Ich bin kein Freund der Atomkraft. Nicht weil ich Angst vor explodierenden Kernkraftwerken habe; die Chance ist eher gering und es gibt andere, wahrscheinlichere Katastrophen, über die man sich eher Gedanken machen müsste. Das Problem mit der Atomkraft ist der radioaktive Müll der entsteht und mit dem niemand so richtig was anzufangen weiß. Aber vielleicht lässt sich auch dieses Problem lösen. Die Sciencebuster erklären das Konzept der “Spallation”:

Ja, die Idee des “Rubbiatron” klingt wirklich faszinierend. So ein Reaktor kann nicht mehr außer Kontrolle geraten, wenn man den Ausschaltknopf drückt oder den Strom abstellt, dann ist er auch tatsächlich aus. Und man könnte aus dem heute existierenden Atommüll nicht nur Energie gewinnen, sondern ihn auch noch weitesgehend unschädlich machen.

Aber wie Werner Gruber schon erwähnt hat: Forschung kostet Geld und vor allem geräteintensive Forschung dieser Art. Und die Leute werden ja mittlerweile leider oft hysterisch wenn irgendwo das Wort “Kernkraft” aufttaucht. Die Grünen fordern sogar, dass nach dem Atomausstieg nun auch keine Forschung mehr dazu stattfinden soll und entsprechende Professuren – z.B. an der TU Dresden – abgeschafft werden müssen. Bei der Stimmung die momentan herrscht kann man sich lebhaft vorstellen was passieren würde, wenn man nach Geld zur Erforschung einer neuen Art von Atomkraftwerken fragt. Die Zukunft hat aus Wind- und Solarenergie zu bestehen! Und das ist ja auch gut so, dass sollte man auf jeden Fall ebenfalls detailliert und ausführlich erforschen und optimieren. Aber wenn wir die Chance haben eine Möglichkeit zu finden den Atommüll – der ja unzweifelhaft vorhanden ist und von selbst so schnell nicht verschwinden wird – loszuwerden, dann sollten wir uns die nicht entgehen lassen.

Immerhin – es gibt Initiativen. In Belgien soll MYRRHA gebaut werden. Das steht für “Multi-purpose hybrid research reactor for high-tech applications”, soll 2023 fertig sein und wird dann auch Atommüll transmutieren können. Wenn nicht vorher die Hysterie auch auf EU-Ebene zu tragen kommt. Es wird sicher nicht mehr lange dauern, bis man in Deutschland auch alle Forschungsreaktoren schliessen will…

Kommentare (190)

  1. #1 workforcetrust
    20. Juni 2011

    Ich hoffe weiterhin auf Kernfusionsreaktoren. Wird zwar noch bis 2050 dauern, aber das könnte die Rettung aus der Energiekrise werden.

  2. #2 Bjoern
    20. Juni 2011

    @workforcetrust: Auch Kernfusionsreaktoren (zumindest die derzeit geplanten Typen) erzeugen radioaktiven Abfall. Zwar nur Zeug, das nur maximal einige hundert Jahre strahlt – aber dennoch glaube ich deswegen nicht, dass sich solche Reaktoren in Deutschland je durchsetzen werden…

    (ich hab’ einmal versucht, mit einem Grünen über Fusionsreaktoren zu reden – im Prinzip kam da nur “die erzeugen doch auch radioaktiven Abfall!”, und damit hat er dicht gemacht)

  3. #3 Lars Fischer
    20. Juni 2011

    Das Grundproblem all dieser Konzepte ist halt, dass es wahnsinnig aufwendig ist. Ich persönlich glaube zum Beispiel nicht, dass man beim Rubbiatron in der Gesamtbilanz Energie gewinnt, wenn man die komplette Prozesskette betrachtet. Der Abfall muss ja aufbereitet werden, und dabei entsteht wiederum niedrigstrahlender Abfall. Der muss halt auch irgendwo hin. Und so weiter.

    Das Alternativ-Verfahren mit thermischen Neutronen aus einer Fusionsreaktion hat im Grunde das gleiche Problem: Hoher technischer Aufwand, ggf. beträchtliche Kosten bei der Aufbereitung, viel schwach strahlender Müll und ob die Energiebilanz positiv ist, das ist auch nur theoretisch klar.

    Möglicherweise ist verbuddeln eben doch das Sinnvollste.

  4. #4 workforcetrust
    20. Juni 2011
  5. #5 Simon
    20. Juni 2011

    Über die Transmutation gab es im PhysikJournal der DPG einen großen Artikel (und natürlich habe ich das Heft mal wieder irgendwo verlegt). Wenn ich mich recht entsinne braucht es noch mindestens 20 Jahre Forschung bis eine erste Anlage fertig ist die auch mal ernsthaft Müll umwandelt. Die Testanlage in Belgien war damals auch noch nicht finanziert und die Kosten lagen in einem Bereich mit dem man vermutlich jedes Haus in Deutschland mit Solarzellen hätte bedecken können.

    Ich habe mich allerdings gefragt wo eigentlich der Sinn ist: Es werden viele Milliarden in eine Technologie investiert die aufgrund der endlichen Menge an Uran irgendwann eh nicht mehr gebraucht wird. Den Nutzen haben einzig die Stromkonzerne die mal wieder keinen Cent bezahlen für die Entsorgung. Gleichzeitig wird überall gejammert, dass kein Geld da ist für ein paar neue Stromleitungen. Ich bin sicher es gäbe auch andere Forschungsgebiete, die das Geld dringender bräuchten. Zum Beispiel Wasseraufbereitung – da sieht man ja gerade in Japan wie gut das beherrscht wird. Oh und dann war da noch das Ding mit der “Beherrschbarkeit” bei dem die Japaner auch gerade eine Vorbildrolle spielen…

  6. #6 Conz
    20. Juni 2011

    Würde mit “Spallation” auch Stoffe wie Plutonium und Strontium unschädlich gemacht werden können?

    “…die Chance ist eher gering und es gibt andere, wahrscheinlichere Katastrophen…”.
    Welche andere Katastrophen gibt es denn, die ca. alle 25 Jahre eintreten und so langfristige Folgen wie Tscheronbyl oder Fukushima aufweisen?

    Dafür werden wir Atomforschung am ehesten brauchen, wie AKWs sicher zurück gebaut werden können (aktuell dauert es über 30 Jahre ein altes AKW zu beseitigen) und wie die Katastrophenreaktoren (Tschernobyl und Fukushima) in Zukunft abgerissen werden sollen. Bei Tscherobyl wird gesagt, dass es noch rund 100 Jahre dauert, bis eine Technologie entwickelt wird, die dort eingesetzt werden könnte.

    Bisher sollen die Forschungsreaktoren weiter laufen, und die sind alles andere als nur neueste Technologie.
    Ich wohne im Gefahrenbereich solch eines alten Forschungsreaktors http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Experimentier-Reaktor ,der lt. der letzten Kontraste Sendung auch mit einigen Problemen behaftet ist. Leider ist so was eher die Realität der Forschung, als irgendwelche neuen Anlagetypen zu entwickeln.
    Warum muss so was am Stadtrand von Berlin betrieben werden und nicht irgendwo in der Pampa, wo bei Problemen nicht gleich Millionen von Menschen betroffen sind?
    Diese Anlage lässt meine Begeisterung für die Forschung auf dem Gebiet gegen Null tendieren.
    Würdest Du solch eine Anlage gerne in Deiner Nachbarschaft sehen wollen?

  7. #7 Wurgl
    20. Juni 2011

    @Simon

    Das Ding in Belgien soll mehr nutzbare Energie aka. Strom erzeugen als an Strom hineingesteckt wird. Soll also einen großen Schritt in Richtung Wirtschaftlichkeit machen.

    Wie gesagt: “soll”

    Und dann gibt es noch so einige Stellen, wo radioaktive Reststoffe frei werden. Zum Beispiel in der Erdölindustrie — eigentlich überall wo bestimmte Stoffe aus einem Gemisch extrahiert werden, im Rest konzentrieren sich die überall vorhandenen Spuren und so auch radioaktive Elemente bzw. deren Verbindungen. Nur darüber liest man wenig.

    WIkipedia hat das kurz erwähnt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Erdöl#Radioaktiver_Abfall

    Geht also nicht nur um das endliche Uran. Wobei auch hier möglicherweise das Endlagerungsproblem vermindert werden könnte.

  8. #8 Mr. M
    20. Juni 2011

    Wie sieht das denn aus mit den Isotopen die man für medizinische Zwecke braucht (Tracer und so), die werden doch auch in den Reaktoren hergestellt, oder? Weiß jemand obs da Pläne gibt wie man da ansonsten drankommt?

  9. #9 silentjay
    20. Juni 2011

    Man muss es ganz klar sehen, da wird nirgendwo gegen fissionsbasierte Wärmekraftwerke protestiert. Auf den Plakaten steht Antiatom und Atomkraft /Kernkraft nein danke.
    Vllt. meinen sie das erstgenannte, aber sagen tun sie letzteres.
    Warum sollte also bei einem Fussionsreaktor oder einem Spallationsreaktor weniger Protest zusammenkommen, seit wann wird da differenziert.
    Das man noch Radionuklide bekommt für Medizin, Werkstoffprüfung, Sterilisation ist eigentlich ein Wunder. Kriegt man einen Neubau für solche Isotopenreaktoren überhaupt noch genehmigt?

    In der Hinsicht bin ich pessimistisch.
    Warum sollten Atome nicht wie Gene behandelt werden?
    Verbieten und am Ende schenken wir uns gegenseitig “diese Region ist atomfrei”-Schilder.

  10. #10 Grundumsatz
    20. Juni 2011

    Die Grünen fordern sogar, dass nach dem Atomausstieg nun auch keine Forschung mehr dazu stattfinden soll und entsprechende Professuren – z.B. an der TU Dresden – abgeschafft werden müssen.

    Nein, das tun sie nicht. Zumindest gibt das der von dir verlinkte Artikel nicht her. Ich zitiere mal:

    Wenn Deutschland aus der Atomenergie aussteigt, ist es doch aberwitzig, zwei Professuren mit sächsischem Steuergeld zu finanzieren, die weiter an der Nutzung der Atomenergie arbeiten.

    Die wichtigen Teile habe ich mal markiert. Darüber kann man diskutieren oder auch nicht. Da irgendeine Hysterie reinzudeuten, ist imho übertrieben. (Um nicht zu sagen hysterisch.)

  11. #11 Andi
    20. Juni 2011

    Wir hatten Anfang des Jahres auch mal kurz über das Thema geschrieben: http://www.physikblog.eu/2011/02/28/das-potential-im-atommuell-nutzen/

  12. #12 Georg Hoffmann
    20. Juni 2011

    @Florian
    “Ich bin kein Freund der Atomkraft.”

    Das ist ja wohl keiner mehr. Selbst Siemens wuenschte sich wohl, sie koennten Geld mit etwas anderem machen. Die entscheidende Frage ist die nach den Kosten und Nachteilen der Alternativen.
    In Frankreich setzt man sehr stark auf die Transmutation und man hat auch gar nicht besonders nach einem Endlager geschaut (die Dordogne war mal im Gespraech). Jetzt soll gelten “Das ist doch kein radioaktiver Muell sondern wertvoller Brennstoff”.

    “Die Grünen fordern sogar, dass nach dem Atomausstieg nun auch keine Forschung mehr dazu stattfinden soll und entsprechende Professuren – z.B. an der TU Dresden – abgeschafft werden müssen. ”
    Die Gruenen sind aus Wissenschaftler Sicht eine Geisel der Menschheit.

  13. #13 Florian Freistetter
    20. Juni 2011

    @Lars: Naja – selbst wenn das Ding keine Energie erzeugt wäre eine funktionierende Methode den schon existierenden Atommüll unschädlich bzw. unschädlicher zu machen ja durchaus sinnvoll.

    @Simon: “Ich habe mich allerdings gefragt wo eigentlich der Sinn ist: Es werden viele Milliarden in eine Technologie investiert die aufgrund der endlichen Menge an Uran irgendwann eh nicht mehr gebraucht wird. “

    Der Sinn bestünde darin, ein existierendes Problem zu lösen, nämlich das des Atommülls. Auch wenn jetzt sofort alle AKWs der Welt abgeschaltet werden würden, wäre der immer noch da und man müsste sich drum kümmern.

    @Conz: Du hast jetzt aber nicht tatsächlich aus 2 Ereignissen “Alle 25 Jahre explodiert ein AKW” gefolgert, oder? Ansonsten könnte dich das hier interessieren: http://nextbigfuture.com/2011/03/deaths-per-twh-by-energy-source.html bzw hier http://nextbigfuture.com/2011/03/lowering-deaths-per-terawatt-hour-for.html

  14. #14 Christian
    20. Juni 2011

    “Die Gruenen sind aus Wissenschaftler Sicht eine Geisel der Menschheit.”

    Wie GEIL ist das denn!

  15. #15 Georg Hoffmann
    20. Juni 2011

    @conz
    “Warum muss so was am Stadtrand von Berlin betrieben werden und nicht irgendwo in der Pampa, wo bei Problemen nicht gleich Millionen von Menschen betroffen sind?”
    Damit die Wissenschaftler da mit Bus und Bahn bequem hinkommen und abend trotzdem in die Oper gehen koennen

    “Würdest Du solch eine Anlage gerne in Deiner Nachbarschaft sehen wollen?”
    Wenn ich sie nicht sehen wuerde, ja.

  16. #16 Basilius
    20. Juni 2011

    @Georg Hoffmann

    “Die Gruenen sind aus Wissenschaftler Sicht eine Geisel der Menschheit.”

    Ich bin mit Ihnen sicherlich nicht in allen Punkten immer einer Meinung, aber wenn Sie hier mit “Die Grünen” den Teil meinen, den man gemeinhin als die “Fundis” bezeichnet, dann kann ich Ihnen nur zuzustimmen.
    Zugegeben: Die Aussage ist dann etwas trivial, da man mit allen Fundamentalisten sowieso über nichts vernünftig reden kann und Fundamentalisten meines Erachtens generell eine Geisel für den Rest der Menschheit darstellen.

  17. #17 JanG
    20. Juni 2011

    Transmutation ist ein interessantes Thema, aber am Ende bleibt auch dort Abfall über. Und der muss, ganz nach dem heutigen Konzept entsorgt werden. Die Verbringung in tiefe geologische Formationen stellt dabei einen erfolgversprechenden Ansatz dar und hat meiner Ansicht nach sehr gute Aussichten auf Verwirklichung.

    Ich arbeite nun schon länger als Physiker in der Endlagerforschung und betreibe in meiner Freizeit einen Blog um über diese Thematik auf populärwissenschaftlichen Niveau Informationen zu geben. Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen, meine Endlagertexte sind hier zu finden: http://www.kerngedanken.de/?cat=4 Sachliche Argumente sind gerne gesehen.

    @Simon
    Kurz nochwas zur Aussage: “Den Nutzen haben einzig die Stromkonzerne die mal wieder keinen Cent bezahlen für die Entsorgung.” Die Finanzierung der Entsorgung des Abfalls wird nach dem Verursacherprinzip abgerechnet und für den Abfall, der in KKW’s anfällt, bezahlen dementsprechend die EVU’s. Grundlage dafür ist §21 AtG sowie die EndlagerVlV. Weitere Infos habe ich hier mal zusammengetragen: http://www.kerngedanken.de/?p=139

    @Grundumsatz
    Sie haben Recht, hier hätte ich etwas mehr ins Detail gehen sollen. Aber ich dachte, es wäre klar nachdem ich auch das Institut für Sicherheitsforschung der TU Dresden benannt habe die von dieser Forderung mit betroffen sind.

    Und noch ein letztes: auch an der TU Darmstadt gibt es Forderungen, die entsprechenden Tätigkeiten bzgl. kerntechnischer Forschungen einzustellen: http://zettelsraum.blogspot.com/2011/06/zettels-meckerecke-der-ausstieg-bedroht.html

  18. #18 MoritzT
    20. Juni 2011

    LOL … ihr habt echt Humor – oder “Geisel” und “Geißel” verwechselt?! Rein semantisch könnte beides passiert sein 😉 Aber lustig isses!

    Orthografie macht manchmal halt doch was aus, gell?

    Ich finds im übrigen spannend, dass sich trotz der ganzen Hysterie keiner, wirklich keiner mehr drüber aufregt, dass vor den Toren Münchens, auf dem TUM-Campus in Garching, ein Forschungsreaktor mit nicht ganz so niedrig angereichertem Uran vor sich hin strahlt und nur äußerst dürftig als “Forschungsneutronenquelle” verbrämt wird.

    Ich finds cool. Immerhin kommen wir hier so zu radioaktiven Isotopen für die Nuklearmedizin. Oder soll die auch abgeschafft werden?

  19. #19 Florian Freistetter
    20. Juni 2011

    @JanG: “aber am Ende bleibt auch dort Abfall über. Und der muss, ganz nach dem heutigen Konzept entsorgt werden. Die Verbringung in tiefe geologische Formationen stellt dabei einen erfolgversprechenden Ansatz dar und hat meiner Ansicht nach sehr gute Aussichten auf Verwirklichung”

    Das auch bei Transmutation Müll entsteht der sicher verwahrt werden muss, bestreitet ja niemand. Aber es macht schon irgendwie nen Unterschied, ob man den Müll jetzt eine Million Jahre unter Verschluss halten muss oder nur 100 Jahre.

  20. #20 Grundumsatz
    20. Juni 2011

    “Die Gruenen sind aus Wissenschaftler Sicht eine Geisel der Menschheit.”

    Wie GEIL ist das denn!

    Das ist nicht geil, sondern Blödsinn. Erstens natürlich, weil der Proband wahrscheinlich “Geißel der Menschheit” schreiben wollte. Zweitens, weil es ja nicht die Grünen sind, die der Menschheit den jahrtausendelang strahlenden Atommüll beschert haben. (Aber vielleicht gehören Wissenschaftler ja nicht zu der Menschheit, die sich Jahrtausende um den Dreck kümmern muss?)

    Übrigens: Wenn ich mich recht erinnere, dann wurde der Forschungsetat unter dem Ökofaschis ähm CDUler Rüttgers gesenkt, während er unter Rot-Grün angehoben wurde.

  21. #21 Christian Reinboth
    20. Juni 2011

    @Grundumsatz:

    Übrigens: Wenn ich mich recht erinnere, dann wurde der Forschungsetat unter dem Ökofaschis ähm CDUler Rüttgers gesenkt, während er unter Rot-Grün angehoben wurde.

    Klar gibt es von den Grünen auch Geld für die Forschung. Es muss eben nur die richtige Forschung sein. Grüne Gentechnik? Gestrichen. Kerntechnische Sicherheitsforschung? Gestrichen. Bei Themen der Genderforschung oder Bio-Landwirtschaft gibt es natürlich weniger Bedenken…

  22. #22 Conz
    20. Juni 2011

    @Florian: Stimmt, ich hätte von fünf großen Unfällen ausgehen sollen:
    Kyschtym (Majak, 1957), Windscale/Sellafield (1957), Three Mile Island (Harrisburg, 1979), Tschernobyl (1986) und Fukushima-Daiichi (2011)
    Dann wäre es alle zehn Jahre der Fall. Zumindest kann es auch nicht nur das “Restrisiko” sein, was immer angegeben wird. Danach hätte es keine fünf Unfälle geben dürfen. Du magst recht haben, dass das keine wissenschaftliche Betrachtung ist, damit auf eine Regelmäßigkeit zu schließen. Für mich zeigt das zumindest, dass die Anlagen nicht so sicher sein können, wie immer behauptet wird, und auch mit weiteren Unfällen in der Zukunft zu rechnen ist. Das nächste Problemkraftwerk ist ja schon absehbar, “AKW Fort Calhoun im US-Bundesstaat Nebraska”, was aktuell im Hochwasser steht.

    Zu “nextbigfuture”: Schon beeindruckende Zahlen. Durch die hohe Energieausbeute bei Nuklearenergie kommen da für Kernkraft ja “schöne” Zahlen raus.
    Nur kann das m.M.n. nicht so einfach betrachtet werden, die Gefahr bei Strahlung zeigt sich ja erst verspätet und führt nicht immer zum Tod. Schicksale wie Fehlbildungen bei Kindern und Krebsarten mit denen auch länger überlebt werden kann.
    Was so über Tschernobyl zu lesen ist, wie schwer es die Eltern von Kindern mit Körperbehinderung haben es bestätigt zu bekommen, dass die Fehlbildung mit der Katastrophe zusammenhängt, zeigt den Umgang mit Informationen und Bestätigung von Folgen durch Atomkatastrophen. Sei es als Ursache für einen Todesfall oder bei Fehlbildungen.
    Von den Problemen durch den Tagebau von Uran habe ich in der Studie auch nichts lesen können.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Uranabbau
    “Die Information und Aufklärung der Leute gestaltete sich aufgrund des Mangels an elektronischen Kommunikationsmitteln sowie von Bildungsdefiziten äusserst schwierig, man geht von nicht wenigen Krebs-Todesfällen aus.”
    Weitere Folgen sind doch auch noch gar nicht absehbar, wie die Probleme die noch kommen werden, so was wie das kontaminierte Grundwasser der Asse etc.

  23. #23 F.J.
    20. Juni 2011

    Nukular! Das heisst Nukular! XD

    @Wurgl und silentjay: Manchmal sind die Dinge noch viel simpler, wofür Radioaktivität benötigt wird. Zum Beispiel arbeiten die Füllstandsmesser in großen Tanks in der Öl- und Chemieindustrie mit radioaktiver Strahlung. Und ohne radioaktives Material bekommt keiner seine heissgeliebten Schallplatten sauber oder das Objektiv seiner Kamera.

