebens. Ich hab meine schon alle entsorgt und werde meine Zeit auf Hawaii verbringen.

  13. #13 nichtschonwieder
    8. Juni 2011

    Bis jetzt dachte ich immer der Sonnensturm in Quebec war 1989.Aber im verlinkten Artikel vom ZDF als auch hier und hier z.B. steht 1973.
    Ich nehme an,dass ist mal wieder “Qualitätsjournalismus”,einer schreibts falsch und die anderen schreibens ab,oder?

  14. #14 Bullet
    8. Juni 2011

    @FF: in der Tat. Besonders beeindruckend find ich die Impacts der ausgeworfenen Massen auf der Oberfläche, die dann anfängt, wie verrückt zu leuchten. Das könnte auch Wasser mit lumineszierenden Algen sein…

  15. #15 Jack
    8. Juni 2011

    Wenn der von 1859 heut nochmal kommt…
    http://www.space.com/scienceastronomy/mystery_monday_031027.html
    http://www.scientificamerican.com/article.cfm?id=timeline-the-1859-solar-superstorm
    Dann wird es katastrophal.
    Zum einen haben wir bei AKW schon gesehen was passiert wenn eine Stromleitung durch Schnee ausfällt. Zum anderen wird ein massiver CME das Magnetfeld der Erde soweit “verbiegen” das durchaus Schaden entsteht. Sollten mehrere Kraftwerks trafos dabei kaputt gehen, werden wir wohl länger im Dunklen sitzen, da die jahres produktion dieser Monster kaum über 10 liegt.

  16. #16 Florian Freistetter
    8. Juni 2011

    @Jack: “Dann wird es katastrophal. Zum einen haben wir bei AKW schon gesehen was passiert wenn eine Stromleitung durch Schnee ausfällt. “

    Was passiert denn? Das AKW erzeugt weiter Strom. Und?

    “Sollten mehrere Kraftwerks trafos dabei kaputt gehen, werden wir wohl länger im Dunklen sitzen, da die jahres produktion dieser Monster kaum über 10 liegt.”

    Monster? Jahresproduktion von “10”?? Du sprichst in Rätseln.
    Weisst du, Trafos kann man reparieren….

  17. #17 Farin
    8. Juni 2011

    @Florian: Danke, “Solardynamik” ( gibts denn Begriff eigentlich ? ) ist nicht Teil meines Studiums

    @Bullet: Ich glaube mit deinen Zahlen hast du die Größenordnung richtig, schlieslich reden wir hier von einen Gas das sich in einen Hochvakuum ausbreitet, und wenn wir mal berücksichtigen das der Flare eine Strecke von durchschn. 150 Millionen Km zurücklegt, dann ist das was bei uns ankommt dank Braunscher Molekularbewegung und den Umstand das der Bewegungsimpuls aller Teilchen ja nicht exakt auf die Erde ausgerichtet ist kein Strahl, sondern eher eine Wolke.

    Übrigens muss ich immer grinsen wenn in der Science FIction Plasmawaffen genutzt werden – so ein Strahl aus extradünnen Gas, wirklich gefährlich klingt das nicht. Und da Wärme ja eine extensive Größe ist, hätte so ein Gerät wahrscheinlich nicht mal genug Kraft eine Tasse Tee aufzuwärmen.

  18. #18 markus
    8. Juni 2011

    Weis man den wieviel tonnen da rausgegangen sind????

  19. #19 Unwissend
    8. Juni 2011

    Da ist eine ganze Hemisphäre der Sonne betroffen und Phil Plait bei Bad Astronomy schätzt, dass hier etwa eine Milliarden Tonnen Material ausgeworfen werden.

  20. #20 Christian Berger
    8. Juni 2011

    Das mit den Stromleitungen verstehe ich nicht. Ein Kurzschluss ist ja nur eine elektrische Verbindung zwischen Leitern.

    Wird bei einem starken Sonnensturm die Atmosphäre um die Leitungen ionisiert so dass es zum Überschlag und somit zum Kurzschluss kommt? Irgendwie erscheint mir das nicht ganz stimmig.

  21. #21 Florian Freistetter
    8. Juni 2011

    @Christian Berger: “Das mit den Stromleitungen verstehe ich nicht. “

    Sonnenstürme können das Erdmagnetfeld verändern und wenn sie stark sind, auch in Bodennähe. Diese Änderungen des Magnetfelds können dann in ausgedehnten Leitern wie z.B. Hochspannungsleitungen, Ströme induzieren was zum Ausfall eines Trafos führen kann.

  22. #22 Huffduff
    8. Juni 2011

    Ist das Video eigentlich in Echtzeit oder ist das ein Zeitraffer?

  23. #23 Georg
    8. Juni 2011

    Wann könnte man die auswirkungen auf der mit dieser Geschwindigkeit spüren?
    Könnte und etwas passieren?

  24. #24 Georg
    8. Juni 2011

    ich meinte, wann könnte man die Auswirkungen auf der erde spüren? ich habe auch gerade gelesen, das die Vögel deshalb so unruhig wären: stimmt das?

  25. #25 Florian Freistetter
    8. Juni 2011

    @Georg: “ich habe auch gerade gelesen, das die Vögel deshalb so unruhig wären: stimmt das? “

    Ich weiß nicht – sind denn die Vögel unruhig? Oder hat da nur jemand am Montag “The Core” bei ARD gesehen?

  26. #26 Alderamin
    8. Juni 2011

    @huffduff

    Zeitraffer. In Video 1 sind unten Zeitmarken enthalten. Das Video läuft am 7.6.2011 von 01h26 bis 12h01, also 10,5 Stunden.

  27. #27 nichtschonwieder
    8. Juni 2011

    @FF:

    Ich weiß nicht – sind denn die Vögel unruhig? Oder hat da nur jemand am Montag “The Core” bei ARD gesehen?

    Es könnte natürlich auch im ZDF gewesen sein? 😉

  28. #28 Chris
    8. Juni 2011

    Schon spannende Videos. Was aber daran besonders ärgerlich ist, ist, das es bei mir im hohen Norden mittlerweile so hell ist, das man von der Lichtshow leider nichts mitbekommen wird.

  29. #29 Huffduff
    8. Juni 2011

    @alderamin
    jetzt seh ichs auch, vollbild hilft, danke.

  30. #30 Josef A. Preiselbauer
    9. Juni 2011

    Nur das ich das richtig verstehe, wir müssen jetzt noch nicht alle sterben?

    Aber im Ernst: Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn ich sehe, was da ständig an Massen aus der Sonne ausgestossen werden und die das trotzdem 10 Milliarden Jahre lang macht.

  31. #31 Nini
    9. Juni 2011

    Dieses Explosion ist ein eindeutiger Vorbote dafür, dass der morphogenetische Bewusstseinswandel der gesamten Menschheit bereits eingesetzt hat! Die intergalaktische Liga des Lichts hat dieses Spektakel inszeniert um die Lichtenergien der Sonne zu bündeln, um uns mit zusätzlicher Lichtnahrung zu versorgen, damit unser aller spritueller Wachstumsprozess schneller von statten gehen kann.
    Es ist ein Zeichen unserer vorapokalyptischen Zeit, dass sich immer mehr Menschen von den Lügen, der Sinnlosigkeit, der Versklavung und den Manipulationen der sogennanten ”Wissenschaft” befreien, um letztendlich wieder einen Platz in der heiligen Einheit und Liebe Gottes zu finden. Liebe und Frieden!

  32. #32 Bernd Kammerer
    9. Juni 2011

    Hallo,
    seltsamer Zufall: Habe heute zum ersten Mal den SF-Film SOLAR ATTACK gesehen – und prompt stoße ich hier und heute auf ein sehr ähnliches Thema. Ist ein Szenario wie in besagtem Film halbwegs plausibel oder völliger Blösdinn? Die Meinung des geschätzten Experten würde mich interessieren.

  33. #33 Bernd Kammerer
    9. Juni 2011

    Habe heute zufällig den Film SOLAR ATTACK gesehen. Erstaunliche thematische Nähe zur aktuellen Sonneneruption. Ist der Film kompletter Blödsinn oder ist das dort gezeigte Szenario halbwegs plausibel? Die Meinung des geschätzten Experten würde mich interessieren.

  34. #34 sacha
    9. Juni 2011

    ähm.
    was mich ehrlich gesagt am geschätzten experten grad etwas stört ist, dass er auf belanglose fragen, die man, wenn etwas aufmerksamkeit vorhanden, sich getrost hätten selbst beantworten können, eingeht und auf etwas heiklere fragen nichts zu sagen mag.

    wenn man einen erhabenen sarkasmus pflegt, den ich nicht erst in diesem bericht feststelle, sollte man auch im gegenzug konkret werden, wie ich finde.

    was wäre denn nun also zu erwarten gewesen, wenn die eruption sich stimmig zur erde gerichtet hätte.

    und wenn es legitim ist, würde ich noch diese frage stellen:
    sind solche eruptionen überhaupt, jetzt abgesehen vom aktivitätszyklus, berechenbar? und wenn ja/jein, von welcher genauigkeit ist die rede?

    würde mich bedanken für relevante infos.
    lg

  35. #35 Bullet
    9. Juni 2011

    @Farin:

    Übrigens muss ich immer grinsen wenn in der Science FIction Plasmawaffen genutzt werden – so ein Strahl aus extradünnen Gas, wirklich gefährlich klingt das nicht.

    Hrhrhr … und dann manchmal noch innerhalb einer Atmosphäre mit einer Dichte von 10^5 Pa angewendet. Ja, das ist relativ lustig. Stümmt. 🙂

  36. #36 Chris
    9. Juni 2011

    Morgen,
    @Bernd Kammerer

    Habe heute zufällig den Film SOLAR ATTACK gesehen. Erstaunliche thematische Nähe zur aktuellen Sonneneruption. Ist der Film kompletter Blödsinn oder ist das dort gezeigte Szenario halbwegs plausibel? Die Meinung des geschätzten Experten würde mich interessieren.

    Mark Dacascos in einer direct-to-DVD Produktion, das riecht nach handfestem Trash mit Karateeinlage.
    Ich hab ihn noch nicht gesehen, allerdings vom wissenschaftlichen Inhalt würde ich nix erwarten, genauso wenig wie vom schauspielerischen.

    @Core im ZDF
    Haben die ÖR nicht auch einen Bildungsauftrag?

  37. #37 olf
    9. Juni 2011

    Verursacht ab jetzt jeder Sonnensturm Hirnsausen
    in den Redaktionsstuben, oder wollen die
    Journalisten nur von irgendwelchen
    Peinlchkeiten ablenken ?

  38. #38 Florian Freistetter
    9. Juni 2011

    @sacha: “. was mich ehrlich gesagt am geschätzten experten grad etwas stört ist, dass er auf belanglose fragen, die man, wenn etwas aufmerksamkeit vorhanden, sich getrost hätten selbst beantworten können, eingeht und auf etwas heiklere fragen nichts zu sagen mag.”

    Der geschätze Experte hat auch ein Leben außerhalb des Blogs. Der geschätzte Experte muss auch noch andere Dinge machen weil man von so einem Blog nicht leben kann. Gestern saß der geschätzte Experte zum Beispiel 8 Stunden im Zug. Und manchmal vergißt der geschätzte Experte, der auch nur ein Mensch ist, auch mal, eine Frage zu beantworten. Sorry. So gern der geschätzte Experte auch Fragen beantwortet, er tut das in seiner Freizeit und manchmal klappts halt nicht. Tut mir leid.

    Also: was wäre passiert, wenn die Eruption genau auf die Erde gerichtet wäre? Keine Ahnung. So wie das echte Wetter lässt sich auch das Sonnenwetter nicht exakt vorhersagen. Die schlimmsten Folgen eines Sonnensturms habe ich ja sowohl in diesem Artikel als auch in den verlinkten beschrieben: Satellitenausfälle und Stromausfälle. Wenn du jetzt von mir erwartest, dass ich vorhersagen kann, welche Satelliten ausfallen und wo es dann überall keinen Strom mehr gibt, dann muss ich dich entäuschen. Das geht so in der Form nicht. Je stärker der Sturm ist und je direkter er auf die Erde trifft, desto größer ist die Chance, dass Satelliten und Stromleitungen geschädigt werden.

    “sind solche eruptionen überhaupt, jetzt abgesehen vom aktivitätszyklus, berechenbar? und wenn ja/jein, von welcher genauigkeit ist die rede? “

    Was meinst du mit “Eruptionen berechnen”? Ob man vorhersagen kann, wann eine stattfindet? Nein, kann man nicht. Man kennt den 11-Jahres-Zyklus und kann aus Modellen ungefährt ableiten, wie stark ein kommendes Maximum jeweils ausfallen wird. Aber konkrete Sonnenfleckenformationen vorher zu berechnen klappt genausowenig wie wenn ein Meteorologe berechnen will, wie die Wolken nächste Woche aussehen werden.

  39. #39 klauszwingenberger
    9. Juni 2011

    “Genau auf die Erde gerichtet” muss man etwas relativieren. Es geht nicht um irgendwelche elektromagnetischen Strahlen (die übrigens auch nicht sofort die Erde treffen würden, sondern erst nach ca. 8 Minuten), sondern um eine ausgestoßene Wolke aus geladenen Teilchen, die ein ganzes Stück langsamer vorankommen. Man kann sich das so ähnlich vorstellen wie einen Schrotschuss auf eine fliegende Ente. Der Schütze muss ein genau passendes Stück “vorhalten”, und ein Teil des Schrotes geht allemal daneben. Wenn die Erde zur rechten Zeit am rechten Ort auf ihrer Umlaufbahn ist, kriegt sie etwas von dem Teilchenschauer ab. Das kann mehr oder weniger viel sein, und davon hängt ab, was alles passiert – von fast nichts über schöne Auroren bis zu Problemen bei Telekommunikation und Stromversorgung. Es kommt dabei letztlich auch darauf an, wie genau die Teilchenwolke die Erde trifft: Volltreffer oder nur mit einem Randbereich. Deshalb ist das Ausmaß des Massenauswurfs nicht unbedingt proportional zur Wirkung auf der Erde.

  40. #40 Noblinski
    9. Juni 2011

    Was passiert, wenn die Eruption direkt auif die Erde gerichtet wäre? Ich vermute, da ware erst einmal der Satellit SOHO kaputt gegangen.

    Im Übrigen frage ich mich jedesmal, wenn ich Sonnenaufnahmen sehe, inwieweit eine magnetische Feldlinie nun eine Eselsbrücke ist, um sich das magnetische Feld als Abstraktion besser vorstellen zu können – oder ob es sich um eine physikalische Realität handelt im Sinne eines Objekts, das man konkret untersuchen kann.

  41. #41 Alderamin
    9. Juni 2011

    @Bernd Kammerer

    Kenne den Film zwar nicht, aber es gibt zu (fast) allem einen Wikipedia-Eintrag:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Solar_Attack

    – “It is discovered that the methane in the atmosphere has risen to 5% of its composition.”

    Mal so eben. Dann hätten wir aber ein heftiges Klimaproblem (und nicht nur das). Im Moment enthält die Atmosphäre 1,75 ppm Methan, also 0,000175 %. Ich denke, es würde nicht erst bei 5% auffallen, wenn der Anteil ansteigt.

    – “Moreover, there are multiple CMEs that are bound to hit Earth, and that will ignite the methane and suffocate all life on Earth.”

    Bei 5% Methan braucht es keine CME, um das Gas zur Explosion zu bringen, da reicht ein beliebiger Funke aus einem elektrischen Schalter, Blitzschlag, offenes Feuer etc. Der Bergmann kennt das als Schlagwetter, die treten bei 5%-15% Methananteil in der Luft auf. Außerdem würden diese viel eher ein Gas zum Verbrennen bringen, als geladene Teilchen von der Sonne.

    – “The CMEs also knock satellites out of orbit, turning them into deadly meteors. During the movie, a CME hits New Zealand, turning it into a huge pool of molten rock.”

    CMEs sind ein Hauch elektrischer Teilchen, die haben nicht genug Dichte, um irgendetwas aus dem Orbit zu knocken. Sie können Satelliten allenfalls durch elektrische Entladungen in den winzigen, empfindlichen Leiterbahnen innerhalb ihrer Chips zerstören. Die Atmosphäre lässt die Teilchen auch gar nicht bis zum Erdboden gelangen, die von ihnen verursachten Polarlichter finden in mehreren hundert km Höhe statt, wo die ISS kreist und kaum Luft vorhanden ist. Auf den Erdboden können nur die Magnetfelder wirken, da die Teilchen das Erdmagnetfeld beeinflussen. Also nix mit Gestein schmelzen.

    – “While the CMEs strike, it is determined that 25-megaton nuclear missiles will be fired at the North Pole to release vapor that will extinguish the methane flares.”

    Ja, es sind immer Atombomben, die die Erde retten. Wahrscheinlich werden diese Filme vom Verteidigungsministerium gesponsort. Erstens dürfte ein bisschen Wasserdampf kaum etwas gegen explodierendes Methangas ausrichten (das sollte bei dieser Konzentration übrigens auf einen Schlag in der ganzen Atmosphäre explodieren, aber dann wäre der Film ja schon zu Ende). Zweitens braucht man nicht an den Pol, um Wasser zu verdampfen, das gibt’s auch im Ozean; da verdampft es sogar leichter, als das Eis des Ozeans, das man zuerst mal auftauen muss. 1l Eis zu schmelzen benötigt die gleiche Energie wie 1 l Wasser von 0 auf 80 Grad C zu erhitzen. Und drittens kann auch eine Atombombe nicht nicht so viel Wasser verdampfen, dass dies die Atmosphäre nennenswert beeinflusst. Wir hatten in den 50ern/60ern eine Menge Atomversuche im Südpazifik, davon wurde die Atmosphäre m.E. auch nicht viel feuchter.

