Heute vor einem Jahr ist der erste Artikel in meiner Kolumne “So ein Schmarrn” erschienen. Alle zwei Woche veröffentliche in der Online-Ausgabe der österreichischen Tageszeitung Der Standard einen neuen Text, der sich mit Pseudowissenschaft und/oder Esoterik beschäftigt. Warum ich das tue, habe ich ja schon anlässlich des Start des Blogs erklärt.

Gegen diesen Schmarrn hab ich nix! (Bild: gemeinfrei)

Gegen diesen Schmarrn hab ich nix! (Bild: public domain)

Nun, ein Jahr später, sind schon ein ganzer Schwung Artikel zu diversen Themen erschienen. Und ich habe ein paar sehr interessante Erfahrungen gesammelt. Zuerst möchte ich aber noch einmal kurz die Texte zusammenfassen, die bisher schon erschienen sind.

Es hat Spaß gemacht, all diese Artikel zu schreiben und ich denke, das mir die Themen auch im nächsten Jahr nicht ausgehen werden. Der Unsinn hört schließlich nicht auf. Genausowenig wie die “kritischen” Kommentare im Forum des Online-Standard. Ich bin ja aus meinem eigenen Blog einiges an Kommentaren gewohnt. Aber die Stimmung ist dort dann doch eine ganz andere. Natürlich gibt es da wie dort positive Rückmeldungen beziehungsweise klassische Trollkommentare. Oder ganz simplen Widerspruch: Wenn ich zum Beispiel Astrologie oder Homöopathie kritisiere, dann melden sich selbstverständlich Astrologen und Homöopathen um mir zu erklären, warum meine Kritik falsch sein muss. Was ich aber hier bei mir im Blog selten, im Standard-Forum aber sehr oft gelesen habe, sind Kommentare die man vielleicht am besten als “missgünstig” bezeichnen könnte. Oder auch “Kritik um des Kritisierens” willen. Erstaunlich viele Leute scheinen zum Beispiel das Format einer Kolumne nicht zu verstehen und beschweren sich, das meine Texte nicht “wissenschaftlich” sind. Sollen sie ja auch nicht sein – weil der Online-Standard keine wissenschaftliche Fachzeitschrift ist und ich nicht die Absicht habe dort, einen wissenschaftlichen Nachweis der Unwirksamkeit von Astrologie & Co zu bringen. Die Kolumnen sollen unterhalten – und vor allem aufzeigen, dass der ganze esoterische Unsinn nicht nur ein lustiges Nischenphänomen ist, sondern Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft hat.
Andere Kommentatoren beschweren sich, dass ich nur über Thema X schreibe, wo doch Thema Y viel viel schlimmer sei. Und dann sind natürlich auch die diversen “Ja, aber”-Kommentatoren dabei, die keinen Texte lesen können, ohne nach Möglichkeiten zu suchen, den Inhalt irgendwie zu relativieren. Bzw. festzustellen, dass ich das Thema ja nicht vollinhaltlich ausgearbeitet habe… Oder sonst auf irgendeine Art und Weise etwas suchen, über das sie meckern können.

Es war (und ist) interessant zu sehen, wie Texte zu kontroversen Themen in einem Massenmedium mit entsprechend großen Publikum aufgenommen und kommentiert werden. Das war vermutlich die interessanteste Erfahrung, die ich mit meiner “Schmarrn-Kolumne” gemacht habe. Sie hat mich vor allem gelehrt, dass es effektivere und lohnendere Beschäftigungen gibt, als die Kommentarspalten solcher Massenmedien zu lesen 😉

Kommentare (35)

  1. #1 Michael Jachan
    http://keingewerbescheinfuerhumbug.wordpress.com/
    12. November 2015

    Die WKO und das BMWFW haben eine placebokapitalistische Gewerbeform erschaffen: Die Energetiker. Leute ohne jegliche medizinische / psychologische Ausbildung doktern an der Volksgesundheit herum. So ein Schmarrn;)

    Initiative um dies zu korrigieren:

    http://keingewerbescheinfuerhumbug.wordpress.com

    Lg, MJ:)

