SG_LogoDas ist die Transkription einer Folge meines Sternengeschichten-Podcasts. Die Folge gibt es auch als MP3-Download und YouTube-Video.

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Über Bewertungen und Kommentare freue ich mich auf allen Kanälen.
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Sternengeschichten Folge 240: Die Zukunft der Erde

In Folge 100 der Sternengeschichten habe ich ja schon von der Zukunft unseres Universums erzählt; bis hin zum Schluss – soweit man da überhaupt von einem Schluss sprechen kann. Aber wenn das Universum mal an seinem Ende angelangt ist, ist die Erde schon längst verschwunden. Es lohnt sich daher auch mal einen Blick auf die – zumindest aus astronomischer Sicht – nähere Zukunft zu werfen.

Was also wird alles in der Zukunft passieren? Am Freitag dem 1. Dezember 2017 wird der Sternengeschichten-Podcast mit der 262. Folge seinen 5. Geburtstag feiern (oder gefeiert haben, je nachdem wann man sich diese Folge anhört). Im Jahr 2030 wird die 24. Fußballweltmeisterschaft stattfinden. Am 13. Juni 2132 wird man in Mittelamerika und Afrika eine totale Sonnenfinsternis beobachten können und alle die diesen Podcast jetzt hören werden dann vermutlich schon tot sein (es sei denn man hört meinen Podcast aus irgendeinem Grund auch noch im 22. Jahrhundert). Aber wenn wir in dem Tempo weitermachen kommen wir nie bis zum Ende der Erde also drehen wir das Tempo ein wenig auf.

In 180 Millionen Jahren wird sich die Erdrotation aufgrund der Gezeitenwirkung des Mondes so weit verlangsamt haben das ein Tag eine Stunde länger dauern wird als heute. In 250 Millionen Jahren werden sich alle Kontinente der Erde wieder zu einem Superkontinent vereinigt haben. In 600 Millionen Jahren wird sich der Mond aufgrund der Gezeitenkraft so weit von der Erde entfernt haben dass er die Sonne nicht mehr komplett bedecken kann und wir keine totalen Sonnenfinsternisse mehr beobachten können. In 600 Millionen Jahren wird es auch langsam ein wenig ungemütlich auf unserem Planeten.

Obwohl natürlich die Chancen auch gut stehen dass schon vorher irgendwas passiert das unseren Planeten deutlich unfreundlicher macht als heute. 600 Millionen Jahre sind genug Zeit dass ein paar Supervulkane ausbrechen können oder das ein großer Asteroid bei uns einschlägt. Aber selbst wenn das nicht passiert müssen wir – sofern es dann noch etwas gibt das man “wir” nennen kann – uns darauf einstellen das es deutlich wärmer wird als heute.

Denn wie ich schon in Folge 35 der Sternengeschichten erzählt habe, wird die Leuchtkraft der Sonne immer stärker. Das ist allerdings ein sehr, sehr langsamer Prozess. In ihrem Inneren fusioniert die Sonne Wasserstoff zu Helium. Aber NUR in ihrem Inneren, weiter außen ist es dazu zu kalt. Das Helium selbst kann die Sonne allerdings auch nicht fusionieren. Es liegt also nur rum und dabei im Weg. Denn je mehr Helium sich im Kern ansammelt desto weniger Wasserstoff hat dort Platz. Je weniger Wasserstoff desto weniger Fusion desto weniger Energie dringt nach draußen. Jetzt könnte man meinen dass die Sonne dann eigentlich im Laufe der Zeit immer dunkler werden müsste. Ist aber nicht so: Denn sinkt der Druck der nach außen dringenden Strahlung, dann fängt die Sonne an ein wenig unter ihrem eigenen Gewicht zu kollabieren. Die nach innen gerichtete Gravitationskraft und der nach außen gerichtete Strahlungsdruck halten sich immer die Waage. Wird die eine Kraft kleiner muss die andere größer werden bis sich ein neues Gleichgewicht einstellt. Wenn die Sonne kollabiert erhöht sich aber auch der Druck in ihrem Zentrum und damit auch die Temperatur. Der Bereich in dem Wasserstoff fusioniert werden kann wird größer und effektiv erzeugt die Sonne mehr Energie als vorher.

