In meiner Serie über Klimawandel-Mythen habe ich schon ausführlich klar gemacht das wir Menschen das Klima nicht nur beeinflussen können sondern das auch tun. Das Resultat ist der menschengemachte Klimawandel der gerade stattfindet. Trotzdem gibt es immer noch Leute die behaupten das der Klimawandel auch ganz ohne Menschen stattfinden würde und alles nicht so schlimm sei. Denn im Laufe der Erdgeschichte hat sich das Klima ja schon öfter geändert; ganz ohne Mensch. So schlimm kann das jetzt alles doch nicht sein.

Ich bin immer wieder überrascht wie beliebt dieses “Argument” ist. Ich bin deswegen überrascht, weil es komplett unlogisch und genau genommen völlig bescheuert ist. Ja, selbstverständlich hat sich das Klima im Lauf der Jahrmillionen immer wieder geändert. Kein ernsthafter Wissenschaftler würde das bestreiten und das tut auch niemand. Die Erforschung der Klimageschichte unseres Planeten ist ein wichtiger, interdisziplinärer Forschungszweig. Ich habe zum Beispiel hier in meinem Blog schon oft genug über die Milanković-Zyklen berichtet. Dabei geht es um die im Laufe vieler Jahrtausende auftretenden Schwankungen der Erdachse und Veränderungen der Erdbahn die von den gravitativen Störungen der anderen Planeten ausgeübt werden. Sie verändern die Menge an Sonnenenergie die auf die Erde trifft und tragen zur Entstehung von Eis- und Warmzeiten bei. Ich will nicht nochmal im Detail wiederholen was ich damals geschrieben habe – wer möchte kann gerne hier weiterlesen:

Die Milankovic-Zyklen sind nicht das einzige Phänomen das für langfristige Klimaveränderungen sorgen kann. Der Ausbruch von Supervulkanen kann zum Beispiel ebenso enorme Mengen an Staub in die Atmosphäre der Erde entlassen und so das Klima verändern. Solche Eruptionen können singuläre, zufällige Ereignisse sein die sich, ebenso wie die immer wieder stattfindenden Asteroideneinschläge die den gleichen Effekt haben, nur bedingt vorhersagen lassen. Sie können aber auch Teil eines noch viel längeren Zyklus sein, der mit der Entstehung und dem Auseinanderbrechen von Superkontinenten zu tun hat. Denn das Klima auf der Erde wird auch durch die Verteilung der Landmassen beeinflusst. Je nachdem wo sich auf der Erdoberfläche Ozeane befinden und wo Kontinente, werden die Meeresströmungen anders ausfallen. Die aber transportieren Wärme von einer Region in die andere, beeinflussen langfristige Wettermuster, und so weiter. Die Menge an Gestein an der Oberfläche bestimmt wie viel Kohlenstoff durch Verwitterung gebunden werden kann; wie viel Kohlendioxid in die Atmosphäre der Erde gelangt, und so weiter. Und wenn ein Superkontinent auseinander bricht, gibt es eine Phase mit erhöhtem Vulkanismus. All das nennt sich “Wilson-Zyklus” und ich habe hier ausführlich erklärt wie er abläuft.

Wir wissen, dass die Erde früher mal komplett mit Eis bedeckt war; wir wissen, wie das Wetter vor 2,7 Milliarden Jahren war; und so weiter. Wir wissen sehr viel über das Klima der Vergangenheit und wir wissen, dass es sich immer wieder mal geändert hat.

Aber daraus folgt nicht das, was die Klimawandelleugner gerne folgern würden. Zuerst einmal folgt nicht daraus, dass die Veränderung des Klimas die JETZT gerade stattfindet, ganz “normal” ist. Das zeigt schon ein Blick auf die Zeitskalen. Die letzte Eiszeit (die wissenschaftlich offiziell eigentlich “Kaltzeit” genannt wird) war die sogenannte “Würm-Eiszeit”. Die Gletscher sind damals von Norden über ganz Skandinavien bis weit nach Deutschland hinein gewandert. Es war im Durchschnitt 5 bis 6 Grad kälter als jetzt. Die Menge an Kohlendioxid in der Atmosphäre betrug damals etwa 200 ppm (Teilchen pro Millionen Moleküle); was man übrigens aus in sehr altem Eis eingeschlossenen Gasblasen messen kann. Wie sich die Erde dann vor ungefähr 15.000 bis 10.000 wieder aufgewärmt hat, ist noch nicht abschließend geklärt. Aber es gibt gute Hinweise, dass die Milankovic-Zyklen was damit zu tun, die leichte Erwärmung der Erde zu veränderten Meeresströmungen geführt haben, wodurch mehr CO2 in die Atmosphäre kam was dann dort das macht, was es immer macht: einen Treibhauseffekt. Bis zum Ende des vorindustriellen Zeitalters im 18. Jahrhundert ist die Menge an atmosphärischen CO2 dann auf ungefähr 280 ppm angestiegen. Heute messen wir schon mehr als 400 ppm CO2 in der Atmosphäre.

In den letzten circa 250 Jahren stieg die Menge an CO2 als schneller und höher hinauf als in den 10.000 Jahren davor! Das ist ein völlig anderes Verhalten als das, was unser Planet im Rahmen seiner natürlichen Zyklen tut. Man kann also die vergangenen Änderungen des Klimas nur sehr bedingt mit dem massiven menschengemachten Klimawandel vergleichen der jetzt stattfindet. Aber selbst wenn man das mal ignoriert (was man nicht tun sollte!): Was bringt uns das? Bei den Klimaänderungen der Vergangenheit gab es noch keine Menschen; bis auf die letzten paar Male vielleicht. Und die Menschen die damals Mammut jagend durch die Gegend zogen fanden den Klimawandel sicherlich auch nicht so toll (zum Beispiel weil ihre Heimat plötzlich unter Wasser stand). Aber zumindest hatten sie eine Kultur die noch so simpel war, dass sie leicht auf Umwelteinflüsse reagieren konnten.

Wir können das heute nicht mehr. Der Klimawandel trifft uns und er trifft uns ganz unabhängig davon ob er natürlich ist oder menschengemacht (und er IST menschengemacht, nicht natürlich). Ich verstehe nicht wieso jemand auf die Idee kommen kann, die Lage wäre irgendwie besser wenn der aktuelle Klimawandel genau so natürlich wäre wie die in der fernen Vergangenheit? All die Probleme würden uns immer noch treffen: Steigender Meeresspiegel, massive Überschwemmungen, extremeres Wetter, Dürren, Waldbrände, ökologische Veränderungen, Artensterben, und so weiter. All das ist auch in der Vergangenheit passiert als sich das Klima geändert hat. Oder anders gesagt: Nur weil ein Haus auch aus natürlichen Ursachen (wie einem Blitzschlag) abbrennen kann folgt daraus nicht, dass Brandstifter nicht existieren und den Menschen deren Hab und Gut verbrannt ist wird es herzlich egal sein, was für das Feuer verantwortlich war.

Das Klima hat sich auch in der Vergangenheit der Erdgeschichte geändert als es keine Menschen gab. Es ändert sich aber auch jetzt und zwar sehr viel schneller als früher. Und diesmal sind wir Menschen verantwortlich. Nur weil wir es früher nicht waren spricht uns das nicht einfach von jeder Verantwortung frei. Genau so wenig schützt es uns vor den Folgen der Erderwärmung.


