Heute, am 31.10.2015 erreicht der Asteroid 2015 TB145 seinen erdnächsten Punkt gegen 18 Uhr MEZ. Der Abstand wird 480.000 Kilometer betragen; er wird also weiter von der Erde entfernt sein als der Mond und keinerlei Gefahr darstellen (wie ich auch Anfang der Woche berichtet). Stattdessen werden wir aus dieser Begegnung sehr viel lernen. Und ein bisschen was haben wir schon gelernt!

Zum Beispiel, dass es sich vermutlich nicht um einen Asteroid handelt, sondern eher um einen Kometen. Einen “toten” Kometen, der schon so gut wie sein ganzes gefrorenes Material verloren hat so dass nur noch Gestein übrig ist. Er kann keine Gashülle und keinen Kometenschweif mehr entwickeln und unterscheidet sich nun kaum mehr von einem Asteroid (die ja von Anfang an nur wenig gefrorenes Material enthalten – den Unterschied haben ich hier genauer erklärt).

In den Medien ist der “Halloween-Asteroid” jetzt also zum “Toten Komet” geworden, was ja ebenfalls dem Anlaß entsprechend ausreichend gruselig ist.

So richtig passend (und so sehr passend, das ich zuerst an einen Fake gedacht habe), ist aber das erste Radardbild, das vom Arecibo Radioteleskop in Puerto Rico aufgenommen worden ist. Darauf sieht der Komet/Asteroid nämlich wie ein Totenkopf aus:

Radarbild von 2015 TB145 (Bild: NAIC-Arecibo/NSF)

Radarbild von 2015 TB145 (Bild: NAIC-Arecibo/NSF)

Natürlich ist das kein echtes Bild, sondern nur das Resultat einer Radarabtastung. Die muss man ein wenig anders interpretieren, als normale fotografische Bilder. Die durch die Reflektion von Radiowellen gewonnenen Informationen zeigen, wie schnell das Objekt rotiert und welche Teile seiner Oberfläche wie weit von uns entfernt sind. Es ist eher ein Diagramm und kein echtes Bild – die Details habe ich hier erklärt.

Aus diesen Informationen kann man aber die eigentliche Form des Asteroiden rekonstruieren (das er circa 600 Meter groß ist, weiß man aber jetzt schon) und das werden die Wissenschaftler sicherlich auch tun. Oder sie rekonstruieren die Form des Kometen. Denn, wie gesagt: Es sieht so aus, als wäre es ein ehemaliger Komet der heute an der Erde vorbei geflogen ist. Der Himmelskörper wurde mit der NASA Infrared Telescope Facility (IRTF) beobachtet und man hat dabei festgestellt, dass er extrem dunkel ist und kaum Licht reflektiert. Das deutet darauf hin, dass es sich um einen Kometen handelt, die – wie wir unter anderem von der Mission der Raumsonde Rosetta wissen – ebenfalls recht dunkel sind.

Ob es jetzt wirklich ein Komet ist, der aussieht wie ein Asteroid oder einfach nur ein Asteroid, werden wir erfahren, wenn nach dem Vorbeiflug alle Daten gesammelt und ausgewertet sind.

Rotation von 2015 TB145 (Bild: NAIC-Arecibo/NSF)

Rotation von 2015 TB145 (Bild: NAIC-Arecibo/NSF)

Aber man sieht wieder einmal, wie sehr es sich lohnt, die kleinen Himmelskörper zu erforschen. 2015 TB145 zeigt, dass die Grenzen zwischen Kometen und Asteroiden fließend sind. Das ist nicht neu; man hat schon einige Objekte entdeckt, die sowohl Eigenschaften von Kometen als auch von Asteroiden zeigen. Aber jetzt haben wir so einen Grenzfall direkt vor unserer Haustür und jede Menge neue Daten, mit denen wir die Kometen/Asteroiden besser verstehen können!

Kommentare (48)

  1. #1 Dampier
    31. Oktober 2015

    Das ist jetzt echt mal gruselig! Man könnte meinen, die Pareidolianer haben wieder zugeschlagen …

  2. #2 T
    31. Oktober 2015

    @ FF
    Hm, mit einer Radarabtastung kann man doch keine Helligkeitsunterschiede abbilden, oder? Das bedeutet also, dass helle Bereiche weiter entfernt sind als dunke, woraus sich ergeben würde, dass die scheinbar verschatteten ‘Augenhöhlen’ eigentlich Erhebungen sind.

