Ich hoffe, ihr denkt daran, eure Uhren heute Nacht auf die Sommerzeit umzustellen. Wenn nicht, dann müsst ihr bis zum 25. Oktober warten, bevor sie wieder die richtige Zeit anzeigen, denn erst dann werden sie wieder auf die Winterzeit zurück gestellt. Und wie jedes Jahr bei den beiden Zeitumstellung sind die sozialen und restlichen Medien wieder voll mit Beschwerden. Die einen fordern die Abschaffung der Zeitumstellung im Frühling; die anderen wollen die Sommerzeit behalten und im Winter auf den Wechsel zurück verzichten. Und überall wird über die angeblich so schlimmen körperlichen Folgen geschimpft, die so eine Zeitumstellung mit sich bringen soll. Ich persönlich kann das nicht nachvollziehen; ich habe bis jetzt bei noch keiner Zeitumstellung irgendwelche gesundheitlichen Effekte gespürt. Und das Ausmaß, in dem sich regelmäßig darüber beschwert wird, erscheint mir auch ein klein wenig überzogen. Die wenigsten werden Tag für Tag zur exakt selben Zeit einschlafen und zur exakt selben Zeit aufstehen. Eine Stunde Verschiebung sollte da kein so großes Drama auslösen. Aber wie gesagt: Das ist meine subjektive Wahrnehmung…

Bild: Library of Congress, Prints & Photographs Division, WWI Posters, LC-USZC4-10663

Bild: Library of Congress, Prints & Photographs Division, WWI Posters, LC-USZC4-10663

Ich persönlich habe also kein Problem mit der Zeitumstellung. Ich freue mich sogar jedes Jahr darauf. Endlich wieder Nachmittage und Abende mit Sonne! Und als Astronom finde ich es natürlich auch schön, dass jeder zumindest zweimal im Jahr gezwungen wird, sich über Zeit und Zeitmessung Gedanken zu machen (Auch wenn ich es ein klein wenig komisch finde, dass jedesmal aufs Neue überall in den Medien daran “erinnert” werden muss, dass man die Uhren im Frühling vor und im Winter zurück stellt. Irgendwann sollte sich das doch jeder gemerkt haben!)

Die Sache mit der Zeit ist ja auch wirklich interessant. Bei der Entstehung der Zeitzonen zeigen sich wunderbar die Schnittpunkte zwischen Astronomie, Wirtschaft und Politik. Und bei näherer Betrachtung der Definition unserer Alltagszeit kann man viele schöne geografische Abenteuer erleben. Oder man macht gleich eine Zeitreise quer durch Deutschland.

Und falls ihr dank der Zeitumstellung verschlaft und morgen die Sendung mit der Maus verpasst, dann schaut euch doch einfach hier die schöne “Wissen macht Ah!”-Folge über die Zeit an (in der es u.a. auch um Sommer- und Winterzeit) geht:

P.S. Natürlich dürft ihr auch gerne den Kommentarbereich nutzen, um über die Zeitumstellung zu meckern bzw. mir zu erklären, warum sie großer Unsinn ist. Ihr könnt sie aber selbstverständlich auch gerne verteidigen 😉

Kommentare (175)

  1. #1 Mirko
    HH
    28. März 2015

    Hi Florian,

    Vielen Dank für den Beitrag. Ganz meine Meinung. Ich finde das ewige Gejammere auch nervig und übertrieben. Angeblich werden Leute und Tiere (!!!) ja krank wegen der Umstellung.

    Wahrscheinlich gibt es demnächst eine Onlineunterschriftensammlung…

  2. #2 Florian Freistetter
    28. März 2015

    Mirko: EINE Unterschriftensammlung? Das Netz ist voll damit: https://www.google.de/search?q=online+petition+abschaffung++sommerzeit

  3. #3 Christian Berger
    28. März 2015

    Ich finde die Zeitumstellung unsinnig. Selbst wenn man darin Vorteile sieht sehe ich die Umstellung der Uhren als umständlichste aller Methoden zur Verschiebung des Lebensrhythmus.
    Warum die Uhren umstellen, was in einer technisierten und globalisierten Welt gigantische Probleme verursacht (siehe Züge, bizarre Verschiebungen der Zeitzonen, etc) und nicht einfach sagen, “Das Büro ist von November bis März von 09:00-18:00 und von April bis Oktober von 08:00-17:00 geöffnet”?

  4. #4 Detlef
    28. März 2015

    Zum Thema Zeitberechnung und Zeitzonen gibt es ein ‘epic video’ von Tom Scott.
    https://www.youtube.com/watch?v=-5wpm-gesOY

    “… AND THEN you get a call from …”
    “… and put it in your programm and you never ever look at it again – because that way lies madness.”

  5. #5 Thomas
    28. März 2015

    ich persönlich finde die Umstellung mühsam, nicht nur meiner Hunde wegen die mich bei der Winterzeit Umstellung dann eine Woche lang zu früh wecken 😉 auch die verschiedenen Umstellungszeitpunkte bereiten immer wieder Probleme beim synchronisieren von internationalen Daten (da viele einfach zu schlampig sind und darauf vergessen oder zu egoistisch sind um auch an andere Zeitzonen und Regionen zu denken)…

    Für die Arbeit wäre mir eine einheitliche Zeit ohne Schluckauf lieber 😉

  6. #6 Steffen
    Stuttgart
    28. März 2015

    Hallo Florian,

    toller Artikel. Kann das Gejammere auch nicht mehr hören. Als ob es nicht andere, wichtigere Probleme gäbe.

    Bei der Gelegenheit möchte ich mich für viele inspirierende Artikel und Podcasts bedanken. Macht immer wieder Spaß und ist interessant.

    Viele Grüße
    Steffen

  7. #7 Carsten
    28. März 2015

    Die Zeitumstellung ist eigentlich immer im Oktober ein Problem, die fehlende Stunde macht sich bei mir selber, aber vor allem bei meinen Kindern bemerkbar. Die haben in den ersten Tagen mit der fehlenden Stunde ein Problem, da sie an einen sehr regulierten Tagesablauf gewöhnt sind und die Schule halt keine Gleitzeit kennt. Im März kann man das etwas leichter umsetzen, da man “mehr Zeit hat”. Unterm strich ist die Umstellung meiner Meinung nach sinnlos, da sie keinen sinnvollen Effekt hat (zumindest habe ich keine Belastbaren Daten gefunden) und mich persönlich einfach nur nervt.

  8. #8 noch'n Flo
    Schoggiland
    28. März 2015

    In der Landwirtschaft ist die Sommerzeit schon seit jeher ein Problem, die Tiere lesen eben nicht die Uhr, sie haben ihre eigene innere.

    Die haben wir Menschen übrigens auch, und auch wenn wir nicht jeden Tag zur selben Zeit ins Bett gehen, so haben wir doch einen innerlichen Grundrhythmus, der bei der Umstellung erst einmal durcheinandergerät. Darauf reagieren die Menschen allerdings unterschiedlich empfindlich. Und es dauert unterschiedliche lange, bis sie im neuen Rhythmus angekommen sind: bei manchen sind es nur wenige Tage, bei anderen kann es Wochen dauern.

    Gesund ist das jedenfalls nicht. Und die angeblichen tollen Spareffekte gibt es ja anscheinend auch nicht.

    Hier in der Schweiz läuft derzeit ja mal wieder eine Unterschriftensammlung, um eine Volksabstimmung zur Abschaffung der Sommerzeit zu lancieren. Mit etwas Glück wird schon in 2016 darüber abgestimmt. Sollte das Stimmvolk die Initiative dann annehmen, so müsste die Sommerzeit bis spätestens 2019 abgeschafft werden. Dann dürft Ihr, wenn Ihr uns mal besuchen wollt, künftig alle an der Grenze Eure Uhren umstellen. 😛

  9. #9 kamy
    28. März 2015

    schön, dass die die Zeitumstellung persönlich keine Probleme macht. Aber ich denke, dass auch KEINE Zeitumstellung für dich unproblematisch wäre.
    Andere haben mit dieser Zeitverschiebung Probleme: Leute, die keine Gleitzeit haben … etc.
    Der wichtigste Grund gegen die Zeitverschiebung ist aber: sie ist völlig unnötig und zwecklos.

  10. #10 Oliver Debus
    28. März 2015

    Die Sommerzeit find ich blöd. Jetzt muss ich, als Amateurastronom zu der sich eh schon verspätenden Dämmerung eine Stunde länger warten, bis ich mein Teleskop rausfahren kann.

  11. #11 BerndB
    28. März 2015

    Sei froh, dass du damit keine Probleme hast. Ich habe welche.

    Ich habe die Nase voll von der Zeitumstellung. Nicht nur, dass es jedesmal nervt die Uhren umzustellen, sondern ich habe jedesmal einen Jetlag deswegen. Und ich kann mir gut vorstellen, dass es gesundheitliche Probleme im Allgemeinen gibt.

    Mich wundert es, dass du als Astronom nicht der Zeitumstellung widersprichst. Es ist doch dann quasi außerhalb der eigentlichen Zeitzone, oder stehen die Astronomenuhren alle auf UTC? (kleiner Scherz)

    Sonst bist du doch auch immer für einen wissenschaftlichen Zugang und nicht von der persönlichen Meinung überzeugt. Also warum hier dann nicht auch? Und die Erfahrungen und Probleme, die eindeutig da sind, sprechen doch eine eindeutige Sprache, oder?

  12. #12 Markus W
    28. März 2015

    “Die wenigsten werden Tag für Tag zur exakt selben Zeit einschlafen und zur exakt selben Zeit aufstehen.”
    Genau, das machen nur diese Loser mit geregelter Arbeitszeit. 😉

    “Ich freue mich sogar jedes Jahr darauf. Endlich wieder Nachmittage und Abende mit Sonne!”
    Wie passt das zu “Eine Stunde Verschiebung sollte da kein so großes Drama auslösen.”? Ach was solls, die Zeitumstellung ist Schwachsinn! 🙂

  13. #13 sputnik
    28. März 2015

    Na, Deine Argumente für die Zeitumstellung sind ja richtig überzeugend 😉

    Ich finde tatsächlich, dass man die Umstellung abschaffen sollte. Das ursprüngliche Argument, dass es hilft Energie zu sparen ist einfach falsch. Mich ärgert in erster Linie der Aufwand jedes mal zu schauen wie man die Uhr an Gerät XY jetzt wieder umstellt.

    Noch ein bisschen Korinthenkackerei: Es gibt keine Winterzeit. Es gibt (in Deutschland) die MEZ (Mitteleuropäische Zeit) und die MESZ (Mitteleuropäische Sommerzeit). So vergisst man auch nie, welches die einzig wahre Zeit ist. Die, die im Winter gilt 🙂

    Ich sag’s mal mit John Oliver: How is this still a thing? https://www.youtube.com/watch?v=br0NW9ufUUw

  14. #14 Daniel Holzmann
    28. März 2015

    Ich kann auch keine Vorteile in der Sonmerzeit sehen.
    Las Week Tonight hat’s neulich meiner Meinung nach ganz gut zusammengefasst:
    http://youtu.be/br0NW9ufUUw

  15. #15 Jens
    28. März 2015

    Ich verstehe die Zeitumstellung auch nicht. Klar, die Grundidee ist nicht schlecht…aber anscheinend (man zeige mir Belastbares 😉 ) bringt es uns keine Vorteile. Da viele Leute (ich auch) jedes Jahr aufs neue damit Probleme haben (Gesundheitlich oder einfach nur wegen des Verschlafen; hinter allen Uhren her rennen um dann doch eine Vergessen zu haben), aus welchem Grund sollten wir uns das jedes Jahr antun?

    Ernsthaft? Was spricht dafür? Gewohnheit? Aufwand/Nutzen sprechen meines Erachtens absolut gegen die Zeitumstellung.
    Bitte erklär es mir (nur aus Interesse, ich will hier keinen Krieg anfangen, ich hab nur bis jetzt keine wirklichen Argumente gehört).

    J.Lu

  16. #16 Horst
    28. März 2015

    @Thomas
    Was haben unterschiedliche Zeitzonen und Regionen mit der Sommerzeit zu tun? In anderen Zeitzonen ist die Zeit immer anders als hier.

    Wer übrigens so “fürchterliche Probleme” mit der Zeitumstellung um eine Stunde im Frühling und im Herbst hat, sollte auf keinen Fall z.B. in den USA oder in Asien Urlaub machen. Er würde die Zeitumstellung wahrscheinlich nicht überleben. 😉

    Ich freue mich auch immer auf die Sommerzeit. Abends um 20 oder 21 Uhr im Garten in der Sonne sitzen… herrlich!

    “Genau, das machen nur diese Loser mit geregelter Arbeitszeit. ”
    Nein, das machen Menschen, die sich ihr Leben von der Uhr diktieren lassen. Gehst du nie abends mal essen, ins Kino oder zu anderen Veranstaltungen? Oder bleibst länger draussen, weil das Wetter einfach schön ist? Verzichtest du tatsächlich auf schöne Abende, nur weil du morgens aufstehen musst? Auf so eine Idee würde ich niemals kommen. Und ja, auch ich muss morgens aufstehen und zur Arbeit gehen.

  17. #17 Klaus
    28. März 2015

    ” ich habe bis jetzt bei noch keiner Zeitumstellung irgendwelche gesundheitlichen Effekte gespürt. ”
    .
    Ich musste sofort an Homöopatenfans und deren “Argumente” denken.

  18. #18 Klaus
    28. März 2015

    “Ich freue mich auch immer auf die Sommerzeit. Abends um 20 oder 21 Uhr im Garten in der Sonne sitzen… herrlich!”
    .
    Was hat ein schöner Sommerabend mit den Zeigern auf der Uhr zu tun?

  19. #19 gnaddrig
    28. März 2015

    ich habe bis jetzt bei noch keiner Zeitumstellung irgendwelche gesundheitlichen Effekte gespürt.

    Anektdote!

    Und das Ausmaß, in dem sich regelmäßig darüber beschwert wird, erscheint mir auch ein klein wenig überzogen. Die wenigsten werden Tag für Tag zur exakt selben Zeit einschlafen und zur exakt selben Zeit aufstehen. Eine Stunde Verschiebung sollte da kein so großes Drama auslösen. Aber wie gesagt: Das ist meine subjektive Wahrnehmung…

    Ja, das ist subjektiv. Ich habe Kinder, die ich zweimal im Jahr an die Zeitumstellung heranführen muss. Jetzt im Frühling muss ich die abends eine Stunde früher ins Bett kriegen und morgens eine Stunde früher aus dem Bett holen. Beides ist kein Zuckerschlecken. Wenn man ein, zwei Wochen vorher versucht, die Schlafens- und Aufstehzeit scheibchenweise in die richtige Richtung zu schieben, kann das den Übergang abmildern, aber es bleibt eine stressige Zeit.

    Im Herbst ist es weniger schlimm – abends eine Stunde später ins
    Bett und morgens eine Stunde früher raus geht eher. Außer dass die Kinder natürlich eine ganze Weile lang morgens um halb sechs aufwachen statt um halb sieben. Wir haben jedenfalls immer ungefähr zwei Wochen, wo es ausgesprochen unrund läuft, jedes halbe Jahr.

    Und was die Nachmittage mit Sonne angeht – da verschiebt sich doch nur der Zeitraum, in denen man die hat, oder? Dafür braucht man keine Sommerzeit…

    Und als Astronom finde ich es natürlich auch schön, dass jeder zumindest zweimal im Jahr gezwungen wird, sich über Zeit und Zeitmessung Gedanken zu machen

    Macht das denn wer? Ich bezweifle das. Man stellt die Uhr um, sehr viele sind davon jedesmal wieder genervt, und das ist es auch schon. An der Art der Zeitmessung ändert sich ja nichts, und wie ich die Zeit nenne, einteile usw. interessiert die allermeisten nicht weiter. Man kann die Uhr, und das war’s.

    Recht gebe ich Dir natürlich insofern, als die Zeitumstellung ein naheliegender Aufhänger für die Präsentation von Beiträgen zu entsprechenden Themen ist.

    Insgesamt aber finde ich die Zeitumstellungen ausgesprochen lästig. Sie sind dem Vernehmen nach völlig nutzlos – der Stromspareffekt, den man sich erhofft hatte, hat sich ja nicht eingestellt. Dem stehen erhebliche Kosten und Umstände gegenüber, kleine persönliche Pannen wie Verspätungen wegen vergessener Umstellung u.ä. Die völlige Nutzlosigkeit der Maßnahme macht es um so ärgerlicher, und ich beglückwünsche alle Länder, die den Unsinn nicht (mehr) mitmachen!

  20. #20 Markus W
    28. März 2015

    @Horst (#13): Mir ging es ums Aufstehen, hätte ich besser formulieren sollen (dann wäre dein Sermon nicht nötig gewesen) 🙂

    “Nein, das machen Menschen, die sich ihr Leben von der Uhr diktieren lassen. […] Abends um 20 oder 21 Uhr im Garten in der Sonne sitzen… herrlich!”
    *lach*

  21. #21 Brainless
    @home
    28. März 2015

    @Carsten, #28: irgendwas stimmt da wohl nicht! Die Stunde fehlt nicht im Oktober, sondern im März. Da wird die Uhr um eine Stunde vorgestellt und du hast am nächsten Morgen diese Stunde weniger Zeit!

    Ach ja: ich persönlich finde die Sommerzeit prima, und wenn die Zeitumstellung durch den Druck der Massen irgendwann abgeschafft werden sollte, dann sollte bitte die Sommerzeit das ganze Jahr über beibehalten werden!

  22. #22 Brainless
    28. März 2015

    ooops, natürlich meine ich #6!

  23. #23 GrrrBrrr
    28. März 2015

    Es freut mich ja zu lesen, dass viele keine Probleme mit der Umstellung auf Sommerzeit/Winterzeit haben. Fragt mal eure Eltern/Großeltern ob sie Probleme vor der Einführung dieser unsinnigen Zeitumstellung hatten, oder erinnert euch selbst! 1980 liegt ja nicht so lange zurück.

