Das Weltraumteleskop Kepler ist auf der Suche nach extrasolaren Planeten. Es hat schon ein paar Dutzend davon entdeckt und außerdem jede Menge Kandidaten. Zu den bisher bekannten knapp 1200 potentiellen Exoplaneten sind heute nochmal 1094 dazu gekommen. Damit hat Kepler nun schon 2326 Planetenkandidaten gefunden. 207 davon sind in etwa so groß wie die Erde. Einige der Kandidaten befinden sich in der sogenannten habitablen Zone um ihren Stern. Das ist der Bereich, in der flüssiges Wasser auf der Oberfläche eines Planeten existieren könnte – und damit die Voraussetzung für Leben. Ein Kandidat konnte nun bestätigt werden: Kepler 22b.

Kepler 22b umkreist einen 600 Lichtjahre entfernten sonnenähnlichen Stern. Er braucht für eine Umrundung etwa 290 Tage, also in etwa die Größenordnung, die auch ein Umlauf der Erde um die Sonne in Anspruch nimmt. Damit befindet sich Kepler 22b im richtigen Abstand von seinem Stern, er sitzt in der habitablen Zone:

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Eine großartige Entdeckung! Aber noch nicht die “zweite Erde” nach der alle suchen. Kepler 22b hat den 2,4-fachen Radius der Erde. Seine Masse ist allerdings noch unbekannt. Damit ist noch unklar, welche Zusammensetzung er hat. Ist er tatsächlich ein Körper mit einer felsigen Oberfläche, so wie unsere Erde? Oder doch ein Objekt mit einer großen und dichten Atmosphäre aus Gas, so wie z.B. Uranus und Neptun? Um das herauszufinden, wird man den Planeten noch länger beobachten müssen. Noch sind alle Möglichkeiten offen:

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Das Bild zeigt den Zusammenhang zwischen Masse (x-Achse) und Radius (y-Achse). Erde, Venus, Uranus und Neptun sind als Vergleich eingezeichnet, ebenso ein paar Linien, die bestimmte Zusammensetzungen angeben. Kepler 22b kann überall im grünen Bereich liegen. Man sieht klar, dass er nicht auf die Linie fallen kann, die eine erdähnliche Zusammensetzung anzeigt sondern darüber liegt, also eher den kleinen Gasplaneten mit ihrer dichten Atmosphäre ähnelt. Also noch keine zweite Erde – aber eines ist klar: Die Zahl der möglichen erdähnlichen Planeten wird immer größer, je länger Kepler (und andere Weltraumteleskop wie zum Beispiel CoRoT) beobachten. Wenn es da draußen einen Planeten gibt, der die gleichen Bedingungen wie die Erde aufweist, dann wird er bald gefunden sein. Es ist nun keine Frage der Technik mehr, sondern nur noch eine der Zeit. Kepler 22b fand man übrigens schon 3 (!) Tage nachdem Kepler im Jahr 2009 offiziell den Betrieb aufnahm. Um wirklich sicher sein zu können, dass man es mit einem Planeten zu tun hat, muss man aber mindestens drei Transits beobachten. Das heißt, man muss dreimal dabei zusehen, wie der Planet vor seinem Stern vorüber zieht. Und bei einer Umlaufzeit von 290 Tagen hat das ein bisschen gedauert.

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Keplers Planetenkandidaten (und die Veränderung zur letzten Veröffentlichung der Daten im Februar)

Am Ames Research Center der NASA findet diese Woche eine spezielle Konferenz statt, bei der die aktuellen Forschungsergebnisse der Kepler-Mission präsentiert und diskutiert werden. Die Entdeckung von Kepler 22b war sicherlich nur eines von vielen weiteren faszinierenden Ergebnissen. Ich bin gespannt, was sich im Laufe der Woche noch alles tut!

P.S. Hier könnt ihr online bei der Konferenz dabei sein (und hier gibts mehr Infos zur Konferenz).

P.P.S. Falls jemand das dringende Bedürfnis haben sollte, zu hören was ich zu Kepler 22b zu sagen habe, dann kann man hier ein Interview bei Radio Fritz nachhören.

Kommentare (99)

  1. #1 Johannes
    5. Dezember 2011

    Abgefahren!
    Ich war schon ganz hibbelig, als ich den Titel gelesen habe.
    Schade, dass es wohl wahrscheinlicher ist, dass er kein terrestrischer Planet ist, aber hey, es ist nur ein Kandidat von vielen.
    Ich zähle die Tage bis der erste erdähnliche Planet gefunden wird.

  2. #2 Tizian
    5. Dezember 2011

    Es isst interessant wie schnell das mit den Exoplaneten geht.. Jetzt schon weit über 2000. Ich freue mich schon auf die nahe Zukunft, und hoffe das es nicht mehr so lange dauert bis wir unseren Zwillingsplaneten finden.

  3. #3 Christian Berger
    5. Dezember 2011

    Da steht ja als Beispielszusammensetzung “100% Wasser”. Ist so was wirklich möglich? Könnte es einen Planeten (quasi) ganz aus flüssigen Wasser geben? Wäre so was stabil, oder würde es irgendwie verdampfen?

  4. #5 rich
    6. Dezember 2011

    Wieso erfährt man erst so spät von diesem Planeten etwas?
    Wie du ja geschrieben hast wurde er schon 2009 entdeckt.
    Wieso wurde nicht zu dem Zeitpunkt schon so viel berichtet wie jetzt?
    mfg rich

  5. #6 rich
    6. Dezember 2011

    Wieso erfährt man erst so spät von diesem Planeten etwas?
    Wie du ja geschrieben hast wurde er schon 2009 entdeckt.
    Wieso wurde nicht zu dem Zeitpunkt schon so viel berichtet wie jetzt?
    mfg rich

  6. #7 H.M.Voynich
    6. Dezember 2011

    Wenn bei der Planetenentdeckung gilt: je größer, umso eher, dann erstaunt mich in der Grafik besonders die Seltenheit der “Jupiteroiden”.
    Ist das ein Artefakt der Suchstrategie, oder sind die wirklich so selten?

  7. #8 H.M.Voynich
    6. Dezember 2011

    (Oder ein Artefakt der Kategorien, da “große Planeten” irgendwo in “kleine Sterne” übergehen?)

  8. #9 HaDi
    6. Dezember 2011

    Wie du ja geschrieben hast wurde er schon 2009 entdeckt.
    Wieso wurde nicht zu dem Zeitpunkt schon so viel berichtet wie jetzt?

    weil Kepler nach der sog. Transitmethode nach Planeten sucht. das bedeutet, dass der Planet von uns aus gesehen zwischen uns und seiner Sonne steht, sodass er einen Teil seiner Sonne verdeckt. Man sieht von unserer Position aus nur, dass der Stern etwas abgedunkelt ist, das kann auch andere Gründe haben. Erst wenn dieser Planet 2 mal um seine Sonne gekreist ist, also mind. zum dritten mal von uns aus gesehen an seiner Sonne vorbei zieht (Da oben steht etwas von 290 Tagen Umlaufszeit), kann man sich sicher sein: Das ist kein Messfehler, sondern wahrscheinlich ein Planet.

  9. #10 Harald
    6. Dezember 2011

    Sehr schöner Artikel! Schade, dass in den Massenmedien so oberflächlich und reißerisch darüber berichtet wird. Qualitätsjournalismus ist selten geworden.

  10. #11 Tränchen
    6. Dezember 2011

    So berichtet der Spiegel:

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,801916,00.html

    Die sollten Dich öfter schreiben lassen. 😀

  11. #12 Arnd
    6. Dezember 2011

    Es ist doch gar nicht so wichtig ob der Planet ein Gasriese oder ein Felsplanet ist. Solange er in der habitablen Zone ist und ein Gasriese ist, kann er doch auch felsige Monde haben. Unsere Gasriesen haben alle sowas. Und spätestens auf denen könnte dann erdähnliches Leben möglich sein, solange sie groß genug sind um eine Atmosphäre zu halten.

