Der Anfang des Jahres ist ja traditionell immer die Zeit, in der man diverse Vorsätze schmiedet. Weniger Trinken, weniger Rauchen, abnehmen, mehr Sport treiben, und so weiter. Und genau so traditionell sind die guten Vorsätze dann meistens schnell wieder vergessen. Ich dachte mir daher, es wäre effizienter den Teil mit dem Scheitern gleich zu überspringen und stattdessen zu erklären, welche Projekte ich 2015 nicht umsetzen werde 😉

Natürlich handelt es sich hier nicht um echte Vorsätze. Aber ich habe immer wieder Ideen für interessante Projekte und bei vielen davon schaffe ich es auch, sie früher oder später zu realisieren. Bei manchen ist mir aber schon im Vorhinein klar, dass sie aller Wahrscheinlichkeit nach nicht umsetzbar sind. Damit diese Ideen aber nicht völlig verloren gehen, wollte ich sie trotzdem mal aufschreiben. Und wer weiß – vielleicht wird ja doch noch irgendwann einmal etwas daraus! Denn eigentlich finde ich die Ideen trotz allem ziemlich gut. Zum Beispiel:

Ein umfassendes und allgemeinverständliches Buch über Himmelsmechanik schreiben

Ich bin Himmelsmechaniker. Wenn ich das sage, amüsiert das viele Leute, die sich da vielleicht jemanden vorstellen, der mit Hammer und Schraubenschlüssel am Himmel herumbastelt. Aber die Himmelsmechanik ist einfach nur eines der vielen Arbeitsgebiete von Astronomen. Genau so wie es zum Beispiel die Fächer der Extragalaktik, der Stellarastronomie oder der Planetologie gibt, gibt es eben auch die Himmelsmechanik. Das Wort klingt vielleicht tatsächlich ein wenig angestaubt und veraltet – aber die Himmelsmechanik IST ja auch alt. Sie ist die älteste theoretische Disziplin der Astronomie und bis zu den grundlegenden Arbeiten von Albert Einstein und seinen Kollegen am Beginn des letzten Jahrhunderts die später zur Entwicklung der modernen Astrophysik geführt haben, war die Himmelsmechanik im wesentlichen die komplette theoretische Astronomie.

Das Fach beschäftigt sich mit der Bewegung der Himmelskörper. Damit sind Asteroiden und Planeten genau so gemeint wie Sterne, Galaxien oder Galaxienhaufen. Alles was sich im Universum irgendwo und irgendwie bewegt fällt in den Zuständigkeitsbereich der Himmelsmechanik. Früher war das im wesentlichen auch alles, was man beobachten und beschreiben konnte. So lange man keine Ahnung von der Beschaffenheit und Entfernung der Planeten, Sterne und Galaxien hatte, konnte man nur die Positionen der Lichtpunkte am Himmel aufzeichnen, deren Veränderung registrieren und probieren, diese Bewegung zu verstehen.

Die Himmelsmechanik ist daher auch notgedrungen eine sehr mathematische Disziplin. Man arbeitet mit komplizierten (sehr komplizierten!) Formeln; muss lange und komplexe Computerprogramme selber schreiben und wenn man etwas bei dieser Arbeit nicht tut, dann das, was die meisten immer als erstes mit Astronomie verbinden: Durch ein Teleskop schauen. Aber trotzdem ist die Himmelsmechanik ein enorm faszinierendes Fach! Und es gäbe wahnsinnig viele spannende Geschichten zu erzählen…

So sieht ernsthafte Himmelsmechanik aus!

So sieht ernsthafte Himmelsmechanik aus!

