Ich bin ein großer Fan von Johann Sebastian Bach. Besonders von den Brandenburgischen Konzerten und den Orchestersuiten. Natürlich kenne ich auch die musikalischen “Spielereien” wie “Die Kunst der Fuge” oder “Das musikalische Opfer”. Da ich Musik aber nur hören kann, selbst kein Musiker bin und auch keine Ahnung vom Notenlesen habe, fällt es mir schwer, wirklich zu würdigen, was Bach da geleistet hat. Ein bisschen von der mathematisch-musikalischen Genialität bekommt man mit, wenn man das Buch “Gödel, Escher, Bach: Ein Endloses Geflochtenes Band” liest. Aber wenn man dann Bachs Musik in einem so tollen Video wie dem von Jos Leys präsentiert bekommt, kapiert sogar ein musikalischer Ignorant wie ich, was an Bach so genial ist:

(via It’s Okay To Be Smart)

Kommentare (14)

  1. #1 Andreas Lichte
    13. Februar 2013

    …sing Bach doch einfach auswendig …

    WARNUNG! an diesem Interpreten scheiden sich die Geister:

    http://www.youtube.com/watch?v=qB76jxBq_gQ

    (das “Ting” bei ca. 1:23 Minuten einer von vielen Höhepunkten)

  2. #2 Mr M
    13. Februar 2013

    Uff, beruhigend – Ich bin nicht der einzige der keine Noten lesen kann!

  3. #3 ZeT
    13. Februar 2013

    Noten lesen ist sooooooo einfach. 😉

    Sobald man kapiert hat wie es funzt… easy.
    Ich dachte auch “Noten…. Buch mit 7 Siegeln” – aber dann hab ich mir nen E-Bass besorgt und Bücher zum lernen – nach 5 Minuten war das mit den Noten klar.

    In diesem Sinne:

    http://www.youtube.com/watch?v=22W38jJk81s

    Cliff Burton RIP – the greatest!

  4. #4 Rob
    13. Februar 2013

    @Zet

    Ich stimme Dir zu, Notenlesen ist eigentlich recht einfach. Allerdings dauert es schon lang, jede Note sofort und intuitiv dem jeweiligen Instrument anzupassen.

    Die Königsdisziplin ist es aber, Noten, die man nicht kennt, Prima vista sofort musikalisch weiträumig zu erfassen und gleichzeitig spielend auf dem Instrument auszudrücken. Dazu gehört nicht nur Jahrzehnte lange Erfahrung, sondern durchaus auch eine gehörige Portion Begabung. Man muss ja auch den Stil eines Werkes sofort in den Noten erkennen und interpretieren können…

  5. #5 Jürgen Schönstein
    13. Februar 2013

    Noch genialer ist, dass Bach so etwas quasi aus dem Stegreif improvisieren konnte (ist jedenfalls so bei Gödel, Escher, Bach beschrieben). Die Fuge ist ja eine ziemlich geometrische Angelegenheit, bei der Symmetrien und Spiegelungen eine enorme Rolle spielen: Das Video zeigt den “Krebs” (das heißt, die Melodie wird rückwärts gespielt = entlang einer senkrechten Achse gespiegelt), aber es gibt auch noch die Umkehrung (= die Tonintervalle werden entlang einer horizontalen Achse gespiegelt; wenn die Melodie im Originalmotiv um einen Halbton ansteigt, dann würde sie in der Umkehrung um einen Halbton sinken). Und dann gibt es natürlich noch die Umkehrung des Krebses und den Krebs der Umkehrung – und alles klingt, bei Bach jedenfalls, immer noch perfekt harmonisch. Was mich dabei fasziniert, dess es auch visuell, also in der graphischen Darstellung – zum Beispiel als Möbiusband – noch harmonisch und ästhetisch befriedigend wirkt.

  6. #6 Rimi
    13. Februar 2013

    Im Endeffekt sind Noten nichts anderes als Buchstaben oder Zahlen. Wer in der Lage ist, das was ich hier geschrieben habe, zu Lesen, der kann auch Noten lesen.

    (Natürlich ist es etwas, das ein paar Monate/Jahre Zeit in Anspruch nimmt, aber die Grundkenntnisse kann man sich als aufgeschlossener, lernwilliger Mensch recht schnell aneignen)

  7. #7 2002EL6
    14. Februar 2013

    Das mit den Noten lernen kann ich bestätigen, es ist weniger schwer als es erscheint. Man muss u.U. nur ins kalte Wasser geworfen werden… Bei mir war es so, dass ich vor einigen Jahren angefangen habe, im Kirchenchor zu singen (als bekennender Atheist – aber das ist eine andere Geschichte 🙂 ). Meine Notenkenntnisse beschränkten sich auf das, was man so in der Schule gelernt hatte. Ein Instrument spielen konnte ich auch nicht (außer ein Didgeridoo – aber dafür braucht man ja keine Noten). Jedenfalls kam ich gerade richtig, um bei den Proben zu Händels Messias teilzunehmen. Man drückte mir einen Klavierauszug in die Hand und ich war dann doch ziemlich überwältigt, was es da für lustige Zeichen zwischen den Noten gab… Lange Rede – kurzer Sinn: inzwischen kann ich einfache Stücke auch schon vom Blatt singen – bei etwas anspruchsvolleren muss ich zumindest mal die Melodie gehört haben. Aber dann ist es auch nicht sooo schwierig. Ok, Pepping oder Enjott Schneider dauern auch länger 😉

  8. #8 7th guest
    14. Februar 2013

    Vielen Dank @Andreas Lichte.