  2. #2 eh i
    12. November 2015

    eines muss man dir lassen, soviel postings hat kaum ein/e artikel/kolumne wie deine.
    du polarisierst ganz schön, weiter so :O)

  3. #3 Rex-Lii
    12. November 2015

    Ich lese diese Artikel sehr gerne.
    Aber nach ein paar Artikeln wusste ich, dass ich die Kommentare getrost auslassen kann. Ist ähnlich wie bei Youtube, oftmals nur Müll und Leute die auf Ihre Meinung beharren no matter what… :ohnein:

  4. #4 Artur57
    12. November 2015

    Och ist das aber fies! Ich habe diesen Sommer im Grander-Wasser gebadet und, ja, ich meinte eine Wirkung zu verspüren. Eine nachhaltige sogar. Die aber schlagartig verschwand, nachdem ich Florians Artikel gelesen hatte. Auch rückwirkend! Wissenschaft ist nicht immer angenehm.

    Gekostet hat es ja nichts, das Grander-Wasser ist einfach im Hittisauer Schwimmbad drinnen und das ist nicht teurer als andere Schwimmbäder auch. Schön ist es da trotzdem, ich kann die Gegend nur empfehlen. Auch ist mir aufgefallen, dass die Österreicher neuerdings so einen neuzeitlichen und aufgeklärten Eindruck machen. Das war früher – ich muss jetzt diplomatisch sein – nicht in dieser Weise auffallend.

    Da andere Gründe nicht zu sehen sind, führe ich dies auf Florians Artikelserie zurück.

    Eine Ausweitung des Verfahrens in nordnordwestliche Richtung wäre wünschenswert.

  5. #5 knorke
    12. November 2015

    @Rex-Lii

    geht mir ähnlich, auch wenn mich morbide Neugier dann doch mal in die Kommentare lockt. Letztlich ist die Kommentarfunktion und das Klientel dort allerdings so, dass, selbst wenn es mal einen interesaanten Kommentarstrang gibt, meistens ein paar dabei sind, die den für irgendwelche Schwachsinnsdiskussionen hijacken. Und “leider” ist die Heterogenität der Leserschaft dort so groß, dass es selten mal zu einem Disput auf halbwegs Augenhöhe kommt. Es gibt dort auch vergleichsweise viele Kommentatoren, die “Freihstäter (Absicht!) ist ein verlauster Handlanger der Pharmabranche” bereits für ein gutes Argument halten.

  6. #6 Interskeptor
    12. November 2015

    Wow! Da hat sich ja schon einiges an Artikeln angehäuft, und ich hab schon ein paar verpasst … Manchmal les ich mir sogar ein paar Kommentare durch, wenn ich so richtig extrem gut drauf bin. 🙂

    Habe mir diesen Post gleich erstmal gebookmarkt, zum Nachschlagen.
    Besten Dank für deine Arbeit und auch von mir: weiter so!

  7. #7 Franz
    12. November 2015

    So viel schon, boah, da kommt man ja kaum nach.

  8. #8 Michael Blume
    http://www.blume-religionswissenschaft.de
    12. November 2015

    Lieben Dank für die Fleißarbeit – zu der auch das Ertragen oder gar Beantworten von “nicht immer sachlichen” Kommentaren gehört!

    Auf die esoterische Lehre der “Indigo-Kinder” stieß ich übrigens bei der Erkundung von – ja, auch das gibt es (inzwischen) – Einhornglaubenden. Hier der Buchartikel dazu: http://www.blume-religionswissenschaft.de/pdf/MichaelBlume_DieWiederkehrderEinhoerner.pdf

  9. #9 medot
    12. November 2015

    Schöne Kolumne, lese ich gern 🙂

    Zu den Kommentaren: Ist das “Sudern” nicht eine Herzensangelegenheit für jeden Österreicher? Kommt mir als Außenstehendem jedenfalls so vor und fällt in jeder Diskussion zu egal welchem Thema auf standard.at auf (anecdotal evidence, ich weiß und lass’ mich gern eines Besseren belehren). Nur dass nicht jeder Österreicher zugleich auch ein Meister des rasiermesserscharf geschliffenen Suderns ist, vielmehr leider immer wieder auch Grobverbaliker mit stumpfer Keule mitmischen.
    Kurz: Sind die monierten Kommentare wirklich immer so bierernst gemeint?