    Die Idee hinter der Zeitumstellung war ja das Tageslicht besser zu nutzen und dadurch Energie zu sparen. Das hat nur überhaupt nicht funktioniert oder ist kaum messbar. Und seit der Einführung 1980 hatte man mittlerweile genug Zeit den Verbrauch zu messen. Einige Länder haben den Unsinn dieser Zeitumstellung bereits erkannt, und sie wieder abgeschafft oder sind auf einen guten Weg dorthin. Russland hat die Zeitumstellung 2011 abgeschafft.

    Ich habe da leider schon arge Probleme mit der Zeitumstellung und brauche gefühlt eine Ewigkeit um mich daran zu gewöhnen. Und wie manche hier schreiben, dass es größere Probleme gibt, ist irrelevant in dieser Diskussion. Das ist doch nur ein Totschlagargument und kann beliebig als Platzhalter eingesetzt werden, um eine Diskussion im Keim zu ersticken. Wer entscheidet denn was relevant ist und was irrelevant ist? Prioritäten setzt doch jeder für sich selbst. Niemand hat die allgemeingültige Wahrheit für sich gepachtet.

    In diesem Sinne wäre ich nicht sonderlich traurig wenn die Zeitumstellung abgeschafft werden würde. Und ja – es gibt wichtigere Probleme, daher würde ein Beschluss im Bundestag für die Abschaffung der Zeitumstellung doch sicher auch nur einen Bruchteil an Zeit kosten. Das kann man in der Sommerpause von den Parlamentariern durchwinken lassen.

  24. #24 Le Physiker
    28. März 2015

    Ich kann mich den “Meckerern” nur anschließen. Sie wurde ~1980 explizit eingeführt, um Energie zu sparen. Wenn dann die Daten zeigen, dass man sogar tendenziell mehr E. verbraucht… sie also im Sinne ihres Einführungsgrundes völlig nutzlos ist, stellt sich prinzipiell schon mal die Frage: warum soll man das überhaupt machen?

    Des weiteren:
    Mit welcher Berechtigung nimmt man in Kauf, dass viele Menschen 2x im Jahr eine Stunde Mini-Jetlag haben? Es geht nicht darum, dass man damit nicht klarkommen könnte – ich frage nur: warum überhaupt? Jeder hat ein natürliches Zeitgefühl über den Tag hinweg – das ist zumindest 2x im Jahr für ca 1 Woche gestört. Auf das Problem KInder, Haustiere, Nutziere wurde bereits verwiesen.

    Mit welcher Berechtigung nimmt man in Kauf, dass in Folge der “geklauten Stunde” Ende März, die Anzahl der Wildunfälle und anderer Verkehrsunfälle signifikant ansteigt? (http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12927054/Nach-Zeitumstellung-bauen-Deutsche-mehr-Unfaelle.html)

    Es kommt mir unterm Strich so vor, als ob man bis auf einen längeren hellen Abend im Sommer (und der sorgt wohl durch erhöhte Aktivität der Leute dafür, dass die Energieeinsparung des gesparten Bürolichts gleich wieder verpufft)
    – keinen Vorteil bezogen auf die Energie
    – Nachteile bezogen auf biologische Systeme, die einn stabiles inneres Zeitempfinden haben (Menschen, insb. Kinder, Tiere…)
    – Volkswirtschaftlichen Schaden, ausgelöst durch den Mini-Jetlag (erhöhte Unfallzahlen lassen sich nachweisen), wobei meine Vermutung ist, dass es da eine erhebliche Grauzohne vom verkleckertem Kaffe bis zum ruinierten Werkstück gibt, die in keiner Statistik erfasst werden.

  25. #25 Le Physiker
    28. März 2015

    @GrrrBrrr, #20

    Ich habe mal eine e-Petition eingereicht – die Antwort war, das könne nur noch auf der europäischen Ebene entschieden werden…

  26. #26 noch'n Flo
    Schoggiland
    28. März 2015

    @ gnaddrig:

    Ich habe Kinder, die ich zweimal im Jahr an die Zeitumstellung heranführen muss. Jetzt im Frühling muss ich die abends eine Stunde früher ins Bett kriegen und morgens eine Stunde früher aus dem Bett holen. Beides ist kein Zuckerschlecken.

    Papa-Hi5!

  27. #27 Tina_HH
    28. März 2015

    Ich bin auch für die Abschaffung der Sommerzeit. Die allgemeinen Argumente, warum sie mehr Probleme verursacht als Nutzen bringt, wurden ja schon genannt.
    Und ganz subjektiv: Ich brauche Ende März immer ungefähr eine Woche, bis ich mich an die Sommerzeit gewöhnt habe. Eine Stunde früher aufzustehen, als man es gewohnt ist, ist für jemanden wie mich, der morgens eh schon nicht gerade begeistert aus dem Bett springt, einfach nervig. Anlagebedingte Nachteulen, die abends öfter mal zu spät schlafen gehen, stehen morgens sowieso nicht gerne früh auf und dann jeden Tag eine Stunde früher aufstehen zu müssen, ist nicht schön! 🙂

  28. #28 Alderamin
    28. März 2015

    @Mirko

    Vielen Dank für den Beitrag. Ganz meine Meinung. Ich finde das ewige Gejammere auch nervig und übertrieben. Angeblich werden Leute und Tiere (!!!) ja krank wegen der Umstellung.

    Könnte man genau so zur Lichtverschmutzung sagen. Wen interessieren die paar Punkte am Himmel? Oder irgendwelche Motten? Braucht kein Mensch.

    Ich bin auch gegen diesen Umstellungsquatsch. Im Sommer ist es sowieso lange hell.

  29. #29 stillerleser
    28. März 2015

    Ich kann das Gejammere bei der Zeitumstellung auch nicht nachvollziehen.
    Unsere wichtigen Uhren sind Funkuhren und die zwei restlichen Uhren sind in 30 Sekunden umgestellt.
    Gesundheitliche Beeinträchtigungen wegen einer Stunde Verschiebung? Kann ich mir persönlich zwar nicht vorstellen, da aber andere Menschen anders empfinden möchte ich das niemand absprechen. Aber ich kann mir auch vorstellen dass das ganze viel mit Einbildung zu tun hat bzw. selbsterfüllender Prophezeiung. Was machen solche Menschen bei einem Interkontinentalflug? Ein Jetlag von 8-10 Stunden müsste dann ja zu einer Krankenhauseinweisung führen.
    Was ich aber am allerwenigsten nachvollziehen kann: Es gibt Leute die ausgerechnet die SOMMERzeit abschaffen wollen??
    Das ist doch der alles entscheidende Vorteil der Sommerzeit: Dass man nach der beruflichen Arbeit am Abend mehr Zeit hat um im Garten zu arbeiten, Sport zu treiben, all die Dinge zu tun für die Tageslicht notwendig oder zumindest angenehm ist. Die meisten Menschen arbeiten heute schließlich nicht mehr den ganzen Tag unter großer Anstrengung auf dem Acker und sind dann froh wenn sie abends ins Bett gehen können. Und wer hätte etwas davon wenn im Sommer statt um 5:30 Uhr die Sonne bereits um 4:30 Uhr aufgehen würde (und hell wird es ja schon ne knappe Stunde früher)? Das frühr Hellwerden stört mich ja schon mit der Sommerzeit, aber dann nochmal eine Stunde früher: Da wäre für mich gefühlt die halbe Nacht heller Tag.
    Wenn man also schon für die Abschaffung einer “Zeit” ist dann müsstenn doch 95-98% der Menschen für die Abschaffung der Winterzeit sein.
    Nur für Hobbyastronomen hätte die Abschaffung der Sommerzeit Vorteile. 😉

  30. #30 Tilman
    Karlsruhe
    28. März 2015

    Aaaah, ich wusste gar nicht mehr wie DaDa doch Wissen Macht Ah! war.
    Sehr geil.

  31. #31 Le Physiker
    28. März 2015

    @stillerleser, #26

    Ich würde ja vorschlagem, wir stellen jetzt einmal statisch auf UTC+1,5 ein. Und danach lassen wir den Blödsinn in Zukunft 🙂

    “Ein Jetlag von 8-10 Stunden müsste dann ja zu einer Krankenhauseinweisung führen.”

    Das ist eine unzulässige Schlussfolgerung, da Du eine Proportionalität unterstellt. Die ist aber bei biologischen Systemen nur selten gegeben. Genauso gut könnte die Stärke des Jetlags auch logarithmisch oder beschränkt exponentiell oder irgendwie anders geartet gehen.

    Und nochmal mein Argument: dass eine Umstellung einen (Mini-)Jetlag auslöst – darüber sind wir uns alle einig und das ist mit genügend Beobachtungen gesichert.
    Die Frage muss erlaubt sein, warum wir diesen Jetlag gesellschaftlich in Kauf nehmen wollen. Überwiegen die Nutzen die Kosten?

    Und gerade bei den Nutzen haben die Befürworter echt wenig anzubieten außer “so schlimm isses doch net”! Das finde ich ein bisschen dünn.

  32. #32 holms
    28. März 2015

    Irgendwann sollte sich das doch jeder gemerkt haben!

    Oje, wie weltfremd ist das denn. Wir Männer drehen uns rum und haben es vergessen! 😉

  33. #33 Tina_HH
    28. März 2015

    Wenn man also schon für die Abschaffung einer “Zeit” ist dann müsstenn doch 95-98% der Menschen für die Abschaffung der Winterzeit sein.

    Nein, ich bin für die Abschaffung der künstlichen Sommerzeit und für die ganzjährige Einbehaltung der “echten” Winterzeit. dann stimmt auch der Sonnenstand mit der Uhrzeit so einigermaßen überein, d.h. mittags um zwölf steht die Sonne am höchsten. Passt hier eh schon nicht ganz, da aufgrund der Zeitzone der Sonnenhöchststand ungefähr eine halbe Stunde zeitlich abweicht und man auch in der “Winterzeit” somit zu früh aufstehen muss. In der Sommerzeit sind es dann schon 1 1/2 Stunden! Gähn!

  34. #34 Le Physiker
    28. März 2015

    @alle Befürworter

    Könntet ihr bitte zur Übersicht einfach mal alle Nutzen, die die Zeitumstellung bringt, auflisten. Bislang lese ich nämlichals Argumente pro immer nur, wir mögen uns nicht so anstellen…

  35. #35 Nordlicht_70
    28. März 2015

    Ich habe überhaupt kein Problem mit der Zeitumstellung, kann damit gut leben.
    Es wäre mir aber auch egal, wenn sie abgeschafft werden würde. Dann würde ich lieber die Sommerzeit behalten, um abends noch schön im Hellen draußem zu sein. 🙂

    Die gesundheitlichen Probleme halte ich für maßlos übertrieben. Sollte das tatsächlich so sein, müssten sich doch alle, die sich so aufregen, viel eher um ganz ernste Probleme kümmern – wie zum Beispiel Schichtarbeit! Die müsste dann ja wohl überall, wo es irgend geht, abgeschafft werden (Krankenhaus und Polizei usw. geht natürlich nicht, muss aber dann auch entsprechend entlohnt werden.) Dreischichtsysteme wären dann ja geradezu ein “Verbrechen gegen die Menschlichkeit”.
    Irgendwie passt das zu unserer Gesellschaft, um diese Stunde so einen Bohei zu machen, es aber gleichzeitig völlig normal zu finden, dass jede xbeliebige Hotline 24h/7 Tage die Woche erreichbar sein muss. Und einkaufen wollen auch viele rund um die Uhr und beschweren sich über den bösen Gesetzgeber, der “dem freien Unternehmertum solche Fesseln anlegt”. Ach ja, Gaststätten, die schon um 22 Uhr schließen sind natürlich auch ganz böse.

  36. #36 Pyrex
    28. März 2015

    Mittlerweile finde ich die Sommerzeit auch eine tolle Sache, weil man dann auch nach einem langen Arbeitstag das Tageslicht nutzen kann.

    Ich verstehe aber nicht, warum sich so viele jedesmal den Kopf darüber zerbrechen ob jetzt vor oder zurückgestellt wird. Das lässt sich durch logische Überlegung doch ganz einfach lösen…

    Am besten die Uhr vor- und zurückstellen. Dann ist man auf der sicheren Seite. Oder man stellt sie von der Küche ins Wohnzimmer 😉

  37. #37 Herr B
    28. März 2015

    Nieder mit der Zeitumstellung ! WTF
    Hallo Florian
    “Und als Astronom finde ich es natürlich auch schön, dass jeder zumindest zweimal im Jahr gezwungen wird, sich über Zeit und Zeitmessung Gedanken zu machen (Auch wenn ich es ein klein wenig komisch finde”
    ein klein wenig komisch ? nee das finde ich schon bedenklich :-), mach dir doch ne Erinnerung in den Kalender dann gehts auch ohne Zeitumstellung.
    Mir als Hoppysternekiecker geht es tierisch auf den Sack erst nach 22:00 mit meinen Hobby anfangen zu können. das ist in der Woche nicht prakikabel als Mensch der sich sein Leben von der Uhr diktieren lassen muss. Sorry ich brauche das Geld.
    Ein kleines Lagerfeuer am abend ist mit Sonnenschein auch so…. mmhh wie sagt man das am besten ?….. uncool :-/
    Auch möchte ich nicht nach 20 Uhr in meinen Garten arbeiten und erst recht nicht das irgendein anderer krach macht.
    @Horst
    “Gehst du nie abends mal essen, ins Kino oder zu anderen Veranstaltungen? Oder bleibst länger draussen, weil das Wetter einfach schön ist? Verzichtest du tatsächlich auf schöne Abende, nur weil du morgens aufstehen musst?”
    Aha du gehst also nur aus dem Haus wenn die Sonne scheint und wenn es dunkel ist —> dann ist schlecht Wetter oder wie jetzt. Wenn ich im Kino sitze ist es mir Wurscht ob die Sonne scheint und im Biergarten find ich es eh gemütlicher wenn die Sonne untergegangen ist ( somit gemütlicher schummriger Beleuchtung )

  38. #38 maunz
    Zeitumstellung
    28. März 2015

    Die Schildbürger tun Lichtsparen. Viel Spass 🙂

  39. #39 Alderamin
    28. März 2015

    @Pyrex

    Ich verstehe aber nicht, warum sich so viele jedesmal den Kopf darüber zerbrechen ob jetzt vor oder zurückgestellt wird. Das lässt sich durch logische Überlegung doch ganz einfach lösen…

    Auf Englisch gibt’s einen super-Merksatz:

    “We spring forward, but we fall back.”

    Also spring (Frühjahr): vorwärts stellen, fall (Herbst): zurückstellen. Seitdem ich den kenne, muss ich nicht mehr nachdenken.

  40. #40 omnibus56
    28. März 2015

    Ich habe schon von Leuten Gejammer über die “pöse Zeitumstellung” gehört, die ihnen angeblich so furchtbar zu schaffen macht, die freitags bis in den Samstagmorgen feiern, bis in den Nachmittag schlafen und Samstagabend in den Sonntag schwofen mit erneutem spätem Aufstehen – und das jede Woche. Das stecken sie offenbar locker weg. Aber wehe die Zeitumstellung naht, dann reden sie von Jetlag… (facepalm)

    Ja, es mag empfindliche Personen geben, die tatsächlich ein Problem auch mit der einstündigen Zeitverschiebung haben. Aber es ist keine Verschiebung des Sonnenstands (z. B. durch eine Reise 15° ostwärts. Es ist nur die Uhrzeit, die sich ändert. Die meisten Meckerer haben durchaus die Option, die eine Stunde Anpassung auf 12 Tage zu verteilen. Am Tag nach der Umstellung steht man statt um 6 um 6:55 auf, am Folgetag 6:50 und so weiter bis man nach 12 Tagen wieder bei 6 Uhr ist. Im Oktober macht man es umgekehrt. Die Anzahl der Schritte kann man erhöhen oder verringern, ganz wie derjenige meint zu müssen oder können.

    Tatsächlich halte ich das Problem, so es existiert, praktisch immer für ein psychisches, höchstens noch psychosomatisches. Es ist wie mit denen, die jammern, sie schliefen so schlecht. Morgens um 5 sei für Sie schon die Nacht zu Ende und dann würden sie sich nur noch 2 Stunden im Bett wälzen. Aber wenn man nachfragt, gehen sie auch schon um 22 Uhr ins Bett, weil “das ihre Zeit” ist…

  41. #41 noch'n Flo
    Schoggiland
    28. März 2015

    @ omnibus56:

    Ich habe schon von Leuten Gejammer über die “pöse Zeitumstellung” gehört, die ihnen angeblich so furchtbar zu schaffen macht, die freitags bis in den Samstagmorgen feiern, bis in den Nachmittag schlafen und Samstagabend in den Sonntag schwofen mit erneutem spätem Aufstehen – und das jede Woche. Das stecken sie offenbar locker weg. Aber wehe die Zeitumstellung naht, dann reden sie von Jetlag… (facepalm)

    An einzelnen Tagen steckt der Körper sowas auch problemlos weg, aber wenn über Monate der gesamte Grundrhythmus gestört wird, ist das etwas völlig anderes. Soviel auch zu den Leuten, die meinen, Urlaubsreisen wären viel schlimmer. Da gilt mal wieder das Nuhr-Zitat.

    Das ist in etwa so wie bei den Leuten, die Klima und Wetter nicht auseinanderhalten können.

  42. #42 stillerleser
    28. März 2015

    @Tina_HH:

    ein, ich bin für die Abschaffung der künstlichen Sommerzeit und für die ganzjährige Einbehaltung der “echten” Winterzeit. dann stimmt auch der Sonnenstand mit der Uhrzeit so einigermaßen überein, d.h. mittags um zwölf steht die Sonne am höchsten.

