Mit dem Eurovision-Songcontest habe ich normalerweise nicht viel zu tun. Nur im Jahr 2010 habe ich mich ein wenig intensiver damit auseinandergesetzt. Denn da ist Deutschland mit einem Lied angetreten, das sich mit astronomischen Problemen beschäftigt. Und wenn “Satellite” von Lena auch ein paar Schwächen in der Himmelsmechanik hatte und die Details des Satelliten-Kühlsystems eher ungenügend ausgearbeitet waren, gewann das Lied den Wettbewerb doch mit großen Vorsprung! In Europa scheint also ein Bedarf an Liedern über Astronomie zu bestehen. Unverständlicherweise hat man diesen Bedarf in den folgenden Jahren ignoriert und die Lieder des Songcontest handeln weiterhin nur von Liebe und ähnlich unwissenschaftlichen Kram! Niemand traut sich mehr, über Astronomie zu singen. Ich habe mir die Texte der diesjährigen Teilnehmer angesehen – in der Hoffnung, dass diesmal ein paar vernünftige astronomische Lieder dabei sind…

Österreich und der Songcontest sind keine großen Freunde. Der einzige Sieg stammt aus dem Jahr 1966 (dank Udo Jürgens). Dafür hat man es gleich fünfmal geschafft letzter zu werden, dreimal davon mit Null Punkten. Der letzte halbwegs erfolgreiche Auftritt fand im Jahr 2003 statt, als der Kabarettist Alf Poier Platz 6 belegte. Seitdem landete Österreich auf den Platz 21 (von 24), Platz 20 (von 25), Platz 27 (von 28), Platz 18 (von 25) und letztes Jahr nochmal Platz 18 (von 18). Aber hat man daraus irgendwas gelernt? Hat man irgendwann in den vergangenen 10 Jahren in Betracht gezogen, ein paar Astronomen zu konsultieren? Nein, hat man nicht! Man hat Natália Kelly mit dem Lied “Shine” nach Schweden geschickt. Das klingt zwar zuerst vielversprechend: Vielleicht singt sie ja über die Sterne, die Nachts am Himmel scheinen. Aber ein Blick auf den Text zeigt schnell, dass man sich hier über vernünftige astronomische Beobachtungsbedingungen absolut keine Gedanken gemacht hat:

“Look up to the starlit sky, reignite the fire”

Liebe Frau Kelly, wenn sie ein Feuer anzünden, können sie auf den Sternenhimmel schauen, so lange sie wollen: Sie werden nichts sehen! Für astronomische Beobachtungen muss es dunkel sein. Kein Wunder, dass so ein absurdes Lied schon im Halbfinale ausgeschieden ist!

Leider enttäuscht auch Deutschland. Nach dem Erfolg von “Satellite” bestand ja durchaus Hoffnung, dass man das astronomische Potential in den Texten der nächsten Jahre voll ausschöpft – aber diese Hoffnung wurde enttäuscht. Dieses Jahr tritt Cascada mit dem Lied “Glorious” an. Ich gebe dem Titel keine große Chance. Man hätte vorher doch noch lieber mal in ein Physikbuch schauen sollen, um grobe textliche Fehler wie das hier zu vermeiden:

“Now’s the time, we’re running at the speed of light

I’ll meet you on the other side

Every time I close my eyes”

Mit der Geschwindigkeit des Lichts laufen… Meine Güte. Hat da niemand Ahnung von Einsteins spezieller Relativitätstheorie? Relativistischer Massenzuwachs und so? Um massereiche Objekte auf Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen ist unendlich viel Energie nötig. Und bei Cascada und ihrem Laufpartner wird es sich sicherlich nicht um masselose Elementarteilchen handeln. Und dann macht sie auch noch die Augen zu! Wie soll man da vernünftige astronomische Beobachtungen machen können? Nein, dieses Lied ist völlig unzureichend. Deutschland kann froh sein, dass es immer fix für das Finale qualifiziert ist. Aber weit wird man mit “Glorious” nicht kommen.