Wie gesagt: Das ist ein sehr langsamer Prozess. Über menschliche Zeiträume hinweg merkt man nichts davon. Aber wenn man 600 Millionen Jahre wartet, sind die Auswirkungen spürbar. Immer mehr Wasser verdampft und gelangt in die Atmosphäre. Das Wasser fehlt den Gesteinen auf der Erde, die Plattentektonik wird immer langsamer. Der Kreislauf bei dem Kohlenstoff im Gestein durch die Tektonik in den Mantel der Erde gelangt und über die Vulkane wieder in die Atmosphäre bricht zusammen. Das Kohlendioxid bleibt gefangen und die Pflanzen können keine Photosynthese mehr durchführen für die sie ja Kohlendioxid brauchen.

Und die paar Lebewesen die diese Phase überlebt haben müssen sich 400 Millionen Jahre später auf harte Zeiten einstellen. Eine Milliarde Jahre in der Zukunft wird die Sonne 10 Prozent heller leuchten als jetzt. Die Durchschnittstemperatur auf der Erde wird fast 50 Grad betragen. Die Ozeane verdampfen langsam.

In 2,3 Milliarden Jahren wird der flüssige Metallkern der Erde dagegen so weit abgekühlt sein, dass er nicht mehr flüssig sein kann. Wenn er fest wird, hört auch der Dynamo-Mechanismus auf der unser Magnetfeld erzeugt. Ohne das Magnetfeld können Sonnenwind und die kosmische Strahlung ungehindert auf die Erdatmosphäre treffen und sie wie ein Sandstrahler langsam ins All hinaus pusten.

In 2,8 Milliarden Jahren ist die Temperatur dann auf 150 Grad gestiegen. Da wo es vorher vielleicht gerade noch an den Polen ein wenig flüssiges Wasser gegeben hat ist jetzt wirklich alles weg. Höchstens in unterirdischen Höhlen oder im Gestein könnten noch ein paar hartnäckige Einzeller überleben.

In drei bis vier Milliarden Jahren ist dann aber wirklich Schluss! Die Sonne ist 40 Prozent heller als heute. Das ganze Wasser ist als Wasserdampf in der Atmosphäre und treibt einen Mega-Treibhauseffekt an. Die Temperatur auf der Erdoberfläche wird auf über 1000 Grad steigen. Das Gestein an der Oberfläche schmilzt. Mit Leben ist es jetzt endgültig zu Ende.

Und der Planet selbst? Die Erde kann noch ein wenig länger durchhalten. Obwohl das weitere Schicksal unseres Planeten langsam ein wenig unklar wird. Die Sonne wird immer heißer und heißer und damit auch die Erde. Irgendwann kann aber selbst die Eigengravitation der Sonne der immer stärker werdenden Leuchtkraft nichts mehr entgegen halten. Der enorme Strahlungsdruck bläht die äußeren Schichten unseres Sterns immer weiter auf. Die Sonne wird zu einem roten Riesen und deutlich größer als zuvor. Das passiert in 5 bis 6 Milliarden Jahren. Und die Erde? Wird verschluckt? Vielleicht. Obwohl die Sache ein wenig komplizierter ist.

Denn während die Sonne sich immer weiter aufbläht verliert sie auch Masse. Der Strahlungsdruck pustet die äußeren Schichten der Sonne regelrecht hinaus ins All. Wird die Sonne leichter, dann wird auch die Gravitationskraft die sie auf die Himmelskörper in ihrer Umlaufbahn ausübt geringer. Die Planeten rücken also ein Stück weiter nach außen und könnten so eventuell der sich aufblähenden Sonne entkommen.

