Ist unser Universum das einzige? Oder gibt es Parallelwelten, leben wir in einem Multiversum? Bis jetzt waren andere Universen meistens die Domäne der Science-Fiction-Autoren. Aber mittlerweile hat sich die Wissenschaft diesem Thema ebenfalls angenähert. Kosmologie, Physik, Astronomie: überall scheinen aktuelle Entwicklungen ein Multiversum zu fordern oder zumindest zuzulassen. Wie es mit der wissenschaftlichen Erforschung der Parallelwelten wirklich aussieht, erklärt Brian Greene in seinem neuestem Buch.

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Das ich Brian Greene toll finde, ist ja kein Geheimnis. Sein hervorragendes Buch “Der Stoff aus dem der Kosmos ist” habe ich hier ja schon mal detailliert und kapitelweise besprochen und als mir ein netter Leser vor ein paar Wochen sein neuestes Buch “The Hidden Reality: Parallel Universes and the Deep Laws of the Cosmos” geschenkt hat (Danke! Ich weiß immer nie, ob es erwünscht ist, dass ich mich öffentlich und namentlich bedanke. Normalerweise mache ich das privat, aber manchmal habe ich keine Kontakdaten. Aber ich freue mich immer riesig!) wusste ich sofort, dass ich dieses Buch wieder im Detail in meinem Blog vorstellen werde. Parallelwelten, Kosmologie, Urknall, Quantenmechanik, Stringtheorie, Virtuelle Realitäten, Schwarze Löcher: in diesem Buch jagt ein spannendes Thema das andere und Greene kann wunderbar erklären.

In den nächsten 10 Tagen werde ich hier die wichtigsten Themen aus dem Buch Stück für Stück vorstellen und ein potentielles Multiversum nach dem anderen abarbeiten. Aber lasst euch nicht abhalten, das Buch selbst zu lesen! Ich habe viele Themen und Details ausgelassen und es lohnt sich wirklich, Greenes Gedanken über die Parallelwelten ausführlich und im Original zu lesen. Meine Besprechung soll nur einen kleinen Überblick über das Thema geben.

Ich bin momentan in Urlaub, die Artikel werden in den nächsten Tagen immer automatisch erscheinen. Ich werde zwar immer wieder mal online sein – aber seid nicht böse, wenn ich nicht sofort auf Fragen und Kommentare antworte. Ich wünsche euch viel Spaß bei der Tour durch das Multiversum!

Kommentare (31)

  1. #1 YeRainbow
    21. Juli 2011

    gefällt mir!
    😉

  2. #2 Bullet
    21. Juli 2011

    Oha. *auf.Liste.kritzel*

  3. #3 Sascha Vongehr
    21. Juli 2011

    “Wie es mit der wissenschaftlichen Erforschung der Parallelwelten wirklich aussieht, erklärt Brian Greene …”

    Besser gesagt, seine Meinung, da er ja, siehe Titel, von “Hidden Reality” spricht und many worlds interpretations (MWI) wegen ihrem naiven Realismus (god counting branches) am Kosmologischen ‘measure problem’ (not measurement problem) scheitern.

    Fuer wie es mit den MWI und MMI “wirklich” aussieht von jemandem der versteht das Quantumphysik Realismus widerlegt, siehe mein blog zum Beispiel.

  4. #4 georg
    21. Juli 2011

    wie passend. habe ich doch anfang der woche endlich nach jahren geschafft “der stoff aus dem der kosmos ist” durchzulesen. nun sitze ich im moment am vorgänger “the elegant universe” und “hidden reality” ist ziemlich weit oben auf meiner to do liste…

    …es freut mich immer wieder, dass ich mich so auf deine interessen und geschmack verlassen kann.

    aber gönne dir trotzdem nebenbei noch ein wenig urlaub 😉

    ahoy

  5. #5 Christian 2
    21. Juli 2011

    Ich hab vor kurzem was über dunkle Strömung auf N24 gesehen. Demnach soll wohl der Big Bang aus einer größeren Struktur hervorgegangen sein, und es gibt dafür sogar erste beobachtbare Anzeichen. Aber noch ist es zu früh, um diese Theorie zu festigen.