Leider machen es auch die anderen Länder nicht viel besser. Die meisten ignorieren die Astronomie sowieso völlig komplett. Und die paar Länder, die sich mit Astronomie beschäftigen, machen dabei jede Menge Fehler. Zum Beispiel Irland. Da singt Ryan Dolan das Lied “Only Love Survives”:

“But in our darkness hour, right before the dawn

The old world dies, the new day is born”

Das ist natürlich Unsinn. Der neue Tag beginnt laut Definition immer um Mitternacht. Also immer mitten in der Nacht, nicht kurz vor der Morgendämmerung! Und es geht noch viel schlimmer weiter:

“And even if the sun don’t rise

In the end only love survives.”

Ha! Wenn die Sonne nicht mehr aufgeht, dann soll nur die Liebe überleben? Wenn die Sonne nicht mehr aufgeht, dann bedeutet das, dass die Erde aufgehört hat, sich um ihre Achse zu drehen! Und das kann nur passieren, wenn sie mit einem etwa gleich großen Himmelskörper kollidiert ist. Da überlebt nichts und schon gar nicht die Liebe… Ne, Irland mag zwar oft den Songcontest gewonnen haben, aber mit einem astronomisch so unzureichenden Lied wird das dieses Jahr definitiv nichts!

Ich habe große Hoffnungen in Armenien gesetzt. Da singt die Rockband Dorians ein Lied mit dem Titel “Lonely Planet”. Ich habe mich schon auf eine interessante Auseinandersetzung mit dem Thema der vagabundierenden Planeten gefreut; also Planeten, die ganz allein und ohne Stern durchs All ziehen. Aber der Titel ist komplett irreführend – Astronomie kommt im Text überhaupt nicht vor!

Auch der Beitrag aus Weißrussland ist höchst peinlich. Aljona Lanskaja singt das Lied “Solayoh” (was immer auch das bedeuten mag). Darin heißt es:

“Solayoh, solayoh, where the sun is always shining on ya

We play-o, we play-o to the rhythm of a cha-cha

Solayoh, solayoh, turn the music up, it’s gonna getcha

We play-o, we play-o, we can make it on a hot night”

Die Sonne scheint immer? Und es wird eine heiße Nacht? Was jetzt – entweder es ist Nacht oder die Sonne scheint immer. Das hat dann aber genau die gleichen katastrophalen Folgen hat wie die Sonne, die nicht aufgeht aus dem irischen Beitrag. Ernsthaft, hat denn hier niemand Ahnung von grundlegender Himmelsmechanik? Aber immerhin scheint Aljona Lanskaja bewusst zu sein, dass sie Unsinn singt, denn im Text heißt es weiter:

“It feels like I’m dreaming, this world makes no sense.”

Allerdings! Und dabei ist das schon der zweite Beitrag aus Weißrussland. Ursprünglich wollte man mit dem Lied “Rhythm of Love” antreten. Das hätte zwar mehr Wissenschaft enthalten, war aber auch nicht gut ausgearbeitet:

“The music stops, turn up a chemical reaction

It got me moving, going in a new direction.

I’m so hypnotized, your beautiful eyes

Are reading my mind, x-raying my feelings

Rhythm of love, swaying me slow

I feel electric charge is running through my soul.”

Eine “chemische Reaktion”? Ja aber welche? Wo ist die Summenformel? Welche Elemente sind beteiligt? Und Frau Lanskaja will Gefühle röntgen? Wie soll das denn funktionieren. Und über die elektrische Ladung der Seele will ich lieber gar nichts sagen. Nein, Weißrussland wird mit Sicherheit den Wettbewerb nicht gewinnen.

Der Beitrag aus Dänemark dagegen fängt recht vielversprechend an. Emmelie de Forest singt das Lied “Only Teardrops”:

“The sky is red tonight

We’re on the edge tonight

No shooting star to guide us”

Offensichtlich macht sich Emmelie de Forest gerade bereit für eine astronomische Beobachtungsnacht. Sie betrachtet den Sonnenuntergang von einer Art Bergflanke aus. Ein guter Platz, um den Himmel zu beobachten. Aber wenn die Sonne noch am Himmel steht, ist es auch nicht verwunderlich, wenn da noch keine Sternschnuppen sind. Frau de Forest ist offensichtlich keine erfahrene Beobachterin und das zeigt sich auch im Rest des Liedes. Da gehts nur wieder um Liebe und Gefühle und anderen komischen Kram. Und das bei diesem guten Anfang. Schade, Dänemark!

