Es sind gerade Sommerferien. Nicht nur für die Schüler, natürlich auch für die Lehrer. Die haben es gut, die können sich jetzt wochenlang auf die faule Haut legen. Und ansonsten müssen sie ja auch nicht viel arbeiten, Unterricht ist ja eh meistens nur Vormittags. Ja, so – oder so ähnlich klingen die typischen Vorurteile die man so über Lehrer hören kann und die mit großer Regelmäßigkeit immer auftauchen, wenn irgendwo über Lehrer geredet wird… immer aus dem Mund von Leuten, die keine Ahnung haben, wovon sie reden.

Es sollte ja eigentlich offensichtlich sein, dass sich der Job eines Lehrers nicht ausschließlich auf die Unterrichtszeiten beschränkt. Man muss das, was man dort lehrt ja auch irgendwann vorbereiten. Man muss Arbeiten korrigieren. Usw. Wer schon mal irgendwo einen Vortrag gehalten hat oder vielleicht sogar eine ganze Vorlesung an der Uni gehalten hat, der weiß, was das für Arbeit macht! Und in der Schule besteht das Publikum nicht unbedingt aus mehr oder weniger freiwillig anwesenden Erwachsenen sondern aus (pubertierenden) Kindern. Wer sich jeden Tag aus freiem Willen in eine Klasse voller Jugendlicher stellt, um zu probieren, ihnen etwas über Mathematik, Physik, Englisch oder Biologie beizubringen, der macht das nicht, weil man so lange Sommerferien hat. Oder weil die Bezahlung so toll ist (was ja sowieso nicht der Fall ist). Die meisten Lehrer sind Lehrer weil sie gerne Lehrer sind und es ihnen Spaß macht, anderen Menschen etwas beizubringen. Wie ich auf dieses Thema komme? Durch dieses Video eines Interviews mit Matt Damon. Da wird er von reason.tv interviewt (sagt mir jetzt auf die Schnelle nichts; aber die gehören wohl zu diesem libertären Organisation) – oder sollte man besser sagen: mit dummen Fragen genervt?

Ja klar. Matt Damon will in seinem Beruf als Schauspieler immer besser und besser werden, weil er nur dann immer wieder einen neuen Job bekommt. Aber seine Mutter, die Lehrerin, braucht sich nicht mehr anzustrengen oder irgendwas für ihren Beruf zu tun. Sie hat ja schon eine fixe Anstellung. Dankenswerterweise erklärt Matt Damon der Reporterin, was man von diesen Vorurteilen zu halten halt… Und dann quatscht auch noch der Kameramann blöd dazwischen. Die Aussage, dass manche Leute – egal in welchem Beruf – schlecht sind und lieber etwas anderes machen sollten, ist trivial und hat nichts spezifisch mit dem Beruf des Lehrers zu tun (man darf aber davon ausgehen, dass ein Kameramann, der einfach so in Interviews hineinquatscht, tatsächlich kein guter Kameramann ist…).

Ja, es gibt schlechte Lehrer. Es gibt aber auch schlechte Tischler, schlechte Tankwarte, schlechte Zahnärztinnen, schlechte Malerinnen oder schlechte Wissenschaftler. Das bedeutet aber nicht, dass auf einmal die Vorurteile über Lehrer alle berechtigt sind. Kindern und Jugendlichen das wesentliche und grundlegende Wissen über unsere Welt beizubringen, ist ein enorm wichtiger und verantwortungsvoller Job. Und man sollte sich darum bemühen, die besten Leute für diese Aufgabe zu gewinnen anstatt dumme Vorurteile zu verbreiten. Man muss sie vernünftig bezahlen, muss sich um eine vernünftige Ausbildung kümmern. Lehrer haben eine der wichtigsten Aufgaben in unserer Gesellschaft! Das ist definitiv kein Job für faule Leute…

Kommentare (110)

  1. #1 Wolf
    3. August 2011

    Waaaah! Das ist kein Wespennest mehr, das sind schon Hornissen! 😉

    Ich bin gespannt auf die Diskussion (hoffe wird ebenso interessant wie die anderen) und behalte meine Meinung für mich! 😉

  2. #2 lilith1917
    3. August 2011

    Danke Florian für diesen Beitrag zum Thema Lehrer! So oft man mit diesen Vorurteilen konfrontiert wird, so anders sieht doch die Realität aus.

  3. #3 Christof
    3. August 2011

    Im Grunde genommen richtig. Jedoch fällt schon auf, dass unter den Lehrern ein großer Anteil an schlechten Pädagogen ist.
    Meiner Meinung nach rührt das daher, dass viele, die den Beruf des Lehrers anstreben das nicht aus Berufung machen, sondern weil sich Familie und der Beruf des Lehrers gut miteinander kombinieren lassen. Einige meiner Freunde und Bekannten geben das auch unverblümt zu.
    Fakt ist auch, dass die Freizeit, die ein Lehrer hat (Allein in Bayern 2 Wochen Weihnachten, 1 Woche Fasching, 2 Wochen Ostern, 2 Wochen Pfingsten, 6 Wochen Sommer, 1 Woche Herbst, den Buß und Bettag nicht vergessen!) auch überdurchschnittlich ist. (Privatversichert sind sie auch, verbeamtet und die Chance früh in Pension zu gehen ist auch groß (Wenn man weiß wie man es anstellen muss))

    Aber, und das ist der Punkt, kann in Deutschland JEDER der entsprechende Leistungen bringt, Lehrer werden. Damit ist auch jede Diskussion hinfällig. Wer neidisch ist auf Lehrer, der soll doch selber einer werden oder die Klappe halten 🙂

    Und: Mit dem Berufsbild des Lehrers, so wie unsere Generation (Golf) es kennengelernt hat, haben heutige, frische Lehrer auch nix mehr am Hut.

    Und zur Jammerrate (Siehe Twitter^^): Die ist bei Lehrern hoch. Ich kenne kaum jemanden, der nicht jammert weil er/sie korrigieren muss und alles so stressig ist, wenn Zeugnisse geschrieben werden etc. In den 6 Wochen Sommerferien ist aber kein Gejammere mehr zu hören. Maximal weil schlechtes Wetter ist. Aber das ist berufsgruppenunabhängig.

    Fazit?
    Ja, Lehrer haben zuweilen einen stressigen Job, ja, sie werden dafür gut bezahlt und haben gewisse Privilegien.
    Nein, ich würde nicht tauschen wollen und nein, mit der Generation “Oh mein Gott, eine Lehrplanänderung! Jetzt wirds stressig!” haben sie auch nichts mehr am Hut. Die Anforderungen sind deutlich gestiegen!

  4. #4 cohen
    3. August 2011

    Der Matt Damon ist eine coole Sau.

  5. #5 Florian Freistetter
    3. August 2011

    @Christof: “Jedoch fällt schon auf, dass unter den Lehrern ein großer Anteil an schlechten Pädagogen ist. “

    Wem fällt das auf? Wie groß ist der Anteil? Verglichen mit was? Hast du auch irgendwelche Zahlen die diese Behauptung belegen?

    “Die ist bei Lehrern hoch. Ich kenne kaum jemanden, der nicht jammert weil er/sie korrigieren muss und alles so stressig ist, “

    Und du hast auch die “Jammerrate” von Lehrern mit dem Gejammer anderer Leute in anderen Berufen verglichen? Und statistisch ausgewertet? Diese ganzen Anekdoten nützen gar nichts. Ich kenne auch Lehrer, die jammern nicht. Ich kenne dagegen andere Leute, die jammern ständig. Und?

    “ja, sie werden dafür gut bezahlt”

    Naja, das könnte man bestreiten…

  6. #6 Manuel
    3. August 2011

    @Florian

    Lehrer sein hat Vor- und Nachteile, aber die Vorteile überwiegen klar. Nachdem ich allerdings aus zweiter Hand das Lehrerdasein jetzt gut kenne, weiß ich auch, was ein Streß das sein kann.

    Trotzdem sind die Lehrer sehr gut bezahlt und genießen einige Privilegien, die verglichen mit anderen Akademiker, besonders aus geisteswissenschaftlichen Fächern, wenn diese in Medien oder PR unterkommen, schon ein Grund sind, den Lehrerberuf aufzunehmen. Jetzt kannst du sagen: Klar, heben wir Gehälter beider Gruppen an. Wenn´s so einfach wäre… 😉

  7. #7 Soziobloge
    3. August 2011

    Man könnte auch sagen, Matt Damon braucht sich nicht mehr anzustrengen, da er genug Geld verdient hat. Würde er sich jetzt in nicht überschwelgendem Luxus zur Ruhe setzen, könnte er sicher locker ohne Arbeit über die Runden kommen. Das gilt wohl für alle Superstars in Hollywood. Jedenfalls wenn man sich mal so die Meldungen über deren Vermögen ansieht. Da sehe ich keine große Motivation mehr, wegen drohender Arbeitslosigkeit sich noch anzustrengen. Da muss man entweder gnadenlos Geldgierig sein oder den Job lieben.

    Aber davon mal abgesehen, hat er schon Recht, dass es anscheinend nicht sehr verbreitet ist, anzunehmen, dass jemand Arbeitet weil der Job im Spaß macht. Zumindest in gewissen Kreisen. Dabei ist das, meiner Meinung nach, die einzig wirkliche Voraussetzung um gut zu sein.

  8. #8 Christof
    3. August 2011

    “Wem fällt das auf? Wie groß ist der Anteil? Verglichen mit was? Hast du auch irgendwelche Zahlen die diese Behauptung belegen?”
    Nein, natürlich nicht. Ich spreche von meinem Bekannten- und Verwandtenkreis. Und verglichen mit anderen Berufen ist da die Jammererrate eben auffalend hoch.

    “Und du hast auch die “Jammerrate” von Lehrern mit dem Gejammer anderer Leute in anderen Berufen verglichen?”
    Ja. Lehrer jammern mehr.

    “Und statistisch ausgewertet?”
    Nein.

    “Diese ganzen Anekdoten nützen gar nichts.”
    Der Artikel bringt ja auch keine Fakten, und da soll ich auf einmal Quellen und belastbare Zahlenangaben machen?

    “”ja, sie werden dafür gut bezahlt””
    “Naja, das könnte man bestreiten…”

    2300EUR Einstiegsgehalt als Grundschullehrerin (Gut, Krankenversicherung geht noch weg, aber nicht all zu viel, Stichwort Beihilfe) finde ich schon gut bezahlt.

  9. #9 Manuel
    3. August 2011

    Lehrer jammer viel, aber vielleicht liegt das auch daran, dass sie durch die blöden Vorurteile sich immer im Beweiszwang wägen, darzustellen, dass sie keinen faulen Lenz fahren. 😉

    Obwohl “Irgendwas mit Medien”-Leute können auch ganz gut meckern. Kommt aber eher auf den Arbeitgeber an. 🙂

  10. #10 S.S.T.
    3. August 2011

    @Christof

    2300EUR Einstiegsgehalt als Grundschullehrerin (Gut, Krankenversicherung geht noch weg, aber nicht all zu viel, Stichwort Beihilfe) finde ich schon gut bezahlt.

    Nach einem Studium?

    Behilfe bekommen übrigens nur Beamte (viele Lehrer sind Angestellte). Und die Beihilfe ist das ungefähre Äquivalent für den Arbeitgeberanteil zur Krankenkasse. D.h. die Beihilfe veringert nicht die Kosten für die Krankenkasse.

  11. #11 Gunter
    3. August 2011

    @Cristof

    HTL Elektrotechnik Matura, Studium Elektrotechnik, mind. 4 Jahre Praxis. Vorraussetzungen für Lehrtätigkeit an HTL (höherer technischen Lehranstalt). Als Vertragslehrer (IL/l1) 2156.5€ Brutto!! Da gehen dann noch die Steuern und SOzialversicherungen weg. Beschwere mich aber nicht!!!

    Gehaltstabelle (Österreich) im unteren Link

    Gunter aus 3511 Furth

    http://www.bsa.at/bmhs/content/download/Gehaltstabellen_Lehrer_1101.pdf

  12. #12 Christof
    3. August 2011

    @S.S.T Ja, netto!
    Die Beihilfe ermöglicht aber, dass man sich und seine Familie relativ günstig (Verglichen mit “normalen” Arbeitnehmern) privat versichern kann.

  13. #13 Manuel
    3. August 2011

    Und nochmal:

    Um 2000 € Netto zu bekommen müssen andere Akademiker ganz lange dran stricken, wenn sie nicht gerade ein technisches Studium hinter sich gebracht haben. Da finde ich die Situation von wissenschaftlichen Hilfskräften z.B. sehr viel prekärer. Das Gehalt ist für mich auf jeden Fall kein Argument gegen den Lehrerberuf, sondern ganz klar dafür.

  14. #14 Gunter
    3. August 2011

    @Michael

    kannst du lesen??? Brutto!!!!!

  15. #15 Christof
    3. August 2011

    @Gunter: Was kommt denn unten raus, netto?

  16. #16 Manuel
    3. August 2011

    @ Gunter

    Wir können beide nicht lesen, heiße nämlich Manuel. 😛

    Nein, dich meinte ich damit nicht, sondern der Post bezog sich auf das allgemeine A12-Gehalt von Lehrern in Deutschland. 🙂

    Hier aber noch ein paar Frage- und Ausrufezeichen, die scheinst du ja häufig zu gebrauchen: !!!!!!!!!!!!! ????????????????

    😀 😉

  17. #17 Andrea N.D.
    3. August 2011

    @Christof:
    “dass man sich und seine Familie relativ günstig (Verglichen mit “normalen” Arbeitnehmern) privat versichern kann.”
    Falsch. Ich zahle deutlich weniger in einer gesetzlichen Krankenkasse inklusive Kinder plus Mann privat (+ Beihilfe) als 4 x privat (+ Beihilfe).

    Grundschullehrerinnengehälter verglichen mit anderen Geisteswissenschaften mögen vielleicht minimal höher sein, aber diese stehen auch nicht der täglichen Herausforderung einer Meute von Kindern (und vor allem Eltern) gegenüber. Verglichen mit anderen Jobs sind die Lehrer wohl eher unterbezahlt. Und die Ferien sind keineswegs nur Freizeit (auch wenn manche Lehrer und andere das so sehen möchten). Und das mit der Berufung halte ich schon für sehr idealistisch. Wer hat denn schon die Möglichkeit seiner “Berufung” nachzugehen – sollte er sie jemals entdeckt haben? Florian vielleicht :-).

  18. #18 Traendis
    3. August 2011

    Meine Schulzeit ist noch nicht so lange her, (deshalb kann ich mich wohl noch gut an sie erinnern ^^). Ich hatte das Glück und das Pech, besonders gute und besonders schlechte Lehrer zu haben. Ich war auf einer reinen Mädchenschule (nein keine Klosterschule, es war eine städtische Schule). Dort hatte ich Lehrer, die uns nicht einfach profan ihr Wissen aufzwingen wollten, sondern die wollten, dass wir uns anfangen zu denken, uns unsere eigene Meinung bilden und lernen, zwischen den Zeilen zu lesen. Dann hatte ich wiederum Lehrer, die nichts gemacht haben, als uns im „Buch, Seite 58 Aufgabe 3 bearbeiten“ aufzugegeben. Und bitte stört mich nicht, ich brauche meinen Schönheitsschlaf.

    In der Berufsschule war wieder das gleiche Spiel. Lehrer die nur auf „Schwanzvergleich“ (ich bitte diesen Ausdruck zu entschuldigen, aber es gibt keinen passenderen als diesen) aus waren, oder aber ein Top Wissen hatten, aber es nicht vermitteln konnten. Aber es gab auch in der Berufsschule super Lehrer und ich bin froh, dass ich das Glück hatte von deren Wissen zu profitieren.

    Dann hatte ich einen Dozenten in einem Reha-Kurs (ich musste ein Umschulung wegen Krankheit machen), der einfach genial war. Mit Abstand der beste Dozent (er wollte nie „Lehrer“ genannt werden) den man sich vorstellen kann. Eine Engelsgeduld, ein Wissen von hier bis zum Mars und auch noch die Fähigkeit, einem dieses Wissen zu vermitteln. Ich habe noch nie so viel gelernt, wie bei diesem Mann.

