Auf der Erde verändern Wind, Wetter, Eis und Meere durch Erosion beständig die Landschaft. Aber auch im Weltall gibt es Erosion; selbst auf Himmelskörpern, auf denen kein Wasser fließt, kein Wind weht und die keine Atmosphäre haben, finden Erosionsprozesse statt. Sie werden zwar durch ganz andere Phänomene verursacht, sind aber trotzdem in der Lage, das Erscheinungsbild dieser Himmelskörper so massiv zu verändern wie es die Erosion auf der Erde tut. Die Beobachtung dieser Weltraum-Erosion hat uns viel über die Entstehung und Entwicklung anderer Himmelskörper beigebracht. Aber sie hat uns auch noch einige ungelöste Rätsel aufgegeben…

Sternengeschichten-Cover

Die Folge könnt ihr euch hier direkt als YouTube-Video ansehen oder direkt runterladen.

Den Podcast könnt ihr unter

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Am einfachsten ist es, wenn ihr euch die “Sternengeschichten-App” fürs Handy runterladet und den Podcast damit anhört.

Die Sternengeschichten gibts natürlich auch bei iTunes (wo ich mich immer über Rezensionen und Bewertungen freue) und alle Infos und Links zu den vergangenen Folgen findet ihr unter http://www.sternengeschichten.org.



Transkription

Ich dachte, es wäre vielleicht hilfreich, auch eine Transkription für die Sternengeschichten anzubieten. Sagt Bescheid, wenn euch das gefällt (oder nicht interessiert). Wenn ja, dann kann ich das in Zukunft immer machen (und eventuell auch die alten Folgen entsprechend aufarbeiten).

Sternengeschichten Folge 130: Weltraum-Erosion

Das Phänomen der Erosion ist auf der Erde ganz normal. Wind und Wetter verändern langsam aber sicher und beständig die Welt. Der Boden wird abgetragen und selbst ganze Gebirge verschwinden im Laufe der Jahrmillionen durch den Einfluss von Wasser, Wind oder Gletschern. Küstenlinien verändern sich durch die Brandung der Meere und Flüsse spülen große Schluchten und Canyons in die Landschaft. Erosion hat das Aussehen der Erde geprägt und tun das heute immer noch. Aber wie sieht das auf anderen Himmelskörpern aus, wo es keinen Wind gibt; kein Wasser und kein Wetter? Findet dort keine Erosion statt und alles bleibt immer so wie es ist? Nein, auch im Weltraum gibt es Erosion, die aber ein wenig anders funktioniert als hier auf der Erde.

Der Mond ist dafür ein gutes Beispiel. Unser Nachbar im All besitzt keine Atmosphäre, kein Wasser fließt über seine Oberfläche und kein Wind weht über seine Krater. Aber trotzdem gibt es Einflüsse, denen er ausgesetzt ist und die zu Erosion führen. Da gibt es zum Beispiel kosmische Strahlung und den Sonnenwind. Die Sonne schickt nicht nur Licht hinaus ins All, sondern auch einen stetigen Strom geladener Teilchen. Auf der Erde wird dieser Sonnenwind durch die Atmosphäre und das Magnetfeld unseres Planeten weitestgehend blockiert. Auf dem Mond kann er aber ungehindert auf dessen Oberfläche treffen. Das erzeugt einen Effekt, den man Sputtern nennt, was so viel wie “zerstäuben” bedeutet. Die hochenergetische Teilchenstrahlung kann aus dem Gestein des Mondes einzelne Atome herauslösen.

Die Strahlung kann auch die chemische Zusammensetzung des Gesteins verändern. Und dann gibt es ja noch die Meteoriten. Auf der Erde können nur die großen Brocken die Atmosphäre durchdringen und bis zum Boden gelangen. Alles was kleiner als circa 50 Meter ist, bricht vorher auseinander. Auf dem Mond dagegen können auch kleinste, staubkorngroße Mikrometeorite ungehindert und mit großer Geschwindigkeit einschlagen. Dabei schmilzt das Gestein in unmittelbarer Umgebung des Einschlagpunkts und es entstehen winzige Glaskügelchen. Dieses Material enthält auch mineralische Partikel, die beim Einschlag aus ihren normalen chemischen Verbindungen herausgelöst werden und dann im Glas eingeschmolzen werden. Meistens ist das Eisen und deswegen erscheint dieses Material auch viel dunkler als das normale Gestein.

