Das Jahr 2013 ist das Jahr der Kometen. Der Komet Panstarrs wird in den nächsten Wochen mit etwas Glück mit freiem Augen am Nachthimmel zu sehen sein. Und Ende des Jahres erwartet uns vielleicht ein “großer Komet”: ISON, bei dem man ebenfalls hofft, dass er sehr hell wird und mit freiem Auge sichtbar ist. Aber vielleicht geht die Kometenshow auch 2014 weiter. Anfang des Jahres wurde ein neuer Komet entdeckt. Er heißt C/2013 A1 (Siding Spring) und den besten Blick auf ihn hat man wohl vom Mars. Denn der Komet wird unseren Nachbarplanet in geringer Distanz passieren – und vielleicht sogar mit ihm zusammenstoßen.

Die letzte große Kollision eines Planeten mit einem Kometen fand 1994 statt. Da stießen der Gasriese Jupiter und der Komet Shoemaker-Levy-9 zusammen. Es war die erste Kollision dieser Art, bei der die Astronomen live zusehen konnten, und es gab grandiose Bilder. Sollten aber C/2013 A1 und Mars kollidieren, wird die Sache wahrscheinlich noch ein Stück spektakulärer. Der Komet ist deutlich größer als der 4 Kilometer durchmessende Shoemaker-Levy-9; aktuellen Schätzungen hat C/2013 A1 einen Durchmesse von 50 Kilometer. Und Mars ist ein kleiner Planet mit einer festen und felsigen Oberfläche, keine Kugel aus Gas wie Jupiter. Und der Komet ist ziemlich schnell unterwegs, er würde mit 56 Kilometern pro Sekunde auf den Mars treffen, ohne das ihn die dünne Marsatmosphäre wesentlich abbremsen könnte. Ein Komet wie C/2013 A1 würde dort einen riesigen Krater schlagen, der ungefähr 500 Kilometer groß wäre! Ein ziemlich dramatisches Ereignis – aber wir sollten nicht zu enthusiastisch werden. Die Chancen stehen gut, dass es keine Kollision gibt.

So wie bei den Asteroiden gilt auch bei den Kometen: Man kann die Bahn immer nur innerhalb gewisser Fehlergrenzen bestimmen. Je mehr und je bessere Beobachtungen, desto genauer ist die Bahn bekannt. So wie die Bahn derzeit bekannt ist, besteht am 19. Oktober 2014 die Möglichkeit einer Kollision zwischen Mars und Komet. Die beiden werden sich auf jeden Fall sehr nahe kommen. Dieses Bild aus der NASA-Datenbank der kleinen Himmelskörper zeigt die Situation wenige Tage vor der Annäherung:

2013a1

Derzeit geben die Bahndaten einen Abstand von knapp über 100.000 Kilometer als geringste Distanz zwischen den beiden Himmelskörpern an. Aber da die Bahn noch nicht exakt bekannt ist, kann der Abstand auch größer oder kleiner sein. Und die Fehlergrenzen sind noch groß genug, damit eine Kollision theoretisch möglich sein könnte.

Man wird jetzt also erst mal warten müssen, bis die Bahn genau genug bekannt ist, damit wir sicher wissen, ob es eine Kollision geben wird oder nicht. Wahrscheinlich eher nicht, würde ich sagen. Denn genau das passiert normalerweise auch mit den Asteroiden, die der Erde nahe kommen. Zuerst besteht dank ungenauer Bahndaten noch eine kleine theoretische Möglichkeit der Kollision. Aber je besser man die Bahn kennt, desto geringer wird diese Chance bis sie irgendwann ganz verschwindet.

Es wird aber so oder so eine spannende Sache werden. Wenn der Komet einschlägt, sowieso! Wenn wir allerdings Pech haben (und danach sieht es derzeit aus), findet der Einschlag auf der erdabgewandten Seite des Mars statt (so war es ja auch schon damals bei Shoemaker-Levy-9). Aber wir haben ja einige Raumsonden im Marssystem und anderswo im All, die vielleicht einen besseren Blick haben als wir. Und die Satelliten und Rover beim Mars werden auch einen tollen Blick auf den Kometen haben, selbst wenn er nur vorbei fliegt. Mit etwas Glück kann der Mars Reconnaissance Orbiter-Satellit hochaufgelöste Bilder des Kometen machen und die Rover am Marsboden werden hoffentlich auch den einen oder anderen Blick zum Himmel werfen, wo der Komet extrem hell zu sehen sein wird.

Was immer auch im Oktober 2014 passieren wird, es wird auf jeden Fall eine ziemlich coole Sachen werden. Ich freu mich schon darauf!

Kommentare (75)

  1. #1 Robert
    26. Februar 2013

    Hallo Florian,

    schön das du darüber schreibst, mir ist das schon vor ein paar Tagen beim “stöbern” in der JPL Datenbank aufgefallen.
    Meine Frage: Nehmen wir an der Komet würde mit dem Mars kollidieren, inwiefern könnte eine bei dieser Kollision entstehende Staubwolke die Arbeit der Rover auf dem Mars beeinträchtigen, selbst wenn sie nicht “direkt” getroffen werden?

  2. #2 Nyarlathotep
    26. Februar 2013

    wenn er auf dem mars aufschlägt, könnten das dann aber auch die letzten bilder sein, die unsere rover von dort aus liefern. 😉

    und als wirkliches pech würde ich es nicht unbedingt bezeichnen, wenn er auf der erdabgewandten seite einschlägt. mit bloßem auge, sieht man den einschlag eh nicht und für den rest haben wie entsprechende technische instrumente in marsnähe oder eben auf dem mars. in dem punkt wäre es also egal, auf welcher seite er einschlägt. WIRKLICHES pech wäre es eher, wenn der komet nicht auf dem mars, sondern auf der erde einschlagen würde. ein 50 km brocken dürfte die geschichte der spezies homo sapiens ein für allemal beenden. 😉

  3. #3 Quacki
    26. Februar 2013

    Hmm, wäre das nicht die ideale Gelegenheit, Technik zur Beeinflussung der Flugbahn von kleinen Himmelskörpern zu testen und den Kometen mit Sicherheit auf Kollisionskurs mit dem Mars zu lenken? Ach ja, es gibt ja noch keine solche Technik … schade. Wahrscheinlich kostet uns dieses Versäumnis eine schöne Show!