    – “At the end, Parks and Foster hug, and he makes a comment about going “down the aisle,” implying that they may renew their romantic relationship and re-marry.”

    Is klar. Sonst müssten sich die Jungs den Film ja ohne ihre Mädels angucken. 🙂

    Es gibt fast keinen Hollywood-Science-Fiction-Film, der ein annähernd reales Szenario beschreibt. “2001” war ganz akkurat, außer der Monolithengeschichte, aber ohne die wäre der Film ja ziemlich sinnlos. Es gab mal einen Film im TV über einen Asteroideneinschlag (war aber weder “Deep Impact”, der auch einigermaßen geht, noch der schreckliche “Armageddon”), wo die Menschheit den Einschlag nicht abwehren kann, sondern nur die Einschlagszone evakuieren, der schien mir ziemlich glaubhaft. “The Core”, der Montag im ZDF lief, war hingegen mal in einer Umfrage unter mehreren hundert Wissenschaftlern als schlechtester Science Fiction Film bewertet worden. ( http://en.wikipedia.org/wiki/The_Core#Critical_reaction ), wurde aber von Emmerichs “2012” noch unterboten ( http://de.wikipedia.org/wiki/The_Core#Kritiken ).

  42. #42 sacha
    9. Juni 2011

    euch beiden, vielen dank für die erläuterungen!

    was mir betreffend des sonnenzyklus nicht klar ist. bezieht sich der auf die messung von hier auf der erde wirksamen werten, also eben wie in der meteorologie das wetter global bezogen ist, oder handelt es sich dabei um die reine beobachtung dessen, was auf der sonne passiert? dem namen des zyklus nach zu urteilen, würde ich letzteres vermuten.

    oder gibt es da globale messungen, die hier als relevante ergänzung dienen? das wäre unter anbetracht der vielen faktoren im raum dazwischen doch eher unwahrscheinlich, oder?

    ich frage aus dem grund:
    wenn es sich ja lediglich um die allgemeine aktivität der sonne handelt und man alle faktoren berücksichtigt, welche notwendig wären um eine art trefferstatistik für unseren globus zu erstellen. dann ist ein treffer doch eigentlich gar nicht zu berechnen. wie du ja auch meinstest. nur, wäre ja dann auch der sonnenzyklus nur eine eher schlechte als rechte stütze um so eine prognose zu wagen. einfach wegen den vielen verbleibenden faktoren. denn selbst wenn man die sonnenzyklen, also die stärkenentwicklung, kennt und sagen wir mal hypothetisch den genauen zeitpunkt der eruption bestimmen könnte, ist der ort, also auch der winkel, ja noch unvorhersehbar.

    sorry, wenn ich hier vielleicht blöd frage. wäre dann eine art trefferstatistik nicht auch noch interessant oder eben genau umgekehrt, beinahe willkürlich?

    ich bedanke mich für einen hinweis, ob ich hier völlig daneben liege.
    und ich werde mich auch in geduld üben 😉

  43. #43 Alderamin
    9. Juni 2011

    @Noblinski

    Was passiert, wenn die Eruption direkt auf die Erde gerichtet wäre? Ich vermute, da wäre erst einmal der Satellit SOHO kaputt gegangen.

    Nein, erstens war das nur ein Allerweltsausbruch, die gibt es zum Sonnenmaximum alle paar Wochen. Zweitens hat SOHO auch schon wesentlich stärkere CMEs mitgemacht und überlebt.

    Im Übrigen frage ich mich jedesmal, wenn ich Sonnenaufnahmen sehe, inwieweit eine magnetische Feldlinie nun eine Eselsbrücke ist, um sich das magnetische Feld als Abstraktion besser vorstellen zu können – oder ob es sich um eine physikalische Realität handelt im Sinne eines Objekts, das man konkret untersuchen kann.

    Feldlinien sind natürlich eine Eselsbrücke. Tatsächlich hat das Magnetfeld an jedem Ort im Raum eine bestimmte Stärke (Flussdichte) und Ausrichtung. Die Feldlinien sollen die Richtung verdeutlichen und, wo sie gedrängt gezeichnet werden, auch die Flussdichte. Sie sind genau so viel oder wenig real, wie die Höhenlinien in einer Landkarte.

  44. #44 Jack
    9. Juni 2011

    @Florian
    >Monster? Jahresproduktion von “10”?? Du sprichst in Rätseln.
    >Weisst du, Trafos kann man reparieren….

    Sorry. Von diese riesen Trafos (bis 500t) können nur sehr wenige hergestellt werden.
    Da es Einzelanfertigungen sind, gibt es auch nicht eben mal ein Ersatz zum Austausch.
    Und wenn es zu einem Brand kommt ist meist nicht mehr viel zum reparieren da.
    Der Trafobrand im AKW Krümmel legte dies für fast 2Jahre still.
    Beim AKW kommt es vermutlich nach einem Trafo schaden zur RESA worauf hin das AKW ein Eigenbedarf von 30MW hat, und wenn das Netz diese nicht liefern kann…

    Bezuglich des Kurzschlusses durch Schneelast:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Gundremmingen#Zwischenfälle

    Das Problem bei einer CME ist das sie die ½ Erde treffen kann und nicht lokal begrenzt ist.

  45. #45 Alderamin
    9. Juni 2011

    @sacha

    was mir betreffend des sonnenzyklus nicht klar ist. bezieht sich der auf die messung von hier auf der erde wirksamen werten, also eben wie in der meteorologie das wetter global bezogen ist, oder handelt es sich dabei um die reine beobachtung dessen, was auf der sonne passiert?

    Es geht um das, was auf der Sonne passiert. Um genau zu sein, handelt es sich ursprünglich um einen SonnenFLECKENzyklus. Lange bevor man wusste, was Elektrizität und Magnetismus sind, hat man auf der Sonne Flecken beobachtet, und dass sie im 11jährigen Rhythmus mehr und wieder weniger werden. Später hat man dann beobachtet, dass zur Zeit der größten Fleckenzahl am Sonnenrand auch die meisten Protuberanzen ( http://de.wikipedia.org/wiki/Protuberanz ) und Fackeln ( http://en.wikipedia.org/wiki/Facula ) beobachtet werden, d.h. dass die Sonne aktiver ist. Erst in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts hat man dann verstanden, wie sich die Sonnenaktivität auf die Erde auswirkt, dass es einen Sonnenwind gibt, der vom Erdmagnetfeld abgelenkt wird, wie Polarlichter entstehen etc. Deswegen redet man heute beim Sonnenzyklus von der allgemeinen Aktivität. Die Sonnenflecken sind nur der sichtbare Teil dieser Aktivität.

    wenn es sich ja lediglich um die allgemeine aktivität der sonne handelt und man alle faktoren berücksichtigt, welche notwendig wären um eine art trefferstatistik für unseren globus zu erstellen. dann ist ein treffer doch eigentlich gar nicht zu berechnen. wie du ja auch meinstest. nur, wäre ja dann auch der sonnenzyklus nur eine eher schlechte als rechte stütze um so eine prognose zu wagen.

    Man kann vorhersagen, dass es mehr Sonnenflecken, Flares, CMEs und Polarlichter im Sonnenmaximum geben wird, so wie man vorhersagen kann, dass es im Winter kälter werden wird und öfters schneien. Ob es an einem bestimmten Tag schneien wird, kann man aber auch erst kurz vorher vorhersagen, so wie man erst kurz vorher eine aktive Zone auf der Sonne erkennen kann, die eine CME verursachen könnte. Der CME ist meist mit einem Flare, einem hellen Leuchten, vor allem im Röntgenlicht, verbunden, den kann man dann “sofort” sehen, wenn die CME losgeht, das Licht braucht nur 8 Minuten 20s bis zur Erde. Die CME selbst kann man, wie in den Videos gesehen, mit heutigen Teleskopen ebenfalls in Echtzeit beobachten und auch ihre Bewegungsrichtung feststellen. Durch die beiden STEREO-Satelliten sehen wir die Sonne heute übrigens gleichzeitig noch von “links” und “rechts”, d.h. man kann durch Beobachtung aus drei Richtungen recht genau erkennen, wohin eine CME gerichtet ist.

    Die Teilchen in der CME brauchen dann 1 bis 3 Tage bis zur Erde, so viel Vorwarnung hat man dann. Sie treffen den Satelliten SOHO, der sich ca. 1 Million km vor der Erde in Richtung Sonne befindet, 1 h vor der Erde. Erst dann weiß man ziemlich genau, was da auf uns zukommt und ob es z.B. Polarlichter in niedrigen Breiten geben wird. Bis jetzt ist nach dem Auswurf vom 7.6. noch alles ganz friedlich: http://www.meteoros.de/polar/polwarn.htm

  46. #46 Ina
    9. Juni 2011

    Hallo,
    nun untergangszenario oder nicht…
    Was passiert in einem Kernkraftwerk im Falle eines Sonnensturms?
    mfg
    ina

  47. #47 isa
    9. Juni 2011

    @ chris: wo bist du denn im hohen norden? bei uns ist’s leider auch zu hell.. :-((

  48. #48 Florian Freistetter
    9. Juni 2011

    @Ina: “Was passiert in einem Kernkraftwerk im Falle eines Sonnensturms?”

    Im Allgemeinen: Nichts. Das merkt man u.A. auch daran, dass noch nie ein Sonnensturm (und die gibt es ständig) ein AKW irgendwie geschädigt hat.

  49. #49 Jack
    9. Juni 2011

    @Ina
    Die CME dürfte auf das Kraftwerk selbst wenig direkten Einfluss haben, zumindest dem Reaktor macht Sie wohl nichts aus – Allerdings würden Kurzschlüsse und Stromausfälle eine Kernschmelze unausweichlich machen (siehe Fukushima – ein AKW braucht eben auch viel Strom)
    CME die nur ⅓ der von 1895 hatten haben 1989 ganze Regionen stromlos gemacht.
    Und mit unserer vortschreitenden computerisierung und elektrifizierung werden wir immer anfälliger für soetwas.
    http://www.valdostamuseum.org/hamsmith/13Mar89.html
    http://en.wikipedia.org/wiki/Solar_storm_of_1859
    http://www.space.com/7224-150-years-worst-solar-storm.html

  50. #50 Wurgl
    9. Juni 2011

    Weil hier immer mal wieder von 8 Minuten bzw. 8 Minuten 20 Sekunden gemurmelt wird …

    Irgendwie ist das egal wie lange elektromagnetische Wellen zur Erde brauchen. Die kommen einfach alle gleichzeitig an. Egal ob Licht, oder Röntgenstrahlung oder Radiowellen. Die Vorwarnzeit ist Null (oder eher im negativen Bereich :-), wenn das Ding zu sehen ist, dann sind alle diese elektromagnetischen Wellen schon hier (oder hier gewesen, denn das Hirn braucht auch etwas Zeit um die Information zu verarbeiten und ein Rechner ebenso).

    Vorwarnzeit gibt es nur bei Zeugs das sich langsamer als mit Lichtgeschwindigkeit bewegt. Und das sind alle Teilchen mit Masse.

  51. #51 Kallewirsch
    9. Juni 2011

    Allerdings würden Kurzschlüsse und Stromausfälle eine Kernschmelze unausweichlich machen (siehe Fukushima

    Oh nein. Nicht schon wieder!

    Das ursächliche Problem bei Fukushima war nicht der Stromausfall, sondern die Kombination aus vorhergehendem Erdbeben/Tsunami und dem darauffolgenden Stromausfall. Das Erdbeben hat offenbar die Infrastruktur soweit zerstört, dass die für Stromausfall vorgesehenen Massnahmen nicht gegriffen haben bzw. auch nicht schnell genug wiederhergestellt werden konnten. Alleiniger Stromausfall ist für ein AKW überhaupt kein Problem, wenn der Rest rundum funktioniert, was es in Fukushima offensichtlich nicht getan hat.

  52. #52 Alderamin
    9. Juni 2011

    @wurgl

    Vorwarnzeit gibt es nur bei Zeugs das sich langsamer als mit Lichtgeschwindigkeit bewegt. Und das sind alle Teilchen mit Masse.

    Und genau nur diese verursachen die größten Schwierigkeiten, denn Licht ist ungeladen und kann das Magnetfeld nicht stören. Wenn man sich im Weltraum aufhält, könnte die Röntgenstrahlung ungesund sein und vielleicht die UV-Strahlung auf der Erde kurzfristig erhöht, aber für einen Sonnenbrand würde es kaum reichen. Die UV-Strahlung kann die Hochatmosphäre verstärkt ionisieren, was zu Funkstörungen (z.b. Überreichweiten) führen kann, aber das ist keine schwerwiegende Auswirkung auf das Zivilleben; Flugfunk per Satellit wird z.B. nicht gestört. Deswegen braucht es keine Vorwarnung vor der elektromagnetischen Strahlung.

  53. #53 Florian Freistetter
    9. Juni 2011

    @Jack: “Allerdings würden Kurzschlüsse und Stromausfälle eine Kernschmelze unausweichlich machen”

    Jetzt hör mal mit deiner Panikmache auf! Beleg deinen Kram sofern du Belege hast. Erklär GENAU wie ein Sonnensturm dafür sorgt, dass der Kern schmilzt und wie stark der Sturm sein muss. In Japan gab es ein Mega-Erdbeben und einen Tsunami. Das ist ein wenig was anderes als ein Trafo, der durchbrennt.

  54. #54 Florian Freistetter
    9. Juni 2011

    @Wurgl: “Die Vorwarnzeit ist Null (oder eher im negativen Bereich :-), wenn das Ding zu sehen ist, dann sind alle diese elektromagnetischen Wellen schon hier “

    Nur das halt nicht die EM-Wellen die Effekte auf der Erde hervorrufen sondern das geladene Plasma das auf das Magnetfeld der Erde trifft. Und das ist deutlich langsamer als das Licht.

  55. #55 Wurgl
    9. Juni 2011

    @Florian Freistetter

    Klar sind die “bösen” Dinger diese Dinger mit Ladung, also Plasma. Es ändert aber nichts daran, dass Röntgen-, Gamma-, Radio- und andere elektromagnetische Wellen genau gleichzeitig mit dem sichtbaren Licht eintreffen.

    Aber ich bezog mich auf folgende Fragmente:
    Alderamin: “Ein Flare auf der Sonne, der sich als Röntgenstrahlungsausbruch zeigt, welcher die Erde mit Lichtgeschwindigkeit nach 8 Minuten 20 erreicht, …”
    und
    klauszwingenberger: “Es geht nicht um irgendwelche elektromagnetischen Strahlen (die übrigens auch nicht sofort die Erde treffen würden, sondern erst nach ca. 8 Minuten), …”

    Was hilft es irgendwem, dass diese Dinger ca. 8 Minuten brauchen wenn wir genau diese Zeit in die Vergangenheit schauen? Wenn wir erkennen, dass dort ein Flare _WAR_, dann ist das komplette elektromagnetische Spektrum schon hier (bzw. hier gewesen). Dass die geladenen “bösen” Teilchen erst Stunden oder Tage später eintreffen ändert ja nichts daran.

    Ich wollte hier auf den Knoten im Hirn hinweisen den wohl ein jeder hat, der Ereignisse am Himmel betrachtet. Stichworte: Lichtkegel, Zeitkegel

    Extremfall Supernova in der Nähe (irgendwann wird Aldebaran hochgehen): Wenn wir sehen, dass der explodiert, dann ist die ganze Show schon hier. Hilft ja nix, dass das Ereignis von etwas über 66 Jahren passiert ist.

  56. #56 Jack
    9. Juni 2011

    @Kallewirsch @Florian
    Wenn ein CME grossflächig ein Gebiet lahmlegt
    http://en.wikipedia.org/wiki/Geomagnetic_storm#Electric_grid

    Dann wird durch die induzierte Überspannung das Netz abgeschaltet.
    Die Energie der Reaktoren wird nun nicht mehr abgenommen was zu einer RESA führt.
    Nun benötigt das AKW aber Strom der erstmal von Baterien und Notstromagregaten kommt. Wenn in DE das Stromnetz ausfällt (und in angrenzenden Ländern) dann wird es locker ein Tag brauchen bis es wieder läuft. Wenn es aber massive Schäden in zb Trafos gibt² so wird es länger dauern.
    >According to a study by Metatech corporation, a storm with a strength comparative to that of 1921, 130 million people would be left without power and 350 transformers would be broken, with a cost totaling 2 trillion dollars.¹

    wie gesagt der Sturm von 1859 war 3mal so stark, und das ist kein garant das es nicht noch stärker kommen kann – in fukushima hatte auch niemand mit so starken Beben gerechnet und nach aktuellen Erkenntnissen wurde durch das Beben der Reaktor schon massiv zerstört so das es auch ohne Flutwelle zum desaster gekommen wäre

    Der NotstromBetrieb eines Kraftwerkes mag noch gehen, Sollten wir aber 10AKW haben die Strom benötigen. Gleichzeitig kein Strom für Ampeln (Nachschubwege) und Kommunikation zur Verfügung steht. So reichen die Batterien max 12h Die Diesel vielleicht 1Woche.

    The National Academy of Sciences puts the recovery time at four to 10 years. (natürlich wird das mit der Stromversorgung für AKW schneller gehen)

    Bitte überlegt was in der heutigen Welt passiert wenn es keinen Strom mehr gibt.
    Vermutlich ist eine Kernschmelze dann nichtmal das Größte problem.