    Der angegebene Link hat mich heute Morgen durch Zufall auf diesen hier geführt: http://www.youtube.com/watch?v=MZuSaudKc68

    Der spielt zwar nicht Bach, sondern Beethoven – aber der Gitarrero hats mir angetan, was zur Folge hatte, dass meine Arbeitszeit fast den ganzen Vormittag mit wiederholtem Betrachten des Videos draufgegangen ist 😉

  9. #9 botein6603
    Freiburg
    14. Februar 2013

    @ZeT: Fantastisch, danke für den Link zu Metallica… Der Song taucht mir in meinem hirnigen Archiv auf als ein Herr mit einer MetallicaBibliografie vorbeilief.. .. und höre den noch genauso gerne wie damals in den 80ern.
    Wie nah sich doch Bach und die Metalls stehen… Cliff war ursprünglich Pianist.
    Und das läßt mich auch daran denken wie ich damals zum Bass kam, und es macht immer noch Spaß auf den 4 Seiten.

  10. #10 Hans
    15. Februar 2013

    Das Video ist echt genial.
    Der Typ mit dem Beethoven auf der Gitarre ist ebenfalls ein Hit. Aber zu Bach fällt mir dann immer noch Vanessa Mae mit ihrer interpretation von “Tokata und Fuge” ein.

    http://www.youtube.com/watch?v=iENTJj_LsTA

    Eigentlich ein Orgelstück, aber sie spielt es auf der Geige. Am besten gefällt mir davon nebenbei auch die Pop-interpretation, die auch auf ‘nem Album drauf ist. Der YouTube-Link enthält leider nur ‘ne gekürzter Version davon.

  11. #11 Cornelius
    http://www.scienceblogs.de/bloodnacid/
    15. Februar 2013

    Ich kann die Begeisterung für Bach mehr als gut nachvollziehen. Ich habe durch Bach zum Musizieren (Klavier) gefunden und die Erfahrung gemacht, daß sich einem das Genie dieses Menschen erst so richtig erschließt, wenn man sich seine Stücke selbst erarbeitet.
    Das hat auch Liszt so empfunden, der Bach mit folgender Komposition über das Thema “B-A-C-H” geehrt hat:

  12. #12 Andreas P.
    Frankfurt
    16. Februar 2013

    @Florian
    evtl verschafft http://www.youtube.com/watch?v=pVadl4ocX0M dir ja einen besseren Zugang. Dort wird die Musik ebenfalls visualisiert, aber nicht anhand der Noten sondern der “Stimmen”, was einen meiner Meinung nach noch weit besser die Struktur des Stückes verstehen läßt. Da sieht (und natürlich hört) man, wie die erste Stimme das Hauptthema einführt, dass dann von der zweiten Stimme transponiert übernommen wird, dann die dritte Stimme .. ach schaus dir halt mal an, viel Spaß mit Bachs “Kleiner Fuge” 🙂

    Auch sehr schön: Toccata und Fuge d moll: http://www.youtube.com/watch?annotation_id=annotation_78634&feature=iv&src_vid=ipzR9bhei_o&v=ATbMw6X3T40
    Drittes Brandenburgisches Konzert:: http://www.youtube.com/watch?v=lhXHMzSOK5c&list=PL81D26D4A47388279

  13. #13 IO
    6. März 2013

    Graphisch ist das natürlich hübsch mit dem Möbiusstreifen.

    Nur warum wählen diese Leute, die so etwas erstellen immer so besch…ne Aufnahmen. Nicht nur musikakisch, sondern vor allem klanglich. IN dem Fall hatte man einen halbwegs brauchbaren Nachbau eines Cembalos, aber so nah aufgenommen, und so topfig die Töne abgeschnitten. Ein Graus. Zu Ende anhören konnte ich mir das nicht.

    Wie es besser geht (musikalisch, klanglich)
    http://www.youtube.com/watch?v=ztuTEaBTeEg
    Der Canon gleich zu Anfang

    Das Dritte Brandenburgische Konzert in der epochalen Version von Musica Antiqua Köln
    http://www.youtube.com/watch?v=20tau1ngCtY

    Beim letzten Satz ab 5:07 anschnalllen!
    Das Tempo ist aber nicht wirklich schnell (trotz ca. 9-10 Sechzehntelnoten/Sekunde), da die Schwerpunkte halbtaktig liegen: Alle 12 Sechzehntel (bzw. 6 Achtel) liegt ein Schlag – ca. alle 1,2 Sekunden.
    (Man kann das gut am Bass nach vollziehen.)

  14. #14 Wrocław podatek od nieruchomości
    26. Januar 2016

    Thank you very much for this information, I will certainly use them. Greetings and traditional “Księgowa”!

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