  4. #4 Dark_Tigger
    26. Februar 2013

    Erst wollt ich schreibe:
    “Auf dem Bild sieht es aber so aus als käme C/2013 A1 der Erde viel näher als dem Mars?”
    Aber ich nehm an dass das Ding einfach auf der y-Achse “höher” liegt als die Erde, oder irre ich mich da?

  5. #5 Nyarlathotep
    26. Februar 2013

    @dark_tigger

    das täuscht. der komet fliegt sehr weit an der erde vorbei. liegt nur am betrachtungswinkel des diagramms. 😉

  6. #6 Nyarlathotep
    26. Februar 2013

    hab mir mal das orbit diagram näher angesehen. momentan sieht es so aus, als würde der komet nicht am 19.10.2014 sondern erst am 20.10.2014, also erst einen tag später, seine geringste entfernung zum mars haben. und momentan sieht es dort stark nach einer kollision am 20.10. aus. wie schnell bzw. wie häufig werden die bahndaten dort akualisiert?

  7. #7 Florian Freistetter
    26. Februar 2013

    @Robert: “inwiefern könnte eine bei dieser Kollision entstehende Staubwolke die Arbeit der Rover auf dem Mars beeinträchtigen, selbst wenn sie nicht “direkt” getroffen werden?”

    Das wird davon abhängen, wie nah sie am Einschlagsort dran sind. Aber merken werden sie sicher was.

    @Nyarlathotep: “mit bloßem auge, sieht man den einschlag eh nicht und für den rest haben wie entsprechende technische instrumente in marsnähe oder eben auf dem mars. in dem punkt wäre es also egal, auf welcher seite er einschlägt. “

    Aber man könnte den Einschlag mit Teleskopen von der Erde aus verfolgen. So entgehen uns nicht nur die vielen Daten die wir mit Instrumenten auf der Erde gewinnen können, auch die Hobbyastronomen haben keine Chance, etwas zu sehen.

    @Dark_Tigger: “Aber ich nehm an dass das Ding einfach auf der y-Achse “höher” liegt als die Erde, oder irre ich mich da?”

    Du kannst hier selbst den Blickwinkel ändern und dir anschauen, wie die Bahn aussieht: http://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=C%2F2013%20A1;orb=1;cov=0;log=0;cad=1#orb

  8. #8 Florian Freistetter
    26. Februar 2013

    @nyarlothep: ” wie schnell bzw. wie häufig werden die bahndaten dort akualisiert?”

    Diese Diagramme sind absolut ungeeignet, irgendwas über den exakten Kollisionszeitpunkt zu erfahren. Steht auch extra oben drüber: “The applet was implemented using 2-body methods, and hence should not be used for determining accurate long-term trajectories (over several years or decades) or planetary encounter circumstances. For accurate long-term ephemerides, please instead use our Horizons system.”
    Die Unsicherheit was den Annäherungszeitpunkt angeht, beträgt fast 5 Stunden. D.h. es kann im wesentlich irgendwann in der Nacht von 19. auf 20. passieren.

  9. #9 Dark_Tigger
    26. Februar 2013

    @FF, Nyarlathotep
    Also wie ich mir das gedacht hab.
    Naja 50 Km Wasser und Dreck, bei 56KM/s, das gibt einen ganz angenehmen Rums. Da möchte ich nicht an dem Tag nicht auf dem Mars in der selben Hemissphäre sein.

    Nur mal so Theoretisch, wenn so ein Objekt mit der Erde zusammenstoßen würde, würde es ja vermutlich recht weit oben in der Atmosphäre explodieren, käme davon hier unten eigentlich noch was Spürbares an?

  10. #10 yves
    26. Februar 2013

    ” Anfang des Jahres wurde ein neuer Komet entdeckt. […] einen Durchmesse von 50 Kilometer”

    Au Backe, und ich dachte die dicken Brocken wären fast alle bekannt. Da darf man wohl froh sein, dass er der Erde nicht nahe kommt. Gar nicht auszudenken, was der Impakt anrichten würde. Man könnte vermutlich augenblicklich all sein Erspartes auf den Kopf hauen…

  11. #11 Nyarlathotep
    26. Februar 2013

    @florian
    ja, stimmt. den teleskopen würde das ereignis natürlich entgehen. trotzdem wäre eine kollision mit der erde ein deutlich größeres pech. 😉

    @dark_tigger
    denkst du wirklich, dass ein objekt mit solcher größe in der atmosphäre explodieren würde? 😀 das ding ist viel zu groß und würde definitiv den erdboden erreichen und einen gigantischen krater schlagen. als airburst enden eigentlich nur brocken von weniger als 150 metern durchmesser. wir reden hier von 50 km (!).

    aber gehen wir mal dennoch von der nicht vorhandenen möglichkeit eines airbursts eines 50 km großen kometen aus. die frage, ob du dann davon etwas spüren würdest, kann man getrost mit nein beantworten. du würdest schneller tot bzw. pulverisiert sein, als du überhaupt etwas spüren könntest. 😉

  12. #12 MareTranquil
    26. Februar 2013

    @Dark_Trigger
    Das Ding ist 50km groß, und die Erdatmosphäre ist ca. 50km dick (zumindest die unteren 99,8% der Masse). Das Komet bräuchte weniger als 1 Sekunde, um da durchzustoßen.

