Ich bin immer noch etwas krank, deswegen gibt es auch heute einen Text aus meiner Sammlung an Artikeln, die ich genau f√ľr solche Gelegenheiten aufbewahre ūüėČ Er handelt vom Einfluss der britischen Naturwissenschaftler des 18. Jahrhunderts. Es war eine Zeit, in der viele grundlegende Entdeckungen gemacht wurden. Etwaige mitlesende Historiker m√∂chte ich gleich um Entschuldigung bitten – es handelt sich hier nat√ľrlich nicht um eine vern√ľnftige historische Abhandlung. Eigentlich entstand der Text nur als Materialsammlung f√ľr ein ganz anderes Projekt. Aber es sind ein paar interessante Geschichten dabei, die euch vielleicht gefallen ūüėČ



Die moderne Naturwissenschaft hat in England, genauso wie im Rest der Welt, im 17. Jahrhundert begonnen. In Italien beobachtete Galileo Galileo als erster Mensch der Welt den Himmel mit einem Teleskop. Die von ihm entdeckten Mondes des Jupiter und die Abfolge der Phasen der Venus stellten die Erde als Zentrum des Universums in Frage. Galileos Beobachtungen gerieten in Konflikt mit der mittelalterlichen Auffassung der Kirche, dass alles Wissen √ľber die Welt schon l√§ngst bekannt und in der Bibel bzw. den Texte der griechischen Antike, z.B. denen von Aristoteles, enthalten sei. In England war es der Philosoph Francis Bacon, der diese Auffassung der Scholastiker massiv kritisierte. Neben seiner √úberzeugung, dass es noch jede Menge neue Gebiete zu erforschen gibt, formulierte Bacon auch das Falsifikationsprinzip: Es reicht nicht, einfach immer nur weiter nach Belegen f√ľr seine Behauptungen zu suchen. Man muss sich auch mit potentiellen Gegenbeispielen auseinandersetzen denn ein einziger Fall, in dem die Hypothese versagt, reicht aus, um sie zu Fall zu bringen. Bacon war von der Bedeutung des Experiments f√ľr die Erkenntnis √ľberzeugt. Die Vorg√§nge in der Welt wurden nicht durch g√∂ttliche Eingriffe verursacht, sondern durch physikalische Naturgesetze, die man mit Beobachtung und logischem Denken identifizieren kann. Dieser in Bacons Buch ‚ÄěNovum Organum” (1620) beschriebene ‚ÄěEmpirismus” inspirierte viele seiner Landsleute. Im England des 17. Jahrhunderts legten Wissenschaftler wie Christopher Wren, Robert Boyle, Robert Hooke, William Petty oder John Wallis den Grundstein f√ľr viele Bereiche der modernen Naturwissenschaften. Viele Mitglieder der Gruppe waren auch Gr√ľndungsmitglieder der 1660 gegr√ľndeten ‚ÄěRoyal Society”, einer Gesellschaft, die sich explizit der F√∂rderung der Naturwissenschaft verschrieben hatte. Als Motto der Gesellschaft wurde ‚ÄěNullius in Verba” (‚Äěnach niemandes Worten”) gew√§hlt. Damit wurde noch einmal explizit darauf hin gewiesen, dass man nicht mehr gewillt war, auf irgendwelche Autorit√§ten zu h√∂ren. Man wollte niemandes Wort vertrauen, nur experimentelle Beobachtungen sollten als Grundlage f√ľr neues Wissen dienen, so wie es auch heute noch in der Naturwissenschaft √ľblich ist. Die Royal Society schuf auch einen weiteren Bestandteil der modernen Naturwissenschaft. 1665 gab sie die erste wissenschaftliche Fachzeitschrift heraus. Wer der Welt seine neuesten Erkenntnisse mitteilen wollte, musste nun nicht mehr selbst ein ganzes Buch herausgeben, sondern konnte einen kurzen Aufsatz in den ‚ÄěPhilosophical Transactions” ver√∂ffentlichen.

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Das Cover der ersten Ausgabe der Philosophical Transactions

Der gr√∂√üte in der durch Bacon inspirierten Gruppe von Wissenschaftlern, ebenfalls ein Mitglied der Royal Society und von 1703 bis 1727 sogar ihr Pr√§sident war Isaac Newton. Newtons Einfluss auf die moderne Naturwissenschaft kann kaum √ľbersch√§tzt werden. Er hat Physik und Mathematik in fast allen Disziplinen ma√ügeblich beeinflusst. Er erkannte, dass Sonnenlicht aus verschiedenen Farben zusammengesetzt ist. Er zeigte, das Licht, das durch ein Prisma f√§llt, in verschiedene Farben aufgespalten wird und das diese mehrfarbige Licht sich beim Durchlauf durch ein weiteres Prisma wieder zu wei√üem Licht zusammensetzt. Damit konnte er auch gleichzeitig erkl√§ren wie ein Regenbogen entsteht: Hier spielen die Wassertropfen in der Luft die Rolle des Prismas und spalten das Sonnenlicht auf. Newton untersuchte die Linsen und optischen F√§higkeiten des menschlichen Auges und schreckte dabei auch nicht vor Selbstversuchen zur√ľck. In seinem Tagebuch beschreibt Newton detailliert, wie er sich eine dicke Nadel zwischen Auge und Sch√§delknochen eingef√ľhrt hat, um damit von hinten auf seinen Augapfel dr√ľcken zu k√∂nnen. So wollte er erforschen, wie die Farbwahrnehmung von der Kr√ľmmung der Linse abh√§ngt. Newton besch√§ftigte sich auch mit k√ľnstlichen optischen Instrumenten und erfand das Spiegelteleskop. Im Vergleich zum bisher verwendeten Linsenteleskop war es hier einfacher, gr√∂√üere Teleskope zu bauen. In der modernen Astronomie werden heute nur noch Spiegelteleskope verwendet, den Linsen aus Glas k√∂nnen nicht beliebig gro√ü gebaut werden. Newtons Idee, einen Spiegel zum Sammeln des Lichts zu verwenden erlaubt es aber, viele kleinere Spiegel zu einem gro√üen zusammenzusetzen und so die gewaltigen Teleskope zu bauen, an denen die Astronomen heute arbeiten.

