Naturwissenschaft ist ja erst einmal eine relativ unpolitische Sache. Es geht darum, mehr über die Welt herauszufinden. Aber da wir in dieser Welt leben und unsere Handlungen die Welt beeinflussen, betreffen uns die Ergebnisse der Wissenschaft natürlich auf die eine oder andere Weise. Ganz direkt bemerkt man das zum Beispiel bei der medizinischen Forschung; etwas indirekter bei Forschung zum Beispiel in der Materialwissenschaft, deren Ergebnisse uns erst über Umwege erreichen. Und weil die Wissenschaft unseren Alltag beeinflusst und die Politik dazu da ist, unseren Alltag zu regeln, muss sich die Politik auch zwangsläufig mit den Ergebnissen der Wissenschaft auseinandersetzen. In einer idealen Welt ist das kein Problem; so wie alle anderen Informationen sollten auch die wissenschaftlichen Daten die Politiker ja nur dazu befähigen, eine möglichst informierte und optimale Entscheidung zu treffen. Aber leider leben wir nicht in einer idealen Welt. Wir leben in einer Welt voller Menschen und wir Menschen sind zwangsläufig subjektive Wesen und nicht immer geneigt, objektive Daten zu akzeptieren, wenn sie unseren Überzeugungen widersprechen. Und wenn es Politiker sind, die ihre Überzeugung beziehungsweise ihr politischen Programm von wissenschaftlichen Daten gefährdet sehen, dann kann das für die Wissenschaftler oft unangenehm werden. Ein Beispiel sind die ewigen Streitigkeiten zwischen religiösen und fundamental christlichen Politikern in den USA und den Evolutionsbiologen. Ein anderes der Kampf zwischen Klimaforschern und den politischen Lobbyisten der “Klimaleugner”. Was dabei so alles passiert, erklärt der Wissenschaftler Michael Mann (der “Entdecker” des Hockeyschläger-Diagramms) in diesem Vortrag der kürzlich bei einer Konferenz der American Geophysical Union gehalten wurde:

Wie man auf ganz andere Weise mit der Politik in Konflikt geraten kann, erklärt SciLogger Michael Blume in seinem Artikel mit dem Titel “Sollten sich ‘anständige Bürger’ wegen der Überwachung sorgen? – Ein Erfahrungsbericht aus den Schattenkriegen” – ein sehr lesenswerter Bericht.

Kommentare

  1. #1 Metinien
    7. Juli 2013

    Gostery meldet einen VG Wort Tracker unter dem Tag Analytcis beim Betreten dieser Seite.

    Was hat das zu bedeuten? Welche Informationen werden an VG Wort weitergeleitet und welchem Zweck dienen diese?

  2. #2 Florian Freistetter
    7. Juli 2013

    @Metinien: “Was hat das zu bedeuten? Welche Informationen werden an VG Wort weitergeleitet und welchem Zweck dienen diese?”

    Natürlich nur ganz fiesen, geheimnisvollen und düsteren Zwecken…

    Im Ernst: Unter jedem meiner Artikel ist ein VG-Wort-Zählpixel. Damit zählt VG Wort, wie oft der Artikel aufgerufen wird und wenn es ausreichend viele Aufrufe sind, bekomme ich am Ende des Jahres ein paar Cent dafür ausgezahlt.

  3. #3 PDP10
    7. Juli 2013

    @Metinien:

    Nur weil ich mich mit dem Thema mal für jemand anderes Beschäftigen musste:

    Die VG Wort ist so eine Art Gema für Geschriebenes.

    Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/VG_Wort

    Dh. niemand trackt dich hier, sondern Florian. Bzw. die Anzahl der Aufrufe seiner Artikel.

  4. #4 Florian Freistetter
    7. Juli 2013

    Ach so, es ging darum, was die VG Wort ist… ich dachte es ging nur um die Frage, was da getrackt wird.

  5. #5 Steppl
    7. Juli 2013

    Vielleicht irritiert auch nur die Ähnlichkeit zur SG Wort und Wissen. Die wäre hier ja tatsächlich etwas unpassend.

