Meine große Reise beginnt im Wald hinter Zell im Fichtelgebirge. Naja, eigentlich beginnt sie nicht dort, denn ich kann mich ja nicht einfach mitten in den Wald beamen sondern muss erst von wo anders dorthin kommen. Aber dort im Wald beginnt die Reise offiziell. Hier ist nämlich die Quelle der Saale.

Die Tour

Die Saale ist der Fluss, der durch meine Heimatstadt Jena fließt. Und der Fluss, an dem der Radweg entlang führt, dem ich auf meiner Reise folgen möchte. Und dieser Weg startet natürlich bei der Quelle. Die sieht so aus:

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Hier kommt das Wasser aus dem Boden und macht sich auf den ersten Metern noch schön eingefasst auf den Weg:

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Und hier verlässt die Saale die Quelle und wird zum Fluss. Naja, vorerst noch Bach. Rinnsal:

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Das ist der Weg, der noch vor mir liegt:

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Und hier geht er los:

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Zell im Fichtelgebirge ist die erste Ortschaft, die mir begegnet:

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Und von hier aus sieht das Fichtelgebirge ziemlich feucht und neblig aus:

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Leider ist es auch ziemlich feucht. Es regnet, es ist windig und es ist ziemlich kalt, um die 10 Grad. Als ich diese Reise im Dezember geplant habe, habe ich mich eigentlich drauf gefreut, bei schönem Frühlingswetter (verdammt, morgen ist Mai!!) durch Bayern und Thüringen zu radeln. Ich habe nicht unbedingt damit gerechnet, dass ich mich ärgere, meine Wollhandschuhe und meine Wintermütze zu Hause gelassen zu haben. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich mich unterwegs frierend nach ner heißen Dusche sehne, sondern eher schwitzend nach einem kühlen Bier. Naja, was soll man machen. Hoffen, dass es in den nächsten Tagen besser wird…

Die Strecke, auf der ich gerade fahre, heißt übrigens “Textil-Tour”. Keine Ahnung warum. Vielleicht gibts irgendwo auch eine FKK-Route. Die will ich bei diesem Sauwetter aber lieber nicht benützen…

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Ich mache mich lieber auf in meine heutige Unterkunft, das Hotel Braunschweiger Hof in der fränkischen Metropole Münchberg:

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Das mit dem Bier wollte ich aber trotzdem noch probieren. Wenn es wärmer und sonniger wäre, dann wäre dieser Platz im Zentrum der Stadt sicher ein guter Ort, um Bier zu trinken. So ist es, zusammengekauert unter dem Regenumhang, eher etwas ungemütlich. Aber ich wollte ja optimistisch bleiben…

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Die Frage

Heute war ich nur kurz unterwegs, die eigentlich Reise geht erst morgen los. Aber ich habe trotzdem unterwegs auf Dinge geachtet, die interessant sein könnten. Es ist mir ein wenig schwer gefallen, weil es ständig geregnet hat und mein Sichtfeld unter dem Umhang und den nassen Brillengläsern etwas eingeschränkt war. Ich habe hauptsächlich jede Menge Wasser gesehen. Wasser auf meiner Brille; Wasser, das von meinem Umhang tropft; Wasser das in Pfützen auf der Straße steht, in die Wasser vom Himmel fällt. Und natürlich das Wasser, das aus der Saalequelle kommt:

frage

Die erste Frage, die mir durch den Kopf ging, als ich vor der Quelle stand, war: Wo kommt das eigentlich her? Warum kommt da Wasser aus dem Boden und macht nen Fluss? Aber ok, das ist jetzt kein so großes Geheimnis. Das ist Grundwasser, dass eben an bestimmten Stellen an die Oberfläche tritt. Wenn es regnet, so wie heute, dann versickert es im Boden, sammelt sich irgendwo und kommt irgendwo auch wieder raus. Manchmal eben an ner Quelle. Über das Wasser habe ich ja auch schon in meinem Buch “Der Komet im Cocktailglas” geschrieben; das war ja sogar das Titelthema. Der Großteil des irdischen Wassers kam vor knapp 3,8 bis 4 Milliarden Jahren durch unzählige Asteroiden- und Kometeneinschläge auf die Erde. Jeder dieser Himmelskörper besteht nicht nur aus Gestein, sondern auch aus Eis und dieses Eis ist heute unser Wasser. Heute sind solche Einschläge glücklicherweise viel seltener als früher und die Menge an Wasser aus dem All, die nachgeliefert wird, ist vermutlich eher zu vernachlässigen. Das Wasser, das jetzt da ist, wird immer wieder recycelt. Es verdampft, gelangt in die Atmosphäre, bildet Wolken, regnet herab und versickert im Boden. Es sammelt sich als Grundwasser, bildet Bäche, Flüsse und Meere aus denen es wieder verdampft. Und so weiter. Aber gibt es wirklich kein “neues” Wasser mehr?

