Eine sehr beliebte Frage zur Astronomie” beschäftigt sich mit der Rotation der Planeten: Warum rotieren die Planeten um ihre Achse? Gerne auch erweitert um: Gibt es einen Grund, warum sie mit der Geschwindigkeit rotieren mit der sie es tun? Und: Muss jeder Planet/Himmelskörper rotieren?. Das sind interessante Fragen, die ich deswegen heute kurz erläutern will.

Zuerst einmal ist alles flach; so wie die Ringe des Saturn (Bild: NASA/JPL/SSI)

Zuerst einmal ist alles flach; so wie die Ringe des Saturn (Bild: NASA/JPL/SSI)

Eine kurze Antwort auf die Frage nach der Ursache der Rotation würde lauten: Drehimpulserhaltung! Planeten und Sterne entstehen aus großen Wolken voller Gas und Staub. Die rotieren erstmal nicht; zumindest nicht im klassischen Sinn. Aber natürlich bewegen sich die Gas- und Staubteilchen. Alles bewegt sich, das liegt an der Gravitationskraft, die alles auf alles andere ausübt. Stillstand könnte es nur geben, wenn nur ein einziges Objekt im Universum vorhanden wäre (und dann hätte man noch das philosophische Problem zu lösen, das in diesem Fall der Begriff “Bewegung” mangels Bezugspunkt sowieso keinen wirklichen Sinn macht). Durch äußere Störungen können Staub und Gas anfangen, sich zusammenzuballen. Die Wolke wird dichter, klumpiger und es kommt zu Kollisionen. Das führt dazu, dass aus der Wolke eine Scheibe wird. Bei den Kollisionen verlieren die Teilchen Energie und ordnen sich im Laufe der Zeit alle (mehr oder weniger) in einer Ebene an. Ganz aufhören sich zu bewegen können sie nicht, das verlangt die Erhaltung des Drehimpulses. Also bilden sie eine Scheibe. Der gleiche Prozess findet in den Saturnringen statt, die ebenfalls flach sind oder auch den Sternen in Galaxien.

Jetzt haben wir also jede Menge Brocken, die einen Stern in einer Scheibe umkreisen. Auch sie kollidieren miteinander und bilden so Planeten. Dabei bleibt der Drehimpuls ebenfalls erhalten. Und da sich die Brocken vorher um den Stern herum bewegt haben, kann diese Drehung nicht einfach verschwinden und die aus den Kollisionen entstandenen Planeten drehen sich ebenfalls, diesmal um ihre eigene Achse. Das tun sie jetzt aber schneller – hier kommt der gleiche Effekt ins Spiel, den jeder kennt, der sich schon mal auf einem Bürostuhl im Kreis gedreht hat. Streckt man die Hände weit aus, dreht man sich mit dem Stuhl langsamer als wenn man sie eng an den Körper heran zieht. Auch das ist wieder die Drehimpulserhaltung: Je kompakter ein Objekt wird, desto schneller muss es sich drehen.

Mit welcher Geschwindigkeit das aber genau passiert, lässt sich nicht vorhersagen. Der Entstehungsprozess läuft chaotisch ab. Am Anfang, wenn nur jede Menge kleinere Objekte miteinander kollidieren, ist der Beitrag jedes einzelnen davon noch nicht so relevant. Aber später, wenn dann schon recht große Himmelskörper miteinander zusammenstoßen, kann sich einiges tun. Wenn ein fast fertiger Planet mit einem anderen, ebenso großen fast fertigen Planet zusammenstößt oder beide auch nur streifend aneinander vorüber ziehen, kann das massive Auswirkungen auf die Rotationsperiode haben. Je nach Richtung und Ablauf der Kollision kann die Rotation stark beschleunigt oder auch gebremst werden.

Das ist vermutlich der Grund für die seltsame Rotation der Venus. Im Gegensatz zu fast allen anderen Planeten des Sonnensystems rotiert sie retrograd. Das heißt, dass sie sich nicht in der gleichen Richtung um ihre Achse dreht, in der sie sich auch um die Sonne herum bewegt sondern genau anders herum. Und sie braucht dafür extrem lange: 243 (Erd)Tage und damit länger als die Venus für eine Runde um die Sonne benötigt! Der Venustag ist länger als ein Jahr und der Grund dafür ist vermutlich eine enorm heftige Kollision während der Entstehungsphase der Planeten.

Schematische Darstellung der Rotation der Venus während eines Umlaufs um die Sonne - die Zahlen geben die Position der Venus im Abstand von jeweils 10 (Erd)Tagen an (Bild: NASA)

Schematische Darstellung der Rotation der Venus während eines Umlaufs um die Sonne – die Zahlen geben die Position der Venus im Abstand von jeweils 10 (Erd)Tagen an (Bild: NASA)

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Kommentare (93)

  1. #1 Benny
    22. Juni 2015

    Wie sieht es bei Gasplaneten genau aus? Gibt es da auch eine differentielle Rotation wie bei der Sonne? Rotiert der Kern schneller als die Hülle?

  2. #2 phunc
    22. Juni 2015

    Hat man eigentlich eine Idee, was die Ausrichtung der Scheibe im Raum beeinflusst, wenn es zur Scheibenbildung kommt? Aus einer “Kugel” wird ja eine “Fläche”, aber diese “Fläche” kann sich ja irgendwie im Raum orientieren. Ist das einfach Zufall oder hat man eine Vermutung ob es einen Mechanismus gibt der das beeinflusst?

  3. #3 Snofru
    22. Juni 2015

    “Deine” Definition von Venus-Tag finde ich etwas seltsam. Es ist eine 360 Grad Rotation von außen her betrachtet. Würde man sich aber auf der Venus befinden (z.B. an der Stelle wo das Kreuz ist), dann wäre ein Venustag nur etwa 120 Erdtage (Sonnenaufgang bei 30 und 150).

    Mir ist schon klar, dass man da natürlich verschiedene Definitionen haben kann/muss. Aber wir definieren auf der Erde ja auch einen Tag nach dem Stand der Sonne am Himmel.

  4. #4 Crazee
    22. Juni 2015

    Das ist die Unterscheidung zwischen Sonnentag, Sternentag und Siderischem Tag.

    Florians ist der siderische, Deiner der Sonnentag.

  5. #5 Karsten
    22. Juni 2015

    @phunc: Ohne Florian vorgreifen zu wollen – meine 2 cent sagen, dass die Gravitation entscheidet, wie sich die Scheibe ausrichtet. Sterne entstehen ja selten einzeln, sondern nahezu immer in Gruppen innerhalb von Nebeln. Man redet ja nicht umsonst vom Orion-Nebel als dem “Kreiss-Saal der Sterne” und es gibt ja auch die “Säulen der Schöpfung” als bekannte Sternentstehungsregion. (Außerdem muß ja einen Grund geben, dass die Mehrzahl der Sterne sich am Ende in Doppel- oder gar Mehrfachsternsystemen wiederfindet; dass sie relativ zeitgleich entstanden sind, ist da sicher einer der Gründe)

    Wenn dann zwei dieser jungen Sterne mehr oder weniger dicht aneinander vorbei fliegen, dann sollte es eigentlich immer einen massereicheren und einen masseärmeren geben, und die gravitative Wirkung, die beide aufeinander ausüben, könnte schon einen Einfluß auf die endgültige Ausrichtung der jeweiligen planetaren Scheiben haben – und sei es dadurch, dass der massereichere Stern in der planetaren Scheibe des masseärmeren “wildert” und etwas davon für sich abzweigt..

  6. #6 Braunschweiger
    22. Juni 2015

    @phunc, Karsten:
    Die Drehung der Staubscheibe dürfte durch den Gesamtdrehimpuls bestimmt werden. Drehung und (Bahn-)Drehipuls haben eine Achse, und die dürfte die Achse des Rotationssystems bestimmen. Das schließt nicht aus, dass externe Massen einen Einfluss auf die Bewegung und damit auf die Achse haben können.

  7. #7 Crazee
    22. Juni 2015

    Hier: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2014/11/25/durch-milliarden-lichtjahre-getrennt-und-trotzdem-verbunden-die-seltsame-ausrichtung-der-fernen-quasare/
    hat Florian etwas über die nicht zufällige Ausrichtung von Quasaren geschrieben. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass so ein Effekt auch bei Planetensystemen auftauchen könnte.

  8. #8 Narthex
    Wien
    22. Juni 2015

    Aber der Gesamtdrehpuls muss schon ganz zu Beginn dagewesen sein.
    D.h. schon in der ursprünglichen Wolke muss sich etwas (ganz gemächlich, weil ja auch riesig) gedreht haben, oder?

  9. #9 Braunschweiger
    22. Juni 2015

    @Narthex: Vermutlich ja, es gilt der Impulserhaltungssatz. Sofern es ein geschlossenes System ist; durch Einfluss von außen kann aber der Impuls vermehrt oder vermindert werden. Ich gehe mal davon aus, ohne da Fachmann zu sein, dass die Bahndrehimpulse einzelner Partikel sich vektoriell zu einem Gesamtdrehipuls des Systems addieren.

  10. #10 Artur57
    22. Juni 2015

    @Nartex

    Nicht zwingend. Habe ähnliche Prozesse mal am Computer simuliert und habe Brocken willkürlicher Größe, Richtung und Geschwindigkeit angenommen. Erstmal muss sich ein Drehsinn herausbilden: das ist wie bei der Badewanne, irgendwie fließt das Wasser ab, entweder links herum oder rechts herum. Hat man sich darauf geeinigt, müssen noch diejenigen Brocken korrigiert werden, die irgendwie schräg zur Drehachse unterwegs sind.

    Das Ganze funktioniert überwiegend durch Kollisionen. Die Mehrzahl der Zusammenstöße endet damit, dass die Überreste zum Zentrum hin fallen. Dorthin bewegen sich dann auch die Gasmassen und so verwundert es nicht, dass dort die Sonne entsteht. In unserem Sonnensystem sind 99 Prozent der Masse in der Sonne konzentriert. So viel Opfer war nötig, damit der Rest in einer Ekliptik rotiert.

    Es ist nicht notwendig, dass die ursprüngliche Anordnung einen Drehimpuls hatte. Die Körper verlieren durch ihren Fall auf das Zentrum hin an potentieller Energie. Die muss irgendwie umgesetzt werden und was bleibt da außer Rotation um die Sonne und Eigenrotation?