  24. #24 Michael
    20. Juni 2011

    Bloß blöd, wenn dann der ganze Atommüll “weg gestrahlt” ist. Dann brauchen wir plötzlich wieder diese “Brückentechnologie” um genug “Rohstoffe” zu produzieren.
    Ne du, ich glaub die ganze Sache geht einfach in die falsche Richtung.
    Auch die Wissenschaft muss mal akzeptieren, dass es Risiken gibt die es nicht wert sind eingegangen zu werden.
    Siehe unsere Fluggeräte: der Wasserstoff gefüllte Zeppelin hat sich ja auch nicht durchgesetzt – zu Recht :).
    Frei nach Dürrenmatt: man muss nicht alles machen, nur weil es möglich ist. Forscher haben auch eine große Verantwortung dem Rest der Menschheit gegenüber.
    Meine Meinung …

  25. #25 olf
    20. Juni 2011

    Ich hoffe weiterhin auf Kernfusionsreaktoren

    Ich nutz ihn schon, z.B. wenn ich am Strand in der Sonne liege.
    Dieser Kernfusionsreaktor hat genau den erfordelichen Sicherheitsabstand
    von 150 mio km.

  26. #26 Bynaus
    20. Juni 2011

    Ich kann nicht verstehen, warum von grüner Seite die Entwicklung der Transmutation behindert wird: Ein Land, das die Transmutation nicht entwickelt, wird langfristig in Sachen Umweltschutz viel schlechter dastehen, weil der Müll dann eben immer noch da ist und über Jahrhunderttausende strahlt. Mir ist schon klar, dass man auf grüner Seite Angst hat, das Argument des “ungelösten Problems des hochgefährlichen Atommülls” aus der Hand zu geben, und sich dann vielleicht plötzlich wieder die Mehrheiten zugunsten der Atomenergie verschieben könnten (Florian z.B. gehört offenbar zu jenen, die ihre Meinung dann ändern würden).

    Mit der Transmutation würde ein gewaltiges Energiepotential freigesetzt, das jetzt einfach als gefährlicher Abfall herumliegt und Mensch und Umwelt bedroht. Durch Nutzung der Aktiniden in allen radioaktiven Abfällen (inklusive dem abgereicherten Uran) können wir die Menschheit für etwa 500 Jahre mit sauberer, sicherer und vor allem CO2-freier Energie (auf heutigem Niveau) versorgen (eine Transmutationsanlage braucht nicht unbedingt vorangestellte Atomkraftwerke, um zu laufen). Mit Sicherheit lange genug, um den Rest der Energieversorung komplett auf Sonnenenergie umzustellen. Das scheint mir eine absolut unschlagbare Kombination zu sein.

    Siehe auch hier: http://eclipsenow.wordpress.com/refuel/

  27. #27 maxl
    20. Juni 2011

    einfache lösung…….weg von der zentralen stromgewinnung……hin zur dezentralen!
    bei ortschaften oder gemeinden gibt es eine gute lösung.

    windkraft, solar oder wasserkraft können direkt in das stromnetz der ortschaft eingespeist werden.
    der nachteil: die stromanbieter würden nichts mehr dabei verdienen!

  28. #28 Georg Hoffmann
    20. Juni 2011

    Ich wollte Geiszel sagen, aber ich habe kein sz auf meiner Tastatur. Dafuer habe ich aber ein ñ. Auch nicht schlecht.
    Und warum sind die Gruenen also eine Geiszel der Menschhet? Weil sie alles moralisieren (vor allem die Wissenschaft: gute Forschung boese Forschung), stets Neigung zu Neusprech haben, und aus ihrer staatsbediensten mittelklasse Dasein (nichts gegen staatsbedienstete Mittelklasse) die ganze Welt erklaeren wollen. Das hat aber nichts mit dem eigentlichen Thema des Thread zu tun und das war’s dann auch. Das Lehrprogramme von den Gruenen politik- und moralkonform beschnitten werden sollen schien mir halt irgendwie typisch.

  29. #29 Basilius
    20. Juni 2011

    @Georg Hoffmann
    Ich wollte gerade was zu den monierten fehlenden ßßßßßßß schreiben. Aber da Sie nun selber für Aufklärung gesorgt haben kann ich es mir ja schenken (Oder besser Iihnen noch ein paar ‘ß’, nee, das macht keinen Sinn, weil, ich habe ja trotzdem verstanden, was Sie gemeint haben. So wichtig wie anderen Kommentatoren ist mir die korrekte Schreibweise hier doch nicht. Sonst hätte ich es vielleicht geschafft die Geisel selber als Geißel zu schreiben…)

    Ich würde allerdings sogar soweit gehen zu sagen, daß der von mir betrachtete Teil der Grünen, also die Fundis, die Welt gar nicht erklären wollen, sondern, ohne jegliche Diskussion oder Überlegung, ihre jeweiligen Antworten (dank der eigenen Ideologie) schon längst fertig haben. Ganz so, wie Fundamentalisten gemeinhin vorgehen.
    Insofern sehe ich diesen Teil der Grünen durchaus ebenfalls als Geißel.

  30. #30 MoritzT
    20. Juni 2011

    Tja, da hat aber jede politische Partei so ihre moralischen Minenwerfer. Ich glaub aber nicht, dass an der Wissenschaftsferne der Grünen die Welt zugrunde gehen wird. Das ist halt ein eher emotionales Thema – aber redet mal mit einem (wirklich) konservativ-christlichen Politiker (gibts noch!) über Abtreibung, da kommen einem dann die furiosesten irrationalen Ausbrüche entgegen. Geht alternativ auch mit einem wirklich linken Menschen über Gewinnmaximierung, oder mit einem FDPler über Verstaatlichung.

    Mein Tipp: die werden es schon noch checken, und wenn es der Wähler checkt, bevor es die jeweilige Partei checkt, dann sind sie halt mal ein paar Jährchen nicht am Hebel. So what? In gewissen Grenzen können wir uns unsere Schlächter ja doch aussuchen!

    BTW: Ich hab die Grünen-Anhänger eigentlich fast immer als argumentativ ziemlich zugängliche Leute erlebt, viel schlimmer waren die Diskussionen mit CSU/JU-Leuten über Polizeirecht und Bürgerrechte. So lange die Diskussion mit Argumenten geführt wird, hab ich kein Problem – aber lustigerweise haben ja die Grünen die Argumente für den Atomausstieg in aller Breite durchdekliniert. Frau Merkel (nicht grün, btw) hat nur ihr Gefühl gebraucht.

  31. #31 Basilius
    20. Juni 2011

    @MoritzT
    Ohne jetzt näher auf eine quantitative Verteilung eingehen zu wollen, Ja, dem kann ich zustimmen. Die Menschen, welche sich nicht aufgrund von Ideologie und Emotionen einer argumentativen Diskussion verschließen sind hier natürlich ausgenommen. Und die andere Seite lässt sich selbstverständlich nicht nur unter fundamentalistischen Grünen finden, wie die Beispiele sehr treffend belegen.

  32. #32 Klaus
    20. Juni 2011

    Diese Frage hat nun wirklich nichts mit Parteien zu tun. Rund 80% (i.W.: achtzig Prozent) der Bevölkerung Deutschlands lehnt die Kernenergie ab! Punkt – Aus – Schluss!
    Auch Frau Murksel hat dieses erkannt und die Wende vom Wiedereinstieg blah blah blah vollzogen. Ansonsten hätte sich die Union bei den nächsten Wahlen hin zur unbedeutenden Rumpelpartei entwickelt!
    Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich´ s Wetter oder bleibt wie´s ist.
    Außerdem haben wir im Moment nun wirklich wichtigeres zu lösen!
    Mon Dieu

  33. #33 Martin
    20. Juni 2011

    Das Problem bei der “Endlagerung” ist doch vor Allem, dass die, die sich das ganz groß auf die Fahnen geschrieben haben, keine Interesse daran haben, das Problem zu lösen.

    Erinnern wir uns noch an Rot-Grün mit Jürgen Trittin als Umweltminister und was der gute Mann getan hat?
    Ja, er hat umgehend die Erkundung sämtlicher möglicher Endlagerstätten einstellen lassen.
    Aber kein Wunder – wäre das Problem gelöst, könnte man damit keinen Wahlkampf mehr machen, German Angst sei dank.
    In Deutschland gab es schon viele sehr aussichtsreiche Forschungsprojekte, darunter bspw. der THTR. Diese wurden aber alle aufgrund der grünen Atomhysterie eingestellt, vielen Dank dafür nochmal!

    Die einzige Chance für regenerative Energien sehe ich in Deutschland bei Wind und Wasser. Solarstrom wird hier nie wirtschaftlich produziert werden können, das sieht man allein schon bei den Einspeisevergütungen.
    Wieso kriegt denn der, der sich eine Solaranlage leisten kann, eine Einspeisevergütung, die gut dem doppelten des Marktpreises entspricht und der, der sich die Windanlage in den Garten stellt nur gut die Hälfte (1/4 der Solarvergütung)?
    Weil Solarstrom sonst nicht wirtschaftlich betrieben werden könnte, ganz einfach.
    So können sich in Deutschland wohlhabende Menschen und Hausbesitzer teure Solaranlagen aufs Dach stellen und sich diese dann langfristig von den Menschen, die sie sich nicht leisten können bezahlen lassen, da die unsinnig hohe Einspeisevergütung von den Versorgerunternehmen natürlich auf den Strompreis umgelegt wird.
    Stattdessen sollte die Einspeisevergütung pauschal, unabhängig von der Erzeugungsart, exakt beim Marktpreis liegen, so wären die Versorgerunternehmen auch möglichst bemüht, den Marktpreis niedrig zu halten.
    Der Solarstrom verschlingt den Löwenanteil der Subventionen, liefert aber mit ach und krach 1% der Strommenge. Ja, Atomkraftwerke werden auch hinten und vorne subventioniert, liefern aber tatsächlich nennenswerte Strommengen.
    Der seit Jahrzehnten versprochene Sprung in Sachen Effizienz ist bei Solarzellen nie eingetreten, die dümpeln schon ewig bei 15% rum (real auf dem Dach, NICHT im Labor!)

    Hinzu kommt außerdem ein Problem, dass nur sehr selten beleuchtet wird:
    Für 1kg hochreines Silizium für Solarzellen fallen 20kg Giftmüll an. Und mit 1kg Silizium kommt man nicht weit. Für genug Solarzellen für eine Durchschnittsperson braucht man schon mindestens 5kg und die auch nur, wenn man nichts für schlechte Zeiten speichern möchte.
    Dieser Giftmüll wird in Deutschland in alten Salzstöcken eingelagert und der bleibt da tatsächlich ewig. Dieser Müll ist quasi bis zum Sankt Nimmerleinstag Giftmüll und nicht in ein paar tausend Jahren einfach weggestrahlt, wie Atommüll.
    Was die größtenteils chinesischen Hersteller von Solarzellen mit dem Giftmüll machen, ist uns – denke Ich – allen klar. Der landet einfach im nächsten Fluss und ist Problem derer, die flussabwärts leben.
    Aber solange der Müll nicht vor der eigenen Haustür landet, juckt’s halt keinen.

  34. #34 Georg Hoffmann
    20. Juni 2011

    Eine Frage. Kennt eigentlich jemand eine Umfrage wo nicht nur die 90% deutsche Ablehnung gegen die Kernkraft abgefragt wurde (ich kenne keine Parteien mehr nur noch Kernkraftgegner) sondern auch den Bildungsstand und die Ferne/Naehe zu den Naturwissenschaften?
    So mit Googlen bekomme ich nichts raus.

  35. #35 JanG
    20. Juni 2011

    @Florian

    Durch die Transmutation wird ein sehr großer Teil des Abfalls umgewandelt, konkrete Zahlen gehen hier von bis zu 99% aus. Das übrig bleibende eine Prozent aber ist nach wie vor hochradioaktiver Abfall (HAW). Und der muss für lange Zeit isoliert werden.

    Die Aussichten aber sind dennoch sehr gut: enorme Verringerung des Abfallvolumens und eventuell noch Energiegewinnung sowie nicht zuletzt ein Wissenszuwachs in Bezug auf kerntechnische Aspekte durch die Forschung – das macht die Transmutation meines Erachtens zu einem lohnenswerten Objekt.

    Warten wir mal ab, ob und wann sich die Leute aber auch dort beschweren werden dass diese Forschung unverantwortlich ist.

  36. #36 omnibus56
    20. Juni 2011

    “Die Fusion kommt in 50 [oder auch manchmal ’40’] Jahren.”

    Das ist so ähnlich, wie der Spruch, der in manchen Kneipen hängt: “Morgen gibt es hier Freibier.” Wer auf die Fusion als Energiequelle hofft, läuft wie der Esel der Möhre an der Stange hinterher.

    (Kalte oder heiße) Fusion, Rubbiatron etc. sind schöne Ideen, die mir (Physiker) auch Spaß machen würden, daran mit zu arbeiten – zu Forschungszwecken! Aber für die Energieversorgung stehen Aufwand und Nutzen bei diesen Techniken in keinem auch nur annähernd ähnlich vernünftigen Verhältnis, wie Energie-Effizienz und Solarenergie (im weitesten Sinne, also auch Wind und Wasser). Sorry!

    @Florian: Ich gebe mich nicht der Hoffnung hin, dass die Gefahr kommerzieller Reaktoren nur im Müllproblem besteht. Auch wenn sie nicht “explodieren” (die Explosion kommt zumeist erst im Nachhinein, wenn die Schmelze schon im Gange ist), von Superbeben geschüttelt oder Tsunamis überflutet werden, können sie auch schon bei relativ einfachem Hoch- oder auch Niedrigwasser des Flusses an dem sie liegen schwerwiegende Kühlprobleme bekommen. Kommerzielle Kernreaktoren sind ein überflüssiges Risiko.

    Übrigens halte ich Forschungsreaktoren, die unter dem Gesichtspunkt höchster Sicherheit (und nicht wie kommerzielle unter dem Hinblick auf höchste Rendite) betrieben werden, für vertretbar, sofern es nur relativ wenige wären, damit auch die akkumulierte (Super-)GAU-Gefahr relativ gering bleibt und sie nicht in oder in der Nähe von Ballungsgebieten betrieben werden. (Mit letzterer Einschränkung wird es in Westeuropa dann aber auch schon schwierig einen Standort zu finden.)

  37. #37 Florian Freistetter
    20. Juni 2011

    @Conz: “. Nur kann das m.M.n. nicht so einfach betrachtet werden, die Gefahr bei Strahlung zeigt sich ja erst verspätet und führt nicht immer zum Tod.”

    Das ist alles ein wenig so wie bei Flugzeug und Auto. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, beim Autofahren zu sterben als im Flugzeug. Trotzdem haben alle vorm Fliegen Angst aber die meisten steigen gern und oft sogar begeistert ins Auto und fahren los. Wasserkraft, Kohlekraft, etc haben bis jetzt schon wesentlich mehr Menschen getötet als AKWs. Nur halt nicht so spektaktulär sondern halt langsam, immer wieder und einzeln. Das ignoriert man dann eher als das böse Atom, mit dem sich so schön Panik verbreiten lässt…

  38. #38 Florian Freistetter
    20. Juni 2011

    @Michael: “Ne du, ich glaub die ganze Sache geht einfach in die falsche Richtung. Auch die Wissenschaft muss mal akzeptieren, dass es Risiken gibt die es nicht wert sind eingegangen zu werden.”

    Der Atommüll ist jetzt da. Er ist jetzt ein Problem und er wird weiter ein Problem bleiben. Transmutation wäre eine Möglichkeit das Problem loszuwerden – selbst wenn man damit keine Energie gewinnt. Soll man diese Möglichkeit einfach ignorieren nur weils halt ideologisch grad nicht ins Konzept passt? Weils cooler ist, weiter in Gorleben Abenteuerdemos abhalten zu können?

    “Forscher haben auch eine große Verantwortung dem Rest der Menschheit gegenüber. “

    Und deswegen sollen sie eine Methode zur Unschädlichmachung von Atommüll ignorieren? Deine Logik erschließt sich mir nicht.

  39. #39 Florian Freistetter
    20. Juni 2011

    @Klaus: “Rund 80% (i.W.: achtzig Prozent) der Bevölkerung Deutschlands lehnt die Kernenergie ab! Punkt – Aus – Schluss! Außerdem haben wir im Moment nun wirklich wichtigeres zu lösen! Mon Dieu “

    80% der Deutschen finden also Atomkraft fies und böse. Ist ok. Die selben 80% der Deutschen finden sicher auch strahlenden Atommüll nicht so toll. Warum soll man sich dann nicht mit dessen Beseitigung beschäftigen dürfen? Das erschließt sich mir nicht. Wenn der Atomausstieg so wichtig ist – warum ist der Atommüll dann unwichtig?

  40. #40 Georg Hoffmann
    20. Juni 2011

    @Omnibus56

    Aber für die Energieversorgung stehen Aufwand und Nutzen bei diesen Techniken in keinem auch nur annähernd ähnlich vernünftigen Verhältnis, wie Energie-Effizienz und Solarenergie (im weitesten Sinne, also auch Wind und Wasser). Sorry!

    Fragt sich dann nur, was diese zarten, naturliebenden und mit alten Indianerweisheiten in Einklang stehenden Methode Energie herzustellen bisher davon abgehalten haben, uns alle zu versorgen. Lass mich raten? Die Atommafia.

    (Kalte oder heiße) Fusion, Rubbiatron etc. sind schöne Ideen, die mir (Physiker) auch Spaß machen würden, daran mit zu arbeiten – zu Forschungszwecken!

    Und wenn man dann genug geforscht hat, kann man es ja in Serie herstellen. Wo ist das Problem? Das soll jetzt das Geld sein, was der Solarbranche weggenommen wurde und sie am Durchbruch hindert? Nee jetzt.

  41. #41 Alderamin
    20. Juni 2011

    @Klaus

    Diese Frage hat nun wirklich nichts mit Parteien zu tun. Rund 80% (i.W.: achtzig Prozent) der Bevölkerung Deutschlands lehnt die Kernenergie ab! Punkt – Aus – Schluss!

    Das ist richtig, und warum ist das so? Die Grünen haben immer gesagt, Kernkraft sei unbeherrschbar. Die Schwarzen haben immer vom Restrisiko gesprochen und behauptet, dass sei so klein, das sei ja praktisch 0. Nach Tschernobyl und Fukushima, wem soll der Wähler denn da glauben?

    Das Problem in Bezug auf Kernfusion, Spallation oder was auch immer ist, dass die Glaubwürdigkeit der Kernforschung und vor allem ihrer politischen Proponenten dermaßen untergraben ist, dass man denen überhaupt nichts mehr glaubt. Da muss zuerst einmal verlorenes Vertrauen wieder aufgebaut werden, damit logische Argumente gehört, verstanden und geglaubt werden. Falls das überhaupt je wieder möglich ist.

    Zumindest braucht es einen gewissen zeitlichen Abstand. Vielleicht klappt es dann, wenn in anderen Ländern solche Anlagen laufen und entsprechend Publicity dafür gemacht wurde. Aber da wird Deutschland mit Sicherheit nicht Pionierland sein.

  42. #42 klaus
    20. Juni 2011

    @FF

    Landauf Landab wird nach einer Lösung zur Endlagerung gesucht. Politisch wurde Gorleben ausgemacht.
    Eine weitere Beschäftigung mit dem Thema Aufarbeitung ist politisch nicht durchsetzbar. Das sollte auch endlich von den Befürwortern eingesehen werden. Die Deutschen setzten eben auf Alternativen. Das mag dem einen oder anderen Steinzeitlich vorkommen, ist aber nun mal so und auch zur Wahrung des inneren Friedens u akzeptieren.
    Ich darf höflich aber bestimmt daran erinnern dass ca. 300.000 Tonen “Uranabfälle” nach Russland ausgelagert wurden, die dort in der Pampa herum liegen!

  43. #43 Christian Berger
    20. Juni 2011

    Die Frage ist, ob man das auch in der Praxis machen kann. Die Probleme der Atomenergie liegen ja nicht in der Atomphysik, sondern fast ausschließlich in praktischen Dingen.

    Das zweite Problem ist, dass die Entscheidung ob das Risiko dabei akzeptabel ist, nicht rational nach den Wertevorstellungen der Gesellschaft, sondern nur nach den Wertevorstellungen des Entscheiders getroffen werden.

  44. #44 JanG
    20. Juni 2011

    @klaus

    Die Zahl von 300.000 Tonnen halte ich für übertrieben. Allerdings muss ich zugeben, dass ich das auch nicht genau weiß. Sie kommt mir aber angesichts der rund 12.000 Tonnen HAW, die derzeit in Dtl. ihrer Endlagerung harren, zu hoch vor.

    Gerne lasse ich mich aber auch belehren und möchte Sie bitten, mir diese Zahl mit einer Quelle zu belegen.

    Besten Dank für Ihre Mühe.

  45. #45 Georg Hoffmann
    20. Juni 2011

    @klaus

    Eine weitere Beschäftigung mit dem Thema Aufarbeitung ist politisch nicht durchsetzbar. Das sollte auch endlich von den Befürwortern eingesehen werden. Die Deutschen setzten eben auf Alternativen.

    Aber da sind soviele andere Laender mit anderen Meinungen und Vorstellungen. Ich denke schon, dass das Problem in dieser Form sehr deutsch ist.
    Hier hatte ich mal einige Erklaerungsversuche aufgezaehlt, warum es in Deutschland so und in vielen andeen Laendern eben sehr anders ist.
    http://www.scienceblogs.de/primaklima/2011/04/nationale-traumata-die-kernkraft-und-die-globale-erwarmung.php

  46. #46 klaus
    20. Juni 2011

    Natürlich hast du recht, Georg. Aber wenn der Souverän in seiner überwiegenden Mehrheit es so will, dann ist dieses auch zu akzeptieren. Und es sind die Anhänger aller Parteien. Du triffst sie in Vereinen, Verbänden, Gewerkschaften, Kirchen und und und….
    Diese Angst vor Strahlen aller Art, Handy, Mikrowelle, Sendemasten Elektrosmog, ist auch mir suspekt.
    Die Japaner haben eine Riesenangst vor Keimen aller Art. Halb Tokio rennt mit Mundschutz durch die Gegend. Und es ist denen völlig egal was Biologen dazu sagen.
    Ist genauso beknackt, aber ist so!

  47. #47 Martin
    20. Juni 2011

    Wäre eine Auslagerung der Atomabfälle in bestimmte Regionen der Erde nicht sowieso das sinnvollste Unterfangen?