    Das ist doch der Punkt: Wir leben nun mal nicht mehr im Rhytmus des Sonnenstandes. Wenn wir das täten würden wir nicht das ganze Jahr morgens um 8 bei der Arbeit sein sondern im Sommer um allerspätestens 6 Uhr.
    Da die meisten (nicht alle!) nicht mehr schwer körperlich arbeiten müssen haben die Menschen abends Zeit um sich vielfältigen ausserberuflichen Aktivitäten widmen zu können.
    Was ich aber in obiger Antwort nicht berücksichtigt habe ist, dass sehr viele Menschen sich gar nicht mehr in der Natur aufhalten. Wer abends ins Fitnessstudio fährt, unterm Flutlicht Fussball spielt oder shoppen geht dem ist es natürlich relativ egal ob es Tag oder Nacht ist.

    @Le Physiker:

    “Ein Jetlag von 8-10 Stunden müsste dann ja zu einer Krankenhauseinweisung führen.”

    Das ist eine unzulässige Schlussfolgerung, da Du eine Proportionalität unterstellt. Die ist aber bei biologischen Systemen nur selten gegeben.

    Das war ja auch eine bewusste polemische Überspitzung. Natürlich gibt es keine Linearität. Sonst wäre man bei einem 20 Stunden-Jetlag 😉 wohl klinisch tot.

    Könntet ihr bitte zur Übersicht einfach mal alle Nutzen, die die Zeitumstellung bringt, auflisten.

    Das habe ich doch getan. Die Gewichtung bleibt jedem selbst überlassen. Ob es nun besser wäre dauerhaft die Sommerzeit einzuführen oder eine Zeitumstellung vorzunehmen darüber habe ich mir noch keine endgültige Meinung gebildet. Eine dauerhafte Winterzeit wäre aber für mich eindeutig die schlechteste Lösung.

  43. #43 Tina_HH
    28. März 2015

    @omnibus56

    Aber es ist keine Verschiebung des Sonnenstands (z. B. durch eine Reise 15° ostwärts. Es ist nur die Uhrzeit, die sich ändert.

    Ja, aber die Uhrzeit zwingt einen dann eben, eine Stunde früher aufzustehen. Ist also im Ergebnis das gleiche.

    Am Tag nach der Umstellung steht man statt um 6 um 6:55 auf, am Folgetag 6:50 und so weiter bis man nach 12 Tagen wieder bei 6 Uhr ist.

    Es kann sich aber leider nicht jeder aussuchen, wann er gerne aufstehen möchte. Gibt ja auch sowas wie festgelegte Arbeitszeiten…

    Tatsächlich halte ich das Problem, so es existiert, praktisch immer für ein psychisches, höchstens noch psychosomatisches.

    Nö, das nennt man einfach müde.
    Wenn Menschen unter der Zeitumstellung leiden, sollte man ihnen das vielleicht der Fairness halber einfach erstmal glauben und daraus nicht gleich ein psychisches Problem konstruieren. Ist nicht so nett.

  44. #44 Doreen
    28. März 2015

    Ich halte das Problem auch größtenteils für psychisch/psychosomatisch. Ich kenne auch genug, die sich ihren Schlafrhythmus jedes Wochenende völlig zerhauen, weil sie entweder feiern gehen oder die halbe Nacht zocken. Damit kommen sie klar, aber die eine Stunde Zeitumstellung macht ihnen soooo sehr zu schaffen? Das kann ich mir echt nicht vorstellen. Es mag Leute geben, die da wirklich sehr empfindlich sind, aber ich bezweifle sehr, dass das so viele sind wie da immer rummeckern.

    Und ich habe auch Kinder mit einem regelmäßigen Tagesablauf. Die kommen damit genauso gut klar wie ich und ansonsten würde ich eben die Umstellung auf ein paar Tage strecken, ob sie jetzt zum Beispiel 15 Minuten früher oder später ins Bett gehen merken die gar nicht, so starr ist ihr Rhythmus auch wieder nicht.

    Ich hab mir jetzt auch mal den Artikel darüber angeguckt, dass es durch die Zeitumstellung zu mehr Unfällen kommen soll. Da steht lediglich, dass es im April mehr Unfälle gibt als im März. Finde ich jetzt ein recht dünnes Indiez, könnte mir dafür spontan mehrere mögliche Gründe vorstellen, die nichts mit der Zeitumstellung zu tun haben. Gibt es dazu denn eigentlich tatsächlich auch seriöse Untersuchungen? Zum Beispiel ein Vergleich der Unfallzahlen zu dieser Jahreszeit vor und nach Einführung der Zeitumstellung oder so?

    Ich finde es auch gut, durch die Zeitumstellung im Sommer eher abends als morgens mehr Sonne zu haben. Im Sommer geht die Sonne ja eh schon morgens sehr früh auf, ohne die Zeitumstellung könnten wohl auch viele schon lange vor dem Weckerklingeln nicht mehr schlafen durch die Lichtverhältnisse, Vogelgezwitscher und so weiter.

  45. #45 Tina_HH
    28. März 2015

    @stillerleser
    Stimmt schon, dass wir nicht mehr so nach dem Sonnenstand leben wie frühere Generationen. Ich sehe allerdings auch keinen Grund, warum man die Uhrzeit nun von ihm entkoppeln sollte. Dass die Sonne ihren Höchststand (ungefähr) um 12 Uhr mittags hat, ist doch sinnvoll. Warum sollte man das künstlich dauerhaft um eine Stunde verschieben?

    Im übrigen finde ich, wie auch Alderamin oben schon schrieb, dass es im Sommer ohnehin abends lange genug hell ist. Das muss man meiner Meinung nach nicht noch um eine weitere Stunde verlängern. Ich finde einfach die “natürliche Winterzeit” angenehmer. Ist natürlich nur mein subjektives Empfinden, aber das gilt für die Befürworter der Sommerzeit ebenso.

  46. #46 Turtle
    28. März 2015

    Persönlich macht die Zeitumstellung mich auch nicht fertig, nervig ist sie trotzdem. Irgendeine Uhr vergisst man immer umzustellen und kriegt dann noch 2 Wochen einen Schreck weil man meint viel zu spät dran zu sein.
    Mir hat sich bis heute der Sinn des Ganzen nicht erschlossen. Abend länger hell wirds auch von allein. Dafür ist es nach der Zeitumstellung früh wieder länger dunkel, was ich wesentlich doofer finde, denn im Dunkeln aufstehen mag ich nicht (daher ist Winter auch nicht mein Fall). Und nur weil die Tageslichtzeit nach hinten verschoben wird, geht die Arbeit nicht später los (oder Schule oder Uni). Also, ich finds sinnlos und würde es abschaffen.

  47. #47 noch'n Flo
    Schoggiland
    28. März 2015

    @ Turtle:

    Irgendeine Uhr vergisst man immer umzustellen und kriegt dann noch 2 Wochen einen Schreck weil man meint viel zu spät dran zu sein.

    Das kann Dir aber nur im Herbst passieren, nicht jetzt im Frühling.

    @ Doreen:

    Das kann ich mir echt nicht vorstellen.

    Sorry, aber persönliche Vorstellungskraft ist kein Argument.

    Es mag Leute geben, die da wirklich sehr empfindlich sind, aber ich bezweifle sehr, dass das so viele sind wie da immer rummeckern.

    Auch wenn es nur wenige sind: hältst Du es für ethisch legitim, wenn eine Gruppe von hunderttausenden Menschen 2x im Jahr leidet, nur damit eine Handvoll Leute im Sommer länger Party machen kann? (Ein anderes Pro-Sommerzeit-Argument hatten wir nämlich bisher immer noch nicht.)

    Abgesehen davon: wenn wir Menschen alle schon so vom Licht entkoppelt sind (wie die SZ-Befürworter hier immer wieder behaupten), warum ist es dann so wichtig, wenn es abends länger hell ist?

  48. #48 Jelani Nemorivagus
    28. März 2015

    Meine Meinung dazu: Dauer-Sommerzeit. Ich gehöre zu den Eulen, soll heißen, ich kann mit morgens früh hell nichts anfangen, da der Arbeitsbeginn fix ist. Abends länger hell ist mir lieber.
    Da man den Konflikt Eulen-Lerchen wohl nie lösen kann, hier eine andere Überlegung, die unabhängig von jährlichen Zeitumstellungen ist:
    Innerhalb derselben Zeitzonen sollten Eulen am Westrand und Lerchen am Ostrand wohnen. Von Aachen (6°Ost) bis Görlitz (15°Ost) bedeutet das mehr als eine halbe Stunde Unterschied. Auf die gesamte MEZ-Zone bezogen, lassen sich sogar mehr als 2,5 Stunden herausholen: Santiago de Compostela (9°West) bis Kirkenes (29°Ost, Nordostecke von Norwegen).
    Für extreme Eulen ist der äusserste Westen Chinas empfehlenswert, er hängt drei Stunden hinter der Mitte der Zeitzone her.

  49. #49 Florian Freistetter
    28. März 2015

    Eine ernstgemeinte Frage an alle, die Probleme mit der Zeitumstellung haben: Wie macht ihr das, wenn ihr mal wegen anderen Gründen eine Stunde früher aufstehen müsst? Wirkt sich dass dann auch so langfristig aus?

    @BernbB: “Sonst bist du doch auch immer für einen wissenschaftlichen Zugang und nicht von der persönlichen Meinung überzeugt. Also warum hier dann nicht auch? Und die Erfahrungen und Probleme, die eindeutig da sind, sprechen doch eine eindeutige Sprache, oder?”

    Ich verstehe die Kritik nicht. Ich habe eine persönliche Meinung zur Zeitumstellung. Und? Ich behaupte ja nicht, dass meine persönliche Erfahrung zum Maßstab für die Realität erhoben werden muss (sondern sage im Artikel explizit das Gegenteil). Und SO eindeutig sind die Erfahrungen auch wieder nicht – sonst gäbe es ja nicht Leute wie mich, die sich nicht an der Sommerzeit stören.

  50. #50 Florian Freistetter
    28. März 2015

    @Markus W: “Genau, das machen nur diese Loser mit geregelter Arbeitszeit.”

    Das habe ich nicht gesagt und möchte ich mir auch nicht unterstellt wissen. Ich arbeite auch und stehe auch meistens zur selben Zeit auf. Aber es gibt ja auch sowas wie Wochenende. Urlaub. Arzttermine. Etc – lauter Dinge, die eben dazu führen können, dass man mal früher/später aufstehen muss.

  51. #51 Florian Freistetter
    28. März 2015

    @sputnik: “Na, Deine Argumente für die Zeitumstellung sind ja richtig überzeugend”

    Ich habe den Artikel nicht geschrieben, um für die Zeitumstellung zu argumentieren. Sondern nur, um meine persönliche Meinung kund zu tun. (Ehrlich, das darf man!)

  52. #52 Florian Freistetter
    28. März 2015

    @Klaus: “Ich musste sofort an Homöopatenfans und deren “Argumente” denken”

    Die Homöopathen leiten aus ihrer anekdotischen Wahrnehmung aber auch allgemeine Gültigkeit ab. Das tue ich nicht.

  53. #53 stillerleser
    28. März 2015

    @Doreen:

    Ich finde es auch gut, durch die Zeitumstellung im Sommer eher abends als morgens mehr Sonne zu haben. Im Sommer geht die Sonne ja eh schon morgens sehr früh auf, ohne die Zeitumstellung könnten wohl auch viele schon lange vor dem Weckerklingeln nicht mehr schlafen durch die Lichtverhältnisse, Vogelgezwitscher und so weiter.

    Das ist für mich immer ein Problem: Im Sommer ist es ja oft sehr warm und man muss bei offenem Fenster schlafen damit es nachts wenigstens einigermaßen abkühlt in der Wohnung. Bis ca. Ende Juli fangen während der Morgendämmerung jedoch die Vögel an zu zwitschern (zw. 4:30 und 5 Uhr. Ich wache wirklich JEDEN Morgen daran auf und muss dann aufstehen und die Fenster schliessen. Zum Glück kann ich meistens danach weiterschlafen. Im August wird es ruhiger und ich kann dann bis zum Weckerklingeln oft durchschlafen. Wenn die Winterzeit auch im Sommer wieder gelten würde wäre das ja nochmal eine Stunde früher. Vor der Klimaerwärmung war das kein so großes Problem da die Sommer nicht so heiß waren und man wohl öfter bei geschlossenen Fenstern schlafen konnte. Da kann mich Vogelgezwitscher nicht aufwecken. Daher kam die Einführung der Sommerzeit 1980 genau zur rechten Zeit: Denn der erste große Temperatursprung im Sommer in Europa kam Anfang der 80er Jahre. Hmm, diese Korrelation ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen….
    Also kurz gesagt: Von der morgendlichen Helligkeit im Sommer hat wohl fast niemand was. Und manche wie ich sogar explizite Nachteile.

    @Tina_HH:

    Dass die Sonne ihren Höchststand (ungefähr) um 12 Uhr mittags hat, ist doch sinnvoll.

    Warum ist das sinnvoll? Wo ist das Problem wenn sie um ca. 13 Uhr ihren höchsten Stand erreicht?

    Im übrigen finde ich, wie auch Alderamin oben schon schrieb, dass es im Sommer ohnehin abends lange genug hell ist.

    Wie ich es dargelegt habe sehe ich das anders.

  54. #54 Florian Freistetter
    28. März 2015

    @gnaddrig: “Anektdote!”

    Ja. Und genau deswegen steht in meinem Artikel ja auch der Satz: “Das ist nur meine persönliche Wahrnehmung”. Weisst du, an Anekdoten ist nicht per se etwas schlimm. Es wird nur dann schlimm, wenn man seine eigenen Erfahrungen als Maßstab für die gesamte Realität benutzt. Wenn du meinen Text liest, dann wirst du allerdings merken, dass ich nicht behaupte, dass alle die Probleme mit der Umstellung haben, dumme Spinner sind, die sich irgendwas einbilden. Ich habe nur geschrieben, das ICH keine Probleme habe. Aber anscheinend ist das für einige problematisch…

  55. #55 Florian Freistetter
    28. März 2015

    @stillerleser: “Das ist doch der alles entscheidende Vorteil der Sommerzeit: Dass man nach der beruflichen Arbeit am Abend mehr Zeit hat um im Garten zu arbeiten, Sport zu treiben, all die Dinge zu tun für die Tageslicht notwendig oder zumindest angenehm ist. “

    Das ist auch einer der Hauptgründe, warum ich die Zeitumstellung angenehm finde.

  56. #56 Alderamin
    28. März 2015

    @Florian

    Eine ernstgemeinte Frage an alle, die Probleme mit der Zeitumstellung haben: Wie macht ihr das, wenn ihr mal wegen anderen Gründen eine Stunde früher aufstehen müsst? Wirkt sich dass dann auch so langfristig aus?

    Ist halt anstrengend. Man ist halt müde die ersten Stunden. Als ich neulich mit der Maschine nach Barcelona musste, da war um 6:45 Abflug in Düsseldorf, da bin ich um 3 Uhr aufgestanden, und war stehend k.o. bis mittags, und abends dann um 10 im Bett.

    Durch meine Reiserei war ich öfters mal zwischen MEZ-9h und +8 h unterwegs und ich muss sagen, -6h sind nicht das Problem, die stelle ich in 2-3 Tagen um (man wacht halt die ersten beiden Tage morgens um 2 oder 3 auf, aber weiterschlafenim Dunklen geht immer), -8h dauern einen Tag länger, +8h geht mit einem 2h-Nickerchen am Morgen, wenn man ankommt und mit der Müdigkeit der verlorenen Nacht auch relativ schnell, insgesamt bekomme ich das gut hin, wenn ich mich stur an die neue Zeit halte. Die 1h SZ ist natürlich auch kein Drama, aber es dauert eine Woche, bis ich morgens von alleine zur richtigen Zeit aufwache und abends müde bin. Ich hole das frühe Aufstehen die Woche über (7:15 ist früh für mich, dafür bleibe ich regelmäßig bis 1h morgens auf) durch Ausschlafen am Samstag nach.

  57. #57 Tina_HH
    28. März 2015

    Eine ernstgemeinte Frage an alle, die Probleme mit der Zeitumstellung haben: Wie macht ihr das, wenn ihr mal wegen anderen Gründen eine Stunde früher aufstehen müsst? Wirkt sich dass dann auch so langfristig aus?

    Mal an einem Tag früher aufzustehen, ist nicht das Problem. Bloß wenn man das mehrere Tage hintereinander immer wieder machen muss, aber abends nicht früher einschlafen kann, fehlen eben mehrere Stunden Schlaf. Der Schafrhythmus kann dabei durcheinanderkommen, so dass ich noch später erst einschlafen kann – und früher aufstehen muss.

    Ich bin in der ersten Woche nach der Zeitumstellung (im Frühling) dadurch über mehrere Tage müde. Das gibt sich dann ungefähr nach einer Woche wieder, weil ich dann wieder früh genug einschlafen kann.
    Das Ganze ist jetzt bei mir auch nicht soo dramatisch, nur dass ich eben ungefähr eine Woche lang mehr oder weniger unausgeschlafen durch die Gegend laufe. Ich kann mir aber vorstellen, dass es für Leute, bei denen der Anpassungsprozess länger als eine Woche dauert, schon sehr unangenehm werden kann und dann auch gesundheitliche Folgen auftreten können. Aber dazu können Ärzte sicher mehr sagen als ich.

  58. #58 Alderamin
    28. März 2015

    @stillerleser

    Wo ist das Problem wenn sie um ca. 13 Uhr ihren höchsten Stand erreicht?

    13:34 wo ich wohne. In Spanien noch eine Stunde später.

    Wenn ich einen ganz normalen Abend verbringe, dann ist die zusätzliche Stunde Sonne angenehm. Wenn ich meinem Hobby nachgehe, dann stört sie. Mit der Lichtverschmutzung ist es aber ganz genau so, das erwähnte ich oben. Eine Stunde mehr Sonne ist natürlich die maximal denkbare Lichtverschmutzung, insbesondere wenn man z.B. Kindern an warmen Abenden die Milchstraße zeigen will. Aber das sind halt Randgruppenprobleme…

  59. #59 Tina_HH
    28. März 2015

    @stillerleser

    Wo ist das Problem wenn sie um ca. 13 Uhr ihren höchsten Stand erreicht?