  3. #3 Jen
    31. Oktober 2015

    Also Florian und Alderamin. Ich habe gelernt, das Asteroiden ihre Bahn nicht willkürlich ändern können, dass die sehr großen Asteroiden schon fast alle endeckt sind. Das kein momentan bekannter Himmelskörper in den nächsten 50 Jahren einschlagen wird aber man könnte ja noch einen endecken (hoffentlich nicht). Und noch ein paar dinge mehr und ich find deinen Blog toll und finde es nett das du und ein paar andere anderen wie mir di Angst davor nehmen wollt. Danke

  4. #4 Katrin
    Fredersdorf
    31. Oktober 2015

    Sind heute bei Freunden und unterhielten uns. Auf einmal ein großer heller Kegel am Himmel!!! Unglaublich, wir haben ihn gesehen…!!!!
    Danke für Ihre vorherige Berichterstattung, die ich jetzt natürlich erst erfuhr!

  5. #5 Florian Freistetter
    31. Oktober 2015

    Das war dann aber eine große Sternschnuppe, den Asteroid kann man mit freiem Auge nicht sehen.

  6. #6 M.Lück
    Berlin-Spandau
    31. Oktober 2015

    Find ich superinteressant! Bin auch gerade auf der Suche nach dem, was vorhin waagerecht am Himmel flog und uns derart beleuchtet hat. Sehr heller Schweif der noch lange nachgeglüht hat und eine grüne Kugel … wahnsinnig schön und irgendwie unglaublich.

    Der Halloweenkomet war es ja dann wohl nicht. Triotzdem vielen Dank für den schönen Artikel.

  7. #7 Theres
    31. Oktober 2015

    @M.Lück
    Oooh … ein Bolide in Spandau?
    In Mitte war nichts zu sehen. Hätt ich doch mit Teleskop zu den Tiefwerder Wiesen fahren sollen und dort auf die Dunkelheit warten … oder auf den Nebel.

  8. #8 Theres
    31. Oktober 2015

    Der sieht richtig cool aus 🙂
    *Totenkopf Smiley such*

  9. #9 Hinki
    Fellbach bei Stuttgart
    31. Oktober 2015

    Bin richtig erschrocken auf dem Heimweg…der grelle grüne Schweif…19.15PM…ich dachte jetzt kommen sie…..

  10. #10 Martina
    Apolda
    31. Oktober 2015

    Ich hab den vorhin auch gesehen. Mit einem Mal war der Himmel super hellen und man sah noch einen grünen lichtstrahl mit rötlicher Färbung darin. Wusste bis dahin gar nichts von dem Asteroiden.

  11. #11 Alderamin
    31. Oktober 2015

    @T

    Hm, mit einer Radarabtastung kann man doch keine Helligkeitsunterschiede abbilden, oder?

    Doch, klar. Hell: starkes Radarecho, dunkel: schwaches Echo.

    Das bedeutet also, dass helle Bereiche weiter entfernt sind als dunke, woraus sich ergeben würde, dass die scheinbar verschatteten ‘Augenhöhlen’ eigentlich Erhebungen sind.

    Nein. Das helle Echo kommt von der Vorderseite des Objekts. Was das “Bild” wirklich zeigt ist folgendes: in der senkrechten Achse ist die Laufzeit des Echos dargestellt. Die obere Seite ist die kürzeste Laufzeit, das ist die Seite des Asteroiden, die der Erde am nächsten ist. Unten ist folglich die Seite, die am weitesten entfernt ist. Da die nur streifend vom Radar getroffen wird (das ist quasi der Außenrand des Objekts) ist sie ziemlich dunkel.

    In der Waagerechten ist die Dopplerverschiebung abgebildet. Die linke Seite ist mehr blau verschoben und kommt auf uns zu, die rechte ist mehr rot verschoben und entfernt sich, und zwar weil das Objekt rotiert. Wenn es nicht rotierte, käme nur ein senkrechter Strich heraus; würde es sich sehr schnell drehen, wäre es mehr in die Breite gezogen.