Nicht das ganze Wasser kam aus dem All, einiges kam auch aus dem Inneren der Erde. Auch bei der Entstehung der Erde war ja im Baumaterial Wasser enthalten und die vulkanische Tätigkeit hat es als Wasserdampf an die Oberfläche gebracht. Passiert das heute noch irgendwo? Das war die Frage, die mich auf der Rückfahrt beschäftigt hat: Gibt es auch irgendwo Quellen, aus denen “neues” Wasser kommt; Wasser, das irgendwo aus der Tiefe stammt, wo es frisch erzeugt wird? Wasser ist ja kein chemisches Element, sondern ein Molekül aus Wasserstoff und Sauerstoff. Laufen irgendwo da unten chemische Reaktionen statt, bei denen Wasser zusammengebaut wird, dass dann nach oben steigt? Ein Geophysiker oder eine Gewässerkundlerin könnte diese Frage vermutlich sofort beantworten – aber die habe ich unterwegs leider nicht getroffen (ich hab eigentlich niemand getroffen, bei dem Sauwetter war niemand unterwegs). Aber im Hotel habe ich mal ins Internet geschaut.

Und Wikipedia kennt tatsächlich etwas, das sich juveniles Wasser nennt. Wasser, “welches aus Magmaherden entsteht und noch nicht am allgemeinen Kreislauf des Wassers teilgenommen hat”. Recht viel mehr stand da aber leider nicht mehr. Ich habe noch ein bisschen weiter recherchiert, aber das Thema ist anscheinend nicht sonderlich populär; zumindest was die Öffentlichkeit angeht, die Wissenschaftler werden es sicherlich ausführlich bearbeitet haben. Offensichtlich entsteht dieses Wasser, wenn im Erdinneren Magma entsteht. In den Gesteinen liegt es anscheinend nicht gasförmig vor, sondern – wegen des hohen Drucks – als superkritische Flüssigkeit. Es hat einen leicht unterschiedlichen Anteil des Sauerstoff-Isotops O-18. Es kommt bei vulkanischen Eruptionen an die Oberfläche; ob es aber auch irgendwo “normale” Quellen gibt, aus denen so ein “juveniles Wasser” strömt, habe ich nicht herausgefunden. Wenn, dann vermutlich nur in irgendeiner vulkanisch aktiven Region.

Ein paar Google-Treffer scheinen aber darauf hinzudeuten, dass ein Teil des Wassers aus manchen Thermalquellen juveniles Wasser ist. Das finde ich irgendwie sehr faszinierend. Es ist natürlich höchst beeindruckend, wenn man sich vorstellt, dass das ganze Wasser, das wir trinken oder über das wir uns ärgern, wenn es als Regen vom Himmel kommt, schon Milliarden Jahre alt ist und quasi aus geschmolzenen Kometen besteht. Es ist aber nicht weniger beeindruckend, wenn man sich Wasser vorstellt, dass noch ganz neu ist und das tief unten in der Erde gemeinsam mit heißer Magma frisch zusammengebaut wird und dann direkt an die Oberfläche gelangt, ohne jemals Teil des Wasserkreislaufs gewesen zu sein!

So gehts weiter

So faszinierend das schnöde Wasser auch sein mag – für morgen würde ich mir lieber Sonne wünschen und möchte das Wasser nur neben mir in der Saale sehen und nicht als Regen. Der Plan sieht für morgen die Fahrt entlang des Saaleradwegs bis Saalburg vor. Ich bin aber noch nicht sicher, ob ich das wirklich schaffe. Die Strecke in dieser Gegend ist ziemlich hügelig (das weiß ich noch vom letzten Mal) und ich bin immer noch ein wenig erkältet. Aber ich fahr auf jeden Fall mal los und schaue, wie weit ich komme! Und jetzt sehe ich nach, ob Münchberg ein Nachtleben hat. Oder zumindest irgendwo nen Platz, wo ich Abendessen bekomme…

Kommentare (57)

  1. #1 comicfreak
    zweibrücken
    30. April 2013

    https://www.geo-coaching.net/?tid=43984

    ..die Textiltour bietet:
    Textilmuseum in Helmbrechts, Flachshaus in Förstenreuth, Dorfbild Weickenreuth, Ofr. Bauernhofmuseum mit Flachsbrechhaus in Kleinlosnitz

    🙂

    Wieder was gelernt.