    Andere Frage: Wenn der Komet so eng am Mars vorbeifliegt, und die genaue Entfernung noch unbekannt ist, bedeutet dass dann auch, dass er nach der Passage in so ziemlich jede mögliche Richtung weiterfliegen könnte? Oder ist er so schnell, dass ihm das bisschen Schwerkraft eher wurscht ist?

  13. #13 Wurgl
    26. Februar 2013

    Sehe ich das richtig, dass die Marsbahn so ungefähr der sonnennächste Punkt der Kometenbahn ist?

  14. #14 MareTranquil
    26. Februar 2013

    @yves
    Die dicken ASTEROIDEN sind fast alle bekannt. Kometen können naturgemäß nicht alle bekannt sein, weil immer wieder mal frische Brocken aus der Oortschen Wolke reinkommen, die davor noch überhaupt nicht im Sonnensystem waren.

  15. #15 Dark_Tigger
    26. Februar 2013

    @Nyarlathotep, MareTranquil
    Hmm wenn man so drüber nachdenkt. Irgendwie hatte ich nur im Kopf das so ein Komet ja wesentlich schneller zerbrechen würde als z.B. so ein Objekt wie neulichs über Russland, und hab dabei einfach mal übersehen, wie verdammt riesig 50Km ist. 😀

  16. #16 JaJoHa
    26. Februar 2013

    @Dark_Tigger
    Ob der zerbröselt ist so eh egal, die Energie hat er auch in Fragmenten. Das würde dir also vermutlich auch einheizen, wenn er als Schotter oder Sand runterkommt. :-p

  17. #17 Gustav
    26. Februar 2013

    Wäre das cool! Wäre ich nur im geringsten abergläubisch würde ich bis 2014 die Daumen drücken. 😉 (oder zumindestens bis die Bahn mit größter Wahrscheinlichkeit feststeht)

    Was würde eigentlich mit dem Rover passieren? Ja, je nachdem wo der EInschlag ist und wo der Rover steht, keine Frage. Aber 50 km klingt nach Erdbeben, Druckwelle, egal wo der Rover gerade ist. Pech wäre es, wenn er genau auf der anderen Seite ist, nicht nur weil er nichts vom Einschlag direkt mitbekommt, sondern weils am antipoden Punkt auch ganz schön ungemütlich wäre. Feuerstürme durch brennende Wälder wirds aber zum Glück nicht geben… 😉

  18. #18 Bynaus
    26. Februar 2013

    Uh-oh, 100000 km, 50 km… das ist zwar ausserhalb der Mondorbits, aber trotzdem: für ein paar Stunden wird der Komet wohl das zweitmassivste Objekt innerhalb der Hill-Sphäre des Mars sein… Was auch heisst, dass man seine Masse aufgrund der Bahnstörungen bei Phobos und Deimos (und evtl. den Raumsonden im Marsorbit) ziemlich genau wird bestimmen können.

    Ein Einschlag wäre nicht nur spektakulär für die Forschung, er würde wohl auch die hintersten und letzten auf der Erde überzeugen, dass Asteroiden und Kometen grundsätzlich eine Gefahr darstellen – und dass man dagegen etwas tun kann. Ein neuer 500 km-Krater auf dem Mars, den man durch jedes grössere Teleskop auf der Erde als zunächst rotglühenden Fleck sehen könnte (nur schon die Vorstellung!) würde mehr als deutlich machen, dass wir letztlich in einer kosmischen Schiessbude sitzen (und zwar im Zielraum…).
    So wies aussieht, würde der neue Krater auf der Südhemisphäre entstehen (der Komet nähert sich von Süden). Die Marsrover sind zwar alle weit weg, in der Nähe des Äquators, aber ich kann mir vorstellen, dass nach einem derartigen Impakt (und der Druckwelle?) noch für viele Stunden glühende Trümmer auf die gesamte Oberfläche hinunterregnen. Auch für die Sicherheit der Satelliten im Orbit würde ich bei einem so grossen Impakt nicht bürgen wollen. Es wäre spektakulär – für ein paar Minuten bis Stunden – aber es bestünde auch die Gefahr, dass wir alle Mars-Hardware verlieren.

    Ein naher Vorbeiflug hingegen wäre eine Gelegenheit, einen sehr grossen Kometen aus der Nähe zu betrachten – mit den Mars-Raumsonden. Allerdings weiss ich nicht, wie flexibel die auf andere Ziele als die Marsoberfläche ausgerichtet werden können (MRO hat ja glaub ich mal Phobos abgebildet, das scheint also zumindest möglich zu sein).

  19. #19 Nyarlathotep
    26. Februar 2013

    @gustav
    der rover würde mit hoher wahrscheinlichkeit was abbekommen. der mars ist nur halb so groß wie die erde. ein 50 km brocken der dort voll reinkracht, erzeugt definitiv eine gewaltige druckwelle, und eine feuerwand, die keinen wald benötigt, um sich tausende kilometer weit vorwärts zu wälzen.

    nehmen wir mal an, der rover befände sich in einer entfernung von 3000 km vom einschlagspunkt, die druckwelle würde selbst in dieser großen entfernung noch einen überdruck von 6,5 bar über norm verursachen und windgeschwindigkeiten von 2000 km/h. die temperaturen würden dabei in 3000 km noch ausreichen, um holz in brand zu setzen (vorausgesetzt es gäbe holz auf dem mars 😉 ). die erschütterung in dieser entfernung betrüge immer noch 11,6 auf der richterskala und die herabfallenden gesteinsbrocken wären im durchschnitt immer noch über 1 meter groß.