Die Mondoberfläche besteht zum überwiegenden Teil aus so durch Weltraumeinflüsse verändertem Material. Es wird Regolith genannt und ist ein typisches Produkt der Erosion die unseren Nachbarn beeinflusst. Diese Prozesse machen sich aber nicht nur vor Ort bemerkbar. Auch bei der Beobachtung aus der Ferne kann man die Auswirkungen der Erosion sehen. Das dunklere Material reduziert die Rückstrahlfähigkeit der Oberfläche und der Mond erscheint dunkler. Das erkennt man besonders gut an Mondkratern. Schlägt ein größeres Objekt auf dem Mond ein, wird viel Material auch aus tieferen Schichten an die Oberfläche geschleudert. Es ist noch nicht von der Erosion beeinflusst und erscheint hell. Je länger ein Krater aber existiert, desto dunkler wird seine Umgebung durch die von Sonnenwind und Mikrometeoriten verursachte Erosion. Aus der Helligkeit des Kratermaterials kann man also auf sein Alter schließen und diese Informationen sind wichtig, wenn man zum Beispiel herausfinden will, wie sich die Zahl der Asteroideneinschläge im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Aus solchen Altersstatistiken die an Mondkratern durchgeführt worden sind, hat man auch erfahren, dass es früher viel mehr Kollisionen mit Asteroiden gab als heute und die Phase des sogenannten “Late Heavy Bombardements” entdeckt, von der ich in Folge 68 der Sternengeschichten schon ausführlich erzählt habe. Beim Verständnis und bei der Erforschung der Weltraumerosion waren natürlich die bemannten Missionen zum Mond von großer Bedeutung, denn am Material das die Astronauten damals zur Erde gebracht haben, konnte man die Effekte im Detail untersuchen. Aber auch Meteorite, die vom Mond kommend auf der Erde eingeschlagen sind und von denen ich in Folge 117 erzählt habe, haben wichtige Erkenntnisse gebracht.

In so einem Mondmeteorit wurde zum Beispiel im Jahr 2004 das Mineral Hapkeit entdeckt, eine spezielle Verbindung aus Eisen und Silicium, dessen Existenz im Jahr 1973 vom Planetologen Bruce Hapke vorhergesagt worden ist. Es bildet sich immer dann, wenn nach dem Einschlag eines Meteoriten auf dem Mond Gestein verdampft. Die eisenhaltigen Gase setzten sich dann auf der atmosphärenlosen Oberfläche ab und es entsteht ein Mineral, das auf der Erde so niemals entstehen könnte.

Der Mond ist aber nicht der einzige Himmelskörper auf dem sich diese Weltraumerosion beobachten lässt. Merkur, der sonnennächste Planet, ist dem Mond in vielen Aspekten sehr ähnlich. Auch er ist eine von Kratern übersähte Felskugel ohne Atmosphäre. Aber die Temperaturen sind dort viel höher, wenn der Merkur direkt der nahen Sonne ausgesetzt ist, aber auch viel kälter in den Nächten. Wegen der Nähe zur großen Sonne schlagen Mikrometeorite auch mit viel höherer Geschwindigkeit auf dem Merkur ein als auf dem Mond. Die Auswirkungen der Weltraumerosion sollten dort also wesentlich stärker sein. Wie es dort genau abläuft, lässt sich aber leider nicht sagen. Noch ist keine Raumsonde auf dem Merkur gelandet und hat sein Gestein aus der Nähe untersucht…

Weltraumerosion findet auch auf Asteroiden statt, allerdings wieder unter ganz anderen Bedingungen als auf Merkur oder Mond. Die Kollisionen zwischen Asteroiden finden bei geringeren Geschwindigkeiten statt; es entstehen dabei also weniger Schmelzprodukte und weniger Gestein verdampft. Auch der Sonnenwind ist in der ferneren Region der Asteroiden schwächer als beim Mond und dem Merkur. Die schwache Schwerkraft auf der Oberfläche der Asteroiden beeinflusst die Erosion ebenfalls und insgesamt sollte das zu einer langsameren und weniger stark ausgeprägten Erosion führen.