    Mein Fazit ist: Lehrer sind so individuell wie die Menschheit, denn, man siehe und staune, es sind Menschen. Es gibt faule und fleißige, es gibt gute und schlechte. Ob sie nun viel Urlaub haben, oder nicht, was spielt das für eine Rolle? Der Unterricht bereitet sich nicht von allein vor, Klassenarbeiten müssen korrigiert werden. Und ganz ehrlich. Erholung von der Schule brauchen nicht nur die Schüler, sondern auch die Lehrer. Ich finde, dieser Berufsstand sollte mehr gewürdigt werden.
    Heute sträuben sich die meisten Leute, Jugendliche auszubilden, weil das “Niveau” so schlecht ist. Lehrer müssen sich mit diesem Niveau „rumschlagen“ versuchen, jungen Menschen, die noch nicht erkannt haben, wie wichtig es ist zu lernen, Stoff vermitteln, den sie nicht hören wollen. Menschen, die sich so über Lehrer beschweren, sollten mal versuchen jungen Menschen etwas beizubringen. Das ist nicht einfach.

    So, nun ist aber mal gut mit Schreiben. Ich bin gespannt auf die anderen Meinungen und Lehrerberichte, die sicher folgen werden 🙂
    LG

  19. #19 Manuel
    3. August 2011

    @ Andrea

    Verglichen mit welchen Jobs sind Lehrer denn unterbezahlt?

    Wenn man den stressigen Job abzieht, dann haben Lehrer noch Ferien, den sicheren Arbeitsplatz, Verbeamtung, Möglichkeiten einfach in Elternzeit zu gehen etc. pp. auf der Habenseite. Nein, unterbezahlt bei den Vorteilen wirklich nicht. Aber genau so wenig würde ich sagen, dass sie überbezahlt sind.

  20. #20 Basilius
    3. August 2011

    @Christof
    2300EUR Einstiegsgehalt als Grundschullehrerin (stimmt das überhaupt? Dürfte regional unterschiedlich sein.) finde ich nicht besonders gut bezahlt.

    Und nu?

    Nebenbei: Wieso ist es ein so großer Vorteil privatversichert zu sein?
    Verbeamtet wird man als Lehrer auch nicht automatisch. Das ist eine Mär. Aber abgesehen davon, was hätte das denn, wenn es der Fall wäre, für Vorteile?

  21. #21 Manuel
    3. August 2011

    @ Basilius

    Jep, das stimmt. Meine Schwester bekommt als Einstiegsgehalt vor Krankenversicherung 2300€ Netto. Und das finde ich aus meiner Erfahrung heraus, was andere Akademiker bekommen viel. Kommt auf die Branche an, aber in meiner Umgebung ist ein Einstiegsgehalt von ca. 1200 € Netto normal, ohne jedwede sozialen Bonitäten, mit ähnlichem Stressfaktor.

    Ja, deswegen verdient für mich ein Lehrer sehr gut. 🙂

  22. #22 hiergiltdiestfu
    3. August 2011

    @Artikel: Da möchte man sich zwecks “Like” direkt bei Facebook anmelden. Danke!

    PS: Ich bin kein Lehrer.

  23. #23 miesepeter3
    3. August 2011

    Um es mal ganz deutlich zu sagen: “Lehrer/innen sind arme Schweine!”
    Daran ändert auch eine einigermaßen gute Anfangsbezahlung nichts.
    Sie werden in der Uni mit Sachen vollgestopft, von denen sie max. 50 % im Berufsleben gebrauchen können. Bedauerlicherweise wissen sie nicht, auf welche 50% sie eigentlich verzichten könnten. Als Ausgleich dafür werden sie durch nichts auf das Leben an einer Schule vorbereitet, weder auf die Macken der Schüler, noch auf die wesentlich schlimmeren Macken der Verwaltung. Sie lernen nicht, wie man den Spagat zwischen hochfliegenden Lehrplänen und total veraltetem Wissen in den Schulbüchern schaffen kann. Kurz gesagt, sie haben mit die beschissenste Vorbereitung auf ihr späteres Berufsleben, die mir bekannt ist.
    Schön, sie haben lange Ferien, aber das relativiert sich ein wenig, wenn man weiß, dass sie in der Zeit auch Fortbildung betreiben sollen und liegengebliebene Verwaltungsaufgaben nachholen.
    Wenn an diesen Arbeitsbedingungen viele Lehrer/innen zerbrechen (Lehrer haben die zweithäufigte Suizidrate und liegen bei den Suchterkrankungen ziemlich weit vorne) oder resignieren, so wird einem schnell klar, das die mangelnde Befähigung, diesen Beruf auszuüben, in der Regel nicht in der Persönlichkeit der Lehrer liegt.
    Die besten Lehrer sind eigentlich die, die die LmaA Einstellung gegen die Verwaltung und Elternschaft haben und ihre Kraft immer noch gerne in die Wissensvermittlung an die Schüler stecken. Das sind aber von Natur aus robuste Charaktere, die auch von der Ausbildung und der Verwaltung nicht kleingekriegt werden.
    Es gibt kaum wichtigere Berufe in unserer Gesellschaft und kaum welche, die vom Staat so sträflich vernachlässigt, überfrachtet und überfordert werden.
    Das bißchen Geläster der Schüler und ehemaligen Schüler würden sie normalerweise als Folklore wegstecken, wenn nicht auch ihr Arbeitgeber sie so schlecht behandeln würde.
    Übrigens, ich verdiene meine Brötchen nicht im Schuldienst.

  24. #24 Florian Freistetter
    3. August 2011

    @Christof: “Ich spreche von meinem Bekannten- und Verwandtenkreis. Und verglichen mit anderen Berufen ist da die Jammererrate eben auffalend hoch”

    Mag sein das die das auffällt. Leider ist das aber nichts, was als Grundlage für irgendein Argument dienen kann. Das geht nur mit echten Fakten.

    “Der Artikel bringt ja auch keine Fakten, und da soll ich auf einmal Quellen und belastbare Zahlenangaben machen?”

    Der Artikel macht auch keine Aussagen, die belastbare Zahlenangaben benötigen. Du sagst “Lehrer jammern mehr als andere Leute”. Wenn du diese Aussage ernsthaft als Argument für irgendwas anführen willst, musst du sie belegen. Ansonsten ist sie sinnlos.

  25. #25 maxfoxim
    3. August 2011

    Stress ist glaube ich immer relativ. Was manche Menschen als Stress bezeichnen würden, wäre für andere vermutlich Urlaub. Mal allen ernstes, als Grundschullehrer_in wird man wohl kaum an Stress sterben. 6-7 h Unterricht, und dann noch “Klausuren” korrigiern, wo man nicht mal nachndenken muss. (2+10= [] etc) Man muss stoffmäßig nicht auf dem laufenden sein, außer vielleicht pädagogisch. Aber glaubt jemand ernsthaft, eine Lehrer mit 20 Jahren Berufserfahrung würde sich noch was erklären lassen.
    Und das allerbeste, es wiederholt sich alle VIER!! Jahre immer wieder. Wenn man das einmal vorbereitet hat, braucht man es in den nächsten Jahren nur leicht abändern. Ich glaube das stressigste am Lehrerberuf sind immer noch die Eltern.
    Klischemäßig: “Mein Sohn ist nicht schlecht, der ist hochbegabt und langweilt sich nur”

    Meine Tante ist übrigens Grundschullehrerin und ich habe auch drei kleine Geschwister, deswegen kriege ich da doch manches mit.

  26. #26 Fuel
    3. August 2011

    Danke Florian! Viele wissen gar nicht, was dahinter steckt. Gerade junge Lehrer kommen auf dem Zahnfleisch daher, weil sie für die “Zukunft” der Gesellschaft verantwortlich gemacht werden und jedes Jahr neue Lehrpläne durchboxen müssen. Es gibt Statistiken, die einen erhöhten Burn-Out-Wert für Lehrer zeigen, aber das interessiert die meisten nicht, die sehen nur die Vorurteile.

    Balsam auf meine Wunden.

  27. #27 Florian Freistetter
    3. August 2011

    @Gunter: “Gunter aus 3511 Furth”

    Hey cool! Jemand aus meinem altem Dorf liest das Blog hier 😉

    @Alle: Hier gibts übrigens ein paar sehr interessante Blogs von Lehrern:

    http://fraufreitag.wordpress.com/
    http://frlkrise.wordpress.com/
    http://teacher.twoday.net/

  28. #28 dein_föhn
    3. August 2011

    Also wenn ich auf meine schulische Laufbahn zurückblicke, hab ich die Erfahrung gemacht, dass es einzelne sehr gute Lehrer gibt, viele Gute aber auch einige Schlechte. Wie gesagt, lediglich persönliche Erfahrung, aber ich glaube um die Mengenverhältnise geht es in dem Video auch gar nicht vordergründig, sondern vielmehr um die Problematik, dass der ‘finanzielle Erfolg’ der Lehrer weitestgehend unabhängig von der persönlichen ‘Lehrqualität’ (kann man das so sagen? mir fällt jedenfalls grad kein besseres Wort ein :D) ist.
    Die libertäre Denkweise sagt nun aber, dass man sich automatisch mehr bemüht besser zu sein, wenn man dafür (neben der persönlichen Genugtuung) auch besser bezahlt wird bzw die Chance auf eine besser bezahlte Stelle bekommt. Dass es also weniger schlechte Lehrer geben würde (völlig unabhängig davon wie viele es nun ohne diese Anreize sind).

    In dieser Denkweise erklärt sich übrigens auch warum die Fragen so dumm gestellt sind und der Kameramann einfach reinquatscht: Währen Interviewerin und Kameramann gut in diesem Job würden sie wohl auch nicht für einen solchen non-profit-Internetauftritt arbeiten, sondern z.b. für einen TV-Sender und entsprechendes Gehalt abgreifen ;D

  29. #29 Basilius
    3. August 2011

    @Manuel
    OK, das Einstiegsgehalt glaube ich jetzt einfach mal so. Wie sieht denn das mit Gehaltserhöhungen aus? Sind die dann auch passenderweise exponentiell mit den Jahren Berufserfahrung?

    Und das finde ich aus meiner Erfahrung heraus, was andere Akademiker bekommen viel.

    Ich finde das, aus meiner Erfahrung heraus, was andere Akadmiker bekommen, als nicht so besonders viel. Klar, es gibt Laufbahnen, welche noch schlechter bezahlt werden, aber das sind IMHO nicht mehr so irre viele. Wie sieht denn die Gehaltsverteilung nach 10 oder 20 Jahren aus?

  30. #30 S.S.T.
    3. August 2011

    @Manuel

    Hier werden mal wieder fröhlich Beamte und Angestellte in einen Topf geworfen.

    Angestellte im ÖD erhalten z.T. nur befristete Verträge, mit allen Nachteilen.Sie sind auch als Festangestellte genau so leicht kündbar wie in anderen Bereichen.

    Beamte sind zwar grundsätzlich unkündbar, unterliegen aber (zusätzlich zum Strafrecht) dem Disziplinarrecht und haben einen Großteil der Arbeitnehmerrechte aufgegeben. Beamte bekommen z.T. kein Weihnachts- und Urlaubsgeld mehr und haben längere Arbeitszeiten, das geht da mit einem Federstrich.

    @Christof

    Nochmals: Beihilfe = Arbeitgeberanteil zur KV
    Rechne doch mal aus, was 4 x 50% PKV gegenüber 1 x 50% GKV ergibt. @AndreaN.D. hat ja schon darauf hingewiesen.

  31. #31 Christof
    3. August 2011

    @Basilius: Beförderungen (Als verbeamteter Lehrer) kommen automatisch, lediglich Oberstudiendirektor wird man nicht mehr so ohne weiteres, ansonsten klettert man kontinuierlich nach oben. Es gibt wohl auch eine Bewertung, die mit einfließt, aber so weit wie ich das überblicke greift da das “Keine Krähe…”

  32. #32 S.S.T.
    3. August 2011

    @Manuel

    Die Einstiegsgehältern bei Lehrern sind übrigens niedriger:
    http://www.tresselt.de/besoldung.htm
    s. Anwärtergrundbetrag dort.

  33. #33 christoph
    3. August 2011

    Hallo Florian

    Das ganze Thema ist wie zuvor schon angesprochen ein riesiges Wespennest. die ganze Sache ist natürlich schwer zu beurteilen weil es eben “gute” und “schlechte Lehrer” gibt.
    Da meine Schulzeit nun nicht allzulange her ist, ich aus einer Großfamilie mit 7 Kindern komm und viele meiner Geschwister noch in die Schule gehen möchte ich aber meinen Senf dazu geben.

    Ich hab leider die traurige Erfahrung gemacht, dass es nicht allzuwenige Lehrer gibt, die ihre persönlichen Probleme und Inkompetenzen auf dem rücken ihrer Schützlinge austragen. Ein konkretes Beispiel ist mein ehemaliger mathelehrer in der Unterstufe. dieser hat sich immer ein paar Schüler rausgepickt, die er vor der ganzen klasse gedemütigt hat (z.b. in dem er ihn als blöd dargestellt hat, oder indem er die Noten willkürlich hinabgesetzt hat
    Gedächniszitat “du hast die Wahl zwischen einem 4er in Mathematik und einem nicht zufriedenstellend als verhaltensnote und einem 5er in Mathematik und einem sehr zufriedenstellend”).
    Mein kleiner Bruder, der eine klasse übersprungen hat, bei diversen begabtenprogrammen in Mathematik teilnimmt hat einen 4er weil er seine Hausaufgaben nicht mit grüner Farbe unterstreicht und keine schöne Schrift hat. Dabei sind beide Sachen völlig irrelevant für die Benotung. ich könnte hier noch zig andere Beispiele und Lehrer aus meiner ehemaligen Schule beschreiben aber das würde den Rahmen sprengen.

    Auf der anderen Seite hab ich später das Glück gehabt engagierte und motivierte Lehrer zu haben die wirklich bemüht waren, Schülern, die vielleicht nicht so gut waren, solang sie sich mühe gegeben haben zu helfen. So hatte ich in der Unterstufe eine Lehrerin in englisch die selbst kaum englisch kann. klingt komisch, ist aber so. zumindest hab ich kaum englisch gekonnt. ich bin dann aber zu einem Lehrer gekommen der sehr viel forderte. und obwohl ich anfangs mehr als schlecht war hab Ichs mit viel Anstrengung und Motivation durch den Lehrer Geschäft zumindest eine durchschnittliche note zu erhalten.

    Man sieht an den konkreten Beispielen dass es schwer fällt zu sagen “Lehrer sind schlecht” oder “Lehrer sind super”. beides ist meines Erachtens grundfalsch. durch das berühmte Phänomen der selektiven Wahrnehmung fallen natürlich die negativen sehr stark auf. Aber wenn ich wiederum auf meine ehemaligen Klassenkollegen schaue, welche Lehramt machen hege ich ernsthaft Zweifel welche Motivation sie dazu führt. es sind meist Leute die nicht genau wissen was sie studieren wollen, also machen sie das.

    ein weiterer Punkt ist, dass ich den vergleich des amerikanischen schul systems mit dem österreichischen sehr krass finde. ich bin selbst in eine amerikanische Preparatoryschool gegangen (für ein halbes Jahr) und kenne so auch die andere Seite. Das Verhältnis Lehrer-Schüler is ganz anders. Die Anzahl der Schüler pro “klasse” (sowas gibt’s in dem sinne dort nicht) ist viel kleiner. das ganze Schulsystem ist anders. wo es in meiner ehemaligen schule Seitenweise supplierstunden gab, gab es in dem halben Jahr gerade mal 3 Fälle in der ganzen schule wo ein Lehrer gefehlt hat. Sowas möchte ich auch mal gern in Österreich sehn wo jeder Beamter der mal kurz niesen muss gleich in den Krankenstand geht.

