Vermutlich wurde noch nie jemand von so vielen angespannten Leuten und mit so großer Aufmerksamkeit beim Kaffeetrinken beobachtet wie der ESA-Flugchef Paolo Ferri letzten Mittwoch während der Landung der Raumsonde Philae auf dem Kometen Tschurjumow-Gerasimenko. Im ESA-Zentrum in Darmstadt starrte ein Publikum aus ein paar hundert Wissenschaftlern und Medienvertretern auf den großen Bildschirm, der einen Blick in das Kontrollzentrum nebenan erlaubte. Und überall auf der Welt verfolgten Menschen das Geschehen im Internet. Nur: Es geschah eigentlich nichts. Die tonlosen Videobilder zeigten Ferri vor seinem Computer. Mal sah er besorgt auf den Bildschirm; mal angespannt; mal interessiert. Zwischendurch griff er zu seinem Kaffebecher, trank einen Schluck und stellte ihn neben dem auf dem Tisch liegenden Mikrofon ab. Das Mikrofon, in das er später sprechen würde um die hoffentlich gute Nachricht zu verkünden. Aber die kam nicht – und in Darmstadt und dem Rest der Welt beobachtete man stattdessen weiterhin Ferri beim Kaffetrinken. Trotz der offensichtlichen Banalität war es einer der spannendsten Momente des Tages und der war gerade erst einmal zur Hälfte vergangen! Das große Ereignis – die Landung auf dem Kometen selbst – stand erst noch bevor. Ferri – und mit ihm das weltweite Publikum – wartet eigentlich nur darauf, dass sich Rosetta und Philae nach der zuvor erfolgten Trennung wieder bei der Bodenstation auf der Erde meldeten. Wenn der Funkkontakt mit der landenden Sonde nicht hergestellt werden konnte, wäre dieser Teil der Mission schon viel zu früh gescheitert.

Paolo Ferri wartet...

Paolo Ferri wartet…

Aber es klappte. Ferri und seine Kollegen im Kontrollzentrum sahen auf einmal sehr glücklich aus. Und die versammelten Gäste in Darmstadt jubelten. Die versammelten Medienvertreter dagegen filmten und fotografierten. Die Szenen wirkten teilweise ein wenig absurd. Die Hälfte des Publikums jubelte, applaudierte und lag sich in den Armen. Und die andere Hälfte drängte sich vor ihnen, um möglichst gute Bilder dieser Freude zu machen. Die jubelnde Menge der Wissenschaftler dachte in diesem Moment vermutlich daran, wie viel Arbeit sie in diese Mission gesteckt haben, wie schwierig es war bis zu diesem Punkt zu gelangen, wie viel dabei schief hätte gehen können und wie großartig es ist, all diese Schwierigkeiten bis jetzt überwunden zu haben. Sie dachten wahrscheinlich an die großartigen wissenschaftlichen Daten, die sie hoffentlich bald untersuchen können und die Ergebnisse, die daraus gewonnen werden können. Die Kameraleute und Fotografen dagegen werden vermutlich kaum einen Gedanken an die große technische und wissenschaftliche Leistung verschwendet haben, deren Zeuge sie gerade geworden sind. Sie waren mit ihrer Arbeit beschäftigt.

Und mir ging es eigentlich nicht anders. Ich habe Ferris Kaffeetrinken, seine Anspannung und seinen Jubel auf dem Bildschirm meines Smartphones betrachtet, das auf den Bildschirm im Eventsaal gerichtet war. Ich dachte, ich müsse diesen Moment unbedingt filmen. Keine Ahnung warum – meine Handykamera macht sowieso keine vernünftigen Bilder und das, was ich da gefilmt habe, konnte sowieso jeder auch direkt im Livestream selbst sehen. Aber ich war eben auch nicht aus reinem Vergnügen im Kontrollzentrum der ESA. Ich war da, um zu arbeiten. Um in meinem Blog über die Ereignisse zu berichten; um Updates via Twitter und Facebook zu veröffentliche; um Material für zukünftige Bücher und Zeitungsartikel zu sammeln. Natürlich war ich sehr froh, bei diesem historischen Ereignis direkt vor Ort sein zu können (zumindest so sehr “vor Ort” wie das bei einem Ereignis, das in 500 Millinen Kilometer Entfernung stattfindet, möglich ist). Aber anstatt ständig zwischen Laptop, Handy und Kamera zu wechseln; hektisch Bilder zu machen und kurze Texte zu tippen; den Akku der diversen Geräte im Auge zu behalten und abzuschätzen, wann ich über was berichten soll um noch genug Saft für spätere Updates zu haben – anstatt also ständig abgelenkt zu sein, hätte ich den Tag lieber einfach nur genossen. Ich hätte gerne einfach nur die Ereignisse verfolgt, mich von der Anspannung und Freude der Wissenschaftler anstecken lassen und dieser Landung die Aufmerksamkeit gewidmet, die diesem historischen Moment zusteht.