Die Band PeR aus Lettland ist im Halbfinale ausgeschieden und das völlig zu Recht. Ihr Lied “Here We Go” macht schon in der ersten Strophe nicht den geringsten astronomischen Sinn:

“Ladies and Gentlemen, I need a starlight

‘Cause never have I had a day without a fight.”

Auch Hannah aus Slovenien hat es nicht ins Finale geschafft. Kein Wunder, bei konfusen Texten wie diesen, die wieder ein völlig mangelhaftes Verständnis der speziellen Relativitätstheorie zeigen:

“Faster than light, here comes the night

Tomorrow is now.”

Eine ähnliche Mogelpackung wie der Beitrag aus Armenien kommt auch aus der Ukraine. Das Lied von Zlata Ognevich trägt den Titel “Gravity”. Aber erfährt man darin etwas über die allgemeine Relativitätstheorie von Einstein? Oder wenigstens etwas über die Arbeit von Isaac Newton? Nein, natürlich nicht! Es geht schon wieder nur um Liebe und der Refrain ist reines Gestammel (“Hey… sha… Ah yeah… lele… See… lele…”).

Nein, der ganze Eurovision-Songcontest ist aus astronomischer Sicht völlig unzureichend. Kein einziges Lied mit brauchbaren Texten. Immer nur Liebe und Gefühle und nicht die geringste vernünftige Astronomie. Ich kann nicht verstehen, warum das trotzdem so viele Leute ansehen…

Der einzige Beitrag der halbwegs brauchbar ist, stammt aus Moldawien. Im Lied “O mie” besingt man den harten Alltag der beobachtenden Astronomen:

“A thousand sunsets lost in the sea, lost within us

A thousand sun rays used to bring morning light on our eyelashes

A thousand shooting stars captured our gaze

A thousand secular nights vanished away in the skies, but we stood by

Between sun and rain, thousands of colours are born, but we only see clouds.”

Ja, die Kolleginnen und Kollegen werden das kennen. Tausende Sonnenuntergänge, tausende Sonnenaufgänge und dazwischen nur Regen und Wolken. Aber “we stood by”! Die echten Astronomen lassen sich davon nicht entmutigen und beobachten weiter! Und die moldawische Sängerin scheint eine echte Astronomin zu sein. Immerhin heißt sie Aliona Moon. Moon!

Es ist eigentlich eine ziemlich klare Sache. “O mie” aus Moldawien ist das einzige ernstzunehmende Lied bei diesem Wettbewerb. Moldawien wird klar und deutlich gewinnen. Die anderen Länder haben sich einfach nicht genug Gedanken über Astronomie gemacht. Dabei könnte man das so leicht ändern. Die Konkurrenz ist wirklich nicht hart – diese halbgaren wissenschaftlichen Texte kann jeder einigermaßen begabte Astronom leicht toppen! Aber seltsamerweise scheinen sich die Liedermacher und Texter kaum mit den Astronomen auszutauschen. Ich jedenfalls stehe gerne für Anfragen aller Art zur Verfügung! Dieses Jahr wird es zwar nichts, aber mit einem vernünftigen astronomischen Text gehört der Songcontest 2014 auf jeden Fall uns!
————————————————————————-
P.S. Bei der Übersetzung der diversen fremdsprachlichen Texte habe ich mich an diese Seite gehalten.
P.P.S. Nein, der Artikel ist nicht ernst gemeint…

Kommentare (57)

  1. #1 Regina
    Bregenz
    17. Mai 2013

    Noch zu erwähnen für Österreich wäre: George Nussbaumer 1996 Platz 10 mit: “(…) dem Song – Weil’s dr guat got – Er war somit der erste Blinde, der beim Eurovision Song Contest, zudem mit einem Dialektlied, erfolgreich war. (…)”

    Dann gleich die Frage an dich: fängst du jetzt an Lieder zu texten die aus astronomischer Betrachtung korrekt sind? Und statt Sternengeschichten zu lesen, singst du in Zukunft?