    Siehe Alderamins Antwort.
    Ausserdem möchte ich zu bedenken geben, dass, wenn die Sommerzeit ganzjährig gelten würde, wir (bzw. viele von uns) im Winter so früh aufstehen müssten, dass es beim Aufstehen nicht nur dunkel ist, sondern dann auch echt noch lange dauern würde, bis es endlich hell wird. Wäre auch nicht so toll.

  60. #60 Le Physiker
    28. März 2015

    Ich stelle fest, dass bis auf
    * Vogelgezwitscher verschiebt sich um eine Stunde
    * Abends länger Party machen
    immer noch kein einziges Argument gekommen ist, das
    im Sinne der urspünglichen Intention (“Energisparen”) hält. Dass im Gegenteil sogar ein negative Effekt zu messen ist (z.B. USA, Indiana 2006) und ansonsten diverse Kollateralschäden (Verkehr, Landwirtschaft, Wohlbefinden vieler Menschen) zu verzeichnen sind.

    Ich finde es bemerkenswert, wie viele Argumente hier zu den negativen Effekten à la “so schlimm ist es doch nicht / stellt euch nicht so an” kommen und gleichzeitig so wenig reflektiert wird, warum man dann etwas haben soll, dessen Effekte mit Zähnezusammenbeißen erträglich werden aber keinen gesellschaftlichen Nutzen bringt.

  61. #61 Johannes Bauermann
    28. März 2015

    Als Kompromiss würde ich vorschlagen, die Zeitumstellung über einen Zeitraum von 60 Tagen, durch ein regelmäßiges Einfügen oder Abziehen einer Minute pro Nacht, zu realisieren.

    Aber ich benutze auch nur noch Uhren die sich automatisch übers Netz umstellen. Das könnte meine Meinung beeinflussen. 😉

  62. #62 Le Physiker
    28. März 2015

    Vorschlag zur gütlichen Einigung zwischen “Partygeilen” und “Änderungsmuffelln”:

    Heutzutage hat man technisch überall (ntp) synchronisierte Uhren – wer das nicht hat, hat seinen Computer falsch konfiguriert.
    Alle normalen elektrischen Uhren haben Funk.
    Die analogen Wanduhren gehen so ungenau, dass das, was ich vorschlagen werde in ihnen automatisch passiert 🙂

    Hier kommt’s also: den Kuchen haben und ihn auch noch gleichzeitig essen, also Umstellung auf längere Nächte OHNE Mini-Jetlag ginge, wenn zwischen Ende Oktober und Ende März zu jeder vollen Stunde eine DST-Sekunde eingefügt wird – damit hätte man bis Ende März die Uhrzeit eine Stunde vorgestellt.
    Im Gegenzug wird zwischen April und Oktober alle zwei Stunden eine DST-Sekunde abgezogen. Damit hätte man die Uhrzeit wieder eine Stunde zurückgestellt.

    Die angezeigte Uhrzeit wechselt also nahezu stetig zwischen UTC+1 (31.10.) zu UTC+2 (31.3.) und wieder zurück.

    Falls jetzt ein Astronom aufschreien möchte: ich winke ab. Der muss eh UTC / UT1 / TAI auf seine lokale Position (Länge) umrechnen. Und hat im Sinne FF wirklich mal Notwendigkeit sich mit Zeitmessung bzw. Anzeige derselben zu beschäftigen 🙂

  63. #63 Le Physiker
    28. März 2015

    @Johannes Bauermann
    Du warst schneller 🙂

  64. #64 Alderamin
    28. März 2015

    @Le Physiker

    Falls jetzt ein Astronom aufschreien möchte:

    AAAHHH!

    Der muss eh UTC / UT1 / TAI auf seine lokale Position (Länge) umrechnen.

    Der muss auch morgens zur Arbeit…

  65. #65 Tina_HH
    28. März 2015

    @Le Physiker

    Die analogen Wanduhren gehen so ungenau, dass das, was ich vorschlagen werde in ihnen automatisch passiert 🙂

    Was sind analoge Wanduhren? 😉

    Die angezeigte Uhrzeit wechselt also nahezu stetig zwischen UTC+1 (31.10.) zu UTC+2 (31.3.) und wieder zurück.

    Könnte man ein Strecken und Schrumpfen der Zeit nicht auch mit einem ausgeklügelten Gravitationsveränderungs-Konzept erreichen? 😉

  66. #66 stillerleser
    28. März 2015

    @noch’n Flo:

    Auch wenn es nur wenige sind: hältst Du es für ethisch legitim, wenn eine Gruppe von hunderttausenden Menschen 2x im Jahr leidet, nur damit eine Handvoll Leute im Sommer länger Party machen kann? (Ein anderes Pro-Sommerzeit-Argument hatten wir nämlich bisher immer noch nicht.)

    Äh doch die hatten wir. Es gibt mit Sicherheit auch hundertausende Menschen die unter einer sommerlichen Winterzeit “leiden” würden (so wie ich es in meinem Kommentar #53 geschildert habe). Und das JEDEN Tag, nicht nur während einer Übergangszeit. Hälst du das für “ethisch legitim”? Wenn wir wieder bei Sonnenaufgang aufstehen und bei Sonnenuntergang ins Bett gehen würden dann sähe das anders aus. Dann wäre die ganzjährige Winterzeit kein Problem. So leben wir aber seit der industriellen Revolution nicht mehr.
    Davon abgesehen habe ich sowieso große Probleme bei einer 60minütigen Zeitverschiebung mit Begriffen wie “Leiden” und “Ethik” zu hantieren.

    Und ICH rede nicht von langem abendlichen Partymachen wenn ich von abendlichen Aktivitäten rede welche Tageslicht benötigen. Ganz im Gegenteil: Für eine Party ist es doch völlig wurscht ob es Tag oder Nacht ist. Das ist ja wieder der Punkt: Der Spassgesellschaft kann es relativ egal sein ob es Tag oder Nacht ist. Wenn ich aber joggend, wandernd, kletternd in der Natur unterwegs bin (ja das kann man auch als Spass bezeichnen) oder landwirtschaftliche Flächen (nicht hauptberuflich) zu versorgen habe bin ich um jede Minute Helligkeit dankbar. Und ich gehe deswegen im Sommer nicht später ins Bett als im Winter. Ich nutze den Abend nur anders und bin froh dass ich ihn anders nutzen kann als im Winter.

    Aber ich verstehe es wirklich nicht: Hockt ihr den ganzen Sommer abends nur im Biergarten oder vor der Glotze? Da ist es bei Dunkelheit natürlich heimeliger.

  67. #67 Florian Freistetter
    28. März 2015

    @Alderamin: “Ist halt anstrengend. Man ist halt müde die ersten Stunden. “

    Ich war ja selbst früher ein totaler Nachtmensch; bin nie vor 3-4 Uhr nachts ins Bett und kaum vor 12 Uhr mittags aufgestanden. War aber jobmäßig zum Glück kein Problem und auch körperlich. Ich war nachts nicht müde oder schlapp o.ä. Seit ~10 Jahren bin ich zum Frühaufsteher geworden; gehe meistens um 23/24 Uhr schlafen und stehe zwischen 6 und 7 auf – manchmal sogar schon um 5; einfach so – und auch da bin ich morgens nicht müde und es arbeitet sich aus meiner Sicht genau so gut am frühen Morgen wie früher mitten in der Nacht. Ich hab wohl Glück gehabt und eine sehr flexible innere Uhr…

  68. #68 Jens
    28. März 2015

    “– sonst gäbe es ja nicht Leute wie mich, die sich nicht an der Sommerzeit stören”

    Genau das ist mein Punkt. Manche Leute stört es nicht sie umzustellen….dann sollte es sie nicht stören, sie nicht umzustellen. Viele Leute haben Probleme damit, und würden sich freuen.
    Und es ist nicht so, dass man aktiv etwas machen muss, mann muss aktiv NICHTS machen….

    Versteh also nicht, warum das nicht schon längst gemacht wurde

    J.Lu

  69. #69 Florian Freistetter
    28. März 2015

    @Le Physiker: “Ich finde es bemerkenswert, wie viele Argumente hier zu den negativen Effekten à la “so schlimm ist es doch nicht / stellt euch nicht so an” kommen und gleichzeitig so wenig reflektiert wird, warum man dann etwas haben soll, “

    Wenn du meinen Text aufmerksam liest, wirst du feststellen, dass ich daran weder behauptet habe, die Zeitumstellung müsse unbedingt beibehalten werden noch, dass sie dringend abgeschafft gehört. Ich habe gar nichts in der Hinsicht gefordert und deswegen auch keine Argumente, Studien, u.ä. dazu gesammelt. Ich habe nur MEINE persönliche Sicht der Dinge dargestellt (“Mich stört die Zeitumstellung nicht”) und auf die Kontroverse hingewiesen – mit der Aufforderung an die Leserschaft, in den Kommentaren ihre Meinung zu sagen.

  70. #70 noch'n Flo
    Schoggiland
    28. März 2015

    @ FF:

    Eine ernstgemeinte Frage an alle, die Probleme mit der Zeitumstellung haben: Wie macht ihr das, wenn ihr mal wegen anderen Gründen eine Stunde früher aufstehen müsst? Wirkt sich dass dann auch so langfristig aus?

    Siehe #41.

    @ Le Physiker:

    Ich finde es bemerkenswert, wie viele Argumente hier zu den negativen Effekten à la “so schlimm ist es doch nicht / stellt euch nicht so an” kommen und gleichzeitig so wenig reflektiert wird, warum man dann etwas haben soll, dessen Effekte mit Zähnezusammenbeißen erträglich werden aber keinen gesellschaftlichen Nutzen bringt.

    Weil die Leute, von denen die Durchhalteparolen kommen, sich damit den “Weicheiern” so schön überlegen fühlen können.

    Wir könnten uns jetzt auch alle miteinander jeden Tag jeder mit einem riesigen Holzhammer auf den linken grossen Onkel hauen. Das macht auch keinen Sinn (ausser für ein paar Masochisten, sehr viele Unfallchirurgen sowie alle diejenigen, die an der Herstellung und dem Vertrieb von Analgetika verdienen). Nach einiger Zeit würden sicherlich auch ein paar Leute anfangen, sich zu beklagen, jedoch von einer Gruppe Schmerzresistenter sofort mit Sprüchen wie “Ist doch nicht so schlimm” und “Das übersteht Ihr schon” eingedeckt werden, während die breite Masse im Stillen leidet.

  71. #71 noch'n Flo
    Schoggiland
    28. März 2015

    @ stillerleser:

    Es gibt mit Sicherheit auch hundertausende Menschen die unter einer sommerlichen Winterzeit “leiden” würden (so wie ich es in meinem Kommentar #53 geschildert habe). Und das JEDEN Tag, nicht nur während einer Übergangszeit. Hälst du das für “ethisch legitim”?

    Das war jetzt ein Poe, oder? Bitte sage mir, dass das ein Poe war! So eine grottendämliche Erwiderung kann nicht ernst gemeint sein. Bitte nicht!

  72. #72 Tina_HH
    28. März 2015

    @noch’n Flo

    Wir könnten uns jetzt auch alle miteinander jeden Tag jeder mit einem riesigen Holzhammer auf den linken grossen Onkel hauen…

    YMMD 🙂

  73. #73 omnibus56
    28. März 2015

    @noch’n Flo

    An einzelnen Tagen steckt der Körper sowas auch problemlos weg, aber wenn über Monate der gesamte Grundrhythmus gestört wird, ist das etwas völlig anderes.

    Willst Du behaupten, dass zwei einstündige Zeitverschiebung im Jahr, die dann 7/5 Monate konstant bleiben, schwerer zu verkraften sind, als jedes Wochenende mehrstündige Verschiebungen des Lebensrhythmus vor und wieder zurück? M. E. bringen letztere Extreme die innere Uhr eher aus dem Rhythmus, als eine eher moderate und seltene Verschiebung.

    PS: Der Unterschied zwischen Wetter und Klima ist mir sehr wohl bewusst und ist IMO keine passende Analogie. Denke mal darüber nach, was die Tatsache, dass die langfristige Summe des Wettergeschehens, die das Klima definiert, mit heftigen kurzzeitigen Zeitsprüngen, die weder von der Zeitumstellung bestimmt werden, noch die Zeitumstellung ihrerseits bestimmen, zu tun haben – oder eben auch nicht.

  74. #74 stillerleser
    28. März 2015

    @Alderamin:

    @stillerleser

    Wo ist das Problem wenn sie um ca. 13 Uhr ihren höchsten Stand erreicht?

    13:34 wo ich wohne. In Spanien noch eine Stunde später.

    Bei mir ist es 13:28 Uhr. Und ich sehe immer noch nicht wo das Problem ist.
    Spanien bräuchte nur eine Zeitzone nach Westen rücken (wie Portugal) dann würde es auch besser passen.

    Eine Stunde mehr Sonne ist natürlich die maximal denkbare Lichtverschmutzung, insbesondere wenn man z.B. Kindern an warmen Abenden die Milchstraße zeigen will. Aber das sind halt Randgruppenprobleme…

    Das brauchst du mir nicht sagen. Ich habe selber einen Dobson-12-Zöller. Aber ich gebe zu dass meine ausserberufliche Hauptaktivität nicht die Hobbyastronomie ist.

    Aber mal zu einem anderen Randgruppenproblem:
    Wenn man als Alpinist an großen Bergen in den Alpen unterwegs ist dann steht man im Sommer oft zw. 2 und 4 Uhr in der Nacht auf. Warum? Nachts friert Schnee und Eis durch und sogenannte Gletscherbrücken (Schneebrücken über Gletscherspalten) und Eiswände können gefahrloser begangen werden. Im Laufe eines Tages jedoch taut der Schnee auf (d.h. wird weich) und Gletscherbrücken über die man nachts/in den Morgenstunden problemlos drüber ist können die Last eines Bergsteigers nicht mehr tragen und brechen ein. In steilem Gelände beginnt Eis und Schnee welcher Steine zusammengehalten hat wegzutauen und es kommt zu Stein- und Eisschlag. An manchen ostseitigen Wänden beginnt dies sobald nur die ersten Sonnenstrahlen in die Wand fallen. Daher ist es wichtig (zumindest bei Touren bei welchen man mit Schnee und Eis in Kontakt kommt) dass man möglichst irgendwann zw. 8 und 11 Uhr auf dem Gipfel ist um möglichst schnell vor der Nachmittagshitze wieder aus der Gefahrenzone zu sein. Hätten wir nun auch im Sommer wieder Winterzeit müsste man nochmal eine Stunde früher aufstehen und hätte dadurch noch weniger Schlaf als man ohenhin schon hat. Und Müdigkeit und Unkonzentriertheit können im Alpinismus schwerwiegendste Folgen haben. Da die Sommer immer heißer werden ist das frühe Aufstehen -um die Kühle der Nacht zu nutzen- noch wichtiger als in der Vergangenheit.

  75. #75 noch'n Flo
    Schoggiland
    28. März 2015

    @ omnibus56:

    Was machst Du denn instinktiv, wenn Du am Wochenende mal länger gefeiert hast? Du schläfst am nächsten Morgen aus. Und wenn Dein Schlaf-Wach-Rhythmus nicht allzu gestört ist, wirst Du am Abend relativ normalzeitig wieder müde (wenn Du es nicht schon tagsüber warst), so dass Du am nächsten Morgen wieder normal aufstehen kannst.

    Die innere Uhr des Menschen ist eine feine Sache – nur längerdauerndes Herumgepfusche mag sie so gar nicht.

  76. #76 gaius
    28. März 2015

    Für jeden, der neue Systeme entwickelt, gilt auch eine Art Ockhams Rasiermesser: Entweder, es hat deutliche Vorteile, oder man lässt es.

    Argumente der Form: “stellt euch nicht so an” sind daher keine.

    Die einzige gültige Frage ist “Warum die Zeit umstellen?”

  77. #77 Alderamin
    28. März 2015

    Meinetwegen können wir die Uhr auch ganzjährig auf Sommerzeit lassen, Hauptsache, die dämliche Umstellerei fällt weg. Für ganzjährige Normalzeit findet sich ja eh’ keine Mehrheit. Als ich noch zur Schule ging, gab’s im Dezember morgens auch den Großen Wagen zu sehen, dann wäre das halt auch im November und Januar so.

  78. #78 stillerleser
    28. März 2015

    @Noch’n Flo:

    @ stillerleser:

    Es gibt mit Sicherheit auch hundertausende Menschen die unter einer sommerlichen Winterzeit “leiden” würden (so wie ich es in meinem Kommentar #53 geschildert habe). Und das JEDEN Tag, nicht nur während einer Übergangszeit. Hälst du das für “ethisch legitim”?

    Das war jetzt ein Poe, oder? Bitte sage mir, dass das ein Poe war! So eine grottendämliche Erwiderung kann nicht ernst gemeint sein. Bitte nicht!

    Sag mir bitte dass dein Geschwätz ein Poe war. Bitte bitte sag mir dass du nur ein bisschen getrollt hast mit deiner strunzdämlichen Einführung von “Leiden” und “Ethik”. Bitte bitte.
    Aber ich weiß, du bist der tolle Arzt der alles weiß. Aber ich weiß auch dass man mit dir nicht diskutieren kann.
    Und sorry FF, ich werde mich von seinen Beleidigungen nicht zu weiteren Beleidigungen meinerseits hinreissen lassen.