Was die beiden inneren Planeten Merkur und Venus angeht ist das egal. Die sind der Sonne zu nahe, die werden auf jeden Fall verschluckt. Mars und der Rest der Planeten des Sonnensystems sind fein raus, denn so weit wird sich die Sonne auf keinen Fall aufblähen. Die Erde hat allerdings Pech gehabt. Sie ist gerade an der Grenze, dort wo es kritisch werden könnte. Beziehungsweise nach allem was wir derzeit wissen: Es wird kritisch für die Erde! Sie ist der Sonne ein klein wenig zu nahe und kann nicht mehr rechtzeitig nach außen wandern. Es wird nicht mal eine Million Jahre dauern nachdem die Sonne angefangen hat sich aufzublähen und schon ist die Erde verschluckt. Was dann passiert ist wirklich unklar. Sofort wird die Erde nach dem Verschlucken jedenfalls nicht zerstört. Die Sonne hat sich zwar aufgebläht, aber dadurch ist ihre Materie dann auch sehr dünn verteilt. Die Erde fällt also weniger in ein heißes Plasma-Inferno, sie taucht eher in einen sehr heißen Nebel ein.

Dann beginnt sie langsam zu verdampfen. Bis sie irgendwann weg ist. Oder aber die Sonne aufhört mit ihrer Roten-Riesen-Phase. Denn irgendwann kommt die Kernfusion im Inneren komplett zum erliegen. Die äußeren Schichten sind komplett weggepustet. Und übrig bleibt nur ein extrem dichter Sternenrest von der Größe der Erde selbst: Ein weißer Zwerg. Ein großer Planet könnte lange genug im Inneren der Sonne aushalten so dass noch ein bisschen was übrig ist wenn der Stern zum weißen Zwerg wird. Solche Planetenreste haben wir bei anderen, ausgebrannten Sternen schon entdeckt. Ob aber auch die Erde durchhalten wird ist zweifelhaft. Vermutlich eher nicht.

Und der Rest des Sonnensystems? Der könnte das ganze Drama durchaus halbwegs unbeschadet überstehen. Die äußeren Planeten werden danach den weißen Zwerg umkreisen; dafür reicht dessen Anziehungskraft locker. Nur ganz außen, in der die das Sonnensystem umgebenen Oortschen-Wolke könnten ein ganzer Schwung Kometen und Asteroiden in die gravitative Freiheit entkommen. So weit entfernt reicht die Anziehungskraft nicht mehr die Himmelskörper festzuhalten.

Die Erde wird also irgendwann ihr Ende finden. Aber bis es so weit ist haben wir zum Glück noch jede Menge Zeit…

Kommentare (34)

  1. #1 F. Garcia
    30. Juni 2017

    Wenn die Erde in diesem Gasnebel der Sonne eintaucht wird der Mond aufgrund von Reibungskräften mit der Erde kollidieren?

  2. #2 Karsten
    Halle
    30. Juni 2017

    Sie gehen vom natürlichen Zyklus aus; aber gesetzt den Fall, es gibt in, sagen wir 500 Mio Jahren, Intelligenz auf dieser Welt, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass diese etwas dagegen unternimmt, das ihre Wohnwelt zunehmend ungemütlicher wird. Ein paar (Dutzend? Hundert?) künstliche Sonnen in den Orbit um die Erde; einige (Hundert?/Tausend?) Triebwerke an den Planeten und den Erdmond drangeflanscht – und das Erde-Mond-System könnte auf Wanderschaft gehen. Vorzugsweise senkrecht zur Ekliptik, damit man Jupiter und den anderen Gas/Eis-Riesen nicht zu nahe kommt. Und während dieser Wanderschaft bleibt das Klima lebensfreundlich und die Erdachse stabil …

  3. #3 Jens
    30. Juni 2017

    Wenn die Sonne in 3 bis 4 Mrd. Jahren 40% heißer ist, wo liegt dann die habitable Zone?

  4. #4 Captain E.
    30. Juni 2017

    @Karsten:

    Sie gehen vom natürlichen Zyklus aus; aber gesetzt den Fall, es gibt in, sagen wir 500 Mio Jahren, Intelligenz auf dieser Welt, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass diese etwas dagegen unternimmt, das ihre Wohnwelt zunehmend ungemütlicher wird. Ein paar (Dutzend? Hundert?) künstliche Sonnen in den Orbit um die Erde; einige (Hundert?/Tausend?) Triebwerke an den Planeten und den Erdmond drangeflanscht – und das Erde-Mond-System könnte auf Wanderschaft gehen. Vorzugsweise senkrecht zur Ekliptik, damit man Jupiter und den anderen Gas/Eis-Riesen nicht zu nahe kommt. Und während dieser Wanderschaft bleibt das Klima lebensfreundlich und die Erdachse stabil …

    Das hört sich an, als hättest du zuviel Perry Rhodan gelesen.