    Ich könnt jetzt noch ewig darüber schreiben. aber um auf den Punkt zu kommen halte ich persönlich nicht viel von den österreichischen Lehrern. ich weiß dass man sich darüber streiten kann. aber durch meine Erfahrungen bin ich zu diesem Schluss gekommen. Viele Lehrer sind inkompetent (in ihrem eigenem fach oder als Pädagoge), manche sind Fachidioten und andere sind gesundes Mittelmaß. das mit der Vorbereitung mag schon stimmen doch dafür müssen 1. die Lehrer auch mal zu ihrem Unterricht erscheinen und 2. ist es nach einiger zeit Routine (immerhin ändert sich ja nicht allzuviel in den fächern). manche Lehrer haben in ihren Ordnern mit Kugelschreiber stehen was sie aufschreiben sollen und mit Bleistift dazu was sie sagen. So etwas spricht für wahre Qualität. Und ja, Matt Damon hat schon recht. Die Lehrer in den USA sind aus meiner Sicht sehr gefordert. Zumindest mehr als in Österreich. Ein Lehrer muss sich regelmäßig außerhalb der Schulzeit fortbilden, damit er mehr gezahlt bekommt. tut er das nicht, bekommt er entweder gleich viel/weniger. er muss seine Arbeitszeit auch wirklich in der schule verbringen. Sprich die Vorbereitungszeit ist nicht zuhause abzuleisten sondern an der schule. Die Schüler haben mehr Möglichkeiten. so kann man sich manche Fächer aussuchen. wenn man gut in Mathematik ist kann man alle Kurse machen und wenn man ein Mathe talent ist kann man auch gleich zur uni und dort Kurse machen. Die Lehrer haben keinen gemeinschaftsrauem wo keine Schüler zutritt haben sondern jeder Lehrer hat sein eigenes Büro wo die Schüler jederzeit mit ihm über Probleme oder auch Smalltalk reden können. und so weiter. Bevor mich jemand fragt woher ich dies weiß (bzgl. Quelle) kann ich nur sagen dass ich das aus Gesprächen mit US-Lehrern und persönlicher Erfahrung weiß.

    Eines ist sicher. Das amerikanische mit dem österreichischen Schulsystem zu vergleichen ist wie ein vergleich von Äpfeln mit Birnen!

    du hast schon recht dass es auch in allen anderen Bereichen “schlechte” Arbeiter gibt. allerdings sind sie meist dem Wettbewerb unterstellt. sprich wenn sie schlecht sind fliegen sie raus. in Österreich hat man bei den Lehrern mehr den Eindruck dass sie wen umbringen müssen dass sich was tut. es gibt keine evaluierungsmöglichkeiten (wenn eh alle Lehrer so supertoll sind wieso wehren sich so viele Lehrer bzw die Gewerkschaft dagegen?) oder freie Bewertung?. natürlich gibt es die Gefahr von missbrauch und persönlichen angriffen. die gibt es aber an der Universität (ich studiere an der Uni Wien Biologische Chemie) auch und da gibt es das Evaluierungssystem. Insofern kann das nur eine Ausrede sein. Heutzutage wird alles bewertet. ob man in Urlaub fährt, einkauft oder ob man im Krankenhaus ist. ironischerweise ist das bei einem kritischen Faktor nicht der fall…. und wie zuerst schon gesagt stellt sich mit die frage wieso diese Leute scheinbar was zu verbergen haben wo doch eh alles “Friede Freude Eierkuchen ist”?

    aus meiner Erfahrung (und ich weiß dass sie subjektiv und nicht wissenschaftlich eruiert ist) gibt es nur eine hand voll wirklich guter Lehrer. und so sehr immer das schwedische Modell in den Himmel gelobt wird und die Amerikaner immer als dumm dargestellt werden (was ich absolut nicht so empfinde), umsomehr muss man sich auch eingestehn dass Österreich noch meilenweit davon entfernt ist.

    MfG Christoph

  34. #34 S.S.T.
    3. August 2011

    @Christof

    Beförderungen (Als verbeamteter Lehrer) kommen automatisch, lediglich Oberstudiendirektor wird man nicht mehr so ohne weiteres, ansonsten klettert man kontinuierlich nach oben.

    Quark!

    Selbst beim Oberrat wird es schon eng. Und zum Direktor (A15) schaffen es nur die wenigsten.

  35. #35 Christof
    3. August 2011

    @S.S.T ich glaube, wir sprechen hier von verschiedenen (Bundes)-Ländern. Ich rede von Bayern.

  36. #36 Basilius
    3. August 2011

    @S.S.T.
    Danke für die hilfreichen Hinweise. So kenne ich das auch.

    @Christof
    Ich kannte das Sprichwort so beginnend: “Eine Krähe…”

    Aber wieso redest Du jetzt von Beförderungen? Danach habe ich doch gar nicht gefragt.
    Meine Fragen waren:
    – Wieso ist es ein so großer Vorteil privatversichert zu sein?
    – Was ist der große Vorteil dabei verbeamtet zu sein (abgesehen davon, daß das ganz sicher nicht jeder Lehrer ist oder automatisch wird)?
    – Wie steigen die Gehälter im Laufe der Berufserfahrung (verglichen mit anderen Akademikern)?

  37. #37 Christof
    3. August 2011

    @Basilius
    “- Wieso ist es ein so großer Vorteil privatversichert zu sein?”
    Schon mal den Unterschied zwischen Privat und Kasse erlebt? Scheinbar nicht. Sonst würdest Du diese Frage nicht stellen.

    “- Was ist der große Vorteil dabei verbeamtet zu sein (abgesehen davon, daß das ganz sicher nicht jeder Lehrer ist oder automatisch wird)?”
    Automatische Beförderung, sicherer Job, Fehlverhalten führt nur in krassen Fällen zu wirklichen Konsequenzen, die Bank gibt Dir Top Bedingungen fürn Häuselbau…

    “- Wie steigen die Gehälter im Laufe der Berufserfahrung (verglichen mit anderen Akademikern)?”
    Das kommt drauf an. Das erschreckende ist aber, dass der Lehrer (bzw. Beamter an sich) auch bei mäßiger Leistung befördert wird. In der freien Wirtschaft ist da schon Leistung gefragt.

    Mein Schwager ist Beamter, und er hat mal erzählt, wie und aus welchen Beweggründen da befördert wird (Und entsprechend andere Beamte das Nachsehen haben) da bin ich WIRKLICH froh, KEIN Beamter zu sein.
    Aber wir schweifen ab, es geht um Lehrer, nicht um das Beamtentum an sich.

  38. #38 Ronny
    3. August 2011

    Meine Kinder hatten durchwegs gute Lehrer, da kann ich mich nicht beschweren. Auch die zu meiner Zeit üblichen Diskriminierungen gabs kaum mehr.

    Das Problem ist, dass gute Lehrer eine 40 Stunden Woche und auch nur 6Wo Urlaub haben, schlechte Lehrer hingegen 20 Stunden und 3 Monate Urlaub.

    Es ist schlimm, dass man als Idioten erkannte und auch als Idioten bekannte Lehrer nicht wegbekommt weil Direktor, Freunde, Gewerkschaft und Politik hinter dem/der stehen. Das ist das Grundübel; bloß wer definiert ‘schlecht’ ?

    Auch bei vielen Direktoren wird einem schlecht, wenn dann nämlich die Aussortierung der Schüler nach Herkunft und Freunden der Eltern erfolgt anstatt der Leistung.

  39. #39 Manuel
    3. August 2011

    @ S.S.T

    Ich rede von NRW und da ist meine Schwester direkt vom 2. Staatsexamen in A12 mit 2300 € Netto hinein gekommen. Natürlich in die Vorbereitung auf die Beamtenlaufbahn. Ja, Angestellte Lehrer mögen hier schlechter gestellt sein. Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung, dass das viel Geld ist.

    @Basilius
    Lehrer bekommen zumindest ziemlich sicher ihr zusätzliches Geld. Beispiel ist ein Kollege, der jetzt auf Teilzeit gegangen ist (wegen eines kleinen Sohnes), weil seine Frau mittlerweile als Lehrerin mehr verdient als er, wenn sie Vollzeit arbeitet obwohl er seit 20 Jahren gut im Verlag drin ist und einige Gehaltserhöhungen mitgemacht hat.

    Und das waren in dem Bereich noch Zeiten, zu denen das Gehalt noch wesentlich besser floss. Nein, Berufseinsteiger als Geisteswissenschaftler heutzutage liegen weit unter den Lehrern, was das Gehalt angeht, auch auf längere Sicht. Das heißt nicht, dass ich das den Lehrern neide oder ich mich beschwere. Jeder ist ja seines eigenen Glückes Schmied und für die Berufswahl verantwortlich.

    Nur sollte man nicht das Einstiegsgehalt von heutigen Lehrern mit dem Einstiegsgehalt von Geistis von vor 10-15 Jahren vergleichen oder besser noch mit Naturwissenschaftlern oder Technikern. An den gemessen verdienen Lehrer immer noch zu wenig, aber nicht gegenüber Akademikern, die oftmals eine vergleichbare Ausbildung gemacht haben. Und ich setze nicht Volontariat oder Trainee dem Einstiegsgehalt eines fertigen Lehrers gegenüber.

  40. #40 Florian Freistetter
    3. August 2011

    Ich glaube ein wichtiger Aspekt an dieser Sache ist, dass JEDER Mensch irgendwann mit Lehrern in Kontakt kommt und eine Meinung hat. Meist sogar mehrmals; wenn man später noch Kinder bekommt und sie in die Schule schickt. Und da kommt man dann auch zwangsläufig in Kontakt mit den schlechten Lehrern. Im Gegensatz z.B. zu schlechten Werbegrafikern, schlechten Tontechnikern o.ä. Die schlechten Lehrer trifft jeder Mal und natürlich merkt man sich das, über das man sich ärgert besonders stark. Das trägt vermutlich auch zum Gefühl bei, dass die Lehrer ihren Job nicht richtig machen.

  41. #41 Andrea N.D.
    3. August 2011

    @Manuel:
    Noch einmal: Ein Geisteswissenschaftler eines anderen Gebietes schlägt sich nicht täglich mit Kindern und Eltern herum. Ich finde alleine schon den Lärmpegel belastend.

    @maxfoxim:
    “Stress ist glaube ich immer relativ.”
    Eben, deshalb ist das:
    ” Mal allen ernstes, als Grundschullehrer_in wird man wohl kaum an Stress sterben. 6-7 h Unterricht, und dann noch “Klausuren” korrigiern, wo man nicht mal nachndenken muss. (2+10= [] etc) Man muss stoffmäßig nicht auf dem laufenden sein, außer vielleicht pädagogisch. Aber glaubt jemand ernsthaft, eine Lehrer mit 20 Jahren Berufserfahrung würde sich noch was erklären lassen.
    Und das allerbeste, es wiederholt sich alle VIER!! Jahre immer wieder. Wenn man das einmal vorbereitet hat, braucht man es in den nächsten Jahren nur leicht abändern.”

    falsch. Es ist relativ.
    Grundschüler schreiben keine “Klausuren”, der Stoff wiederholt sich auch nicht alle 4 Jahre sondern ist in 2-Jahresrhythmen gegliedert. Zu den in der Regel 6 3/4-Stunden Unterricht kommt die Vor- und Nachbereitung. Zudem schlagen in der Grundschule immer mehr Kinder auf, die Verhaltensauffälligkeiten zeigen und integriert werden müssen.

    “Meine Tante ist übrigens Grundschullehrerin und ich habe auch drei kleine Geschwister, deswegen kriege ich da doch manches mit.”
    Klar. Zufällig ist meine Tante auch Lehrerin und ich kriege einiges durch meine 2 Kinder mit. Und jetzt?

  42. #42 Basilius
    3. August 2011

    @Christof

    Du masgt meine Frage nach dem großen Vorteil einer privaten KK also nicht beantworten?

    Zu den gefühlten Vorteilen der Beamten:
    – Automatische Beförderung: Dem gegenüber steht aber auch, daß die berufliche Entwicklung schon fest gegossen ist. Eine berufliche Veränderung ist schwer, bis unmöglich. Kann man als Vor- oder aber auch gewaltigen Nachteil sehen. Und ab einer gewissen Stufe, welche man ziemlich bald erreicht ist Zappa. Dann geht meist nichts mehr mit diesen tollen Beförderungen und bis zur Pension ist’s von da aus noch ziemlich lang. Was ist an diesen Beförderungen eigentlich so erstrebenswert?
    sicherer Job: Das stimmt. Aber Du hast Dich auch komplett verkauft. Bis zum Ende der Arbeitszeit. Siehe oben.
    Fehlverhalten & Konsequenzen: Das kenne ich aus der Wirtschaft eigentlich ganz genauso. Vorrausgesetzt, der Betrieb ist groß genug gibt es da nur noch wenig Unterschiede. Wenn Du das kennen würdest, so würdest Du das nicht als Argument sehen.
    Aber es geht hier ja wirklich nicht um Beamte, da viele Lehrer diesen Status ja auch gar nicht haben und nie bekommen werden. Insofern ist das lediglich ein Nebenschauplatz. Außerdem hast Du gesagt, daß Du froh seist, kein Beamter zu sein. Also kann das ja auch gar kein echter & ausschließlicher Vorteil für einen Lehrer sein, oder?

    “- Wie steigen die Gehälter im Laufe der Berufserfahrung (verglichen mit anderen Akademikern)?”
    Das kommt drauf an. Das erschreckende ist aber, dass der Lehrer (bzw. Beamter an sich) auch bei mäßiger Leistung befördert wird. In der freien Wirtschaft ist da schon Leistung gefragt.

    Auf was kommt das an?
    Auch hier gilt übrigens, daß man in der freien Wirtschaft durchaus ebenso eher selten nach echter Leistung honoriert wird. Nochmals: Wenn Du in der freien Wirtschaft in einem genügend großen Betrieb arbeiten würdest, so würdest Du erkennen, daß das vielleicht erschreckend sein mag, aber gang und gäbe ist. Und für Beförderungen gelten die gleichen Amigo-Regeln, wie fast überall auch. Im Handwerk oder einem kleinen Start-Up Unternehmen sieht die Geschichte anders aus, aber das ist hier ja noch viel weniger das Thema.

  43. #43 Manuel
    3. August 2011

    @ Andrea

    Ein Lehrer schlägt sich nicht täglich mit brüllenden Chefs rum, die seine Weiterbeschäftigung an dem Umsatz machen, den er generiert und dass bei schlechterer Bezahlung als ein Lehrer. Schon einmal in einem Großraumbüro einer Redaktion gewesen? Da ist auch ein ständiger Lärmpegel vorhanden. So eine Argumentation macht einfach keinen Sinn und endet doch im sprichwörtlichen “Schwanzvergleich”, wer denn nun den stressigeren Job hat.

    Nein, Belastung generiert sich bei jedem Job anders und deswegen sage ich ja, dass ein Lehrer nicht nur an den Ferien gemessen werden darf, sondern auch an den ungemein stressigen 5 Stunden Unterricht pro Tag. Aber wie gesagt: Alles kein Grund zu sagen, dass Lehrer schlecht bezahlt seien. Sind sie nämlich nicht… 😛

  44. #44 Basilius
    3. August 2011

    @Manuel
    Wer hat hier eigentlich behauptet, daß Lehrer schlecht bezahlt wären?

  45. #45 Manuel
    3. August 2011

    @Basilius

    Florian im Eingangspost und seinem ersten Kommentar:

    “ja, sie werden dafür gut bezahlt”
    Naja, das könnte man bestreiten…

    Gut, das ist natürlich eine semantische Frage: Heißt es automatisch, dass Lehrer schlecht bezahlt werden, wenn sie nicht gut bezahlt werden. 😀

  46. #46 IO
    3. August 2011

    Andrea N.D.·
    03.08.11 · 13:19 Uhr

    @Manuel:
    Noch einmal: Ein Geisteswissenschaftler eines anderen Gebietes schlägt sich nicht täglich mit Kindern und Eltern herum. […]

    Ich stimme Dir in so manchem hier zu.

    An dieser Stelle doch eine Anmerkung:

    Lehrer sind keine Wissenschaftler, daher auch keine Geisteswissenschaftler “eines anderen Gebiets”.
    Sie haben zwar einen Hochschulausbildung und -abschluß und sind in diesem Sinne Akademiker, sie betreiben allerdings keine Wissenschaft, sondern (in einzelnen Fächern) vermitteln sie (was eine höchst wichtige und anspruchsvolle Aufgabe ist).

  47. #47 dein_föhn
    3. August 2011

    @Basilius “Eine berufliche Veränderung ist schwer, bis unmöglich. Kann man als Vor- oder aber auch gewaltigen Nachteil sehen.Und ab einer gewissen Stufe, welche man ziemlich bald erreicht ist Zappa.”

    “sicherer Job: Das stimmt. Aber Du hast Dich auch komplett verkauft.”

    In diesen Gegenüberstellungen liegt doch der ganze Hund begraben. Wenn die berufliche Veränderung schwer bis unmöglich ist, ist das ein Vorteil für solche, die sich auf ihrer Position ‘ausruhen’, während es ein Nachteil für solche ist, die sich anstrengen und weiterkommen wollen. Wer sich mit wenig zufrieden gibt schert sich doch nicht drum, ob er sich komplett verkauft hat, wenn er dafür ‘save’ ist. Wer mehr leisten will könnte eher von dem ‘Verkauftsein’ abgeschreckt werden. Die Situation begünstigt also eher die Faulenzer.