Jubel und Medienhektik

Jubel und Medienhektik

Ich hätte den Tag gerne so verbracht wie die jungen Menschen, die im Laufe des Nachmittags auf die Bühne des großen Saals der ESA gebeten wurden. Es waren die Gewinner der diversen Wettbewerbe, die im Vorfeld der Landung durchgeführt worden sind. Ein junger Schüler aus Griechenland zum Beispiel, dessen Klasse ein tolles “Wake Up, Rosetta”-Video gedreht hat. Oder Alexandre Brouste, der den Vorschlag machte, die Landestelle am Komet “Agilkia” zu nennen. Diese jungen Leute fanden den Tag vermutlich noch viel aufregender als alle anderen. Im Gegensatz zu den Wissenschaftler und Medienvertretern waren sie vermutlich das erste Mal bei so einem großen Ereignis dabei und das erste Mal zu Besuch im Europäischen Raumfahrtkontrollzentrum.

In den Interviews und Vorträgen, die uns die Zeit bis zur Landung vertreiben sollte, haben danach die Vertreter der ESA immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig solche Ereignisse sind, um bei der Bevölkerung Begeisterung und Interesse für Wissenschaft und Technik hervorzurufen. Es wurde erklärt, wie inspirierend solche großen Momente sind und das sie bei vielen jungen Menschen der Auslöser für eine lebenslange Beschäftigung mit der Wissenschaft oder gar eine berufliche Laufbahn als Wissenschaftler sein können. Und das ist auch absolut korrekt. Wenn man sich ansieht, welche Resonanz die Landung auf dem Kometen überall auf der Welt und in den sozialen Medien des Internets ausgelöst hat, dann kann man am Begeisterungspotential kaum zweifeln. Und es ist auch enorm wichtig, dass man immer wieder probiert vor allem junge Menschen für die Wissenschaft zu begeistern! Denn die Wissenschaft hat unsere moderne Welt geprägt wie kein anderes menschliches Vorhaben bis jetzt. Alles was uns umgibt ist auf die eine oder andere Art ein Resultat von Wissenschaft und Forschung und wenn wir auf sinnvolle Art an der Gestaltung dieser Gesellschaft teilnehmen wollen, dann müssen wir auch ein wenig über Wissenschaft Bescheid wissen.

Wie wirkliche Begeisterung aussieht, konnte man dann kurz nach fünf am Nachmittag beobachten, als die Raumsonde Philae tatsächlich auf der Oberfläche des Kometen gelandet war. Im Saal saß niemand mehr auf den Stühlen. Alle standen, jubelten, schrien, klatschten, weinten, hüpften, umarmten sich und waren glücklich. Ein der Wissenschaftler neben mir konnte zu seinem Kollegen nichts anderes mehr sagen als immer wieder “We dit it! We did it! We made history today! We really did it!”. Besonders intensiv war der Jubel von Monica Grady von der Open University, die eines der Experimente auf Philae mitgebaut hatte:

In diesem Moment habe auch ich dann aufgehört zu bloggen und zu fotografieren und mich ebenfalls einfach nur gefreut. Aber die meisten Medienvertreter konnten diesen Moment vermutlich genau so wenig genießen wie zuvor. Sie standen schon lange vor der Bekanntgabe der Landung mit dem Rücken zu den Bildschirmen aus dem Kontrollraum und hatten ihre Geräte auf das wartende Publikum gerichtet um den zu erwartenden Jubel nicht zu verpassen. Und danach wollte sie natürlich möglichst schnell Interviews mit den verantwortlichen Wissenschaftlern und ESA-Vertretern führen.

Und genau das ist ja auch ihr Job! Ohne die ganzen Journalisten, Kameraleute und Fotografen wären nicht so viele Menschen über diese tolle Mission informiert worden. Ohne die Medien hätten wir berührende Videos wie das von Monica Grady nicht sehen können. Berichterstattung durch die Medien ist bei solchen Ereignissen wichtig – je mehr Berichterstattung, um so besser! Im Vergleich zu zum Beispiel Sport oder Promi-Tratsch wird über Wissenschaft sowieso viel zu wenig berichtet! Aber als ich mir die ganze Aufregung im großen Saal nach der Landung angesehen habe, habe ich mir immer wieder gedacht: Was wäre, wenn hier nicht alles von mit arbeitenden und hektischen Medienmenschen wäre? Was wäre, wenn der ganze Saal voll mit begeisterten Schülern wäre? Mit jungen Menschen aus aller Welt; mit Studentinnen und angehenden Wissenschaftlern – mit genau den Menschen also, deren Interesse und Begeisterung für die Forschung man mit solchen Ereignissen wecken will?

Natürlich ist völlig klar, dass ein Moment wie die erste Landung einer Raumsonde auf einem Kometen nicht unter Ausschluss der Medien stattfinden kann. Das wäre absurd und auch völlig kontraproduktiv. Selbstverständlich sollen und müssen möglichst viele Medienvertreter vor Ort die Möglichkeit haben, zu berichten. Das ist ihr Job. Und ihnen genau das zu ermöglichen ist der Job der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der ESA. Aber vielleicht hätte man neben dem Medienevent auch eine zweite Veranstaltung durchführen können? Eine Veranstaltung, bei der man Schulklassen, Studenten, Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gibt, bei einem so großen Ereignis genau so live vor Ort sein zu können, wie es die “wichtige” Wissenschaftler, Politiker und Medienleute sind?