    Natürlich öffnet das Esoterikern wieder Tür und Tor. Denn wenn es unendlich viele Universen gäbe, wäre das ein Umstand, der möglicherweise auch unendlich viele Realitäten zuließe.

  6. #6 Wizzy
    21. Juli 2011

    Ich habe das nie ganz verstanden, wie man aus der Quantentheorie plausibel viele Welten konstruiert. Klar, es geht u.a. um die Interpretation der Realisierung eines der möglichen Zustände nach dem Kollaps der Wellenfunktion. Warum wird genau dieser realisiert?

    Aber folgende Argumentation akzeptiert doch auch niemand einfach: “In unserem Universum ist die Gravitationskonstante G* so und so und deshalb muss es noch andere Universen geben in denen G* anders ist.”

    Dann das Argument mit der Wellenartigkeit von Einzelteilchen: Gäbe es noch mehr Teilchen in Paralleluniversen und diese würden universumsübergreifend interagieren, könnten die das Fluid bilden und man gelangte wieder zu einem etwas klassischeren Verständnis des Welle-Teilchen-Dualismus.

    Das finde ich auch nicht völlig einsichtig: Es werden doch meist nahezu unendlich viele Paralleluniversen postuliert. Die Teilchen aus diesen wären aber wohl kaum in Mehrzahl kohärent mit unserem Messaufbau und müssten beliebige Inteferenzmuster – statistisch gesehen wohl eher gar kein, und damit unsere Testteilchen ein klassisches Muster – erzeugen. Es sei denn, unser Teilchen interagiert nur mit Universen, in denen der Messaufbau ähnlich zu unserem, aber hinreichend verschieden ist (genauer am Beispiel Doppelspalt: Der Doppelspalt müsste exakt an der gleichen Stelle liegen, die Photonen verschieden propagieren in den ‘Nachbaruniversen’). Wie logisch ist das denn?
    Dann bliebe außerdem immernoch die Frage, warum diese Interaktion bei der Messung kollabiert (wir erhalten bisher keinen Erkenntnisgewinn durch die Postulierung der Paralleluniversen).

    Oder kann mir jemand darlegen, ob ich etwas übersah und es abgesehen davon noch weitere physikalische Hinweise/Argumente auf/für Paralleluniversen gibt?

  7. #7 nihil jie
    21. Juli 2011

    jetzt kann ich erahnen wo Florian sein Urlaub macht…. im Paralleluniversum ? *tztz 😉

  8. #8 schlappohr
    21. Juli 2011

    @Wizzy:

    “Oder kann mir jemand darlegen, ob ich etwas übersah und es abgesehen davon noch weitere physikalische Hinweise/Argumente auf/für Paralleluniversen gibt?”

    Soweit ich weiß, ist die extrem geringe Stärke der Gravitation eine der wichtigsten Fragen, die sich mit der Existenz weiterer Universen erklären ließe; L. Randall hat das in ihrem Buch “Verborgene Universen” recht ausführlich dargelegt (ich krieg das aber nicht mehr zusammen, sorry).

    “In unserem Universum ist die Gravitationskonstante G* so und so und deshalb muss es noch andere Universen geben in denen G* anders ist.”

    Das muss nicht sein, aber der Gedanke ist schon igendwie naheliegend, finde ich. Dass unsere Erde so wunderbar für die Entstehung von Leben geeignet ist, ist nicht mehr so ein großes Wunder, wenn man um die Existenz der Unmengen anderer Planetensysteme weiß. Die geradezu phantastische Justierung der Naturkonstanten erscheint ebenso plausibel, wenn Du viele andere Universen annimmst. Bei unendlich vielen Versuchen kannst Du sicher sein, irgendwann einen Treffer zu landen, und voila – hier sind wir.

    Es ist genauso wenig plausibel, dieses Universum als das einzige zu deklarieren, wo wir im wesentlichen alles, was wir bisher kennen, vielfach vorgefunden haben.