  6. #6 Michael Blume
    Filderstadt
    7. Juli 2013

    Vielen Dank für das Verlinken des “anständige Bürgers”-Blogpost! Ich weiß das als Signal von Solidarität wirklich zu schätzen, gerade in diesen Tagen.

  7. #7 Spritkopf
    7. Juli 2013

    Mit Michael Blume habe ich ja öfters meine Differenzen. Aber vor seinem verlinkten Artikel ziehe ich den Hut.

  8. #8 Silava
    8. Juli 2013

    Ich habe den Blume Artikel gleich mal retweetet. Danke für den Link!

  9. #9 EsEf
    8. Juli 2013

    Zu dem Kampf zwischen Klima-Alarmisten, Klimaforschern und “Klimaleugnern” (eine Wortschöpfung von Politikern, die die Kritiker wohl absichtlich in die Nähe von Nazis rücken sollen), habe ich noch was:

    http://ef-magazin.de/2012/05/20/3531-james-lovelock-ein-vater-des-klima-alarmismus-korrigiert-sich

    Egal, wie man selbst zum Thema steht – interessant ist der Artikel allemal. Das ganze Thema ist äußerst komplex und man sollte unbedingt alle Seiten hören – und vor allem auch die Hintergründe jedes “Experten” eruieren. Klimawandel ist derzeit eine exzellente Geschäftsidee. Da werden ganze Industrien drauf aufgebaut.

    Danke auch für den Link zum Blog von Michael Blume. So etwas habe ich zwar nicht am eigenen Leibe, aber doch aus nächster Nähe miterlebt und das hat mich so sauer gemacht, daß ich mich intensiv mit dem Thema beschäftigt habe. Vor über 20 Jahren hat man schon dieselben Methoden verwendet. Zwar hat da das Internet damals noch keine Rolle gespielt, aber wenn man bemerkt, daß man selbst observiert wird, weil ein guter Freund was kritisches gesagt hat und damit einer “Autoritätsperson” auf den Schlips getreten ist, dann wird einem als braver Bürger ganz anders.

    Damit erreichen die entsprechenden Stellen oft zweierlei:
    - eine Radikalisierung von vorher braven Bürgern
    - und dadurch eine Jobgarantie, weil die politischen Gegner nicht ausgehen bzw. quasi erzeugt werden.
    - Futter für Journalisten, die für die angemessene “schwarz-weiße” Sicht der Dinge sorgen und schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht differenzieren.

  10. #10 Florian Freistetter
    8. Juli 2013

    @EsEf: “. Das ganze Thema ist äußerst komplex und man sollte unbedingt alle Seiten hören”

    Nur das halt die Wissenschaft sich hier ziemlich einig ist. http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/07/02/klimawandel-wissenschaftler-vs-medien/
    Die “Kontroverse” findet nur in den Medien und unter Leuten statt, die keine Klimawissenschaftler sind.

  11. #11 EsEf
    8. Juli 2013

    “Die Wissenschaft” ist sich nicht unbedingt zu 100% einig. Es gab schon öfters Fälle in denen Einzelne oder Minderheiten Theorien aufstellten, die sich später als Wahrheit herausstellten – die aber von der “etablierten” Wissenschaft vorher erbittert bekämpft wurden. Ob die aktuellen, computergestützten Klimamodelle wirklich mit der Realität etwas zu tun haben, werden wir erst in einigen Jahrzehnten sicher wissen. Die Mehrheit der Forscher kann durchaus Recht haben – aber sie können – trotz aller Messungen und Computermodelle – auch falsch liegen, wenn nämlich die Modelle zu komplex oder zu einfach sind oder auch von falschen Prämissen ausgehen.

    So etwas passiert ständig und wird in der akademischen Welt in der Regel auch korrigiert und angepasst. Wenn dahinter allerdings wirtschaftliche und politische Interessengruppen stehen, dann wird die Forschung auch gerne mal instrumentalisiert. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine traurige Tatsache. Auch Wissenschaftler müssen von etwas leben.

    Daß ein Wissenschaftler, der über den menschengemachten Klimawandel forscht, eher staatliche Fördergelder kriegt, als einer, der ergebnisoffen arbeiten will, dürfte auch bekannt sein. Auch das ist politische Einflußnahme auf die Forschung – und die ist nicht selten.