  2. #2 eumenes
    17. Mai 2013

    @ FFs P.P.S
    Schade!
    Da werden sich wohl Deutschland und Österreich wieder gegenseitig mit Null Punkten beglücken.

  3. #3 Roland
    17. Mai 2013

    Sehr hübsch :>. Aber hast Du in http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/03/09/wie-man-den-komet-c2011-l4-panstarrs-beobachtet/ nicht beschrieben, daß Kometenbeobachtungen in der Regel nur in der Zeit “kurz nach Sonnenuntergang oder kurz vor Sonnenaufgang” möglich sind? Vielleicht hat sich die Dänin doch etwas dabei gedacht…

  4. #4 Florian Freistetter
    17. Mai 2013

    @Roland: “daß Kometenbeobachtungen in der Regel nur in der Zeit “kurz nach Sonnenuntergang oder kurz vor Sonnenaufgang” möglich sind?”

    Das galt für diesen speziellen Kometen und ist keine allgemeine Regel…

  5. #5 Florian Freistetter
    17. Mai 2013

    @Regina: ” singst du in Zukunft?”

    Ne, singen kann ich leider nicht.

  6. #6 Jens Wiechers
    Friedrichshafen
    17. Mai 2013

    Was soll ich groß sagen: ein wunderbar amüsanter und lesenswerter Beitrag.

    Mir fallen ein paar Astronomie-nahe Stücke ein die nicht ganz so schlimm sind, auch wenn sie sich meist um dieses unwissenschaftliche Ding “Liebe” drehen…

    Ein großartiges, positives, Beispiel ist
    Katie Meluas Nine Million Bicycles:
    “We are 12 billion light years from the edge/That?s a guess/No one can ever say it?s true/But I know that I will always be with you.”

    Das ist ja erstmal, nun, nicht ganz richtig und ein wenig verdreht, aber nachdem sie von Simon Singh auf den Fehler aufmerksam gemacht worden ist hat sie das neu aufgenommen:
    “We are 13.7 billion light years from the edge of the observable universe/That?s a good estimate with well-defined error bars/Scientists say it?s true, but acknowledge that it may be refined/And with the available information, I predict that I will always be with you.”

  7. #7 Florian Freistetter
    17. Mai 2013
  8. #8 Fliegenschubser
    17. Mai 2013

    Ein wunderbarer Artikel. Ich hab gut gelacht 😀

  9. #9 Kryptische
    17. Mai 2013

    Vielen Dank, dass ist der bisher sinnvollste und am besten recherchierte Artikel zum Song Contest den ich jemals gelesen habe! Wenn doch nur die Moderatoren der Sendung ähnlich vernünftige Dinge von sich geben würden, dann wäre der Contest vielleicht am Samstag doch eine Alternative…

  10. #10 Liebenswuerdiges Scheusal
    17. Mai 2013

    @FF

    Da wohnt ja ein richtiger Satiriker in dir.
    Gerne mehr davon!

  11. #11 Jens Wiechers
    Friedrichshafen
    17. Mai 2013

    @Florian:
    Oh absolut, TMBG sind großartig, auch abseits von Here Comes Science. 🙂

  12. #12 noch'n Flo
    Schoggiland
    17. Mai 2013

    Gibt es eigentlich schon Voraussagen von Astroschwurblern, wer den ESC gewinnt?

  13. #13 tina
    17. Mai 2013

    🙂 🙂 🙂
    1A-Analyse! Super!

    Gerne mehr davon!

    Unterschreib.

  14. #14 Jay
    Wien
    17. Mai 2013

    Ein wirklich gutes und astronomisch durchaus korrektes Lied wäre der “Galaxy Song” von Eric Idle: http://www.youtube.com/watch?v=dvwH8Qij0JY

  15. #15 MartinB
    17. Mai 2013

    Herrlich – und ich hatte erst mal “astrologisch” gelesen…

  16. #16 Florian Freistetter
    17. Mai 2013

    @MartinB: ” und ich hatte erst mal “astrologisch” gelesen…”

    Die Astrologen haben sicher auch irgendwo irgendwas prophezeit. Aber da hab ich gar nicht erst angefangen zu recherchieren…

