Massenaussterben sind fies. Einmal natürlich, weil dabei jede Menge Lebewesen den Löffel abgeben. Aber auch, weil sich die Wissenschaftler seit Jahrzehnten nicht darauf einigen können, ob diese katastrophalen Ereignissen rein zufällig oder nach einem gewissen Rhythmus stattfinden. Angefangen hat das ganze in den 1980er Jahren. Ich habe die Geschichte hier beschrieben: Geologische und fossile Daten haben damals nahegelegt, dass Massensterben seltsamerweise nicht einfach irgendwann in der Vergangenheit der Erde stattgefunden haben, sondern im Abstand von 26 Millionen Jahren. Daraus entwickelte sich die Nemesis-Hypothese: Unsere Sonne ist nicht alleine, sondern eigentlich Teil eines Doppelsternsystems. Ihr Begleiter, der Stern Nemesis, sollte alle 26 Millionen der Sonne vergleichsweise nahe kommen und mit seiner Gravitationskraft die Kometen in Oortschen Wolke so durcheinander bringen, dass mehr von ihnen als üblich ins innere Sonnensystem gelangen und dort mit der Erde kollidieren.

Entdeckt hat man Nemesis noch nicht. Aber das heißt nicht, das er nicht existiert. Um so einen fernen Begleitsstern einwandfrei zu identifizieren muss man sehr viele Beobachtungen und Messungen machen; die Abständen von hundertttausenden Sternen bestimmen, usw. Das ist aufwendig und es ist durchaus möglich, das uns Nemesis bis jetzt entwischt ist (obwohl es langsam knapp wird: Teleskope wie GAIA sollten ihn bald finden, wenn er da ist). Aber es gäbe neben Nemesis auch andere Mechanismen, die für periodische Massensterben sorgen können. Die Sonne bewegt sich auf ihrem Umlauf um das Zentrum der Milchstraße nicht immer in der gleichen Ebene, sondern in einer Art Wellenbewegung auf und ab. Dabei durchquert sie in regelmäßigen Abständen Bereiche unserer Galaxie in denen sich mehr interstellare Materie befindet als anderswo, was ebenfalls zu Störungen der Kometen in der Oortschen Wolke führen kann.

Krater am Mond findet man leicht. Auf der Erde ist es schwieriger... (Bild: NASA)

Krater am Mond findet man leicht. Auf der Erde ist es schwieriger… (Bild: NASA)

Aber bevor man sich über einen Mechanismus Gedanken machen kann, muss man zuerst einmal einwandfrei nachweisen, dass da überhaupt ein Phänomen ist, zu dessen Erklärung ein Mechanismus nötig ist. Und das ist in diesen Fall schwierig. Sowohl die Daten über Einschlagskrater auf der Erde als auch die fossile Spuren aus denen sich Informationen über Massensterben nachweisen lassen, sind schwer zu bekommen und vor allem lückenhaft. Krater verschwinden im Laufe der Zeit; werden erodiert oder durch geologische Vorgänge zerstört. Für Fossilien gilt das gleiche. Wir haben zwar jede Menge Daten; wir wissen aber nicht, was uns an Daten noch fehlt. Und mit lückenhaften Datenreihen wird Statistik kompliziert.

2011 beispielsweise präsentierten Wissenschaftler eine neue statistische Auswertung die zeigte, dass Asteroiden doch nicht periodisch auf der Erde einzuschlagen scheinen. Und vor wenigen Tagen haben amerikanische Forscher eine Arbeit veröffentlicht (“Periodic impact cratering and extinction events over the last 260 million years”) die genau das Gegenteil besagt. Michael Rampino von der New York University und Ken Caldeira haben die vorhanden Daten noch einmal neu ausgewertet. Und mit neuen Daten gearbeitet – denn natürlich ändern sich im Laufe der Zeit auch die Methoden, mit denen man zum Beispiel das Alter von Einschlagskratern bestimmt. Heute wissen wir viel besser und genauer Bescheid, wie alt diese geologischen Struktur sind als früher. Rampino und Caldeira haben für ihre Analyse nur die Daten genommen, bei denen der Fehler in der Altersbestimmung gering ist; das ganze mit neuen statistischen Methoden analysiert und kamen dabei zu dem Ergebnis, dass Asteroideneinschläge mit einer Periode von 25,8 Millionen Jahre stattfinden. Mit den gleichen Methoden analysierten sie die fossilen Daten und fanden eine Periode bei den Massensterben von 27 Millionen Jahren. Und beide stimmten gut überein, wie dieses Diagramm aus der Arbeit zeigt:

Die durchgezogene Linie gibt die Menge an Kratern an, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Und die Pfeile zeigen die Zeitpunkte an, an denen es Massensterben gab. Die Wissenschaftler haben auch nachgesehen, ob sich an dem Ergebnis etwas ändert, wenn man den prominentesten Krater aus der Datenreihe entfernt: Den Chixulub-Krater der vor 65 Millionen Jahren entstand als u.a. die Dinosaurier ausgestorben sind. Aber auch ohne diese gesicherte Verbindung zwischen Asteroideneinschlag und Massensterben bleibt die Periodizität von 26 Millionen Jahren bestehen.

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Kommentare (44)

  1. #1 Jen
    Wien
    24. Oktober 2015

    Muss ich jetzt Angst haben? Und was ist mit dem Asteroiden Apophis? Ich habe so Angst vor Asteroiden,Kometen und Gammablitzen.

  2. #2 vroomfondel
    Graz
    24. Oktober 2015

    Was ich mich schon öfter gefragt habe: sind Einschläge über die geographische Breite gleichverteilt, oder gibt es (zumindest bei grösseren Planeten) einen Einfluss, so dass z.B. mehr Einschläge in der Äquatorregion zu erwarten sind? Denn dann müsste bei dieser Betrachtung die Landmassenverteilung berücksichtigt worden sein, die über die 300 Myr ja durchaus unterschiedlich war.

