Edelmetalle sind nicht langweilig!

Edelmetalle heißen so, weil sie besonders “edel” sind. Das heißt, sie sind äußerst korrosionsbeständig und lösen sich im Lauf der Zeit nicht einfach so auf, wie zum Beispiel das unedle Eisen. Das liegt daran, dass diese Metalle, genauso wie die Edelgase, chemisch eher langweilig sind und wenig Verbindungen mit anderen Elementen eingehen. Aber wir Menschen finden sie natürlich nicht langweilig. Ein großer Haufen Goldbarren: Wer würde das nicht interessant finden…

Aber es gibt viel mehr Edelmetalle als nur Gold und Silber. Da sind zum Beispiel noch Rhodium, Palladium oder Iridium. Diese Metalle werden alle auf die eine oder andere Art von der Industrie benötigt und müssen daher entsprechend verarbeitet werden. Wie das abläuft, zeigt dieses äußerst interessante Video aus der PeriodicVideos-Reihe:

Kommentare

  1. #1 Bettina Wurche
    6. Juni 2013

    Wer sagt denn, dass Edelmetalle langweilig sind?
    Wir hängen uns eine Menge davon um um Hals, Arme und andere Körperteile, tragen sie in den Zähnen und in Dutzenden nützlichen Geräten…
    Das ist doch nicht langweilig?

  2. #2 Florian Freistetter
    6. Juni 2013

    @Bettina: “Das ist doch nicht langweilig?”

    Das war auf die Chemie bezogen, laut der Edelmetalle ja kaum Bindungen eingehen, also “chemisch langweilig” sind. Wie auch im Video gesagt wurde.

  3. #3 Wissenslücke
    tatooine
    6. Juni 2013

    Oooooooohhh wie schön!

    Als Goldschmiedin freut mich dieser kleine Bericht auf`s allerfeinste ;-)
    In der Berufsschule habe ich (vor langer, langer Zeit…) “nur” gelernt, wie wir das ganze Zeug aus der Erde rauskriegen – und auf die Frage “woher kommt das eigentlich alles” hiess es dann “alluviale Lagerstätten” und so.
    Seit ich vor ein paar Jahren von der Entstehung der Elemente durch die Sternen-Tode gelernt habe, sehe ich das ganze noch mal mit einem anderen Blick….das war eine echte Horizonterweiterung, auch wenn mein Detailverständnis da an Grenzen kommt.
    Mir war das lange wirklich nicht klar, und eigentlich wüsste ich gerne, ob man heute die Entstehung der Elemente auch im Unterricht – egal ob in der Materialkunde der Berufsausbildung oder auch generell in der Schule lehrt…
    Ist da jemand up-to-date?

    Der Film ist klasse!

  4. #4 Wissenslücke
    6. Juni 2013

    Ehrlich gesagt sind mir fast die Augen aus dem Kopf gefallen bei den Mengen, die der gute Mann da auf dem Tisch hat..
    *Schluck*

  5. #5 advanced space propeller
    6. Juni 2013

    das wirklich coole bei Gold ist seine Duktilität

  6. #6 Tantal
    7. Juni 2013

    Edelmetalle sind gar nicht so unreaktiv, und dass es wenige Verbindungen mit Edelmetallen gibt stimmt nun gar nicht. Es gibt jede Menge Edelmetallsalze und -komplexe, viele davon kommerziell verfügbar. Einige dieser Verbindungen sind zwar instabil und wenn man Pech hat, findet das Metall seinen Weg zurück zur Oxidationsstufe 0, aber mit den meisten kann man erstaunlich viel Chemie betreiben.

  7. #7 Dr Stein
    8. Juni 2013

    Ausserdem sind die Platingruppenelemente siderophil und chalcophil, gehen also sehr gerne Verbindungen mit Eisen und vor allem Schwefel ein, mit sehr hohen Partitionskoeffezienten

  8. #8 anmasijo
    9. Juni 2013

    Hat “man” eigentliche eine ungefähre Vorstellung, wie es um die Häufigkeit der Edelmetalle oder überhaupt der schwereren Elemente in den Krusten von Merkur, Venus und Mars verhält?
    Habe ich es richtig in Erinnerung, dass wir viel von den schweren Elementen in der Erdkruste nur dem Umstand verdanken, dass die Erde im frühen Entstehungsstadium von jenem anderen Protoplaneten (Theia?) angeditscht wurde, was nebenbei auch zur Entstehung unseres Mondes führte?
    Andernfalls wäre noch viel mehr in Richtung Erdkern verschwunden?…

  9. #9 Olaf aus HH
    Hamburg/ D/ Europa/ Erde/ milkyway
    23. Juni 2013

    Danke für den Link zu PeriodicVideo – die Videos sind sehr lehrreich und gut gemacht. Und der “Professmoderator” ist die Krönung. Zudem sehr angenehmes Englisch.

  10. #10 Michael Werner
    Zirndorf
    9. Juli 2013

    Ich finde gerade die Edelmetallverbindungen sehr interessant. Es gibt sie je nach Oxidationsstufe in unterschiedlichen Farben, mit unterschiedlichen Eigenschaften, wie Giftigkeit und Geschmack. Auch an der ein oder anderen Redoxreaktion ist so manches Edelmetall beteiligt.

    Gruß Micha

  11. #11 Eheran
    10. Juli 2013

    Wieso ist dieser Beitrag denn nach über einem Monat immernoch auf der Startseite an der gleichen Stelle?

    @ Micha
    Verschiedene Oxidationsstufen mit schönen Farben gibt es nicht nur bei den Edelmetallen. Auch die anderen Übergangsmetalle sind wunder schön.
    Oder die Lanthanoide:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lanthanoide#Farben_der_Lanthanoid-Ionen_in_w.C3.A4ssriger_L.C3.B6sung
    Aber welchen Geschmack und welche Giftigkeit meinst du?

  12. #12 Eheran
    10. Juli 2013

    Und noch eins:
    Fast jede Reaktion ist eine Redoxreaktion.
    Fast immer werden Elektronen ausgetauscht.
    Mir fällt auf die schnelle nichtmal ein Beispiel ein, das keine Redoxreaktion ist ;)

  13. #13 Steffmann
    11. Juli 2013

    @Eheran:

    Weil Tobias eine Auszeit nimmt.

    Und da es um seltene Metalle ging, war die eigentliche Botschaft ja eigentlich, dass man unglaublich viel Erde bewegen muss, um auf die im Video gezeigten Mengen zu kommen.

    Hmm, was wollte uns der Herr mit der interessanten Frisur dann denn eigentlich sagen ? Vielleicht wollte er indirekt darauf hinweisen, dass für ein Kilo Iridium sehr viel Erde bewegt werden muss (eine konkrete Zahl ist nirgends zu finden), und das natürlich in Gebieten, die eigentlich zu schützen wären. Das hat er nicht gesagt, aber ich habs ihm an der Frisur angesehen ;-)