Alle Artikel der Serie:
Klimawandel-Mythen 01: Der Mensch kann das Klima doch gar nicht beeinflussen! (erscheint am 06.07.2017)
Sternengeschichten 241: Der Treibhauseffekt (Sternengeschichten Folge 241) (erscheint am 07.07.2017)
Klimawandel-Mythen 02: Der Mensch ist doch gar nicht verantwortlich für den Klimawandel! (erscheint am 10.07.2017)
Klimawandel-Mythen 03: Das Klima hat sich früher auch geändert – Klimawandel ist nicht schlimm! (erscheint am 11.07.2017)
Klimawandel-Mythen 04: Schuld am Klimawandel ist die Sonnenaktivität! (erscheint am 12.07.2017)
Klimawandel-Mythen 05: In Grönland war es früher warum und man hat dort Wein angebaut (erscheint am 13.07.2017)
Sternengeschichten 242: Der Kohlenstoffzyklus (Sternengeschichten Folge 242) (erscheint am 14.07.2017)
Klimawandel-Mythen 06: Die Gletscherschmelze ist völlig egal (erscheint am 17.07.2017)
Klimawandel-Mythen 07: Die Winter ist doch kalt – wo bleibt der Klimawandel? (erscheint am 18.07.2017)
Klimawandel-Mythen 08: Der Klimawandel macht doch gerade Pause! (erscheint am 19.07.2017)
Klimawandel-Mythen 09: Beim Klimawandel sind sich doch nicht mal die Wissenschaftler einig (erscheint am 20.07.2017)
Klimawandel-Mythen 10: Es ist schon viel zu spät was gegen den Klimawandel zu tun (erscheint am 21.07.2017)

Kommentare (94)

  1. #1 Jojo
    11. Juli 2017

    Lieber Florian, ich liebe deine Artikel, weil sie so interessant und schön geschrieben sind. Allerdings war ich etwas schockiert, als ich gleich im ersten Satz gleich 3 Fehler gefunden habe. Und diese Fehler ziehen sich durch den gesamten Artikel. Vor “dass” kommt üblicherweise im Deutschen ein Komma, ebenso werden Kommas um eingeschobene Nebensätze gesetzt. Viele Grüße

  2. #2 SonnenKlar
    11. Juli 2017

    Immer wieder erstaunlich, was manche Leute “schockieren” kann.

    @FF
    Freue mich auf die weiteren Artikel!

  3. #3 wage
    11. Juli 2017

    Massensterben sind zu vermeiden. Das ist an sich klar, oder?

  4. #4 Thomas
    11. Juli 2017

    @Jojo: erfreu dich doch an den tollen Inhalten der Artikel und sei nicht so streng mit einem sehr beschäftigen “Dauerschreiber”. Bei der Menge an Inhalt die Florian erzeugt bleibt die Rechtschreibung manchmal etwas auf der Strecke. Ich kann da gut mit leben. 😉
    Btw: immer ein Komma vor “dass” stimmt auch nicht…

  5. #5 Jonas Schimke
    11. Juli 2017

    Zu den “Argumenten”. Ich habe vor Kurzem von einem Klima-“Skeptiker” sinngemäß Folgendes gelesen:

    “Ich mache mir wegen der Klimaänderung keine Sorgen, denn das Klima hat sich schon immer geändert. Sorgen würde ich mir machen, wenn sich das Klima einmal nicht ändern sollte.”

    Dümmer geht’s nimmer!

  6. #6 René J.
    11. Juli 2017

    Hallo Florian. Man kann im Text deutlich deine Wut über „was auch immer“ gut herauslesen. Da sind Fehler drin die darauf hindeuten das du beim Schreiben irgendwie schlecht drauf warst.

    Zum Punkt: Wir wissen nichts über unser Klima. Wir kennen noch nicht einmal unseren eigenen Planeten. Das was wir wissen ist lediglich das, was wir entdeckten und irgendwie interpretieren. Ein gutes Argument gegen den vom Menschen erzeugten Klinawandel ist die Tatsache, dass das mit Eis bedeckte Grönland (Grünland) eben auch mal grün war. Also hat sich das Klima unterschiedlich schnell in der Vergangenheit verändert. Ich will es nicht abstreiten das das Klima womöglich vom Menschen beeinflusst wird, sicherlich haben wir eine Mitschuld, aber den Klimawandel allein auf den Menschen zu schieben, halte ich für abstrus.

    Es gibt ja das tolle Hockey Diagramm das die enorme Kurve der ansteigenden Temperaturen zeigt. Was allerdings in dieser Berechnung fehlt, ist, das man nicht pauschal jedes Jahr ein paar werte hinzu addieren kann, sondern auch mal ein paar werte in der Berechnung dividieren muss. Es ist mal kälter und mal wärmer. Ich denke die Kurve sähe ganz anders aus.

    Ja das Klima verändert sich. Nein der Mensch ist nicht der Hauptgrund dafür. Er trägt eine Mitschuld zur Beschleunigung. Einzig das wäre objektiv und sachlich.

  7. #7 Schmidts Katze
    11. Juli 2017

    Erstaunlich, René J., wie schnell aus “nicht alles” “nichts” wird.

    Wir kennen noch nicht einmal unseren eigenen Planeten.

    Es ist der dritte Planet in unserem Sonnensystem, er hat einen Durchmesser von 12.000km, heißt Erde und ist zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt.

    Ich hoffe, ich konnte dir damit etwas weiterhelfen.

  8. #8 walter
    11. Juli 2017

    Florian, meine Frage is vielleicht RICHTIG blöd, aber könnten die massiven Atombombenversuche in den 50er und 60er Jahren eventuell die Erdachse ein wenig verschoben habe, so dass sich auch dadurch das Klima ein wenig geändert hat? Ich denke da besonders an die Zar Bombe der damaligen Sowjetunion, die ja ein Riesenbums war und ein recht heftiges Erdbeben ausgelöst hat.

    Dass durch Erdbeben die Achse verschoben wird, is ja bekannt. Sind zwar nicht die großen Sprünge, aber auch “Kleinvieh” macht Mist :-)

  9. #9 Florian Freistetter
    11. Juli 2017

    @Walter: Nein das kann man definitiv ausschließen.

  10. #10 Florian Freistetter
    11. Juli 2017

    @Rene: “Ja das Klima verändert sich. Nein der Mensch ist nicht der Hauptgrund dafür. ”

    Lies bitte doch mal die anderen Artikel der Serie. Deine Behauptung ist schlicht und einfach falsch. Genau so wie die Story mit “Grünland”…

  11. #11 Bernhard Schmalhofer
    11. Juli 2017

    @René J.
    Das Argument, Grönland war grün, ist kein besonders gutes Argument gegen den Menschengemachten Klimawandel. Siehe https://www.skepticalscience.com/greenland-used-to-be-green.htm.

    Das Thema wer ist schuld halte ist halte ich für ziemlich uninteressant. Die interessante Frage ist wie wir am einfachsten den für uns Menschen schädlichen Klimawandel begrenzen können. Damit aufzuhören Kohle und Öl zu verpulvern finde ich da sehr nachvollziehbar.

    Und natürlich verstehen wir das aktuelle und das vergangene Klima zu wenig. Aber je weniger wir verstehen, desto vorsichtiger müssen wir sein.

  12. #12 Marius
    11. Juli 2017

    Ein gutes Argument gegen den vom Menschen erzeugten Klinawandel ist die Tatsache, dass das mit Eis bedeckte Grönland (Grünland) eben auch mal grün war.

    “Der Name stammt von den Wikinger-Siedlern um Erik den Roten, die vor über 1000 Jahren von Island hinübersegelten und die Insel entdeckten. Dort herrschten damals ähnliche Klimaverhältnisse wie heute – das Land lag zu mehr als 80 Prozent unter einem Eispanzer. Der Großteil des Rests war felsig, nur etwa ein Prozent des Landes war für den Ackerbau geeignet und ergrünte zumindest zeitweise in den Sommermonaten. Und so kann man davon ausgehen, dass der Name Grönland, den Erik der neuen Insel gab, ein Euphemismus war – ein PR-Gag, um Siedler zu rekrutieren.”
    Christoph Drösser “PR-Gag für die Siedler” DIE ZEIT, 04.12.2008 Nr. 50
    http://www.zeit.de/2008/50/Stimmts-50

  13. #13 Sabelotodo
    11. Juli 2017

    @Jojo
    “Schockierend” ist zwar das falsche Wort, aber mir fällt auch regelmäßig auf, dass Zeichensetzung nicht Florians Stärke ist. Ich habe aber bisher nichts dazu geschrieben, um nicht als Besserwisser zu gelten.

    @Florian
    Schreiben ist dein Job. Einfach mal einen Tag mit den Regeln der Zeichensetzung beschäftigen.

    @Thomas
    In deinem zweiten Satz fehlen auch zwei Kommas.