  12. #13 DerJochen
    6. Dezember 2011

    Was mich interessieren würde: Gibt es aktuell auch noch andere zuverlässige und anwendbare Methoden um Planeten zu entdecken ausser der Transitmethode? Die Anzahl der Planeten, die sich damit entdecken lässt, muss doch um mehrere Grössenordnunegn niedriger liegen, als es die reelle Anzahl, oder mache ich da einen Denkfehler? Wenn ich versuche, mir vorzustellen, dass bei den Entfernungen ein Planet exakt zwischen uns und seiner Sonne die Bahn zieht, dann ist die Wahrscheinlichkeit dafür doch sehr klein, oder?

  13. #14 Florian Freistetter
    6. Dezember 2011

    @rich: “Wieso wurde nicht zu dem Zeitpunkt schon so viel berichtet wie jetzt? “

    Man hat die ersten Daten 2009 gesammelt. Aber man muss den Planeten mindestens dreimal vor dem Stern vorüberziehen sehen, damit man sicher sein kann, dass er da ist. Und da er für einen Umlauf 290 Tage braucht, dauert das eben ein wenig…

  14. #15 Alderamin
    6. Dezember 2011

    @Jochen

    Die Wahscheinlichkeit, dass ein Planet, der so weit von seinem Stern entfernt ist, wie die Erde von der Sonne, einen Stern von der Größe der Sonne verdeckt, ist ca. 1/200 oder 0,5 %. Man muss also nur genug Sterne beobachten, dann findet man auch genug solcher Fälle. Der Kepler-Satellit hat ein Sternenfeld mit 140 000 Sternen fest im Blick und misst permanent deren Helligkeit. Auf die Weise hat er mehr Planeten entdeckt, als anderen Methoden vorher.

    Außer Transits kann man Planeten dadurch finden, dass sie ihren Mutterstern ein wenig schwanken lassen. Man misst in diesem Fall eine Bewegung der dunklen Linien, die im Licht eines jeden Sterns zu sehen sind, wenn man es in seine Spektralfarben zerlegt. Je nachdem, ob sich der Stern auf uns zu oder von uns weg bewegt, verschieben sich die Linien zum blauen oder roten Ende des Spektrums hin.

    Bei wenigen Sternen kann man die Planeten auch direkt beobachten, wenn der Mutterstern nicht sehr hell ist und der Planet recht heiß ist (als z.B. erst vor kurzem entstanden). Dann ist er hell im infraroten Licht.

    Bei manchen Sternen findet man auch noch die scheibenförmige Staubwolke, aus denen die Planeten entstehen. Finden sich Lücken in dieser, dann hat offenbar ein Planet den Bereich der Scheibe freigeräumt.

    Schließlich wurden Planeten um einige Pulsare gefunden, das sind schnell rotierende kompakte Objekte, die als Überreste von Sternexplosionen übrig bleiben und die wegen ihres starken Magnetfelds Radio- oder Lichtpulse aussenden. Die kann man genau messen, und wenn ihre Periode ein wenig schwankt, dann deutet das darauf hin, dass sich der Pulsar mal von uns entfernt und mal nähert, er also unter dem Zug der Gravitation eines Planeten “wackelt”.

    Das sind so die bekannten Methoden.

  15. #16 Florian Freistetter
    6. Dezember 2011

    @Der Jochen: “Gibt es aktuell auch noch andere zuverlässige und anwendbare Methoden um Planeten zu entdecken ausser der Transitmethode? “

    Natürlich! Die meisten Planeten bisher wurden mit der Radialgeschwindigkeitsmethode entdeckt. Dann gibts noch Astrometrie, Gravitationslinseneffekt, Transitzeitvariationen, etc Schau mal hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Methods_of_detecting_extrasolar_planets

  16. #17 Mithos
    6. Dezember 2011

    @Arnd: Gibt es denn schon ein Beispiel für einen Mond mit einer Atmosphäre? Gibt es eine Modellrechnung, die zeigt, dass so etwas entstehen und lange genug Stabil existieren kann, damit sich Leben entwickelt?

  17. #18 Florian Freistetter
    6. Dezember 2011

    @Mithos: “Gibt es denn schon ein Beispiel für einen Mond mit einer Atmosphäre? “

    Gibt es: http://de.wikipedia.org/wiki/Titan_%28Mond%29

  18. #19 fred
    6. Dezember 2011

    @FF “Man sieht klar, dass er nicht auf die Linie fallen kann, die eine erdähnliche Zusammensetzung anzeigt sondern darüber liegt, also eher den kleinen Gasplaneten mit ihrer dichten Atmosphäre ähnelt.”

    Gibt es einen Grund, dass das Diagramm bei 20 Erdmassen endet? Irgendwo weiter rechts würden sich die beiden Bereiche doch schneiden.

    Was ich mich außerdem frage: Zumindest bei der Kurve für die erdähnlichen Planeten sieht aus als wäre die Masse proportional zu r^4 (stimmt zumindest in etwa für 5, 10 und 16 Erdmassen). Wie kommt das? Intuitiv wäre ich von m~r³ ausgegangen. Das würde für Kugeln gleicher Dichte (Zusammensetzung?) gelten.

  19. #20 HaDi
    6. Dezember 2011

    Gibt es einen Grund, dass das Diagramm bei 20 Erdmassen endet? Irgendwo weiter rechts würden sich die beiden Bereiche doch schneiden.

    Irgendwann bei weit über 20 Erdmassen hat man´s wohl nicht mehr mit etwas zu tun,was man “Erdähnlich” nennen könnte – Sollte es dort leben geben, haben die Lebewesen dort auf jeden Fall sehr, sehr starke Muskeln um irgendeiner ihrer GLiedmassen von der Oberfläche anzuheben 😉

    und die Grafik unendlich verlängert bis sich die Masse an den zweifachen Durchmesser annähert, hätten wir dann ganz rechts wohl ein Neutronenstern. Dann würde aber der sichtbare Stern wohl um diesen “Planeten” kreisen und nicht umgekehrt.

  20. #21 Wurgl
    6. Dezember 2011

    HaDi: Oder die dort lebenden Kerle (oder Wesen) sind deutlich kleiner. Das Eigengewicht nimmt ja mit dem Volumen, also der 3. Potenz zu, die Muskelkraft aber mit der Querschnittsfläche der Muskel, somit quadratisch. Problem dabei ist, dass kleine Wesen nicht ganz so toll konstante Körpertemperatur halten können weil deren Verhältnis von Körpermasse zu Körperoberfläche nicht gar so gut ist.

    Aber man kann da eh nur spekulieren, sehen werden wir die wohl nicht mehr in diesem Leben … ähem dieser Generation :-)

  21. #22 fred
    6. Dezember 2011

    @HaDi: Naja wenn wir hier von “außerirdischem Leben” reden würde ich eh erstmal kleine Brötchen backen und mich mit ein paar Mikroorganismen zufrieden geben ;-). Keine Ahnung wie die auf starke Gravitation reagieren.

    Beim Stichwort Gravitation fiel mir auch grad auf dass meine Annahme (m~r³) wohl doch etwas naiv ist und die Auswirkung der Masse auf die Dichte (größere Masse –> größere Gravitation –> Körper neigt dazu “in sich zusammenzufallen”) sowie den Aufbau von Planeten (im Kern evtl. höhere Dichte als weiter außen) und wahrscheinlich noch ein halbes Dutzend weitere Faktoren nicht berücksichtigt habe. Würde mich trotzdem mal interessieren wie diese Kurven zustandekommen.

  22. #23 jojo
    6. Dezember 2011

    Hallo Florian!
    ca.600 lichtjahre ist dieser planet entfernt,könnte man die entfernung zum mars auch in lichtjahre sagen?vielleicht ne blöde frage,aber ich kenne mich da überhaupt nicht aus!leider.
    nur so zum vergleich,denn es soll ja eine marsmission irgenwann mal starten.
    Danke!

  23. #24 HaDi
    6. Dezember 2011

    könnte man die entfernung zum mars auch in lichtjahre sagen?

    Da sich erde und MArs um die Sonne drehen, schwankt die Entfernung zwischen diesen beiden Planeten natürlich andauernd. Wenn Mars am weitesten von uns entfernt ist, sind das max. 20 Lichtminuten Entfernung.