  17. #17 Florian Freistetter
    17. Mai 2013

    Hat jemand die Lieder eigentlich tatsächlich gehört? Wie sehen denn die Quoten aus? Wär ja witzig, wenn Moldau tatsächlich gewinnen würde…

  18. #18 Desolace
    17. Mai 2013

    Ich wisch mir hier gerade die Lachtränen weg, herrlich! 😀 Ich hoffe doch, dass das niemand ernst genommen hat!?
    Allerdings hatte ich auch erst “astrologisch” gelesen, damit hatte ich nämlich schon gerechnet, dass da wieder jemand am vorhersagen war – um dann nachher hundert “Erklärungen” zu haben, warum die Sterne sich doch anders entschieden haben… 😀

    Leider bin ich morgen abend nicht zuhause, daher werde ich das Spektakel leider verpassen…
    Mein Lieblings-ESC-lied war übrigens das von Lordi, die ja 2006 gewonnen haben. DAS war mal erfrischend anders und außerdem mehr mein Musikgeschmack als das meiste andere… 😉

  19. #19 Alderamin
    17. Mai 2013

    @Florian

    Hat jemand die Lieder eigentlich tatsächlich gehört?

    Ich oute mich hier mal als ESC-Fan. 😉

    War sogar in Düsseldorf mit dabei. Wollte eigentlich nur aus Neugier mal schauen, was an dem Abend so um die Esprit-Arena los war, und dann gab es tatsächlich noch Karten an der Abendkasse. Und so oft hat man den ESC ja nicht im Umkreis von 100 km, also… 😉

    Ich habe beide Halbfinals diese Woche gesehen. Meine Favoriten dieses Jahr wären Norwegen oder Dänemark. Das sehen die englischen Buchmacher offenbar genau so. Die sehen Moldawien derzeit aber nur auf Platz 16, am Ende des mittleren Drittels. Ich kann mich gar nicht mehr an “O mie” erinnern, muss wohl eingenickt sein… Hab dann mal mit Youtube gesucht – und fand dann etwas ganz anderes.

    Die Sängerin hat es wohl öfters mit der Astronomie – kein Wunder bei dem Namen. Sogar mit Venus, Mars und dem Weltuntergang. Schau’ Dir mal dieses Video von ihr an. Na, immer noch Dein Topkandidat? 😉

  20. #20 Lercherl
    17. Mai 2013

    Der Astronomie-Klassiker unter den Liedern ist wohl “Champagne Supernova” von Oasis – geradezu prophetisch:

    http://www.nature.com/nature/journal/v443/n7109/full/443283a.html
    http://en.wikipedia.org/wiki/SN_2003fg

  21. #21 Florian Freistetter
    17. Mai 2013

    @Alderamin: Ich glaub, das Lied existiert mit verschiedenen Texten. Die ESC-Version, die hier mit Video verlinkt ist, ist auf rumänisch und ohne Maya: http://4lyrics.eu/esc/2013/aliona-moon-o-mie/

  22. #22 Alderamin
    17. Mai 2013

    @Florian
    Oh, ich verstehe gerade, das ist “O mie”, nur in der englischen Version mit etwas anderem Text.

    @alle
    Bezieht sich auf meine #19, kommt bald…

  23. #23 Alderamin
    17. Mai 2013

    @Florian

    Der Auftritt der Montengriner passte auch sehr gut zu Deinem Artikel, kam aber leider nicht weiter. Schade, ich fand’s witzig.

  24. #24 Alderamin
    17. Mai 2013

    @Florian
    Ach, im moldawischen (rumänischen?) Original erkenn’ ich Aliona Moons Lied doch wieder, hab’ nicht gepennt, das war die Dame mit dem ungeheuer langen Kleid, auf das Flammen und Blitze projeziert wurden. Sehr coole Effekte. Nur das Lied war ein wenig lahm.

    So, das war jetzt aber auch der letzte Youtube-Link.

  25. #25 verbannt
    17. Mai 2013

    #17FF

    ist ganz großes Kino. (Wer das ernst nimmt, dem ist nicht zu helfen 😉 ). Es ist interessant zu sehn, was die anderen Europäer so in den Wettbewerb schicken.

    btt, grade die sind übrigens ausgeschieden!