  14. #14 Bernhard Schmalhofer
    München
    11. Juli 2017

    @Walter,
    Zum Verschieben der Erdachse braucht man einen wirklich großen Wums. Das hat damals schon der Kanonenclub aus Baltimore, https://de.wikipedia.org/wiki/Der_Schuss_am_Kilimandscharo, unterschätzt.

  15. #15 wage
    11. Juli 2017

    Gentechisch veränderte Pflanzen die auf CO² fixierung ausgelegt sind, wären eine Möglichkeit?

  16. #16 Zhar
    11. Juli 2017

    Auch immer nett, anschaulich sehen wie sich die Temperatur im laufe geändert hat:
    https://xkcd.com/1732/

  17. #17 Ambi Valent
    11. Juli 2017

    @wage
    Da gab es das “Azolla-Ereignis” – das aber 800.000 Jahre dauerte. In diesen 800.000 Jahren banden Algenfarne (Azolla) 1000 ppm CO2 aus der Atmosphäre und lagerten sich dann in einer toten Zone ab, wo sie nicht verwittern konnten (dadurch wäre der Kohlenstoff zurück in den Kreislauf gekommen).

    Aber selbst wenn man annähme, es seien 4000 ppm CO2 gewesen, die aus der Atmosphäre gebunden wurden, wäre das immer noch nur 1ppm pro 200 Jahre – weit langsamer als der Aufbau durch Verbrennung fossiler Stoffe.

  18. #18 Artur57
    11. Juli 2017

    @Walter

    Bei einer Bombe gilt immer actio=reactio. Die Bruchstücke blieben aber auch bei der Zar Bombe komplett auf der Erde, ergo ändert die Bombe am Gesamtsystem Erde nichts. Dadurch hat sich weder Achse noch Bahn geändert. Anders sieht es aus, wenn dieser KIanonenclub ein Geschoss abfeuert, das zum Asteroiden wird. Damit lässt sich Ache und Bahn der Erde verändern.

  19. #19 wage
    11. Juli 2017

    Hmmm…

    “Plants and algae are already pretty damn good at getting rid of carbon dioxide. Globally, they consume about 350 gigatons of CO2 per year.”

    Ich weiß nicht, wir beschränken uns da auf eine Spezies und wir reden da schon von einem langwierigen, aber signifikanten Beitrag zum Klima. Das ist natürlich kein Freifahrtschein – wir sollten ALLE Faktoren berücksichtigen. Es schweint mir ein guter Ansatz zu sein, weil… Flächendeckend bei minimalem Aufwand.

    Ein modifizierter Calvin-Zyklus in Pflanzen, der anstatt RuBisCO ein ECR Enzym nutzt könnte dies um 25% steigern, so Herr Schwander und Kollegen. So in etwa in der Richtung… nur eben nicht synthetisch sondern ziemlich biologisch. Das konnte sich schon läppern…

  20. #20 Hobbes
    11. Juli 2017

    Ich glaube, etwas dass viele Leute unterschätzen ist wie viel 2 Grad Erwährmung sind.
    Der Unterschied zwischen der Mittelalterlichen Warmperiode und der kleinen Eiszeit war gerade einmal etwas mehr als 1°.
    Die ökonomisch politischen Folgen dieser kleinen Abweichung waren jedenfalls enorm.

  21. #21 SkeptikSkeptiker
    Randpolen
    11. Juli 2017

    “Das konnte sich schon läppern…”

    Hallo? Das Zeug muss aus dem Kreislauf raus, sonst bring das gar nichts!

  22. #22 wage
    11. Juli 2017

    Ist es ja, wenn die Pflanze langlebig genug ist.

  23. #23 SkeptikSkeptiker
    11. Juli 2017

    Wir sind doch hier am wenigsten betroffen.
    Sommer ein paar Grad mehr – mehr Klimaanlagen. Im Winter um so besser. Lokale Unwetter treffen nur lokal, bestenfalls was für die Medien und beim Wiederaufbau Konjunkturprogramm für das Handwerk (Siehe Elbehochwasser). Landwirtschaft? Pizza gibts im Supermarkt. Selbst die 7m Meeresspiegelanstieg gehen aus Gravitationsgründen (habe ich so gelesen) hauptsächlich auf die andere Seite der Welt – da fällt der Maledivenurlaub halt ins Wasser (wortwörtlich). So what? /Sarkasmus aus/

  24. #24 SkeptikSkeptiker
    11. Juli 2017

    7m vom Schmelzen des Grönlandeises wollte ich schreiben…

  25. #25 wage
    11. Juli 2017

    Sag mal… könnte es sein das du ein klein wenig trollst? :)

  26. #26 Ambi Valent
    11. Juli 2017

    @wage
    Azolla war eben nicht langlebig – die alte Pflanze starb im Winter ab, fiel zum Ozeanboden und verwitterte dort nicht, sondern wurde im Lauf der Zeit von Material bedeckt. Im nächsten Jahr wuchs dann eine neue Pflanze – und verbrauchte dadurch natürlich auch Nährstoffe, die zum Pflanzenwachstum eben nötig sind. Die wurden durch Flüsse angeschwemmt, so dass Azolla immer Nährstoffnachschub hatte.

  27. #27 Ambi Valent
    11. Juli 2017

    (Würde man das ganze global versuchen statt in begrenztem Rahmen, würden natürlich auch viel mehr Nährstoffe gebraucht, die dann eben nicht mehr automatisch angeliefert werden)

  28. #28 wage
    11. Juli 2017

    Ja… da gibt es ja dieses Schachbrettkonzept: ein Korn aufs erste Feld, zwei aufs zweite, vier aufs dritte…

    Es hat schon was für sich. Kann natürlich auch nach hinten losgehen, keine Frage. Man sollte sich vielleicht die Fauna vor den großen Eiszeiten mal genauer anschauen.

  29. #29 walter
    11. Juli 2017

    Danke für alle Antworten – bin jetz ein bisl gescheiter :-) (war es aber vorher auch schon) Da brauchts doch ein richtig schweres Erdbeben, dass sich an der Erdachse was ändert.

    Und der Kanonenclub war schon ein schräger Haufen :-) Achja, danke für den Tipp, das Buch hab ich von Jules Verne noch nicht gelesen. Wird umgehendst nachgeholt!

  30. #30 E. Walter
    11. Juli 2017

    Konsens zu >> 90 % in der Wissenschaft ist, dass der Mensch Haupgrund für den jetzigen Klimawandel ist.

    @Rene F. aber meint: “Wir wissen nichts über unser Klima. Wir kennen noch nicht einmal unseren eigenen Planeten.” […] Und zwei, drei Zeilen weiter: “Nein der Mensch ist nicht der Hauptgrund [für den Klimawandel].”

    Sapperlot, woher weißt du das denn, wenn wir angeblich nichts wissen?

    Nicht nur meinst du, dass die allermeisten Klimawissenschaftler zu dumm seien, nein, du weißt es besser, und dazu weißt du gleichzeitig zwei Dinge, die dem Stand der Wissenschaft und sich selbst völlig widersprechen!

  31. #31 wage
    11. Juli 2017

    Hmm… läuft wohl auf Bakterien raus.

  32. #32 ajki
    11. Juli 2017

    #6: “… die Tatsache, dass das mit Eis bedeckte Grönland (Grünland) eben auch mal grün war.”

    Ich glaube, es kommt in dieser Serie noch irgendwas zum Eisschild auf Grönland bzw. zur Glaziologie des Planeten. Aber die Verbreitung bzw. Verbreitetheit bestimmter “Tatsachen” von bzw. bei “Klimawandelskeptikern/-leugnern” (wie auch immer) ist bekanntermaßen bestimmten einzelnen Leutchen zuzuordnen, die immer wieder, wieder und wieder und ohne jede Berücksichtigung tausendfacher Widerlegungen diese selbsterfundenen “Tatsachen” medial verbreiten (meist auf Blogs, manchmal bei passender Gelegenheit auch in der Presse).

    Im deutschsprachigen Raum wurde die “Grünland”-Mythe fleißig wiederbelebt durch Herrn Vahrenholt und auf seinem Blog “Kalte Sonne”. Da man sich unschwer klarmachen kann, was es wohl tatsächlich mit einer kontinentalen Eisplatte auf sich hat, wußte sich z.B. Herr Rahmstorf auf seinem Blog seinerzeit auch nicht mehr anders zu helfen als mit einer Richtigstellung in sehr satirischer Form (was dann wiederum die Feinde der Wissenschaft als beleidigenden Affront auffassen).