  24. #25 Mathias
    6. Dezember 2011

    @jojo

    Der mars ist sechs LichtMINUTEN entfernt; hin und zurück würden Astronauten mit “aktuellen Raumschiffen” etwas über ein Jahr benötigen. Also …. eine Reise zu Kepler 22b ist derzeit leider ausgeschlossen :(

  25. #26 Christian2
    6. Dezember 2011

    Wenn der Planet so groß und schwer ist, hat er vermutlich eine dichtere Atmosphäre. Und was ist die Folge?
    Ein Klima wie auf der Venus oder noch heißer. Es gibt ja Hypothesen über mögliches Leben in den oberen Wolkenschichten. Irgendwelche Gasballons etc. Das könnte ein Kandidat dafür sein.
    Die Diskussion ist eh immer dieselbe. Haben wir jetzt eine zweite Erde entdeckt usw. Irgendwann langweilt es nur noch, wenn man sich die Konstellationen genauer betrachtet. Gliese 581 d ist da ein aussichtsreicherer Kandidat.

  26. #27 jojo
    6. Dezember 2011

    vielen dank!
    sechs lichtminuten zum mars bzw.600 lichtjahre zu keppler 22b!
    unvorstellbare zeiten!also ausgeschlossen oder in 500-1000 jahren möglich?
    was für raumschiffe und antriebe werden da noch kommen……
    extrem spannend,leider für mich(uns)nicht mehr möglich es zu erleben.

  27. #28 Florian Freistetter
    6. Dezember 2011

    @jojo: “könnte man die entfernung zum mars auch in lichtjahre sagen?”

    Es sind 0,00002 Lichtjahre, wenn ich mich nicht verrechnet habe.

  28. #29 nighty
    6. Dezember 2011

    Nur zu schade dass wir wohl nie mitkriegen werden was nun wirklich dort sein wird :(

  29. #30 rolak
    6. Dezember 2011

    Hi jojo, ausgeschlossen wäre es nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft & Technik daß ein Mensch da hinfliegt und seinen Kumpels vom Kaffeeklatsch später erzählt wie es war. Eine einfache Fahrt würde halt deutlich länger andauern als die 600 Jahre, die das Licht braucht.

  30. #31 Florian Freistetter
    6. Dezember 2011

    @nighty: “Nur zu schade dass wir wohl nie mitkriegen werden was nun wirklich dort sein wird :(

    Abwarten. Wir können auch aus der Ferne viel über den Planeten rausfinden. Astronomen sind gut bei sowas 😉 http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/03/wie-man-leben-auf-extrasolaren-planeten-entdeckt.php

  31. #32 nighty
    6. Dezember 2011

    Flo, wär zu schön, aber irgendwie bin ich skeptisch 😉 Wär ja zu genial, auch für uns, wenn die Nachricht käme : Fremde Zivilisation entdeckt. Aber daran glaube ich nicht, leider. Auch wäre es schön, wenn irgendwann die Möglichkeit bestehen würde zumindest eine Sonde dorthin zu schicken…aber das geht ja leider auch nicht.

    Gibt es den keine Möglichkeiten man so starke Teleskope zu entwickeln, mit denen man dann den Planeten praktisch sehen könnte?

  32. #33 Florian Freistetter
    6. Dezember 2011

    @nighty: “Gibt es den keine Möglichkeiten man so starke Teleskope zu entwickeln, mit denen man dann den Planeten praktisch sehen könnte? “

    Das halte ich für unmöglich. Du kannst dir ja mal ausrechnen, wie groß es sein müsste, um Strukturen auf einem 600 LJ weit entfernten Planeten aufzulösen (http://de.wikipedia.org/wiki/Aufl%C3%B6sungsverm%C3%B6gen). So ein Teleskop wirds nicht geben. Aber wer weiß… wir haben ja noch die Hoffnung, mal Signale aufzufangen (-> SETI)

  33. #34 Chris
    6. Dezember 2011

    Hey,
    cool, mal sehen was die in den Daten noch zu Tage fördern.
    Was die ETs angeht, ich wäre schon mit der Entdeckung von ein paar extraterrestrischen Dinoflagellaten während meiner Lebenszeit zufrieden…

    @nighty
    Nee, außer du bringst das Teleskop die 600 Lichtjahre an den Planet ran.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Aufl%C3%B6sungsverm%C3%B6gen
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rayleigh-Kriterium

  34. #35 Ferngucker
    6. Dezember 2011

    Angenehme 22° hat’s dort laut ORF und wenn ich mich nicht täusche, habe ich gerade mit meinem Fernglas gesehen, dass sich dort was bewegt :)

    Die meisten glauben ernsthaft, dass aktuelle Teleskope den Planeten so auflösen, wie er künstlerisch dargestellt wird, in Wahrheit ist er wahrscheinlich ein einziges Pixel.

    Nichts für ungut, aber der Mensch, wie wir ihn kennen, wird niemals ein anderes Sonnensystem erreichen, wahrscheinlich nicht einmal einen Flug zum Mars und retour überleben können. Möglich wird das nur einem Wesen sein, das mit der Lebensfeindlichkeit des Weltraums zurecht kommt.

  35. #36 Gastl
    6. Dezember 2011

    Ich bin mal gespannt,wie lange es dauert bis die ersten Eso-Spinner behaupten Kepler 22b sei Planet X xDDD

  36. #37 Florian Freistetter
    6. Dezember 2011

    @Ferngucker: “in Wahrheit ist er wahrscheinlich ein einziges Pixel”

    Er ist gar kein Pixel, die Entdeckung verlief – so wie in 99% aller Fälle – indirekt. Man hat beobachtet, wie der Planet das Licht des Sterns verdunkelt.

    “Nichts für ungut, aber der Mensch, wie wir ihn kennen, wird niemals ein anderes Sonnensystem erreichen,”

    Ach möglich wäre so einiges, wenn man nur wollte: http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/05/projekt-icarus-konnen-wir-zu-einem-anderen-stern-fliegen.php

  37. #38 Ferngucker
    6. Dezember 2011

    Ich glaube schon, dass es eine Rakete zu den Sternen schaffen kann, aber nicht mit einem lebenden Menschen an Bord. Die erste bemannte Marsmission, sofern wird das überhaupt noch miterleben, wird das deutlich machen.

  38. #39 gree
    7. Dezember 2011

    Hm. Ich würd ja gern sehen daß man sich irgendwann entscheidet Kontakt aufzunehmen. Also über irgendweine überaus krass starke Quele von elektromagnetischen Wellen. Das wäre aber wohl etwas teuer. Und wenn man dann in 300 Jahren einen Planeten entdeckt der auf der Hälfte der Strecke liegt – und damit das Signal nicht 1200 Jahre hin und zurück bräuchte, sondern nur 600 Jahre (in der hoffnugsfrohen Annahme, daß jemand antwortet) – dann würde man sich in den Arsch beißen 300 Jahre zuvor in so eine unglaublich teuere Technik investiert zu haben. Denn die Antwort auf das alte Signal würde immernoch 900 Jahre auf sich warten lassen und nun müsste man nicht mehr ganz so krasse Technik herstellen, da ja Distanz eine kürzere ist, und gleichzeitig würde die Antwort auch noch früher kommen. Für die nächsten 300 Jahre habe ich also keine Hoffnung, daß in Kommunikationstechnik investiert wird. Erstmal nur suchen, suchen popuchen… Das Rennen wird in Richtung kürzestete Distanz zur Erde weitergehn, oodeer?

  39. #40 Wurgl
    7. Dezember 2011

    @gree: Eine Kommunikation die 1200 Jahre für eine Antwort braucht ist sinnlos. Würdest du eine Frage verstehen, die jemand zur Zeit Karl des Großen gestellt hat? Würdest du die Antwort darauf verstehen? Hättest du in den 1200 Jahren nicht selbst eine Antwort darauf gefunden?

    Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und stelle die Frage: Kennst du nach 1200 Jahren denn immer noch den Inhalt der ursprünglichen Frage? Hättest du immer noch die Technik um diese Frage auf dem ursprünglichen Speichermedium zu lesen (falls dieses denn noch existiert)?

