Heute ist Faschingsdienstag! Da gibt es Faschingskrapfen – und Killerbakterien aus dem Weltall! Aber keine Sorge, es besteht keine Gefahr ūüėČ Die Bakterien findet ihr nur hier in meinem Blog und weder in der Realit√§t, noch in euren Krapfen (bzw. Berlinern oder wie auch immer die Dinger bei euch hei√üen). Auf das Thema bin ich gesto√üen, als mir heute aufgefallen ist, dass ich noch nie √ľber die Astronomie des Karnevals geschrieben habe. Ich habe die Astronomie von Weihnachten behandelt; die Astronomie von Halloween und die Astronomie von Ostern. Aber mit dem Karneval/Fasching hab ich mich noch nie besch√§ftigt. Das liegt einerseits daran, dass ich kein gro√üer Faschingsfan bin. Sowohl meine alte Heimat in Nieder√∂sterreich als auch meine neue Heimat in Th√ľringen geh√∂ren nicht unbedingt zu den Karnevalshochburgen und abgesehen von meiner Kindheit ist dieses Fest bis jetzt gr√∂√ütenteils an mir vor√ľber gegangen. Aber als ich heute beschlossen habe, den Anlass zu nutzen und Faschingskrapfen selbst zu machen, bin ich auf eine sehr interessante Verbindung zwischen Karneval und Astronomie gesto√üen. Beziehungsweise Karneval und au√üerirdischen Bakterien…

Der erste selbstgemachte Krapfen war noch ein wenig unrund und unfluffig. Aber geschmeckt hat er super!

Der erste selbstgemachte Krapfen war noch ein wenig unrund und unfluffig. Aber geschmeckt hat er super!

Das Rezept f√ľr die Krapfen (ich spare mir ab jetzt die Aufz√§hlung der diversen lokalen Synonyme und nenne die Dinger so, wie sie bei mir zuhause hei√üen) ist gar nicht so schwer. F√ľr den Teig braucht man Mehl. Hefe, Milc, Zucker, √Ėl und Eigelb. Das ganze wird frittiert und mit Puderzucker bestreut. Aber bei einem Krapfen kommt es ja auf die F√ľllung an! In der Gegend aus der ich urspr√ľnglich komme, ist das traditionellerweise Marillenmarmelade. In Th√ľringen findet man dagegen im Krapfen eher Pflaumenmus oder gar Nougatcreme. Ich mag aber auch Erdbeermarmelade recht gerne und dachte mir, ich k√∂nnte vielleicht auch ein paar Krapfen mit Erdbeerf√ľllung machen. Immerhin ist diese Konfit√ľre meistens viel fl√ľssiger als die Marillenmarmelade und sollte sich leichter in den Krapfen f√ľllen lassen.

Aber warum eigentlich? Wieso ist Konfit√ľre aus Erdbeeren eher fl√ľssig und die Marillenmarmelade eher fest? Eine kurze Recherche hat ergeben, dass es hier um die Menge an Pektin geht, die in den Fr√ľchten enthalten ist. Pektine sind eine spezielle Art von Kohlenhydrate, die man in den festen Bestandteilen der Pflanzen findet. Pektine k√∂nnen gelieren, das hei√üt sie sorgen daf√ľr, dass aus einem Fr√ľchtebrei beim Einkochen eine halbwegs dickfl√ľssige Marmelade wird. Zitrusfr√ľchte zum Beispiel haben einen hohen Pektingehalt und eignen sich besonders gut f√ľr die Herstellung von Marmelade. Bei Fr√ľchten, die wenig Pektin enthalten, kriegt man nur eine eher fl√ľssige Konfit√ľre und muss mit speziellen pektinhaltigen Gelierzucker nachhelfen. Und die Erdbeere geh√∂rt eben zu den Fr√ľchten, die besonders wenig Pektin enthalten.