  3. #3 Alderamin
    24. Oktober 2015

    @Florian

    Das ist aufwendig und es ist durchaus möglich, das uns Nemesis bis jetzt entwischt ist

    Nemesis ist längst erledigt. NEOWise hätte ihn sicher gefunden. Ein Brauner Zwerg hat ca. 10 Jupitermassen. NEOWise konnte 2,5 Jupitermassen in 100000 AU nachweisen, das ist fast die halbe Strecke zum nächsten Stern, und wenn ich die Gerade im Diagramm weiter extrapoliere, ca. 10 Jupitermassen in 10^6 AU, 15,8 Lichtjahre. Man fand ja auch ein paar nahe Braune Zwerge in 6,6 (WISE 1049−5319) und 7,2 (WISE 0855−0714, der hat sogar Spektralklasse Y, deutlich unter 0°C Oberflächentemperatur) Lichtjahren Entfernung. Da ist aber kein Begleitstern der Sonne unterwegs.

  4. #5 Florian Freistetter
    24. Oktober 2015

    @Jen: In diesem Artikel steht nichts, das besagt, dass mehr Asteroiden also sonst die Erde treffen. Oder irgendein Asteroid im Anflug die Erde trifft. Du musst keine Angst haben, nur weil irgendwo jemand das Wort “Asteroid” verwendet. Ich würde dir empfehlen, mal in eine Bücherei oder das Wiener Planetarium zu gehen und dort ein bissschen was über Astronomie zu lernen. Oder sprich mal mit den Lehrern in deiner Schule. Je mehr du über Astronomie weißt, desto weniger Angst hast du.

  5. #6 knorke
    24. Oktober 2015

    @Alderamin
    müsste es denn ein brauner Zwerg sein? Reicht nicht irgendein großes Objekt mit einer passenden Bahn Auch wenn es evtl. “nur” Jupitergrße hätte? (oder passen Masse und Bahn dann physiskalisch nicht zusammen)?

  6. #7 Besam
    24. Oktober 2015

    Ist ein wenig Offtopic. Der relativ kleine Asteroid (2015 TB145), der zu Halloween jenseits der Mondbahn die Erde passiert. hätte im Ernstfall eine nur 3wöchige Vorwarnzeit*. Kann man in dieser Zeit noch irgendetwas unternehmen, um einen solchen Brocken (400 m Durchmesser) zu stoppen oder zu zerstören?

    *Entdeckung 10. Oktober, Passage 31. Oktober

  7. #8 bikerdet
    24. Oktober 2015

    @ Knorke :

    Alderamin schrieb doch, das kein Körper mit 2,5 Jupitermassen in 100.000 AU gefunden wurde. Sterne und Planeten haben eine andere Entstehungsgeschichte. Planeten entstehen zuerst durch Kollisionen von Gesteinsbrocken, sind sie groß genug, können sie auch Gase an sich binden. Ist so ein Planet sehr weit draußen, finden nicht mehr genug Kollisionen (wegen der geringen Geschwindigkeit des Umlaufes) statt um einen großen Körper zu bilden. Diese Diskrepanz ist auch ein wichtiges Indiz dafür, das selbst Uranus und Neptun näher an der Sonne entstanden sind und erst später ihre heutige Position eingenommen haben -> Planetare Migration. Dazu hat Florian auch eine Podcastfolge gemacht.

  8. #9 Florian Freistetter
    24. Oktober 2015

    @Besam: Über den Halloween-Asteroid schreib ich demnächst eh nochmal was. Im Prinzip könnte man gegen so einen kleinen Brocken schon was tun. Aber nur, wenn man entsprechend vorbereitet ist und entsprechende Methoden getestet hat. Und das hat man derzeit leider nicht…

  9. #10 BreitSide
    Beim Deich
    24. Oktober 2015

    Ist Nemesis jetzt passé oder nicht? Ich kann aber auch noch 2 Jahre warten… 😆

    In letzter Zeit habe ich von einer Theorie gehört, dass der Einschlag vor 65 Mio Jahren erst die Vulkane auf Trab (Trapp 😆 ) gebracht hat, die dann den Rest besorgten?

    In einer anderen Doku hieß es wieder, die Dinos wäre eh schon auf dem absteigenden Ast gewesen und der Brocken hätte ihnen nur noch den Rest gegeben.

    Fragen über Fragen…

  10. #11 Ret
    24. Oktober 2015

    Ich hab mir jetzt mal die letzten drei artikel sowie den Podcast zum Thema Nemesis zu Gemüte geführt. Interessanterweise wird hierbei meist in etwa so (verkürzt) argumentiert: “aufgrund der periodizität der massenaussterben ist ein begleitetstern durchaus möglich.”
    Irgendwie kommt mir vor, als ob Nemesisbefürworter von einer 100-prozentigen Trefferwahrscheinlichkeit ausgehen. Nur weil möglicherweise ein entsprechender Stern da ist, der auch entsprechende gravitative Störungen verursachen kann, heißt das noch lange nicht, dass deswegen die Erde zwangsläufig getroffen wird (was die Nemesis-Hypothese allerdings – zumindest latent – impliziert).
    In Anbetracht der im Vergleich zum Sonnensystem winzigen Erde fände ich es ausgesprochen unwahrscheinlich, dass ein dermaßen direkt kausaler Zusammenhang besteht. Meinem Gefühl nach wurde dieses Argument (zumindest in diesem Blog) zu wenig In Betracht gezogen.