Aber sie findet statt. Die Raumsonde Hayabusa hat zum Beispiel im Jahr 2010 ein wenig Material vom Asteroiden Itokawa zur Erde gebracht. Dieser kleine Felsbrocken hat einen Durchmesser von nur 550 Metern und eigentlich ging man davon aus, dass sich auf einem so kleinen Himmelskörper mit so schwacher Schwerkraft kein richtiger Regolith ausbilden kann. Trotzdem zeigten die dort genommenen Proben, dass auf auf Itokawa Weltraumerosion stattgefunden haben muss.

Ganz anders haben die Ergebnisse ausgesehen, die man beim Asteroiden Vesta gewonnen hat. Vesta hat einen Durchmesser von über 500 Kilometern und ist der zweitgrößte Asteroid im Asteroidengürtel zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter. Im Jahr 2011 wurde er von der Raumsonde Dawn besucht und man war sicher, dass auch dort Weltraumerosion stattfinden würde. Auch Vesta ist ein großer felsiger Himmelskörper ohne Atmosphäre und es sprach nichts dagegen, dass dort die gleichen Prozesse ablaufen würden wie auf dem Mond. Und tatsächlich haben die Bilder von Dawn gezeigt, dass auch dort die jüngeren Krater eine andere Farbe haben als die älteren. Genauere Untersuchungen haben dann aber ergeben, dass sich dort keine Spuren der winzigen Eisenpartikel finden, die bei der Erosion des Mondgesteins für die Färbung verantwortlich sind. Offensichtlich läuft die Erosion auf Vesta ganz anders ab. So wie es aussah, wurde das Gestein von Vesta beim Einschlag von Mikrometeoriten nur durcheinander gewirbelt, aber nicht chemisch verändert. Warum das so ist, hat man allerdings noch nicht herausgefunden. Es könnte mit der Kollisionsgeschwindigkeit der Mikrometoriten zu tun haben, falls sie bei Vesta anders ist als auf dem Mond. Es könnte an der unterschiedlichen Stärke des Sonnenwinds liegen. Es könnte an der geringeren Schwerkraft auf Vesta liegen, die eine leichtere Vermischung der Teilchen erlaubt. Oder es könnte an etwas ganz anderem liegen.

Die Weltraumerosion unterscheidet sich massiv von der normalen Erosion die wir von der Erde kennen. Aber sowohl auf unserem Planeten als auch draußen im Universum sorgen die Erosionsprozesse für eine ständige Veränderung. Die Erforschung der Erosion auf der Erde hat uns viel über ihre Vergangenheit verraten und die Untersuchung der Weltraumerosion kann uns Einblicke in die Entstehung und Entwicklung der anderen Himmelskörper bieten. Und wie viel es da noch zu verstehen gibt, hat uns das Beispiel von Vesta ja gezeigt…

Kommentare (54)

  1. #1 robsn
    22. Mai 2015

    Tausend Dank für die Transkription! Hätte nie zu hoffen gewagt, dass du dir die Arbeit machst. Ich lese gern deine Artikel, komme aber nie dazu mir auch mal die Sternengeschichten anzuhören. Das hier ist somit meine erste Folge! Gefällt mir! =)

  2. #2 Braunschweiger
    22. Mai 2015

    Die Transkription finde ich gut. Ich lese bzw. überfliege lieber, als im Tempo von etwas Gesprochenem vorwärtszukommen.

    Der Text erscheint dem Leser eben wie ein Artikel für sich; eine nette und schöne Zweitverwendung des Inhalts. Wenn das Skript schon vor der Produktion des Podcasts vorliegt, sollte das kein allzu großer Aufwand sein.

  3. #3 Dete
    22. Mai 2015

    Super, dass du dir jetzt auch die Mühe machst die Sternengeschichten in Schriftform zu veröffentlichen. Sieht immer etwas blöd aus, wenn ich am Arbeitsplatz mit Kopfhörer sitze ;))

  4. #4 Kevin
    22. Mai 2015

    Danke für das Transkript!