    Eine Kommunikation ist meiner bescheidenen Meinung nach nur sinnvoll, wenn die Antwort innerhalb des Berufslebens einer Person zu erwarten ist, also irgendwas im Bereich unter 40 Jahren. Dann könnte ein Doktorand an der Fragestellung (aka. ursprünglichen Sendung) mitarbeiten und kurz vor der Rente die Antwort erhalten.

  40. #41 Ferngucker
    7. Dezember 2011

    “Hallo”
    “Hallo”
    “Wie geht’s?”
    “Danke gut und dir?”

    160 Jahre vorbei…

    Fermi hat ja schon darauf hingewiesen. Wenn es intelligente Außerirdische gibt, warum haben wir dann nicht schon längst ein Signal empfangen?

  41. #42 Florian Freistetter
    7. Dezember 2011

    @gree: 2Das Rennen wird in Richtung kürzestete Distanz zur Erde weitergehn, oodeer? “

    Meinst du die Suche nach erdähnlichen Planeten? Da sucht man in allen Richtungen. Es geht ja eher darum, Planeten zu finden (egal welcher Größe und welche Bedingungen dort herrschen). Nach außerirdischen Leben sucht man – noch – nicht. Da muss die Technik noch ein bisschen weiter sein.

  42. #43 Chris
    7. Dezember 2011

    Ich wundere mich gerade über die illustration der habitablen zone auf dem 1. bild. Ich dacht eimmer der mars würde garnicht in der zone liegen und dachte außerdem venus wäre noch weiter aus der habitablen zone raus als auf dem bild dargestellt. Gibt es einen grund warum die zone nun so groß dargestellt wird? vielleicht weil die habitable zone in dem extrasolaren system etwas unscharf ist?

  43. #44 Jan
    7. Dezember 2011

    Salve,
    kann es sein, dass das Diagramm fehlerhaft ist? Wenn ich die untere Linie “Earth Composition” nehme und einen Planeten mit Radius 2 lande ich bei ca. 17-20 facher Erdmasse. Die Formel für die Berechnung eines Kugelvolumens (vorausgesetzt) lautet
    V=4/3*Pi*R^3. Bei gleicher Dichte, also “Earth Composition” kann sich bei einer Verdoppelung des Radius immer nur eine 8-fache Masse ergeben ?
    Mache ich hier einen Denkfehler oder habe ich das Diagramm falsch interpretiert ?

    Gruss Jan

  44. #45 Bullet
    7. Dezember 2011

    @Ferngucker:

    Wenn es intelligente Außerirdische gibt, warum haben wir dann nicht schon längst ein Signal empfangen?

    a) weil Signale sich über Distanz abschwächen. “Empfangen” ist also ein Parameter, der von unseren technischen Fähigkeiten beschränkt wird.
    b) weil du ein Signal vom Rauschen unterscheiden können mußt – mithin also es als Signal erkennen. “Signal” ist also ein Parameter, der von unseren logischen Fähigkeiten beschränkt wird.
    c) weil nicht gesagt ist, daß sich Zivilisationen auf anderen Planeten überhaupt bemühen, “Signale” zu “senden”, die von unseren beschränkten technischen und logischen Fähigkeiten auch verarbeitet werden können. Man kann auf der 21-cm-Welle kommunizieren – man muß aber nicht.

  45. #46 Ferngucker
    7. Dezember 2011

    @Bullet

    Natürlich kenne ich die Erklärungen, aber sie sind alle wenig befriediegend, wenn man in der Hoffnung lebt, wir können mit intelligenten Außeridischen jemals in Kontakt treten. Eine ähnlich intelligente Spezies wie wir in unserer Galaxie müsste uns “nur” rund 50 000 Jahre voraus sein und wir wüssten, dass es sie gibt, bzw. gegeben hat.

  46. #47 Christian2
    7. Dezember 2011

    @ Florian:
    Es gäbe da eine Zukunftstechnologie, von der du vermutlich schon mal gehört hast. Man könnte zumindest theoretisch die Sonne im Brennpunkt als gewaltiges Teleskop und Signalverstärker missbrauchen.
    Die Auflösung wäre dann angeblich so gewaltig, das man die Planeten direkt aus nächster Nähe inkl. der Bewohner beobachten könnte.
    Vielleicht gibt es derartiges in 100 Jahren. Ich würde mich freuen, wenn du darüber mal einen Artikel veröffentlichen könntest.

    Meine Vermutung liegt nahe, das Außerirdische derartige Technologien längst verwenden, und uns somit zumindest von oben kennen.

    Sofern es technisch vorstellbar ist die Sonne als gewaltigen Verstärker für Signale aller Art zu verwenden, wird man dieses natürlich nutzen.
    Zumal es wohl kaum andere derzeit vorstellbare Möglichkeiten geben wird, über längere Distanzen miteinander zu kommunizieren.

    Mal was zu den Außerirdischen: Ich denke nicht, das diese Interesse hätten mit uns Primitivlingen in Kontakt zu treten.
    Wir ermorden tagtäglich Millionen Lebewesen, um sie zu essen.
    Mit der Massentierhaltung sind wir sicherlich ein Problem für ethisch weiterentwickelte Rassen als wir. Und das dürften so ziemlich alle sein, die uns technologisch überlegen sind.
    Hinzu kommen die Probleme, die wir uns damit schaffen: Klimaerwärmung durch Methan/CO2, Ausbeutung der Meere, Abholzung der Regenwälder für noch mehr Weideflächen, große Industrien und Automotoren die unsere Luft und Flüsse/Meere verpesten, Technologien wie die gefährliche Atomkraft usw. usf.

    Mal ehrlich: Hättet ihr als ET Lust, derart barbarische Umweltsünder bzw. Verbrecher gegen die Natur und gegen jedwedes anderes Leben zu kontaktieren?
    Ich glaube kaum.

    Wir sind auf dem besten Weg, uns selbst zu vernichten. Und mit solchen Wesen die obwohl sie es besser wissen müssten lieber ihre Lebensgrundlage zerstören als von ihrem hohen Ross mal runterzukommen und die Probleme anzupacken würde ich persönlich nichts zu tun haben wollen.

    Selbst wenn sie uns heute besuchen- Die würden kopfschüttelnd nach Hause fliegen und ihren Leuten auf ihrem Heimatplaneten erzählen, wie intelligent wir sind, und gleichzeitig wie bescheuert wir agieren.
    Die Folge wäre wohl, das sie uns solange meiden würden bis wir entweder ausgestorben sind, oder den Karren aus dem Dreck gezogen haben.

    Andererseits wissen wir nichts über die Motive anderer Zivilisationen. Ich wäre bei einem heutigen Kontakt nicht besonders erfreut, da ich mir persönlich keine friedliche Koexistenz mit einer anderen Zivilisation schon aufgrund unserer eigenen Natur vorstellen kann.
    Wir haben ganz andere Probleme. Und kämen noch Ufos hinzu, hätten wir ein Problem mehr bzw. wir würden daraus ein weiteres machen.

    Man darf nicht vergessen, das echte ET´s mit entsprechender Technologie unsterblich sind, und Materie in jedweder Form zu ihren Gunsten beeinflussen könnten. Wenn die uns kontaktieren würden, wär das sicher keinem Zweck dienlich den wir uns auch nur entfernt vorstellen könnten.

    Vielleicht zu Forschungszwecken. Aber auch das erübrigt sich möglicherweise, wenn die Forschung so weit ist, das sie alles erklären kann.

  47. #48 Florian Freistetter
    7. Dezember 2011

    @Christian: “Man könnte zumindest theoretisch die Sonne im Brennpunkt als gewaltiges Teleskop und Signalverstärker missbrauchen. Die Auflösung wäre dann angeblich so gewaltig, das man die Planeten direkt aus nächster Nähe inkl. der Bewohner beobachten könnte.”

    ??? Hast du das aus nem schlechet Sci-Fi-Film? Wie soll das gehen?

  48. #49 Christian2
    7. Dezember 2011

    @ Florian: Ich müsste entsprechendes mal suchen. Angeblich hat irgendjemand vor Jahren für die Entdeckung sogar ´nen Nobelpreis bekommen. Es wundert mich grad, das du davon nichts gehört hast.