  10. #10 schorsch
    12. November 2015

    Die Vermutung, dass der Unsinn nicht aufhört, sollte nicht zum Schluss verführen, dass die Themen nicht ausgehen werden. Deren Zahl ist doch sehr begrenzt und es kommt wenig neues hinzu. So ist das einzige genuin dem jetzigen Jahrtausend entspringende Thema aus der obigen Liste m. W. die Furcht vor schwarzen Löchern am CERN.

    Ich bin gespannt, ob’s wirklich noch mal für ein ganzes Jahr reicht… Themen, die ich in der Liste oben vermisse, die derzeit vielleicht etwas aus der Mode gekommen sind, sind Kirlian- und Geisterfotografie und die üblichen spiritistischen Topoi wie z. B. das Ouija-Brett.

  11. #11 rambaldi
    12. November 2015

    Kommentarfunktionen, da sieht man wunderbar die GIFT (Greater Internet Fuckwad Theorie) in Aktion…

  12. #12 baba
    Nürnberg
    12. November 2015

    Bittebitte nicht aufhören mit “So ein Schmarrn”!!! Eso-Kritik kommt oft genug rechthaberisch, besserwisserisch und verbittert daher. Ich finde, da tut es hin und wieder gut, Schmarrn auch als solchen zu bezeichnen, ohne Quellenangabe und Peer Review. Die Beiträge sind ja trotz des leichten Tonfalls fundiert. Also, meine Empfehlung: Kommentare ignorieren und weitermachen 🙂

  13. #13 Artur57
    13. November 2015

    @baba

    Wieso “Kommentare ignorieren”? Ich sehe auch in diesen Kommentaren eine deutliche Mehrheit für den Autor. Und über mangelnde Aufmerksamkeit kann er sich aucch nicht beschweren. Allein das Granderwasser hat über 2000 Postings bekommen. Das ist doch schwerstens als Erfolg zu werten.

  14. #14 Artur57
    13. November 2015

    Weil jetzt das Granderwasser deutlich auf dem absteigenden Ast sich befindet, könnte man ja nach nicht-esoterischem Ersatz suchen. Vielleicht ein Grantlerwasser, das sich auch im benachbarten Bayern bestens verkaufen würde. Das Prinzip ist höchst einfach: der Bayer grantelt immer, wenn er Wasser sieht. Weil’s emm koa Bier is. Aber granteln wirkt identitätsstiftend und damit gesundheitsfördernd.

    So einfach sang- und klanglos das Granderwasser verschwinden lassen geht ja auch nicht. Ein Ersatz muss schon sein.

  15. #15 Kathrin S.
    13. November 2015

    Vielen Dank für die Zusammenstellung. Da ich den Stadard nur gelegentlich (online) lese, entgeht mir die Kolumne.
    Als naturwissenschaftliche Laiin bin ich immer sehr erfreut über Argumentationshilfen, die mir solche Artikel neben den Blogs liefern.
    Interessant wie einzelne Zeitungen mit den leserkommentaren umgehen. Die FAZ z.B., die ja auch um wissenschaftsnahe Darstellungen bemüht ist, schaltet (leider – vielleicht auch verständlich) die Kommertarfunktion sehr schnell ab. Sie vermeidet zwar einerseits Debatten, die relativ redundant sind, andererseits wird aber auch viel gekappt. Die Süddeutsche hat gar keine Kommentare mehr.

  16. #16 Gorg
    13. November 2015

    Bis auf die Kolumne “So ein Schmarrn” lese ich im Standard grundsätzlich nur die Kommentare! Wenn man die Welt nicht todernst nimmt, sind diese um einiges besser als die Artikel selber. 😀
    Wie gesagt.. der Schmarrn ausgenommen.