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Vermutlich (ich habe das jetzt nicht geprüft) wird die ESA jetzt schon jede Menge Angebote für interessierte junge Menschen haben. Ich nehme an, es gibt Führungen, Workshops, und so weiter. Und das, was ich hier geschrieben habe, soll auch keinesfalls an Kritik (weder an der ESA noch an den Medien) verstanden werden. Aber ich habe den ganzen Tag im Kontrollzentrum der ESA Menschen beobachtet, die zutiefst berührt und begeistert von den Vorgängen waren. Und jede Menge Leute von den Medien, die vor lauter Arbeit kaum mitbekamen, was um sie herum passiert ist. Und dabei konnte ich nicht anders als mir vorzustellen, wie es wäre, so ein “Live und vor Ort”-Ereignis einmal ohne den Medienrummel zu erleben? Wenn der Saal nicht voll mit Kameraleuten und Journalisten und Bloggern wie mir gewesen wäre, sondern gefüllt mit begeisterten Kindern und Jugendlichen, die sich an diesen Tag, an dem sie die erste Landung auf einem Kometen im Kontrollzentrum mitverfolgen durften, bis an ihr Lebensende nicht vergessen werden?

Vermutlich ist so etwas organisatorisch (oder wahrscheinlich eher finanziell) einfach nicht machbar. Und vermutlich waren auch die vielen Public-Viewing-Veranstaltungen überall auf der Welt die man auch besuchen konnte, wenn man kein Medienvertreter oder Projektwissenschaftler ist, geeignet um Menschen zu begeistern. Vermutlich sind meine Gedanken ein wenig naiv. Aber die Vorstellung eines Saals mit hunderten begeisterten Kinder anstatt hunderter hektischer Journalisten finde ich trotzdem reizvoll.

Kommentare (52)

  1. #1 Stefan Gotthold
    Berlin
    14. November 2014

    Hallo Florian,
    den Saal mit hunderten begeisterter Kinder gab es tatsächlich. In Berlin hat das DLR zusammen mit der URANIA eine Veranstaltung für 800 Kinder gegeben. Das FEZ oritall und andere waren daran beteiligt. Auch waren im Planetarium am Insulaner mehrere Kinder anwesend und ca. 100 Erwachsene, die auf erste Bilder vom Kometen warteten. Es gab also solche Veranstaltungen die nicht durch Wissenschaftler oder Medienvertreter geprägt waren.
    Also beim nächsten mal komm mal vorbei und frag mich einfach, dann tauschen wir die Plätze. 🙂
    Viele Grüße
    Stefan

  2. #2 Florence
    14. November 2014

    Wie schon beim anderen Artikel geschrieben, ich war beim public viewing in der Innenstadt und es war eine tolle Stimmung! Das Interesse war auf jeden Fall da, es waren viel mehr Menschen da als es Stühle gab.
    Das war jetzt natürlich nicht direkt im Kontrollzentrum, aber ihr habt doch auch den Kontrollraum nur über einen Monitor gesehen, oder?

  3. #3 Florian Freistetter
    14. November 2014

    @Stefan: “Es gab also solche Veranstaltungen die nicht durch Wissenschaftler oder Medienvertreter geprägt waren.”

    Klar, das habe ich am Schluß ja auch angemerkt. Aber es wäre halt auch besonders schön gewesen, wenn diese Veranstaltungen nicht nur anderswo gewesen wären, sondern eben direkt im Kontrollzentrum; da wo es so richtig beeindruckend ist und wo normalerweise nur die “wichtigen” Leute hinkommen…

  4. #4 Florian Freistetter
    14. November 2014

    @Florence: “aber ihr habt doch auch den Kontrollraum nur über einen Monitor gesehen, oder?”

    Das schon. Aber natürlich ist es schon etwas anderes, wenn man vor Ort ist und da die ganzen ESA-Projektleiter, Wissenschaftler und “Promis” wie Klim Churyumov etc herumlaufen und live auf der Bühne Vorträge halten und Updates geben.

  5. #5 Higgs-Teilchen
    14. November 2014

    “Raumfahrt inspiriert”
    Die Ente meiner kleinen Nichte heißt jetzt Tschuri. 🙂

  6. #6 Florence
    14. November 2014

    Die Veranstaltung in der Centralstation wurde moderiert und sie hatten auch einen Interviewpartner von der esa da. Aber natürlich war das nicht ganz so im Zentrum des Geschehens wie am ESOC.

  7. #7 MartinB
    14. November 2014

    @Higgs-teilchen
    Ich hoffe, du musstest ihr nicht das Hemd von Matt Taylor erklären…
    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/files/2014/11/14157852175252.jpg

  8. #8 Fjunchclick
    14. November 2014

    Ja, genau.
    Auch bei so einer unfassbar coolen Mission, wie der Reise zu einem Kometen, muss es natürlich Leute geben, die nichts besseres zu tun haben, als sich über ein T-Shirt aufzuregen. Was ist bei denen im Leben bloß falsch gelaufen? Haben die überhaupt eines?

  9. #9 Christian Berger
    14. November 2014

    Ich fand auch die Berichterstattung im Fernsehen sehr mäßig. Der Bayrische Rundfunk zeigte zum Beispiel nur irgendwelche bizarren Beiträge über Websites. Bei n24, dem UFO- und Hitlerdoku-Kanal hatten die immerhin Urlich Walter der mit dem Moderator zusammen eine sehr schöne Plauderei lieferte.

    Der BR hat nicht mal zur Pressekonferenz geschaltet als es um das wichtige Thema Wein trinken ging.

    Leider hat bei mir der Webstream zuverlässig auf allen Rechnern nicht funktioniert. Das macht er bei dieser Firma schon länger.