Von den Anfängen der Himmelsmechanik, die auch gleichzeitig die Anfänge der Astronomie selbst waren und die Menschen schon vor vielen Jahrtausenden dazu gebracht hat, Bauwerke wie Stonehenge zu errichten, um den Überblick über die Bewegung von Sonne, Mond und Sternen zu behalten. Von den Anfängen der modernen Naturwissenschaft im 17. Jahrhundert als Johannes Kepler und Isaac Newton die mathematischen Grundlagen zur Beschreibung der Bewegung der Himmelskörper geliefert haben und gleichzeitig jede Menge Dogmen und Weltbilder über den Haufen geworfen haben. Die Geschichte von Urbain LeVerrier und sein Vertrauen in die Himmelsmechanik die zur Entdeckung des Planeten Neptun geführt haben und die erfolglose Suche nach dem Planeten Vulkan, die erst durch eine weitere himmelsmechanische Revolution von Albert Einstein zu einem Ende gebracht werden konnte. Oder die Geschichte von Henri Poincaré, der die prinzipielle Unmöglichkeit aufgezeigt hat, die Bewegung der Planeten jemals mathematisch exakt erfassen zu können und dabei die Grundlagen der Chaostheorie gelegt hat. Womit wir bei der modernen Himmelsmechanik wären, die so gar nicht “verstaubt” ist sondern sich eben mit all den Auswirkungen des Chaos beschäftigen muss; große Supercomputer mit komplexen Simulationen betreibt um tief in die Vergangenheit und weit in die Zukunft unseres Sonnensystems zu blicken oder die Dynamik von fremden Planetensystemen zu verstehen. Oder versucht, die Gefahr durch kollidierende Asteroiden in den Griff zu bekommen; den optimalen Weg für Raumsonden auf der Reise zu anderen Planeten zu planen und nebenbei neue mathematische Methoden entwickelt, um das dem Universum immer innewohnende Chaos zu beschreiben.

Die Himmelsmechanik gehört zu den faszinierendsten Gebieten der Astronomie (und das sage ich nicht nur, weil ich selbst dieses Fach studiert habe). In den Jahrtausenden ihrer Existenz hat sie sich immer wieder gewandelt, dabei immer wieder spannende Ergebnisse produziert und damals wie heute spielt sie eine wichtige Rolle bei der Bewältigung der jeweils aktuellsten Fragen in der Astronomie (derzeit zum Beispiel bei der Suche nach dunkler Materie oder lebensfreundlicher Exoplaneten). Die Himmelsmechanik hätte ein eigenes Buch mehr als verdient!

Warum ich dieses Vorhaben nicht umsetzen werde

Ein Buch mit netten himmelsmechanischen Geschichten und Anekdoten zu schreiben, wäre nicht weiter schwer (und vielleicht mache ich das auch irgendwann mal). Aber ich würde mir wünschen, die echte Himmelsmechanik beschreiben zu können. Ich würde tatsächlich gerne auch die ganzen mathematischen Grundlagen vermitteln – von der faszinierenden Komplexheit der Störungsrechnung bis hin zu den modernen Algorithmen der gewaltigen Computersimulationen. Natürlich will ich kein Lehrbuch der Himmelsmechanik schreiben (von denen gibt es schon genug). Und das Buch soll auch nicht mit Zahlen und Formeln vollgestopft werden. Aber es ist durchaus möglich, auch mathematisch komplexe Vorgänge allgemein verständlich und ohne Formel-Overkill zu beschreiben. Zumindest wenn man es auf die richtige Art und Weise tut und wenn man sich dabei viel Zeit lässt. Und genau das ist das Problem.