    Siehe zu “Grünland” z.B. diesen Blogbeitrag auf “Klimalounge” aus 2012:

    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/vahrenholt-groenland-im-mittelalter-fast-eisfrei/

  33. #33 E. Walter
    11. Juli 2017

    “… den Menschen deren Hab und Gut verbrannt ist wird es herzlich egal sein, was für das Feuer verantwortlich war”

    Einspruch! War es ein Brandstifter, dann will ich von ihm Schadensersatz und außerdem, dass er zusätzlich eine saftige Strafe aufgebrummt bekommt.

    Wenn jemand aus Bequemlichkeit, Gier oder Dummheit neben meinem Haus zündelt und – zur Rede gestellt – sagt: “Na, Brände hat es immer schon gegeben, also ist mein Zündeln egal.” …

  34. #34 tomtoo
    11. Juli 2017

    Die Frage ist doch “Wie lösen das Problem” ?
    Ich mein den hartnäckigen Zweiflern kannste eh tausend mal sagen ” Ja , ne Birne ist auch Obst, aber halt keine Pflaume”. Raffen die nicht ,weil sie es nicht raffen wollen.

  35. #35 Lercherl
    11. Juli 2017

    @wage

    Massensterben sind zu vermeiden. Das ist an sich klar, oder?

    Ethische Fragen in Bezug auf die langfristige Entwicklung der Erde sind alles andere als klar. Ohne das Massenaussterben an der K/T-Grenze vor 66 Millionen Jahren beispielsweise wären wir alle nicht hier.

  36. #36 Madouc
    11. Juli 2017

    Interessant wäre mal eine Blog-Reihe über Dinge die uns zur Verfügung stünden, den Klimawandel unter Kontrolle zu bringen, ohne dabei auf Politiker wie Trump, Erdogan oder Putin angewiesen zu sein.

    Ich denke da an Anlagen die CO2 aus der Luft abbauen, betrieben durch Solarenergie, und die daraus wieder verwertbare Rohstoffe wie Kraftstoffe oder Baustoffe herstellen, oder zumindest dauerhafte Bindungs- und Lagerungsmöglichkeiten von CO2 (und Methan) anbieten.

    Können engagierte Bastler eine Anlage für den Garten bauen, die mehr CO2 aus der Luft holt als eine Familie im Schnitt emmittiert? (Außer einen oder zwei Bäume pflanzen)

    Was gibt es alles an Möglichkeiten, was ist technisch machbar, was ist Utopie?

    Die ganzen Klimaskeptiker sollen sich doch bitte mit den Flacherdlern, Verschwörungstheoretikern, Esoterikern, Homöopathen und den Kreationisten zusammen tun und ihre Thesen in geschlossenen Kreisen diskutieren, während die humanistisch naturalistisch veranlagten Realisten sich ungestört darum kümmern können den Planeten zu retten.

  37. #37 Stephan
    11. Juli 2017

    Florian,
    Die letzte Kaltzeit, bei der von Skandinavien kommend Gletscher Norddeutschland mit bis zu 3000 m mächtigem Eis bedeckten, war die Weichselkaltzeit.

  38. #38 tomtoo
    11. Juli 2017

    @Madouc

    Genau um sowas gehts mir. Man könnte aus CO2 Methanol gewinnen. Ein guter, einfacher Energiespeicher.
    https://motherboard.vice.com/de/article/53dnq3/forscher-entdecken-durch-zufall-wie-sich-co2-in-treibstoff-umwandeln-lsst

    Der Katalysator ist auch günstig Herzustellen.

  39. #39 tomtoo
    11. Juli 2017

    Uhps Äthanol.

  40. #40 Captain E.
    11. Juli 2017

    @Madouc:

    Interessant wäre mal eine Blog-Reihe über Dinge die uns zur Verfügung stünden, den Klimawandel unter Kontrolle zu bringen, ohne dabei auf Politiker wie Trump, Erdogan oder Putin angewiesen zu sein.

    Ich denke da an Anlagen die CO2 aus der Luft abbauen, betrieben durch Solarenergie, und die daraus wieder verwertbare Rohstoffe wie Kraftstoffe oder Baustoffe herstellen, oder zumindest dauerhafte Bindungs- und Lagerungsmöglichkeiten von CO2 (und Methan) anbieten.

    Können engagierte Bastler eine Anlage für den Garten bauen, die mehr CO2 aus der Luft holt als eine Familie im Schnitt emmittiert? (Außer einen oder zwei Bäume pflanzen)

    Was gibt es alles an Möglichkeiten, was ist technisch machbar, was ist Utopie?

    Die ganzen Klimaskeptiker sollen sich doch bitte mit den Flacherdlern, Verschwörungstheoretikern, Esoterikern, Homöopathen und den Kreationisten zusammen tun und ihre Thesen in geschlossenen Kreisen diskutieren, während die humanistisch naturalistisch veranlagten Realisten sich ungestört darum kümmern können den Planeten zu retten.

    Das muss sich aber auch alles rechnen. Kohlendioxid ist eine Energiesenke. Wenn du damit etwas anstellen willst, musst du Energie hineinstecken. Um das Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu extrahieren, musst du vorher ebenfalls Energie hineinstecken. Die Solarenergie kommt zwar kostenlos vom Himmel, aber halt nicht immer und in gleicher Stärke, und man hat da anlagenbedingt einen Preis für jedes erzeugte Joule.

  41. #41 Harald
    11. Juli 2017

    Lieber Florian. Ich finde Deine Artikel eigentlich immer super und lese sie sehr gerne. Der Satz “Die Menge an Gestein an der Oberfläche bestimmt wie viel Kohlenstoff durch Verwitterung freigesetzt werden kann” impliziert für mich, dass Verwitterung CO2 in die Atmosphäre freisetzt. Jedoch entzieht Verwitterung der Atmosphäre CO2, welches in die Ozeane transportiert und dort langfristig gebunden wird. Erst tektonische Vorgänge führen wieder zu einer Freisetzung. Liebe Grüße

  42. #42 tomtoo
    11. Juli 2017

    @Captain E.

    Sag ich ja. Bei Ausreichend (Dampf) Äthanol oder Methanol (anderes Verfahren) erzeugen. Bringt zwar kein CO2 aus der Atmosohäre würde aber zu Stabilisierung des Eintrags beitragen.

  43. #43 Stephan
    11. Juli 2017

    #6 Rene
    daß sich dieses Märchen vom grünen Grönland auch hierher verirrt…. kopfschüttel.
    wie willst du das beweisen ??
    wie sollte denn grönland grün geworden sein ? und plötzlich wieder von 3 km eis bedeckt? weißt du, was das für den meeresspiegel bedeutet hätte ?? und für die küstenstädte, hamburg zum beispiel würde gar nicht existieren….
    deine kühnen aussagen (und unverständlichen) zum hockeystick und zur beteiligung des menschen an der erwärmung müßtest du auch erstmal beweisen, wenn es dir gelingt, ist dir der nobelpreis sicher.
    mann oh mann…

  44. #44 Florian Freistetter
    11. Juli 2017

    @Harald: Danke für den Hinweis!

  45. #45 Alex
    11. Juli 2017

    @Captain E.
    Wenn wir die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre wieder auf 200ppm senken wollen, müssen wir also mindestens die gesamte Energie, die wir in den letzten Jahrhunderten aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe gewonnen haben, in einen entsprechenden Umwandlungsprozess hineinstecken. Lässt sich diese Energiemenge abschätzen?

  46. #46 Florian Freistetter
    11. Juli 2017

    @Stephan: “Die letzte Kaltzeit, bei der von Skandinavien kommend Gletscher Norddeutschland mit bis zu 3000 m mächtigem Eis bedeckten, war die Weichselkaltzeit.”

    Ist das eine ergänzende Information oder willst du auf einen Fehler in meinem Text hinweisen (wenn ja, welchen?). Die “letzte Kaltzeit” hab ich ja auch extra verlinkt, da man dort weiter lesen kann, wenn man mehr wissen will.