  2. #2 frist
    Köditz
    30. April 2013

    Viel Spaß auf der Tour! Ich wohne da ganz in der Nähe und bin jedes Jahr im Juli auf einer Radtour mit Schülern an der Saalequelle. Hier gibt es auch sonnige Tage (auch schon im April).
    In Jena habe ich übrigens studiert – auch sehr schön!
    Ganz in der Nähe der Stelle an der die Saale in die Elbe mündet bin ich geboren. Da ist es dann eher flach.

    Also noch mal viel Spaß!

  3. #3 -karlos-
    Internet :-)
    30. April 2013

    Hier der Weg von heute (so etwa)
    https://www.openstreetmap.org/?relation=2153836
    Vielleicht sehen wir uns am Elbdeich, da haben wir eine Fehrienwonung gebucht.

  4. #4 medizinstudent
    30. April 2013

    wann lerne auch die letzten primaten das man “na ja” auseinander schreibt?!?!?!?!!?!
    das hat nämlich nichts mit der schlange zu tun….

  5. #5 Liebenswuerdiges Scheusal
    30. April 2013

    Naja, Medizinstudent eben.

  6. #6 Pe
    30. April 2013

    Lieber ” Medizinstudent”: Du bist doch- mit Verlaub gesagt- ein echter Korinthenkacker! Wen interessiert denn bei diesem interessanten Bericht das naja/na ja ??? Das ist ja wohl echt albern!!!! Blogverschmutzung!

  7. #7 Odenwald
    30. April 2013

    Wann lernen auch die letzten Medizinstudenten die Rechtschreibregel mit “das” und “dass”. Kann selber nicht richtig schreiben, aber beschwert sich über andere.

    Danke Florian, dass Du uns deine Erlebnisse mitteilst. Und noch eine gute Reise.

  8. #8 anmasijo
    Stuttgart
    30. April 2013

    Mal ganz ehrlich und völlig unwissenschaftlich und besides-topic: ich finde es supertoll, dass Du Dich mit dem Fahrrad aufmachst, die Details dieser umgebenden Welt zu erkunden! Alle Achtung! Vor allem bei so einem wenig motivierenden Wetter!
    Wir sind letztes Jahr mit den Kindern (10, 11 damals) den Neckar entlang bis nach Heidelberg gefahren und können das wirklich nur empfehlen: intensives Erleben und so eine gewisse “Verbundenheit” mit der durchfahrenen Landschaft sind garantiert.
    Alles Gute auf dem Weg und ich bin gespannt auf die Inspirationen “am Wegesrand”!

  9. #9 PDP10
    30. April 2013

    “wann lerne auch die letzten primaten das man “na ja” auseinander schreibt?!?!?!?!!?!”

    Was hat Terry Pratchett nochmal über den Geisteszustand von Leuten geschrieben, die mehr als ein Ausrufezeichen / Fragezeichen am Ende eines Satzes benutzen? 😉

  10. #10 PDP10
    30. April 2013

    Ach ja, eigentlich wollte ich Florian ja nur viel Spass beim Radeln wünschen … 🙂

    Und jetzt wird mein voriger Kommentar moderiert?

    Hmmmm …. obs an den vielen zitierten Satzzeichen liegt?

  11. #11 Dietmar
    30. April 2013

    Schade, dass Du mit dem Wetter Pech hast. Aber morgen soll es schöner, leider aber nicht wärmer, werden.

  12. #12 Dietmar
    1. Mai 2013

    Wow: Hier ist jetzt schon, kurz vor Neun, optimales Radfahr-Wetter! Viel Spaß!

  13. #13 Florian Freistetter
    1. Mai 2013

    @dIetmar Tja. Bei mir ist es eiskalt, neblig und ganz allgemein beschissen. Wechsle jetzt in den Zug.

  14. #14 Dietmar
    1. Mai 2013

    @Florian Freistetter: Oh, Mist!

    Meine Familie ist gerade zu einer Tour aufgebrochen, ich sitze an der Buchführung mit einem offenen Fenster in die Welt und beneide sie.

  15. #15 Sven
    Köln
    1. Mai 2013

    Lass Dich vom Wetter bitte nicht unterkriegen!
    Wir freuen uns alle auf Deine Bericht von der Reise 😉
    Keep the faith! 😉

    Sven..