    Ich lasse mich überraschen. Mir ist ziemlich egal, ob der Klimawandel menschengemacht ist. Wir werden jedenfalls mit jeder kommenden Klimaänderung leben müssen. Ich bezweifle, daß irgend ein “Klimagipfel” zu Ergebnissen führt, die das Klima positiv beeinflussen könnten. Dem stehen wirtschaftliche und damit auch politische Interessen entgegen.

  12. #12 T
    8. Juli 2013

    @ EsEf: Was bitte ist denn die “etablierte Wissenschaft”? Wenn es die gibt, dann muss es auch das Gegenstück geben, die nicht-etablierte Wissenschaft. Ist das eine, die erst jahrelang unter Entbehrungen über die Provinzbühnen tingeln muss, bevor die Etablierten sie auch nur mit dem Hintern anschauen? Wer offensichtlichen Unsinn verbreitet wird sich nie etablieren, weder im Kaninchenzüchterverein noch in ‘der’ Wissenschaft.

  13. #13 Florian Freistetter
    8. Juli 2013

    @EsEf: “Daß ein Wissenschaftler, der über den menschengemachten Klimawandel forscht, eher staatliche Fördergelder kriegt, als einer, der ergebnisoffen arbeiten will, dürfte auch bekannt sein. Auch das ist politische Einflußnahme auf die Forschung – und die ist nicht selten.”

    ?? Frag mal, wie viel die Wissenschaftler für ihre Arbeit beim IPCC bekommen. Die Antwort könnte überraschend sein. Wenn, dann sind es eher die Lobbyisten aus der Leugnergruppe, die jede Menge Geld rausschmeissen um “wissenschaftliche” Arbeit zu finanzieren.

    ” Ich bezweifle, daß irgend ein “Klimagipfel” zu Ergebnissen führt, die das Klima positiv beeinflussen könnten. Dem stehen wirtschaftliche und damit auch politische Interessen entgegen.”

    Wie jetzt? Sind Staat und Wirtschaft jetzt pro Klimawandel und nehmen über Forschungsgelder politischen Einfluss auf die Freiheit der Forschung? Oder sind sie contra Klimawandel und bekämpfen entsprechende Ergebnisse, weil sie ihren Interessen entgegen stehen? Irgendwas stimmt bei deiner Argumentation nicht…

    “Ob die aktuellen, computergestützten Klimamodelle wirklich mit der Realität etwas zu tun haben, werden wir erst in einigen Jahrzehnten sicher wissen”

    Klimaforschung gibts aber auch nicht erst seit heute… die macht man schon länger und die bisherigen Modelle haben sich als sehr gut erwiesen.

  14. #14 Psyclash
    8. Juli 2013

    Wo bleiben denn die Herrschaften, die die Klimawandellüge mit der aktuellen Wetterlage entlarven? *Auf die Uhr schau* Einfach kein Verlass mehr auf die Leute heutzutage!

    Wenigstens die unterdrückte Geheimwahrheit von den phösen, weltweit agierenden Solarkonzernen, die den armen, kleinen Mineralölfamilienbetrieben die Existenzgrundlage mittels Mafiapropagandamethoden streitig machen, fehlt nicht.

    Und nun lesen Sie noch einen Kommentar zur abiotischen Erdölsynthese und zur Freien Orgonenergie von einem nur in erlesenen Fachkreisen hoch renommierten Experten für Paraquantenphänomene und Fluxkompensatoreneichtechnik von der Freien Universität Schilda.

    Wir wünschen eine angenehme Erleuchtung und eine geruhsame Nacht.

  15. #15 PDP10
    9. Juli 2013

    @EsEf:

    Nur für dich und weil du die Frage wer denn die monströs hohen Fördergelder für was kassiert aufgemacht hast, verlinke ich hier nochmal einen Artikel den ich schon mal in einem anderen Forum hier verlinkt hatte:

    http://www.zeit.de/2012/48/Klimawandel-Marc-Morano-Lobby-Klimaskeptiker/komplettansicht

    Vorsicht beim Lesen.