  17. #17 Firmamentum
    17. März 2016

    Gerne stelle ich mich zur Verfügung für Versuche zum Rutengehen. Ich habe diese Gabe, deren Funktionsweise ich mir bis heute nicht erklären kann. Es interessiert mich herzlich wenig, andere weltanschaulich zu missionieren und ich bin durch die bloße Artikulation meiner Beobachtung, dass es funktioniert, schon oft unverhältnismäßig grob gekränkt worden. Es ist einfach schade, wenn man sich der Möglichkeit des wissenschaftlichen Staunens, Forschens und Entdeckens aufgrund einer “Das darf doch nicht sein – Einstellung” begibt.

  18. #18 Captain E.
    17. März 2016

    Rutengehen? Was bedeutet das denn genau, und was schlägst du für eine Methode vor, mit der man deine möglichen Fähigkeiten testen kann. Wissenschaftliches Denken heißt ja gerade eben nicht, dass wir dir jetzt alle glauben und zu deinen Leistungen gratulieren, sondern dass wir kritisch hinterfragen und möglichst objektive Belege, gewonnen durch Experimente, sehen wollen.

  19. #19 Firmamentum
    18. März 2016

    x) Eine sehr einfache Variante, das Phänomen zu erfahren ist, eine fühlige Person mit aus Schweißdraht gebogenen Winkeln gehen zu lassen. Die Winkel “schlagen aus”, und zwar immer an denselben Stellen/Verläufen, natürlich auch bei unterschiedlichen Personen. (X-fach getestet.) Eine andere Variante ist, eine V-Rute zu verwenden, deren Enden jeweils von einer fühligen und einer nicht-fühligen Person gehalten werden. Auf diese Weise kann der nicht-Fühlige deutlich den “Zug” nach unten selbst spüren.

    x) Es ist mir egal, ob Sie mir glauben. Und ich muss mir nicht beweisen, dass ich mir selbst nichts vorspiele. (Sowohl Erkenntnisgewinn als auch Unterhaltungswert sind in solchen Fällen für den Akteur selbst ja grundsätzlich so überschaubar, dass sogar “Matrix” anschauen mehr bringt.)

    x) Wie kommen Sie darauf, dass mein Beitrag Gratulation erheischt? (Das ist eine ernst gemeinte Frage.)

    x) Ich bedanke mich schmunzelnd für die Belehrungen zum wissenschaftlichen Denken. Ich denke, die Auseinandersetzung mit der Folge von Kommentar #17 und #18 kann durchaus einen Ansatz für eine geeignete Methode, mögliche intellektuelle Fähigkeiten testen zu können, bilden.

    PS.: Radikale und unfundierte Wissenschaftsgläubigkeit ist mir unsympathischer als Grander – Wasser.

  20. #20 PDP10
    18. März 2016

    @Firmamentum:

    Gerne stelle ich mich zur Verfügung für Versuche zum Rutengehen.

    Dann melden Sie sich doch einfach bei der GWUP.

    Die führen jedes Jahr einen sogenannten “PSI-Test” durch, bei dem jeder der behauptet solche Fähigkeiten wie Sie zu haben 10.000€ gewinnen kann – wenn er sie denn zweifelsfrei unter Beweis stellt.

    Und das:

    Und ich muss mir nicht beweisen, dass ich mir selbst nichts vorspiele.

    … bedeutet, dass die “Belehrung” zum wissenschaftlichen Denken bei Ihnen jedenfalls nicht ganz an der falschen Stelle ist – mal abgesehen davon, dass ich im Beitrag von @Captain E. auch nichts “belehrendes” finden kann.

    Peter Monnerjahn hat das in der TP mal so formuliert:

    Zentralsatz der Wissenschaft: Pass auf, dass du dir nicht selbst in die Tasche lügst
    – mit dem Hilfssatz: Das zu verhindern kostet Anstrengung.

    Also? Wie wärs mit der Teilname an dem Wettbewerb der GWUP?

  21. #21 Firmamentum
    19. März 2016

    Danke für den Hinweis.

    “Ich muss mir nicht beweisen, dass ich mir selbst nichts vorspiele” ist so gemeint, dass ich mich selbst durchaus in der Lage sehe, ausschließen zu können, dass ich mich selbst bewusst täusche. Und tatsächlich bin ich der Ansicht, dass ich mir das nicht beweisen muss.