    Trotzdem kann man von dieser Begünstigung natürlich nicht darauf schließen ob es mehr schlechte Lehrer gibt im Verhältnis zu anderen Berufen, da man auch nicht weiß wie viele “Lehrer aus Überzeugung” es gibt im Verhältnis zu anderen Berufen. Konkrete Fakten gibt es ja nun mal nicht dazu. Weshalb es eigentlich ziemlich mühselig darüber zu diskutieren. Es zeigt sich ja hier, dass außer persönlichen Anekdoten nix bei rumkommt. Zumal die ganze Diskussion ja schon mit einem mit einem “Fehlschluss #12: Autoritätsargument” beginnt. Yay! erfolgreich schulmeisterlich klug geschissen ;D

  48. #48 Patrick
    3. August 2011

    Ich kenne eigentlich nur ein oder zwei schlechte. Dafür ist der eine dann auch ganz besonders schlecht. 😀

  49. #49 togibu (kein Lehrer)
    3. August 2011

    @Christof
    zur privaten Krankenversicherung + Beihilfe:
    bei der privaten gibt es z.B. keine beitragsfreie Familienversicherung. Wenn Du als Beamter heiratest und Deine Holde wegen Nachwuchs das Arbeiten einstellt, dann schluckt Dir allein die Erhöhung Deiner Krankenversicherung alles Kindergeld und Familienzulagen locker weg.
    Und wer mal erlebt hat, dass eine (vom Beamten vorab zu bezahlende) Rechnung über z.B. eine Kernspinthomographie (macht schon mal locker an die 2.000 Euronen) von der Beihilfe nicht ersetzt wird, weil der Ansatz des 3,5-fachen Erhöhungssatzes vom Arzt nicht hinreichend begründet wurde, der Arzt aber (schon aus Zeitmangel, zumal er das Geld ja schon bekommen hat) die Rechnung trotz wiederholter Aufforderung nicht nachbessert, der wünscht sich sehnlich eine simple Versichertenkarte aus der gesetzlichen.

    Und zu den dienstlichen Beurteilungen, die Beamte regelmäßig erhalten:
    Die werden (jedenfalls in meinem Ressort) von oben gnadenlos kontingentiert, es muss in jeder Behörde der gewünschte Durchschnitt und die gauß’sche Glocke rauskommen. Und selbst wenn Du eine gute Beurteilung bekommen hast: Dann muss auch nch eine freie Planstelle zur Hand sein, sonst wartest Du bis zum St. Nimmerleinstag auf deine Beförderung. Besonders nett ist auch, wenn Du an einer Behörde auf dem Land arbeitest, und eine endlich frei gewordene Stelle kurzerhand von einem bereits beförderten Kollegen übernommen wird, der aus der Großstadt raus will (Ein Stelleninhaber von außerhalb geht einem noch nicht Beförderten immer vor). Das ist nicht so doll.

  50. #50 Basilius
    3. August 2011

    @Manuel
    Also gibt es die Aussage, daß Lehrer schlecht bezahlt werden so nicht.
    Der Rest ist Interpretation.
    Ich würde es so verstehen, wie ich auch selber es sehe:
    Der Lehrerberuf ist so immanent wichtig für unsere gesamte Gesellschaft, daß wir uns den “Luxus” gar nicht leisten dürften, diesen Berufsstand in irgendeiner Form zu gering einzuschätzen, bzw. zu bewerten.
    Konsequenz aus dieser Erkenntnis sollte sein, daß erstens keine falschen, aber immer wieder gern gehörten, Vorurteile über den Lehrerberuf gepflegt werden. Zweitens sollte man sich Gedanken darüber machen, was die Gesellschaft tun kann, um den Lehrern ein bestmögliches Arbeitsumfeld zu ermöglichen.
    Da gehört eine angemessene Bezahlung u.A. auch dazu. Letzteres ist natürlich immer ein arger Streitpunkt, da hier viele verschiedene Interessen aufeinander prallen. Aber vielleicht hilft hier ein Blick auf andere Bildungssysteme? Vor allem vielleicht auf die, welche als besonders erfolgreich gelten?
    Siehe da, im internationalen Vergleich sind deutsche Lehrer gut bezahlt. Aber ganz ehrlich, ich habe auch noch keinen Lehrer über sein schlechtes Gehalt jammern hören. Nach meiner Beobachtung jammern die über ganz andere Dinge, welche mehr das oben angesprochene nicht ideale Arbeitsumfeld betreffen. Ich finde trotzdem, daß Lehrer in Deutschland auf keinen Fall zuviel Gehalt bekommen.
    Letzteres schimmert ja immer so als stiller Vorwurf durch, wenn das Thema angeschnitten wird.

    @dein_föhn

    Wenn die berufliche Veränderung schwer bis unmöglich ist, ist das ein Vorteil für solche, die sich auf ihrer Position ‘ausruhen’, während es ein Nachteil für solche ist, die sich anstrengen und weiterkommen wollen…Die Situation begünstigt also eher die Faulenzer.

    Das sehe ich allerdings auch so. Ich bin mit dem aktuellen System alles andere als einverstanden. Auch eine eher leistungs-/erfolgsabhängigen Gehaltsanteil fände ich charmant und überlegenswert. Wobei die Umsetzung da naturgemäß schwierig ist, weil nur schlecht meßbar. Aber möglich wäre so etwas schon.

    Trotzdem kann man von dieser Begünstigung natürlich nicht darauf schließen ob es mehr schlechte Lehrer gibt im Verhältnis zu anderen Berufen, da man auch nicht weiß wie viele “Lehrer aus Überzeugung” es gibt im Verhältnis zu anderen Berufen. Konkrete Fakten gibt es ja nun mal nicht dazu. Weshalb es eigentlich ziemlich mühselig darüber zu diskutieren.

    Sehe ich auch so. Sich gegenseitig persönliche Anekdoten um den Kopf hauen kann lustig sein, zielführend in einer Diskussion ist es nicht.

    Zumal die ganze Diskussion ja schon mit einem mit einem “Fehlschluss #12: Autoritätsargument” beginnt. Yay! erfolgreich schulmeisterlich klug geschissen ;D

    Bin ich damit gemeint? Wenn ja, wo habe ich ernsthaft ein Autoritätsargument gebracht?

    Man bedenke jedoch immer:
    “Nur wer die Weisheit mit Löffel gefressen hat, der kann hinterher klug scheißen.”
    ^_^

  51. #51 Klaas Klever
    3. August 2011

    Also ich weiß nicht, von welchen Bundesländern ihr so redet, aber ich wohne mit zwei Lehrern in einer WG (Dresden), die gerade mit ihrem Studium fertig geworden sind.
    Einstiegsgehalt in Sachsen: 1100 Euro netto. bäm!
    Und das soll gut bezahlt sein?

    Und das mit den schlechten und guten Lehrern ist natürlich auch immer subjektive Wahrnehmung. Schlechte Lehrer bleiben einem halt eher im Gedächtnis als gute 😉

  52. #52 Christof
    3. August 2011

    @Basilus:
    Vorteile und Nachteile sind wohl im Netz zuhauf zu finden. Gefühlte Vorteile einer privaten KV: Anruf -> Termin (Noch in der gleichen Woche, oft sogar am nächsten Tag oder am aktuellen Tag), Wartezeit im Wartezimmer relativ gering bis nicht existent, keine Abfertigung (Fallpauschale) etc.

    Zum Thema sicherer Job, vorgegebene Laufbahn: Ich würde, wie schon erwähnt, nicht tauschen wollen. Und zwar aus dem Grund. Beruflich bin ich relativ viel unterwegs, war in Ländern und Städte, die ich sonst wohl nie gesehen hätte, die Jobaussichten sind auch bei mir relativ gut (IT Branche) und die Anforderungen sind vielseitig. Beim verbeamteten Lehrer ist ja schon das Wechseln des Bundesland nur schwierig möglich, wobei auch Auslandsaufenthalte nicht unmöglich sind (Bekannte war 4 Jahre in Shanghai an der dt. Schule) aber doch eher die Seltenheit. Die Abwechslung ist im Endeffekt alle paar Jahre ein neuer Lehrplan, wär wirklich nichts für mich. Aber dafür hat man halt andere Vorteile.

    Und das ist für mich die Quintessenz: Jeder so wie er meint! Ich bin nicht neidisch auf das, was ein Lehrer verdient oder Ferien hat, nicht im Geringsten. Was mich nur hin und wieder aufregt ist dieses mitleidige Getue, welches von manchen (Nein, garantiert nicht von allen) Lehrern ausgeht! Und die Schwarz/Weißmalerei. Alle Lehrer sind faul, alle Nichtlehrer verstehn die Lehrer nicht und sind neidisch, dazwischen scheint es nur wenig zu geben (Ich selber sehe mich allerdings in diesem schmalen Zwischengrat)

  53. #53 Christof
    3. August 2011

    @Klaas Klever
    Bist Du Dir sicher, dass die fertig sind oder gerade im Referendariat?

  54. #54 Manuel
    3. August 2011

    @Basilius

    Ja, auf den Text kann man sich einigen. 🙂

    @Christof

    Und auf den auch. 🙂

    Und jetzt alle in steter Harmonie Kumba Ya, My Lord! singen. 😉

  55. #55 nihil jie
    3. August 2011

    ein sehr sehr guter freund von mir ist Gymnasial Lehrer… ihn mal zu treffen während der auch zeit für einen hat ist schwer. Nach der Schule sitzt der noch oft Stunden und korrigiert etwas oder vorbereitet den Stoff für den nächsten Tag. Genau so ist es mit Ferien… Er hat immer etwas aus der schule mit dabei was er noch bearbeiten muss.

  56. #56 Basilius
    3. August 2011

    @Christof
    Dann sind wir eigentlich gar nicht so weit auseinander.

    Ein zuviel an “Jammern” kann tatsächlich auf den Senkel gehen. Das kann ich verstehen. Es wurde schon von anderer Seite irgendwo oben in den Kommentaren vermutet, daß das gefühlte übermässige Jammern der Lehrer möglicherweise ein Verteidigungsreflex gegen die beständig ankommenden Vorwürfe sein könnte. Ich halte das für gut möglich.
    Was mir aber mehr auf den Senkel geht, sind die selbsternannten Experten (da scheinst Du nicht dazuzugehören) die letztlich nur stupide Digitalfanatiker sind. Wobei diese ja meistens auch noch das weiße vergessen und nur schwarz sehen.

    @miesepeter3
    Guter Kommentar von Dir um 03.08.11 · 12:20 Uhr übrigens. Ganz meine Meinung.

  57. #57 Christof
    3. August 2011

    Puhhh, dann bin ich also doch noch richtig verstanden worden? 🙂

  58. #58 Aurata
    3. August 2011

    An der HTL (in meinem Fall im Ausbildungszweig Bautechnik) werden einige Lehrer eingesetzt die nur nebenher unterrichten und gleichzeitig ein Architekturbüro oder ähnliches leiten.
    Einerseits finde ich es bewundernswert, wenn diese Lehrer so eine Doppelbelastung auf sich nehmen. Allerdings habe ich dadurch die “richtigen” Lehrer mit einer pädagogischen Ausbildung sehr zu schätzen gelernt. Denn hier fällt der Unterschied auf, dass die nebenberuflichen Lehrer nicht immer wissen, wie sie mit den Schülern um gehen müssen, und so zum Teil auch Probleme hatten, mit der Klasse klar zu kommen. Ist jetzt natürlich nur meine persönliche Einschätzung.

    Von Frau Freitag gibts auch ein Buch über den Schulalltag
    http://www.amazon.de/Chill-mal-Frau-Freitag-unerschrockenen/dp/3548373992/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1312375882&sr=8-1
    Ich vermute jetzt mal, dass es die selbe ist, die auch den Blog schreibt den Florian oben genannt hat…

  59. #59 Tarnus
    3. August 2011

    Aus meiner Erfahrung heraus teilt sich das Feld so ziemlich auf, Lehrer pauschal zu verdammeen macht ebenso wenig Sinn wie alle in den Himmel zu loben. Ich habe Lehrer erlebt die Morgens total verkatert in die Schule kamen und dementsprechend nicht fähig waren ernsthaft zu unterrichten, Lehrer(eine recht große Anzahl in dem Fall übrigens) die ihre Unterrichtsmaterialien seit 20 Jahren(in sofern ist Vor u. Nachbereitung absolut nicht gegeben) nicht mehr geändert haben, dito den Unterricht selbst und teils auch die Klassenarbeiten eins zu eins dieselben. Da gabs Typen die ihre persönlichen Probleme an den Schülern auslassen mussten, Leute die schlicht und ergreifend nicht die Nerven hatten um sich mit ner Truppe pubertierender 15 Jähriger rumzuschlagen. Ich habe Lehrer gesehen, deren “Unterricht” aus, “hier macht mal die Aufgaben X-Y(nicht zwangsweise Mathe wo das möglicherweise noch Sinn macht) in Buch auf Seite so und so die nächsten zwei Stunden” bestand während die in Ruhe Zeitung gelesen haben.

    Auf der anderen Seite habe ich Lehrer erlebt, die kreativ mit ihrem Unterrichtsmaterial umgegangen sind, aktuelle Ereignisse eingebunden haben, passend zusätzliche Ausflüge organisiert haben, oder(etwa im Falle vomn nem Englischlehrer) einfach mal nen Native-Speaker organisiert haben(was auf der Schulart, auf der ich zu dem Zeitpunkt war, keineswegs Vorraussetzung oder auch nur “normal” gewesen wäre).

    Wir sollten nicht alle Lehrer in einen Topf werfen, aber dann müssen wir auch darauf achten dass dann nicht alle in dem anderen Topf landen, den wir als gut bezeichnen.

  60. #60 DerLuschtigeRobot
    3. August 2011

    @Wolf – 11:04
    “Das ist kein Wespennest mehr, das sind schon Hornissen!”

    Da muss ich widersprechen: Hornissen sind wesentlich friedlicher als viele Wespenarten, und überhaupt ist sich kaum jemand bewusst, dass es da sehr verschiedene und sich recht unterschiedlich verhaltende Wespenarten gibt.

    Dieses hier ist die fiese furchtbare Gemeine Wespe, oder genau genommen die Deutsche-Gemeine Wespe, der schlimmste Stecher und der übelste Feind in gemütlichen Runden.

  61. #61 noch'n Flo
    3. August 2011

    Manchmal kann aber das Engagement einiger Lehrer auch ganz schön nach hinten losgehen. Wir hatten an unserem Gymnasium einen Physiker, der erst später auf Mathe- und Physiklehrer umgesattelt hatte (er war nebenbei sogar noch stellvertretender Schulleiter). Da er an der Uni so viele tolle Sachen gelernt hatte, wollte er diese unbedingt auch an seine Schüler weitergeben. Das führte dann dazu, dass er den Lehrplan in der Hälfte der Zeit durchpeitschte, um dann die verbleibende Zeit des Halbjahres zu nutzen, irgendwelchen Kram, den bei uns nicht mal die Hälfte verstanden hat, zu unterrichten, den 99% seiner Schüler nie wieder gebraucht haben.

    Nebenbei erlaubte er sich auch so seltsame Noten-Spielereien… z.B. las ich einmal im 12. Jahrgang unter meiner Mathe-LK-Klausur: “Wegen mangelhafter textlicher Darstellung 4 Punkte Abzug, wegen mangelhafter äusserer Form 3 Punkte abzug, daher statt 9 nur 2 Punkte – mangelhaft!” Protest sinnlos – er genehmigte sich diese Eskapaden als stellv. Direx stets selbst und unser Direx war ein Weichei, dass ihm immer den Rücken stärkte.

    Nur in der Abi-Klausur war man (dank Zweitkorrektor) davor sicher – da habe ich dann auch meine 12 Punkte abgegriffen… u.a. auch, da ich mich mit zwei Leherausgaben von Oberstufen-Mathebüchern vorbereitet habe (wie ich da rangekommen bin, ist aber eine ganz andere Geschichte…).

  62. #62 Manuel
    3. August 2011

    Ich finde, das Thema hat sich – wider Erwarten – doch eher in eine sehr friedliche Richtung entwickelt. Sind doch eigentlich -bis auf Nuancen – alle einer Meinung.

    Wie langweilig! Eher Hummeln hier!

  63. #63 knorke
    3. August 2011

    Der Flo kanns nicht verknusen, dass jemand anders auf den ScienceBlogs grade die längeren Kommentarschlachten führt und holt zum Gegenschlag aus. 🙂
    (nurn Witz, nich gleich hauen).