  49. #50 Christian2
    7. Dezember 2011

    Es geht genaugemommen um den Gravitationslinseneffekt. Da findet man auch was drüber, wenn man googelt.

  50. #51 Florian Freistetter
    7. Dezember 2011

    @Christian: “Ich müsste entsprechendes mal suchen. Angeblich hat irgendjemand vor Jahren für die Entdeckung sogar ´nen Nobelpreis bekommen. Es wundert mich grad, das du davon nichts gehört hast. “

    Sorry, das ist Unfug. Meinst du echt, jemand bekommt nen Nobelpreis für eine nicht existente, nicht umsetzbare Science-Fiction-Idee? Was soll das überhaupt heißen “Die Sonne als Verstärker benutzen”? Weisst du, wie ein Teleskop funktioniert?

    Das klingt mir eher nach Technogebrabbel aus Star-Trek oder ner andern Fernsehserie. Mit echter Wissenschaft hat das nichts zu tun.

  51. #52 Monod
    7. Dezember 2011

    @ Christian2:

    Meinst Du das:

    http://www.final-frontier.ch/der_ring_der_stimmen

    ?

  52. #53 Florian Freistetter
    7. Dezember 2011

    @Christian: “Es geht genaugemommen um den Gravitationslinseneffekt. Da findet man auch was drüber, wenn man googelt. “

    Na dann googel doch mal. Und lies mal nach, was der Gravitationslinseneffekt tatsächlich ist. Und dann erklär mir, wie du damit Bilder von Aliens auf anderen Planeten machen willst. Du bringst da einiges durcheinander.

  53. #54 Christian2
    7. Dezember 2011

    Ich hab das mal gelesen oder gehört. Es kam durch die Medien, wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht u.a. in der tagesschau.
    Es ist auch nur in Erinnerung geblieben, da es mir auch erstmal wie Science fiction vorkam.
    Warum sollte sowas im Fernsehen zu sehen sein, wenn da überhaupt nichts dran wäre?
    Sicher läuft da viel Blödsinn.
    Nur die Sache mit dem Nobelpreis klang für mich dann doch seriös. Und ich habe auch schon einige Dokus auf N24 und Co. gesehen, die selbiges als Möglichkeit postulierten (Wo auch viel Mist läuft, aber nicht alles ist Blödsinn).

    Selbst wenn es eine Ente wäre (Dann müsste die Nachricht mit dem Nobelpreis ebenfalls gefaket sein). Es klingt spannend.
    http://www.freiehonnefer.de/im-multiversum-unsere-sonne-das-fenster-zum-universum.htm

  54. #55 jojo
    7. Dezember 2011

    hi @all
    vorweg,ich habe keine ahnung.
    als keppler damals gestartet ist/wurde,kommt er als erstes in die umlaufbahn und umkreist die erde?oder wird er wahllos in irgendeine richtung geschossen?also was ich sagen will wird er nach berechnungen gesteuert,z.b nur in südlicher richtung von irgendeinem punkt der erde weg?
    hoffentlich nicht zu blöde die frage…..
    danke!

  55. #56 Christian2
    7. Dezember 2011

    Ich würde mich freuen, wenn du diesem Thema mal nachgehen könntest. Zumal du die Möglichkeiten einer solchen Technologie viel besser einschätzen kannst.

  56. #57 Christian2
    7. Dezember 2011

    http://de.wikipedia.org/wiki/Gravitationslinseneffekt
    Da steht es nochmals schwarz auf weiß unter Mikrolinseneffekt, zweiter Absatz.
    (Ich denke Wikipedia ist seriös genug).

  57. #58 Florian Freistetter
    7. Dezember 2011

    @Christian: “Warum sollte sowas im Fernsehen zu sehen sein, wenn da überhaupt nichts dran wäre?”

    Ernsthaft jetzt? Es kommt im Fernsehen, also muss es wahr sein?

    “Selbst wenn es eine Ente wäre (Dann müsste die Nachricht mit dem Nobelpreis ebenfalls gefaket sein). Es klingt spannend. “

    Es hat für sowas DEFINITIV niemand einen Nobelpreis bekommen (ich vermute, dass du da auch wieder was verwechselst)

  58. #59 Florian Freistetter
    7. Dezember 2011

    @jojo: “lso was ich sagen will wird er nach berechnungen gesteuert,z”

    Natürlich! Ein Teleskop im Weltraum (und jede andere Raumsonde auch) wird immer gesteuert. Es muss ja ganz exakt ausgerichtet werden.

  59. #60 Christian2
    7. Dezember 2011

    @ Florian: Willst du mir damit sagen, das auf Wikipedia ebenfalls Unsinn steht? Na dann bin ich ja beruhigt.

  60. #61 Theres
    7. Dezember 2011

    @FF
    Ein “Sonnengravitationsteleskop” wäre unter bestimmten Umständen möglich, wenn ich es richtig verstanden habe, nur ist halt kein Raumschiff dorthin unterwegs (noch nicht). Berechnet hat es ein Drake vom Seti- Projekt.

    Zitat von http://www.final-frontier.ch/der_ring_der_stimmen
    “Eine Raumsonde mit einem fortschrittlichen Antrieb könnte das Gebiet jenseits dieser magischen Grenze von 550 AU innert weniger Jahre bis Jahrzehnte erreichen. Wenn sie ein Teleskop mit sich führt, könnte dieses in Richtung Sonne gerichtet werden (in dieser Entfernung strahlt diese nur noch mit rund 3 Millionstel ihrer Leuchtkraft auf der Erde) – die Gravitation der Sonne würde das Licht jedes, zum Zeitpunkt der Beobachtung hinter der Sonne stehenden Objekts rund 100 Millionen mal verstärken. Damit könnten, unter günstigen Bedingungen, Objekte bis hinunter zu 100 Kilometern Durchmesser in fernen Sternsystemen aufgelöst werden: Es wäre möglich, alle Planeten und grossen Asteroiden sowie alle grösseren Monde aufzulösen: Ferne Sternsysteme erschienen uns so nahe wie das Sonnensystem zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sogar die groben Küstenlinien der Kontinente eines erdähnlichen Planeten würden plötzlich erkennbar. Ein “Gravitationslinsenteleskop” ist das ultimative Teleskop, das innerhalb des 21. Jahrhunderts machbar erscheint…”

  61. #62 Ferngucker
    7. Dezember 2011

    Auch beim Beobachten bleibt die Lichtgeschwindigkeit die Höchstgeschwindigkeit. Wenn also eine Zivlisation in 30-tausend Lichtjahren Entfernung die Möglichkeit hat, uns zu beobachten, dann sieht sie jetzt die letzten Neandertaler.

  62. #63 Florian Freistetter
    7. Dezember 2011

    @Christian: “Willst du mir damit sagen, das auf Wikipedia ebenfalls Unsinn steht? Na dann bin ich ja beruhigt. “

    Christian, bitte sag mir doch erstmal, WAS genau du mir sagen willst. Ich habe nicht bestritten, dass es den Gravitationslinseneffekt gibt. Ich habe nicht gesagt, dass es die Möglichkeit der Fokusierung gibt, die bei Wikipedia erwähnt wird. Ich habe allerdings gesagt, dass es nicht so einfach ist, das irgendwie zu nutzen und das man damit trotzdem keine Aliens sehen kann. Und das das alles nichts mit dem Nobelpreis zu tun hat.

    Vielleicht kannst du ja in Zukunft gleich von Anfang an konkret sagen, was du meinst und vernünftige Quellen dazu liefern. Dann können wir uns das ganze hin und her sparen.

  63. #64 Christian2
    7. Dezember 2011

    @ Florian: Eine 100- millionenfache Vergrößerung spricht aber doch zumindest für die theoretische Möglichkeit, das man Exoplaneten und vielleicht auch außerirdische Technologie direkt beobachten könnte, sofern sie denn existiert.

    Klar wäre das Licht entsprechend lange unterwegs, bzw. man würde immer in die Vergangenheit sehen. Aber im Vergleich zur heutigen Astronomie wäre das doch, so wie es sich anhört ein ziemlicher Quantensprung. In jeglicher Hinsicht.