Die Kohlenhydrate, die f√ľr eine gute Marmelade sorgen (oder eben nicht) findet man aber nicht nur in der K√ľche! Pektin ist ein Polysaccharid und diese “Mehrfachzucker” haben faszinierende Eigenschaften. Polysaccharide bilden die W√§nde von Zellen (Cellulose besteht zu einem gro√üen Teil daraus). Polysaccharide werden aber auch von bestimmten Bakterienarten produziert. Damit h√ľllen sie die Proteine an ihrer Oberfl√§che ein, die ansonsten eine Reaktion des Immunsystems provozieren w√ľrden. So k√∂nnen die Bakterien auch in den Organismen √ľberleben, die sie befallen.

So weit, so biologisch. Aber auch Astronomen haben sich mit den Polysacchariden der Bakterien besch√§ftigt. Vor allem ein Astronom: Fred Hoyle. Der Brite war einer der einflussreichsten Astronomen des 20. Jahrhunderts. Unter anderem war er ma√ügeblich f√ľr die Forschung verantwortlich, dank der wir heute wissen, wie Sterne in ihrem Inneren die verschiedenen chemischen Elemente herstellen (ich habe hier mehr dazu geschrieben). Hoyle war aber nicht nur ein gro√üer Wissenschaftler, sondern hat sich auch sehr bem√ľht, die wissenschaftlichen Erkenntnisse einer breiten √Ėffentlichkeit zu vermitteln. Er produzierte Radiosendungen f√ľr die BBC, schrieb popul√§rwissenschaftliche B√ľcher und auch jede Menge Science-Fiction-Romane. Aber auch Teile seiner wissenschaftlichen Arbeit klingen aus heutiger Sicht wie Science-Fiction.

Damit ist nicht unbedingt die “Steady-State-Theorie” gemeint, die Hoyle gemeinsam mit Hermann Bondi und Thomas Gold in den 1940er Jahren als Alternative zur damals langsam immer popul√§reren Urknalltheorie entwickelte. Hoyles Vorstellung eines Universum, das keinen einzigen Anfang in der Vergangenheit hat, sondern in einem st√§ndigen, unendlichen Wandel begriffen ist, der ist es immer wieder gleich aussehen l√§sst, war f√ľr die damalige Zeit eine durchaus plausible Hypothese, die dann aber eben sp√§ter aufgrund von Beobachtungen (zum Beispiel der Entdeckung der kosmischen Hintergrundstrahlung) widerlegt wurde.

Do-it-yourself-Krapfen Nummer 2 schaut dem angestrebten Ergebnis schon ähnlicher. Und schmeckt ebenfalls super!

Do-it-yourself-Krapfen Nummer 2 schaut dem angestrebten Ergebnis schon ähnlicher. Und schmeckt ebenfalls super!

Hoyle hatte aber noch andere unkonventionelle Ideen und zu den unkonventionellsten geh√∂rt sicherlich die Hypothese, dass das Leben im Weltall entstanden ist. Das ist an sich noch nicht sonderlich aufsehenerregend (zumindestens heute, damals war es vielleicht noch anders). Mittlerweile wissen wir von vielen Planeten, die auch andere Sterne umkreisen; wir wissen von fl√ľssigem Wasser das sich auf anderen Himmelsk√∂rpern unseres eigenen Sonnensystems befindet und wir wissen von Kometen und Asteroiden, die durch die Gegend fliegen und dabei auch Material von einem Himmelsk√∂rper zum anderen transportieren k√∂nnen. Es ist nicht unm√∂glich, das Leben zum Beispiel zuerst auf dem Mars entstand und dann durch Meteoriten auf die Erde gebracht wurde. Es ist auch m√∂glich, dass die Erde ihr Leben ins All exportiert hat. Es ist zwar schwer, so etwas direkt nachzuweisen aber die Wissenschaftler nehmen die Hypothese der “Panspermie” durchaus ernst. Die Experimente, die derzeit zum Beispiel von der Raumsonde Rosetta beim Kometen 67P durchgef√ľhrt werden, dienen unter anderem dazu, die Frage zu beantworten, ob das Leben auf der Erde auch wirklich auf der Erde entstand oder anderswo (ich habe hier mehr dazu geschrieben).