    Was man da sieht, hat also eigentlich mit dem wahren Aussehen des Objekts nicht viel zu tun. Z.B. unterscheidet das Bild nicht zwischen oben und unten: Punkte, die gleich weit entfernt sind und die gleiche Rotverschiebung haben, landen in der Abbildung an der gleichen Stelle, egal, wo sie geometrisch liegen. Man kann auch nicht erkennen, wie die Rotationsachse im Raum liegt. Das Objekt würde also in einem Foto garantiert nicht wie ein Totenkopf aussehen.

    Die dunklen Flecken sind also einfach Zonen, die wenig Radar reflektieren, z.B. weil sie schräg zum einfallenden Radarsignal ausgerichtet sind, und sie sind etwas weiter entfernt als die Vorderkante des Objekts.

    Auf SLOOH gibt’s eine Aufzeichung des Live-Feeds, den sie eben gesendet haben, da wird eine Menge erzählt. Da nennen sie das Objekt übrigens “Spooky” 😀

  12. #12 Anja
    31. Oktober 2015

    Hallo, wir haben es auch gesehen und es war unglaublich schön gewesen diesen Moment am richtigen Ort gewesen zu sein. Aber was war es nun wirklich? Eine sternschnuppe??? Ganz schön groß für eine oder?

  13. #13 Alderamin
    31. Oktober 2015

    @Anja, Martina, etc.

    Ihr habt einen Boliden gesehen, eine helle Sternschnuppe, die von einem vielleicht ein paar cm großen Objekt verursacht wurde, das in der Atmosphäre verglüht ist. Das hat höchstwahrscheinlich nichts mit dem Asteroiden/Kometen 2015 TB 145 zu tun. Den Asteroiden konnte man nur mit Teleskop sehen, er bewegte sich viel langsamer und war viel länger zu sehen.

  14. #14 Hinki
    fellbach bei Stuttgart
    31. Oktober 2015

    hab`im Jugourlaub hunderte Sternschnuppen gesehen.-aber mit dem grellen grünen Schweif…in der Größe…so “nah”…dies war keine!!!! cm. große “Sternschnuppe”…warten wir mal die richtigen Nachrichten ab.

  15. #15 Alderamin
    31. Oktober 2015

    @Hinki

    Die Sternschnuppen, die man normalerweise sieht, werden von sandkorngroßen Krümeln verursacht. Was man sieht, ist die Leuchtspur des heißen Gases, das entsteht, wenn das Objekt durch die Atmosphäre rast, und diese Leuchtspur kann ein paar Meter breit sein. So helle Meteore wie der heute heißen Boliden oder Feuerkugeln.

  16. #16 Theres
    31. Oktober 2015

    @Hinki
    Schau doch mal auf dem Forum.meteorus nach – Alderamin hat oben den Link auch gepostet. Dort findest du auch Infos, in den Nachrichten vielleicht auch, weil der Bolide so richtig hell war.

  17. #17 Hinki
    31. Oktober 2015

    OK..lass ich gelten..einen “normalo” mehr aufgeklärt.Danke!

  18. #18 M.Lück
    Berlin-Spandau
    31. Oktober 2015

    @ Alderamin

    Danke für die Antwort! Es war wirklich krass …mein Mann war beleuchtet, als wenn ein Auto seine Scheinwerfer auf ihn richtet. Das hat einen sehr großen Eindruck gemacht. Ich bin gespannt ob irgenjemand es fotografiert odr zufällig gefilmt hat. Wirklich beeindruckend.

  19. #19 Alderamin
    31. Oktober 2015

    @M.Lück

    Schau mal im Thread nebenan, da gibt’s verlinkte Bilder und sogar Videos.

    Schade, habe ich knapp verpasst, das Ding.

  20. #20 Heljerer
    31. Oktober 2015

    Den Boliden habe ich auch gesehen. Ich habe gerade auch schon gelesen, dass er von Holland bis Polen gesichtet wurde.

    Den Halloween-Kometen habe ich mit meinem Teleskop trotz 450 mm Spiegeldurchmesser leider nicht gefunden. Das lag offensichtlich vor allem daran, dass die Helligkeit deutlich unterhalb der Erwartung blieb (nur ca. 12 mag statt ca. 10 mag). Hätte ich das gewusste, hätte ich eine besser vorbereitete Aufsuchkarte dabei gehabt.