Die drei newtonschen Grundgesetze der Bewegung – 1) Ein K√∂rper bleibt in Ruhe bzw. im Zustand gleichf√∂rmiger Bewegung solange keine √§u√üere Kraft auf ihn einwirkt. 2) Eine Kraft ist proportional zur √Ąnderung der Bewegung einer Masse. 3) Jede Kraft ruft eine gleichgro√üe, entgegen gerichtete Kraft hervor – bilden heute noch die Grundlage der klassischen Mechanik. Newtons Vorstellungen √ľber einen absoluten Raum und eine absolute Zeit pr√§gten die Wissenschaft bis im 20. Jahrhundert Albert Einstein seine Relativit√§tstheorien ver√∂ffentlichte. Am ber√ľhmtesten ist Newton f√ľr die Formulierung des Gravitationsgesetzes. Damit war es das erste Mal m√∂glich, die Bewegung der Himmelsk√∂rper nicht nur zu beobachten und aufzuzeichnen, sondern auch mathematisch zu beschreiben und vorherzusagen. Newton hatte damit auch gezeigt, dass die Vorg√§nge am Himmel und die Vorg√§nge auf der Erde durch die selbe mathematische Formel beschrieben werden k√∂nnen. Damit hatte er den Prozess der ‚ÄěVereinheitlichung” gestartet, der in der Wissenschaft bis heute fortdauert. Mit immer weniger, immer fundamentaleren Naturgesetzen versucht man immer mehr der gesamten physikalischen Welt zu beschreiben, bis am Ende dieser von Newton inspirierten Suche die ‚ÄěTheorie von Allem” stehen soll, die alle Aspekte des physikalischen Universums in einer einheitlichen Theorie zusammenfasst. Newtons Gravitationsgesetz wurde zwar 1915 von Albert Einsteins allgemeiner Relativit√§tstheorie korrigiert und abgel√∂st, f√ľr sehr viele physikalische und astronomische Disziplinen ist Newtons Theorie aber immer noch ausreichend genau und seine Formeln werden weiterhin √ľberall in der modernen Naturwissenschaft angewendet. Weniger bekannt aber von all seinen wissenschaftlichen Leistungen am einflussreichsten und fundamentalsten sind Newtons Arbeiten in der Mathematik. Er erfand die Technik der Infinitesimalrechnung (Differential- und Integralrechnung). Ohne diesen revolution√§re mathematische Leistung w√§re Newton nicht nur nicht in der Lage gewesen, seine eigenen wissenschaftlichen Entdeckungen zu machen. Auch die komplette moderne Wissenschaft (nicht nur die Naturwissenschaft, auch Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaften) w√§re ohne diese mathematischen Techniken undenkbar. Diese fundamentale Leistung (unabh√§ngig von Newton aber etwas sp√§ter hatte auch der Deutsche Gottfried Wilhelm Leibnitz die Infinitesimalrechnung entwickelt) ist in seiner Bedeutung f√ľr den weiteren Verlauf der Geschichte mit der Entwicklung der modernen Naturwissenschaft selbst vergleichbar.

Newton und die anderen Pioniere der Naturwissenschaft haben im 17. Jahrhundert die Grundlage geschaffen. Im 18. Jahrhundert konnten sich die Wissenschaftler nun daran machen, immer mehr Einzelheiten √ľber die Natur herauszufinden. Das betraf aber nicht nur die Physik. Auch in der Medizin begann man sich vom alten Denken abzuwenden. Auch hier wollte man nicht mehr nur auf Autorit√§ten h√∂ren, sondern den K√∂rper, seine Krankheiten und ihre Heilung neu verstehen und vor allem auf Basis von konkreten Beobachtungen und Experimenten verstehen lernen. Einer der Vorreiter war der 1728 geborene Anatom John Hunter. Hunter arbeitete als Milit√§rarzt in Portugal und Frankreich, danach als Zahnarzt in London. Und wann immer sich die Gelegenheit ergab, nutzte er sie um eigene Forschung anzustellen. Bei der Behandlung von Schusswunden in Frankreich untersuchte er die Selbstheilungskr√§fte des K√∂rpers. In Portugal feuerte Pistolensch√ľsse auf Teiche ab, um den Geh√∂rsinn von Fischen zu testen; deren Geh√∂rorgan hatte er vorher schon am Seziertisch entdeckt. Er sezierte im Laufe seines Lebens viele Tiere und pr√§parierte sie auch. Am Ende seines Lebens hinterlie√ü er mehr als 13000 Tiere die heute noch in der Hunterian Collection in London besichtigt werden k√∂nnen. Seine Untersuchungen an Fischen und Amphibien sorgten auch daf√ľr, dass Hunter in die Royal Society aufgenommen wurde. Kurz danach, 1768, erhielt Hunter eine Anstellung als Chirurg am Londoner St. George’s Hospital. Auch bei dieser T√§tigkeit hielt er sich an das Motto der Royal Society – ‚ÄěNullius in Verba” – und beharrte auf der Bedeutung von systematischer Beobachtung und Experiment. In seinen Vorlesungen √ľber Chirugie unterrichte er bis zu seinem Tod √ľber 1000 Sch√ľler und gilt damit heute als Begr√ľnder der modernen, wissenschaftlichen Chirugie. Seine Sch√ľler trugen seine Lehren weiter.