  5. #5 Theres
    22. Mai 2015

    Jaaah 😀
    Wundervoll, ich bin nämlich immer noch erst bei Folge 45. Ich komme einfach nicht dazu …
    Lesen geht doch einfacher.

  6. #6 phunc
    22. Mai 2015

    Feine Sache, danke! Ich hör zwar gern den Podcast, aber manchmal muss ich das verschieben weil ichs nicht anhören kann – da ist ein Text eine super Alternative!

  7. #7 Tina_HH
    22. Mai 2015

    Klasse, dass du jetzt die schriftliche Version veröffentlichst! Ich lese auch lieber als zuzuhören. Ist für mich einfacher und es bleibt mehr hängen.
    Super! :-)

  8. #8 Kyllyeti
    22. Mai 2015

    @Theres

    ich bin nämlich immer noch erst bei Folge 45

    Mach dir nichts draus.

    Also, ich sag den Leuten in solchen Fällen einfach, dafür seien relativistische Effekte  verantwortlich.

    😉

  9. #9 Florence
    22. Mai 2015

    Vielen Dank für das Transkript!
    Ich kann mich meinen Vorpostern in allen Punkten anschließen.

  10. #10 Schrompf
    22. Mai 2015

    Jetzt wollte ich extra noch hier kommentieren, weil ich vermute, dass Du die GooglePlus-Kommentare nicht verfolgst. Aber ich sehe gerade an den Vorkommentatoren, dass es nichts mehr zu sagen gibt :-)

    “Danke für die Transkription! Du musst jetzt nicht alle bisherigen Folgen vertexten, aber da ich vermute, dass Du vorher eh einen Textentwurf der Folge schreibst, finde ich es prima, wenn Du den mit veröffentlichst.”

  11. #11 Ronny
    22. Mai 2015

    das mit dem Transkript ist ne super Sache. So kann ich das auch auf der Arbeit lesen. Kopfhörer im Ohr würden hingegen wohl auffallen ,-)

  12. #12 Ilse
    22. Mai 2015

    Grandios! Bin dir unendlich dankbar für diesen Arbeitsaufwand. Habe zwar alle deine Podcasts auf dem mp3 player, bin aber ein eher visueller Typ. Doppelt hält halt besser. :-))

  13. #13 eh i
    22. Mai 2015

    Das Phänomen der Erosion ist auf der Erde ganz normal. Wind und Wetter verändern langsam aber sicher und beständig die Welt. Der Boden wird abgetragen und selbst ganze Gebirge verschwinden im Laufe der Jahrmillionen durch den Einfluss von Wasser, Wind oder Gletschern. Küstenlinien verändern sich durch die Brandung der Meere und Flüsse spülen große Schluchten und Canyons in die Landschaft.

    es geht auch viel schneller siehe … der Ausbruch des Mount Saint Helens 1980
    http://cxflyer.com/documents/document.php?id=70&did=123

  14. #14 DAD
    22. Mai 2015

    Ich schließe mich an. Finde ich auch prima. Auch wenn ich die Sternengeschichten gerne beim Autofahren höre.

  15. #15 Aginor
    22. Mai 2015

    Ja! Bitte weiter transkribieren! Ich komme so selten zum hören oder anschauen von Podcasts, Videos etc, aber einen Text lesen kann ich sehr schnell und zwischendurch.
    Danke! :)

  16. #16 CC-103
    22. Mai 2015

    Die Transkription ist auf jeden Fall eine gute Idee, ich würd’s befürworten :)

  17. #17 Volker
    22. Mai 2015

    super Idee mit der Transkription! Ich war schön öfter in der Situation, dass ich dachte ‘das hast Du doch schonmal bei den Sternengeschichten gehört, wie war das denn nochmal?’ Im Text kann man viel schneller mal nachschauen, als beim Podcast.

  18. #18 Florian S.
    22. Mai 2015

    Transkription finde ich ebenfalls super. Braunschweig aus Post #2 hat den Grund bereits genannt.