  21. #21 DasKleineTeilchen
    1. November 2015

    das netz füllt sich langsam zu diesem boliden; klein war der wohl nicht, anscheinend hat halb europa den gesehen. könnte der hier gewesen sein, die aufnahme ist aus italien:

    youtube.com/watch?v=Gg69rJI6emw

    aufnahmewinkel ist hoch. könnte hinhauen, die berichte aus zb D sprechen von horizontnah. hätte ich zu gern gesehen…

  22. #22 DasKleineTeilchen
    1. November 2015

    here we go; scheint wirklich der gleiche zu sein, hier sind dashcam-aufnahmen aus polen:

    youtube.com/watch?v=kzAZ62d23n4

    mann, ist der grün, irre.

  23. […] gespült. Vor allem Hobbyastronomen, die in dieser Zeit an ihren Teleskopen standen, um die nahe Erdpassage des Asteroiden 2015 TB145 zu verfolgen, sahen kurz nach 19:05 Uhr den Himmel und die umgebene Landschaft in ein helles […]

  24. #24 Simone
    Wien
    1. November 2015

    Ich hab die grüne Sternschnuppe um 19:15 auch gesehen. Aus Wien nämlich! Wird wohl höher gewesen sein als gedacht 🙂

  25. #25 Primergy
    Potsdam
    1. November 2015

    Heute Nacht war ganz schön was los am Himmel!

    Um Mitternacht konnte ich einen weiteren hellen Boliden beobachten. Standort Potsdam.

  26. #26 Alderamin
    1. November 2015

    @Simone

    Ging sogar noch weiter südlich. Schönes Bild aus Slowenien.

  27. #27 SketikSkeptiker
    Randpolen
    1. November 2015

    Klar, Boliden gibt es immer mal… Aber hat man mal untersucht oder darüber nachgedacht, wie wahrscheinlich es ist, dass so große Brocken doch in einer – natürlich extrem dünnen – “Wolke” von Krümeln und größeren Teilen unterwegs ist?
    Tscheljabinsk war doch im engen zeiltlichen Zusammenhang mit einem Vorbeiflug eines Asteroiden, wenn ich mich recht entsinne, man sagte damals gleich mit fester Bestimmtheit: “absoluter Zufall!”, oder doch nicht?

    Nein, ich meine jetzt damit keinen Weltuntergang durch die Hintertür 😉

  28. #28 max
    münchen
    1. November 2015

    Hallo, ich habe gestern in der Nacht, um ca. 19:15, einen grünen, glimmernden Steifen am Himmel gesehen. Horizontal.
    Wie etwas verbrennt und erlischt in der Atmosphere.
    Der Ort war auf der B2 in Richtung Monheim Bayern/ von Augsburg kommend.

    Hat jemand etwas gesehen oder gehört?

  29. #29 max
    1. November 2015

    Entschuldigung, ich habe natürlich keinen Steifen am Himmel gesehen, sondern einen Streifen. Und diesen in der Atmosphäre.

  30. #30 Simone
    Wien
    1. November 2015

    Meine Schwester hat übrigens berichtet, dass sie um etwa 22.30 Uhr in südlicher Richtung auch eine “seeeeehr große Sternschnuppe” gesehen hat und zuerst gemeint hat, es wäre ein Feuerwerk 🙂

  31. #31 Theres
    1. November 2015

    @Max
    @Simone
    Ja, gestern war jede Menge los … und auf spaceweather.com gibt es eine Fotogallery des Boliden. Sie heißt das nämlich, oder Feuerkugel.
    Phil Plait hat auch einen neuen Artikel dazu:
    http://www.slate.com/blogs/bad_astronomy/2015/11/01/halloween_fireball_bright_meteor_over_europe.html

  32. #32 AmbiValent
    1. November 2015

    @SkeptikSkeptiker
    Der Bolide und der “Halloween-Asteroid” kamen aus ganz verschiedenen Richtungen, hängen also nicht zusammen. Beim Boliden ist dazu noch bekannt, dass er zu den Tauriden gehört, die mit dem Kometen Encke verwandt sind; besonders für die Zeit um Anfang November herum sind Boliden ein bekanntes Phänomen (genannt “Halloween fireballs”).