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Die Hunterian Collection (Bild: StoneColdCrazy at en.wikipedia, CC-BY-SA 3.0)

Einer von ihnen war Edward Jenner und je nach Betrachtungsweise kann man ihn als den einflussreichsten Forscher aller Zeiten bezeichnen. Nach seinem Studium unter Hunter kehrte er zur√ľck in seinen Geburtsort Berkeley um dort eine Praxis als Landarzt zu ver√∂ffentlichen. Jenner begann damit, die kursierende Behauptung zu untersuchen, dass mit Kuhpocken infizierte Melkerinnen nicht an den eigentlich Pocken erkrankten. Zu Jenners Zeit waren die Pocken immer noch eine schwere Krankheit. √úber 10 Prozent der Kinder starben vor ihrem 10. Lebensjahr daran. Pockenepidemien hatten in Nord- und S√ľdamerika Millionen von Toten gefordert. In Europa starben jedes Jahr etwa 400000 Menschen daran. Jenner fand heraus, dass man sich gegen diese Krankheit durch eine Impfung bzw. ‚ÄěVakzination”, auf englisch: vaccination, sch√ľtzen konnte. Dieses Wort kommt vom lateinischen ‚Äěvacca” f√ľr Kuh, denn die Infektion mit den harmlosen Kuhpocken konnte tats√§chlich eine Ansteckung mit den gef√§hrlichen Pocken verhindern. Allerdings glaubte man Jenner nicht, als er seine Ergebnisse ver√∂ffentlichte und machte ihn l√§cherlich. Gl√ľcklicherweise f√ľr den Rest der Menschheit setzte sich sein Konzept der ‚ÄěSchutzimpfung” aber durch und hat bis heute vermutlich mehr Menschen das Leben gerettet als jede andere wissenschaftliche Entdeckung oder Erfindung

Nicht nur die Medizin machten Fortschritte, auch die restlichen Wissenschaften entwickelten sich. Einer der typischen Wissenschaftler der neuen Zeit war Henry Cavendish. (Er war generell ein typischer Wissenschaftler, fast schon klischeeschaft zur√ľckgezogen und sch√ľchtern gegen√ľber Frauen, mit denen er es nach M√∂glichkeit vermied zu sprechen). Dank der Erbschaft eines gro√üen Verm√∂gens finanziell ungebunden war er in der Lage, sich in seiner Villa ein gro√ües Labor einzurichten, in dem er auf den verschiedensten Gebieten Experimente durchf√ľhrte. Dabei entdeckte er 1766 den Wasserstoff und fand sp√§ter heraus, dass Wasser aus Wasserstoff und Sauerstoff zusammengesetzt ist. Er war auch der erste, dem es gelang, den numerischen Wert der Gravitationskonstante zu bestimmen. Diese Naturkonstante tauchte in Newtons ber√ľhmter Formel auf, ihr Wert war aber unbekannt. Erst Cavendish konnte 1797 ein Experiment durchf√ľhren, dass exakt genug war, um ihn zu bestimmen. Damit war es nun m√∂glich, aus der Bewegung der Himmelsk√∂rper auf ihre Masse zu schlie√üen. Cavendish konnte so das Gewicht und die Dichte der Erde bestimmen und so Hinweise auf ihre Zusammensetzung finden. In der Chemie setzten John Dalton und Humphrey Davy die Arbeit von Cavendish fort. Beide wurden in der letzten H√§lfte des 18. Jahrhunderts geboren – Dalton 1766 und Davy 1778 – und beide leisteten wichtige Beitr√§ge zum Verst√§ndnis der Materie und der chemischen Elemente. Dalton besch√§ftigte sich vor allem mit den Gasen. Er bestimmte die Zusammensetzung der Luft und konnte bei seinen Experimenten das Atomgewicht verschiedener Elemente bestimmen. Seine Tabellen lieferten die Grundlage f√ľr das sp√§ter entwickelte Periodensystem der Elemente, ohne das die moderne Chemie nicht m√∂glich geworden w√§re. Dalton war auch daf√ľr verantwortlich, den Atombegriff wieder in die Naturwissenschaft einzuf√ľhren und ihn auf eine physikalische Grundlage zu stellen.