  19. #19 Florian Freistetter
    22. Mai 2015

    Im Prinzip hab ich ja für alle Podcast-Folgen Skripte, die ich zur Vorbereitung geschrieben habe. Aber die sind alle nur für den privaten Gebrauch und deswegen noch voll mit dem üblichen Tipp- und Rechtschreibfehlern komplett unredigierter Texte. Wenn ich irgendwann mal GANZ viel Zeit übrig habe, werde ich die alle aufarbeiten und dann bei den alten Folgen einstellen (bzw. vielleicht auch ein eigenes Podcast-Archiv mit Transkripten irgendwo aufbauen). Aber “GANZ viel” Zeit werd ich wohl erst in der Rente haben (die ich mir als Selbstständiger aber ja sowieso nicht leisten kann…)

  20. #20 bikerdet
    22. Mai 2015

    @ Florian :
    Auch ich finde die Transkription toll. So toll, das ich Dir gerne helfen würde. Ich stelle mir das so vor :
    Du schickst mir 5 – 10 Folgen. Ich höre mir die Podcastfolgen an und korrigiere zeitgleich den Text. Sollten sich Zusammenhänge weder aus Text noch Ton erschließen, würde ich nachfragen.
    Danach bekommst Du die fertigen Texte zurück und kannst sie nach und nach einstellen.

    Sollten sich auch der Eine oder Andere hier anschließen, ließe sich die Aktion sehr zeitnah durchführen.

  21. #21 Florian Freistetter
    22. Mai 2015

    @bikerdet: So kompliziert muss das gar nicht sein. Es geht nur um einen Haufen Textdateien, in denen Tippfehler, Rechtschreibfehler und die Formatierung korrigiert werden müssen. Da muss man gar nicht extra die Folgen nachhören o.ä.

  22. #22 werner67
    22. Mai 2015

    +1, LIKE, oder wie das heute so heisst ;-).

  23. #23 bikerdet
    22. Mai 2015

    @ Florian :
    Ja, okay, dann ist es ja noch enfacher.
    Also, mein Angebot steht.

  24. #24 Florian Freistetter
    22. Mai 2015

    @Bikerdet: Gibts vielleicht ein Tool, wo ich den ganzen Krempel einfach irgendwo hochlade und wo dann jeder der Lust/Zeit hat die Dateien bearbeiten kann?

  25. #25 Braunschweiger
    22. Mai 2015

    @Florian: Im Prinzip ein beliebiger Speicherort in der Cloud oder so etwas wie “pastebin”; es müssten dann nur noch Links dorthin bereitgestellt werden. Hat aber den Nachteil, dass im Prinzip einjeder drauf zugreifen kann und auch mehrere Bearbeiter gegeneinander arbeiten könnten.

    Etwas komplizierter sind Datei- und Versionsverwaltungssysteme mit Check-Out / Check-In, die aber mehr Koordination ermöglichen. Vielleicht hat jemand eine konkretere Idee dazu…

  26. #26 PDP10
    22. Mai 2015

    @Braunschweiger:

    ” Vielleicht hat jemand eine konkretere Idee dazu…”

    Sysadmin Regel #1: Keep it simple and stupid.

    Der Use-Case ist hier ja nicht kollaborativ ein Dokument zu erstellen, sonder ein vorhandenes einfach hinsichtlich Orthographie und vielleicht ein bischen bezüglich verdrehten Sätzen zu “glätten”.

    Da über Versionsverwaltung oder Datenablage im Internet nachzudenken ist Overkill.

    Das einfachste wird sein, wenn ein paar Leute “hier” sagen und Florian dann die Transkripte geeignet aufgeteilt per Mail verschickt und korrigiert zurück bekommt.

    BTW:

    Ich finde die Idee mit den Transkripts super!
    Ich bin nur ein gelegenheits Podcast Hörer und daher kommt mir das sehr entgegen.

    Da das hier schon sehr viele angemerkt haben:

    @Florian:

    Das ist kein Grund sich vom Format des Podcasts zu verabschieden!
    Es gibt genug Leute (da gabs vor einiger Zeit auch eine Diskussion zu) die sich hier früher schon zu Wort gemeldet haben und angemerkt haben, dass sie fast ausschliesslich deine Podcast hören.
    Das ist also ein Kanal, der sich mit dem Blog offenbar sehr gut ergänzt!