  33. #33 max
    1. November 2015

    @Theres
    endlich, …dachte ich bin total blöd.
    Vor allem dachten das aber die Leute, denen ich das gestern erzählt hatte.:-)

  34. #34 Theres
    1. November 2015

    @max
    Gerade in Städten sieht man ja nicht oft Sternschnuppen oder die größeren Geschwister, die Feuerbälle. Wenn so etwas passiert empfiehlt sich Twitter, besonders Daniel Fischer, der meistens sofort darauf eingeht, oder Spaceweather, die haben gewöhnlich eine fantastische Bildgalerie. Na, oder eben hier fragen 🙂

  35. #35 Desolace
    1. November 2015

    Habe gestern auf der Arbeit Radio gehört (weiß jetzt aber nicht mehr ob es Antenne Thüringen oder Landeswelle war) und die haben natürlich auch darüber geredet… dass der Asteroid näher käme als der Mond, und das wäre ja “knapp an der Erde vorbeigeschrammt” (da habe ich laut gelacht). Anschließend haben sie mit einem Astronomen aus Suhl (?) telefoniert, der dann erzählt hat was alles passieren könnte, wenn der Asteroid einschlagen würde. Vulkanausbrüche, Feuerbälle, Erdbeben, etc. Habe genervt den Sender gewechselt. Wenn ich mehr Zeit gehabt hätte, hätte ich da angerufen und mich beschwert… *grmpf*
    Es ist wie immer: ICH weiß, dass das nicht stimmt, aber was ist mit denen, die keine Ahnung von sowas haben? Naja.

  36. #36 Heiler
    Altendorf
    1. November 2015

    Ich hab den Boliden auch gesehen, der kurz nach19:00 herunter kam.
    Das war auf der Verbindungsstrasse von Torgau nach Dahlen.
    Vom Winkel her würde ich auf das gleiche Ereignis tippen, welches über Polen mehrfach gefilmt wurde.
    Ich vermute, er ist ein Teil des ehemaligen Kometen.

  37. #37 Theres
    1. November 2015

    Der kam nicht runter, der ist verglüht, was ja diese helle Leuchtspur bewirkte … aber er ist Teil eines Kometen, nämlich von Enke (usw), der für die Tauriden verantwortlich ist. http://www.astrocorner.de/index/02_wissen/01_kosmologie/01_sonnensystem/07_meteoroiden/tauriden.php

  38. […] Die INFO dazu, bitte anklicken! […]

  39. #40 Alderamin
    1. November 2015

    @Heiler

    Nee, das war ein Taurid. Das ist einer von vielen Meteorschwärmen, die der Erde zu bestimmten Daten im Jahr begegnen (die Leoniden und Perseiden sind die bekanntesten). Die Tauriden hängen mit dem Kometen Encke zusammen.

  40. #41 judith
    fredersdorf
    1. November 2015

    hey Katrin
    Fredersdorf
    31. Oktober 2015
    ja denn hab ich auch gesehen hell und blau war er

  41. #42 hermine
    Niederösterreich
    2. November 2015

    ich habe ihn auch gesehen, genaue Uhrzeit weiß ich jetzt nicht. war sehr beeindruckend ein riesiger grüner Strahl der dann verglüht ist. es war sicher nach 19:00 Uhr, wir hatten gerade unser Samhainritual abgeschlossen. tolles Erlebnis

  42. #43 karo
    heideck
    2. November 2015

    wir haben diese Himmelserscheinung am Ende unseres Rituales zum Ahnenfest gemeinsam gesehen. Vorher habe ich um ein Zeichen gebeten und war sehr erstaunt, über die promte Antwort.