Aber Hoyle ging noch einen Schritt weiter. Er war der Meinung, es w√ľrde im Weltall geradezu von Leben wimmeln. Nicht auf der Oberfl√§che anderer Planeten, sondern direkt im All. Er ging davon aus, dass der kosmische Staub, den wir √ľberall zwischen den Planeten und Sternen beobachten, kein “Staub” ist, sondern im wesentlich aus gefriergetrockneten Viren und Bakterien besteht. Um Hinweise zur Unterst√ľtzung dieser Hypothese zu finden, besch√§ftigte er sich mit seinen Kollegen unter anderem mit der Infrarotstrahlung, die aus verschiedensten kosmischen Quellen gemessen werden konnte.

Infrarotlicht ist ein besonders guter Weg, um Staub im Weltall zu identifizieren. Die Staubk√∂rnchen werden vom Licht der Sterne angestrahlt, nehmen die Energie auf und geben sie in Form von W√§rmestrahlung wieder. Da die vielen Staubteilchen zusammengenommen eine sehr gro√üe Oberfl√§che besitzen, kommt dabei jede Menge Infrarotstrahlung zusammen die sich auch aus gro√üer Entfernung noch beobachten l√§sst. Wir haben mittlerweile viele Staubscheiben bei anderen Sternen beobachtet und auch den Staub auch sonst √ľberall im Universum gefunden (sehr zum Leidwesen der Wissenschaftler, die eigentlich was anderes sehen wollen und denen der Staub im Weg steht). Hoyle war aber der Meinung, die Infrarotstrahlung aus dem Weltall w√ľrde sich auch durch die Anwesenheit von Polysacchariden erkl√§ren lassen. Dazu hat er viele Arbeiten ver√∂ffentlicht; zum Beispiel “Polysaccharides and the infrared spectrum of OH 26.5+0.6” im Jahr 1977.

In vielen Details hat Hoyle sogar recht behalten. Komplexe organische Molek√ľle finden sich √ľberall in den gro√üen Staub- und Gaswolken im Universum. Sie finden sich auch auf Kometen und Asteroiden und es wird immer plausibler, dass diese Himmelsk√∂rper tats√§chlich die ersten Bausteine f√ľr das Leben aus dem All auf die Erde gebracht haben. Aber die Bakterien aus dem Weltall waren dann doch ein bisschen zu viel. Hoyle und sein Kollege Chandra Wickramasinghe gingen sogar so weit zu behaupten, dass die gro√üe Grippeepidemie des Jahres 1918 durch au√üerirdische Bakterien verursacht wurde, die von vorbeifliegenden bzw. einschlagenden Meteoriten in der Atmosph√§re der Erde ausgesetzt wurden. Einen au√üerirdischen Ursprung postulierten sie auch f√ľr Polio-Ausbr√ľche, den Rinderwahnsinn und sogar f√ľr das Auftreten von AIDS (und Wickramasinghe f√§llt heute leider immer noch regelm√§√üig durch seltsame Ver√∂ffentlichungen zu Mikroorganismen im All auf). Hoyle vermutete sogar, dass die Evolution den Menschen deswegen Nasenl√∂cher an der Unterseite der Nase gegeben hat, um uns vor den Bakterien zu sch√ľtzen, die aus der Atmosph√§re nach unten rieseln…

Am besten war der dritte selbstgemachte Krapfen!

Am besten war der dritte selbstgemachte Krapfen!

Fred Hoyle war ohne jeden Zweifel ein gro√üer Wissenschaftler. W√§re er nicht f√§hig gewesen, so unkonventionell zu denken, dann w√§ren ihm seine beeindruckenden Erkenntnisse √ľber die inneren Vorg√§nge in den Sternen nicht gelungen. Aber er war dadurch eben nicht nur grandios erfolgreich, sondern ist eben manchmal auch grandios gescheitert. Bei der Hypothese, dass √ľberall im Weltall Bakterien herumfliegen und Krankheiten auf die Erde bringen, war das der Fall. Aber auch Wissenschaftler d√ľrfen sich irren und Hoyles seltsame Ideen sollen seine anderen Leistungen nicht schm√§lern. Genau so wenig, wie sie mir und euch die Lust am Faschingskrapfen verderben sollen! Egal ob in der F√ľllung nun viel oder wenig Polysaccharide enthalten sind: Lasst sie euch schmecken und feiert noch eine sch√∂ne Karnevalsparty! Oder auch nicht; je nach pers√∂nlicher Vorliebe…