    Wozu braucht es etwa gleich noch einmal die künstlichen Sonnen? Unsere natürliche wird doch auch so schon heiß genug. Und was soll das heißen, “senkrecht zur Ekliptik”? Als Himmelsmechanik dran war, warst du wohl gerade krank, oder? Abgesehen davon weiß ich echt nicht, was die Erdtriebwerke mit der Atmosphäre anstellen würden. Der Begriff “Luftverschmutzung” würde dann auf ein völlig neues Niveau angehoben werden.

  5. #5 Ambi Valent
    30. Juni 2017

    @Jens
    Die liegt dann etwa 20% weiter außen.

    20% mehr Entfernung = 120% Entfernung gleicht 120%*120%=144% Energie, also 44% mehr Energie exakt aus.

    Ich habe gerade nachgeschaut – die Sonne wird größer, behält aber fast die gleiche Oberflächentemperatur. Bei 120% Radius wären das dann ebenso 144% ausgestrahlte Energie.

  6. #6 Ambi Valent
    30. Juni 2017

    @Karsten
    Ich teile die Diagnose “Perry Rhodan” – da kommt sowas vor. Um aber mal halbwegs ernsthaft auf eine dermaßen hypothetische Frage zu antworten, gibt es zwei Fälle:

    A) Man hat künstliche Sonnen, die die Erde mit Wärme versorgen könnten. In dem Fall könnte man ganz aus dem Sonnensystem verschwinden und käme auch keinen anderen Planeten in die Quere.

    B) Man will einfach nur den Orbit ändern, so dass die Erde die gleiche Energie erhält wie jetzt. In dem Fall hilft eine “Schräglage” des Orbits aber nicht. Um das Klima normal zu erhalten, müsste Sonnennähe und Sonnenferne bei ähnlichen Entfernungen liegen. Und das heißt, der Erdorbit schneidet die Ebene des übrigen Systems an zwei Stellen mit einer Entfernung, die zwischen diesen beiden Werten liegt.

    Also kann man auch gleich auf die Schräglage verzichten und muss nur auf orbitale Resonanzen achten, so dass die Erde langfristig nicht mit anderen Planeten zusammenstößt. Die Bahnen aller möglichen Asteroiden in dem Bereich müsste man auch berücksichtigen und evtl ändern (mit einer wie auch immer gearteten Zukunftstechnologie).

    In beiden Fällen gilt aber:

    Die Beschleunigung müsste dabei aber von außen kommen: man beschleunigt einen anderen Körper und lässt ihn in der Nähe der Erde günstig vorbeifliegen, so dass bei der Begegnung die Erde nach außen und der andere Körper nach innen beschleunigt wird. (So bliebe bei der Beschleunigung die Erde selbst “sauber”)

  7. #7 tomtoo
    30. Juni 2017

    Also doch schon mal ein Grunstück auf dem Mars erweben. Noch ist günstig. ; )

  8. #8 Ambi Valent
    30. Juni 2017

    @Karsten
    PS zu meinem Kommentar, der noch in der Mod hängt:

    Wenn du aus dem Sonnensystem ganz raus willst, dann könnte es sogar helfen, an den Riesenplaneten vorbeizukommen, um dadurch mit dem Swing-By-Effekt zusätzlich Schwung zu holen. Dazu bräuchtest du aber wohl einen Perry-Rhodan-Schutzschirm, um die Erde vor dem starken Magnetfeld der Riesen und dessen Auswirkungen (starke Strahlung) zu beschützen. Aber wenn du die restliche Technologie hättest, hättest du den wohl auch.

  9. #9 Karsten
    30. Juni 2017

    @Captain E:

    Ok, solange man “nur” den Orbit ins Zentrum der dann neuen habitablen Zone verschiebt, braucht man keine Kunstsonnen; aber wer sagt denn, dass die dann auf der Erde Lebenden im Sonnensystem bleiben wollen? Wenn man (aus welchen Gründen auch immer) tatsächlich in den interstellaren Raum will, um sich eine neue Sonne zu suchen, wird man etwas brauchen, das die Atmosphäre gasförmig und das Oberflächenwasser flüssig hält – sofern man es nicht vorzieht, sich ins Planeteninnere zurückzuziehen. Da kämen dann die künstlichen Sonnen durchaus gelegen.