  47. #47 Gerhard
    11. Juli 2017

    Indirekt wird die menschengemachte Klimaerwärmung auch von Ökonomen bestätigt. Lindenberger und Kümmel[1] haben Energie explizit in ein gesamtwirtschaftliches Produktionsmodell integriert und können damit einen Großteil des Solow-Residuals[2] in herkömmlichen Wachstumsmodellen erklären. Mit anderen Worten: Unser ‘Wirtschaftswachstum’ beruht zu einem großen Teil auf das Verballern der ‘Ersparnisse’ die dieser Planet über Jahrmillionen hinweg in Form von fossilen Brennstoffen gebildet hat.

    Ausgehend von dieser Arbeit geht Steve Keen noch einen Schritt weiter und verhilft der ökonomischen Denkschule der Physiokraten zu einem Revival, die endlich auch kompatibel mit den Gesetzen der Thermodynamik ist. In [3] formuliert er die gesamtwirtschaftliche Produktionsfunktion so um, dass sie nur noch von Energie und einem ‘Technologie’-Parameter abhängig ist. Arbeit und Kapital kommen nur insoweit zur Geltung, wie gut sie Energie ausnutzen können. Für die Nutzung von Energie spielt dann eine große Rolle, wieviel Energie wir aufwenden müssen, um eine Energiequelle auch zu nutzen[4].

    [1]Lindenberger, Dietmar ; Kümmel, Reiner: Energy-Dependent Production Functions and the Optimization Model “PRISE” of Price-Induced Sectoral Evolution. In: ResearchGate Bd. 5 (2002), Nr. 3
    [2] Ökonomische Wachstumsmodelle betrachten den gesamtwirtschaftlichen Output als Funktion von Arbeit und Kapital. Das Wachstum wird einem diffusen ‘technischen Fortschritt’ zugeschrieben, der empirisch den größten Anteil des Wachstums ausmacht (70%). Vgl. https://en.wikipedia.org/wiki/Solow_residual
    [3]Keen, Steve: Incorporating energy into production functions. http://www.debtdeflation.com/blogs/2016/08/19/incorporating-energy-into-production-functions/.
    [4]Mearns, Euan: ERoEI for Beginners. http://euanmearns.com/eroei-for-beginners/

  48. #48 Florian Freistetter
    11. Juli 2017

    @Grönland-Diskussion: Ihr könnt auch gerne warten bis der entsprechende Artikel erscheint, in dem ich all das was ihr hier diskutiert erklärt habe 😉

  49. #49 Konni Scheller
    Forchheim, Ort des guten Bieres
    11. Juli 2017

    Hatte nicht die IPCC die Prognose über vermehrte und heftigere Unwetter schon längst zurückgezogen?

  50. #50 Julia
    11. Juli 2017

    @Florian
    Schreibst Du auch was zu Vulkanen? Weniger wegen deren CO2 Ausstoß, weil der vernachlässigbar ist, gegenüber dem von Menschen erzeugten, sondern wegen dem Trübungsindex, der ja durchaus zu einer Kühlung beitragen kann.

  51. #51 Madouc
    11. Juli 2017

    @Captain E.

    Das ist mir völlig klar, natürlich muss man Energie aufbringen um C und O wieder zu trennen. Solange man dabei nicht noch mehr CO2 erzeugt ist es trotzdem eine gute Sache.

    Soweit ich weiß kann man auch in eher schleichenden Prozessen den Stoff mit relativ wenig Energie in ein Calziumcarbonat umwandeln, aber das müsste ich jetzt erstmal googlen.

    Wie auch immer, alles was den drohenden Galopp (auftauen der Permafrostböden mit Freisetzung des dort gebundenen Methans) aufhält muss uns doch willkommen sein.

    Von mir aus sollen sie unseren Soli dafür nehmen die Energie dafür aufzuwenden…

  52. #52 Stephan
    11. Juli 2017

    #46
    Ja, das war ein Hinweis auf einen Fehler in Deinem Text, der immer wieder gemacht wird.
    Die Weichselkaltzeit war die letzte Eiszeit, die große Teile der Nordhalbkugel bedeckte, in Norddeutschland kamen ihre Gletscher von Skandinavien bis etwa auf eine Linie knapp südlich von Berlin (Baruther Urstromtal). Die Vorgänger, Elster und Saale, kamen ca. 100 km weiter, die Gletscher wurden von den Mittelgebirgen aufgehalten, hatten keine Kraft mehr, dort hochzurutschen.
    Die Würmkaltzeit fand zur gleichen Zeit statt, beschränkt sich aber kleinräumig auf die Alpen.

  53. #53 Stephan
    11. Juli 2017

    #51
    die dazu notwendige energie muß aus der sonne kommen
    oder atom/fusionskraftwerke

  54. #54 wage
    11. Juli 2017

    “From a 2010 study by the University of Maryland, photosynthesizing Cyanobacteria have been shown to be a significant species in the global carbon cycle, accounting for 20–30% of Earth’s photosynthetic productivity and convert solar energy into biomass-stored chemical energy at the rate of ~450 TW.”

    Was produzieren wir? 6?

  55. #55 tomtoo
    11. Juli 2017

    @wage

    Aber wie willste die alle einfangen und luftdicht verbuddeln ?

  56. #56 wage
    11. Juli 2017

    Was ich damit sagen will ist das Energie eigentlich kein Problem ist. Die Energie wird genutzt um Kopien zu erstellen und “verbuddeln” das CO² in eben den Karbonkonstrukten die das machen. An sich war das schon immer so, wir müssten nur schauen wie man genetisch am besten Hilfestellung geben könnte ohne es in die andere Richtung zu übertreiben.

  57. #57 Stephan
    11. Juli 2017

    wage
    nochmal:
    wir verpulvern in einem jahr das, was in ca. einer mio jahre gewachsen und verbuddelt wurde. wir müßten dieselbe menge in EINEM jahr wachsen lassen (zusätzlich zu dem, was sowieso wächst) und am besten gleich verbuddeln, und das auch noch selbständig.
    rechne doch einfach aus, welchen wald du wachsen lassen müßtest, um deine co2-produktion von 9t/jahr zu neutralisieren, mach das auch für 20t (das erzeugen die amis pro aminase) und für 40t (katar).
    mir ist es zu mühsam, habe auch noch pflichten. du wirst das schaffen.

  58. #58 Stephan
    11. Juli 2017

    #49
    nein

  59. #59 Florian Freistetter
    11. Juli 2017

    @Julia: “Schreibst Du auch was zu Vulkanen?”

    Ne, speziell zu Vulkanismus hab ich nichts geplant.

  60. #60 Herr Richardt
    West
    11. Juli 2017

    #45 (Alex)
    Bei der Abschätzung hast Du das ganze entstandene Wasser vergessen. Das brauchen wir ja nicht zurückverwandeln.

  61. #61 Stephan
    11. Juli 2017

    Julia
    zu Vulkanen reicht ein Satz:
    sie bringen etwa 3% der menschgemachten Menge CO2 in die Atmosphäre; ein Großteil davon (oder alles) ist im CO2-Kreislauf enthalten.

  62. #62 Aginor
    11. Juli 2017

    Wieder ein netter Artikel mit guten Argumenten, danke!

    Was für mich ein bisschen zu kurz kommt (auch wenn Du es andeutest):

    Die Geschwindigkeit der Veränderung die – wie Du richtig sagst – wesentlich höher ist hat einen extrem unangenehmen Effekt: Bei den Veränderungen in der Vergangenheit hatten – trotz massenhaftem Artensterben in der Flora und Fauna – sowohl Tiere als auch Pflanzen dank der Evolution die Möglichkeit, sich anzupassen. Für fast jede ausgestorbene Tierart fand sind im Laufe von hunderttausenden Jahren letztendlich eine andere, die die Nische füllen konnte.

    Das blöde ist: Evolution ist typischerweise ein sehr langsamer Prozess.
    Das bedeutet dass die wesentlich schnellere Veränderung des Weltklimas, die wir derzeit erleben (ob natürlich oder nicht ist egal, aber sie ist nicht natürlich) den Lebewesen nicht die Möglichkeit gibt, sich anzupassen.
    Was das für unsere Ökosysteme bedeutet sollte eigentlich keiner weiteren Erläuterung bedürfen.