  11. #11 Braunschweiger
    22. Juni 2015

    @myself: Zu meiner Antwort müsste ich noch hinzufügen, dass jedes Partikel gemäß der es umgebenden Masseverteilung zum Massezentrum hin beschleunigt wird. Das ist wesentlich, und damit kann tatsächlich mit einem Gesamtdrehimpuls von Null begonnen werden.

    @Arthur57: Du hast es schon so beschrieben, also: das System verhält sich nicht wie eine inkompressible Flüssigkeit in einer Wanne mit Abfluss (der Vergleich passt schlecht), sondern wie ein kompressibles Gas. Die Unterschiede sollten sein: die durchschnittlichen Partikelabstände, die statistische Verteilung der Zeitintervalle zwischen zwei Kollisionen, die Verteilung der Relativgeschwindigkeiten und der Bewegungsrichtungen je zwei beteiligter Partikel.

  12. #12 Alderamin
    22. Juni 2015

    @Narthex

    Ein bisschen Turbulenz in der Wolke (etwa durch nahe vobeifliegende Sterne oder die Stoßwelle benachbarter Supernovae, die typischerweise den Kollaps auslösen), reicht schon. Vielleicht auch eine asymmetrische Massenverteilung.

    Außerdem geschieht das Ganze in einer rotierenden Galaxie. Was von der Zentrum nach außen fällt, ist zu schnell, was nach innen fällt, ist zu langsam für den Schwerpunkt der Wolke, das ergibt schon einen kleinen Anfangsdrehsinn.

  13. #13 Artur57
    23. Juni 2015

    @Braunschweiger

    Gase und Flüssigkeiten sollte man hier nicht als Modell nehmen, denn deren Moleküle stoßen sich ja elastisch. Hingegen Felsbrocken sind ziemlich unelastisch.

    Die Drehrichtung bildet sich wie in der Badewanne aufgrund einer “Mehrheitsentscheidung”. Wobei der Strudel in der Badewanne nur einen Freiheitsgrad hat, die Wahl der Rotationsachse beim Sonnensystem hingegen kann in drei Dimensionen frei gewählt werden. Eben die Achse, die die größte Mehrheit auf sich vereinigen kann.

    Ja, warum dreht sich der Planet üblicherweise im gleichen Sinn wie die Scheibe? Außer der Venus natürlich. Es ist so: gleich schwere Körper haben unterschiedliche Energien auf verschiedenen Umlaufbahnen. Die Summe aus potentieller und kinetischer Energie ist beim weiter außen liegenden Brocken größer. Stürzt dieser nun auf einen Planeten, so setzt er seine potentielle Energie in kinetische um, das heißt, er fliegt dann schneller als der Planet und beschleunigt diesen beim Aufprall. Aus demselben Grund bremst ein von innen kommender Körper den Planeten auf dessen Innenseite. Insgesamt gibt das eine Rotation im Sinne der Drehrichtung der Umlaufbahnen.

  14. #14 Darth Ewok
    23. Juni 2015

    was ist eigentlich der grund dafür, dass die oortsche wolke nahezu kugelförmig um die sonne herum ist. sollte die nicht auch eine scheibenform haben?

  15. #15 Florian Freistetter
    23. Juni 2015

    @Darth Ewok: Die Oortsche Wolke (http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2014/04/03/das-unbekannte-ende-des-sonnensystems-die-oortsche-wolke/) ist ja nicht ursprünglich aus der Scheibe entstanden sondern durch die chaotischen Prozesse während der Planetenentstehung bei der jede Menge Planetesimale nach außen geschleudert worden sind. Und da draußen findet viel zu wenig Interaktion statt, damit sich die Objekte irgendwann in einer Scheibe zusammenfinden könnten.

  16. #16 Erwin Anton
    23. Juni 2015

    in einem anderen Artikel wurde dargelegt, dass die gebundene Rotation das “Endstadium” wäre (etwas unglücklich formuliert).
    Wenn die Venus nun langsamer als gebunden rotiert, kann es sein, dass sie durch die Gezeitenwirkung beginnt, sich schneller zu drehen (durch die Drehimpulserhaltung müsste sich der Abstand zu Sonne ändern – oder die Drehung der Sonne – oder so was ähnliches)

  17. #17 UMa
    23. Juni 2015

    @Florian
    “Der Venustag ist länger als ein Jahr und der Grund dafür ist vermutlich eine enorm heftige Kollision während der Entstehungsphase der Planeten.”
    Das ist mir neu.
    Ich dachte immer die heutige Rotation der Venus ist durch die Gezeitenwechselwirkungen entstanden.
    Siehe z.B.:
    The four final rotation states of Venus
    Alexandre C. M. Correia & Jacques Laskar
    http://www.nature.com/nature/journal/v411/n6839/abs/411767a0.html

  18. #18 Florian Freistetter
    23. Juni 2015

    @UMa: Es gibt verschiedene Hypothesen und die mit den Gezeiten ist eine davon. Die Kollision ne andere. Genau weiß man es nicht (und wirds wohl auch nicht wissen können).

  19. #19 Alderamin
    23. Juni 2015

    @UMa, Florian

    Es gibt noch eine interessante Hypothese: Venus hatte durch eine Kollision einen Mond wie den unsrigen bekommen, der sich vom Planeten entfernte. Ein zweiter Einschlag erzeugte einen weiteren Mond, kehrte aber die Rotation um, die dann aber anscheinend viel kürzer als heute war (ich nehme an, nur so war es dynamisch möglich, dass genug Material in den Venusorbit kommen konnte, um einen Mond enstehen zu lassen). Beide Monde waren dann im Vergleich zur Rotationsrichtung von Venus retrograd, sind deswegen bald auf den Planeten gecrasht und haben dessen Rotation fast zum Stillstand gebracht. Klingt abgedreht? Habe ich von da:

    http://www.skyandtelescope.com/astronomy-news/why-doesnt-venus-have-a-moon/

  20. #20 Braunschweiger
    23. Juni 2015

    @Arthur57 #13:
    Es geht hier nicht darum, ob ein Felsbocken “unelastisch” ist, sondern darum, welche Modellierung zum Ziel führt. Zwischen den beiden entgegengesetzten Grenzmöglichkeiten des elastischen und des plastischen Stoßes geht es darum, wieviel der kinetischen Energie weitergegeben, und wieviel in Verformung etc. umgesetzt wird. Vermutlich muss man ein Mischmodell eines teilelastischen Stoßes implementieren, da es ja auch eine Form von Reibung und das Zusammenklumpen von Materie gibt (soweit es für die Modelle zutrifft).

  21. #21 Rother Uhu
    23. Juni 2015

    Hallo Floran!

    Du schreibst: „… dass aus der Wolke eine Scheibe wird.“

    Ich habe das bisher über die Planetenentstehung gelesene eher so interpretiert:

    … das ein oder mehrere Teile einer Wolke zu einer oder mehreren Scheiben kollabieren.

    Also nicht die gesamte Wolke in eine Scheibe zusammenfällt. Was meinst du dazu?

    Gruß Peter

  22. #22 Alderamin
    23. Juni 2015

    @Rother Uhu

    Du liegst richtig, eine Molekülwolke fragmentiert in viele kleine Bok-Globulen (Verdichtungszonen), die dann sogenannte Herbig-Haro-Objekte bilden (dort kollidieren die Jets neugeborener Sterne mit dem umliegenden Material) die schließlich zu Sternen eines gemeinsamen Sternhaufens werden.

  23. #23 UMa
    25. Juni 2015

    @Florian:
    Unabhängig, was in der Anfangszeit des Planeten passiert ist, bremsen die Gezeitenkräfte die Rotation in einen solchen Endzustand ab. Wir beobachten einen solchen Endzustand bei der Venus. Die Frage ist nur, ob die Zeit dafür ausreicht, was davon abhängt, wie schnell die Venus früher rotierte.
    @Alderamin: Das mit den zwei Impakten klingt kompliziert. Ist das nötig, um die Rotation der Venus zu erklären?

  24. […] Frage 040: Warum rotieren die Planeten so um ihre Achse wie sie es tun? […]

  25. #25 Werner Hartmann
    Neukirchen-Vluyn
    10. November 2018

    Ein paar Berechnungen zum Thema:
    https://sonnenrotation-sonnensystem.jimdo.com

  26. #26 Hans
    9. Oktober 2019

    Bitte zeigt mir mal ein Video, wo man sehen kann, dass der Drehimpuls erhalten bleibt. Ich kenne die Beispiele mit dem Kreisel, aber dieser hört auch irgendwann auf zu drehen. Mir scheint das ein Märchen zu sein, ein falsches Postulat. Der Drehimpuls im Kosmos hat m.E. andere Ursachen. Aber bitte zeigt mir wirklich einen Videolink. Oder einen wissenschaftlichen visuellen Beweis, wonach der Drehimpuls erhalten bleibt. Ehrlich gemeint. Ich denke bis jetzt, dass diese Gesetzmäßigkeit lediglich auswendig gelernt wird und weiter als Tatsache gelehrt wird.

  27. #27 PDP10
    9. Oktober 2019

    @Hans:

    Ich kenne die Beispiele mit dem Kreisel, aber dieser hört auch irgendwann auf zu drehen.

    Weil die Energie die in der Drehung steckt sich mit der Zeit durch Reibung in Wärme umwandelt.

    Die Erhaltung des Drehimpulses ergibt sich direkt aus der Isotropie des Raumes. Noether-Theorem.

    Bitte beachte: Auch hier gilt wieder: Dass du etwas nicht verstehst bedeutet nicht automatisch, dass es falsch ist. Es könnte auch einfach bedeuten, dass du es nicht verstanden hast.

  28. #28 Hans
    9. Oktober 2019

    @PDP10
    Stimmt grundsätzlich, was du im letzten Absatz schreibst. Doch was ist hierzu zu sagen: https://de.wikipedia.org/wiki/Zentralkraft

    “… so dass eine Planetenbahn nicht genau durch die Bewegung im Schwerefeld der Sonne erklärt werden kann.
    Hier der gesamte Abschnitt:
    “näherungsweise das Sonnensystem: Näherungsweise kann die Bewegung der Planeten im Sonnensystem als Bewegung im Gravitationsfeld der Sonne betrachtet werden. Die Körper im Sonnensystem haben jedoch selbst Gravitationsfelder und stören damit die Bewegung der anderen Körper, so dass eine Planetenbahn nicht genau durch die Bewegung im Schwerefeld der Sonne erklärt werden kann.”