Humphry Davy gab der neuen Wissenschaft der Chemie, deren Trennung von der mittelalterlichen Alchemie noch nicht lange zur√ľck lag (selbst Newton stellte in seiner Freizeit noch alchemistische ‚ÄěForschungen” an), durch seine Ergebnisse neue Impulse. Er entdeckte die chemischen Elemente Natrium, Kalium und Calzium und war der erste, der Magnesium, Barium, Strontium und Bor isolieren konnte. Er war der erste, der die Auswirkungen von elektrischen Strom auf chemische Experimente untersuchte und seine zahlreichen √∂ffentlichen Vortr√§ge brachten den Buchbinder Michael Faraday dazu, sich der Wissenschaft zu widmen. Der am Ende des 18. Jahrhunderts – 1791 – geborene Faraday wurde zuerst Davys Assistent und sp√§ter einer der gr√∂√üten Wissenschaftler des 19. Jahrhunderts; einer der gr√∂√üten Wissenschaftler √ľberhaupt ohne dessen Erkenntnisse √ľber Elektrizit√§t und Magnetismus die moderne Technik nicht denkbar gewesen w√§re

Auch die Astronomen kamen im England des 18. Jahrhunderts zu revolution√§ren Erkenntnissen. Der 1693 geborene, englische Theologe James Bradley interessierte sich auch f√ľr Astronomie und beobachtete in seiner Freizeit immer wieder die Sterne. Er war besonders daran interessiert, die Position der Sterne so genau wie m√∂glich zu bestimmen. Dabei entdeckte er 1725 die Aberration des Sternenlichts. Damit bezeichnete man eine scheinbare Positionsver√§nderung der Sterne, die durch die endliche Lichtgeschwindigkeit hervorgerufen wird. Das sich Licht nicht unendlich schnell bewegt, hatte der D√§ne Ole R√∂mer schon in der zweiten H√§lfte des 17. Jahrhunderts herausgefunden. Bradley konnte mit der Entdeckung der Aberration des Lichts allerdings auch eine andere alte Fragen beantworten. Die von ihm entdeckte scheinbare Positionsver√§nderung belegte zweifelsfrei, dass sich die Erde tats√§chlich bewegt (ansonsten w√ľrde man keine Aberration messen). Die Erde konnte also nicht das Zentrum des Universums bzw. des Sonnensystems sein. Sie musste sich um die Sonne bewegen, ganz so wie es Kopernikus und nach ihm Galileo Galilei behauptet hatten. Im 18. Jahrhundert zweifelten zwar nur noch wenige daran, dass sich die Erde um die Sonne bewegt. Aber die bisherigen Beobachtungen waren alle nicht eindeutig und h√§tten sich unter sehr speziellen Umst√§nden auch mit einer Erde erkl√§ren lassen, die sich nicht um die Sonne bewegt. Bradleys Messungen aber kl√§rten die Sache endg√ľltig: Die Erde bewegt sich. Galileo hatte recht gehabt!

Noch dramatischer war die Entdeckung, die der ausgebildete Musiker und Amateurastronom Wilhelm Herschel 1781 bei seinen Himmelsbeobachtungen im s√ľdenglischen Bath machte. Als erster Mensch der Neuzeit entdeckte er einen neuen Planeten des Sonnensystems. Seit der Antike kannten die Menschen nur Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter und Saturn und niemand hatte damit gerechnet, dass die Sonne noch von weiteren Planeten umkreist w√ľrde. Herschels Planet, der sp√§ter den Namen ‚ÄěUranus” bekam, verdoppelte schlagartig die Gr√∂√üe des bekannten Sonnensystems und machte den Wissenschaftlern klar wie nie zuvor, dass sie noch l√§ngst nicht alles erforscht hatten, dass das Universum noch voller unentdeckter Objekte und Ph√§nomene war.

Neben den reinen Wissenschaften machten im 18. Jahrhundert aber auch viele englische Erfinder Entdeckungen, die die Welt noch heute beeinflussen. Es war auch immer noch die Zeit der gro√üen Entdecker. James Cook absolvierte zwischen 1768 und 1780 seine drei ber√ľhmten S√ľdseereisen. Auf der zweiten Reise hatte er ein ganz besonderes, neues wissenschaftliches Instrument mit dabei. Die H4-Uhr des Uhrmachers John Harrison. Auf der Reise sollte ihre Tauglichkeit f√ľr die geografische L√§ngenbestimmung gepr√ľft werden. Seeleute konnten zwar mit simplen astronomischen Beobachtungen jederzeit ihre geografische Breite feststellen. Eine M√∂glichkeit, auch die L√§nge und damit die exakte Position zu bestimmen, fehlte aber. Damit war es keiner der seefahrenden Nationen m√∂glich, ihre Schiffe sicher √ľber das Meer zu bewegen. Immer wieder starben ganzen Besatzungen, weil sie wegen schlechter Positionsbestimmungen auf Grund liefen oder auf See verhungerten bzw. verdursteten. Wem es als erstem gelingen w√ľrde, das Problem der L√§ngenbestimmung zu l√∂sen, w√ľrde sich gegen√ľber den anderen Nationen einen entscheidenden taktischen Vorteil verschaffen. Um die L√§nge zu bestimmen, muss man die genaue lokale Uhrzeit kennen um sie mit der Zeit eines Bezugspunktes zu vergleichen. Die lokale Zeit konnte leicht astronomisch bestimmt werden. Aber es gab keine Uhren, die geeignet waren, die Bezugszeit zu transportieren. Es gab nur Pendeluhren, die auf einem Schiff nicht funktionierten. Die britische Krone setzte einen hohen Geldpreis auf die L√∂sung des Problems aus. Astronomen versuchten, lange Tabellen mit Himmelsereignissen und Mondpositionen anzulegen, die auf der See zur Bestimmung der Bezugszeit dienen konnten. Das aber erwies sich nie als praktikabel; ganz im Gegensatz zu den revolution√§ren, neuen Uhren von John Harrison. Seine ersten Uhren waren noch ziemlich gro√ü, aber schon genau und vor allem robust genug um das L√§ngenproblem l√∂sen zu k√∂nnen. Die H4 war sein Meisterst√ľck und so klein, dass sie jeder Offizier bequem in der Tasche tragen konnte. Die genaue Positionsbestimmung auf hoher See war nun kein Problem mehr.