  11. #12 Fermat
    24. Oktober 2015

    “Die Sonne bewegt sich auf ihrem Umlauf um das Zentrum der Milchstraße nicht immer in der gleichen Ebene, sondern in einer Art Wellenbewegung auf und ab. Dabei durchquert sie in regelmäßigen Abständen Bereiche unserer Galaxie in denen sich mehr interstellare Materie befindet als anderswo, was ebenfalls zu Störungen der Kometen in der Oortschen Wolke führen kann.”

    Dies müsste man doch leicht widerlegen können.
    Wann ist der letzte Durchgang gewesen, und welche Periode hat diese Bewegung. Wenn beide nicht zu den vermehrten Asterodieneinschläge passt kann dies ja nicht der (alleinige) Grund sein.

    Gruß
    Fermat

  12. #13 Florian Freistetter
    24. Oktober 2015

    @Ret: “In Anbetracht der im Vergleich zum Sonnensystem winzigen Erde fände ich es ausgesprochen unwahrscheinlich, dass ein dermaßen direkt kausaler Zusammenhang besteht.”

    Die Argumentation geht umgekehrt: Man sieht (wenns stimmt) periodische Massensterben. Also braucht es einen Mechanismus, der die verursacht. Nemesis wäre so ein Mechanismus. Es geht ja nicht darum, das JEDER Asteroid zielgerichtet von Nemesis auf die Erde geschmissen wird. Asteroiden kollidieren – auf astronomischen Zeitskalen – ständig mit der Erde. Weil halt immer eine gewisse Menge an Asteroiden durchs SoSy schwirrt. Wenn jetzt aber alle 26 Millionen Jahren Nemesis die Oortsche Wolke stört, dann wird die im SoSy vorhandene Grundmenge an Asteroiden erhöht. Und damit auch die Wahrscheinlichkeit (und die Frequenz) von Kollisionen.

  13. #14 MikeRider
    24. Oktober 2015

    ok, da das letzte massensterben also 11,6mio jahre her ist, würde das nächste theoretisch erst in ca 15mio jahren stattfinden. das is schonmal ne gute nachricht für die menschheit. aber: das bedeutet doch auch, das ein (postulierter) sonnenbegleiter sich gerade kurz vor seiner maximalen entfernung zu sonne befindet. hätte er eine stark exzentrische bahn, würde das doch bedeuten, das er (mit heutigen messgeräten) erst wenige millionen jahre vor seinem sonnennächsten punkt entdeckt werden könnte. oder nicht? wie groß könnte so eine bahn maximal sein, bevor er z.b. von einem anderen stern eingefangen werden oder durch andere störungen davonfliegen würde?

  14. #15 bikerdet
    24. Oktober 2015

    @ mikerider :

    Das hängt davon ab, wie groß die beteiligten Massen sind und wie nah sie sich kommen. In 30 Jahrtausenden wird eine andere Sonne

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ross_248

    den Platz des ‘nächstegelegenen Sternes’ von Proxima Centauri übernehmen. Es werden also auch in der Vergangenheit andere Sonnen näher als die 4 Lichtjahre von Proxima Centauri gekommen sein. Somit ist es also nicht nur wichtig, wie groß der (theoretische !) äußerste Planet ist, sondern wie nah die ‘Störquelle’ kommt. Bei einer Periode von 26 Mio. Jahren könnte somit auch eine andere, und sogar jedesmal eine andere, Sonne die Verursacherin sein. Denn wirklich exakt ist die Periode ja nicht, aber plus/minus ein paar Mio. Jahre scheinen nicht entscheidend zu sein. Es kommt ja immer darauf an, wie und in welcher Form der Asteroid abgelenkt wird. Für ein paar Zehntausend AU dauert es dann eben mal ein paar Mio. Jahre länger, bevor sie in Erdnähe kommen.

  15. #16 Alderamin
    24. Oktober 2015

    @bikerdet

    Es werden also auch in der Vergangenheit andere Sonnen näher als die 4 Lichtjahre von Proxima Centauri gekommen sein.

    Neulich erst. Nach kosmischen Maßstäben. Bevor uns Kometen etwaige von dieser Begegnung treffen, vergehen aber noch knapp 4 Millionen Jahre, der Weg von dort ins innere Sonnensystem ist weit.

    Im verlinkten Artikel steht übrigens auch, dass neuere Untersuchungen der Krater auf Erde, Mond und Mars gegen eine Periodizität sprechen.

  16. #17 Alderamin
    24. Oktober 2015

    @myself

    Sorry, 2 Millionen Jahre. 4 Millionen wäre die Umlaufperiode. Immer noch lange genug.

  17. #18 Jen
    24. Oktober 2015

    Also kann doch jederzeit ein Komet oder Asteroid einschlagen! Siehe Helloween Asteroid. Wir werden keine 10 Jahre mehr existieren! Ich bin eh schon so unruhig, Und wenn irgendwann noch der Yellowstone Vulkan ausbricht dann ist eh schluss. Ich habe sogar schon gelesen, das wir längst überfällig sind was das Massenausterben betrifft.

  18. #19 Alderamin
    24. Oktober 2015

    @Ret

    Nur weil möglicherweise ein entsprechender Stern da ist, der auch entsprechende gravitative Störungen verursachen kann, heißt das noch lange nicht, dass deswegen die Erde zwangsläufig getroffen wird (was die Nemesis-Hypothese allerdings – zumindest latent – impliziert).

    Die Idee ist, dass nicht nur ein Komet auf den Weg ins innere Sonnensystem gebracht wird, sondern sehr viele. Einige von denen werden durch Jupiter wahrscheinlich dann zu kurzperiodischen Kometen, die eine Weile immer wieder das innere Sonnensystem durchqueren. Da ist dann die Chance viel größer, dass es irgendwann die Erde mal trifft.