    Hiernach, unter:
    http://www075.zimt.uni-siegen.de//vorles.htm
    “Jede kontinuierliche Symmetrie eines physikalischen Systems führt zu einer Erhaltungsgröße. Erhaltungsgrößen vereinfachen die Lösung physikalischer Probleme oft wesentlich.
    Viele Naturgesetze können in der Form eines Variationsprinzips angegeben werden. Physiker favorisieren eine solche Formulierung, weil sie besonders einfach ist und die Symmetrien in durchsichtiger Weise widerspiegelt. Auf der Grundlage einer solchen Formulierung drückt das Noether-Theorem den Zusammenhang zwischen Symmetrien und den zugehörigen Erhaltungsgrößen in großer Allgemeinheit aus.”
    …hiernach wird dieses Theorem lediglich favorisiert.

  29. #29 PDP10
    9. Oktober 2019

    @Hans:

    “Physiker favorisieren eine solche Formulierung, [in der Form eines Variationsprinzips] weil sie besonders einfach ist und die Symmetrien in durchsichtiger Weise widerspiegelt. ”

    Es ist eine bestimmte Art und Weise ein Problem zu formulieren, die favorisiert wird.

    Am Noether-Theorem gibt es nichts zu “favorisieren”.

    Was der Absatz aus dem Artikel über Zentralkräfte mit deiner Behauptung zu tun hat, dass so etwas wie Drehimpulserhaltung nicht existiert, erschließt sich mir nicht.

  30. #30 Hans
    9. Oktober 2019

    Das Noether-Theorem selbst wird favorisiert. Die Isotropie des Raumes (Weltraum) erlaubt leider keine Beweisführung. Es bleibt alles ein Theorem.
    Hier gibt es eine Feststellung von jemanden, der etwas zur Diskussion stellt: https://www.physikerboard.de/topic,39294,-vertraeglichkeit-von-noether-theorem-und-eichtransformationen.html
    Er schreibt z. B. in Vorbereitung zu seiner mündlichen Prüfung einige Formeln auf und dann folgendes “und ich kann daraus nach dem Noether-Theorem keine Impulserhaltung folgern”.

  31. #31 PDP10
    9. Oktober 2019

    @Hans:

    Das Noether-Theorem selbst wird favorisiert.

    Nein. Lies bitte, was da steht.

    “und ich kann daraus nach dem Noether-Theorem keine Impulserhaltung folgern”.

    Der hat bloß Probleme mit einer Übungsaufgabe. Er kriegt halt nicht raus, was raus kommen sollte.
    Wenn du verstehen würdest was da steht und was die Antworten weiter unten bedeuten hättest du das auch wissen können.

  32. #32 PDP10
    9. Oktober 2019

    @Hans:

    Was hat jetzt der oben von dir zitierte Absatz aus der Wikipedia mit der Impulserhaltung zu tun?

  33. #33 Hans
    9. Oktober 2019

    Bezieht sich auf die Aussage von dir: “ergibt sich direkt aus der Isotropie des Raumes”
    Das noch ungelöste Rätsel bezüglich des Schwerefelds der Sonne, was nur einen Teil innerhalb der Isotopie des Raumes abbildet, siehe oben, spielt da mit hinein bei meiner Überlegung. Die Sache mit der Übungsaufgabe könnte jedoch auch einen Hinweis enthalten, dem genauer nachzugehen. Wenn du das getan hast und den Denkfehler direkt ausgemacht hast, ist es ja okay. Hast du?

  34. #34 Hans
    9. Oktober 2019

    Ich denke, die Tatsache, dass die Rotationen so exaltkt ablaufen eines jeweiligen kosmischen Körpers und über Jahrmiliarden derart exakt bleiben, lassen sich mit der Erklärung, wie sie üblich ist, nicht wirklich zufriedenstellend vereinbaren. Ich denke, da spielt noch zusätzlich etwas anderes, eine andere Kraft gravierend mit hinein. Z. B. Elektromagnetismus über, bewegte Stabmagnetsysteme resultierend, weil man doch gemäß erst relativ jungen Forschungen diese Kaftfelder entdeckt, die sich über hunderte Millonen Lichtjahre erstrecken. Bei einem Stabmagneten, wie ihn die Erde hat, aber auch Pulsare und Galaxien usw. kann man sich auch logischerweise die Lorenzkraft vorstellen. Diese Kraft kann ebenfalls für exakte Abstandhaltung sorgen (abstoßend) zwischen den Körpern und Systemen. Und zeitlich veränderter Magnetismus hat was zur Folge?
    “Das gravitomagnetische Feld der Erde
    Das elektrische Feld einer geladenen Kugel hat dieselbe mathematische Form wie das Gravitationsfeld der Erde. Wenn eine geladene Kugel rotiert, dann erzeugt sie zusätzlich ein Magnetfeld. Die rotierende Erde erzeugt ein analoges gravitomagnetisches Feld. In beiden Fällen erzwingt das Relativitätsprinzip die Existenz der zusätzlichen (magnetischen, gravitomagnetischen) Effekte. Die Theorie, mit der das gravitomagnetische Feld berechnet werden kann, ist Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie.”
    Zitat aus:
    http://www075.zimt.uni-siegen.de//vorles.htm

  35. #35 PDP10
    9. Oktober 2019

    @Hans:

    Im Zitat aus der Wikipedia steht:

    Die Körper im Sonnensystem haben jedoch selbst Gravitationsfelder und stören damit die Bewegung der anderen Körper, so dass eine Planetenbahn nicht genau durch die Bewegung im Schwerefeld der Sonne erklärt werden kann.

    Da gehts um Störungsrechnung. Was hat das mit der Isotropie des Raumes zu tun?

    Hast du?

    Ja. Danke der Nachfrage. Ich habe sogar die Rechnungen verstanden.

    Ich weiß übrigens nicht “was dein Tankwart empfiehlt”, aber ich empfehle ein gutes Physik Buch. Eine brauchbare Einführung wie der Halliday wäre nicht schlecht.

    Wenn dich das Thema wirklich interessiert, sollte es dir die Mühe wert sein, dich mal da durch zu arbeiten.

  36. #36 PDP10
    9. Oktober 2019

    @Hans:

    Ich denke, da spielt noch zusätzlich etwas anderes, eine andere Kraft gravierend mit hinein.

    Nein.

  37. #37 PDP10
    9. Oktober 2019

    Schon wieder einer, der mit dem Bullshit mit dem “Elektrischen Universum” ankommt *schnarch*

    … hats da gerade wieder eine Werbekampagne vom “Safire Projekt” bei YT gegeben?

    Oder was ist da los?

  38. #38 PDP10
    9. Oktober 2019

    @Hans:

    Nochmal:

    Kauf dir ein gutes Physik Buch zur Einführung und arbeite das durch. Der Halliday oder ähnliche Einführungsbücher kosten unter 50 Euronen und das ist gut investiertes Geld.

    Wenn du nämlich einigermaßen verstanden hast, was da drin steht, bewahrt dich das davor tausende oder zehntausende Euronen in Bullshit zu investieren, der von Betrügern bei YT verbreitet wird.

  39. #39 Hans
    10. Oktober 2019

    Die Bahn von Planeten um z. B. die Sonne wird mitbestimmt durch die Rotation um die eigene Achse der Planeten. Somit spielt die Sache mit dem Drehimpuls in Verbindung mit den beschreibenden Bahnen eine Rolle. Der Drehimpuls und seine Erhaltung dürfte demnach…., wie es erklärt wird, ja eigentlich keinen Störfeldern ausgesetzt sein, wenn er bei den Rotationen solch eine Exaktheit an den Tag bringt über Milliarden von Jahren. Da es aber Störfelder gibt wie oben beschrieben, passt dies nicht damit zusammen, dass jenes Noerther-Theorem die passende Erklärung für die Drehimpulserhalung sei. Die auch von dir genannte bestimmte Isotropie des Raumes, welche Voraussetzung beim Noerther-Theorem ist, müsste also überall gleiche Bedingungen zeitigen und dies ist jedoch gerade durch hier und da aufkommende Störfelder nicht mehr möglich, indem diese Einfluss nehmen auf die Isotropievoraussetzung. Irgendwelche Planeten oder andere Körper würden in Mitleidenschaft gezogen werden und die Irritationen würden sich übertragen auf Nachbarn in deutlichem Ausmaß, wobei der Drehimpuls das Gewicht dieser Störungen mitbekäme. Da aber die Periodizität im Weltraum als kolossal zuverlässig zu beobachten ist, passt das nicht mit dem eben Genannten zusammen. Während hingegen im Bereich des Elektromagnetismus (ich vertrete nicht die Theorie des Elektrischen Universums, sondern denke eigenständig nach) man sich mathematisch genau auf die zeitlichen Abläufe verlassen kann und mit ihm eine der stärksten Kräfte gegeben ist. Sobald dort Störfelder auftreten, wird Elektromagnetismus damit werden und fängt so etwas mit Leichtigkeit auf und kann es wieder zum Ausgleich bringen. Dies mithilfe der abstoßenden Kraft, die sich 90 Grad zu den Stabmagneten bewegt und stets Stoßwellen aussendet. Diese stoßen nicht ins Leere, sondern stoßen sämtliche Nachbarn stetig an, zum Rotieren und werden selbst angestoßen. Das wäre die Antigravitation, Stoßen statt Anziehen. Dass es diese über hundert Millionen Lichtjahre sich erstreckenden Magnetkraftfelder gibt, lässt dich kalt, oder wie? Die Forscher jedenfalls staunen, seit sie dies feststellten über die Maßen. Und die sollen nach deiner Ansicht so gar keinen Einfluss haben oder wie? Obwohl mit Magnetkraftfeldern, sobald es sich um zeitlich verändernden Magnetismus handelt, also um quasi bewegte Stabmagnete, so viel Energie einhergeht?

  40. #40 Captain E.
    10. Oktober 2019

    @Hans:

    Wie kommst du denn auf diese eigenartige Vorstellung, die “Periodizität im Weltraum als kolossal zuverlässig” anzusehen? Im Gegenteil ändert sich alles ständig, nur lässt sich das in unserem Zeitrahmen natürlich nur schwer vorstellen.

  41. #41 PDP10
    10. Oktober 2019

    @Hans:

    Da aber die Periodizität im Weltraum als kolossal zuverlässig zu beobachten ist, passt das nicht mit dem eben Genannten zusammen. Während hingegen im Bereich des Elektromagnetismus (ich vertrete nicht die Theorie des Elektrischen Universums, sondern denke eigenständig nach) man sich mathematisch genau auf die zeitlichen Abläufe verlassen kann und mit ihm eine der stärksten Kräfte gegeben ist.