    Auf diesem Planeten gibt es einen Ort, der prädestiniert wäre, um dort Atommüll zu lagern:

    Der Karatschai-See in der Nähe der Atomanlage Majak, soweit Ich weiß ist das der verseuchteste Ort der Welt, und wer sich dort auch nur eine Viertelstunde aufhält ist schon nicht mehr zu retten.
    Ob dieser Ort nun hoffnungslos verseucht oder noch hoffnungsloser verseucht ist, macht doch prinzipiell nichts aus.
    Sicher könnte man argumentieren, dass man anderen ja nicht den eigenen Müll aufbürden könne, aber dieses Problem erfordert keine moralischen Lösungen, sondern pragmatische.
    Desweiteren gibt es in Sibirien so menschenleere Landstriche, dass man dort auch problemlos ein großes Loch ausheben könnte.
    Wenn dann jemand reinfällt, kann man das unter natürlicher Selektion laufen lassen.

  48. #48 JanG
    20. Juni 2011

    @Martin
    Im “Internationalen Übereinkommen über die Sicherheit der Behandlung abgebrannter Brennelemente und über die Sicherheit der Behandlung radioaktiver Abfälle” wurde vereinbart, dass jeder “Produzent von Abfall” diesen auf eigenem Gebiet zu entsorgen hat. Ein Grund dafür, dass die Schweden in Granit und die Schweizer in Ton endlagern müssen obwohl Salz so hervorragende Eigenschaften hat.

  49. #49 Grundumsatz
    20. Juni 2011

    @Christian Reinboth

    Klar gibt es von den Grünen auch Geld für die Forschung. Es muss eben nur die richtige Forschung sein. Grüne Gentechnik? Gestrichen. Kerntechnische Sicherheitsforschung? Gestrichen.

    Offensichtlich wurde da nichts gestrichen, sondern die Fraktion der Grünen (einfach mal gucken, wer in Sachsen in der Regierung sitzt und streichen _kann_), hat lediglich etwas gefordert. Interessant ist übrigens, in welchem Zusammenhang die Forderung aufgestellt wurde. Das steht leider weder hier noch im oben verlinkten Artikel:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/atomkraft-polen-plant-offenbar-reaktor-an-deutscher-grenze_aid_617279.html

    Und das wäre natürlich in der Tat absurd: Deutschland steigt aus und in Sachsen werden Steuergelder dafür verwendet, kurz hinter der polnischen Grenze ein neues Kernkraftwerk zu bauen.

    Ob in BW etwas gestrichen wurde, kann ich nicht beurteilen. Ich vermute aber, dass es dafür auch keine Belege gibt. So lange sitzen die Grünen ja noch nicht auf der Regierungsbank. Selbst wenn, dann entspräche das aber offenbar dem Wählerwillen. Siehe Frage 3 in dieser Umfrage: http://www.nabu-bw.de/download/Emnid-Vielfalt_ernaehrt_die_Welt.pdf

  50. #50 omnibus56
    20. Juni 2011

    @Georg Hoffmann

    1) Energie kann man nicht herstellen!
    2) Und was Solarzellen, moderne Windkraftmaschinen (z. B. mit Vertikalrotoren), energie-effizientes Bauen (und zwar ohne sich dann Schimmel einzufangen), Blockheizkraftwerke aber auch z. B. Offshore-Wasserkraft-Anlagen mit Indianern zu tun hat, wird sich verm. nur Dir erschließen…

    Alleine Wackersdorf zu bauen – und wieder sein zu lassen -, hat “den Bund” genau soviel Geld gekostet, wie zur gleichen Zeit für 20 Jahre Förderung von (damals sog.) “alternativen Energien” aufgewendet wurde…

    Und auch heute noch wird der Forschung für neue Technologien (oder OT: der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses) nur ein winziger Bruchteil der Geldmenge zugestanden, wie in das Protegieren von Ur-Alt-Technologien (die aber eine “gewissen Klientel gewisser politischer Kreise” hohe Profite einfahren) oder in die sog. Finanz-“Industrie” gepumpt wird.

    Jetzt rate mal, was ich als “Indianer” davon halte.

    Vielleicht liegt es ja nur daran, dass ich nicht gleich “Boah-eye!” sage, wenn eine neue Idee (manchmal aber nur eine alte im neuen Kleid) auftaucht, dass Du mich für einen Hand-Strick-Pullover-Öko hältst… Aber da liegst Du völlig daneben. Sollte bei der Forschung an (insbes.) Fusion (wider Erwarten) etc. was vernünftiges brauchbares im Sinne Energieversorgung heraus kommen: Ich fände das sehr begrüßenswert, wenn es denn hülfe (resp. gebraucht wird).

    Gerade die Fusion verfolge ich seit Studienbeginn Ende der 70er bis heute und bin genau wegen der Diskrepanz zwischen versprochenen und erzielten Fortschritten sehr skeptisch, wenn es um sinnvolle Verwertbarkeit im Sinne Energieversorgung geht.

  51. #51 Georg Hoffmann
    20. Juni 2011

    @omnibus56

    1) Energie kann man nicht herstellen!

    Und die Milchstrasse besteht gar nicht aus Milch.

    Und was Solarzellen, moderne Windkraftmaschinen (z. B. mit Vertikalrotoren), energie-effizientes Bauen (und zwar ohne sich dann Schimmel einzufangen), Blockheizkraftwerke aber auch z. B. Offshore-Wasserkraft-Anlagen mit Indianern zu tun hat, wird sich verm. nur Dir erschließen…

    Aber das tut es auch. Es geht eben bei dem einen oder anderen nicht darum eine technische Loesung zu suchen, sondern ideologische ja quasi psychologisch verankerte (siehe Klaus oben) Vorstellungen zu befriedigen.

    Alleine Wackersdorf zu bauen – und wieder sein zu lassen -, hat “den Bund” genau soviel Geld gekostet, wie zur gleichen Zeit für 20 Jahre Förderung von (damals sog.) “alternativen Energien” aufgewendet wurde…

    Na dann haette man es wohl besser zu Ende gebaut. Irgendwann sollte das Gejammer mal zu Ende sein und mer schaue halt mal nach, was denn nun von Sonne,Wind und Sterne nu wirklich und ohne Sicherungsnetz per Kohle oder Kernkraft geliefert wird und zu welchen Preis. Wenn dieser Alleingang Deutschlands in der Kernkraftfrage denn nun eine gute Sache hat, dann bestimmt, dass wir in zehn Jahren schlauer sein werden.
    Mein Tipp. Die 15% Kernkraft werden zu 90% von Kohle und Gas ersetzt und der Rest kommt aus Frankreich.

  52. #52 DEMWZ
    20. Juni 2011

    Kann man Wissenschaftlern eigentlich per Definition alles glauben oder steht zu befürchten, dass die Erfolgsaussichten von Forschungsprojekten, in Hinblick auf lukrative Forschungsaufträge, gelegentlich etwas überzogen dargestellt werden. Ich meine ich war lange als Unternehmensberater unterwegs und da war es durchaus üblich das blaue vom Himmel zu lügen um dem Kunden einen Beratervertrag aufzuschwätzen …..

  53. #53 Bjoern
    20. Juni 2011

    @DEMWZ:

    Kann man Wissenschaftlern eigentlich per Definition alles glauben …

    Nein. Einzelnen Wissenschaftlern sicher nicht. Wenn dagegen unter Wissenschaftlern ein breiter Konsens zu einem Thema besteht, dann kann man sich schon relativ sicher sein, dass es wohl stimmen wird.

    …oder steht zu befürchten, dass die Erfolgsaussichten von Forschungsprojekten, in Hinblick auf lukrative Forschungsaufträge, gelegentlich etwas überzogen dargestellt werden.

    Ja, das kommt sicher öfters mal vor. Ich habe schon mehrmals Pressemitteilungen gelesen, die durch die eigentlichen Forschungsergebnisse eigentlich nicht gestützt waren…

  54. #54 Florian Freistetter
    20. Juni 2011

    @Klaus: “Die Deutschen setzten eben auf Alternativen. Das mag dem einen oder anderen Steinzeitlich vorkommen, ist aber nun mal so und auch zur Wahrung des inneren Friedens u akzeptieren. Ich darf höflich aber bestimmt daran erinnern dass ca. 300.000 Tonen “Uranabfälle” nach Russland ausgelagert wurden, die dort in der Pampa herum liegen! “

    Und? Was jetzt – ich versteh nicht was dein Problem ist. Es gibt Atommüll. Der geht nicht von selbst weg. Auch wenn man noch so sehr “auf Alternativen setzt”. Es wäre also angebracht, sich mit dem Problem zu beschäftigen anstatt es zu ignorieren.

    “Aber wenn der Souverän in seiner überwiegenden Mehrheit es so will, dann ist dieses auch zu akzeptieren. “

    Aber nur weil die Mehrheit das so will (will die Mehrheit wirklich, dass der Atommüll einfach so ignoriert wird? Oder hat sie vielleicht einfach nicht genug Informationen) heisst das ja nicht, dass die Minderheit deswegen zu schweigen hat und keine Vorschläge machen darf.

  55. #55 Fabian
    20. Juni 2011

    Okay, ich oute mich jetzt mal als ganz böser Kernenergiefan 😉

    Es gibt mehrere Reaktordesigns, die nicht nur inhärent sicher (d.h. nicht gau-fähig) sind, sondern auch Atommüll transmutieren können, u. a. den Thoriumfluoridreaktor und den (noch in der Entwicklungsphase befindlichen) Laufwellenreaktor.

    Was die Nachhaltigkeitsfrage angeht: es stimmt zwar, dass die Weltvorräte an Uran- und Thoriumerz begrenzt sind, aber im Meer befindet sich mehr als genug Uranoxid, um langfristig Energie zu erzeugen. In Japan wurden schon Anlagen getesten, die erfolgreich Uran aus dem Meerwasser extrahieren können.

    Damit will ich jetzt nicht gesagt haben, dass die erneuerbaren Energien keine Zukunft haben, im Gegenteil, ich denke, dass Offshore-Windparks in der Nordsee und thermosolare Anlagen in der Sahara langfristig eine gute und günstige Methode sein könnten, Europa und Afrika mit Energie zu versorgen. Aber es könnte dennoch nötig sein, dies noch mit dem einen oder anderen AKW zu untermauern, vor allem, da sich so ein riesiges Wüstenkraftwerk nicht von heut auf morgen baut. Ich halte die Klimaerwärmung immer noch für das größte Umweltproblem, und kurzfristig sind die diversen CO_2-Schleudern (Kohle-/Gaskraftwerke, etc…) nur durch AKWs ersetzbar.

    Leider haben einige Leute das Märchen in die Welt gesetzt, AKWs würden durch Bau und Uranaufbereitung indirekt genauso viel CO_2 freisetzen wie ein Kohlebrenner, aber dies stimmt natürlich nicht. Länder mit hoher AKW-Dichte (Frankreich, Schweden) haben eine exzellente CO_2-Bilanz.

    Anstatt dieses spinnigen Vorschlags, den glaube ich die Linken ausgebrütet haben, dass ein AKW-Verbot ins Grundgesetz soll, sollte man lieber ein Gesetz verabschieden, das den Neubau fossiler Kraftwerke verbietet. Das Letzte was wir brauchen ist mehr CO_2 in der Atmosphäre.

    Für die zweite Hälfte des 21. Jh. hoffe ich natürlich, dass ITER erfolgreich ist und wir Fusionskraftwerke bekommen.

  56. #56 Grundumsatz
    20. Juni 2011

    Aber nur weil die Mehrheit das so will heisst das ja nicht, dass die Minderheit deswegen zu schweigen hat und keine Vorschläge machen darf.

    Es sei denn natürlich, der Vorschlag kommt von einem Grünen. Dann ist es Hysterie. Oder wenigstens irrational. (Vielleicht sogar irgendwas mit Hitler!!!!!111einelf)

  57. #57 Chris
    20. Juni 2011

    Hey,
    @MoritzT schrieb:

    Ich finds im übrigen spannend, dass sich trotz der ganzen Hysterie keiner, wirklich keiner mehr drüber aufregt, dass vor den Toren Münchens, auf dem TUM-Campus in Garching, ein Forschungsreaktor mit nicht ganz so niedrig angereichertem Uran vor sich hin strahlt und nur äußerst dürftig als “Forschungsneutronenquelle” verbrämt wird.
    Ich finds cool. Immerhin kommen wir hier so zu radioaktiven Isotopen für die Nuklearmedizin. Oder soll die auch abgeschafft werden?

    und der Vorsitz weigert sich standhaft vom kernwaffenfähigen Material wegzugehen, bzw. sich zu überlegen wie man mit Alternativen auf die alte Strahlqualität kommt… 😀
    Naja, ich hätte ja gesagt man nutzt diese Neutronenquellen dazu um die Kernwaffen auf der Welt zu entsorgen, bevor dieser fiese Müll im Erdreich/Grundwasser oder den falschen Händen landet. Ich nehm auch gerne den ein oder anderen Flugkörper im Garten auf, aus 2 ließe sich sogar eine amtliche Toreinfahrt bauen.

    Zur Transmutation.
    Als großer Minuspunkt wird oft der Preis genannt, den Punkt sehe ich nicht so, es wird auch nicht gerade günstig Müll aus einem doch nicht so geeigneten Lager zurück zu holen, woanders einzulagern und dann zu hoffen, dass nix in die Umwelt gelangt ist.

  58. #58 omnibus56
    20. Juni 2011

    @Georg Hoffmann:
    »Es geht eben bei dem einen oder anderen nicht darum eine technische Loesung zu suchen, sondern ideologische ja quasi psychologisch verankerte (siehe Klaus oben) Vorstellungen zu befriedigen.«

    Stimmt! 100% ACK!

    Leider gibt es nun mal Leute, für die nur die Fortschreibung einer veralteten Technik eine “technische” Lösung ist. Während für sie alle Alternativen nur untaugliche Versuche sind, die das Licht ausgehen lassen werden, wenn uns nicht die lieben Nachbarn im Westen mit Strom aus Nukleartechnik beliefern.

    Diese Leute glauben immer noch den dämlichen “Atom-Kirchen”-Spruch: “AKW-Gegner überwintern, im Dunkeln und mit kaltem Hintern.” und klopfen sich vor Begeisterung für ihre überragenden Reimfähigkeiten auf die Schenkel.

    Zu Deinem “Tipp”: Wie wäre es mit Norwegen statt Frankreich als Partner? Vor allem, weil unsere westlichen Freunde wenn es zu warm wird, oder zu kalt schon mal AKWs abschalten müssen und dann bei uns (noch mehr) einkaufen. (Deutschland ist Netto-Stromexporteur!)
    ___

    Übrigens: Ich muss auf der anderen Seite, z. B. beim Thema Elektrosmog, auch immer wieder mit Leuten disputieren, die den ganzen Tag ihr Handy am Ohr haben, über Funklöcher schimpfen, aber wenn in 100m Entfernung ein neuer Sendemast ihres Anbieters hinkommt, ihnen das auf einmal furchtbar Kopfweh macht. Da hilft es auch nicht mit Fakten zu kommen (Vergleich Sendeleistung und Abstand, 1/r^2-Gesetz, Raumwinkel-Abdeckung etc.). Sie wissen es doch genau; denn der Pfarrer “xyz” (tatsächlich so erlebt, sic!) hat sich mit dem Thema beschäftigt, ist nun “Experte” und findet den Funkmast auch ganz schlimm.

    Das ist die Crux, wenn man vernünftig zu argumentieren versucht. Man sitzt immer zwischen den Stühlen: den einen ist man zu “technologie-freundlich” (und hat angeblich deshalb Scheuklappen auf) den anderen einfach zu “technologie-feindlich” (gleiches Urteil). Witzigerweise ist man aber gerade bei Freunden von Ur-Alt-Technologien häufig der “Technikfeind”.

    [Das soll es von meiner Seite zum Thema gewesen sein. Wenn Du antwortest, werde ich darauf nicht mehr Stellung nehmen. Es hätte vermutlich eh keinen Sinn.]

  59. #59 Klaus
    20. Juni 2011

    @FF

    Verfolgst du eigentlich das aktuelle Geschehen? Schaust du auch mal Nahcrichten wie Tagesschau, HEUTE oder Tagesthemen oder, oder?

    E.N.D.L.A.G.E.R.U.N.G…….
    Stichwort: Asse, Gorleben. Die Suche nach einem geeigneten Standort. Darum gehts Niemand will den Müll -aufarbeiten, OK?
    Man möchte das Zeugs ein und für allemal ENDLAGERN! Ok?
    Darüber wird hier diskutiert. Nicht über Aufarbeitung. Das will in Fuck Old Germany keine Sau. Vielleicht hast du ja gute Connection nach Ösi – Land. Möglicherweise hat man dort Interesse?
    300.000 Tonnen Uranabfälle wurden bereits nach Russland verfrachtet! DAs ist ein ganz trauriges Kapitel. Einfach mal Googlen , oder bei Panorama vorbei schauen. Was ist wenn die Russen sagen, holt euren Dreck zurück?
    Usw. usw. usw…..
    Das Thema ist durch. Für dich als Ösi vielleicht nicht ganz nachvollziehbar. Aber ihr habt ja auch keine AKWs.

  60. #60 Klaus
    20. Juni 2011

    @FF
    Nachtrag:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wiederaufarbeitungsanlage_La_Hague

    Niemand hat die Absicht eine……………………….!

  61. #61 Bjoern
    20. Juni 2011

    @Klaus: Äh, sag’ mal, was ist eigentlich dein Problem? Ja, danke, es ist bekannt, dass in Deutschland Endlagerung des Atommülls diskutiert wird, und dass Aufbereitung wohl nicht beliebt ist. Und?!?!? Darf man deswegen denn nicht mal mehr über diese Möglichkeit reden und darauf aufmerksam machen, dass das wohl die bessere Lösung wäre…?

  62. #62 Klaus
    20. Juni 2011

    @Bjoern
    Ich habe damit kein Problem. Nur in China sitzt ein uralter Mann im Keller und diskutiert seit Jahrzehnten dieses Thema mit sich selbst.
    Das ist nicht hundert mal , nicht tausendmal, das ist zigtausendmal diskutiert worden. Mit und ohne Experten. In den Parteien, Verbänden, Gewerkschaften – in allen gesellschaftlich relevanten Gruppierungen. Aufarbeitung gibbet et nicht. In DEUTSCHLAND (wo ich selbst nicht lebe) will keiner, wirklich kein Mensch außer son paar “Exoten” die Wiederaufarbeitung.
    Und damit solls für mich auch gut sein!
    Wir haben hier einigermaßen Wetter und ich geh jetzt zum Strand runter, Skatefish angeln!

  63. #63 Bjoern
    20. Juni 2011

    @Klaus: Mit anderen Worten: Weil du keine Chance siehst, dass das in Deutschland jemals gemacht wird, haben gefälligst alle anderen die Schnauze zu halten und dürfen nicht darüber reden? Oder was?

  64. #64 klaus
    20. Juni 2011

    @Bjoern
    Ja, woanders. Vielleicht bei euch in Ösiland.

  65. #65 Florian Freistetter
    20. Juni 2011

    @Grundumsatz: “Es sei denn natürlich, der Vorschlag kommt von einem Grünen.”

    Grüne dürfen selbstverständlich Vorschläge machen. Sie dürfen sogar Vorschlagen, Forschung zur Kernenergie einzustellen. Aber sie müssen damit leben, dass andere das für dumm halten und das auch öffentlich äußern. Wo ist das Problem?

  66. #66 Bjoern
    20. Juni 2011

    @Klaus: Äh, erstens bin ich Deutscher. (Und Florian lebt auch schon seit längerem in Deutschland.) Und zweitens: du willst uns also tatsächlich den Mund verbieten? Sonst geht’s noch gut?!?

  67. #67 Florian Freistetter
    20. Juni 2011

    @Klaus: “Das will in Fuck Old Germany keine Sau. “

    Krieg dich ein. Mir ist klar das das niemand will (die meisten werden von dieser Möglichkeit ja auch noch nicht mal wissen). Aber dein Problem das du mit mir bzw. meinem Artikel hast, versteh ich trotzdem nicht. Selbst wenn ich der einzige Mensch auf der Welt wäre, der es gut fände den Atommüll zu transmutieren: dürfte ich das dann nicht in einem Blogartikel äußern? Oder darf ich nur das sagen, was Mehrheistmeinung ist?

    “Für dich als Ösi vielleicht nicht ganz nachvollziehbar.”

    Ja eh – ich bin nur ein dummer Ausländer. Also halte ich am besten den Mund,

    @Alle: Versteht ihr, worum es Klaus geht? Ich bin anscheinend wirklich zu blöd dafür…

  68. #68 Asja
    20. Juni 2011

    Die Transporte nach Russland waren eine Vereinbarung, um Brennstäbe aus dem DDR-Forschungsreaktor Dresden-Rossendorf zu entsorgen. Wenn man nach dem Verursacherprinzip geht, ist das richtig, da die Brennstäbe aus Russland stammen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Russland den Müll zurückgeben will, ist meiner Meinung nach nicht sehr groß. Der Umgang mit den Abfällen dort ist genau der Grund, warum Röttgen die Transporte verhindert hat und weshalb sie seit Dezember 2010 nicht mehr stattfinden:
    http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/46790.php

    @klaus: Hast Du mitbekommen, dass es in dem Beitrag und der Diskussion nie um Wiederaufarbeitung im Stil von La Hague oder ähnlichen ging sondern um eine derzeit nicht angewandte Technik? Wiederaufarbeitung ist in Deutschland kein Thema, soweit so gut. Sie ist aber auch nicht das Thema dieser Diskussion.
    Und auch Endlagerung bringt Risiken mit sich, Beispiel Asse. Darüber wird auch hier (= Deutschland) diskutiert, leider auch häufig unsachlich.
    Endlagern müssen wir sowieso. Aber je weniger Müll wir lagern müssen, desto besser, würde ich sagen. Von daher finde ich Florians Argumentation sinnig und möchte an dieser späten Stelle noch für die Verlinkung des Videos danken 🙂
    Was das Ganze mit Deutschland und dem Recht hier darüber zu diskutieren hat, erschließt sich mir allerdings nicht…

  69. #69 A.Kant
    20. Juni 2011

    Es geht ihm darum sich wichtig zu machen und die Verursacher zu Rettern umzulügen; darum zensuriert er auch meine Beiträge, weil ich offensichtlich einer der Wenigen bin, der ihn durchschaut hat und auch den Mut habe es zu sagen. Der Typ ist sowas von machtgeil und ohne jeden demokratischen Anstand.