  16. #16 Dr Stein
    1. Mai 2013

    “Recht viel mehr stand da aber leider nicht mehr. Ich habe noch ein bisschen weiter recherchiert, aber das Thema ist anscheinend nicht sonderlich populär; zumindest was die Öffentlichkeit angeht, die Wissenschaftler werden es sicherlich ausführlich bearbeitet haben.”

    Das liegt daran, dass die Forschung in dieser Richtung noch in den Kinderschuhen steckt.

  17. #17 Dr Stein
    1. Mai 2013

    Nachtrag: Juveniles Mantel Wasser aus einer oberflaechen nahen Quelle ist schwer bis unmoeglich. Viel zu weit weg von der Mantelregionen wo wir vermuten, dass sich juveniles Wasser formen kann. Vulkane bringen zwar Wasser mit, aber das kommt meist aus Subduktionszonen und ist somit “recyceltes Wasser” aus dem Aufschmelzen von wasserreichen Mineralen wie Amphibol. Ausnahmen koennten Hotspot Vulkane wie Island oder Hawaii sein, oder Spreizsysteme an ozeanischen Ruecken wo der Erdmantel hochkommt aber wie gesagt steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen. Das Problem ist, dass man kaum Proben von unterhalb der Erdkruste bekommt. Und wenn doch, bspw ueber Xenolithe, dann fehlen meist viele raeumliche Informationen.

    Sorry, mein deutsch ist mittlerweile eingerostet und hier ist es schon spaet…

  18. #18 Florian Freistetter
    1. Mai 2013

    @Dr Stein: Vielen Dank für die Information. Ich finde das Thema echt spannend…

  19. […] erste Tag meiner Reise war wettermäßig eher mäßig. Heute war es leider nicht besser. Der Morgen im fränkischen […]

  20. #20 medizinstudent
    1. Mai 2013

    ein falsches komma macht noch keinen sommer! aber ein “naja” entleert den ganzen sinn des satzes!!! außerdem bin ich kein professioneller blogschreiberling, wie mister dr. hier – wie gut das es rechtschreibprogramme auch für dissertationen gibt, wa?! denkt mal drüber nach, ihr orthografischen nullnummern!!
    just my 50 pfennig…

  21. #21 Florian Freistetter
    1. Mai 2013

    @medizinstudent: ” aber ein “naja” entleert den ganzen sinn des satzes!!!”

    Das hätte ich jetzt gern mal erklärt. Ein Satz wird also komplett unverständlich, wenn dort auf einmal “Naja” anstatt “Na ja” steht?

    (Aber ok, ich sollte nicht mit Leuten über Orthografie und sinnenstellende Schreibvariationen diskutieren, die selbst die Orthografie komplett ignorieren und einfach alles klein schreiben. Und was die Zeichensetzung angeht, fang ich lieber gar nicht erst an. Aber naja 😉 man kann es sowieso nicht jedem Recht machen. So hab ich immerhin irgendwo da draußen jemandem den Abend gerettet, weil er sich über meine wahnsinnig schlimme Rechtschreibung aufregen durfte…)

  22. #22 simop
    1. Mai 2013

    Schade, dass meine Heimat so schlechtes Wetter bietet – nicht umsonst hat Hof den nicht sehr schmeichelhaften Beinamen “Bayrisch Sibirien”…

    Zum Thema Textiltour:
    Die Stadt und der Landkreis Hof waren lange Zeit Hochburgen der Textilherstellung, der größte Produzent bis heute ist die Textilgruppe hoch: https://de.wikipedia.org/wiki/Textilgruppe_Hof

  23. #23 Seb
    1. Mai 2013

    Das “dass” geht immer noch nicht, und so fiese Großbuchstaben auch nicht? Und auf den Satz mit dem entleert kommt man vermutlich nur, wenn man das vorher seinem Hirn angetan hat.
    Hoffe doch, dass du eher als Heilpraktiker endest damit wir uns niemals im echten Leben begegnen.

  24. #24 rolak
    1. Mai 2013

    Ist ja nicht das erste Mal, daß der tolle Medizinstudent mit der Nummer hier aufläuft. Der Textbaustein muß abbezahlt werden!

  25. #25 Flosch
    1. Mai 2013

    Oder das zerschmissene Glashaus…

  26. #26 medizinstudent
    2. Mai 2013

    wozu groß schreiben? ich verwechsel ja keine interjektionen mit schlangen, mich versteht jeder, meine orthografie ist makellos!
    und ich bin derjenige, der später mal stilisierte geschlechtsteile in eure krankenakte malt, während ihr mir euer leid klagt!
    evidenzbasierte medizin ist in, ihr durchschnittsmenschen!