  43. #44 T
    3. November 2015

    @ Alderamin #11
    Danke für die ausführliche Antwort. Leider verstehe ich es immer noch nicht. Liegt aber nicht an dir. 😉
    Was mich irritiert hat, sind die scheinbar sichtbaren Helligkeitsunterschiede,also der vermeintliche Grad an Sonneneinstrahlung, der den Eindruck erweckt, die Sonne stünde oberhalb und hinter dem Objekt und beleuchte seinen Rand. Alles Dunke müsste also vorne liegen. Da Radar kein sichtbares Licht abbildet, nahm ich einfach an, dass die hellen Flächen hinten liegen. Wenn ich dich richtig verstehe, ist es genau andersherum und die hellen Flächen sind hell, weil sie vorne liegen und mehr Strahlung reflektieren.
    Das Folgende habe ich nicht mehr verstanden. Wieso spielt es für die Abbildung keine Rolle, wo ein Punkt geometrisch liegt. Radar bildet doch durchaus die tatsächlichen Umrisse eines Objekts ab. Geht es also um die Fläche innerhalb dieser Umrisse? Was bedeutet, die Aufnahme unterscheide nicht zwischen oben und unten?

  44. #45 Alderamin
    3. November 2015

    @T

    Was mich irritiert hat, sind die scheinbar sichtbaren Helligkeitsunterschiede,also der vermeintliche Grad an Sonneneinstrahlung, der den Eindruck erweckt, die Sonne stünde oberhalb und hinter dem Objekt und beleuchte seinen Rand.

    Das ist aber kein Sonnenlicht, sondern genau das reflektierte Radar, mit dem der Asteroid von der Erde aus abgetastet wurde. Daran erkennt man, dass “oben” in Wahrheit die auf die Erde zugerichtete Seite des Objekts ist. Das ist eben kein Bild, wie ein Foto, sondern die grafische Darstellung einer Messung mit drei Parametern: Signallaufzeit (y-Achse), Dopplerverschiebung der Frequenz (x-Achse) und Stärke des reflektierten Signals (Helligkeit). Mitnichten ist das auch nur annähernd die Form des realen Objekts.

    Das Folgende habe ich nicht mehr verstanden. Wieso spielt es für die Abbildung keine Rolle, wo ein Punkt geometrisch liegt. Radar bildet doch durchaus die tatsächlichen Umrisse eines Objekts ab.

    Das Objekt wäre dazu viel zu klein. Um die Form zu erfassen, müsste man es mit scharfem Strahl zeilenweise abtasten. Es ist für das Radar jedoch nur ein Punkt. Wie gesagt entnimmt man diesem Punkt Laufzeit und Frequenzunterschiede, verbunden mit einer jeweiligen Intensität, jedoch keine Ortsinformation in der Ebene des Himmels. Man sendet einen scharf Puls einer festen Frequenz und erhält ein zeitlich gestrecktes und auf Nachbarfrequenzen erweitertes Echo zurück (vielleicht hast Du schon mal einen Krankenwagen in der Stadt in einiger Entfernung von Gebäuden verdeckt gehört, der zweistimmig klang, dann hörtest Du eine Frequenzkomponente, die sich von Dir entfernte und eine, die sich annäherte, was bei Echos gegen und in Fahrtrichtung so auftritt). Die Laufzeit liefert Information über die radiale Entfernung (also zum Beobachter hin bzw. von ihm weg) und der Dopplershift über eine Ausdehung senkrecht zu irgendeiner Drehachse, deren Lage man gar nicht kennt (man weiß nur, dass sie nicht exakt auf den Beobachter ausgerichtet sein kann, sonst gäbe es keine Dopplerverbreiterung des Signals).

    Geht es also um die Fläche innerhalb dieser Umrisse?

    Nein.

    Was bedeutet, die Aufnahme unterscheide nicht zwischen oben und unten?

    Stell’ Dir eine perfekte, rotierende Kugel vor, die abgetastet würde. Die Drehachse sei genau im rechten Winkel zur Blickrichtung (die Ausrichtung in der Himmelsebene ist egal). Dann erscheinen Punkte mit gleichem Dopplershift und gleicher Entfernung im Diagramm zusammen zu fallen. Beispiel: Die beiden Pole der Drehachse, wie auch beliebige Punkte, die gleich weit über bzw. unter dem Äquator auf dem gleichen Längengrad liegen, denn sie haben die gleiche Entfernung und den gleichen Dopplershift. Das Diagramm trennt also Nord- und Südhalbkugel nicht voneinander. Das meinte ich.

    Man kann aus dem Bild letztlich nicht erkennen, wie der Asteroid wirklich aussieht.

  45. #46 T
    3. November 2015

    Danke nochmals! Es lichtet sich.

  46. #47 wage
    3. November 2015

    Atropus, the World Born Dead 🙂