Ein umfassendes und allgemeinverständliches Buch über Himmelsmechanik, so wie es mir vorschwebt, mit all den spannenden Geschichten und Anekdoten UND der faszinierenden mathematischen Grundlage, inklusive Störungsrechnung und Chaostheorie, wäre zwangsläufig ein umfangreiches Buch. Es wäre ein dickes Buch und ich bräuchte entsprechend viel Zeit alles zu recherchieren und zu schreiben. Diese Zeit kann man sich als hauptberuflicher Autor aber nur dann lassen, wenn man ausreichend berühmt ist, der Verlag mit entsprechend hohen Absatzzahlen rechnen kann und einen Vorschuss zahlt, von dem man während der langen Zeit des Schreibens leben kann. Aber egal wie sehr man sich anstrengt: Ein Buch über Himmelsmechanik wird niemals ein Bestseller werden. Ich müsste es also in meiner Freizeit schreiben, während ich meinen Lebensunterhalt mit anderer (Schreib)Arbeit verdiene. Was natürlich dazu führt, dass es noch länger dauert, bis es fertig werden würde. So ein Buch wäre ein Projekt, das vermutlich viele Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte dauern würde. Vielleicht schreibe ich es, wenn ich irgendwann mal in Rente gehe und genug Freizeit habe…

Und bis dahin gibt es ja zum Glück noch jede Menge andere faszinierende Themen über die man Bücher schreiben kann! Das “Opus Magnum” über Himmelsmechanik hebe ich mir für das Ende meiner Karriere auf 😉

Über die gesamte astronomische Forschung in Deutschland berichten

Diese Idee beschäftigt mich schon, seit ich vor 7 Jahren mit dem Bloggen angefangen habe. Deutschland ist zwar ein großes Land, aber die astronomische Forschung die hier durchgeführt wird, ist immer noch überschaubar. Man könnte tatsächlich regelmäßig über die gesamte astronomische Forschung berichten und dabei nicht allzu viel auslassen. Natürlich ist es nicht möglich, jede einzelne wissenschaftliche Arbeit die an astronomischen Forschungseinrichtungen veröffentlicht wird, ausführlich zu erklären und vorzustellen. Aber es wäre möglich, wesentlich mehr zu berichten als über das, was normalerweise per Pressemitteilung in den Medien verteilt wird.

Denn die erzeugen leider ein verzerrtes Bild dessen, was wirklich passiert. Nicht alles, was per Aussendung verbreitet wird, ist wirklich sooo relevant, wie darin behauptet wird. Und vieles was relevant ist, wird nicht so präsentiert wie es sollte bzw. taucht nur in den Literaturdatenbanken auf ohne von den Medien berücksichtigt zu werden. Theoretisch wäre es aber möglich, sich jeden Tag den Forschungsoutput der deutschen Astronomie anzusehen; ein oder zwei interessante Geschichten genauer zu beschreiben und den Rest zumindest kurz zu erwähnen. Dazu könnte man im Laufe der Zeit die einzelnen Forschungsinstitute vorstellen; ein bisschen über die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler selbst berichten; Interviews mit Studierenden führen; über Veranstaltungen berichten, und so weiter.

Man könnte ein Online-Portal schaffen und dort die Astronomie Deutschlands umfassend und immer aktuell darstellen. Man könnte das ganze mit Videos und Podcasts aufpeppen und eine Anlaufstelle schaffen für alle, die im deutschsprachigen Raum an Astronomie interessiert sind. Man könnte…

Warum ich dieses Vorhaben nicht umsetzen werde

Im Prinzip wäre das ein Projekt, das eine Person vermutlich gerade noch so bewältigen könnte. Aber es wäre ein Vollzeitjob und damit wären wir wieder beim üblichen Problem: Geld! Ich denke nicht, dass sich so ein Astronomie-Portal selbst finanzieren könnte. Werbung u.ä. reicht nicht aus, um eine Stelle zu finanzieren, mit der eine Person ihren Lebensunterhalt finanzieren kann. So ein Projekt könnte also nicht privat von mir organisiert werden; es müsste eine Auftragsarbeit einer entsprechenden Institution sein – dem Wissenschaftsministerium zum Beispiel. Aber es ist mehr als unwahrscheinlich, dass man dort gerade die Astronomie für so ein umfassendes Öffentlichkeitsarbeit-Projekt auswählt und die nötigen Gelder freigibt. Und selbst wenn das passieren sollte, dann würde das Projekt von einem Team aus Wissenschafts-PR-Leuten umgesetzt werden und nicht von einem selbstständigen Blogger wie mir. Und das wäre mir gar nicht mal so unrecht, weil ich bei so einem enormen Projekt keine Zeit mehr für all die anderen schönen Dinge (mein Blog, meine Bücher, meine Podcasts, etc) habe, die ich derzeit mache.