  19. #20 Alderamin
    24. Oktober 2015

    @Jen

    Tja, und morgen schon kannst Du vom Auto überfahren werden oder einen Tumor entwickeln, und das passiert noch viel öfter, als Asteroideneinschläge. So einer wie der Halloween-Asteroid schlägt im Schnitt alle 100000 Jahre auf der Erde ein. Wie Du jetzt auf 10 Jahre kommst, ist mir ein Rätsel.

    Heute entdeckt man halt solche Vorbeiflüge, die es schon immer gab und die früher einfach unbemerkt blieben. An der Wahrscheinlichkeit eines Einschlags hat sich dadurch, dass man genauer hinschaut, nichts geändert. Nur weiß man’s jetzt vorher und hat die Chance, etwas zu unternehmen. Z.B. das betroffene Gebiet zu evakuieren, dafür hätten drei Wochen Vorwarnzeit eigentlich reichen müssen, wenn man sonst nichts anderes hätte tun können.

  20. #21 dgbrt
    24. Oktober 2015

    Die Grundannahme, dass es alle 26 Millionen Jahre ein Massenaussterben gab ist schon mal falsch. Da werden Äpfel mit Birnen verglichen. Es gab einige große Ereignisse in der Erdgeschichte, die Meisten waren aber deutlich kleiner. Das was heute außerhalb der Periode passiert übertrifft diese kleinen Ereignisse teilweise deutlich. Und natürlich kann man solche Ereignisse nicht als Punkt in einer Grafik darstellen, das zog sich manchmal über Millionen Jahre hin.

    Auch wenn ich einen Planeten Nemesis für unwahrscheinlich halte, er kann sich schon noch irgendwo versteckt halten. Selbst NEOWise hat bis heute noch nicht den ganzen Himmel in der Ekliptik durchgemustert.

    Zu den Einschlagskratern: Gibt es irgendwo einen Census zum Alter der Mondkrater? Das wäre doch wohl die beste Messlatte für unsere Erde.

  21. #22 dgbrt
    24. Oktober 2015

    @ALLE, die Angst haben:
    Die GROSSEN Asteroiden kennen wir allesamt! Es wird in den nächsten Millionen Jahren auf diese Art keine globale Katastrophe geben. Der Mensch zerstört sich eher selbst.

    Der EINZIGE bekannte Einschlag über einer Großstadt fand vor drei Jahren im Ural statt. Der Bolide ist in 25 km Höhe explodiert und hat für viel Glasbruch gesorgt. Mehr ist auch da nicht passiert. Und die haben schon sehr viel Pech gehabt, die nächsten 5.000 km östlich befindet sich das fast menschenleere Sibirien.

    Also: Wer 1.000 Blitzeinschläge überlebt hat darf sich dann auch mal Gedanken darüber machen ob er nicht auch von einem Meteoriten getroffen wird.

  22. #23 Florian Freistetter
    25. Oktober 2015

    Nukan ignorieren. Das ist der immer gleiche Vollidiot, der es super findet, anderen Menschen Angst einzujagen.

  23. #24 bikerdet
    25. Oktober 2015

    @ Alderamin :

    Vielen Dank für die Info ! Das der letzte ‘Flyby’ einer Sonne erst so kurz zurückliegt war mit unbekannt.

  24. #25 Gusta
    25. Oktober 2015

    @bikerdet “st so ein Planet sehr weit draußen, finden nicht mehr genug Kollisionen (wegen der geringen Geschwindigkeit des Umlaufes) statt um einen großen Körper zu bilden.”

    Dass sich Gasplaneten weit draussen bilden, das wäre tatsächlich nur schwer erklärbar. Aber “Gasriesen” können sich sogar unabhängig eines Zentralsterns bilden. Sterne enstehen ja immer in Mehrfachsystemen, die sich später auflösen. Dabei können aber nicht nur Sterne oder Braune Zwerge entstehen, sondern auch Objekt planetarer Masse. Also durchaus möglich, dass die Sonne zwar keinen Stern oder Braunen Zwerg als Begleiter hat, sondern einen Gasriesen bzw. ein Objekt planetarer Masse.

    Dazu kommt, dass ja die Modellrechnungen vermuten lassen, dass ein Gasriese während der Entstehung des Sonnensystems hinausgeschleudert wurde. Auf welche Bahn, auf eine hyperbolische oder vielleicht auf eine stark elliptischen Bahn, wäre die Frage. Ob die Dynamik eine elliptische Bahn überhaupt zulassen würde.

    Ob allerdings ein Objekt mit so gringer Masse eine stabile Umlaufbahn hätte, darf bezweifelt werden. So wird ja die Theorie von Tyche, eines vermuteten Planeten zwischen einer und 10 Jupitermassen in einer Entfernung von 30.000 bis 50.000 AE ausgeschlossen, weil die Bahn nicht stabil wäre.

    Berechnungen bzw. Beobachtungen aus Bahndaten zeigen aber, dass eine Supererde mit doppelter Masse innerhalb von 500 AE möglich wären und 15 Erdmassen innerhalb von 1.000 AE. Da wäre wiederum eine 27 Mio. Abstand nur schwer erklärbar.

  25. #26 Gusta
    25. Oktober 2015

    Wegen sonnennächster Stern: Das wird HIP 85605 in 240.000 bis 470.000 Jahren sein, in einer Distanz von 0,13 bis 0,65 Lichtjahren. Also (bei 0,13 LJ) gerade mal 8221 AE. Wenn man bedenkt, dass die Oortsche Wolke eine Ausdehnung von 100.000 AE von der Sonne hat, dann würde HIP 85605 den inneren Bereich durchpflügen.