Kommentare (34)

  1. #1 Spritkopf
    17. Februar 2015

    Aber Hoyle ging noch einen Schritt weiter. Er war der Meinung, es w√ľrde im Weltall geradezu von Leben wimmeln. Nicht auf der Oberfl√§che anderer Planeten, sondern direkt im All. Er ging davon aus, dass der kosmische Staub, den wir √ľberall zwischen den Planeten und Sternen beobachten, kein ‚ÄúStaub‚ÄĚ ist, sondern im wesentlich aus gefriergetrockneten Viren und Bakterien besteht.

    Hat Hoyle zu seiner Hypothese denn auch einen Mechanismus formuliert, wie dieses Leben im All entstanden sein soll? Er muss ja irgendwelche Vorstellungen gehabt haben, wie sich die Bausteine des Lebens im All nicht nur zusammengefunden, sondern auch ernährt und vermehrt haben.

  2. #2 Florian Freistetter
    17. Februar 2015

    @Spritkopf: Naja, gerade Staubk√∂rner bzw. die Oberfl√§che von Kometen/Asteroiden bieten gute M√∂glichkeiten f√ľr Chemie. Dass sich zwei Molelk√ľle zuf√§llig im All treffen um irgendwie zu reagieren ist unwahrscheinlich. Aber wenn eines zB an nem Staubkorn h√§ngen bleibt, kann es dort in Ruhe warten, bis ein anderes vorbei kommt. So sind ja auch die ganzen komplexen organischen Molek√ľle tats√§chlich entstanden, die man heute tats√§chlich beobachtet. Wie Hoyle sich das im Detail vorgestellt hat, kann ich allerdings nicht sagen; daf√ľr kenne ich seine astrobiologishe Arbeit zu wenig.

    Und ern√§hren/vermehren m√ľssen sich Bakterien et al ja nicht zwingend. Die k√∂nnten ja sehr lange hibernieren und einfach warten, bis sie wieder in der Atmosph√§re eines Planeten landen… (nicht das ich Hoyles Thesen teile! Aber das w√§re zumindest ein Argument)

  3. #3 christian groschke
    17. Februar 2015

    Ich find es immer wieder spannend, dass sich so gro√üartige Forscher und Denker manchmal in ganz abstruse Ideen verstricken, von denen sie ganz manisch nicht mehr loslassen k√∂nnen. Zum Teil sogar ins tief esoterische kippen, Birkeland, der bei seinem Japanaufenthalt ganz esoterisch wurde , der f√ľr die √∂sterreichische Geologie und geologische Kartierung sehr wichtige Tollmann, der sich den Weltuntergangsprognosen zum Millenium hingab und sich in einem Bunker verkroch, Wilhelm Reich, der so gro√üartige Arbeiten √ľber Psychoanalyse und Faschismus verfasste und dann sich mit seiner Theorie √ľber das “Orgon” g√§nzlich von Wissenschaft verabschiedete. Dar√ľber sollte man vielleicht mal eine Forschungsarbeit ausschreiben

  4. #4 Thomas
    Chemnitz
    17. Februar 2015

    Aber der eine Krapfen auf Bild 2 ist mit ‘nem sch√∂nen Kometenschweif dekoriert! ūüėČ

  5. #5 Florian Walter
    17. Februar 2015

    “Per aspera ad astra”

    Es ist sehr bemerkenswert, wie man einen Sprung von S√ľ√ügeb√§ck (oder besser gesagt S√ľ√ügefritt) zum Weltall schafft. Hut ab an dieser Stelle!