    Und was die Triebwerke angeht – geh bitte nicht von den Limitationen aus, die die gegenwärtige Technik besitzt. Wir reden hier von 500 Mio Jahren! Da kann sich bezüglich Antriebstechnologien einiges tun. Und wir reden auch nicht von nur 10 oder 100 Jahren Reisezeit, sondern von deutlich längeren Zeiträumen. Immerhin dürfte es selbst in 500 Mio Jahren noch einige Millionen Jahre dauern, bis es im aktuellen Erdorbit “wirklich” ungemütlich wird. Das heißt, dass selbst relativ “geringe” Schubwerte ausreichen dürften, um den Planeten vor der Sonne in Sicherheit zu bringen.

    Außerdem baut man Triebwerke ja hauptsächlich deshalb, um den Kurs des angetriebenen Objekts nach eigenem Ermessen bestimmen zu können. Ein möglichst radikales Verlassen der Ekliptik wäre imo schon deshalb angeraten, weil sonst bei der Durchquerung des Sonnensystems nach außen (und abhängig vom genauen Reiseziel) der Einfluß der Schwerkraft der Gas-/Eisriesen auf das reisende Erde-Mond-System zu groß werden könnte. Dann könnte genau das passieren, was man durch die Mitnahme des Mondes ja eigentlich verhindern will – dass der sich endgültig aus der Umlaufbahn um die Erde verabschiedet, was u.a. eine Destabilisierung der Erdachse zur Folge hätte …

  10. #10 Peter Paul
    Winnenden
    30. Juni 2017

    Wahrscheinlich eine blöde Frage, aber ich bin kein Computerfreak: Wie kriegt man bei den Zitaten die schönen grauen Balken hin, und wie macht man das, dass man auf einen ganz bestimmten Beitrag, z.B. den von Captain E., einen Kommentar startet?

  11. #11 Bernold Feuerstein
    Heidelberg
    30. Juni 2017

    Bzgl. der Entwicklung der Atmosphäre mit einem “galoppierenden Treibhauseffekt” frage ich mich, ob Oberflächentemperaturen von ca. 1000°C erreichbar sind, oder ob nicht der Verlust an Wasserdampf durch Dissoziation (photochemisch und/oder thermisch) dem entgegensteht. Unser Nachbarplanet Venus empfängt ja knapp doppelt soviel Strahlungsleistungsdichte und die Atmosphäre hat sich dort bei einer Oberflächentemperatur von ca. 460°C stabilisiert – wobei Wasser heute nur noch in Spuren vorhanden ist. Falls die Venus ursprünglich ähnlich wasserreich wie die Erde war, muss es zu einem massiven Verlust gekommen sein (unterstützt durch die Abwesenheit einer schützenden Magnetosphäre).

  12. #12 noch'n Flo
    Schoggiland
    30. Juni 2017

    @ Peter Paul:

    <blockquote>Zitat</blockquote>

    ergibt

    Zitat

    Den Rest Deiner Frage verstehe ich nicht so ganz.

  13. #13 tomtoo
    30. Juni 2017

    @Peter Paul

    Meinst du damit, das es in manchen Blogs direkt unter einem Kommentar möglich ist zu antworten ?
    Ist hier bei @Florian imho “der heiligen Kuh sei Dank” nicht möglich. Macht die Kommentare vollkommen unleserlich.

  14. #14 Peter Paul
    30. Juni 2017

    Vielen Dank, erst mal für die Zitat-Geschichte.
    Der zweite Teil geht darum: Deine Antwort geht an @Peter Paul. Wie machst du das, dass das so gezielt an mich geht?

  15. #15 tomtoo
    30. Juni 2017

    @Peter&Paul

    *gähn*

  16. #16 tomtoo
    30. Juni 2017

    @nnF
    Sag mal ist hier Momentan so eine “Volldummschlumpfparty” angesagt und ich habs einfach nicht mitbekommen ?