  79. #79 chapsi
    28. März 2015

    Übrigens nur weil es abends länger hell ist, heisst das nicht, dass diese Zeit nutzbar ist und man weil es länger hell ist, auch länger draussen sein kann.
    Ich stehe täglich um 5 Uhr auf, da brauche ich es 22.00 oder 21.00 je nach Müdigkeit nicht mehr hell, wenn ich ins Bett gehe und das ist es unter Umständen dann noch.
    Ich denke, dass wird anderen auch so gehen. Ich gehöre nämlich zu denen, die einer geregelten Arbeit nachgehen dürfen/ müssen.
    früher, als die Kinder noch klein waren, war das Ganze noch schlimmer.
    Mich sch… die Zeitumstellung jedes Jahr aufs neue an.
    Mir geht es wie hier anderen auch, ich habe Jetlag und das ganz gewiss ist nicht psychosomatisch.

  80. #80 Kyllyeti
    28. März 2015

    @alle

    Hört endlich auf, hier wie die Wilden zu posten!

    Ich krieg dat alles ja gar nicht mehr gelesen – schließlich geht mir heute nacht eine ganze Stunde flöten*, und all die anderen Dinge, die so üblicherweise anfallen, müssen wie immer ja auch noch erledigt werden 🙁

    *und euch auch, übrigens!

  81. #81 Ferrer
    28. März 2015

    @Stillerleser #42: bei einem 20-Stundenjetlag hat dich das Reisebüro übers Ohr gehauen und du bist in die falsche Richtung um die Welt gereist, dein Jetlag beträgt nur 4 Stunden, aber in die andere Richtung.
    @Alderamin #56: Barcelona? Düsseldorf? Du auch? Ist es nicht ein elendes Gefühl?

  82. #82 Alderamin
    28. März 2015

    @Ferrer

    Ja, das sagte ich schon anderswo. Warst Du auch auf dem MWC?

  83. #83 omnibus56
    28. März 2015

    @noch’n Flo

    nur längerdauerndes Herumgepfusche mag sie so gar nicht

    Ich denke, dass Du damit meinen Standpunkt unterstützt hast. Es ist das, was man als »längerdauerndes Herumgepfusche« wahrnimmt (wöchentliche, mehrstündige “Zeitsprünge” vor und wieder zurück oder alle 7/5 Monate mal eine Stunde in eine Richtung), was das Unwohlsein bestimmt. Die innere Einstellung ist IMO wesentlich, wie man “Zeitsprünge” verkraftet. Sieht man es positiv, ist man (auch körperlich) entspannter. Sieht man es negativ, ist es schwerer zu verarbeiten.

    Und ich habe (s. OP) von Leuten gesprochen, die das Wochenend-Zeit-Hopping jede Woche (nicht nur “mal länger feiern”) durchexerzieren. Das habe ich als objektiv körperlich belastender eingestuft. Vielleicht ist Dir das entgangen.

  84. #84 Pilot Pirx
    28. März 2015

    Sommerzeit ist geil 🙂
    In meinem Gewerk hat man eben gerade im Sommer lange zu arbeiten und wenn man dann um 19:00 oder so aus z.b.einer Tiefgarage kommt, freut man sich über eine Sonnenstunde mehr. Die “Umstellung” ist mir sowas von wurscht, ich hab schon ganz andere Sachen mitgemacht als einmal im Halbjahr eine Stunde Verschiebung.

  85. #85 Florian Freistetter
    28. März 2015

    @gaius: “Argumente der Form: “stellt euch nicht so an” sind daher keine.”

    Ich wiederhole gern noch einmal: Dieses “Argument” habe ich nicht benutzt.

  86. #86 Le Physiker
    28. März 2015

    @FF, #69

    und auf die Kontroverse hingewiesen – mit der Aufforderung an die Leserschaft, in den Kommentaren ihre Meinung zu sagen.

    Und an die richtete sich auch mein Vorwurf, zu wenig zu reflektieren, warum man das überhaupt haben sollte, wenn es auch ohne geht 🙂

  87. #87 stillerleser
    28. März 2015

    @Ferrer:

    @Stillerleser #42: bei einem 20-Stundenjetlag hat dich das Reisebüro übers Ohr gehauen und du bist in die falsche Richtung um die Welt gereist, dein Jetlag beträgt nur 4 Stunden, aber in die andere Richtung.

    Deswegen hatte ich auch ein dickes 😉 hinter den “20 Stunden-Jetlag” gesetzt. Von einem “24 Stunden-Jetlag” wollte ich nicht schreiben da das noch offensichtlicher gewesen wäre.

    Also ich freue mich jetzt jedenfalls schon auf Morgen abend und all die Abende die noch kommen. 🙂

  88. #88 bikerdet
    28. März 2015

    Ich arbeite seit 34 Jahren in einem Wechselschichtenplan. Am Anfang dreischichtig, jetzt zum Glück nur noch zweischichtig. Zum Thema Schichtarbeit wurden von den Arbeitgebern und den Krankenkassen umfangreiche Studien durchgeführt. Klar ist zuerst einmal, das jeder Mensch ganz individuell reagiert. Manchen macht der wöchendliche Wechsel nichts aus, andere (vor allem Ältere) finden oft tagelang keinen Schlaf.
    Klar wurde auch, das der Körper erst nach zwei Tagen anfängt sich an die geänderten Aktivitätszeiten anzupassen. Nach 14 Tagen ist diese Anpassung abgeschloßen. Übrigens völlig unabhängig davon ob es persönliche Beschwerden verursacht oder nicht !
    Auf Grund dieser Erkenntnisse haben viele Firmen ( unsere auch ) einen 2-tägigen Schichtwechsel eingeführt. Den allermeisten (aber natürlich nicht allen ! ) Arbeitern ging es danach besser und die Krankenzeiten nahmen deutlich ab.

    Mir persönlich (natürlich kein Argument, ich weis) macht die Zeitumstellung nichts aus. Überflüssig oder nicht, schwer zu sagen. Für’s Astrohobby ist die Sommerzeit bei Frühschicht negativ, bei Spätschicht aber positiv (ich kann noch in der Dämmerung aufbauen). Beim Sport ist es ausgeglichen, ich laufe auch im Dunkeln, habe eine Mütze mit eingebauten LED’s. Meine Jüngste schläft immer bis zum wecken, egal was die Uhr anzeigt. Aufstehen nur weil es draußen hell ist, ist ihr völlig fremd.

    Zu den Kosten für die Industrie (für andere Bereiche mit 3 Schichtbetrieb weis ich es nicht) kommt noch ein Faktor hinzu : Heute bekommt die Nachtschicht 8 Std. bezahlt, arbeitet aber nur 7 = höhere Kosten bei weniger Produktion. Im Oktober werden 9 Std. gearbeitet und bezahlt, da gibt es keine Zusatzkosten.

    Da ich nur noch Funksignaluhren im Haus habe ist mir die Umstellung egal. Ebenso ob es eine gibt oder nicht.

  89. #89 Ferrer
    28. März 2015

    @Alderamin: Nein, ich habe mit dem MWC nichts zu tun, aber Familie in Barcelona und war zufällig vor 10 Tagen dort. Mit besagter Fluglinie. Ich muss beruflich oft fliegen und habe keine Flugangst, aber dennoch finde ich diesen Fall ganz besonders beklemmend. Mehr kann/will ich nicht sagen/spekulieren, ich habe Dein Link verfolgt, Du hast schon alles gesagt, was man als nicht direkt betroffener sagen kann. Es ist eine unfassbar traurige Geschichte.

  90. #90 dgbrt
    28. März 2015

    WOW…
    Stellt einfach eure Uhr um, wie im Flugzeug, und haltet die Klappe.

    Warum muss man über dieses Thema überhaupt diskutieren?

    Morgen wachen wir ‘ne Stunde später auf und dann ist alles vergessen…

  91. #91 Lichtecho
    28. März 2015

    Schon blöd für die Sternfreunde und Astronomen, wenn es länger dauert, bis es dunkel wird. Allein schon deswegen nervt mich die Sommerzeit.

  92. #92 Florian Freistetter
    28. März 2015

    @dgrbt: “Warum muss man über dieses Thema überhaupt diskutieren?”

    Ja genau. Warum diskutieren sie hier bei einem Thema, das sie offensichtlich dumm finden?

  93. #93 gaius
    28. März 2015

    @dgbrt: “Warum muss man über dieses Thema überhaupt diskutieren?”

    Viel hier tun so, als wäre die Zeitumstellung eine Naturgewalt. Das ist sie aber nicht. Die Menschen haben sich dafür entschieden. Wenn sich jetzt rausstellt, dass die erhofften Effekte kaum vorhanden sind, dann lässt man es eben. Ist doch nur logisch.

    Oder plädierst du wirklich dafür, dieses Thema weitere Jahre sinnlos mitzuschleppen? Ich glaube, die Menschheit – und jeder einzelne von uns – hat wichtigeres zu tun.

  94. #94 Dietmar
    28. März 2015

    Heute ist das nicht mehr so stark spürbar aber die Anfangsjahre der chronischen Erkrankung meines Sohnes waren schwer und da hat die Zeitumstellung sehr gestört. Eine Stunde früher oder später aufzustehen und zu essen und den ganzen Tagesablauf neu zu timen und einzustellen war problematisch. Durch die hormonelle Umstellung wird das derzeit aber überdeckt und es ist nicht klar, ob die letzten Probleme zum Winter mit der Zeitumstellung zu tun hatten.

    In meiner Kindheit gab es die Zeitumstellung nicht. Zu den vielen schönen Erinnerungen gehört, dass wir im Frühling und Sommer den Sonnenschein genossen bevor es zur Schule ging und wie in der Margarine-Werbung draußen frühstückten.

    Ich mag die Zeitumstellung nicht.

  95. #95 gnaddrig
    28. März 2015

    @ noch’n Flo: (#26): Und fünf zurück 😀

    @ omnibus56 (#40):

    Es ist nur die Uhrzeit, die sich ändert. Die meisten Meckerer haben durchaus die Option, die eine Stunde Anpassung auf 12 Tage zu verteilen.

    Klar haben wir Meckerer die Möglichkeit. Wir machen das auch jahraus jahrein. Mal gelingt es uns besser, mal schlechter (und die mit Kindern haben es da oft schwerer als die, die nur sich selbst in die Gänge kriegen müssen).

    Die Umstellung und ihre Folgen sind lästig, aber nachweislich in den Griff zu kriegen. Aber wozu? Die von Le Physiker in #34 vorgeschlagene Liste der Vorteile dieser Zeitumstellerei wäre so kurz, dass ich mich schon ärgere, das ganze Theater für gegen Null strebenden Nutzen und einen nicht bezifferbaren potenziellen Schaden veranstalten zu müssen.

    Wenn das Problem tatsächlich ein “psychisches, höchstens noch psychosomatisches” ist, bedeutet das nicht, dass es weniger schlimm ist. Und es trifft eben auch (oder – ich sprach schon von Kindern und den Leuten, die sie ins und aus dem Bett kriegen müssen – vor allem) Leute, die eben nicht die Nächte durchjuxen und dann ihren wohlverdienten Kater auf die Zeitumstellung schieben.

    Und wenn es nur die Uhrzeit ist, die sich ändert, diktiert die Uhrzeit doch den Tagesablauf. Der Schule und dem Arbeitgeber ist es wurscht, ob es “eigentlich” erst 7 Uhr ist. Die amtliche Uhr sagt, es ist 8 und man habe bitte auf der Matte zu stehen.

    @ Florian Freistetter (#55): Natürlich sind Anekdoten nichts Schlimmes, ich selbst begründe meine Ablehnung ja auch wenigstens zum Teil mit meiner persönlichen Erfahrung.

    Ich hatte schon verstanden, dass Du Deine persönliche Erfahrung nicht als allgemeingültige, ewige Wahrheit verkaufst und dass Du auch nicht Andersdenkende für dumm hältst, sonst hättest Du ja auch nicht um Meinungen zur Zeitumstellung gebeten.

    Es bot sich nur an, einem Wissenschaftler, wenn der schonmal auf eine solche Anekdote zurückgreift, “Anekdote” entgegenzurufen (sonst geht das ja immer andersrum, etwa in Impf- und Homöopathiediskussionen). Ich hätte wohl ein Zwinkersmiley dazusetzen sollen. Das war nämlich überhaupt nicht als Angriff gemeint gewesen, nicht einmal als Kritik 🙂

    Ich finde es auch nett, dass man hier mal gepflegt unterschiedlicher Meinung sein kann, ohne sich gleich gegenseitig zwanghaft ans Bein pinkeln zu müssen!

    @ Le Physiker (#62): Wg. DST-Sekunde – grandios! Und Johannes Bauermann war in #61 immerhin auf dem richtigen Weg 🙂

    @ omnibus56 (#73): Die mehrstündigen Verschiebungen durch Partymachen sind freiwillig. Da habe ich überhaupt kein Mitleid, wenn da jemand hinterher durchhängt. Da muss ja niemand mitmachen, der nicht will.

    @dbrt (#90): Warum muss man über dieses Thema überhaupt diskutieren?
    Weil man offensichtlich unterschiedlicher Meinung dazu sein kann? Weil es Spaß macht?

  96. #96 PDP10
    28. März 2015

    @gnaddrig:

    “Ich finde es auch nett, dass man hier mal gepflegt unterschiedlicher Meinung sein kann, ohne sich gleich gegenseitig zwanghaft ans Bein pinkeln zu müssen!”

    Da hast du recht.

    Und ich persönlich finde es übrigens interessant, wie ein 35 Jahre altes Ritual immer noch so viele Posts in so kurzer Zeit generieren kann …
    Allein diese Tatsache sollte einem zu denken geben ob man dass nicht lieber lassen sollte … offenbar generiert das ganze jede Menge Probleme aber genau nur einen Nutzen (siehe unten).

    Wobei mir das ganze Thema ehrlich gesagt total ladde ist.
    Ich habe aber auch keine Kinder und keinen Schichtdienst. Ich geniesse nur die langen hellen Abende im Sommer im Biergarten. (Was der eine Nutzen wäre).

    Wegen mir könnte man den ganzen Unsinn mit der Zeitumstellung aber auch lassen. Oder auch nicht.

    Gerade habe ich mal im Kopf durchgezählt:
    ich besitze keine Uhr, die sich nicht von selbst umstellt … 🙂

  97. #97 Alderamin
    28. März 2015

    @PDP10

    Gerade habe ich mal im Kopf durchgezählt:
    ich besitze keine Uhr, die sich nicht von selbst umstellt …

    Tja…
    – meine Armbanduhr
    – die meiner Frau
    – Küchenuhr
    – Uhr an der Heizungssteuerung
    – 2 Schaltuhren am Aquarium
    – 1 Schaltuhr im Arbeitszimmer
    – Radiowecker
    – Uhr im Bad
    – Anrufbeantworter
    – Digikamera
    – der Festplatten-Videorecorder will wenigstens kurz den Videotext sehen
    – der Kabelreceiver auch

    Da sind wir wohl noch zu altmodisch…

  98. #98 Howie Munson
    29. März 2015

    @PDP10

    Uhr im Auto
    Uhr an der Mikrowelle
    Uhr am Außenthermometer
    Beim Festnetztelefon bin ich unsicher.
    (das ist überhaupt das nervigste an der Sache….)

  99. #99 Basilius
    Gochūmon wa Usagi Desu ka?
    29. März 2015

    Martin Herrmann sagte zu dem Thema mal so ungefähr sinngemäß:

    Zeitumstellung soll so toll sein, weil da bleibt’s im Sommer eine Stunde länger hell.
    So ein Blödsinn!
    Warum stellst Du dann nicht jede Stunde um eine weitere Stunde nach?
    Dann wird’s nie mehr dunkel!

    ಠ_ಠ

    Nee, also ich finde diese Umstellung ist einfach ein völlig unnötiger Aufwand. Einen zwingenden oder wenigstens überzeugenden Grund warum man das immer noch tun sollte habe ich inzwischen immer noch nicht gelesen. Glaube auch nicht, daß da noch einer kommen wird. Bitte die Zeitumstellung einfach weglassen in Zukunft. Und welche Zeitzone wir uns dann aussuchen ist mir ehrlich gesagt sowas von Schnuppe. Das dürfen dann andere diskutieren. An der realen Zeitspanne des Sonnenscheins ändert es ja sowieso niemals was.

  100. #100 ZeT
    29. März 2015

    Ganz toll für Menschen die normalerweise eh schon um 5 aufstehen müssen jetzt um 4 raus müssen.

    Akademiker halt – de haben mit sowas ja nix am Hut.

  101. #101 jolietjake
    29. März 2015

    Ich find’s prima! Das Rädchen meiner Bad-Uhr ist schon seit Jahren locker , deshalb kann ich nicht mehr die Zeit nachstellen.
    Ab Heute geht sie wieder richtig!

  102. #102 Pyrex
    29. März 2015

    Gestern schon im Laufe des Tages alle Uhren umgestellt, heute wie gewohnt aufgestanden trotz Sommerzeit. Kein Problem 😉

  103. #103 Florian Freistetter
    29. März 2015

    @ZeT: “Akademiker halt – de haben mit sowas ja nix am Hut.”

    Das sind jetzt aber Vorurteile. Auch Akademiker schlafen nicht bis Mittags. Und es gibt genug, die sehr oft sehr früh aufstehen müssen (zB weil viele Experimente im Labor sich nicht an die klassischen Vorurteile halten müssen). Und den Vorwurf gerade gegenüber einem Astronomen zu äußern ist ein wenig absurd…

  104. #104 noch'n Flo
    Schoggiland
    29. März 2015

    @ stillerleser:

    Sag mir bitte dass dein Geschwätz ein Poe war. Bitte bitte sag mir dass du nur ein bisschen getrollt hast mit deiner strunzdämlichen Einführung von “Leiden” und “Ethik”. Bitte bitte.

    Moooment mal, Junger Mann, so nun nicht! Ich habe hier ein Procedere kritisiert, dessen Effekt einen Benefit für wenige hat, der aber auch absolut verzichtbar wäre, unter dem aber auch viele leiden. Du hingegen versuchst ein Leiden durch den Wegfall dieses verzichtbaren Procederes (ohne dass die Menschheit bis vor 35 Jahren sehr gut ausgekommen ist) zu konstruieren, um dieses egoistische Vorgehen zu rechtfertigen, nur weil Du selber das zufällig auch toll findest.