  26. #26 PDP10
    17. Mai 2013

    @Lercherl:

    “Der Astronomie-Klassiker unter den Liedern ist wohl “Champagne Supernova” von Oasis”

    Naja … abgesehen davon, dass ich Oasis jetzt nicht so mag (ich war immer eher der Blur Fan) ist der definitive Astronomie Song der letzten 3 Jahrzehnte ja wohl “Black Hole Sun” von Soundgarden!

    http://www.youtube.com/watch?v=efc7njKAfgo

    Und das Video ist echt richtig schön schräg!

  27. #27 Sepp
    18. Mai 2013

    Großartig 🙂

  28. #28 Engywuck
    18. Mai 2013

    auch wenn’s nicht rein astronomisch ist: Knorkators “Wie weit ist es bis zum Horizont” darf hier nicht fehlen. Inklusive Pythagoras und sauberer Herleitung. Dass das Video vor einer Mauer aufgenommen wurde und da der Horizont nun wirklich nicht das berechnete ist ist ein zusätzlicher Clou 🙂

  29. #29 alfred
    18. Mai 2013

    Danke! Ymmd, again.

  30. #30 Dampier
    18. Mai 2013

    DAS ist noch echter Space!

    Floating down the sound surrounds
    Jupiter and Saturn
    Oberon Miranda and Titania
    Neptune Titan
    Stars can frighten

    Blinding signs flap flicker flicker flicker
    Blam pow pow

    Pink Floyd – Astronomy Domine

    Auch musikalisch eine Reise zu den Sternen …

  31. #31 Alderamin
    18. Mai 2013

    @Dampier

    Wenn’s wirklich astronomisch akkurat sein soll, dann gibt’s nur einen Song: Cygnus X-1 von Rush.

    Six Stars of the Northern Cross
    In mourning for their sister’s loss
    In a final flash of glory
    Nevermore to grace the night…

    […]

    Invisible to telescopic eye
    Infinity, the star that would not die

    All who dare to cross her course
    Are swallowed by her fearsome force

    […]

    The x-ray is her siren song
    My ship cannot resist her long
    Nearer to my deadly goal
    Until the black hole
    Gains control…

  32. #32 Thomas Teucher
    18. Mai 2013

    Zwar ohne Hinweise zur Antriebstechnik, aber mir hat´s seinerzeit gefallen:

    Rolling Stones:

    Sun turnin’ ’round with graceful motion
    We’re setting off with soft explosion
    Bound for a star with fiery oceans
    It’s so very lonely You’re a 100 light years from home

    Freezing red deserts turn to dark Energy here in every part It’s so very lonely You’re 600 light years from home
    It’s so very lonely You’re a 1000 light years from home
    It’s so very lonely You’re a 1000 light years from home

    Bell flight 14 you now can land
    See you on Aldebaran Safe on the green desert sand
    It’s so very lonely You’re 2000 light years from home
    It’s so very lonely You’re 2000 light years from home

  33. #33 Nullzone
    18. Mai 2013

    Schade, dass die Montenegriner draussen sind.
    Die waren richtig gut, und deren Sprache ist auch super fuer Raggamuffin geeignet.

    Ich hab mir das ja bestimmt zwanzig Jahre nicht mehr angeschaut, aber diesmal hat mich meine Frau gezwungen, weil sie Anouk so toll findet.

    Die Astronauten waren super, der Rest war ziemlich flau.

  34. #34 Beobachter
    Na dann schau´n ma mal...;)
    18. Mai 2013

    Ein Tip wer beim Euro – Songcontest 2013 gewinnen wird

    hmmm, ist doch irgendwie verständlich, die stets lechzenden Zuseher wollen knisternde Erotik pur, und dies natürlich mit verspielt – unschuldigen aber dennoch brünstigen Tanzeinlagen…

    jaaa, geil intoniert zwischen gehauchtem Wortklang bis zum vibrierenden vor Sehnsucht – triefender Gesangstimme…

    sooo naiv und kindlich – unschuldig erscheinend und doch faustdick hinter den Ohren…

    nun denn, wer immer dies so rüber – bringt der hat beim Euro – Songcontest schon gewonnen… nun Wetten, dass es genau so läuft, laufen wird!… 🙂

  35. #35 Florian Freistetter
    18. Mai 2013

    @Beobachter: “jaaa, geil intoniert zwischen gehauchtem Wortklang bis zum vibrierenden vor Sehnsucht – triefender Gesangstimme… sooo naiv und kindlich – unschuldig erscheinend und doch faustdick hinter den Ohren… “

    Im Internet gibt es jede Menge Seiten, wo du eventuell Erleichterung finden kannst, wenn sich grade was staut.