    Allerdings ist das noch ein “bissl” ungewiss, wie Wikipedia schreibt: “If the parallax data for HIP 85605 is substantially in error, and it is currently ~200 light-years from the Sun, it may simply pass ~30 light-years from the Sun in 2.8 million years.”

    https://en.wikipedia.org/wiki/HIP_85605

  26. #27 Gusta
    25. Oktober 2015

    Wegen sonnennächster Stern: Das wird HIP 85605 in 240.000 bis 470.000 Jahren sein, in einer Distanz von 0,13 bis 0,65 Lichtjahren. Also (bei 0,13 LJ) gerade mal 8221 AE. Wenn man bedenkt, dass die Oortsche Wolke eine Ausdehnung von 100.000 AE von der Sonne hat, dann würde HIP 85605 den inneren Bereich durchpflügen.

    Allerdings ist das noch ein “bissl” ungewiss, wie Wikipedia schreibt: “If the parallax data for HIP 85605 is substantially in error, and it is currently ~200 light-years from the Sun, it may simply pass ~30 light-years from the Sun in 2.8 million years.”

    https://en.wikipedia.org/wiki/HIP_85605

  27. #28 schlappohr
    26. Oktober 2015

    Interessant, dass sich ausgerechnet ein Wissenschaftler namens Caldeira mit solchen Einschlägen beschäftigt…

    Am Diagramm fallen mir zwei Dinge auf:

    1. Bei den “Doppelspitzen” gibt es immer nur bei der zweiten “Einschlagswelle” ein Massensterben. Warum nicht schon bei der ersten?

    2. Insgesamt nimmt die Einschlagshäufigkeit zu. Eigentlich hätte ich das Gegenteil erwartet.

  28. #29 Kleinelady
    26. Oktober 2015

    Eure Beiträge sind sehr interessant , ich selber versuche mich ( als Neuling) mehr mit diesem Themen zu beschäftigen! Aber auch nur um meine Angst davor zubewältigen !!! Müssten wir uns jetzt Gedanken, das etwas passiert ? Asteriodeneinschläge oder dieses ” Massensterben” ?? Sorry , aber ich bin wirklich nervös und das ist schon richtig peinlich

  29. #30 schlappohr
    26. Oktober 2015

    @KleineLady

    Es hilft, wenn man sich die eigene Bedeutungslosigkeit bewusst macht. Deine Lebensspanne ist nur ein Wimpernschlag auf einer erdgeschichtlichen Zeitskala. Weder Du noch die nächsten 1000 Generationen Deiner Nachfahren werden durch einen großen Asteroideneinschlag ihr Leben verlieren.

  30. #31 Kleinelady
    26. Oktober 2015

    Danke! Ich wollte es nur mal in klare Worte lesen 😉 ich bin halt sehr skeptisch und denke immer , was wäre wenn…und bin dadurch sehr unruhig und habe sogar panikattacken ….

  31. #32 klauszwingenberger
    26. Oktober 2015

    @ Schlappohr:

    “Insgesamt nimmt die Einschlagshäufigkeit zu.”

    Das lässt sich aus der Grafik nicht entnehmen. Die zeigt ja nicht die Anzahl der Einschläge, sondern die Zahl der Krater. Je älter ein Impaktereignis, umso wahrscheinlicher ist es, dass seine Spuren verloren gegangen sind: durch Verwitterung, Überwuchs, Vulkanismus, und vor allem: durch tektonische Veränderungen. Teile der alten Erdkruste sind inzwischen unter andere Platten abgetaucht, an den Meeresgrund gesunken oder durch Aufwerfungen verschüttet.

  32. #33 bitmess
    In der Natur ( == Wildnis ) gibt es keine Katastrophen
    26. Oktober 2015

    Katastrophen gibt es nur fuer Menschen. Damals haben keine Menschen gelebt. Also waren die Massenaussterben, wenn es sie gegeben hat, keine Katastrophen, sondern ganz normale Naturereignisse.

  33. #34 Magiclite2015
    26. Oktober 2015

    Angst vor dem Weltuntergang? Dabei gibt es doch im täglichen Leben doch viel größere Gefahren.
    Jedes Jahr sterben in Deutschland ca. 40.000 Menschen an einem Unfalltod (Verkehr, Sport, Haushalt, Arbeit). Und ich rede hier noch nicht vom Tod durch Krankheit.
    Der persönliche Weltuntergang durch den eigenen Tod ist eine unwiderrufliche naturwissenschaftliche Tatsache!
    Wer also Angst vor dem Tod hat, sollte sich lieber mit Philosophie und Theologie beschäftigen oder im Zweifelsfall zum Psychiater gehen.

  34. #35 wage
    26. Oktober 2015

    Irgendwas ist dran an der Geschichte. Das Massensterben periodisch auftreten kann man gut nachweisen. Das Argument es mit der Meteroitenkratern zu korrelieren kann man führen. Für eine extrassolare Ursache ist die Frequenz viel zu hoch.

  35. #36 Alderamin
    26. Oktober 2015

    @wage

    Das Massensterben periodisch auftreten kann man gut nachweisen.

    Ja?

  36. #37 swage
    28. Oktober 2015

    Ja…
    http://arxiv.org/abs/1007.0437
    …vielleicht. Ich bin kein Experte. Ich sehe ein das die Daten lückenhaft sind, aber für das was wir haben müsste schon eine Kette von Zufällen regelmässig auftreten. Wenn wir allerdings von “regelmäßig” sprechen wird es schwierig mit “Zufall” zu argumentieren, jetzt mal ganz allgemein geprochen, spezielle Theorien wie Nemesis mal außen vor.