  64. #65 Florian Freistetter
    7. Dezember 2011

    @Christian: “Aber im Vergleich zur heutigen Astronomie wäre das doch, so wie es sich anhört ein ziemlicher Quantensprung. In jeglicher Hinsicht. “

    Eigentlich in keiner Hinsicht. http://www.scilogs.de/blogs/blog/quantensprung/2011-05-20/grosse_kleine_quantenspruenge

  65. #66 Wurgl
    7. Dezember 2011

    Diese 550 AE klingen ja nett. 550 ist ja nicht “viel”, ist ja nur dreistellig :-)

    Wenn man dann aber mal guckt wo Voyager I nach 34 Jahren Flug ist, nämlich bei ca. 116 AE, dann sollte klar sein, dass diese 550 AE nicht ganz so trivial zu erreichen sind. Eine Stromversorgung die über mehr als 100 Jahre genug Strom liefert und auch die Widrigkeiten des Alls heil übersteht ist noch so ein Problemchen. Auch die Kommunikation ist nicht gar so einfach, wenn ein Weg des Signals so um die 75 Stunden unterwegs ist, dann ist eine Kommunikation auch nicht gerade die schnellste. Dauert dann knapp eine Woche um einen Steuerbefehl zu senden und das Okay von der Sonde zu bekommen.

    Utopisch das Ganze.

  66. #67 H.M.Voynich
    8. Dezember 2011

    @Wurgl: Steuerbefehle braucht es ja (theoretisch) nur, wenn man die “Optik” neu ausrichten will – und das würde sowieso ewig dauern, die Sonde muß dafür ja um die Sonne herum geschwenkt werden – bei gleichbleibendem Abstand.

    Eine Sache, die sich viele nicht klarmachen: umso stärker man etwas vergrößert, umso genauer muß man zielen! Wenn ein Planet mehrere Pixel auf dem Bild hat, dann gibt es drumherum Zillionen von Milliarden von Abermilliarden von Pixeln, die einem die Leere des Raumes zeigen.
    Du kannst da draußen nur sitzen und warten, 3 Lichttage von der Sonne entfernt, und darauf warten, daß irgendetwas Interessantes hinter der Sonne vorbeizieht, und mußt dann verdammt schnell sein, wenn es passiert, denn ein millionenfach vergrößertes Bild zieht auch millionenmal so schnell vor der Linse vorbei.

  67. #68 Gruber
    10. Dezember 2011

    Toll, für was für einen Schwachsinn Geld rausgeworfen wird, nur damit ein paar Wissenschaftler Subventionen abgreifen können. Bei der fortschreitenden Zerstörung UNSERES Planeten, wäre es evtl. hilfreich sich erst mal darum zu kümmern. Aber mit solchen Wahnsinns Schlagzeilen (Erdähnlicher Planet!) kann die Wissenschaftsmafia schön weiter Unsummen für solche Dummfug-Forschung ergaunern.

  68. #69 Florian Freistetter
    10. Dezember 2011

    @Gruber: “Aber mit solchen Wahnsinns Schlagzeilen (Erdähnlicher Planet!) kann die Wissenschaftsmafia schön weiter Unsummen für solche Dummfug-Forschung ergaunern. “

    Allerdings! Alle kriminell die Wissenschaftler!! Eingesperrt gehört das ganze Pack! Und auf Belege für die Anschuldigen können wir verzichten, das ist doch eh alles offensichtlich. Und nicht nur die WIssenschaftler! Alle Fernsehsender gehören sofort geschlossen, alle Schauspieler entlassen und enteignet! Was die für Geld bekommen kann anderswo viel sinnvoller eingesetzt werden. Und die Sportler erst! Museen, Galerien, Kinos, Theater; alles unnötiges Zeug das nur Geld kostet und nichts dazu beiträgt, die Zerstörung des Planeten aufzuhalten. Aber du hast recht. Man muss bei den Astronomen und Physikern anfangen. Die haben ja tatsächlich den Nerv, und wollen mehr über Planeten herausfinden. Darüber, wie sie entstehen, sich entwickeln und wie sie sich unter verschiedenen Einflüssen entwickeln. Und dann geben die für diese unnötige Forschung die NIE dabei helfen kann, mehr über die Vorgänge auf UNSEREM PLaneten zu lernen, auch noch 500 Millionen Euro für ein Weltraumteleskop aus. Das muss man sich mal vorstellen! 500 Millionen Euro! Was man damit alles für Sachen machen kann! Damit kann man 20 Kilometer Autobahn bauen! Oder man verdoppelt das Geld, dass der Staat den Kirchen schenkt. Oder wir trainieren damit eine Fussballmannschaft. Oder wir kaufen uns die Fernsehrechte für die Bundesliga. Oder wir helfen der Regierung finanzieren ihr 1/75 der Militärausgaben. Aber das Wissenschaftler (alle kriminell!!) so eine Unsumme einfach verprassen in dem Versuch mehr über Planeten herauszufinden ist nicht tragbar!

    P.S. http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/05/was-ist-uns-grundlagenforschung-wert.php
    http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/10/wissenschaft-ist-teuer-unsinn.php
    http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/06/der-wert-der-sinnlosigkeit.php

  69. #70 Boron
    10. Dezember 2011

    Toll, was für einen Schwachsinn manchen Kommentatoren hier ablassen, nur weil ihnen gerade eine Flatulenz quer im Rektum klemmt. Mach dich gefälligst mal schlau, welche UNSUMMEN für wirklich schwachsinige Dinge rausgeschmissen werden. Und die fortschreitende Zerstörung unseres Planeten zu stoppen, ist nicht Aufgabe der Wissenschaftler bzw. wäre das mit bereits heute zur Verfügung stehenden Mitteln machbar. Allein der politische Wille bei den Verantwortlichen fehlt.

  70. #71 HaDi
    10. Dezember 2011

    Bei der fortschreitenden Zerstörung UNSERES Planeten, wäre es evtl. hilfreich sich erst mal darum zu kümmern. Aber mit solchen Wahnsinns Schlagzeilen (Erdähnlicher Planet!)

    Ich möchte nicht wissen, wie es um unser Wissen über das Wetter, Klima, Umwelt etc. bestellt wäre ohne die Daten der vielen Erdbeobachtungssatelliten. Deren Ergebnisse sind zwar nicht spektakulär genug für eine Schlagzeile, aber ohne sie wäre schon ein Atlantikflug aufgrund des unbekannten Wetters über den Atlantik ein ersthaftes Risiko.

  71. #72 Gruber
    10. Dezember 2011

    Ach Florilein,

    ich war lange genug an der Uni, um zu wissen, wie man Drittmittel bekommt. Da wird gelogen, betrogen und schöngeredet um vollkommen überflüssige Projekte zu finanzieren. Hab ich damals übrigens auch so gemacht. Von Kultur haben viele Menschen wenigstens Unterhaltung. Die Fantasie-Projekte an Unis bringen niemanden was, außer den Forschern, die davon leben.
    Irgendwie finde ich es ja auch echt süß, dass du hier die Wissenschaft so voller Elan und Fantum verteidigst. Aber sind wir doch mal ehrlich. Der Wissenschaftsbetrieb ist ein riesiger Beschiss und du bist Teil davon. Der Unterschied zu den VTler ist dabei nur homöopathisch.

  72. #73 Oliver Debus
    10. Dezember 2011

    @ Gruber

    Du hast sicher noch nicht mitbekommen, dass der größte Anteil dieses Geldes wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf fließt? Damit werden dei Gehälter der beteiligten Wissenschaftler bezahlt, damit werden die Gehälter der Menschen bezahlt die am Bau der Satelliten beteiligt sind bezahlt, die Gehälter der Angestellten der am Bau beteiligten Zuliefererfirmen etc. Diese bezahlten damit Steuern und geben das Geld für Konsum aus etc. Bevor Du solch wahnsinns schlaue Kommentare abgibst, solltest Du dich erstmal wirklich informieren. Achja, bei solchen Kommentaren ägere ich mich immer wieder warum in unser Bildungssystem unsummen an Geldern verschwendet wird um solchen Menschen wir Dir eine Schulbildung angedeihen zu lassen, die offenbar gänzlich für die Tonne war. Das Geld sicher ein paar zehnttausen Euro hätte man sich sparen können und beispielsweise eine Schule in Afrika aufbauen können.
    Mein Gott und eines Tages werden wir von solchen Menschen regiert, bzw. von solchen “IchmagdasSchimpfwortgeradenichthinschreibendaessonstvonFloriangelöschtwird” werden wir ja schon regiert.
    Manmanman….