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Harrisons H4 (Bild: Phantom Photographer, CC-BY-SA 3.0)

Noch einflussreicher als Harrisons Uhr erwies sich die Arbeit des schottischen Erfindes James Watt. Es gelang ihm, die damals schon bekannte Dampfmaschine so zu verbessern, dass sie einen wesentlich h√∂heren Wirkungsgrad hatte als alle bisherigen Modelle und legte damit die Grundlage f√ľr die im n√§chsten Jahrhundert folgende industrielle Revolution. Sein Gedenkstein in der Westminster Abbey tr√§gt die Inschrift:

‚Äě(…) TO JAMES WATT
WHO DIRECTING THE FORCE OF AN ORIGINAL GENIUS
EARLY EXERCISED IN PHILOSOPHIC RESEARCH
TO THE IMPROVEMENT OF
THE STEAM-ENGINE
ENLARGED THE RESOURCES OF HIS COUNTRY
INCREASED THE POWER OF MAN
AND ROSE TO AN EMINENT PLACE
AMONG THE MOST ILLUSTRIOUS FOLLOWERS OP SCIENCE
AND THE REAL BENEFACTORS OF THE WORLD”

Neben gro√üen Namen wie Harrison und Watt gab es aber auch viele heute weniger bekannte Erfinder, die mit ihren kleinen oder gro√üen Entdeckungen die Welt gepr√§gt haben. Der 1748 geborene Joseph Bramah ist heute wahrscheinlich nur noch Hydraulik-Experten ein Begriff. Trotzdem gelang es ihm, die damals eingesetzten Toilettensp√ľlungen zu verbessern und die von ihm erfundene Bierzapfanlage wird heute noch in jedem britischen Pub eingesetzt. Sein Zeitgenosse, der Schotte William Murdoch erfand nicht nur jede Menge Verbesserungen f√ľr Dampfmaschine, Lokomotive und Raddampfer, sondern auch die Gasbeleuchtung, die bald √ľberall das Stra√üenbild der St√§dte pr√§gte. Sein schottischer Landsmann John Loudon McAdam revolutionierte derweil den Stra√üenbau selbst und erfand einen neuartigen und stabilen Stra√üenbelag aus unterschiedlichen Lagen von Schotter der seinen Namen tr√§gt: Makadam.

All die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse und Maschinen der Erfinder beeinflussten nat√ľrlich auch das Leben der normalen Bev√∂lkerung und zwar in einem viel st√§rkeren Ma√ü, als wir uns das heute in unserer von Wissenschaft und Technik durch und durch gepr√§gten Welt vorstellen k√∂nnen. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass die Menschen von den neuen Erkenntnissen h√∂chst fasziniert waren. √Ėffentliche Vortr√§ge wie die des Chemikers Humphry Davy oder des Chirugen Joseph Hunter waren regelrechte Publikumsmagnete – etwas, was man sich heute bei wissenschaftlichen Vortr√§gen kaum mehr erwartet. Wissenschaftler, die keiner offiziellen Organisation wie der Royal Society angeh√∂rten, versuchten im 18. Jahrhundert durch √∂ffentliche Vortr√§ge zu Bekanntheit und Reputation zu kommen und dementsprechend gro√ü war auch das Angebot, dass den interessierten Laien zur Verf√ľgung stand. Vor allem Frauen, denen der Zugang zu den Universit√§ten und anderen Gelehrtenorganisationen versperrt war, nutzen die M√∂glichkeit, auf diese Weise Wissen zu erlangen. Im 18. Jahrhundert erschienen auch die ersten popul√§rwissenschaftlichen Werke. Auch waren es die Frauen, die besonders interessiert waren und f√ľr die das Angebot speziell zugeschnitten wurde. 1782 erschien aber auch eines der ersten popul√§rwissenschaftlichen B√ľcher speziell f√ľr Kinder: Sarah Trimmers ‚ÄěThe Easy Introduction to the Knowledge of Nature”.

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Sarah Trimmer auf einem Gemälde von Henry Howard (Bild:PD)

Im 18. Jahrhundert war Wissenschaft noch frisch und neu und aufregend f√ľr Wissenschaftler UND die √Ėffentlichkeit. Das ist heute immer noch der Fall, nur hat sie unser Leben heute so komplett durchdrungen, dass die √Ėffentlichkeit schon etwas abgestumpft ist. Es ist nicht mehr so leicht, die Menschen f√ľr die Wissenschaft zu begeistern, wie es noch vor knapp 300 Jahren der Fall war. Es ist auch nicht mehr so einfach, fundamental neue Entdeckungen zu machen. Beides Gr√ľnde, warum sich Wissenschaftler vielleicht doch manchmal in die ‚Äěgute alte Zeit” zur√ľckw√ľnschen…

Kommentare (21)

  1. #1 Findelkind
    27. Januar 2012

    Ich habe zwar noch nicht den ganzen Artikel gelesen (mu√ü ich etappenweise machen, da ich im B√ľro sitze und mich eigentlich mit ganz anderen Dingen zu besch√§ftigen habe), aber es freut mich, da√ü es Ihnen scheinbar wieder etwas besser geht.