    Dann rechne mal vor:

    Wie ergeben sich die Keplerschen Gesetze aus diesen Hypothesen?

  42. #42 PDP10
    10. Oktober 2019

    @Hans:

    Dies mithilfe der abstoßenden Kraft, die sich 90 Grad zu den Stabmagneten bewegt und stets Stoßwellen aussendet.

    Es gibt keine “Kraft, die sich 90 Grad zu den Stabmagneten bewegt”. Kräfte wirken, aber “bewegen” sich nicht.

    Bitte, bitte kauf dir ein Physik Buch!

    Dass es diese über hundert Millionen Lichtjahre sich erstreckenden Magnetkraftfelder gibt,

    So etwas gibt es auch nicht. Schon “Magnetkraftfelder” gibt es nicht. Was soll das sein?

    Natürlich bewegen sich immer und überall elektrisch geladene Teilchen im Universum.

    Leider hat das Feld, dass bewegte, elektrisch geladene Teilchen erzeugen aber nichts mit “Stabmagneten” zu tun. Bewegte Ladung erzeugt magnetische Wirbelfelder. Die Feldlinien sind in sich geschlossen.

    Was übrigens die Stabmagneten angeht:

    Würde man mal für einen Moment ernst nehmen, dass die Kräfte mit Fernwirkungen erzeugen, kommt das auch nicht hin. Denn das wären Dipol-Kräfte. Diese wirken aber mit dem Reziproken der 4. Potenz des Abstands. Anders als Gravitationskräfte. Die wirken mit dem Reziproken der 2. Potenz des Abstands.

    Wenn das so wäre, wären alle unsere Beobachtungen über die Bewegung der Planeten in Sternensystemen und Bewegung von Sternen in Galaxien und so weiter schlicht falsch. Dh. das könnte man sehen!

    Deswegen frage ich immer nach den Keplerschen Gesetzen. Und? Hast du das inzwischen ausgerechnet?

  43. #43 Hans
    11. Oktober 2019

    “Es gibt keine ´Kraft, die sich 90 Grad zu den Stabmagneten bewegt`. Kräfte wirken, aber “bewegen” sich nicht.”
    Ja gut, Kräfte wirken und bringen etwas anderes zum Bewegen.
    Ja gut, es sollte “Magnetfelder” heißen, anstatt Magnetkraftfelder. Jedenfalls scheinst du davon noch nichts zu wissen, was z. B. das Max Planck-Institut veröffentlicht hat und viele TV-Sendungen und Videos seit Monaten nicht selten zeigen: https://www.mpifr-bonn.mpg.de/pressemeldungen/2017/4

    Überschriften: “Gigantische Magnetfelder im Universum”
    und
    “Radioteleskop Effelsberg beobachtet magnetische Strukturen mit Millionen von Lichtjahren Ausdehnung”

    Viel Freude beim Lesen. Ich habe auch erst vor wenigen Monaten davon erfahren. Es ist ein junges Forschungsgebiet.

    Die Lorenzkraft reagiert bei jedem Stabmagnet 90 Grad von ihm abgehend, sobald die Voraussetzung dafür gelegt wurde. In der Schule lernen wir einfach die Sache mit der Kupferlitze usw., wo durch sie Strom fließt und die Lorentzkraft in dem Hufeisenmagnet zum Vorschein kommt. Doch da es im Universum nicht nur solche ruhig auf einem Tisch liegende “Stabmagnet-Systeme” gibt, siehe Artikel vom Max-Planck-Institut und denke nur mal an den Stabmagnete der Erde), wie wir sie uns vorstellen, dass sie irgendwo ruhig und still auf dem Tisch oder in der Schublade rum liegen, sondern dass es sich im Kosmos ausschließlich oder nahezu nur um BEWEGENDE und bewegte Stabmagnete handelt, weil jede Galaxie, jeder Stern, jeder Planet usw. sich in Bewegung befindet (und in welch schneller! sogar), auf ihren Bahnen und periodisch wiederkehren (z. B. Saturn alle 29,5 Jahre oder die Milchstraße rotiert alle 200 Millionen Jahre einmal im Kreis usw.), könntest du, wenn du willst, neu darüber nachdenken, dass es sich um zeitlich veränderten Magnetismus handelt und nicht wie bei den ruhig liegenden Magneten um konstanten Magnetismus. Ob du nun den Magneten bewegst oder die Litze, ist egal, solange wie durch die Litze Strom fließt. Auf jeden Fall sind wir uns doch einig, dass z. B. der Stabmagnet der Erde ein sich bewegender ist, ein rotierender. Und dann übertrage das auf alle rotierenden und Bahn beschreibenden Körper, die in den verschiedensten Winkeln zueinander wirken. Und dann denke an die Stoßkräfte, die von sich einander abstoßenden Magneten bekannt ist.

  44. #44 Hans
    11. Oktober 2019

    @Captain E.

    Habe ich mich wieder verkehrt ausgedrückt? Aber du weißt doch vielleicht trotzdem, was ich meine?
    Ich meinte das damit:
    “Die Umlaufzeit oder Revolutionsperiode ist in der Astronomie die Zeit, in der ein Himmelskörper auf seiner Umlaufbahn eine vollständige Umrundung zu einem Bezugspunkt vollführt (seinen Orbit einmal durchlaufen hat), also die Dauer einer Revolution.”
    Auszug aus Wikipedia.

  45. #45 Hans
    11. Oktober 2019

    @PDP10 vielleicht auch ganz interessant… ist erst vor einem Tag beim MMPI veröffentlicht worden: https://www.mpg.de/13959658/was-magnetare-magnetisch-macht

  46. #46 Dietmar
    Walsrode
    11. Oktober 2019

    Aber du weißt doch vielleicht trotzdem, was ich meine?

    Ja, hat jeder verstanden: Du meinst, die Umläufe um die Sonne und die Rotation der Planeten wären viel zu stabil und/oder konstant. Sind sie aber über große Zeiträume betrachtet nicht. Es gibt hier auch Artikel darüber, dass beispielsweise Gasriesen ihre Bahn verändern bzw. andere Planetenbahnen stark beeinflussen. Oder darüber, dass die gegenseitigen gravitativen Einflüsse kulminieren und auf lange Sicht unvorhersehbare Bahnverläufe haben.

    Das habe ich mir so gemerkt und kann leider nicht mit Links zu den Artikeln dienen, vor allem, weil ich mir die Mühe des Aufsuchens nicht machen will, weil ich aufgrund Deiner Argumentationsweise den dringenden Verdacht habe, dass sie vergebens ist. Aber ich will Dir wenigstens gesagt haben, dass Du da 1. nichts Neues/Besonderes/Unentdecktes/Gewaltiges oder so vorbringst und 2. das wissenschaftlich sozusagen bereits abgefrühstückt ist; ohne elektrischem Universum und so.

  47. #47 Dietmar
    Walsrode
    11. Oktober 2019

    Bahnverläufe haben

    “Haben” ist Quatsch. “Erzeugen” ist gemeint.

  48. #48 Hans
    11. Oktober 2019

    Apropos Lorentzkraft: gerade gefunden nach dem Anschauen eines Videos, wo Prof. Günter Rüdiger spricht und ich daraufhin über ihn etwas in Wikipedia nachgelesen habe:
    “Gemeinsam mit Leonid L. Kitchatinov wurde 1997 festgestellt, dass der sehr schnelle Übergang der Rotationsgesetze von Kern und Hülle der Sonne (die sogenannte Tachocline-Region) als Wirkung der Lorentzkraft verstanden werden kann, wenn im Sonneninneren ein schwaches, fossiles und unbeobachtbares Magnetfeld von wenigen Milligauß Stärke existiert”
    Ein Link führt von dort zur Dynamotheorie, wo es u. a. heißt: “Die Magnetfelder der Erde, der Sonne, sowie weiterer astronomischer Objekte, lassen sich durch die Dynamotheorie erklären. Zur besseren Unterscheidung von technischen Dynamos (elektrische Generatoren) nennt man solche Dynamos dann auch magnetohydrodynamische oder MHD-Dynamos.”

  49. #49 Dietmar
    Walsrode
    11. Oktober 2019

    @Hans: Soll das eine Randbemerkung sein oder etwas mit der Frage direkt zu tun haben?

  50. #50 Captain E.
    11. Oktober 2019

    @Hans:

    Was du tust, ist folgendes: Du schaust dir die aktuelle Forschung an und verstehst sie natürlich nicht wirklich. (Wer von uns tut das schon?) Dann deutest du all das, was renommierte Wissenschaftler heraus gefunden haben, in deinem Sinn um. Die von dir zitierten Forscher würden dir aber etwas ganz anderes erzählen.

  51. #51 PDP10
    11. Oktober 2019

    @Hans:

    Überschriften: “Gigantische Magnetfelder im Universum”
    und
    “Radioteleskop Effelsberg beobachtet magnetische Strukturen mit Millionen von Lichtjahren Ausdehnung”

    Habe ich gelesen. Und? Steht in den Artikeln irgendwas darüber, dass diese Magnetfelder die Bewegung von Planeten in Sonnensystemen oder die Bewegung von Sternen in Galaxien beeinflussen?

    Nein. Das wird wohl seine Gründe haben.

    Die Lorenzkraft reagiert bei jedem Stabmagnet 90 Grad von ihm abgehend

    Nein. Die Lorentzkraft (mit tz) wirkt auf bewegte Ladungen in einem Magnetfeld und zwar senkrecht zu den Feldlinien des Magnetfeldes. Mit Stabmagneten hat das nichts zu tun. Ausserdem ist sie eine Scheinkraft, die sich mit der speziellen Relativitätstheorie aus rein elektrischen Kräften erklären lässt. Das ist der Grund warum man von “Elektromagnetischer Wechselwirkung” spricht.

    Und dann übertrage das auf alle rotierenden und Bahn beschreibenden Körper, die in den verschiedensten Winkeln zueinander wirken. Und dann denke an die Stoßkräfte, die von sich einander abstoßenden Magneten bekannt ist.

    Nochmal: Erstens sind das Dipol-Wechselwirkungen, die nun mal nicht mit 1/r^2 gehen.

    Und abgesehen davon:

    Glaubst du ernsthaft, dass wäre Tausenden von Physikern, die sich in den letzten 300 Jahren mit Himmelsmechanik beschäftigt haben entgangen?