    Wenn mein erster Satz lautet, dass ich mich für Versuche gerne zur Verfügung stelle, dann ist die Replik:
    “Wissenschaftliches Denken heißt ja gerade eben nicht, dass wir dir jetzt alle glauben und zu deinen Leistungen gratulieren, sondern dass wir kritisch hinterfragen und möglichst objektive Belege, gewonnen durch Experimente, sehen wollen.” nicht passend und ich empfinde sie durchaus als belehrend.

  22. #22 celsus
    19. März 2016

    dass ich mich selbst durchaus in der Lage sehe, ausschließen zu können, dass ich mich selbst bewusst täusche.

    Das finde ich sehr beeindruckend, wirklich. Mir ist noch nie ein Mensch begegnet, der das immer, in jedem Fall und berechtigterweise über sich sagen kann.

    Es wäre wirklich toll, wenn du dich deswegen mal mit der GWUP in Verbindung setzen könntest. Solche Leute werden dort seit Jahrzehnten vergeblich gesucht und es gibt eine Menge Geld zu gewinnen.

  23. #23 Firmamentum
    19. März 2016

    Ich wusste gar nicht, dass es so leicht ist zu beeindrucken (besonders hier). 🙂

    Darf ich fragen, wie die Menschen, denen Sie begegnen, vorgehen, wenn Sie sich selbst bewusst täuschen? – Jeder Betrüger hätte Schwierigkeiten, sich selbst vergessen zu machen, dass er betrogen hat. Erst recht, wenn er einen Taschenspielertrick mit sich selbst gespielt hat und eine Münze von seiner rechten in die linke Tasche geschoben hat. Steht er dann da und sucht verzweifelt die Münze in seiner rechten Tasche?

    Ich habe bereits Kontakt mit GWUP aufgenommen und warte auf Antwort.

    Leider finde ich nichts Genaues über die Vorgaben zu diesem Psi – Test. Für konstruktive links wäre ich dankbar.

  24. #24 noch'n Flo
    Schoggiland
    19. März 2016

    @ Firmamentum:

    Radikale und unfundierte Wissenschaftsgläubigkeit

    Oha, 3 Fehler in 4 Worten – starke Leistung. Als erst einmal ist “Wissenschaft” das genaue Gegenteil von “unfundiert”. Zweitens bedeutet Wissen den Ausschluss von Gläubigkeit. Und somit ist daran auch nichts Radikales.

    Leider finde ich nichts Genaues über die Vorgaben zu diesem Psi – Test. Für konstruktive links wäre ich dankbar.

    Einfach hier melden:
    https://www.gwup.org/kontakt
    Die sagen Dir dann, wann und wo Du Dich testen lassen kannst.

  25. #25 Firmamentum
    19. März 2016

    Danke für den link, dann war ich vorher schon richtig und harre der Antwort.

    Ich schrieb “Wissenschaftsgläubigkeit”. Können´s lesen?

    Ich habe keine Lust mehr, mir auf diesem Niveau ans Bein pinkeln zu lassen.

  26. #26 Dietmar
    19. März 2016

    @Firmamentum

    “Ich muss mir nicht beweisen, dass ich mir selbst nichts vorspiele” ist so gemeint, dass ich mich selbst durchaus in der Lage sehe, ausschließen zu können, dass ich mich selbst bewusst täusche

    Ich habe keinen Zweifel, dass Du daran glaubst. Aber man täuscht sich eben nicht zwangsläufig bewusst, wenn man sich selbst täuscht. Es dürfte sogar die Regel sein sich unbewusst zu täuschen. Deshalb sind nur doppelt verblindete Tests aussagefähig und Deine Vorschläge mit “fühligen” Menschen nicht.

    Ich glaube nicht, dass da mehr hinter steckt als Täuschung von sich und anderen. Dass es ein davon unabhängiges Phänomen geben könnte, ist deutlich an der Realität aller Überprüfungen gescheitert. Das wird Dir auch so gehen.