  2. #2 Wolf
    27. Januar 2012

    “[…]Gl√ľcklicherweise f√ľr den Rest der Menschheit setzte sich sein Konzept der ‚ÄěSchutzimpfung” aber durch und hat bis heute vermutlich mehr Menschen das Leben gerettet als jede andere wissenschaftliche Entdeckung oder Erfindung[…]”

    Ich w√ľrde ihn mit Alexander Fleming auf ein Podest setzen ūüėČ

    Erschter ūüėõ

  3. #3 Florian Freistetter
    27. Januar 2012

    @Findelkind: “aber es freut mich, da√ü es Ihnen scheinbar wieder etwas besser geht. “

    Naja, wie schon in der Einleitung steht, war das ein Text, denn ich schon vor langer Zeit geschrieben habe und den ich heute nur online gestellt habe, damit ich mehr Zeit habe, mich doch noch ein wenig auszuruhen.

    Bzw. zum Arzt zu gehen – komm grad vom HNO-Arzt und der hat mich mit unsch√∂nen Neuigkeiten √ľber mein Innenohr und einem Stapel Medikamenten nach Hause geschickt…

  4. #4 Bjoern
    27. Januar 2012

    Gute Besserung, Florian, und danke f√ľr den sehr interessanten Text!

    Ich besch√§ftige mich ja schon seit langem mit der Geschichte der Naturwissenschaften, aber trotzdem habe ich hier vieles gelesen, das mir neu war. ūüôā

    Ach ja: die Jahreszahl hier

    ‚ÄěNovum Organum” (1920)

    stimmt wohl nicht so ganz… ūüėČ

  5. #5 Ben
    27. Januar 2012

    Schade nat√ľrlich, dass es so um die Gesundheit bestellt ist. ūüôĀ Dennoch ein sch√∂ner Artikel… aber fr√∂stelt es nur mich, wenn ich nur dran denke, mir so ein Ger√§t zwischen Auge und Sch√§del zu schieben? Brrrr. Hardcore-Wissenschafting als neue olympische Disziplin, das w√§re doch mal was und Newton h√§tte garantiert schon ein paar mal Gold gewonnen ūüėČ

    Gute Besserung weiterhin!

  6. #6 Stefan
    27. Januar 2012

    Der Novum Organum erschien 1620.

  7. #7 Thomas
    27. Januar 2012

    Ein sch√∂ner Artikel zu einem meiner liebsten Arbeitsgebiete: die Entstehung und die Fr√ľhphase der neuzeitlichen Naturwissenschaft!

    Da kann ich als Rahmeninformation noch auf zwei alte Artikel (die Zeit, dass ich zum ‚Äď wenngleich sowieso nur sporadischen ‚Äď Bloggen kam, ist leider lange vorbei‚Ķ) von mir verweisen, die (in sehr grober Form) insb. den Aspekt der Abkehr vom Aristotelismus behandeln* und wissenschaftshistorisch (mit gewissen √úberschneidungen) dort enden, wo Dein Beitrag beginnt:

    http://philosophieblog.de/heichele/die_entstehung_der_neuzeitlichen_naturwi_1

    http://philosophieblog.de/heichele/die_entstehung_der_neuzeitlichen_naturwi_2

    Und auch das darf nicht fehlen: gute Besserung!

    *Wenn man sich alte Artikel durchliest (in dem Fall bald 3 Jahre), merkt man immer wieder, dass man mit dem aktuellen Wissen viele Dinge doch anders formulieren/betonen w√ľrde‚Ķ

  8. #8 Theres
    27. Januar 2012

    Wie herrlich, ein richtig langer Artikel und … ich habe erst heute Abend richtig lange Zeit, aber dann … Der Name Joseph Bramah wird mir ab sofort sicherlich in Erinnerung bleiben ūüėČ
    Gute Besserung, Florian, und nimm deine Gesundheit ernster als das Blog.

  9. #9 Wolf
    27. Januar 2012

    @Ben:

    Wenn es um die Bestätigung von Vermutungen geht, gehen einige Leute recht weit:
    “[…]Als 25-J√§hriger hatte For√ümann am eigenen K√∂rper bewiesen, dass ein Katheter gefahrlos √ľber eine Vene in das Herz geschoben werden kann. Das Ganze geschah heimlich in ¬ęKomplizenschaft¬Ľ mit einer OP-Schwester, denn der Eberswalder Klinikchef hatte derartige Experimente untersagt.

    ¬ęIm Handumdrehen hatte ich meine linke Ellenbeuge narkotisiert und wartete auf die Bet√§ubung. Ich durchtrennte mir schnell die Haut, schob einen Katheter 30 Zentimeter weit hinein, packte Mull darauf und wickelte ein steriles Tuch darum. Vor dem R√∂ntgenschirm schob ich die Sonde mit ihrer Spitze in die Herzkammer, genau wie ich es mir vorgestellt hatte. Als dokumentarischen Beweis lie√ü ich R√∂ntgenaufnahmen machen¬Ľ, berichtete For√ümann anschlie√üend.[…]”

    Und “heutzutage” gibt¬īs daf√ľr den Nobelpreis.

  10. #10 Alice
    27. Januar 2012

    @Ben:
    Au… mir wird gerade schlecht :S. Ich weiss eh, Chirurg h√§tt ich nie werden k√∂nnen, mir geht sowas zu nahe. Hab die Geschichte schon mal geh√∂rt, aber nicht so.. um.. plastisch.