    Ansonsten ist der Songcontest kein Pornowettbewerb. Schau dir mal die Siegerinnen und Sieger der letzten Jahre an. Der Contest mag zwar nicht der Hort der europäischen Hochkultur sein – aber die Menschen sind doch nicht so primitiv, um einfach nur für die Frau mit den dicksten Brüsten abzustimmen…

  36. #36 Beobachter
    18. Mai 2013

    @Florian: natürlich nicht so plump und offensichtlich, war eher als antörnendes Gesamtpaket gemeint was die Leute wollen, bin trotzdem sehr gespannt was da passiert, heute Abend…

    ach, und z.B. Lena war ja auch nicht ohne Erotik im Gesang… 🙂

  37. #37 Florian Freistetter
    18. Mai 2013

    @Beobachter: “war eher als antörnendes Gesamtpaket gemeint was die Leute wollen, “

    Nochmal: Du darfst dir gerne ansehen, wer den Songcontest in den letzten Jahren so gewonnen hat. Ich weiß ja nicht, wie du die Welt siehst: Aber so schwanzgesteuert wie du denkst, sind die Menschen nicht.

  38. #38 Florian Freistetter
    18. Mai 2013

    Ok – Moldawien war bis jetzt tatsächlich noch eines von den besseren Lieder. Momentan singt gerade ne schläfrige Niederländerin über tote Vögel. Ich geh mir mal ein Bier holen.

  39. #39 Florian Freistetter
    18. Mai 2013

    Also mir hat Island am besten gefallen (http://images.wikia.com/playstationallstarsbattleroyale/images/0/00/2446766-thor_meme.gif). Dänemark/Holland klingen aber so, als könnten sie gewinnen.

  40. #40 PDP10
    18. Mai 2013

    Ich habe mir angewöhnt den ESC – wenn überhaupt – erst kurz vor den Wertungen einzuschalten.

    Die Kurzfassung der Beiträge die vorneweg läuft reicht mir völlig 🙂

    Und die Wertungen mit den teils recht bizarren Leuten die die verkünden sind eh das beste 🙂

  41. #41 Florian Freistetter
    19. Mai 2013

    Hmm – Die Rumänen sind wohl die einzige Nation in Europa, die Wert auf Astronomie legen und das einzig astronomisch brauchbare Lied des Abends mit 12 Punkten belohnt haben.

  42. #42 Desolace
    19. Mai 2013

    @Florian:
    Also bitte – Lordi hat doch auch nur wegen der sexy Keyboarderin (!) gewonnen…. 😉 Weiß doch jeder! 😀

  43. #43 Hans
    19. Mai 2013

    Es scheint da eine Tendenz nach Nordeuropa zu geben, wo jetzt nach den Schweden die Dänen das Eurovision Song Desaster an Land gezogen haben. Ist immerhin das 3. mal innerhalb von 4 Jahren, dass die Veranstaltung wieder in nordeuropäischen Landen stattfinden wird.

  44. #44 Beobachter
    19. Mai 2013

    Euro Songcontest Punktetafel Finale 1: hier sieht man exakt wer welche Noten an wen vergeben hatte…

    wobei ich doch glatt für Norwegen getippt hätte, evtl. noch für die Ukraine… tja so ist halt die Praxis… 😉

  45. #45 Su
    http://www.biwi-wow.de
    19. Mai 2013

    (seufzt)
    Habe mir die Wertungen aus Katastrophengeilheit angetan, was da von den Songs mitzubekommen war, lässt mich jetzt noch Sterne sehen:

    Daraus schließe ich, das der Bezug zwischen Astronomie und ECS definitiv vorhanden ist. 😉