    Nach meiner Erfahrung kann man sichs auch als Lehrer sehr leicht machen. Irgendwann ist alles vorbereitet, die richtige Taktik zur Bezähmung der Bälger ist auch erprobt und in Fleisch und Blut übergegangen (wird aber freilich seit Abschaffung des Rohrstocks nicht mehr evaluiert) und die Pensionierung ist schon in greifbarer Nähe (eta 20 Jahre +/- x).

    Übrigens hat das keinesfalls immer nur mit dem Lehrer selbst zu tun. An meiner alten Schule gab es einen tollen und sehr engagierten Lehrer, der z.B. auch den Videoclub leitete bzw. der Viedoclub war (das muss man auch mal sagen). ich hatte ihn nur in der 11. und 12. Klasse aber in dieser Zeit bemerkte ich sogar, dass er sich veränderte. Sein Engagement schrumpfte und sein Unterrichsstil änderte sich auch. Ich vermute, dass er teilweise am System gescheitert ist (ob von ganz oben, d.h. Direx aus toleriert oder nicht vermag ich nicht zu sagen), jedenfalls konnte man so am Rande immer mal mitbekommen, dass er einigen weniger beliebten (und engagierten) Leuten innerhalb des Lehrkörpers nicht so richtig in kram passte. Mobbing? Zu viel gewollt und gescheitert? Allgemein zu vielen auf den Zeh getreten? Ich weiß nicht, aber es lag am schulischen Umfeld. Wie er heute so ist, weiß ich nicht.

    Das ist mittlerweile auch schon 11 Jahre her, seitdem gabs Pisa und weiß ich nicht alles. ich glaube, die ganzen Reformen und Reförmchen in diesem Zuge haben auch ordentlich zur Verunsicherung beigetragen, ich kenne aber niemanden persönlcih, der mir dazu viel aus eigener Anschauung berichten könnte.

  64. #64 miesepeter3
    3. August 2011

    @Manuel

    “Wie langweilig! Eher Hummeln hier!”

    Schon mal von `ner Hummel gestochen worden? Ich würd da lieber 2 x Wespe vorziehen.

  65. #65 ABC-Schütze
    3. August 2011

    Also wenn ich mich in meinem Freundeskreis umschaue, kann ich beobachten:
    – Nur die wenigsten wurden Grundschullehrer wegen des Berufs, sondern weil sie nicht wussten, was sie sonst studieren sollten.
    – Grundschullehrer haben wirklich viel Zeit, und das nicht nur in den Ferien.
    – Gymnasiallehrer haben deutlich mehr Stress
    – Die meisten Lehrer haben keine Begeisterung für ihre Fächer und entsprechend leidet der Unterricht darunter

  66. #66 Florian Freistetter
    3. August 2011

    @ABC-Schützer: “Die meisten Lehrer haben keine Begeisterung für ihre Fächer und entsprechend leidet der Unterricht darunter “

    “Die meisten”… aha. Das stammt sicher aus der selben Statistik, die festgestellt hat, dass “die wenigsten” wussten, was sie studieren sollten.

  67. #67 Basilius
    3. August 2011

    @Christof

    Puhhh, dann bin ich also doch noch richtig verstanden worden? 🙂

    Ja, auch das kommt vor.
    Dazu braucht es aber ordentliches diskutieren auf beiden Seiten. Es ist nur menschlich, wenn man beim ersten Hören einer Aussage, welche einem eher nicht in den Kram passt, reflexartig die extreme Gegenposition einnimmt. Des weiteren allzu menschlich ist, daß von vornherein der “Gegner” in die vermutete Schublade einsortiert wird und man sich schon mal geistig auf die zu erwartenden (natürlich gefühlt völlig falschen) Argumente vorbereitet um dann zeitnah zur Gegenattacke zu gallopieren…
    Trotzdem sollte man natürlich immer versuchen, erst mal die wirkliche Position des Gegenübers zu verstehen. Oftmals kommt danach die Erkenntnis, daß er gar kein Gegner ist. Wahre Wasserbüffel der Diskussion vermeiden diesen Punkt zielsicher. Vielleicht, damit sie ihr Feindbild nicht aufgeben müssen.
    Als ich die Überschrift las, war mein erster Gedanke: “Au weh! Jetzt geht es wieder los, wie bei den Fahrradhelmen”
    Ich finde, wir haben das hier gar nicht so schlecht gemacht.

    @miesepeter3
    Ich ziehe Bienenstiche * den Wespenstichen vor. Aber darüber hinaus dachte ich, daß Hummeln gar nicht stechen können?

    *) Nein, die lecker essbaren meinte ich hier nicht

  68. #68 maxfoxim
    3. August 2011

    @ Andrea
    “Grundschüler schreiben keine “Klausuren”,”
    wir können es auch gerne Arbeiten oder Tests nennen. Auf jeden Fall denke ich mal, es war klar, was ich meinte.

    “der Stoff wiederholt sich auch nicht alle 4 Jahre sondern ist in 2-Jahresrhythmen gegliedert.”
    Alle die ich kenne sind 4 Jahre zur Grundschule gegangen. Wenn man annimmt, dass ein/e Grundschullehrerin eine Klasse den ganzen Zeitraum behält, sind das doch 4 Jahre oder? Vielleicht meinten wir ja was verschiedenes.

    “Zu den in der Regel 6 3/4-Stunden Unterricht kommt die Vor- und Nachbereitung.”
    Ja, richtig. Aber man macht die Vor/Nachbereitung ja nicht immer wieder neu. Wenn man clever ist, benutzt man die Materialen und sonstiges immer wieder. Man beginnt ja nicht bei jeder neuen Klasse wieder bei Null.

    ” Zudem schlagen in der Grundschule immer mehr Kinder auf, die Verhaltensauffälligkeiten zeigen und integriert werden müssen. ”
    Da stimme ich zu. Das habe ich auch teilweise gemeint, als ich schrieb, dass Eltern im großen und ganzen auch ein Problem darstellen.

    Zum Thema Tante: Man sollte mal eine Umfrage machen, wieviel Tanten denn Lehrerinnen von Beruf sind. Das wird schon gruselig. Du, meine Freundin ich… 😛 😉

  69. #69 noch'n Flo
    3. August 2011

    @ Basilius:

    Immer dran denken: der Biss eines einzigen Pferdes kann eine Wespe töten.

  70. #70 Kallewirsch
    3. August 2011

    Die meisten Lehrer haben keine Begeisterung für ihre Fächer und entsprechend leidet der Unterricht darunter

    Ich denke, das ist wie in den meisten anderen Berufen auch. Irgendwann ist die Luft herraussen, wenn einen die nackte Realität einholt. Ist bei mir auch nicht anders. Nach 25 Jahren in der Softwareentwicklung, programmiere ich privat so gut wie nix mehr. Als das alles vor langer, langer Zeit noch ein Hobby war, hab ich jeden Fetzen Papier zu dem Thema gelesen, Algorithmen ausprobiert und viele Dinge rein aus Spass an der Freude programmiert. Das hat sich alles im Lauf der Zeit aufgehört.

    Aber zurück zu Lehrern. Die Lehrer die mir aus meiner Schulzeit in Erinnerung geblieben sind, zeichnen sich durch 2 Dinge aus: entweder waren sie furchtbar schlecht oder aber du hast denen vom ersten Augenblick an angesehen, dass sie für das Fach, dass sie unterrichten Feuer und Flamme sind und da mit Engagement reingehen. Und das waren dann die wirklich guten Lehrer.

  71. #71 Basilius
    3. August 2011

    @ABC-Schütze
    Also mal ganz abgesehen davon, daß Florian (und eigentlich auch genügend andere) schon alles wesentliche zu solcherlei Anekdoten-Tratsch gesagt hat:

    Nur die wenigsten wurden Grundschullehrer wegen des Berufs, sondern weil sie nicht wussten, was sie sonst studieren sollten

    Und?
    Was wäre daran so schlimm?
    Denn irgendetwas daran soll ja wohl negativ sein, sonst hättest Du es nicht geschrieben. Den allermeisten Schülern, welche nach der Schule eine Ausbildung anfangen sollen und sich dann dafür ganz toll Azubi schimpfen lassen dürfen, wird es nicht wesentlich anders ergangen sein. Wer könnte es ihnen verübeln, mit stolzen 14 Jahren noch nicht so perfekt den eigenen Lebensweg gefunden zu haben?
    Ich für meinen Teil bin ja nur solange es ging auf der Schule geblieben , weil ich auch nicht wußte, welches der möglichen Berufsausbildungsangebote ich denn hätte nehmen sollen. Studiert habe ich dann das, was vom Angebot am wenigsten unangenehm schien.
    So what?

  72. #72 Basilius
    3. August 2011

    @noch’n Flo

    Immer dran denken: der Biss eines einzigen Pferdes kann eine Wespe töten.

    Da ich jemanden kenne, der auf einen einzigen Wespenstich mit einem echten anaphylaktischen Schock reagiert, glaube ich Dir das Gegenteil sofort.
    ^_^

    @Kallewirsch

    Ich denke, das ist wie in den meisten anderen Berufen auch. Irgendwann ist die Luft herraussen, wenn einen die nackte Realität einholt.

    Vollkommen richtig!
    Nur gibt es eben Berufe, denen man das besonders übelnimmt. Bei z.B. Ärzten hat man diesen Verlauf ja auch nicht so gerne.

  73. #73 rolak
    3. August 2011

    🙂 Eines der Dauerthemen, die ich während meines Lebens zeitpunktunabhängig immer gleich beredet sehe. Der Standard dürfte “Die jetzige Jugend ist so aufmüpfig” sein (mindestens seit den alten Griechen bejammert), eher neuzeitlich, dafür aber echte Stehaufmännchen sind die LSD-Abziehbildchen (früher auch gerne mal -Briefmarken).
    (list intentionally incomplete)

  74. #74 Engywuck
    3. August 2011

    vorab: ich habe das zweite Staatsexamen als Lehrer an Gymnasien — und mache inzwischen was anderes 🙂

    allgemein: von dem was mit dem 1. Staatsexamen abgeprüft wird (Unistudium) kannst im Alltag >80% in die Tonne kloppen. Kristallgitterauflösung mit Röntgenstrahlen? Höhere Quantenmechanik? Trennungsgang in der Chemie? Kannst alles vergessen. Dann zwei Jahre (inzwischen 1,5) Referendariat, in dem man als Naturwissenschaftslehrer dauernd auf dem Zahnfleisch hängt, weil man nur zwischen Schule und Seminar pendelt, parallel noch Stunden vorbereiten soll, … Und dann in der ersten Zeit als (angestellter) Lehrer wirds nicht besser: jede Stunde erfordert nicht nur Planung und “halten” sondern auch geräteaufbau, testweise Versuchsdurchführun,… — und dann wird auch noch erwartet, dass man sich anderweitig an der Schule beteiligt – AGs, Computerraum, … Nicht zu vergessen Konferenzen zu den unmöglichsten Zeiten (Unterricht von 7:35 bis 13:00 und dann ab 14:00 wieder (montags… also Aufbau am Sonntag) — und dann liegt in der großen Pause ein Zettel “Klassenkonferenz Klasse 9c in der Mittagspause” im Fach. Und wehe man lässt sich in einer Pause in Schülernähe blicken — dann hast nämlich automatisch Aufsicht (logisch) – wenn was passiert bist erstmal du mit dran. [Wobei ein Lehrer tatsächlich theoretisch auch außerhalb des Schulhofs grobes Fehlverhalten eines Schülers nicht tolerieren darf. Anderes Thema]

    Ich habe mir von ehemaligen Studienkollegen sagen lassen, dass sich der Aufwand nach 5-6 Jahren doch etwas reduziert, weil man dann Erfahrung hat und weiß, “was geht” (an Methoden, also Art der Wissensvermittlung), aber ich bin inzwischen froh, dass ich das nicht mehr machen muss. Mich hat schon ein 3/4-Lehrauftrag geschlaucht. Inzwischen weiß ich: wenn nichts dazwischenkommt schalte ich um 16 uhr den Rechner ab und gehe nach Hause. Klar, als Lehrer hat man theoretisch automatischen Überstundenausgleich[1], aber mir ist kontinuierliches Arbeiten lieber 😀

    [1] Ob ein Lehrer die “Ferien” zum Arbeitenkorrigieren oder längeren Vorbereitungen nutzt oder ob er dafür lieber in der Zeit, in der auch Stunden gehalten werden mehr arbeitet ist ihm überlassen. Bezahlt werden Lehrer für 40-Wochen-Stunden an 220 tagen im Jahr (wie ein Angestellter), Schüler sind an ca. 190 Tagen in der Schule. Ach ja: Angestellte Lehrer erhalten gerne mal nur knappe Jahresverträge (also vom ersten Schultag nach den großen Ferien bis zum letzten vor den nächsten großen Ferien). Das dafür dann aber gleich in Serie. Hingehalten mit dem Versprechen “Evtl. wird ja nächstes Jahr eine Beamtenstelle frei.” Natürlich dann auch gerne jedes Jahr in einer anderen Schule…

    Nun zu einigen Posts:

    weil er seine Hausaufgaben nicht mit grüner Farbe unterstreicht und keine schöne Schrift hat.

    Und da hat der Lehrer sogar Recht 😀 Theoretisch darf ein Mathelehrer wegen Rechtschreibfehlern die Note nach unten korrigieren. Grund (grob gesagt): ein Lehrer soll laut Schulgesetz und Verordnungen den Schüler benoten und nicht nur das Fachwissen. Dafür darf in der Note (zumindest in Bden-Württemberg) kein “Verhalten” mit hineinspielen. Übrigens (auch das eine Fehlvorstellung) darf ein Lehrer gar nicht einfach die ermittelten Noten aufsummieren und den Durchschnitt bilden (ggf. gewichtet) für die Gesamtnote an Schuljahresende. Erstens sind Noten, da diskrete Werte, schon mathematisch eigentlich nicht über Mittelwertbildung verwertbar. Zweitens: “Die Bildung der Note in einem Unterrichtsfach ist eine pädagogisch-fachliche Gesamtwertung der vom Schüler im Beurteilungszeitraum erbrachten Leistungen.” (§7(2) Notenbildungsverordnung BW, Hervorhebung von mir).
    Zudem: “Der Begriff »Anforderungen« […] bezieht sich auf […] sowie auf die Art der Darstellung.” (selbe Quelle, §5(3))
    Ein Lehrer darf zudem rein rechtlich die Notenskala (also bis wann es “noch” eine 1 und ab wann eine 6 gibt) relativ frei festlegen – dazwischen muss es aber linear sein (laut Gerichtsurteil, BW). Bei 52% richtig eine “6” zu erteilen ist also korrekt (auch wenn ich dies meinem Französischlehrer ewig nachtragen werde – der Idiot hätte das vorher bekanntgeben können, dann hätte ich auf die Arbeit gar nicht gelernt ;-))

    wo jeder Beamter der mal kurz niesen muss gleich in den Krankenstand geht

    Ich hab mich damals bei einem schweren grippalen Infekt am zweiten Tag wieder in die Schule geschleppt, weil was besonderes für die Klasse geplant war. Ergebnis: Dumme Anrufe der Eltern und Beschwerden der Schüler, ich würde sie der Gefahr der Ansteckung aussetzen. Nunja, ich habe gelernt…

    er muss seine Arbeitszeit auch wirklich in der schule verbringen

    Ich kenne viele Lehrer, die das gerne können würden. Sag das mal den Städten, die die nötigen Räumlichkeiten und Arbeitsmaterialien schaffen müssten (nein, im Lehrerzimmer mit 50cm Tischbreite und 2 Computern für 60 Lehrer kann man weder Stunden vorbereiten noch Arbeiten korrigieren).

    es gibt keine evaluierungsmöglichkeiten (wenn eh alle Lehrer so supertoll sind wieso wehren sich so viele Lehrer bzw die Gewerkschaft dagegen?)

    Ganz einfach: kein Schulleiter ist dafür ausgebildet und die wenigsten sind dazu fähig, “sauber” Leistungen zu bewerten. Das führt in der Realität dazu, dass die Gutmütigen, weil sie sich nicht wehren, “bestraft” werden. Zudem: wie willst du Leistung objektiv messen? Notenschnitt? Welche didaktischen methoden er anwendet? Willkommen beim Nachlaufen von Modetrends, Bewertung durch Eltern? Die orientieren sich üblicherweise nach Noten und dem was die Schüler erzählen. Also gibts für “nichts” gute Noten und der Lehrer verlangt nichts (–> zufriedene Schüler). Alles nicht sooo einfach. Wenn Du ein gutes System der Bewertung mit objektiven kriterien kennst: her damit. Wirklich faule Lehrer sind nämlcih auch den Kollegen ein Dorn im Auge.