    Physik fängt mit Hypothesen an, die so formuliert werden müssen, dass sie sich empirisch überprüfen lassen. Und das wurden sie. Millionenfach und ständig durch Beobachtung.

    Glaubst du ernsthaft, dass diese Physiker alle zu doof sind und falsch gemessen haben?

  52. #52 PDP10
    11. Oktober 2019

    *seufz*

    Kauf dir bitte ein Physikbuch.

  53. #53 Hans
    13. Oktober 2019

    Du schreibst:
    Nein. Die Lorentzkraft (mit tz) wirkt auf bewegte Ladungen in einem Magnetfeld und zwar senkrecht zu den Feldlinien des Magnetfeldes. Mit Stabmagneten hat das nichts zu tun. Ausserdem ist sie eine Scheinkraft, die sich mit der speziellen Relativitätstheorie aus rein elektrischen Kräften erklären lässt. Das ist der Grund warum man von “Elektromagnetischer Wechselwirkung” spricht.”

    Demnach – kann ja vorkommen – hattest du vielleicht das folgende von mir weiter oben Geschriebene überflogen, wo dieser Professor vom Helmholtz-Instituts anderer Meinung ist als du:

    “Apropos Lorentzkraft: gerade gefunden nach dem Anschauen eines Videos, wo Prof. Günter Rüdiger spricht und ich daraufhin über ihn etwas in Wikipedia nachgelesen habe:
    Zitat des Professors:
    “Gemeinsam mit Leonid L. Kitchatinov wurde 1997 festgestellt, dass der sehr schnelle Übergang der Rotationsgesetze von Kern und Hülle der Sonne (die sogenannte Tachocline-Region) als Wirkung der Lorentzkraft verstanden werden kann, wenn im Sonneninneren ein schwaches, fossiles und unbeobachtbares Magnetfeld von wenigen Milligauß Stärke existiert”
    Ein Link führt von dort zur Dynamotheorie, wo es u. a. heißt: “Die Magnetfelder der Erde, der Sonne, sowie weiterer astronomischer Objekte, lassen sich durch die Dynamotheorie erklären. Zur besseren Unterscheidung von technischen Dynamos (elektrische Generatoren) nennt man solche Dynamos dann auch magnetohydrodynamische oder MHD-Dynamos.”

    Und was die Stabmagneten betrifft, hat, soweit ich mich richtig erinnere, auch Lesch das so erklärt, dass nicht nur die Erde ihren Stabmagnet hat, sondern die meisten Objekte da draußen. Geh auf die Seite der Hamburger Uni, wo sie den Stabmagneten der Erde zeigen und ihn den anderen Magnetfelder z. B. der Sonne und Planeten und Sternen gegenüber stellt. Hier: https://www.hs.uni-hamburg.de/DE/Ins/Per/Banerjee/talks/KosmischeMagnetfelder.pdf
    Überall, wo ein Magnetfeld besteht, liegt dem ein Stabmagnet-Zustand zugrunde. Dipole also oder wie bei z. B. der Sonne ein Quadropol.

  54. #54 Hans
    13. Oktober 2019

    @Dietmar
    Die Bahnstörungen betreffend, bin ich mir im Klaren, was du meinst. Gravitative Kräfte, Schwerefeldvariationen, Erdnahe Satelliten, Einfluss anderer Himmelskörper, Der Lense-Thirring-Effekt, Nicht-gravitative Kräfte wie Wechselwirkung mit der Atmosphäre u. a.
    Wenn man an die Verdrillung der Raumzeit denkt (Lense-Thirring-Effekt) stößt es mir schon auf, wenn ich dann glauben soll, dass das Noerther-Theorem passen sollte als Erklärung für den Drehimpuls und seine Erhaltung, angeblich. Das ist verständlich. Es passt aber nur zum Teil. Ich sage ja nur, dass es eines zusätzlichen Einflusses bedarf, für den Drehimpuls. Nicht das Noerther-Theorem allein ist m. E. die Erklärung.

  55. #55 Hans
    13. Oktober 2019

    @Dietmar Zu deiner Frage in Zitat 49

    Ich beziehe mich auf Zitat 42, wo PDP10 meine zuvor erwähnten 90 Grad betreffend … diese negierend beantwortet. Damit mit den 90 Grad meinte ich die Lorentzkraft. Und in Wikipedia unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Günther_Rüdiger

    steht sie ja auch beschrieben: “…….(die sogenannte Tachocline-Region) als Wirkung der Lorentzkraft verstanden werden kann,…”

  56. #56 Hans
    13. Oktober 2019

    @Captain E
    Was ich hier beschrieben habe, stammt ursprünglich nicht von mir. Ich habe ein paar Jahre gebraucht, um es zu verstehen. Eine liebe Bekannte vertritt diese Ansichten. Ich verstehe sie mittlerweile. Es passt alles und erklärt auch die dunkle Materie und mehr… Es geht über bloße Theorie hinaus. Experimentell ist etwas bewiesen worden, was demnächst wenn es klappt, veröffentlicht wird. Die Magnetfelder hatte sie voraus gesagt, bevor davon etwas bekannt war. Ich würde das nicht so weit weg schieben als Unsinn. Vielleicht sagt euch Thomas Gold etwas. Diese Frau tickt ähnlich wie er. Sie denkt synthetisch und ist äußerst kreativ drauf. Ich darf aber mehr nicht darüber berichten. Wenn es Recht ist, lassen wir es hier so stehen. Ich bedanke mich bei euch fürs Antworten. Vielleicht bis ein ander Mal. LG

  57. #57 Dietmar
    Walsrode
    13. Oktober 2019

    Ich sage ja nur, dass es eines zusätzlichen Einflusses bedarf, für den Drehimpuls.

    Nein, braucht es nicht. Es ist eine Kraft erforderlich, um die Bewegung zu bremsen, nicht sie zu erhalten.

  58. #58 Hans
    13. Oktober 2019

    @Dietmar
    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Diese hohe und höher werdende Rotationsgeschwindigkeit musste erst einmal die passenden Voraussetzungen haben, um so schnell geworden zu sein. Die bisherigen offiziellen Erklärungen reichen dafür m. E. nicht aus. Durch die vielen Bahnstörungen wäre eher Gegenteiliges zu erwarten gewesen.

    Das, was du antwortest…, darauf habe ich doch bereits hingewiesen in Verbindung mit dem Video, wo Prof. Günther Rüdiger spricht: https://youtu.be/pGQUcVJuaKs?t=42
    Videobeschreibung: Große, sich drehende Scheiben aus Staub und Gas sind der Ursprung von Planeten, Sternen und Galaxien. Forscher am HZDR haben in einem Experiment mit flüssigem Metall eine wichtige Entdeckung gemacht: In solchen Scheiben spielen Magnetfelder eine entscheidende Rolle dabei, den Drehimpuls abzubauen. Nur so können die Himmelskörper überhaupt entstehen. Ein wesentlicher Impuls für das Laborexperiment kam vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam. Dass azimuthale Magnetfelder zur Erzeugung solcher sekundärer Strömungen angenommen werden, dagegen ist doch nichts zu sagen. Diese von außen anziehende Kraft postuliert auch diese Frau sowieso (schon viele Jahre).

  59. #59 Hans
    13. Oktober 2019

    Sorry, oben die Anführungszeichen vergessen. Hier nochmal:
    Das, was du antwortest…, darauf habe ich doch bereits hingewiesen in Verbindung mit dem Video, wo Prof. Günther Rüdiger spricht: https://youtu.be/pGQUcVJuaKs?t=42
    Videobeschreibung: “Große, sich drehende Scheiben aus Staub und Gas sind der Ursprung von Planeten, Sternen und Galaxien. Forscher am HZDR haben in einem Experiment mit flüssigem Metall eine wichtige Entdeckung gemacht: In solchen Scheiben spielen Magnetfelder eine entscheidende Rolle dabei, den Drehimpuls abzubauen. Nur so können die Himmelskörper überhaupt entstehen. Ein wesentlicher Impuls für das Laborexperiment kam vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam.” Ende des Zitats.

    Dass azimuthale Magnetfelder zur Erzeugung solcher sekundärer Strömungen angenommen werden, dagegen ist doch nichts zu sagen. Diese von außen anziehende Kraft postuliert auch diese Frau sowieso (schon viele Jahre).

  60. #60 Dietmar
    Walsrode
    13. Oktober 2019

    Die bisherigen offiziellen Erklärungen reichen dafür m. E. nicht aus. Durch die vielen Bahnstörungen wäre eher Gegenteiliges zu erwarten gewesen.

    Was Du erwartest, ist aber nicht maßgeblich und hat nicht zwingend etwas mit der Realität zu tun. “Offizielle Erklärungen” sieht mir außerdem auch zu sehr nach Verschwörungstheoretisieren aus.

    Es ist mir unverständlich, was Du damit willst und was es Dir bringt. Aber ich muss das auch nicht verstehen. Weil ich aufgehört habe, mich in nutzlosen Diskussionen zu ergehen (als Lehrer von Jugendlichen reicht es mir, das oft genug beruflich machen zu müssen), wünsche ich Dir aufrichtig, dass Du nicht in unsinnige, nutzlose und Dich selbst behindernde Wahnvorstellungen verlierst.

  61. #61 Dietmar
    Walsrode
    13. Oktober 2019

    “…dass Du Dicht nicht in unsinnige…”

  62. #62 Dietmar
    Walsrode
    13. Oktober 2019

    “…dass Du Dich nicht in unsinnige…”

    (Notiz an mich selbst: Nicht mehr auf Touchscreen schreiben!)

  63. #63 PDP10
    13. Oktober 2019

    @Hans:

    Diese hohe und höher werdende Rotationsgeschwindigkeit musste erst einmal die passenden Voraussetzungen haben,

    Wie kommst du denn darauf, dass irgendwelche Rotationsgeschwindigkeiten höher geworden wären?
    Die Erde rotiert heute langsamer als noch vor ein paar Milliarden Jahren. Ebenso die Venus. Die hat sich sogar auf gebundene Rotation verlangsamt. Ebenso wie der Mond der Erde übrigens …

    Forscher am HZDR haben in einem Experiment mit flüssigem Metall eine wichtige Entdeckung gemacht: In solchen Scheiben spielen Magnetfelder eine entscheidende Rolle dabei, den Drehimpuls abzubauen.

    Das steht in den Arbeiten aber nirgendwo drin. Bei der Untersuchung des Dynamo-Effekts am HZDR geht es um das genaue Gegenteil dessen, was du vermutest.