Ich bin zwar immer noch der Meinung, ein Astronomie-Portal wie ich es mir vorstelle, wäre eine tolle Idee um den Menschen die echte Forschung zu vermitteln und nicht nur das, was von Pressestellen und Medienredakteuren zur Verbreitung ausgewählt wird. Es wäre eine tolle Idee nicht nur für die Astronomie sondern für jede Forschungsrichtung. Aber es ist leider auch eine äußerst utopische Idee, die aus einer Vielzahl von Gründen nicht umgesetzt werden kann (zumindest nicht in der Form, die ich mir vorstelle).

Die Wissenschaft überall in Deutschland finden

Seit ich als freier Autor arbeite, reise ich viel. Ich reise meistens nicht weit, sondern bleibe im deutschsprachigen Raum – aber da ich deutschsprachige Texte verfasse, ist das auch nur logisch. Ich bin in den letzten Jahren kreuz und quer durch Deutschland (und auch ein wenig durch Österreich und noch weniger durch die Schweiz und Südtirol) gereist und habe dabei festgestellt, dass es dort genau so viel zu entdecken gibt, wie im Rest der Welt. Natürlich ist es – zumindest für alle die hierzulande wohnen – nicht so exotisch wie zum Beispiel in Indien, Australien, Brasilien oder Ägypten. Aber wenn man genau hinsieht und vor allem auf die richtige Art und Weise hinsieht, ist Deutschland immer wieder überraschend.

Auf meinen Reisen komme ich nicht nur in die großen Metropolen sondern immer wieder auch in kleinere Städte und Dörfer und Regionen, die man normalerweise nicht auf dem Reiseplan hat. Und wenn man sich ein wenig mit der Geschichte dieser Gegenden beschäftigt und ein wenig genauer hinsieht, dann findet man überall Orte und Dinge, mit denen man nicht gerechnet hätte. Das gilt besonders für die Wissenschaft! Wenn ich in meinen Büchern und Artikeln über Wissenschaft schreibe, dann probiere ich ja immer zu zeigen, dass die Wissenschaft ÜBERALL ist. Man muss die Welt nur auf die richtige Art und Weise betrachten. Ich habe das in meinem Buch “Der Komet im Cocktailglas” getan; aber auch immer wieder bei meinen Reisen. Ich bin mit dem Fahrrad von Bayern bis zur Nordsee gefahren und habe die “Wissenschaft am Wegesrand” gefunden; ich bin die Donau entlang gefahren und habe überall interessante Geschichten über die Zeit entdeckt und auf der Fahrradtour von Jena nach Wien unterwegs die Spuren der Asteroiden gefunden.

Und am liebste würde ich das für jeden Ort in Deutschland machen! Ich würde gerne durch das ganze Land reisen und in jeder Stadt (oder zumindest jedem Landkreis) auf die Suche nach der Astronomie bzw. der Wissenschaft allgemein machen. Wie das aussehen könnte, habe ich im Sommer ja schon auf der Insel Neuwerk getestet. Ich bin mir absolut sicher, dass sich überall spannende Geschichten finden lassen. Man muss sich nur auf die Suche machen!

Auch mitten im Meer gibts jede Menge Astronomie!

Auch mitten im Meer gibts jede Menge Astronomie!