    Ich finde die erw√§hnte Panspermien-Theorie unglaublich faszinierend. Ich bin selbst w√§hrend meines Studiums mit dieser Theorie und den sogenannten B√§rtierchen (Tardigrada) in Kontakt gekommen, die es normalerweise feucht m√∂gen und bei uns fl√§chendeckend an Moospflanzen zu finden sind. Auch wenn die Tierchen recht niedlich aussehen, wirkt ihre Physiologie wahrhaftig au√üerirdisch. F√ľr harte, lebensfeindliche Bedingungen wie Sauerstoffmangel, hohe/ niedrige Temperaturen usw. haben sie, √§hnlich vieler Mikroorganismen, eine Vielzahl von Schutzmechanismen oder √úberdauerungsstadien entwickelt.

    Trotz ihrer Gr√∂√üe konnten sie dem Forscherauge selbstverst√§ndlih nicht entgehen. Der Biologie der Tierchen bewusst, wurden sie probeweise mit auf eine Reise ins Weltall genommen, um zu √ľberpr√ľfen, ob die Tierchen auch dort zu recht kommen konnten. Man wird es kaum glauben, aber es gab einige Arten, die neben den Temperaturen selbst mit harter UV-Strahlung und dem Vakuum auskamen. Dazu gab es z.B. in der SZ einen sch√∂nen Artikel (http://www.sueddeutsche.de/wissen/lebenskuenstler-baerchen-im-weltall-1.694541-2).

    Dies hat dazu gef√ľhrt, dass a) sich diese kleinen Wesen als Modellorganismen f√ľr “biologische” Weltraumuntersuchungen z.B. auf der ISS etabliert haben und b) der Panspermientheorie und der Idee von (extraterrestrischen) Leben neue Impulse gegeben wurden. Es bleibt spannend!

    p.s.

    @ Florian Freistetter

    Gab es dazu eigentlich schon einmal einen Blog-Beitrag?

  6. #6 Spritkopf
    17. Februar 2015

    Und ern√§hren/vermehren m√ľssen sich Bakterien et al ja nicht zwingend. Die k√∂nnten ja sehr lange hibernieren und einfach warten, bis sie wieder in der Atmosph√§re eines Planeten landen‚Ķ (nicht das ich Hoyles Thesen teile! Aber das w√§re zumindest ein Argument)

    Sie m√ľssen es ja √ľberhaupt erstmal von einem sich selbst replizierenden Molek√ľls in das Stadium eines voll ausgebildeten Bakteriums schaffen und dazu eine gewisse evolution√§re Entwicklung hinter sich bringen. Und das geht nicht, wenn die Zwischenstufen nur tiefgefroren durch das All treiben, ohne dass irgendwelche Stoffwechselprozesse stattfinden k√∂nnen.

  7. #7 Spritkopf
    17. Februar 2015

    @Florian Walter

    Gab es dazu eigentlich schon einmal einen Blog-Beitrag?

    Ja, hier zum Beispiel.

    @myself

    von einem sich selbst replizierenden Molek√ľls

    Tsst, verkaufe ein S.

  8. #8 Spritkopf
    17. Februar 2015
  9. #9 Florian Walter
    17. Februar 2015

    @ Sprit

    Hmm, da geht es um Kieselalgen, nicht um B√§rtierchen. Meinte das eigentlich schon konkret….

  10. #10 Florian Freistetter
    17. Februar 2015

    @Florian Walter: “Gab es dazu eigentlich schon einmal einen Blog-Beitrag?”

    Zur Panspermie? Ja, ein paar: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/tag/panspermie/

  11. #11 Stefan Wagner
    https://demystifikation.wordpress.com/2014/11/22/katzen-im-weltall-ii/
    17. Februar 2015

    Wenn man die Marmelade hinterher einspritzt ist d√ľnnfl√ľssige sicher von Vorteil. Ich habe zwar eine Haushaltsspritze, aber erste Versuche damit endeten erb√§rmlich – nicht mit Berlinern, aber etwas √§hnlichem – und so griff ich zu einer Rezeptvariante, bei der man einen Kreis aussticht, mit Eiwei√ü bestreicht, darauf einen L√∂ffel Marmelade setzt, das ganze mit einer weiteren Teiglage bedeckt und dann um den sich abzeichnenden Berg erneut aussticht.