    Muaha… Ja genau, Wilfert, so wirds sein. Keiner durchschaut mich, nur der vife Wilfert aus Wien checkt die Lage und ich kann mir nicht anders helfen als ihn zu sperren. Soll ich mal nachzählen, wie viele Kommentare du als Wilfert/Guido/etc hier in meinem Blog schreiben durftest? EIn paar hundert werdens schon gewesen sein. Ich muss wirklich ein fieser Zensor sein, nicht wahr, wenn du hier so viele Kommentare abgeben darfst. Und du dürftest gerne auch noch weiterkommentieren. Bei den ganzen Freaks die sich hier tummeln fällst du mit deinen Beleidigungen gar nicht weiter auf. Aber Leute die mit Nazi-Mist ankommen fliegen bei mir leider raus. Pech gehat, Wilfert. So, jetzt herrscht aber wieder Funkstille. Du bist in meinem Blog immer noch gesperrt. Akzeptier es einfach. Ansonsten mach dir weiter die Mühe mein Blog anzuklicken und meine Artikel zu lesen (irgendwie scheinst du sie ja doch zu mögen, sonst würdest du sie nicht nach 3 Jahren immer noch täglich lesen und kommentieren) – deine Kommentare werden so wie üblich rausfliegen und alle paar Monate erinnere ich dich gerne wieder daran, warum du hier rausgeflogen bist.

  70. #70 Basilius
    20. Juni 2011

    A. Kant
    Was meinen denn Sie, wie man mit dem sicherlich vorhandenen Desaster umgehen sollte?
    Kopf in Sand stecken ist ja wohl keine gute Lösung.

  71. #71 Asja
    20. Juni 2011

    Sorry, aber auf so einer Basis brauche ich nicht diskutieren. Ich spreche über das Thema und nicht über Florians vermeindliche Absichten, die ich so nicht erkenne.

  72. #72 Basilius
    20. Juni 2011

    So’n shiet!
    Der olle Paranoiker auf seinem Stalkingtrip war’s wieder mal.
    Hätte ich mir eigentlich denken (und die Frage) sparen können.
    Ist hiermit zurückgezogen.
    +_+

  73. #73 Florian Freistetter
    20. Juni 2011

    @Basilius: “A.Kant” zu befragen hat keinen Zweck; seine Kommentare fliegen hier sowieso wieder raus. Du kannst aber nach alten Kommentaren von “Wilfert” oder “Guido” googeln, dann siehst du eh schnell, was er so für ne Meinung hat: Wissenschaftler sind Verbrecher und für alles Übel dieser Welt verantwortlich. Mit so jemanden kannst du sowieso nicht ernsthaft diskutieren.

  74. #74 Basilius
    20. Juni 2011

    @Florian Freistetter
    Huh?
    Danke für den Hinweis, aber in meinem Kommentar von 21:12 Uhr hatte ich doch eigentlich schon klargestellt, daß ich inzwischen auch kapiert hatte, wo der Gestank herweht. Du hast doch in dem Moderationskommentar schon alles nötige gesagt?
    O_o

  75. #75 hopalong
    21. Juni 2011

    Phew…

    Danke für den interessanten Hinweis (Spallation)

    Ich will dir jetzt auch gar nicht mit dem Grün-Medien Geschwätz kommen à la “keine Versicherung versichter Atomkraftwerke”.

    Nö, es liegt einfach daran, natürlich ist das Risiko gering, aber warum es denn eingehen, wenn man es vermeiden kann.

    Mal ein Beispiel, ich weiß solche Beispiele können hinken aber ich find’s passend.

    Wenn ich also eine relativ schwach befahrene Autobahn überqueren will und es ein paar hundert Meter entfernt einen Tunnel drunter durch gibt,
    kann ich mir natürlich den Umweg durch den Tunnel sparen mit dem Argument, die Wahrscheinlichkeit einen Ufall beim Überqueren der Autobahn zu haben ist ja nicht sehr hoch. Ich guck ja brav nach den Autos, es gibt ausreichende Lücken zwischen den Autos etc.
    Außerdem gäbe es noch ganz andere Risiken, vor denen ich Angst haben muss.
    Also warum den Umweg gehen?

    Also ich gehe durch den Tunnel.
    Und mit was?
    Mit guten Gründen.

  76. #76 Sash
    21. Juni 2011

    Den ein oder anderen emotionalen Hickhack hier würde ich gerne überspringen, also:

    Das mit der Spallation klingt erst einmal vernünftig. Im Gegensatz zur (auch von mir) verurteilten Kernenergie bedeutet diese Idee ja, dass gegen die schon bisher vorhandenen Negativfolgen etwas getan werden soll. Und diesen Unterschied zur bisherigen Kernenergienutzung wüsste ich als verständiger ökologisch interessierter Mensch zu schätzen.
    Ich würde mich sicher allerorten auf die Grünen in Punkto Umweltschutz berufen, aber ich denke, dass es eine Menge Menschen gibt wie mich, die nicht nur blind übereifrig ausgedachten Parolen hinterherrennen, sondern sich tatsächlich Gedanken über Sinn und Unsinn von verschiedenen Projekten machen.
    Und somit bin ich sehr dafür, Forschungsreaktoren (natürlich möglichst außerhalb bedeutender Gefahrenzonen) zu betreiben. Die Nutzung der Kernenergie in ihrer bisherigen Form hat meiner Meinung nach keine Zukunft, bzw. sie sollte sie nicht haben. Egal, ob die Gründe jetzt Tschernobyl, Fukushima oder einfach nur der gesunde Menschenverstand sind.
    Aber es ist sicher vorschnell, darauf zu schließen, dass alle Menschen, die dies bestätigen, sich einer wissenschaftlich plausiblen Lösung der schon längst aufgelaufenen Probleme verschliessen würden – nur weil das böse Wort “Atom” drin vorkommt.
    Ich peinlicher Öko wünsche der Wissenschaft jedenfalls viel Erfolg bei der Lösung der Probleme! Mir ist bewusst, dass diese letztlich nicht von Politikern beseitigt werden können, sondern nur von Leuten, die sich damit auskennen.

    Und ja: Ich bin sogar bereit, dafür ein gewisses persönliches Risiko (Reaktor in der Nähe) einzugehen!

  77. #77 Sash
    21. Juni 2011

    Übrigens:
    Das heisst nicht, dass wir uns nicht auch ohne emotionale Übertreibung die Alternativen zu diesem oder jenem anschauen sollten!

  78. #78 Slammer
    21. Juni 2011

    Ok, wenn man wie ich praktisch auf einer WISMUT-Halde aufgewachsen ist, muß man das Thema zwangsläufig etwas entspannter angehen, sonst könnte man sich gleich ‘nen Strick nehmen… Jedenfalls sehe ich die Probleme nicht in der Kernenergie an sich, sondern im Umgang damit: ein Kraftwerksbetreiber (egal, ob nun KKW oder EE) will Geld verdienen. Und wird daher zwangsläufig nicht mehr in Konstruktion, Wartung und Sicherheitsvorkehrungen investieren, als für den Betrieb unbedingt notwendig. Das ist nicht auf KKW beschränkt (auch ein Kohlekraftwerk könnte man so hochrüsten, daß es kein CO2 als Abfall ausspuckt, sondern solide Graphitwürfel – bei vermutlich 3..4% Gesamtwirkungsgrad), aber hier sind halt die potentiellen Folgen einer Störung unvorhersehbarer, als wenn es irgendwo den Gärkessel einer Biogasanlage zerreißt.

    Sprich, wenn man ein Rudel fähiger Ingenieure und Kerntechniker mit genug finanziellen Mitteln ausstattet und ihnen sowohl Betriebswirtschaftler als auch Politiker aller Couleur vom Hals hält, könnte man sicherlich sowohl inhärent sichere Kraftwerke bauen als auch eine Lösung für die Entsorgungsprobleme finden. Nur würde niemand mehr den Strom bezahlen können… Und genau diese Gefahr sehe ich bei der Transmutation/Spallation eben auch: irgend jemand nimmt sich einen Rechenschieber und stellt fest, daß es billiger ist, die Abfälle weiter wie bisher zu ignorieren und ein wenig in der Weltgeschichte herumzuschieben, als eine Anlage zu errichten, die zwar einen guten Zweck[tm] erfüllt, aber nicht genug Gewinn abwirft.

    Und nein, die erneuerbaren Energien sind nicht per Definition altruistischer. Wenn zB gutes Ackerland (idR große, ebene Flächen in Südlage) in Solarparks umgewandelt oder Getreide zur Herstellung von Biosprit genutzt wird, bleibt das auch nicht ohne Folgen. Nur eben nicht hier vor der eigenen Haustür und direkt sichtbar – die Leute hungern halt woanders… Und wer würde sich wirklich das Dach voll Photovoltaik-Module packen, wenn es die Einspeisevergütung (bzw die Eigenverbrauchsprämien) nicht gäbe, sondern sich das Ganze über den “normalen” Strompreis amortisieren müßte?

    Was ich in der öffentlichen Diskussion immer noch vermisse, ist einfach ein in sich schlüssiges, tragfähiges und ideologiefreies Gesamtkonzept für die Energieversorgung. Eines, das nicht nur auf dem Papier, sondern mit realen Menschen in der realen Welt umsetzbar ist. Etwas im Sinne von “Wie gewinne ich Biosprit, ohne daß dafür anderenorts Menschen hungern oder Regenwälder gerodet werden müssen?” oder auch “Wie baue ich alltagstaugliche Elektroautos, bei denen sich der Flaschenhals nicht nur einfach von Erdöl auf Lithium und Neodym verlagert?” Oder “Wie kann ich ein paar GWh zwischenpuffern, ohne halbe Landstriche per Pumpspeicherkraftwerk unter Wasser zu setzen?”

  79. #79 Grundumsatz
    21. Juni 2011

    Oder “Wie kann ich ein paar GWh zwischenpuffern, ohne halbe Landstriche per Pumpspeicherkraftwerk unter Wasser zu setzen?”

    So möglicherweise: http://www.fr-online.de/wirtschaft/energie/strom-aus-der-batterie-im-meer/-/1473634/8575532/-/index.html

  80. #80 Chris
    21. Juni 2011

    An der Art wie hier eine rein “sachliche” Diskussion emotionalisiert wird, kann man gut erkennen welcher Prozess auch in der Politik und in den Köpfen der Menschen abläuft. Ich bin auch immer wieder verwundert darüber, dass immer weniger Menschen kritisch hinterfragen was sie von Politik und Medien zu hören bekommen. Da fällt mir immer wieder ein Kommentar eines Freundes ein: “Menschen wollen geführt und an der Hand genommen werden. Das ist eine energieeffizientere Methode seine eigene Meinung und Handeln zu vertreten.
    Ein Freund, der im Krankenhaus arbeitet hat mich einmal gefragt ob ich wüsste wiso ein Kernspintomograph von ein auf den anderen Tag Magnetresonanztomograph heißen musste. Ich konnte im adhoc keine vernüftige technische Antwort liefern. Also frag ich meinen Vater ob er das vielleicht beanworten könnte. Seine spontane Antwort: Kernspintomograph? Da ist doch das böse Wort dabei. Da könnte man ihn auch gleich Atomspintomograph nennen! Kein Mensch würde mehr eine Untersuchung mache lassen…
    Was will man da noch sagen? Ist diese Gesellschaft wirklich schon so verbledet und manipuliert, das man Dinge nicht mehr beim Namen nennen darf?

    Nun zurück zum technischen.
    Jeder der hier behauptet Kernenergie ist ein Uralt-Technologie sollte sich mal das Alter der ach so neuen und hochtechnologischen regenerativen Energien anschauen.

    Nur ein paar Eckdaten:
    Ende 1951 “erzeugte” man das erste mal mit Kernkraft, elektrische Energie.
    1955 wird die erste Solarzelle erstmals technisch genutzt zur Spannungsversorgung genutzt.
    1891 wird das erste Windrad zur Umwandlung von Windenergie in elektrische Energie verwendet.

    Das alles kann man im 2 min googln raus finden.
    Die Möglichkeiten der Kernenergie sind meiner Meinung nach heute noch nicht zu erkennen. Es gibt aber im Gegensatz zu fast allen anderen Technologien zur Energiegewinnung vielversprechende Perspektiven und mögliche Lösungen die auch mit heutiger Technologie bereits realisierbar sind. Spellation Eine Perspektive die ich bei regenerativen sehe ist: mehr Fläche = mehr Leistung bzw. statistische verbesserte Methoden zur Auslastungsberechnung.

    Einer der wichtigsten und oft nicht genannter Punkt bei regenerativen Energien(ausgenommen Laufwasserkraftwerke) ist, dass sie Aufgrund der physikalischen Prizipien auf denen sie beruhen, nicht Grundlasfähig sind. Jetzt warte ich eigentlich schon auf den ersten Kommentar:”Aber die Speichertechnologien!” Aus rein techischer Sicht sind Energiespeicher zu erst einmal “Energievernichtungsapparate” :o). Ich verfolge die Entwicklung von Energiespeicher aus Interesse nun auch schon etwas länger und ich muss sagen dass mich bisher keine der neuen Technologie wirklich überzeugt hat. Das ist meine persönliche Meinung! Ich lasse mich gerne belehren!

    Ich habe hier auch schon einiges über die “neue” und viel bessere dezentrale Energieversorgung gelesen. Dazu hab ich einmal eine Frage? Wie ist es denn heute bereits? Hat sich das mal jemand angeschaut? Und was hat ein Offshorepark mit dezentraler Energieverorgung zu tun. Wenn dezentral heißt, weit weit weg vom Verbraucher dann stimmt das natürlich.

    Nun mal zu eigentlichen Thema: Spellation. In welchem Bereich der industrialisierten Energieerzeugung hat man die Möglichkeit Müll zum Rohstoff zu machen? Selbst wenn dabei keine positive Energiebilanz erreicht werden kann, ist es doch ein Technologie die Möglichkeit besitzt, die Menschheit vom einem Übel (den langlebigen Nukliden) zu befreien. Ich kann nicht verstehen wiso überhaupt darüber diskutiert wird? Ist hier die Angst zu groß eine politische Eierlegendewollmilchsau (Endlagerung) zu verlieren? Ich weiß es nicht. Hier schließt sich der Kreis zum Anfang meines Kommentares. Dann versteht man vielleicht dir Reaktionen mancher Menschen auf Technologien die irgendetwas mit …kern… oder …atom… zu tun hat.

  81. #81 MartinS
    21. Juni 2011

    @Slammer
    Applaus!
    Das Problem sind eben nur die realen Menschen! (NIMBY-Faktor, Politiker, VWLer/BWLer, Ideologen, Gläubige und, und, und …)
    Mit ‘Vernunft’ und Planung hat die Zeit seit Fukushima nichts gemein: Da regiert nur noch die German Angst (vor KKWs und Machtverlust).

  82. #82 Grundumsatz
    21. Juni 2011

    Mit ‘Vernunft’ und Planung hat die Zeit seit Fukushima nichts gemein:

    Richtig. Der vernünftige Atomausstieg von Rot-Grün wäre die bessere Lösung gewesen. Jetzt wirds halt hektisch. Beschwerden diesbezüglich sind an RWE & Co. zu richten.

  83. #83 Klaus
    21. Juni 2011

    “Richtig. Der vernünftige Atomausstieg von Rot-Grün wäre die bessere Lösung gewesen. Jetzt wirds halt hektisch. Beschwerden diesbezüglich sind an RWE & Co. zu richten.”

    Das wird teuer. Das letzte Wort hat jetzt das BVG.

  84. #84 MartinS
    21. Juni 2011

    @Grundumsatz
    Da es hier nicht den um Atomausstieg geht, sondern um eine Technologie zur Beseitigung des Atom-Mülls (der nun mal da ist!), richte ich meine Beschwerde (wie schon oben angedeutet) eher an ‘Überzeugte’ wie Dich, die ‘ganz genau wissen’ wie ihre Welt funktioniert!
    Nichts gegen Deine Überzeugung, aber Menschen, die sofort DIE Lösung parat haben, sind mir suspekt.
    Gönne mir bitte meine abweichende Meinung.

  85. #85 Ein Grüner...
    21. Juni 2011

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie doch offensichtlich naturwissenschaftlich gebildete Menschen so undifferenziert und überzogen auf “die Grünen” schimpfen und absolut gerechtfertigte Argumente einfach ignorieren:

    – wie im Artikel erwähnt: Für Atommüll gibt es nur die Option, diesen für Jahrtausende zu “begraben” (geologisch natürlich sicher…)

    – die Atomkraft (also “Standard”atomkraftwerke!) ist nicht sicher, sondern ein unkontrollierbares Risiko (Terroranschläge, Naturkatatrophen und vor allem Schlamperei aus Gewinnmaximierung!)

    – Atomare Strahlung ist für den Menschen halt entweder tödlich oder extrem gesundheitszerstörend

    Ich werde nie verstehen, wie hier Leute anbetracht dieser Fakten (naturwissenschaftlicher gehts ja kaum noch) hämisch über “die Grünen” herziehen, das Ganze also mit “Angst” oder übertriebener (gibt es das?) Sorge um Leib und Wohl der Menschen “erklären”.

    Wenn es “harmlosere” Alternativen gäbe (also kein oder fast harmloser Müll, Kraftwerke, die nach dem “Abschalten” auch wirklich abgeschaltet sind, keine oder kaum Strahlung) wären auch “die Grünen” jederzeit bereit, darüber zu diskutieren.

    Aber zu einer Technik gehört halt mehr als nur die Frage nach der bloßen Machbarkeit! Auch langfristige Perspektiven müssen einbezogen werden und gerade hier sieht es düster aus mit der (sage ich mal) konventionallen Kernkraft. Und wer heute noch behauptet, Atomkraft wäre günstiger als andere Energieträger, ist entweder ignorant oder lügt bewusst. (und wer mit dem letzten Satz nichts anfangen kann, suche mal nach externen Kosten der Energieträger sowie der maximalen Versicherungssumme für Atomkraftwerke…)

  86. #86 Florian Freistetter
    21. Juni 2011

    @Ein Grüner: “Wenn es “harmlosere” Alternativen gäbe (also kein oder fast harmloser Müll, Kraftwerke, die nach dem “Abschalten” auch wirklich abgeschaltet sind, keine oder kaum Strahlung) wären auch “die Grünen” jederzeit bereit, darüber zu diskutieren. “

    Und wie ich im Artikel erklärt habe: diese Alternativen gibt es. Nur muss man sich da halt auch mal abseits der politischen Ideologie darauf einlassen. Und Forschung in diese Bereich aktiv fördern anstatt deren Abschaffung zu fordern.

  87. #87 ROFL
    21. Juni 2011

    wieder so ein dummer & hinterfuzziger Text des Bloggers “ich mag keine Atomkraft aber will dass weiter daran geforscht wird um bessere Kraftwerke zu schaffen denn das Problem liegt ja nur am Müll.”Schliesslich ist das Risiko sooo gering.. ergo ist dieser Blogpost von FF in Wirklichkeit ein pro Atomkraftwerk Beitrag.. Und scheinbar hatt FF wirklich alle Debatten verpasst in Bezug zu Risikobewertungen.Ausserdem ist es dumm Vergleiche von anderen Unfällen statistisch anzuführen denn Fukushima belegt dass Gegenteil. Der Punkt ist nicht dass es sehrw. selten passieren wird sondern dass es schon passiert ist und die Auswirkungen im >Verhältniss zum Risiko untragbar ist. Ausserdem selbst wenn der Müll aufbereitet werden könnte und das Risiko noch minimiert wird . Sollte man sich mal die Krebsraten rund um Kraftwerke anschauen vor allem an Kindern.übrigens fruchten da nicht die angebl. gegenbelege der Kernkraftwerke dazu…es ist ein faktum

    ja statt sich zu freuen dass man tragischerweise erst durch Fukushima zu Vernunft kommt und endlich gehandelt wird spricht der FFi von “Hysterie”

    big fail florian..

  88. #88 Florian Freistetter
    21. Juni 2011

    @ROFL: “ergo ist dieser Blogpost von FF in Wirklichkeit ein pro Atomkraftwerk Beitrag”

    Das hab ich ja mittlerweile schon gelernt. Es reicht bei gewissen Menschen nicht, gegen Atomkraftwerke zu sein. Man muss auch aus den “richtigen” Gründen dagegen sein und vor allem ausreichend hysterisch und fanatisch, sonst gilt es nicht.

    “big fail florian.. “

    Ok – ich versteh es zwar nicht, aber anscheinend ist es bei manchen aus der “Abschalten!”-Fraktion nicht erwünscht sich darüber Gedanken zu machen, wie man das Problem des radioaktiven Abfalls lösen kann…

  89. #89 Noblinski
    21. Juni 2011

    Wenn man Europa als Ganzes betrachtet, als System, in dem sich die optimalen Methoden zur Energieerzeugung auslesen können sollen, dann gibt es doch nichts besseres, als wenn die einen Staaten diesen Weg gehen und andere eben jenen. Die Entscheidungsfindung und Risikoabschätzung muß konkret für jedes einzelne Forschungsprojekt und auch für derartige Altlasten stattfinden. Es gibt eben Staaten, die auf der Basis ihrer Besiedlung und Ausdehnung für riskante Forschung besser geeignet sind, während es andere gibt, die ihre Innovationsstärke mit den ersteren teilen könnten. Es gibt keinen Grund, in D nicht mehr zu forschen, solange die internationale Zusammenarbeit als gute Sache empfunden wird. Darüberhinaus vermute ich, daß in absehbarer Zeit manche Länder so verschuldet sein werden, daß man ihnen radioaktiven Müll als lukrative Einnahmequelle anbieten kann und wird. Dort sollte man dann auch die Spallationsreaktoren entwickeln und hinbauen.