  27. #27 Dietmar
    19. März 2016

    Ein Nachsatz noch, weil Du Dich in die Opferrolle zu schreiben versuchst:

    Können´s lesen?

    Das ist unnötig und beleidigend.

    Ich schrieb “Wissenschaftsgläubigkeit”.

    Wissenschaft ist eine Methode, keine Religion. Nur so kann Deine Behauptung objektiv überprüft werden. Du wirst recht bekommen, wenn Du bestehst. Das wirst Du allerdings nicht können, weil es keine Kraft gibt, die das gelingen lässt (Es gibt nur vier Grundkräfte).

  28. #28 T
    19. März 2016

    @ Firmamentum
    Wie man in den Wald hineinpinkelt, so pinkelt es heraus! Dass deine Unterstellung von ‘Wissenschaftsgläubigkeit’ einen Urinfleck an meinem Bein hinterlässt, auf diesen Gedanken kommst du gar nicht. Du hast den Ausdruck ‘Wissenschaftsgläubigkeit’ nicht erfunden und wirst mir auch nicht weismachen können, dass du damit etwas anderes meinst als blindes Vertrauen in die Richtigkeit von Aussagen Dritter. Das nennt man Glaube. Den pflege ich nicht. Ich vertraue in Belege. In #19 legst du nahe, es gebe Belege für deine Behauptungen (“X-fach getestet.”). Das stimmt nicht ganz; Ja, getestet wurde das Rutengehen x-fach, Belege für seine Funktionalität: Null! Deine subjektiven Erfahrungen sind keine Belege.
    Würdest du dich denn überhaupt überzeugen lassen? Falls du je bei der GWUP antreten solltest, was wirst du tun, wenn das Ergebnis nicht deinen Erwartungen entspricht. Aller Wahrscheinlichkeit nach wirst du behaupten, der Versuchsaufbau (der zuvor mit dir vereinbart wurde), sei untauglich. So verhalten sich die meisten der Getesteten.
    Solange die GWUP nicht meldet, dass es einen Beleg für deine Behauptungen gibt, solltest du also hier nicht so unverschämt auftreten!

  29. #29 noch'n Flo
    Schoggiland
    19. März 2016

    @ Firmament:

    Ich habe keine Lust mehr, mir auf diesem Niveau ans Bein pinkeln zu lassen.

    Wer pinkelt hier den wen an? Wohl doch eher derjenige, der Sachen wie

    Können´s lesen?

    von sich gibt.

  30. #30 RainerO
    19. März 2016

    Merke:
    – Esoteriker sind grundsätzlich Opfer
    – persönliche Erfahrungen sind grundsätzlich unumstößliche Beweise
    – Widerspruch ist grundsätzlich ein niveauloser persönlicher Angriff
    – …
    habe ich was vergessen?

    Wenn es nicht so gähnend langweilig wäre. Es kommt immer das selbe Strickmuster:
    – Heh, ich kann das, ganz bestimmt, zig-fach bewiesen
    – WAAAAAAS? Ihr glaubt mir nicht??!??!?!
    – Ihr materialistischen Wissenschaftsdogmatiker!!!!
    – Ihr seid niveaulos!
    – Das muss ich mir nicht bieten lassen!
    – Schmollend-abzieh…

    Der nächste bitte…

  31. #31 noch'n Flo
    Schoggiland
    20. März 2016

    @ RainerO:

    Und der Test bei der GWUP wird in etwa so ablaufen:

    Zuerst macht die GWUP einen vernünftigen Vorschlag für einen Versuchsaufbau. Der Proband hat aber gleich ein paar EInwände und fordert gewisse Veränderungen. Die GWUP kommt ihm entgegen. Der Proband ist immer noch nicht zufrieden, woraufhin man ihm erklärt, dass die restlichen von ihm geforderten Änderungen den Test manipulierbar und nicht mehr aussagekräftig machen. Der Proband schmollt und bricht den Kontakt ab.