  27. #27 rnlf
    2. Mai 2013

    Naja, dafür verwechselst du Subjunktionen und Artikel. Naja, kann ja mal passieren.

  28. #28 Alderamin
    2. Mai 2013

    @Florian

    Von juvenilem Wasser hatte ich auch noch nie gehört. In der Eifel sprudeln ja auch einige Thermalquellen aus der Erde, und das Wasser ist kohlensäurehaltig, es gibt sogar einen Kaltwassergeysir bei Andernach, den das CO2 antreibt.

    Ich hatte den Geologiestudenten, der den Geysir erklärte, gefragt, woher denn das CO2 käme, und er meinte, dass kalkhaltiges Gestein in Subduktionszonen in die Tiefe der Erde hineingezogen wird und dort das CO2 freisetzt, das zuvor im Ozean in dem Gestein gebunden wurde. Natürlich wird da auch Wasser mit hineingezogen, denn Subduktionszonen liegen ja alle im Meer.

    Allerdings frage ich mich jetzt, wo das ganze Meersalz bleibt, denn die Thermalquellen sind ja Süßwasser. Meine Vermutungen wären: Entweder trennt sich das Wasser als Dampf von dem enthaltenen Salz und steigt nach oben, oder das meiste Wasser der Thermalquellen ist einfaches Grundwasser, welches ehemaliges, von unten aufsteigendes Subduktionswasser dann hinreichend verdünnt.

    Kennt sich jemand aus?

    P.S.: Hättest mal lieber die Maas erkunden sollen, da gibt’s auch einen tollen Radweg. Wir waren gestern nicht weit davon in Brüssel, traumhafter Sonnenschein, 19° C, leckere Fritten, Waffeln und belgisches Bier, und alle Parks brechend voll am Feiertag. Und endlich mal im Atomium gewesen.

  29. […] Tag 1 und Tag 2 auf meiner Reise waren bis jetzt nur mäßig erfolgreich. Zumindest was den erholsamen Teil des Projekts anging; denn das hat bei dem miesen Wetter nicht wirklich funktioniert. Der wissenschaftliche Aspekt hat aber funktioniert, denn ich bin ja nicht nur auf der Suche nach Erholung sondern interessanten Dingen, die auf den ersten Blick vielleicht nicht allzu interessant aussehen, bei näherer Betrachtung aber doch ein paar faszinierende Fakten über das Universum verraten. Ich habe schon ein bisschen was über die Existenz von “neuem” Wasser herausgefunden und über die fundamentale Faulheit des Universums. Und auch heute habe ich wieder die Augen offen gehalten… […]

  30. #30 sisyphos111
    2. Mai 2013

    Lieber Medizinstudent,

    wir haben doch verstanden, dass du weißt, dass naja auch eine Schlangenart sein kann. Und in dem oben beschriebenen Kontext kann es natürlich dazu kommen, dass man eine Interjektion mit einer Schlange (z. B. Kobra) verwechselt. (immerhin besser, als mit einer Injektion ;-).

    Aber natürlich, du bist ein ganz schlauer Mensch und wirst uns alle mal retten und vom Krebs heilen und wenn ich mal einen naja-Biss habe, werde ich mich gerne bei dir melden.

    Hochachtungsvoll

    sis

  31. #31 sisyphos111
    2. Mai 2013

    Danke für spannende Reisebeschreibung und überhaupt die interessanten Seiten. Macht Spaß hier zu lesen oder dem Podcast zu folgen und auch nicht dümmer.

    Freue mich schon auf die nächsten Artikel. Viele Grüße und viel Spaß

  32. #32 Florian Freistetter
    2. Mai 2013

    @medizinstudent: Wie sieht es denn eigentlich aus, wenn ich irgendwas ganz besonders toll oder überraschend finde. Darf ich dann wenigstens “Boa!” sagen?

  33. #33 Florian Freistetter
    2. Mai 2013

    @medinzinstudent: “ich stehe eh über der grammatik, denn ich bin angehender arzt und die dürfen sich ja bekanntlich alles erlauben!”

    Welcher meiner Stalker-Trolle bist du eigentlich?