    Ich gebe dennoch einen Ansatz für eine, für uns Laien der Biologie: Komplett ausfallende Ökosysteme, zumindest in dem Sinne wie wir sie kennen. Das wird alle Bereiche betreffen, von maritimen Ökosystemen bis hin zu Kühen und Weizenfeldern. Das betrifft uns Menschen also auch sehr, selbst die von uns die nicht ausgewiesene Freunde der Natur sind.
    Dem Urmenschen mag es egal gewesen sein, jagte er halt Mammuts statt Antilopen oder so, aber eine Gesellschaft wie die in der wir leben ist vom Klimawandel und seinen Folgen akut bedroht. Das zu ignorieren hilft niemandem.
    Und diese ganzen Probleme (selbst wenn wir sie hier in Mitteleuropa u.U. eine Weile mit Hilfe von Technologie abfedern können) werden sekundär zu Problemen der Menschheit, allein schon wegen Wanderungsbewegungen. Das müsste doch für alle Personen vom xenophoben Rechtsaußen bis zum Humanisten alle Alarmglocken läuten lassen und Verständnis schaffen, dem Klimawandel entgegenzutreten. Und sei es nur aus Eigennutz.

    Zuletzt fällt mir zur Veranschaulichung noch ein XKCD Comic ein, die Nummer 1732. (Ich linke nicht wegen Kommentar freischalten und so. Einfach Google XKCD 1732). Wenn man das Ding einfach runterscrollen lässt sieht man schön wie die Größenordnung der Temperaturveränderungen über Zeit normalerweise aussieht, und ganz am Ende sieht man wie sie jetzt aussieht. Wir haben die Änderung von 10.000 Jahren in 100 Jahren gemacht. Das geht nicht gut.

    Freue mich auf die nächsten Teile der Serie. Auch wenn es ein deprimierendes Thema ist.

    Gruß
    Aginor

  63. #63 Jonas Schimke
    11. Juli 2017

    @all,

    eine mögliche Technik, Kohlenstoff wieder in den Boden zu bringen, wäre Terra Preta oder auch hydrothermale Carbonisierung. Dabei wird Pflanzenmaterial unter Luftabschluss erhitzt und man kann, da der Prozess insgesamt noch exotherm verläuft, die entsthenden Schwelgase energetisch nutzen. Zurück bleibt Kohle, die man verbuddeln könnte.

    Pflanzen produzieren unter guten Bedingungen bis zu 40 Tonnen Trockenmasse pro Hektar. Hauptprodukt ist dabei Cellulose (C6H12O6), die also zu 40 Masseprozent aus Kohlenstoff besteht. Macht also 16 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar und Jahr.

    Um unsere knapp 10 Mrd Tonnen C, die wir jetzt als CO2 in die Atmosphäre pumpen, zu kompensieren, müsste man etwas über 6 mio km2 bepflanzen, um die Biomasse anschließend zu verkohlen. Das wären rund 4% der Landoberfläche oder etwas weniger als die Fläche Australiens.

    Da baer zurzeit die Senken immer noch etwa die Hälfte unserer CO2-Emissionen schlucken, wäre es zuerst sinnvoll, diese entscheidend zu senken, vielleicht würde sich der CO2-Gehalt der Atmosphäre dann auch so wieder auf ein erträgliches Maß reduzieren.

    Es gibt allerdings bei eike jemanden (Pseudonym Chris Frey), der dies für ein Verbrechen an der Menschheit hält, da er meint, dass wir nichts Besseres tun könnten, als den CO2-Gehalt der Atmosphäre möglichst hoch anwachsen zu lassen. Idioten gibt es wohl überall. :-)

  64. #64 Julia
    11. Juli 2017

    @Stephan
    ich habe doch geschrieben, dass das CO2 vernachlässigbar ist :-) Aber interessante Fakten, wie dass große Vulkanausbrüche das Klima verändern können finde ich interessant, z.B. hat der Ausbruch des Krakataus 1883 die globale Durchschnittstemperatur um 0,5 Grad gesenkt.
    Oder den Maler William Turner, der in London jeden Abend den Sonnenuntergang gemalt hat. Bei dieser Bilderserie kann man erkennen, wie sich der Staub und die Asche in der Stratossphäre verteilen, da sich die Farben in diesem Zeitraum verändern. Das war übrigens der Ausbruch des Tamboras 1815. Dieser Ausbruch hat zu dem kältesten Jahr seit der Wetteraufzeichnung geführt. 1816 gab es schlicht keinen Sommer in Europa.
    Also mehr als ein Satz fällt mir dazu schon ein. Aber Recht hast Du insofern, dass es kein Beitrag zur menschengemachten Klimaveränderung ist, weil wir sowas nicht beeinflussen können.

  65. #65 shader
    11. Juli 2017

    Danke wieder mal an Florian, diesmal für den 3.Teil. Das Argument “Das Klima hat sich schon immer geändert” kann ja eigentlich nur bei den Menschen verfangen, die keinerlei Bezug zur Natur und dessen Gewalten haben. Die nicht mehr wissen, dass wir immer noch von den natürlichen Gegebenheiten abhängig sind, auch in einem modernen Industriestaat. Die halten 2 Wochen Hitze ohne Niederschlag für Super-Wetter. Wer aber auf dem Land aufgewachsen ist oder sonst irgendwie mit Landwirtschaft zu tun hat, der weiß, dass das alles andere als tolles Wetter ist.

    Schön finde ich auch das Argument, der Mensch kann keinen Einfluss auf den Klimawandel haben, weil es schon Klimawandel vor dem Menschen gab. Yepp, genauso wie der Mensch keinen Waldbrand verursachen kann, weil es schon vor dem Menschen Waldbrände gab. Unlogische Schlussfolgerungen ziehen und keinen Bezug zur Natur haben, beste Voraussetzungen, um die Überschrift von Teil 3 für ein völlig überzeugendes Argument zu halten. :)

  66. #66 wage
    11. Juli 2017

    Pfff… also… najaaa… wir reden ja nicht von einer homogenen distribution der… Tiefen… fläche. Lass mal sehen… also Fossile Brenstoffe wären ~90% der Emmisionen, wir sprechen von ca ~36 Gigatonnen CO² pro Jahr. Ääähm… pfff… der momentane Verbrauch an CO² seitens der Biospäre ist… erstmal ziemlich schwer genau zu beziffern, aber lass mal… (Faktor ist irgendwas um die 500 kg pro Baum)… schlappe 72 Milliarden (es existieren übrigens im Moment ca. 2.8 Billionen – Trillions für unsere englishen Freunde). Bäume. Ähmmm… Biomasse. Sind so hundert milliarden Tonnen Kohlenstoff (sind dann aber nur ca ~10 Gigatonnen da C nicht gleich CO² ist) pro Jahr die in Biomasse umgewandelt werden. Miroorganismen sind schwer zu quantifizieren, dürfte aber in etwa nochmal so viel sein. Also bräuchten wir einen zuwachs von ca. 5-10% an Flora (und oder Mikroorganismen wie z.B. Cyanobakterien) um das gebacken zu kriegen.

    Ich halte das für machbar. Wir machen natürlich gerade DAS GENAUE GEGENTEIL, sprich: Abholzung, Antropocene Extinction Event und so weiter, aber wir KÖNNTEN sehr wohl. Wäre halt eben etwas grüner. Wäre das so schlimm?

    Eine biologische Lösung halte ich mit Hilfe seitens der Gentechnik für durchaus realistisch.

  67. #67 wage
    11. Juli 2017

    Das letzte mal hat das so ca 2000 Jahre gedauert (also im Umkehrschluss), aber das war nach einm Massensterben und… nur Einzeller. Läuft auf Terraforming raus, nicht?