    Man braucht einen ziemlich robusten Magen.

  16. #16 rolak
    9. Juli 2013

    Netter Text, PDP10, da könnten ein paar nackte Zahlen eine gute Ergänzung sein.

  17. #17 para
    9. Juli 2013

    @EsEf

    nur weil ein Thema “kompex” ist, bedeutet es nicht das man es nicht versteht. Gilt auch, nur weil weil nicht 100% bekannt ist. Leugner hatten über 20 Jahre Zeit, vorzeigen können sie nichts, ausser ihren aufgewärmten Kaffee. Bitte, lerne erst einmal wie Modelle eigentlich “funktionieren” (und wie man mit denen umgeht) bevor du meinst deinen Senf dazugeben zu müssen.

    @Psyclash

    falsche Jahreszeit ;-) in ein paar Monaten kommen sie wieder. Wie sagte es so schön Jon Stewart “Global warming is a total hoax. And Ill tell you how I know. Because it’s cold, today, where I live. That’s jus’ science” (Daily Show vom 23.01.2013)

  18. #18 Christian 2
    9. Juli 2013

    Das Problem ist vielmehr folgendes: Staat und Wirtschaft sind oberflächlich betrachtet Pro Klimawandel, da dort ein Geschäftsmodell hintersteht (Solar und Windkraftanlagen, CO2- Abgaben und Umweltplaketten).

    Es kommt immer gut an, wenn sich jemand damit brüstet, CO2- neutral zu produzieren. Das die Realität aber anders aussieht und das es niemanden weltweit gibt, der heute eine im Ansatz umweltfreundliche Energie verwendet, wird nicht erwähnt.

    Natürlich gibt es Technologien, mit dessen Umsetzung man zumindest in die Nähe einer deutlichen CO2- Reduktion rücken könnte (Auch das ist von CO2- neutral weit entfernt). Aber auch die liegt heute noch in weiter Ferne.
    Z.B. wäre es möglich, über große Solaranlagen in der südlichen Periferie unseren Energiebedarf vollständig zu decken. Aber natürlich fehlen einerseits die Gelder, und andererseits das Interesse, sich mit anderen Ländern zu einigen.

    Stattdessen wird gepfuscht wo man kann, nur um den Menschen eine schöne, neue Welt vorzugaukeln. Ja- Hier ist es der Industrie und der Politik wirklich wichtiger, den Menschen und vielleicht auch sich selbst etwas vorzumachen.

    Das erzeugt ja immerhin positive Energie, die man für den ohnehin stressigen, manchmal nutzlosen und meist sehr CO2- destruktiven Alltag braucht (Allein die tägliche Pendelei zwischen Arbeitsstelle und Heim ist eine unglaubliche Verschwendung von Ressourcen und schadet der Umwelt. Aus dieser Perspektive betrachtet ist die alte Denke das jeder arbeitende Mensch täglich pendeln muss ein Irrsinn, dem jeden klar ist).

    Heute kann man sich freikaufen, klebt eine Plakette an die Scheibe und alles ist gut.
    Wer kann denn ernsthaft so dumm sein und glauben, das auch nur irgendjemand auf der Welt, ausgenommen Umweltprojekte die Bäume pflanzen oder nachhaltig Landwirtschaft betreiben, sich für die Umwelt ernsthaft engagiert?

    Wir leben in einem zerstörerischen Wirtschaftssystem nach mittelalterlicher Denke, das massivst der Umwelt schadet, um immer weiter zu wachsen. Es ist absehbar, wo das enden wird.
    Spätestens wenn die Meere völlig leergefischt, nahezu alle Tierarten und die Regenwälder von der Landkarte verschwunden sind, sind wir dran!
    Wird die Art des heutigen Wirtschaftens beibehalten (Woran unsere Führerkaste reges Interesse hat), ist das unser Untergang.