    Wir können nur hoffen das ein derartiger CME uns nie bzw. erst in 400Jahren trifft (aber mit statistic ist das so eine Sache wie ihr ja wisst)

    Gruß
    Jack

    Wenn Ihr quellen fordert, solltet Ihr diese auch lesen.

    ¹John Kappenman, Metatech Corp., The Future: Solutions or Vulnerabilities?, presentation to the space weather workshop, May 23, 2008. Severe Space Weather Events–Understanding Societal and Economic Impacts: A Workshop Report

    ²http://science1.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2008/06may_carringtonflare/

  57. #57 klauszwingenberger
    9. Juni 2011

    @ Wurgl:

    Elektromagnetische Strahlungsphänomene von der Sonne taugen für Katastrophenszenarien einfach nicht. Für kurzwellige Strahlung ist die Erdatmosphäre praktisch undurchlässig. Selbst kosmische Gammastrahlung dringt nicht durch, sondern erzeugt nur Teilchenschauer, deren Bremsstrahlung man dann mit speziellen Observatorien beobachten kann – als schwache bläuliche Blitze.

    Die EM-Strahlungsflüsse von Supernovae kann man mit Flares auf der Sonne wirklich nicht vergleichen, da liegen viele Größenordnungen dazwischen.

  58. #58 Alderamin
    9. Juni 2011

    @Wurgl

    Was hilft es irgendwem, dass diese Dinger ca. 8 Minuten brauchen wenn wir genau diese Zeit in die Vergangenheit schauen? Wenn wir erkennen, dass dort ein Flare _WAR_, dann ist das komplette elektromagnetische Spektrum schon hier (bzw. hier gewesen).

    Ich hab gesagt, dass wir das nach 8 Minuten 20 sehen, weil, hätte ich gesagt, wir sehen es sofort, hätte gleich jemand zurecht geantwort “ja, aber die Lichtlaufzeit!” Du hast einerseits recht, es gibt keine Vorwarnung vor der EM-Strahlung. Keine Information über die Sonne kann uns schneller erreichen als das Licht. Die EM-Strahlung ist aber andererseits auch so harmlos für uns auf der Erde, dass wir sie nicht brauchen. Für einen Astronauten auf dem Mond oder beim Weltraumspaziergang könnte das eher problematisch werden; die ISS schirmt hingegen wohl Röntgenstrahlung hinreichend ab.

    Wir brauchen hingegen eine Vorwarnung vor den geladenen Teilchen der CME, und die haben wir durch den Flare und optischen Aufnahmen des CMEs. Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich, aber es ist gewisermaßen so, als wenn nicht der Blitz, sondern der Donner schlimmer wäre, und der Blitz wäre dann die Vorwarnung vor dem Donner.

    Wir haben also die Vorwarnung, auf die es ankommt.

  59. #59 Wurgl
    9. Juni 2011

    @klauszwingenberger

    Klar. Keine Frage. Bis auf die 6 “Ausserirdischen” … wenn man die Besatzung der ISS als “ausserirdisch” bezeichnen darf … ist elektromagnetische Strahlung egal.

    Nein! Mir ging es nicht darum, dass irgendeine elektromagnetische Strahlung von der Sonne auf der Erde was auslösen kann. Mir ging es um die Problematik, den Hirnknoten der entsteht, wenn so ein Ereignis beobachtet wird. Guckst du in die Sonne, dann guckst du dorthin wo die Sonne vor 8 Minuten war (in diesen 8 Minuten wandert die Erde um ca. 20 Bogensekunden auf der Umlaufbahn weiter) und du guckst diese ca. 8 Minuten in die Vergangenheit.

  60. #60 Florian Freistetter
    9. Juni 2011

    @Wurgl: “ir ging es um die Problematik, den Hirnknoten der entsteht, wenn so ein Ereignis beobachtet wird. “

    Trotzdem hast du von einer Vorwarnzeit gleich Null gesprochen und das ist falsch. (und glaub mir, Astronomen sind sich der endlichen Lichtlaufzeit durchaus bewusst)

  61. #61 sacha
    9. Juni 2011

    wegen sonnenzyklus und prognosen..

    ok, das habe ich mir eben in etwa so vorgestellt.
    dass man quasi nur tendenziell voraussagen für die sonne selbst treffen kann.
    für einen globalen treffer selbst im prinzip nicht,
    da eine konkrete eruption als solches und dann der tatsächliche winkel nochmals erst kurz vorher abzuschätzen sind. bei der doch relativ geringen anzahl (also wenn die vorletzte richtig grosse eruption eben 5 jahre zurück liegt) in kombination mit diesen faktoren dann sowieso.

    wo soll ich denn aber diese berechnung der nasa hier einordnen? (siehe link) das ist doch dann rein wahrscheinlichkeitstechnisch gar nicht möglich, sowas derart weit voraus zu prognostizieren. ist die nasa denn derart unseriös oder an medienspektakel interessiert? ist mir ein rätsel. oder habe ich da einen denkefehler gemacht?

    http://www.digitaljournal.com/article/272022

    wenn ich ehrlich bin, habe ich schon eine mögliche erklärung. aber ich bin erst mal gespannt auf die einschätzung von euch dazu.

    lg

  62. #62 Bjoern
    9. Juni 2011

    @sacha:

    wo soll ich denn aber diese berechnung der nasa hier einordnen? (siehe link) das ist doch dann rein wahrscheinlichkeitstechnisch gar nicht möglich, sowas derart weit voraus zu prognostizieren.

    Also, ich sehe in dem von dir verlinkten Artikel keine Prognose der NASA (außer der Prognose, dass 2012/13 ein Maximum der Sonnenaktivität erreicht werden wird – und dass ist leicht vorhersagbar, da man den 11jährigen Zyklus der Aktivität schon lange kennt). Was meinst du?

    Übrigens: entgegen dem, was in dem Video da behauptet wird, ist Michio Kaku kein Astrophysiker – sondern theoretischer Physiker, der sich mit der Stringtheorie beschäftigt. Wenn der da etwas zu Sonnenstürmen, Stromnetzen usw. sagt, dann äußert er sich zu Gebieten der Physik, in denen er gar nicht arbeitet und sicher kein Experte ist!

  63. #63 Alderamin
    9. Juni 2011

    @sacha

    Der letzte größere Ausbruch liegt nicht 5 Jahre zurück, wir hatten noch diesen März einen X1.5 Flare. Zum Maxmimum hin nehmen diese auch in der Häufigkeit zu. 2006 war im Ausgang des letzten Maximums, in dem Minimum dazwischen ist nicht mehr viel zu erwarten gewesen. Dafür gab es im Herbst 2003 gleich 17 große Events innerhalb von gut zwei Wochen.

    wo soll ich denn aber diese berechnung der nasa hier einordnen? (siehe link) das ist doch dann rein wahrscheinlichkeitstechnisch gar nicht möglich, sowas derart weit voraus zu prognostizieren. ist die nasa denn derart unseriös oder an medienspektakel interessiert? ist mir ein rätsel. oder habe ich da einen denkefehler gemacht?

    http://www.digitaljournal.com/article/272022

    Ganz einfach: das ist kein Artikel der NASA, sondern ein Sekundärartikel. Die Überschrift stimmt schon nicht “Solar Storm Spells Global Blackout in 2012”. Im Artikel ist der NASA-Artikel verlinkt: http://science1.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2003/23oct_superstorm/

    Und da steht, dass sich das Event von 1859 wiederholen könnte (wird es mit Sicherheit auch irgendwann), es steht aber auch drinnen, dass man CMEs nicht exakt vorhersagen kann. Das Paper ist von 2003, da rechnete man mit dem nächsten Maximum in 2012, es wird aber nach der neuesten Entwicklung eher 2013 stattfinden. Jedenfalls steht da nirgends, dass ein Event wie 1859 im nächsten Maximum stattfinden wird, also keine Vorhersage. Man muss aber mit so etwas irgendwann einmal rechnen, sehr wahrscheinlich in einem Aktivitätsmaximum, und daraufhin seine Netze auslegen, wenn man nicht irgendwann im Dunklen sitzen will.

    Man könnte sagen, das NASA-Paper sei politisch motiviert. Ziel ist, dass sich die USA vor Sonnenstürmen besser schützen sollten.

  64. #64 Wurgl
    9. Juni 2011

    @Florian Freistetter
    “Trotzdem hast du von einer Vorwarnzeit gleich Null gesprochen und das ist falsch. (und glaub mir, Astronomen sind sich der endlichen Lichtlaufzeit durchaus bewusst)”

    Was ist an folgendem Satz von mir nun falsch?

    “Egal ob Licht, oder Röntgenstrahlung oder Radiowellen. Die Vorwarnzeit ist Null (oder eher im negativen Bereich :-), wenn das Ding zu sehen ist, dann sind alle diese elektromagnetischen Wellen schon hier (oder hier gewesen, denn das Hirn braucht auch etwas Zeit um die Information zu verarbeiten und ein Rechner ebenso).”

    Diese Null-Vorwarnzeit bezog sich nur auf elektromagnetische Wellen, das sollte aus dem Zusammenhang wohl klar sein.

    Und zum geklammerten Teil: Klar (oder besser: hoffentlich) sind sich Astronomen bewusst, aber hier im Blog bzw. Forum lesen auch “normale” (sic.) Menschen. Und diese könnten aus dem Hinweis auf die ca. 8 Minuten Laufzeit eine Vorwarnzeit herauslesen.

  65. #65 Florian Freistetter
    9. Juni 2011

    @sacha: “ist die nasa denn derart unseriös oder an medienspektakel interessiert?”

    Das “Medienspektakel” stammt nicht von der NASA sondern von den Medien. Michio Kaku hat nichts mit der NASA zu tun und ist auch kein Experte für Sonnenphysik. Der Artikel, auf den in deinem Link verwiesen wird, stammt aus dem Jahr 2003! Und da steht auch nur drin, dass es irgendwann wieder mal nen großen Sonnensturm gibt. Die NASA hat nie einen katastrophalen Sturm für 2012 vorhergesagt: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/2012-und-der-gefahrliche-sonnensturm.php

  66. #66 Florian Freistetter
    9. Juni 2011

    @Wurgl: “Diese Null-Vorwarnzeit bezog sich nur auf elektromagnetische Wellen, das sollte aus dem Zusammenhang wohl klar sein.”

    Da ist irgendwie nicht viel klar. Denn vor EM-Wellen muss niemand warnen. Die tun uns nix. “Vorwarnzeit” macht nur Sinn, wenn man auch tatsächlich vor etwas warnen will. Und das tut man beim Sonnenplasma. Und da ist die Vorwarnzeit nicht null.

  67. #67 sacha
    9. Juni 2011

    ach so. dann macht das schon mehr sinn.

    was mich aber dennoch etwas wundert, ist, wieso die scheinbare übereinstimmung zwischen sonnenaktivitätszyklus und messungen von sonnenwinden auf der erde doch so gross ist. existieren da grafiken, wo die aktivität auf der sonne mit den messungen auf der erde zu vergleichen sind?

    und gibt es da eine haltung zu? sind diese parameter, insbesondere der partikel, wirklich so ähnlich mit den bekannten zyklen wie es klingt? oder habe ich das falsch verstanden.. ich kann mir das unter berücksichtigung der sonnenrotation fast nicht vorstellen. es sei denn, die frequenz der ausstösse ist wirklich sehr hoch. habe da wahrscheinlich einfach keine vorstellung der verhältnisse 🙂

    lg

  68. #68 Florian Freistetter
    9. Juni 2011

    @sacha: Sorry, ich versteh dein Problem nicht.

    Hilft dir vielleicht das weiter? http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/09/wie-man-die-sonnenaktivitat-vorhersagt.php

  69. #69 Alderamin
    9. Juni 2011

    @sacha

    was mich aber dennoch etwas wundert, ist, wieso die scheinbare übereinstimmung zwischen sonnenaktivitätszyklus und messungen von sonnenwinden auf der erde doch so gross ist.

    Verstehe jetzt den Punkt nicht. Der Sonnenwind kommt, wie der Name schon sagt, von der Sonne. Warum soll der nicht mit der Sonnenaktivität übereinstimmen? Wie gesagt, im nächsten Winter wird’s kälter, das können wir mit Sicherheit voraussagen. Und wir erwarten Schnee. Wir wissen aber weder, wann es schneien wird, noch, ob es wieder so viel wie im vergangenen Winter wird. So ähnlich ist das mit der Sonnenaktivität. Wir wissen, wann sie wieder aktiv sein wird und dass es dann wieder viele Ausbrüche geben wird. Aber wir wissen nicht, wann und nicht wie stark. Bis kurz vorher, bzw. erst wenn der Ausbruch erfolgt.

    sind diese parameter, insbesondere der partikel, wirklich so ähnlich mit den bekannten zyklen wie es klingt?

    Es gibt stärkere und schwächere Maxima. Das nächste scheint sich schwächer zu entwickeln, die vergangenen waren ziemlich stark. Das macht man an der Zahl der Sonnenflecken fest, wir hatten zuletzt ein sehr langes Minimum mit mehr als einem Jahr ohne jedwede Sonnenflecken, und der Anstieg der Fleckenzahl hat sich um ein Jahr verspätet. Das gibt also eine Tendenz.

    Was dann konkret passiert, ist nicht vorhersehbar. Es ist nur einfach so, dass es in einem starken Maximum wahrscheinlicher ist, dass es zu vielen großen Ausbrüchen kommt, als in einem schwachen. Das schließt aber nicht aus, dass es mal einen starken Ausbruch in einem schwachen Maximum geben kann. Es könnte auch in einem insgesamt milden Winter mal ein paar sehr kalte Tage geben.

    es sei denn, die frequenz der ausstösse ist wirklich sehr hoch.

    Wenn Du die CMEs meinst, größere CMEs (ab Flare-Stärke X) finden in den beiden Jahren um das Maximum im Abstand von Monaten statt; eine aktive Region kann auch mehrere kurz hintereinander abfeuern. Im Minimum kann dann auch einmal ein Jahr lang kein größerer Ausbruch stattfinden. Kleine Ausbrüche gibt’s aber sogar im Minimum.

    Beantwortet das Deine Frage? Bin mir nicht sicher, was Du meinst.

  70. #70 sacha
    9. Juni 2011

    danke, das ist doch schon mal hübsch anzusehen.

    wegen meinem problem 🙂
    ich meinte die intensität, der auf der erde sowie um die erde gemessenen sonnenstürme.

    diese entwicklung würde mich eben sehr interessieren, ob die relativ zu den aktivitätszyklen stabil ist.

  71. #71 Alderamin
    9. Juni 2011

    @sacha

    Wenn Du Dir Diagramme der Sonnenaktivität in dem von Florian verlinkten Artikel anschaust, kannst Du feststellen, dass der größte bisher verzeichnete Ausbruch von 1859 nicht mit dem größten bisher verzeichneten Maximum zusammenfällt, im Gegenteil, das war ein eher geringes Maximum zwischen zwei größeren.

    Die Intensität eines bestimmten Sonnensturms kann man also nicht an der allgemeinen Sonnenaktivität festmachen, der zugrundeliegende Prozess ist zu chaotisch. Es gibt nur eine Tendenz für mehr starke Stürme in stärkeren Maxima.

    Kann man das so stehen lassen, Florian?

  72. #72 sacha
    9. Juni 2011

    also es kann schon sein, dass die frage völlig unnötig ist.
    aber bisher finde ich einfach immer nur statistiken zu der anzahl sonnenflecken und nicht zur intensität der eruptionen. deshalb frag ich.

    sorry, wenn ich mich missverständlich ausdrücke..

  73. #73 Jack
    9. Juni 2011

    @Sascha
    Hab hier ein schönes Dokument gefunden
    http://www.scribd.com/doc/50596585/Impact-of-Severe-Solar-Flares-Nuclear-EMP-and-Intentional-EMI-on-Electric-Grids-by-John-G-Kappenman-METATECH-Corporation

    mit Erklärungen wo und warum es zu
    welchen Auswirkungen auf der Erde kommt (in Bezug auf USAs Stromnetz seite6)
    Auch mit schönen Bildern von Trafos die bereits durch ein CME zerstört wurden (seite7 13 u. 23)
    Zeitlicher Ablauf der Strahlung eines CME (seite 31)

  74. #74 Fahnder
    9. Juni 2011

    Hallo Zusammen!!

    Die bisherigen Kommentare hab ich noch nich gelesen, nur zur Info. Durch nen Link beim M. T. kam ich auf diese Seite. Einfach phänomenal, was da so passiert, im Universum. Tolle Bilder!!
    Und heute morgen hab ich mich gewundert, warum mein Handy spinnt. Ehrlich, es war wirklich so. Das hing tatsächlich damit zusammen?
    Ich gehöre übrigens nicht zu diesen Weltuntergangsgläubigen, bei sowat krieg ich nämlich immer ne Krise….

    VGKV

  75. #75 Nina
    9. Juni 2011

    @Florian “Was passiert in einem Kernkraftwerk im Falle eines Sonnensturms?”
    Im Allgemeinen: Nichts. Das merkt man u.A. auch daran, dass noch nie ein Sonnensturm (und die gibt es ständig) ein AKW irgendwie geschädigt hat.

    Das ist doch lachhaft! Alles wird sich verändern. Wir befinden uns an der Schwelle zur nächsten Dimension.

    Diese Sonneneruption folgte weder einem Zyklus noch kam sie irgendwie durch eine eurer trivialen wissenschaftlichen Theorien zu Stande. Sie wurde von intergalaktischen Meistern des Lichts inszeniert um uns beim Aufbau unserer Merkaba zu unterstützen. Was wollt ihr mit eurer lächerlichen und unnützen Wissenschaft bezwecken. Euer emotionaler Lichtkörper ist bereits durch euren rationalen Verstand ausgelöscht worden. 2012 wird euch eure versklavende Wissenschaft auch nicht mehr weiterhelfen. In letzter philosophischer Instanz gibt es keine objektive Erkenntnis – bloß Glaube.