    “wir erhalten bisher keinen Erkenntnisgewinn durch die Postulierung der Paralleluniversen”

    Aus einem Postulat erhält man im Allgemeinen niemals einen Erkenntnisgewinn, den bekommt man erst später, wenn daraus eine belastbare Theorie geworden ist.

  9. #9 Ville
    21. Juli 2011

    immer nie = nie

    SCNR 😉

  10. #10 mr_mad_man
    21. Juli 2011

    Ich hab schon Probleme unser Universum zu begreifen. Eins das unendlich groß ist, aber trotzdem immer noch größer wird. Ich kann mir nicht vorstellen “wohin” es sich ausdehnt. Ich kann mir weder diese Unendlichkeit vorstellen, noch dass es irgendwo einen Rand also ein Ende gibt, da sich damit zwangsläufig die Frage ergibt, was hinter diesem Rand ist. Trotzdem ist die Vorstellung, dass es noch mehr von diesen Dingern gibt, faszinierend.

  11. #11 Wizzy
    21. Juli 2011

    @schlappohr

    Danke fuer die Antwort 🙂
    “Dass unsere Erde so wunderbar für die Entstehung von Leben geeignet ist, ist nicht mehr so ein großes Wunder, wenn man um die Existenz der Unmengen anderer Planetensysteme weiß. Die geradezu phantastische Justierung der Naturkonstanten erscheint ebenso plausibel, wenn Du viele andere Universen annimmst.”

    Deine Aussage wuerde meines Erachtens nur Sinn machen, wenn es keine anderen – bisher noch unbekannten – Gruende dafuer gaebe, dass die Naturkonstanten so sind, wie sie sind. Warum sollen das ausgerechnet Paralleluniversen sein und nicht (z.B.) die Weltformel, aus der G* zwingend folgt – oder der grosse Matrix-Programmierer?

    Und in welcher Weise eigentlich sind unsere Naturkonstanten ‘phantastisch justiert’? Wer sagt denn, dass bei anderer Justierung derselben nicht auch tolle Strukturen herauskommen – von der Art her zwar vollkommen anders, aber genauso komplex und wunderbar wie Planetensysteme oder wie ‘Das Leben, wie wir es kennen’. Wir verstehen doch unser Universum bisher nur wenig (Stichworte Dunkle Materie, Dunkle Energie, Dichte/Topologie), wie koennten wir zugleich verstehen, was bei anderer Justierung der Naturkonstanten existieren wuerde?

    “Es ist genauso wenig plausibel, dieses Universum als das einzige zu deklarieren, wo wir im wesentlichen alles, was wir bisher kennen, vielfach vorgefunden haben.”

    Dieses Argument erscheint mir rein intuitiv schon stichhaltig 😉 Auf der anderen Seite, dass unsere Welt eine Simulation waere, spielt in der gleichen Liga an spekulativer Plausibilitaet. Simulationen existieren schaetzungsweise sehr zahlreich in jedem (hierarchisch ‘realeren’) Universum, in dem es Simulationen gibt. In unserem Universum gibt es viele hierarchisch ‘virtuellere Universen’, wenn z.B. ein Mensch ein Buch liest und in seinem Kopf fuer – sagen wir – eine Stunde eine Simulation entsteht. Vielleicht sind ja 10^10 Jahre kurz im Vergleich zu Zeitspannen eine Hierarchieebene hoeher und vielleicht ist die Komplexitaet unseres Universums gering im selben Vergleich, so wie die Kopf-Simulation beim Buchlesen weniger komplex ist als ‘unsere Wirklichkeit’? …Dies, wenn wir hier schon das Spekulieren anfangen… 😀

    P.S.: Abgesehen davon benoetigt die Viele-Welten-Interpretation der Quantentheorie Universen der effektiv selben physikalischen Gesetze und universellen Konstanten wie unseres, also nix mit anderem G*. Deine Argumentation bezog sich also auf eine andere Klasse von ‘Anderen Universen”.