  20. #20 Amrum
    26. Februar 2013

    Wenn man drüber nachdenkt: Man stelle sich vor, statt “Mars” wäre “Erde” als Output der Warnung. Genau jetzt. Noch 20 Monate. Und die Wahrscheinlichkeit ist nicht Null. Wenn die Bahn so eng wie bei 2012 DA14 an der Erde vorbeilaufen würde, könnte man vermutlich erst Wochen oder Tage vorher Entwarnung geben. Was wäre auf der Erde los? Zunächst vermutlich “Life as usual”. Aber je näher der mögliche Einschlagspunkt käme ohne sichere Entwarnung: Resignation, Panik, Depression, Zusamenbruch des gesellschaftlichen Lebens angesichts des Endes der Zivilisation? Im Gegensatz zu Asteroiden, die wir mit viel Geld irgendwann so sicher katalogisiert haben, daß kein Doomsday Teil kommt oder man es Jahrzehnte vorher weiß, haben solche Kometen keine lange Vorwarnzeiten! Wie würdet Ihr reagieren? Ins Einschlagsgebiet reisen, die große Show sehen und sicher schmerzfrei sterben? Versuchen in einer Höhle oder sonstwo zu überleben und dann auf der verwüsteten Erde langsam sterben? Man diskutiert da so gerne sachlich drüber, aber es ginge dann um unsere Leben oder wie man sterben will – eine wahre Schicksalsfrage.

  21. #21 Florian Freistetter
    26. Februar 2013

    @Amrum: “Wie würdet Ihr reagieren?”

    Die Frage habe ich auch schon mal gestellt:

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/10/02/was-wurdet-ihr-tun-wenn-ein-asteroideneinschlag-bevorsteht/

  22. #22 Stefan
    26. Februar 2013

    Moin :-),

    stimmt es das die Energie welche dort bei einem Einschlag frei werden würde 20 Billionen Megatonen TNT entsprächen? Das müsste doch einen gigantischen Feuerball geben und einige Teile würden die Erde dann irgendwann auch erreichen? Weiß man ob der Mars so stabil ist das er das ohne Schaden als ganzes übersteht?

    MfG aus dem Netz 😉

  23. #23 Vin
    26. Februar 2013

    Hah! Die 2012-Spinner hatten doch recht! Sie sind nur vom falschen Jahr und vom falschen Planeten ausgegangen!

  24. #24 Phero
    26. Februar 2013

    Und vom falschen Einschlagobjekt. Aber sonst fast richtig.

    @Stefan: Der Mars übersteht das, kein Problem. Der hat einen Durchmesser von ungefähr 6000 Kilometer, da sind die 50 Kilometer des Kometen für den gesamten Mars nicht weiter wichtig.
    Auch die Erde wird von den Trümmerteilen nichts (oder nur vereinzelt kleinere Brocken) erreichen. Der Großteil wird auf den Mars zurückfallen und selbst wenn nicht, dann sind sie ja auf der Umlaufbahn des Mars. Da kommen die nicht so einfach von weg.

  25. #25 Dark_Tigger
    26. Februar 2013

    @Vin, Phero
    Frage an Radio Erivan: Stimmt es das 2012 ein Planet mit der Erde zusammenstößt?
    Antwort: Im Prinzip ja, nur ist es nicht die Erde sondern der Mars, es ist nicht 2012 sondern 2014…:D

  26. […] und ISON der Knüller”. [0:05 MEZ] Das Mars-Phänomen wurde auch von Bloggern hier und hier entdeckt; leider würde ein Impakt auf der ‘Rückseite’ des Planeten erfolgen. Und eine […]

  27. #27 Bullet
    26. Februar 2013

    @Stefan:

    stimmt es das die Energie welche dort bei einem Einschlag frei werden würde 20 Billionen Megatonen TNT entsprächen?

    Ähm … du hast dir diese Zahl ausgedacht. Was soll das?

  28. #28 advanced space propeller
    26. Februar 2013

    @bullet
    “Since C/2013 A1 is a hyperbolic comet and moves in a retrograde orbit, its velocity with respect to the planet will be very high, approximately 56 km/s. With the current estimate of the absolute magnitude of the nucleus M2 = 10.3, which might indicate the diameter up to 50 km, the energy of impact might reach the equivalent of staggering 2×10¹º megatonnes”
    http://spaceobs.org/en/tag/c2013-a1-siding-spring/

    siehe auch
    http://www.grc.nasa.gov/WWW/k-12/Numbers/Math/Mathematical_Thinking/asteroid_hit.htm

  29. #29 Wurgl
    26. Februar 2013

    Hyperbolic? Also muss der gar nicht aus der Oortschen Wolke sein, der kann von noch weiter weg kommen.

  30. #30 Pete
    26. Februar 2013

    @space propeller,
    2x 10^10 waere bei mir 20 Milliarden (20x 10^9) und nicht 20 Billionen (20x 10^12).

    Nicht durch das amerikanische “Billion” verwirren lassen 😉

    Pete

  31. #31 Gustav
    26. Februar 2013

    @Nyarlathotep: Danke für die Erklärung. Ungemütlich wäre es auf jeden Fall. 😉

    Zur Frage der EInschlagsenergie: Der impact calculator sagt: auch http://impact.ese.ic.ac.uk/cgi-bin/crater.cgi?dist=5000&distanceUnits=1&diam=50&diameterUnits=2&pdens=&pdens_select=1000&vel=51&velocityUnits=1&theta=45&wdepth=&wdepthUnits=1&tdens=2500

    1.03 x 10^26 Joules = 2.45 x 10^10 MegaTons TNT bei

    Projectile diameter: 50.00 km ( = 31.10 miles )
    Projectile Density: 1000 kg/m3
    Impact Velocity: 56.00 km per second ( = 34.80 miles per second )
    Impact Angle: 45 degrees
    Target Density: 2500 kg/m3
    Target Type: Sedimentary Rock

    Kommt also ziemlich genau auf die Werte von spaceobs.org und soviel Unterschied wird da bei Erde und Mars – zumindestens bei diesen Werten – nicht sein.