Warum ich dieses Vorhaben nicht umsetzen werde

Ich werde im Rahmen meiner Möglichkeiten natürlich weiterhin durch die Gegend reisen und dabei über Wissenschaft berichten. Aber es wäre schön, das oben beschriebene Projekt irgendwie geplant und gezielt umzusetzen. Dazu wäre aber eine ungleich höhere Reisetätigkeit notwendig, als ich sie mir leisten kann. Meine finanziellen Möglichkeiten erlauben es mir, ein- bis zweimal pro Jahr ein bisschen durch die Gegend zu radeln und vielleicht noch den einen oder anderen Kurzbesuch an interessanten Orten zu machen. Dazu kommen die Vorträge zu denen ich eingeladen werde und bei denen die Veranstalter die Reise- und Übernachtungskosten übernehmen. Aber das reicht natürlich nicht, um ein so großes Land wie Deutschland systematisch zu bereisen. Dazu bräuchte es entsprechende Auftraggeber oder Sponsoren.

Ich hätte prinzipiell auch nicht einmal ein moralisches Problem, mich für so ein Projekt zum Beispiel von irgendwelchen Tourismusbehörden sponsern zu lassen. Ich würde ja keine Lobhudeleien auf die Region verfassen, sondern einfach über die interessante Wissenschaft berichten, die ich dort finde. Und auch wenn das nicht der übliche Reisejournalismus ist, in dem Land, Leute & Essen gelobt und die typischen Sehenswürdigkeiten vorgestellt werden, gäbe es vielleicht doch eine Zielgruppe, die eben gerade nicht an den 0815-Berichten über Städte und Landkreise interessiert ist, sondern auch einen anderen Zugang erfahren möchte. Insofern könnten die Sponsoren von so einem Projekt ebenfalls profitieren. Aber es wäre vermutlich mehr als nur mühsam, alle Bürgermeister/Tourismusleiter/etc in der Bundesrepublik anzuschreiben und sie davon zu überzeugen, dass ihre Orte auch aus wissenschaftlicher Sicht interessant sind… Ein “wissenschaftlicher Reiseführer” wäre auf dem traditionellen Reiseliteraturmarkt wohl auch kein großer Verkaufsschlager und damit fällt auch die Finanzierung durch einen Verlag flach.

Es wird mir also wohl vorerst nichts anderes übrig bleiben, als weiterhin privat und ziellos durch das Land zu reisen und die Geschichten dort zu suchen, wohin es mich gerade verschlägt. Und vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht. Wenn das Reisen zum Beruf wird, macht es vielleicht gar nicht mehr so viel Spaß, wie man denkt…

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Ich weiß nicht, was die Zukunft bringen wird. Vielleicht ergibt sich doch noch mal die Möglichkeit, eines der oben genannten Projekte umzusetzen. Vielleicht habe ich irgendwann auch einen völlig anderen Job. Sicher ist nur, dass das Jahr 2015 noch fast komplett vor mir liegt und ich zumindest für die kommenden 365 Tagen ausreichend Projekte und Ideen habe, die ich auch auf jeden Fall umsetze werde! Aber davon werdet ihr dann erfahren, wenn es so weit ist! Und bis das geschieht, können wir ja noch ein bisschen im Kommentarbereich plaudern: Welche Projekte wolltet ihr schon immer Mal durchführen und aus welchen Gründen hat es bis jetzt noch nicht geklappt?

Kommentare (16)

  1. #1 Herbert
    2. Januar 2015

    Das Buch über Himmelsmechanik wäre eine echte Bereicherung für jede Sternwartenbibliothek und für jeden Bücherschrank eines Hobbyastronomen. Sehr schade, dass Du die Realisierung für unwahrscheinlich erachtest… ::(

    Vielleicht wäre eine Publikation in Englisch denkbar? Da ist der in Frage kommende Kundenkreis größer und es gibt auch Verlage, bei denen das gut ins Programm passen würde…

  2. #2 Florian Freistetter
    2. Januar 2015

    @Herbert: “Sehr schade, dass Du die Realisierung für unwahrscheinlich erachtest… ::(“

    Wie gesagt – das ist ein Projekt, für das man viel Zeit braucht und das Geld, sich diese Zeit nehmen zu können. Und das fehlt leider und soweit ich die Verlagslandschaft kenne, ist es so einfach bei so einem Thema auch nicht aufzutreiben…

    “Vielleicht wäre eine Publikation in Englisch denkbar?”