    Ich bin da mit ein paar millionen Jahren nicht kleinlich, selbst mit Aussetzern nicht, da wir es hier durchaus mit einem relativ “unsauberen Schrotflinteneffekt” zu tun haben könnten.

    Irgendetwas sollte für die relativ regelmäßigen Datenpunkte verantwortlich sein, die wir haben. Es könnte astronomisch sein. Es sieht astronomisch aus.

  37. #38 Folke Kelm
    3. November 2015

    #10 BreitSide
    Wenn es um ussterbeereignisse geht frag doch mal die Geologen. Ich bin als solcher gar kein Freund der Impact ereignisse, und damit stehe ich in der geologischen community durchaus nicht alleine. Ein Impact ist sehr pressewirksam und für die Allgemienheit leicht zu verstehen, während alle anderen möglichen Faktoren duie ein Aussterbeereignis auslösen weit komplexer sind. Das ist für mich der Grund, warum die Allgemeinheit Impacts so gerne hat.
    Auf der anderen Seite muss man sich mal die Kreide-Tertiär Grenze genau ansehen. Dort findet man VOR dem Ereignis einige wirklich interessante Fakten. Die Pflanzenwelt erfuhr zu der Zeit eine radikale Veränderung m it der Erfindung der Blütenpflanzen. Das Klima kühlte sich rapide ab, warum wohl? Weil Vor dem Chixculub Impact schon der Dekkan Vulkanismus im Gange war.
    Die Artenvielfalt ging schon vor dem Impactereignis zeitlich korrelliert mit dem Vulkanismus stark zurück, viele Gattungen waren schon ausgestorben.
    Dazu kommt, dass die permischen Flutbasalte mittlerweile sehr gut dokumentierte Umwelteffekte hatten, die sich durchaus zur Kreide Tertiär Grenze wiederholt haben können. Ein initiales ausdünnen der Flora und Fauna kann durchaus in einer ozeanisch anoxischen Apokalypse enden und diese kann eher durch Flutbasalte als durch einen Impact erklärt werden. Etwas unsichere Datierungen (Da muss man noch mal genau gucken) lassen übrigens den Schluss zu dass die Dinos noch ins Tertiär auf Antarktica gelebt haben, etwa 1 million Jahre nach dem grossen Aussterben. Dass die Aussterbeereignisse zyklisch sind kann durchaus auch intern irdische Ursachen haben, was auch die wiederholt auftretenden Flutbasaltereignisse zeigen, deren Mechanismus noch nicht geklärt ist. Mehrere Aussterbeereignisse sind zeitlich paralell und zum Mechanismus gibt es mittlerweile gute Modelle. (versauerter anoxischer Ozean und H2S exzesse)

    @Swage
    Es könnte auch sein, dass wir finden wonach wir suchen und das nicht sehen was wir nicht erwarten zu finden, ein in der Geologie nicht ungewöhnliches Phänomen.

  38. #39 bikerdet
    3. November 2015

    Ich sehe es genau wie Folke Kelm. Das KT-Ereignis mag der Tropfen gewesen sein, der das Fass zum Überlaufen brachte. Er traf aber auf eine Lebensgemeinschaft, die schon im Niedergang begriffen war. Es gab große Mengen an Tieren, aber nur wenige Arten. Wie Jack Horner in diesem Ted-Talk berichtet, waren einige Arten dabei auch noch jugendliche Formen, es gab also tatsächlich noch weniger Arten als gedacht.

    http://www.ted.com/talks/jack_horner_shape_shifting_dinosaurs

    Solche Gemeinschaften sind gegen äußere Einflüsse sehr viel anfälliger als Artenreiche.

    Irgendwie komisch finde ich die Aussage von Swage. Eine Periode die um ein paar Millionen Jahre schwankt, mal ganz ausfällt oder auch mal doppelt auftritt ?? Mir kommt das so zurechtgebogen wie die ‘Titus-Bode-Reihe’ vor. Mal passt sie, mal nicht, mal ist ein Planet (Neptun) zu viel, mal muss Pluto doch wieder als Planet durchgehen. Wenn man es nicht so genau nimmt, passen auch fremde Sonnensysteme in diese Reihe. Tatsächlich ist sie in unserem Sonnensystem nur durch mathematische Tricks passend gemacht worden. Und die gleiche Vorgehensweise scheint auch die Ursache der ‘Periodische Aussterbewellen-Statistik’ zu sein.

  39. #40 Spritkopf
    3. November 2015

    @Folke Kelm

    Auf der anderen Seite muss man sich mal die Kreide-Tertiär Grenze genau ansehen. Dort findet man VOR dem Ereignis einige wirklich interessante Fakten. Die Pflanzenwelt erfuhr zu der Zeit eine radikale Veränderung m it der Erfindung der Blütenpflanzen. Das Klima kühlte sich rapide ab, warum wohl? Weil Vor dem Chixculub Impact schon der Dekkan Vulkanismus im Gange war.

    Die Auseinandersetzung zwischen den Dekkanisten und den Chicxulubisten (nenne ich jetzt mal so) ist ja nichts Neues. Aber was ist jetzt eigentlich der chronologische Stand? Mal liest man, dass das Aussterben der Saurier schon vor dem Asteroideneinschlag begonnen hätte, dann melden sich andere zu Wort, die angeblich gravierende Belege dafür hätten, dass die Dekkan-Trapps nur geringfügige Auswirkungen aufs Klima hatten und die eigentlichen Klimawirkungen, die den Sauriern den Garaus machten, erst mit dem KT-Impakt kamen. Und dann gibt es auch noch diejenigen, die den Dekkan-Vulkanismus als Folge des Einschlags auf Yucatan sehen.