  19. #19 para
    9. Juli 2013

    @Christian 2

    Der Wirtschaft (d.h. der Großteil) passt der Klimawandel überhaupt nicht. Warum wohl sind es die Industrienähesten Gruppen die leugnen ? Allein die technischen Umstellungen weniger Emissionen zu erzeugen kosten viel Geld. Von den riesigen Wirtschaftszweigen die auf fossile Rohstoffe angewiesen sind und damit Geld verdienten braucht man wohl nicht erst noch hinzuweisen.
    Dem Staat kommt der Klimawandel erst recht teuer, da man ordentlich subventionieren muss um die Wirtschaft “zu retten” und Gelder in Reperaturmaßnahmen nach Extrem-Unwetterereignissen gesteckt werden muss.
    Die “südliche Pe­ri­phe­rie” gibt es wohl nur in deiner Welt, wo Flächenverbrauch scheinbar auch ein Fremdwort ist.
    Du bist es hier, der eine “mittelalterliche Denke” zeigt, da du so ziemlich alles an Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen ignorierst (und wohl aucht gar nicht verstehst).

  20. #20 Statistiker
    9. Juli 2013

    @ Christian 2: Ich gehe davon aus, dass Sie atmen. Also produzieren Sie CO2.

    Es geht nicht um “CO2-neutrale” Technik, sondern um CO2-vermindernde Technik. Das “CO2-neutral” ist ein Kampfbegriff der Klimaleugner, um damit diffamierend argumentieren zu können.

    PS: Blume zu verlinken, ist ein absolutes NoGo…..

  21. #21 Christian 2
    9. Juli 2013

    Was ignoriere ich denn bitte? Ich behaupte nur, das die heutigen Maßnahmen nur einen Tropfen auf dem heißen Stein sind, da sie eben sonst dem Wirtschaftswachstum in den Hintern beißen.
    Ich glaube para, das du nicht ganz verstehst, das unsere Wirtschaft das Kernproblem darstellt.

    Man kann nicht nachhaltig wirtschaften, da man sonst die Konkurrenz an sich vorbeiziehen sieht. Der Konkurrenzdruck der Firmen untereinander ist einfach zu groß.

    Das “Retten” der Wirtschaft ist unser größtes Umweltproblem, denn die heutige Wirtschaft ist der Verursacher der Umweltprobleme. Ein Wirtschaften ohne Maß und unendliches Wachstum können nicht funktionieren. Warum wird es trotzdem gemacht?

    Es bleibt uns nichts anderes übrig, als unser Geld- und Wirtschaftssystem radikal zu ändern, um zu überleben.

    Da ich nicht davon ausgehe das derartiges passieren wird, werden wir genauso wie vergangene Hochkulturen wieder von der Erde verschwinden. Nur das es diesmal eben nicht auf ein Land beschränkt bleibt, sondern global geschieht.

    Es ist die ewige Leiher vom König der das Land ausbeutet und die Wälder rodet. Nur um irgendwann festzustellen, das auf dem ausgemergelten Ackerboden nichts mehr wächst.
    Ich habe immer noch das Gefühl, das es den Menschen völlig egal zu sein scheint, was man tagtäglich zu Gesicht bekommt.
    Hier wird weltweit ein System am Laufen gehalten, welches uns letztendlich durch den Hinterkopf erschießt. Die Frage ist eigentlich nur noch, wann der Abzug überspannt wird.

  22. #22 para
    9. Juli 2013

    @Christian 2

    du ignorierst so ziemlich alles an:
    bisherigen Naturschutzmaßnahmen
    bisherigen Umwelmaßnahmen
    Geschichte (z.B. Könige der Vergangenheit haben Wälder geschützt, weil sie allein dort jagen wollten).
    Das es auch verschiedene Marktformen gibt (du beschreibst die Situation eines Oligopolst)
    Dann wäre noch dein Größenwahn (globalen Verschwinden des Menschen- leben ja auch alle gleich…)

    Hör also endlich auf diese unsäglichen Hippi-Pamphlete runter zu beten und les endlich mal vernüftige Sachen.

  23. #23 Christian 2
    10. Juli 2013

    @ para: Es gibt viele Szenarien, die infolge der globalen Wirtschaft zum Verschwinden des Menschen führen können, und die sogar sehr wahrscheinlich sind.