  73. #74 Florian Freistetter
    10. Dezember 2011

    @Gruber: “Der Wissenschaftsbetrieb ist ein riesiger Beschiss und du bist Teil davon”

    Ok, wenn du nicht mehr kannst, als ohne Belege Leute beschuldigen, kriminell zu sein, dann sei mir nicht böse, wenn ich dich ignoriere.

  74. #75 Oliver Debus
    10. Dezember 2011

    @ Gruber

    Da wird gelogen, betrogen und schöngeredet um vollkommen überflüssige Projekte zu finanzieren. Hab ich damals übrigens auch so gemacht.

    Aha, da hast Du also einem Kollegen von mir für wichtige Forschung das Geld weggenommen. Aber nur weil Du das so gemacht hast, bedeutet das nicht, das alle Wissenschaftler dies tun. Und denk mal drüber nach, was die astronomische Forschung für unser Kultur und unser Sicht der Welt bedeutet. Mir persönlich ist es lieber wenn ein Teil der Steuergelder in die Forschung fließt und nicht in Bomben gesteckt wird.

  75. #76 Boron
    10. Dezember 2011

    @Gruber: Also ich hab mal mitbekommen, dass jemand “Dummy-Anträge” geschrieben hat, d.h. er/sie hat tatsächlich Gelder für “Fantasieprojekte” beantragt. Allerdings hat er/sie den Antrag so geschrieben oder das Thema so ausgewählt, dass von vornherein davon auszugehen war, dass das nicht genehmigt würde. Und das nur zu dem Zweck, die Chancen für die Förderanträge jener Projekte, die er/sie tatsächlich durchführen wollte, zu erhöhen. Das ist aber meilenweit von deinem Vorwurf der “Leistungserschleichung” entfernt.

    Ich frage mich ohnehin, wie der von dir geschilderte Betrug auf Dauer funktionieren soll. Schließlich stehen die Forschungseinrichtungen miteinander in Wettbewerb und messen sich gegenseitig anhand ihres Outputs. Die Chefs der Einrichtungen schauen sehr genau darauf, was ihre Angestellten so publizieren und da wird besonders auf den Impakt-Faktor der entsprechenden Journals geschaut. Wer immer nur substanzlosen Kram in “Who Cares? Research” veröffentlicht, findet sich ganz fix bei der ARGE wieder.

  76. #77 ℜeality
    10. Dezember 2011

    @ Gruber

    Bin neugierig. Du gehörst zu den Leuten, die auf meine/unsere Kosten studieren/studiert haben. Da darf ich doch mal fragen: Wie lange warst Du an der Uni? Was hast Du studiert? Abschluss gemacht? Bist Du jetzt in Arbeit oder arbeitslos? Wenn das, was Du da so von Dir gibst, das Ergebnis unserer Investition in Deine Ausbildung ist/war, dann bin ich der Meinung, dass das Studium künftig selber finanziert werden sollte.

  77. #78 Gustav
    10. Dezember 2011

    Was woll die Obskuranten verstummen lassen sollte: http://3.bp.blogspot.com/-gW6v5HTGjk8/TboEyMq-LnI/AAAAAAAAC4c/xEOFN0BQ7UY/s1600/billion_dollar_gram_2009.png

    An diese Obskuranten (“Heul. Zuviel Geld an Wissenschaft. Heul”): Wer findet auf Anhieb die wissenschaftlichen Projekte (und dazu zählen die teuersten) in diesem Diagramm?

    Oder wer findet sie in diesem auf Anheb: http://s3.amazonaws.com/infobeautiful2/billion_dollar_960.gif

  78. #79 Boron
    11. Dezember 2011

    @Reality

    Wenn das, was Du da so von Dir gibst, das Ergebnis unserer Investition in Deine Ausbildung ist/war, dann bin ich der Meinung, dass das Studium künftig selber finanziert werden sollte.

    *Räusper!* Da muss ich aber mal kurz nochmal einhaken: Bloß weil aus einigen Menschen, die unser kostenloses Schulbildungssystem in Anspruch genommen haben, Nazi-Terroristen, Heroinabhängige, Immobilienmakler oder Daily-Talk-Moderatoren werden, ist das ja wohl kaum ein Argument dafür, Schulbildung in Zukunft kostenpflichtig zu machen! Wo produziert wird, entsteht zwangsläufig Ausschuss. Is halt so…
    Und mal ehrlich: Warum in aller Welt hätte es den guten Gruber davon abhalten sollen, sich Forschungsgelder zu ermauscheln, wenn sein Studium kostenpflichtig gewesen wäre? Im Gegenteil – er hätte möglicherweise sogar eine gewisse Anspruchshaltung, a la: “Nu hab ich schon soviel Moos für diese Schei**e hinblättern müssen, jetzt kann aber auch mal was für mich dabei rausspringen.
    Und Drittens: George W. Bush hat m.W.n. kostenpflichtig studiert… (hab grad nochmal gespickt: in Yale(!))

  79. #80 ℜeality
    11. Dezember 2011

    Angesprochen gefühlt, Boron?

  80. #81 Basilius
    11. Dezember 2011

    @all
    Jungs (und Mädels), wer so anfängt:

    Ach Florilein

    …der beweist doch schon, daß er nur provozieren will. Deshalb macht er ja auch so weiter:

    Von Kultur haben viele Menschen wenigstens Unterhaltung. Die Fantasie-Projekte an Unis bringen niemanden was, außer den Forschern, die davon leben.

    …was ein eindeutiger Hinweis darauf ist, daß er gar nicht genau weiß, wovon er spricht. Aber er ist auf jeden Fall dagegen.

    ich war lange genug an der Uni, um zu wissen, wie man Drittmittel bekommt. Da wird gelogen, betrogen und schöngeredet um vollkommen überflüssige Projekte zu finanzieren. Hab ich damals übrigens auch so gemacht.

    Ist hier ein einziger unter uns, der ernsthaft glaubt, daß der Gruber wirklich mal selber sowas gemacht hat? Klar, das hätte er wahrscheinlich gerne mal gemacht, aber dafür hat es bestimmt nie gelangt.
    Nee, sind wir mal vernünftig:
    Der Gruber will nur stänkern. Ein gemeiner Troll, sonst nichts. Also am besten einfach ignorieren.
    -_-

  81. #82 Boron
    11. Dezember 2011

    @Reality:

    Angesprochen gefühlt, Boron?

    Keinswegs. Ich reagiere lediglich generell allergisch auf die Propagierung des “Bezahlstudiums”, egal in welchem Zusammenhang. Sorry, aber wenn jemand sowas schreibt, jaulen bei mir die Neoliberalismus-Sirenen auf und ich kann das dann nicht unkommentiert stehen lassen. Is halt so.

  82. #83 Gruber
    11. Dezember 2011

    Wie angekündigt: Unbelegte Vorwürfe kriminellen Verhaltens werden gelöscht

  83. #84 rolak
    12. Dezember 2011

    Während andere sich nur ob des angeblich drohenden Weltuntergangs oder des Klima­kollapses ängstigen, werden anderswo¹ themenbezogen sinnvolle Pläne durchdacht 😉

    ¹ hält ca 3 Wochen, es existiert eine Aufnahme.

  84. #85 Fragwürdig
    12. Dezember 2011

    Hallo,

    Wer kann mir folgende Frage beantworten…?