    Fehlverhalten & Konsequenzen: Das kenne ich aus der Wirtschaft eigentlich ganz genauso. Vorrausgesetzt, der Betrieb ist groß genug gibt es da nur noch wenig Unterschiede.

    Kann ich nur bestätigen. Ebenso wie Florians Aussage, dass das Problem ist, dass einfach kaum jemand faule Astronomen kennt 🙂

    Ein Lehrer schlägt sich nicht täglich mit brüllenden Chefs rum

    Da kennst du manche Rektoren schlecht…. Wobei ich immer noch der Meinung bin, dass es zu einem brüllenden Chef noch eine “Steigerungsform” nach unten gibt: den, der allen alles durchgehen lässt, weil er keinen Mumm hat. Der sorgt nämlich für eine Vielzahl “fauler” Leute in seiner Abteilung bzw. Schule.

    Die werden (jedenfalls in meinem Ressort) von oben gnadenlos kontingentiert, es muss in jeder Behörde der gewünschte Durchschnitt und die gauß’sche Glocke rauskommen.

    Ist nicht nur bei dir so. x% *müssen* pro Jahr die Empfehlung erhalten, dass sie ein Jahr früher den Gehaltsaufstieg schaffen, und dafür wieder x% erst ein Jahr später (ja, das wurde genau so festgelegt). Das heißt, ein Rektor muss beispielsweise jedes Jahr *exakt* zwei “gute” und zwei “schlechte” Lehrer finden. Egal ob er in dem in Frage kommenden Kontingent (geht ja nur um die kurz vor der nächsten Erhöhung, also etwa 20%) nun nur einen Guten, drei Schlechte und den Rest mittelmäßige hat.
    Mal abgesehen davon, dass das nicht objektiv geschieht, da es keine objektiven Regeln gibt, wer gut oder schecht ist.

    Beim verbeamteten Lehrer ist ja schon das Wechseln des Bundesland nur schwierig möglich

    Versuch mal, den Regierungsbezirk zu wechseln… ich hatte eine Mitstudentin, die versehentlich dem falschen Regierungsbezirk fürs Referendariat zugeteilt wurde. Unkorrigierbar, die Listen waren ja schon erstellt. Dabei hatte sie eine Schule, die sie unbedingt wollte….

    die ihre Unterrichtsmaterialien seit 20 Jahren(in sofern ist Vor u. Nachbereitung absolut nicht gegeben) nicht mehr geändert haben

    Konferenzen, Aufbauten im naturwissenschaftlichen Unterricht, Klausurerstellung und -korrektur, Elterngespräche (gerne auch mal Anrufe nachts um halb zehn) zählt also alles nicht… Interessant…

    Nur die wenigsten wurden Grundschullehrer wegen des Berufs, sondern weil sie nicht wussten, was sie sonst studieren sollten

    Dann schau dir mal an, wer alles BW studiert. Oder Informatik “ich kann ja einen PC selber einschalten”

    Noch ein Punkt, warum viele Lehrer als “faul” ansehen – ein Lehrer kann sich die Zeit einteilen. Ob er mittags auf dem Tennisplatz steht und dafür bis 23 Uhr den (über)nächsten Tag vorbereitet oder ob er ab 17 Uhr Counterstrike zockt weil er vorher alles erledigt hat ist seine private Entscheidung. Ein Angestellter hat diese Freiheit (und damit auch Verantwortung) nicht, dafür endet der Arbeitstag (normalerweise) mit Büroschluss, sieht aber den Lehrer auf dem Tennisplatz, während er selber arbeiten “muss”.

    Nochmals: ich bin froh, nicht mehr bei diesem Haufen zu sein, aber “alle Lehrer sind faul und verdienen zu viel” und ähnliche Vorurteile sind einfach falsch.

  75. #75 Timtam
    4. August 2011

    @Florian

    “Und da kommt man dann auch zwangsläufig in Kontakt mit den schlechten Lehrern. Im Gegensatz z.B. zu schlechten Werbegrafikern, schlechten Tontechnikern o.ä. Die schlechten Lehrer trifft jeder Mal und natürlich merkt man sich das, über das man sich ärgert besonders stark. Das trägt vermutlich auch zum Gefühl bei, dass die Lehrer ihren Job nicht richtig machen. ”

    Den Werbegrafiker kannst du als Kunde wechseln, den Tontechniker auch… den Lehrer? Mach das mal so einfach. Genau da liegt die Krux. Einem Lehrer bist du, und somit einem Teil deines Lebensweges und deiner Karriere ausgeliefert, einem Tontechniker eben nicht. Und wenn er dich auf den Kieker hat, seine Launen an dir auslebt etc etc oder , worst case, deine weltanschauliche Einstellung rundweg ablehnt, dann hast du eben ein Problem gegen das man kaum ankommt.

    “Dafür darf in der Note (zumindest in Bden-Württemberg) kein “Verhalten” mit hineinspielen. Übrigens (auch das eine Fehlvorstellung) darf ein Lehrer gar nicht einfach die ermittelten Noten aufsummieren und den Durchschnitt bilden (ggf. gewichtet) für die Gesamtnote an Schuljahresende. Erstens sind Noten, da diskrete Werte, schon mathematisch eigentlich nicht über Mittelwertbildung verwertbar. Zweitens: “Die Bildung der Note in einem Unterrichtsfach ist eine pädagogisch-fachliche Gesamtwertung der vom Schüler im Beurteilungszeitraum erbrachte
    n Leistungen.” (§7(2) Notenbildungsverordnung BW, Hervorhebung von mir). ”

    Kann man irgendwo eine Neubewertung von Zeugnissen einfordern? Ausnahmslos jeder Lehrer hat das betrieben, denn ich erlebt oder von dem ich gehört hab.

  76. #76 Wolf
    4. August 2011

    @ DerLuschtigeRobot: “Da muss ich widersprechen: Hornissen sind wesentlich friedlicher als viele Wespenarten, und überhaupt ist sich kaum jemand bewusst, dass es da sehr verschiedene und sich recht unterschiedlich verhaltende Wespenarten gibt.”

    Mag sein. 😉
    Aber ich finde Wespen (die gemeine Obstkuchentafelrunde zerstörende), die auf mich zu fliegen nicht annähernd so beeindruckend wie eine Hornisse. Habe beides schon getroffen, und ich schwöre bei allem was mir heilig ist (muhahaha): Die Hornissen hatten Zornesfalten auf der Stirn 😉
    Wobei man natürlich Erstere deutlich häufiger antrifft als letztere (leider 🙁 )

    Allerdings scheint es sich hier wirklich eher um Hummeln zu handeln 😉

  77. #77 Markus A. Dahlem
    4. August 2011

    Bei den Gehalt sollte man auch mal auf das der Gymnasiallehrer gucken.

    Ich zitiere mal aus dem Newsletter 03/2009 des Hochschulverbandes:

    Berlin: Gleicher Lohn für angestellte Lehrer und Hochschullehrer
    Vom 1. August 2009 an erhalten angestellte Lehrer in Berlin rund 3846 Euro brutto im Monat. Das sind rund 1200 Euro brutto mehr als zu Jahresbeginn, wie die Senatsverwaltung am 17. Februar 2009 mitteilte. Damit will der Berliner Senat die Abwanderung von Lehrern in andere Bundesländer stoppen. Das Grundgehalt für einen W2-Professor in Berlin liegt demgegenüber bei 3890 Euro im Westen und 3650 Euro im Osten.

    Letztlich sind Lehrer in Berlin nicht verbeamtet, deswegen hinkt der Vergleich etwas. Und ich stimme den Tenor Deines Beitrages vollkommen zu. Ja selbst die gute Bezahlung gegenüber den W-Gehältern geht aus meiner Sicht in Ordnung, da es letztlich keinen Mangel an Hochschullehren gibt. Aber von einer allgemein schlechten Bezahlung würde ich bei Lehrern nicht sprechen.

  78. #78 miesepeter3
    4. August 2011

    @Basilius

    Hummeln, früher auch Stechimme genannt, können sehr wohl stechen, sind aber im Prinzip sehr friedliebend. Ich bin mal barfuß auf eine draufgetreten, da hat die dann aber doch gestochen. Das war ziemlich unangenehm, der ganze Fuß schwoll an und schmerzte ca. drei Tage. Wespenstiche sind bei mir nur wenig schlimmer als Mückenstiche, daher also meine “Vorliebe” für Wespenstiche.

    @Wolf
    Auch die Hornisse ist in der Regel viel weniger angrifsslustig als die Wespe. Sie erscheint nur bedrohlicher als diese, weil sie doppelt so groß ist und ihr Fluggebrumme einen tieferen Ton ergibt, der uns viel bedrohlicher erscheint.

    Weiß ich noch aus der Schule, war `n guter Lehrer.
    (da hab ich aber wieder elegant die Kurve zurück zum Thema gekriegt, oder?)

  79. #79 Basilius
    4. August 2011

    @timtam

    Kann man irgendwo eine Neubewertung von Zeugnissen einfordern? Ausnahmslos jeder Lehrer hat das betrieben, denn ich erlebt oder von dem ich gehört hab.

    Dann hast Du unglaubliches Pech gehabt. Wenn wir also mal wieder in der persönlichen Anekdoten-Kiste kramen wollen, dann komme ich auf eine recht positive Bilanz.
    Die meisten Lehrer, welche ich kennenlernen durfte haben einfach versucht ihren Unterricht zu machen. Mal besser, mal schlechter. Es gab in praktisch jedem Schuljahr 1-3 Lehrer, welche ich als prägend für meinen weiteren Weg empfunden habe. Diese hatten es in einem Jahr geschafft, mir den Zweck ihres Faches so zu vermitteln, daß ich für den Rest meines Schulweges “im Boot” war und von selber am Thema bleiben wollte, auch wenn ein späterer Lehrer eher langweilig war.
    Richtig schlechte Lehrer hab ich in all den Jahren nur zwei erlebt. Der eine war einfach ein Depp, auf den alle miesen Vorurteile den Sportlehrern gegenüber tatsächlich zutrafen. Der hat bei mir viel kaputtgemacht. Meine Motivation für sportliche Betätigung kam erst in meiner Abschlußklasse beim Abitur. Dort hatten wir einen hervorglänzenden Lehrer, der uns unglaublich viel beigebracht hat. Mir war bis dahin nicht bewusst, daß das im Fach Sport überhaupt möglich wäre. Jedenfalls gehörte ich bis dahin immer zu denen, welche beim Auswählen der Mannschaften bis zum jämmerlichen Schluß übrig blieben…das ist keine schöne Erfahrung.
    Der andere Lehrer hatte tatsächlich das gemacht, was hier angesprochen wurde. In der letzten Stunde vor Zeugnisausgabe bei der Notendurchsprache hat er mir einfach so eröffnet, daß meine rechnerisch aus den Prüfungen ermittelte Note so nicht ins Zeugnis wandern würde, sondern um eine Stufe abgewertet. Begründet hat er das mit zusätzlichen Noten für Mitarbeit im Unterricht, von denen ich vorher nie etwas erfahren hatte. Kam mir sehr unfair vor. Ich gehe immer noch davon aus, daß er mich tatsächlich einfach gehaßt hat. Das konnte man jedenfalls immer wieder mal durchschimmern sehen. Was ich ihm eigentlich getan habe ist mir bis heute noch ein Rätsel. Im Fach bin ich dann (später halt) trotzdem recht gut gewesen 😛

    Für meinen Fall bleibt die Bilanz also doch recht positiv. Ein schlechter Lehrer kann Dir viel versauen, keine Frage, aber ein guter Lehrer konnte das bei mir immer wieder so ausgleichen, daß letztlich mein Interesse am Thema nicht darunter gelitten hat.

  80. #80 Basilius
    4. August 2011

    @miesepeter3
    Kurz noch Off-Topic:
    Hummeln können tatsächlich stechen!?! Du hast anscheinend Recht:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Hummeln#Verteidigungsverhalten
    Das war mir gar nicht bekannt. Auch ich glaubte immer, daß die das gar nicht können. Ich bin jedenfalls noch nie von einer gestochen worden, was für mich ausreichender Beleg war, da ich von so ziemlich jedem anderen gewöhnlichen Insekt aus Feld und Flur schon mal gestochen/gebissen worden bin (Nein keine Exoten, wie z.B. Hornissen).

    Danke für die Korrektur!
    Wieder mal was gelernt.

  81. #82 Basilius
    4. August 2011

    @Hans
    Und?
    Was wären denn die konkreten Thesen aus dem Buch? Aus dem Klappentext geht das leider nicht wirklich hervor. Bislang brennt noch nichts.
    Also, dann mal raus damit: Welche Farbe, Geschmack, Geruch, etc. soll das “Öl” haben und wer mag es anzünden (falls es überhaupt entflammbar ist)?

  82. #83 derari
    4. August 2011

    Ungefähr jede Diskussion über Lehrer, die ich jemals hatte:

    Ich: Lehrer haben es gar nicht so leicht.
    Anderer: Doch, denn bla blubb Vorurteile.
    Ich: Wenn das alles so toll ist, dann werd doch selber Lehrer.
    Anderer: Nee, das wär mir zu anstrengend.

    Keine weiteren Fragen.

  83. #84 Timtam
    4. August 2011

    @Basilius:

    Sie haben es im übrigen direkt vor unseren Nasen betrieben und vorgerechnet.

    Es geht eben nicht nur um die Motivation, sondern auch um das Zeugnis, ein Stempel fürs Leben. Und bei passende/m/n Lehrer/n hat man gerne einen Grund weniger glücklich zu sein

  84. #85 Wolf
    4. August 2011

    @miesepeter: Sach ich doch 😉

    Habe als Kind mal versucht ne Hummel zu fangen. Fand sie nicht gut. Tat saumäßig weh der Stich. ;-))

  85. #86 Engywuck
    4. August 2011

    Kann man irgendwo eine Neubewertung von Zeugnissen einfordern? Ausnahmslos jeder Lehrer hat das betrieben, denn ich erlebt oder von dem ich gehört hab.

    Ich schließe mich dem unglaublichen Pech an – die meisten meiner Lehrer waren – we zu erwarten – Mittelmaß.
    Ansonsten: schau mal ins Schulgesetz bzw. das Äquivalent der Notenbildungsverordnung deines Bundeslandes. Da gibt es (leider) enorme Unterschiede. Inklusive Bundesländern, bei denen der Schüler in aufeinanderfolgenden Jahren nicht mehr als z.B. eine Notenstufe auseinanderliegen *darf* (sonst muss der Lehrer mit Riesenaufwand eine entsprechende Begründung schreiben). ja, das gilt in beide Richtungen.

    Ich kenne nur die von Baden-Württemberg genauer, und da steht in der Notenbildungsverordnung:
    dort steht in §6:

    (1) Die allgemeine Beurteilung beinhaltet Aussagen zur Arbeitshaltung (z. B. Fleiß, Sorgfalt), zur Selbständigkeit (z. B. Eigeninitiative, Verantwortungsbereitschaft) und zur Zusammenarbeit (z. B. Hilfsbereitschaft, Fairneß) in der Klassen- und Schulgemeinschaft.

    Das sind die sogenannten Kopfnoten.

    Zudem in §7:

    (1) Grundlage der Leistungsbewertung in einem Unterrichtsfach sind alle vom Schüler im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen (schriftliche, mündliche und praktische Leistungen).

    Achtung: die mündliche *Leistung*, also das was real geleistet wird. Mitarbeit fällt da eher nicht darunter – ein Schüler, der sich dauernd medet und dann etwas absolut falsches sagt bringt nunmal weniger *fachliche* Leistung als der Schüler, der mitdenkt und alle zwei Wochen was ungeheuer kluges sagt, was den Unterricht voranbringt.
    Allerdings: Lehrer sind auch nur Menschen…
    Gute Lehrer überlegen sich vor der Stunde, wen sie “besonders beobachten” *und rufen diese Person dann auch auf, ohne dass sie sich meldet.

    Auch interessant:

    (4) Der Fachlehrer hat dem Schüler auf Befragen den Stand seiner mündlichen und praktischen Leistungen anzugeben. Nimmt er eine besondere Prüfung vor, die er gesondert bewertet, hat er dem Schüler die Note bekanntzugeben.

