Als Blogger Geld zu verdienen ist nicht einfach. Zumindest nicht, wenn es um relevante Summen geht und keine Cent-Beträge via Flattr & Co. Und schon gar nicht, wenn man über Wissenschaft und ähnliches bloggt. Ich hab daher ein paar aktuelle Infos gesammelt, die dem einen oder der anderen vielleicht helfen können.

  • Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften verleiht den PUNKT Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie. Man kann sich selbst bewerben oder aber auch Blogger/Journalisten vorschlagen. Einsendeschluss ist der 10. Juni 2013 und das Preisgeld beträgt 5000 Euro.
  • Das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg verleiht den Hanno und Ruth Roelin-Preis für “Wissenschaftler und Wissenschaftspublizisten, die einer breiteren Öffentlichkeit neue Erkenntnisse aus der Astronomie und Weltraumforschung besonders erfolgreich vermittelt haben”. Bewerben kann man sich bis 31. Juli 2013.
  • Keinen Preis, aber dafür eine neue Möglichkeit, seine Texte zu veröffentlichen, gibt es seit heute bei Golem.de. Die Plattform öffnet sich nun auch für externe Autoren. Das heißt nicht, dass jeder dort einfach seine Texte veröffentlichen kann. Aber man kann sich mit seinen Texten dort bewerben und wenn sie gut genug sind, dann wird man damit auch Geld verdienen. Wie viel das ist, soll jeweils individuell ausgehandelt werden.

Das wars fürs erste; falls ihr noch andere aktuelle Preise/Stipendien und Ähnliches kennt, sagt Bescheid, dann werde ich den Artikel noch aktualisieren. Es kann sich immer lohnen, über Verdienstmöglichkeiten Bescheid zu wissen. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist es in Deutschland ja leider immer noch schwer, mit einem Blog Geld zu verdienen. Hier ist das meistens noch ein Hobby. Aber das muss ja nicht zwingend so bleiben. Bloggen muss keine Arbeit sein. Es kann durchaus wertvolle Arbeit sein. Und die sollte sich dann auch lohnen können…

Kommentare (8)

  1. #1 Ralf Hildebrandt
    Berlin
    3. Juni 2013

    Wieviel kriegst Du denn z.B. über flattr?

  2. #2 Florian Freistetter
    3. Juni 2013

    @Ralf: Hängt davon ab, das wechselt stark. Meistens mehr als 50,- pro Monat aber selten mehr als 100,- pro Monat.

  3. #3 Stefan W.
    http://demystifikation.wordpress.com
    4. Juni 2013

    Bei Oximity wird man Artikel veröffentlichen können – der Schwerpunkt liegt aber auf News, nicht auf Science. Es sind aber auch ein paar Newsfeeds von Wissenschaftsgesellschaften im Angebot wie z.B. Helmholz.

    Noch ist Oximity aber nicht als Plattform gestartet.

    Disclosure: Ich arbeite als Entwickler für Oximity.

  4. #4 Florian Freistetter
    4. Juni 2013

    @Stefan: “Disclosure: Ich arbeite als Entwickler für Oximity.”

    Gibts dann auch ein Honorar? Und eine Art von Qualitätskontrolle? Seiten wo Leute irgendwelche Nachrichten reinschreiben können, gibts ja schon einige (und die meisten davon sind ziemlich grottig…)

  5. #5 balu
    5. Juni 2013

    @Florian Freistetter

    Kenne leider keine Preise und auch keine Publikationsmöglichkeiten für Wissenschaftsblogger.
    Hab aber einige Informationsquellen, wo man frei auf Forschungsberichte zugreifen kann.
    Weiß nicht ob die schon bekannt sind:

    http://hal.archives-ouvertes.fr/index.php?langue=en&halsid=tdjih1vidq7h0g4vsigvh20mo6

    http://cds.cern.ch/

    http://arxiv.org/archive/astro-ph

  6. #6 Stefan W.
    6. Juni 2013

    @Florian: Honorar gibt es nicht, zumindest zu Beginn nicht. Die Qualität soll durch ein Reputationssystem gesichert werden.

  7. #7 Balu
    Europa
    1. Oktober 2013

    @Florian Freistetter

    Das ist etwas wo Wissenschaftler wie Sie sich bewerben sollten, denn Ihre Arbeit ist bahnbrechend und öffentlichkeitswirksam:

    http://www.academics.de/jobs/communicator-preis_2014_93250.html

  8. #8 Florian Freistetter
    1. Oktober 2013

    @Balu: Klingt nett, aber leider bin ich kein Wissenschaftler mehr. Und erfahrungsgemäß hat man bei solchen Preisen keine Chance gegen Leute, die an ner Uni arbeiten. Der Preis ist ja auch extra für Wissenschaftler ausgeschrieben – sieht man auch an der Liste der bisherigen Preisträger, die so gut wie alle Professoren sind oder wenn nicht, dann auf jeden Fall Unimitarbeiter: http://de.wikipedia.org/wiki/Communicator-Preis