  12. #12 Ex-Esoteriker
    21. Juli 2011

    @ Christian 2

    Natürlich öffnet das Esoterikern wieder Tür und Tor. Denn wenn es unendlich viele Universen gäbe, wäre das ein Umstand, der möglicherweise auch unendlich viele Realitäten zuließe

    Oh ja, besonders die Denkweise “…vielleicht ist es doch möglich, es gibt mehr zwischen Himmel und Erde…usw.” könnte (jaja, dass “Eso”wörtchen “könnte”), wenn es tatsächlich unendliche Paralellwelten, Realität sein, wie eben Telepathie, Prägoknition usw.

    Oder Forian? Was denkst du? Ich weis, Naturgesetze kann man nicht “einfach” außer Kraft setzen, also demnach müsste, egal, welches Universum, überall Naturgesetze gelten, wie die beschaffen sind, ist eine andere Frage.

  13. #13 Anne
    21. Juli 2011

    “Bis jetzt waren andere Universum meistens…”

    Der Plural von Universum ist Universen.

  14. #14 schlappohr
    21. Juli 2011

    @Wizzy:

    “Warum sollen das ausgerechnet Paralleluniversen sein und nicht (z.B.) die Weltformel, aus der G* zwingend folgt – oder der grosse Matrix-Programmierer?”

    Wenn eine Gleichung bestimmte Werte liefert, muss man vorher bestimmte Parameter hineinstecken. Dann ergibt sich die Frage, warum hat die Weltformel genau die richtigen Parameter? Die Feinjustierung der Naturkonstanten bereitet den Physikern immernoch ziemliches Kopfzerbrechen.

    Wenn der Matrix-Programmierer sowas wie ein Schöpfer ist, dann kannst Du damit natürlich alles und nichts erklären. Es stellt sich die Frage, in welchem Universum existiert dieser Schöpfer. Aber dieses Fass sollten wir hier lieber nicht aufmachen…

    “Wer sagt denn, dass bei anderer Justierung derselben nicht auch tolle Strukturen herauskommen […]”

    Vielleicht – vermutlich – gibt es andere Wertekonstellationen, bei denen auch ein stabiles Universum herauskommt. Aber wir wissen, dass z.B. schon bei geringesten Abweichungen von “unseren” Konstanten keine Protonen entstehen könnten. Man kan also kaum erwarten, dass bei beliebigen Konstellation ein “lebensfähiges” Universum entsteht.

    Den Gedanken mit den hierarchischen Simulationen finde ich interessant – abgesehen davon, dass es auch hier wieder jemanden oder etwas geben muss, der oder das die Simulation durchführt und die Warum-Frage damit für immer unbeantwortet bleiben wird.

    “Deine Argumentation bezog sich also auf eine andere Klasse von ‘Anderen Universen’.”

    Ja, richtig. Über die Viele-Welten-Interpretation der Quantentheorie (meinst Du die Interpretation von Everett?) weiß ich ehrlich gesagt zuwenig.

  15. #15 JK
    21. Juli 2011

    … ob in einem anderen Universum wohl das Bier auf dem Oktoberfest besser eingeschenkt wird, der Juli nicht so verregnet ist, Gaddafi als Kostümbildner arbeitet oder Guttenberg als ehrwürdiger Professor auf einem juristischen Lehrstuhl sitzt? Fragen über Fragen. Alle von ungeheurer Bedeutung für unser Selbstverständnis auf dieser Erde. Immerhin eines ist tröstlich: Wenn die Bananen dort andersrum gekrümmt sind, sehen sie trotzdem aus wie unsere.

  16. #16 Das Böse
    21. Juli 2011

    @mr_mad_man

    Ich hab schon Probleme unser Universum zu begreifen. Eins das unendlich groß ist, aber trotzdem immer noch größer wird. Ich kann mir nicht vorstellen “wohin” es sich ausdehnt. Ich kann mir weder diese Unendlichkeit vorstellen, noch dass es irgendwo einen Rand also ein Ende gibt, da sich damit zwangsläufig die Frage ergibt, was hinter diesem Rand ist. Trotzdem ist die Vorstellung, dass es noch mehr von diesen Dingern gibt, faszinierend.

