och ist der Winter noch nicht ganz verschwinden. Es wird noch dauern, bis die Blätter der Bäume und Pflanzen wieder grün werden. Und grün sehen sie deshalb aus, weil die Pflanzen nicht das gesamte Sonnenlicht verwenden. Den grünen Bereich des Spektrums lassen sie aus und reflektieren ihn. Das tun sie übrigens auch mit dem infraroten Anteil des Lichts und da noch sehr viel stärker! Könnten wir im infraroten Licht sehen (wie es zum Beispiel einige Insekten können), dann wären die Pflanzen nicht grün, sondern strahlend hell. Dann würde die Pflanzenwelt weiß aussehen, wie der Schnee, der ja auch deswegen weiß ist, weil er viel Licht reflektiert.

Andrew Shurtleff hat ein faszinierendes Video gedreht, das uns zeigt, wie die Welt durch infraroten Augen aussehen würde (nicht einfach nur schwarz-weiß, auch wenn es anfangs vielleicht so aussieht):

Movements in Red from Andrew Shurtleff on Vimeo.

Übrigens: So wird man vielleicht in einigen Jahren auch das erste Mal Leben auf anderen Planeten finden – in dem man nach der starken Reflexion von infrarotem Licht sucht, das von Pflanzen verursacht wird.

Kommentare (10)

  1. #1 HT
    5. März 2013

    “… in dem man nach der starken Absorption von infrarotem Licht sucht, das von Pflanzen verursacht wird.”

    Absolption oder Relextion?

  2. #2 HT
    5. März 2013

    -l+r … +f … -l
    Drei Worte, vier Fehler *gg*

  3. #3 cleric
    5. März 2013

    “Den grünen Bereich des Spektrums lassen sie aus und reflektieren ihn. Das tun sie übrigens auch mit dem infraroten Anteil des Lichts und da noch sehr viel stärker!”

    “So wird man vielleicht in einigen Jahren auch das erste Mal Leben auf anderen Planeten finden – in dem man nach der starken Absorption von infrarotem Licht sucht, das von Pflanzen verursacht wird. ”

    Widerspricht sich das nicht ?

  4. #4 AmbiValent
    5. März 2013

    Greift pflanzenartiges Leben zwangsläufig auf Chlorophyll zurück oder könnte es auch mit anderen Stoffen existieren, die sich bei Absorption und Reflektion verschieden verhalten?

    Und ich hatte auch oft gelesen, dass Linien von normalerweise kurzlebigen Gasen im atmosphärischen Spektrum ein Lebensindikator wäre. Hat man da mittlerweile andere Methoden gefunden, diese Gase ohne lebende Organismen herzustellen?

  5. #5 Florian Freistetter
    5. März 2013

    @cleric: “Widerspricht sich das nicht ?”

    Natürlich – weils falsch ist 😉 Da sollte “Reflexion” stehen… Danke für den Hinweis!

  6. #6 Peter Viehrig
    5. März 2013

    Im Link zu Herrn Andrew Shurtleff fehlt ein ”
    Infolgedessen wird sein Name im Text verschluckt.

  7. #7 threepoints...
    5. März 2013

    Dann ist meine Wandfarbe nicht weis, sondern nur das Licht, dass sie reflektiert.
    O.k., das ist nicht neu, aber es ist doch jedesmal irgendwie gewöhnungsbedürftig.
    Ich kenne das Problem aber aus der Beleuchtungstechnik, die bei Räumen mit vielen durchlässigen Scheiben/Fenstern gar nicht so einfach ist, weil Fensterglas kein/wenig Licht reflektiert – es scheint durch und ist weg. Da braucht es viel Wattleistung und gute Strategien.
    Die Ausleuchtung von Räumen geschieht also mehr indirekt über die Wand und Dekce (und auch Boden). Man möge sich das man vorstellen, wie man einen völlig schwarz angestrichenen Raum bis in jede Ecke ausleuchten will, wenn diese schwarze Farbe fast kein Licht reflektiert. Dann ist das Leuchtmittel zwar sehr hell, aber der Raum immer noch dunkel. Und noch absurder wird es, wenn man viel Staub im Raum verteilt.dann wird die Ausleuchtung sogar besser – bis zu einer irgendwann eintretenen Verschlechterung, weil der Staub dann wie eine Wand wirkt.

  8. #8 bikerdet
    5. März 2013

    @ AmbiValent :
    Zumindest die Pflanzen auf der Erde, andere Pflanzen kennen wir ja (noch) nicht …

    Die kurzlebigen Gase sind Ozon, das in den höheren Schichten der Atmosphere aus Sauerstoff gebildet wird. Da Sauerstoff sehr schnell mit anderen Stoffen reagiert, benötigt es einen laufenden Nachschub um Ozon in der Atmosphere nachweisen zu können. Denn auch Ozon ‘lebt’ nur kurz. Leider hat man nun auch in der Venusatmosphere Ozon nachweisen können. Es sind zwar nur zwei begrenzte Bereiche, jedenfalls zum Zeitpunkt als ich es gelesen habe. Aber Venus ist uns durch unsere Sonden ja sehr nah.

    Ein Lebensnachweis über Infrarotlicht hängt in erster Linie von der Empfindlichkeit des Teleskops ab. Herschel wird in Kürze seinen Betrieb einstellen (wegen Heliummangel = Kühlmittel ), es müsste also wieder ein neues IR-Teleskop in den Himmel.
    Ein Vorteil wäre allerdings, das wir nicht auf einen Planetendurchgang warten müssen, sondern die viel längere übrige Umlaufzeit nutzen könnten.

  9. #9 Thomas SV
    Stuttgart
    5. März 2013

    “Dann würde die Pflanzenwelt weiß aussehen, wie der Schnee, der ja auch deswegen weiß ist, weil er viel Licht reflektiert.”

    Hmm. Schnee ist eigentlich nicht weiß, weil er *soviel* Licht reflektiert, sondern vor allem, weil er das ganze Spektrum, dass wir sehen können, zurückwirft. Und das löst in uns einen Reiz aus, der als “weiß” bezeichnet wird.

    Die Pflanze wirft aber sehr wohl selektiert Licht zurück, würde also kaum “weiß” ergeben. Leider haben wir kein Wort für eine Lichtwellenlänge (AKA Farbe), die wir nicht wahrnehmen können, aber wenn wir mal als Ersatz das langwelligste Rot ansetzen, dass wir noch wahrnehmen können, würden die Pflanzen eben in einer Kombination aus “sehr hellem Rot mit etwas grün” (Igitt ;)) leuchten…

    Vielleicht ganz gut, dass wir kein IR sehen… 😉

  10. #10 advanced space propeller
    6. März 2013

    “wenn die welt ir wäre” hätt ich gern ein multiwellenlängen organ 🙂

    http://de.wikipedia.org/wiki/Multiwellenl%C3%A4ngen-Astronomie