  76. #76 Unwissend
    9. Juni 2011

    “Das ist doch lachhaft! Alles wird sich verändern. Wir befinden uns an der Schwelle zur nächsten Dimension. ”

    Dann ist die nächste Dimension wohl die mit den weißgekleideten Typen und den engen Jacken…
    Na viel spaß dabei ich bleib lieber in der alten Dimension

  77. #77 Nina
    9. Juni 2011

    @Unwissend: Dann ist die nächste Dimension wohl die mit den weißgekleideten Typen und den engen Jacken…
    Na viel spaß dabei ich bleib lieber in der alten Dimension

    Wie kommen Sie dazu meine Persönlichkeit zu beurteilen? Meine nichtige Persönlichkeit hat nichts mit dem epochalen Ereignis im Jahre 2012 zu tun. Außerdem bedienen Sie mit Ihrer Aussage ein menschenverachtendes Klischee, dass von Ihnen erst einmal hier rein gepostet, bloß von Ihrer emotional-geistigen Inkompetenz zeugt.

  78. #78 Unwissend
    9. Juni 2011

    “Wie kommen Sie dazu meine Persönlichkeit zu beurteilen?”

    Wer hier Kommentare schreibt sollte eigentlich mit sowas rechnen…

    “bloß von Ihrer emotional-geistigen Inkompetenz zeugt.”

    Solang das von Menschen wie ihnen kommt würde ich das doch glatt als Kompliment
    abtun..

    Achso noch schöne grüße an die intergalaktischen Meister…und falls sie meinen Lichtkörper finden können sie ihn behalten.

    So mehr schreib ich nicht…..

  79. #79 OMC140
    9. Juni 2011

    @Nina

    “Was wollt ihr mit eurer lächerlichen und unnützen Wissenschaft bezwecken.”

    Unnütze Wissenschaft?
    Aha, dann schmeiß mal ganz schnell deinen Computer etc. weg. 😉

    Egal was du nimmst, nimm weniger. 😉

  80. #80 Florian Freistetter
    9. Juni 2011

    @Nina: “Alles wird sich verändern. Wir befinden uns an der Schwelle zur nächsten Dimension.”

    “Sie wurde von intergalaktischen Meistern des Lichts inszeniert um uns beim Aufbau unserer Merkaba zu unterstützen.”

    Ist das jetzt Poe’s Law” oder ernst gemeint. Es gibt Menschen, die so nen Unsinn von galaktischen Lichtmeistern tatsächlich ernst nehmen… http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/09/elexier-der-esoterikoverkill.php

  81. #81 Nina
    9. Juni 2011

    Herr Dr., Wie können sie sich auch nur anmaßen meinen Glauben als Blödsinn abzutun, obwohl Ihre berufliche Aktivität als Astronom selbst auf Ihrem bloßen Glauben und Ihr Vertrauen in die Wissenschaft beruht?
    Ja, ganz recht: Die gesamte Wissenschaft und all ihre bedenklichen ”Vortschritte”, die letztendlich nur einen Rückschritt der gesamten Menschlichkeit verkünden, gründen sich auf Annahmen, die man nicht verifizieren kann – denn sogenannten Axiomen. Sie betreiben anhand Ihres Glaubens an einen hypothetischen Realismus eine Annäherung, an ihre selbst konstruierte – weil einfach angenomme – Wirklichkeit, die da behauptet: “Es gibt ein Ding an sich, an dass wir uns durch wissenschaftliche Methodik in Form eines Erkenntnisprozesses rational annähern können. Und falls sie philosophisch nicht sehr versiert sein sollten, werden sie möglicher- und naiverweise Annehmen, dass uns die Wissenschaft auf diese Realität eines Tages einen ungetrübten Blick ermöglichen wird, obwohl die bloße Annahme eines Dings an sichs bereits eine Konstruktion ihres evolutiv enstandenen Gehirns ist. Jegliche Wissenschaft gründet sich doch selbst auf bloßem Glauben. Und sie selbst sind doch bloß -in meinen Augen- ein naiver Atheist, der sich vom Glauben wegflüchtend zum Glauben hinwendet und dabei glaubt zu wissen.

  82. #82 Hubert
    10. Juni 2011

    @Nina,

    harr harrr harrr

  83. #83 Nina
    10. Juni 2011

     Hubert· 10.06.11 · 00:34 Uhr
    @Nina,
    harr harrr harrr

    ????

    Ist doch mein Ernst!

  84. #84 Nina
    10. Juni 2011

     Hubert· 10.06.11 · 00:34 Uhr
    @Nina,
    harr harrr harrr

    ????

  85. #85 Nina
    10. Juni 2011

     Hubert· 10.06.11 · 00:34 Uhr
    @Nina,
    harr harrr harrr

    ????

  86. #86 Hubert
    10. Juni 2011

    @Nina,

    tut mir leid. … es ist nur so: immer wenn ich einen Satz mit “das Ding an sich” Geschichte höre, muss ich einfach… ach was solls!
    harr harr harrrrr!!!

  87. #87 Nina
    10. Juni 2011

    Wissen Sie überhaupt was das Ding an sich ist? Und es ist durchaus legitim es hier zu verwenden, denn nicht nur der große Kant hat es verwendet und gebrägt sondern auch geniale Wissenschaftstheoretiker wie z.B. Gerhard Vollmer verwenden diesen Begriff.

  88. #88 Hubert
    10. Juni 2011

    @Nina,
    also naja, jetzt wo du fragst. also, das ist ja recht schwierig. aber ich bin müde, ich glaube ich geh jetzt erstmal pennen. verzeihung. ich muss einfach …hihi… nochmal … huhahahahaha…. gute nacht!

  89. #89 Hubert
    10. Juni 2011

    also jetzt hab ich’s doch noch. das ding an sich zu erklären is ja erstmal jarnich so schwer. ..hihiih… da stellen wir uns mal …hihi… janz dumm und sagen:…hauauauauauauau!!!!
    (ich kann das einfach nicht). wuahahahahhaahha!

  90. #90 Nina
    10. Juni 2011

    Das Ding an sich ist eine Begriffsbildung Immanuel Kants, der damit ein Seiendes bezeichnet, welches unabhängig von der Tatsache existiert, dass es durch ein Subjekt wahrgenommen wird und somit für dieses zum Objekt würde. Also das Objekt hinter unserer konstruierenden Wahrnehmung. Und Wissenschaft beansprucht ja die Fähigkeit und die Mittel zu besitzen dieses Objekt objektiv erkennen zu können.

  91. #91 Hubert
    10. Juni 2011

    Nina, also das ist ja wirklich hochinteresant. Erlaube mir eine Frage: was ist ein “Seiendes”, und wozu braucht man, es? Auch wenn ich das alles wirklich urkomisch finde, es interessiert mich ja trotzdem brennend. hihi….Brauchst nicht gleich zu antworten, ich geh jetzt erstmal auf Matratze.
    Hubert

  92. #92 Nina
    10. Juni 2011

    Ein Seiendes ist entweder etwas, dass wir bewusst wahrnehmen und somit mitkonstruieren, oder wie im oben erwähnten Zitat, die von unserer bewussten Beobachtung unabhängige Realität, die es laut Wissenschaftstheorie geben muss. Das kommt ganz auf deine Definition an, was ein Seiendes nun ist, oder nicht ist. Du Pappnase… Schlaf gut! 😉

  93. #93 sacha
    10. Juni 2011

    das ist ja richtig lustig hier 🙂 das gefällt.

    da ich weder akademiker noch esotheriker bin, erlaube ich mir ein kommentar dazu. (also einen bacherlor hab ich zwar aber den habe ich mir auch mehr erstunken)

    so
    1. bei aller evidenz sollte man nie die blinden flecken vergessen. durch das empirische rückgrat ist die wissenschaft ziemlich steif und bricht sich im laufe der geschichte immer wieder mal was gröberes. faktisch ist sie eine reine methode mit vorgängern und wohl auch nachfolgern. darf man nicht vergessen. der empirismus hat sich nicht selbst erfunden 😉

    2. mal von intergalaktischen meistern abgesehen 🙂 geht man an die basis von philosophie (dazu zähle ich u.a. auch die esoterik) und naturwissenschaft, ändern sich die perspektiven eben doch etwas und der grat wird bedenklich schmal. das sieht man auch an den philosophisch anmutenden zitaten eigentlich aller wissenschaftslegenden. und was mein ganz persönlicher eindruck ist an dem punkt: dieses grundverständis ist empirisch völlig irrelevant.

    das bedeutet eigentlich, dass empirismus ein system ist, welches auf einhaltung von regeln basiert und nicht auf einem, ich nenne es mal geschlossenen, verständnis.
    das kann natürlich äusserst effizient sein, wie man sieht. aber es birgt auch risiken, die ebenso offensichtlich sind. ich nenne jetzt kein plakatives beispiel 🙂

    und 3. damit auch ich ganz handlich in eine schublade passe..

    ich habe vor etwa einem jahr durch reines philosophieren das verhalten der grundkonstante hergeleitet 😛
    darauf hin habe ich sie zur konstruktion einer statischen struktur verwendet, der perfekten statik eben. und habe sie durch das entsprechende institut in halle beurteilen lassen. und das ergebnis: ich bin verrückt 🙂

    ne, quatsch. sie sind fast vom stuhl gefallen. und konnten sich nicht erklären, wieso vorher keiner drauf kam. naja. könnts mir glauben oder nicht.

    jedenfalls findet sich dieses gesetz überall wieder. in der quantenphysik und und.. aber eben auch in der esoterik. ui.

    daher, lachen ist gesund. aber wenn man es mit ein wenig respekt tut, macht es mehr spass 🙂

  94. #94 Nina
    10. Juni 2011

    @Sacha: mal von intergalaktischen meistern abgesehen 🙂 geht man an die basis von philosophie (dazu zähle ich u.a. auch die esoterik) und naturwissenschaft, ändern sich die perspektiven eben doch etwas und der grat wird bedenklich schmal. das sieht man auch an den philosophisch anmutenden zitaten eigentlich aller wissenschaftslegenden. und was mein ganz persönlicher eindruck ist an dem punkt: dieses grundverständis ist empirisch völlig irrelevant.
    das bedeutet eigentlich, dass empirismus ein system ist, welches auf einhaltung von regeln basiert und nicht auf einem, ich nenne es mal geschlossenen, verständnis.
    das kann natürlich äusserst effizient sein, wie man sieht. aber es birgt auch risiken, die ebenso offensichtlich sind. ich nenne jetzt kein plakatives beispiel 🙂

    Also: Zuerst mal glaub ich nicht wirklich an den Esokram mit 2012 und den intergalaktischen Meistern. Das sollte nur ein kleines Leckerli für den Herrn Dr. Freistetter sein, um ihn anzulocken, damit er sich an dieser Diskussion beteiligt. 😉

    Das Grundverständnis einer z.B. evolutionären Erkenntnistheorie ist natürlich für die empirische Wissenschaft und auch für jedes Experiment im Einzelfall von äußerster Wichtigkeit. Was bringen einen Wissenschaftler und der gesamten Wissenschaft einzelne Messergebnisse und Studien, wenn aus diesen keine Schlussfolgerungen abgeleitet werden? Und genau da ist der Knackpunkt zwischen Wissen und Glauben: Jedes einzelne Messergebnis und jede Behauptung die sich auf ein bestimmtes Objekt bezieht kann verifiziert und damit empirisch bestätigt werden, aber jegliche Schlussfolgerungen die aus diesem Einzelfall induziert werden, können bloß durch eine Deduktion falsifiziert – also bloß widerlegt- werden. Also kann man eine Allaussage – also eine Theorie oder eine Schlussfolgerung eben – niemals verifizieren und somit empirisch überprüfen. Wir können eine Theorie nur im Einzelfall verifizieren und wenn wir das oft genug machen,stärkt das unseren Glauben in unsere Theorie. Die Wissenschaft lernt nur aus Fehlern oder glücklichen Zufällen und ist eine Symbiose aus Glauben und Wissen.

    Somit lautet das Gebot der Stunde an die werten Herren – allen voran Herrn Freistetter: “Lasst doch auch mal Meinungen zu, die von Esoterikern aller Art kommen, um eure Fantasie etwas zu beflügeln, denn dass stärkt die Kreativität ungemein!” Kreativität kann ja nur dort herrschen, wo Spannungen und Meinungsverschiedenheiten entstehen. Eure Mamis haben euch doch bestimmt früher in der Sandkiste auch immer gesagt: „Lass doch auch mal das Nachbarskind mit deiner Spielzeugschaufel spielen!“ 😉

  95. #95 noch'n Flo
    10. Juni 2011

    @ Nina:

    „Lass doch auch mal das Nachbarskind mit deiner Spielzeugschaufel spielen!“

    Aber auch das Nachbarskind konnte mit der geliehenen Schaufel keine Sandburg bauen, die gegen die Naturgesetze verstösst.

  96. #96 rolak
    10. Juni 2011

    Bei diesen exorbitanten Betrachtungen über Wissenschaft fällt mir nur jenes ein.

  97. #97 Nano
    10. Juni 2011

    „Lass doch auch mal das Nachbarskind mit deiner Spielzeugschaufel spielen”

    Habe ich gemacht. Nur der Nachbarsjunge hat mit der Schaufel nichts anzufangen gewusst. 😉

  98. #98 MartinB
    10. Juni 2011

    @Nina
    “dass stärkt die Kreativität ungemein”
    Irgendwie wiederhole ich diesen Punkt in solchen Diskussionen ständig: Die Kunst in der Wissenschaft besteht nicht darin, sich neue kreative Ideen auszudenken, wie die Welt sein könnte. Kreative Ideen dieser Art kocht jede anständige Physikerin im Stundentakt (ich hatte z.B. schon Wahrscheinlichkeiten als Extradimensionen, ein Raumzeitgitter, das gleichzeitig ein Materiefeld ist und ne Menge anderer lustiger Dinge), wenn sie will. Die Kunst besteht darin, kreative ideen zu finden, die erstens zumindest die Möglichkeit haben, richtig zu sein (die also nicht eklatant bekanntem Wissen widersprechen) und diese Ideen zweitens soweit weiterzudenken, dass sich daraus überprüf- bzw. falsifizierbare Aussagen ableiten lassen. Dabei helfen einem die “kreativen Ideen” der Esoteriker selten weiter, da sie schon an 1 scheitern und zu 2 niemals kommen, weil sie voller undefinierter Schwurbelwörter sind, wo immer alles irgendwie feinstofflich schwingt etc.

    Dass man Theorien niemals sicher bestätigen kann, ist für Wissenschaftler übrigens ein Allgemeinplatz, mit der Erkenntnis gewinnst du hier keinen Blumentopf.

    PS: Soweit ich weiß, ist die evolutionäre Erkenntnistheorie unter Philosophen nicht gerade der Renner, weil sie letztlich einen Kategorienfehler macht: Die Evolutionstheorie beruht auf Beobachtungen, die alle in der Welt der Erscheinungen gemacht werden und kann deshalb – entsprechend Kant – nichts über die Welt der Dinge an sich aussagen, denn sie unterliegt selbst unseren a-priori-Ideen wie Zeit, Raum usw. (die ja laut Kant nicht unbedingt zur Welt der Dinge an sich gehören).

  99. #99 Nano
    10. Juni 2011

    @martinB
    “Soweit ich weiß, ist die evolutionäre Erkenntnistheorie unter Philosophen nicht gerade der Renner”

    Sollte sie aber! Kant hatte nichts von der Evolutionstherorie gewusst und auch nichts vom Mechanismus, wie das Ding an sich auf das Subjekt wirkt.
    Die subjektiven Erkenntnisstrukturen haben sich im Laufe der Evoultion in Anpassung an die Realität herausgebildet. (Vollmer, Lorenz).

  100. #100 MartinB
    10. Juni 2011

    @Nano
    Wie gesagt, nach Kant (dem man nicht anhängen muss) ist das ein kategorienfehler. Sieht man leicht daran, dass Evolution nur in zeit und Raum funktioniert, die sind aber selbst ja schon reine Formen der Anschauung (wenn ich den Begriff noch richtig im Kopf habe), also für uns denknotwendig, aber nicht unbedingt real existent. Ähnliches gilt für die Kausalität.
    Natürlich kann die EET richtig sein – aber sie widerlegt Kant in keiner Weise, weil der auf einer tieferen Ebene ansetzt.

  101. #101 Nano
    10. Juni 2011

    @MartinB
    “aber sie widerlegt Kant in keiner Weise”
    Ja das stimmt. Die EET soll Kant ergänzen. Sie zeigt doch auf, dass unsere Erkenntnisstrukturen nicht “a-priori” sind.
    Es gibt philos. Richtungen die das Ding an sich überhaupt weg ließen.

  102. #102 MartinB
    10. Juni 2011

    @Nano
    “Sie zeigt doch auf, dass unsere Erkenntnisstrukturen nicht “a-priori” sind.”
    Nein – wenn unsere Erkenntnisstrukturen a priori sind, dann ist Evolution ein reines Phänomen der Welt der Erscheinungen, nicht der Dinge an sich. Die EET setzt letztlich voraus, dass die Evolution in die Welt der Dinge an sich gehört, kann aber genau das natürlich niemals beweisen.