    Auch schwierig… Die englischen Verlage kaufen ja schon so gut wie nie deutschsprachige Sachbücher für Übersetzungen ein; einfach weil sie selbst genug Autoren haben die alle Themen abdecken.

  3. #3 Nanda
    2. Januar 2015

    @Florian: Das ist in sich aber auch ein sehr interessanter Punkt. Wie viel Geld würde es dich denn so ganz grob überschlagen wohl kosten, dieses Buch zu schreiben? – Würde mich tatsächlich mal interessieren. Denn es muss ja nicht zwangsläufig von den Verlagen kommen.

  4. #4 Celladoor
    2. Januar 2015

    Hi Florian,

    Mal eine Frage zur Himmelsmechanik. Kennst du den Film K-Pax? Da wird so eine Formel aufgeschrieben. Kannst du sagen ob die einen Sinn ergibt?

    Hier ein Screenshot besagter Szene:
    http://i.imgur.com/ksjEC7I.jpg

    Und hier die ganze Szene ab Minute 2:50:

  5. #5 Florian Freistetter
    2. Januar 2015

    @Nanda: ” Denn es muss ja nicht zwangsläufig von den Verlagen kommen.”

    In dem Fall ginge es fast nicht anders. Wenn ich da ein bis zwei Jahre dran arbeite (und das ist noch konservativ geschätzt) muss ich in der Zeit von etwas leben. Abgesehen davon ist es mit dem Schreiben ja nicht getan. So ein Buch muss gedruckt werden, lektoriert werden und vor allem vertrieben werden! Und da hat ein Verlag ganz andere Strukturen und Möglichkeiten als ein crowdgefundetes Projekt. Ich habe jedenfalls kaum Lust, dann auch noch durch alle Buchläden des Landes zu tingeln und mein Buch zu verticken… 😉

  6. #6 Meo
    2. Januar 2015

    Das Buch über Himmelsmechanik wäre von mir sofort gekauft. Magste das nicht crowdfunden? Das wäre doch was 😀

  7. #7 partikel
    2. Januar 2015

    @Celladoor ist die übliche Formel zur Bahnberechnung von Planeten die um eine Sonne kreisen.

  8. #8 Klaus
    2. Januar 2015

    4 x “spannend”, dass muss ja wirklich “aufregend”(*) sein 🙂

    .

    .
    .

    fesselnd, interessant, anregend, packend (und 100 mehr)

  9. #9 Florian Freistetter
    2. Januar 2015

    @meo: ich bin kein Freund des Crowdfunding. Dazu hab ich auch im Kommentar zuvor schon was gesagt.

  10. #10 Alderamin
    2. Januar 2015

    @Celladoor

    3. Keplersches Gesetz, Formulierung mit 2 Massen.

    Mtot=Massensumme, m*=Masse Stern, mp=Masse Planet (bei Wikipedia M und m), a=Große Halbachse, P=Umlaufperiode (bei Wikipedia T), G=Gravitationskonstante.

  11. #11 Ingo Buth
    3. Januar 2015

    Als Antwort auf Deine Frage:
    Mein Projekt, das 2015 vermutlich nicht kommt: “Onlinemuseum für Plön” .
    Begründung für das Projekt: Das örtliche Kreisheimatmuseum ist räumlich begrenzt sowie finanziell und personell schlecht ausgestattet. Die Geschichte der Kreisstadt ist dort so gut wie gar nicht aufgearbeitet.
    Grund: Belastung durch Familie, Beruf und Ehrenamt, Arbeiten an einem Projekt “70 Jahre Kriegsende in Plön”.
    Ausblick: für 2016 fest vorgenommen.