    Daf√ľr ist eine festere Marmelade g√ľnstiger. Allerdings habe ich von einer Freundin aus Kamerun die Variante gelernt die Marmelade mit extra scharfen Chilies zu vermixen, und beim Mixen hat die Marmelade ihre Festigkeit verloren, so dass sie zum verlaufen neigte – jetzt musste ich Kuhlen in den Teig dr√ľcken, um die Marmelade im Zentrum zu halten, was wegen der Elastizit√§t des Teiges kein einfaches Unterfangen ist. Die ersten 9 sind aber recht gelungen – bei den letzten 3en wurde ich nachl√§ssig und so l√∂sten sich dort Deckel und Boden.

    Ich meine mich jetzt auch zu erinnern, dass die Freundin nur sehr kleine Teigbällchen ausbuk und die scharfe Marmelade als Dipp dazu machte.

    Jedenfalls eine tolle Kombination. Und wegen des Capsaicins, dass die Sch√§rfe ausmacht, und dessen antiseptischen Effekts, hochwirksam gegen die vielen Bakterien aus dem All. ūüėČ

  12. #12 Florian Freistetter
    17. Februar 2015

    @Stefan Wagner: Die F√ľllung ist gerade in Arbeit. Ich werde berichten, welche Methode am besten funktioniert hat!

  13. #13 Eisentor
    17. Februar 2015

    Hier bei uns in Stuttgart haben die B√§cker in den letzten Jahren eine immer gr√∂√üere Auswahl an “Spezial Berlinern”. Neben Erdbeermarmelade gibt es neben verschiedenen anderen Marmelade Sorten auch Eierlik√∂r (iiiihhh) und Vanille (lecker!) Cremef√ľllung.

  14. #14 omnibus56
    17. Februar 2015

    @FF
    Wenn wir eines Tages den Beweis f√§nden, dass das Leben auf der Erde vom Mars stammt, oder wenn wir (Ur-) Bakterien, die vermutlich von der Erde stammen auf dem Mars entdeckten, w√§re das IMO ein Plausibilit√§tsargument f√ľr eine (modifizierte) Panspermie-Theorie. Wenn sich Leben von Planet zu Planet ausbreiten k√∂nnte (und dazu vorher vermutlich Impakt-Ereignisse und Weltraumbedingungen √ľberstehen muss), hielte ich es sowohl f√ľr m√∂glich, dass das Leben im Sonnensystem von au√üen kam, wie auch, dass das Sonnensystem seinerseits die/eine Quelle f√ľr “Panspermie” ist. Es w√§re ‘faszinierend’! ūüôā

  15. #15 Alderamin
    17. Februar 2015

    @Eisentor

    Bei uns gab’s welche mit F√ľllungen aus Eierlik√∂r und Apfelpunsch (war aber eher Apelmu√ü, ohne nachweisbaren Alkohol). Aber wie Spritkopf schon im j√ľngsten Verschw√∂rungsgeplauder anmerkte, Karneval ist, wenn jeder 10. mit Senf gef√ľllt ist. ūüôā Traut sich aber kaum eine B√§ckerei. ūüėČ

  16. #16 Eisentor
    17. Februar 2015

    Wir hatten mal ne B√§ckerei die Senff√ľllungen auf Bestellung gemacht hat. Dumm nur als sie die Bestellungen verwechselt haben ūüėÄ

  17. #17 rine
    17. Februar 2015

    ab jetzt regelmäßiger leser deines blogs, einfach saugut

    saugut sind die krapfen √ľbrigens nur, wenn sie in schmalz (!) herausgebacken werden

  18. #18 Florian Freistetter
    17. Februar 2015

    @rine: Freut mich! Und meine Krapfen sind √ľbrigens auch “saugut” geworden. Fotos folgen demn√§chst!

