Holger Klein und ich haben wieder über Wissenschaft geplaudert. Diesmal natürlich ausführlich über den 25. Geburtstag des Weltraumteleskops Hubble. Aber auch über die religiösen Proteste, die den Bau des geplanten Großteleskops in Hawaii aufhalten. Außerdem haben wir über die glücklichsten Länder der Welt gesprochen, über eine sinnvolle Nutzung von Atommüll, ein medizinisches Rezept aus dem Mittelalter, über Wurm-Reptilien und Asteroideneinschläge, den Schneeball Erde und jede Menge andere Themen. Ach ja: Außerdem haben wir festgestellt, wie die Verwendung von Diclofenac der zoroastrischen Religion Probleme schafft. Echt jetzt.

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Kommentare (4)

  1. #1 Spritkopf
    26. April 2015

    Zur Geschichte von Holger Klein um die Nischenbildung während der kambrischen Explosion durch das Auseinanderbrechen eines Superkontinents (bei 32′): Diese lag aber nicht daran, dass eine größere Population in zwei oder mehr Teile getrennt worden wäre, weil sie plötztlich auf zwei Kontinenten lebte statt auf einem. Das Leben fand während der kambrischen Explosion ausschließlich im Wasser statt. Der erste “Landgang” von Pflanzen geschah erst runde 50 – 70 Millionen Jahre später und Tiere folgten den Pflanzen nochmals erst 80 Millionen Jahre später nach.

    Es kann sich auch nicht darum gehandelt haben, dass durch das Auseinanderbrechen plötzlich ein Meer komplett von Land umschlossen und darüber eine räumliche Barriere errichtet worden wäre. Irgendwo im Netz gibt es eine schöne Bilderreihe, in der die Kontinentaldrift in den letzten 600 Millionen Jahren gezeigt wird und in dieser finden wir genau zum Zeitpunkt der kambrischen Explosion eine komplett zusammenhängende Wasserfläche.

  2. #2 Spritkopf
    26. April 2015

    Irgendwo im Netz gibt es eine schöne Bilderreihe, in der die Kontinentaldrift in den letzten 600 Millionen Jahren gezeigt wird

    Diese hier meinte ich.

  3. #3 Trottelreiner
    26. April 2015

    @Spritkopf:
    Naja, nur kommt es wohl nicht so sehr auf die Meere insgesamt an, sondern auf die flachen Bereiche des Kontinentalschelfs, die sehr viel bessere Wachstumsbedingungen bieten als der tiefere Ozean. Und wenn man mal die Karten vor 600 Millionen und 500 Millionen Jahren vergleicht, fallen mehrere Unterschiede auf:

    1.) Es haben sich mehrere kleinere Kontinente gebildet, was die Küstenlinie und damit die Fläche des Schelfs vergrößert.

    2.) Diese sind nicht mehr durchgehend, sondern durch Bereiche tiefen Wassers getrennt, was zur geographischen Isolation führen kann.

    3.) Inwiefern diese flachen Gewässer in günstigeren oder ungünstigeren Umgebungen lagen wäre zu klären.

    Ansonsten weiß ich nicht ob es sinnvoll ist die Proteste in Hawaii als Konflikt Religion – Wissenschaft zu sehen:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Thirty_Meter_Telescope_protests

    Würde bei Protesten gegen Bahnhöfe, Staudämme oder Hochspannungsleitungen hierzulande eher auch niemand machen.

  4. […] für dieses Posting (und wohl einige mehr) lieferte mir Florian Freistetters letzte Ausgabe der Wrint Wissenschaft. Dabei kam unter anderem zur Sprache, dass die ESA eine neue Radioisotopenbatterie auf Basis von […]