  34. #34 medizinstudent
    2. Mai 2013

    subjunkwas? kenn ich nicht, braucht keiner! ich stehe eh über der grammatik, denn ich bin angehender arzt und die dürfen sich ja bekanntlich alles erlauben!
    und höre ich da etwa einen latenten anflug von neid aus euren kommentaren heraus? tut mir ja leid für euch, wenn ich zur bildungselite zähle und ihr mit euren unterbezahlten bürojobs auskommen müsst und euch eure frauen für einen feschen arzt sitzen lassen…
    sexuelle selektion, ihr kennt das doch…
    aber keine sorge, ein paar meiner kommilitonen machen später einen auf plastische chirurgie, es gibt also nichts, was mit ein paar eingriffen nicht behoben werden könnte, um für die weiber wieder interessant zu sein!

    hochachtungsvoll euer lieblings studi!

  35. #35 Bullet
    2. Mai 2013

    Welcher meiner Stalker-Trolle bist du eigentlich?

    Ja, die Frage kommt so langsam auf.

  36. #36 Thomas Teucher
    2. Mai 2013

    [ eigentlich mag ich ja Trolle et al., wenn sie dann nicht gar zu dumm daher kommen und angestrengt unwitzig bleiben. Man(n) sollte überlegen, dass alte, garstige Schild doch wieder hervorzuholen und jenen ins schielende Gesicht zu halten: Halts Maul, und mach´was!]

    aber zum Thema:
    @ Florian: Bis auf eine häßlich regenreiche Störung am Samstag solls ja besser mit dem Wetter werden.
    Weiter gute Reise, klare Sicht, volle Gesundung & viele (für uns / mich Stubenhocker) interessante Impressionen.

    TT

  37. #37 medizinstudent
    2. Mai 2013

    ich bin keiner deiner stalker…ich frequentiere deinen blog schon seit jahren, weil ich mich für astronomie interessiere – und natürlich für naturwissenschafen im allgemeinen, bringt das studium so mit sich..weißt schon..
    ich gehöre also nicht zur fraktion der globuli-jünger, handaufleger, osteopathen oder astrologen! ganz im gegenteil, meiner meinung nach beschäftigen sich nur menschen mit einem zweistelligen iq mit komplementärmedizin oder pseudowissenschaften! und ihr habt ja schon festgestellt, dass ich einen überragenden intellekt habe, also gehöre ich wohl kaum zu deiner hater-fraktion!

    euer geliebter studens

  38. #38 Edith
    2. Mai 2013

    @ medizinstudent: Ich gehöre zu den Weibern hier und ich wüsste nicht, was ein plastischer Chirurg tun könnte, um irgend einen Mann für mich interessanter zu machen. Was Dich betrifft: Du wärst wesentlich weniger nervig, deswegen allerdings nicht unbedingt interessanter, wenn man Dir das Maul stopfen würde. Oder zunähen. Aber dafür braucht es keine plastische Chirurgie, das kann jeder Handarbeitsschüler…
    Ach ja, Schafe gefallen mir, ich verarbeite ihre Wolle. Wie ist denn die der Naturwissenschafe?

    @ FF: Danke für Deine spannenden Berichte! Ich hoffe, dass Du bald wieder ganz fit bist. Nimm Dich bloss in Acht vor Medizinstudenten, dann wird das schon wieder… 😉

  39. #39 PDP10
    2. Mai 2013

    Welcher meiner Stalker-Trolle bist du eigentlich?

    Ja, die Frage kommt so langsam auf.

    Nach Form und Inhalt seiner Beiträge zu urteilen, lässt sich das Alter auf maximal 14 Jahre und die Schulform auf Hauptschule eingrenzen.

  40. #40 medizinstudent
    2. Mai 2013

    “maul stopfen”? – sammelt sich hier überwiegend das prekariat oder woher kommt diese prollige ausdrucksweise? du hast deine reflexartig zubeißenden anhänger aber gut im griff! respekt, solche marionetten hätte ich auch gerne! :=)
    und nein, mit einem niederen bildungsabschluss wie dem hauptschulabschluss kann man kein medizinstudium aufnehmen! tut mir leid, da irrst du dich!
    wie ich bereits schrieb, ich bin ein ganz normaler leser des blogs und gehöre keiner der vielen esoterischen gruppierungen an, die dr. freistetter ans leder wollen!

  41. #41 Basilius
    2. Mai 2013

    @medizinstudent

    wozu groß schreiben?

    Die Frage sollte eher lauten:
    “Wozu überhaupt solche Kommentare schreiben?”
    -_-

  42. #42 bikerdet
    2. Mai 2013

    @ Alderamin und FF :
    Hättest mal lieber die Maas erkunden sollen, da gibt’s auch einen tollen Radweg.