  103. #103 noch'n Flo
    10. Juni 2011

    Vom Sonnensturm zu Kant – grandiose Leistung in nur wenigen Stunden. Kann mir eigentlich mal jemand erklären, was denn nun eigentlich Ninas Anliegen war? Oder wollte die nur herumtrollen?

  104. #104 Nano
    10. Juni 2011

    @MartinB
    “Nein – wenn unsere Erkenntnisstrukturen a priori sind, dann ist Evolution ein reines Phänomen der Welt der Erscheinungen, nicht der Dinge an sich.”

    Was habe ich geschrieben?: Sie zeigt doch auf, dass unsere Erkenntnisstrukturen nicht “a-priori” sind

    “Die EET setzt letztlich voraus, dass die Evolution in die Welt der Dinge an sich gehört, kann aber genau das natürlich niemals beweisen.”
    Was? Die Evolution ist der mittelbare Prozess zwischen Ding an sich und Subjekt.

  105. #105 Unwissend
    10. Juni 2011

    “Vom Sonnensturm zu Kant – grandiose Leistung in nur wenigen Stunden. Kann mir eigentlich mal jemand erklären, was denn nun eigentlich Ninas Anliegen war? Oder wollte die nur herumtrollen? ”

    Das wissen nur die GALAKTISCHEN MEISTER…..

  106. #106 Nina
    10. Juni 2011

    @MartinB:

    Bitte was soll ihr emotionaler Quatsch hier bewirkern? z.B. (Soweit ich weiß, ist die evolutionäre Erkenntnistheorie unter Philosophen nicht gerade der Renner)

    Die meisten Philosophen laufen doch sowieso nur einem Zeitgeist hinterher, sowie manche Leute nur das anziehen, was gerade der Modetrend vorgiebt.

    (Kant (dem man nicht anhängen muss))

    Sag ich ja: Es gibt einfach Axiome die man nur glauben kann, weil man sie letztendlich nie sicher und meistens nicht mal logisch beweisen kann.

    (Irgendwie wiederhole ich diesen Punkt in solchen Diskussionen ständig: Die Kunst in der Wissenschaft besteht nicht darin, sich neue kreative Ideen auszudenken, wie die Welt sein könnte.)

    Scheinbar wissen Sie nicht, was Kreativität ist, wenn sie meinen, man denkt sich mittels Krativität etwas aus. Dann gehören Sie wohl zu den Leuten, die sagen: “So, Jetzt seid mal Kreativ oder machen wir ein Brainstorming um kreativ zu sein!”

    (Die Evolutionstheorie beruht auf Beobachtungen, die alle in der Welt der Erscheinungen gemacht werden und kann deshalb – entsprechend Kant – nichts über die Welt der Dinge an sich aussagen, denn sie unterliegt selbst unseren a-priori-Ideen wie Zeit, Raum usw. (die ja laut Kant nicht unbedingt zur Welt der Dinge an sich gehören).)

    Und der nächste Fehler: Sie glauben scheinbar, dass die evolutionären Erkenntnistheoretiker meinen, dass sie das Ding an sich mittels wissenschaftlicher Methodik erkennen können.

    Vielmehr ist es aber so, dass die evolutionäre Erkenntnistheorie sagt, dass wir uns letztendlich immer nur noch ein Stückchen genauer an diese vom Beobachter unabhängige Realität annähern können, diese aber nie völlig objektiv betrachtet werden kann, weil wir sie ja zum Beispiel schon mit unseren Definitionen vor- oder mitkonstruieren.

  107. #107 Nano
    10. Juni 2011

    @nina
    “Vielmehr ist es aber so, dass die evolutionäre Erkenntnistheorie sagt, dass wir uns letztendlich immer nur noch ein Stückchen genauer an diese vom Beobachter unabhängige Realität annähern können,”
    Das ist richtig. Die “Realität” ist der Erkenntnis (durch Passung) möglich und prüfbar!!

    Ihre Schlussfolgerung verstehe ich nicht:

    “weil wir sie ja zum Beispiel schon mit unseren Definitionen vor- oder mitkonstruieren. ”

    Seit wann schließen sich Objekt und Subjekt einander aus?

    Und was haben bitte Ihre Kommentare mit diesem galaktischen Meistern auf sich, sind Sie jeck?

  108. #108 noch'n Flo
    10. Juni 2011

    @ Nina:

    Deine Aussage weiter oben war:

    Lasst doch auch mal Meinungen zu, die von Esoterikern aller Art kommen, um eure Fantasie etwas zu beflügeln, denn dass stärkt die Kreativität ungemein!

    Wohin soll uns das führen? Das, was von Esoterikern kommt, geht im Regelfall derart weit an der Realität vorbei, dass es schon beim ersten Hinblicken sich als nicht der Mühe wert erweist, auch nur einen weiteren Gedanken daran zu verschwenden.

    Wie Dir bereits erklärt wurde: tolle Ideen kann jeder haben. Aber sie sollten auch zumindest soweit plausibel sein, dass sie nicht schon im Ansatz gegen die Naturgesetze verstossen. Das ist aber in den meisten Fällen der Fall. Also werden dann oft ganz neue Interpretationen der Naturwissenschaften bemüht, die jeglicher Logik und Grundlage entbehren, womit ein redundantes System erschaffen wird, welches aus Sicht der Verfasser von jeglicher Kritik auszuschliessen ist – gemäss dem Hamlet-Argument, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt…

    So funktioniert Wissenschaft aber nicht. Wissenschaft fusst auf Logik und Schlussfolgerungen. Thesen können nach klaren Regeln falsifiziert werden, ist das nicht der Fall, werden sie zu Theorien (wobei diese Begrifflichkeit leider vielen Leuten nicht wirklich klar ist).

  109. #109 Nina
    10. Juni 2011

    @Nano: Und was haben bitte Ihre Kommentare mit diesem galaktischen Meistern auf sich, sind Sie jeck?

    Warum schreib ich doch etwas weiter oben! 😉

    Nano: “weil wir sie ja zum Beispiel schon mit unseren Definitionen vor- oder mitkonstruieren. ”
    Seit wann schließen sich Objekt und Subjekt einander aus?

    Ich versteh Sie jetzt leider auch nicht… ???

  110. #110 nihil jie
    10. Juni 2011

    @Nina…

    obwohl die bloße Annahme eines Dings an sichs bereits eine Konstruktion ihres evolutiv enstandenen Gehirns ist

    und wie ist ihr Gehirn beschaffen… nicht auf der evolutionären Basis ?

  111. #111 Nano
    10. Juni 2011

    @nina
    “Ich versteh Sie jetzt leider auch nicht… ???”
    Irgendetwas kann doch in der Realität objektiv existieren und zugleich kann dieses etwas in Ihrem Kopf konstruiert werden. Der Punkt ist, ob diese Konstruktionen – der Realität entsprechen. Ausdenken kann ich mir einiges in meine Kopf… intergallaktische Meister.
    Wie halten Sie, mit Ihrer Argumentation Esoterik und Wissenschaft auseinander?

  112. #112 nihil jie
    10. Juni 2011

    Lasst doch auch mal Meinungen zu, die von Esoterikern aller Art kommen, um eure Fantasie etwas zu beflügeln, denn dass stärkt die Kreativität ungemein!

    Außerdem, ist nicht alles denkbare auch machbar. Die Erkenntnisse der Wissenschaft (gerade wie z.B. Physik) spiegeln sich auch oft in unserer technischen Entwicklung. Esoterische Schwurbeleien führen nicht zum selben Ergebnis.

  113. #113 OMC140
    10. Juni 2011

    “Lasst doch auch mal Meinungen zu, die von Esoterikern aller Art kommen, um eure Fantasie etwas zu beflügeln, denn dass stärkt die Kreativität ungemein!”

    Werden sie ja auch, aber viele Thesen der Eosteriker sind einfach WIEDERLEGT!
    Z.b Planet-X es kann ihn NICHT geben es geht nicht auch wenn ich es noch so gerne hätte, ES GIBT IHN NICHT!

    Aber viele Esos wollen das nicht akzeptieren!
    Und DAS ist der Punkt!
    Die Wissenschaft gesteht Fehler ein und verwirft These,Modelle(Bsp.In der Chemie wurde viele Atommodelle wieder vervorfen, weil es bessere gab) die nicht sein können.
    Die Esoterik klammert sich aber auch an wiederlegte Thesen fest und macht Augen und Ohren zu.
    Spricht man diese an bekommt man Beleidigungen und Drohungen an den Kopf geschmissen…
    Oder wird als Dogamtiker bezeichnet…

  114. #114 noch'n Flo
    10. Juni 2011

    @ Nano:

    Und was haben bitte Ihre Kommentare mit diesem galaktischen Meistern auf sich, sind Sie jeck?

    Damit wollte sie provozieren. Weil ihr nicht klar ist, dass Provokation keine gute Ausgangsbasis für eine ernsthafte Diskussion ist. Sondern letztlich nur Herumgetrolle.

  115. #115 Nano
    10. Juni 2011

    @noch´n Flo
    Ja, irrwitzig, ig lach mir krumm.
    Die Frage stellt sich aber für mich, wie sie auf diese Idee kommt?
    Da keine absolute Erkenntnis über die Realität (Ding an sich) möglich ist, meinte sie wahrscheinlich, dass man an die Realität glauben kann/muss?
    Und weiters meint sie, dass es zwischen Esoterik und Wissenschaft deshalb keinen Unterschied gibt?!
    Der Unterschied liegt aber in der Methodik…

  116. #116 Nina
    10. Juni 2011

    hmmm… Es is scho langweilig hier… es gibt hier zu wenig esoteriker, die mal ein bisschen was gemeines posten. X)

  117. #117 Nina
    10. Juni 2011

    @Nano: Die Frage stellt sich aber für mich, wie sie auf diese Idee kommt?
    Da keine absolute Erkenntnis über die Realität (Ding an sich) möglich ist, meinte sie wahrscheinlich, dass man an die Realität glauben kann/muss?
    Und weiters meint sie, dass es zwischen Esoterik und Wissenschaft deshalb keinen Unterschied gibt?!
    Der Unterschied liegt aber in der Methodik…

    Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: “Was will eine Frau eigentlich?” *Freud*

    Jaja so is es ^^Ihr werdets es nie verstehn. 😀

  118. #118 noch'n Flo
    10. Juni 2011

    @ Nina:

    Es is scho langweilig hier… es gibt hier zu wenig esoteriker, die mal ein bisschen was gemeines posten.

    Soso, Wissenschaft findest Du also langweilig. Deshalb muss man Deiner Meinung nach also die Wissenschaftler “aufmischen”. Was Du ja auch versucht hast. Was Dir allerdings auch gründlich misslungen ist.

    Ihr werdets es nie verstehn.

    Doch, wir haben das schon verstanden. Du hast keine Ahnung von Wissenschaft, hast deshalb Minderwertigkeitskomplexe, deshalb interessierst Du Dich für Esoterik, weil die so schön einfache Erklärungen für alles hat – man muss halt nur ‘dran glauben. Damit fühlst Du Dich dann wieder überlegen (weil “in besonderes Wissen eingeweiht”) und meinst daher, die “verstaubten Wissenschaften” aufmischen zu müssen.

    Übrigens: was masst Du Dir eigentlich an, für alle Frauen sprechen zu wollen? Wir haben hier auf SB sehr viele Deiner Geschlechtsgenossinnen, die überhaupt nicht so verschwurbelt sind wie Du, und sehr gut sachlich und logisch argumentieren können.

  119. #119 Nano
    10. Juni 2011

    @nina
    “Ihr werdets es nie verstehn. :D”
    Wir verstehen uns 😉

  120. #120 Florian Freistetter
    10. Juni 2011

    @Nina: “Wie können sie sich auch nur anmaßen meinen Glauben als Blödsinn abzutun”

    Sorry, aber jemand der von irgendwelchen galaktischen Lichtmeistern erzählt, muss dafür schon SEHR gute Belege bringen damit ich das nicht als “Blödsinn” ansehen. Ich weiß, Belege sind bei gewissen Leuten nicht gern gesehen; bei Leuten, die sich ihre eigene Realität zu recht basteln und dann mit Forderungen der Form “Lasst doch auch mal esoterische Ideen zu” kommen….

    Aber diese Esoteriker wissen meistens nichts, dass Wissenschaft mindestens ebenso kreativ ist, wie Kunst o.Ä. Ohne Kreativität gäbe es keinen wissenschaftlichen Fortschritt. Aber den gäbe es auch nicht, wenn man einfach NUR kreativ ist und sich irgendwas ausdenkt. Das ganze muss auch noch mit der Realität in Einklang stehen. Und auch wenn das manche stört: es gibt tatsächlich Dinge, die unmöglich sind und wir können das tatsächlich wissen.

    P.S. Das Ding an sich ist mir relativ egal…

  121. #121 Nina
    10. Juni 2011

    Ihr habt mich überzeugt! Ich bin von nun an ein Wissenschaftspro! 🙂 Wo kann ich mich eintragen?

  122. #122 sacha
    10. Juni 2011

    huhahahahuhu!

    @nino und nina

    cool, und ich dachte, ich selbst hätte das talent unbetrübt gegen wände zu rennen 🙂
    und ich muss sagen, ihr habt es inhaltlich beide drauf. würde mich echt zu gerne mit euch austauschen. ihr könntet mir doch ne email schreiben. meine adresse ist der vorname hier und dann .roche@gmail.com (punkt zwischen vor- und nachnahme, ja)
    würde mich echt freuen!

    @die wissenschaftler hier

    ihr beweist echt humor 😉 schön zu sehen. und ihr habt ja genau so recht.
    es kann ja nicht jeder erleuchtet sein, wie ich 😛

    ach ja, ihr könnt mir natürlich auch schreiben, z.b. wenn euch meine statische arbeit interessiert. aber ich vermute mal nicht.

    danke euch allen fürs entertainment!

  123. #123 Noblinski
    10. Juni 2011

    Ich gebe zu, daß ich den Humor über diese esetherische Doppelpackung hier nicht teilen kann. Ich “glaube” nämlich, daß Wahrnehmung in erste Linie analytisch ist und nur ein wenig konstruktiv und noch weniger kreativ. Und das schon vom Anbeginn der Menschwerdung und noch viel früher, keineswegs erst mit der Entwicklung dessen, was wir heute Wissenschaft und Erkenntnistheorie nennen. Auch der Empirismus beginnt eigentlich vor der Menschwerdung. Und nicht nur beim Essen.

    Aber um zum Thema zurück zu kommen, Florian geht sicher auch davon aus, daß die Sonne selbst für Sonnenanbeter nichts Esoterischen an sich hat. Ich lese oben: 1000 Mill. Tonnen Material bewegen sich mit mehr als 1000km/sek ungefähr auf die Erde zu. Da tät mich doch interessieren, ob das in den Gravitationswellendetektoren auf der Erdoberfläche irgend einen Effekt verursacht?

  124. #124 Florian Freistetter
    10. Juni 2011

    @Noblinski: “Da tät mich doch interessieren, ob das in den Gravitationswellendetektoren auf der Erdoberfläche irgend einen Effekt verursacht? “

    Ne, gar keinen. Dazu sind sie bei weitem nicht genau genug. Da gehts um GWellen von schwarzen Löchern oder ähnlich extrem massiven Objekten. Bis jetzt hat man ja noch gar keine GWellen detektiert.

  125. #125 Nano
    10. Juni 2011

    @Noblinski
    “Ich “glaube” nämlich, daß Wahrnehmung in erste Linie analytisch ist und nur ein wenig konstruktiv und noch weniger kreativ”

    Ein analytischer Satz hat die Form: Drosseln sind Vögel; 3,5 ist eine rationale Zahl!

  126. #126 Nina
    10. Juni 2011

    @Noblinski: “Ich “glaube” nämlich, daß Wahrnehmung in erste Linie analytisch ist und nur ein wenig konstruktiv und noch weniger kreativ.”

    Warum haben so viele von euch keine philosophischen Grundkenntnisse? Der Wahrnehmungsprozess selbst ist synthetisch a priori. Jede Theorie ist eine Synthese von analytischen Urteilen.

    Ach ja: Und noch mal, ich bin keine Eso-Spinnerin. Darf man gar keinen Spaß machen? U
    Und das macht ja auch Sinn so. Ihr habt doch gar keine Ahnung welche Spinner da draußen wirklich so rumlaufen. So beschäftigt ihr euch gleich mal alle mit den Abgründen der selbsternannten Wissensgesellschaft. Gut so!
    http://teleboom.de/html/body_innere_erde.html
    http://teleboom.de/html/body_galaktische_foderation.html
    http://teleboom.de/html/body_erdgeschichte.html

  127. #127 sacha
    10. Juni 2011

    @Noblinski

    Naja. Das sehe ich ähnlich. Aber ich hätte da eine Idee zu.
    Wie wäre es mit einer Wechselwirkung zwischen Epirismus und Rationalismus?
    Erstens ist es selten nahe an der Wahrheit von einer einzigen Methodik auszugehen und zweitens weisen die beiden Ansätze auffällig viele komplementäre Eigenschaften auf, was auf in einer Wechselwirkung durchaus pragmatisch wäre.
    Tatsächlich ist es im Kleinen ja auch schon so. Aber das scheint keinem so wirklich bewusst zu sein, also wie viel letztendlich an der menschlichen Aufnahmebereitschaft scheitert. Ein Blick zurück in der Geschichte lässt da eigentlich keine Zweifel.

    @ Florian Freistetter
    Keine? Also die des Mondes doch sicher, oder? Sonst könne man das Ganze ja rauchen..

  128. #128 sacha
    10. Juni 2011

    @nina

    also jetzt erscheint es mir doch, als ob hier ein gewisser innerer identitätskonflikt vorliegt.