    Bekannter Weise dehnt sich unser Universum aus. DOCH in WAS für einen Raum befindet sich denn das Universum? Das ist ungefähr das gleiche, als ob ich einen Luftballon in meinem Zimmer aufblase, nur hier weiß ich, dass der Raum mein Zimmer ist, in dem ich den Ballon aufblase…

    Danke im Voraus

  85. #86 Florian Freistetter
    12. Dezember 2011

    @Fragwürdig: “DOCH in WAS für einen Raum befindet sich denn das Universum?”

    Das ist alles ein wenig schwer vorzustellen. Das Universum dehnt sich nicht IN etwas aus. Der Raum selbst ist es, der sich ausdehnt. Das Beispiel mit dem Luftballon funktioniert nur, wenn du dir das Universum als die zweidimensionale Oberfläche des Luftballons vorstellt. Dann gibt es in diesem 2D-Universum auch kein “in”, in dem sich das Universum ausdehnt.

  86. #87 Fragwürdig
    12. Dezember 2011

    @Florian

    Danke, aber mit dem Ballon habe ich sein Volumen als Raum gemeint, und die Außenwand des Ballons ist der Rand unseres Universums, dessen Ausdehnung wir mit der Rotlichtverschiebung messen können. Der einzige Unterschied ist nur, dass ich, sagen wir jetzt mal Dunkle Materie von außen in den Ballon einführe und somit dessen Ausdehnung bewirke. In der Realität haben wir ja nur eine bestimmte Menge an Dunkler Materie und was weiß ich alles in diesem Raum zur verfügung. Und diese wird sich logischerweise mit dem Raum Ausdehnen. Es sei denn, es wird Materie von außen zugeführt, was ich eher nicht denke :). Und nach jeder menschlichen Logik muss sich etwas hinter dem Universum befinden. Eine Wand wird jetzt nicht gerade am Ende des Universums befinden. Und wenn ja, muss besagte Wand auch in einem Raum stehen.

    Wie sieht es jetzt aus?

  87. #88 Theres
    12. Dezember 2011

    Zum Thema habitable Planeten gibt es eine Datenbank online …

  88. #89 Florian Freistetter
    12. Dezember 2011

    @Fragwürdig: “aber mit dem Ballon habe ich sein Volumen als Raum gemeint, und die Außenwand des Ballons ist der Rand unseres Universums,”

    Ja, und eben dieses Bild ist falsch und erzeugt das Problem, das du hast. Das Universum ist kein Objekt, dass sich in einem dreidimensionalen Raum ausdehnt.

    “Und nach jeder menschlichen Logik muss sich etwas hinter dem Universum befinden.”

    Nein, weil es kein “draußen” oder “dahinter” gibt. Das alles lässt sich in diesem Rahmen nicht wirklich gut erklären. Wenn du es wirklich genau wissen willst, empfehle ich dir z.B. dieses Buch hier. Das ist für solche Fragen wirklich super! http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/05/der-stoff-aus-dem-der-kosmos-ist-die-komplette-rezension.php

  89. #90 Boron
    12. Dezember 2011

    @Fragwürdig:

    Und nach jeder menschlichen Logik muss sich etwas hinter dem Universum befinden.

    Du machst halt den Fehler, das Universum anhand deiner “irdischen” Erfahrungswerte begreifen zu wollen. Da unsere Hirne rein evolutionär nicht dafür ausgelegt sind, das Universum begreifen zu müssen, tut sich Otto-Normalbürger (einschließlich mir: Wie stelle ich mir eine Fläche als Raum vor?) eben schwer damit. Mir hat’s auch noch nie jemand wirklich einleuchtend verklickern können. Vielleicht entwickelt man eine Ahnung davon, wenn man sich nur ausreichend lange damit beschäftigt…

  90. #91 Fragwürdig
    12. Dezember 2011

    @Florian

    Ahh danke, sieht interessannt aus :). Zu Weihnachten gerade recht…

  91. #92 Fragwürdig
    12. Dezember 2011

    @Boron

    Ja stimmt. Da dies ein wissenschaftlicher Blog ist, dachte ich hier auch auf diese weise zu fragen, weil wisssenschaftlich meist mit Logik verbunden ist. Unsere Gehirne sind von Grund auf so geschaltet, dass sie höhere Logik nicht verstehen :). Ich will mir gar nicht vorstellen, was für alternative Naturgesetze möglich sind und vielleicht sogar existieren. Solange wir uns noch nicht mit Lichtgeschwindigkeit oder höher fortbewegen können, sind wir sowiso noch viel zu unterentwickerlt.

    Naja, solche dinge wie Astronomie sind nur mein Hobby, aber es ist immer wieder faszinierend dieses Thema. Mache eine zweite Ausbildung in Mechatronik für Kältetechnik.

  92. #93 Oliver Debus
    12. Dezember 2011

    @ Fragdwürdig

    Der Raum dehnt sich mit dem Universum aus. Raum und Zeit sind mit dem Universum entstanden. Daher ist das Beispiel mit dem Luftballon irreführend. Besser ist ein Beispiel mit einem Rosinenkuchen, der beim Backen aufgeht.

  93. #94 Fragwürdig
    13. Dezember 2011

    @Oliver

    Gutes Beispiel :). Ich meine Boron hatte ja auch recht, dass das meschnliche Gehirn nicht ausgelegt ist für solche “überdimensionale” Vorstellungen. Ich meine nach unserer Logik muss sich der Raum ja in irgend etwas befinden, also in etwas größerem. Aber ich denke, das können wir nur raus finden, wenn wir ein Raumschiff hätten, mit dem wir schnell mal ans Ende des Universums fliegen könnten :D(wunderbare Vorstellung). Mich würde es einfach brennend interessieren, “was kommt danach?”. Woher kommt diese Energie, die die Raumausdehnung vorantreibt? Wie können wir schneller sein, als das Licht? Was war vor dem Universum? Wenn nichts, was war davor? Wenn da auch nichts, was war außerhalb des ganzen, als noch in unserem Universum nichts vorhanden war? Usw. und so fort.(sry für das viele “war”)

    Aber ich werde mir mal das Buch, was mir der Herr Florian empfohlen hat zu gemüte führen. Vl komm ich dann mit neuen fragen :)

  94. #95 josto
    15. Dezember 2011

    Frage: wenn sich der raum ausdehnt wie sieht das mit der materie aus, dehnen sich auch der raum zw. den elementarteilchen aus, oder ist das nur auf grossen skalen relevant?
    Oder dehnt sich materie mit dem raum aus?
    Ist da irgendwas genaueres bekannt?

  95. #96 Florian Freistetter
    15. Dezember 2011

    @josto: “Frage: wenn sich der raum ausdehnt wie sieht das mit der materie aus, dehnen sich auch der raum zw. den elementarteilchen aus, oder ist das nur auf grossen skalen relevant? “

    Prinzipiell dehnt sich der Raum überall aus. Aber auf kleinen Skalen wirkt die Gravitation der Expansion des Raums entgegen. Nur wenn die Expansion des Raums immer schneller wird und sich nie umkehrt (weiß man noch nicht so genau, was der Fall ist), dann wird in fernster Zukunft die Gravitation überall zu schwach sein und alle Materie auseinanderreißen (“Big Rip”)

  96. #97 Christian 2
    16. Dezember 2011

    @ Florian: Du vergisst dabei zu erwähnen, das, falls dieser Big Rip kommt er zu einer Zeit geschieht, in der das Universum eh kein Leben mehr beherbergen wird. Für unsere Existenz spielt ein solches gruseliges Szenario somit keine Rolle. Und das ist auch nur ein mögliches Ende des Universums. Es gibt dutzende theoretische Modelle.

    Wer Interesse daran hat, sollte sich die Dokus auf n24 oder ntv ansehen, die ab und zu solche Themen aufgreifen.

  97. #98 Unwissend
    16. Dezember 2011

    Ihh n24 oder n-tv

    dann doch lieber

  98. #99 Tourneeleitung
    21. Dezember 2011

    Zitat von Prof. Harald Lesch (eben in einer “Phoenix – Sendung”):
    “Ich bin absolut davon überzeugt, dass wir in 5 – 6 Jahren eine 2. Erde entdeckt haben werden. Denn im Universum existieren Aber-Milliarden von Galaxien, also existieren dort auch Abermilliarden von Zivilisationen. Nur nützt uns das nichts!”