    Du hast es genau verkehrt herum 😉

    Ob das Universum unendlich groß ist, ist noch nicht geklärt, es kann sehr gut auch eine endliche Ausdehnung besitzen. Einen “Rand”, im Sinne einer räumlichen Begrenzung, hat es aber in keinem Fall, im unendlichen sowieso nicht und auch für eine endliche Ausdehnung ist so etwas nicht notwendig. Stell es dir vor, als wärst du ein Beobachter der auf einer Kugeloberfäche lebt: Die ist auch endlich, hat aber keinen “Rand” egal wohin du dich bewegst.

    Die Expansion ist damit auch leichter zu verstehen. Weil das Universum keinen “Rand” hat, dehnt es sich nicht in irgendeinen leeren Raum hinein aus, der Raum selber ist es, der sich ausdehnt! Als würdest du einen Ballon aufblasen. Für einen Beobachter auf der Ballonoberfläche entfernt sich alles immer weiter von ihm ohne dass es sich tatsächlich irgendwo hin bewegt wo vorher “nichts” war.

  17. #17 noch'n Flo
    21. Juli 2011

    @ Das Böse:

    Aber ein Ballon, der aufgeblasen wird, dehnt sich ja trotzdem in einen Raum hinein aus. Weil etwas (Luft), was vorherausserhalb des Ballons war, jetzt drinnen ist.

  18. #18 FloH
    21. Juli 2011

    Erscheint das Buch auch auf Deutsch?

  19. #19 MartinB
    21. Juli 2011

    @nochnFlo
    Ja, aber man tut sich wirklich absolut überhaupt gar keine Gefallen, wenn man sich vorstellt, dass die Raumzeit in eine höhere Dimension eingebettet ist (mit der man dann ja wider dieselben Schwierigkeiten bekommt – ist die unendlich? usw) , nur weil es für uns ein bisschen ungewohnt ist, in gekrümmten Räumen zu denken.
    Ich mach mal wieder Eigenwerbung für meine Raumzeitkrümmungsserie:
    http://www.scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2011/01/raumzeitkrummung-ganz-einfach.php

  20. #20 Das Böse
    21. Juli 2011

    @noch’n Flo· 21.07.11 · 19:22 Uhr

    Aber ein Ballon, der aufgeblasen wird, dehnt sich ja trotzdem in einen Raum hinein aus. Weil etwas (Luft), was vorherausserhalb des Ballons war, jetzt drinnen ist.

    Ein Luftballon bläst sich auch nicht von alleine auf, und das Universum ist nicht aus Gummi 😉

    Das mit dem Ballon ist nur eine Analogie um das beobachtete Phänomen etwas anschaulicher zu machen, bitte nicht zu wörtlich zu nehmen.

  21. #21 mr_mad_man
    21. Juli 2011

    @Das Böse: Erst mal Danke für die Antwort. OK, der Luftballon kann mir zwar eine endliche Fläche ohne Rand erklären, auch wie sich die Fläche vergrößern kann, aber als Bewohner der Luftballonoberfläche kann ich mich auf den Weg machen, gehe in eine Richtung und komme irgendwann am Ausgangspunkt wieder an. Das scheint ja in unserem Universum nicht so zu sein. Selbst wenn ich mich schneller als die Expansion in eine Richtung bewegen könnte, würde ich weder an einen Rand stoßen, noch würde ich irgendwann wieder am Ausgangspunkt ankommen. Das Problem ist, dass ich mir die Luftballon-Oberflächen-Analogie einfach nicht dreidimensional vorstellen kann. Ich stelle mir den Raum so vor, wie ich damals im Matheunterricht ein dreidimensionales Koordinatenkreuz gelernt habe, mit X,Y und Z-Achse. Im Altag und auch auf großen Skalen funktioniert das ja ganz gut. Aber was passiert bei riesengroßen astronomischen Skalen? Gehen diese Achsen unendlich weiter, verbiegen sie sich irgendwie oder sind sie irgendwann zu Ende? Ist meine Vorstellung vielleicht grundsätzlich falsch?