  27. #27 bewitchedmind
    23. Mai 2015

    @Florian: “Wenn ich irgendwann mal GANZ viel Zeit übrig habe, werde ich die alle aufarbeiten.” Ich nehme an, dein Budget hat auch keinen Spielraum, das auszulagern? Ich kenne da *hust* eine gelernte Redakteurin, der es manchmal auch beim Lesen hier in den Korrekturfingern juckt und die einen Fanrabatt einräumen würde. 😉

  28. #28 Braunschweiger
    23. Mai 2015

    @PDP10: Ja genau, KISS ist auch eine BWL-Regel. Wobei man ja von Gunter Dueck lernen kann, dass BWL-er möglicherweise ein Rad abhaben… aber das steht auf einem anderen Blatt.

    Folglich lautet dir einfachste Empfehlung für Florian, wie oben schon iwo steht: Texte einzeln per Mails verschicken und genauso zurückbekommen.

    Wobei meine ganz simple Idee dazu noch wäre, einfach alles als “Florians unredigierte Rohskripte” zu veröffentlichen.

  29. #29 Hans
    23. Mai 2015

    Ja genau, KISS ist auch eine BWL-Regel. Wobei man ja von Gunter Dueck lernen kann, dass BWL-er möglicherweise ein Rad abhaben…

    Wo hat er dass denn behauptet? – In seinem Blog oder in einem seiner Bücher?

  30. #30 Kyllyeti
    23. Mai 2015

    Das einfachste wird sein, wenn ein paar Leute “hier” sagen

    na dann …

    “hier!”

  31. #31 Lutz Donnerhacke
    23. Mai 2015

    Hier!

    Außerdem findet man dann endlich mal die Texte auch per Suchmaschine

  32. #32 Mafl
    23. Mai 2015

    Hier!
    Auch eine Möglichkeit, mal was zurück zu geben.

  33. #33 Alderamin
    23. Mai 2015

    Auch ‘hier!’ Krautfanding :-)

    Man kann vom Gehörten abtippen, aber einfacher und schneller ginge es mit einer schriftlichen Vorlage.

  34. #34 Braunschweiger
    23. Mai 2015

    @Hans: KISS (Keep It Simply Stupid) als mögliche BWL-Regel habe ich aus anderer Quelle als “Wild Dueck” gefolgert; möglicherweise würde er das aber auch so sagen oder hat es mal gesagt.

    Gunter Dueck habe ich zuletzt in verschiedenen Videos, z.B. hier oder hier, gesehen. Er erwähnt öfter mal, dass er auch BWL in Göttingen studiert habe, und ansonsten sieht er sich offenbar als leicht autistischen Informatiker und Mathematiker. Immer wieder lässt er durchblicken, dass Konferenzen aufgrund zwanghafter Forderungen und Vorstellungen von BWLern scheitern, während Informatiker gerne kreativ sein wollen, dafür aber angeblich nicht kommunizieren können. Der Rest ist meine Interpretation.

  35. #35 Florian Freistetter
    23. Mai 2015

    @Alle “hier”-Rufer! Ich bin immer noch unterwegs (heute noch zum Vortrag in Mannheim). Aber wenn ich Montag wieder zuhause bin, schaue ich, dass ich die Texte zugänglich mache! Vielen Dank!

  36. #36 Alderamin
    23. Mai 2015

    …am besten wird die Vergabe dann ein wenig koordiniert, damit derselbe Artikel nicht mehrfach abgetippt wird. “Jeder nur ein Kreuz!” 😉

  37. #37 Braunschweiger
    23. Mai 2015

    Ha, er (@Alderamin) hat Jehova gesagt: “Vergabe … koordiniert” — also eigentlich eine Versionsverwaltung. :-)

  38. #38 Braunschweiger
    23. Mai 2015

    Ha @Alderamin, er hat Je.ho.va gesagt: “Vergabe … koordiniert” — also eigentlich eine Versionsverwaltung. :-)

  39. #39 Hans
    23. Mai 2015

    @Braunschweiger, #34

    @Hans: KISS (Keep It Simply Stupid) als mögliche BWL-Regel habe ich aus anderer Quelle als “Wild Dueck” gefolgert; möglicherweise würde er das aber auch so sagen oder hat es mal gesagt.