    Merkst Du denn nicht die Unredlichkeit Deiner Argumentation?

    Aber ich weiß, du bist der tolle Arzt der alles weiß.

    Zumindest scheine ich über Chronobiologie mehr zu wissen, als Du.

    Aber ich weiß auch dass man mit dir nicht diskutieren kann.

    Du hast es ja noch nicht einmal versucht. Stattdessen ergehst Du Dich in ad hominems. Und führst ein veritables Dunning Kruger Phänomen vor. Von Deinen Strohmännern mal gar nicht zu reden.

    @ omnibus56:

    Und ich habe (s. OP) von Leuten gesprochen, die das Wochenend-Zeit-Hopping jede Woche (nicht nur “mal länger feiern”) durchexerzieren.

    Okay, wenn man das häufiger als – sagen wir mal – 3-4 Wochenenden hintereinander macht, sollte das irgendwann genauso schädlich sein wie permanente Wechselschicht (deren Schädlichkeit ja nun sattsam erforscht und bekannt ist).

    Ich würde aber mal behaupten, dass diese Gruppe in der Bevölkerung nicht sooo riesig und die Schnittmenge mit denen, die stark unter der Zeitumstellung in Frühling und Herbst leiden, eher gering ist.

    @ gnaddrig:

    Wenn das Problem tatsächlich ein “psychisches, höchstens noch psychosomatisches” ist, bedeutet das nicht, dass es weniger schlimm ist.

    Danke, dass Du diesen Punkt aufgreifst, dazu wollte ich auch noch kommen. Diese Argumentation ist wieder einmal ein tolles Beispiel dafür, dass psychische Erkrankungen in unserer Gesellschaft immer noch schief angeguckt werden. Vor allem die Psychosomatik ist leider immer noch nicht in unserer Gesellschaft angekommen (also von der Wahrnehmung her – faktisch war sie schon immer dort). Es gilt für viele (oberflächliche) Menschen weiterhin: wo kein Auslöser erkennbar ist, kann auch nichts sein.

    Und Sätze wie “Stell Dich nicht so an!” habe ich zuhauf in Patientenberichten während meiner Zeit in der Psychosomatik zu hören bekommen. Als Hausarzt höre ich sie immer noch regelmässig.

    Nebenbei: hätten wir nicht schon ein Kind, dass bereits unter die Schulpflicht fällt (womit unserer Familie ein gewisser Tages-Grundrhythmus diktiert wird), so würde ich ernsthaft darüber nachdenken, die Öffnungszeiten meiner Praxis im Sommer einfach um eine Stunde nach hinten zu verschieben, um so die Sommerzeit wieder auszugleichen. Hätte allerdings den Nachteil, dass all diejenigen Patienten, die morgens noch kurz vor der Arbeit für eine kurze Kontrolle oder eine Blutentnahme vorbeischauen, dies nun nicht mehr vor Arbeitsbeginn tun könnten. Schwierig besonders für Leute, bei denen Zucker und/oder Cholesterin kontrolliert werden müssen, die müssen zur Blutentnahme nüchtern sein, das kann man nicht am Abend nachholen.

    Okay, die Idee war wohl doch nicht so toll – aber war ja eh nur hypothetisch.

  105. #105 stillerleser
    29. März 2015

    Aber ich weiß auch dass man mit dir nicht diskutieren kann.

    Du hast es ja noch nicht einmal versucht. Stattdessen ergehst Du Dich in ad hominems.

    Das werde ich nicht versuchen weil ich deinen Diskussionsstil seit gut 4 Jahren kenne und verfolge. Und der ist eher noch schlimmer als besser geworden.
    Mir ad hominems verzuwerfen nachdem du grundlos in #71 damit angefangen hast ist einfach nur dreist. Es gibt auf den scienceblogs die ich hier lese keinen Stammkommentator der mehr mit ad hominems um sich wirft als du.
    Das war daher jetzt wirklich mein letzter Kommentar zu diesem Thema an dich. Jedoch weiß ich auch dass du immer das letzte Wort haben musst. Also: Bühne frei.

  106. #106 Basilius
    Gochūmon wa Usagi Desu ka?
    29. März 2015

    @Alderamin
    Also in diversen Zimmern hängen bei uns so einfache Uhren, die wir eher nach dem aufgedruckten Motiv gekauft haben und die Bedingung war nicht, daß da eine Funkuhr drin sein muss. Mein Auto wird auch umgestellt werden wollen. Da bin ich auch noch sehr altmodisch.

    Musste aber gerade mit Verwunderung feststellen, daß meine Digitalkamera tatsächlich den Begriff Sommerzeit kennt. Von unserem Twin-Sat-Receiver mit HD-Recorder habe ich aber ehrlich gesagt auch erwartet, daß er daß kann, wenn er schon extra einem Satelliten zuhört.
    Aber mein Dampfgarer zum Aufbacken der Frühstücksbrötchen enttäuscht mich gerade sehr.
    T_T

  107. #107 noch'n Flo
    Schoggiland
    29. März 2015

    @ stillerleser:

    Mir ad hominems verzuwerfen nachdem du grundlos in #71 damit angefangen hast ist einfach nur dreist.

    Ich habe Dein Argument angegriffen, nicht Dich. Das erste ad hominem kam von Dir in #78.

    Jedoch weiß ich auch dass du immer das letzte Wort haben musst. Also: Bühne frei.

    Soll ich denn eine Falschbehauptung stehenlassen? Tolle Taktik: Falsches behaupten und dann dem Gegenüber vorwerfen, er müsse das letzte Wort haben. Mit Diskussionskultur hat das jedenfalls nichts zu tun.

    Das war daher jetzt wirklich mein letzter Kommentar zu diesem Thema an dich.

    Könnte das daran liegen, dass Dir die Argumente ausgegangen sind? 😉

  108. #108 Robert
    münchen
    29. März 2015

    viele viele Jahre war mir die zeitumstellung auch Schnuppe. Aber mit kommt ndern ist das anders und die haben leider einen ziemlich stabilen Biorhythmus. Denen geht das nicht einschlafen können und zu frühe aufstehen mächtig auf den Keks. Und dank schlechter Laune und nörgeligkeit auch den Eltern.

    Ich habe keine Argumente für die Winterzeit gehört, lasst uns den ganzen Tag sommer machen, passt besser zu einem Lebensstil, bei dem Mittag nicht die Mitte der Wachzeit ist.

    Und es kann doch niemand ernsthaft sagen, zeitumstellung mache Spaß. Bestenfalls stört sie nicht und ich behaupte wer das sagt hat keine ne kleine Kinder.

    Der Vorteil von Winterzeit gleich Sonnenzeit gilt eh nur genau bei 15 Grad Ost. Sonst macht es wie ein College in Oxford. Die machen ernsthaft Sonnenzeit und sinfd damit fünf Minuten und ein paar Sekunden gegen Greenwich Zeit geshiftet.

  109. #109 Moon
    29. März 2015

    Auch wenn es nur wenige sind: hältst Du es für ethisch legitim, wenn eine Gruppe von hunderttausenden Menschen 2x im Jahr leidet, nur damit eine Handvoll Leute im Sommer länger Party machen kann?

    72,36% aller Statistiken sind ungenau. Wie kommst du ausgerechnet auf das Verhältnis?

  110. #110 Florian Freistetter
    29. März 2015

    @noch’n Flo: “Soll ich denn eine Falschbehauptung stehenlassen?”

    SIWOTI. Man muss ihm nicht verfallen.

  111. #111 noch'n Flo
    Schoggiland
    29. März 2015

    @ Moon:

    Och, guck einfach mal auf die aktuell auf diversen Internetseiten wieder laufenden Umfragen zu dem Thema.

    @ FF:

    Nicht jeder Wunsch nach Widerspruch hat ein SIWOTI als Grundlage. Ebenso könnte ich jetzt Deinen Kommentar so bezeichnen. SIWOTI ist leider inzwischen zum Totschlagargument mutiert.

  112. #112 Karl Mistelberger
    29. März 2015

    > Ich hoffe, ihr denkt daran, eure Uhren heute Nacht auf die Sommerzeit umzustellen.

    Was die genaue Uhrzeit bin ich sehr pingelig. Seit ich meine Fotos mit einer Positionsangabe versehe bin ich in dieser Hinsicht noch pingeliger geworden, denn ein Fehler von ein paar Sekunden macht sich beim Wandern oft sehr deutlich bemerkbar.

    Doch die Zeit der Kamera stelle ich nicht in der Nacht um, sondern gerade eben, wo ich im Begriff bin fort zu gehen.

    Mittlerweilen stellen sich die meisten Uhren von selbst um. Bei meinem Computer klicke ich bei einer Neuanschaffung den Menüpunkt “NTP-Konfiguration” an. Das reicht bis zur nächsten Neuanschaffung eines Computers oder Neuinstallation des Betriebssystems. So einfach ist die Technik geworden.

  113. #113 Florian Freistetter
    29. März 2015

    “Ebenso könnte ich jetzt Deinen Kommentar so bezeichnen. “

    Mein Kommentar dient nicht dem Widerspruch, sondern dem Versuch, dass nicht jeder meiner Blogartikel von sinnlosen Diskussionen (die dann meistens doch nur Streitereien mit den meist immer gleichen Beteiligten sind) beherrscht wird.

  114. #114 noch'n Flo
    Schoggiland
    29. März 2015

    @ FF:

    Auch diesen Kommentar hättest Du jetzt nicht abgeben müssen. Also auch SIWOTI?

  115. #115 McPomm
    29. März 2015

    “Nein, das machen Menschen, die sich ihr Leben von der Uhr diktieren lassen. […] Abends um 20 oder 21 Uhr im Garten in der Sonne sitzen… herrlich!”
    *lach*

    Ja, da musste ich auch lachen. Das Argument ist sooo abgedroschen. Abgesehen davon, dass es im Sommer auch zur Normalzeit in Deutschland um diese Zeit noch hell ist, kann man auch schreiben: “Abends um 19 oder 20 Uhr im Garten in der Sonne sitzen… herrlich!”. Man kann ja im Sommer eine Stunde früher aufstehen als im Winter und arbeitsmäßig alles eine Stunde vorschieben. Wenn man keine Kinder hat und einem die TV-Primetime (20.15) egal ist (Florian schreibt “sich das Leben nicht von der Uhr diktieren lassen”), geht das wunderbar.

    Und was das Energieeinsparungsargument angeht: die Polen müssten gegenüber Portugal ja arm dran sein, weil es bei denen eine Stunde früher dunkel wird. Naja, alles Quatsch eben.

    Die Zeitumstellung an sich ist einfach nervig. Es macht nicht krank (genauso wie bei Fernflugreisen), aber man leidet ein paar Tage darunter etwas. Vollkommen unnötig.

    Ich bin ein Gegner der Umstellung. Ob man die Zeitzone wechselt, kann man diskutieren (die Portugiesen freuen sich sicherlich darüber – wie die ostchinesischen Provinzen, haha). Aber bitte dauerhaft ohne Umstellung.

  116. #116 gaius
    29. März 2015

    Ich finde eure Contra-Argumente nachvollziehbar und es ehrt euch, dass ihr so freundlich euren Standpunkt erklärt (der auch meiner ist).

    Was ich nicht verstehe: Warum macht ihr euch die Mühe? Die Beweislast für die Nützlichkeit liegt ausschließlich bei der Pro-Seite.

    Und da ist bisher bemerkenswert wenig gekommen.

  117. #117 gnaddrig
    29. März 2015

    @ gaius (#116):

    Die Beweislast für die Nützlichkeit liegt ausschließlich bei der Pro-Seite.

    Das sehe ich anders. Wer etwas ändern will, muss für diese Änderung Argumente liefern.

    Die Befürworter können sich darauf ausruhen, dass die Zeitumstellung irgendwann mal beschlossen wurde und seitdem hierzulande eben automatisch zweimal im Jahr stattfindet. Die müssen erstmal gar nichts beweisen, sondern können sich darauf zurückziehen, dass man für die Einführung der Zeitumstellung sicher gute Gründe gehabt haben wird und man nicht jede Regelung ständig wieder in Frage stellen sollte.

    Die Gegner der Zeitumstellung wollen diesen Status Quo ändern, und darum müssen sie darlegen, dass man das für wünschenswert, sinnvoll oder – hüstel – alternativlos halten kann und warum man das tun soll.

    Auch wenn die Zeitumstellung den seinerzeit erhofften Nutzen wohl nicht bringt und möglicherweise deutlich mehr schadet als nützt, würde ihre Abschaffung sicher auch wieder (vermutlich nur einmal zu Buche schlagende, aber immerhin) erhebliche Kosten verursachen. Das ist ein guter Grund, einen solchen Schritt erst nach gründlicher Überlegung und mit guter Begründung in Angriff zu nehmen. Stammtisch- oder boulevardpressegesteuerte Schnellschüsse sind in den seltensten Fällen eine gute Idee…

  118. #118 Florian Freistetter
    29. März 2015

    @noch’nFlo: “Auch diesen Kommentar hättest Du jetzt nicht abgeben müssen. Also auch SIWOTI?”

    Lass bitte die Trollerei, ok? Ich kann dich gerne in Zukunft ignorieren, wenn dir das lieber ist. Aber da das hier MEIN Blog ist und ich dafür sorgen möchte, dass auch im Kommentarbereich kein völliger Wildwuchs herrscht, werde ich weiterhin per Kommentar darauf hinweisen, wenn die Dinge nicht so laufen, wie sie laufen sollen. Und ich werde weiterhin so nett sein und meine Entscheidungen erklären. Alternativ könnte ich alle Kommentare, die ich als unpassend ansehe auch kommentarlos löschen und unpassende Diskutanten kommentarlos sperren. Wäre dir das lieber?

    Und da ich das jetzt ausführlich erklärt habe, werde ich tatsächlich nicht mehr dazu sagen. Ich habe auch keine Lust, mit dir die x-te Meta-Diskussion über Blog-Kommentare zu führen. Wenn es dir so wichtig ist, immer und immer wieder mit anonymen Spinnern aus dem Internet Streitgespräche zu führen, dann tu das. Aber beschwer dich nicht, wenn ich in meinem Blog auf meine Wünsche bezüglich des Kommentarverhaltens hinweise. Wie gesagt: Ich könnte das auch ganz anders lösen. Anderswo im Internet wird die Interaktion wesentlich restriktiver gehandhabt als hier bei mir.

  119. #119 Luk
    29. März 2015

    http://www.spektrum.de/news/die-folgen-der-zeitumstellung/1339472 auswirkungen gibt es also, was das genau heisst ist dann eine andere frage

    die umstellung hatte ja ein ziel: energiesparen
    dies wurde nicht erreicht, dafür gibt es etwas probleme wegen der unnötigen umstellung
    also gibt es rein logisch kein grund für die umstellung

    wer meint man habe mehr vom tag: dann sollte man vielleicht einfach die arbeitszeiten generell verschieben, statt an der uhr zu drehen

  120. #120 Florian Freistetter
    29. März 2015

    @Luk: “dann sollte man vielleicht einfach die arbeitszeiten generell verschieben”

    Hmm. Ich könnte mir vorstellen, dass es da dann noch mehr Durcheinander und Widerstand als bei der Zeitumstellung. Wenn Firmen, Behörden, Schulen u.ä alle unkoordiniert voneinander mehrmals jährlich die Arbeitszeiten ändern, dann wirds sehr schnell sehr chaotisch. Und wenn man das für alle gemeinsam staatlich regelt, ist das kein so großer Unterschied zur Sommerzeit mehr.

  121. #121 Dietmar
    29. März 2015

    Das sehe ich anders. Wer etwas ändern will, muss für diese Änderung Argumente liefern.

    Das sehe ich anders: Die Zeitumsteller ändern jährlich zwei mal die Zeit, nach der man sich richten soll.

    *Zungerausstrecksmiley-such*

  122. #122 gnaddrig
    29. März 2015

    @ Dietmar (#121): Das sehe ich anders. Die Umstellungen sind seit Jahrzehnten ein Automatismus, da wird ja nicht jedes Frühjahr und jeden Herbst neu beschlossen ob und wenn ja wann umgestellt wird. Das läuft praktisch von selbst. Wer das ändern will, muss Überzeugungsarbeit leisten.

    Ich mag die Zeitumstellerei nicht und ich sähe sie lieber dieses als nächstes Jahr abgeschafft. Aber die Abschaffung ist nunmal die zu begründende (und ggf. durchzusetzende) Änderung, nicht die regelmäßige Zeitumstellung.

  123. #123 Mafl
    29. März 2015

    Manchmal fällt die Zeitumstellung wirklich schwer 🙂 :
    https://twitter.com/VisitAvebury/status/582048871511138305

  124. #124 rolak
    29. März 2015

    -such

    und -find: Doppelpunkt und großes ‘P’, Dietmar, alle Varianten finden sich in der WP-Hilfe.

    Die einzige Zeitumstellung, die mir ab+zu schwerfällt, ist die von ‘Wecker hat noch nicht geklingelt’ auf ‘Wecker hat geklingelt’.

  125. #125 gaius
    29. März 2015

    @gnaddrig: “da wird ja nicht jedes Frühjahr und jeden Herbst neu beschlossen”

    Das stimmt. Aber es wird jedes Frühjahr und jeden Herbst ein System, das die Evolution fein austariert hat, durcheinandergebracht.

    Ich finde, wir sind schon genug kulturellen Einflüssen ausgesetzt, für die wir nicht “geschaffen” wurden. Da muss man nicht noch welche obendrauf setzen, die keinen Nutzen haben.

    Und mit dieser Umstellerei aufzuhören, scheint mir einfacher, als weiterzumachen. Man stellt einfach zum nächsten Termin nicht um.