    Zitat aus diesem Artikel, zB.:

    https://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=55727&pNid=99&pLang=de

    „Unser Experiment an der neuen DRESDYN-Anlage soll den Nachweis liefern, dass die Präzession als natürlicher Antrieb einer Strömung ausreicht, um ein Magnetfeld zu erzeugen“, sagt Dr. André Giesecke, Erstautor der Studie. “

    Dh. es geht nicht darum, wie Magnetfelder die Bewegung von Planeten beeinflussen, sondern wie die Bewegung (hier die Präzession) in ihrem Inneren unter Umständen Flüsse von Metall verursachen kann, die Magnetfelder verursachen.

    Möglich, dass solche Flüsse aus Metall die Rotation eines Planeten bremsen. Das wäre aber dann die Rotationsenergie, die in etwas anderes umgewandelt wird. In Wärmeenergie zB. Durch Reibung zB. Den Drehimpuls kann man nicht “abbauen”, weil er, wie gesagt, eine Erhaltungsgröße ist. Wie die Energie übrigens auch. Man kann nur verschiedene Formen von Energie ineinander umwandeln.

    Ich schreibs nochmal:

    Bitte lies ein gutes Physikbuch.

    Beschäftige dich mit den Grundbegriffen wie Energie und Impuls oder Variationsrechnung oder Erhaltungssätzen und so weiter. Die hast du nämlich ganz offensichtlich nicht verstanden.

    Kleiner Hinweis: Diese Begriffe in der Wikipedia oder bei Google nachzuschlagen bringt überhaupt nichts.
    Googeln heißt nicht wissen. Diese Begriffe muss man verstanden haben, bevor man sich Gedanken über irgendwelche “alternativen” Hypothesen für was auch immer macht.

    Sonst wird das nix.

  64. #64 PDP10
    13. Oktober 2019

    @Hans:

    Kleine persönliche Anmerkung, die keineswegs abwertend sein soll:

    Das was du schreibst, ist für mich, als ob ich Engländer wäre und etwas von jemand lese, der so tut, als ob er Englisch könnte – es aber in Wirklichkeit gar nicht kann, aber davon überzeugt ist, es zu können.

    Das nur, um die Maßstäbe mal kurz gerade zu rücken.

  65. #65 Karl-Heinz
    14. Oktober 2019

    @Hans

    Test Test Test auf Verständnis …

    Zeittranslationsinvarianz und Energieerhaltung
    Ist die Wirkung invariant unter einer konstanten Verschiebung des Zeitnullpunktes, so ist die Gesamtenergie des Systems erhalten.

    Was ist damit gemeint?

  66. #66 Bullet
    14. Oktober 2019

    Ojemine … wasn hier schon wieder los? Da muß ich eigentlich nur den Satz hier lesen:

    Was ich hier beschrieben habe, stammt ursprünglich nicht von mir. Ich habe ein paar Jahre gebraucht, um es zu verstehen. Eine liebe Bekannte vertritt diese Ansichten. Ich verstehe sie mittlerweile. Es passt alles und erklärt auch die dunkle Materie und mehr… Es geht über bloße Theorie hinaus.

    Danke, Fall geschlossen. Nein, das ist keine “Szientisten”-Arroganz. Ich erblicke Konsequenzen, soweit das Auge reicht, die alles zerstören würden, was existiert.
    Nun, wir existieren aber. Fall geschlossen.

  67. #67 Hans
    14. Oktober 2019

    @ Karl-Heinz.
    Die Konstanz der Energie folgt daraus.
    Nichts für ungut, aber die Begriffe “Zeittranslationsinvarianz” gibt es eigentlich nicht und auch nicht “Zeitnullpunkt”. Im ersten Fall wäre es “Translationsinvarianz bzgl. der Zeit” und dann …Nullpunkt bzgl. der Zeit oder so.

    Drehe an der Spitze einer Eistüte diese einmal ganz rum und mit ihr bewegt sich der Tütenmantel/Kegelmantel gleich mit, und damit auch die Eistüte. Oder stelle das Tütchen in einen Ständer und den in einen Behälter, den ins Auto. Dann heize das Auto gut auf und was passiert mit dem Eis, ist klar. Oder wenn ein anderes Auto hinten drauf fährt, erfährt u. U. die Eistüte den entsprechenden Aufprall/Druck/Stoß und ist futsch. Oder man fährt mit dem Auto auf eine Fähre über ein Gewässer und dieses kommt in einen Strudel usw.
    Aber auf die Realität bezogen und auf den Drehimpuls der Planeten usw. erachte ich die Ausarbeiten des Noerther-Theorem eher als geniale weltfremde Spielerei.

    Was alles dürfte verkehrt sein an diesen Schlussfolgerungen?
    https://www.bilder-upload.eu/bild-26142d-1571061551.png.html

  68. #68 Hans
    14. Oktober 2019

    Weil hier http://scienceblogs.de/hier-wohnen-drachen/2011/05/22/der-schonste-satz-der-klassischen-physik/ doch normale Kugeln mit glatten Oberflächen in Verbindung mit dem Noerther-Theorem zugrundlegend beschrieben werden.

    “Die Beschreibung der Erde als Punktmasse ist stark vereinfachend. In besserer Näherung kann die Erde als ein abgeplatteter Ellipsoid gesehen werden. Somit gilt die Annahme der kugelsymmetrischen Massenverteilung nicht, die bei der Berechnung der Keplerbahn zugrundegelegt wurde. Bis in eine Höhe von mehreren Erdradien werden selbst offene Bahnen (Vorbeiflüge) durch die Erdabplattung messbar gestört.” aus https://de.wikipedia.org/wiki/Bahnst%C3%B6rung#Elektromagnetische_Wechselwirkung

    Wenn bei Kollisionen mit der Erde sowohl die Erde als auch der jeweils beteiligte Meteorid eine reine Kugeloberfläche hätten, dann würde der Aufbau oder
    die Herleitung Erklärung des Noerther-Theorem eher Sinn für mich machen. Aber bei der Kugelbeschreibung als gültig zu erachtenden Anteil beim Erklärung hapert es doch schon, denke ich.

  69. #69 Hans
    14. Oktober 2019

    Sorry für die Schreibfehler oben drüber, wie “Meteroit” oder “Erklären” und anderes.

  70. #70 Hans
    14. Oktober 2019

    @PDP10 bezüglich Kommentar/Zitat 64
    Ist doch normal. Für Eure Theorie zu verstehen, brauchtet ihr Jahre. Für diese andere Hypothese bräuchte man ebenfalls entsprechende Zeit.

    Doch das heißt nicht gleichzeitig und automatisch, dass ich so tue als würde ich etwas verstehen, es aber nicht tue.
    Ich akzeptiere halt nicht alles nur, weil es gemäß dem Stand der Dinge so gelehrt wird.

    Ganz früher hättet Ihr oder hättest Du, der ans Standardmodell dieses Theologen … glaubt, vielleicht – das ist keine Behauptung – auch genau an das geglaubt, was ganz damals vor Hunderten von Jahren als angeblich korrekt gelehrt wurde, aber mittlerweile davon vieles revidiert wurde als etwas damals verkehrt Gelehrtes. Früher wurden regelmäßig in jedem Jahrhundert oder so auf die Weise teils verkehrte Inhalte den Physikstudenten beigebracht, weil man es nicht besser wusste und erst zig Jahre oder viel später darauf kam, dass man sich wieder einmal, manchmal gravierend, geirrt hatte.
    Lies mal nach unter Irrtümer in der Physik!
    Denke an 2011 die Nobelpreisträger. Was sie entdeckten, dass sich die Expansion … beschleunigt, hättest du vermutlich, wenn dir das jemand schon davor erzählt hätte, ebenfalls als Unsinn abgestempelt. Weil das, was aktuell gelehrt wird, natürlich immer als auf jeden Fall richtig angesehen wird, jedenfalls von den allermeisten. Also ist das, was andere Inhalte betrifft, selbstverständlich Unsinn. In Erwägung ziehen, ein klein wenig nur, dass man selbst in einem kollektiven Irrtum noch drin stecken könnte, wäre vielleicht nicht ganz verkehrt. Argumente gibt es genug zu dem, was ich andeutungsweise geschrieben habe, aber ich darf sie nicht alle veröffentlichen.

  71. #71 Karl-Heinz
    14. Oktober 2019

    @Hans

    Die Konstanz der Energie folgt daraus.
    Nichts für ungut, aber die Begriffe “Zeittranslationsinvarianz” gibt es eigentlich nicht und auch nicht “Zeitnullpunkt”. Im ersten Fall wäre es “Translationsinvarianz bzgl. der Zeit” und dann …Nullpunkt bzgl. der Zeit oder so.

    Natürlich gibt es das!
    Nehmen wir an, ich gebe dir morgen zum Zeitpunkt t_0 mit einer konstanten vorgegebenen Kraft eine Ohrfeige. Du wirst die Wirkung spüren. Nun gebe ich dir aber nicht nur morgen sondern auch übermorgen noch einmal die gleiche Ohrfeige. Du wirst auch in diesem Fall wiederum die gleiche Wirkung spüren. Verstehst du jetzt was eine Zeittranslationsinvarianz und Zeitnullpunkt ist? Wenn nein können wir das jeden Tag wiederholen 🙂

  72. #72 Dietmar
    Walsrode
    14. Oktober 2019

    Ich akzeptiere halt nicht alles nur, weil es gemäß dem Stand der Dinge so gelehrt wird.

    Schönfärberei. Es ist anders: Du bezweifelst, was wissenschaftlich erhärtet ist. Deine Grundeinstellung ist: “Es ist Lehrmeinung, also kann das nicht die “ganze Wahrheit” sein!” Deine Grundeinstellung ist falsch, denn so kann Erkenntnisgewinn nicht funktionieren. Einfach aus der Tatsache heraus, dass Dir die Expertise fehlt, wissenschaftlich erhärtete Fakten zu falsifizieren.

    Du liebst ja (siehe “Eistüte”) anschauliche Beispiele: Wenn ich einen Haarschnitt will, gehe ich zum Friseur, meine Steuererklärung macht mein Steuerberater, mein Auto repariert eine Meisterwerkstatt. Ich lasse meinen Haarschnitt nicht von meinem zwölfjährigen Neffen durchführen, obwohl ich ihn sehr lieb habe, meine Steuererklärung macht nicht mein Nachbar, der aber sehr genau “weiß”, dass “der kleine Mann zu viel Steuern zahlt”, mein Auto repariere ich nicht selbst, obwohl ich es phantastisch und seit über dreißig Jahren unfallfrei fahren kann. Mit anderen Worten: Es gibt Experten!