    Gibt es denn mittlerweile Datierungen, bei denen man halbwegs zuverlässig sagen kann, wieviele Jahre zwischen dem Beginn der richtig starken Lavaflüsse der Dekkan-Trapps und dem KT-Impakt liegen?

  40. #41 Folke Kelm
    6. November 2015

    Hallo Spritkopf,

    Es gibt eine Menge Datierungen zu den Dekkan Flutbasalten, aber man muss zu den Datierungen immer auch sagen, dass sie mit einem gewissen Fehler behaftet sind. Nimmt man sich die Datierungen vor, sieht man, dass die Eruptionen mindestens über mehrere hunderttausend Jahre stattgefunden haben und auch zu einem guten Teil vor dem Impact liegen.
    Das ganz grosse Problem mit dem Impact als Auslöser sehe ich darin, dass der Impact nicht als zur Erklärung des eigentlichen Mantelplumes taugt, bestenfalls als Auslöser von Eruptionen die zeitnah, also innerhalb von Jahren nach dem Impact stattfinden. Da die Eruptionen aber innerhalb von tausenden bis hunderttausenden von Jahren anhielten fehlt hier die Schlüssigkeit.
    Das Problem ist auch, dass die Faunenvielfalt zum Ende der Kreide massiv abnahm, gerade im Meer hatten die Kalkschaler massive Probleme, was schlüssig ist mit Versauerung (Vulkanismus).

    Der Stand der Dinge momentan ist der, dass die Impactisten doch ziemlich an Boden verlieren. Ich hab vor kurzem eine Arbeit gelesen (von der ich gerade aber nicht mehr die Referenz finden kann, ich versuche das mal nachzureichen) in der die Umweltbeeinflussung von Impact und Vulkanismus gegeneinander aufgerechnet wurde und in der schlüssig argumentiert wurde dass der Vulkanismus allein ausreicht, um den Dinos und anderen ziemlich den Garaus zu machen.
    Um es ganz ehrlich zu sagen bin ich eigentlich kein richtiger Experte just zur Kreide Tertiär Grenze, ich hab mich eher mit früheren Flutbasalten beschäftigt die mit recht grosser Sicherheit für das permische Aussterbeevent verantwortlich sind. Hier sind lustigerweise auch die Datierungen bei weitem besser, auch wenn es ne ganze zeit länger her ist.

    Geologen, die Vulkanismus generell absprechen klimatologischen Einfluss zu haben gibt es eien ganze Menge, nur muss man dazu sagen, dass Geologen ein ganz spezielles Völkchen sind, manchmal äusserst konservativ, vor allem die alte Generation, die noch nicht so der exakten Naturwissenschaft verpflichtet ist wie moderne Geologen. Ich hab gerade noch dieses Jahr mit Vergnügen meine alte Geo-Bibel herausgeholt in der Wegener noch äusserst kontroversiell diskutiert wird, und das Buch ist von 1982. Überall anderswo war die Plattentektonik zu der Zeit die einzige Alternative, alles andere war hinweggefegt von der Eleganz der “neuen Theorie”, während bei den Geologen durchaus der grosse Streit noch tobte.

    IN der Geologie siehst du oft die Tendenz, neue Ideen zu generalisieren. Dsa hält einige Jahre bis auch mal Jahrzehnte an, dann realtiviert sich das ganze wieder. Ich sehe die Impacttheorie auch in diesem Licht. Sicher ist das ein einschneidendes Ereignuis, aber der Impact taugt nicht, den Niedergang der traditionlellen Flora und Fauna am Ende der Kreide in seinem zeitlichen Verlauf zu erklären, und da liegt gerade der grosse Vorteil der Dekkanisten, der Vulkanismus taugt als Erklärung.

  41. #42 Dietmar
    7. November 2015

    @swage

    Ich bin da mit ein paar millionen Jahren nicht kleinlich,

    Das ist klar. Du bist nur kleinlich, wenn es um das Herbeireden Deiner Ideen geht. Und dann nicht kleinlich, wenn es um das Herbeireden Deiner Ideen geht. Eben immer so, wie es Dir in den Kram passt.

    Ich finde übrigens die politische Allianz von Julius Cäser und Napoleon Bonaparte interessant zu diskutieren. Ich bin da mit ein paar hundert Jahren nicht kleinlich. Nur nicht engstirnig sein!

    @Folke Kelm: Danke für Deine Erläuterungen! Ich finde es immer großartig, wenn Du Dich zum Wort meldest.

  42. #43 Max
    21. Februar 2017

    Ich glaube daß an der Periodizität viel dran ist, und habe mich daher intensiver mit Nemesis auseinander gesetzt, mir die Blog Beiträge angeschaut und externe Quellen analysiert, und die Statistik Methode unter die Lupe genommen. Ich dachte an die Umlaufbahn von Sedna, und kam bei den Recherchen über Nibiru; 27° breitengrad;
    zu Proxima Centauri.
    Und dann habe mich gewundert, wieso man so wenig über das am nächsten liegende 3-faches Stern System nachdenkt. Angeblich hat man Nemesis in einer Entfernung bis zu 2 Lichtjahre vermutet, paßt doch wunderbar zusammen.
    Das steht sogar explizit in der Wikipedia!!!