  90. #90 ROFL
    21. Juni 2011

    @FF

    jaja lenk nur ab und mach dir deine Schubladen .Selbsterkenntiss &Kritikfähigkeit ist bei dir Mangelhaft. Es sind übrigens die “Abschalt” Fraktionen die sich seit Jahren am meisten Gedanken über den Müll machen..Aber wenigstens gibst du damit zu ,dass du zur “Einschalt” Fraktion gehörst .. wenn wir schon am schubladisieren sind..

  91. #91 Georg Hoffmann
    21. Juni 2011

    @Ein Grüner

    – wie im Artikel erwähnt: Für Atommüll gibt es nur die Option, diesen für Jahrtausende zu “begraben” (geologisch natürlich sicher…)

    Vielleicht noch mal den Artikel hier lesen.

    die Atomkraft (also “Standard”atomkraftwerke!) ist nicht sicher, sondern ein unkontrollierbares Risiko (Terroranschläge, Naturkatatrophen und vor allem Schlamperei aus Gewinnmaximierung!)

    Es ist nicht ohne Witz, dass die Gleichen die die Warnung vor Terroranschlaegen als propagandistische Kriegstreiberei sehen, bei Kernkraftwerken von atomaren Suizidtalibans traeumen.
    Fukushima ist, was Naturkatastrophe angeht, wahrscheinlich das Schlimmste, was einem Kernkraftwerk passieren kann. Die Sicherheit hat in vielerlei Hinsicht versagt. Und was ist passiert? Schlimm, sicher, aber im Vergleich zu 35000 Erdbebenopfern und einer halben Millionen Menschen ohne Heim? Schlimm, sicher, aber im Vergleich zu einem Jahr Kohlefoerderung und Verbrennung in China? (ca 8000 Tote pro Jahr, 2000 groeszere Unfaelle in ca 10 Jahre, ein Drittel aller Industrieunfaelle in China)

    Atomare Strahlung ist für den Menschen halt entweder tödlich oder extrem gesundheitszerstörend

    In Tschernobyl starben etwa dreissig Personen an ARS (Acute Radiation Syndrome), ca 7000 Personen haben Schilddruesenkrebs bekommen, davon sind 15 verstorben. Nur 15 da Schilddruesenkrebs sehr selten toedliche Konsequenzen hat. Alles andere sind moegliche Aenderungen der globalen Krebstatistik im mikro permille Bereich. “Extrem gesundheitszerstoerend” im Vergleich zu was? Zur unsachgemaessen Nutzung von Haartrocknern vielleicht? (immerhin 17 Tote pro Jahr in den USA). Kann sein. Im Vergleich zu den Arsen Emissionen auf Grund von Kohle Verbrennung sicher nicht.

    Die Gruenen sind eine wissenschaftsfeindliche, stets zu vereinfachenden Verschwoerungstheorien neigende Partei des staatsbediensteten Mittelstandes mit einer groszen Vorliebe fuer das gesamte Arsenal echt deutscher Wahnvorstellungen (das Atom, die Gene, die Multis, das Vollkorn) und fuer einen Ruhrgebietler daher unwaehlbar.

  92. #92 Florian Freistetter
    21. Juni 2011

    @ROFL: “Aber wenigstens gibst du damit zu ,dass du zur “Einschalt” Fraktion gehörst “

    Whatever… Komm wieder wenn du vernünftig diskutieren kannst. Zum Beispiel wenn du mir erzählen kannst, was denn genau an einem Artikel in dem ich über eine Methode zur Reduzierung des Atommülls schreibe so verwerflich ist.

  93. #93 MartinS
    21. Juni 2011

    @Georg Hoffmann
    *grins*
    Wer schreibt denn einen Artikel zu diesem herrlichen Eigentor?

  94. #94 Georg Hoffmann
    21. Juni 2011

    @MartinS
    “Wer schreibt denn einen Artikel zu diesem herrlichen Eigentor?”
    Ich denk drueber nach, aber es ist definitiv eines.

  95. #95 ROFL
    21. Juni 2011

    @FF

    Schon klar Kritiker sind hier nicht erwünscht nur Schulterklopfer.Das verwerfliche ist das du die Kernkraftwerke als harmlos hinstellst und so tust als ob nur der Müll das Problem währe…

  96. #96 MartinS
    21. Juni 2011

    @ROFL
    Nur zur Erinnerung:

    Ich bin kein Freund der Atomkraft.

    Das war Florian’s erster Satz in seinem Artikel!
    Gegen Kritik hat hier niemand etwas – nur gegen polemisches Stänkern. Und bleib beim Thema!
    Es geht um eine Technologie für die AKW-Müll-Entsorgung – und nicht um Kernenergie.

  97. #97 Anhaltiner
    21. Juni 2011

    Wer Atommüll nicht mag, und wer mag den schon, sollte sich Gedanken machen wie er verschwindet. Wenn es keine möglichkeit gibt das er von selbst verschwindet dann hilft nur verbuddeln. Das ist, a la Asse, scheinbar auch keine Lösung. Wenn hier nun eine Möglichkeit beschrieben wird wie das Problem gelöst werden könnte sollte man sich mit der Technik beschäftigen. Die Frage nach der ganzen Atomkette wird andernorts besprochen, hier geht es nur um das letzte Glied. Wenn die Antiatomkraftbewegung ständig von Alternativen redet warum dann nicht auch von Alternativen zur Endlagerung. Soweit wie ich das erkennen kann ist Endlagerung ja kein Segen sondern nur das kleinste Übel, wenn man es denn richtig macht. Aus dem Mittelalter weis man das Denkverbote noch nie wirklich geholfen haben, außer den Verbotserlassern. Ob das Zerstrahlen von Atommüll eine tragfähige Möglichkeit ist oder nicht wird man erst wissen wenn ein Protoyp gebaut wurde. Hausmüll darf man ja auch nicht mehr verbuddeln sondern nur noch verbrennen. Die gleiche Logik könnte auch bei Atommüll eines Tages zu tragen kommen.

  98. #98 Basilius
    21. Juni 2011

    @Florian Freistetter
    Sag’ mal, kann es sein, daß der ROFL eine weitere Sockenpuppe eines blogbekannten Stalkers ist? Diese dummdreist dahergelogenen Unterstellungen wie z.B. daß Du Kernkraftwerke als harmlos hinstellen würdest, erinnern mich da irgendwie dran.
    War doch gestern auch schon da…

  99. #99 Florian Freistetter
    21. Juni 2011

    @Basilius: “Sag’ mal, kann es sein, daß der ROFL eine weitere Sockenpuppe eines blogbekannten Stalkers ist?”

    Wenn dem so wäre, dann hätt ich ihn rausgeschmissen.

    @ROFL: Wo sage ich, das AKWs “harmlos” sind? Ich sage nur, dass es auf dieser Welt noch jede Menge andere Katastrophen gibt die schlimmere Folgen haben und öfter auftreten als ein GAU. Aber ich versteh schon, nichts darf schlimmer als das Atom sein, nicht wahr 😉

  100. #100 Stefan II
    21. Juni 2011

    Ich bin auch kein Fan der Kernenergie und habe keine allzu Angst vor SuperGAUs, allerdings schätze ich das Risiko so gering nicht ein. Wenn wirklich etwas passiert, ist die Umgebung zumindestens für Jahrhunderte verstrahlt und unbenutzbar.

    Es wurde hier schon öfters das Kostenargument ins Spiel gebracht, v.a. im Zusammenhang mit Solarstrom. Ich denke aber, dass auch der Atomstrom deutlich teurer ist als oft angenommen, weil es sehr viele verstekte Kosten gibt, die in die Betriebsbilanz nicht eingerechnet sind. So weit ich weiß sind Atomkraftwerke nicht (In den USA) oder nur unzureichend versichert, weil die Versicherungsgesellschaften das Restrisiko nicht übernehmen können/wollen. Somit haftet die Allgemeinheit für die AKWs und nicht der Betreiber wie sonst in einer MArktwirtschaft üblich. Außerdem fallen mit der Zeit immer mehr Nebenkosten an, wie die Sanierung kontaminierter Zwischenlager, Transport und Wiederaufarbeitung von Atommüll, Dekommissionierung alter AKWs. Vieles davon zahlt der Steuerzahler, nehme ich an.

    Es gibt Studien, die zeigen, dass Atomstrom in Wahrheit mindestens doppelt so teuer ist, wie angegeben, und das der Trend weiter nach oben geht. Während Solarstrom immer billiger und langfristig günstiger als Atomenergie wird.

    Soviel zum Wirtschaftlichen. Ein gewichtiges Argument für Atomenergie ist sicher der Klimawandel. Abgesehen davon muss man natürlich weiterforschen in Sachen Endlager und Transmutation.

  101. #101 Grundumsatz
    21. Juni 2011

    @MartinS

    Da es hier nicht den um Atomausstieg geht, sondern um eine Technologie zur Beseitigung des Atom-Mülls (der nun mal da ist!), richte ich meine Beschwerde (wie schon oben angedeutet) eher an ‘Überzeugte’ wie Dich, die ‘ganz genau wissen’ wie ihre Welt funktioniert!

    Oh doch, hier geht es um den Atomausstieg. Das hat der Blogautor nur verschwiegen/nicht gemerkt. Die TU Dresden möchte nämlich zusammen mit den Polen einen Kugelhaufenreaktor kurz hinter der polnischen Grenze bauen.

    http://www.focus.de/politik/deutschland/atomkraft-polen-plant-offenbar-reaktor-an-deutscher-grenze_aid_617279.html

    Die Reaktion der Grünen war die Forderung, derartige Dinge nicht mit sächsischen Steuergeldern zu fördern. Und das macht FF daraus:

    Und die Leute werden ja mittlerweile leider oft hysterisch wenn irgendwo das Wort “Kernkraft” aufttaucht. Die Grünen fordern sogar, dass nach dem Atomausstieg nun auch keine Forschung mehr dazu stattfinden soll und entsprechende Professuren – z.B. an der TU Dresden – abgeschafft werden müssen.

    Das ist eben das Problem mit den Atomfreaks: Trotz der vielen Unfälle, trotz des breiten gesellschaftlichen und politischen Konsens hören die einfach nicht auf, den Leuten gegen ihren Willen diese gefährliche Technik aufs Auge zu drücken. Und wer es wagt, dagegen aufzubegehren, ist fanatisch/hysterisch/uninformiert/dumm und sehr gerne auch irgendwas mit Hitler.

    Btw, machen wir uns nichts vor: Wenn die im Artikel angesprochene Spallation irgendwann praktikabel sein sollte, dann werden genau die gleichen Leute wieder auftauchen und das Spiel geht von vorn los.

  102. #102 Stefan II
    21. Juni 2011

    Ich habe ein bißchen den Eindruck, dass die nukleare Renaissance bereits vor Fukushima zu Ende war. Dabei geht es nicht um einfache Antiatompanik sondern um das gute alte Geld. Die Investitionssummen für neue AKWs wie den EPR sind restriktiv hoch, dass man ohne staatliche Unterstützung kaum noch ein Kraftwerk errichten kann (War das denn je möglich?). Die meisten Industriestaaten sind auf absehbare Zeit hoch verschuldet und haben einfach kein Geld mehr für “nukleare Abenteuer”. Letztendlich wird sich die Kernenergie finanziell abwürgen.

    Ich würde meine Meinung über Kernenergie vielleicht ändern, wenn es möglich wäre, sichere Kraftwerke wirtschaftlich zu betreiben und das Problem mit der Transmutation des Atommülls gelöst werden kann. Und auch das ist eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Vielleich hätte man sich das überlegen können, bevor man in die Kernenergie eingestiegen ist. Just my two cents.

  103. #103 Georg Hoffmann
    21. Juni 2011

    @grundumsatz
    “Die TU Dresden möchte nämlich zusammen mit den Polen einen Kugelhaufenreaktor kurz hinter der polnischen Grenze bauen. ”

    Es ist anscheinend ok wenn die Deutschen im Alleingang im europaeischen Verbund 20% ihrer Elektrizitaetsproduktion umstellen (mit unklaren Folgen fuer die Sabilitaet dieses Netzes) aber wenn die Polen ein AKW bauen wollen, scheint der gruene AKW Gegner nochmal ueber die Gueltigkeit der Oder-Neisse Grenze nachsinnen zu wollen? Was erlauben der Pole sich?

  104. #104 Florian Freistetter
    21. Juni 2011

    @Grundumsatz: “Und wer es wagt, dagegen aufzubegehren, ist fanatisch/hysterisch/uninformiert/dumm und sehr gerne auch irgendwas mit Hitler. “

    Lass den Hitler-Scheiß; niemand hat dich hier irgendwie genannt. Ich habe nicht behauptet das in Dresden am Rubbiatron geforscht wird und die Grünen das verhindern wollte. Ich habe nur gesagt, dass die Grünen anscheinend keine Forschung an Atomreaktoren mehr wollen. Ohne das wirds aber nicht gehen, wenn man das mit der Transmutation auf die Reihe kriegen will.
    Also lass das Selbstmitleid und das Märtyrertum bitte sein, ok?

  105. #105 MartinS
    21. Juni 2011

    Ich begreife nicht, dass so viele Kommentatoren – völlig vernagelt – über Kernenergie und Atom-Kraftwerke schreiben, wo es doch nur um eine Technologie zur Folgenbewältigung geht!
    Das ist einfach nur hysterische Phrasendrescherei, die absolut NICHTS mit der vielbeschworenen ‘Vernunft’ zu tun hat!

    @Grundumsatz

    Dem sächsischen Umweltministerium sind die Pläne nicht bekannt.

    „Es ist ein aberwitziger Gedanke, dass in Deutschland streng kontrollierte Kernkraftwerke abgeschaltet werden sollen, während gleichzeitig wenige Hundert Meter hinter den Grenzen neue Kernkraftwerke entstehen, auf deren Betrieb deutsche Behörden keinen Einfluss haben“, ergänzte Kupfer.

    Antonio Hurtado, habe Gespräche mit polnischen Vertretern über wissenschaftliche Pläne bestätigt

    Zum ‘Gehalt’ Deiner Aussagen brauche ich hoffentlich nichts hinzu zu fügen?!
    Und wenn die Polen schlau sind, dann bauen sie das Ding und lassen sich von der TU dabei beraten. Und der Herr Kupfer hat offenbar noch nichts davon gehört, dass die Polen in ihrem Land “machen können, was sie wollen”.

  106. #106 Klaus
    21. Juni 2011

    Mann, ist das ne bekloppte Diskussion. Vielleicht betrachtet Frau Murksel den Atomausstieg als Blaupause für einen anderen Politikwechsel weit dramatischeren Zuschnitts.
    Ja, so wird s sein!

  107. #107 Bjoern
    21. Juni 2011

    @Grundumsatz:

    Oh doch, hier geht es um den Atomausstieg. Das hat der Blogautor nur verschwiegen/nicht gemerkt. Die TU Dresden möchte nämlich zusammen mit den Polen einen Kugelhaufenreaktor kurz hinter der polnischen Grenze bauen. … Die Reaktion der Grünen war die Forderung, derartige Dinge nicht mit sächsischen Steuergeldern zu fördern.

    Äh, nein – die Grünen haben sich beschwert, dass die Professuren, die da mitarbeiten (die aber außerdem auch noch jede Menge andere Forschung betreiben!!!) durch Steuergelder finanziert werden. Siehe das Original-Zitat:

    “Wenn Deutschland aus der Atomenergie aussteigt, ist es doch aberwitzig, zwei Professuren mit sächsischem Steuergeld zu finanzieren, die weiter an der Nutzung der Atomenergie arbeiten”, so Karl-Heinz Gerstenberg, hochschulpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion. “Die Professuren sowie das zugehörige Personal sollten so schnell wie möglich für die Forschung zu erneuerbaren Energien, Netz- und Speichertechnologien sowie Energieeffizienz umgewidmet werden.”

    Und das macht FF daraus: …

    Wenn man sich das Original-Zitat durchliest, dann ist die Darstellung von Florian deutlich korrekter als deine…

    Das ist eben das Problem mit den Atomfreaks: Trotz der vielen Unfälle, trotz des breiten gesellschaftlichen und politischen Konsens hören die einfach nicht auf, den Leuten gegen ihren Willen diese gefährliche Technik aufs Auge zu drücken.

    Ah ja. Polen baut also nur deshalb ein KKW, weil die deutschen Professoren sie dazu zwingen…? Oder was willst du hier aussagen? Und: hast du irgendwelche Belege dafür, dass es auch in Polen einen “breiten gesellschaftlichen und politischen Konsens” gegen Kernkraft gibt? Oder meinst du etwas, weil es in Deutschland einen solchen Konsens gibt, dürften die Polen jetzt plötzlich auch keinee KKW mehr bauen? Oder dürfen die das immer noch, aber deutsche Wissenschaftler dürfen dabei nicht beraten?

  108. #108 Georg Hoffmann
    21. Juni 2011

    @Bjoern

    “Die Professuren sowie das zugehörige Personal sollten so schnell wie möglich für die Forschung zu erneuerbaren Energien, Netz- und Speichertechnologien sowie Energieeffizienz umgewidmet werden.”

    Oder auf die Reisfelder zum Ernteeinsatz.

    Die Gruenen – Immer im rastlosen Einsatz fuer die Freiheit von Forschung und Lehre.

  109. #109 Bjoern
    21. Juni 2011

    @Georg Hofmann: LOL!

  110. #110 Unwissend
    21. Juni 2011

    Ist doch in Ordnung die kriegen Professoren
    und wir billige Erntehelfer zum Spargelstechen…

  111. #111 frisöse
    21. Juni 2011

    “Die Gruenen – Immer im rastlosen Einsatz fuer die Freiheit von Forschung und Lehre.”

    Spätestens seit 1998: http://www.novo-magazin.de/40/novo4044.htm

    Zu den Umfragen: ” Nach Tschernobyl fühlten sich 58 Prozent der westdeutschen Bevölkerung persönlich stark bedroht, diesmal 38 Prozent”
    http://www.faz.net/artikel/C32436/umfrage-fuer-die-f-a-z-zur-atomkraft-eine-atemraubende-wende-30334791.html
    Bei der Bundestagswahl 1987 erhielten die Grünen als einzige Ausstiegspartei 15%
    der Stimmen – man kann eben nicht alles haben. Heute haben wir keine Wahl mehr,
    nur noch Ausstiegsparteien.

    Zu Polen: 95% der Stromerzeugung aus Kohle. Ein Ausstieg aus der Kernkraft
    in Deutschland bedeutet nicht zuletzt ab 2013 einen zusätzlichen Preisanstieg
    bei CO2-Zertifikaten, da die Kompensation vor allem durch Importe und Kohle erfolgt:

    “Während ein vorgezogener Ausstieg aus der Kernenergie in der öffentlichen Debatte häufig
    mit einem beschleunigten Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien in
    Verbindung gebracht wird, zeigt die vorliegende Studie unabhängig vom Ausstiegszeitpunkt
    keine signifikanten Unterschiede in der Nutzung der Erneuerbaren Energien. ”
    http://www.ier.uni-stuttgart.de/publikationen/arbeitsberichte/Arbeitsbericht_10.pdf

  112. #112 frisöse
    21. Juni 2011

    Netz- und Speichertechnologien:
    Zuerst kaufen wir mal 1000 ICEs (WKA) und dann überlegen wir uns , dass wir noch
    ein Schienennetz (Stromnetze) und Bahnhöfe (Speicher) brauchen – alles nur noch
    Realsatire.

  113. #113 Anhaltiner
    21. Juni 2011

    @Frisöse Das der Netzausbau kommen muss ist eigentlich schon lange bekannt (dena-Netzstudie) nur beim Bau(versuch) gibts Ärger wegen Naturschutz.

  114. #114 Grundumsatz
    21. Juni 2011

    @Florian Freistetter

    Also lass das Selbstmitleid und das Märtyrertum bitte sein, ok?

    Da ich weder selbstmitleidig noch auf dem Märtyrertrip bin, sondern nur meine Meinung vertrete, kann ich der Bitte nur durch kompletten Kommentarverzicht bei dir nachkommen. Genau den gelobe ich hiermit. 🙂

    @Björn

    Äh, nein – die Grünen haben sich beschwert, dass die Professuren, die da mitarbeiten durch Steuergelder finanziert werden.

    Jup, das war der Auslöser für die Forderung der Grünen. Steht nur leider leider nicht im Artikel.

    Wenn man sich das Original-Zitat durchliest, dann ist die Darstellung von Florian deutlich korrekter als deine

    Stimmt, wenn man einfach ein Stück Text irgendwo rauskopiert, dann klingt es total schön. Man hätte sich aber auch die ganze Pressemitteilung der Grünen anschauen und den Auslöser wenigstens erwähnen können. Hysterie anzuprangern ist freilich einfacher.

    dürften die Polen jetzt plötzlich auch keinee KKW mehr bauen? Oder dürfen die das immer noch, aber deutsche Wissenschaftler dürfen dabei nicht beraten?

    Ich meine, das schrieb ich ja verständlich (auch weiter oben schon!), dass es absurd ist, dass Deutschland atomaussteigt und dennoch Forschung finanziert, die zum Bau eines neuen KKW führen soll. Und das auch noch direkt an der Grenze. Darüber, was die Polen dürfen oder nicht dürfen, habe ich kein Wort verloren.

    Die Grünen und die Bevölkerung befürchten vollkommen zu Recht, dass über die Hintertür Forschung letztendlich doch wieder neue KKWs gebaut werden. Die Atomfreaks werden keine Ruhe geben.

    @Georg Hoffmann

    Du hast Recht. Ziel der Kürzung des sächsischen Forschungsetas ist es, die Oder-Neiße-Grenze in Frage zu stellen. Ab 5:45 Uhr wird zurückgekürzt!

  115. #115 Bjoern
    21. Juni 2011

    @Grundumsatz: Ja, dass da in Polen ein KKW gebaut werden soll, war der Auslöser für die Grünen. Aber Fakt ist doch, dass sie nicht etwa nur gefordert haben, dass man den Bau des KKW bleiben lassen sollte – nein, sie haben gleich gefordert, die kompletten Professuren nicht mehr zu finanzieren! Und genau das ist doch das Problem, ist die Überreaktion, die Florian hier anprangert!