  10. #10 Florian Freistetter
    14. November 2014

    @Fjunchclick: “Auch bei so einer unfassbar coolen Mission, wie der Reise zu einem Kometen, muss es natürlich Leute geben, die nichts besseres zu tun haben, als sich über ein T-Shirt aufzuregen.”

    Sorry – aber die Aufregung ist durchaus gerechtfertigt. Wer zu so einem Anlass so ein T-Shirt anzieht, der darf sich nicht wundern wenn er völlig zu Recht kritisiert wird. Ich verweise nochmal auf diesen kurzen und guten Text zum Thema, der eigentlich alles zusammenfasst: http://infactorium.com/2014/11/13/that-shirt/

    Ansonsten ist auch noch das lesenswert.

    http://www.theguardian.com/science/2014/nov/13/why-women-in-science-are-annoyed-at-rosetta-mission-scientists-clothing
    http://smallpondscience.com/2014/11/12/new-requirement-for-scientists-you-cannot-be-a-sexist-pigdog/
    http://statsandstrings.blogspot.de/2014/11/hey-grrrl-reasons-why-im-furious-about.html

  11. #11 Florian Freistetter
    14. November 2014

    @Christian: “Der BR hat nicht mal zur Pressekonferenz geschaltet als es um das wichtige Thema Wein trinken ging.”

    Ich war ja im ESOC und konnte nicht fernsehen. Aber zumindest später am Abend hat HR sehr ausführlich berichtet. Und 3sat ja auch den ganzen Tag über.

  12. #12 Theres
    14. November 2014

    Lach, dieses Hemd!
    Shirtgate – es gab einen Shirtstorm via Twitter! Der Himmel hilf, echt … ich habe so gelacht.
    Es war aber auch instinktlos, ein solches Hemd vor der Welt zu tragen, vor den Augen der interessierten, meine ich. Allerdings berechtigt es doch Wissenschaftlerinnen, in Zukunft knackige Herren auf T-Shirts auszuführen. Das … hätte ich viel lustiger gefunden. Aber nein, es wird genöhlt.
    Emanzipation oder Gleichberechtigung macht sich wahrlich an anderem fest …
    Langweilige Sakkos, wirklich mieses Englisch mit entsetzlich deutschem Akzent – all das nervte mich mehr.

  13. #13 Theres
    14. November 2014

    @Florian
    Ja, instinktlos, unangebracht sowieso, aber ich halte die Reaktionen wirklich für übertrieben.

  14. #14 Theres
    14. November 2014

    Was ich – um den dritten Nachtrag voll zu machen – schlimmer finde, ist, dass ihm keiner der sonstigen Anwesenden geraten hat, das Teil auszuziehen. Wem es nicht auffiel, finde ich bemerkenswerter.

  15. #15 MartinB
    14. November 2014

    @Theres
    “schlimmer finde, ist, dass ihm keiner der sonstigen Anwesenden geraten hat, das Teil auszuziehen.”
    Das begründet ja einen guten teil der Aufregung – niemandem fiel etwas anderes auf als ein krasses buntes Hemd. (Nichts gegen krasse bunte T-Shirts, aber da sollten dann Dinos drauf sein oder Raumschiffe oder Drachen oder sonst was.) Insofern finde ich de Schlussfolgerung, dass es da ein Sexismus-Problem gibt, in keiner Weise übertrieben. (Hinzu kommt dann noch der Satz, die Sonde sei “sexy, but not easy”.)

    “Allerdings berechtigt es doch Wissenschaftlerinnen, in Zukunft knackige Herren auf T-Shirts auszuführen.”
    Ich habe große Zweifel, dass das allgemein so gesehen wird – wen eine Frau ein solches T-Shirt angehabt hätte (oder ein schwuler Mann), glaubst du wirklich, sie oder er wäre nicht gestoppt worden?

  16. #16 Theres
    14. November 2014

    @MartinB
    Ich glaube, eine Frau wäre gestoppt worden, vom Chefe oder ihrem Projektleiter – das stört mich ja so daran. Ein Schwuler … das wäre genauso gekommen. Deshalb wäre ich auch eilends in einen Shirtshop gelaufen um mir ein passendes T- Shirt zu bedrucken … hat sich aber keine Frau gewagt. Matt hat sich ja entschuldigt, was ich schon gut finde.
    Mit den Dinos (Dinosaurierinnen) hast du natürlich vollkommen Recht.

  17. #17 Theres
    14. November 2014

    Muss ich noch n Smiley hinterher schieben? Nein … 🙂

  18. #18 MartinB
    15. November 2014

    @Theres
    “Matt hat sich ja entschuldigt, was ich schon gut finde.”
    Hatte ich noch gar nicht gesehen, immerhin etwas.

  19. #19 Stefan
    15. November 2014

    Jedenfalls zeigt der Shitstorm um das Shirt, warum man in Unternehmen versucht einheitliche Firmenkleidung durchzusetzen. Das sieht dann zwar uniformiert aus, man ist aber auf der sicheren Seite, dass nicht die Geschmacksverirrung eines einzelnen Mitarbeiters das ganze Unternehmen/Projekt diskreditiert.
    Was immer geht: Eine Star Trek Uniform 😉

  20. #20 Florian Freistetter
    15. November 2014

    @Stefan: “Was immer geht: Eine Star Trek Uniform”

    Also wenn das Rosetta-Team am Mittwoch einheitlich in Star-Trek-Uniformen aufgelaufen wäre, hätte das sicher eine riesige (vermutlich positive) Resonanz gehabt 😉

  21. #21 swage
    15. November 2014

    Eine Gesellschaft die in den Medien Leute verherrlicht die sich Silikon in die Brust spritzen und Botox in die Lippen spreche ich es einfach ab sich nachteilig über dieses Hemd zu äußeren. So nicht…

  22. #22 Franz
    15. November 2014

    Soso, political correctness ist also wichtiger als die Erfahrung, Leistung und der Einsatz. Schräge Einstellung.