    Das kann ich bestätigen, zumindest für den holländischen Teil ! Überhaupt macht das radfahren in Holland mehr Spaß, da Radfahrer hier eher als Verkehrsteilnehmer wahrgenommen als bei uns. Radwege sind meist deutlich von den Straßen abgesetzt und es gibt fast überall an den Radwegen Hinweisschilder mit Entfernungsangaben. Es ist nämlich ein großer Motivationsschub, wenn man sofort sieht wie weit es zum nächsten Ort / Ziel ist.

  43. #43 Mafl
    2. Mai 2013

    @medizini
    Wie kommt man eigentlich auf die Idee, jemanden auf einen “Fehler” aufmerksam machen zu wollen und ihn/alle dabei sofort als “letzten primaten” zu beschimpfen? Hoffentlich gehst Du in die Pathologie. Ich möchte kein Patient von Dir werden, solange ich noch was dazu sagen kann.

  44. #44 PDP10
    2. Mai 2013

    @medizinstudent

    “wie ich bereits schrieb, ich bin ein ganz normaler leser des blogs”

    Nein. Nicht jeder ist relevant genug ein Troll zu sein.

    Und das du Medizin studierst kaufe ich dir immer noch nicht ab.
    Und natürlich gibt es Haupschüler, die es in die Oberstufe, bis zum Abitur und zu einem Studium mit hervorragendem Abschluss schaffen.
    Ich kenne mindestens zwei.
    Aber du gehörst sicher nicht dazu.

    Und selbst wenn du Medizin studieren würdest, bestätigst du nur alle Vorurteile, die ich mir erworben habe, als ich mal ein Semester lang Medizinstudenten (statt Biologen und Chemiker) in ihrem Physikpraktikum betreuen “durfte”:

    Schnöselige Nichtskönner, die ganz eindeutig für den Beruf den sie angestrebt haben nicht geeignet waren.

    PS: Falls das ein gewisser hier regelmässig postender Medizinger liest:
    Ausnahmen bestätigen die Regel.
    Haben sie auch damals schon.

  45. #45 medizinstudent
    3. Mai 2013

    also ich halte mich für sehr relevant! ich bin als angehender arzt wertvoller für die gesellschaft als 99% der hier anwesenden…mal von dr. freistetter abgesehen…
    aber deshalb müsst ihr euch nicht schämen, das ist halt immer eine sache der gene, sozialisation und des ökonomischen hintergrunds, beschwert euch bei euren eltern :=)
    ich studiere also tatsächlich medizin, weshalb sollte ich lügen!?
    ja ich weiß, dass die praktika von unterdurchschnittlichen bätschelah studis geleitet werden, aber für irgendetwas braucht ihr ja auch eine daseinsberechtigung – vor allem die biologen :=)

  46. #46 PDP10
    3. Mai 2013

    “also ich halte mich für sehr relevant! “

    Ja, das haben wir alle hier inzwischen begriffen.

    Du hast ja auch wirklich hart dafür gearbeitet, dich hier nachhaltig lächerlich zu machen …

  47. #47 Alderamin
    3. Mai 2013

    @bikerdet

    Eben sind wir wieder mal in den Niederlanden Rad gefahren. Was ich toll finde (neben der unglaublichen Sauberkeit und Qualität der Straßen und Häuser, worin es die Holländer locker mit der Schweiz aufnehmen können, sowie der lustigen Sprache: Fahrrad heißt “fiets”, Motorrad heißt “bromfiets”; eben hab’ ich noch was von einem “snorfiets” gelesen, muss mal schauen, was das wohl für ein Gefährt sein mag) sind die Knotenpunkte<.

    Man kann sich bei jedem VVV-Büro (die sind zentral in jedem Kaff zu finden) eine kostenlose Karte abholen, in der ist das gesamte Radwegenetz der Region mit allen Kreuzungspunkten eingezeichnet. Die Kreuzungspunkte haben Nummern, und zwischen diesen Knotenpunkten sind die Entfernungen an den Verbindungsstrecken angegeben. Man braucht sich dann nur eine selbst zusammengestellte Folge von Kontenpunktnummern zu notieren und kann dann auf den Radwegen einfach den Zahlen nachfahren (man darf nur ja kein Schild übersehen, sonst muss man zurück zum letzten Schild).

    An jedem Knotenpunkt gibt es eine Tafel mit dem gesamten Radwegeplan und Wegweiser zu allen Nachbarknotenpunkten. Die Strecken zwischen den Knotenpunkten sind mit den Nummern zum nächsten Punkt beschildert und führen meistens abseits der Hauptstraßen über asphaltierte Feldwege, spezielle Radwege oder durch Wohngegenden.