  12. #12 Nanda
    4. Januar 2015

    @oöhiolh:

    Leute wie dich verstehe ich nicht. In einer intelligenten Diskussion, zu einem wissenschaftlichen Artikel in einem Blog über Astronomie, fabrizierst du solch einen Kuhfladen von einem Beitrag. Wärest du aber einfach schlicht doof, wärest du nicht hier.
    Die einzige Erklärung, die für mich halbwegs Sinn ergeben würde, wäre, dass du einen persönlichen Groll gegen Florian hegst. Wer weiß, vielleicht bist du ja seine Ex-Freundin, die ihn stalkt, oder er hat mal gesagt, dass eine deiner Fragen doof war. Aber wie dem auch sei… Auch du hast nur ein einziges Leben, und nur diese eine Zeit. Also überlege dir, ob diese Zeit nicht zu kostbar ist, um sie damit zu verbringen, Blödsinn im Internet zu posten. Und dieser Tipp ist ernst und durchaus nett gemeint.

  13. #13 Florian Freistetter
    4. Januar 2015

    @nanda: Einfach ignorieren. Das sind nur Typen die hier im Blog aus guten Gründen rausgeflogen sind und jetzt immer wieder mal auftauchen um ein wenig zu pöbeln. Antworten lohnt sich nicht, wenn ich das Zeug sehe fliegt es sowieso gleich wieder raus.

  14. #14 mosis
    dresden
    5. Januar 2015

    hallo.
    hab keine ahnung von spezialisierter wissenschaft aber alles im scienceblogs und den verlinkten seiten (wissen-natur) ist sehr interessant.
    auf deutsch.. noch besser. den link bekommt meine 12jährige tochter und deren schulfreunde um zu locken und zu fördern.
    schreib dein buch und wenns 10 jahre dauert. es kann dann ja auch einzeln nach bestellung produziert werden. bookondemand u.ä.
    man hat doch ein lebensziel. einen weg dahin.
    und zeit hat man.. bedingt.. vom anfang des lebens bis zum ende.
    du musst wissen ob es unabhängig von finanzen und materiellen gegebenheiten in deine reale welt passt, dazu gehört, ob du dich damit gut fühlst wenn du es schreibst.

  15. #15 Florian Freistetter
    5. Januar 2015

    @mosis: “du musst wissen ob es unabhängig von finanzen und materiellen gegebenheiten in deine reale welt passt, dazu gehört, ob du dich damit gut fühlst wenn du es schreibst.”

    Ich fühle mich mit meiner Arbeit gut. Das ist kein Problem. Die Projekte die ich hier aufgelistet habe, stehen nicht deswegen hier, weil ich das Gefühl habe, mein Leben wäre sinnlos, wenn ich sie nicht umsetzen kann. Es sind Projekte, die ich interessant finde, aber die ich aus den genannten Gründen eben momentan nicht umsetzen kann. Das ist aber kein Drama und ich kann damit problemlos leben. Aber weil es interessante Projekte sind, wollte ich sie eben trotzdem mal erwähnen.

    “schreib dein buch und wenns 10 jahre dauert. es kann dann ja auch einzeln nach bestellung produziert werden. bookondemand u.ä.”

    Warum ich nicht im Selbstverlag produzieren will, habe ich in den Kommentaren hier ja schon mehrmals erklärt. Wie gesagt: So ein Buch zu schreiben ist kein “Lebensziel” (ich hab ja auch schon einen Schwung Bücher veröffentlicht). Es geht mir nicht darum, das Buch zu schreiben. Ich will, dass das Buch GELESEN wird. Und das werden die meisten im Selbstverlag produzierten Bücher eben nicht oder nur kaum. Weil zur Buchproduktion eben mehr gehört, als nur einen Text zu schreiben…

  16. #16 Celladoor
    6. Januar 2015

    @Alderamin @partikel
    Danke für eure Antworten! 🙂