  46. #46 Olaf aus HH
    Hamburg, D, Europa, Erde...
    19. Mai 2013

    Ich bleibe dabei – nichts geht über “Woodstock”.
    “We are stardust…”

  47. #47 verbannt
    19. Mai 2013

    Hmm, Pussy Riot hat gewonnen?

    schade übrigens, beim innerdeutschen Vorentscheid hatte das Publikum für diese Band gevotet:

    http://www.youtube.com/watch?v=JS0iYM4mPro

    wurde aber von der Jury aus “Experten”, u.a. Peter Urban, überstimmt

  48. #48 noch'n Flo
    Schoggiland
    19. Mai 2013

    Also ich fand ja die Griechen am besten…

  49. #49 Jens
    19. Mai 2013

    Wenn wir bei astronomischen Songs sind, sollte man ’39 von Queen nicht vergessen. Zitat Wikipedia:

    ’39 relates the tale of a group of space explorers who embark on what is, from their perspective, a year-long voyage. Upon their return, however, they realise that a hundred years have passed, because of the time dilation effect in Einstein’s Theory of Special Relativity, and the loved ones they left behind are now all dead.

    Na gut, Brian May ist ja auch promovierter Astrophysiker.

  50. #50 Stillerleser
    20. Mai 2013

    Wenn wir bei Astronomieliedern sind darf auch “Goodbye Milky Way” von Enigma nicht fehlen.
    Ich mag diese “spacig”-ruhige Musik.

  51. #51 Stillerleser
    20. Mai 2013

    Ups, mein Satz fängt ja genauso an wie der von Jens. Das ist reiner Zufall und soll kein Bezug auf sein Posting sein. 😉

  52. #52 rolak
    20. Mai 2013

    Och, die üblichen Verdächtigen… Zum IYA vor 4y gab es eine etwas umfassendere Liste der astronomie-bezogenen Musik, inkl xrefs zu mehr.

  53. #53 eumenes
    20. Mai 2013

    Danke, dass Österreich immerhin mit einen Drittel der Punkte zum deutschen Erfolg beigetragen hat.

  54. #54 bikerdet
    20. Mai 2013

    @ eumenes :
    Hättest Du den deutschen ‘Erfolg’ nicht in Anführungszeichen setzen müssen ? Oder siehst Du die Platzierung wirklich als Erfolg ?

    Ist Euch eigendlich schon mal aufgefallen, das sich nie die ‘großen Stars’ melden ? Und die zweite Garnitur immer einen tiefen Fall erleidet ? Praktisch immer bedeutet für leidlich prominente Künstler, die trotzdem dort antreten, das schlechte Abschneiden ein Karierreaus. Na ja, evtl. noch die ‘Letztverwertung’ im Dschungelcamp …

  55. #55 Franz
    21. Mai 2013

    @FF
    Guter Artikel, ich mag feine Klingen 🙂

    @Songcontest
    Ach, das war dieses Wochenende ? Primär gehts doch da sowieso nur um die 5 Minuten Werbeeinblendung für das aktuelle Land am Anfang des Beitrages. Wir Ösis nehmen das auch nicht wirklich ernst. Es wird vom österreichischen Rotfunk ORF zwar immer versucht einen Hype zu starten, aber das klapppt nicht. Spricht IMO für die österr. Intelligenz 🙂

    @bikerdet
    Wirklich gute Leute gehen da nicht hin, denn die können nur verlieren. Die machen mit eigenen Konzerten und Musikverkäufen viel mehr Geld. Wenn die beim ESC gewinnen, dann, ja, haben sie gewonnen (aber es kennt sie eh schon jeder) und wenn nicht, dann lachen alle.

  56. […] ich mit meiner astronomischen Analyse des Songcontest so grandios – ähm – falsch gelegen bin, probiere ich es gleich nochmal. Wer gewinnt […]

  57. […] Wettbewerb in Zukunft eine viel größere Rolle spielen musste. Vor zwei Jahren habe ich dann eine komplette astronomische Analyse des Bewerbs vorgelegt und wenn alles mit rechten Dingen zugegangen wäre, hätte damals eigentlich Moldawien […]