    Dieses ganze Gutmenschgehabe geht mir schon ziemlich auf den Wecker. Die Gesellschaft bringt nur mühsam was weiter bei der Gleichberechtigung, lässt zu, dass sich über den Deckmantel religiöser Freiheit wieder Unterdrückung breitmacht, aber hier, ja, da kann man sich aufplustern und auf einem Menschen herumhacken der gerade großartiges geleistet hat, weil er, pfui, Frauen auf seinem T-shirt hat.

    Hoffentlich war keine Frau in kurzem Rock anwesend. Aber halt, umgekehrt ist das ja ok, denn Frauen müssen ja die Freiheit haben, alles anziehen zu dürfen, aber die pösen Männer dürfen das nicht. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass nur EIN anwesender Mann ein Problem mit einem T-Shirt hätte auf dem halbnackte Männer sind. Wieso ist das umgekehrt immer so ein Problem ?

    Ich gebs zu, es sieht bescheuert aus und ich hätte sowas nicht angezogen, aber diese Hysterie wegen eines Hemds, während vielleicht nebenan eine Frau verprügelt und ausgenutzt wird, versteh ich nicht.

  23. #23 Florian Freistetter
    15. November 2014

    @Franz: “Dieses ganze Gutmenschgehabe geht mir schon ziemlich auf den Wecker.”

    Du findest Höflichkeit also bescheuert? Denn nichts anderes ist das “Gutmenschengehabe”. Es ist schlicht und einfach nicht angebracht und unhöflich, mit so einem Hemd in der Öffentlichkeit aufzutreten. Und es ist umso mehr nicht angebracht, wenn das in einem Umfeld geschieht, in dem Frauen unterrepräsentiert sind genau wegen solch versteckten Sexismus. Und das Männer angeblich kein Problem mit Tshirts halbnackter Männer hätten, spielt in der Hinsicht keine Rolle. Ich kann nur nochmal auf diesen Text hinweise, der das alles gut zusammenfasst: http://infactorium.com/2014/11/13/that-shirt/

    (Und ja, ich bin ein böser politisch korrekter, linkslinker Gutmensch. Ernsthaft. Ich verstehe die ganzen Leute absolut nicht, die so vehement darauf beharren, “Neger” sagen zu müssen; den Untergang des Abendlandes beschwören wenn man anmerkt dass “Zigeneuerschnitzel” vielleicht nicht mehr angebracht ist oder ständig zu relativieren beginnen, wenn Frauen sich über alltäglichen Sexismus beschäftigen.)

    Abgesehen davon geht es in diesem Artikel nicht um das Hemd von Matt Taylor. Wenn ihr unbedingt das Recht der Männer verteidigen wollt, in der Öffentlichkeit beleidigende Kleidungsstücke zu tragen, dann wäre es nett, wenn ihr das in Offtopic-Thread macht.

  24. #24 Wolfgang Graßmann
    15. November 2014

    @Florian Freistetter

    Bezüglich des Shirts scheint mir, daß Sie einen guten Inquisitor abgegeben hätten, vor 500 Jahren.

  25. #25 swage
    15. November 2014

    Es ist ein Hemd. Sollen wir wirklich da ansetzen und das ganze medial breittreten damit wir uns besser fühlen? Es geht ja auch zu Lasten eines Menschen. Es war nicht besonders geschickt, sicher, aber wenn wir solche Maßstäbe anlegen, dann bitte konsequent. Dann soll mir auch keiner mehr mit sex sells ankommen, was ja ein ganz großes Mantra bei genau den Medien ist, die sich jetzt darüber aufregen. Ist schon ein wenig heuchlerisch. Haben wir es da möglicherweise eher mit reißerischer Sensationsmedienberichtserstattung zu tun die ganz bewusst in kauf nimmt einzelne Individuen öffentlich zu ächten und wegen eines verqueren Modeverständnisses sozial zu isolieren, währen zwischen den Berichten gewisse Telefondamen ihre Dienste anpreisen? Bah…

  26. #26 Halec
    Freiburg
    15. November 2014

    Wieso musste man so weit weg reisen um auf einem Kometen zu landen?

  27. #27 frantischek
    15. November 2014

    Wenn ich das Hemd richtig interpretiere dann soll es wohl einen gewissen James Bond Style vermitteln. Der Zusammenhang zu Philae ist jetzt auch gar nicht sooo weit hergeholt, James Bond hatte auch Autos die, ähnlich wie Philae Harpunen, Seilwinden, Nachtsicht und ähnliche Gadgets hatten.

    Ich möcht jetzt auch gar nicht zu viel diskutieren, ich weiß das solche Diskussionen meist zu nix führen. Ich bin auch nicht böse auf die Leute die das nicht in Ordnung finden. Sollen sie.