  68. #68 Stephan
    11. Juli 2017

    Julia
    ich sprach lediglich vom CO2, nicht von der Asche, die Vulkane ausstoßen. CO2 ist vernachlässigbar, Asche seit ewigen Zeiten nur temporär wirksam, keine grundlegende wirkung aufs klima

  69. #69 libertador
    11. Juli 2017

    Es ist ja sogar so, dass je mehr Veränderung es früher gab, umso sensitiver ist das Klima für Veränderungen. Das heißt, je stärker Veränderungen früher waren, umso mehr Einfluss wird das menschliche CO2 das Klima verändern:
    https://scilogs.spektrum.de/klimalounge/das-klima-hat-sich-schon-immer-geaendert-folgern-sie/

  70. #70 Roland B.
    11. Juli 2017

    Wir kennen allerdings auch nur die Auswirkungen kleinerer einzelner Vulkanausbrüche. Langanhaltender starker Vulkanismus, wie er in der Erdgeschichte durchaus schon vorkam, könnte sich da ganz anders auswirken, zumindest regional.

  71. #71 Connie
    Hildesheim
    11. Juli 2017

    Ab Minute 8:50 sehen wir, was
    Professor Lesch zum Thema “Klimawandel” sagt

    https://www.youtube.com/watch?v=03F_J_S32qk

    Viele Grüße
    Connie

    Dieser Kommentar wurde bereits mehrfach “moderiert”,
    also gelöscht.

  72. #72 grunz
    11. Juli 2017

    zu Nummer 70:

    Sehr richtig. Beispielsweise hat der Ausruch des Tambora die Durchschnittstemperatur um 2,5 Grad gesenkt. Damals wäre man ganz froh gewesen, über die Klimaerwärmung etwas Kompensation zu haben.

    Insofern ist die Klimaerwärmung eine gute Versicherung gegen zukünftige Vulkanausbrüche.

  73. #73 PDP10
    11. Juli 2017

    @grunz:

    Beispielsweise hat der Ausruch des Tambora die Durchschnittstemperatur um 2,5 Grad gesenkt

    Für zwei oder drei Jahre.

    Insofern ist die Klimaerwärmung eine gute Versicherung gegen zukünftige Vulkanausbrüche.

    Die dummheit dieses Satzes müsste dir eigentlich selbst auffallen …

  74. #74 Withold Ch.
    11. Juli 2017

    Zuerst Danke und Kompliment an Florian zu dieser Serie. Hochinteressant!

    Hier noch ein Zitat aus dem Blogartikel “Meeresspiegel über die Jahrtausende” von Stefan Rahmstorf auf Spektrum.de.

    Zusammenfassend schreibt er im Schlussabsatz:

    Zehntausend Jahre Meeresspiegelanstieg voraus

    Ein ebenfalls neuer Aufsatz von 22 renommierten Forschern in Nature Climate Change (Clark et al. 2016) diskutiert den langfristigen Meeresspiegelanstieg, den wir mit unseren Emissionen in den nächsten Jahrzehnten verursachen werden.

    Vor allem wegen der langsamen Reaktion der großen Eismassen auf Grönland und der Antarktis auf die globale Erwärmung wird der Meeresspiegel noch mindestens zehntausend Jahre weiter steigen, nachdem die Erwärmung gestoppt wurde – länger als die Geschichte der menschlichen Zivilisation.

    Das liegt daran, dass die Lebensdauer von CO2 in der Atmosphäre sehr lang ist – auch Jahrtausende nachdem wir das Verbrennen fossiler Brennstoffe längst eingestellt haben, werden deshalb der CO2-Gehalt der Atmosphäre und die globale Temperatur weiterhin erhöht bleiben, und Eis wird weiter schmelzen. Selbst bei einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf 2 °C dürfte so auf Dauer ein Meeresspiegelanstieg um die 25 Meter die Folge sein.

    Das würde heissen, dass ein sofortiges Runterfahren bei den Fossilen Energieträgern wohl nur noch gegen andere zu befürchtende Auswirkungen etwas nützen dürfte. Hoffentlich!

  75. #75 Florian Freistetter
    11. Juli 2017

    @Connie: “Dieser Kommentar wurde bereits mehrfach “moderiert”, also gelöscht.”

    Ne, wurde er nicht. Lies nochmal das was ich zu Beginn der Serie geschrieben habe:

    “Solltet ihr irgendwo einen Kommentar schreiben der nicht erscheint: Das liegt nicht an irgendeiner fiesen Verschwörung von Klimawissenschaftler die eure Meinung unterdrücken wollen Sondern daran dass ich – wie schon erwähnt – auf Urlaub bin und es eventuell nicht immer regelmäßig und zeitnah schaffen werde die Kommentare freizuschalten die im automatischen Spamfilter hängen geblieben sind.”

    (http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2017/07/05/klimawandel-mythen-und-klimawandel-fakten-alles-ueber-den-klimawandel/)

    P.S. Kommentare mit Videolinks landen IMMER im Spamfilter (aus guten Gründen). Auch wenn man sie mehrmals postet.

  76. #76 grunz
    11. Juli 2017

    Sehr geehrter Herr PDP10,

    Sie schreiben in Nummero 73: Die dummheit dieses Satzes müsste dir eigentlich selbst auffallen

    Mir ist nicht klar, was Sie damit genau meinen. Sehen Sie sich doch mal das Video aus Nummero 71 an. Dort wird auf Temperaturgefälle von 14 Grad innerhalb von 10 Jahren hingewiesen. Das würde wohl das AUS der Weltbevölkerung in der aktuellen Form bedeuten.
    Finden Sie nicht auch, dass man da durchaus etwas vorbeugen sollte?

  77. #77 Gerrit
    11. Juli 2017

    @grunz

    Dort wird auf Temperaturgefälle von 14 Grad innerhalb von 10 Jahren hingewiesen. Das würde wohl das AUS der Weltbevölkerung in der aktuellen Form bedeuten. Finden Sie nicht auch, dass man da durchaus etwas vorbeugen sollte?

    Das Problem ist, dass eine schnelle Änderung des Klimas immer schlecht für uns ist, weil wir uns nicht so schnell anpassen können. Dabei ist es egal ob die Temperatur von heutigen 14°C auf 0°C fallen oder von 28°C auf 14°C.

  78. #78 Stephan
    11. Juli 2017

    #70
    richtig, deshalb sagte ich, daß vulkanausbrüche bereits seit sehr sehr langer zeit keine auswirkungen aufs klima haben.
    allerdings gab es zeiten, da hatten sie durchaus auswirkungen auf das globale klima, und das über mehrere zig mill. jahre.

  79. #79 Stephan
    11. Juli 2017

    #72
    Nein !!

  80. #80 PDP10
    11. Juli 2017

    @Stephan:

    Es wäre praktisch, wenn du nicht nur mit der Nummer, sondern auch mit dem Name Bezug auf vorhergehende Posts nehmen würdest.

    Manchmal ändern die Nummern sich nämlich. ZB. wenn ein Post aus der Mod auftaucht …

  81. #81 PDP10
    11. Juli 2017

    @grunz:

    Finden Sie nicht auch, dass man da durchaus etwas vorbeugen sollte?

    Mit Klimawandel gegen Vulkanausbrüche?

    Ich frage nochmal: Kommt dir das Konzept bei näherer Betrachtung nicht auch ein wenig dämlich vor?

    Mal abgesehen davon, dass es nicht funktioniert.

  82. #82 Nicole
    Kiel
    12. Juli 2017

    Schöner Artikel, danke!

    @René: auch deine Rechtschreibung lässt auf Unbedachtheit schließen. Stichwörter: Glashaus und Steine. Zudem ist Grönland im Sommer stellenweise grün und war dies auch um das Jahr 1.000, als es den Namen bekam. Die Bezeichnung war quasi ein “Marketinggag” um Siedler anzulocken.

  83. #83 wage
    12. Juli 2017

    Bei Eiszeiten vielleicht schon, aber das ist im Moment nicht das Thema. Merken kann man es sich aber trotzdem.

  84. #84 E. Walter
    12. Juli 2017

    @grunz: Ja, nee, is klar. Und einer Unterkühlung beugt man am besten mit Fieber vor?

  85. #85 Till
    12. Juli 2017

    @rechtschreibfanatiker (@JoJo @Sabelotodo & andere in früheren Artikeln)
    Ich vermute, Florian hat die Artikel unter großem Zeitdruck geschrieben, damit wir hier während seines Urlaubs was zu lesen haben.