  32. #32 Luk
    26. Februar 2013

    Ist es normal das bei zuhnemender Beobachtungsdauer zuerst die nominale Distanz sinkt?
    Laut der englischen Wikipedia war die Distanz ursprünglich bei 0.005 AU, (44 Tage)
    dann 0.002 5 AU (58 Tage)
    und jetzt 0.000 7 AU (74 Tage)
    wenn das so weitergeht haben wird in 1-2 Wochen nominal die Kolission 😉

  33. #33 Philipp
    26. Februar 2013

    Andere frage, was wenn das Ding nicht auf dem Mars sondern Phobos oder Deimos ein schlägt? Da wir nichts genaues wissen wäre das möglich? Würde das dann vlt eine Art ring wie um andere Planeten erzeugen? Oder würden die reste dann wie aus einer Schrotflinte auf dem Mars einschlagen?

  34. #34 Luk
    26. Februar 2013

    @Philipp

    Die warscheinlichkeit dafür ist verschwindend gering. Die Monde sind noch kleiner als der Komet.
    Es ist warscheinlicher eine fliegende Gewehrkugel Zufällig mit einem andern Schuss zu treffen.

    Bei einem Zusammenprall würde wohl ein Grossteil beider Körper verdampfen.

  35. #35 Kallewirsch
    26. Februar 2013

    Andere frage, was wenn das Ding nicht auf dem Mars sondern Phobos oder Deimos ein schlägt?

    Interessanter Gedanke. Da allerdings Phobos bzw. Deimos kleiner sind als diese 50km ist es wohl eher umgekehrt. Phobos schlägt auf dem Kometen ein 🙂

    Für einen Ring denke ich, wird das Material nicht reichen. Ob da ein Teil auf Mars einschlägt – könnt ich mir vorstellen. Kommt auf die genauen geometrischen Verhältnisse an. Ähnlich wie bei Billiardkugeln (die es natürlich zerlegt), bei denen auch die genaue geometrsche Konstellation und AUftreff-Winkel wichtig sind.

  36. #36 Lion
    26. Februar 2013

    “aber wir sollten nicht zu enthusiastisch werden” ??! Mars ist ein schöner und im Verhältnis zu Anderen, im Sonnensystem, ein Ort mit sehr moderaten Umweltbedingungen. Würde eine solche Katastrophe auf ihm stattfinden wäre sein Potential als zukünftige zweite Heimat, als neue Kolonie und als Terraformingkandidat in frage gestellt. Das wiederum würde bedeuten wir hätten keinen zweiten Zufluchtsort im Sonnensystem mehr. Ich denke für die nächsten Jahrzehnte und Generationen Menschheitsgeschichte wird der Ausgang dieses Ereignisses entscheidend sein! … Ganz zu schweigen davon das Mars in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts als Knotenpunkt für künftige Astrominingvorhaben, im Asteroidengürtel und auf Ceres, dienen könnte. Ein Einschlag deratigee Ausmaße würde den Mars jedoch jetzt endlich komplett unwirtlich machen und das für einige Jahrzehnte bis Jahrhunderte!

  37. #37 Phero
    26. Februar 2013

    Hm, das wiederum bezweifle ich jetzt. Wieso genau soll das den Mars den längerfristig in Mitleidenschaft ziehen? Der Einschlag ist jetzt nicht so heftig, dass die Oberfläche des Mars aufgeschmolzen wird.

  38. #38 AmbiValent
    26. Februar 2013

    @Lion
    Selbst wenn es einen Einschlag mit Feuersturm gibt, werden die Umweltbedingungen des Mars in Monaten und Jahren wiederhergestellt werden, nicht erst in Jahrzehnten und Jahrhunderten.

    Wenn gesagt wird, dass die Erde durch einen Einschlag auf lange Zeit unwirtlich gemacht wird, ist von der lebendigen Natur die Rede; bei einem Einschlag würden die Ökosysteme schwer geschädigt oder vernichtet. Auf dem Mars gibt es dagegen keine lebendige Natur, die so geschädigt werden könnte, da muss man einfach nur warten, dass die Oberfläche am Einschlagort wieder abkühlt und der Staub sich wieder legt.

  39. #39 Luk
    26. Februar 2013

    @Lion

    1.) Terraforming an sich dauert schon ewigs lange
    2.) Die verheerenden Auswirkungen dürften nicht so lange andauern
    3.) Es ist wirklich viel günstiger etwas mehr Sorge zur Erde zu tragen als den Mars zu Terraformen

    Daher muss man sich darüber nun wirklich keine Gedanken machen.

    P.S. Ob der Mars eine gute Zwischenplattform ist für weitere Vorhaben bezweifle ich. Man Landet ja auch nicht erst auf dem Mond nur um dann zum Mars zu fliegen.

  40. #40 Philipp
    26. Februar 2013

    Wenn das ding auf dem Mars einschlägt, wie siehts aufgrund der geringen schwerkraft aus mit nem “Nuklearem Winter”? Wirds dann evtl zu dunkel für Curiosity um weiter zu arbeiten(nicht aufgrund der Energie ist ja ein RTG drin) aber aufgrund der Lichtverhältnisse(sollte er es überleben)
    Ja ich bin neugierig sry

  41. #41 Luk
    27. Februar 2013

    @Philipp

    So wie ich das sehe spielt die Schwerkraft da keien grosse Rolle eher die Atmosphäre. In der dann Teilchen schweben. Die ist beim Mars recht dünn (trotzdem kann der ganze Mars von Staub umhüllt sein).
    Ich denke der allergröste Teil wird sich nicht lange halten. Der Rest sollte Curiosity nicht sonderlich stören. Sonst hätte der Rover auch bei schlechtem Wetter schon arge Probleme.

  42. #42 Florian Freistetter
    27. Februar 2013

    @Luk, Kallewirsch: “Für einen Ring denke ich, wird das Material nicht reichen.”