  17. #17 Ambi Valent
    30. Juni 2017

    @Karsten
    Wenn du ganz aus dem Sonnensystem rauswillst, dann musst du die Erdachse auch nicht mehr gegenüber der Sonne stabil halten.

  18. #18 Ambi Valent
    30. Juni 2017

    @Peter Paul

    Das “@Peter Paul” ist reiner Text, das können alle sehen, nicht nur du.

  19. #19 noch'n Flo
    Schoggiland
    30. Juni 2017

    @ tomtoo:

    Nu halt mal die Füsse still, es kann ja schliesslich nicht jeder im Umgang mit der Blogsoftware so souverän sein wie Du. Und vergiss bitte nicht, welche Probleme Du am Anfang hattest.

  20. #20 Aginor
    30. Juni 2017

    Die Vorstellung dass die Menschheit MIT der Erde zusammen der Sonne entkommen könnte halte ich für sehr absurd.
    Viel wahrscheinlicher ist dass – sollten Menschen bis dahin noch leben – Raumschiffe gebaut werden, und dann heisst es: “Leb wohl, Heimatplanet!”
    Ein letztes mal winken und dann geht’s ins Weltall.

    Warum sollte man einen gigantischen Brocken Metall und Gestein mitnehmen, dessen Ökosysteme sowieso ohne die Sonne wie sie jetzt existiert dem Untergang geweiht sind?

    Aber wie gesagt: Dass die Menschheit (oder irgendetwas was dem einigermaßen ähnlich sieht das wir jetzt so nennen) so lange überlebt ist sehr, sehr unwahrscheinlich.

    Gruß
    Aginor

  21. #21 tomtoo
    30. Juni 2017

    @nnF

    Eben verstehe ich die Welt nicht. Aber ist OK.

  22. #22 PDP10
    30. Juni 2017

    @tomtoo:

    Ich schätze mal, @Peter Paul hatte seine zweite Frage schon getippt, bevor er deine Antwort lesen konnte … kann mal passieren.

    Ausserdem musst du dir wirklich kein schlechtes Beispiel nehmen an meiner Form der letzten Tage … ;-).

  23. #23 PDP10
    30. Juni 2017

    @Peter Paul:

    Direktes Antworten auf Kommentare ist in diesem Blog halt nicht eingerichtet. Und da schließe ich mich tomtoo an – das ist auch besser so, weil das der Übersicht nicht zuträglich ist.
    Du kannst dich aber auf die Kommentarnummer beziehen.
    Und natürlich denjenigen, dem du antworten willst mit Namen ansprechen …

    Und jetzt versuche ich nochmal den Link von eben unterzubringen, weswegen mein voriges Post kommentarlos in /dev/null verschwunden ist …

  24. #25 tomtoo
    30. Juni 2017

    @ PDP10
    Sry steh voll Schlauch !

    “”””
    Der zweite Teil geht darum: Deine Antwort geht an @Peter Paul. Wie machst du das, dass das so gezielt an mich geht? “””

    Es muss die Hitze sein. Sry.

  25. #26 PDP10
    30. Juni 2017

    @tomtoo:

    Das habe ich auch nicht verstanden. Vielleicht meint er die Email Benachrichtigung über einen neuen Kommentar?
    Keine Ahnung …
    Und wir werdens auch nicht wissen, wenn er es uns nicht nochmal genau erklärt :-).

  26. #27 tomtoo
    30. Juni 2017

    @PDP10

    OK, alles locker. ; )

  27. #28 Laie
    1. Juli 2017

    @Aginor
    Grosse Zweifel sind deswegen anzubringen, dass das geschieht – siehe auch Aussagen von Hawking, weil die Wahrscheinlichkeit für die gegenseitige Vernichtung derart hoch ist, sodass die Zeitspanne des Überlebens und technischer Weiterentwicklung einfach nicht ausreicht.

    So geht die Ertragsfähigkeit für Nahrung, auch bei uns stark zurück, viel stärker noch die Vielfältigkeit der für das Überleben notwendigen Biologie, Fauna und Flora, wie ich jüngsten Berichten entnehmen kann. Massenaussterben findet jetzt statt.

    Es ist ein Wettlauf mit der Zeit, Klimawandel läuft auch noch parallel dazu – der Druck steigt.