    Theoretisch könnte ein Schüler jede Stunde nachfragen, wie er “steht”. Praktisch kann der Lehrer immer sagen, dass er die Noten gerade nicht dabei hat und dies erst in der nächsten Stunde bringt….. 😉 Aber wenn man den Verdacht hat, dass der Lehrer nach Bauchgefühl entscheidet kann man da schon was machen…

    Wobei, wie gesagt, jedes Bundesland hier andere Regeln hat. Nur ein Beispiel: in manchen Bundesländern führt Schummeln bei der Arbeit automatisch zu einer “6” – in Baden-Württemberg kann der ehrer je nach Schwere Punkte abziehen, Teile nicht werten — oder auch die 6 verpassen. Hier ist eine pädagogische Abwägung möglich.

    Zu Zeugnisnoten allgemein: Da dies ein offizielles Dokument einer öffentlichen Anstalt ist (Vorsicht! Nicht notwendigerweise die Halbjahresinformation) kann man in einem gewissen Zeitraum nach Ausstellung gegen die erteilten Noten Einspruch einlegen bzw. sogar klagen. Dann hat der Lehrer einen Riesenaufwand, weil er sauber klarlegen muss, wie er zur Note gekommen ist. Ob sich das Verhältnis zum Lehrer (bzw. den Lehrern) dadurch bessert ist allerdings nicht unbedingt sicher 🙂
    Wobei ich einen Klassenkameraden als Schüler hatte, der dies in Ethik Klasse 11 durchgezogen hat – und der dann ein sehr ordentliches Abi abgelegt hat. War allerdings auch sehr aktiv in allen möglichen Schulangelegenheiten (SMV, Schülerzeitung, …) — und er hatte Recht. Der Lehrer hatte nämlich Teile des Lehrplans nicht unterrichtet. (war in diesem Fall von seiner Seite verständlich, aber…).

    Zurück zum Thema: irrelevante Zeugnisse (also keine Abschlusszeugnisse oder wenn die Note sich nicht aufs Folgejahr überträgt, s.o.) würde ich mir schwer überlegen, ob ich klagen sollte. Bei Abschlusszeugnissen ist das natürlich was anderes.
    Verjährung würde ich mal auf zwei Jahre schätzen, so lange soll man als Lehrer jedenfalls seine Unterlagen aufheben.

  86. #87 DerLustigeRobot
    4. August 2011

    @Basilius: “…keine Exoten, wie z.B. Hornissen”

    Da muss ich leider widersprechen, Hornissen sind nicht exotisch, sondern endemisch; sie gehören in unsere Landschaft, und das schon lange. “Selten” und “besonders” würde ich dagegen unterstützen; man sieht sie in der Stadt seltener, da sie eigentlich die lichten Flächen bestimmter Wälder bevorzugen.

    Ein ebenfalls anekdotischer Spruch: “Wer Hornissen hat, hat keine Wespen” (da Hornissen fleißige Insektenvertilger sind).

    Es stimmt, dass Hummeln stechen können, nur beißen sie noch häufiger zur Abwehr. Wirklich stechlustig sind die seltener zu findenden Baumhummeln –dunkler Körper, weißer Hintern– und gel. auch Steinhummeln –dunkler Körper, roter Hintern.

    Und wo lernt man solche nützlichen naturbezogenen Fakten? — Bei einem Lehrer natürlich. (Weiterer Spruch: Früher hielten Lehrer sich Honigbienen, heute hält sich einer, der auf sich hält, Hummeln, Hornissen und Wespen.)

  87. #88 Basilius
    4. August 2011

    @Timtam

    Sie haben es im übrigen direkt vor unseren Nasen betrieben und vorgerechnet.

    “Sie” meint wohl die Lehrer, aber was das “es” sein soll ist mir jetzt eher schleierhaft. Was haben die da vorgerechnet?
    Ansonsten kann ich mich nur wiederholen: Es tut mir für Dich sehr leid, wenn Du da so Pech gehabt hast und so schlechte Erfahrungen machen musstest. Meine waren zusammengefasst wirklich deutlich positiv und die paar vorhandenen negativen waren zwar übel, aber nicht so wirklich bleibend. Allerdings (oder deshalb?) bin auch tatsächlich meist recht gern zur Schule gegangen.

    @DerLuschtigeRobot

    Da muss ich leider widersprechen, Hornissen sind nicht exotisch, sondern endemisch…

    Gna! Gna! Gna!
    Hätte ich doch bloß nicht so flapsig/schlampig geschrieben. Das kommt davon, wenn man sich unvorsichtigerweise nicht so ganz exakt ausdrückt (ich dachte noch ganz kurz, den “Exoten” draus zu machen, hätt’ ich bloß…). Ich meinte latürnitsch, daß Hornissen bei uns im Gegensatz zu Bienen/Wespen (und auch Hummeln) schon deutlich seltener sind. Ich wollte damit keinesfalls zum Ausdruck bringen, daß die wie zum Bleistift die amerikanische Großschabe von irgendwo weit her rübergemacht haben. Ja, die sind endemisch.
    Ich durfte mal in einem Ferienholzhaus Urlaub machen, in dessen Dachfirst sich eine Königin ihr Nest bereitet hatte. Dem Vermieter war das total unangenehm, weil er durfte die Viecher ja nicht ausräuchern oder abfackeln, was er wohl liebend gerne gemacht hätte. Ich kann seine Angst um seine Kundschaft insofern verstehen, weil die Hütte wirklich winzig war und die Startbahn der Hornissen gerade mal einen guten Meter über der Eingangstüre.
    Wir fanden das total spannend! In der Woche habe ich bestimmt 10-mal soviele Hornissen gesehen, als in meinem bisherigen Leben. Und natürlich ist uns gar nichts passiert.

    Baumhummeln habe ich auch schon öfter gesehen.
    Steinhummeln wären mir noch nie aufgefallen. Kannte ich bisher aber auch gar nicht.

    Und wo lernt man solche nützlichen naturbezogenen Fakten? — Bei einem Lehrer natürlich.

    Jetzt wo Du es sagst, ich glaube fast, daß mein HummelNixSteche-Irrglauben von meinem Bio-Lehrer der 5. Klasse verzapft wurde. Der war zwar ziemlich streng, aber auch ziemlich gut im erklären und Stoff interessant darbringen. So einer Respektsperson glaubt man natürlich so etwas (und das anscheinend auch ziemlich lange…).
    (._.)

  88. #89 noch'n Flo
    5. August 2011

    @ Basilius, DLR, Wolf, mp3:

    Hummel, Hummel!

  89. #90 miesepeter3
    5. August 2011

    @noch`n Flo

    Kennst Du die typisch hamburgische Antwort?

  90. #91 Basilius
    5. August 2011

    @miesepeter3
    Ja.

  91. #92 noch'n Flo
    5. August 2011

    @ mp3:

    Was für ‘ne Frage – ich bin im Hamburger Speckgürtel aufgewachsen.

  92. #93 DerLustigeRobot
    5. August 2011

    @Die letzten Drei:
    bes. @nochnFlo: das war jetzt wichtig, der Hinweis, nicht im Hamburgischen Armenviertel aufgewachsen zu sein…

    Mors, mors!

  93. #94 Muddi & theBlowfish
    5. August 2011

    Dat is doch’n Klacks für nen Hamburger Jung.
    Zu den Hummeln: Was isch ja noch nicht gewusst habe (und ich hatte gute Biolehrer und -innen) :
    Erst hebt sie das mittlere Bein zur Warnung, dann brummt sie und dann wirft sie sich auf den Rücken?!
    Klingt eher nach ner Katze…. muss ich gleich morgen mal ausprobieren… Dann kenn ich auch den Unterschied zwischen Bienen-Hummel und Wespenstichen….
    Ich hatte den Eindruck Biene hat man länger was von, Wespe tut mehr weh…

  94. #95 nichtschonwieder
    5. August 2011

    @noch´n Flo:

    ich bin im Hamburger Speckgürtel aufgewachsen

    Es hat doch aber keiner gesagt, dass Du den ganzen Speck mitnehmen sollst. “duckundweg”

  95. #96 Timtam
    5. August 2011

    @Basilius:

    Will ja nicht wissen, was du unter ” es” vestehst^^…. meinte nur schlicht das Note aus dem Durchschnitt berechnen. Tja, Pech gehabt. Was irgendwo meinen Punkt bestätigt:

    Das Problem das die meisten mit Lehrern haben, ist das eben die Karriere und der eigene Lebenslauf von Lehrern entschieden werden. Und da kann man eben aus einer Vielzahl von Gründen die Arschkarte ziehen. Und wenn dann, wie bei vielen Lehrern, nach einiger der Beamtenstatus, gute Bezahlung etc. zu der für Lehrer möglichen Willkür dazu kommen, sorgt nicht umbedingt für steigende Sympathien.

  96. #97 Basilius
    5. August 2011

    @Timtam
    Ich glaube, ich stehe auf dem Schlauch und verstehe Dich immer noch nicht. Was wäre jetzt so ausgesprochen schlecht daran, wenn ein Lehrer die Zeugnisnote aus dem Durchschnitt aller Noten über’s Jahr zusammenrechnet?
    Mal abgesehen davon, daß das:
    1. Gar nicht so vorgesehen ist laut Verordnung (siehe Engywuck)
    2. Durchaus weitestgehend üblich
    3. Ich genau einen Fall beschrieben habe, in dem ein Lehrer diesen Durchschnitt durch (mir unbekannte) mündliche Noten nach unten “korrigiert” hat?

    Ja, letzteres fand ich total unfair, aber eigentlich nicht, den Vorgang an sich, sondern weil ich heute noch davon überzeugt bin, daß der Sack mich einfach auf dem Kicker hatte. Ich kann mich nämlich nicht erinnern, daß ein einziger anderer Schüler von ihm solche Extra-Noten bekommen hatte.
    Dem gegenüber kann man das System ja auch in die andere Richtung betreiben, womit man auch wieder sieht, daß die Idee dahinter schon richtig ist. In einem anderen Fach hatte ich mal so einen richtig schlechten Start (und schwere Hypothek aus dem Vorjahr), daß mein Lehrer mir am Jahresende nach einer wahnsinnig rasanten Aufholjagd doch noch die bessere Note gegeben hat. Obwohl durchschnittsrechnerisch doch noch eins schlechter rausgekommen wäre. Er hat das damit begründet, daß ich im letzten Halbjahr einfach so überzeugend gut gewesen wäre, daß er klar die Tendenz sieht, daß das nächstes Jahr so weitergehen wird.
    Der Mann hatte aber auch einen verdammt guten Unterricht und Recht, weil ich nächstes Jahr so weitermachen konnte.

    Zu Deinem letzten Punkt wollte ich vor einiger Zeit schon was schreiben. Florian hatte ja schon mal gemutmaßt, daß einer der Gründe für die besondere Stellung der Lehrer sein könnte, daß eben jeder mit Ihnen, oft auch noch mehrmals im Leben zu tun hat. Das ist sicherlich richtig. Aber ich denke schon, daß Du hier einen noch viel entscheidenderen Punkt ansprichst: Die Macht, bzw. den Einfluss, den Lehrer auf unser gesamtes weiteres Leben haben können.
    Ja, natürlich! Und gerade genau deswegen ist es so irre wichtig, daß wir gute Lehrer haben und unsere Gesellschaft auch allem mögliche unternimmt, damit wir diese bekommen.
    Und dazu gehört eben ein gutes Arbeitsumfeld ermöglichen, wie auch keine falschen Vorurteile weiterpflegen und überall nur auf “Die Lehrer” schimpfen und rumerzählen, wie faul, dumm und gefräßig die sind. Schließlich könnten das ja dann auch die Lehrer sein, die dann später auf unsere Kinder losgelassen werden. Und man hat als Eltern ja sowieso nochmals das gleiche Zittern, weil man ja seinem Nachwuchs doch meistens auch die allerbesten Möglichkeiten bieten möchte. Da wäre es doch schön, wenn man gute Lehrer für bekommen könnte.

    Wobei ich aber auch der Ansicht bin, daß ein einzelner Lehrer nur in ganz exotischen Fällen völlig allein über die Karriere entscheiden können dürfte. Irgendwie sollten sich schlechte Lehrer schon noch etwas “herausmitteln”, man hat ja doch meistens mehr als nur einen.

  97. #98 BK
    6. August 2011

    @ Markus A. Dahlem
    Jaja….Nur: Wenn man sich mal die komplett diesbzgl. Regelung vornimmt, bekommt man das Grausen.
    Das Land Berlin hat sich das so gedacht: Sämtliche angestellten Lehrer werden von Beginn an in die höchste Entgeltstufe eingeordnet. Klingt prima, wa?
    Das Problem dabei ist leider, dass diesen armen Schweinen (ich bin echt froh, dass ich nicht in Berlin unterrichten muss) damit auf alle Ewigkeit eine Gehaltserhöhung außerhalb der tariflichen Erhöhungen versagt bleibt. Ob ich einen Job annehmen würde, bei dem ich im ersten Jahr schon weiß, dass ich bis zur Rente keine Möglichkeit auf “Beförderung” habe? NEIN.

    Ich könnte jetzt noch etwas zu dem Thema aus dem Nähkästchen plaudern, aber es is spät…und morgen muss ich an den Schreibtisch. Ja, auch am Wochenende. Dumdidum.

  98. #99 Engywuck
    6. August 2011

    wenn ein Lehrer überraschen Noten “aus dem Hut zaubert” einfach zeigen lassen, wann er diese ermittelt hat. Sollte/müsste aus seinen Unterlagen hervorgehen. Im zweifelsfall nächstes Jahr (so man ihn wieder hat) jeden Monat mal nachfragen 😀

    Wobei wir als Schüler damals in 12/1 auch den Eindruck hatten, dass unser Geschichtslehrer die mündlichen Noten dazu nutzte, die “zu guten” schriftlichen Ergebnisse zu korrigieren. War dann aber eher sein Problem. 12/2 bis 13/2 haben wir dann einfach nicht mehr mitgearbeitet sondern parallel unsere Hausaufgaben aus anderen Fächern erledigt (was er in der Stunde vorgetragen hat war ohnehin wortwörtlich aus dem Buch zitiert — auswendig!). Die Notenpunkte blieben seltsamerweise fast gleich – und uns war’s egal, mit 9 Notenpunkten (= 3+) konnten wir leben, zumal er menschlich in Ordnung war.
    Wenn ich so zurückblicke kann ich mich eigentlich nur an zwei pädagogische Totalversager erinnern unter meinen Lehrern: mein Französischlehrer Klasse 7/8, der es mit vorsintflutlichen Methoden (Vokabelabfrage an der Tafel und Korrektur vor versammelter Klasse, um nur ein Beispiel zu nennen) geschafft hat, dass ich hinterher nie wieder von meiner 4 in Französisch runtergekommen bin (zu viele Grundlagen fehlten, da hat auch das eine Jahr mit einer tollen Französisch-Lehrerin nichts genutzt), was mir aber bisher auch nicht geschadet hat — und den überstrengen Deutschlehrer (schönstes Beispiel: als wir nicht in “Bus” sondern “Hufeisen” sitzen wollten ließ er eine Erörterung schreiben, warum “Bus” besser sei — und uns danach vor jeder Stunde die Tische umstellen).
    Alle anderen Lehrer waren Mitte bis super, vor allem meine Deutschlehrerin Klasse 11. Ich hatte vorher nicht gewusst, dass Gedichtinterpretationen Spaß machen können. Von den Naturwissenschaftslehrern und meinem letzten Musik/Religionslehrer ganz zu schweigen.

    Aber klar, wir reden heute noch am ehesten von den schlechten Beispielen — die sind einfach besser im Gedächtnis geblieben. Feindschaft hält sich 😀

  99. #100 Basilius
    6. August 2011

    @Engywuck

    wenn ein Lehrer überraschend Noten “aus dem Hut zaubert” einfach zeigen lassen, wann er diese ermittelt hat.

    Ja ja, das sagst Du jetzt. Jetzt sehe ich das auch so. Damals war ich noch nicht so schlau und getraut hätte ich mich da auch noch nicht gegen so was aufzumucken. Aber es war eh das letzte Jahr in dem ich ihn hatte.
    In der 12 hatte ich meinen besten Geschichtslehrer forever! Der wollte nichts wissen von auswendig gelernten Fakten aus dem Buch. Der wollte politische Zusammenhänge beschrieben, Entwicklungen interpretiert und die handelnden Politiker charakterisiert sehen. Was hat man bei dem alles lernen können! Kurioserweise war der aber bei einigen Mitschülern gar nicht so beliebt. Die hätten tatsächlich lieber so ein stures Auswendig-Lerne-Fach gehabt. Nix mit so zum Nachdenken, näh?!
    Mach’s da mal einem Recht!