    Sehr praktisches System, das mittlerweile auch schon auf unsere Seite der Grenze geschwappt ist. Allerdings stoße ich in Buchläden bisher nur auf ratlose Gesichter, wenn ich nach einer Knotenpunktkarte frage…

  48. #48 medizinstudent
    4. Mai 2013

    @Pdsoundso

    also eure kommentare zeugen von dämonischer unklarheit! ich werde hier in einem völlig falschen licht dargestellt, denn ich bin ein total lieber kerl!
    ich bin stubenrein, pflegeleicht, gottesfürchtig, kinder- und tierlieb, habe gute manieren, nehm keine drogen, trink nicht mal kaffee, ich steh auf konsum, bin regierungskonform, konservativ, sozis sind mir suspekt, erfolgsorientiert, zynisch, besitze einen überragenden intellekt, sehe ganz passabel aus, bin beliebt und steh auf blümchensex!
    sprich: ich bin voll im apparat integriert und der gutmensch in person! wo ich bin, da ist vorne, ihr doppelnullen!

    euer geliebter studiosus

  49. #49 greg
    Wien
    5. Mai 2013

    @medizinstudent

    welchen sinn hat das, was du da an überdrehtem zeug von dir gibst? es ist ja amüsant zu lesen, nur…naja lass es mich so ausdrücken, bissi kindisch.

  50. #50 medizinstudent
    5. Mai 2013

    naja, welchen tieferen sinn hat es, sich mit marmelade zu beschmieren?!
    nur weil ich intelligenter bin, besser aussehe und irgendwann mal arzt bin, müsst ihr mich doch nicht für einen egomanen halten. ich kann doch auch nichts dafür, wenn euer leben wie eine 5- verläuft….
    aber was red ich, zum abschluss noch die beliebtesten fehler, die mir ständig in irgendwelchen foren über den weg laufen – damit ihr euch beim nächsten mal nicht mehr so blamiert:
    unterscheid zwischen seit/seid – als/wie
    hyperlative (extremst, einzigster, in keinster weise, zur vollsten zufriedenheit…)
    deppenapostroph (ken´s nasenhaarschneider, fossi´s schnitzelbude…)
    unterschied zwischen dasselbe/das gleiche
    standard mit t
    na ja/ach ja zusammengeschrieben – besonders oft in dr.freistetters texten zu sehen!
    falsche hilfsverben (wir sind dort gestanden, ich bin dort rumgelegen…)

    ihr braucht mir nicht zu danken, ich helfe gerne :=)

    euer geliebter medistudi

  51. […] meiner Reise entlang der Saale und der Elbe habe ich schon einiges erlebt und gesehen: Juveniles Wasser, ein faules Universum, seltsames Wasser, potentielle Extradimensionen, keinen intelligenten […]

  52. #52 Ichiban
    9. Mai 2013

    medizinstudent #50:
    “naja, welchen tieferen sinn hat es, sich…”

    Was für eine Vorlage. rofl

  53. […] nach interessanten wissenschaftlichen Phänomen gesucht. Und ich habe viel gefunden. Zum Beispiel Juveniles Wasser, ein faules Universum, seltsames Wasser, potentielle Extradimensionen, keinen intelligenten […]

  54. […] nach interessanten wissenschaftlichen Phänomen gesucht. Und ich habe viel gefunden. Zum Beispiel Juveniles Wasser, ein faules Universum, seltsames Wasser, potentielle Extradimensionen, keinen intelligenten […]

  55. […] nach interessanten wissenschaftlichen Phänomen gesucht. Und ich habe viel gefunden. Zum Beispiel Juveniles Wasser, ein faules Universum, seltsames Wasser, potentielle Extradimensionen, keinen intelligenten […]

  56. […] Tag 1: Von der Quelle der Saale bis Münchdorf. Unterwegs habe ich überlegt, ob Wasser nur immer wieder recycelt wird, oder ob es auch “neues” Wasser gibt. […]

  57. #57 ingo buh
    Plön
    18. Mai 2013

    Moin Florian,
    Faszinierende Wissensreise. Eine Frage zur Entstehung des Wassers. Die Zufuhr von Wasser aus dem All leuchtet ein, Entstehung im Erdinneren unter Druck auch. Aber am Ende vieler chemischer Reaktionen entstehen CO2 und Wasser. Ist der gesamte Wasser- und Sauerstoff auf der Erde verfügbar ist, tatsächlich nur über juveniles Wasser und auf uns einprasselnde Asteroiden auf die Erde gekommen?.