  28. #29 Michael Schöfer
    Mannheim
    2. Juli 2017

    In 600 Mio. Jahren wird es auf der Erde ungemütlich? Da hat die Menschheit, sollte sie überhaupt bis dahin durchhalten, noch viel Zeit, sich etwas einfallen zu lassen. Um den Zeitraum zu verdeutlichen: Vor 600 Mio. Jahren entstanden auf der Erde die ersten Vielzeller. Angesichts den Entfernungen im Universum halte ich das Auswandern der Menschheit in andere Sonnensysteme für sehr unwahrscheinlich. Für eine künstliche Intelligenz, die nicht auf eine Ökosphäre angewiesen ist, sieht das schon vielversprechender aus. Womöglich lebt die Menschheit dann bloß noch als Erinnerung in irgendwelchen elektronischen Archiven weiter, während sich Maschinen aufmachen, das All zu besiedeln.

  29. #30 Caracalla
    4. Juli 2017

    Nur kurz gesagt – eine der besten Podcast-Folgen (zu mindestens für mich) – sehr informativ.
    Fakten, mit deren Hilfe man bei jeder Cocktailparty mächtig Eindruck schinden kann :-)

  30. #31 Florian Freistetter
    4. Juli 2017

    @Caracalla: Danke fürs Lob!

  31. #32 Stephan
    12. Juli 2017

    #28
    “So geht die Ertragsfähigkeit für Nahrung, auch bei uns stark zurück, viel stärker noch die Vielfältigkeit der für das Überleben notwendigen Biologie, Fauna und Flora, wie ich jüngsten Berichten entnehmen kann. ”

    Schick mal bitte die Links zu den jüngsten Berichten.

  32. #33 Spunk123
    29. Juli 2017

    Aber Moment: können wir denn überhaupt wissen, wo sich die Erde bezogen auf die Sonne in den genannten Zeiträumen befindet?: wir können doch das drei-Körper-Problem nicht exakt lösen – nur näherungsweise, wie ich durch dieses Blog schon gelernt habe. Ist es nicht so, dass die Qualität der Näherung abnimmt, je weiter wir vorausberechnen wollen? Und müsste man nicht auch noch den Effekt des Mondes berücksichtigen? Teilt er das Schicksal der Erde in den geschilderten Szenarien? Oder verlieren wir ihn irgendwann, was womöglich auf die Erdbahn um die Sonne einen – wie auch immer gearteten – Effekt haben wird?

  33. #34 Ambi Valent
    29. Juli 2017

    @Spunk123
    Beim Mond können wir uns sicher sein, dass er bei der Erde bleibt. Die Erde hat eine sogenannte Hill-Sphäre, innerhalb derer die Gravitation der Erde stärkere Auswirkungen hat als die der Sonne, wo also Monde kreisen können. Unser Mond kreist momentan im inneren Viertel dieser Hill-Sphäre, in ferner Zukunft (trotz langsamer Entfernung durch Gezeitenreibung) immer noch im inneren Drittel – er wird also die Erde nicht verlassen.

    Bei den Planeten sind alle Bahnen auch langfristig sehr stabil, vielleicht mit Ausnahme der des Merkur. Bei der Erde könnte durch Störungen die Exzentrizität der Bahn auf 0.07 steigen – dann wäre die Erde bei Sonnennähe etwa 0.93 AU von der Sonne entfernt und bei Sonnenferne etwa 1.07 AU und käme auch dann ihren Nachbarn nicht in die Quere.

    Nur beim Merkur geben langfristige Simulationen verschiedene Ergebnisse. In einigen dieser Simulationen könnte die Merkurbahn irgendwann so exzentrisch werden, dass der Merkur in die Nähe der Venus käme. (Aber nicht in den nächsten paar Jahrmillionen!)

    Selbst eine solche Begegnung könnte die Venusbahn nicht nennenswert beeinflussen. Merkur dagegen könnte nach einer solchen Begegnung vielleicht auf einen Orbit kommen, der auch die Erdbahn kreuzt. Aber das wäre kein Problem für die Menschheit – wenn es sie überhaupt noch gäbe, hätte sie sich längst im Weltall ausgebreitet.