    (Übrigens ist “Atomfreaks” eine sehr “nette” Wortwahl – was soll der Blödsinn?)

  116. #116 Georg Hoffmann
    21. Juni 2011

    @Grundumsatz
    “Du hast Recht.”
    Natuerlich. Gruene Landes-Politiker, die sich darum kuemmern wie ein anderer Staat seine Energieprobleme loest und ob Professuren, die vor X Jahren eingerichtet wurden, noch tun duerfen, wozu sie eingestellt worden sind, jetzt wo die neue Zeit angebrochen ist… Oder mit den Worten Gerstenbergs

    “”Ich stelle die Freiheit der Forschung nicht in Frage”, so der Abgeordnete. “Aber ich sehe nicht ein, Dinge öffentlich zu finanzieren, die gesellschaftlich nicht gewollt sind. ”

    Da darf man gespannt sein, was die erstmal wegraeumen, wenn sie tatsaechlich mal die Mehrheit haben.
    Hmm, Dr. Gerstenberg? DOKTOR GerstenBERG? Ich lass mir mal die Arbeit kommen. Man weiss ja nie.

  117. #117 Jan von nebenan
    22. Juni 2011

    “Die Grünen fordern sogar, dass nach dem Atomausstieg nun auch keine Forschung mehr dazu stattfinden soll und entsprechende Professuren – z.B. an der TU Dresden – abgeschafft werden müssen.”

    Was die Grünen für mich wieder einmal noch unwählbarer macht als zuvor. Der “Genausstieg” folgt sicher auch auf dem Fuße. Was kommt danach? Verbot von Ionosphärenforschung? Am Besten verbieten wir gleich alle Naturwissenschaften, stattdessen könnten dann ja Professuren für Homöopathie oder Radiästhesie eingerichtet werden… :-\

  118. #118 Buck Rogers
    22. Juni 2011

    Ist ja mal wieder interessant hier,
    da gibt’s wieder die eine und die andere Seite. Wie überall vertritt und verteidigt jede Seite ihren Standpunkt. Nach Fukushima habe ich ich mir, wie wohl jeder, des öfteren Gedanken gemacht. Ich war sogar auf einer Demo, in Brunsbüttel.
    Ich bin also schon mal kein Atomfreak. Aber ich lebe in dieser Welt.
    Ich bin auf jeden Fall für die weitere Erforschung auf dem Gebiet der Atomkraft, sowie Kernfusion und erst recht alternativer Wege der Energiegewinnung und dafür das besonders die AKWs und Kohlekraftwerke die eh schon existieren auf dem allerneuesten Stand gehalten werden, was auch bedeutet, das man alte Gammler auch mal aufgibt.
    Was ich mich aber immer wieder gefragt habe ist
    -wieso baut man AKWs in derartig erdbebengefährdeten Gebieten wie dort in Japan, wo es auch schon Tsunamis gegeben hat? Wieso sind die Menschen so leichtfertig?
    -wieviele AKWs gibt es eigentlich weltweit, wieviel davon in gefährlichen Gebieten?
    -wieviel Atommüll kommt da eigentlich zusammen?
    -wie regeln die anderen Atom-Staaten das?
    (möchte ich eigentlich lieber nicht wissen)
    Das Thema Atommüll empfand ich auch wichtiger als möglicheTerroranschläge auf AKWs oder sonstige Horror-Szenarien. Der Müll wird schließlich immer mehr. (Wieviel Kraftwerke wollte China noch in der nächsten Zeit bauen 10? 20? )
    Ist doch wohl klar, dass man sich da ‘nen Kopf drüber machen sollte, ob man und wie man den Abfall nutzen könnte.
    Und es ist auch klar, finde ich, das man dringend mehr Alternativen zur Atomkraft braucht. Und das generell viel mehr in die Forschung/Wissenschaft gesteckt werden muss. In ALLE “seriösen” Bereiche:)

  119. #119 Anhaltiner
    22. Juni 2011

    Mit den Menge des Atommülls ist das so eine Sache: es gibt schwach, mittel und hochradioaktiven Müll. 10t Brennelemente steckt man in einen Castor mit einem Gewicht von über 100t. Das Zwischenlager in Gorleben hat wohl eine Kapazität von um die 420 Stellplätzen für 3800t Atommüll.

  120. #120 Kraftwerk
    22. Juni 2011

    @Buck Rogers:

    -wieso baut man AKWs in derartig erdbebengefährdeten Gebieten wie dort in Japan, wo es auch schon Tsunamis gegeben hat? Wieso sind die Menschen so leichtfertig?

    Weil der flächenmässig kleine Inselstaat Japan wenig Möglichkeiten hat seinen Energiebedarf zu decken; ohne Atomkraft bliebe nur noch die Option das Land mit kalorischen Kraftwerken zuzupflastern. Das schafft mehr ökologische Probleme als Atomkraft und hätte auch noch eine politische Dimension: Der Brennstoffbedarf könnte nicht durch eigene Resourcen gedeckt werden und die nächstgelegenen Lieferanten wären Rußland und China. Gerade zu letzterem hat Japan keine einfache Beziehung.

    Und es ist auch nicht so, als ob Japan seine Kraftwerke einfach so in erdbebengefährdete Gebiete gebaut, quasi hoffend dass schon nichts geschehen möge: Die Kraftwerke müssen zu einem gewissen Grad erdbebensicher gebaut werden, nur wurden im Falle Fukushima die Richtlinien nicht befolgt und soweit ich weiss hat die Stärke des Erdbebens auch die erwarteten Werte überschritten.

  121. #121 Bjoern
    22. Juni 2011

    @Kraftwerk: Das Hauptproblem in Fukushima war doch der Tsunami und nicht das Erdbeben, oder? Und warum man da nicht bessere Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat (gerade nach der Tsunami-Katastrophe 2004!), ist mir echt schleierhaft.

  122. #122 Kraftwerk
    22. Juni 2011

    @Bjoern: Der Tsunami war eine Folge des Erd- bzw. Seebebens. Was genau die gröbsten Schäden in Fukushima angerichtet hat, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Aber dieser Abschnitt in der Wikipedia zeigt deutlich wie gewaltig die Effekte auch ohne Flutwelle waren:
    http://en.wikipedia.org/wiki/2011_Tōhoku_earthquake_and_tsunami#Geophysical_impacts

    Es stimmt sicher, dass man aus der Katastrophe von 2004 Schlüsse ziehen hätte müssen. Wir wissen allerdings nicht, ob das vielleicht zwar geschehen ist, man aber zum Schluss kam dass die Sicherheitsvorkehrungen ausreichen, oder dass zwar Maßnahmen beschlossen aber noch nicht umgesetzt wurden (7 Jahre sind nicht besonders viel in der Beziehung). Für ignorant sollte man die Japaner jedenfalls nicht halten – ich glaube nicht dass es ein anderes Land gibt, das sich so gut an mögliche Naturkatastrophen angepasst hat.

  123. #123 Alderamin
    22. Juni 2011

    @Bjoern

    Habe im Spiegel gelesen, dass später, nachdem man das Reaktorgebäude erstmals inspiziert hatte, herausgekommen war, dass bereits das Erdbeben die Kühlwasserleitungen zumindest in Reaktor 1 zerstört hatte. Und dass der Bauplan 1:1 von einem älteren US-Design übernommen worden war, das für ganz andere Risiken in Bezug auf Beben oder Tsunamis ausgelegt worden war.

  124. #124 Bjoern
    22. Juni 2011

    @Kraftwerk:

    Der Tsunami war eine Folge des Erd- bzw. Seebebens.

    Ja, das war mir schon klar. Ich meinte nur, dass das Erdbeben eben nicht direkt zur Katastrophe geführt hat (obwohl es inzwischen laut Aldemarin ja doch so aussieht, als ob das auch stark beigetragen hätte…)

    Wir wissen allerdings nicht, ob das vielleicht zwar geschehen ist, man aber zum Schluss kam dass die Sicherheitsvorkehrungen ausreichen, oder dass zwar Maßnahmen beschlossen aber noch nicht umgesetzt wurden (7 Jahre sind nicht besonders viel in der Beziehung).

    Kurz nach der Katastrophe hab’ ich irgendwo gelesen, dass das Kraftwerk für eine maximal 5 m hohe Flutwelle ausgelegt war – bloss kam da halt leider eine 15 m hohe…

  125. #126 Basilius
    22. Juni 2011

    @Kraftwerk

    und die nächstgelegenen Lieferanten [für Japan] wären Rußland und China. Gerade zu letzterem hat Japan keine einfache Beziehung.

    Das ist richtig. Ich möchte noch hinzufügen, daß das Verhältnis zwischen den Staaten Japan und Russland auch nicht gerade durch besondere Herzlichkeit ausgezeichnet ist.

    Und es ist auch nicht so, als ob Japan seine Kraftwerke einfach so in erdbebengefährdete Gebiete gebaut

    Es bleibt dem japanischen Staat tatsächlich gar keine andere Möglichkeit (außer Offshore-Anlagen oder Importieren), da das gesamte japanische Archipel erdbebengefährdet ist. Das trifft analog auch auf Tsunamis zu. In Japan bist Du vor beidem nirgends sicher.

    Für ignorant sollte man die Japaner jedenfalls nicht halten – ich glaube nicht dass es ein anderes Land gibt, das sich so gut an mögliche Naturkatastrophen angepasst hat.

    Auch wieder richtig. Was erdbebensichere Gebäudekonstruktion anbetrifft wird man kaum kompetentere Leute finden, als die aus Japan. Auch hier wieder analog dasselbe geltend für Tsunamis. Es hat schon einen sinnigen Grund, warum das Wort ‘Tsunami’ ja auch direkt aus dem japanischen kommt. Angesichts dieser beiden Tatsachen ist es natürlich besonders bitter (für die Japaner), daß das im Falle Fukushima Daiichi alles nicht ausgereicht hat. Warum auch immer.

    @Bjoern

    Kurz nach der Katastrophe hab’ ich irgendwo gelesen, dass das Kraftwerk für eine maximal 5 m hohe Flutwelle ausgelegt war – bloss kam da halt leider eine 15 m hohe…

    Meiner Erinnerung nach war die Auslegung für eine 10 m Tsunami-Flutwelle (5 m wäre nicht so besonders viel). Aber das ist jetzt auch müssig, weil es ja leider so oder so nicht gereicht hat. Bei der Magnitude des Erdbebens konnte man ja ähnliche Zahlenverhältnisse lesen. Ausgelegt für X. Katastrophenereignis dann aber doch deutlich darüber.

  126. #127 Alderamin
    22. Juni 2011

    @Basilius

    Was erdbebensichere Gebäudekonstruktion anbetrifft wird man kaum kompetentere Leute finden, als die aus Japan. Auch hier wieder analog dasselbe geltend für Tsunamis.

    Das ist richtig. Die hängen wohl z.B. ihre Hochäuser oben an einer zentralen Säule auf, dass sie komplett schwingen können (hat jedenfalls ein Alster-Schiffer erklärt, als wir an einem japanischen Gebäude vorbeifuhren).

    Umso unverständlicher, warum man ein Kraftwerk direkt an der Küste auf Höhe des Meeresspiegels gebaut hat. Wenn es ein wenig erhöht gebaut worden wäre, dann hätte man überhaupt keine Tsunami-Schutzwand benötigt. Klar, dann hätte man einen Fluss zur Kühlung gebraucht, oder lange Zuleitungen, das kostet. Oder man hätte alles auf einen 20m-hohen Sockel setzen können. Die Notstromdiesel an der tiefsten Stelle sind auch nicht das schlaueste Design.

    Vermutlich war’s an der Wasserkante am billigsten, weil das Land nicht landwirtschaftlich genutzt werden konnte. Am Ende sind es ja immer die Kosten, die das Design und das maximal einkalkulierte Risiko diktieren. Der bestmögliche Schutz ist halt auch der teuerste. So wird das Risiko gegen die Kosten aufgewogen.

  127. #128 Basilius
    22. Juni 2011

    @Alderamin

    Der bestmögliche Schutz ist halt auch der teuerste. So wird das Risiko gegen die Kosten aufgewogen.

    Das wäre die wohl naheliegendste Erklärung.
    Und hinterher ist man immer schlauer (auch wenn das nicht hätte sein müssen/dürfen).
    -_-

  128. #129 e_Neutrino
    22. Juni 2011

    Die “Rossi Energy-Catalyzer (E-Cat) Low-Energy Nuclear Reaction” sollte man auch im Auge behalten, (evtl. eine unerwartete Chance für unsere nahe Zukunft) für eine problemlose (auch dezentrale) Energiegewinnung.

    http://newenergytimes.com/v2/sr/RossiECat/RossiECatPortal.shtml

    Bin jedenfalls auch für den völligen Ausstieg aus der strahlenden Kernenergie! 😉

  129. #130 Florian Freistetter
    22. Juni 2011

    @e_Neutrino: “Die “Rossi Energy-Catalyzer (E-Cat) Low-Energy Nuclear Reaction” sollte man auch im Auge behalten”

    Hmm…

    Among the most critical is Peter Ekström, lecturer at the Department of Nuclear Physics at Lund University in Sweden. After a thorough discussion he concludes: ‘I am convinced that the whole story is one big scam, and that it will be revealed in less than one year.’

    http://www.nyteknik.se/nyheter/energi_miljo/energi/article3166552.ece

  130. #131 Alderamin
    22. Juni 2011

    @e-Neutrino

    Ich hab’ das Ding auch schon eine Weile im Auge und auch schon mal hier im Blog erwähnt. Aber je länger ich die Sache beobachte, desto skeptischer bin ich geworden. Es gibt ein neues Video, das ein Journalist aufgenommen hat. Da sieht man, dass bei einer Stromaufnahme von ca. 800 W (3,4 A an 240V) am anderen Ende ein bisschen Dampf ohne viel Druck entweicht. Bei der behaupteten Heizleistung von mindestens der 6-fachen Leistung der Stromaufnahme sollte der Dampf aber eher herausschießen (Kommentar von GoatGuy).

    Da Rossi es mehrfach vermieden hat, eine ordentliche Kalorimetrie an durchfließendem Wasser statt Dampf (der sehr viel Flüssigkeit enthalten kann) zu demonstrieren, glaube ich mittlerweile, dass er was zu verbergen hat.

    Wir werden sehen, im Oktober…

  131. #132 Buck Rogers
    22. Juni 2011

    Wo lassen die Japaner denn ihren Atommüll?
    Die haben ja auch nicht gerade wenig Kraftwerke.
    @Florian
    Und zum Artikel über’s “wegstrahlen”:
    Könnte das denn auf die Masse der Abfälle bezogen überhaupt relevant sein?
    Ich stell mir vor das man sich auf die Art höchstens eines Bruchteils entledigen kann.

  132. #133 e_Neutrino
    22. Juni 2011

    @Florian
    Sag mal sind in solchen alternativen Energiebereich nur Betrüger unterwegs?
    Hier noch zur Original HP der Forscher: http://www.journal-of-nuclear-physics.com/

    P.S.: Übrigens bin ich beim senden der Post gerade aus dem Internet geflogen, mein PIII ist wohl schon etwas betagt. 😉

  133. #134 Bjoern
    22. Juni 2011

    @Buck Rogers: Ich habe von Konzepten gelesen, mit denen angeblich 99% des Abfalls in kurzlebige Isotope umgewandelt werden könnte. Bis wann das technisch machbar sein wird, ist aber alles andere als klar…

  134. #135 e_Neutrino
    22. Juni 2011

    @Alderamin
    Selbst wenn die Geräte tatsächlich funktionieren würden sahnt hier Rossi & Co. ordentlich ab, die voraussichtlichen Preise sind jedenfalls viel zu hoch angesetzt!

  135. #136 Buck Rogers
    22. Juni 2011

    Das es vom Konzept her klappt mag ja sein. Wenn es heißt 99%, dann sagt es ja noch nicht, das man 99% des gesammten Atommülls in kurzlebige Isotope umwandeln kann. Wenn man etwas im kleinen schafft, heißt das ja noch lange nicht dass es man gleich tonnenweise in Angriff nehmen kann. Würd mich mal interessieren welche Dimensionen eine solche Anlage annehmen würde.

  136. #137 Bjoern
    22. Juni 2011

    @Buck Rogers: Genau auf diese Probleme spielte ich ja mit “technisch machbar” an… Übrigens gab’s im Physik-Journal in der Ausgabe von November 2010 einen guten Artikel dazu. Ist wohl aber leider nicht kostenlos online einsehbar…

  137. #138 e_Neutrino
    22. Juni 2011

    @Alle
    Bereits im Dez. 2006 hatte Brian O´Leary einen dringenden Appell an Al Gore geschrieben, sich mal einige alternativen Forschungen etwas näher unter die Lupe zu nehmen,…

    Open Letter from Brian O’Leary to Al Gore
    http://www.newenergymovement.org/olearygore.php

    schon unwahrscheinlich das ein ehem. Astronaut und zweifacher Doc. sich irgendwelchen Spinnereien hingibt!

    Ein in D eher unter Verschluss gehaltener Bericht enthüllt erstaunliches an praktischen Möglichkeiten, darunter auch die Technologie für die Neutralisation von radioaktiven Materialien!

    Studie: “Zukunftstechnologien für nachhaltige Entwicklung”,…
    http://www.buch-der-synergie.de/archiv/bericht_e_5001_15.pdf

    Entladung von Brennstäben mit Energiegewinn
    http://www.transaltec.ch/pdfs_aso/ProjektEntladungBrennstaebe130111.pdf

    ist doch schon viel besser als gar nicht´s, oder!? 😉

  138. #139 Unwissend
    22. Juni 2011

    “schon unwahrscheinlich das ein ehem. Astronaut und zweifacher Doc. sich irgendwelchen Spinnereien hingibt! ”

    Nöe ist auch nur ein Mensch…

  139. #140 Bjoern
    22. Juni 2011

    @e_Neutrino: Es gibt auch Nobelpreisträger, die Unsinn von sich geben… (z. B. Pauling über Vitamin C, oder Brian Johnson zum Thema ESP).

    In den Text “Entladung von Brennstäben mit Energiegewinn” hab’ ich mal kurz reingeschaut. Zitat:

    Neuere Forschungsarbeiten und Labortests haben gezeigt, dass durch eine spezielle Kopplung an das Raum-Zeit-Quantenfeld strahlungslose Übergänge zwischen Atomkernen möglich sind. Dabei tanken radioaktive oder auch stabile Kerne aus dem umgebenden Wärmebad zusätzlich Energie auf, wodurch der Kernzerfall stark bis sehr stark beschleunigt werden kann. Der Schlüssel zu dieser Technologie ist die Entdeckung, dass Materie und Energie nicht nur statisch über die Raummetrik mit der Gravitation gekoppelt sind, sondern dass die Raumzeit durch kohärente mechanische hochfrequente Pulsung der Materie zum Mitschwingen gebracht werden kann und sich damit eine Art nukleothermische Kopplung zwischen Kernschwingung und thermischen Schwingungen des Wärmebades einstellt.

    Aua. Mehr sag’ ich dazu nicht.

  140. #141 Unwissend
    22. Juni 2011
  141. #142 e_Neutrino
    22. Juni 2011

    @Bjoern
    Schön, diskutiert das mal gerne (auch) unter Physikern aus, ich bin ja leider keiner,… ,)

    irgendwo im Netz hatte ich allerdings ein Ultraschallverfahren gesehen wo mittels Solitonen innerhalb eines runden Glasgefässes das Wasser stark bläulich zu leuchten begann, es könnte hier evtl. ein Zusammenhang bestehen,…

    P.S.: wegen eines sich gerade anbahnenden Gewitters muss ich jetzt leider den PC ausschalten!

  142. #143 jitpleecheep
    22. Juni 2011

    @Buck Rogers: “Wo lassen die Japaner denn ihren Atommüll?”

    Der größte Teil vermutlich on-site, also direkt in den AKW. Im Falle von Fukushima, wie gesehen, unterm Dach…

    Weitere größere Mengen befinden sich in der Wiederaufbereitungsanlage Rokkasho.

    Ein zentrales Zwischenlager haben sie nicht (zumindest nicht das ich wüsste), allerdings ist in Mutsu eins im Bau befindlich und wird voraussichtlich 2012 fertig sein.

  143. #144 Unwissend
    22. Juni 2011
  144. #145 jitpleecheep
    22. Juni 2011

    @FF: “Wenn nicht vorher die Hysterie auch auf EU-Ebene zu tragen kommt. Es wird sicher nicht mehr lange dauern, bis man in Deutschland auch alle Forschungsreaktoren schliessen will…”

    Ich bin mir nicht sicher, ob man angesichts der Zustände in Jülich von Hysterie sprechen mag…
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,637916-2,00.html
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,754760,00.html

    Wenn da überall so sauber gearbeitet wird, dann ja, auch die abschalten.

  145. #146 Alderamin
    22. Juni 2011

    @e_Neutrino

    Zu Rossis E-Cat:

    Diese Berechnung ist noch übersichtlicher. Ausführlich, leicht nachvollziehbar und auf dem Video basierend. “w/o Nuke” = ohne Kernprozese, “w/Nuke” mit Kernprozessen. GoatGuy meint, es noch zu früh für den Nobelpreis 😉

    Ich denke, das Thema ist damit durch. Siehe auch http://www.mail-archive.com/vortex-l@eskimo.com/msg48250.html.

  146. #147 Alderamin
    22. Juni 2011

    @jitpleecheep

    Der Fairness halber muss aber gesagt werden, dass das angebliche Verschwinden von Brennstäben in Jülich nur ein böses Gerücht war. Die Kugeln waren die ganze Zeit in Jülich gelagert und die Landesregierung hätte das wissen müssen.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,767433,00.html (siehe den Punkt über Svenja Schulze).

  147. #148 jitpleecheep
    22. Juni 2011

    @Alderamin:

    Oh, okay.
    Das war an mir vorübergegangen, danke.