  126. #126 Dietmar
    29. März 2015

    @gnaddrig: Okay, dann will ich ernsthaft antworten, obwohl mich das Thema gar nicht so sehr beschäftigt:

    Die Zeitumstellung läuft nicht automatisch. Man macht sie seit Jahrzehnten, ohne auf die Gegenargumente zu achten und obwohl sie den gewünschten Effekt gar nicht bringt. Zu sagen, das sei quasi Gewohnheitsrecht und wenn man dieses Konstrukt abschaffen wollte, bräuchte man neue Argumente, denn die alten werden ja nicht ernst genommen, ist in meinen Augen fragwürdig.

    Anhand eines Beispiels: Angenommen, die PKW-Maut stellt sich als Rohrkrepierer heraus, kostet nur, bringt keine Mehreinnahmen und wird immer teurer. Wenn dann im Jahr 2025 gefordert wird, das abzuschaffen, ist dann die Antwort auch, das sei schon so lange so und man brauche für die Abschaffung Argumente?

    Mein Argument gegen die Zeitumstellung habe ich beschrieben. Wenn man eine intensive Spritzentherapie bei seinem Kind durchführen muss, was bedeutet, mindestens fünf mal am Tag bei einem Fünfjährigen Spritzen zu setzen, und diese Häufigkeit nur aufgrund dieser eigenartigen Idee, abends länger Licht zu haben, um weniger Lampen anzuschalten, über mehrere Tage bis zu Wochen verdoppelt werden muss, weil ständig Korrekturen erforderlich sind, dann halte ich das durchaus für ein Argument gegen dieses Modell.

    Die Pflegeberufe haben meines Wissens protestiert. Wurde einfach vom Tisch gewischt. Genau wie die Kritik der Landwirtschaft. Weil man angeblich Strom spart. Was man aber nicht tut. Aber es soll alles so bleiben, weil es ja schon lange so ist.

    Mir leuchtet das nicht ein.

  127. #127 Dietmar
    29. März 2015

    Danke @rolak! 😀

  128. #128 Dietmar
    29. März 2015

    Off topic:

    Ich kann den Plauderthread nicht mehr laden. Zuletzt habe ich @Grenzgängerin antworten wollen, um ihr zu erklären, was ein Zirkelschluss ist, und das mein Kommentar keiner ist, aber da brach der Browser ab und jetzt geht nichts mehr auf.

    Vielleicht mag ja jemand anderes einspringen. 😉

  129. #129 Dietmar
    29. März 2015

    Off topic:

    Ich kann den Plauderthread nicht mehr laden. Zuletzt habe ich @Grenzgängerin antworten wollen, um ihr zu erklären, was ein Zirkelschluss ist, und dass mein Kommentar keiner ist, aber da brach der Browser ab und jetzt geht nichts mehr auf.

    Vielleicht mag ja jemand anderes einspringen. 😉

  130. #130 noch'n Flo
    Schoggiland
    29. März 2015

    Hach ja, an der mangelnden Kritikfähigkeit mancher Leute wird sich wohl nie etwas ändern (und wenn man diese blossstellt, bekommt man gleich den Troll-Stempel aufgedrückt). Schön, dass wir nochmal darüber gesprochen haben.

    @ gnaddrig:

    Da muss ich Dietmar zustimmen – Argumente gegen die Sommerzeit wurden nun schon genügend geliefert. Argumente für die Sommerzeit keine (wenn man mal von den Partymachern absieht). Und seit Jahren ergeben Umfragen in Deutschland und den Nachbarländern immer wieder dasselbe Bild: ca. 70-80% sind für die Abschaffung der Sommerzeit (die aktuellen Umfragen schauen wieder genauso aus).

    Wieviele Argumente brauchst Du / braucht es denn noch?

  131. #131 gnaddrig
    29. März 2015

    @ gaius (#125), Dietmar (#126) und noch’n Flo (#130):

    Ich glaube, Ihr missversteht mich. Ich argumentiere nicht für die Zeitumstellerei, ich fordere auch gar keine weiteren Argumente gegen die Zeitumstellerei (davon haben wir hier wirklich schon reichlich), und schon gar nicht bin ich gegen die möglichst baldige Abschaffung.

    Ich habe nur zwei Punkte zu bedenken gegeben, die man berücksichtigen muss:
    1. Den Aufwand/die Kosten bei der Abschaffung. Keine Ahnung, wie groß der Aufwand ist, was für Kosten anfallen. Da diese Kosten nur einmal anfallen, die Kosten für die halbjährliche Umstellerei aber jedesmal, lohnt sich die Ausgabe natürlich sowieso. Aber sofern die Kosten höher sein sollten als die für eine einzelne Umstellung anfallenden Kosten, muss man das den Leuten schmackhaft machen, die das Geld lockermachen müssen. Und das kann schwierig sein…

    2. Auch wenn die konkrete Umstellung jedes Frühjahr und jeden Herbst sehr viel händischen Aufwand für alle möglichen Leute, Firmen und Behörden erfordert und sich viele Uhren und daran hängende Prozesse nicht von selbst umstellen, ist die Umstellung doch ein Automatismus, weil die halbjährliche Umstellerei seit ihrer Einführung 1980 eben regelmäßig erfolgt, ohne dass da jemand irgendwelche Beschlüsse fassen oder die betreffende Regelung extra erneuern oder verlängern muss.

    Das ist ein bürokratisches bzw. gesetzliches Perpetuum Mobile, das läuft schon rein trägheitsbedingt immer und immer weiter, bis man es aktiv anhält.

    Von daher braucht es natürlich keine Argumente mehr, sondern einen auf den bereits bekannten Argumenten basierenden Beschluss. Bundestag oder das zuständige EU-Gremium muss beschließen, den Unsinn zu beenden. Soweit es mich angeht, lieber heute als morgen!

  132. #132 rolak
    29. März 2015

    einspringen

    Bin leider sofort in die Moderation gehüpft, Dietmar, vielleicht sind drei links bei Florian mittlerweile über der Obergrenze… Doch er ist ja ungemein fleißig, also: Kommt Zeit, kommt Kommentar.

  133. #133 gnaddrig
    29. März 2015

    @ Dietmar (#126):

    Wenn dann im Jahr 2025 gefordert wird, das abzuschaffen, ist dann die Antwort auch, das sei schon so lange so und man brauche für die Abschaffung Argumente?

    Genau so bleiben doch aber viele Regelungen bestehen. Alle möglichen Steuern, die ursprünglich nur für konkrete und zeitlich begrenzte Zwecke eingeführt wurden, werden nach Ablauf der Zeit trotzdem weiter erhoben. Etwa die Schaumweinsteuer, die 1939 zur Finanzierung der U-Boot-Flotte wiedereingeführt und danach nie abgeschafft und von der Bundesrepublik weiter erhoben wurde (aus Wikipedia abgeschrieben).

    Alle möglichen Förderinstrumente bewirken bekanntlich nicht das, wozu sie geschaffen wurden. Verschiedene Förderinstrumente konterkarieren sich gegenseitig. Das ist bekannt, man kann es immer mal wieder in den Medien lesen. Aber schafft da mal jemand Ordnung? Wird da mal abgeschafft, was nicht funktioniert oder zusammengeführt, was zusammengehört? Keine Spur, man lässt die Maschinchen weiterticken, egal wo die hinfahren.

    Die Sommerzeit wird genau nach dem Prinzip beibehalten – das wurde mal beschlossen, never change a winning team, da schrauben wir jetzt nicht dran rum, außerdem ist Brüssel zuständig, da müssen alle EU-Länder mitziehen, und die kriegen sowieso keine Einstimmigkeit zustande usw. Kein vernünftiger Grund für die Zeitumstellung, aber abgeschafft wird sie trotzdem nicht. Argumente interessieren da kaum (und ich hatte ja auch keine Argumente gefordert, sondern das Bedenken bestimmter Fakten vorgeschlagen). Im Zweifelsfall will keiner die Prügel einstecken, wenn es schiefläuft.

    Will heißen, der Mechanismus ist absurd und idiotisch, scheint aber die Default-Einstellung in der Politik zu sein oder doch sehr weit verbreitet.

  134. #134 Karl Mistelberger
    29. März 2015

    > #8 noch’n Flo, Schoggiland, 28. März 2015
    > Sollte das Stimmvolk die Initiative dann annehmen, so müsste die Sommerzeit bis spätestens 2019 abgeschafft werden. Dann dürft Ihr, wenn Ihr uns mal besuchen wollt, künftig alle an der Grenze Eure Uhren umstellen.

    Ich bin in der Vergangenheit öfter einmal bis zu einer Woche in der Schweiz gewesenen. Beim momentanen Wechselkurs werde ich diesen Sommer innert weniger Stunden durch Schoggiland an die italienische Grenze gerollt sein und dem lustigem Völkchen den Varoufakis gemacht haben. Eine Umstellung der Uhren wird also auf absehbare Zeit kein Thema für mich sein. 🙂

  135. #135 Basilius
    Shidonia no Kishi
    29. März 2015

    Ich verstehe was gnaddrig meint und sehe das leider tatsächlich genau so wie er.
    Status Quo ist nun mal diese beknackte Zeitumstellung. Also werden die, die das ändern wollen etwas dafür tun müssen. Die anderen können erst mal faul liegen bleiben.

  136. #136 Statistiker
    29. März 2015

    Die Zeitumstellung verhindert Tote.

    Warum? Ganz einfach. Keine künstliche Beleuchtung kann einen Raum so gut ausleuchten wie das Sonnenlicht.

    Damit ist die Autofahrt am späten Abend sicherer. Damit kann bis in die Nacht hinein gearbeitet werden. Das entspricht auch dem Lebensrhythmus. von vier bis fünf in der Früh arbeitet keiner gerne, von 20 bis 21 Uhr ist es kein Problem, und wenn man dann bei Sonnenlicht arbeiten kann, erspart das Tote und Verletzte.

    Das ist wichtig
    z.B. in der Landwirtschaft
    z.B. im Straßenbau
    bzw. in allen Berufen, wo draußen gearbeitet wird.

    Ich hab selbst beim Bau malocht in den Schulferien und war froh, wenn es um 21 Uhr noch hell war und man GESEHEN hat, was man macht……. und wenn der Stein auf einen zufliegt…….

  137. #137 Ohrenmaschinist
    Am Fuße des Wörthersees
    29. März 2015

    Verzaget nicht, ihr Geplagten: Bestimmt gibt es bald einen VHS- oder WIFI-Kurs “Schneller schlafen”. Wundern würde es mich nicht…

  138. #138 rolak
    29. März 2015

    VHS- oder WIFI-Kurs “Schneller schlafen”

    Wurde offline gegeben, schon letztes Jahr, Ohrenmaschinist.

  139. #139 Adent
    29. März 2015

    @Statistiker
    Das erscheint mir kein sehr gelungenges Argument zu sein. Wäre dem so, dann würde man die Uhr am besten um mehrere Stunden vorstellen, damit es auch im Winter länger hell ist, oder? Zumindest aber sollte man sie dann im Oktober nicht zurückstellen, da es sonst zuviele Tote im Strassenverkehr und beim Bau geben würde.

  140. #140 gaius
    29. März 2015

    @Basilius: “Also werden die, die das ändern wollen etwas dafür tun müssen.”

    Da stimme ich dir zu, und das tue ich auch.

    Diese politische Realität ändert aber nichts an der Beweislastverteilung. Sonst würde man Machtverhältnisse statt Argumenten einsetzen – was für intellektuell redliche Diskutanten natürlich nicht in Frage kommt.

  141. #141 Hans
    30. März 2015

    Ach ja, die Sommerzeit… – eine der überflüssigsten Erfindungen, die die Menschheit je hervor gebracht hat!
    Also: Ich halte von der regelmäsigen Umstellerei auch nichts, bzw. halte sie für grossen Quatsch. Alle Argumente, die für eine Abschaffung sprechen, sind inzwichen mehrfach genannt worden. Und ausser zur beibehaltung eines Status Quo hab ich bis jetzt auch noch kein Argument gesehen, das für eine Beibehaltung spricht. Da dieses ständige Umstellen der Uhrzeit insgesamt also mehr Aufwand und Schaden als Nutzen einbringt, würde ich es auch lieber sehen, wenn die Sommerzeit eher gestern als heute wieder abgeschafft würde.

  142. #142 Artur57
    Mannheim
    30. März 2015

    Warum schlafen wir eigentlich asymetrisch zur Mitternacht? Man geht um 10 abends ins Bett, also zwei Stunden vor Mitternacht, dann aber schlafen wir noch sechs Stunden. Was ja schon tugendhaft ist, es gibt Biographien mit noch ausgeprägteren Asymmetrien. Aber warum eigentlich?

    Der Groschen fiel, als ich einen Artikel las, in dem berichtet wurde, dass Zeitumstellung in Kalifornien (glaube ich) zu einer Zunahme der Heizkosten geführt habe. Das erklärt natürlich das ganze Verhalten: der Mensch schläft nicht, wenn es dunkel ist, sondern wenn es kalt ist und die Temperatur eilt dem Lichteinfall bekanntlich hinterher. Man müsste also beides betrachten, Heiz- und Lichtkosten, um da ein Optimum zu finden. Da sich nun die Lichtkosten offenbar nicht senken lassen, aber dem offenbar erhöhte Heizkosten gegenüber stehen, spricht das insgesamt gegen Sommerzeit. Resümee: das Volk hat es aus eigenem Antrieb richtig gemacht.

    Es wäre besser gewesen, wenn sich der Staat im Vertrauen auf sein kluges Volk einfach zurückgelehnt und nichts getan hätte.

  143. #143 Christian
    Unna
    30. März 2015

    Ich als Vater zweier kleiner Kinder kann der Zeitumstellung nichts abgewinnen. Diese eine Stunde macht den Kindern sehr viel aus; und es dauert recht lange, bis sie sich daran gewöhnt haben; und das geht an die Nerven der Eltern.

  144. #144 walter
    30. März 2015

    Wenn man so wie ich jeden Tag um 4:45 Uhr aufstehen muss, ist an und für sich schon schlimm genug. Im Sommer kommt dann der ganze Pöbel dazu, der gegenüber meiner Wohnung im Park am Abend, weil länger hell, seiner lärmenden Beschäftigung nachkommt. Mit Fenster offen haben, Ruhe usw. is da nix. Da wird gefeiert, herumgeschriehen, was auch immer man in diesen Kreisen so macht. Und warum es sinnvoll ist, bis fast 10 Uhr (zumindest in unseren Breitengraden) Helligkeit zu haben, wird sich mir als ausgewiesenen Stubenhocker nie erschließen. Aber jene, die sich diese Regelung ausgedacht haben, werden schon wissen, warum. Deshalb, weg mit diesem Unsinn. Und als Katzeninhaber (bzw. dessen Sklave 🙂 ) ist speziell die Umstellung im Herbst eine Katastrophe. Da dauert es eine gute Woche, bis er (Kater) sich wieder umgestellt hat.

  145. #145 noch'n Flo
    Schoggiland
    30. März 2015

    @ Statistiker:

    Ich hab selbst beim Bau malocht in den Schulferien und war froh, wenn es um 21 Uhr noch hell war

    Komisch, das habe ich auch mal gemacht, aber wir hatten immer schon um halb 4 am Nachmittag Feierabend…

  146. #146 noch'n Flo
    Schoggiland
    30. März 2015

    @ Christian:

    Diese eine Stunde macht den Kindern sehr viel aus; und es dauert recht lange, bis sie sich daran gewöhnt haben; und das geht an die Nerven der Eltern.

    Und noch ein Papa-Hi5!

    Mit unseren beiden Jungs war das heute morgen ein Riesen-Drama. Gut, einer der beiden ist sowieso schon ein Morgenmuffel (ganz der Papa), aber was da heute abging, war echt extrem. Zombies sind munter dagegen.

    @ alle Sommerzeit-Befürworter:

    Mich würde mal interessieren, wer von Euch Kinder hat, und falls ja, in welchem Alter.

  147. #147 BastiSito
    Frankfurt am Main
    30. März 2015

    #7, Carsten:

    “Die Zeitumstellung ist eigentlich immer im Oktober ein Problem, die fehlende Stunde macht sich bei mir selber, aber vor allem bei meinen Kindern bemerkbar. Die haben in den ersten Tagen mit der fehlenden Stunde ein Problem, da sie an einen sehr regulierten Tagesablauf gewöhnt sind und die Schule halt keine Gleitzeit kennt. Im März kann man das etwas leichter umsetzen, da man “mehr Zeit hat”. ”

    Sowas finde ich als Argument gegen die Zeitumschaltung besonders amüsant, da die Uhren übrigens genau umgekehrt umgestellt werden – man hat im März nicht mehr Zeit, sondern eben eine Stunde weniger. Das zeigt schon den sehr subjektiven Anteil des “Jetlag”.

    Ab gesehen davon ist die “Winterzeit” die “Normalzeit”. Die könnte man flächendeckend gelten lassen – man müsste halt nur damit leben, dass zur Tag-und-Nachtgleiche am 21. Juni zB im Raum Stuttgart die Sonne nicht von 05:20 – 21:30, sondern von 4:20 bis 20.30 scheint.

    Natürlich hat es für den vom Sommerzeitjetlag geplagten Idealarbeitnehmer, der um 08.00 oder 07.30 bei der Arbeit sein muss und keinerlei Flexibilität dabei hat keine Auswirkungen auf den Schlafrhythmus, wenn da schon 3 Stunden lang fröhlich die Sonne ins Schlafzimmer kachelt.

    Dafür kann man um 21.00 Uhr schon ins Bett weils dunkel ist. Und frisch und erholt nach 7,5 hrs um 5.00 Uhr aufstehen, um sich auf die Bürde des Arbeitstages drei Stunden später vorbereiten zu können. 😉

  148. #148 Karl Mistelberger
    30. März 2015

    > #130 noch’n Flo, Schoggiland, 29. März 2015
    > Da muss ich Dietmar zustimmen – Argumente gegen die Sommerzeit wurden nun schon genügend geliefert. Argumente für die Sommerzeit keine. Und seit Jahren ergeben Umfragen in Deutschland und den Nachbarländern immer wieder dasselbe Bild: ca. 70-80% sind für die Abschaffung der Sommerzeit. Wie viele Argumente braucht es denn noch?