    Du drehst das ganz große Rad und wirfst munter alle möglichen wissenschaftlichen Felder durcheinander, in denen es Experten gibt, die ziemlich genau wissen, was sie da tun. Jeder Einwand, jede Erklärung wird von Dir mit einem Schwall an Torpfostenverschieberei und semantischen Spielchen beantwortet.

    Wie gesagt ist es mir eigentlich egal und das soll auch meine letzte Anrede an Dich gerichtet sein. Ich bitte Dich aber, folgendes zu bedenken bzw. Dich selbst zu fragen:

    1. Bist Du absolut überzeugt und sicher, dass Deine Vorstellung richtig ist?

    2. Was wäre erforderlich, um Dir klar zu machen, dass Deine Vorstellungen falsch sind und wärst Du bereit Belege dafür zu akzeptieren?

    3. Ist Dir klar, dass Du nicht einfach nur etwas schreibst, worüber man geteilter Meinung sein könnte, sondern etwas, das fundamental dem wissenschaftlichen Kenntnisstand widerspricht?

    Tu Dir und Deinem Umfeld den Gefallen, darüber nachzudenken.

  73. #73 PDP10
    14. Oktober 2019

    @Hans:

    Nochmal:

    Was ist wahrscheinlicher?

    1. Dass alle Physiker in den letzten Jahrhunderten auf dem Holzweg waren und du genial bist … oder:

    2. Das du keine Ahnung von Physik hast?

    Übrigens:

    Vielleicht sagt euch Thomas Gold etwas.

    Der war Physiker. Du nicht.

    Und selbstverständlich gibt es nichts, “das du nicht veröffentlichen darfst”. Das ist eine dumme Ausrede.

    Lass es. Lern Physik.

    Mal ganz ehrlich:

    Ich habe versucht, es dir durch die Blume zu sagen … aber:

    Du hast einfach keine Ahnung von Physik.
    Du hast die Artikel die du verlinkt hast nicht verstanden – was alle anderen hier sofort gesehen haben.
    Und du hast die einfachsten Begriffe nicht verstanden.

    Das ist alles. Diskussion beendet.

  74. #74 Karl-Heinz
    14. Oktober 2019

    @PDP10

    Ob der Kasperl namens Hans sich morgen nochmal meldet? 😉

  75. #75 Mondfotografin
    15. Oktober 2019

    Seit ein paar Monaten fotografiere ich den Mond vom Fensterrahmen aus, den Arm angelehnt, den Ellenbogen auf der Fensterbank aufgestützt (als Stativersatz), an der Camera nichts besonderes eingestellt und auch nie eine Einstellung geändert, kein Zoom und immer so, dass der Mond in der Mitte des Displays erscheint.
    In Paint verdopple ich dann den Mond, rahme ihn blau ein und schreibe die Zahl hinten dran sowie das Datum und die Uhrzeit.

    Die Größenunterschiede variieren enorm.

    Gibt es außer mir niemanden hier, der so ein einfaches Projekt selbst sich vorgenommen hat? Ich lasse mir gerne sagen, dass ich vielleicht etwas verkehrt gemacht habe mit der Camera, dass ich sie anders hätte halten müssen oder sonst was. Ich will nicht Recht bekommen, zeige nur hier, was beim Beobachten/Fotografieren definitiv heraus gekommen ist. Könnte es vielleicht eine Anomalie geben, die im Gang ist, falls die Artikel über die Mondgröße von früher oder bisher stimmen, wo es heißt, dass die fotografierte Mondgröße kaum variiert und in Wirklichkeit alles nur optische Täuschung sei. Vielleicht war das damals wirklich so. Vielleicht ist eine Änderung vor sich gegangen. Ich weiß, ist natürlich Quatsch.
    Ich gebe euch mein Ehrenwort, dass nichts an den Fotos hinsichtlich Größe manipuliert wurde.
    https://www.bilder-upload.eu/bild-c81f74-1571095784.png.html

  76. #76 Mondfotografin
    15. Oktober 2019

    Der Kommentar von oben gehört auf eine andere Seite. Hier hin: http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/06/16/grosser-mond-kleiner-mond-die-mondtauschung/
    Er ist hier aus Versehen gelandet.

  77. #77 Hans
    15. Oktober 2019

    @ Karl-Heinz #71
    Ich meine das so: Schreib dieses Wort (in Einem) in die Google-Suchzeile. Den Begriff wirst du über zumindest 2 Seiten nicht finden, nicht als “ein ganzes” Wort so geschrieben: “Zeittranslationsinvarianz”. Auch nicht im Duden und nicht in Wikipedia und nicht auf mpi- oder mpg-Seiten. Aber nachher fand ich in einigen Artikeln doch noch diesen Begriff. Aber das ist ja auch egal und nicht der Rede wert. Zeit-Translaionsinvarianz mit Bindestrich wäre okay. Oder Translationsinvarianz bzgl. Zeit.
    Aber das war bestimmt nicht belehrend von mir gemeint. Wenn schon hätte eher ich es nötig, in der einen oder anderen Sache belehrt zu werden. Z. B. kannte ich mich zugegeben bis zu deiner Frage von gestern kaum mit diesem Thema wirklich aus, so dass ich hätte Formeln dazu schreiben können. Hatte es früher nur gestreift gehabt.

    @Alle
    Ich möchte mich jedoch ab jetzt von hier von euch allen verabschieden und nochmal danke fürs Antworten.

  78. #78 PDP10
    15. Oktober 2019

    @Mondfotografin:

    Ich lasse mir gerne sagen, dass ich vielleicht etwas verkehrt gemacht habe mit der Camera, dass ich sie anders hätte halten müssen oder sonst was.

    Gerne: Du hast alles verkehrt gemacht, wenn das sowas wie ein wissenschaftliches Experiment sein sollte.

    Die Art, wie du das gemacht hast hat so viele unkontrollierbare Parameter, dass eine Auswertung bezüglich der Mondgröße vollkommen sinnlos ist.

    Haben nebenan in besagtem Thread:

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/06/16/grosser-mond-kleiner-mond-die-mondtauschung/

    auch schon diverse Leute geschrieben.

    Oder was denkst du, warum Astronomen hunderte von Millionen Euro für neue Teleskope ausgeben und manche davon sogar in den Weltraum geschossen werden? Und warum die Auswertung mancher Daten Jahre dauert?

    Nee. Du musst schon ein Minimum an Reproduzierbarkeit sicherstellen. Kamera mit Festbrennweite. Alle Automatik aus. Fixes Stativ immer am gleichen Ort etc. pp. Sonst wird das nix.

    Beschäftige dich mal damit, wie man sowas reproduzierbar macht und Daten dokumentiert und auswertet. Das macht Spaß und bringt jede Menge Erkenntnisgewinne.

  79. #79 PDP10
    15. Oktober 2019

    @Hans:

    Den Begriff wirst du über zumindest 2 Seiten nicht finden, nicht als “ein ganzes” Wort so geschrieben: “Zeittranslationsinvarianz”.

    Das stimmt. Schreibt man allerdings Zeit und Translationsinvarianz getrennt bekommt man als ersten Treffer einen Artikel von Martin Bäker hier bei Scienceblogs mit dem Titel:

    Der schönste Satz der klassischen Physik

    Ich lege dir den Artikel zu lesen unbedingt als kleine Hausaufgabe ans Herz.

    Denn Martin hat recht. Das Noether-Theorem ist tatsächlich das schönste Theorem der klassischen Physik.

    Wer das nicht versteht ist entweder unheilbar dumm oder “raucht Reval, trinkt Stuppis und frisst auch kleine Kinder” wie man in Berlin sagen würde.

    Kurz: Wer die Schönheit dieses Theorems nicht begreift ist bloß ein dummer, unsensibler Klotz.

  80. #80 Hans
    15. Oktober 2019

    Noch an dich @PDP10
    “Wie kommst du denn darauf, dass irgendwelche Rotationsgeschwindigkeiten höher geworden wären?”
    Da hatte ich eigentlich etwas anderes im Sinn und sehr oberflächlich und abgekürzt geschrieben. Aber vonwegen, was du allgemein über Planten und ihre eher langsamer werdende Rotation geschrieben hast: Auf den Merkur trifft das nicht zu:
    “Neun Sekunden zu schnell
    Das überraschende Ergebnis: Der Merkur dreht sich im Durchschnitt etwa neun Sekunden schneller um die eigene Achse als erwartet.”, gemäß https://www.scinexx.de/news/kosmos/merkur-dreht-sich-schneller-als-gedacht/
    Vieles verstehst du anders, als wie ich es meine. Das liegt natürlich auch an mir, weil ich es nicht verstehe, in deiner oder eurer Sprache der Physik zu schreiben.
    Ich fand mehr als nur ein zwei Missverständnisse. Das ist mir und bestimm auch euch zu anstrengend. Physikbuch. Das Internet ist voll von Seiten aus guten Physikbüchern. Die Sache mit den sich über hunderte Millionen Lichtjahren erstreckenden Magnetfelder, davon wusstest du aber offensichtlich auch nichts. So dass du davon durch mich erfahren hast. Und ich durch das Lesen auf den Max-Planck-Seiten. Oder dass die Objekte da draußen fast alle ihren eigenen Stabmagnet in der Mitte haben. Ist das nichts? Guck mal, was du dazu nur in Beitrag 42 wusstest: Da schriebst du: “So etwas gibt es auch nicht. Schon “Magnetkraftfelder” gibt es nicht. Was soll das sein?

    Natürlich bewegen sich immer und überall elektrisch geladene Teilchen im Universum.”
    Und daraufhin nannte ich dir die Seite von Max-Planck-Institut und von der Uni Hamburg https://www.hs.uni-hamburg.de/DE/Ins/Per/Banerjee/talks/KosmischeMagnetfelder.pdf ,
    wo deine Ansicht aus 42 quasi korrigiert steht. Dass du diese Sache durch mich neu gelernt hast, ging das unter?
    So was alles lernt man übers Internet, übers Fernsehen, von Lesch usw. Ich lese viel auf Seiten aus Physikbüchern. Du weißt alles rund ums Standardmodell. Da dieses mich aber weniger als viele andere Theorien informativ interessiert, weiß ich weniger als du darüber. Das stimmt. Aber dafür studiere ich interdisziplinär. Und lerne jeden Tag hinzu. So auch diese Tage wieder. Auch von dir etwas, Danke! Bitte, lassen wir es hier stehen.