  129. #129 noch'n Flo
    10. Juni 2011

    @ Nina:

    Warum haben so viele von euch keine philosophischen Grundkenntnisse?

    Wer sagt Dir, dass dies nicht der Fall wäre?

  130. #130 sacha
    10. Juni 2011

    Da war doch mal was..

    Ach ja. Wer sich über die Wirklichkeit nicht hinauswagt, der wird nie die Wahrheit erobern. F. Schiller

  131. #131 nano
    10. Juni 2011

    @sacha
    “Wie wäre es mit einer Wechselwirkung zwischen Epirismus und Rationalismus?”
    Wenn Sie zum Rationalismus die Methodik der Logik und Mathematik zählen, dann ja.
    Wenn Sie aber auch die Intuition dazuzählen, dann, na ja…

  132. #132 Nina
    10. Juni 2011

    @noch’n Flo: Wer sagt Dir, dass dies nicht der Fall wäre?

    Sagen Sie mal: Sind Sie der Internet-Arzt der zu allem seinen Senf dazu geben muss, weil er noch immer so wahnsinnig stolz auf sich selbst ist, ein Medizinstudium erfolgreich absolviert zu haben?

  133. #133 sacha
    10. Juni 2011

    @nano

    logik und mathematik sind ja eben alles andere als empirisch. aber diese tatsache wird ungern erkannt, weil es halt so schön wäre, wenn.

    ich selbst würde sie klar dem rationalismus zuordnen, ja.
    die intuition ist ja nur eine quelle von indizien. daher würde ich die natürlich nicht dazu zählen.

  134. #134 sacha
    10. Juni 2011

    also eine (von mehreren) quelle von indizien natürlich nur im bezug zur subjektivität des rationalismus.
    da in dieser auffassung intuition zwangsläuftig integriert ist und somit auch unweigerlich indizien hervorbringt.

  135. #135 Nano
    10. Juni 2011

    @sacha
    “logik und mathematik sind ja eben alles andere als empirisch”
    Ja… man nennt das erfahrungsunabhängig, und analytisch ist auch die Intuition, so weit klar?

  136. #136 POPCORNMAKER
    10. Juni 2011

    POPCORN FUER ALLE

  137. #137 Nina
    10. Juni 2011

    Wissenschaft ist eben eine Symbiose zwischen Glauben bzw. Annahmen und Wissen bzw. gesicherter empirischer Erkenntnis. Die Esoterik ist nur reiner Glaube, die für sich jedoch den Status einer Wissenschaft beansprucht. Und der Glaube daran zu Wissen und nicht bloß zu glauben, macht ja einen Fundamentalisten aus. Was ich sagen möchte ist: Dass man Menschen – egal an was oder wen sie glauben – nicht verurteilen darf oder ihren Glauben nicht einfach als lächerlich abstempeln sollte, wenn ihnen der reine Glaube genügt und diese Menschen auch jeglichen Beweis oder Gegenbeweis ihres Glaubens verabscheuen, weil sie zumindest eins wissen: Nämlich das wahrer Glaube keines Wissens bedarf. Esoteriker und Fundamentalisten die behaupten – und somit ja auch als Fundamentalisten und Esoteriker einzustufen sind – ihr Glaube benötige einer empirischen Grundlage sind natürlich zurecht zu weisen, wenn ihr angebliches Wissen in keiner Weise einer unwiderlegten Theorie der Wissenschaft entspricht.

  138. #138 noch'n Flo
    10. Juni 2011

    @ Nina:

    Sagen Sie mal: Sind Sie der Internet-Arzt der zu allem seinen Senf dazu geben muss, weil er noch immer so wahnsinnig stolz auf sich selbst ist, ein Medizinstudium erfolgreich absolviert zu haben?

    Nö, ich bin der Hausarzt mit so einigen Jahren Berufserfahrung, der zu Beginn seiner Laufbahn auch mal eine Zeitlang in der Psychiatrie und Psychotherapie gearbeitet hat, und der dadurch genau weiss, wann jemand wie Du eine absolute Luftnummer ist.

    Was hast Du eigentlich nochmal studiert?

  139. #139 sacha
    10. Juni 2011

    @nano

    “Ja… man nennt das erfahrungsunabhängig, und analytisch ist auch die Intuition, so weit klar?”

    ist das jetzt die essenzielle nachfrage, ob ich verstehe, was ich eben selbst erklärt hatte?

  140. #140 sacha
    10. Juni 2011

    Können Sonnenwinde eigentlich launisch machen?

  141. #141 Nina
    10. Juni 2011

  142. #142 HaDi
    11. Juni 2011

    Mancher Link erklärt sich selbst…

    http://io9.com/5809608/indiana-road-sign-advises-drivers-not-to-fear-space-rays

    😀

    wäre ein guter Eyecatcher für den nächsten “Böse strahlen aus dem All”-Artikel…

  143. #143 Noblinski
    11. Juni 2011

    @Florian: Ich rechne überschlagshalber 10^9 Tonnen in 1 AE um in eine äquivalente Masse in 50000 Ly Entfernung und bekomme dabei ca 10 Sonnenmassen heraus. Benutzt man der nächsten Probe nur die halbe AE als Ausgangsentfernung, kommt man schnell auf 100 Sonnenmassen in einer Entfernung bis Zentrum Milchstraße. 1000km pro Sekunde heißt, es entsteht im Gravitationspotential eine Flanke von 1000 Herz, das ist durchaus im Bereich, den die Gravitationsexperimente überstreichen. Es ist freilich keine Welle, das kann man nicht abstreiten.

  144. #144 Florian Freistetter
    11. Juni 2011

    @Nina: “Warum haben so viele von euch keine philosophischen Grundkenntnisse?”

    Wieso meinst du, das das so wäre? Kennst du alle hier persönlich?

    Und: Hier geht es um Sonnenaktivität. Um Sonnenstürme und geomagentische Effekte auf der Erde. Das hat nichts mit Philosophie zu tun (das schöne Feynman-Zitat kennst du ja sicherlich).

    “Und noch mal, ich bin keine Eso-Spinnerin.”

    Dann hör doch einfach auf, Dinge über galaktische Lichtmeister zu posten.

  145. #145 Fahnder
    11. Juni 2011

    Hat sie doch!

    @ noch’n Flo
    Ist ” absolute Luftnummer ” als Beleidigung zu verstehen?

    Es ist schon interessant, zu verfolgen, wie auf einmal das eigentliche Thema sich innerhalb einer Diskussion zu einem off-toppic entwickelt.

    VGKV

  146. #146 sacha
    11. Juni 2011

    ich wollte mich hier eigentlich langsam raus nehmen.. naja.
    aber das kann man so einfach nicht stehen lassen.

    @nina
    ohne selbst esoteriker zu sein, habe ich eine ahnung davon was esoteriker sind.
    und zwar theoretisch wie auch praktisch. bei uns in basel befindet sich zudem das weltweite zentrum der antroposophie, weshalb ich da einige leute persönlich und sehr gut kenne.

    was das theoretisch betrifft, kann man folgendes klar und deutlich festhalten.

    1. rudolf steiner war gelehrter naturwissenschaftler. dazu ein ziemlich talentierter.
    2. seine thesen beruhen sehr wohl auf erkenntnissen der anerkannten wissenschaft und haben mit glaube nur philosophisch was zu tun. so wie das bei der empirischen wissenschaft auch ist.

    der grosse unterschied liegt darin, dass er es nicht akzeptierte, für aspekte, wo empirische daten schlicht fehlen, die aktuelle these so zu bestimmen, wie das die moderne wissenschaft tut. an dem punkt hat er den rationalismus gesetzt.

    man könnte meinen, dass das bei der wissenschaft ebenso ist.
    ich habe das auch lange getan.
    wenn man aber mit offenen augen hin sieht und die abläufe der wissenschaftlichen meinungsbildung knallhart analysiert, zeigt sich ein anderes bild.
    (ich habe übrigens prozessentwicklung studiert und auch meine vorbildung in der betriebsorganisation absolviert, und beides nicht eben mit einer durchschnittlichen bewertung abgeschlossen, protz, protz 😛 )

    bevor man also über esoteriker diskutiert, sollte man die entstehungsgeschichte der theorien kennen. natürlich ist es nachher fraglich, wie viele das ganze falsch interpretieren. aber steiner, goethe, etc. wussten genau, was sie taten. und hatten das in den frühen werken auch ausreichend dokumentiert. wer sie einfach als frei interpretierende oder gläubige betitelt, hat definitiv keine ahnung.

    und was auch nicht vielen bewusst ist.
    unabhängig davon, wie viel einfluss die freimaurer und illuminati besitzen. und dass es die gibt ja unbestritten und wo sie vertreten sind wohl zumindest ansatzweise bekannt. darum geht auch nicht.

    was aber ganz eindeutig ist, für jeden, der sich die esoterischen thesen mal aus reiner neugier angeschaut hat: die freimaurer und illuminati verwenden exakt die selben annahmen wie steiner und goethe. goethe ist ja dann später auch den freimaurern beigetreten, weil er mit seinem werk in der öffentlichkeit kein gehör fand.

    man muss also ganz klar die naiv gläubgen menschen, welche sich die esoterik als ihr opfer ausgesucht haben, von den empirisch/rationell entwickelten thesen der esoterik unterscheiden.

    übrigens, wer diese thesen versteht wird auch rasch feststellen, dass sie der naturwissenschaft garnicht widersprechen. die differenz besteht wie gesagt im umgang mit dem, was der empirismus nicht nachweisen kann. da wird es dann ganz schön abgedreht, muss ich auch sagen. aber erstens gibt es erfahrungswerte in rohen mengen, welche den pedagogischen sowie auch medizinischen erfolg belegen. kann man abstreiten. sollte man aber nicht tun, bevor man sich die zahlen angesehen hat.
    und zweitens finde ich die quantentheorie nicht minder abgespaced.

    oder alleine schon die relativitätstheorie, die 99% gar nicht erfassen können, wie sie mal ehrlich mit sich selbst sind.

    so. nun lasst euch doch einfach in frieden, solange ihr zu faul seid, euch wirklich in die thematik des anderen einzuarbeiten.

    ich würde hier lieber noch ein paar fragen und antworten zum thema sonnenaktivität lesen.

  147. #147 sacha
    11. Juni 2011

    @ florian

    etwas zum eigentlichen thema. ich habe deine links jetzt durch.
    danke an der stelle.

    aber eine statistik über die entwicklung der globalen messungen zu den ankommenen sonnenwinden im rahmen der z.b. letzten 50 jahre ist das, wonach ich schon lange suche. existiert doch bestimmt auch. oder?

    oder ist das gar nie ein thema bei euch?

  148. #148 Florian Freistetter
    11. Juni 2011

    @sacha: “existiert doch bestimmt auch. oder? oder ist das gar nie ein thema bei euch? “

    Da musst du die Geophysiker fragen. Bzw. erstmal spezifizieren, welche Parameter dich interessieren? Magnetische Messungen macht man z.B. seit Mitte des 19. Jahrhunderts…

  149. #149 sacha
    11. Juni 2011

    welche messungen würdest du denn als relevant für die beurteilung der sonnenwindstärke beurteilen? sind die magnetischen da aussagekräftig?

  150. #150 noch'n Flo
    11. Juni 2011

    @ Fahnder:

    Ist ” absolute Luftnummer ” als Beleidigung zu verstehen?

    Nö, als Feststellung. Basierend auf Daten die ich aus den bisherigen Aussagen der betreffenden Person hier in diesem Blog gewonnen habe.

  151. #151 Florian Freistetter
    11. Juni 2011

    @sacha: ja

  152. #152 Nina
    11. Juni 2011

    @Sacha: “man muss also ganz klar die naiv gläubgen menschen, welche sich die esoterik als ihr opfer ausgesucht haben, von den empirisch/rationell entwickelten thesen der esoterik unterscheiden.”

    Seit wann hat die Esoterik empirisch/rationell entwickelte Thesen? Wenn ich mich irre, geben sie mir ein paar Beispiele.

    Und was heist da naiv Gläubige? Glaube ist doch oke und gehört zu einer gesunden Psyche, solange dieser kein Wissen postuliert! Alles andere wäre Fundamentalismus.

  153. #153 sacha
    11. Juni 2011

    @ nina

    “Seit wann hat die Esoterik empirisch/rationell entwickelte Thesen? Wenn ich mich irre, geben sie mir ein paar Beispiele.
    Und was heist da naiv Gläubige? Glaube ist doch oke und gehört zu einer gesunden Psyche, solange dieser kein Wissen postuliert! Alles andere wäre Fundamentalismus.”

    Zu den Fragen der Reihe nach.

    1. Spätestens seit Goethe. Vermutlich aber schon viel früher.
    2. Ich finde die naturwissenschaftlichen Publikationen von Goethe (z.B. Licht und Farbenlehre, aber auch anderes..) und Rudolf Steiner (insbesondere statische und psychologische Lehren) da nicht schlecht. Oder was womöglich leichter nachvollzogen werden kann, Buckminster Fuller in seinem Gesamtwerk. Dass er Esoteriker war, ist jedoch nicht unbedingt öffentlich bekannt. War er aber.
    3. Naiv Gläubige tendieren dazu, ihren Glauben als Wissen zu deuten, was in der Reinform dann Fundamentalismus bedeutet. Wir können jetzt natürlich auch Haare spalten.

    Zu naiv Gläubigen gehören für mich in dem Sinne dann auch die, welche den Empirismus nicht regelmässig und ehrlich hinterfragen. Und das mit rationellen Mitteln. Denn das ist ein Grundmuster jeder nachhaltigen Methodik.

    Zu einer gesunden Psyche gehört für mich eine intakte Wechselwirkung zwischen intrinsisch und extrinsisch gepärgter Reflexion. Sowie der daraus entwickelte Glaube.

    Glaube per se ist ein hohles Gefäss.

  154. #154 Basilius
    11. Juni 2011

    @sache
    Echt! Bucky Fuller war auch Esoteriker?
    Das ist ja krass.
    Daß der selige Goethe auch in die Richtung tendiert haben soll, habe ich auch schon mal gehört und bei Rudolf Steiner ist das ja wirklich bestens bekannt und berühmt. Aber den Fullerentypen hätte ich da nicht vermutet.
    Was hat der denn da so gemacht?

  155. #155 Thomas J
    11. Juni 2011

    ich hab immer noch nicht mitgekriegt, was jetzt die empirischen esoterischen Theorien z.B. sind…. ?

  156. #156 noch'n Flo
    11. Juni 2011

    @ Thomas J:

    Ich habe vor allem immer noch nicht mitgekriegt, was das alles mit einem Sonnensturm zu tun haben soll.

  157. #157 Thomas J
    11. Juni 2011

    @nochflo

    ach so… ja, öhm… genau, soweit hab ich gar nichtmehr gedacht.

    @sacha

    vielleicht kannst du uns im Plauderstübchen antworten?

  158. #158 sacha
    12. Juni 2011

    @nochn flo

    🙂

    @thomas

    ihr habt ein plauderstübchen? klingt gut. gibts da auch bier?

  159. #159 sacha
    12. Juni 2011

    aber grundsätzlich ist das natürlich auch nicht so einfach abzugrenzen, was ein esoteriker ist. ich tue es bei vorhandensein einer bestimmten logik, welche immer wieder auftaucht. eben auch bei den freimaurern, etc. den buddhisten und meisten naturvölkern übrigens auch. es ist immer die selbe basis vorhanden. und die kommt der relativitätstheorie sehr nahe. aber das wissen die gläubigen eben nicht. die spüren es scheinbar nur 🙂

  160. #160 noch'n Flo
    12. Juni 2011

    @ sacha:

    eben auch bei den freimaurern

    Da bin ich jetzt aber auf die Begründung gespannt. Warum bitteschön sollten Freimaurer Esoteriker sein?

  161. #161 sacha
    12. Juni 2011

    @ nochn floh

    ich möchte mich da jetzt wirklich nicht raus reden. es braucht aber einen tiefen einblick in ihre philosophie um das eindeutig festzustellen. da sie sich da aber sehr bedeckt geben, ist das nicht so einfach, den zu bekommen.

    oberflächlich kann man auch ein paar dinge erkennen. aber da bleibt dann mehr spielraum für interpretationen.

    das hat z.b. auch immer wieder zu propagandistischen verschwörungen im rechtextremismus geführt. auch da werden juden, freimaurer und esoteriker in einen topf geworfen. das ist zum einen eben nicht ohne grund so, andererseits ist es in der art und in dem kontext natürlich schwachsinn. da ja genau hilter wiederum die selben prinzipien eingesetzt hat.

    das hakenkreuz und der davidstern sind nämlich ein und das selbe. das ist aber nur ersichtlich, wenn man das prinzip dahinter versteht. er hat auch nicht das indische sonnensymbol einfach umgedreht, wie man oft hört. das hängt alles etwas anders zusammen.

    aber der davidstern ist vielleicht die verständlichste darstellung.
    der ist ja eben auch bei all diesen gruppierungen zu finden. egal wie alt die kultur ist.

    und er ist nichts weiter als eine mathematische formel. nämlich die der relativität.
    aber das ist jetzt schwer zu erklären.

    was man leicht feststellen kann ist folgendes:

    der davidstern heisst in der jüdischen mythologie eigentlich merkaba.
    das merkaba ist räumlich dargestellt ein stern aus zwei komplementären tetraedern.
    dieses ding findet man im buddhismus genauso wie in allen anderen alten kulturen.
    es steht für die wechselwirkung und die schöpfung. also, wie aus einer grundkonstante im vakuum materie wird. somit ist es natürlich auch die berechnungsgrundlage für die statik.

    und genau so nutzten es die freimauerer, als sie im mittelalter die ganzen kirchen bauten, die sonst eben keiner bauen konnte. seltsamerweise ja für die römisch katholische kirche, die all jene verfolgt hat, die diese symbole zu deuten wussten. ein widerspruch nur auf den ersten blick, sag ich mal. denn die römisch katholische kirche verwendet den davidstern ja auch.

    na jedenfalls ist das wissen, welches die alle verwenden, uralt und weltweit in jeder alten kultur vorhanden. und es wird gut versteckt. wie auch die geschichte der freimaurer und die der inquisition zeigt. also die symbole nicht, nur das, was sie bedeuten.

    um ein ende zu finden. schau dir mal das symbol für das atom an. es sind drei elypsen die sich um einen punkt anordnen. jetzt schau dir mal die schnittmenge an.

    zufälle lassen sich natürlich nicht ausschliessen. aber ich hätte noch hundert andere beispiele. und sie stehen alle im selben kontext. das ist eben der punkt.

    noch ganz kurz zum namen merkaba.
    mer-ka-ba bedeutet licht-geist-seele. und zwar auf alt-afrikanisch.

    tatsächlich fand man das symbol auch im bush, als man gegen ende der kolonialisierung im dschungel nach isolierten urvölkern suchte.

    das war für mich auch die erklärung, warum ich beim philosophieren plötzlich auf diese geometrie gestossen bin, ohne zu dem zeitpunkt auch nur einen schimmer von dem allem gehabt zu haben.

    es scheint so eine art rationelles grundwissen zu sein, das man unabhängig von jeder objektivität entdecken kann. sehr seltsam.

    ach ja, das jing jang ist ebenfalls der davidstern. sogar noch etwas vereinfacht aber nicht weniger konkret.