    Naja, zumindest keinen beeindruckend Ring wie beim Saturn. Es gab (bzw. gibt, den aktuellen Stand der Forschung kenn ich nicht, meiner ist aus 2005) ja die Vermutung, dass Mars schon einen bzw. zwei Ringe besitzt. Und zwar genau wegen der Impakts: Weil immer wieder kleine Meteoriten auf den Monden einschlagen, erzeugen die Staub, der sich entlang ihrer Bahn verteilt. Solche Ringe kann man natürlich nur mit speziellen Messinstrumenten sehen, aber nicht mit freiem Auge. Wenn da aber ein 50 km Brocken drauf fällt, sieht man den Ring vielleicht etwas besser…

  43. #43 Florian Freistetter
    27. Februar 2013

    @Lion: “Ein Einschlag deratigee Ausmaße würde den Mars jedoch jetzt endlich komplett unwirtlich machen und das für einige Jahrzehnte bis Jahrhunderte!”

    Der Mars ist jetzt eine lebensfeindliche Wüste und wird das nach einem Einschlag immer noch sein. So viel ändert sich da nicht.

  44. #44 bikerdet
    27. Februar 2013

    ZUerst einmal, auch ich fotografiere Nachts Planeten und Sterne und WENN es kracht würden sich alle Astronomen und Astrofotografen freuen wenn es DIREKT zu beobachten wäre.

    Die Auswirkungen möglichst exakt vorherzusagen wird die Möglichkeiten der meisten von uns überschreiten. Mich selbstverständlich eingenommen. Hier kommen so viele unterschiedliche Faktoren zusammen, das auch die Fachleute, die sowas sicherlich häufiger tun als wir, dafür länger brauchen.

    Die Auswirkungen des Impakts eines so riesigen Körpers vom dem wir z.Zt. nur die Länge ( 50Km) wissen, aber weder die Zusammensetzung noch die genauen Abmessungen, ist ja nicht mehr als Kaffeesatzlesen. Bei den o.A. Aufschlagsenergien geht es immer um die Verhältnisse eines EIS-Meteorieten beim Erd-Impact.

    Was wäre das Ergebniss, wenn es ein GESTEINsbrocken wäre ? Wie würden sich dünnere Lufthülle, geringere Masse und Schwerkraft auswirken ? Wieviel Materie würde in welchen Zeiträumen und welchem Zustand zurück auf den Mars fallen ? Da sich Mars und Erde vom inneren Aufbau nur gering unterscheiden, würde auch beim Mars eine ähnliche Menge an Gestein weggeschleudert ( knapp 2 Mio. Km3 ). Würde es sich auch in glühenden ‘Fallout’ verwandeln ?

    Ob, und welche, Auswirkungen ein Impact auf die Marsbahn / – Achse / -Rotation hat, müßte ebenfalls noch berechnet werden. Die Erde, mit der 9 fachen Masse, hätte nur eine Veränderung der Tageslänge um etwa 1/2 Sek. zu erwarten.

    Genaueres wird man sicherlich in den nächsten Wochen und Monaten lesen, wenn Bahn, Abmessungen und Masse genauer bestimmt worden sind. Zum jetzigen Zeitpunkt ist alles halt noch Spekulation.

    Aber auch wenn der Komet Mars nicht treffen sollte, so wird er wichtige Erkenntnisse liefern und die Einsicht mehren, das so ein Brocken auch unser Schicksal besiegeln würde …

  45. #45 Herbert
    27. Februar 2013

    Worauf basiert eigentlich die Größenangabe von 50km? Das kommt mir recht groß vor. Der Kern von Halley ist 16km groß, selbst der Kern von Hale-Bopp hatte “nur” 30km Durchmesser – und der war schon außergewöhnlich groß.

    Die Impaktwahrscheinlichkeit liegt derzeit übrigens bei 1:7000… 🙂

  46. #46 pederm
    27. Februar 2013

    @Lion

    “… wäre sein Potential als zukünftige zweite Heimat, als neue Kolonie und als Terraformingkandidat in frage gestellt. Das wiederum würde bedeuten wir hätten keinen zweiten Zufluchtsort im Sonnensystem …”

    Klares Nein! Eine menschliche Gesellschaft, die es nicht auf die Reihe bringt, die Lebensgrundlagen auf der Erde zu sichern, wird es nie und nimmer zum Mars schaffen, von Terraforming (das wären ja Techniken, die auch auf einer angeschlagenen Erde eingesetzt werden könnten) dort gar nicht erst zu reden. Kurz: Es gibt für die Menschheit keine zweite Chance, sie muß hier und nah an jetzt ihren zerstörenden und ausbeutenden weil profitorientierten Umgang mit Ressourcen (menschlichen und natürlichen) überwinden.

    Auf das – leider unwahrscheinliche – Schauspiel des Impakts von Siding Spring auf dem Mars freu ich mich also ganz ungetrübt.

  47. #47 advanced space propeller
    27. Februar 2013

    das kann sich noch ändern, pederm, eine von religiösen,sozialen und nationalen egoismen geprägte, zu gewalt und aggresion neigende junge spezies, wie wir ist lehrnfähig. noch immer 🙂

  48. #48 pederm
    27. Februar 2013

    Klang das zu pessimistisch? Klar, die gesellschaftlichen Widersprüche werden auch weiterhin die Entwicklung vorantreiben. Und daß Roddenberrys Visionen massenkompatibel sind, ist ja auch ein erfreuliches Zeichen.

  49. #49 Florian Freistetter
    27. Februar 2013

    @Herbert: “Worauf basiert eigentlich die Größenangabe von 50km?”

    Das hab ich aus dem Blog von Leonid Elenin: http://spaceobs.org/en/2013/02/25/comet-c2013-a1-siding-spring-a-possible-collision-with-mars/

    “With the current estimate of the absolute magnitude of the nucleus M2 = 10.3, which might indicate the diameter up to 50 km, the energy of impact might reach the equivalent of staggering 2×10¹º megatonnes! “

  50. #50 Herbert
    27. Februar 2013

    @Florian: m2 ist die Helligkeit der zentralen Kondensation –
    sobald der Komet aktiv ist – und C/2013 A1 zeigt trotz seiner noch recht großen Entfernung zur Sonne schon eine meßbare Koma – ist da ein erheblicher Staubanteil mit dabei. 50km würde ich daher bestenfalls als grobe Obergrenze für den Durchmesser des Kometenkerns ansehen.