    Wenn Ihr den Blog verfolgt habt, wisst Ihr, dass Florian neben dem Blog noch sehr viele andere Aufgaben hat, mit denen er sein Brot verdient (Sciencebusters, “Freistetters Formelwelt” bei Spektrum.de, “Hier Irrte die Wissenschaft” bei Online-Standard, diverse Bücher etc.)

    Freut Euch doch einfach, dass Florian sich die Zeit genommen hat, uns hier mit interessanten Artikeln zu versorgen. Die Inhalte finde ich wie immer hochinteressant und gut vermittelt. Da ist die Rechtschreibung doch wirklich Nebensache.

    Wenn es Euch beim nächsten Mal zuckt, an der Rechtschreibung rumzumäkeln, bitte einfach kurz in die Tastatur beißen.

    @Sabelotodo hat das ja schon fast richtig gemacht:

    Ich habe aber bisher nichts dazu geschrieben, um nicht als Besserwisser zu gelten.

  86. #86 tomtoo
    12. Juli 2017

    @all reschtschreipvetischissten

    Kauft euch ein Buch von Florian. Ist alles gut darin.

  87. #87 Martin
    12. Juli 2017

    Ich verstehe alles, was F. Freistetter über den Klimawandel sagt und finde es richtig. Aber daraus, dass gegenwärtig ein Klimawandel stattfindet, würde ich andere Konsequenzen ziehen: Anstatt den Klimawandel zu verhindern, sollte der Mensch versuchen, sich daran anzupassen. Leider wird das Thema politisch missbraucht und ideologisiert. Ich habe das hier schon einmal geschrieben, doch mein Beitrag wurde zensiert (unterschlagen). Das hat mich enttäuscht und mir gezeigt, dass dieser Blog politisch nicht neutral ist, bzw. politisch alternative Meinungen nicht zulässt.

  88. #88 RainerO
    12. Juli 2017

    @ Martin
    Ich glaube, da interpretierst du definitiv zu viel in ein Nichterscheinen eines Kommentars hinein. Mir ist es auch schon passiert, dass (völlig unverdächtige) Kommentare nicht auftauchten, oder erst um einiges später.
    Grund ist ein (nicht unfehlbarer) automatischer Spam-Filter und aktuell sicher auch der Urlaub von Florian Freistetter, wenn Beiträge im Filter hängen bleiben. Soweit ich ihn inzwischen kenne, zensiert er keine abweichenden Meinungen, solange sie nicht unsachlich und beleidigend sind.

  89. #89 Florian Freistetter
    12. Juli 2017

    @Martin: “ch habe das hier schon einmal geschrieben, doch mein Beitrag wurde zensiert (unterschlagen).”

    Abgesehen davon dass ich kein Staat bin und keine Zensur üben kann: Wenn ich Beiträge aus inhaltlichen Gründen lösche, dann sage ich das dazu (kommt aber so gut wie nie vor). Was vorkommt sind Kommentare die der Spamfilter fälschlicherweise aussortiert. Der ist aber dringend nötig, falls ihr hier im Blog nicht ~200 Spamkommentare pro Tag lesen wollt….

    P.S. Unter den ~12.000 Kommentaren die sich derzeit im Spamordner befinden, findet sich keiner der mit der gleichen Mailadresse geschrieben wurde wie die, die du bei deinem letzten Kommentar angegeben hast. Es scheint also so, als läge der Grund für das Nichterscheinen deines Kommentars nicht am Spamfilter.

  90. #90 Alderamin
    12. Juli 2017

    @Martin

    Wie passt man denn New Orleans an, wenn der Meeresspiegel um einen Meter steigt? Oder die Malediven, wo das Wasser teilweise schon die Häuser unterspült? Wenn der Kipppunkt für das Klima bei 2° überschritten wird, so dass der Eispanzer Grönlands komplett wegschmilzt, steigt der Meeresspiegel in den folgenden Jahrhunderten um viele Meter und beispielsweise die Niederlande saufen fast komplett ab.

    Wie passen sich die Menschen in den Regionen ab, wo wegen Dürre nichts mehr wächst? Genau, die kommen dann z.B. zu uns. Wenn sie nicht vorher krepieren.

    Aber Hauptsache, wir brauchen nichts zu tun und zu bezahlen…

    Gibt’s noch einen anderen Vorschlag…?

  91. #91 Roland B.
    12. Juli 2017

    @Martin: Wenn du vorschlägst, der Mensch solle sich dem Klimawandel anpassen… wie stellst du dir das vor? Biologisch, also daß den Holländern und Südseeinsulanern Schwimmhäute wachsen und Kiemen? Oder technisch, daß sie auf Boote und Flösse umsteigen wie in “Waterworld”?
    Es gibt ja Leute, die meinen, alle müssten nur hundert Meter höher steigen in der Landschaft, da wär’s dann wieder kühler. Stelle ich mir sehr interessant vor, wie das umgesetzt werden soll in Europa. Technische Lösungen, etwa unter anderem das bauliche Anpassen aller vorhandenen Gebäude, kosten ganz sicher zig mal mehr als Maßnahmen, die jetzt noch greifen können, die Erwärmung einzuschränken.
    Nur weil Grönland dann eisfrei sein wird und “grøn”, heißt ja auch noch lange nicht, daß dann dort sofort Landwirtschaft betrieben werden kann. Wälder können nicht einfach transferiert werden und auch nicht ruckzuck auf andere Baumarten umgestellt.
    In früheren Klimaänderungsphasen geschah das anpassen übrigens meistens dadurch, daß Arten ausstarben und neue die Nischen besetzten.

  92. #92 Martin
    13. Juli 2017

    Ich habe nicht behauptet, dass man nichts tun und nichts bezahlen soll. Der Mensch wird auf diesem Planeten (bis längstens zu dessen kosmischem Ende) nur durch technische Innovationen überleben können. Sonst passiert eben, was Roland B. schreibt: “In früheren Klimaänderungsphasen geschah das Anpassen übrigens meistens dadurch, daß Arten ausstarben und neue die Nischen besetzten.” Der Mensch wird dann halt vielleicht nur virtuell weiterleben.

    Selbstverständlich soll man Sonnen- und Windenergie nutzen, aber auch KKW mit sichereren Reaktoren und Gentechnik. Ich würde auch auf klimaneutrale Treibstoffe (z.B. künstliches Benzin aus CO2 und H2O) und Entsalzen von Meerwasser setzen.

    Leben auf dem oder unter dem Wasser: Wieso nicht? Es leben schon jetzt viele auf Hausbooten. Wahrscheinlich wird man auch lernen müssen, unter dem Boden zu leben, spätestens wenn die Sonnenstrahlung unerträglich wird.

    Für die Millionen Migranten hat es selbst in Mitteleuropa noch viel Platz, aber sie müssen bereit und in der Lage sein zu arbeiten. Ich reise oft durch Frankreich, das Land ist fast leer. Wahrscheinlich wird man auf natürliche Fleisch- und Milchprodukte verzichten müssen, weil das Land für grosse Nutztiere oder Futtermittelproduktion fehlen wird.

    Alle Bemühungen, den Klimawandel aufzuhalten sind übrigens vergebens, wenn es nicht gelingt, das Bevölkerungswachstum zu stoppen. Alle Länder müssten in der Lage sein, die neuen Technologien zu nutzen. Wenn ich da aber z.B. an Afrika denke, sehe ich eher schwarz.

  93. #93 Jonas Schimke
    13. Juli 2017

    @Martin,

    Alle Bemühungen, den Klimawandel aufzuhalten sind übrigens vergebens, wenn es nicht gelingt, das Bevölkerungswachstum zu stoppen.

    Das erzähl mal dem Papst und den Imanen. Solange Katholizimus und Islam gegen Empfängnisverhütung wettern, haben wir keine Chance, die Bevölkerungswexplosion einzudämmen. Deshalb muss man die Kritik auch bei diesen Religionen ansetzen und den Unsinn, den sie verbreiten, argumentativ bekämpfen.

  94. […] gar nicht verantwortlich für den Klimawandel! (erscheint am 10.07.2017) Klimawandel-Mythen 03: Das Klima hat sich früher auch geändert – Klimawandel ist nicht schlimm! (erscheint am 11.07.2017) Klimawandel-Mythen 04: Schuld am Klimawandel ist die Sonnenaktivität! […]