Asteroiden gibt es im Sonnensystem jede Menge. Wir haben schon über eine halbe Million von ihnen entdeckt. Es fing aber langsam an. Der erste wurde 1801 gefunden und es dauerte Jahrzehnte, bis man genug von ihnen beobacht hatte, um festzustellen, dass es sich nicht um neue Planeten sondern ganz neue Objekte handelte (in meinem Podcast habe ich über die Geschichte der Entdeckungen gesprochen).

Scott Manley hat die Asteroidenentdeckungen chronologisch zu einem sehr schönen Video zusammengestellt. Man sieht nicht nur, wie im Laufe der Zeit immer mehr von ihnen entdeckt werden (das wäre ja auch wenig überraschend). Man sieht vor allem, wie die Entdeckungen in gewissen Mustern ablaufen. Natürlich findet man die Asteroiden in der Nacht, also nur auf der Seite des Himmels, auf dem die Erde die Sonne verdeckt. Zum Glück bewegt sich die Erde durchs Sonnensystem und so kann im Laufe eines Jahres trotzdem der ganze Himmel abgedeckt werden.

Kommentare (16)

  1. #1 Silava
    6. März 2013

    Das Video würde ich mir gerne mal auf einem 4k Fernseher anschauen. Laut Titel ist es ja UHDTV, also sollte es eine 4k- oder 8k-Auflösung haben. Da bringt so eine technische Spielerei wie die 4k-Auflösung wirklich mal was. Aber auf YouTube sehe ich es leider nur mit 360p. Liegt es am Link oder an mir dass ich nur die niedrige Auflösung sehe?

  2. #2 Zhar The Mad
    6. März 2013

    Also DAS ist wirklich mal eine gelungene und faszinierende Aufarbeitung von daten!

  3. #3 A. Nonymous
    6. März 2013

    Was war den das, 2010 mit den zwei Beobachtungskeulen nach hintenund vorne?

  4. #4 2002EL6
    6. März 2013

    @ A. Nonymous

    Es gibt immer wieder mal Projekte, bei denen intensiver geschaut wird. Das zeigt sich dann auch in den Entdeckungen… Ich muss mal nachschauen, was das 2010 war…

  5. #5 McPomm
    6. März 2013

    Was war denn das, 2010, mit den zwei Beobachtungskeulen nach hinten und vorne?

    Sagt Scott Manley auch just währenddessen: WISE (http://de.wikipedia.org/wiki/Wide-Field_Infrared_Survey_Explorer)

  6. #6 2002EL6
    6. März 2013

    Ja, ich komme da auch nur auf WISE…

  7. #7 yves
    6. März 2013

    Das Video kannte ich schon – finds einfach nur super. Gibt noch eine Version ohne sein gerede mit Musik… die find ich irgendwie noch besser. Absoluten Kracher finde ich aber The known universe” – weiss nicht obs hier mal verlinkt war – aber das hab ich mir schon 10x angesehen

    http://m.youtube.com/watch?v=Qwi5L8jcXpg

    Da haette ich gleich eine Frage zu: Einer eine Idee, warum bei ca. 3:10 das bekannte Universum einen Doppelkegel bildet? Ist der Rest nicht beobachtbar? Denke da schon ganze Zeit drueber nach und hab schon gesucht…

  8. #8 yves
    6. März 2013

    Btw
    Die Kommentare bei youtube bei solchen Videos sollte man sich besser nicht ansehen. Da bekommen ca 90% der Kommentatoren persoenliche Erscheinungen und schwoeren auf Alla, Gott und wie sie alle heissen. Paar Esotheriker sind auch dabei. Frage mich manchmal, was solche Leute und Interesse an Wissenschaft verbindet

  9. #9 Kallewirsch
    6. März 2013

    Faszinierend.
    Das war mir überhaupt nicht bewusst, wieviele Asteroiden seit der Zeit entdeckt wurden, in der mein Fernrohr mehr verstaubt als benutzt wurde.