    Trotzdem hab ich eine Frage: Wenn eine der Projektmitarbeiterinnen ein Hemd mit He-Man (gleichwertig: leicht bekleideter Mann mit “Traummaßen” der menschenunmögliches vollbringt) drauf getragen hätte. Hättet ihr euch dadurch in eurer Würde als Mann herabgesetzt und beleidigt gefühlt?

    Wäre nett wenn die Frage möglichst mit ja oder nein beantwortet werden könnte. Das ist auch keine Fangfrage. Mich interessierts wirklich.

  28. #28 rolak
    15. November 2014

    Wieso so weit?

    Weil so ein Komet nur äußerst selten in den unteren Parkorbit um die Erde einschwenkt, um sich begutachten zu lassen, Halec.

  29. #29 Christoph Seufert
    15. November 2014

    Coole Eindrücke, auch wenn ich die Faszination nicht so ganz nachvollziehen kann (mich interessieren eher die Ergebnisse).

    Wo mir die unglaublich lange Laufzeit der Mission so bewusst geworden ist, ist als ich die MOTIF (das waren die UIs der HP/SGI und IBM Unix Workstations) Oberflächen der Dashboards gesehen habe. MOTIF hatte ich zuletzt Ende der 90er an der Uni gesehen. Da wurde mir erst so wirklich bewusst, in welchem technologischen Umfeld die Mission begonnen wurde.

    Mein Senf zum Shirt: Den Shi(r)tstorm und die Aufgeregtheit der Diskussion finde ich mal wieder schwierig. Was mich eher enttätuscht ist, dass offenbar auch niemand

  30. #30 Christoph Seufert
    15. November 2014

    Fortsetzung:

    , dass offenbar auch niemand aus dem Umfeld der Arbeitsumfeld ESA (ich sah da eigentlich nur Männer) Taylor mal darauf hingewiesen, dass das nicht so ganz ok ist. Nun ja, zumindest wirds wohl ein paar Diskussionen in Gang bringen bei der ESA.

  31. #31 Alderamin
    15. November 2014

    @Halec

    Weil die Rakete zu schwach war, es auf direktem Wege zu schaffen, man hat sich in sogenannten “Swing-by- Manövern” Schwung an Mars und Erde geholt. Und weil man unterwegs noch ein paar Asteroiden (Steins und Lutetia) aufnehmen wollte, die auf dem Weg lagen.

    Hier der gesamte Weg der Sonde (gestrichelte Linie).

  32. #32 Halec
    15. November 2014

    @ rolak und Alderamin.
    Danke.

  33. #33 Florian Freistetter
    15. November 2014

    @Wolfgang: “Bezüglich des Shirts scheint mir, daß Sie einen guten Inquisitor abgegeben hätten, vor 500 Jahren.”

    Tatsächlich? Denken sie auch manchmal nach, bevor sie irgendwas schreiben? Sie meinen also, ich wäre ein Mensch, der gerne andere Menschen töten möchte (so wie die Inquistoren es vor 500 Jahren getan haben), weil ich der Meinung bin, dass man es nicht angebracht ist, in einem T-Shirt mit halbnackten Frauen Öffentlichkeitsarbeit zu machen? (Aber sparen sie sich die Antwort – mit Leuten, die mich mit Mördern vergleichen diskutiere ich sowieso nicht).

  34. #34 Florian Freistetter
    15. November 2014

    @swage: “Es geht ja auch zu Lasten eines Menschen. “

    Kommt jetzt wieder das Argument der “armen” Männer, deren Freiheiten eingeschränkt werden? Wenn ja, dann wäre ich dir dankbar, wenn du diese Diskussion anderswo führen willst und nicht hier. (Es erstaunt mich immer wieder, wie SEHR manche Leute das Bedürfnis haben, das angebliche “Recht” zu verteidigen, andere Menschen zu beleidigen. Ist der gleiche Quatsch wie damals, als wegen der Streichung des Wortes “Neger” aus dem Buch von Ottfried Preußler der Untergang des Abendlandes beschworen wurde…)

  35. #35 Florian Freistetter
    15. November 2014

    @frantischek: “Hättet ihr euch dadurch in eurer Würde als Mann herabgesetzt und beleidigt gefühlt?”

    Das ist nicht wirklich relevant. Es geht darum, DASS dieses Hemd von sehr vielen Frauen als herabsetzen und beleidigen empfunden wurde. Das es in einem Umfeld getragen wurde, das traditionell von Männern dominiert wird und in dem Frauen ständig genau solchen (oft nichtmal bewusst getätigten) Alltagssexismus ertragen müssen. Das es bei einem Ereignis getragen wurde, das u.a. dazu gedacht ist, Menschen zu inspirieren und nicht abzuschrecken. Ob ein Mann ein hypothetische Aktion einer Frau gut oder schlecht gefunden hätte ist nicht relevant, wenn es um die Frage geht, ob es falsch war von Matt Taylor zu diesem Zeitpunkt dieses Hemd zu tragen. Das war es.

  36. #36 Steffmann
    15. November 2014

    @T-Shirt

    soviel zum Thema: Wissenschaft ist cool…. -.-

    @Alderamin:

    Die Schubkraft und die Schubdauer müssen doch auf so eine Entfernung unglaublich präzise abgestimmt worden sein oder ? Wie haben die das hingekriegt ?