  19. #19 Florian Freistetter
    17. Februar 2015

    So – hab jetzt den Artikel mit Fotos meiner eigenen Krapfen aktualisiert. Geschmeckt haben sie super! Aber so richtig fluffig wie die Kaufkrapfen waren sie nicht. Keine Ahnung woran das gelegen hat. Ich hab das Rezept halbiert; vielleicht skalieren die Zutaten nicht linear? (und den Rum, der laut Rezept reinsollte, hab ich durch Milch ersetzt). Vielleicht h√§tte ich den Teig l√§nger gehen lassen sollen als im Rezept angegeben? Irgendwie hab ich das mit dem Frittieren auch nicht richtig hinbekommen. Die sind au√üen schon hart geworden und waren innen noch roh. Ich habs dann bei einer niedrigeren Temperatur versucht als angegeben und da gings dann halbwegs. Sie haben super geschmeckt und auch wie Krapfen geschmeckt. Aber die Struktur war anders…

  20. #20 PDP10
    17. Februar 2015

    @Florian:

    “Aber so richtig fluffig wie die Kaufkrapfen waren sie nicht.”

    Hast du das √Ėl in der Zutatenliste oben zum Frittieren benutzt oder auch welches in den Teig gemischt?

  21. #21 rolak
    17. Februar 2015

    war anders

    Hier werden traditionell QuarkBollen gemacht (auch au√üerhalb der 5. Jahreszeit), sind im Prinzip Berliner, nur Quark statt Milch+√Ėl, ganze Eier statt Eigelb, Backpulver statt Hefe und eher rundkugelig statt flachkugelig, kein wei√üer Streifen.
    Und das Einzige, was konstant ist, ist die Variabilit√§t des Ganzen. Es wird angefangen mit einem Standardsatz Zutaten und je nachdem wie exakt abgewogen wurde, wie genau gro√ü die Eier, wie gut ausgedr√ľckt der Topfen, wie das Wetter und wie was wei√ü ich nicht alles ist ger√§t die Mischung anders.
    Erst dann beginnt die eigentliche Herstellung: Aus vielfacher und manchmal leidvoller Erfahrung hat sich ein erstrebenswerter Endwert von Farbe, Haptik und Konsistenz herausgeschält, der mit etwas mehr davon/davon/davon zielsicher angesteuert wird.

    Beim Problem mit dem Verh√§ltnis kleinster Durchmesser // FettTemperatur hast Du ja schon gel√∂st…

  22. #22 Florian Freistetter
    17. Februar 2015

    @PDP10: Laut Rezept sollte ein bisschen √Ėl auch in den Teig.

  23. #23 PDP10
    17. Februar 2015

    @Florian:

    “@PDP10: Laut Rezept sollte ein bisschen √Ėl auch in den Teig.”

    Dann ist das eher ein Rezept f√ľr klassische Faschingskrapfen statt f√ľr Berliner.
    Da wo ich her komme heissen die Dinger Krebbelchen und sind halt etwas fester …

    Das kommt vom √Ėl im Teig. Das stoppt die Glutenbildung – deshalb tut man es auch in Pizzateig, damit der Boden sch√∂n flach bleibt.
    (Wenn man das zu fr√ľh reintut, kriegt man am Ende allerdings keine Pizza, sondern einen grossen, runden Keks – tut mans zu sp√§t rein eine Pizza American-Style …)

    Wenn du das √Ėl weg l√§sst, sollten die Dinger wesentlich fluffiger werden.

    Und am Ende nicht vergessen, die fertigen B√§lle vor dem frittieren noch mal gehen zu lassen, bis sie ungef√§hr doppelt so gross sind …

  24. #24 CC-103
    17. Februar 2015

    Bei uns in Berlin hei√üen die Dinger Pfannkuchen ūüôā

  25. #25 Pete
    17. Februar 2015

    @CC-103
    deshalb werden sie vollstaendig (offiziell?) auch “Berliner Pfannkuchen” genannt ūüėČ

    Wie auch immer, als ich Kind war, hat Mutter auch mal versucht, diese Dinger zu backen. Heraus kamen realtiv kleine, feste Teigbaellchen, die trotzdem gut schmeckten. Wie auch immer man das anstellt, es richtig zu machen, das interessiert mich. Es muss relativ einfach zu bewerkstelligen sein, denn die Masse der “Kaufberliner” wird mehr oder weniger automatisiert in Grossbaeckereien hergestellt. Das erfordert einen einfach handzuhabenden Herstellungsprozess.