    Die absolute Gesamthelligkeit M1=6 ist etwa um den Faktor 1500 kleiner als bei Hale-Bopp (M1=-2). Die Gesamthelligkeit erlaubt natürlich nur indirekte Rückschlüsse auf die Größe der Kerns. C/2012 A1 ist demnach aber entweder deutlich kleiner als Hale-Bopp, oder Hale-Bopp war sehr viel aktiver. Oder (was mir sehr sehr wahrscheinlich erscheint): Es trifft beides zu.

  51. #51 Christian der 1.
    27. Februar 2013

    na das wäre ja cool.
    gab es eigentlich schon mal kometenphotos vom mars aus, aufgenommen.
    die erde, und div. “sonnenfinsternisse (deimos, phobos), wurden ja schon aufgenommen

  52. #52 Luk
    27. Februar 2013

    @Herbert

    Laut NASA:
    http://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=2013A1#phys_par
    http://ssd.jpl.nasa.gov/sbdb.cgi?sstr=Hale-Bopp#phys_par

    Ist bzw. war Hale Bopp nicht so hell. 30 bzw. 50 mal heller.
    Die 50km dürften aber sicherlich den Maximaldurchmesser angeben. Warscheinlicher sind 10-20km.

  53. #53 Herbert
    27. Februar 2013

    @Luk: Interessant, vielen Dank. Die M1=-2.0 für Hale-Bopp habe ich vom MPC.

  54. #54 Luk
    27. Februar 2013

    @Herbert

    Kann sein das dorte die scheinbare Helligkeit bei Minimaldistanz zur Erde gemeint ist.
    Diese eignet sich natürlich nicht so gut zum Vergleich.

  55. #55 Luk
    27. Februar 2013

    Anscheinend gibt es neue Bahndaten.

    Minimaldistanz (nominal) beträgt noch 0.000 28 AU (vorher 0.000 7) das entspricht einer Distanz von 37 000km von der Oberfläche (fast so nahe wie 2012 DA14, nur mit einem Durchmesser von 8-50km deutlich grösser).

    Der Mars wird sicherlich durch den Schweif fliegen und so auch etwas davon “spüren”.

    http://spaceobs.org/en/2013/02/27/new-data-concerning-the-close-approach-of-comet-c2013-a1-to-mars/

  56. #56 Luk
    28. Februar 2013

    Sollte der Komet einschlagen so wäre das ziemlich sicher von der Erde aus zu sehen!
    http://www.scilogs.de/kosmo/blog/go-for-launch/allgemein/2013-02-27/siding_spring_mars_impakt_bedeutung
    weiter unten sind dazu die Grafiken.

  57. #57 markus
    28. Februar 2013

    “Ein Einschlag deratigee Ausmaße würde den Mars jedoch jetzt endlich komplett unwirtlich machen und das für einige Jahrzehnte bis Jahrhunderte!

    Wen der Komet jetzt schon aktiv ist sollte er auch noch etwas Atmosphäre für den Mars mit bringen.
    Daneben könnte er für eine Weile die Albedo verkleinern und es springt mit dem Krater eine Region dabei heraus in der man sich so bald keine Gedanken über die Heizkostenrechnung machen muss.

  58. #58 Kallewirsch
    28. Februar 2013

    Sollte der Komet einschlagen so wäre das ziemlich sicher von der Erde aus zu sehen!

    Auf eines kannst du wetten. Sobald ein Impact feststeht, werden Nasa und Esa alles was noch eine einsetzbare Kamera hat und sich in einem Marsorbit befindet so positionieren, dass sie einen erstklassigen Blick kriegen. Sozusagen “erste Reihe fußfrei”

  59. #59 Kallewirsch
    28. Februar 2013

    in der man sich so bald keine Gedanken über die Heizkostenrechnung machen muss

    …. und dann fängts an interessant zu werden. In gebührendem Abstand zum Krater schmilzt das Wasser im Boden und falls, falls es Leben im Boden gibt, welches auf Wasser wartet …..

  60. #60 Christian der 1.
    1. März 2013

    Alles schön und gut, aber ihr glaubt doch nicht ernsthaft an einen Impakt.

    So wie wir die Geographien der terrestrischen planeten/größeren monden kennen (und da kennen wir alle strukturen größer ein paar dutzend km, ausnahme vielleicht titan), wäre es wohl der energiereichste impakt seit (mehreren) 100 mio jahren.
    (z.B gibts theorie von einem fast 500 km großen krater, der eventuell mit dem größten bekannten artensterben zusammenhängt http://de.wikipedia.org/wiki/Wilkesland-Meteorit).
    und ausgerechnet im 2014er jahr sollte das geschehen.

    na dann werde ich aber gläubig, und sehe ein.
    einen jux wollt der/die/das alte sich mit uns machen.

    geologen/planetologen/impaktforscher und ich würden sich doch schon wie schneekönige über einen impakt eines mickrigen 100m-teils auf mars, besser noch mond freuen.

  61. #61 Phero
    1. März 2013

    Naja, bei einer derzeitigen Chance von (wie war das) 1/7000 wahrscheinlich nicht ernsthaft. Hier wurde ja auch schon seit einiger Zeit eher das “was wäre wenn” diskutiert.

  62. #62 AmbiValent
    1. März 2013

    @Phero
    Der Komet wird höchstwahrscheinlich an Mars vorbeifliegen. Es ist aber auch so, dass er fast genau so geringe Chancen hätte, den Mars zu treffen, wenn der Mars genau da stünde, wo der Komet am ehesten entlang fliegt. Auch dann wäre es so, dass er eher rechts oder links vorbeifliegt, und nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit trifft.