    Zitat: Es ist ebenfalls vorstellbar, dass Proxima Centauri im Periastron eine Menge Kometen aus der Oortschen Wolke des Systems ablenken und somit mögliche terrestrische Planeten um die Sterne A und B mit Wasser versorgen könnte .
    Wenn: “Der Abstand von Proxima Centauri zum Doppelsternsystem Alpha Centauri A und B etwa 15.000 ± 700 AE oder 0,21 Lichtjahre beträgt”
    … UND “sich Proxima Centauri in einer Umlaufbahn um das Doppelsternsystem befindet, mit einer Umlaufzeit in der Größenordnung von 500.000 Jahren (die Angaben schwanken von einigen 100.000 Jahren bis zu einigen Jahrmillionen)” Proxima ein veränderlicher Stern, und Roter Zwerg ist, dann suche ich doch zuerst dort, nach Nemesis (theorie).
    Zudem: Wahrscheinlichkeit, dass die beobachtete Anordnung zufällig ist, mit etwa 1 zu 1.000.000

    Untersuchungen aus dem Jahr 1994 weisen darauf hin, dass Proxima Centauri zusammen mit dem inneren Doppelsternsystem und neun weiteren Sternsystemen einen Bewegungshaufen bildet. Demzufolge würde Proxima Centauri nicht in einer stabilen Bewegung das Paar Alpha Centauri umrunden, sondern seine Bahn wird durch das Doppelsternsystem hyperbolisch gestört. Das bedeutet, Proxima Centauri würde nie einen vollen Umlauf um Alpha Centauri A und B vollführen.

    Der Beitrag sollte unter Nemesis laufen, daher habe den Text von FakeNews, wo ich den ursprunglich schrieb hier kopiert.
    Für mich ist das eine Sensation!!!! vermutlich auch für andere

    Links:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Alpha_Centauri#Zugeh.C3.B6rigkeit_von_Proxima_Centauri_zum_Sternsystem

    2xGoogel Übersetztung: die Blog links zu Der Periozität

    Eine neu überarbeitete Aufzeichnung der datierten Auswirkungen Krater wurde für Periodizität analysiert, und verglichen mit dem Rekord von Extinktionen in den letzten 260 Myr. Eine digitale kreisförmige Spektralanalyse von 37 Krateralter (im Alter von 15 bis 254 Myr vor) ergab einen Beweis für einen signifikanten Myr-Zyklus von 25,8 ± 0,6. Mit der gleichen Methode fanden wir einen signifikanten 27,0 ± 0,7 Myr-Zyklus in den Daten der acht anerkannten Marine-Auslöschung Ereignisse über den gleichen Zeitraum. Die Zyklen, die bei Stößen und Extinktionen festgestellt werden, haben eine ähnliche Phase. Der Wirkungskrater-Datensatz zeigt 11 scheinbare Spitzenwerte in den letzten 260 Myr, von denen mindestens 5 mit starken Extinktionspeaks eng korrelieren. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Hypothese der periodischen Auswirkungen und Aussterben Ereignisse noch lebensfähig ist.
    Kometen: Allgemein – Erde, Meteoriten, Meteore, Meteoroide, Planeten und Satelliten: Flächen
    Themenbereich:
    Artikel
    © 2015 Die Autoren Herausgegeben von der Oxford University Press im Auftrag der Royal Astronomical Society
    —————-
    Die zeitliche Verteilung der großen Extinktionen in den vergangenen 250 Millionen Jahren wurde statistisch anhand verschiedener Formen der Zeitreihenanalyse untersucht. Der analysierte Datensatz basiert auf einer Variation der Extinktionsintensität für fossile Familien von marinen Wirbeltieren, Invertebraten und Protozoen und enthält 12 Extinktionsereignisse. Die 12 Ereignisse zeigen eine statistisch signifikante Periodizität (P <0,01) mit einem mittleren Abstand zwischen den Ereignissen von 26 Millionen Jahren. Zwei der Ereignisse stimmen mit Extinktionen überein, die zuvor mit Meteoritenwirkungen (Endkreide und Spätozean) in Verbindung standen. Obwohl die Ursachen der Periodizität unbekannt sind, ist es möglich, dass sie auf außerirdische Kräfte (Solar, Sonnensystem oder galaktisch) bezogen sind.

  43. #44 Max
    22. Februar 2017

    @MikeRider #14 “ok, da das letzte massensterben also 11,6mio jahre her ist, würde das nächste theoretisch erst in ca 15mio jahren stattfinden. das is schonmal ne gute nachricht für die menschheit. aber: das bedeutet doch auch, das ein (postulierter) sonnenbegleiter sich gerade kurz vor seiner maximalen entfernung zu sonne befindet. hätte er eine stark exzentrische bahn, würde das doch bedeuten, das er (mit heutigen messgeräten) erst wenige millionen jahre vor seinem sonnennächsten punkt entdeckt werden könnte. oder nicht? wie groß könnte so eine bahn maximal sein, bevor er z.b. von einem anderen stern eingefangen werden oder durch andere störungen davonfliegen würde?”

    Auch diese Bedienung scheint Proxima Centauri zu erfüllen, …vorausgesetzt: die Apastron-Position ihrer Umlaufbahn in deren Nähe sich Proxima Cen derzeit befindet, gleichzeitig die entfernste Postion zur Sonne ist.
    Wie es in 3D aussieht? ..weiß ich leider nicht die 9 involvierte Sternensysteme. auch der in #27 erwähnte Hip 85605 (jetzt nun in 22,1LJ, und “gravitativ ungebunden”!?).
    Einstein Aussage: “Gott würfelt nicht” , stimmt nicht 😉 Es wirbelt nur so rum in der Gegend^^

    Zitat:
    “Proxima Centauri wäre jetzt nahe seinem Apastron (dem von α Cen entferntesten Punkt). Es sind noch genauere Messungen der Radialgeschwindigkeit erforderlich, um diese Annahme zu bestätigen.”

    Links:
    https://arxiv.org/abs/astro-ph/0607401
    https://de.wikipedia.org/wiki/Alpha_Centauri#Zugeh.C3.B6rigkeit_von_Proxima_Centauri_zum_Sternsystem