  26. #26 lounova00
    marburg
    18. Februar 2015

    hallo,
    ich bin auf der suche nach einem experten f√ľr das thema “wie das wasser auf die erde kam” daraus soll eine arbeit im deutschunterricht in der schule entstehen ich wollte fragen ob es vielleicht m√∂glich ist, das ich ihn 3/4 fragen stellen kann?
    freue mich √ľber antwort ūüôā

  27. #27 Florian Freistetter
    18. Februar 2015

    @lounova00: Einen “Experten” findest du an einer Universit√§t und nicht, wenn du hier einen Kommentar zu einem Thema schreibst, bei dem es um etwas v√∂llig anderes geht. Du kannst zum Beispiel dem DLR (http://www.dlr.de/) schreiben, die erforschen mit ihren Raumsonden genau diese Frage. Wenn du MICH fragen wolltest, dann w√§re es nett, wenn du das nicht hier tust, wo es um etwas ganz anderes geht, sondern mir zum Beispiel eine Email schreibst (meine Adresse steht ja extra deswegen auch rechts oben auf der Seite hier. Oder zumindest bei einem Artikel, der mit dem Thema zu tun hat. Der hier zum Beispiel: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/07/24/wer-hat-das-wasser-auf-die-erde-gebracht/

  28. #28 Folke Kelm
    18. Februar 2015

    Und Hoyle ging davon aus dass es im Weltall geradezu von Krapfen wimmelt……..
    Das w√§rs doch mal, da w√ľrde ich direkt Astronaut werden, wobei man ja nie weiss, was denn in so ausserirdischen Krapfen drin ist.

    Die Panspermie hat mich √ľbrigens schon als Student verfolgt. Einer meiner Professoren, Hans Dieter Pflug, war nicht nur ein gnadenlos guter Vorleser mit bildhaften Schilderungen von geologischen Vrg√§ngen (noch heute sind Pfannkuchen und Granit f√ľr ich synonym), sondern auch ein Anh√§nger der Panspermie. Er hat in den 80ern ein Buch dar√ľber verfasst, wurde aber von Fachkollegen ausgelacht (vor allem deswegen: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40351842.html , das mit der Panspermie und Bakterien in Meteoriten war dann nur noch das t√ľpfelchen).

  29. #29 swage
    18. Februar 2015

    Hoyle hatte aber noch andere unkonventionelle Ideen und zu den unkonventionellsten gehört sicherlich die Hypothese, dass das Leben im Weltall entstanden ist.

    Naja, auf der Erde ist auch im Weltall, richtig? Die Theorie ist nicht mal halb so verr√ľckt wie sie sich auf Anhieb anh√∂rt. Und das Einzeller sich relativ lange frisch halten k√∂nnen, hoffentlich ohne mich wieder in einen Streit mit Adent √ľner den genauen Zeitraum zu verzoppeln, ist eine Tatsache. Selbst das √úberleben im freien Raum, vom Strahlungsproblem abgesehen (kann ja auch durch eine Staubschicht abgeschirmt sein), ist ebenfalls eine Tatsache. Es m√ľssen aber nicht immer Killerbakterien sein…

  30. #30 PDP10
    18. Februar 2015

    “sondern mir zum Beispiel eine Email schreibst”

    @Florian der Hausaufgabenhelfer … Das auch noch … ūüėČ

    (√Ėhm … f√ľr den Deutschunterricht?!? Hmmm …)

  31. #31 Florian Freistetter
    18. Februar 2015

    @PDP10: Naja, wenns um Recherche geht, beantworte ich gerne Fragen. Irgendwo her m√ľssen die Leute ihre Infos ja herkriegen. Besser sie fragen nen Astronom anstatt irgendwelche obskuren YouTube-Videos zu verwenden.

  32. #32 PDP10
    18. Februar 2015

    @Florian:

    Find ich gut! (Wollte ich mit dem Post oben nur sagen) ūüôā

  33. […] besonders gut sein soll. Und da ich mich in letzter Zeit ja √∂fter mit der Verbindung zwischen Essen und der Astronomie besch√§ftigt habe, habe ich mir auch Gedanken dar√ľber gemacht, wie der […]

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