    Eine Pandemie, die sich dann am wahrscheinlichsten ausbreitet, wenn die Population einer Spezies Überhand nimmt (Was beim Menschen der Fall ist) steht da ganz oben.
    Eine tödliche, ansteckende Krankheit ist dank der globalisierten Wirtschaftswelt in 48 Stunden überall, auch bei dir vor der Haustür. Was meinst du, wie lange du unter solchen Umständen überlebst?
    Oder was meinst du, warum man bei der Schweinegrippe so einen Aufstand machte? Man hatte einfach Angst!

    Ebenfalls denkbar ist ein Szenario, welches, losgetreten durch die global anhaltende Umweltzerstörung einen Schneeballeffekt auslöst.
    Ein weltweiter, extremer Temperaturanstieg von nur 5 Grad würde große Teile der Erde unbewohnbar machen. Wenn dieser Trend lange anhält und es noch wärmer wird, bleibt von unserem grünen Planeten nichts mehr übrig.

    Ein Temperatursturz und eine Eiszeit könnte selbiges auslösen.
    Ich denke daher ohnehin nicht, das sich der Mensch auf Dauer halten wird. Erst recht nicht in der heutigen Form, die das Aussterben des Menschen auch global stark begünstigt.

    Es mag sein, das du dir da keine Gedanken zu machst. Es interessiert auch niemanden wirklich, das wir es hier mit tickenden Zeitbomben in mehreren Bereichen zu tun haben.
    Meine apokalyptischen Szenarios mögen sich weltfremd anhören, sind es aber leider nicht. Denn es wird einfach nichts in ausreichendem Maß unternommen, um dem Einhalt zu gebieten.

    Man muss es sagen, wie es ist: Die Menschen jagen lieber wertlosem Papiergeld hinterher. Auf Kosten unserer Umwelt und unseres eigenen Fortbestands.
    Dank eines Systems, welches völlig außer Kontrolle geraten ist, da die menschliche Vernunft längst dem Größenwahn verfiel.

  24. #24 Bullet
    10. Juli 2013

    @Christian2: wie genau willst du es denn noch haben? Wertloses Hippiegewäsch bitte einstellen und Phrasomat abschalten. Informationsgehalt ist Null

    Ein weltweiter, extremer Temperaturanstieg von nur 5 Grad würde große Teile der Erde unbewohnbar machen. Wenn dieser Trend lange anhält und es noch wärmer wird, bleibt von unserem grünen Planeten nichts mehr übrig.

    Hatten wir schon. Wie lustig, daß von diesem Planeten nichts übrig geblieben ist. Äh, … lebst du auf einer Raumstation?

  25. #25 Christian 2
    10. Juli 2013

    Man beachte “grün”. Wie haben dann einen Wüstenplaneten. Zumindest, wenn die globale Durchschnittstemperatur auf 10 Grad ansteigt. Dasselbe gilt für die andere Richtung.

  26. #26 para
    10. Juli 2013

    @Christian 2

    nach wie vor redest du Unsinn daher- Du benutzt den Begriff “wahrscheinlich” ohne auch nur eine Ahnung zu haben was dieser Begriff bedeutet. Alle deine Szenarien sind so realistisch wie Hollywood-Filmchen. Egal ob Pandemie, Eiszeit oder extreme Erwärmung- nichts von den Dingen scheinst du auch nur in den Grundzügen verstanden zu haben (zur Temperatur, lies Bücher über die Erdgechichte- z.B. das Klima im Mesozoikum).

    Wo schnappst du das überhaupt alles auf ?

  27. #27 Bullet
    10. Juli 2013

    “Wüstenplanet”. Schmarrn.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kreide_%28Geologie%29
    http://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4ogen
    Weltweite Durchschnittstemperaturen von zuerst 4°C über heutigem Niveau, dann nochmal 5°C drauf . Die Kreidezeit und das Tertiär war gekennzeichnet durch völliges Verschwinden jeglicher Fauna. Is klar.

  28. #28 Liebenswürdiges Scheusal
    10. Juli 2013

    Ich würde sogar noch weiter gehen als Bullet. Der Lebensbereich dieses Planeten ist so gross, dass, egal wie sich das Klima entwickelt, immer genug Rückzugsräume für Pflanzen und unterschiedliche Tieraerten übrigbleibt, um ein paar tausen Jahre zu überstehen.