  81. #81 Hans
    15. Oktober 2019

    Das hatte ich jetzt erst gefunden von dir:
    Du zitiertest mich:
    “Vielleicht sagt euch Thomas Gold etwas.

    Der war Physiker. Du nicht.”

    Wieso vergleichst du denn MICH mit Thomas Gold?
    So, als hätte ich mich selbst mit ihm verglichen. Da hast du was falsch verstanden. Ich hatte damit diese Frau gemeint, nicht mich. Sie habe ich mit Thomas Gold verglichen. Die Frau, deren Theorie ich hier versucht habe zu beschreiben. Ich finde sie überzeugend und habe versucht, sie zu erklären. Nicht ich habe diese Theorie, sondern ich habe sie vor kurzem erst ein bisschen besser gelernt zu verstehen.

  82. #82 Karl-Heinz
    15. Oktober 2019

    @Hans

    Die Frage an dich mit den Begriffen Zeittranslationsinvarianz u. Zeitnullpunktes wurde eins zu ein aus Theoretische Physik 1 | Mechanik (Matthias Bartelmann, Björn Feuerbacher, Timm Krüger, Dieter Lüst, Anton Rebhan und Andreas Wipf) übernommen. Hättest du etwas verstanden, dann wären dir die beiden Begriffe gar nicht so unsinnig vorgekommen. Bei der Translation denkt man zuerst an Übertragung, Versetzung und Bewegung. Zeittranslation wäre dann eine Versetzung innerhalb der Zeit. Anstatt ein bisschen nachzudenken schließt du aus purer Bequemlichkeit diese Begriffe aus. Es wäre schön, wenn du auch bei den Dingen, die du bei der Diskussion in den Raum wirfst, einfach nur ein bisschen nachdenken würdest.

  83. #83 Dietmar
    Walsrode
    15. Oktober 2019

    Oder dass die Objekte da draußen fast alle ihren eigenen Stabmagnet in der Mitte haben. Ist das nichts?

    Na, vor allem ist das eines: falsch. Die haben keinen “Stabmagneten in der Mitte”. Man kann beispielsweise das irdische Magnetfeld mit dem eines Stabmagneten vergleichen, um das darzustellen oder zu veranschaulichen, aber die Erde hat keinen “Stabmagneten in der Mitte” und die anderen Objekte auch nicht.

  84. #84 Dietmar
    Walsrode
    15. Oktober 2019

    Und nochmal:

    1. Bist Du absolut überzeugt und sicher, dass Deine Vorstellung richtig ist?

    2. Was wäre erforderlich, um Dir klar zu machen, dass Deine Vorstellungen falsch sind und wärst Du bereit Belege dafür zu akzeptieren?

    3. Ist Dir klar, dass Du nicht einfach nur etwas schreibst, worüber man geteilter Meinung sein könnte, sondern etwas, das fundamental dem wissenschaftlichen Kenntnisstand widerspricht?

    Tu Dir und Deinem Umfeld den Gefallen, darüber nachzudenken.

    Aber jetzt bin ich wirklich raus.

  85. #85 Karl-Heinz
    16. Oktober 2019

    @Dietmar

    Ich denke nicht, dass Hans weiß wie Drehimpulsänderung und Erhaltung des Gesamtdrehimpulses zusammenpassen. Und von der einen Frau dürfte er ziemlich angetan sein. Hoffentlich ist sie hübsch zum Ausgleich ihres Defizit an Wissen.

  86. #86 Uli Schoppe
    17. Oktober 2019

    Was erwartet ihr an Verständnis. Meine Kleine kam mit einem Fragebogen in Physik nach Hause. Eine Frage darin: “Warum dreht sich die Erde?”
    Ich habe dazu geraten (wirklich genau so!) reinzuschreiben: “Mein Vater sagt das liegt an der Drehimpulserhaltung die er mir nicht mal eben erklären kann”
    Aussage der Lehrerin : “Nein das liegt daran das die Erde einen Schubs bekommen hat, dazu haben wir doch ein Video gesehen” Es ist nicht der genaue Wortlaut aber der Sinn ist exakt erfasst, ist ein paar Tage her.
    So lernt und versteht man das heute ^^

  87. #87 Karl-Heinz
    17. Oktober 2019

    @Uli Schoppe

    Und konnte man auch in Erfahrung bringen, wer die Erde angeschubst hat?
    Spass beiseite. Ich denke nicht, dass die Lehrerin jetzt weiß, was jetzt genau eine Drehimpulserhaltung ist. Wenn man sie fragen würde, warum die Rotation nicht abnimmt oder gar ganz zum Stillstand kommt, dann weiß sie bestimmt keine Antwort darauf. Vielleicht schreibe ich noch ein paar Anmerkungen dazu. 😉

  88. #88 Captain E.
    17. Oktober 2019

    @Uli Schoppe:

    Was erwartet ihr an Verständnis. Meine Kleine kam mit einem Fragebogen in Physik nach Hause. Eine Frage darin: “Warum dreht sich die Erde?”
    Ich habe dazu geraten (wirklich genau so!) reinzuschreiben: “Mein Vater sagt das liegt an der Drehimpulserhaltung die er mir nicht mal eben erklären kann”
    Aussage der Lehrerin : “Nein das liegt daran das die Erde einen Schubs bekommen hat, dazu haben wir doch ein Video gesehen” Es ist nicht der genaue Wortlaut aber der Sinn ist exakt erfasst, ist ein paar Tage her.
    So lernt und versteht man das heute ^^

    Da war wohl mal ein “Lehrersprechtag” fällig, bei dem der bedenkliche Leistungsstand der Lehrerin besprochen werden musste. So etwas ist ja immer ein großer Spaß, wenn sich ein Lehrer (berechtigte) Kritik anhören muss. (Meine Mutter hat das seinerzeit einmal geschafft – der Lehrer soll ziemlich sprachlos gewesen sein!)

    Ich weiß ja, dass manche Eltern den Lehrern am liebsten Aufgaben aufbürden wollen, die eigentlich ihre eigenen sein müssten. Wissensvermittlung ist aber definitiv die Kernkompetenz von Lehrern, und wenn man den Kleinen noch nichts über die Drehimpulserhaltung erzählen kann, dann ist der “Schubs” trotzdem der falsche Ansatz. Besser wäre sicherlich gewesen, den Vergleich mit dem Kreisel zu ziehen und auf den Unterschied hinzuweisen, dass der durch die Luft gebremst wird, die Erde aber eben nicht. Oder halt so gut wie nicht. Die Sache mit dem Mond könnte dann schon wieder zu kompliziert sein.

  89. #89 Alderamin
    17. Oktober 2019

    @Karl-Heinz, Uli Schoppe

    Und konnte man auch in Erfahrung bringen, wer die Erde angeschubst hat?

    Theia doch, oder?

    Klar würde sie sich auch ohne Theia drehen, aber der Einschlag hat den Drehimpuls völlig verändert. Danach spielte nur noch die Abbremsung durch die Gezeitenkräfte eine Rolle.

    Vielleicht wurde das in dem Video gezeigt. Ebenfalls solche Schubse haben mindestens Pluto (System der Monde und Drehachse coplanar verkippt gegen die Umlaufbahn), Uranus (dito) und Jupiter bekommen (wurde kürzlich drüber berichtet, auch wenn’s nicht im Text steht dürfte ein gewisser Einfluss auf die Rotation wirksam gewesen sein). Ganz falsch ist es also nicht. Aber auch nicht die ganze Geschichte.

  90. #90 Karl-Heinz
    17. Oktober 2019

    @Alderamin

    Danke für die Antwort.

    Ein Frage hätte ich noch. 🙂
    Wie ist unser Sonnensystem zu ihrem Drehimpuls gekommen. Bevor sich Gas- und Staubwolke zusammengezogen haben, war so vermute ich, der Gesamtdrehimpuls 0. Nachdem der Gesamtdrehimpuls von unserem Sonnensystem ungleich 0 ist, frage ich mich wohin die Differenz verschwunden ist?

  91. #91 Alderamin
    17. Oktober 2019

    @Karl-Heinz

    Die Gaswolke, aus der das Sonnensystem entstand, umkreiste die Milchstraße (was Gezeitenkräfte verursacht), in die von außen Material einfiel das mit dem Material in der Scheibe kollidierte. Die Milchstraße hat auch eine Reihe von Galaxien verschluckt, die mit ihr kollidierten. Deswegen ist es eher unwahrscheinlich, dass die Gaswolke, aus der der Sternhaufen entstand, in dem die Sonne geboren wurde, in vollkommener Ruhe war. Der Anstoß für den Kollaps der Wolke, der das Sonnensystem hervorbrachte, wurde höchstwahrscheinlich durch Supernovaexplosionen verursacht. Rechne also mit eher turbulentem Gas.

    Planetensysteme und Doppelsterne sind der Beweis dafür, dass in den Gaswolken aus denen sie entstanden eine Menge Drehimpuls steckte.

    Der dann am Ende auch in Theia und Konsorten landete. Der eigentliche Ursprung ist die nicht vollkommen homogene Verteilung der sichtbaren und Dunklen Materie nach dem Urknall, die durch baryonische akustische Oszillationen im primordialen Plasma verstärkt wurden, und die ursprünglich auf Quantenfluktuationen in der Zeit vor der Inflationsphase zurückgeführt werden.

    So, das müsste jetzt nur noch jemand der Lehrerin erklären…

  92. #92 Captain E.
    17. Oktober 2019

    Ist das nicht auch noch so, dass die Sonne jede Menge Drehimpuls dadurch losgeworden ist, dass dieser auf ihr Planetensystem übertragen wurde?

  93. #93 Alderamin
    17. Oktober 2019

    @Captain E.

    Genau das meinte ich oben mit “Planetensysteme und Doppelsterne sind der Beweis dafür, dass in den Gaswolken aus denen sie entstanden eine Menge Drehimpuls steckte.” 98% des Drehimpulses des Sonnensystems steckt in den Planeten. Wenn Planeten nicht reichen, fragmentiert eine Gaswolke in mehrere Sterne. Die Rotation der kollabierenden Wolke, die dabei zur Scheibe mutiert, wird irgendwann so schnell, dass die Fliehkraft den Kollaps zu einem einzigen Zentrum hin verhindert und es bilden sich lokale Verdichtungszentren im Orbit um das Zentrum.