  63. #63 pederm
    1. März 2013

    @Christian der 1.: Gesamtstatistik bringt doch bei Beobachtung eines einzelnen, noch dazu höchst seltenen Ereignisses gar nichts. Dem C/2013 A1 ist es völlig wurscht, wann der letzte große Brocken wo durchs Sonnensystem geflogen ist und ob der irgendwas getroffen hat.

    Hier kann´s nur um die Beobachtung eben dieses einen Kometen gehen. Eine in meinen Augen nicht korrekt als Impaktwahrscheinlichkeit bezeichnete statistische Größe ergibt sich allein aus Fehlerabschätzung der Bahnberechnung. Michael Kahn (http://www.scilogs.de/kosmo/blog/go-for-launch) schreibt dazu:

    “Die Impaktwahrscheinlichkeit bleibt in guter Genauigkeit das Verhältnis der Fläche der Mars-Silhouette zur Fläche der Unsicherheitsellipse. Wenn dank gestiegener Bahnbestimmungsgenauigkeit die Unsicherheitsellipse schrumpft, aber noch der Mars komplett umschließt, dann steigt automatisch die Einschlagswahrscheinlichkeit.”

    Uns so läuft der Hase aktuell: Die berechnete Bahn geht immer näher am Mars vorbei, die Genauigkeit reicht aber noch nicht aus, den Mars auszuschließen und damit steigt automat(h)isch die Impaktwahrscheinlichkeit. Bis sie irgendwann nach der Beobachtungspause (in der die Sonne im Weg ist) im Herbst schlagartig null ist.

    Die “Was wäre wenn”-Diskussion bleibt trotzdem interessant und es könnte ja sein, daß …

  64. #64 Florian Freistetter
    1. März 2013

    @Christian: “und ausgerechnet im 2014er jahr sollte das geschehen. “

    Warum soll es NICHT 2014 geschehen? Solche Dinge geschehen eben. Immer wieder. Und das kann durchaus auch 2014 sein.

  65. #65 Luk
    3. März 2013

    Der Komet wurde auf älteren Aufnahmen (Okt. 2012) Entdeckt.
    Die Einschlagswarscheinlichkeit liegt laut Simulation bei 0.08% (1:1250).
    Die nominale Distanz bei 55 000km (maximal ca. 300 000km).

  66. #66 Tatjana
    7. März 2013

    Gerade in den serbischen Nachrichten gelesen:

    Ein Komet soll 2014 auf dem Mars einschlagen, Gefahr besteht für die Erde.

    Jetzt klingt diese Aussage des Nachrichtensenders für mich vollkommen Banane. Kann mir nicht vorstellen, wie ein Einschlag auf dem Mars für die Erde gefährlich werden kann….. Ich glaub denen nicht, möchte nur wissen was es mit dieser Aussage auf sich hat.

  67. #67 Florian Freistetter
    7. März 2013

    @Tatjana: ” Ich glaub denen nicht, möchte nur wissen was es mit dieser Aussage auf sich hat.”

    Kann ich dir nicht sagen, da ich die serbischen Nachrichten nicht lese (und nicht verstehen würde). Aber natürlich ist das Unsinn. Wenn was auf dem Mars einschlägt, dann schlägts auf dem Mars ein. Der Erde passiert dabei nichts.

    (Hatten wir nicht schon mal so ne Diskussion über irgendwas komisches mit Panik & Weltuntergang in serbischen Medien? Oder war das jemand anderes? Wenn nicht, dann würde ich anraten, die Nachrichtenquelle zu wechseln und so einen Schund nicht mehr zu lesen)

  68. #68 Luk
    7. März 2013

    @Tatjana

    Gefahr besteht für die Erde definitiv nicht .
    Er kommt der Erde nicht näher als >50 mio. Kilometer.

  69. #69 Alderamin
    7. März 2013

    @Tatjana

    Der Komet wird auch nicht auf dem Mars einschlagen, die Wahrscheinlichkeit dafür ist derzeit 1:600 oder so, das ist ziemlich unwahrscheinlich. Die Wahrscheinlichkeit wird, je genauer der Orbit bekannt ist, vielleicht sogar noch etwas zunehmen – sie ist das Verhältnis der Querschnittsfläche des Mars zur Querschnittsfläche des Streubereichs, den der Komet in Marsnähe durchfliegen wird, und diese Fläche wird, die sich aus der nicht hinreichend exakt bekannten Bahn des Kometen ergibt, mit zunehmender Genauigkeit der bekannten Bahn nach weiteren Beobachtungen immer kleiner werden – bis Mars aus der Fläche herausrutscht und dann ist die Einschlagswahrscheinlichkeit auf einen Schlag Null.

    Allerdings werden ein paar Sonden auf und um den Mars herum einen hervorragenden Blick auf den Kometen haben und es wird sicher ein paar spektakuläre Bilder geben. Etwa so wie in diesem Video:

  70. #70 DeLuRo
    7. März 2013

    @Alderamin: ein Video wäre ja schön, doch ich finde nur einen Link auf Facebook…

  71. #71 DeLuRo
    7. März 2013

    Nee sorry, Alderamin, nun scheint’s zu klappen… Wie kam diese technische Unzulänglichkeit nur zustande??

  72. #72 Tatjana
    7. März 2013

    @ Florian:

    Das mit den Quatsch aus serbischen Nachrichten kann nur von mir kommen 🙂 Ach ja, die Nachricht wurde noch mit dem Satz untestrichen, dass diese Aussage EIN Astronom gemacht hätte. Aber seit dem Weltuntergang 2012 wissen wir ja, wieviele “Astronomen” schon den Planeten Nibiru bestätigt haben 😀 Recht haste Florian, alles Schund 😉

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