  37. #37 Alderamin
    15. November 2014

    @Steffmann

    Zum einen sind die Manöver der Trägerrakete sehr präzise. Zum anderen sind zwischendurch aber auch immer Kurskorrekturmanöver (engl. trajectory correction maneuvres) der Sonde eingeplant, die dann der aktuellen bzw. gewünschten Flugbahn angepasst werden und gelegentlich auch mal entfallen können. In einem Schuss eine so komplexe Flugbahn zu erreichen, wäre natürlich ein Ding der Unmöglichkeit.

  38. #38 Lercherl
    15. November 2014

    Einer hat sich zur Absonderung von außerordentlichem Schwachsinn inspirieren lassen: Univ. Prof. Dr. Franz Moser, 8075 Hart schrieb einen Leserbrief in der “Presse” vom 15. November: „Das sinnlose Tun der wissenschaftlichen Elite”. Wegen seines Allerweltsnamens ist er schwer zu identifizieren. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist es aber dieser hier:

    http://www.geistigeheilweisen.at/hart/zgh_hart.html

    Ob er als Verfahrenstechniker auch feinstofflich gearbeitet hat?

  39. #39 Veit
    15. November 2014

    Wobei ich mir nicht sicher bin, ob nicht Paramount sein Veto bei den Star Trek Uniformen eingelegt hätte…

  40. #40 frantischek
    15. November 2014

    @Florian:
    Das ist nicht relevant ist aber keine Antwort auf meine Frage.
    Heißt das du willst die Frage nicht beantworten? Is sie zu doof oder sexistisch oder so?

    Mich interessiert die Anwort wirklich. Auf die anderen Punkte deiner Antwort will ich gar nicht eingehen weil ich wie gesagt gar nicht diskutieren will. Da könnten wir Stunden lang schreiben und wohl auf keinen grünen Zweig kommen. Wobei mich das nicht allzu stört. Wenn andere eine andere Meinung haben als ich kann ich das akzeptieren.

    Aber trotzdem würde mich die Antwort interessieren, und zwar sehr.

  41. #41 Steffmann
    15. November 2014

    @Alderamin

    Danke !

  42. #42 Florian Freistetter
    15. November 2014

    @frantischek: “Aber trotzdem würde mich die Antwort interessieren, und zwar sehr.”

    Und mich würde interessieren, welcher Zusammenhang zum Thema (das ja eigentlich auch nicht das Thema ist) besteht. Aber wenn du es ansonsten nicht aushältst: Ja, ich fände so eine Bekleidung bei so einer Veranstaltung genau so unpassend wie das Hemd von Taylor unpassend war.

  43. #43 Steffmann
    15. November 2014

    @frantischek
    @Florian

    der wahre Sexismus an diesem T-Shirt liegt nur in dieser Diskussion. Wo kein Kläger, da kein Richter.

  44. #44 frantischek
    15. November 2014

    Den Zusammenhang siehst du nicht? Ich schon.
    Es wird bekrittelt das einer der Missionsleiter ein Shirt trug das Frauen in Bademode mit Idealmaßen zeigt.
    Ich seh da eigentlich kein Problem. Wenn andere damit ein Problem haben, ok. Und sie sollen das auch sagen dürfen, auch ok.
    Nur versteh ich den Riesenrummel nicht der gerade gemacht wird. Ich bin mir sicher (und das ist meine persönliche Meinung, da kann man nicht viel machen) das das angesprochene He-Man Shirt nicht so einen Aufruhr verursacht hätte. Und warum auch?
    Ich bin mir ebenso sicher das die Damen die sich echauffieren kein Problem damit haben Parfüms, Sonnencremes, evtl. Schminke etc. zu benutzen die im Normalfall von RICHTIG stereotypen Mädels mit Idealmaßen und in teils noch viel leichterer Kleidung beworben werden.

    Ich hab wirklich kein Problem mit Gleichberechtigung. Ehrlich! Ich hab auch beim ESA Event eine Menge Frauen gesehen die teilweise in leitenden Positionen daran mitgearbeitet haben.
    Ich verstehs halt einfach nicht.

  45. #45 swage
    15. November 2014

    Kommt jetzt wieder das Argument der “armen” Männer, deren Freiheiten eingeschränkt werden?

    Nein, es kommt das Argument der Verhältnismäßigkeit. Ein Rüffel innerhalb der ESA außerhalb der öffentlichen Medien wäre verhältnismäßig gewesen. Grade zu so einem Zeitpunk, einem Karrierehöhepunkt, derart öffentlich auf jemanden einzudreschen erscheint mir unnötig grausam. Man kann alles übertreiben. Zumal gerade… also nehmen wir mal die Bild-Zeitung, Spiegel Homepage, Fokus usw. ja selbst nicht gerade unschuldig sind was freizügiges Bildmaterial betrifft, nicht wahr? Vom Fernsehen mal völlig abgesehen. Und die spielen jetzt die empörten Moralapostel? Mal ehrlich… bwahaha! Klar sind das nicht die Maßstäbe der ESA, aber das gehört dann eben auch intern in eine Debatte der ESA.

  46. #46 Florian Freistetter
    15. November 2014

    @swage: ” also nehmen wir mal die Bild-Zeitung, Spiegel Homepage, Fokus usw. ja selbst nicht gerade unschuldig sind was freizügiges Bildmaterial betrifft, nicht wahr?”