    Interessant: “Sie täuschte die Öffentlichkeit im Nachhinein auch noch über ihren Kenntnisstand in der Sache.”
    Äh, what? Und die ist immer noch im Amt?

  148. #149 Bjoern
    22. Juni 2011

    @Unwissend: Danke, das Vorwort und das Inhaltsverzeichnis genügen schon. Mal wieder Mills’ “Black Light Power” – das stirbt wohl auch nie aus… *seufz*

    @e_Neutrino: Das klingt nach Sonolumineszenz. Das ist interessantes Phänomen, das aber wahrscheinlich mit Standard-Physik erklärbar ist (alle Details sind noch nicht geklärt), und hat mit den obigen pseudowissenschaftlichen Schriften nichts zu tun.

  149. #150 e_Neutrino
    24. Juni 2011

    @Unwissend
    Hatte eher eine seriösere (technische) Quelle im Auge, etwa an so etwas gedacht. 😉

    Sonoluminescence experiment: sound into light
    http://www.techmind.org/sl/

  150. #151 e_Neutrino
    24. Juni 2011

    @Alderamin
    Danke für die empfehlenswerten Infos, werde ich gleich mal weiter leiten, ansonst lassen wir uns sicher gerne positiv überraschen falls im Herbst noch was nachkommen sollte. 😉

    Diese Idee ist aber auch nicht schlecht: http://tinyurl.com/A-scratchpad-site-for-ideas

  151. #152 e_Neutrino
    24. Juni 2011

    @Bjoern
    Erst vor kurzer Zeit gab es diese Meldung,… http://tinyurl.com/3dpyfer
    und nun diese hier,… http://tinyurl.com/679fwn5

    besonders letzteres könnte auch in H2O zwischen den angrenzenden H und O Atomen in Verbindung mit Licht einer bestimmten Frequenz eine entscheidende Rolle spielen, so z.B. könnte man evtl. die Molekülverbindungen mit weniger Energie lösen als dabei gewonnen wird,… auch die thermische Umgebungsstrahlung könnte hier ein zusätzlicher Energielieferant sein, welches z.B. über eine elektrostatische Polarisierung des Wassers, (zwischen zwei elektr. leitenden durchsichtigen Glasplatten) eben polar ausgerichtet und dann bevorzugt eher in 2D oszilliert. (ergibt eine Frequenzerhöhung?)

    Ausserdem haben wir hier ohnehin ein physikalisch offenes System, die Wärme wird ständig aus der Umgebung nachgeliefert, denn “Freie Energie” ist vmtl. nur eine kluge Transformation von thermischer Energie unter Ausnützung weiterer (noch) unbekannter wechselwirkender Teilchen (bzw. atomaren Feldkräften) inkl. des Casimir-Effektes. 😉

  152. #153 Basilius
    24. Juni 2011

    @e_Neutrino

    Diese Idee ist aber auch nicht schlecht: …A-scratchpad-site-for-ideas

    Kannst Du mir bitte erklären, was an dieser Idee so interessant sein soll? Irgendwie verstehe ich den entscheidenden Punkt bei der Sache wohl nicht…

    Erst vor kurzer Zeit gab es diese Meldung,… “Forscher rätseln über neue Naturkraft

    Ich will Dich wirklich nicht mutwillig enttäuschen, aber vor noch kürzerem gabe es auch diese Meldung hier: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,768019,00.html
    Nicht gelesen?

  153. #154 Anhaltiner
    24. Juni 2011

    Ich will ja niemanden den Spass verderben, aber ist es schon mal aufgefallen welcher Aufand getrieben wird in der Hoffnung “neue Physik” zu entdecken? Vor 100 Jahren konnten ein par Forscher mit einfachen Mitteln bahnbrechende Erfolge feiern. Heute läuft unter einem Elektronenstrahlmikroskop so gut wie nichts, hallenfüllende Großexperimente sollten es schon sein. Von der experimentellen Entdeckung bis zur wirtschaftlichen Anwendung vergehen auch schon mal Jahrzehnte. Die Grundlagen der Kernfusion kennt man seit hundert Jahren und heute baut man schon einen Prototyp eines Kraftwerkes. Wie wahrscheinlich ist es dann, das heute jemand in seiner Garage einen, nicht mal in der Theorie vorausgesagten, Effekt entdeckt und gleichzeitig ein funktionierendes Kraftwerk baut?

  154. #155 Buck Rogers
    24. Juni 2011

    @Anhaltiner
    Und? Was soll einem das sagen? Sollen wir den Resetknopf drücken und mit dem Forschen noch mal von vorne anfangen, damit jeder in seiner Garage einen nicht mal in der Theorie vorausgesagten Effekt entdecken kann und gleichzeitig im Garten ein funktionierendes Kraftwerk bauen kann? Hä?

  155. #156 Anhaltiner
    24. Juni 2011

    @Buck Rogers Ich halte es aus obigen Gründen für extrem unwahrscheinlich das heute jemand mit einfachsten Mitteln die Energieversorgung revolutionieren kann. Egal ob das nun “overunity” oder “Rossi-E-Cat” heißt, das es sich technisch verwenden lässt halte ich für sehr unwarscheinlich. Wohl eher hat jemand einen schöneren Begriff für Meßfehler gefunden als neue Physik.

  156. #157 marco
    24. Juni 2011

    @Georg Hoffmann:
    Ich fürchte sie haben bezüglich der Grünen recht behalten:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,770444,00.html
    Jetzt fordert die Parteispitze den nationalen Rückzug aus dem ITER-Projekt. Na toll!
    So haben sie dem Planeten ja einen Bärendienst erwiesen.

    Au mann, wie ich mich über solchen Deppen aufregen kann! Kraftwerke? Atom??! Nein, sowas wollen wir nicht! Brauchen wir ja auch nicht denn der Strom kommt ja aus der Steckdose!

    Ich mach’ mir die Welt
    Widdewidde wie sie mir gefällt ….

  157. #158 e_Neutrino
    26. Juni 2011

    @Basilius Overunity, rein hypothetisch oder schon ganz praktisch?

    Was ist Brown’s Gas? http://www.browns-gas.de/index.php?topic=id_2

    Während uns die Autoindustrie nur sehr geringe Fortschritte präsentiert, wohlgemerkt stets nach dem Tankstellenprinzip um die Abhängigkeit weiterhin aufrecht zu erhalten, so fahren hier Privatforscher anscheinend bereits seit Jahren nur mit Wasser im Tank munter durch die Gegend. 😉

    Nur offiziell lässt sich wegen der nahezu vollständigen Kontrolle der marktbeherrschenden Kräfte wohl kein solches Produkt für die breite Masse verwirklichen!

    Vorspiel (PDF): http://tinyurl.com/6haxwt3
    http://www.overunity.de/index.php?topic=154.0
    http://www.overunity.de/index.php?topic=528
    http://www.overunity.de/index.php?topic=551.10;wap2

    Rechnet bitte mal aus wieviel pro 1 m^3 an zugeführter Umgebungsluft (bei normaler Aussentemperatur), also welche thermische Energiemenge zusätzlich in den speziellen Elektrolyseprozess eingeleitet wird, (Wärmepumpenprinzip) da haben wir auch schon den Energieüberschuss, der nur zusätzlich von aussen kam. 😉

    Im nachhinein wird sich herausstellen dass alles streng nach der Standard – Physik (-Chemie) abläuft, nur eben gewusst wie,…aber diese Privatforscher sind halt die neuen Pioniere die den Weg für uns (Denkfaule) vorbereiten, wenn nur die gegnerischen Kräfte nicht wären dann wären wir alle schon viel weiter auf dieser Welt!

    “Brown’s Gas” oder HHO – Gas wird in der deutschen Wiki überhaupt nicht mal erwähnt, in der englischen im Prinzip schon,…
    http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyhydrogen

    selber weiter recherchieren kann ja nicht so schwer sein? 😉

  158. #159 Engywuck
    26. Juni 2011

    zum Thema “warum baut man Kernkraftwerke [immer] nahe an Erdbebengebiete” gibt es eine interessante Seite des MIT:
    http://mitnse.com/2011/05/04/nuclear-plant-siting-and-earthquake-risk/

    In fact, the mean distance from a nuclear plant to the nearest earthquake [über 7,0 zwischen 1973 und 2010] shown is 785 miles. The mean distance from a large set of random points on the (land only) surface of the earth to the nearest such earthquake is 741 miles.

    Im Median ist der Unterschied noch deutlicher. Anders ausgedrückt: abgesehen von den KKW in Japan liegen so gut wie alle anderen weitab der größeren Erdbebengebiete.
    Ob man dann gegen die “kleineren” Erdbeben sicher genug gebaut hat ist natürlich ein anderes Thema

  159. #160 Engywuck
    26. Juni 2011

    Zum thema Spallation selber:
    ich habe vor inzwischen auch bald 10 Jahren mal ne Seminararbeit drüber gehalten und fand das Konzept damals ganz sinnvoll. Inzwischen ist in mir aber der verdacht gewachsen, dass man zumindest für die meisten Konzepte besser eine (zumindest chemische) Aufarbeitung des “Atommülls” vor Zuführung durchführen sollte… Anders ausgedrückt: sowas möchte man nicht unbedingt im Iran stehen haben…

    Gibt es inzwischen Konzepte, bei denen man “einfach” unseparierte Brennstäbe etc. oben reinkippt und dann ohne Separierung den kurzradioaktiven Müll “en bloc” in der umgebenden Masse lagern kann?

  160. #161 Basilius
    26. Juni 2011

    @e_Neutrino

    “Brown’s Gas” oder HHO – Gas wird in der deutschen Wiki überhaupt nicht mal erwähnt, in der englischen im Prinzip schon,…
    …en.wikipedia.org/wiki/Oxyhydrogen
    selber weiter recherchieren kann ja nicht so schwer sein? 😉

    Ja, das sollte man meinen. Aber wenn man das gute alte Knallgas sogar schon in der englischen Wikipedia gefunden hat, was ist dann so schwer daran, auch noch den (tatsächlich vorhandenen) Knopf für die deutsche Version zu drücken? Dann kommt man doch unglaublicherweise dort hin:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Knallgas
    Und letztlich genau so selektiv scheint das Recherchieren abzulaufen, wenn es um erhoffte Möglichkeiten durch Knallgasmotoren geht. Obwohl ein alter Hut, so wird wohl gerne trotzdem geglaubt, daß dadurch die heilsbringende Energieerlösung möglich gemacht wird. Dabei wäre doch ein bloßes Zu-Ende-Lesen des bereits gefundenen englischen Wiki-Artikels absolut ausreichend, wenn das Gelesene nur etwas besser ins WeltWunschbild passen würde:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyhydrogen#Fringe_science_and_fraud
    Da steht eigentlich schon alles wissenswerte zum Knallgasmotor.
    Tut mir leid, aber eine Revolution wird sich damit nicht so leicht ermöglichen lassen. Und das liegt leider auch wieder mal nicht daran, daß die böse Autoindustrie so gemein ist und den armen kleinen Erfinder unterdrückt.
    Die Realität sieht anders aus.
    ^_^

  161. #162 e_Neutrino
    28. Juni 2011

    @Alle
    Wie schaut eigentlich die Realität in der wirklichen Welt aus?

    Meldung bei Reuters (2008)
    http://jp.reuters.com/news/video/popup?videoId=84561&videoChannel=2604&pos=5.851

    Info – Quelle war von hier: (bei US – Reuters ist das Video anscheinend entfernt!)
    http://privatseiten.wordpress.com/2008/07/12/hochspannungselektrolyse-befreiung-des-automobil/

    Dieses revolutionäre Konzept einer Echtzeitelektrolyse (inkl. Brennstoffelementen) könnte man Problemlos z.B. beim GM Hy – Wire “Car of the Future” mit integrieren, ebenso in allen Wohnungen, Firmen usw. als kompakte dezentrale Energieversorgung die dann für alle Zeiten nur mit Wasser funktioniert!
    http://www.hydrogencarsnow.com/gm-hy-wire-concept.htm

    Mittlerweile ist die Firma (wie erwartet!) dem Erdboden gleich gemacht worden, (natürlicherweise durch die nicht vorhandenen Gegner solcher Technologien!), weil dadurch alle bisherigen längst veralteten Energietechnologien (Erdöl, AKWs, usw.) logischerweise mit einem Schlag völlig unnötig wären, denn das bessere ist stets der Feind des bereits etablierten!

    (Wir sind doch nur habgierige, machtgeile und egoistische Gewohnheits – Tiere, nicht wahr!?)

    Sagte doch Arnold Schwarzenegger erst kürzlich in der Hofburg zum “Vienna Energy Forum” als prägnanten Schlußsatz: “Hasta la vista, oil companies”, und der Saal tobte,…nun ich finde einen echten Terminator sollte man sehr ernst nehmen,…

    träumt also schön weiter hier in eurem virtuellen Skeptiker – Land, denn die Ernüchterung kommt demnächst,… 😉

  162. #163 e_Neutrino
    28. Juni 2011

    @Alle
    Wie schaut eigentlich die Realität in der wirklichen Welt aus?

    Meldung bei Reuters (2008)
    http://jp.reuters.com/news/video/popup?videoId=84561&videoChannel=2604&pos=5.851

    Info – Quelle war von hier: (bei US – Reuters ist das Video anscheinend entfernt!)
    http://privatseiten.wordpress.com/2008/07/12/hochspannungselektrolyse-befreiung-des-automobil/

    Dieses revolutionäre Konzept einer Echtzeitelektrolyse (inkl. Brennstoffelementen) könnte man Problemlos z.B. beim GM Hy – Wire “Car of the Future” mit integrieren, ebenso in allen Wohnungen, Firmen usw. als kompakte dezentrale Energieversorgung die dann für alle Zeiten nur mit Wasser funktioniert!
    http://www.hydrogencarsnow.com/gm-hy-wire-concept.htm

    Mittlerweile ist die Firma (wie erwartet!) dem Erdboden gleich gemacht worden, (natürlicherweise durch die nicht vorhandenen Gegner solcher Technologien!), weil dadurch alle bisherigen längst veralteten Energietechnologien (Erdöl, AKWs, usw.) logischerweise mit einem Schlag völlig unnötig wären, denn das bessere ist stets der Feind des bereits etablierten!

    (Wir sind doch nur habgierige, machtgeile und egoistische Gewohnheits – Tiere, nicht wahr!?)

    Sagte doch Arnold Schwarzenegger erst kürzlich in der Hofburg zum “Vienna Energy Forum” als prägnanten Schlußsatz: “Hasta la vista, oil companies”, und der Saal tobte,…nun ich finde einen echten Terminator sollte man sehr ernst nehmen,…

    träumt also schön weiter hier in eurem virtuellen Skeptiker – Land, denn die Ernüchterung kommt demnächst,… 😉

  163. #164 e_Neutrino
    28. Juni 2011

    @Alle
    Wie schaut eigentlich die Realität in der wirklichen Welt aus?

    Meldung bei Reuters (2008)
    http://jp.reuters.com/news/video/popup?videoId=84561&videoChannel=2604&pos=5.851

    Info – Quelle war von hier: (bei US – Reuters ist das Video anscheinend entfernt!)
    http://privatseiten.wordpress.com/2008/07/12/hochspannungselektrolyse-befreiung-des-automobil/

    Dieses revolutionäre Konzept einer Echtzeitelektrolyse (inkl. Brennstoffelementen) könnte man Problemlos z.B. beim GM Hy – Wire “Car of the Future” mit integrieren, ebenso in allen Wohnungen, Firmen usw. als kompakte dezentrale Energieversorgung die dann für alle Zeiten nur mit Wasser funktioniert!
    http://www.hydrogencarsnow.com/gm-hy-wire-concept.htm

    Mittlerweile ist die Firma (wie erwartet!) dem Erdboden gleich gemacht worden, (natürlicherweise durch die nicht vorhandenen Gegner solcher Technologien!), weil dadurch alle bisherigen längst veralteten Energietechnologien (Erdöl, AKWs, usw.) logischerweise mit einem Schlag völlig unnötig wären, denn das bessere ist stets der Feind des bereits etablierten!

    (Wir sind doch nur habgierige, machtgeile und egoistische Gewohnheits – Tiere, nicht wahr!?)

    Sagte doch Arnold Schwarzenegger erst kürzlich in der Hofburg zum “Vienna Energy Forum” als prägnanten Schlußsatz: “Hasta la vista, oil companies”, und der Saal tobte,…nun ich finde einen echten Terminator sollte man sehr ernst nehmen,…

    träumt also schön weiter hier in eurem virtuellen Skeptiker – Land, denn die Ernüchterung kommt demnächst,… ;-

  164. #165 e_Neutrino
    28. Juni 2011

    @Moderator
    Irgendwas stimmt hier mit der Datenübertragung nicht, gestern Nacht 4 mal eine längere Antwort an Basilius gesendet und sie wurde nicht gespeichert, und jetzt eine allgemeine Antwort an Alle, (gleich 3 mal angenommen) ist doch alles etwas aus dem Lot hier,… 😉

    Bitte die zwei doppelten Postings löschen, wir wollen hier ja keinen unnötigen Platz vergeuden,…;-)

  165. #166 Alderamin
    28. Juni 2011

    @e-Neutrino

    Wasserstoff ist keine Energiequelle, sondern ein Energieträger. Man muss den Wasserstoff erst mal erzeugen, und dazu braucht man Strom. Und der Wirkungsgrad beim Umwandeln von Sonnenlicht in Strom in Wasserstoff und dann in Vortrieb ist nicht so besonders toll, wie ich mal gelesen habe. Im Vergleich zur Batterie oder zur Ölverbrennung.

    Also, auch mit Wasserstoffautos bleibt das Problem, genug Primärenergie heranzuschaffen.

  166. #167 Basilius
    28. Juni 2011

    @ e_Neutrino
    Hm…
    Hat das einen tieferen Grund, wieso meine bisherigen Fragen an Dich allesamt von Dir nicht beantwortet werden?

    Aber ok, kommen wir vielleicht später noch mal drauf zurück. Du postest ja schon wieder weitere “revolutionäre Konzepte einer Echtzeitelektrolyse“.
    Auch hier enttäusche ich nur ungern, aber ich wüßte nicht, was daran neu, revolutionär oder sonstwie interessant wäre. Man kann ja zum Beispiel auch hier das wichtigste in Kürze nachlesen:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Stanley_Meyer's_water_fuel_cell

    Eine Nutzung von Wasserstoff in einem Brennstoffzellenfahrzeug ist erst mal nichts wirklich neues. Da arbeiten wir ja schon fleißig dran und die sind ja auch schon länger serienreif. Bei Honda z.b. seit 2008.
    Kannst Du mir erklären, was hier an einer Wasserstoffelektrolyse (habe ich übrigens selber schon mal gemacht, sogar in Echtzeit 🙂 so bahnbrechend wäre, daß man die Geschichte auf einmal doch ernst nehmen sollte?

  167. #168 e_Neutrino
    28. Juni 2011

    @Alderamin
    Da scheint ja “Niemand” meine mühsam recherchierten Links zu lesen???,… da steht ja genau drin das es doch geht, siehe z.B. auch das Video über das Wasserauto!

  168. #169 Bjoern
    28. Juni 2011

    @e_Neutrino: Schon mal auf die Idee gekommen, dass deshalb niemand deine Links näher anschaut, weil (1) du auf nicht verlässliche Quellen verlinkst (darunter auch mehrere altbekannte Crackpots…), und (2) schon lange bekannt ist, dass das so nicht funktionieren kann…?

    da steht ja genau drin das es doch geht, siehe z.B. auch das Video über das Wasserauto!

    Videos beweisen gar nichts. Meld’ dich bitte wieder, wenn die Leute eine wissenschaftliche Veröffentlichung zu Stande gebracht haben, in der sie detailliert erläutern, wie diese Technik funktioniert, und wie sie das genau nachgewiesen haben.

    http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/02/wie-man-seine-behauptungen-belegt-so-dass-man-ernst-genommen-wird.php

  169. #170 e_Neutrino
    28. Juni 2011

    @Basilius (Ich habe 5 mal geantwortet, offenbar war mein Beitrag zu lang!)

    Nun in kleinen Häppchen

    Nur das gewöhnliche Knallgas war von mir auch nicht gemeint, sondern eine (atomare od. molekulare-) Variante davon und darüber wird in der deutschen Wiki so gar nichts berichtet!

    1) H2O trifft auf rotglühende Kohlen (Textauszug): http://tinyurl.com/3prnmp4
    2) Papp’s Noble Gas Engine (PDF): http://tinyurl.com/63bdad9

    Quelle: http://www.infinite-energy.com/

    Patent: Der Nukleonenantrieb mit Wasser! (1986)
    http://tinyurl.com/H2O-Nukleon-Antrieb

    Patent: Thermo – Elektrolyse Verfahren
    http://tinyurl.com/H2O-Elektrolyse-Antrieb

    Wieso führt dies bei euch zu Irritationen?

  170. #171 e_Neutrino
    28. Juni 2011

    @Bjoern
    Würde ich sehr gerne, nur die Forschungen werden von den Politikern abgesegnet, bzw. durch Fördergelder gesteuert und dass (derzeit noch) bestehende Wirtschaftssystem hat anscheinend stets Vorrang gegenüber all zu sehr innovativen Ideen,… es müsst schon ein Nobelpreisträger kommen der sich traut,…;)

  171. #172 Alderamin
    28. Juni 2011

    @e_Neutrino

    In dem Video wird behauptet, das Auto fahre mit Wasser, indem es Wasserstoff daraus entzieht. Das ist ein Witz. Um den Wasserstoff aus dem Wasser zu holen, muss ich mindestens so viel Energie aufwenden, wie ich nachher wieder rausholen kann. Wobei es immer zu Verlusten kommt. Warum also nicht gleich einen Elektromotor mit der Energiequelle betreiben, die das Wasser spaltet? War das vielleicht ein April’s Fool Video?

    Gelesen habe ich den Link auf WordPress, und da war von einer schnellen Elektrolyse mit Hochspannung die Rede. In beiden Fällen ist zu klären, wo die Energie denn ursprünglich herkommt.