    🙂

  162. #162 sacha
    12. Juni 2011

    jetzt schreib ich busch schon bush.. scheiss gehirnwäsche..

  163. #163 sacha
    12. Juni 2011

    aber um hier keinen zu belästigen, den das gar nicht interessiert.
    ich wäre auch auf fb oder eine email hab ich auch 🙂
    (sachaPUNKTrocheATgmailPUNKTcom)

    und sonst ist es auf jeden fall auch spannend, da etwas zu recherchieren.
    auch für wissenschaftler, denk ich.

  164. #164 noch'n Flo
    12. Juni 2011

    @ sacha:

    Vielen Dank für Deine Ausführungen. Du hast also – wie ich bereits vermutete – keinen blassen Schimmer, was die Freimaurer sind und was sie so tun.

    Tipp: man kann sich auch mal über die Freimaurer informieren. Sogar auf deren eigenen Internetseiten. So viel Geheimnisvolles gibt es da nämlich gar nicht.

  165. #165 Thomas J
    12. Juni 2011

    @sacha

    nö, das klingt alles wie von einem voll durchgeknallten VT-ler.
    Möge der Pfingstgeist mit dir sein!

  166. #166 sacha
    12. Juni 2011

    ob es so klingt oder nicht, ist doch eigentlich egal, solange man sich auf fakten bezieht. nicht?

    oder bezieht ihr euch jetzt auf das 1% persönliche interpretation meinerseits?

    @noch n floh

    bist du etwa freimauer oder wie?
    habe ich irgend was negatives über die gesagt?
    schon klar, dass die heute keine kathedralen mehr bauen.
    und die verschwörungen dazu kommen aus der rechten ecke, nicht von mir.

    @thomas
    ich sage lediglich, dass dieses merkaba an diesen und jenen orten auftauch. dabei ist jedes von mir genannte beispiel geschichtliches fakt. und ich vermute rein subjektiv, dass wenn etwas global vertreten ist, eine gewisse relevanz dahinter steckt.

    und von was redest du genau?
    also mit geistern kenne ich mich scheinbar schonmal weniger gut aus wie du.

    das ist echt krass. gar kein gutes zeichen, wenn wissenschaftler die fakten der geschichte ablehnen.

    das einzige, was an meinem text subjetiv ist, ist die interpretation des symbols. und die masse ich mir auch nur an, weil ich wie gesagt, auf grund dieser geometrischen prinzipien eine materialstruktur entwicklt habe, die von den entsprechenden wissenschaftlern in halle als der bienenwabenstruktur überlegen eingestuft wurde.

    macht mich das nun zum verschwörungstheorietiker?
    tolle einstellung gegenüber innovativen menschen.

  167. #167 sacha
    12. Juni 2011

    das gehört entscheidet halt eben nur darüber wie etwas klingt und nicht ob es stimmt oder nicht.

    würde es also nicht als ultimatives kriterium zur meinungsbildung einsetzen. soweit mein tipp.

  168. #168 noch'n Flo
    12. Juni 2011

    @ sacha:

    bist du etwa freimauer oder wie?

    Nö. Aber da auch jeder Freimaurer diese Frage mit nein beantworten würde, bleibt Dir jetzt noch Raum für Spekulationen. :p

    habe ich irgend was negatives über die gesagt?

    Das nicht, aber Du hast sie in die Esoterik-Ecke gerückt, wo sie absolut nichts zu suchen haben. Und Deine Begründung dafür war ein wüstes Herumgeschwurbel über Davidssterne und Hakenkreuze (das an sich auch schon einen recht braunen Touch hatte).

    Ausserdem habe ich nicht behauptet, Du hättest etwas Böses über FM gesagt, nur, dass Du von ihnen (und dem, was sie tun) keine Ahnung hast.

    oder bezieht ihr euch jetzt auf das 1% persönliche interpretation meinerseits?

    Nur 1%? Ich würde eher sagen nur 1% davon war nicht Deine persönliche Interpretation.

    tolle einstellung gegenüber innovativen menschen

    Du nennst es “innovativ”. Ich nenne es “assoziativ gelockert”.

  169. #169 sacha
    12. Juni 2011

    @noch n flo

    🙂 so ein scheiss.. und etwas mehr lockerheit würde dir gut tun.
    deine spontane einschätzung in allen ehren. aber ich stütze mich lieber auf geschchtliche fakten, die du scheinbar nicht verifiziert hast.

    dazu:

    “Und Deine Begründung dafür war ein wüstes Herumgeschwurbel über Davidssterne und Hakenkreuze (das an sich auch schon einen recht braunen Touch hatte).”

    in der gefahr mich zu wiederholen:
    🙂 so ein scheiss.. und etwas mehr lockerheit würde dir gut tun.

  170. #170 sacha
    12. Juni 2011

    @jeder freimaurer

    pssssst

  171. #171 sacha
    12. Juni 2011

    der könig ist tod, es lebe der könig.. das haben leider die wenigsten loyalen menschen begriffen. weil es ihnen angst macht.

    freimaurer haben keine angst. hm. warum wohl?

  172. #172 sacha
    12. Juni 2011

    uups. aber das stand auf wikipedia doch ganz anders!!

  173. #173 Muddi & theBlowfish
    12. Juni 2011

    Hey Sacha, *sing* “if your to open minded, your brain falls out…”
    Für mich klingen Deine Ausführungen, als ob Du ein paar mal zu oft den Bicycle Day zelebriert hättest….
    Ausserdem weiss doch jeder spätestens seit Monty Python, woran man Freimaurer erkennt…….

  174. #174 sacha
    12. Juni 2011

    sorry, ich bin hier raus.

    mag das nicht, wenn sich menschen wissend hinstellen und nicht einmal bis in den nächsten vorgarten sehen können.

    viel spass noch!

  175. #175 Basilius
    12. Juni 2011

    @sacha

    ob es so klingt oder nicht, ist doch eigentlich egal, solange man sich auf fakten bezieht. nicht?

    Irgendwie sehe ich ehrlich gesagt nicht so recht, daß irgendeine Deiner bisherigen Behauptungen diesem vorgenannten Anspruch genügen würde.
    Aber ganz abgesehen davon, daß das alles gar nichts mit dem Artikelthema zu tun hat, was soll dieses YouTube-Video jetzt auf einmal damit zu tun haben? Und was stand in der Wikipedia denn ganz anders?
    Es tut mir herzlich leid, aber Du schreibst schon etwas zusammenhanglos, um nicht zu sagen, ziemlich konfus. Das macht es etwas schwer, dem zu folgen, was Du eigentlich sagen willst. Könntest Du bitte Deine Gedanken erst noch etwas sortieren und dann weiterschreiben? Vielleicht auch unter einem Artikel, bei dem es dann passt?
    Das wär echt nett und hilfreich.
    Danke dafür.

  176. #176 Muddi & theBlowfish
    12. Juni 2011

    Aber hier ists echt zuviel OT, geh mal lieber auf den Plauderblog, wir wollen doch die 2012 Kommentare voll bekommen.
    Aaalso, jetzt was zum Thema:
    Ruebliflecken von Babylätzchen bekommt man prima weg, in dem man sie einfach in die Sonne hängt.
    So. und gut dass hier der Himmel zum Zeitpunkt der Sonneneruption bedeckt war, jetzt muss Männe doch mit mir nach Norwegen verreisen, damit wir Polarlichter sehen können, hihihi.

  177. #177 sacha
    12. Juni 2011

    abwarten.

  178. #178 Muddi & theBlowfish
    12. Juni 2011

    nanü, doch nicht locker genug?

  179. #179 Florian Freistetter
    12. Juni 2011

    Könnt ihr den Offtopic/Freimaurerkram bitte lassen? Danke!

  180. #180 Florian Freistetter
    12. Juni 2011

    @sacha: Und wenn du was übers Erdmagnetfeld wissen willst, schau hier: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/es-wird-2012-keinen-polsprung-geben.php

  181. #181 noch'n Flo
    12. Juni 2011

    @ sacha:

    mag das nicht, wenn sich menschen wissend hinstellen und nicht einmal bis in den nächsten vorgarten sehen können

    Och nöö, bitte nicht zuviel Selbsthass.

    @ FF:

    Könnt ihr den Offtopic/Freimaurerkram bitte lassen?

    Falls es Dir nicht aufgefallen ist: hier ist schon seit 3 Tagen nichts mahr in-topic geschrieben worden…

    Ich warte ja auch immer noch auf eine Erklärung, was Kant und sein kategorischer Imperativ mit Sonnenstürmen zu tun haben.

  182. #182 Nina
    13. Juni 2011

    Sacha: In dieser Diskussion kam nicht einmal Kants kategorischer Imperativ vor.

  183. #183 sacha
    13. Juni 2011

    ich habe NICHT mit diesem thema angefangen, habe nur konkrete fragen konkret beantwortet, was dann so keinem gepasst hat und habe darauf hin das thema von meiner seite her beendet. und zwar nicht, weil ich ungerne philosophiere, sondern weil das hier einfach noch weiter zu weit gehen würde als es eh schon zu weit gegangen ist an der stelle und ich das gegenüber den betreibern und autoren dieser seit langsam für respektlos halte.

    deshalb sage ich zu diesem thema nichts mehr hier.

    ich habe meinen kontakt angegeben, falls jemand hierzu noch was loswerden möchte.

  184. #184 sacha
    14. Juni 2011

    Wenn mir dann tatsächlich jemand schreiben sollte, was kaum anzunehmen ist, bitte ausschliesslich hierzu.

    < < basilius @sacha "ob es so klingt oder nicht, ist doch eigentlich egal, solange man sich auf fakten bezieht. nicht?" Irgendwie sehe ich ehrlich gesagt nicht so recht, daß irgendeine Deiner bisherigen Behauptungen diesem vorgenannten Anspruch genügen würde. >>

    leere manifeste aus dem bauch heraus sind nicht erbauend. denn die aussagen sind wirklich sehr leicht überprüfbar. da sollte man sich nicht einfach hinstellen und buh sagen, bevor man es nachgeprüft hat.

    und wer tatsächlich die konsequenz seiner rede zieht, es überprüft und dann einen fehler in meinen ausführungen findet, soll mir den bitte mitteilen. da wäre ich dankbar.

  185. #185 Basilius
    14. Juni 2011

    @sacha

    habe nur konkrete fragen konkret beantwortet, was dann so keinem gepasst hat und habe darauf hin das thema von meiner seite her beendet.

    Nee, was “keinem so gepasst hat” war wohl eher, daß Du Fragen eben nicht konkret (wenn überhaupt) beantwortet hast. Vielmehr hast Du eher diffuse “leere Manifeste” von Dir gegeben und gefordert, daß die möglicherweise Interessierten diese doch gefälligst selbst nachprüfen sollten.
    Wenn Du mir das nicht glaubst, aber es Dich trotzdem interessiert, dann lies’ es doch oben selber nach.
    ^_^

  186. #186 sacha
    14. Juni 2011

    @basilius

    wie gesagt. wenn das auf einer überprüfung beruht, ok. dann aber in verbindung mit mindetsens zwei konkreten beispielen.

    wenn nicht, ist das gleichsam beleidigend wie unprofessionell.

  187. #187 sacha
    14. Juni 2011

    @florian freistetter

    in wie fern sind die weiteren sonnenzyklen eigentlich gegenstand wissenschaftlicher untersuchungen? also von wievielen geht man da aus und von welchem einfluss?
    gibt es da was zu?

    lg

  188. #188 Florian Freistetter
    14. Juni 2011

    @sacha: “in wie fern sind die weiteren sonnenzyklen eigentlich gegenstand wissenschaftlicher untersuchungen? also von wievielen geht man da aus und von welchem einfluss?”

    Du schaffst es immer wieder, Fragen zu stellen, die ich nicht verstehe.

    Natürlich wird die Sonnenaktivität ständig weiter erforscht. Was genau willst du wissen? Ob die Wissenschaftler jetzt schon sagen können, wie stark das nächste Maximum ausfallen wird? Ja, in etwa. Das übernächste? Nein.

  189. #189 sacha
    14. Juni 2011

    @florian f
    na es gibt ja hypothesen, die von mehreren zyklen ausgehen. z.b. noch von einem 400 jährigen. ich hab mal gelesen, dass das aber konvektionsschwankungen sind. hat man denn bei diesen keine regelmässigkeiten mehr festgestellt? also scheinbar ja nicht.

  190. #190 Florian Freistetter
    14. Juni 2011

    @sacha: “na es gibt ja hypothesen, die von mehreren zyklen ausgehen. z.b. noch von einem 400 jährigen. “

    Ja, es gibt noch andere Zyklen. Den 22jährigen Hale-Zyklus zum Beispiel. Da man die Sonne aber erst seit 150 Jahren regelmäßig und genau beobahctet ist es schwierig, Aussagen über Zyklen zu machen, die länger dauern.

  191. #191 sacha
    14. Juni 2011

    ok danke, das heisst also, dass man davon ausgeht im laufe der zeit noch mehr zyklen zu finden, welche das maximum beeinflussen können.

  192. #192 sacha
    14. Juni 2011

    ist es eigentlich ok, wenn ich solche fragen stelle? ich hab immer das gefühl, als wären fragen wie, warum können elektromagnetische strahlen den handyempfang beeinträchtigen, beliebter.

    was mir eben durch den kopf ging.. wenn das magnetfeld der sonne und damit die sonnenaktivität theoretisch eine dynamik unterschiedlicher zyklen/frequenzen ist. wie ja eigentlich alles. könnte dann ein prinzip wie folgendes auch bei der sonnenaktivität auftreten? http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11391-2010-03-18.html

    das wäre doch rein theoretisch nicht auszuschliessen, oder?
    ich fände ein begründetes “doch” natürlich beruhigend 😉

  193. #193 Florian Freistetter
    14. Juni 2011

    @sacha: “ist es eigentlich ok, wenn ich solche fragen stelle?”

    Das Problem mit deinen Fragen ist nur, dass sie meist so unklar formuliert sind, dass es schwer ist, darauf zu antworten…

    “könnte dann ein prinzip wie folgendes auch bei der sonnenaktivität auftreten? http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-11391-2010-03-18.html das wäre doch rein theoretisch nicht auszuschliessen, oder? ich fände ein begründetes “doch” natürlich beruhigend 😉 “

    Siehst du, sowas meine ich. In dem Artikel geht es um Wasserwellen auf dem Ozean. Was um Himmels Willen soll das mit der Sonnenaktivität zu tun haben? Ich will ja gerne antworten. Aber mit solchen unverständlichen Fragen weiß ich nichts anzufangen.

  194. #194 sacha
    14. Juni 2011

    mit einem “prinzip wie folgendes” meine ich das prizip der frequenzüberlagerung mit dem effekt einer entsprechenden amplitude.

    kann man das in der astronomie aus bestimmten gründen ausschliessen, also dass eben z.b. frequenzüberlagerungen bei den sonnenfleckenzyklen rein theoretisch zu solchen amplituden führen könnten?

  195. #195 Florian Freistetter
    14. Juni 2011

    @sacha: “das prizip der frequenzüberlagerung mit dem effekt einer entsprechenden amplitude.”

    Welche Frequenzen sollen sich überlagern? Welche Amplitude meinst du? In der Wasserwelle geht es um Physik. Die “Wellen” der Sonnenaktivität sind aber was ganz anderes; abstraktes. Nimm mal an, ich zeichne eine Kurve die die mittleren monatlichen Temperaturen in Deutschland von 1900 bis 2000 zeigt. Dann wirst du schöne Perioden kriegen, jedes Jahr im Sommer gibts ein Maximum, im Winter ein Minimum. Einen “1-Jahres-Aktivitätszyklus” quasi. Macht es jetzt Sinn, hier zu fragen, ob sich Frequenzen überlagern können damit sich die “Temperatur aufschaukelt” und es nächstes Jahr im Sommer plötzlich 70 Grad hat? Nein, macht es nicht und bei der Sonnenaktivität macht es genausowenig SInn.