  10. #10 Kallewirsch
    6. März 2013

    Einer eine Idee, warum bei ca. 3:10 das bekannte Universum einen Doppelkegel bildet? Ist der Rest nicht beobachtbar?

    Hmm. Ich denke das liegt daran, dass wir entlang der Ebene der Milchstrasse nur schlecht beobachten können. Da liegt zuviel Zeug im Weg (speziell in Richtung galaktisches Zentrum).

  11. #11 Alexander
    6. März 2013

    Hallo Yves,

    erst mal der richtige Link zum Video, deiner funktioniert nicht:
    http://www.youtube.com/watch?v=Qwi5L8jcXpg

    Die Kegel kommen daher, dass wir in der Milchstraße sitzen und besser nach “oben” und “unten” beobachten können als “zur Seite”.

  12. #12 yves
    6. März 2013

    Kallewirsch & Alexander:
    Danke, dachte mir schon sowas ähnliches… bin aber erst auf den Trichter gekommen, als ich mir die Software des Videos (Digital Universe) runtergeladen habe und gesehen habe, dass die in der gleichen Ebene zu liegen scheint. Allerdings kam mir der unbeobachtete Bereich doch arg breit vor und ich dachte mir, so breit kann die Milchstrasse gar nicht sein. Schade – dann wird man vermutlich ~1/3 des Universums nie sehen können…

  13. #13 Anna
    16. Mai 2013

    @ Florian: mir wirft sich gerade eine Frage auf. Ich weiß leider nicht mehr in welchem Blogeintrag Du das mal geschrieben hattest – darin sagst Du glaub ich, dass die Asteroidenentdeckung durch die noch nicht so gut ausgestattete Forschung auf der Südhalbkugel erschwert wird. In diesem Eintrag schreibst Du, dass durch die Rotation der Erde der ganze Himmel abgedeckt werden kann. Ich wollte nur mal nachfragen, ob wir nun alle (ich meine vor allem die großen Dinger, die wirklich gefährlich werden können) Objekte sehen können oder ob uns doch mal unverhofft was Großes auf den Kopf fallen kann?

  14. #14 PDP10
    16. Mai 2013

    @Anna:

    “oder ob uns doch mal unverhofft was Großes auf den Kopf fallen kann?”

    Ja kann es.

    Aber das ist eine Millionen mal eine Millionen mal unwahrscheinlicher, als dass du morgen früh beim überqueren einer Fussgängerampel überfahren wirst.

    Also mach dir lieber Gedanken darüber, ob du morgen früh, wenn du aus dem Haus gehst, wirklich wieder die Kopfhörer von deinem iPhone aufsetzen willst um Musik zu hören und vom Strassenverkehr nur noch die Hälfte mitzukriegen.

    Das sollte dir Sorgen machen.

  15. #15 Florian Freistetter
    17. Mai 2013

    @Anna: “Ich wollte nur mal nachfragen, ob wir nun alle (ich meine vor allem die großen Dinger, die wirklich gefährlich werden können) Objekte sehen können oder ob uns doch mal unverhofft was Großes auf den Kopf fallen kann?”

    Naja, wir kennen knapp 95 Prozent der großen Dinger. Und die Chancen stehen gut, dass man die noch unbekannten großen und daher hellen Objekte auch lange vorher entdeckt. Aber absolute Sicherheit gibt es nie. Das hat man ja bei dem russischen Meteoriten von Februar gesehen.

  16. #16 Anna
    17. Mai 2013

    @ Florian: danke für die Antwort! 🙂 Naja, der russische Meteorit war ja nach astronomischen Maßstäben eher einer der “kleineren” Sorte? Ich mache mir vor allem Sorgen über die Dinger ab ein paar hundert m bis zu ein paar km oder so…finde ich sehr gruselig, wenn ich an die denke…