  22. #22 maxfoxim
    22. Juli 2011

    Klar gibt es viele Universen. Hat man doch gestern in der Doku-Serie “Star Wars: Raumschiff Enterprise” gesehen. Übrigens gibt es auch schon eine Welt wo die Borg gewonnen haben :((

  23. #23 Bjoern
    22. Juli 2011

    @mr_mad_man:

    Selbst wenn ich mich schneller als die Expansion in eine Richtung bewegen könnte, würde ich weder an einen Rand stoßen, noch würde ich irgendwann wieder am Ausgangspunkt ankommen.

    Doch, könnte durchaus sein, dass du irgendwann wieder am Ausgangspunkt ankommen würdest – wenn das Universum nämlich endlich groß ist. Ob es das ist oder nicht, ist schlichtweg noch nicht geklärt.

  24. #24 mr_mad_man
    22. Juli 2011

    @Bjoern: “Doch, könnte durchaus sein, dass du irgendwann wieder am Ausgangspunkt ankommen würdest – wenn das Universum nämlich endlich groß ist.” [wie erstellt man so ein eingerücktes, blau-hinterlegtes Zitat?]

    Wird diese Möglichkeit wissenschaftlich wirklich in Betracht gezogen? Ich dachte dass auch bei einem endlich großen Universum sowohl ein Rand als auch das zum Ausgangspunkt zurückkommen ausgeschlossen ist. Deshalb bin ja so unglücklich mit dem Vergleich Kugeloberfläche.

  25. #25 Bjoern
    22. Juli 2011

    @mr_mad_man:

    [wie erstellt man so ein eingerücktes, blau-hinterlegtes Zitat?]

    blockquote-Tag verwenden…

    Wird diese Möglichkeit wissenschaftlich wirklich in Betracht gezogen?

    Prinzipiell ja.

    Ich dachte dass auch bei einem endlich großen Universum sowohl ein Rand als auch das zum Ausgangspunkt zurückkommen ausgeschlossen ist.

    Das “zum Ausgangspunkt zurückkommen” ist nur deshalb unmöglich, weil man sich eben nicht schneller als die Expansion bewegen kann.

  26. #26 Sanmariner
    26. Juli 2011

    Jupp, wir leben in einem Multiversum aber anders als hier beschrieben ist – denn:
    “Unter” dem festen “Stoff” den wir Materie nennen liegt die astrale, die ätherische und geistige Welt. Die Materie wird aus dieser ätherischen Welt gebildet und gespeist aber die ätherischen Energie “durchtränkt” auch die materielle Welt.

  27. #27 Frank
    30. Juli 2011

    “Bis jetzt waren andere Universen meistens die Domäne der Science-Fiction-Autoren. Aber mittlerweile hat sich die Wissenschaft diesem Thema ebenfalls angenähert. ”

    Hurra, die Wissenschaft nähert sich an, wie immer vorher ist immer alles Spinnerei und Verschwörungstheorie aber sobald sich diese arogante selbst für Gott haltende auf der Studierbank verblödete Wissenschaft annähert darf man drüber reden, die Wissenschaftler haben es ja jetzt erlaubt, wenn ich solche tollen “Informationen” lese könnt ich kotzen. Wiedersehn Herr Freistetter

  28. #28 richelieu
    30. Juli 2011

    @Frank:

    …Hurra, die Wissenschaft nähert sich an, wie immer vorher ist immer alles Spinnerei und Verschwörungstheorie aber sobald sich diese arogante selbst für Gott haltende auf der Studierbank verblödete Wissenschaft annähert darf man drüber reden…


    Es ist ein riesiger Unterschied eine Fiktion eben als Fiktion (ob es jetzt Sciencefiction ist oder auch mal zB. ein Krimi) einzustufen oder als eine dem Volk vorbehaltene Wahrheit und diese mit nebelhaften pseudo-Argumenten (wenn überhaupt) “verkauft” wie es die Verschwörungstheoretiker oder Pseudowissenschaftler machen, dann wird es nämlich bestenfalls Blödsinn.