    Vokabelabfrage an der Tafel und Korrektur vor versammelter Klasse

    Das kenne ich sogar noch vom Englisch 12 Klasse. Mir ging es aber mit fehlenden Grundlagen in Englisch in den ersten zwei Jahren auch so. Da war ich katastrophal. Gut ging das erst gegen Ende hin. Allerdings kann ich das bis heute nicht auf meine Lehrerin schieben. Die mochte ich nämlich sehr gern. Keine Ahnung, was damals eigentlich schief gelaufen ist.

  100. #101 Klirrtext
    6. August 2011

    Hi,

    also die meisten Kommentare sind scheinbar auf der Grundlage der eigenen Schulerfahrung geschrieben. Ich weiß nicht ob man aus einer Schüler-retro-perpektive objektiv bewerten kann wie stressig/anspruchsvoll der Lehrerjob ist. Ich behaupte ja auch nicht zu wissen wie anstrengend die Arbeit bei REWE ist, obwohl ich da jeden Tag einkaufe… Ich bin selbst angehender Lehrer und habe in meinem engsten Familienkreis einige Lehrer/innen.

    Studium: Man liest hier immer wieder die Meinung, das Lehramtstudium macht man mal eben im vorbeigehen. Ich kann für mich sagen (Physik/Sozialwissenschaften für Gym.) das dem mitnichten so ist. In Physik machen wir echt ziemlich harten Stoff. Unsere Dozenten, die auch die Vorlesungen für die reinen Bachelorstudenten halten, haben uns gesagt, dass wir im Grundstudium den gleichen Stoff machen wie die Bachelorstudenten. Nur in kürzerer Zeit, da wir ja auch noch ein Zweitfach und den erziehungswissenschaftlichen Teil studieren müssen… Also wer meint, da gibts was geschenkt, der ist echt auf dem falschen Dampfer. In der Regel machen von 40 bis 50 Studienanfängern im Bereich Physik ca. 10-15 ihr Staatsexamen.

    Schule: Es mag vielleicht einen geringeren Wettbewerb innerhalb der Schulen geben, der Wettbewerb zwischen den Schulen ist aber immens. In Zeiten immer sinkender Schülerzahlen muss jede Schule zusehen wie sie ihre Klassen voll bekommt. Die Wirkung nach außen ist immens wichtig (außergewöhnliche AGs wie Chinesisch oder auch bilingualer Unttericht). Dieser Druck wird ans Kollegium weitergereicht.
    Die Beförderung zu A14-Stellen geht nicht automatisch und auch der Spruch von der Krähe ist Blödsinn. Es gibt oft genug einen Hauen und Stechen um diese Stellen und Mobbing im Lehrerzimmer ist absolut nichts seltenes.
    Die Bezahlung von Lehrern kann nicht so super sein, sonst wären wohl nicht viele Direktoren/Co-Direktorenstellen unbesetzt…

    Erfahrungen:
    – Mein Vater ist Schulleiter. Für Ihn ist ungelogen eine 60-70 Stundenwoche der Standard. Wer seine Schule fit für die Zukunft machen will, der hat richtig was zu tun.
    -Die Schwester meiner Freundin hat im letzten Jahr ihr Refrendariat beendet und ist jetzt im vollen Schuldienst. Sie kommt auf 28 Unterrichtsstunden pro Woche. Selbst wenn man nur eine halbe Stunde Vorbereitung pro Schulstunde einplant (das ist eigentlich schon utopisch wenig) kommt man auf geschmeidige 42 Stunden. Da sind Korrekturen noch gar nicht eingerechnet.
    -Meine Freundin studiert Grundschullehramt, wenn sie fertig ist sind die Chancen am Stellenmarkt sehr bescheiden. Immer mehr Schulen werden geschlossen und man muss in der Regel erstmal 2 Jahre diverse Vertretungsstellen (von 1 Woche bis paar Monate) annehmen, die bis zu 100 km enfernt sind. Mit Verbeamtung siehts bei den Grunschullehrern auch mau aus…

    Ich kann für mich selbst sagen, dass ich Lehramt studiere, weil ich diesen Beruf liebe. Vor der Klassen zu stehen ist einfach super und ich möchte nichts anderes machen. Die Bezahlung ist meiner Meinung nach mindestens angemessen. Ich werde mindestens 9 Semester studieren + 1,5 Jahre Refrendariat. Wie möchte man die Bezahlung eines Lehrers überhaupt bemessen? Wenn ich pro Jahrgang auch nur einem Schüler mehr die Angst vor Physik/Mathe nehme und der sich daraufhin einen MINT-Studiengang zutraut ist das meiner Meinung nach von unschätzbarem Wert. Oder dass die Schüler im SoWi-Unterricht ein interessierstes Verhältnis zur Politik aufbauen.

    Wer meint Lehrer sind überbezahlte Hänger der soll doch einfach selber einer werden 😉

  101. #102 simop
    6. August 2011

    Zu der anfänglichen Gehaltsdiskussion: Zumindest für die Gehälter in D kann jeder nachlesen, was man als Lehrer an Geld bekommt: http://oeffentlicher-dienst.info/

    Offizielle Anzahl von Arbeitsstunden als verbeamteter Lehrer in Bayern: 42, als angestellter Lehrer 40,1. Das bedeutet 26 bzw. 28 Unterrichtsstunden pro Woche. Ein Segen, wenn man entweder viele Klassen parallel hat oder Fächer, die nicht jedes Jahr einen neuen LEhrplan erhalten.
    Für engagierte Lehrer bedeutet es aber in jedem Fall locker eine 60-Stunden-Woche. Tja, und die Beförderung. Zumindest in BY gibt es eine regelmäßige Leistungsbeurteilung, die auch beförderungsrelevant ist. Wer also schlechte Beurteilungen kriegt, wartet länger auf A14. Aber er kriegt es in jedem Fall – im Fall mancher “netter” Kollegen ein Ärgernis. Wobei einem die Beurteilung (genauso wie das Ergebnis des 2.Staatsexamens) auch nach einem Schulwechsel nachläuft. Wehe, du hast es dir mit deinem Schulleiter verscherzt, egal aus welchem Grund. Dann Ade, Aufstieg in nächster Zeit…
    Ach ja, Funktionsstellen kannst du nur bis zu einem 2. Staatsex. von (je nach Schulart) 2.0 bis 2.5 bekommen – also ein schlechter Abschluss läuft dir nach.

    Na ja, über den Papierkrieg jammern die Lehrer – zu Recht – am meisten, nicht über die Schüler oder den Unterricht oder ähnliches (ja, kann ich empirisch belegen…).

    Wenn man die Lehrer fragt, warum sie Lehrer wurden, ist erwartungskonform die erste Antwort “Freude an der Arbeit mit den Kindern/Jugendlichen” weit vor allem anderen. Was ihnen aber auch sehr wichtig scheint ist, ist eben die soziale Absicherung durch die Tätigkeit im öffentlichen Dienst, in Bayern in der Regel sogar verbeamtet.
    So, jetzt reichts mit den ersten Ergebnissen meiner Forschungsarbeit… 😉

    Fällt mir noch ein – dir größte Frechheit ist aber die Besoldung während der 2 Jahre Referendariat. Zumindest im 2. Jahr hat man schon fast ein ganzes Lehrdeputat, hält normal Unterricht, hat Seminare, Lehrproben etc. – und das für rund 1000 € brutto.

  102. #103 Franz
    7. August 2011

    Lehrer auf diese Art beschimpfen kannst du an deinem Stammtisch. Hier wird vernünftig diskutiert.

  103. #104 noch'n Flo
    9. August 2011

    Wir hatten da ja in der 7. einen etwas trotteligen Erdkundelehrer, der kurz vor der Pensionierung stand. Er liebte es, an sog. “stummen Karten” zu prüfen. Und wenn es um deutsche Geographie ging, bedeutete dies natürlich auch inklusive der DDR. (Nota bene: das war 1984, für den Grossteil von uns war die Zone damals Terror incognita…

    Eines Tages wurde ein Klassenkamerad geprüft, der sich überhaupt nicht vorbereitet hatte. Was auch immer der Lehrer fragte – der Schüler zuckte mit den Schultern. Da waren auch schon etwas schwierigere Dinge, wie z.B. die weisse und schwarze Elster oder die Insel Usedom dabei, aber auch recht einfache Orte, wie z.B. Erfurt oder Dresden.

    Nachdem der Prüfling bis dahin einen Totalausfall hingelegt hatte, fragte ihn der Lehrer zum Schluss: “Und wo ist denn nun Hamburg?” Ein Lächeln breitete sich auf dem Gesicht des Schülers aus, und stolz zeigte er die Hansestadt. “Danke”, meinte der Lehrer, “damit ist es dann eine 6. Wenn Du Hamburg auch nicht gewusst hättest, wäre ich davon ausgegangen, dass Du heute einfach psychisch überfordert bist, und hätte den Test nicht gewertet.”

  104. #105 s.s.t.
    9. August 2011

    Wo wir schon mal bei den Anekdoten sind: Gute, mittelmäßige und schlechte Lehrer hab ich auch erlebt, in großer Auswahl, wohl weil ich recht häufig die Schule wechselte.

    Mal was positives, unser Kunstlehrer in Bruchsal (Mühsal, Trübsal, Scheusal, Bruchsal). Ein farbloser Typ, den man so hinnahm, Kunst eben als Ausruhfach. Aber(!), er war der einzige Lehrer, der mit uns, als Terroristenklasse verschrieen, bereit war, auf Klassenfahrt zu gehen. Da hat er recht gut ‘seinen Mann gestanden’ und den Respekt der ganzen Klasse gewonnen, in der der Zusammenhalt sehr groß war. Die Folge war ein ungwöhnlich guter Output an ‘Kunst’produkten, weit über die üblichen Anforderungen hinaus und von denen jeder sein Gewinn hatte.

    Auf der Klassenfahrt war er ziemlich ‘menschlich’, also seiner Natur entsprechend, und weder künstlich autoritär bzw. anbiedernd.

  105. #106 noch'n Flo
    9. August 2011

    @ s.s.t:

    Ich habe den Eindruck, dass die Kunstlehrer sowieso oftmals die engagiertesten sind (und die Musik-Lehrer – dazu vielleicht später einmal mehr aus eigener Erfahrung).

    Wir hatten bei uns auf dem Gymnasium einen Bildhauer, der mangels Pädagogik-Studium nur bis Klassenstufe 9 unterrichten durfte. Aber er hat jeden von uns motiviert – neben den klassischen Kunsttechniken nahm er im Unterricht auch Comic-Zeichnen, Karikaturen, moderne Skulpturen etc. durch. Eine seiner grandiosesten Aktionen war, 2 Jahrgänge aus 2 Meter langen Kanthölzern (10x10cm) Totempfähle schnitzen zu lassen, die dann auf dem Schulgelände (das an einen Park grenzte) als Allee aufgebaut wurden.

    Leider wurde der grösste Teil der Pfähle recht schnell von irgendwelchen Idioten zerstört.

    Aber dieser Lehrer ist bis heute ungeschlagen im Besuchen von Veranstaltungen des Ehemaligenvereins bzw. von Jahrgangstreffen. Auf unserem 20-Jahre-Abitreffen im diesjährigen Juni war er sogar der einzige Vertreter der Lehrerschaft. Und er kennt bis heute jeden (!!!) seiner ehemaligen Schüler mit Namen.

    (Er hat sich übrigens riesig gefreut, als ich ihm bei unserem Treffen ein paar Fotos mitgebracht habe, die meine aktuellen Erfolge bei der Landschaftsmalerei in Öl nach der “Bob-Ross-Technik” zeigten (zu der ich vor etwa einem Jahr gekommen bin). Ich habe nämlich lange Zeit sehr darunter gelitten, dass ich zwar ziemlich gut in ungegenständlicher Kunst war, aber bei jedem Versuch, gegenständlich zu werden, “voll abgekackt habe”. Auch das empfinde ich als grosse Leistung eines Lehrers: sich mit einem Schüler freuen zu können, wenn er mit einer anderen als in der Schule unterrichteten Methode zum gewünschten Erfolg kommt.)

  106. #107 junia
    11. August 2011

    Meine beiden ältesten Töchter sind über dreißig. Meine jüngste Tochter ist 16. Mir fällt seit dem ersten Schuljahr meiner jüngsten Tochter der Leistungsunterschied der Lehrer meiner Jüngsten auf im Vergleich zu den Lehrern meiner älteren Kinder.

    Meine älteren Kinder hatten bedeutend mehr bedeutend bessere Lehrkräfte und bedeutend besseren Unterricht. Die Lehrkräfte am Gymnasium meiner jüngsten Tochter sind mit ganz wenigen Ausnahmen so grottenschlecht und katastrophal, dass man erschüttert sein muss und sich kein bisschen darüber wundert, dass die heutige Jugend so in den Verdacht geraten ist, strohdumm zu sein. Bei diesen Lehrern ist das kein Wunder. Meine älteren Töchter, die das mitbekommen haben, meinten, die Lehrer müssten mit Videos in ihrem Unterricht überwacht werden und leistungsgerecht bezahlt werden.

    Inzwischen hat sich mein Lehrerbild gebessert, weil meine jüngste Tochter mitten im Schuljahr das Gymnasium gewechselt hat. Sie musste zwar unglaublich viel nachholen und Mathenachhilfe nehmen, weil sie mehr als ein Unterrichtsjahr Stoff nachzuholen hat, aber es hat sich echt gelohnt. Meine Tochter hat gesagt, das sei ihre beste Entscheidung ihres Lebens gewesen, die Schule zu wechseln. Und ich gebe ihr recht.

    Bei den Zentralklausuren hatte die Jahrgangsstufe ihrer alten Schule in der Matheklausur einen Durchschnitt von 4,9, was noch gepfuscht war. Und in ihrer neuen Schule lag der Durchschnitt bei der gleichen Arbeit bei 2,9.

  107. #108 Frollein Rot
    29. August 2011

    Das Problem ist, dass alle glauben, sie würden sich mit Schule auskennen, weil sie eben selber Jahre dort verbracht haben. Aber wehe, man mischt sich in die Berufsausübung eben jener Leute ein. Ich sage doch einem Arzt auch nicht, wie er operieren soll, oder einem Schreiner, welches Holz richtig ist.
    Ich bin Lehrerin an einem Gymnasium. Ich habe durch meine Berufswahl Vorteile, aber auch Nachteile. Ich bin nie vor 16.30 Uhr zuhause, gehe aber spätestens 8.00 in die Schule. So werde ich z.B. auch am Wochenende von Eltern um 23 Uhr angerufen, die dann kein Verständnis dafür haben, wenn ich dann nicht über ihr Kind sprechen möchte.
    Ich nehme jeden gerne mal eine Woche in meinen Alltag mit, der meint, Lehrer würden ein faules Leben führen. Man kann sich in diesem Beruf ausruhen, wie in jedem anderen auch. Aber die wenigsten, die ich kenne, tun das.

  108. #109 Basilius
    29. August 2011

    @Frollein Rot

    Das Problem ist, dass alle glauben, sie würden sich mit Schule auskennen, weil sie eben selber Jahre dort verbracht haben.

    Ja, das könnte ich mir gut vorstellen. Daß die alleremeisten Menschen als Schüler aber nur eine sehr einseitige und unvollständige Sicht auf den Betrieb “Schule” bekommen haben wird gerne übersehen oder ignoriert.

    Ich sage doch einem Arzt auch nicht, wie er operieren soll, oder einem Schreiner, welches Holz richtig ist.

    Naja, manche Leute meinen eben genau das tun zu können. Wenn die Herren Dunning und Kruger vorbeischauen, dann fühlen sich manche Menschen sogar zu noch viel mehr imstande.
    ^_^

  109. #110 cleo
    11. September 2011

    ich bin so ein exemplar: einigermaßen junge lehrerin, ende 30. um mal mit den spekulationen aufzuhören: man verdient als lehrerin (mittelstufe) ca. 2500,- € netto, da ist die krankenkasse dann schon runter. wenn man verheiratet ist und kinder hat, wird es noch mal deutlich mehr.
    ist man gut organisiert, kommt man mit 40 wochenstunden aus (funktioniert allerdings nicht am gymnasium wegen des erhöhten korrekturaufwandes). zeitweilig liege ich sogar darunter, obwohl konferenzen schon eingerechnet sind.