    Wo ich gerade beim Browser entschlacken bin, hab ich noch das hier zu bieten, soviel zur √∂ffentlichen Meinung √ľber Wissenschaft in Grossbritannien heute:
    http://www.guardian.co.uk/science/the-lay-scientist/2012/jan/26/1?fb=native&CMP=FBCNETTXT9038

    Und, ach ja, ich so ganz pers√∂nlich sehne mich nicht nach der “guten alten Zeit” zur√ľck, in der w√§r ich n√§mlich als Hexe verbrannt worden (o.√§.) und nicht Wissenschaftlerin geworden. 18. Jahrhundert… ne, danke.

  11. #11 Alice
    27. Januar 2012

    @Ben sollte eigentlich @Wolf sein. Egal…

  12. #12 BreitSide
    27. Januar 2012

    Ich finde es ja immer tödlich faszinierend, die Lebensläufe dieser Wissenschaftsgiganten nachzuerleben.

    Und jede Zusammenfassung bringt wieder neue Aspekte.

    Danke und gute Besserung!

  13. #13 Dirk
    27. Januar 2012

    Wer sich ein wenig n√§her mit der von Florian beschriebenen Epoche (ausgehendes 17 / Anfang 18. Jhd.) auseinander setzen m√∂chte, sollte sich unbedingt einmal den “Barock Zyklus” von Neal Stephenson anschauen.
    Der erste Roman der Triologie “Quicksilver”, ist neben einem spannenden Roman ein astreiner Wissensvermitller !
    Im √ľbrigen hat Stephenson auch einen halben (die andere h√§lfte ist eher philosphisch angehaucht) atronomischen Roman ver√∂ffentlich: “Anathem”. W√§re vielleicht auch etwas f√ľr deine Buchempfehlungsliste Florian ūüôā

  14. #14 Sunshine
    29. Januar 2012

    Ich finde es schade, dass du den okkulten Einfluss auf die Wissenschaft herunterspielst oder gleich ganz weglässt. Nach meiner Meinung wird damit ein verfälschtes Geschichtsbild erzeugt.
    Wom√∂glich ist dir der Einfluss des Okkultismus ja auch gar nicht bekannt. Oder, was unter Wissenschaftsj√ľngern ja sehr h√§ufig der Fall ist, man hat einfach nicht die Gr√∂√üe zuzugeben, dass die Wissenschaft quasi so etwas wie ein Abfallprodukt okkulten Wissens und Denkens ist.

    Newton war Hardcore Okkultist, hat sechs B√ľcher √ľber okkulte Themen geschrieben und nur eines, sein siebentes, (entstanden nach einer Kopfverletzung ;-), hatte die Physik zum Thema. Dieses gr√ľndet auf dem okkulten Konflikt zu den Ausf√ľhrungen des Rene Descartes zur Unglaubw√ľrdigkeit der √§u√üeren Wahrnehmung. (Die Newton mit wissenschaftlichen Methoden widerlegen wollte – was nebenbei bis heute nicht gelungen ist) Aus diesen Ausf√ľhrungen ging besagte Suche zur Theorie von Allem hervor.

    Wie die meisten wissenschaftlichen Pioniere genoss auch Newton die Ausbildung an einer Universität, die vorwiegend in okkulten Themen unterrichtete. Was hätte auch anderes gelehrt werden können?
    Okkultisten haben unter anderem das grundlegende System der Nummern entwickelt. Aus ihnen geht die okkulte Methodic der Zahlen und mit ihnen die Mathematik hervor, auf die auch heute noch jede wissenschaftliche Berechnung basiert. Und mit Statik und Baukunst gehen von den Pyramiden des Altertums bis hin zu den gro√üen Kathedralen des Mittelalters alle bedeutende Bauwerke auf die Arbeit von Okkultisten zur√ľck.

    Gerade in der Astronomie hat der okkulte Einfluss viele T√ľren ge√∂ffnet. Kopernikus beispielsweise hat hauptberuflich Horoskope erstellt, unter anderem f√ľr Wallenstein. Die Berechnungen, die schlie√ülich zu seinem Beitrag zur Physik f√ľhrten, hat er nur angestellt, weil er ‚ÄĚgenauere‚ÄĚ Vorhersagen treffen wollte‚Ķ

    Vielleicht ber√ľcksichtigst du ja einfach mal die Tatsachen. Den Konflikt und die riesige Kluft zwischen Wissenschaft und Okkultismus gibt es eigentlich gar nicht, es gibt nur mehr oder weniger verr√ľckte Okkultisten. Newton zum Beispiel hat seinen Weltuntergang f√ľr 2060 verhergesagt. Interressiert mich brennend was du dazu schreiben w√ľrdest, ich hoffe du hast dann dein Blog noch‚Ķ

  15. #15 Florian Freistetter
    29. Januar 2012

    @Sunshine: “. Oder, was unter Wissenschaftsj√ľngern ja sehr h√§ufig der Fall ist, man hat einfach nicht die Gr√∂√üe zuzugeben, dass die Wissenschaft quasi so etwas wie ein Abfallprodukt okkulten Wissens und Denkens ist”

    Man “gibt” das deswegen nicht zu, weil es nicht stimmt. Im Artikel hab ich √ľbrigens erw√§hnt, das Newton Alchemist war.