    Die Vorteile von Wasserstoff und Brennstoffzelle sind, dass man die schneller betanken kann, als man eine Batterie laden kann, und man kann die Energie dichter und billiger packen, als in einer Batterie, was die Reichweite erhöht. Nur ist der Wirkungsgrad schlecht, und im Moment kommt der größte Teil unseres Stroms noch aus der Kohleverbrennung. Deshalb ist die Ökobilanz all dieser Lösungen nicht besser als die von Öl, so lange sie nicht aus rein regenerativ erzeugter Energie versorgt werden (oder aus Kernkraft, aber das ist wieder ein anderes Thema).

  172. #173 e_Neutrino
    28. Juni 2011

    @Alderamin

    Patente sind für mich keine Crackpots, sogar Einstein hatte einst viel daraus gelernt,…;-)

    Patent: Der Nukleonenantrieb mit Wasser! (1986)
    http://tinyurl.com/H2O-Nukleon-Antrieb

    Patent: Thermo – Elektrolyse Verfahren
    http://tinyurl.com/H2O-Elektrolyse-Antrieb

    vielleicht hilft dies weiter?

  173. #174 Basilius
    28. Juni 2011

    @e_Neutrino

    Da scheint ja “Niemand” meine mühsam recherchierten Links zu lesen???

    Doch, ich habe die Links verfolgt und auch gelesen. Zumindest anfangs, bis ich gesehen habe, daß für das dort Geschriebene genau die von Bjoern beschriebenen Probleme zutreffen. Ab da habe ich es nur noch überflogen, weil da eben nichts neues drin steht.

    da steht ja genau drin das es doch geht, siehe z.B. auch das Video über das Wasserauto!

    Aber Du liest anscheinend meine Links nicht. Denn dort steht genau drin, warum Deine Meldungen (sorry) ein alter Hut sind, von dem schon seit langem bekannt ist, daß das so einfach wie dort ausgedacht leider nicht funktioniert, auch wenn die Leute dort was anderes behaupten (aber interessanterweise gar nichts vorweisen können, warum wohl?).
    Du schreibst, daß es in der deutschen Wikipedia keinen Artikel über Brown’s gas gibt. Ich schreibe Dir, daß es diesen sehr wohl gibt und man diesen mit nur einem Knopfdruck erreichen kann. Antwort von Dir darauf? Fehlanzeige!
    Toll recherchiert! Und genausogut sind Deine anderen “Recherchen”. Hast Du Dir da wirklich viel Mühe geben müssen? Wenn ja, dann tust Du mir echt leid.

    Würde ich sehr gerne, nur die Forschungen werden von den Politikern abgesegnet, bzw. durch Fördergelder gesteuert und dass (derzeit noch) bestehende Wirtschaftssystem hat anscheinend stets Vorrang gegenüber all zu sehr innovativen Ideen,… es müsst schon ein Nobelpreisträger kommen der sich traut,…;)

    Es tut mir wieder recht herzlich leid, aber diese Deine Ansicht stimmt auch wieder nicht. Das hört man immer wieder von all diesen Hobbybastlern, die glauben, sie würden einen genialen Durchbruch erzielen, wenn man sie denn nur ließte. Aber da sie keinerlei Erfolge vorweisen können (was übrigens jedem mit ein bisschen Schulwissen in Physik von vorneherein klar ist), greifen sie zu dieser Ausrede, anstatt, daß sie erst mal ihre Hausaufgaben machen würden und sich ein grundlegendes Verständnis der Physik aneignen. Das unterlassen die immer gerne. Warum weiß ich nicht. Vielleicht, weil das mühsam ist (jedenfalls mühsamer, als eine flotte Internet-Recherche), vielleicht aber auch, weil ihnen dann schnell klarwerden würde, warum die vermeintlich geniale Idee gar nicht funktionieren kann.
    Willst Du auch lieber einem Gespenst nachjagen? Wenn Du meinen Rat willst, dann befreie Deinen Geist erstmal von allen Vorurteilen, damit Du offen bist für die Eigenheiten der Natur und über den Tellerrand schauen kannst. Beschäftige Dich doch lieber erst mal mit den Grundlagen der Wasserstoffelektrolyse. Material und Links hast du bekommen. Hier noch ein sehr interessanter:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Brennstoffzellenfahrzeug

  174. #175 Alderamin
    28. Juni 2011

    @e_Neutrino

    Ich kenne mich mit Patenten aus. Zum ersten muss ein Patent nicht funktionieren, das prüft niemand nach, es sei denn, es ist dem Patentamt sofort offensichtlich, dass die Erfindung Naturgesetze verletzt. Das scheint mir hier allerdings der Fall zu sein.

    Zum zweiten steht in den Ansprüchen, Wasser sei nicht der Treibstoff (im Video wurde dieser Eindruck erweckt), sondern der Energievermittler. Im nächsten Satz steht, das Wasser käme aus dem Treibstoffbehälter in den Vorwärmbehälter, also ist Wasser doch der Treibstoff? Dann wird das Wasser “durch Energiezufuhr bereichert”; wo kommt die Energiezufuhr her? Anscheinend aus der Verbrennungswärme des irgendwie bereits laufenden Motors. Das erzeugt dann irgendwie ein Proton, woher auch immer kommen mag, dass sich mit H2O zu Hydroxonium, also Säure, verbindet (armer Kolben).

    So wie das da beschrieben ist, kommt das Proton irgendwie ausschließlich durch Erhitzen des Wassers zu stande. Also muss es aus H2O abgespalten werden, es entsteht mithin OH-, Hydroxyl. Schön, Hydroxyl und Hydroxonium werden sich bei der nächsten Begegnung mit Freuden wieder neutralisieren.

    Was hier beschrieben ist, ist nichts anderes, als ein chemisches Perpetuum Mobile. Man macht Wasser mit sich selbst heiß, erzeugt Hydroxonium und Hydroxyl, das dann zu Wasser verbrennt und sich selbst weiter heizt. Das geht so nicht. Ich hab’ vorher kaltes Wasser und nachher heißes, + Vortrieb. Da fehlt was entscheidendes, die Energiequelle.

    Das ganze in anscheinend automatisch übersetztem Deutsch (gab’s damals noch nicht; könnte aber eine Fälschung sein).

    Überzeugt mich jetzt nicht wirklich.

  175. #176 Bjoern
    28. Juni 2011

    @e_Neutrino:

    nur die Forschungen werden von den Politikern abgesegnet, bzw. durch Fördergelder gesteuert und dass (derzeit noch) bestehende Wirtschaftssystem hat anscheinend stets Vorrang gegenüber all zu sehr innovativen Ideen,…

    Laut dir gibt es doch schon funktionierende Modelle, das heißt, die Forschung ist schon gemacht. Alles, was noch fehlt, ist eine saubere Dokumentation. Du willst doch nicht allen Ernstes behaupten, dass den Leuten jetzt dafür, nachdem sie ihre Modelle schon fertig haben, das Geld fehlt…?

    Patente sind für mich keine Crackpots, …

    Dann hab’ ich eine schlechte Nachricht für dich: es gibt viele Beispiele für Dinge, die patentiert wurden, obwohl sie schlicht nicht funktionieren…

    Die beiden verlinkten Patente verletzen massiv den Energieerhaltungssatz. Wenn die Erfinder nachweisen könnten, dass ihre Antriebe funktionieren, dann wäre sie sofort weltberühmt und würden baldmöglichst den Nobelpreis bekommen…

    Speziell beim ersten Patent wundert es mich übrigens wirklich, dass das akzeptiert wurde. Das widerspricht nämlich nicht nur dem Energieerhaltungssatz, sondern ist auch schon rein von der Form her nicht patentwürdig – unübersichtlich und enthält jede Menge Rechtschreibungs- und Grammatikfehler… (@Bullet: Form und Inhalt?!)
    Ich zitiere einfach mal zwei Sätze:

    Die Nebenquantenzahl charakterisiert die Form der Eketronen im Raum. Es ist immer Ganzzahl.

    (Hervorhebungen von mir) Und diese Sätze sind nicht etwa absichtlich als besonders schlimme herausgegriffen, sondern so etwas findet man da zuhauf…

    Kann mir jemand erklären, wie sowas als Patent angenommen werden konnte?!?

  176. #177 e_Neutrino
    28. Juni 2011

    @Basilius
    Falls dieses (nachfolgende E-Book, laut inhaltlichen Hinweis ist dieses E-Book eine Copyright-freie Ausgabe) ein Physiker liest so müssten die Erläuterungen eigentlich ausreichen für ein tieferes Verständnis über geheime Forschungen die (fast) niemand wissen sollte, eben (auch) über diese spezielle resonante Elektrolyse steht hier jedenfalls genaueres drin, inkl. sehr ausführlichen Formeln,… also wohl nichts für mich,…;-)
    Buch-Rohvorlage (Manuskript): http://tinyurl.com/Wahres-Physik-Wissen

    zusammen mit dem Original “Water Fuel Cell”, Technical Brief (PDF/3.81 MB)
    http://tinyurl.com/5tputjl

    sollten jetzt alle Unklarheiten ausgeräumt sein,… dass sind jedenfalls meine besten technischen Infos (derzeit) mehr habe ich leider nicht, setzt es um oder lasst es bleiben,… 😉

  177. #178 Alderamin
    28. Juni 2011

    @e_Neutrino

    Hab’ mir Basilius’ Link angeschaut, wo man ebenfalls zum Schluss kommt, das sei ein Perpetuum Mobile; für die Elektrolyse werde angeblich weniger Energie gebraucht, als bei der Verbrennung wieder entsteht, und das ist Blödsinn, egal wie kompliziert das in Büchern und Formeln erklärt wird. Es gibt keine Energie aus dem Nichts.

    Das behauptet nicht mal Rossi (und der lebt noch). Dessen erzeugter Dampf macht zwar auch nicht den Eindruck, dass er mehr Energie erzeugt, als er aus der Steckdose zieht, aber wenigstens weiß man da, wo die Energie herkommt…

  178. #179 Bjoern
    28. Juni 2011

    @e_Neutrino:

    Falls dieses (nachfolgende E-Book, laut inhaltlichen Hinweis ist dieses E-Book eine Copyright-freie Ausgabe) ein Physiker liest …

    Sag mal, das ist jetzt aber nicht dein Ernst – oder? Schon die allerersten Seiten dieses Buches, ja selbst schon das Titelblatt, schreit doch geradezu “Crackpots”! Erkennst du das denn wirklich nicht, oder willst du uns hier nur auf den Arm nehmen…? Brauchst du echt noch Erläuterungen, warum das offensichtlich das Werk von Crackpots ist…? (schon alleine auf den ersten paar Seiten finde ich locker 10 Anzeichen dafür!)

    zusammen mit dem Original “Water Fuel Cell”, Technical Brief (PDF/3.81 MB)

    Da ist es zwar nicht ganz so offensichtlich – aber man muss nur bis zur Seite 6 gehen und sich die mal anschauen, dann ist auch da klar, was davon zu halten ist… (oh, ich bin gerade zur Seite 7 weiter gegangen – da steht gleich am Anfang, schon in der Bibel wäre prophezeit worden, dass wir mal Wasser zur Energiegewinnung nützen würden… Aua. Dümmer geht’s nimmer, oder?)

    e_Neutrino: Wie kann jemand, der von Teilchenphysik offensichtlich ein wenig Ahnung hat (sonst hättest du wohl kaum diesen Nickname gewählt) nur sooo schlecht darin sein, offensichtlichsten Blödsinn als solchen zu erkennen…?

    Übrigens bist du immer noch nicht auf den Hinweis von Basilius zu “Brown’s gas” eingegangen… du scheinst also nicht nur keine Ahnung von den Grundlagen des Recherchierens zu haben, sondern du hast auch noch nicht mal den Mumm, einen offensichtlichen Fehler zuzugeben. Ganz tolles Verhalten, dass du hier zeigst, wirklich…

  179. #180 Basilius
    28. Juni 2011

    @e_Neutrino
    Da hat Alderamin absolut Recht. Ein Patent ist eigentlich nichts anderes, als ein staatlich verbriefter Urheberrechtsanspruch (auf was auch immer). Ein Beweis für eine physikalische Revolution ist er nicht.
    Ich weiß nicht, wieso immer wieder geglaubt wird, daß Patente irgendwas darüberhinaus bedeuten würden.
    Vielleicht magst Du auch noch hier nachlesen?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Patent

    Da steht als erster Absatz:

    Ein Patent ist ein hoheitlich erteiltes gewerbliches Schutzrecht für eine Erfindung. Der Inhaber des Patents ist berechtigt, anderen die Benutzung der Erfindung zu untersagen.

    Es ist erst mal nichts darüber gesagt, ob diese Erfindung auch wirklich funktionieren muss.

  180. #181 Bullet
    28. Juni 2011

    Übrigens mal ein kleiner Tip, warum Kohlendioxid und Wasser so häufig sind:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Chemisches_Potential

    CO2 und H2O sind Endprodukte von Reaktionen, bei denen viel Energie umgesetzt wurde (Kohleofen, Knallgas). Krasser ist nur noch irgendwas mit Fluor.
    Die Energie is da raus. Woraus auch immer man Energie ziehen will – jeder andere Stoff ist besser geeignet als ausgerechnet die beiden genannten. Wasser und Kohlendioxid sind sehr, sehr kalte Asche.

  181. #182 Basilius
    28. Juni 2011

    @Bullet
    Das ist selbstverfremdlich richtig.
    Ich versuche das immer wieder meinen lieben Mitmenschen klarzumachen. In der Hoffnung, daß Sie das dann eher begreifen erzähle ich ihnen dann eben auch, daß Kohlendioxid und Wasser nichts anderes als die Asche nach der Verbrennung ist.
    Da gibt es dann erst mal große Augen, aber Asche nochmal zu verbrennen versuchen dann doch eher wenige.
    Hätte man ja eigentlich auch im Chemieunterricht wenigstens irgendwann mal gelernt haben können, aber das interessiert anscheinend einfach nicht soviele.
    Schade, denn dann würden nicht immer wieder so krude “Erfindungen” angepriesen werden.
    -_-

  182. #183 e_Neutrino
    28. Juni 2011

    @Bjoern und @ Basilius

    Irgendwie muss ich wohl Tomaten auf den Augen haben, denn wenn ich auf der englischen Wiki über “Oxyhydrogen” auch was über “Brown´s Gas” finde,
    http://en.wikipedia.org/wiki/Oxyhydrogen

    so finde ich auf der deutschen Wiki, selbst nach penibelster Suche immer noch nichts über “Brown´s Gas”, zeigt mir doch bitte wo???,
    http://de.wikipedia.org/wiki/Knallgas

    Beweis, suche nach: “Brown Gas” http://tinyurl.com/3rz23dv oder “Browns Gas” http://tinyurl.com/67ja26f

    mit Ausnahme des Eintrages über “Samuel Brown (Abschnitt Browns Gasmotor)”, was aber absolut nichts mit der Erfindung von Prof. Yull Brown, also seinem “Brown´s Gas” zu tun hat, es ist auch nicht identisch mit Knallgas!
    http://www.rafoeg.de/index.php/seite/10,Forschungsprojekte/40,Brownsgas/Brownsgas.html

    Recherchiert ruhig ein wenig herum, vielleicht kommt ja die Erleuchtung,…;-)

    Übrigens: eine längere Antwort an Basilius hatte ich bereits 5 mal gepostet, irgendwie stets verschollen!

    Jedenfalls das gewöhnliche Knallgas ist nicht das gleiche wie Browns Gas, es hat etwas andere Eigenschaften.

  183. #184 e_Neutrino
    28. Juni 2011

    An Bjoern und Basilius
    Meine Antworten hier versickern wieder, hab es jetzt mehrmals versucht!, woran liegt es?

    Browns Gas ist nicht das selbe wie Knallgas!
    http://www.rafoeg.de/index.php/seite/10,Forschungsprojekte/40,Brownsgas/Brownsgas.html

    Recherchiert ruhig ein wenig herum, vielleicht kommt ja die Erleuchtung,…;-)

  184. #185 e_Neutrino
    28. Juni 2011

    @Basilius
    Dann sollte man Patente nur generell nach einer funktionierenden Vorführung eines Prototypes genehmigen,… und die beiden Bücher finde ich trotzdem inspirierend, daraus entspringen neue Ideen und gedankliche Querverbindungen,… Einstein ist da mein Vorbild,… 😉

  185. #186 Unwissend
    28. Juni 2011

    @E_neutrino

    “Meine Antworten hier versickern wieder, hab es jetzt mehrmals versucht”

    Die landen nur in Florians Fach zum freischalten und dat dauert
    und mehrmals abschicken macht es eh nicht besser.

    Entweder haste irgendwelche Wörte benutzt die bei Scienceblogs in der “Filterliste” stehen oder mehr als 2 Links drin gehabt….

  186. #187 Chris
    28. Juni 2011

    Hallo,
    @e_neutrino
    aus der Raumenergieförderer Seite:

    Brownsgas wurde von dem gleichnamigen Erfinder, Prof. Yull Brown, in den 60er Jahren entdeckt [1] . Das Gas besteht im Allgemeinen aus einem stöchiometischen Gemisch von Wasserstoff und Sauerstoff und wird „onboard“ per Elektrolyse in einer Reaktionskammer erzeugt.

    Das ist der einleitende Satz!
    Ganz eindeutig Knallgas, unter diesem Namen teilweise auch bei Engländern und Amerikanern bekannt, ja es gab mal eine Zeit da war die deutsche Sprache ganz weit vorne in der Wissenschaft, einige Dinge haben sich da gehalten und werden erst langsam verdrängt.
    Das Zeug war zudem schon vor sehr langer Zeit (1800 tobak) beschrieben, wurd weiter soweit ich weiß für die ersten richtig heißen Schweißflammen benutzt. 😉

    Ansonsten ist das ja ziemliches Geschwafel, ein Auszug:

    Bei der Verbrennung kollabiert dieser wieder zu seiner diatomaren Form in einer Art Implosionsreaktion. In der Tat zeigen sich beim Schweißen sehr ungewöhnliche Eigenschaften… So ergeben sich exotische Verbindungen aus Materialien die in der normalen Schweißtechnik für undenkbar gelten.

    O__o

    p.s. was ist denn gerade mit den Scienceblogs los? Kommen grad alle von Arbeiten heim und gucken erstmal?

  187. #188 Florian Freistetter
    28. Juni 2011

    @e_Neutrino: “woran liegt es? “

    An den Unmengen Links die du jedesmal in deine Kommentare packst.

  188. #189 Bjoern
    28. Juni 2011

    @e_Neutrino:

    Irgendwie muss ich wohl Tomaten auf den Augen haben, denn wenn ich auf der englischen Wiki über “Oxyhydrogen” auch was über “Brown´s Gas” finde,…

    Genauer gesagt: wenn man in der englischen Wikipedia “Brown’s Gas” sucht, dann wird man auf die Seite “Oxyhydrogen” weiter geleitet. Dass “Brown’s Gas” ein und dasselbe ist wie Oxyhydrogen, sieht man schon mal daran; aber wenn man den Artikel einfach mal grob durchschaut, dann findet man sogar weiter unten die explizite Aussage:

    Oxyhydrogen is sometimes referred as “Brown’s Gas” after Yull Brown who advocated such devices…

    Also: “Brown’s Gas” = Oxyhydrogen, wohl unzweifelhaft.

    Dann findet man gleich ganz oben auf der Seite zu Oxyhydrogen folgendes:

    “Knallgas” redirects here.

    Außerdem kann man links in der Menüleiste (unter “Languages”) “Deutsch” anklicken. Und wo landet man dann? Richtig, auf der deutschen Wikipedia-Seite zum Knallgas!

    Also: Oxyhydrogen = Knallgas – wohl auch unzweifelhaft.

    Insgesamt ergibt sich: “Brown’s Gas” = Knallgas. q. e. d.

    So, dieses nachkucken hat mich maximal eine Minute gekostet, sprich: das habe ich eigentlich alles auf den ersten Blick gefunden. Und du findest das auch nach längerer Suche nicht? ‘tschuldigung, aber “Tomaten auf den Augen” trifft’s da echt ganz gut…

    …so finde ich auf der deutschen Wiki, selbst nach penibelster Suche immer noch nichts über “Brown´s Gas”

    Wie die englische Wikipedia schon andeutet: “Brown’s gas” ist ein sehr unüblicher Name für Knallgas. Eigentlich gibt es keinerlei Grund, das Gas nach Brown zu benennen – nach dem, was Chris oben schrieb, wollte der Mann sich wohl nur wichtig machen. Knallgas ist schon weit länger bekannt, das hat nicht Brown erst entdeckt! Ich sehe also wirklich keinen Grund, warum die deutsche Wiki-Seite das erwähnen sollte…

  189. #190 Basilius
    28. Juni 2011

    @e_Neutrino
    Erst mal muss ich sagen, daß ich nett von Dir finde, daß Du inzwischen zumindest auf ein paar der Sachen, welche Dir gesagt werden eingehst. Das ist schön, denn so können wir wirklich miteinander reden und zu Ergebnissen kommen.

    Dann sollte man Patente nur generell nach einer funktionierenden Vorführung eines Prototypes genehmigen,…

    Sag’s denen vom Patentamt.
    Aber das wird in der Durchführung auch nicht so einfach sein, wie Du Dir das vorstellst. Schließlich kann man auch bei einer Vorführung schummeln. Letztlich willst Du doch lediglich, daß Dir das Patentamt, quasi als Gütesiegel, bestätigt, daß an der Erfindung was dran ist und Du nicht selber nachdenken musst. Ich befürchte, daß die Jungs/Mädels vom Patentamt nicht die Lust haben, für Dich das Denken zu übernehmen. Die werden sagen, daß Du an der falschen Baustelle bist. Denen geht es nur um die Rechteverwertung.

    Jedenfalls das gewöhnliche Knallgas ist nicht das gleiche wie Browns Gas, es hat etwas andere Eigenschaften.

    Und woraus schließt Du das? Ich lese in den Links nichts anders, wie daß es eine Mischung aus Wasserstoff und Sauerstoff sei. Was soll da sonst noch sein?
    Den Rest hat Bjoern dankenswerterweise schon sehr ausführlich dargelegt.