    Genau wie ein Krimi der den polizeilichen Alltag als Vorbild und Inspiration für seine Handlung nimmt, bedienen sich die meisten SF Autoren des wissenschaftlichen bzw. technischen Wissenstand, biegen ihn für Ihre Geschichten zurecht bzw. bauen ihn aus. Manche bleiben dabei relativ nahe beim Vorbild wie Arthur C. Clarke andere gehen sehr weit mit ihrer Künstler Freiheit wie zB. bei Star Wars.
    Also ist es gar nicht wunderlich das es dazu kommt dass die Wissenschaft mit der SF in den groben Linien hin und wieder übereinstimmt aber es bleibt fast, wenn nicht immer, beim grossen und ganzen; Jules Verne hat auch eine Mond Reise beschrieben, die Apollo Missionen sahen doch ein wenig anders aus oder?
    Meist zieht die Wissenschaft der SF halt nach da die “dummen” Wissenschaftler so was “blödes” wie Beweise sammeln müssen um Ihre Theorien zu überprüfen, wo die Autoren halt “nur” Ihre Vorstellung niederschreiben brauchen. Manchmal machen es aber auch die Wissenschaft und Technik besser als es sich die SF Autoren vorgestellt haben wie zB. mit der IT Technologie, in den 70 habt kein oder kaum ein Autor einen Computer wie einen PC (im Gegensatz zum zentralen Grossrechner) beschrieben, und als dieser in den 80 da war haben sie die nicht eine Vernetzung wie das WWWs (obwohl das Internet selber war schon längst da war) in ihre Geschichten “vorhergesehen”…

    Zum der Gott haltende auf der Studierbank verblödete Wissenschaft, rate ich dir mal ein wenig hier mehr zu lesen und dich damit auseinanderzusetzen, sinnesgleiche Argumente wurden schon etliche male argumentativ widerlegt…

  29. #29 Florian Freistetter
    30. Juli 2011

    @Frank: “wenn ich solche tollen “Informationen” lese könnt ich kotzen. Wiedersehn Herr Freistetter “

    Tschüß! Es ist immer wieder traurig zu sehen, wie sehr manche Menschen ihre eigene Beschränkheit für die Beschränkung der Realität halten. Bei uns zuhause gibt es die Redewendung: “Was der Bauer net kennt, frisst er net”. Nach diesem Prinzip scheinen leider viele Menschen die Welt zu sehen: Was ich nicht verstehe, muss falsch sein und wer sich mit Dingen beschäftigt die ich nicht verstehe, ist dumm. Ich bin das Maß an dem die Welt gemessen werden muss!

  30. #30 Engywuck
    1. August 2011

    Von wegen, “Internet nicht vorhergesagt”. Klar, en detail exakt so wie es heute ist konnte das niemand vorhersagen, aber gewisse Ansätze sind da.
    Viele Bücher aus dem Goldenen Zeitalter setzen implizit vernetzte Computer voraus, z.B. in Asimovs Fundation, um nur ein bekanntes Beispiel zu nennen (wie soll die Psychohistorie funktionieren ohne galaxieumfassendes Rechnernetz?)

    Aber die SF-Story, die es meines Erachtens am besten “vorhersagt” ist “A Logic named Joe” von Murray Leinster. In dieserKurzgeschichte existiert eine Gerät, die “Logik” in jedem Haus, die über ein zentrales Netz auf Anfragen an vernetzte Zentraleinheiten stellen kann, die dann das aktuelle Fernsehprogramm, Börsenkurse, … liefern — und auch Antworten auf Fragen wie “wo gibt es das beste Essen der Stadt”. Dazu werten die Logiken alle verfügbaren Informationen aus. Ein Problem tritt auf, als eine fehlerhafte “Logik” zu gut funktioniert und Tipps gibt, wie man den perfekten Banküberfall begeht, seinen Gatten umbringt, ohne dafür belangt werden zu können und so weiter. Online unter http://www.webscription.net/10.1125/Baen/0743499107/0743499107___1.htm

  31. #31 ddsxccde
    2. August 2011

    Wenn es unendlich viele Universen gibt heisst das dann auch das man Szenen traeumt oder im Tv sieht die irgendwo irgendwann genauso (optisch wie inhaltlich) abgelaufen sind bzw ablaufen werden ? Das waere dann ein Fenster in eine andere Realitaet (solange physikalisch moeglich)