  16. #16 Sunshine
    29. Januar 2012

    @Florian
    Schade dass du meinen Kommentar nicht bis zu Ende gelesen hast. Trotzdem danke f√ľr die argumentfreie Antwort.

    und falls du noch kränkelst:
    Gute Besserung!

  17. #17 Florian Freistetter
    29. Januar 2012

    @Sunshine: “Schade dass du meinen Kommentar nicht bis zu Ende gelesen hast. Trotzdem danke f√ľr die argumentfreie Antwort”

    Ich hab deinen Kommentar zu Ende gelesen. Aber ich sehe keinen Sinn darin, die absurde These zu diskutieren, dass zwischen Wissenschaft und Okkultismus kein Unterschied besteht. Genausowenig die ebenso absurde Aussage, das Wissenschaft nur ein Abfallprodukt des Okkulten. Das im 17. Jahrhundert noch viele Leute nicht zwischen beiden getrennt haben, ist nicht erstaunlich, immerhin war es ja die Zeit in der die Wissenschaft erst entstand. Mein Artikel handelt aber nicht von der Entstehung der Wissenchaft und dem Einfluss des Okkultismus sondern den britischen Wissenschaftlern des 18. Jahrhunderts. Wenn du etwas anderes lesen wolltest, tut es mir leid.

  18. #18 Sunshine
    29. Januar 2012

    @Florian
    Absurd ist es zu glauben, dass etwas aus dem Nichts entstehen kann, z.B. die Wissenschaft und ihre Anhänger des 18.Jh.

    Ich habe nicht geschrieben, dass Okkultismus und Wissenschaft das Gleiche sind.

    Ich habe dargelegt, dass sich die wissenschaftliche Denk- und Arbeitsweise entwickelt hat, aus dem Zwiespalt zwischen der okkulten Behauptung Descartes: Die Wahrnehmung ist nicht vertrauensw√ľrdig (Die Welt ist nur eine Spinnerei, ein Traum, ein Trugbild) und dem Versuch des Okkultisten Isaac Newton, diese Aussage zu widerlegen.
    Dazu hat er eine Arbeitsweise entwickelt, die von ihm und seinen Anhängern streng angewendet wurde: Schlussfolgerung ausschließlich aus empirischen Daten.

    Tut mir Leid, dass dieser Teil der Geschichte nicht in dein Weltbild passt. Genau das ist es, was ich erwartet habe.

  19. #19 Florian Freistetter
    29. Januar 2012

    @Sunshine: “Absurd ist es zu glauben, dass etwas aus dem Nichts entstehen kann, z.B. die Wissenschaft und ihre Anh√§nger des 18.Jh”

    Das habe ich auch nirgends behauptet. Nochmal: Mein Artikel handelt nicht von der Entstehung der WIssenschaft.

    “Tut mir Leid, dass dieser Teil der Geschichte nicht in dein Weltbild passt. Genau das ist es, was ich erwartet habe. “

    Wie auch immer. Wenn du unbedingt meinst meinen Artikel kritisieren zu m√ľssen, weil er nicht von dem Thema handelt, dass du gerne gelesen h√§ttest sondern von den britischen Naturwissenschaftlern des 18. Jahrhunderst, dann kann ich dir nicht weiterhelfen. Aber gut, sowas passiert, wenn man schon mit Vorurteilen in ne Diskussion einsteigt…

  20. #20 Sunshine
    29. Januar 2012

    @Florian
    Ja stimmt, ich war voreingenommen. Ich dachte du weißt welche Rolle der Okkultismus in der Entwicklung der Wissenschaft gespielt hat.
    Aber aufgrund deiner √ľberzogenen, argumentarmen und teilweise beleidigenden Reaktionen, glaube ich jetzt eher, dass du √ľber diese Informationen nicht verf√ľgst.

    Wenn man √ľber den Einfluss von Wissenschaftlern des 18.Jh schreibt, ist es eine Sache √ľber deren Entdeckungen und Forschungen zu berichten.
    Eine andere Sache ist es aber, √ľber die Welle des Umdenkens zu schreiben, die mit dem Descartes-Newton-Konflikt einsetzte.
    Hiermit wechselte der Fokus vom esoterischen Denken in der Forschung und Wissenschaft – ich forsche um Gott besser zu verstehen – hin zum exoterischen Denken – ich forsche um die Welt besser zu verstehen.
    Dieses Denken prägt unser heutiges Dasein mehr als jede der Taten der erwähnten Wissenschaftler zusammen. Es war die entscheidene Wende hin zu unserem heutigen Leben.
    Wenn das nicht zu diesem Thema gehört, dann tschuldige, dass ich gestört habe.

  21. #21 Florian Freistetter
    29. Januar 2012

    @Sunshine: “Aber aufgrund deiner √ľberzogenen, argumentarmen und teilweise beleidigenden Reaktionen, glaube ich jetzt eher, dass du √ľber diese Informationen nicht verf√ľgst. “

    Wenn du dich dann besser f√ľhlst, dann glaub das bitte unbedingt!

    “Eine andere Sache ist es aber, √ľber die Welle des Umdenkens zu schreiben, die mit dem Descartes-Newton-Konflikt einsetzte”

    Meine G√ľte! Kannst du mal damit aufh√∂ren? Der “Descartes-Newton-Konflikt” ist nicht Thema meines Artikels! Was ist an “Britische Wissenschaftler des 18. Jahrhunderts” so schwer zu verstehen?