    “Die anderen haben aber auch!” ist nicht mal mehr im Kindergarten ein Argument.

    “aber das gehört dann eben auch intern in eine Debatte der ESA.”

    Matt Taylor hat sich aber nun mal eben nicht intern der ESA präsentiert, sondern der ganzen Welt.
    Und wenn ich mir ansehe, was da bei Facebook, Twitter & Co jetzt für absurde Beschimpfungen auf all die treffen, die es gewagt haben, den Auftritt zu kritisieren, frage ich mich schon, woher dieser Hass (anders kann man es nicht nennen) kommt.

    Mal ernsthaft: Ist es wirklich SO ein großes Problem für dich zu akzeptieren, dass sich Frauen durch so einen Auftritt gestört fühlen? Mag ja sein, dass DU dich nicht gestört fühlst. DU bist aber auch nicht der Maßstab. Aber egal – ich kann damit leben wenn mich Leute hier im Blog oder bei Facebook als potentiellen Mörder, Unmensch, Irren, etc bezeichnet zu werden. Immerhin kriege ich keine Gewaltandrohungen, so wie viele Frauen, die es gewagt haben, sich von diesem Hemd gestört zu fühlen.

    Und wenn wir dieses Thema hier jetzt BITTE beenden können, wäre das super. Danke.

  47. #47 Florian Freistetter
    15. November 2014

    @frantischek: “Ich verstehs halt einfach nicht.”

    –> http://infactorium.com/2014/11/13/that-shirt/

    Ein Auszug: “Casually throwing around sexually charged language and imagery in a workplace that is not about sex is simply not appropriate behavior. For anyone. And yes, for some men this means losing a tiny measure of freedom. We lose the freedom to be horn-dog dipshits in the workplace, because we need the workplace to be a comfortable place for everyone. (And, while it seems far less common to me, yes, women are also not allowed to be horn-dog dipshits in the workplace.)”

    (Und wie die von dir vermutete Reaktion auf ein hypothetisches Ereignis, das nicht stattgefunden hat, aussehen würde, ist tatsächlich vollkommen irrelevant)

  48. #48 swage
    15. November 2014

    “Die anderen haben aber auch!” ist nicht mal mehr im Kindergarten ein Argument.

    Im Prinzip ist das richtig, aber das ist so als würde dich Hugh Hefner den Papst für sein amourösen Eskapaden kritisieren. Ich schmeiß mich weg… im Kindergarten oder sonstwo… sorry.

    Matt Taylor hat sich aber nun mal eben nicht intern der ESA präsentiert, sondern der ganzen Welt.

    In der Tat, das hat er und das war inkorrekt, aber… hast du ein mal einen Blick ins Internet geworfen? Die das ist die Welt aus der Matt Taylor kommt! Das sollte doch irgendwie strafmindernd von der erbosten Welt angerechnet werden, oder etwa nicht?

    Sicher, das macht es nicht richtig, aber deswegen macht man nicht so ein Faß auf. Das Timing war auch völlig daneben. Wir reden hier von einem Hemd… und nächste Woche vom Kleid von Lady Gaga…

  49. #49 Florian Freistetter
    15. November 2014

    @swage: ” aber das ist so als würde dich Hugh Hefner den Papst für sein amourösen Eskapaden kritisieren.”

    Ok. Du scheinst tatsächlich nicht zu verstehen, von wem die Kritik kommt und warum sie kommt. Und da ich wenig Hoffnung habe, dass du irgendwas verstehst, was du nicht verstehen willst (so wie bei deinem ganzen Alien-Kram), wiederhole ich noch einmal: Die Diskussion hat hier nichts verloren; hier geht es um etwas anderes und wenn es dir so ein großes Bedürfnis ist, dich über die Menschen aufzuregen, die das beleidigende Outfit kritisieren, dann wirst du sicher anderswo einen besseren Ort finden.

  50. #50 swage
    15. November 2014

    Jedenfalls bezweifle ich ob sich diejenigen über die Tragweite dieser Geschichte zu diesem Zeitpunkt im klaren sind, was ich durchaus zu deren Gunsten auslege.

  51. #51 Basilius
    Sasami-san@Ganbaranai
    16. November 2014

    Das Thema dieses Artikels lautet:

    Raumfahrt inspiriert – aber auch die Richtigen?

    Die Antwort scheint mir einfach: Nein, sie inspiriert die falschen.
    Jedenfalls habe ich diesen Eindruck angesichts der hier absolut nicht hineingehörenden T-Shirt-Diskussion. Es fühlen sich die Gewohnheitschauvinisten angepinkelt und kommen mit den selben schon längst abgekauten JammerArgumenten daher.
    Könntet Ihr alle bitte Florians Wunsch respektieren, daß das hier nicht das Thema ist?
    Es gibt genug Seiten/Blogs/Foren in denen Ihr der Welt erklären könnt, warum ihr glaubt, daß ihr keine Chauvis seid und warum die Welt trotzdem in Ordnung sei.
    Es wäre einfach nett, weil ich dann nicht extra immer drüber hinweg lesen muss.
    -_-

  52. #52 frantischek
    16. November 2014

    Es wäre auch einfach nett wenn du 1. nicht die Mehrzahl benutzen würdest. Nachdem Florian gesagt hat er will das Thema beenden hab ich das.
    Und du 2. keine Beleidigungen benutzen müßtest wenn du was zu sagen hast.
    Danke!