    Obs für die Säugetiere und damit den Menschen auch ausreicht ist wieder eine ganz andere Frage.
    Aber das kümmert weder das Universum noch unsere Sonne noch unseren wunderschönen Planeten. Der Natur sind wir letztendlich wurscht.

  29. #29 Liebenswürdiges Scheusal
    10. Juli 2013

    Ach, ja und bevor ichs vergess;

    selbst wenn alles höhere Leben auf der Erde aus irgend einem Grund ausgelöscht werden würde, die nächsten paar milliarden Jahre ist noch genug Zeit um das ganze Gedings von intelligentem Leben noch einmal zu starten.

  30. #30 para
    11. Juli 2013

    noch zu:

    Eine Pandemie, die sich dann am wahrscheinlichsten ausbreitet, wenn die Population einer Spezies Überhand nimmt (Was beim Menschen der Fall ist) steht da ganz oben.
    Eine tödliche, ansteckende Krankheit ist dank der globalisierten Wirtschaftswelt in 48 Stunden überall, auch bei dir vor der Haustür. Was meinst du, wie lange du unter solchen Umständen überlebst?

    arg…. eine Pandemie beschriebt bereits die Situation einer weltweit verbreiteten Krakheit (und bricht nicht plötzlich aus, wenn). Die Bevölkerungsdichte ist dabei zunächst nebensächlich- es geht um die Verteilung und den Kontakt der Menschen. Es ist völlig egal ob in jedem Land nun 100 oder 1.000.000 Menschen leben (s. Beulenpest im Jahr ~540 oder Pestausbrüche in der Geschichte allgemein). Kleine Populationen sind zudem anfälliger für Krankheiten als große Populationen. Daher mal wieder, lies endlich Fachbücher/Artikel, in dem Fall- Geschichte/Ökologie.
    Und Nebenbei…
    HIV ist pandemisch, H1N1 war eine Pandemie, sogar die Masern sind pandemisch. Nur drei Beispiele für tödlich verlaufende Krankheiten die weltweit auftreten (ok, die Masern nicht mehr).

  31. #31 para
    11. Juli 2013

    Nur drei Beispiele für tödlich verlaufende Krankheiten die weltweit auftreten (ok, die Masern nicht mehr).

    Soll natürlich die tödlich verlaufen können heißen.

  32. #32 Christian 2
    12. Juli 2013

    @ Bullet: 10 Grad drüber waren wir zum Glück noch nicht.
    http://klimawiki.org/klimawandel/index.php/Pal%C3%A4ozoikum_und_Mesozoikum

    Wenn man sich die Temperaturentwicklung der letzten Mio. Jahre ansieht, so lag diese vor 500 Mio. Jahren 8 Grad drüber. Ich glaube auch nicht, das derart drastische Temperaturveränderungen in so kurzen Zeiträumen (100 Jahre) realistisch sind.
    Die Zahlen vom IPCC (Erwärmung um 4,5 Grad) wirken ebenfalls völlig übertrieben, und an den Haaren herbeigezogen.

    Wenn wir aber den Planeten über die Umweltzerstörung klimarelevanter Flora und Fauna verändern, ist das Ergebnis völlig offen. Wir führen hier ein Experiment, welches eine Kettenreaktion auslösen und extremste Temperaturschwankungen zur Folge haben könnte.

    Sehr interessant sind in diesem Zusammenhang die Temperaturen vor 250 Mio. Jahren. Damals sorgte ein dramatischer Klimawandel durch einen globalen Vulkanismus für das größte Artensterben des Planeten.

    Heute sind wir es, die ein Artensterben mit vergleichbarem Ausmaß verursachen.

    Bis jetzt hatten wir doch einfach nur Glück. Das es der Erde nicht juckt wenn wir verschwinden, ist mir auch klar. Wir würden eine extreme Temperaturentwicklung ins positive oder negative nicht überleben, da wir als Säugetiere sehr anfällig für globale Klimaveränderungen sind.

    Schon in der letzten Eiszeit sind alle Menschenspezies außer der unsrigen ausgestorben. Da war ebenfalls eine Menge Glück im Spiel, da wir wissen, das der gesamte Genpool aus etwa 1000 Menschen stammt, die überlebten.