    Ich bin mit der jetzigen Regelung höchst zufrieden. Wenn es früher hell wird auch früher aufgestanden, die natürlichste Sache von der Welt also. Viele andere sind auch damit zufrieden. Da muss nicht fortwährend argumentiert werden.

    Im privaten Umfeld erlebte ich eine ähnliche Situation. Eine umfangreiche Sanierung schien beschlossene Sache zu sein, es waren fast keine Gegenargumente und -stimmen zu hören. Doch als es zum Schwur kam war das Ergebnis: 80% stimmten dagegen, 10% enthielten sich und 10% waren dafür. Ich bin ganz zuversichtlich, dass es im Ernstfall bei der Sommerzeit ähnlich ablaufen würde.

  149. #149 Nordlicht_70
    30. März 2015

    @noch’n Flo
    Ich habe keine Kinder, kann also eure Infos tatsächlich nicht nachvollziehen.
    Mir persönlich ist die Zeitumstellung – oder auch nicht – egal. (Wie schon oben beschrieben.)
    Ich kann mich nicht erinnern, als Kind oder Jugendlicher Probleme mit der Zeitumstellung gehabt zu haben – will aber nicht ausschließen, dass dies nur meine Eltern gemerkt haben. 😉
    Mein Bruder mit 2 Kindern hat jedenfalls noch nie über Zeitumstellungsprobleme bei seinen Kindern berichtet.

  150. #150 Bullet
    30. März 2015

    ach Basti:

    Die könnte man flächendeckend gelten lassen – man müsste halt nur damit leben, dass zur Tag-und-Nachtgleiche am 21. Juni zB im Raum Stuttgart die Sonne nicht von 05:20 – 21:30, sondern von 4:20 bis 20.30 scheint.

    Von einer Tag-und-Nacht-Gleiche am 21.6. wüßte ich was. 🙂

  151. #151 Statistiker
    30. März 2015

    Tja, @ noch´n Flo, bei uns wurde oft bis 22 Uhr gearbeitet…….

    Und früher wurden die Uhren sogar zwei Stunden zurückgestellt……. man soll es kaum glauben…….

    @ adent: Ihr Vorschlag macht keinen Sinn, da es im Winter morgens wie abends dunkel ist. Im Gegensatz zum Sommer eben……

  152. #152 Alderamin
    30. März 2015

    @Karl Mistelberger

    Ich bin mit der jetzigen Regelung höchst zufrieden. Wenn es früher hell wird auch früher aufgestanden, die natürlichste Sache von der Welt also. Viele andere sind auch damit zufrieden. Da muss nicht fortwährend argumentiert werden.

    Die meisten Argumente dagegen beziehen sich auf die Umstellerei und die Argumente dafür auf die längere Helligkeit am Abend. Am sinnvollsten wäre es dann ja offensichtlich, einfach ganzjährig bei Sommerzeit zu bleiben, dann wäre fast allen geholfen (außer den Hobby-Astronomen, aber allen kann man es ohnehin nicht recht machen).

    Um im Winter, wo es früher dunkel wird, hätte man auch eine Stunde mehr Licht am Abend. Ein Stunde mehr Dunkelheit am Morgen, wenn man auf der Arbeit oder in der Schule ist, dürfte eigentlich nicht das Problem sein.

  153. #153 Alderamin
    30. März 2015

    @myself

    um -> und

  154. #154 gnaddrig
    30. März 2015

    @ BastiSito (#147):

    Natürlich hat es […] keine Auswirkungen auf den Schlafrhythmus, wenn da schon 3 Stunden lang fröhlich die Sonne ins Schlafzimmer kachelt.

    Erwischt. Obwohl, nein, eigentlich nicht. Das frühmorgendliche Gekachele der Sonne konterkariere ich, indem ich mir eine zu unrecht in Vergessenheit geratene Errungenschaft der Zivilisation zu Nutze mache: Den Rolladen. Bei sachgemäßer Anwendung dringt da kein Photon zu mir durch und ich kann rund um die Uhr völlige Dunkelheit genießen. Funktioniert tatsächlich 😉

  155. #155 BastiSito
    30. März 2015

    # 150 “Von einer Tag-und-Nacht-Gleiche am 21.6. wüßte ich was.”

    Verdammt. Ich werde mir auf die Finger hauen und mich mit multiplen aphasischen Zuständen sinnfrei rausreden.

    Sommersonnenwende meinte ich natürlich.

    War bestimmt ein heidnischer Fluch, ich leiste Abbitte an Samhain.

  156. #156 BastiSito
    30. März 2015

    @gnaddrig (#154)

    “Das frühmorgendliche Gekachele der Sonne konterkariere ich, indem ich mir eine zu (…) Errungenschaft der Zivilisation zu Nutze mache: Den Rolladen. Bei sachgemäßer Anwendung dringt da kein Photon zu mir durch und ich kann rund um die Uhr völlige Dunkelheit genießen. Funktioniert tatsächlich ”

    Neumodischer Kram. Kommt bestimmt aus den Staaten. Das ist nur so ein Modetrend, genauso wie dieses Internet. Setzt sich nicht durch. 😉

    Wobei, das Öffnen und Schließen des Rolladens behindert auch den Luftaustausch durch das geöffnete Fenster, ergo wird die Schlafqualität gesenkt. Zudem verbraucht man damit Zeit, welche von der Schlafzeit abzuziehen wäre – man hat ja gelernt, dass die Wachzeiten unveränderlich sind, aufgrund Biorhythmus und Arbeitgeberbefehlen.

    Also führt ein Rolladen zu kürzerem und schlechterem Schlaf. Gesundheitsgefährdend! Und bestimmt ist dieser Zeitverlust wieder Jetlag-auslösend, der menschliche Biorhythmus ist ja so extrem fein abgestimmt.

    Okay, das führt wirklich zu weit.

  157. #157 gnaddrig
    30. März 2015

    @ BastiSito: Ja, gut, man kann nicht alles haben. Obwohl, Klimaanlage zum Rolladen löst das Frischeluftproblem. Und tut dem Bruttosozialprodukt gut.

    Man kann ja den Rolladen an den Wecker koppeln, sodass man nicht dunkelheitsbedingt verschlafen kann. Das gibt wieder Arbeit für Elektrotechniker, Kundendienstleute usw. Außerdem könnten Spaßvögel die Anlage hacken und mit der (heutzutage natürlich immer vorhandenen) Kamera lustige Videos produzieren und ins Internet stellen – winwin…

    Und was das Internet angeht, hast recht, das entwickelt sich ganz klar zum Rohrkrepierer 😀

  158. #158 Tina_HH
    30. März 2015

    Für die Leute im Süden wäre wahrscheinlich die ganzjährige Sommerzeit okay. Süddeutschland, Österreich, Schweiz ist ja praktisch eh schon Italien, also fast schon am Äquator 🙂 .
    Dann ists abends länger hell und gut is. Aber hier im Norden hätte ich lieber ganzjährig die Normalzeit (“Winterzeit”). Im Sommer wäre es hier auch ohne Sommerzeit bis halb zehn oder zehn hell – das reicht doch. Und bei Einführung der Sommerzeit auch fürs Winterhalbjahr müsste man hier im Winter nicht nur im Dunkeln aufstehen, sondern auch noch fast den ganzen Vormittag (gut, ist etwas übertrieben…) im Dunkeln verbringen. Wäre nicht so toll.
    Also mein Vorschlag: Für Norddeutschland die ganzjährige Normalzeit und für den Süden die ganzjährige Sommerzeit! (Bevor jetzt jemand meckert – das ist natürlich nicht ganz ernst gemeint.)

  159. #159 BastiSito
    30. März 2015

    #157 “gnaddrig”

    Damit ist es klar: Die Sommerzeit ist nur eine Verschwörung der Rollandenindustrie, “big Rollad”, zwecks der Gewinnmaximierung. Und Sie kollaborieren mit der Klimaanlagenindustrie, “big Freeze”.

  160. #160 Tina_HH
    30. März 2015

    Ausserdem sollte man ruhig auch noch über die gewählte Zeitzone diskutieren. Die passt nämlich eigentlich nur für den Osten gut. Im Westen könnte man sich der Zeitzone der Engländer anschliessen und dann könnte man auch ruhig flächendeckend zum Ausgleich die ganzjährige Sommerzeit einführen 🙂 .

  161. #161 noch'n Flo
    Schoggiland
    30. März 2015

    @ Statistiker:

    Und früher wurden die Uhren sogar zwei Stunden zurückgestellt……. man soll es kaum glauben…….

    Du hast da ein Loch in Deinem “Punkt”-Beutel…

    Meinst Du die “Super-Sommerzeit” von Onkel Adolf dem Braunen? Da wurden die Uhren aber auch vorgestellt, nicht zurück.

    @ Tina_HH:

    Für die Leute im Süden wäre wahrscheinlich die ganzjährige Sommerzeit okay. Süddeutschland, Österreich, Schweiz ist ja praktisch eh schon Italien, also fast schon am Äquator

    Jetzt habe ich’s: wie wäre es, wenn wir im Sommer die Erdachse einfach um 2° steiler stellen? Dann bleibt es im Norden zwar weniger lange hell, dafür steht die Sonne noch höher am Himmel. Und für den äussersten Norden erledigt sich das nervige Phänomen der Mitternachtssonne.

  162. #162 gnaddrig
    30. März 2015

    @ noch’n Flo: Wg. Erdachse – ich glaube, Jules Verne hat das Verfahren schon vorgestellt und die Detailsim Prinzip schon berechnet, allerdings mit einem kleinen Rechenfehler. Den müsste man glattziehen, dann könnte man die Wumme bauen (oder zwei – eine für das Frühjahr, eine für den Herbst), und schon wäre alles in Butter!

  163. #163 Tina_HH
    30. März 2015

    @noch’n Flo

    Jetzt habe ich’s: wie wäre es, wenn wir im Sommer die Erdachse einfach um 2° steiler stellen?

    Jo, aber bitte dann nicht nur im Sommer, sondern einmal und für immer. Macht sonst wohl doch etwas zuviel Arbeit diese Anpassung jedesmal… 😉

  164. #164 noch'n Flo
    30. März 2015

    @ gnaddrig:

    Jules Verne hat das Verfahren schon vorgestellt und die Detailsim Prinzip schon berechnet, allerdings mit einem kleinen Rechenfehler. Den müsste man glattziehen, dann könnte man die Wumme bauen

    Würde es nicht auch ausreichen, wenn alle Menschen gleichzeitig einen Schritt nach links machen?

    :mrgreen:

  165. #165 noch'n Flo
    30. März 2015

    @ Tina_HH:

    Genau: wir richten die Erdachse komplett auf, damit fallen die Jahreszeiten weg und das Problem mit der Sommerzeit hat sich erledigt.

    Das wir da nicht gleich draufgekommen sind… 😆

  166. #166 noch'n Flo
    Schoggiland
    30. März 2015

    Aber bei dieser Gelegenheit fällt mir doch was ein… mal Cheffe fragen…

    @ FF:

    Welche Auswirkungen hätte eigentlich eine dauerhaft komplett aufgerichtete Erdachse (also senkrecht zur Erdbahn), ausser dass die Jahreszeiten wegfielen?

  167. #167 Florian Freistetter
    30. März 2015

    “Welche Auswirkungen hätte eigentlich eine dauerhaft komplett aufgerichtete Erdachse (also senkrecht zur Erdbahn), ausser dass die Jahreszeiten wegfielen?”

    Erstmal keine, außer dass die Jahreszeiten wegfallen. Aber das Problem ist komplex, weil man eine starre Achse nur kriegt, wenn man den Mond entfernt (und auch die anderen Planeten) und das schafft natürlich jede Menge Probleme. Wenn man es genau wissen wollte, müsste man aber erst mal ein paar Computersimulationen durchführen, und schauen, ob es da irgendwelche Spin-Orbit-Resonanzen (Resonanzen zwischen Rotations- und Umlaufperiode) geben kann, die davon beeinflusst werden. Das lässt sich aber a priori nicht sagen, weil das chaotische Effekte sind.

  168. #168 Alderamin
    30. März 2015

    @noch’n Flo

    Bin zwar nicht Cheffe, aber…

    Welche Auswirkungen hätte eigentlich eine dauerhaft komplett aufgerichtete Erdachse (also senkrecht zur Erdbahn), ausser dass die Jahreszeiten wegfielen?

    Vermutlich eine Eiszeit.

  169. #169 Kyllyeti
    30. März 2015

    @noch’n Flo

    Welche Auswirkungen hätte eigentlich eine dauerhaft komplett aufgerichtete Erdachse

    Ich tippe jetzt mal vorlaut auf eine ordentliche Eiszeit.

    Es steht nämlich geschrieben das Folgende auf der Wikipedia-Seite zu den Milanković-Zyklen:

    Bei geringer Achsneigung können Gletscher in den wärmeren Wintern größere Schneemassen akkumulieren, da die Verdunstung über dem Meer höher ist und damit verbreitet mehr Schnee fällt, solang die Temperaturen weiterhin unter dem Gefrierpunkt liegen. In den Sommern ist dagegen die Ablation durch die geringere Sonneneinstrahlung und Temperatur verringert, so dass die Bedingungen für die Bildung von Eisschilden insgesamt deutlich verbessert sind.

    Das müsste dann doch erst recht für eine aufrichtig aufrechte Erdachse gelten, oder?

     

  170. #170 Kyllyeti
    30. März 2015

    (Uuups, @Alderamin hatte ich noch nicht auf dem Schirm, als ich meine vorerst moderierte Antwort schrieb)

  171. #171 Florian Freistetter
    30. März 2015

    @Alderamin, Kyllyeti: Ok, ich hab das wieder zu sehr himmelsmechanisch betrachtet und mich nur auf die Stabilität der Bewegung konzentriert und weniger auf das Klima. Aber für Himmelsmechaniker sind Planeten halt nur Massepunkte 😛

  172. #172 noch'n Flo
    Schoggiland
    30. März 2015

    @ FF, Alderamin, Kyllyeti:

    Danke für die prompten Antworten.

    @ FF:

    Aber für Himmelsmechaniker sind Planeten halt nur Massepunkte

    Tja, als wir beide uns das letzte Mal getroffen haben, wären wir noch problemlos als Doppelsternsystem durchgegangen. Heutzutage würdest Du mich eher als Planet umkreisen… 😆

    (Im Prinzip kann man Himmelsmechanik egentlich ganz gut mit den Vorgängen auf einer Single-Party beschreiben: am Anfang erscheinen die Bewegungen der Personen eher chaotisch, aber schon nach kurzer Zeit kommen sich einzelne Teilnehmer immer wieder etwas näher, was ihre Bahnen verändert. Besonders attraktive Personen ziehen mehr Teilnehmer an als andere (sog. “Attraktoren”).

    Wenn sich zwei Personen besonders nahe kommen, weil sie sich anziehend finden, können sie ein Zwei-Körper-System bilden: zunächst umkreisen sie sich noch etwas ungelenk, dann immer stabiler und schneller. (Manchmal kommt auch eine dritte Person hinzu – je nach Anziehungskraft fliegt dann entweder eine der drei Personen aus dem System, oder es entsteht ein 3-Körper-System (mit allen Problemen, die eine solche Konfiguration mit sich bringt).)

    Und wenn sich zwei Körper dann stabil umkreisen, kann es auch zum Austausch von Materie kommen. Im Extremfall kollidieren schliesslich beide Körper und verschmelzen in einer Supernova. Wenn sich dann irgendwann (nach langer Zeit) der Nebel gelegt hat, kommt ein weisser Zwerg zum Vorschein. Oder es entsteht ein schwarzes Loch.)

    😮

  173. #173 Adent
    30. März 2015

    @Statistiker
    Dann fängt man halt früher an im Sommer, ich sehe nur keien Evidenz dafür, dass die Sommerzeit einen einzigen Todesfall (oder Unfall) verhindern würde, insofern macht ihr ursprünglicher Vorschlag genausowenig Sinn und das sollte mein Gegenvorschlag ausdrücken.
    Selbst wenn es irgendwo eine Statistik dafür gäbe, dass die Sommerzeit Unfälle beim “Draussenarbeiten” verringern würde (was ich bezweifle, aber liefern sie gern nach), dan nwäre noch zu klären, ob nicht mehr Unfälle beim späteren Weg nach Hause, dann im Dunkel oder Zwielicht im Verkehr passieren (was sie ja auch behauptet haben). Da beißt sich ihr eigenes Argument, oder sehen sie das anders?
    Fazt, ich sehe keinen Grund für die Zeitumstellung ausser, es ist ja schon seit 35 Jahren so und das war noch nie für irgendwas ein gutes Argument.

  174. #174 Karl Mistelberger
    30. März 2015

    > #152 Alderamin, 30. März 2015
    > Um im Winter, wo es früher dunkel wird, hätte man auch eine Stunde mehr Licht am Abend. Ein Stunde mehr Dunkelheit am Morgen, wenn man auf der Arbeit oder in der Schule ist, dürfte eigentlich nicht das Problem sein.

    Als Rentner bin ich in dieser Frage ziemlich leidenschaftslos. Als Ingenieur war ich im Büro, wo es auf eine Stunde Dunkelheit mehr oder weniger am Morgen auch nicht darauf ankam.

    Für diejenigen aber, die nicht im Büro oder in der Schule sind ist diese eine Stunde doch eine relevante Größe und ein Grund dafür dass eine ganzjährige Zeitumstellung nicht eingeführt wurde.

  175. […] ich letztes Jahr im März darüber geschrieben habe, das ich ein Fan der Zeitumstellung bin, hab ich dafür jede Menge Kritik bekommen. Teilweise durchaus zu Recht, in meinem Artikel damals […]