  196. #196 Kallewirsch
    14. Juni 2011

    Ich finde die Frage gar nicht so dumm, auch wenn sie ungeschickt ausgedrückt ist.

    Die Frage lautet: Ist bekannt, ob die Sonnenaktivität mehreren Zyklen gehorcht, so dass sich diese Einzelzyklen additiv überlagern? Und wenn ja: wie groß ist der Effekt?

    Der 11-jahres Zyklus ist ja bekannt, aber gibt es noch weitere? Ein 22 Jahre Zyklus würde zb dafür sorgen, dass jedes 2.te Maximum stärker ausgeprägt ist, als die dazwischen liegenden.

    (sascha: Florian hat ja schon geantwortet, dass wir die Sonne erst seit ca. 150 Jahren genauer beobachten. Daher kann man schon aus Prinzip keine Zyklen größer als diese 150 Jahre kennen. Aus der Informationstechnik kennt man das Shannonsche Abtasttheorem, welches besagt, dass die Abtastfrequenz (bei uns die Beobachtungsdauer) mindestens das doppelte der höchsten vorkommenden Signalfrequenz (bei uns der Aktivitätszyklus) sein muss. Das bedeutet, das du schon mal grundsätzlich keinen gesicherten Zyklus größer als 75 Jahre haben kannst. Aber selbst das ist zweifelhaft, denn Shannon beschreibt ein Minimum, das vorliegen muss. Wenn man sich damit aber beschäftigt stellt man fest, dass man in Wirklichkeit dieses Minimum deutlich überbieten muss. D.h. aus den gemessenen Werten kann man keine gesicherten Zyklen größer als vielleicht 40 oder 50 Jahre herausholen. Für längere Zyklen ist unsere Datenlage einfach noch zu dünn. Zudem sind die Messungen ja nicht so ideal, wie man das gerne hätte. Wenn man die Aktivität über die Jahre aufzeichnet, dann ist das natürlich keine saubere Sinusschwingung, sondern da ist noch jede Menge stochastisches Rauschen dabei.

  197. #197 sacha
    14. Juni 2011

    @florian
    das ist mir soweit schon klar gewesen. es geht ja um die ursache eines zyklus.

    und den wettervergleich finde ich gar nicht schlecht. da gibt es nämlich nachweislich zyklen, die man sich noch nicht erklären kann.
    das ist jetzt ein extrembeispiel, aber vergleiche mal die eiszeitenstatistik mit dem frequenzüberlagerungsprizip. das scheint mir schon einen gedanken wert zu sein, in wie fern die zyklen für sich da verursacher sein könnten.

    dass die umliegenden galaxien und rohen mengen an dunkler materie eine sehr komplexe resonanz ergeben, schient mir nicht weit her geholt.

    natürlich ist das ein seltsamer ansatz, aber ich wollte halt mal wissen, ob die wissenschaft das zumindest rein theoretisch widerlegen kann. denn bei seltsamen ansätzen sollte das doch kein problem sein, oder?

  198. #198 sacha
    14. Juni 2011

    @kallewirsch

    ich will ja sicher nicht behaupten, dass ich da richtig liege. aber wenn ich in den ganzen, zumindest den medial geförderten, wissenschaftlichen publikationen diese überlegung nicht auftaucht, macht mich das neugierig.

  199. #199 sacha
    14. Juni 2011

    “D.h. aus den gemessenen Werten kann man keine gesicherten Zyklen größer als vielleicht 40 oder 50 Jahre herausholen. Für längere Zyklen ist unsere Datenlage einfach noch zu dünn.”

    hm

  200. #200 Bjoern
    14. Juni 2011

    @Kallewirsch: Kann man nicht z. B. aus Messungen von Isotopenverhältnissen in Eis-Bohrkernen, die ja tausende Jahre zurück reichen, auch Rückschlüsse auf die Sonnenaktivität ziehen – und damit auch längere Zyklen messen?

  201. #201 Kallewirsch
    14. Juni 2011

    @Björn
    Da bin ich überfragt. Das kann ich nicht beurteilen ob und wie gut das geht und wie groß da die Granulierung bzw. die Fehlerbalken sind.
    Sonnenfleckenzählungen sind nun mal einfacher und unmittelbarer durchzuführen.

  202. #202 Alderamin
    14. Juni 2011

    @Bjoern/Kallewirsch

    Das mit den Eisbohrkernen stimmt: wenn die Sonne aktiver ist, hält sie mehr kosmische Strahlung ab, die sich an der Zahl der im Eis zu findenden Beryllium-10-Kerne manifestiert. So ließ sich die Sonnenaktivität bis ins Jahr 850 rekonstruieren.

    http://www.heise.de/tp/artikel/15/15957/1.html

    Außerdem hinterlässt die Sonnenaktivität ihre Spuren im Holz in Form des eingeschlossenen C14. Auf diese Weise hat man sie bis ins Jahr 9400 v.Chr. zurückverfolgt und meint Zyklen von 90 und 210 Jahren gefunden zu haben.

    http://www.bild-der-wissenschaft.de/bdw/bdwlive/heftarchiv/index2.php?object_id=30477813

    Interesssiert natürlich besonders die Klimaforscher.

  203. #203 Bjoern
    14. Juni 2011

    @Aldemarin: Danke! (ich hatte das vor langen Jahren irgendwo mal gelesen, hatte aber keine Ahnung mehr, wo…)

  204. #204 sacha
    14. Juni 2011

    also im prinzip ist ja dann der 22 jahre zyklus mit seinem effekt ein nachweis dafür, dass diese überlagerungsdynamik tatsächlich auch bei der sonnenaktivität beobachtet wird. stimmt.

    das würde doch dann bedeuten, dass es zumindest rein theoretisch alle x-tausend oder millionen jahre eine art monstersonnensturm geben könnte.

  205. #205 sacha
    14. Juni 2011

    @florian f.
    wegen der frage, die ich zum artikel übers erdmagnetfeld gestellt hab.. würde mich freuen, wenn du oder sonst jemand da zu einer einschätzung bereit wäre.

  206. #206 Florian Freistetter
    14. Juni 2011

    @sacha: “wegen der frage, die ich zum artikel übers erdmagnetfeld gestellt hab.. “

    Welche Frage war das nochmal?

  207. #207 sacha
    14. Juni 2011

    na wegen dem, was zum vorgang der umpolung genau gezählt wird.

    (( sacha· 13.06.11 · 00:59 Uhr
    mich drängt dazu tatsächlich schon länger eine frage.
    was zählt zu dem prozess des polsprungs denn alles?
    in der doku über glatzmaler ist die rede von einer phase von mehreren hundert jahren vielpoligkeit, bevor sich das magnetfeld dann wieder zum bipolaren feld aufbaut.
    aber was sind denn die phasen vor und nach der einige hundert jahre andauernden periode? die machen ja dann den grossteil der umpolung aus.
    und worauf beruht diese aussage? das vulkanische gestein wurde ja bisher nie entsprechend global darauf hin untersucht. wird ja jetzt aktuell erst gemacht. und die reine computersimulation ist ziemlich theoretischer natur um daraus eine seriöse zeitangabe zu berechnen. da müsste also eine andere grundlage vorhanden sein. weisst du welche?

    Florian Freistetter· 13.06.11 · 08:56 Uhr
    @sacha: “was zählt zu dem prozess des polsprungs denn alles? ”
    Ich versteh wieder mal deine Frage nicht. “Polsprung” heisst: das Magnetfeld polt sich um. Vorher war der magnetische Nordpol im Norden und der Südpol im Süden, danach ists umgekehrt. Den Prozess dazwischen nennt man “Polsprung”.
    “und worauf beruht diese aussage? das vulkanische gestein wurde ja bisher nie entsprechend global darauf hin untersucht. wird ja jetzt aktuell erst gemacht. und die reine computersimulation ist ziemlich theoretischer natur”
    was? Sorry, du redest oft so wirr, dass ich nicht folgen kann. Welche “Computersimulation”? Natürlich beruhen die Aussagen über die Polsprünge auf geologischen Messungen die überall auf der Erde durchgeführt worden sind.)

    aber besser ich schreibe die vor ort nochmals..
    http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/es-wird-2012-keinen-polsprung-geben.php

  208. #208 Alderamin
    15. Juni 2011

    @Sacha, Florian

    Ob die Wissenschaftler jetzt schon sagen können, wie stark das nächste Maximum ausfallen wird? Ja, in etwa. Das übernächste? Nein.

    Man spekuliert aber offenbar schon: http://skyweek.wordpress.com/2011/06/14/mehr-indizien-fur-sehr-schwachen-25-sonnenzyklus/.

  209. #209 Alderamin
    15. Juni 2011

    Und noch ein ausführlicherer Artikel darüber, dass die folgenden Zyklen schwächer werden und vielleicht so gar ganz ausfallen könnten:

    http://www.skyandtelescope.com/news/home/123844859.html

    Dann brauchen wir uns um solare Superstürme keinen Kopf mehr zu machen, eher um ausfallende Sommer.

  210. #210 sacha
    15. Juni 2011

    ich dachte der stärkste bisher gemessene sonnensturm war damals in einem sonnenminimum und dass es eben dann weniger aber tendenziell sogar stärkere eruptionen geben kann.

    das heisst, dass eine baisse also eher ein positives indiz wäre.

    woher kommt das eigentlich? hat das mit der höheren dichte der dann weniger heissen sonnenoberfläche zu tun und einer damit höherer oberflächenspannung, also dass sich tendenziell mehr druck aufbauen kann bis es zu einer eruption kommt?

  211. #211 Wurgl
    15. Juni 2011

    sacha, lies hier mal nach http://de.wikipedia.org/wiki/Sonneneruption

    Das ist Energie der Magnetfelder, nicht Energie von Gasen.

  212. #212 sacha
    15. Juni 2011

    @wurgl

    hm. schliesst sich das denn aus?

    es ist ja nicht einfach magnetismus was da letztendlich raus schiesst.
    daher dachte ich, dass die ernergie des magnetfeldes eine art induktion zur folge haben könnte, welche dann das material entsprechend beeinflusst, also zu einem lokalen, wiederum physikalischen überdruck führt.

    zudem. das ausgestossene material stammt ja auch von unterhalb der oberfläche, somit ist doch eigentlich egal, wodurch die überwindung der oberflächenspannung ausgelöst wird?

  213. #213 Basilius
    15. Juni 2011

    @sacha

    es ist ja nicht einfach magnetismus was da letztendlich raus schiesst. daher dachte ich, dass die ernergie des magnetfeldes eine art induktion zur folge haben könnte, welche dann das material entsprechend beeinflusst, also zu einem lokalen, wiederum physikalischen überdruck führt.

    Darf ich fragen, was ich mir unter einem physikalischen Überdruck vorstellen darf?
    Ich verstehe das nicht so ganz.

  214. #214 sacha
    15. Juni 2011

    @basilius

    also gehts dir jetzt um die wortwahl oden den inhaltlichen zusammenhang?

  215. #215 Basilius
    15. Juni 2011

    @sacha
    Eigentlich beides.
    Ich weiß aber wirklich nicht, was ein “physikalischer” Überdruck sein soll. Druck ist in der Physik als eine Kraft definiert, bezogen auf eine Fläche, auf die die Kraft einwirkt (so grob ungefähr). Ist hier eine Abgrenzung zu einem un-physikalischen Druckbegriff notwendig?

    daher dachte ich, dass die ernergie des magnetfeldes eine art induktion zur folge haben könnte, welche dann das material entsprechend beeinflusst,

    Also wenn ich den Wikipedia-Artikel so lese, den Wurgl vorher verlinkt hat, dann lese ich da, daß es wohl eher umgekehrt ablaufen soll. Das “Material”, also wohl seeehr heißes Plasma, saust durch die Gegend, was heißt, daß hier geladene Teilchen sich fortbewegen, was man gemeinhin wohl elektrischen Strom nennt. Und der induziert dann erst das Magnetfeld.
    Und nu?

  216. #216 roche
    16. Juni 2011

    @basilius

    geht es also darum, dass ich mich dafür schähmen soll, eine frage zu stellen.. damit ich es künftig unterlasse, wenn ich etwas nicht verstehe. ist halt nicht meine art.

    (“Das ist Energie der Magnetfelder, nicht Energie von Gasen.” ist ja dann auch etwas fraglich interpretiert oder zumindest formuliert..)

    wenn ich also davon ausgehe, dass die energieströme im plasma direkt zu den auswürfen führen. sehe ich grad noch immer keinen grund, warum eine womöglich veränderte dichte innerhalb eines minimums da keinen effekt haben könnte. aber das war ja auch nur der zweite teil der frage. ich bin ja kein experte.

    was ist denn aus der kernfrage geworden?

    zur erinnerung:

    “ich dachte der stärkste bisher gemessene sonnensturm war damals in einem sonnenminimum und dass es eben dann weniger aber tendenziell sogar stärkere eruptionen geben kann.
    das heisst, dass eine baisse also eher ein positives indiz wäre.
    woher kommt das eigentlich?”

    gehen wir also meinetwegen davon aus, dass meine überlegung völliger schwachsinn ist. bleibt ja die frage, woher kommt es, dass im sonnenminimum stärkere eruptionen eine tendenz zu bilden scheinen?

    ich bin ja nur interessiert daran es zu erfahren.
    oder ist diese frage auch doof?

  217. #217 Basilius
    16. Juni 2011

    @roch(sacha?)
    Nein, Fragen stellen ist immer erlaubt. Ich denke, genau dazu sind die S-Blogs in allererster Linie da. Aber manche Fragen sind ganz einfach so gestellt, daß man ohne Nachzufragen gar nicht wirklich antworten kann, weil man einfach nicht weiß, in welche Richtung die Frage abzielen soll.
    Im von Wurgl verlinkten Wikipedia-Artikel war die Rede davon, daß starke, plötzliche Änderungen der Magnetfelder (quasi durch “Kurzschließen” der Magnetfeldlinien) diese enormen Energien freisetzen würden, welche für die Eruptionen verantwortlich seien. Allerdings sei dieser genaue Mechanismus noch nicht besonders gut untersucht und das ganze gilt wohl noch nicht als gesichert. Steht jedenfalls in dem Artikel. Nicht gelesen?

    ich dachte der stärkste bisher gemessene sonnensturm war damals in einem sonnenminimum und dass es eben dann weniger aber tendenziell sogar stärkere eruptionen geben kann. das heisst, dass eine baisse also eher ein positives indiz wäre. woher kommt das eigentlich?”

    War der stärkste wirklich in einem Minimum? Ich habe jetzt da gar keine genauen Daten im Kopf.
    Und selbst wenn, heißt das aber doch noch lange nicht, daß dieses einmalige Ereignis öfter auftreten müsste? Oer hat es das getan? Kann es vielleicht sein, daß eine “Baisse” also gar nicht unbedingt ein Indiz für irgendwas sein muss?
    Und dann gäbe es auch keinen genauen Grund dafür, welchen man suchen müsste.
    ^_^

  218. #218 Wurgl
    16. Juni 2011

    In diesem Artikel aus 2003 wird die stärkste Eruption behauptet.
    http://www.heise.de/tp/artikel/16/16015/1.html

    Gibt dazu sicher bessere Quellen.

  219. #219 roche
    16. Juni 2011

    ich habe das schon ein paar mal gelesen, dass es bei eher schwächeren zyklen zu überraschend starken eruptionen kam. aber es war nicht primär im minimu, stimmt. das hab ich mich vorher vergriffen. einfach bei eher schwächeren zyklen. das habe ich auch irgend wo hier auf scienseblogs nochmals gelesen.

    ich dachte das sei so mal näher untersucht worden. deshalb die frage.
    aber scheinbar ist das nicht so. und ist wohl wirklich quatsch mit dem äusseren widerstand. das hat vermutlich, wenn, dann andere gründe die das stärker beeinflussen würden.

  220. #220 Tatjana
    16. Juni 2011

    @ Florian:

    Ich habe es ja schon im Blog über die Mondfinsternis angekündigt. Hier nur der Link zur Seite, passt eher zu diesem Artikel

    http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/313705.html

    Jetzt noch meine Frage Florian:

    Kann es dadurch dazu kommen, dass die Sonne vielleicht nich mehr existieren kann oder treten Gefahren auf?

  221. #221 Alderamin
    16. Juni 2011

    @sacha, basilius

    Wie man hier sieht (wenn man genau hinschaut) war etwa 1860 ein Maximum, das von Zyklus 10, d.h. der 1859er-Sturm fand in einem Maximum statt. Allerdings in einem im Vergleich zu den Vorgängern und dem Nachfolger deutlich schwächeren Maximum (nach der Zahl der Sonneflecken). Er fand definitiv nicht in einem Minimum statt!

  222. #222 Florian Freistetter
    16. Juni 2011

    @Tatjana: Nein, da passiert nichts. Die Sonnenaktivität ändern sich ständig. Und auch längere Minima gibts immer wieder. Das ist wissenschaftlich interessant aber kein Grund zur Sorge.

  223. #223 Tatjana
    16. Juni 2011

    Also bleibt uns die Sonne noch lange erhalten….
    Wollte mir den Link auf der Seite über diese Konferenz durchlesen aber leider alles auf englisch 🙁

  224. #224 Florian Freistetter
    16. Juni 2011

    @Tatjana: Die Sonne gibts seit 4.5 Milliarden Jahren und sie wird noch weitere 5 Milliarden Jahre leuchten. Kein Grund zur Sorge 😉

  225. #225 Tatjana
    16. Juni 2011

    Alles klar 🙂 Vielen Dank Florian!!!!

    LG