    Hm… – ich kenne hauptsächlich seinen Blog nebenan bei den SciLogs, aber wenn ich so darüber nachdenke, was ich da bisher so gelesen habe, dürfte das zutreffen.
    Und was ihn selber angeht, so sieht er sich (nach dem Blog zu schliessen) wohl als Mathematiker, den es irgendwann ins Management verschlagen hat, wo er mit (für ihn) ganz neuen Marotten von Menschen konfrontiert wurde, und damit fertig werden musste.

    Manchmal, wenn ich seine Texte lese, fühle ich mich an dieses Video über ein Meeting erinnert, das auch hier irgendwo verlinkt ist, wo es eigentlich um eine kreative Idee gehen sollte. Das ganze entwickelt sich aber so, dass sich BWLer (und Juristen?) um Dinge streiten, die mit der Idee, um die es eigentlich gehen sollte, nichts zu tun haben. – Die Designerin, die die Idee vortragen sollte, kommt darin glaube ich, gar nicht zu Wort. – Genau weis ich’s aber auch nicht, weil ich es nicht zu Ende geguckt habe, denn das wurde mir irgendwann zu blöd.

  40. #40 ZeT
    23. Mai 2015

    Finde ich eine sehr gute Idee!

    Da darf auch ruhig mal eine Zeitspanne zwischen dem Video und dem Transkript liegen.

  41. #41 Benni
    23. Mai 2015

    Hier!
    :)
    Viele Hände, schnelles Ende….

  42. #42 Braunschweiger
    23. Mai 2015

    @Hans: Die TED-Talks von ihm (ich kenne die deutschen) sind jedenfalls sehens- und hörenswert. Er hat einen so anderen und bescheidenen Sprechstil. Und er drückt immer wieder dieselben und auch die genannten Ideen aus.
    Und jetzt sehe ich das erst…

    @myself: KISS = Keep It Stupid(ly) Simple oder Stupid & Simple.

    #37 + #38 : Wieder so ein Fall, wo das System kommentarlos alles verschluckt und viiiiel später plötzlich wieder weiß, was man geschrieben hat. Wohl der Alternativfall von “…wird moderiert”.

  43. #43 Rose
    Stuttgart
    24. Mai 2015

    Ich hab mir selber schon einige Folgen transkribiert, weil ich es super nützlich finde, im Nachhinhein nochmal über das Thema zu fliegen. Ach, ist das mühsam!!!!! Und deshalb hänge ich hoffnungslos hinterher. Es wär toll, wenn es die Transkriptionen fertig gäbe!!! Juhu!!!!! und DANKE!!!!!

  44. #44 Florian Freistetter
    24. Mai 2015

    Weil wir hier gerade eh schon bei der Podcast-Bürokratie sind, nutze ich die Gelegenheit für ein öffentliches Brainstorming: Ich möchte gerne meine Podcasttätigkeit erweitern und ähnlich wie bei meinem Gespräch hier http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/?p=18765 regelmäßig mit Forscherkollegen über ausgewählte aktuelle astronomische Arbeiten plaudern. Ich möchte diese neue Podcast-Serie aber nicht in die Sternengeschichten integrieren; die sollen so bleiben, wie sie jetzt sind und auch genau in diesem Format weiterlaufen. Ich brauche also einen neuen Namen für den neuen Podcast aber bei sowas bin ich ja immer enorm unkreativ (meine ganze Kreativität ging damals schon für “Astrodicticum Simplex” drauf…). Hat jemand Vorschläge, wie so ein Podcast heißen könnte, in dem ich mit echten Astronomen über echte und aktuelle Forschung spreche; auf einem verständlichen Niveau, das aber vielleicht nicht ganz so fundamental ist wie die Sternengeschichten? Mir fällt da irgendwie gar nix ein (schön wärs auch, wenn man im Titel trotzdem eine Verbindung zu den Sternengeschichten erkennen könnte…)

  45. #45 Tina_HH
    24. Mai 2015

    Sternengespräche

  46. #46 Florian Freistetter
    24. Mai 2015

    @Tina: Siehst du, genau so etwas habe ich mir vorgestellt. Aber trotzdem ich da schon lange drüber nach denke, ist mir das nicht eingefallen…