    Nach ein paar Tagen/Wochen meldet er sich wieder und erklärt sich doch noch einverstanden mit dem vorgeschlagenen Procedere. Er zieht den Test durch und kackt gnadenlos ab. Daraufhin schimpft er wie ein Rohrspatz, das sei ja kein Wunder, schliesslich hätten die dogmatischen Wissenschaftler nicht von ihrem unflexiblen Plan abweichen wollen, mit solchen Methoden könne man seine Fähigkeiten ja auch gar nicht richtig messen, das sei ähnlich wie bei der Homöopathie. Ja, genau so ist es, bestätigen ihn die GWUPler, wobei der Proband die feine Ironie in dieser Aussage nicht einmal erkennen würde, wenn man sie ihm mit Tempo 200 auf die Nasenspitze geschleudert hätte.

    Er kehrt alsdann in seine kleine Esoterikerwelt zurück, flucht fürderhin auf die Wissenschaft, die ja – das haben ihm die Leute bei der GWUP persönlich so erklärt – für ihn und seine Fähigkeiten bis heute keine Erklärung hat.

  32. #32 Joker
    20. März 2016

    @ noch’n Flo (#24)

    Als[o] erst einmal ist “Wissenschaft” das genaue Gegenteil von “unfundiert”. Zweitens bedeutet Wissen den Ausschluss von Gläubigkeit. Und somit ist daran auch nichts Radikales.

    Erstens, gegen was soll sich diese Behauptung denn richten? Auch wenn Wissenschaft fundiert ist, kann der Glaube daran unfundiert sein. Und nur darüber wurde in dem von Dir Zitierten eine Aussage gemacht.

    Zweitens, seit wann wird denn bei Wissen der Glaube ausgeschlossen? Eine übliche Begriffsbestimmung sagt, Wissen sei wahre, gerechtfertigte Meinung. Auch wenn Meinung und Glaube nicht dasselbe sind, wird Glaube offensichtlich nicht ausgeschlossen, es wird nur spezifiziert welcher Art ein Glaube sein muss, um als Wissen gelten zu können.

    Drittens, das könnte ein Folgefehler aus den beiden ersten Punkten sein. Aus Eigenschaften von Wissen und Wissenschaft (und selbst die könnte man als etwas radikal anderes als z.B. Religion auffassen) lässt sich nichts so einfach für die Wissenschaftsgläubigkeit schließen. Natürlich kann diese nicht nur unfundiert sondern auch in vielen verschiedenen Hinsichten radikal sein. Belege dafür findet man zuhauf in diesem Blog.

    Was Du geschrieben hast passt daher nahtlos ins Thema: “So ein Schmarrn”

  33. #33 T
    20. März 2016

    @ Joker

    Auch wenn Wissenschaft fundiert ist, kann der Glaube daran unfundiert sein. Und nur darüber wurde in dem von Dir Zitierten eine Aussage gemacht.

    Trollst du? Es ist doch offensichtlich, dass es F. darum geht, jedes Vertrauen in wissenschaftlich belegte Behauptungen als ‘Glaube’ zu diskreditieren! Sich eine solcherart belegte Behauptung zu Eigen zu machen, ohne sie selbst zu überprüfen, ist kein Glaube im Wortsinn. Man vertraut darauf, dass eine peer-reviewte Aussage zeitlich begrenzt gültig bleibt. Aber seine eigenen Erfahrungen als absoluten Beleg für nicht nachprüfbare Behauptungen anzusehen, ist das esoterische Funktionsprinzip. Diese Leute bilden sich ein, zu einer ‘fühligen’ Elite zu gehören und erwarten, dass man ihnen glaubt, denn nachfühlen kann ja nicht jeder.
    Den Rest deines posts verstehe ich nicht.

  34. #34 Dietmar
    20. März 2016

    @T: Aus Erfahrung mit ihm an anderer Stelle spreche ich vermutlich auch für noch’n Flo: Ja, Joker trollt.

  35. #35 noch'n Flo
    Schoggiland
    20. März 2016

    @ T.:

    Joker macht sich einen besonderen Spass daraus, auf Wortwörtlichkeiten herumzureiten. Muss ein Schüler vom ollen Lanka sein. Erinnert mich immer wieder gerne an die Reichis, die ja immer darauf bestehen, frei zu sein und nicht wohnhaft, denn sie lebten ja nicht im Gefängnis.