    Das zeigt, wie schwach und anfällig wir wirklich sind. Ich bin daher davon überzeugt, das der Mensch auf absehbare Zeit wieder verschwinden wird.
    Eine Pandemie einer höchst ansteckenden, tödlich verlaufenden Krankheit in kurzer Zeit ist ein selbstverschuldetes Szenario, welches heute wahrscheinlicher ist als jemals zuvor.

    Und auch ein Atomkrieg bleibt solange wahrscheinlich, wie es Atomwaffen gibt.

  33. #33 Spritkopf
    12. Juli 2013

    Schon in der letzten Eiszeit sind alle Menschenspezies außer der unsrigen ausgestorben. Da war ebenfalls eine Menge Glück im Spiel, da wir wissen, das der gesamte Genpool aus etwa 1000 Menschen stammt, die überlebten.

    Rubbish. Wann der Genpool auf diese Größe zusammengeschrumpft ist, ist bislang nicht endgültig geklärt. Kandidaten sind die Kaltzeit nach dem Ausbruch des Toba-Supervulkans vor 75.000 Jahren oder aber auch eine Kaltzeit vor mehr als 100.000 Jahren. Aber nicht die letzte Eiszeit, wie du behauptest.

    Eine Pandemie einer höchst ansteckenden, tödlich verlaufenden Krankheit in kurzer Zeit ist ein selbstverschuldetes Szenario, welches heute wahrscheinlicher ist als jemals zuvor.

    Warum selbstverschuldet? Welche Verschwörungstheorien kommen da jetzt? Und warum sollte ein solches Szenario die gesamte Menschheit dahinraffen, wenn das die Pest im Mittelalter, bei der man weder um die Ursachen wußte noch gegen die es ein Heilmittel gab, auch nicht geschafft hat?

  34. #34 Spritkopf
    12. Juli 2013

    Argh, Blockquotes versemmelt.

    Schon in der letzten Eiszeit sind alle Menschenspezies außer der unsrigen ausgestorben. Da war ebenfalls eine Menge Glück im Spiel, da wir wissen, das der gesamte Genpool aus etwa 1000 Menschen stammt, die überlebten.

    Rubbish. Wann der Genpool auf diese Größe zusammengeschrumpft ist, ist bislang nicht endgültig geklärt. Kandidaten sind die Kaltzeit nach dem Ausbruch des Toba-Supervulkans vor 75.000 Jahren oder aber auch eine Kaltzeit vor mehr als 100.000 Jahren. Aber nicht die letzte Eiszeit, wie du behauptest. Nachgetragen sei, dass die Menschheit schon einige Eiszeiten überlebt hat.

    Eine Pandemie einer höchst ansteckenden, tödlich verlaufenden Krankheit in kurzer Zeit ist ein selbstverschuldetes Szenario, welches heute wahrscheinlicher ist als jemals zuvor.

    Warum selbstverschuldet? Welche Verschwörungstheorien kommen da jetzt? Und warum sollte ein solches Szenario die gesamte Menschheit dahinraffen, wenn das die Pest im Mittelalter, bei der man weder um die Ursachen wußte noch gegen die es ein Heilmittel gab, auch nicht geschafft hat?

  35. #35 Christian 2
    12. Juli 2013

    Wir sind heute Global stark vernetzt. Für einen Virus ist es somit ein leichtes, um die Welt zu reisen. Wir fordern eine weltweite Pandemie mit Milliarden Todesopfern somit geradezu heraus, zuzuschlagen.

  36. #36 Spritkopf
    12. Juli 2013

    Aha, die globale Vernetzung also. Was schlägst du vor? Alle Schiffe zu versenken, alle Flugzeuge zu verschrotten und Eisenbahngleise einzuschmelzen?

  37. #37 para
    12. Juli 2013

    @Christan 2

    Nochmal- wo nimmst du all den Kram her den du da behauptest ?

    Das ist alles “Murx” – und zwar wirklich alles
    Eine hoch ansteckenden Pandemien gab es 2009- tja – und wie viele Mrd. sind gestorben ?