  47. #47 Veit
    24. Mai 2015

    Hallo Florian,
    denk Dir nix, ich bin auch unkreativ.
    Wenn Du einfach “Sternengeschichten Aktuell” oder “Sternengeschichten Talk” nimmst? OK, “Sernengeschichten am Sonntag” könnte Ärger mit Springer geben.
    Veit

  48. #48 ZeT
    25. Mai 2015

    Ich kann zwar kein Latein, aber warum hängst du nicht einfach hinter das Astrodicticum ein Colloquium hin

    “Astrodicticum Colloquium”

    Klingt doch auch nicht so uninteressant. ^^

  49. #49 Lehsen stadt schraiben
    Vietnam
    25. Mai 2015

    Die Transkription ist ein echter LIchtblick! Endlich wieder diagonal lesen koennen! Endlich wieder auf dem beinahe ersten Blick erkennen, was mich interessiert! Endlich wieder zweimal lesen, wenn ich’s beim ersten Mal nichts verstand – und das schon beinahe revolutionaer mit einer simplen Bewegung der standardmaessig vorhandenen Augaepfel (iSee)! Und endlich kein Aergern mehr mit stotternden Streams oder (deswegen) dem Zwang zum Download! Back to the future!

  50. #50 Florian Freistetter
    25. Mai 2015

    @Lehsen: “Und endlich kein Aergern mehr mit stotternden Streams oder (deswegen) dem Zwang zum Download! Back to the future!”

    Warum so verärgert über Podcasts? Es ist ja nicht so, als gäbe es in meinem Blog ansonsten NICHTS zu lesen… Mein Podcast ist ein zusätzliches Angebot und es gibt sehr, sehr viele Leute, die eben lieber Geschichten hören als zu lesen. Und es gibt auch viele – zB mich – die beides gerne tun. Wenn ich jetzt zum Beispiel gleich eine Runde joggen gehe, dann werde ich mir dabei einen Podcast anhören und mich darüber freuen, dass ich auch während des Laufens interessante Geschichten über Wissenschaft anhören kann. Es lebe die Zukunft!

  51. #51 Gegenschein
    Sternenpark Rhön
    17. Juni 2015

    Hallo Florian, vielen Dank für die Transkripte. Das ist super, damit sich das Gehörte noch vertiefen kann. Ich habe schon echt viel durch die Sternengeschichten gelernt und kann nun noch nachlesen. Das ist klasse. Danke dafür. Und dennoch bleibe ich beim Hören und habe Dich so gut wie jede Nacht im Ohr.

  52. #52 Gegenschein
    Sternenpark Rhön
    17. Juni 2015

    Nochmal: Ich finde beide Sachen megaklasse. Und ich würde mich sehr freuen, wenn die alten Folgen – die ich übrigens auch noch oft höre – auch schriftlich vorlägen. Ich habe mich auch immer gewundert, wie du das mit den Podcasts so flüssig machst. Das ist super, was du da machst. Ich danke dir von Herzen und die Sterne über der Rhön auch, denn du bringst sie den Menschen wieder näher.

  53. #53 Anderer Michael
    14. Februar 2016

    Sehr geehrter Herr Freistetter,
    die Idee mit der Transkription finden wir sehr gut. Gelegentlich nutze ich Ihre Sternengeschichten als Geschichtenersatz(Märchen wäre vollkommen verkehrte Bezeichnung) um meinen Sohn abends etwas zu beruhigen. Er hört sehr aufmerksam zu, wenn der Text vorhanden ist, kann ich viel besser offene Fragen (soweit mir möglich) klären. Deswegen danke für Ihre Bemühungen. Wenn die vorherigen Folgen nach und nach schriftlich vorlägen, wäre super. Vielleicht auch mal als Buch.(Geburtstagsgeschenk für Sohn) Die Kombination von Schrift und Sprache hat etwas besonderes, wobei mir der der niederösterreichische Sprachklang wohlgefällig im Ohr klingt. Ich denke diesen brauchen Sie wirklich nicht zu verstecken.

  54. #54 Florian Freistetter
    15. Februar 2016

    @Anderer Michael: Danke für das Lob! Und viele Grüße an den Sohn! Sollte ich irgendwann mal die Zeit finden, werde ich auch die früheren Folgen transkripieren…