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Bild: Thomas Steiner, CC-BY-SA 2.5

Man erkennt in dem Bild gut, dass die Kurve der Zeitgleichung Mitte/Ende Dezember besonders steil verläuft. Das bedeutet aber auch, dass sich die Unterschiede zwischen wahrer Sonnenzeit und mittlerer Zeit besonders stark änderen. Das führt dazu, dass der Tag des frühesten Sonnuntergangs und der Tag des spätesten Sonnenaufgangs so weit auseinander liegen. Ohne Zeitgleichung würde die Sonne an Tagen, die gleich weit von der Sonnenwende entfernt sind (z.B. 20.12 und 22.12 oder 11.12 und 31.12) auch zur gleichen Zeit untergehen. Die Zeitgleichung aber verschiebt die Daten.

Heute geht die Sonne am frühesten unter und ab morgen wird es wieder später dunkler. Die längste Nacht haben wird dann am 21. Dezember hinter uns. Es dauert aber noch bis zum 1. Januar bevor die Sonne dann auch wieder immer früher aufgeht. Aber auch das ist ja nicht mehr so lange hin. Der nächste Frühling kommt bestimmt!

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Kommentare (8)

  1. #1 Silava
    11. Dezember 2013

    Zur Zeit verschiebt sich der Sonnenuntergang nur um ein paar Sekunden pro Tag, aber das Thema ist so herrlich verwirrend, das hätte auch prima zum Adventskalenderrätsel gepasst!

  2. #2 rolak
    11. Dezember 2013

    ^^Bratwurst — Was hat das denn mit Weihnachten zu tun? Hier in K gibts wenigstens noch die traditionellen Pizza und Döner.

    Die tägliche Änderung des Sonnenunter- bzw aufgangs fällt mir besonders zu den Zeiten auf, in denen er durch meine Fahrt zu bzw von der Arbeit ‘wandert’. Ist jedesmal wieder ziemlich verblüffend.

  3. #3 Bullet
    11. Dezember 2013

    @Florian: kann es sein, daß man das direkt am analemma sehen kann? Der früheste Sonnenuntergang findet an dem Tag statt, an dem die Sonne im Analemma am tiefsten Punkt (kürzeste senkrechte Entfernung zum Horizont) steht und der kürzeste Tag an dem Punkt des Analemmas, an dem die Sonne in die “rechte Hälfte” der längssymmetrischen Figur wechselt, also dort, wo die Krümmung der Analemma-Bahn am stärksten ist.
    (Das war immer so meine Privatinterpretation, aber wenn du es schon mal ansprichst, kann ich ja fragen. Dafür sind ja diese Kommentare da. 😀 )

  4. #4 jan
    11. Dezember 2013

    Hi Florian,
    danke für die Aufschlauung in dieser Sache. Daß die Erde zw. schneller und langsamer oszilliert, war mir nicht so präsent. Ich habe es durch Deine Schilderung sehr gut kapiert.
    Offen bleibt für mich das Detail, warum Du sicher bist, diese Geburt Jesus’ nicht im Winter stattgefunden hätte (falls überhaupt). Obwohl ich auch eher ein Freund des FSM bin als einer dieser etablierten Kirchen, so interessiert mich dennoch, was Deinen log. Schluß hier ausmacht. Ich bin gespannt 🙂

    Vielen Dank auch für Deinen Podcast!

    VG, Jan.

  5. […] Tage werden kälter, die Abende länger (obwohl das ab morgen wieder nicht stimmt) und man sitzt so vor den diversen Dingen, die sich mit einem iPad noch machen […]

  6. […] muss ich Florian Freistetter wirklich lassen: Er schafft es immer wieder einmal, über dinge zu schreiben, die mich überraschen. Nicht, dass es mir neu war, dass die erde keine kreisbahn um die sonne macht und dass die erdaxe […]

  7. #7 Ben
    14. Dezember 2013

    Interessant; wusste ich noch gar nicht.
    Hier ist übrigens eine schöne Interaktive Excel/OO Tabelle, die die Daten berechnet und sogar Grafiken dazu zeichnet:

    http://www.esrl.noaa.gov/gmd/grad/solcalc/calcdetails.html

  8. […] Ab morgen wird es wieder später finster! – Astrodicticum Simplex – […]